Volksbank Staufen eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vera Stoll seit 14.10.2021 | Prokura |
Tanja Bregenhorn seit 15.7.2021 | Vorstandsmitglied |
Marco Reiner seit 1.4.2019 | Prokura |
Erhard Stoll seit 30.3.2006 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.80% | |
| 0.30% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank Staufen eGStaufen im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Volksbank Staufen eGGliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Finanzlage Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern und ihnen bei allen finanziellen Belangen ein zuverlässiger und kompetenter Partner zu sein. Unser Geschäftsgebiet umfasst die Orte Staufen, Bad Krozingen, Ehrenkirchen, Münstertal, Ballrechten-Dottingen, Sulzburg und Heitersheim. Ziel unserer Unternehmens- und Vertriebskonzeption ist die Ausrichtung unsere Geschäftspolitik auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden. Wir haben die Ziele in unserer Geschäftsstrategie formuliert. Dabei sind die zentralen Geschäftsfelder für den Vertrieb zum einen das Firmenkundengeschäft und zum anderen das Privatkundengeschäft. Neben dem Kundengeschäft stellt auch das Eigengeschäft ein zentrales Geschäftsfeld dar. Dabei spielt die Liquiditäts-, Ertrags,- und Risikosteuerung eine zentrale Rolle. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Die Angaben zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und an den Finanzmärkten im Jahr 2023 wurden den zur Verfügung gestellten Informationen des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken BVR vom 24.01.2024 entnommen. Die im Bericht genannten Daten beruhen im Wesentlichen auf Angaben des statistischen Bundesamtes, der deutschen Bundesbank und der europäischen Zentralbank. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Konjunktur in Deutschland Im Jahr 2023 beeinträchtigen die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukraine Krieges eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das ganze Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zum Jahresbeginn wurde die Konjunktur durch die nur langsam schwindenden Belastungen, durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf wurde die Wirtschaft durch die kräftigen Leitzinsanhebungen der Notenbanken als Reaktion auf die Inflation weltweit gebremst. Dazu kam auch im vergangenen Jahr der andauernde Arbeits- und Fachkräftemangel. Auch politische Unsicherheiten führten dazu, dass weniger investiert wurde. Inflation hemmt den privaten Konsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allen Dingen in Bereichen, in denen die Preise auf dem Stand des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter zulegten. Insgesamt trugen die Konsumausgaben, mit einem Beitrag von minus 0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Schwacher Außenhandel Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die Zuwächse während der Erholung der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % bzw. 3 % nachdem sie im Vorjahr noch kräftig gestiegen waren. Niedrigere Finanzierungsdefizite des Staates Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem aus den Anhebungen von städtischen Gebühren. Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2 % nach. Robuste Arbeitsmarktlage Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung geflüchteter von 2,4 Mio. Menschen im Vorjahr auf 2,6 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote war mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Finanzmärkte Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Sie erreichten damit das höchste Leitzinsniveau seit der globalen Finanzkrise von 2008. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungkosten. Auch die Konjunkturentwicklung in China wirkte regelrecht als Konjunkturbremse, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Null-Covid-Politik geschwächt wurde. Trotz dieser Belastungen entwickelten sich die Finanzmärkte eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. Die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihenkurse vor allem zum Jahresende hin deutlich zulegten. Die 10-jährige Bundesanleihe erreichte zum Jahresende eine Rendite von 2,03 %. Der DAX schloss das Jahr 2023 mit 16.751,64 Punkten ab. Das war auf Jahressicht ein Anstieg um 20,3 %. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mit Hilfe unseres internen Berichtwesens regelmäßig überwachen. Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (BE vor Bewertung/ dBS) festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung / dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit unserer Bank wurde zudem die Cost-Income-Ratio (CIR) bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis, sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Das Wachstum der bilanziellen Kundekredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen im aktuellen Zinsumfeld. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank und durch ein nachhaltiges Wachstum werden wir im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR, die sich aus dem Verhältnis der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderung zum Kernkapital ermittelt. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Bank wird auch weiterhin das große Vertrauen unserer Kunden sein. Aus diesem Grund betrachten wir eine verlässliche und gute Beratungsqualität sowie gut ausgebildete Fachkräfte als nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Über die prozentuale Entwicklung der Schulungskosten gegenüber dem Vorjahr bewerten wir diesen Indikator. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellen sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme beträgt im Jahr 2023 1,8 % und ist im Vergleich zum Vorjahreswert (2,02 %) etwas geringer. Prognostiziert für 2023 war ein Wert von 1,85 %. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt zwar etwas unter unseren Erwartungen aber trotzdem können wir mit der Entwicklung zufrieden sein. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir in diesem Jahr keine Sondereffekte durch die Auflösung von einer Sparrückstellung die sich im Vorjahr überdurchschnittlich auf das Ergebnis ausgewirkt hatte. Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 27,38 % (Vorjahr 28,1 %) und damit innerhalb der definierten Obergrenze von 40 % und auf dem für das Geschäftsjahr prognostizierten Wert. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 33,3 % ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Gesamtkapitalquote beträgt 34,0 %. In unseren Erwartungen sind wir von Kapital-Kennziffern auf Vorjahresniveau ausgegangen. Im Vorjahr war die Gesamtkapitalquote noch bei einem Wert von 32,0 % und die Harte Kernkapitalquote bei einem Wert von 31,3 % Die Kundenkredite sind um 2,7 % angestiegen und liegen damit leicht über dem geplanten Ergebnis und über dem Vorjahreswert. Trotz der vielen nicht planbaren Ereignisse und den daraus starken Veränderungen der Rahmenbedingungen am Finanzmarkt sind wir mit unserer Geschäftsentwicklung zufrieden. In 2023 müssen wir eine Reduzierung der Kundeneinlagen und damit auch eine Reduzierung der Bilanzsumme verzeichnen. Diese Entwicklung resultiert aus einer zurückhaltenden und vorsichtigen Konditionsgestaltung auf der Passivseite. Die erhöhten Ausgaben der privaten Haushalte aufgrund der hohen Inflationsrate und der Verteuerung der Energie führte zu einer reduzierten Sparfähigkeit der Kunden. Daneben ist aufgrund der gestiegenen Zinsen für Baufinanzierungen auch dort die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Trotz der Widrigkeiten haben wir ein für uns zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erwirtschaften können.
Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme war unsere Konditionspolitik im Passiv-Kundengeschäft. Die Bank hat in der Vergangenheit ihr Wachstum immer über das Passiv-Kundengeschäft generiert. Die außerbilanziellen Geschäfte liegen unter Vorjahresniveau, verursacht durch Fälligkeiten größerer Bestände.
Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um 2,7 % ausgebaut werden. Um die Ertragskraft zu stabilisieren, haben wir die Wertpapieranlagen um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hierzu wurden Forderungen an Kreditinstitute in Wertpapieranlagen umgeschichtet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 11,8 % angestiegen. Insgesamt sind die Kundeneinlagen zurückgegangen. Die Spareinlagen sind besonders stark rückläufig und um 19,8 % niedriger als im Vorjahr.
Die Ergebnisse aus dem Wertpapier- und Dienstleistungsgeschäft konnten wir gegenüber dem Vorjahr um 8,8 % steigern. Die Vermittlungserträge aus dem Versicherungs- und Bauspargeschäft um 6,1 %. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr sind auf Vorjahresniveau. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2
zuzüglich GuV-Posten 3
Der Zinsüberschuss 2023 liegt bei 19.089 TEUR. Er ist um 482 TEUR zurückgegangen, liegt aber deutlich oberhalb des für 2023 prognostizierten Planwertes. Das Ergebnis ist hauptsächlich durch drei Faktoren geprägt. Trotz nicht einfacher Investitionsbedingungen und starken Zinssteigerungen konnten wir im Kreditgeschäft wachsen. Dies hat sich positiv auf die Erträge ausgewirkt. Des Weiteren erhöhten sich aber die Zinsaufwendungen deutlich durch den starken Zinswettbewerb auf der Passivseite. Aufgrund der kurzen Laufzeiten bei den Kundeneinlagen und durch das träge Verhalten der Zinsanpassungen auf der Aktivseite, ausgelöst durch die langen Zinsfestschreibungen, wird das Zinsergebnis auch in den nächsten Jahren belastet sein. Wir konnten allerdings durch gezielte Verkäufe bei unseren eigenen Wertpapieranlagen gute Ergebnisse erzielen und haben mit diesen Umschichtungen dafür gesorgt, dass wir ein sehr gutes Zinsergebnis erreicht haben. Mit einem Anteil von 2,00 % der Durchschnittsbilanzsumme liegt der Zinsüberschuss auf Vorjahresniveau. Der Provisionsüberschuss beträgt 3.843 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Steigerung beträgt 19 TEUR bzw. 0,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungen und Vermittlungserträge sind jeweils leicht angewachsen. Die Personalaufwendungen sind im vergangenen Jahr nochmals zurückgegangen. Sie sind 7 TEUR geringer als im Vorjahr, das entspricht 0,2 %. Dieses Ergebnis liegt deutlich unterhalb des Planwertes. Der Rückgang der Aufwendungen ist auf die weitere Auflösung von Pensionsrückstellungen zurückzuführen und auch darauf, dass wir den Personalbestand nicht in geplanter Weise erhöhen konnten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen liegen im Berichtsjahr mit einem Plus von 3,4 % gegenüber den Vorjahreswerten unter den Planwerten. Hier wirken sich insbesondere die Preissteigerungen in den verschiedenen Bereichen aus. Durch ein zurückhaltendes Investionsverhalten konnten wir erreichen, dass die Steigerung unserer Verwaltungskosten unter der Inflationsrate in Höhe von in 2023 geblieben sind. Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 17,1 Mio. EUR. Das Bewertungsergebnis macht einen Betrag von 2.795 TEUR aus. Im Kreditgeschäft liegt das Bewertungsergebnis bei einem positiven Betrag von 393 TEUR, im Wertpapierbereich haben wir Bewertungsaufwendungen in Höhe von 3.189 TEUR verbucht. Im Geschäftsjahr über Pari gekaufte Papiere haben wir auf einen Wert von 100 % abgeschrieben. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich in diesem Jahr um 5,3 Mio. EUR erhöht. Das Bewertungsergebnis ist in 2023 um rund 7,8 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Nachdem wir im Vorjahr durch die Bewertung der Wertpapiere positive Steuereffekte erzielen konnten, haben wir im Geschäftsjahr 2023 wieder einen normalen Steueraufwand in Höhe von 4,7 Mio. EUR zu verzeichnen. b) Finanz- und Liquiditätslage Die vorhandenen liquiden Mittel waren ausreichend, um im Geschäftsjahr die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR zu erfüllen). Die Refinanzierungsgeschäfte über die DZ-Bank haben wir in 2023 ausgeweitet. Diese Verbindlichkeiten sind in kurzfristigen Laufzeiten vereinbart. Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit jederzeit gegebenen. Die Liquiditätskennziffer, genannt Liquidity Covorage Ratio (LCR) betrug zum Bilanzstichtag 175,62 %, die NSFR lag bei einem Wert von 109,87 %. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf eine ausreichende Liquiditätsreserve in Form von Bankguthaben und Wertpapieren zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weiterhin Refinanzierungsmöglichkeiten, auf die jederzeit zurückgegriffen werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Bank zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gegeben. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und den erwirtschafteten thesaurierten Rücklagen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital durch Zuführungen zu den Rücklagen, sowie durch eine weitere Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340 g Abs. 4 HGB weiter gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gestiegen. Er beträgt zum Jahresenden 20,2 %. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 33,3 % ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Gesamtkapitalquote beträgt 34,0 %. In unseren Erwartungen sind wir von Kapital-Kennziffern auf Vorjahresniveau ausgegangen. Im Vorjahr war die Gesamtkapitalquote noch bei einem Wert von 32,0 % und die Harte Kernkapitalquote bei einem Wert von 31,3 %. Die geforderte Mindestkapitalquote wurde jederzeit deutlich erfüllt. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Koeffizient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme beläuft sich auf 0,59 %. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 99,7 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Wertpapiere sind alle maximal zu pari bewertet. Das Bewertungsergebnis der Wertpapierpositionen liegt im Geschäftsjahr bei -3,3 Mio. EUR. Im Wertpapierbestand sind zu 98,5 % festverzinsliche Wertpapiere von Emittenten mit Bonitäten innerhalb des Investment Grades enthalten. Davon entfallen 94,8 Mio. EUR auf öffentliche Emittenten, 81,2 Mio. EUR auf Kreditinstitute und 306,7 Mio. EUR auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf EUR und wurden überwiegend von europäischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur haben sich nicht ergeben. Bei den Bonitätseinstufungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine besonderen Veränderungen ergeben. Wir haben im vergangenen Jahr, aufgrund der starken Zinserhöhungen, Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten umgeschichtet, dadurch haben wir die Papiere dem aktuellen Zinsniveau angepasst. Kundenforderungen Unsere Forderungen auf Kunden belaufen sich Ende 2023 auf 348 Mio. EUR und stellen mit einem Anteil von 36,4 % der Bilanzsumme eine bedeutende Aktivposition dar. Die Größenklassenstruktur ist durch eine breite Streuung der Einzelrisiken gekennzeichnet, Struktur und räumlicher Umfang unseres Kreditgeschäftes ermöglichen weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Vom gesamten Kreditzusagevolumen entfallen knapp 91,9 % der Forderungen auf ein VR-Rating 2e und besser und damit auf Kredite ohne erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit. Die Bonitätsstruktur ist somit durch einen sehr hohen Anteil an Kunden mit sehr guter bis guter Bonität gekennzeichnet. Die durch die Vertreterversammlung festgelegte Höchstkreditgrenze für die einzelnen Kreditnehmer, sowie die Großkreditgrenze wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eigenhalten. Unsere vergebenen Kredite sind nach den banküblichen Grundsätzen besichert. Bei den Sicherheiten handelt es sich im Wesentlichen um Grundpfandrechte. Ende 2023 sind 78,7 % unseres zugesagten Kreditvolumens besichert, wobei 72,4 % auf Grundpfandrechte entfallen. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der vorliegende Jahresabschluss dokumentiert ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023, das wir trotz vieler Widrigkeiten erneut mit einem guten Ergebnis abgeschlossen haben. Die starken Bewegungen am Kapitalmarkt, die rasant angestiegen Zinsen, sowie große Verunsicherungen in der Wirtschaft und auch bei der Bevölkerung machen die Planungen nicht gerade einfach. Die hohe Inflationsrate, die zwar im Laufe des Jahres zurückgegangen ist, hat jedoch nach wie vor starke Auswirkungen auf die Verbraucherpreise und Energiekosten. Das Kundenvolumen konnten wir im Aktivbereich steigern. Während wir auf der Passivseite den Liquiditätsabfluss bei den Einlagen durch entsprechende kurzfristige Refinanzierungen ausgleichen mussten. Wir haben trotz einer leicht rückläufiger Bilanzsumme ein gutes Ergebnis erzielen können. Durch die gute Durchschnittsverzinsung unserer Wertpapieranlagen konnten wir weiterhin eine gute Marge erwirtschaften. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Die Bank verfügt über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung. Nach unserer strategischen Ausrichtung möchten wir wachsen und gleichzeitig die Ertragskraft im Rahmen unserer Möglichkeiten stabilisieren. Die Ertragskraft messen wir am Betriebsergebnis vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme. Die Eigenkapitalausstattung ermöglicht eine sehr gute Risikotragfähigkeit. Wir rechnen auch im Jahr 2024 mit weiterem Druck auf die Margen, insbesondere durch den hohen Wettbewerb bei den kurzfristigen Zinsen für Einlagen. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess In unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir uns auf die bedarfsgerechte Betreuung unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet. Unser zentrales Ziel besteht darin, mittels zukunftsorientierter Vorgehensweise die langfristige und nachhaltige Existenzsicherung unserer Bank sicherzustellen. Unser Haus verfügt über ein System zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung, welches in die Gesamtbankplanung und Gesamtbanksteuerung integriert ist. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die von der Markt- und Volumensentwicklung abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken. Das Risikomanagement ist für uns eine zentrale Aufgabe und dient dazu, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen, mit dem Ziel, negative Abweichungen von den Planungen zu vermeiden. Die geplanten Ziele werden kontinuierlich im Rahmen eines Soll-/Ist-Vergleichs sowie über die Auslastung vorgegebener Risikolimite überwacht. Ein entsprechendes Risikoüberwachungssystem besteht und wird fortlaufend weiterentwickelt. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem ist darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Der Vorstand und der Aufsichtsrat erhalten in regelmäßigen Abständen einen Bericht über die Auslastung des Risikobudgets, über die Entwicklung der Ertragslage sowie über die Entwicklung der Adressaufallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken. Die Bank ist so organisiert, dass eine konsequente Trennung zwischen Markt- und Marktfolgebereichen innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation gewährleistet ist. Integraler Bestandteil des Risikomanagements ist die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Bank gestaltet das adverse Szenario identisch dem schweren konjunkturellen Abschwung. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei Positionen (Immobilien, Beteiligungen) für die kein Marktwert bestimmt werden kann, wird der Buchwert angesetzt. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Hierbei berücksichten wir einen strategischen Puffer. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Über die regelmäßige Durchführung von Stresstests in Form der Simulation eines schweren konjunkturellen Abschwungs, der Simulation einer Stagfaltion sowie über einen risikoartenspezifischen Stresstest wird die Belastbarkeit der Vermögens- und Ertragslage der Bank beobachtet und bewertet. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 110 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 175,62 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 109,87 %. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress- Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest- Überlebenshorizont von drei Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress- Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Geschäfts- und Risikostrategie wird dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputationsrisiko, Risikokonzentrationen sowie das Nachhaltigkeitsrisiko in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko, das strategische Risiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde. Adressenausfallrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft inklusive der bestehenden Länderrisiken. Das Kundenkreditgeschäft ist ein Kerngeschäftsfeld unserer Bank. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Der Anteil des wertberichtigten Kreditvolumens am Kundenkreditvolumen beträgt 1,78 % (Vorjahreswert: 2 %) und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Liquide Mittel, die nicht in Form von Krediten investiert werden können, legen wir vorzugsweise in festverzinslichen Wertpapieren an. Den Adressausfallrisiken aus den Eigengeschäften begegnen wir grundsätzlich durch eine Beschränkung auf Emittenten guter Bonität und dadurch, dass wir keine Anlagen unterhalb eines BBB- Ratings neu erwerben. Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ Bank sowie auf eigene Analysen von Berichten bzw. Veröffentlichungen zurück. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden über die Entwicklung des Portfolios informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) unter VR- Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) barwertig aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktzinsen, Wechselkursen oder Aktienkursen negative Planabweichungen ergeben. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Valueat-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir die klassische historische Simulation mit einer Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. In der normativen Perspektive werden regulatorische Anforderungen und darauf basierende interne Anforderungen betrachtet. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen - Kernkapitalanforderung, SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung - sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals - bspw. die Höchstverschuldungsquote und Großkreditgrenzen. Dabei wird im Rahmen der Mittelfristigen Planung (Kapitalplanung) ein Planszenario und zumindest ein adverses Szenario abgebildet. Im Planszenario sind alle regulatorischen Anforderungen und Zielgrößen sowie darauf basierende interne Anforderungen und Zielgrößen einzuhalten. Dabei werden Jahresabschlussgrößen nicht nur auf dem Bilanzstichtag des laufenden Geschäftsjahres, sondern auch über eine angemessene Zeit darüber hinaus betrachtet. Zur Sicherstellung der normativen Risikotragfähigkeit wird eine Mittelfristige Planung (inkl. Kapitalplanung) über einen Zeithorizont von mind. 3 Jahren betrachtet.Im Rahmen der normativen Risikosteuerung ermitteln wir quartalsweise die Auswirkungen eines Zinsschocks um 200 BP sowie einen eventuellen Rückstellungsbedarf im Rahmen der verlustfreien Bewertung nach IDW BFA 3. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Anlagen in Investmentfonds. Währungsrisiken haben für unser Haus keine Bedeutung. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Das Liquiditätsrisiko wird nicht in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogen. Wir steuern das Liquiditätsrisiko im Wesentlichen über die Liquiditäts- und Beobachtungskennzahlen nach den bankaufsichtlich vorgegebenen standardisierten Verfahren. Ergänzend werden Liquiditätskennzahlen nach dem einheitlichen europäischen Standard gemäß der CRR mit einbezogen. Die kurzfristige Mindestliquiditätsquote für einen 30 Tage andauernden Stressfall (Liquidity Coverage Ratio - LCR) stellt sicher, dass die Bank über ausreichend liquide Mittel verfügt. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Vierteljährlich wird die Kennziffer von der Bank ermittelt. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. In der normativen Perspektive wird außerdem die Wirkung eines des Plan-Szenarios sowie auch adversen Szenarios auf die Liquiditätsablaufbilanz sowie auf die Liquiditätskennziffern dargestellt. Ergänzend werden über ein vereinfachtes Verrechnungssystem einer Liquiditätskosten- Nutzenanalyse die Refinanzierungsrisiken bewertet. Ein Notfallkonzept ergänzt die beschriebenen Maßnahmen. Wir verfügen über Wertpapiere im Eigenbestand, die wir jederzeit zur Refinanzierung einsetzen könnten. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung der Liquiditätsrisiken werden die Geld- und Kapitalmärkte von uns beobachtet, um vor allem bei Bonitätsverschlechterungen unserer Emittenten rechtzeitig reagieren zu können. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Den operativen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu gehören Arbeitsanweisungen, die Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken, der Einsatz von Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, das Führen einer Schadensfalldatenbank sowie eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale haben wir durch Versicherungsverträge im banküblichen Umfang abgesichert. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die eigene Interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigen Arbeitsabläufe. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom IT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Im Rahmen der Risikosteuerung werden die operationellen Risiken über ein Schätzverfahren berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 waren, wie bereits in den Vorjahren, die operationellen Risiken von einer geringen Ausprägung gekennzeichnet. In der normativen Perspektive wird die Eigenkapitalanforderung aufgrund der operationellen Risiken für einen Zeithorizont von mindestens 3 Jahren für das Plan-Szenario und für ein adverses Szenario ermittelt. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko und dem strategischen Risiko. Das Beteiligungs- und Immobilienrisiko steuern wir über ein vergebenes Limit. Das strategische Risiko bewerten und steuern wir über die Beobachtung der Abweichunganalysen und über die Auslastung der bestehenden Strukturlimite. Daneben haben wir sicherheitshalber einen strategischen Puffer von dem Risikodeckungspotenzial abgesetzt. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Gesamtbild der Risikolage Die Limitauslastungen für die wesentlichen Risiken stellen sich im Gesamtbankbericht per 31.12.2023 wie folgt dar:
Chancen Bei der detaillierten Untersuchung unserer Strukturen stellen wir fest, dass wir über gute Wachstumspotenziale im Bereich der Kundeneinlagen und im Kundenkreditgeschäft verfügen. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist ein Zuzugsgebiet für eine wohlhabende Klientel die ihren Lebensabend im Süden Deutschlands verbringen will. Dies eröffnet uns Chancen auf neue Bankverbindungen. Potenzial sehen wir auch in einer umfassenden Nutzung der bestehenden Bankverbindungen und damit auf die Entwicklung des Provisionsergebnisses. Weitere Chancen sehen wir in der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Region. Schon leichte Zinsveränderungen in Form von sinkenden Zinsen können sich positiv auf unser Ergebnis und die Zinsaufwendungen auswirken. D. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Berichterstellung gibt es eine Reihe überlagernde Situationen, die zu der heutigen Krise geführt haben. Es bestehen weiterhin Lieferengpässe, die Inflation im Euroraum hat sich zwar reduziert ist aber immer noch sehr hoch, die hohen Zinsen belasten weiterhin das Investitionsklima und die Kriege in der Ukraine und im nahen Osten beeinflussen auch die Stimmung in der Wirtschaft. Entsprechend sind die Prognosen mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet und die Auswirkungen schwer absehbar. Wir analysieren ständig mögliche Folgen auf die Risikolage und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist. Zum Zwecke unserer Prognosen für die Jahre 2024 und 2025 orientieren wir uns am BVR Research Bericht vom 18.01.2024. Danach kommt die Konjunktur in Deutschland 2024 kaum in Fahrt und im Jahresdurchschnitt wird das Bruttoinlandsprodukt stagnieren. Gerade zum Jahresbeginn ist mit wenig wirtschaftlicher Dynamik zu rechnen, möglich ist sogar ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal. Der volkswirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2024 und 2025 zeigt, dass sich aus den Fakten nur bescheidene Erwartungen ableiten lassen. Das Wirtschaftswachstum wird gering bleiben und die Inflation wird nicht plötzlich verschwinden. Wirtschaftspolitisch sind die Herausforderungen mit der Rückkehr der Finanzpolitik zur Normalität der Jahre vor der Corona Krise größer geworden. Allerdings bietet der ökologische und ökonomische Umbau unseres Landes auch viele Möglichkeiten für neue Investitionen. Für das Wirtschaftsjahr 2024 erwarten wir auf Grundlage uns vorliegender Prognosen mit einem Wachstum von 0,2 %. Im Hinblick auf die Inflation gehen wir von einer Seitwärtsbewegung aus und für die Beschäftigungslage erwarten wir eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenzahlen. In unserer Zinsprognose gehen wir von konstanten Zinsen aus. Bei unserer Eckwertplanung haben wir für das Jahr 2024 sowohl im Aktivgeschäft als auch im Passivgeschäft jeweils 3,00 % Wachstum unterstellt. Für das Jahr 2025 unterstellen wir ebenfalls ein Wachstum von 3,00 %. Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines um 3,00 % steigenden Geschäftsvolumen, bei ansonsten unveränderten Geschäftsstrukturen sich leicht erhöhen auf 20 Mio. EUR und im Jahr 2025 weiter steigen auf 22,7 Mio. EUR. Beim Provisionsüberschuss sehen wir für die nächsten zwei Jahre ein gleichbleibendes Ergebnis in Höhe von 3,5 Mio. EUR.. Die Steigerung der Sachaufwendungen haben wir im Jahr 2024 mit 80 TEUR geplant, hier rechnen wir damit, dass die IT-Kosten weiter steigen und sich die Verbundkosten weiterhin erhöhen werden. Für 2025 gehen wir von einer weiteren Steigerung von 100 TEUR aus. Die vorgesehenen Kostensteigerungen stehen im Einklang mit der vorgesehenen Entwicklung des Leistungsindikators CIR in Höhe von rund 28 %. Aus der Kapitalplanung für das Jahr 2024 bis 2028 ergeben sich unter Berücksichtigung des geplanten Wachstums eine weitere Rücklagenthesaurierung wie in den Vorjahren. Wir rechnend damit, dass die Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote leicht steigen wird. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklung erwarten wir für 2024 ein sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung mit einem Wert von 1,73 % der durchschnittlichen Bilanzsumme und in 2025 einen Anstieg auf 1,8 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben (LCR, NSFR) ist durch unsere Liquiditätsplanung und Steuerung sowie die Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund sichergestellt. Grundsätzlich ermöglicht uns die Stärkung des Eigenkapitals im Kreditgeschäft und auch im Wertpapiergeschäft weiter zu wachsen. Weitere Chancen ergeben sich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Zukunft, gleichzeitig können auch Inflation, Zinsen und Marktvolatilität die Entwicklung nachteilig beeinflussen.
Staufen, 10. Mai 2024 Volksbank Staufen eG Der Vorstand: 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die Volksbank Staufen eG mit Sitz in Staufen ist beim Amtsgericht Freiburg unter der Genossenschaftsregisternummer 310007 eingetragen und hat ihren Sitz in 79219 Staufen im Breisgau. Der Jahresabschluss der Volksbank Staufen eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen sowie Eventualverbindlichkeiten und offenen Kreditzusagen werden Einzelwertberichtigungen abgesetzt bzw. Kredit- oder Drohverlustrückstellungen gebildet. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegen, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden, nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung, auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden im Jahr der Anschaffung auf den niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Bei einzelnen Wertpapieren erfolgte die Abschreibung linear über die Restlaufzeit. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert. Bei Gebäuden wird linear über die Nutzungsdauer von höchstens 50 Jahren und beim beweglichen Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzip. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die anteiligen Erträge für die Zeit nach dem Bilanzstichtag sind passivisch abgegrenzt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,79 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr nicht mehr erhoben bzw. in Rechnung gestellt. Im Vorjahr wurden die negativen Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Bei den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden liegen gegenüber dem Vorjahr keine Abweichungen vor. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Barreserve In der Barreserve(A1) sind EUR 6.326.045.02 Guthaben bei zuständigen Zentralnotenbanken enthalten Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 34.286.834 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 3.772.006 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 35.541.496 fällig. Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 8 enthaltenen Wertpapiere In folgenden Posten sind enthalten:
Wertpapiere des Anlagevermögens ohne dauerhafte Wertminderungen bonitätsinduzierter Natur wurden gem. § 253 Abs.3 Satz 6 HGB nicht abgeschrieben. Es wird eine Rückzahlung der Papiere zum Nominalwert erwartet. Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt TEUR 473.405, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 453.805. Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß §286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:
Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde. Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4). Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.343.951 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 307.932 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 53.278 (Vorjahr EUR 0) enthalten. Für noch nicht ausbezahlte Provisionszahlung haben wir EUR 61.000 eingestellt. Nachrangige Vermögensgegenstände In dem folgenden Posten ist ein Vermögensgegenstand, für den eine Nachrangklausel besteht, enthalten: Posten/ Unterposten
Fremdwährungsposten In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 182.827 enthalten. Restlaufzeitenspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 152.945.894 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Begebene Schuldverschreibungen Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR 2.500.000 fällig. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Fremdwährungsposten In den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.618.871 enthalten. Wesentliche Einzelbeträge in den Sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerforderungen in Höhe von 1.448.912 EUR enthalten. Sonstige wesentliche Einzelbeträge in den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen nicht. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr angefallen. Die für das Geschäftsjahr ermittelten Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden in den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -10.065 (Vorjahr EUR -16.362) vermindert. Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung von Wertpapieren, von Bausparverträgen und Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und konnten gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht werden. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 80.079 (Vorjahr EUR 89.657) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 474.034. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 170.911 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.256.391. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 29.854, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 2.638.860 gegenüber dem Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. aus der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgebe einer Garantieerklärung Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR- Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 10 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Der Abgang bei der Haftsumme ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Mitglieder zurückzuführen.
Aufwendungen für den Abschlussprüfer Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genossenschaftlicher Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V Woldegker Straße 27 17033 Neubrandenburg Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 5.664.784,62 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 517.737,20 (Bilanzgewinn von EUR 6.182.521,82) - wie folgt zu verwenden:
Staufen, 9. Mai 2024 Volksbank Staufen eG Der Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Volksbank Staufen eG, Staufen im Breisgau VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Staufen eG, Staufen im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Volksbank Staufen eG, Staufen im Breisgau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU- APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1.) Sachverhalt und Problemstellung Die Volksbank Staufen eG nimmt eine Kreditvergabe an Privatkunden und an gewerbliche Kunden, fast ausschließlich in Deutschland, vor. Die Forderungen an Kunden betragen Mio. EUR 347,8 (Vj. Mio. EUR 338,5) bei einer Bilanzsumme von Mio. EUR. 956,9 (Vj. Mio EUR 970,3). Die Kreditvergabe erfolgt nach einem festgelegten sechsstufigen Kundenrating, das drei Risikogruppen zugeordnet werden kann. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Forderungen an Kunden sehen eine Bewertung zum Nennwert und eine Berücksichtigung der Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen vor. Für ausfallgefährdete Kredite werden Einzelwertberichtigungen gebildet, indem eine vollständige Wertberichtigung des Blankoanteils, also der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredites und dem Deckungswert der Sicherheiten, erfolgt. Der Deckungswert der Sicherheiten wird nach von der Bank festgelegten Bewertungsverfahren gebildet. Bei den Verfahren zur Bewertung der Sicherheiten bestehen im Hinblick auf die zugrundeliegenden Sachverhalte und Bewertungsparameter zulässigerweise Ermessenspielräume. Zusammen mit der Höhe dieses Bilanzpostens können sich aus den Einzelwertberichtigungen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ergeben, sodass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt. 2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Bei unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Kundenforderungen haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen vorgenommen:
Die von der Geschäftsleitung gebildeten Einzelwertberichtigungen sind nachvollziehbar und liegen im Rahmen unserer Erwartungen. 4.) Verweis auf weitergehende Informationen Die Angaben der Genossenschaft zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang unter dem Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Der gesetzlich zuständige Genossenschaftliche Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., hat uns gemäß § 55 Abs. 3 GenG am 7. September 2023 mit der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Volksbank Staufen, Staufen im Breisgau, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Harald Melchior-Becker.
Nürnberg, 4. Juni 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Melchior-Becker, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Risikosituation der Bank und über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly GmbH & Co. KG im Auftrag des Genossenschaftlichen Prüfungsverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag über die Gewinnverwendung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Aus dem Aufsichtsrat scheiden turnusgemäß Herr Otmar Gutmann, Herr Klaus Natterer und Herr Frank Sutter aus. Herr Frank Sutter hat sein Mandat niedergelegt. Der Aufsichtsrat schlägt der Vertreterversammlung die Wiederwahl von Herrn Gutmann und Herrn Natterer vor. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit. Ein besonderer Dank geht an die Kunden und Mitglieder der Volksbank Staufen für ihr Vertrauen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Staufen, im April 2024 Der Aufsichtsrat Klaus Natterer, Vorsitzender |
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