Thai Union Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Trampert seit 29.10.2025 | Prokura |
Sven Wolfgang Dr. Massen seit 29.10.2025 | Geschäftsführer |
Ronald Koenders seit 29.10.2025 | Prokura |
Romain Zarzavadjian seit 7.11.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Willy Klaassen seit 7.11.2024 | Prokura |
Michael Grünefeldt seit 19.1.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Thai Union EU Seafood 1 S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rügen Fisch GmbH (vormals: Rügen Fisch AG)SassnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Grundlagen der GesellschaftDie Rügen Fisch GmbH mit Sitz in Sassnitz (im Folgenden: Rügen Fisch) ist ein bedeutender und im deutschen Markt langjährig etablierter Produzent von Fischkonserven. Die Unternehmensgruppe geht zurück auf den 1949 in Sassnitz gegründeten VEB Ostseefischerei Mecklenburg, der noch über eine eigene Fangflotte verfügte. Nach der politischen Wende in der DDR entstand aus dieser Basis ehemaliger Fischbetriebe an der Ostsee die Rügen Fisch GmbH, die sich später in eine Aktiengesellschaft umwandelte. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte bei der deutschen Rügen Fisch Gesellschaft ein Formwechsel in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die heutige Rügen Fisch GmbH. Im Jahr 2016 übernahm die Thai Union Gruppe zunächst 51% der Anteile an der Rügen Fisch und der gesamten deutschen Rügen Fisch Gruppe mit den bedeutenden Tochtergesellschaften Hawesta Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG, Hamburg, und Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, Bentwisch/Rostock. Thai Union ist ein in Thailand börsennotierter Konzern, welcher weltweit zu einem der führenden Produzenten im Bereich "Seafood" zählt. Die Gruppe unterhält u.a. Produktionsstätten in Asien, Europa, Afrika, und in Nordamerika. Im Jahr 2021 übernahm Thai Union die verbleibenden 49% der Anteile und ist alleiniger Eigentümer der deutschen Rügen Fisch Gruppe. Gegenstand der Rügen Fisch ist die Verwertung, Be- und Verarbeitung sowie der Handel mit Nahrungsmitteln, insbesondere Fischen und anderen Meeresprodukten. Dabei ist die Rügen Fisch ebenfalls als Zwischenholding für die deutschen Gesellschaften der Gruppe tätig. Die Produktionsstätte der Rügen Fisch befindet sich in Sassnitz und wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. Das Produktionssortiment bietet eine umfassende Palette von Heringskonserven, ferner werden Makrele, Lachs, Muscheln und Thunfisch verarbeitet. Bei der Herstellung der Lebensmittel muss die Rügen Fisch die strengen weltweit gültigen Verbraucherschutzvorschriften, wie die International Food Standards, beachten. Zudem bestehen weitreichende, durch Europäischer Gesetzgebung und Handel vorgegebene Kennzeichnungsvorschriften. Die Kunden der Rügen Fisch sind insbesondere die großen in Deutschland bekannten Lebensmitteleinzelhändler und Einzelhandelsketten. Dabei produziert und vertreibt die Gesellschaft Produkte unter eigenen Markennamen sowie für die Eigenmarken der Lebensmittelhändler. 2. WirtschaftsberichtA. Entwicklung von Branche, Gesamtwirtschaft und Konsumverhalten Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 um 1,9 Prozent, welches ein moderates Wirtschaftswachstum ist. Zwar ließ der Einfluss der Corona-Pandemie nach, dennoch stellte sich die deutsche Wirtschaft 2022 verschiedenen weiteren Herausforderungen. Der Ausbruch des Ukraine Krieges war eine sich global auswirkende Krisensituation und zog signifikante Energiepreiserhöhungen mit sich. Im Gegensatz zum Wirtschaftswachstum, litt die Kaufkraft der Bürger in Deutschland besonders. Im Kalenderjahrjahr 2022 betrug die Inflationsrate durchschnittlich 6,9 %. In der Branche unterlagen die Fischindustrie und der Fischhandel einem leichten negativ Trend. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Betriebe im Fischeinzelhandel von 10.200 auf 10.076, die Anzahl der Aquakulturbetriebe fiel von 2.233 auf 2.193 und die Betriebe der Fisch-Produktion mit mehr als 20 Arbeitnehmern sank von 56 auf 53. Ebenfalls war eine Abnahme von Kutterfischereifahrzeugen von 1.245 auf 1.182 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Entwicklungen der deutschen Wirtschaft lassen das Konsumverhalten von Fisch- und Meeresprodukten nicht unbeeinflusst. Im Jahr 2022 hat der Fischkonsum in Deutschland deutlich abgenommen, wie aus den Daten des Fisch-Informationszentrums in Hamburg hervorgeht. Die deutschen Verbraucher haben im Jahr 2021 rd. 493.325 Tonnen an Fischereilebensmittel erworben. Im Jahr 2022 war eine Reduzierung der Menge, um 11,9 % auf 434.413 Tonnen zu verzeichnen. Der durch den Absatz erzielte Umsatz, ging von fast 5,4 Milliarden Euro, um 9 % auf 4,9 Milliarden Euro zurück. Die Negativentwicklung der Abnahme durch Endverbraucher, ist überwiegend auf die Preissteigerungen im Energiesektor zurückzuführen. Die gesamte Wertschöpfungskette ist betroffen und eine Auslagerung der erhöhten Kosten auf die Konsumenten hatte einen Rückgang der Nachfrage zur Folge. B. Geschäftsverlauf Die Rügen Fisch ist mit der Konzentration auf den Einzelhandel und der hier vorherrschenden Marktkonzentration einem starken Preiswettbewerb mit den aktuellen Marktteilnehmern ausgesetzt. Der bedeutendste Erfolgsfaktor für die Gesellschaft ist die stetige Aufrechterhaltung der Beschaffungssicherheit für die Rohware Fisch. In keiner anderen Kostenposition werden derartige, nicht plan- oder absehbare Preisentwicklungen verzeichnet. Die Preisturbulenzen auf den Rohstoffmärkten stellen die Gesellschaft nachhaltig vor große Herausforderungen. Weiterhin sind inflationsbedingt die Zutatenkosten und Gemeinkosten angestiegen. Diese Kostensteigerungen konnten nur mit Verzögerungen an den Handel weitergegen werden. Die Rügen Fisch konnte trotz des herausfordernden Marktumfeldes sowie einer stark veränderten Gesamtsituation geprägt von den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemiebekämpfung die gesteckten Ziele im Geschäftsjahr 2022 übererfüllen. Der Rügen Fisch gelang es die für 2022 geplanten Absatzmengen aufgrund der weiter andauernden COVID Bevorratung sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Plan deutlich zu übertreffen. Die Gesamtleistung sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) stellen als Maßgrößen für die Geschäftsentwicklung die zentralen Steuerungsgrößen der Rügen Fisch dar:
* Gesamtleistung = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung Die Gesamtleistung der Rügen Fisch stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18.945 aufgrund der gestiegenen Absatzmenge und erhöhter Absatzpreise in 2022. Der Rohertrag, welcher absolut gestiegen ist, konnte im Verhältnis zur Gesamtleistung aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements auf 27,9 % gesteigert werden (Vorjahr: 24,7 %). Das EBITDA sowie das EBT stieg im Geschäftsjahr ebenfalls an. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl wurde gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht reduziert.
C. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 91.940 (Vorjahr: TEUR 62.851). Das Anlagevermögen hat sich insbesondere durch die Zugänge aufgrund des Brandereignises im Vorjahr um TEUR 8.018 auf TEUR 36.914 erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 33.871 auf TEUR 54.377 erhöht. Dabei stiegen die Vorräte bedingt durch die erhöhten Absatzmengen von TEUR 13.703 auf TEUR 18.087. Zudem erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich von TEUR 4.166 auf TEUR 20.632 aus der strategischen Überlegungen den Produktionsstandort in Sassnitz vermehrt auch für weitere Fischerzeugnisse der Gupppe zu nutzen. Das Eigenkapital blieb mit TEUR 29.653 unverändert. Der gesamte Gewinn wird aufgrund des im Jahr 2021 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages volllständig an die Gesellschafterin, Thai Union Germany, abgeführt. Die Rückstellungen stiegen von TEUR 4.783 auf TEUR 7.417 insbesondere aufgrund erhöhter Verpflichtungen aus Kundenabzügen sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Brandereigenis 2021. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 26.257 auf TEUR 52.307. Dabei wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahezu vollständig zurückgeführt. Ein Teil der Gegenfinanzierung erfolgte durch die im Jahr 2022 neu abgeschlossene Cashpoolvereinbarung, welche die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen von TEUR 554 auf TEUR 16.106 erhöhten. Weiterhin finanzierte die Gesellschafterin die Rügen Fisch mit einem kurzfristigen Darlehen, so dass diese Verbindlichkeiten von TEUR 2.018 auf TEUR 28.799 anstiegen. Finanzlage Die finanziellen Mittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf TEUR 320. Die Rügen Fisch befindet sich im liquiditätspositiven Bereich und erfüllt alle Zahlungen in der ersten Kondition, d.h. Skonto wird grundsätzlich berücksichtigt. Der Kapitaldienst wurde termin- und fristgerecht bedient. Investitionen wurden im Wesentlichen als Ersatzinvestition für die zerstörten Anlagen aufgrund des Brandereignisses im Vorjahr getätigt. Ein effizientes Liquiditäts-Management sowie ein monatliches Berichtswesen sind installiert, die Auskünfte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gewährleisten. Die Gesellschaft finanziert sich weiterhin über die Veräußerung von Forderungen an einen Factoringdienstleister. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres erhöhten sich mengen- und preisbedingt von TEUR 52.411 auf TEUR 71.611. Der Rohertrag stieg entsprechend von TEUR 13.517 auf TEUR 20.606. Die Bezugspreise für Rohstoffe und bezogene Waren stiegen infolge des Ukraine Konflikts weiter und konnten teilweise an den Handel über Preisanpassungen weitergegeben werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich stark um TEUR 6.420 auf TEUR 8.272. Im laufenden Geschäftsjahr entstanden aufgrund des Brandereignisses Versicherungserträge von TEUR 5.723 (Vorjahr: TEUR 14.160). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr ein Vielzahl von Einmalaufwendungen aus der Beseitigung des Brandschadens. Ensprechend sanken die sonstige Aufwendungen von TEUR 14.411 auf TEUR 10.476. Die Erträge aus Beteilgungen reduzierten sich infolge negativer Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften für das laufende Geschäftsjahr. Die Rügen Fisch ist seit 2021 Organgesellschaft der Gesellschafterin. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag werden daher bei der Organträgerin, Thai Union Germany, ausgewiesen. Aufgrund der genannten Effekte erzielte die Rügen Fisch ein EBITDA von TEUR 6.601 (Vorjahr: TEUR 4.350) und einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 4.529 (Vorjahr: TEUR 2.018). 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Das Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, alle potenziellen Risiken, die die Erfüllung der Planziele oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden, rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren. Damit ermöglicht das System, Risiken schnell zu erkennen, sie zu bewerten und angemessene Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Rügen Fisch hat ein umfangreiches monatliches Berichtswesen implementiert. Dazu gehören monatliche Erfolgsrechnungen sowie Bilanz- und Liquiditätsanalysen. Zusätzlich erfolgen quartalsweise Cashflow- und Ertragsvorschauen auf das Geschäftsjahresende. Im Geschäftsführungskreis sowie dem oberen Management werden regelmäßig die Risiken der künftigen Entwicklung im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung sowie die davon betroffenen Unternehmensbereiche überwacht. Eventuelle Schwachpunkte werden frühzeitig erkannt. Die Bereichsverantwortlichen stehen in ständiger Kommunikation mit der Geschäftsführung, so dass eine zeitnahe Weitergabe von Risiken an die Entscheidungsträger jederzeit gewährleistet ist. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Für die Gesellschaft stehen die für ein etabliertes Unternehmen üblichen Risiken im Vordergrund. Wie im Vorjahr sind hier die Entwicklung des Auftragsbestandes, Einkaufspreisentwicklung, Produktionsrisiken und Entwicklung der Kostenstruktur von maßgeblicher Bedeutung. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert. Die Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf die Gesellschaft sind schwer einzuschätzen. Soweit eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds, verbunden mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und allgemeiner Verunsicherung, eintritt, kann es zu Auswirkungen im Verbraucherverhalten dahingehend kommen, dass vermehrt Produkte im Discountbereich und hier insbesondere Handelsmarken nachgefragt werden. Soweit es zu einer Verknappung des Rohstoffes Fisch auf den Märkten kommt, Zulieferverträge nicht verlängert werden und andere Anbieter keine wirtschaftlich vertretbaren Preise anbieten, könnte es zu Lieferengpässen und damit zu wirtschaftlichen Belastungen kommen. Nach unserer Einschätzung wird der Lebensmitteleinzelhandel nur leicht wachsen. Wir beobachten einen intensiven Preiswettbewerb zwischen den verschiedenen Handelsketten. Der Preiswettbewerb wird zukünftig unverändert an die Zulieferindustrie weitergegeben werden. Das Kreditrisiko wird bei der Rügen Fisch im Wesentlichen durch die Bonität jedes einzelnen Kunden bestimmt. Hier sind Richtlinien eingeführt, nach denen eine Bonitätsprüfung verbindlich durchzuführen ist, bevor die Rügen Fisch Neukunden seine Standardzahlungs- und -lieferkonditionen anbietet. Der Produktionsfluss könnte durch technische Fehler negativ beeinflusst werden. Regelmäßige Tests, Belehrungen der Belegschaft zu IFS, HACCP und Hygiene, Instandhaltungen, Modernisierungen und gezielte Investitionen tragen dazu bei, dieses Risiko zu minimieren. Die Gesellschaft hat mit Finanzierungsinstituten Vereinbarungen zur Finanzierung des Rohwareneinkaufs und der Vorproduktion geschlossen. Steigende Marktzinssätze könnten sich insbesondere bei den variablen Verzinsungen nachteilig auf die Zinszahlungen und damit auf die Ertragslage auswirken. Risiken können sich auch weiterhin aus den negativen Folgen des Coronavirus (COVID-19) ergeben, z.B. auf den Produktionsprozess durch Erkrankung und Quarantänemaßnahmen bei der Belegschaft, Dekontaminationsaufwendungen, behördliche Einschränkungen, Lieferkettenproblemen, Reisebeschränkungen u.Ä. Weitere Risiken können sich auch aus der militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ergeben. Die globalen Auswirkungen sind zu diesem Zeitpunkt nicht seriös einzuschätzen. So könnte der Konflikt dazu führen, dass Kostenpositionen wie zum Beispiel die Versorgung mit Erdgas bzw. Erdöl und Logistik deutlich steigen. In Anbetracht aller uns zur Verfügung stehenden Informationen zeigen sich keine Risikoentwicklungen ab, die über die Risiken eines normalen Geschäftsbetriebes hinausgehen. Es bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Bedeutende Chancen bestehen vor allem in Innovationen für Produkte der beim Kunden und beim Handel gut verankerten Premiummarke "Rügen Fisch" sowie der Diversifizierung der Produkte bei Auslandskunden. Positive Erwartungen haben wir bei der Einführung neuer Produkte, einem neuen Internetauftritt sowie der Etablierung von Kooperationen mit anderen regionalen Marktpartnern. Ausblick Die jüngsten Prognosen zur wirtschaftlichen Situation und zum erwarteten Konsumverhalten für länger haltbare Lebensmittel sind weiterhin positiv für die Gesellschaft. Insbesondere der Kernmarkt Deutschland wird weiterhin positiv beurteilt. Das geschäftliche Umfeld, der Markenlaunch und die Einführung neuer Produkte wird für die Rügen Fisch daher insgesamt als positiv bewertet. Für 2023 werden nochmals steigende Beschaffungspreise für Rohstoffe und bezogene Waren erwartet. Unvorhergesehene Preisvolatilitäten sind auch für 2023 nicht auszuschließen. Aufgrund der mit dem Handel kontrahierten Verkaufspreise auf Basis geplanter Beschaffungskosten, der konservativen Mengenplanung im Standardgeschäft und eines wachsenden Aktionsgeschäftes sowie erwarten inflationsbedingten Preisanpassungen erwarten wir für 2023 ein konstanstes EBITDA von TEUR 6.220 sowie eine Gesamtleistung von TEUR 98.987 bei der Rügen Fisch. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein EBITDA von TEUR 9.298 bei einer Gesamtleistung von TEUR 100.580 erwartet.
Sassnitz, den 20. Juni 2024 Geschäftsführer Volker Büttel Andreas Klaassen Paul Reenan Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet. Die Rügen Fisch GmbH ist unter HRB 7283 im Handelsregister des Amtsgerichts Stralsund eingetragen. Die Rügen Fisch AG wurde am 18. Mai 2022 in die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) im Wege eines Formwechsels umgewandelt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter der Bezeichnung Rügen Fisch GmbH, Sassnitz, (im Folgenden: Rügen Fisch). Soweit Postenbezeichnungen vom gesetzlichen Wortlaut abweichen, wurde dies in Übereinstimmung mit § 265 Abs. 6 HGB vorgenommen. Im Einklang mit § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Gliederung erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben über die Restlaufzeiten der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten in den Anhang aufgenommen. Zwischen der Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, als Muttergesellschaft und der Rügen Fisch GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 10. November 2021. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer, längstens jedoch vier Jahre, nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und unterliegt planmäßigen linearen Abschreibungen (außer Grund und Boden). Die Abschreibungen erfolgen über die jeweilige Nutzungsdauer pro rata temporis. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte werden längstens über 33 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden in längstens 15 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in zwei bis fünf Jahren, längstens in 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, soweit handelsrechtlich zulässig, nach den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet, beziehungsweise bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Vorräten wurden durch Stichtagsinventur ermittelt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag. Soweit erforderlich wurde der unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesene Fischbestand am Bilanzstichtag mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Einzelkosten zu Einstandspreisen der verarbeiteten Menge zuzüglich der auf die Bearbeitungsstufe bezogenen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Produktion veranlasst. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht aktiviert. Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Produktion veranlasst. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht aktiviert. Forderungen, die nicht an ein Factoringinstitut verkauft wurden, und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Pauschal- und Einzelwertberichtigungen angesetzt. Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet zum Bilanzstichtag erhaltene Investitionszuschüsse für bis zum Bilanzstichtag realisierte Maßnahmen. Die unter dem Sonderposten erfassten Beträge werden entsprechend den Abschreibungen der geförderten Anlagegegenstände erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst. Die Steuerrückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Thai Union Germany. Sämtliche temporäre Differenzen und daraus resultierende latente Steuern werden in der Thai Union Germany als Organträgerin abgebildet. In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022 ist aus dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Anteilsbesitz
Bei der Seafood Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Hamburg, handelt es sich um die Komplementärin der Hawesta-Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG, Lübeck, deren Anteile zu 100 % durch sie gehalten werden. Die Ostsee Fisch Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, ist ihrerseits alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, Bentwisch. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 20.632 (Vorjahr: T€ 4.166) betreffen Darlehensforderungen mit T€ 950 (Vorjahr: T€ 950) sowie alle weiteren Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Factoringforderungen, Forderungen aus Versicherungsentschädigungen sowie Forderungen gegen das Finanzamt aus Vorsteuer ausgewiesen. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 2.827.840,00 und ist voll erbracht. Die satzungsmäßige Rücklage von T€ 469 wurde im Wege des Formwechsels in die andere Rücklage umgegliedert. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten beinhaltet zum Bilanzstichtag erhaltene Investitionszuschüsse für bis zum Bilanzstichtag realisierte Maßnahmen. Sonstige Rückstellungen Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für zukünftige kundenbezogene Rückvergütungen T€ 4.901, Kosten im Zusammenhang mit dem Brand der Fabrikhalle T€ 2.593, personalbezogene Rückstellungen T€ 446 sowie Kosten für Energie T€ 192. Verbindlichkeiten Die besicherte Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 482. Die Warenlager / die Vorräte der Rügen Fisch (€ 18,1 Mio.), der Ostsee Fisch (€ 2,7 Mio.) und der Hawesta (€ 9,3 Mio.) an den Standorten Sassnitz, Rostock und Lübeck wurden als Sicherheiten gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 15.805 (Vorjahr: T€ 0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 304 (Vorjahr: T€ 554). Erstmalig werden nach dem Formwechsel der Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Zum besseren Einblick in die Vermögenslage werden die Vergleichangaben angepasst. Es wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 ein Betrag in Höhe von T€ 2.018 von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern umgegliedert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten, wie auch für das Vorjahr, ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten T€ 190 (Vorjahr T€ 634) betreffen im Wesentlichen kreditorische Debitoren (Entgeltminderungen), Lohn- und Kirchensteuer sowie soziale Sicherheiten. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse belaufen sich auf € 71,6 Mio. und betreffen im Wesentlichen die Verkäufe von Fischdauerkonserven. Davon entfallen auf den Inlandsverkauf € 63,9 Mio, auf den Export € 15,2 Mio., auf Handelswaren € 5,2 Mio. und auf übrige Umsatzerlöse € 1,2 Mio. Von den Umsatzerlösen werden Erlösschmälerungen und Rabatte in Höhe von € 13,9 Mio. abgesetzt. Sonstige betriebliche Erträge Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden T€ 1.467 Erträge aus Betriebsunterbrechungs-Versicherung und T€ 4.256 Erträge aus Sachversicherung auf Grund des Brandschadens ausgewiesen. Weiterhin sind im aktuellen Geschäftsjahr aus Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen T€ 423 und T€ 29 periodenfremde Erträge angefallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Kosten der Warenabgabe (T€ 1.533), Kommissionierungs- und Transportkosten (T€ 1.502), Kosten für Leiharbeiter (T€ 1.461), Instandhaltungskosten (T€ 980), Kosten für Reinigung (T€ 816) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 544). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es besteht eine ertragsteuerlich Organschaft mit der Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, welche die Organträgerin darstellt. Die ermittelten laufenden Steuern der Gesellschaft werden im aktuellen Geschäftsjahr der Organträgerin hinzugerechnet. Sonstige AngabenDie Gesellschaft führt zur kurzfristigen Liquiditätsverbesserung ein stilles Factoring für einen Großteil der bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen zum 31.12.2022 T€ 0 (Vorjahr T€ 17). Zum Bilanzstichtag wurde gegenüber einer Tochtergesellschaft eine inhaltlich, betraglich und zeitlich begrenzte Patronatserklärung abgegeben. Mit einer ernsthaften Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 268 Mitarbeiter. Diese setzten sich aus durchschnittlich 39 Angestellten und 229 gewerblichen Mitarbeitern zusammen. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für den Jahresabschluss 2022 T€ 90. Die Aufwendungen für Steuerberaterleistungen belaufen sich in 2022 auf T€ 79 Nachtragsbericht Im Februar 2022 begann eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Dies führte dazu, dass weltweit im großen Ausmaß wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Russland ausgesprochen wurden. Im Ergebnis ist die Inflation in Deutschland auf einem weiterhin hohen Niveau im ersten Halbjahr 2023. Hingegen reduzierte sich das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2023. Die Ertragslage ist insofern betroffen, dass Preissteigerungen der Einsatzfaktoren für Rohstoffe üblicherweise nur verzögert an den Handel weitergegeben werden können. Für den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ergeben sich keine Auswirkungen. Konzern Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes durch die Rügen Fisch GmbH wurde gemäß § 292 Abs. 1 HGB i.V.m. § 291 HGB verzichtet, da die ausländische Konzernleitung, die Thai Union Group PLC, Bangkok/Thailand, einen nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten, von Wirtschaftsprüfern geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis offenlegen wird. Der Konzernabschluss der Thai Union Group PLC wird in englischer Sprache an der Stock Exchange of Thailand sowie im deutschen Unternehmensregister über das oberste deutsche Mutterunternehmen, die Thai Union Germany, Sassnitz, veröffentlicht. Die Jahresabschlussberichte des Geschäftsjahres stehen unter der folgenden Internetadresse zum Download bereit: https://www.thaiunion.com/en Der befreiende Konzernabschluss der Thai Union Group PLC wird nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt. Etwaige Abweichungen zwischen den thailändischen IFRS und den IAS/IFRS, welche von der Europäischen Union übernommen wurden, sind von untergeordneter Bedeutung. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen Gesellschafter ist erfasst. Aufsichtsrat Durch den Formwechsel der Rügen Fisch von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 18. Mai 2022 entfällt der Aufsichtsrat. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren bis zum 18. Mai 2022:
Die Aufsichtsrat erhält im laufenden Geschäftsjahr keine Vergütung. Gesetzlicher Vertreter
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Sassnitz, 20. Juni 2024 Geschäftsführer Volker Büttel Andreas Klaassen Paul Reenan Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG), Sassnitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG), Sassnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kiel, den 26. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 01.08.2024 festgestellt. |
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