Beteiligungsgesellschaften
Mondi Hauenstein GmbH
Gebrüder-Seibel-Straße 10, 76846 Hauenstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maik Leonhardt seit 3.6.2025 | Geschäftsführer |
Alexandra Precupanu seit 3.6.2025 | Geschäftsführer |
Hendrik Schumacher seit 9.12.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mondi Holding Deutschland GmbHEigenbeteiligung | 54.91% |
Mondi Corrugated Poland B.V. | 35.08% |
Mondi Investments Limited | 10.01% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schumacher Packaging GmbHHauensteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, HAUENSTEINI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Firma Schumacher Packaging GmbH Hauenstein ist ein verarbeitendes Werk vorwiegend für Formate aus Vollpappe. Die Wertschöpfung des Werkes konzentriert sich auf die Schritte Drucken, Stanzen, Falten und Kleben. Die Halbfertigerzeugnisse werden sowohl intern aus dem Werk Schwarzenberg bezogen als auch extern von verschiedenen Lieferanten. Die Abnehmer sind vorwiegend aus dem E-Commerce, Lebensmittelbereich und dem sonstigen Handel (z.B. Baumärkte). 2. Forschung und Entwicklung Die Schumacher-Gruppe ist in der Forschung und Entwicklung regelmäßig sehr aktiv, im Bereich von neuen Technologien und Produktinnovationen. Dies ist ein permanenter Prozess, der sich über alle Werke erstreckt und auch öffentlich gefördert wird. Ein Gruppenmitglied hat in den letzten Jahren Zuschüsse aus dem Umweltinnovationsprogramm in Höhe von 3,3 Mio. Euro erhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Folgen der globalen Krise belasteten im Jahr 2023 die deutsche Wirtschaft. Die Wirtschaftsleistung ist um 0,3 Prozent geschrumpft und die Wirtschaft ist damit in die Rezession gerutscht. 2022 betrug das Wirtschaftswachstum noch 1,9 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2021 (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt BIP). Bedingt durch Energiekrise und geopolitische Spannungen verlor der Welthandel an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Die nach wie vor hohen Energiepreise belasteten insbesondere die Industrieproduktion, die um 2,0 Prozent zurückgegangen ist. Steigende Zinsen verschlechterten die Finanzierungsbedingungen, was insbesondere die Bauwirtschaft bremste. Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten einen Rückgang um 1,0 Prozent nach einem Wachstum von 4,6 Prozent im Vorjahr. Das lag vor allem an dem für uns wichtigen Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben. Das Baugewerbe verharrte auf dem niedrigeren Niveau des Vorjahres. Lediglich die Bereiche Information und Kommunikation sowie öffentliche Dienstleister erreichten Zuwächse. Bei der Verwendung sanken die Konsumausgaben der privaten Haushalte preisbereinigt um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem sie mit 4,6 Prozent noch kräftig gestiegen waren. Das lag vor allem an den hohen Verbraucherpreisen. Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 Prozent und damit nur knapp unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozent des Vorjahres, was trotz Lohnerhöhungen zur Konsumzurückhaltung führte. Der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7 Prozent. Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 Prozent, was auf hohe Baupreise und gestiegene Zinsen zurückzuführen ist. Dagegen wurde in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge 3,0 Prozent mehr investiert als im Vorjahr, zurückzuführen vor allem auf den Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen aufgrund öffentlicher Förderung. Der Handel mit dem Ausland ging ebenfalls zurück. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt - 3,0 Prozent) stärker als die Exporte mit - 1,8 Prozent. Das führte zu einem positiven Außenbeitrag. Zuwanderung und steigende Erwerbsbeteiligung führten zu einem neuen Höchststand auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich im Berichtsjahr um 0,7 Prozent auf 45,9 Millionen erhöht. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent. (Quellen: Statistisches Bundesamt) Der Umsatz der Verpackungsindustrie in Deutschland ist im Jahr 2023 von 35,0 Mrd. Euro auf 32,5 Mrd. Euro zurückgegangen, davon entfallen 13,1 Mrd. Euro auf Papierverpackungen, das entspricht einem Rückgang von 9,7% gegenüber 2022. Nachstehend die für die Schumacher Packaging-Gruppe relevanten Segmente:
(Quelle: Verband der Wellpappen-Industrie e.V., die Zahlen beziehen sich nur auf die im Verband angeschlossenen Mitglieder)
(Quelle: Verband Vollpappe-Kartonagen (VVK) e.V.
(Quelle: Verband Papierverarbeitung e.V. WPV)
(Quelle: Die Papierindustrie e.V.) Bedingt durch die negative Gesamtlage bewegten sich Absatz, Auftragseingang und Produktion auf deutlich niedrigerem Niveau. Somit musste die Branche gegenüber 2022 erhebliche Einbußen hinnehmen. Papierbasierte Verpackungen entwickelten sich ähnlich rückläufig wie der gesamte Verpackungsmarkt. Als Absatzbranche ist nach wie vor der Versandhandel herauszustellen, in dem mehr als 50 Prozent der Waren mit Wellpappe verpackt werden. Das EU-Parlament (EP) hat zur Verpackungsverordnung (PPWR) entschieden, dass das etablierte System des Wertstoffkreislaufs von Papier, Pappe und Karton aufgrund seiner ökologischen Vorteile als gleichwertig zu Mehrwegverpackungen anzusehen ist. Somit wird auch in Zukunft die papierbasierte Verpackung ihre Stellung im Verpackungsmarkt behaupten können. 2. Geschäftsverlauf Das Werk Hauenstein hat im Berichtsjahr ein Umsatzwachstum von 21,6 Prozent bzw. Betriebsleistungswachstum von 16,7 Prozent zu verzeichnen, dass sich jedoch nicht in einer Ergebnisverbesserung niedergeschlagen hat. Die Gründe dafür sind die Kostenerhöhungen auf breiter Basis, jedoch mit Schwerpunkt im Materialbereich. Zusammenfassend ist festzustellen, dass ein positives Ergebnis vor Ertragssteuern i.H.v. 340 TEUR (VJ: 1.228 TEUR) erzielt wurde. Die Auslastung war das ganze Jahr über voll gewährleistet. 3. Vermögens, Finanz- und Ertragslage a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Wie eingangs erwähnt, hat das Unternehmen im Jahr 2023 im Umsatz deutliche Zuwächse erzielt mit TEUR 7.464 (21,6 %). Der Umsatz- bzw. Betriebsleistungszuwachs ist durch Kostensteigerungen überkompensiert worden. Hauptursache hierfür ist die gestiegene Materialaufwandsquote von 74,7 Prozent gegenüber 72,9 Prozent im Vorjahr. Nachstehend die Gewinn- und Verlustrechnung im Periodenvergleich in Kurzform:
* Es können rundungsbedingte Differenzen von TEUR 1 auftreten. b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Kapitalstruktur und Liquidität Die korrigierte Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 durch enorme Investitionen in das Sachanlagen um TEUR 7.230 auf TEUR 23.233 erhöht, das Minuskapital hat sich durch den Jahresüberschuss weiter um TEUR 340 reduziert auf TEUR 4.350.
Zum Jahresende bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Mietkauf von TEUR 503 im Jahr 2022 sind durch Regeltilgungen auf TEUR 373 gesunken. Gegenüber der Alleingesellschafterin Schumacher Holding GmbH bestehen Verbindlichkeiten in Höhe TEUR 15.449 aus Verrechnungskonten für den Cash-Pool sowie TEUR 308 aus einem Verrechnungskonto und TEUR 92 aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 1.162 aus einem Verrechnungskonto für Umsatzsteuer aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Schumacher Holding GmbH. Weiterhin bestehen gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten aus einem Darlehensvertrag, für den Kauf der Betriebsimmobilie, in Höhe von TEUR 7.010. Es besteht bei zwei Banken je ein Cash-Pool, an dem folgende Unternehmen der Schumacher-Gruppe beteiligt sind:
Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten werden auf den Konten der Schumacher Holding GmbH zusammengefasst. Damit wird die Steuerung der Liquidität in der Gruppe erleichtert und überdies ergeben sich Zinsvorteile. Die Finanzierung der Schumacher Holding GmbH erfolgt nach einer im Jahr 2022 realisierten langfristigen (Laufzeit bis Oktober 2027) Neuordnung der Konzernfinanzierung über Intercompany-Darlehen durch die Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf. Die Verbindlichkeiten veränderten sich wie folgt:
* Es können rundungsbedingte Differenzen von TEUR 1 auftreten. Vereinfachter Cash flow:
Der positive Cashflow konnte genutzt werden, um einen Teil des starken Wachstums zu finanzieren. Die ergänzend notwendige Liquidität wurde im Rahmen des Cash Pools durch Gesellschaftermittel finanziert. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gegeben und es konnten alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden. Die Schumacher Holding GmbH wird von der Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet. Investitionen Im Berichtsjahr wurden TEUR 8.216 hauptsächlich für die Anschaffung der Betriebsimmobilie und für maschinelle Anlagen investiert. Die Finanzierung erfolgte im Rahmen des Cash Pools bzw. für die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Intercompany-Darlehens. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme unter Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist von TEUR 20.692 erneut stark auf TEUR 27.583 angestiegen. Dies wurde hauptsächlich durch die hohen Investitionen verursacht. Ohne Ausweis des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags als Minusposition auf der Aktivseite ergibt sich eine berichtigte Bilanzsumme von TEUR 23.233 (Vorjahr TEUR 16.003). Die Struktur der Aktiva stellt sich wie folgt dar:
* ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Ausgewählte finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung unseres Unternehmens sind die nachstehend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren wichtige Kennzahlen bzw. Werte. Die entscheidende Größe stellt das EBITDA dar, da hierdurch die operative Ertragskraft aus unserer Sicht am besten wiedergegeben wird. Im Berichtsjahr sank das EBITDA nur gering von TEUR 1.898 auf TEUR 1.768. Die zweite wichtige Größe sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen. Im Berichtsjahr haben sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und lagen bei TEUR 8.216. Die Investitionen waren geprägt durch den Erwerb der Betriebsimmobilie mit einem Kaufpreis von TEUR 7.250, welcher im 1. Quartal umgesetzt wurde. Ebenfalls wichtig ist die Kontrolle des Working Capitals als wichtiger Aspekt der Kapitalbindung und damit auch der Unternehmenssteuerung. Im Berichtsjahr ist das Working Capital trotz des starken Umsatzwachstums leicht gesunken um TEUR 1.427 auf TEUR 12.076.
5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr war gekennzeichnet von hohem Umsatzwachstum und starkem Preiswachstum im Rohstoffbereich. Die Ertragslage des Unternehmens war daher im Berichtsjahr negativ beeinflusst mit einem Betriebsergebnis von TEUR 1.338 gegenüber von TEUR 1.556 im Vorjahr. Der Rückgang im Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 886 war deutlich stärker, bedingt durch den deutlich gestiegenen Finanzaufwand. Prognosevergleich mit tatsächlicher Entwicklung In der Betrachtung "Follow up" - Vergleich zwischen Plan und Ist für das Berichtsjahr stellen sich die Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Das Plan-EBITDA haben wir nicht ganz erreicht, bei den Investitionen sind wir nur leicht über unserem Planwert. Das Working Capital hatten wir nicht mit einem so starken Zuwachs erwartet, was im Jahr 2023 hauptsächlich mit dem stärker als erwartet eingetretenem Preiswachstum zusammenhängt. III. Zweigniederlassungsbericht Es existieren keine Zweigniederlassungen der Schumacher Packaging GmbH, Hauenstein. IV. Nachtragsbericht Vor dem Hintergrund der dramatisch schnell voranschreitenden Konzentration in der Verpackungsindustrie und der Verschärfung der Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Unternehmerfamilie Schumacher dazu entschieden, für eine sichere Zukunft aller Werke der Gruppe geänderte Weichenstellungen zu treffen. Wir sehen in einer Fortführung des Unternehmens als unabhängiges Familienunternehmen deutlich höhere Risiken als in einem Unternehmensverbund mit einem oder mehreren starken und größeren Partnern. Eine solche zukunftssichernde Lösung wurde zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits für unsere polnischen Werke realisiert mit der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit der spanischen Gruppe SAICA. Die polnischen Werke haben 2023 einen Umsatz von € 327 Mio. realisiert mit insgesamt 1.540 Mitarbeitern. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die polnischen Kartellbehörden sowie der endgültigen behördlichen Genehmigung für die Kapazitätserweiterung des Werkes Myszkow. Ziel der Gespräche mit den Investoren ist es, auch die verbleibenden Werke der Gruppe mittelfristig in größere, internationale Unternehmen einzubringen, um damit Planungssicherheit für Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. V. Prognosebericht Zukünftige Entwicklung zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die nachfolgenden Ausführungen über die künftige Entwicklung erfolgen auf der Basis der unterjährigen Auswertungen und sind deswegen mit Unsicherheitsfaktoren behaftet. Wir erwarten im laufenden Geschäftsjahr ein sinkendes Ergebnis aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen auf der Marktseite. Unsere Planungen sehen eine leicht sinkende Betriebsleistung vor, bei wesentlich stabilen Kosten. Tatsächlich liegen wir auf Basis der Zwischenzahlen per 30.06.2024 nur 1,9 Prozent unter dem anteiligen Planumsatz. Im EBITDA liegen wir mit TEUR 480 um 89,3 Prozent über unserem Planwert. Bei einer stabilen Auslastung sollte sich dieser Trend auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Für 2024 sind keine großen Investitionen geplant. Das Working Capital erwarten wir aufgrund des Preisverfalls am Markt sowohl auf der Rohstoff- als auch auf der Absatzseite sinkend. Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren Aufgrund der schwierigen Marktsituation und der aktuellen Geschäftsentwicklung haben wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leicht sinkenden EBITDA im Vergleich zu 2023 geplant. Inwieweit der positive Trend des ersten Halbjahres (Planüberschreitung) anhält, ist auf Grund der schwachen Konjunktur in Deutschland nicht abschließend beurteilbar. Investitionen sind wie vorstehend erläutert keine geplant, das Working Capital ist ebenfalls sinkend geplant. Die Prognose der finanziellen Leistungsindikatoren stellt sich somit wie folgt dar:
VI. Chancen- und Risikobericht Chancen Wir bewegen uns in unserer Branche in einem trotz der aktuellen Wachstumsdelle nach wie vor positiven Marktumfeld mit überdurchschnittlichen Steigerungsraten in den vorangegangenen Jahren. Bei der erwarteten schrittweisen Erholung der Wirtschaft werden sich auch unsere Umsätze stabilisieren, verbunden mit einer Verbesserung der Ertragslage. Der auch weiter anhaltende Anstieg des Versandhandels begünstigt diese Entwicklung. Unsere Firmengruppe verfügt über einen guten und jedes Jahr steigenden Marktanteil und einen hervorragenden Ruf. Durch das breite Produktspektrum der Firmengruppe erreichen wir Kunden aus vielen Abnehmerbranchen. Wir sind so in der Lage sowohl größere Auftragsvolumen als auch kleinere Losgrößen effizient abzuwickeln, verfügen über eine günstige Verhandlungsposition auf der Einkaufsseite und können Synergieeffekte auch durch die verschiedenen Schwerpunkte der maschinellen Ausstattung der verschiedenen Werke nutzen. Wir haben in den letzten Jahren unsere Marktstellung in "Europa" sowie für unsere Kunden mit europäischer Ausbreitung ausgebaut und gefestigt. Mit dem Ausbau unseres Werkes in Greven verstärken wir unsere Position in Norddeutschland sowie bieten wir mehr Kapazitäten für den Versandhandel. Flache Hierarchien, eine schlanke Organisation sowie modernste technische Ausstattung und gute ausgebildete und motivierte Mitarbeiter ermöglichen es uns, flexibel auf viele Kundenwünsche zu reagieren und unsere Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. Um auch künftig unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften decken zu können bilden wir in mehreren Berufsgruppen aus und verfolgen zudem einen positiven und dynamischen Außenauftritt als attraktiver Arbeitgeber. Somit sind wir in einem stabilen Marktumfeld in betriebswirtschaftlicher Sicht bereits gut aufgestellt und verfügen auch über die notwendigen finanziellen Spielräume für weiteres Wachstum und steigende Marktanteile. Mit Abschluss der Veräußerung unserer polnischen Werke (s. Nachtragsbericht) werden eine weitgehende Entschuldung und somit deutlich verbesserte Bilanzrelationen verbunden sein. Unser Standort in Hauenstein ist unverändert Teil unserer nachhaltigen europäischen Expansionsstrategie der Unternehmensgruppe. Mit dem Werk in der Südpfalz verfolgt die Schumacher-Gruppe das Ziel, die Marktpräsenz im südwestdeutschen Raum und in den angrenzenden europäischen Ländern zu stärken. Risiken Aufgrund der konservativen Geschäftspolitik sind keine wirtschaftlich unvertretbaren Risiken erkennbar. Währungsrisiken: Da ausschließlich in Euro fakturiert wird, besteht insoweit kein Währungsrisiko. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Firmen zurück. Ein Risiko bei der Beschaffung der Rohmaterialien besteht nicht, da der Lieferantenkreis breit gestreut ist und in hohem Maße der Einkauf bei konzernangehörigen Unternehmen erfolgt. Für die Forderungen besteht eine Warenkreditversicherung. Diese informiert auch frühzeitig über Bonitätsverschlechterungen der Abnehmer. Die fristgerechte Zahlung sämtlicher Verbindlichkeiten unter Skontoausnutzung war im gesamten Geschäftsjahr gewährleistet und ist auch im laufenden Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Das Liquiditätsrisiko des Werks Hauenstein ist nicht isoliert, sondern für alle Unternehmen, die am Cash-Pool teilnehmen, zusammen zu bewerten. Dies ist gering, da die Schumacher Holding GmbH finanzielle Mittel im erforderlichen Umfang durch Intercompany-Darlehen der Schumacher Packaging GmbH Ebersdorf erhält. Die geschäftliche Entwicklung wird durch monatliche Gewinn- und Verlustrechnungen auf der Basis der BWA bzw. Monatsbilanzen, die aus der Summen- und Saldenliste abgeleitet werden, zeitnah überwacht, so dass eventuellen Fehlentwicklungen sofort begegnet werden kann. Die zukünftigen Auswirkungen der geopolitischen Entwicklung auf die Weltwirtschaft und auf unser Unternehmen sind nicht absehbar und die finanziellen Auswirkungen damit auch nicht quantifizierbar. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir die negativen Einflüsse als für uns beherrschbar an und sehen damit keine existentiellen Risiken. Nachdem das EU-Parlaments (EP) zur Verpackungsverordnung (PPWR) entschieden hat, dass das etablierte System des Wertstoffkreislaufs von Papier, Pappe und Karton ökologische Vorteile biete und als gleichwertig zu Mehrwegverpackungen anzusehen ist, entstehen von dieser Seite keine weiteren Risiken. Die Umsetzung in deutsches Recht steht zwar noch aus, wir erwarten hier jedoch keine Veränderungen.
Hauenstein, den 30.08.2024 gez. Hendrik Schumacher, Geschäftsführer gez. Christian Bleyl, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, HAUENSTEINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SCHUMACHER PACKAGING GMBH, HAUENSTEINI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Schumacher Packaging GmbH, hat ihren Sitz in Hauenstein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Zweibrücken unter HRB 23125 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf Grund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. von § 267 Abs. 2 HGB, insbesondere die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§§ 274 a, 276 und 288 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB und wurde um die Position D. 1. Verbindlichkeiten Mietkauf erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 und 266 ff. HGB). Die Gliederungen sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgte durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den ursprünglichen Anschaffungskosten angesetzt und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis EUR 250,00 wurden sofort abgeschrieben; ihr Abgang wird unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden unter Anlehnung an die Vorschriften des § 6 Abs. 2 a EStG zu einem Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Das Vorratsvermögen ist zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen worden. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des gesetzlichen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Herstellungs- bzw. Teilherstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Verkaufspreisen abzüglich eines Abschlags i. H. v. 22 % für Vertriebskosten einschließlich Gewinnzuschlag (retrograde Wertermittlung). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen - wie überdurchschnittliche Lagerdauer, geminderte Verwertbarkeit und niedrigere Wiederbeschaffungskosten - sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken bestanden nicht, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt worden. Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 14.915,50 (Vorjahr: EUR 51.632,41) bestehen gleichzeitig in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Instandhaltung, Gewährleistungs- sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten. Die Restlaufzeit und der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten sowie deren Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:
Art der Sicherung: Eigentumsvorbehalt Maschinen. In den Verbindlichkeiten enthalten sind: Verbindlichkeiten aus Mietkauf-Finanzierungen in Höhe von EUR 372.880,86 (Vorjahr: EUR 503.148,09) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 149.976,16 (Vorjahr: EUR 144.714,33). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 855.513,46 (Vorjahr: EUR 989.996,97) davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr EUR 855.513,46 (Vorjahr: EUR 789.996,97). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 854.241,03 (Vorjahr: EUR 786.270,27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 22.858.738,40 (Vorjahr: EUR 16.869.716,47) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 16.328.738,40 (Vorjahr: EUR 16.869.716,47) und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren EUR 4.610.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 92.288,23 (Vorjahr: EUR 31.272,35) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die buchmäßige Überschuldung ist durch Rangrücktrittserklärungen von Gläubigern und eine harte Patronatserklärung beseitigt. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 23.947,50 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. V. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten: Zur Absicherung sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 59.118 zugunsten verbundener Unternehmen: Sicherungsübereignung von beweglichem Umlaufvermögen (Vorräten) sowie Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den angegebenen Haftungsverhältnissen handelt es sich gleichzeitig um solche zugunsten der Gesellschafterin. Aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtung und wohlwollender Begleitung der substanz- und ertragsstarken Schwestergesellschaft, der Schumacher Packaging GmbH, Ebersdorf, geht die Geschäftsführung davon aus, dass eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung unwahrscheinlich ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Mietleasingverträgen:
Organe Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von den Geschäftsführern, Herrn Hendrik Schumacher, Königsdorf, sowie Herrn Christian Bleyl, Breitenbrunn, getätigt. Die Angabe der Bezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 52 (Vorjahr 56) gewerbliche Arbeitnehmer und 9 (Vorjahr 9) Angestellte, also insgesamt 61 (Vorjahr 65) Mitarbeiter beschäftigt. Angaben gem. § 285 Nr. 14 HGB Mutterunternehmen ist die Schumacher Holding GmbH, Ebersdorf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Angaben gem. § 285 Nr. 30a HGB Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind keine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten. Ereignisse nach dem Stichtag (Angabe nach § 285 Nr. 33 HGB) Vor dem Hintergrund der dramatisch schnell voranschreitenden Konzentration in der Verpackungsindustrie und der Verschärfung der Rahmenbedingungen seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die Unternehmerfamilie Schumacher dazu entschieden, für eine sichere Zukunft aller Werke der Gruppe geänderte Weichenstellungen zu treffen. Wir sehen in einer Fortführung des Unternehmens als unabhängiges Familienunternehmen deutlich höhere Risiken als in einem Unternehmensverbund mit einem oder mehreren starken und größeren Partnern. Eine solche zukunftssichernde Lösung wurde zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits für unsere polnischen Werke realisiert mit der Unterzeichnung eines Kaufvertrags mit der spanischen Gruppe SAICA. Die polnischen Werke haben 2023 einen Umsatz von € 327 Mio. realisiert mit insgesamt 1.540 Mitarbeitern. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die polnischen Kartellbehörden sowie der endgültigen behördlichen Genehmigung für die Kapazitätserweiterung des Werkes Myszkow. Ziel der Gespräche mit den Investoren ist es, auch die verbleibenden Werke der Gruppe mittelfristig in größere, internationale Unternehmen einzubringen, um damit Planungssicherheit für Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 339.382,94 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hauenstein, 30. August 2024 gez. Hendrik Schumacher gez. Christian Bleyl, Der vorstehende Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterversammlung vom 19. September 2024 festgestellt und genehmigt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gem. § 327 HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schumacher Packaging GmbH, Hauenstein Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Schumacher Packaging GmbH, Hauenstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schumacher Packaging GmbH, Hauenstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Coburg, 12. September 2024 Dipl.-Kfm. Michael Härer, Wirtschaftsprüfer |
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