MM Wolfen GmbH
Filmstraße 5, 06766 Bitterfeld-Wolfen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Pils seit 8.7.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Kirchhof seit 22.8.2023 | Prokura |
Heike Kahlert seit 12.12.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MM Packaging & Securing Solutions Limited | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MM Wolfen GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis A. Prüfungsauftrag I. Prüfungsauftrag II. Bestätigung der Unabhängigkeit B. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter II. Sonstige Gesetzesverstöße III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung I. Gegenstand der Prüfung II. Art und Umfang der Prüfung D. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 2. Jahresabschluss 3. Lagebericht II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses E. Schlussbemerkung Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis) Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Abkürzungsverzeichnis
A. Prüfungsauftrag I. Prüfungsauftrag 1. Aufgrund unserer Wahl zum Abschlussprüfer durch Gesellschafterbeschluss vom 1. August 2023 erteilte uns die Geschäftsführung der MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen,(im Folgenden kurz "MM Wolfen" oder "Gesellschaft" genannt)den Auftrag, den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen. 2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2024 vereinbart. 3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Jahresabschluss sowie der geprüfte Lagebericht als Anlagen beigefügt sind. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet. II. Bestätigung der Unabhängigkeit 4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. B. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter 5. Nachfolgend stellen wir zusammengefasst die Beurteilung der Lage der MM Wolfen durch die gesetzlichen Vertreter (siehe Anlage I) dar: 6. Einleitend berichten die gesetzlichen Vertreter über die Grundlagen der Gesellschaft. Sie gehen hierbei auf den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit, die Produktpalette des Unternehmens sowie dessen Hauptabsatzmärkte ein. 7. Anschließend folgen im Wirtschaftsbericht Erläuterungen zur Entwicklung von Markt und Branche sowie zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. 8. Der Lagebericht enthält unseres Erachtens folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft:
9. Der Lagebericht enthält zur künftigen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken folgende Kernaussagen:
II. Sonstige Gesetzesverstöße 10. Wir weisen darauf hin, dass die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zur Offenlegung des Vorjahresabschlusses gemäß § 325 HGB nicht fristgerecht nachgekommen ist. 11. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten (§ 264 Abs. 1 HGB) aufgestellt. III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 12. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 4. November 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MM Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MM Wolfen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung I. Gegenstand der Prüfung 13. Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 242 bis 256a HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften (§ 42 GmbHG) aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023, bestehend aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, und der Lagebericht für dieses Geschäftsjahr. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht tragen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung beachtet worden sind. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Prüfung des Lageberichts hat sich auch darauf erstreckt, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind. 14. Die Beurteilung der Angemessenheit des Versicherungsschutzes der Gesellschaft, insbesondere ob alle Wagnisse bedacht und ausreichend versichert sind, war gleichfalls nicht Gegenstand des uns erteilten Auftrags zur Jahresabschlussprüfung. II. Art und Umfang der Prüfung 15. Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. 16. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. 17. Hinsichtlich der wesentlichen Elemente unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes verweisen wir auf den Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" in unserem Bestätigungsvermerk (vgl. Abschnitt B "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks"). 18. Ergänzend geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsvorgehen: Ausgehend von der Identifikation und Beurteilung der inhärenten Risiken für den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir uns zunächst ein Verständnis vom rechnungslegungsrelevanten internen Kontrollsystem der MM Wolfen verschafft. Auf dieser Basis haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Falschdarstellungen in der Rechnungslegung führen können und dies bei der Bestimmung unseres weiteren Prüfungsvorgehens berücksichtigt. Im Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte sowie der zeitliche Ablauf unserer Prüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsteams inklusive des Einsatzes von Spezialisten festgelegt. 19. Nachfolgend geben wir einen Überblick zu den von uns bei der Jahresabschlussprüfung gesetzten Prüfungsschwerpunkten:
20. Ausgehend von unserem Verständnis des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems haben wir in den Bereichen, in denen die Unternehmensleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen eingerichtet hat, Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen. Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei der Gesellschaft eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials und der zusätzlichen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht ausgehen konnten, haben wir anschließend aussagebezogene Prüfungshandlungen, d.h. analytische Prüfungshandlungen, Einzelfallprüfungen oder eine Kombination von beidem vorgenommen. Einzelfallprüfungen wurden bei wirksamen Kontrollen auf ein nach prüferischem Ermessen notwendiges Maß reduziert. Der überwiegende Teil der Abschlussposten wurde mit einer Kombination aus Funktionsprüfungen und aussagebezogenen Prüfungshandlungen geprüft. Sofern wir keine Funktionsprüfungen vorgesehen haben oder nicht von wirksamen Kontrollen ausgehen konnten, haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. 21. Im Rahmen der Einzelfallprüfungen von Abschlussposten der Gesellschaft haben wir folgende Unterlagen eingesehen:
22. Weiterhin haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
23. Von den gesetzlichen Vertretern und den von ihnen beauftragten Mitarbeitern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erteilt. D. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 24. Die Buchführung und das Belegwesen sind nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß und entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht. 2. Jahresabschluss 25. Im Jahresabschluss der MM Wolfen, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, wurden die gesetzlichen Vorschriften einschließlich der rechtsformspezifischen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung in allen wesentlichen Belangen beachtet. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. 26. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Dabei wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen eingehalten. 27. Der Anhang entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Angaben im Anhang sind in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend. 28. Zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Prüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Unterlassung der Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB zu Recht erfolgte, weil die Befreiungsvoraussetzung (Aufnahme der Angaben in einen das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss) ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden kann. Anhaltspunkte, dass diese Voraussetzung voraussichtlich nicht erfüllt wird, bestehen nicht. 29. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde zulässigerweise Verzicht auf bestimmte Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. 30. Bei der Berichterstattung im Anhang wurde von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch gemacht und Angaben zu Gesamtbezügen der gesetzlichen Vertreter unterlassen. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist nach dem Ergebnis unserer Prüfung nicht zu beanstanden. 3. Lagebericht 31. Der Lagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften. II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 32. Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. 33. Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Jahresabschlusses gehen wir nachfolgend pflichtgemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen und den Einfluss, den Änderungen in den Bewertungsgrundlagen insgesamt auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses haben, ein (§ 321 Abs. 2 Satz 4 HGB). Wesentliche Bewertungsgrundlagen 34. Zur Angabe der Bewertungsmethoden der Abschlussposten verweisen wir auf den Anhang. Nach unseren Feststellungen sind die angewandten Bewertungsmethoden sachgerecht und erfüllen die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze. E. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der MM Wolfen GmbH Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)). Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.
Leipzig, den 4. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Werner Horn, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer Anlagenverzeichnis I Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 II Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023... 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft In der Gesellschafterversammlung vom 29. November 2022 wurde der Gesellschaftsvertrag in § 1 geändert und die Gesellschaft von "Essentra Packaging GmbH" in "MM Wolfen GmbH" umbenannt. Im Juni 2022 war der Verkauf der Packagingsparte der Essentra-Gruppe, zu der auch die Gesellschaft gehörte, an die Mayr-Melnhof-Gruppe mit Sitz in Wien, Österreich, (MM-Gruppe) erfolgt, der am 30. September 2022 wirksam wurde. Seither ist die Integration der ehemaligen Essentra Packaging-Gesellschaften in die MM-Gruppe in vollem Gange. Die MM-Gruppe ist Europas führender Produzent von Karton und Faltschachteln mit einem Kraftpapiere und ungestrichene Feinpapiere umfassenden Angebot. Am Standort in Bitterfeld- Wolfen werden ausschließlich Produkte für die Pharmabranche hergestellt. Die Produktpalette reicht von Packungsbeilagen auf der Rolle bis zu mehrfach gefalzten und geklebten Packungsbeilagen. Der Hauptabsatzmarkt der MM Wolfen GmbH (im Folgenden auch kurz "MM Wolfen" oder "Gesellschaft" genannt) ist mit rund 64 % Deutschland, gefolgt von den Niederlanden mit rund 25 % und Belgien mit rund 4 %. Die restlichen Anteile verteilen sich auf Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Italien, Irland und Österreich. B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Markt Als zweitgrößte Absatzregion für Pharmazeutika bleibt Europa global betrachtet sehr bedeutsam. Insbesondere bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie der nachfolgenden Zulassung neuer Präparate sind europäische Pharmaunternehmen und Standorte weltweit führend. Das Mengenwachstum des Pharmamarkts innerhalb Europas hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr über den langjährigen Durchschnitt erhöht und betrug in Deutschland knapp 16 %, was dazu führte, dass im mitteleuropäischen Raum unzureichende Kapazitäten im Segment der Herstellung von pharmazeutischen Gebrauchsinformationen vorhanden waren, um den gewachsenen Bedarf der Pharmazeuten zu decken. Dies wirkte sich für den Standort positiv aus, da MM Wolfen kurzfristig auf den erhöhten Bedarf an Packmitteln und Packungsbeilagen reagieren konnte. Der Trend zu komplexeren Produkten auf dem Sekundärpackmittelmarkt konnte für MM Wolfen nach einer marginal gegenläufigen Entwicklung zu Beginn des Jahres 2023 bestätigt werden. Die Kunden präferieren nach wie vor verstärkt einerseits flächenmäßig größere und andererseits vielfach gefalzte - und damit deutlich komplizierter zu produzierende - Packungsbeilagen. Nichtsdestoweniger hat sich der Umsatzanteil komplexer Outserts im gesamten Jahr 2023 mit 44% gegenüber 49% im Vorjahr leicht verringert. Hingegen ist der Anteil der Vorfalzprodukte von 17% in 2022 auf 19% in 2023 gestiegen. Diese Entwicklung konnte insb. im ersten Halbjahr 2023 beobachtet werden. Die Umkehr dieses Trends hin zum aus Vorjahren gewohnten Produktmix begann im dritten Quartal 2023 und hält nach wie vor an. Der Anteil weiterer einfacher Produkte wie Rollen oder Vorfalz ist stabil. Diese werden nach wie vor von einigen Pharmaunternehmen, insbesondere Lohnfertigern, abgenommen. Grundsätzlich wird die Entwicklung des Marktsegments Packungsbeilagen für die Pharmaindustrie vor allem durch die global agierenden Marktteilnehmer auf Kundenseite und die Entwicklung der Pharmabranche geprägt. Wichtige Einflussfaktoren für unsere Kunden sind u.a. Regulierungen durch staatliche Stellen und Aufsichtsorgane sowie die Entwicklung der Altersstruktur in der Gesellschaft. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 22.671 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 21.011) um 7,9 % gestiegen, was im Wesentlichen in den durch die auch in 2023 vorherrschende hohe Inflation bedingten Preiserhöhungen begründet ist. Mit unseren Kernprodukten haben wir einen Umsatz von TEUR 22.671 (i. Vj. TEUR 21.011) erzielt. 3. Lage der Gesellschaft Ertragslage Bezüglich der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Geschäftsverlauf. Wir konnten einen Teil der deutlich gestiegenen Beschaffungskosten durch Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben. Der mengenmäßige Absatz bewegte sich 2 % über Vorjahresniveau, analog zum prognostizierten Wert. Das Jahresergebnis 2023 war insbesondere im ersten Halbjahr noch von hohen Beschaffungskosten für Energie und Papier als dem hauptsächlichen Rohmaterial geprägt. Eine teilweise Normalisierung dieser Positionen setzte mit Beginn des zweiten Halbjahres 2023 ein. Die Materialaufwendungen sind um 6,20 % auf TEUR 8.306 gestiegen (i. Vj. TEUR 7.818), was ausschließlich auf den inflationsbedingt gestiegenen Kosten für Rohmaterialen, insbesondere dem Hauptrohstoff Papier, beruht. Der tatsächliche Materialeinsatz im Verhältnis zum Umsatz sank von 36,7 % auf 36,1 %. Die Bruttomarge erhöhte sich dementsprechend. Bei den Lohnkosten kam es nur zu einer geringen Erhöhung um TEUR 33 auf TEUR 7.982 insbesondere aufgrund der Optimierung der Prozesse innerhalb der Organisation, in deren Folge Mitarbeiter, welche das Unternehmen freiwillig verlassen haben, nicht ersetzt wurden. Aufgrund des konstant gehaltenen Maschinenparks sind die Abschreibungen mit TEUR 1.196 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.185) nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 423 auf TEUR 5.039 gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den gestiegenen Stromkosten. Das Zinsergebnis resultiert nahezu ausschließlich aus den Darlehensbeziehungen mit der MM Packaging Securing & Solutions Ltd., Milton Keynes, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland (im Folgenden auch kurz "MM P&S Ltd." genannt). Die Rückkehr des Auftragsvolumens auf das Vor-COVID-Niveau sowie die erfolgreiche Abfederung der Inflation über Preisanpassungen bei unseren Endprodukte schlugen sich darin nieder, dass wir mit TEUR 809 um TEUR 396 über dem Vorjahresergebnis von TEUR 413 abschließen. Zusammenfassend hat sich die Ertragslage der Gesellschaft im Berichtsjahr aufgrund der deutlich gestiegenen Materialaufwendungen leicht verschlechtert. Dies wurde teilweise kompensiert durch die Erholung der Verkaufsvolumina nach der COVID-Pandemie und die durchgesetzten Preiserhöhungen. Der vorteilhafte Trend in der Entwicklung des Produktmix besteht zudem fort und versetzt die Gesellschaft auch weiterhin in die Lage, künftig ein Ertragswachstum zu erreichen. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 16.074 (Vj. TEUR 17.010). Darin enthalten ist langfristiges Vermögen in Höhe von TEUR 10.238 (Vj. TEUR 11.044). Das Anlagevermögen ist aufgrund der über den Investitionen liegenden Abschreibungen um TEUR 806 oder 7,3 % auf TEUR 10.238 gesunken. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 292 auf TEUR 5.633 (Vj. TEUR 5.926) gesunken. Ursächlich hierfür ist ein geringerer Forderungsbestand zum Geschäftsjahresende ggü. dem Vorjahr. Die liegt im Wesentlichen in einer ungewöhnlich hohen Geschäftstätigkeit im Dezember 2022 begründet. Die Höhe des Eigenkapitals hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 809 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr wegen des Jahresüberschusses und der verminderten Bilanzsumme um 7,2 Prozentpunkte auf 45 % gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 5.100 auf TEUR 5.740 aufgrund von Intercompany Managementleistungen und Einmaleffekten in Verbindung mit Verkaufstransaktion gestiegen und enthalten mit TEUR 4.905 (Vj. TEUR 4.721) hauptsächlich solche aus Darlehen. Dagegen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten von TEUR 1.142 auf TEUR 735 vermindert im Wesentlichen getrieben durch Senkung des Rohmaterialpreises. Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen, langfristiges Vermögen ist im Wesentlichen durch Eigenkapital bzw. Konzernkredite gedeckt, kurzfristige Verpflichtungen können durch kurzfristig verfügbare Liquidität bedient werden. Finanzlage Die Finanzlage ist aufgrund der insgesamt guten Ertragssituation stabil. Zur Finanzierung der Gesellschaft bestand eine konzerninterne Kreditlinie der MM P&S Ltd. welche in ausreichender Höhe ausgestaltet ist, um die Durchführung des operativen Geschäfts der Gesellschaft jederzeit zu gewährleisten, sofern dies aus dem operativen Ergebnis nicht möglich wäre. Die Laufzeit der Kreditlinie beträgt initial fünf Jahre mit danach automatischer Verlängerung um jeweils ein Jahr. Sämtliche in Anspruch genommenen Beträge im Rahmen der Kreditlinie sind zum Enddatum des Darlehensvertrags fällig. Die Finanzierung der MM Wolfen erfolgt im Wesentlichen über die MM P&S Ltd. C. Chancen- und Risikobericht Die MM Wolfen ist in das Risikomanagement der MM-Gruppe eingebunden. Aufgrund ihrer weltweiten geschäftlichen Tätigkeit ist die MM-Gruppe unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die ein umfangreiches Risikomanagement und Compliance-System erfordern. Ziel des Risikomanagements ist es, vorhandene Chancen optimal auszunutzen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung besteht. Grundsätzlich gehen wir nur Risiken ein, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind. Da die MM Wolfen nur Kunden in Europa beliefert, sind die Risiken aus unserer Sicht gut kontrollierbar. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung und unserer Geschäftsprozesse. Der regelmäßige Abgleich der Resultate mit Plan- und Budgetvorgaben stellt sicher, dass Chancen und Risiken unternehmerischer Entscheidungen frühzeitig erkannt werden, transparent sind und in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Wettbewerbsrisiken begegnen wir durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtung. Hierdurch werden Risiken für die eigene Marktposition regelmäßig analysiert und, soweit möglich, Gegenmaßnahmen eingeleitet. Inflation und Lieferkettenengpässe betreffen auch unsere Kunden. In der Folge ist ein erhöhter Margendruck sowie eine gestiegene Volatilität im Orderverhalten erkennbar. Dieser Margendruck spiegelt sich in der Folge auch im Kostendruck für die Zulieferer wider. Die MM Wolfen begegnet diesen Risiken durch Kostensenkungsmaßnahmen, die Fokussierung auf hochwertige Produkte und die Erschließung neuer Umsatzpotenziale. Bezüglich der eingesetzten Materialen ist Papier der Hauptfaktor für die MM Wolfen. Daher sind wir vor allem bei diesem Rohstoff Beschaffungsrisiken und Preisschwankungen ausgesetzt. Auch 2023 war insbesondere durch die erhöhten Energiekosten und die damit verbundenen Preisanstiege beim Papier geprägt. Hierdurch verteuerte sich das eingesetzte Material der Gesellschaft, was zu einem Anstieg der Materialquote am Umsatz führte. Die MM Wolfen war im gesamten Berichtsjahr in der Lage, die erhöhten Rohstoffpreise direkt an die Kunden durch Preiserhöhungen weiterzugeben. Die Begrenzung der Vertriebsaktivitäten auf den kontinentaleuropäischen Markt sowie der Verkauf und Einkauf von Waren und Dienstleistungen vorrangig in Euro sorgen dafür, dass direkte Währungsrisiken nur in sehr beschränktem Umfang auftreten. Liquiditäts- und Ausfallrisiken unserer Forderungen wird durch interne Auftragsgrenzen, permanente Kontrollen unseres Forderungsbestandes sowie durch ein geregeltes Mahnwesen vorgebeugt. Risiken von Sach- und Haftungsschäden sind, soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, durch Versicherungen in ausreichendem Maße abgedeckt. Durch die Verflechtungen innerhalb der MM-Gruppe können Probleme bei anderen MM-Gesellschaften indirekt auch Auswirkungen auf die MM Wolfen haben. Ein mögliches Risiko besteht generell bei etwaigen globalen Wirtschaftsschwankungen, die z.B. durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst werden. Bisher hat sich die Pharmabranche aber im Vergleich zu anderen Branchen als relativ stabil erwiesen. Als größtes Risiko sehen wir aktuell den gestiegenen Wettbewerbsdruck mit entsprechendem Druck auf Preise und Margen. Zudem könnten sich inflations- und marktgetriebene Kostensteigerungen negativ auf die Ertragssituation auswirken. Unser Ziel bleibt es, Rohmaterialpreiserhöhungen und andere Kostensteigerungen durch Optimierungen und Effizienzsteigerungen auszugleichen, zumal die Kunden kontinuierliche Verbesserungen von Produktion und Qualität erwarten. Weitere Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Insgesamt betrachtet sieht die Geschäftsleitung derzeit keine Risiken, welche die Entwicklung oder den Fortbestand der MM Wolfen gefährden könnten. D. Prognosebericht Der Umsatz im ersten Quartal 2024 zeigt sich stabil gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2023. Ein profitablerer Produktmix wirkt sich positiv auf das bisherige Betriebsergebnis aus. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024, ausgehend von moderaten Umsatzsteigerungen i. H. v. 3 % und teilweise rückläufigen Beschaffungspreisen, mit einem deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr. Die im Prognosebericht beschriebenen Erwartungen beruhen auf unseren derzeitigen Einschätzungen, wobei diese einer Vielzahl von durch uns nicht beeinflussbaren Einflussfaktoren unterliegen. Diese Faktoren können zu wesentlichen Abweichungen der tatsächlichen Entwicklungen von den hier prognostizierten Ergebnissen führen.
Bitterfeld-Wolfen, den 16. September 2024 Heiko Pils, Geschäftsführer Heike Kahlert, Geschäftsführerin Marius Maria Scheibner, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die MM Wolfen GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Bitterfeld-Wolfen und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HR-Nr.: HRB 16335). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft hat die Rechnungslegungs- und Offenlegungsvorschriften einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu erfüllen und nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse der besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, überwiegend in den Anhang aufgenommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, soweit nachfolgend nichts Anderes beschrieben ist, unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und zehn Jahren. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse wurden teilweise direkt von den Anschaffungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt. Die Nutzungsdauern bei Sachanlagen betragen zwischen ein und 33 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 und nicht mehr als EUR 800,00 betragen, werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel im Folgejahr als Abgang gezeigt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Geleistete Anzahlungen auf das Anlagevermögen werden zum Nominalbetrag bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Für unfertige und fertige Erzeugnisse wurde aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen die retrograde Wertermittlung angewendet. Dabei wurden von den voraussichtlichen Verkaufserlösen die bis zum Verkauf zu erwartenden Aufwendungen, Vertriebskosten sowie ein kalkulatorischer Gewinnaufschlag und etwaige Erlösschmälerungen zur Ermittlung der Herstellungskosten abgezogen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung von rd. 1,9 % gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, welche einem bestimmten Zeitraum nach Ende des Geschäftsjahres als Aufwand zuzuordnen sind. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Für erhaltene Investitionszuschüsse im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung sowie für Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen gebildet, welcher entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode der geförderten Anlagegüter aufgelöst wird. Teilweise wurden die erhaltenen Investitionszuschüsse direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 10 Jahren und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerung von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,825 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,0 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Seiten 15 ff.) dargestellt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr TEUR 465). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen Die im Jahr 2001 gewährten Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Seit dem Jahr 2002 wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen gebildet. Die jeweiligen Auflösungsbeträge des Sonderpostens werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der Posten hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 164). Zum Vorjahresstichtag entfielen sie darüber hinaus auf zu erwartende Grunderwerbsteuer aufgrund der Übertragung von Geschäftsanteilen in Höhe von TEUR 350. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr TEUR 242), Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 31) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr TEUR 80). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der unbesicherten Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehen von TEUR 4.905 (Vorjahr TEUR 4.721). Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr wurde unter den sonstigen Verbindlichkeiten die Ergebnisabführungsverpflichtung an den ehemaligen Gesellschafter von TEUR 1.400 ausgewiesen. Diese wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig beglichen. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterberechnungen von Personal, Material, Softwarepflege und sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 384 (Vorjahr TEUR 617), Erträge aus der Energiepreisbremse von TEUR 398 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus der Abfallverwertung von TEUR 260 (Vorjahr TEUR 287), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 111), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 51 (Vorjahr TEUR 121) sowie periodenfremde Erträge von TEUR 99 (Vorjahr TEUR 20) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Umlagen für Management- und Verwaltungsfunktionen, Verkaufsprovisionen, Ausgangsfrachten, Raumkosten, Grunderwerbsteuer sowie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 11 (Vorjahr TEUR 63). IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen oder Haftungsverhältnisse. Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr und später: Herr Cedric Andre Albert Bastien, MM Managing Director, bis 27.06.2023 Frau Heike Kahlert, HR-Manager, MM Wolfen GmbH Herr Marius Maria Scheibner, Finance Manager der MM Wolfen GmbH. Herr Heiko Pils, Geschäftsführer der MM Wolfen GmbH, seit 08.07.2024 Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die MAYR-MELNHOF Karton AG, Österreich, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter https://www.firmenbuchgrundbuch.at/abfrageservices/firmenbuch/fn/81906a erhältlich. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 163 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende), davon 29 Angestellte und 134 gewerbliche Arbeitnehmer, beschäftigt. Im Durchschnitt waren während des Vorjahres 168 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende), davon 29 Angestellte und 139 gewerbliche Arbeitnehmer. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Bitterfeld-Wolfen, den 16. September 2024 Heiko Pils, Geschäftsführer Heike Kahlert, Geschäftsführerin Marius Maria Scheibner, Geschäftsführer AnlagenspiegelZusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
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