Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 21937
Eingetragen
25.5.2022
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenEinzelhandel mit Fisch, Meeresfrüchten und FischerzeugnissenFischverarbeitung
Gegenstand
die Verwertung, Be- und Verarbeitung sowie der Handel mit Nahrungsmitteln, insbesondere Fischen und anderen Meeresprodukten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Trampert
seit 29.10.2025
Prokura
Geschäftsführer
Ronald Koenders
seit 29.10.2025
Prokura
Romain Zarzavadjian
seit 7.11.2024
Geschäftsführer
Prokura
Michael Grünefeldt
seit 19.1.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Thai Union EU Seafood 1 S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.827.840 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rügen Fisch GmbH (vormals: Rügen Fisch AG)

Sassnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Rügen Fisch GmbH mit Sitz in Sassnitz (im Folgenden: Rügen Fisch) ist ein bedeutender und im deutschen Markt langjährig etablierter Produzent von Fischkonserven. Die Unternehmensgruppe geht zurück auf den 1949 in Sassnitz gegründeten VEB Ostseefischerei Mecklenburg, der noch über eine eigene Fangflotte verfügte. Nach der politischen Wende in der DDR entstand aus dieser Basis ehemaliger Fischbetriebe an der Ostsee die Rügen Fisch GmbH, die sich später in eine Aktiengesellschaft umwandelte. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte bei der deutschen Rügen Fisch Gesellschaft ein Formwechsel in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die heutige Rügen Fisch GmbH.

Im Jahr 2016 übernahm die Thai Union Gruppe zunächst 51% der Anteile an der Rügen Fisch und der gesamten deutschen Rügen Fisch Gruppe mit den bedeutenden Tochtergesellschaften Hawesta Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG, Hamburg, und Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, Bentwisch/Rostock. Thai Union ist ein in Thailand börsennotierter Konzern, welcher weltweit zu einem der führenden Produzenten im Bereich "Seafood" zählt. Die Gruppe unterhält u.a. Produktionsstätten in Asien, Europa, Afrika, und in Nordamerika. Im Jahr 2021 übernahm Thai Union die verbleibenden 49% der Anteile und ist alleiniger Eigentümer der deutschen Rügen Fisch Gruppe.

Gegenstand der Rügen Fisch ist die Verwertung, Be- und Verarbeitung sowie der Handel mit Nahrungsmitteln, insbesondere Fischen und anderen Meeresprodukten. Dabei ist die Rügen Fisch ebenfalls als Zwischenholding für die deutschen Gesellschaften der Gruppe tätig. Die Produktionsstätte der Rügen Fisch befindet sich in Sassnitz und wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. Das Produktionssortiment bietet eine umfassende Palette von Heringskonserven, ferner werden Makrele, Lachs, Muscheln und Thunfisch verarbeitet.

Bei der Herstellung der Lebensmittel muss die Rügen Fisch die strengen weltweit gültigen Verbraucherschutzvorschriften, wie die International Food Standards, beachten. Zudem bestehen weitreichende, durch Europäischer Gesetzgebung und Handel vorgegebene Kennzeichnungsvorschriften.

Die Kunden der Rügen Fisch sind insbesondere die großen in Deutschland bekannten Lebensmitteleinzelhändler und Einzelhandelsketten. Dabei produziert und vertreibt die Gesellschaft Produkte unter eigenen Markennamen sowie für die Eigenmarken der Lebensmittelhändler.

2. Wirtschaftsbericht

A. Entwicklung von Branche, Gesamtwirtschaft und Konsumverhalten

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2022 um 1,9 Prozent, welches ein moderates Wirtschaftswachstum ist. Zwar ließ der Einfluss der Corona-Pandemie nach, dennoch stellte sich die deutsche Wirtschaft 2022 verschiedenen weiteren Herausforderungen. Der Ausbruch des Ukraine Krieges war eine sich global auswirkende Krisensituation und zog signifikante Energiepreiserhöhungen mit sich.

Im Gegensatz zum Wirtschaftswachstum, litt die Kaufkraft der Bürger in Deutschland besonders. Im Kalenderjahrjahr 2022 betrug die Inflationsrate durchschnittlich 6,9 %.

In der Branche unterlagen die Fischindustrie und der Fischhandel einem leichten negativ Trend. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Betriebe im Fischeinzelhandel von 10.200 auf 10.076, die Anzahl der Aquakulturbetriebe fiel von 2.233 auf 2.193 und die Betriebe der Fisch-Produktion mit mehr als 20 Arbeitnehmern sank von 56 auf 53. Ebenfalls war eine Abnahme von Kutterfischereifahrzeugen von 1.245 auf 1.182 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Die Entwicklungen der deutschen Wirtschaft lassen das Konsumverhalten von Fisch- und Meeresprodukten nicht unbeeinflusst. Im Jahr 2022 hat der Fischkonsum in Deutschland deutlich abgenommen, wie aus den Daten des Fisch-Informationszentrums in Hamburg hervorgeht. Die deutschen Verbraucher haben im Jahr 2021 rd. 493.325 Tonnen an Fischereilebensmittel erworben. Im Jahr 2022 war eine Reduzierung der Menge, um 11,9 % auf 434.413 Tonnen zu verzeichnen. Der durch den Absatz erzielte Umsatz, ging von fast 5,4 Milliarden Euro, um 9 % auf 4,9 Milliarden Euro zurück. Die Negativentwicklung der Abnahme durch Endverbraucher, ist überwiegend auf die Preissteigerungen im Energiesektor zurückzuführen. Die gesamte Wertschöpfungskette ist betroffen und eine Auslagerung der erhöhten Kosten auf die Konsumenten hatte einen Rückgang der Nachfrage zur Folge.

B. Geschäftsverlauf

Die Rügen Fisch ist mit der Konzentration auf den Einzelhandel und der hier vorherrschenden Marktkonzentration einem starken Preiswettbewerb mit den aktuellen Marktteilnehmern ausgesetzt. Der bedeutendste Erfolgsfaktor für die Gesellschaft ist die stetige Aufrechterhaltung der Beschaffungssicherheit für die Rohware Fisch. In keiner anderen Kostenposition werden derartige, nicht plan- oder absehbare Preisentwicklungen verzeichnet. Die Preisturbulenzen auf den Rohstoffmärkten stellen die Gesellschaft nachhaltig vor große Herausforderungen. Weiterhin sind inflationsbedingt die Zutatenkosten und Gemeinkosten angestiegen. Diese Kostensteigerungen konnten nur mit Verzögerungen an den Handel weitergegen werden.

Die Rügen Fisch konnte trotz des herausfordernden Marktumfeldes sowie einer stark veränderten Gesamtsituation geprägt von den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemiebekämpfung die gesteckten Ziele im Geschäftsjahr 2022 übererfüllen.

Der Rügen Fisch gelang es die für 2022 geplanten Absatzmengen aufgrund der weiter andauernden COVID Bevorratung sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Plan deutlich zu übertreffen.

Die Gesamtleistung sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) stellen als Maßgrößen für die Geschäftsentwicklung die zentralen Steuerungsgrößen der Rügen Fisch dar:

2022 2021 Abweichung
Gesamtleistung * TEUR 73.761 TEUR 54.816 TEUR + 18.945
Rohertrag TEUR 20.606 TEUR 13.517 TEUR + 7.089
EBITDA TEUR 6.601 TEUR 4.350 TEUR + 2.251
EBT TEUR 4.482 TEUR 2.184 TEUR + 2.298

* Gesamtleistung = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung

Die Gesamtleistung der Rügen Fisch stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18.945 aufgrund der gestiegenen Absatzmenge und erhöhter Absatzpreise in 2022. Der Rohertrag, welcher absolut gestiegen ist, konnte im Verhältnis zur Gesamtleistung aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements auf 27,9 % gesteigert werden (Vorjahr: 24,7 %). Das EBITDA sowie das EBT stieg im Geschäftsjahr ebenfalls an.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl wurde gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht reduziert.

Gewerblich Angestellte Σ
2022 229 39 268
2021 229 44 273

C. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 91.940 (Vorjahr: TEUR 62.851).

Das Anlagevermögen hat sich insbesondere durch die Zugänge aufgrund des Brandereignises im Vorjahr um TEUR 8.018 auf TEUR 36.914 erhöht.

Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 33.871 auf TEUR 54.377 erhöht. Dabei stiegen die Vorräte bedingt durch die erhöhten Absatzmengen von TEUR 13.703 auf TEUR 18.087. Zudem erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen deutlich von TEUR 4.166 auf TEUR 20.632 aus der strategischen Überlegungen den Produktionsstandort in Sassnitz vermehrt auch für weitere Fischerzeugnisse der Gupppe zu nutzen.

Das Eigenkapital blieb mit TEUR 29.653 unverändert. Der gesamte Gewinn wird aufgrund des im Jahr 2021 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages volllständig an die Gesellschafterin, Thai Union Germany, abgeführt.

Die Rückstellungen stiegen von TEUR 4.783 auf TEUR 7.417 insbesondere aufgrund erhöhter Verpflichtungen aus Kundenabzügen sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Brandereigenis 2021.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 26.257 auf TEUR 52.307. Dabei wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahezu vollständig zurückgeführt. Ein Teil der Gegenfinanzierung erfolgte durch die im Jahr 2022 neu abgeschlossene Cashpoolvereinbarung, welche die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen von TEUR 554 auf TEUR 16.106 erhöhten. Weiterhin finanzierte die Gesellschafterin die Rügen Fisch mit einem kurzfristigen Darlehen, so dass diese Verbindlichkeiten von TEUR 2.018 auf TEUR 28.799 anstiegen.

Finanzlage

Die finanziellen Mittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf TEUR 320. Die Rügen Fisch befindet sich im liquiditätspositiven Bereich und erfüllt alle Zahlungen in der ersten Kondition, d.h. Skonto wird grundsätzlich berücksichtigt. Der Kapitaldienst wurde termin- und fristgerecht bedient.

Investitionen wurden im Wesentlichen als Ersatzinvestition für die zerstörten Anlagen aufgrund des Brandereignisses im Vorjahr getätigt.

Ein effizientes Liquiditäts-Management sowie ein monatliches Berichtswesen sind installiert, die Auskünfte zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gewährleisten.

Die Gesellschaft finanziert sich weiterhin über die Veräußerung von Forderungen an einen Factoringdienstleister.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres erhöhten sich mengen- und preisbedingt von TEUR 52.411 auf TEUR 71.611. Der Rohertrag stieg entsprechend von TEUR 13.517 auf TEUR 20.606.

Die Bezugspreise für Rohstoffe und bezogene Waren stiegen infolge des Ukraine Konflikts weiter und konnten teilweise an den Handel über Preisanpassungen weitergegeben werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich stark um TEUR 6.420 auf TEUR 8.272. Im laufenden Geschäftsjahr entstanden aufgrund des Brandereignisses Versicherungserträge von TEUR 5.723 (Vorjahr: TEUR 14.160). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr ein Vielzahl von Einmalaufwendungen aus der Beseitigung des Brandschadens. Ensprechend sanken die sonstige Aufwendungen von TEUR 14.411 auf TEUR 10.476.

Die Erträge aus Beteilgungen reduzierten sich infolge negativer Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften für das laufende Geschäftsjahr.

Die Rügen Fisch ist seit 2021 Organgesellschaft der Gesellschafterin. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag werden daher bei der Organträgerin, Thai Union Germany, ausgewiesen.

Aufgrund der genannten Effekte erzielte die Rügen Fisch ein EBITDA von TEUR 6.601 (Vorjahr: TEUR 4.350) und einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 4.529 (Vorjahr: TEUR 2.018).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, alle potenziellen Risiken, die die Erfüllung der Planziele oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden, rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren. Damit ermöglicht das System, Risiken schnell zu erkennen, sie zu bewerten und angemessene Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Rügen Fisch hat ein umfangreiches monatliches Berichtswesen implementiert. Dazu gehören monatliche Erfolgsrechnungen sowie Bilanz- und Liquiditätsanalysen. Zusätzlich erfolgen quartalsweise Cashflow- und Ertragsvorschauen auf das Geschäftsjahresende. Im Geschäftsführungskreis sowie dem oberen Management werden regelmäßig die Risiken der künftigen Entwicklung im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung sowie die davon betroffenen Unternehmensbereiche überwacht. Eventuelle Schwachpunkte werden frühzeitig erkannt. Die Bereichsverantwortlichen stehen in ständiger Kommunikation mit der Geschäftsführung, so dass eine zeitnahe Weitergabe von Risiken an die Entscheidungsträger jederzeit gewährleistet ist.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Für die Gesellschaft stehen die für ein etabliertes Unternehmen üblichen Risiken im Vordergrund. Wie im Vorjahr sind hier die Entwicklung des Auftragsbestandes, Einkaufspreisentwicklung, Produktionsrisiken und Entwicklung der Kostenstruktur von maßgeblicher Bedeutung. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert.

Die Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf die Gesellschaft sind schwer einzuschätzen. Soweit eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds, verbunden mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und allgemeiner Verunsicherung, eintritt, kann es zu Auswirkungen im Verbraucherverhalten dahingehend kommen, dass vermehrt Produkte im Discountbereich und hier insbesondere Handelsmarken nachgefragt werden.

Soweit es zu einer Verknappung des Rohstoffes Fisch auf den Märkten kommt, Zulieferverträge nicht verlängert werden und andere Anbieter keine wirtschaftlich vertretbaren Preise anbieten, könnte es zu Lieferengpässen und damit zu wirtschaftlichen Belastungen kommen.

Nach unserer Einschätzung wird der Lebensmitteleinzelhandel nur leicht wachsen. Wir beobachten einen intensiven Preiswettbewerb zwischen den verschiedenen Handelsketten. Der Preiswettbewerb wird zukünftig unverändert an die Zulieferindustrie weitergegeben werden.

Das Kreditrisiko wird bei der Rügen Fisch im Wesentlichen durch die Bonität jedes einzelnen Kunden bestimmt. Hier sind Richtlinien eingeführt, nach denen eine Bonitätsprüfung verbindlich durchzuführen ist, bevor die Rügen Fisch Neukunden seine Standardzahlungs- und -lieferkonditionen anbietet.

Der Produktionsfluss könnte durch technische Fehler negativ beeinflusst werden. Regelmäßige Tests, Belehrungen der Belegschaft zu IFS, HACCP und Hygiene, Instandhaltungen, Modernisierungen und gezielte Investitionen tragen dazu bei, dieses Risiko zu minimieren.

Die Gesellschaft hat mit Finanzierungsinstituten Vereinbarungen zur Finanzierung des Rohwareneinkaufs und der Vorproduktion geschlossen. Steigende Marktzinssätze könnten sich insbesondere bei den variablen Verzinsungen nachteilig auf die Zinszahlungen und damit auf die Ertragslage auswirken.

Risiken können sich auch weiterhin aus den negativen Folgen des Coronavirus (COVID-19) ergeben, z.B. auf den Produktionsprozess durch Erkrankung und Quarantänemaßnahmen bei der Belegschaft, Dekontaminationsaufwendungen, behördliche Einschränkungen, Lieferkettenproblemen, Reisebeschränkungen u.Ä.

Weitere Risiken können sich auch aus der militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ergeben. Die globalen Auswirkungen sind zu diesem Zeitpunkt nicht seriös einzuschätzen. So könnte der Konflikt dazu führen, dass Kostenpositionen wie zum Beispiel die Versorgung mit Erdgas bzw. Erdöl und Logistik deutlich steigen.

In Anbetracht aller uns zur Verfügung stehenden Informationen zeigen sich keine Risikoentwicklungen ab, die über die Risiken eines normalen Geschäftsbetriebes hinausgehen. Es bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Bedeutende Chancen bestehen vor allem in Innovationen für Produkte der beim Kunden und beim Handel gut verankerten Premiummarke "Rügen Fisch" sowie der Diversifizierung der Produkte bei Auslandskunden.

Positive Erwartungen haben wir bei der Einführung neuer Produkte, einem neuen Internetauftritt sowie der Etablierung von Kooperationen mit anderen regionalen Marktpartnern.

Ausblick

Die jüngsten Prognosen zur wirtschaftlichen Situation und zum erwarteten Konsumverhalten für länger haltbare Lebensmittel sind weiterhin positiv für die Gesellschaft. Insbesondere der Kernmarkt Deutschland wird weiterhin positiv beurteilt. Das geschäftliche Umfeld, der Markenlaunch und die Einführung neuer Produkte wird für die Rügen Fisch daher insgesamt als positiv bewertet. Für 2023 werden nochmals steigende Beschaffungspreise für Rohstoffe und bezogene Waren erwartet. Unvorhergesehene Preisvolatilitäten sind auch für 2023 nicht auszuschließen.

Aufgrund der mit dem Handel kontrahierten Verkaufspreise auf Basis geplanter Beschaffungskosten, der konservativen Mengenplanung im Standardgeschäft und eines wachsenden Aktionsgeschäftes sowie erwarten inflationsbedingten Preisanpassungen erwarten wir für 2023 ein konstanstes EBITDA von TEUR 6.220 sowie eine Gesamtleistung von TEUR 98.987 bei der Rügen Fisch. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein EBITDA von TEUR 9.298 bei einer Gesamtleistung von TEUR 100.580 erwartet.

 

Sassnitz, den 20. Juni 2024

Geschäftsführer

Volker Büttel

Andreas Klaassen

Paul Reenan

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.301,23 89.078,90
72.301,23 89.078,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.160.914,77 9.558.686,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.851.688,46 4.062.092,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.018.589,16 964.440,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.374.848,05 1.785.748,53
24.406.040,44 16.370.968,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.435.532,67 12.435.532,67
12.435.532,67 12.435.532,67
36.913.874,34 28.895.580,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.090.400,37 6.856.751,72
2. Unfertige Erzeugnisse 1.928.883,09 408.825,08
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.067.803,41 6.437.422,97
18.087.086,87 13.702.999,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.903.592,91 1.840.693,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.631.556,30 4.165.652,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.434.782,58 13.082.122,30
35.969.931,79 19.088.468,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 319.554,16 1.079.480,83
54.376.572,82 33.870.949,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.164,18 84.266,49
91.317.611,34 62.850.795,95

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.827.840,00 2.827.840,00
II. Kapitalrücklage 1.023.587,35 1.023.587,35
III. Gewinnrücklagen
1. Andere (Vorjahr: Satzungsmäßige) Gewinnrücklagen 468.672,68 468.672,68
IV. Bilanzgewinn 25.332.679,21 25.332.679,21
29.652.779,24 29.652.779,24
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.941.189,60 2.364.509,41
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 160.234,22
2. Sonstige Rückstellungen 7.416.799,12 4.623.051,02
7.416.799,12 4.783.285,24
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 481.631,38 18.500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.730.922,33 4.344.357,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.105.569,16 553.959,90
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 28.798.680,76 2.018.252,40
5. Sonstige Verbindlichkeiten 190.039,75 633.652,38
(davon aus Steuern € 75.008,02; Vorjahr: € 73.041,59)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 122.964,62; Vorjahr: € 59.727,47)
52.306.843,38 26.050.222,06
91.317.611,34 62.850.795,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 71.610.797,20 52.410.831,98
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.150.438,45 2.405.325,83
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.271.603,16 14.691.597,24
(davon aus Währungsumrechnung € 187.678,04; Vorjahr: € 88.869,06)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.734.164,87 39.302.043,45
b) Aufwand für bezogene Leistungen 3.420.705,46 1.996.951,04
53.154.870,33 41.298.994,49
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.055.402,32 9.027.198,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.745.421,08 1.544.782,02
(davon für Altersversorgung € 7.327,59; Vorjahr: € 7.300,41) 11.800.823,40 10.571.980,90
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.917.134,16 1.959.129,09
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.476.180,64 14.411.041,10
(davon aus Währungsumrechnung € 36.026,08; Vorjahr: € 14.530,10)
8. Betriebliches Ergebnis 4.683.830,28 1.266.609,47
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.124.414,24
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr: € 1.124.414,24)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.384,38 143.210,59
(davon aus verbundenen Unternehmen € 103.384,38; Vorjahr: € 143.210,59)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 304.541,93 350.507,35
12. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr: Aufwand) 65.541,88 137.711,70
13. Ergebnis nach Steuern 4.548.214,61 2.046.015,25
14. Sonstige Steuern 19.586,85 27.762,85
15. Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags 4.528.627,76 2.018.252,40
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.332.679,21 25.332.679,21
18. Bilanzgewinn 25.332.679,21 25.332.679,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes wurden beachtet. Die Rügen Fisch GmbH ist unter HRB 7283 im Handelsregister des Amtsgerichts Stralsund eingetragen.

Die Rügen Fisch AG wurde am 18. Mai 2022 in die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) im Wege eines Formwechsels umgewandelt. Die Gesellschaft firmiert seitdem unter der Bezeichnung Rügen Fisch GmbH, Sassnitz, (im Folgenden: Rügen Fisch).

Soweit Postenbezeichnungen vom gesetzlichen Wortlaut abweichen, wurde dies in Übereinstimmung mit § 265 Abs. 6 HGB vorgenommen. Im Einklang mit § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Gliederung erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben über die Restlaufzeiten der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten in den Anhang aufgenommen.

Zwischen der Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, als Muttergesellschaft und der Rügen Fisch GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 10. November 2021.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer, längstens jedoch vier Jahre, nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und unterliegt planmäßigen linearen Abschreibungen (außer Grund und Boden). Die Abschreibungen erfolgen über die jeweilige Nutzungsdauer pro rata temporis. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte werden längstens über 33 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden in längstens 15 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in zwei bis fünf Jahren, längstens in 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, soweit handelsrechtlich zulässig, nach den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet, beziehungsweise bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bestände an Vorräten wurden durch Stichtagsinventur ermittelt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag. Soweit erforderlich wurde der unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesene Fischbestand am Bilanzstichtag mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Einzelkosten zu Einstandspreisen der verarbeiteten Menge zuzüglich der auf die Bearbeitungsstufe bezogenen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Produktion veranlasst. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht aktiviert.

Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit durch die Produktion veranlasst. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht aktiviert.

Forderungen, die nicht an ein Factoringinstitut verkauft wurden, und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Pauschal- und Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet zum Bilanzstichtag erhaltene Investitionszuschüsse für bis zum Bilanzstichtag realisierte Maßnahmen. Die unter dem Sonderposten erfassten Beträge werden entsprechend den Abschreibungen der geförderten Anlagegegenstände erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Thai Union Germany. Sämtliche temporäre Differenzen und daraus resultierende latente Steuern werden in der Thai Union Germany als Organträgerin abgebildet.

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022 ist aus dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Anteilsbesitz

Name und Sitz Eigenkapital Z um 31.12.2022
TEUR
Kommanditeinlage, Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapital- Anteil
%
Jahres-Ergebnis 2022
TEUR
Unmittelbare Beteiligungen:
Ostsee Fisch Verwaltungsgesellschaft mbH Bentwisch, Deutschland 45 26 100 0,4
Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG Bentwisch, Deutschland 7.934 4.150 100 799
Ostsee Fisch Kretinga UAB Kretinga, Litauen 5.349 1.781 100 -264
Hawesta-Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland -3.135 4.000 100 -7.735
Meerkrone Fisch-Feinkost GmbH Hamburg, Deutschland 130 26 100 12
Mittelbare Beteiligungen:
Seafood Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 42 26 100 1
Artur Heymann GmbH & Co. KG Lübeck, Deutschland 1.449 1.250 100 36

Bei der Seafood Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Hamburg, handelt es sich um die Komplementärin der Hawesta-Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG, Lübeck, deren Anteile zu 100 % durch sie gehalten werden.

Die Ostsee Fisch Verwaltungsgesellschaft mbH, Rostock, ist ihrerseits alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der Ostsee Fisch GmbH & Co. Produktions- und Vertriebs KG, Bentwisch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 20.632 (Vorjahr: T€ 4.166) betreffen Darlehensforderungen mit T€ 950 (Vorjahr: T€ 950) sowie alle weiteren Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Factoringforderungen, Forderungen aus Versicherungsentschädigungen sowie Forderungen gegen das Finanzamt aus Vorsteuer ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 2.827.840,00 und ist voll erbracht. Die satzungsmäßige Rücklage von T€ 469 wurde im Wege des Formwechsels in die andere Rücklage umgegliedert.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten beinhaltet zum Bilanzstichtag erhaltene Investitionszuschüsse für bis zum Bilanzstichtag realisierte Maßnahmen.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für zukünftige kundenbezogene Rückvergütungen T€ 4.901, Kosten im Zusammenhang mit dem Brand der Fabrikhalle T€ 2.593, personalbezogene Rückstellungen T€ 446 sowie Kosten für Energie T€ 192.

Verbindlichkeiten

Die besicherte Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 482. Die Warenlager / die Vorräte der Rügen Fisch (€ 18,1 Mio.), der Ostsee Fisch (€ 2,7 Mio.) und der Hawesta (€ 9,3 Mio.) an den Standorten Sassnitz, Rostock und Lübeck wurden als Sicherheiten gestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 15.805 (Vorjahr: T€ 0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 304 (Vorjahr: T€ 554).

Erstmalig werden nach dem Formwechsel der Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Zum besseren Einblick in die Vermögenslage werden die Vergleichangaben angepasst. Es wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 ein Betrag in Höhe von T€ 2.018 von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern umgegliedert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten, wie auch für das Vorjahr, ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten T€ 190 (Vorjahr T€ 634) betreffen im Wesentlichen kreditorische Debitoren (Entgeltminderungen), Lohn- und Kirchensteuer sowie soziale Sicherheiten.

Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf € 71,6 Mio. und betreffen im Wesentlichen die Verkäufe von Fischdauerkonserven. Davon entfallen auf den Inlandsverkauf € 63,9 Mio, auf den Export € 15,2 Mio., auf Handelswaren € 5,2 Mio. und auf übrige Umsatzerlöse € 1,2 Mio. Von den Umsatzerlösen werden Erlösschmälerungen und Rabatte in Höhe von € 13,9 Mio. abgesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden T€ 1.467 Erträge aus Betriebsunterbrechungs-Versicherung und T€ 4.256 Erträge aus Sachversicherung auf Grund des Brandschadens ausgewiesen. Weiterhin sind im aktuellen Geschäftsjahr aus Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen T€ 423 und T€ 29 periodenfremde Erträge angefallen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Kosten der Warenabgabe (T€ 1.533), Kommissionierungs- und Transportkosten (T€ 1.502), Kosten für Leiharbeiter (T€ 1.461), Instandhaltungskosten (T€ 980), Kosten für Reinigung (T€ 816) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abgang von Anlagevermögen (T€ 544).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es besteht eine ertragsteuerlich Organschaft mit der Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, welche die Organträgerin darstellt. Die ermittelten laufenden Steuern der Gesellschaft werden im aktuellen Geschäftsjahr der Organträgerin hinzugerechnet.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft führt zur kurzfristigen Liquiditätsverbesserung ein stilles Factoring für einen Großteil der bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstige finanzielle Verpflichtungen betragen zum 31.12.2022 T€ 0 (Vorjahr T€ 17).

Zum Bilanzstichtag wurde gegenüber einer Tochtergesellschaft eine inhaltlich, betraglich und zeitlich begrenzte Patronatserklärung abgegeben. Mit einer ernsthaften Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 268 Mitarbeiter. Diese setzten sich aus durchschnittlich 39 Angestellten und 229 gewerblichen Mitarbeitern zusammen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für den Jahresabschluss 2022 T€ 90. Die Aufwendungen für Steuerberaterleistungen belaufen sich in 2022 auf T€ 79

Nachtragsbericht

Im Februar 2022 begann eine militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Dies führte dazu, dass weltweit im großen Ausmaß wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Russland ausgesprochen wurden. Im Ergebnis ist die Inflation in Deutschland auf einem weiterhin hohen Niveau im ersten Halbjahr 2023. Hingegen reduzierte sich das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2023. Die Ertragslage ist insofern betroffen, dass Preissteigerungen der Einsatzfaktoren für Rohstoffe üblicherweise nur verzögert an den Handel weitergegeben werden können. Für den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ergeben sich keine Auswirkungen.

Konzern

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes durch die Rügen Fisch GmbH wurde gemäß § 292 Abs. 1 HGB i.V.m. § 291 HGB verzichtet, da die ausländische Konzernleitung, die Thai Union Group PLC, Bangkok/Thailand, einen nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten, von Wirtschaftsprüfern geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis offenlegen wird. Der Konzernabschluss der Thai Union Group PLC wird in englischer Sprache an der Stock Exchange of Thailand sowie im deutschen Unternehmensregister über das oberste deutsche Mutterunternehmen, die Thai Union Germany, Sassnitz, veröffentlicht. Die Jahresabschlussberichte des Geschäftsjahres stehen unter der folgenden Internetadresse zum Download bereit:

https://www.thaiunion.com/en

Der befreiende Konzernabschluss der Thai Union Group PLC wird nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt. Etwaige Abweichungen zwischen den thailändischen IFRS und den IAS/IFRS, welche von der Europäischen Union übernommen wurden, sind von untergeordneter Bedeutung.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Thai Union Germany GmbH, Sassnitz, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen Gesellschafter ist erfasst.

Aufsichtsrat

Durch den Formwechsel der Rügen Fisch von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 18. Mai 2022 entfällt der Aufsichtsrat. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren bis zum 18. Mai 2022:

 

Paul Reenan, Liverpool, England, BSC Management

 

Ludovic Garnier, Bangkok, Thailand, Kaufmann

Die Aufsichtsrat erhält im laufenden Geschäftsjahr keine Vergütung.

Gesetzlicher Vertreter

 

Volker Büttel, Geschäftsführer Vertrieb, seit dem 18.05.2022

 

Andreas Klaassen, Geschäftsführer Finanzen, seit dem 01.01.2023

 

Jens Vogler, Geschäftsführer Vertrieb, bis zum 31.05.2022

 

Axel Wolff, Geschäftsführer Finanzen, bis zum 04.04.2023

 

Paul Reenan, Dublin, Ireland, seit 07.11.2023

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Sassnitz, 20. Juni 2024

Geschäftsführer

Volker Büttel

Andreas Klaassen

Paul Reenan

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.517.191,40 15.795,45 0,00 0,00 2.532.986,85
2.517.191,40 15.795,45 0,00 0,00 2.532.986,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.083.470,71 1.322.350,26 320.563,81 1.581.970,39 25.144.414,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.604.073,08 2.882.518,73 99.090,80 3.584.218,23 22.001.464,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.810.792,33 279.412,07 0,00 267.948,16 5.822.256,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.785.748,53 6.008.754,13 -419.654,61 0,00 7.374.848,05
55.284.084,65 10.493.035,19 0,00 5.434.136,78 60.342.983,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.509.507,68 0,00 0,00 0,00 12.509.507,68
2. Sonstige Ausleihungen 150.000,00 0,00 0,00 0,00 150.000,00
12.659.507,68 0,00 0,00 0,00 12.659.507,68
70.460.783,73 10.508.830,64 0,00 5.434.136,78 75.535.477,59
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
31.12.2022
31.12.2021
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.428.112,50 32.573,12 0,00 2.460.685,62 72.301,23 89.078,90
2.428.112,50 32.573,12 0,00 2.460.685,62 72.301,23 89.078,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.524.784,02 793.996,44 1.335.280,84 14.983.499,62 10.160.914,77 9.558.686,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.541.980,09 883.260,51 3.275.464,68 16.149.775,92 5.851.688,46 4.062.092,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.846.351,71 207.304,09 249.988,72 4.803.667,08 1.018.589,16 964.440,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 7.374.848,05 1.785.748,53
38.913.115,82 1.884.561,04 4.860.734,24 35.936.942,62 24.406.040,44 16.370.968,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 73.975,01 0,00 0,00 73.975,01 12.435.532,67 12.435.532,67
2. Sonstige Ausleihungen 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00 0,00 0,00
223.975,01 0,00 0,00 223.975,01 12.435.532,67 12.435.532,67
41.565.203,33 1.917.134,16 4.860.734,24 38.621.603,25 36.913.874,34 28.895.580,40

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG), Sassnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG), Sassnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rügen Fisch GmbH (vormals Rügen Fisch AG) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 26. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 01.08.2024 festgestellt.

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