Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 16335
Vorher
Diehl Deutschland GmbHM.Y. Healthcare Wolfen GmbHNampak Healthcare Wolfen GmbHContego Packaging Wolfen GmbHEssentra Packaging GmbH
Eingetragen
10.12.2001
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Der Erwerb und die Verwertung von Anlagevermögen jedweder Art, vornehmlich aus dem Bereich der Drucktechnik, sowie der Handel mit graphischen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heiko Pils
seit 8.7.2024
Geschäftsführer
Stefan Kirchhof
seit 22.8.2023
Prokura
Heike Kahlert
seit 12.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MM Packaging & Securing Solutions LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Nampak Healthcare Luxembourg S.à.r.l.
Luxembourg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MM Wolfen GmbH

Bitterfeld-Wolfen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Sonstige Gesetzesverstöße

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

E. Schlussbemerkung

Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis)

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Abkürzungsverzeichnis

GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
HR A bzw. B Handelsregister Abteilung A bzw. B
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
ISA International Standards on Auditing
i.S.d. im Sinne des
n.F. neue Fassung
ppa. per procura
PS Prüfungsstandard des IDW
Ggü. Gegenüber
d.h. das heißt
insb. insbesondere
u.a. unter anderem
z.B. zum Beispiel
p.a. per anno
i.H.v. in Höhe von

A. Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

1. Aufgrund unserer Wahl zum Abschlussprüfer durch Gesellschafterbeschluss vom 1. August 2023 erteilte uns die Geschäftsführung der

MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen,

(im Folgenden kurz "MM Wolfen" oder "Gesellschaft" genannt)

den Auftrag, den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen.

2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 vereinbart.

3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Jahresabschluss sowie der geprüfte Lagebericht als Anlagen beigefügt sind. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet.

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

5. Nachfolgend stellen wir zusammengefasst die Beurteilung der Lage der MM Wolfen durch die gesetzlichen Vertreter (siehe Anlage I) dar:

6. Einleitend berichten die gesetzlichen Vertreter über die Grundlagen der Gesellschaft. Sie gehen hierbei auf den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit, die Produktpalette des Unternehmens sowie dessen Hauptabsatzmärkte ein.

7. Anschließend folgen im Wirtschaftsbericht Erläuterungen zur Entwicklung von Markt und Branche sowie zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft.

8. Der Lagebericht enthält unseres Erachtens folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft:

Die Ertragslage der Gesellschaft ist durch einen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % auf T€ 22.671 geprägt. Der Umsatzzuwachs resultiert im Wesentlichen aus der erfolgreichen Umsetzung von inflationsbedingten Preiserhöhungen. Des Weiteren sind die Materialaufwendungen um 6,20 % auf T€ 8.306 gestiegen, was im Wesentlichen durch Preissteigerungen beim Hauptrohstoff Papier verursacht wurde. Die Personalkosten fallen gegenüber dem Vorjahr lediglich um T€ 33 höher aus, was insbesondere aus der Optimierung der Prozesse und der damit verbundenen geringeren Mitarbeiterzahl resultiert. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um T€ 396 auf T€ 809. Ausschlaggebend dafür waren die Erholung der Verkaufsvolumina nach der COVID-Pandemie und die durchgesetzten Preiserhöhungen.

Die Vermögenslage ist durch einen Rückgang der Bilanzsumme von T€ 17.010 auf T€ 16.074 gekennzeichnet. Aufgrund höherer Abschreibungen im Verhältnis zu Investitionen ist das Anlagevermögen um T€ 806 gesunken. Das Eigenkapitals hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 809 erhöht. Verstärkt durch die reduzierte Bilanzsumme, ist die Eigenkapitalquote auf 45 % gestiegen. Gleichzeitig haben sich Rückstellungen und insbesondere die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich vermindert. Das gilt von allem für die sonstigen Verbindlichkeiten, die aufgrund des Anteilseignerwechsels und der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrages im Vorjahr um T€ 1.406 zurückgegangen sind.

Die Liquidität der Gesellschaft wird insbesondere durch den operativen Cashflow und eine Konzernkreditlinie in hinreichender Höhe gesichert. Die Gesellschaft sieht sich damit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

9. Der Lagebericht enthält zur künftigen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken folgende Kernaussagen:

In ihren Ausführungen zu den Chancen und Risiken gehen die gesetzlichen Vertreter auf das Risikomanagement der Mayr-Melnhof-Gruppe (kurz: MM-Gruppe) ein. Aufgrund der weltweiten geschäftlichen Tätigkeit der MM-Gruppe ist diese unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, denen durch eine umfangreiches Risikomanagement- und Compliance-System begegnet wird.

Im Einzelnen erläutert die Geschäftsführung allgemeine Konjunktur- und Betriebsrisiken und hebt dabei die globalen Wirtschaftsschwankungen hervor, die beispielsweise durch den Ukraine-Krieg hervorgerufen werden. Die gesetzlichen Vertreter schätzen ein, dass wesentliche oder den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken derzeit nicht existieren.

In ihrem Prognosebericht erwartet die Gesellschaft bei einer moderaten Steigerung der Umsatzerlöse und teilweise rückläufigen Beschaffungspreisen ein verbessertes Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr.

II. Sonstige Gesetzesverstöße

10. Wir weisen darauf hin, dass die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zur Offenlegung des Vorjahresabschlusses gemäß § 325 HGB nicht fristgerecht nachgekommen ist.

11. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten (§ 264 Abs. 1 HGB) aufgestellt.

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

12. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 4. November 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MM Wolfen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

13. Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (§ 42 GmbHG) aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023, bestehend aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, und der Lagebericht für dieses Geschäftsjahr. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht tragen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung beachtet worden sind. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Prüfung des Lageberichts hat sich auch darauf erstreckt, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind.

14. Die Beurteilung der Angemessenheit des Versicherungsschutzes der Gesellschaft, insbesondere ob alle Wagnisse bedacht und ausreichend versichert sind, war gleichfalls nicht Gegenstand des uns erteilten Auftrags zur Jahresabschlussprüfung.

II. Art und Umfang der Prüfung

15. Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022.

16. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet.

Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

17. Hinsichtlich der wesentlichen Elemente unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes verweisen wir auf den Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" in unserem Bestätigungsvermerk (vgl. Abschnitt B "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks").

18. Ergänzend geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsvorgehen: Ausgehend von der Identifikation und Beurteilung der inhärenten Risiken für den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir uns zunächst ein Verständnis vom rechnungslegungsrelevanten internen Kontrollsystem der MM Wolfen verschafft.

Auf dieser Basis haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Falschdarstellungen in der Rechnungslegung führen können und dies bei der Bestimmung unseres weiteren Prüfungsvorgehens berücksichtigt. Im Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte sowie der zeitliche Ablauf unserer Prüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsteams inklusive des Einsatzes von Spezialisten festgelegt.

19. Nachfolgend geben wir einen Überblick zu den von uns bei der Jahresabschlussprüfung gesetzten Prüfungsschwerpunkten:

Vorhandensein und Bewertung des Anlage- und Vorratsvermögen,

Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse.

20. Ausgehend von unserem Verständnis des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems haben wir in den Bereichen, in denen die Unternehmensleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen eingerichtet hat, Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen.

Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei der Gesellschaft eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials und der zusätzlichen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht ausgehen konnten, haben wir anschließend aussagebezogene Prüfungshandlungen, d.h. analytische Prüfungshandlungen, Einzelfallprüfungen oder eine Kombination von beidem vorgenommen. Einzelfallprüfungen wurden bei wirksamen Kontrollen auf ein nach prüferischem Ermessen notwendiges Maß reduziert.

Der überwiegende Teil der Abschlussposten wurde mit einer Kombination aus Funktionsprüfungen und aussagebezogenen Prüfungshandlungen geprüft.

Sofern wir keine Funktionsprüfungen vorgesehen haben oder nicht von wirksamen Kontrollen ausgehen konnten, haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

21. Im Rahmen der Einzelfallprüfungen von Abschlussposten der Gesellschaft haben wir folgende Unterlagen eingesehen:

Handelsregisterauszüge,

Liefer- und Leistungsverträge,

Darlehensverträge,

sonstige Geschäftsunterlagen.

22. Weiterhin haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Beobachtung der körperlichen Bestandsaufnahme der Vorräte am 23. Dezember 2023 am Standort Bitterfeld-Wolfen.

Einholung und Auswertung von Rechtsanwaltsbestätigungen im Hinblick auf die Erfassung möglicher Risiken aus bestehenden oder schwebenden Rechtsstreitigkeiten.

Einholung von Steuerberaterbestätigungen für die Prüfung der steuerlichen Verhältnisse und Risiken.

Zur Prüfung der geschäftlichen Beziehungen mit Kreditinstituten haben wir uns zum 31. Dezember 2023 Bankbestätigungen zukommen lassen.

23. Von den gesetzlichen Vertretern und den von ihnen beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden.

Die gesetzlichen Vertreter haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erteilt.

D. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

24. Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht.

2. Jahresabschluss

25. Im Jahresabschluss der MM Wolfen, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, wurden die gesetzlichen Vorschriften einschließlich der rechtsformspezifischen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in allen wesentlichen Belangen beachtet. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten.

26. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Dabei wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

27. Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

28. Zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Prüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Unterlassung der Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB zu Recht erfolgte, weil die Befreiungsvoraussetzung (Aufnahme der Angaben in einen das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss) ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden kann. Anhaltspunkte, dass diese Voraussetzung voraussichtlich nicht erfüllt wird, bestehen nicht.

29. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde zulässigerweise Verzicht auf bestimmte Angaben im Anhang Gebrauch gemacht.

30. Bei der Berichterstattung im Anhang wurde von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu Gesamtbezügen der gesetzlichen Vertreter unterlassen. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist nach dem Ergebnis unserer Prüfung nicht zu beanstanden.

3. Lagebericht

31. Der Lagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

32. Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

33. Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Jahresabschlusses gehen wir nachfolgend pflichtgemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen und den Einfluss, den Änderungen in den Bewertungsgrundlagen insgesamt auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses haben, ein (§ 321 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Wesentliche Bewertungsgrundlagen

34. Zur Angabe der Bewertungsmethoden der Abschlussposten verweisen wir auf den Anhang. Nach unseren Feststellungen sind die angewandten Bewertungsmethoden sachgerecht und erfüllen die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze.

E. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der MM Wolfen GmbH Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Leipzig, den 4. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Anlagenverzeichnis

I Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

II Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023...

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

In der Gesellschafterversammlung vom 29. November 2022 wurde der Gesellschaftsvertrag in § 1 geändert und die Gesellschaft von "Essentra Packaging GmbH" in "MM Wolfen GmbH" umbenannt.

Im Juni 2022 war der Verkauf der Packagingsparte der Essentra-Gruppe, zu der auch die Gesellschaft gehörte, an die Mayr-Melnhof-Gruppe mit Sitz in Wien, Österreich, (MM-Gruppe) erfolgt, der am 30. September 2022 wirksam wurde. Seither ist die Integration der ehemaligen Essentra Packaging-Gesellschaften in die MM-Gruppe in vollem Gange.

Die MM-Gruppe ist Europas führender Produzent von Karton und Faltschachteln mit einem Kraftpapiere und ungestrichene Feinpapiere umfassenden Angebot. Am Standort in Bitterfeld- Wolfen werden ausschließlich Produkte für die Pharmabranche hergestellt. Die Produktpalette reicht von Packungsbeilagen auf der Rolle bis zu mehrfach gefalzten und geklebten Packungsbeilagen.

Der Hauptabsatzmarkt der MM Wolfen GmbH (im Folgenden auch kurz "MM Wolfen" oder "Gesellschaft" genannt) ist mit rund 64 % Deutschland, gefolgt von den Niederlanden mit rund 25 % und Belgien mit rund 4 %. Die restlichen Anteile verteilen sich auf Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien, Irland und Österreich.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Markt

Als zweitgrößte Absatzregion für Pharmazeutika bleibt Europa global betrachtet sehr bedeutsam. Insbesondere bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie der nachfolgenden Zulassung neuer Präparate sind europäische Pharmaunternehmen und Standorte weltweit führend.

Das Mengenwachstum des Pharmamarkts innerhalb Europas hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr über den langjährigen Durchschnitt erhöht und betrug in Deutschland knapp 16 %, was dazu führte, dass im mitteleuropäischen Raum unzureichende Kapazitäten im Segment der Herstellung von pharmazeutischen Gebrauchsinformationen vorhanden waren, um den gewachsenen Bedarf der Pharmazeuten zu decken. Dies wirkte sich für den Standort positiv aus, da MM Wolfen kurzfristig auf den erhöhten Bedarf an Packmitteln und Packungsbeilagen reagieren konnte.

Der Trend zu komplexeren Produkten auf dem Sekundärpackmittelmarkt konnte für MM Wolfen nach einer marginal gegenläufigen Entwicklung zu Beginn des Jahres 2023 bestätigt werden. Die Kunden präferieren nach wie vor verstärkt einerseits flächenmäßig größere und andererseits vielfach gefalzte - und damit deutlich komplizierter zu produzierende - Packungsbeilagen. Nichtsdestoweniger hat sich der Umsatzanteil komplexer Outserts im gesamten Jahr 2023 mit 44% gegenüber 49% im Vorjahr leicht verringert. Hingegen ist der Anteil der Vorfalzprodukte von 17% in 2022 auf 19% in 2023 gestiegen. Diese Entwicklung konnte insb. im ersten Halbjahr 2023 beobachtet werden. Die Umkehr dieses Trends hin zum aus Vorjahren gewohnten Produktmix begann im dritten Quartal 2023 und hält nach wie vor an. Der Anteil weiterer einfacher Produkte wie Rollen oder Vorfalz ist stabil. Diese werden nach wie vor von einigen Pharmaunternehmen, insbesondere Lohnfertigern, abgenommen.

Grundsätzlich wird die Entwicklung des Marktsegments Packungsbeilagen für die Pharmaindustrie vor allem durch die global agierenden Marktteilnehmer auf Kundenseite und die Entwicklung der Pharmabranche geprägt. Wichtige Einflussfaktoren für unsere Kunden sind u.a. Regulierungen durch staatliche Stellen und Aufsichtsorgane sowie die Entwicklung der Altersstruktur in der Gesellschaft.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 22.671 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 21.011) um 7,9 % gestiegen, was im Wesentlichen in den durch die auch in 2023 vorherrschende hohe Inflation bedingten Preiserhöhungen begründet ist.

Mit unseren Kernprodukten haben wir einen Umsatz von TEUR 22.671 (i. Vj. TEUR 21.011) erzielt.

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Bezüglich der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Geschäftsverlauf. Wir konnten einen Teil der deutlich gestiegenen Beschaffungskosten durch Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben. Der mengenmäßige Absatz bewegte sich 2 % über Vorjahresniveau, analog zum prognostizierten Wert. Das Jahresergebnis 2023 war insbesondere im ersten Halbjahr noch von hohen Beschaffungskosten für Energie und Papier als dem hauptsächlichen Rohmaterial geprägt. Eine teilweise Normalisierung dieser Positionen setzte mit Beginn des zweiten Halbjahres 2023 ein.

Die Materialaufwendungen sind um 6,20 % auf TEUR 8.306 gestiegen (i. Vj. TEUR 7.818), was ausschließlich auf den inflationsbedingt gestiegenen Kosten für Rohmaterialen, insbesondere dem Hauptrohstoff Papier, beruht. Der tatsächliche Materialeinsatz im Verhältnis zum Umsatz sank von 36,7 % auf 36,1 %. Die Bruttomarge erhöhte sich dementsprechend.

Bei den Lohnkosten kam es nur zu einer geringen Erhöhung um TEUR 33 auf TEUR 7.982 insbesondere aufgrund der Optimierung der Prozesse innerhalb der Organisation, in deren Folge Mitarbeiter, welche das Unternehmen freiwillig verlassen haben, nicht ersetzt wurden.

Aufgrund des konstant gehaltenen Maschinenparks sind die Abschreibungen mit TEUR 1.196 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.185) nahezu unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 423 auf TEUR 5.039 gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den gestiegenen Stromkosten.

Das Zinsergebnis resultiert nahezu ausschließlich aus den Darlehensbeziehungen mit der MM Packaging Securing & Solutions Ltd., Milton Keynes, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (im Folgenden auch kurz "MM P&S Ltd." genannt).

Die Rückkehr des Auftragsvolumens auf das Vor-COVID-Niveau sowie die erfolgreiche Abfederung der Inflation über Preisanpassungen bei unseren Endprodukte schlugen sich darin nieder, dass wir mit TEUR 809 um TEUR 396 über dem Vorjahresergebnis von TEUR 413 abschließen.

Zusammenfassend hat sich die Ertragslage der Gesellschaft im Berichtsjahr aufgrund der deutlich gestiegenen Materialaufwendungen leicht verschlechtert. Dies wurde teilweise kompensiert durch die Erholung der Verkaufsvolumina nach der COVID-Pandemie und die durchgesetzten Preiserhöhungen. Der vorteilhafte Trend in der Entwicklung des Produktmix besteht zudem fort und versetzt die Gesellschaft auch weiterhin in die Lage, künftig ein Ertragswachstum zu erreichen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 16.074 (Vj. TEUR 17.010). Darin enthalten ist langfristiges Vermögen in Höhe von TEUR 10.238 (Vj. TEUR 11.044).

Das Anlagevermögen ist aufgrund der über den Investitionen liegenden Abschreibungen um TEUR 806 oder 7,3 % auf TEUR 10.238 gesunken.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 292 auf TEUR 5.633 (Vj. TEUR 5.926) gesunken. Ursächlich hierfür ist ein geringerer Forderungsbestand zum Geschäftsjahresende ggü. dem Vorjahr. Die liegt im Wesentlichen in einer ungewöhnlich hohen Geschäftstätigkeit im Dezember 2022 begründet.

Die Höhe des Eigenkapitals hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 809 erhöht.

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr wegen des Jahresüberschusses und der verminderten Bilanzsumme um 7,2 Prozentpunkte auf 45 % gestiegen.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 5.100 auf TEUR 5.740 aufgrund von Intercompany Managementleistungen und Einmaleffekten in Verbindung mit Verkaufstransaktion gestiegen und enthalten mit TEUR 4.905 (Vj. TEUR 4.721) hauptsächlich solche aus Darlehen. Dagegen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten von TEUR 1.142 auf TEUR 735 vermindert im Wesentlichen getrieben durch Senkung des Rohmaterialpreises.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen, langfristiges Vermögen ist im Wesentlichen durch Eigenkapital bzw. Konzernkredite gedeckt, kurzfristige Verpflichtungen können durch kurzfristig verfügbare Liquidität bedient werden.

Finanzlage

Die Finanzlage ist aufgrund der insgesamt guten Ertragssituation stabil.

Zur Finanzierung der Gesellschaft bestand eine konzerninterne Kreditlinie der MM P&S Ltd. welche in ausreichender Höhe ausgestaltet ist, um die Durchführung des operativen Geschäfts der Gesellschaft jederzeit zu gewährleisten, sofern dies aus dem operativen Ergebnis nicht möglich wäre.

Die Laufzeit der Kreditlinie beträgt initial fünf Jahre mit danach automatischer Verlängerung um jeweils ein Jahr. Sämtliche in Anspruch genommenen Beträge im Rahmen der Kreditlinie sind zum Enddatum des Darlehensvertrags fällig.

Die Finanzierung der MM Wolfen erfolgt im Wesentlichen über die MM P&S Ltd.

C. Chancen- und Risikobericht

Die MM Wolfen ist in das Risikomanagement der MM-Gruppe eingebunden. Aufgrund ihrer weltweiten geschäftlichen Tätigkeit ist die MM-Gruppe unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die ein umfangreiches Risikomanagement und Compliance-System erfordern.

Ziel des Risikomanagements ist es, vorhandene Chancen optimal auszunutzen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung besteht. Grundsätzlich gehen wir nur Risiken ein, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind. Da die MM Wolfen nur Kunden in Europa beliefert, sind die Risiken aus unserer Sicht gut kontrollierbar.

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und unserer Geschäftsprozesse. Der regelmäßige Abgleich der Resultate mit Plan- und Budgetvorgaben stellt sicher, dass Chancen und Risiken unternehmerischer Entscheidungen frühzeitig erkannt werden, transparent sind und in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Wettbewerbsrisiken begegnen wir durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtung. Hierdurch werden Risiken für die eigene Marktposition regelmäßig analysiert und, soweit möglich, Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Inflation und Lieferkettenengpässe betreffen auch unsere Kunden. In der Folge ist ein erhöhter Margendruck sowie eine gestiegene Volatilität im Orderverhalten erkennbar. Dieser Margendruck spiegelt sich in der Folge auch im Kostendruck für die Zulieferer wider. Die MM Wolfen begegnet diesen Risiken durch Kostensenkungsmaßnahmen, die Fokussierung auf hochwertige Produkte und die Erschließung neuer Umsatzpotenziale.

Bezüglich der eingesetzten Materialen ist Papier der Hauptfaktor für die MM Wolfen. Daher sind wir vor allem bei diesem Rohstoff Beschaffungsrisiken und Preisschwankungen ausgesetzt.

Auch 2023 war insbesondere durch die erhöhten Energiekosten und die damit verbundenen Preisanstiege beim Papier geprägt. Hierdurch verteuerte sich das eingesetzte Material der Gesellschaft, was zu einem Anstieg der Materialquote am Umsatz führte. Die MM Wolfen war im gesamten Berichtsjahr in der Lage, die erhöhten Rohstoffpreise direkt an die Kunden durch Preiserhöhungen weiterzugeben.

Die Begrenzung der Vertriebsaktivitäten auf den kontinentaleuropäischen Markt sowie der Verkauf und Einkauf von Waren und Dienstleistungen vorrangig in Euro sorgen dafür, dass direkte Währungsrisiken nur in sehr beschränktem Umfang auftreten.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken unserer Forderungen wird durch interne Auftragsgrenzen, permanente Kontrollen unseres Forderungsbestandes sowie durch ein geregeltes Mahnwesen vorgebeugt.

Risiken von Sach- und Haftungsschäden sind, soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, durch Versicherungen in ausreichendem Maße abgedeckt.

Durch die Verflechtungen innerhalb der MM-Gruppe können Probleme bei anderen MM-Gesellschaften indirekt auch Auswirkungen auf die MM Wolfen haben.

Ein mögliches Risiko besteht generell bei etwaigen globalen Wirtschaftsschwankungen, die z.B. durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst werden. Bisher hat sich die Pharmabranche aber im Vergleich zu anderen Branchen als relativ stabil erwiesen.

Als größtes Risiko sehen wir aktuell den gestiegenen Wettbewerbsdruck mit entsprechendem Druck auf Preise und Margen. Zudem könnten sich inflations- und marktgetriebene Kostensteigerungen negativ auf die Ertragssituation auswirken. Unser Ziel bleibt es, Rohmaterialpreiserhöhungen und andere Kostensteigerungen durch Optimierungen und Effizienzsteigerungen auszugleichen, zumal die Kunden kontinuierliche Verbesserungen von Produktion und Qualität erwarten.

Weitere Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar.

Insgesamt betrachtet sieht die Geschäftsleitung derzeit keine Risiken, welche die Entwicklung oder den Fortbestand der MM Wolfen gefährden könnten.

D. Prognosebericht

Der Umsatz im ersten Quartal 2024 zeigt sich stabil gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2023. Ein profitablerer Produktmix wirkt sich positiv auf das bisherige Betriebsergebnis aus.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2024, ausgehend von moderaten Umsatzsteigerungen i. H. v. 3 % und teilweise rückläufigen Beschaffungspreisen, mit einem deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr.

Die im Prognosebericht beschriebenen Erwartungen beruhen auf unseren derzeitigen Einschätzungen, wobei diese einer Vielzahl von durch uns nicht beeinflussbaren Einflussfaktoren unterliegen. Diese Faktoren können zu wesentlichen Abweichungen der tatsächlichen Entwicklungen von den hier prognostizierten Ergebnissen führen.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 16. September 2024

Heiko Pils, Geschäftsführer

Heike Kahlert, Geschäftsführerin

Marius Maria Scheibner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.103,00 8.758,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.331.794,80 5.613.354,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.434.807,00 5.196.676,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.008,00 190.196,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 269.838,60 35.020,00
10.232.448,40 11.035.246,80
10.237.551,40 11.044.004,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 844.976,67 788.633,66
2. Unfertige Erzeugnisse 329.123,22 389.271,84
3. Fertige Erzeugnisse 304.119,78 233.984,64
1.478.219,67 1.411.890,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.903.115,89 3.201.292,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 191.854,05 465.400,52
3. Sonstige Vermögensgegenstände 173.791,06 214.154,71
3.268.761,00 3.880.847,67
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 886.399,12 633.137,84
5.633.379,79 5.925.875,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 203.147,56 39.703,07
16.074.078,75 17.009.583,52

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 6.404.326,82 6.748.652,60
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 809.146,58 -344.325,78
7.239.073,40 6.429.926,82
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen 1.288.687,00 1.398.372,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 37.576,72 513.470,64
2. Sonstige Rückstellungen 630.973,07 456.262,61
668.549,79 969.733,25
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 735.167,58 1.142.785,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.739.516,76 5.259.210,53
3. Sonstige Verbindlichkeiten 403.084,22 1.809.555,55
(davon aus Steuern € 265.893,38; 31.12.2021 € 73.654,75)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 6.262,98; 31.12.2021 € 4.966,22)
6.877.768,56 8.211.551,45
16.074.078,75 17.009.583,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 22.671.417,60 21.298.021,29
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.986,52 162.622,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.336.613,49 910.772,87
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.185.807,57 7.700.391,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 120.302,09 117.604,45
8.306.109,66 7.817.995,50
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.685.026,76 6.583.125,60
b) Soziale Abgaben 1.296.810,35 1.365.554,46
7.981.837,11 7.948.680,06
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.195.957,21 1.185.103,48
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.039.383,80 4.616.094,60
8. Zinsen und ähnliche Erträge 3.818,83 1.066,29
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 344.721,27 219.292,97
(davon an verbundene Unternehmen € 343.032,14; Vorjahr € 213.998,15)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 335.826,72 163.787,64
10. Ergebnis nach Steuern 818.000,67 421.528,37
11. Sonstige Steuern 8.854,09 8.854,15
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 757.000,00
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 809.146,58 -344.325,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die MM Wolfen GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Bitterfeld-Wolfen und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HR-Nr.: HRB 16335).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft hat die Rechnungslegungs- und Offenlegungsvorschriften einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu erfüllen und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse der besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, überwiegend in den Anhang aufgenommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, soweit nachfolgend nichts Anderes beschrieben ist, unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und zehn Jahren.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse wurden teilweise direkt von den Anschaffungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt. Die Nutzungsdauern bei Sachanlagen betragen zwischen ein und 33 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 und nicht mehr als EUR 800,00 betragen, werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel im Folgejahr als Abgang gezeigt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst.

Geleistete Anzahlungen auf das Anlagevermögen werden zum Nominalbetrag bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt.

Für unfertige und fertige Erzeugnisse wurde aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen die retrograde Wertermittlung angewendet. Dabei wurden von den voraussichtlichen Verkaufserlösen die bis zum Verkauf zu erwartenden Aufwendungen, Vertriebskosten sowie ein kalkulatorischer Gewinnaufschlag und etwaige Erlösschmälerungen zur Ermittlung der Herstellungskosten abgezogen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung von rd. 1,9 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, welche einem bestimmten Zeitraum nach Ende des Geschäftsjahres als Aufwand zuzuordnen sind.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Für erhaltene Investitionszuschüsse im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung sowie für Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen gebildet, welcher entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Teilweise wurden die erhaltenen Investitionszuschüsse direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 10 Jahren und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerung von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,825 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,0 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Seiten 15 ff.) dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr TEUR 465).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen

Die im Jahr 2001 gewährten Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Seit dem Jahr 2002 wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen gebildet. Die jeweiligen Auflösungsbeträge des Sonderpostens werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Der Posten hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2023 Auflösung Stand 31.12.2023
in TEUR in TEUR in TEUR
Investitionszuschüsse 964 77 887
Investitionszulagen 434 32 402
1.398 109 1.289

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 164). Zum Vorjahresstichtag entfielen sie darüber hinaus auf zu erwartende Grunderwerbsteuer aufgrund der Übertragung von Geschäftsanteilen in Höhe von TEUR 350.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr TEUR 242), Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 31) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr TEUR 80).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der unbesicherten Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit:
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr über ein Jahr davon über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 735 735 0 0
(31.12.2022) (1.143) (1.143) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.740 835 4.905 0
(31.12.2022) (5.259) (539) (4.720) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 403 403 0 0
(31.12.2022) (1.810) (1.810) (0) (0)
insgesamt 6.878 1.973 4.905 0
(31.12.2022) (8.212) (3.492) (4.720) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehen von TEUR 4.905 (Vorjahr TEUR 4.721). Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr wurde unter den sonstigen Verbindlichkeiten die Ergebnisabführungsverpflichtung an den ehemaligen Gesellschafter von TEUR 1.400 ausgewiesen. Diese wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig beglichen.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnungen von Personal, Material, Softwarepflege und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 384 (Vorjahr TEUR 617), Erträge aus der Energiepreisbremse von TEUR 398 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus der Abfallverwertung von TEUR 260 (Vorjahr TEUR 287), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 111), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 51 (Vorjahr TEUR 121) sowie periodenfremde Erträge von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 20) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Umlagen für Management- und Verwaltungsfunktionen, Verkaufsprovisionen, Ausgangsfrachten, Raumkosten, Grunderwerbsteuer sowie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 11 (Vorjahr TEUR 63).

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen oder Haftungsverhältnisse.

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr und später:

Herr Cedric Andre Albert Bastien, MM Managing Director, bis 27.06.2023

Frau Heike Kahlert, HR-Manager, MM Wolfen GmbH

Herr Marius Maria Scheibner, Finance Manager der MM Wolfen GmbH.

Herr Heiko Pils, Geschäftsführer der MM Wolfen GmbH, seit 08.07.2024

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die MAYR-MELNHOF Karton AG, Österreich, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter https://www.firmenbuchgrundbuch.at/abfrageservices/firmenbuch/fn/81906a erhältlich.

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 163 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende), davon 29 Angestellte und 134 gewerbliche Arbeitnehmer, beschäftigt. Im Durchschnitt waren während des Vorjahres 168 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende), davon 29 Angestellte und 139 gewerbliche Arbeitnehmer.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Bitterfeld-Wolfen, den 16. September 2024

Heiko Pils, Geschäftsführer

Heike Kahlert, Geschäftsführerin

Marius Maria Scheibner, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.575,61 0,00 0,00 110.575,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.072.748,15 0,00 0,00 0,00 8.072.748,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.876.180,34 108.478,47 0,00 0,00 16.984.658,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 738.217,30 46.206,74 -626,07 0,00 785.050,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 35.020,00 234.818,60 0,00 0,00 269.838,60
25.722.165,79 389.503,81 -626,07 0,00 26.112.295,67
25.832.741,40 389.503,81 -626,07 0,00 26.222.871,28
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.817,61 3.655,00 0,00 105.472,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.459.393,35 281.560,00 0,00 2.740.953,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.679.504,34 870.347,47 0,00 12.549.851,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 548.021,30 40.394,74 -626,07 589.042,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.686.918,99 1.192.302,21 -626,07 15.879.847,27
14.788.736,60 1.195.957,21 -626,07 15.985.319,88
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.103,00 8.758,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.331.794,80 5.613.354,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.434.807,00 5.196.676,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.008,00 190.196,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 269.838,60 35.020,00
10.232.448,40 11.035.246,80
10.237.551,40 11.044.004,80

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.