René Proske GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Larissa Steinbäcker seit 6.9.2021 | Geschäftsführer |
Christoph Markus Struppler seit 23.5.2012 | Geschäftsführer |
Rene Proske seit 7.2.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 5.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Proske GmbHRosenheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Aufgrund des in den Vorjahren erweiterten Service Porfolios mit einem starken Consulting Angebot, digitalen Lösungen und Beratung hinsichtlich Sustainability ist die Proske GmbH jetzt als Premium Consulting-Partner und Service Provider im Bereich internationaler Meetings & Events positioniert. Neben dem traditionellen Projekt Management für Meetings & Events, beinhaltet das Leistungsangebot von Proske mittlerweile Creative Services für Konzepte und Design, Production Services für Licht, Ton, Bühne, Standbau und Regie, Digital Services mit der eigenen virtuellen Plattform Magnid sowie weiteren Lösungen für Apps, VR & Metaverse und Datenmanagement von CRM-Systemen und hybriden Veranstaltungen sowie Event Logistik. Im Bereich Financial Services übernimmt Proske für Kunden die Verbuchung von Supplier Rechnungen und den Zahlungsverkehr im Namen und auf Rechnung des Kunden. Das Consulting-Angebot im Rahmen von Strategic Meeting Management (SMM) setzt jetzt neue Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit, CO 2 -Reduktion und Supply Chain. Proske unterstützt seine Kunden dabei im Tracking der Nachhaltigkeitsziele von Veranstaltungen. Im Zuge von Nachhaltigkeitsinitiativen bleiben auch virtuelle und hybride Veranstaltungsformate für die Kunden von Proske relevant: über diese Formate kann ein wesentlicher Beitrag zur Inklusion sowie zur Vermeidung von Emissionen erreicht werden. So können über rein virtuelle Veranstaltungen oder Digital Twins von Face-to-Face-Veranstaltungen Teilnehmer in Teilzeitarbeitsverhältnissen oder mit körperlichen Einschränkungen problemlos teilnehmen. Über die Vermeidung von Reisetätigkeit lassen sich signifikante Kosteneffekte erzielen und Emissionen und andere Belastungen verringern. In virtuellen oder hybriden Projekten kommt regelmäßig die eigene SaaS-Plattform Magnid zum Einsatz, die integrierte Lösungen für Kommunikation, Match Making & Networking, Analyse und Engagement-Tools, AI gesteuertes Content Management und unterschiedliche Schnittstellen zu CRM-Systemen bietet. Aufgrund des überzeugenden Dienstleistungsangebots konnte Proske auch in 2023 neue Kunden gewinnen und Rahmenverträge mit bestehenden Kunden verlängern. Besondere Nachfrage verzeichnet Proske von US-amerikanischen Kunden. Aus diesem Grund beschloss das Management, die Aktivitäten in den USA zu verstärken und hohe Investitionen in das Tochterunternehmen vorzunehmen und das Personal der Gesellschaft deutlich aufzustocken. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa war in 2023 aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der damit verbundenen Energiekrise überwiegend von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt. Die stark gestiegenen Energiepreise trugen maßgeblich zu den außergewöhnlichen Preissteigerungen bei. Als Gegenmaßnahme hob die EZB den Leitzins von 0,5% in 2022 auf 4,5% im Sommer 2023 in deutlichen Zinsschritten an. Damit konnte der weitere Preisanstieg gebremst werden und die Inflationsrate in Deutschland von 6,9% auf 5,9% reduziert werden, damit bewegt sie sich aber weiterhin - wie auch die Leitzinsen - auf einem hohen Niveau. Die Kunden von Proske gehören mehrheitlich der pharmazeutischen Industrie an und sind nachfrageseitig weniger stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Allerdings wirken sich Preissteigerungen ebenfalls auf ihre Kostenstruktur aus, in ihrer Investitionstätigkeit werden auch sie vom weiterhin hohen Zinsniveau beeinflusst. Vor diesem Hintergrund lag in 2023 bei den deutschen und europäischen Kunden von Proske der Fokus auf Budget-Einsparungen und Kostenreduktionen im Marketing und Kommunikationsbereich. Während die konjunkturelle Entwicklung in Europa verhalten bleibt, entwickelt sich die US-amerikanische Konjunktur positiv. Die anhaltend starke US-Nachfrage im Dienstleistungsbereich wird demnach auch über Importe aus Europa gedeckt. Großunternehmen aus der Pharmaindustrie sehen sich zunehmend in der Verantwortung, die Auswirkungen ihres Handelns auf Umwelt und Gesellschaften genauer zu beobachten, zu messen und mit ihren Zielen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) und neuen gesetzlichen Vorschriften in Einklang zu bringen. Damit bleiben technische Lösungen und Service- und Consulting-Angebote zur Unterstützung von CSR-Maßnahmen weiterhin Wachstumstreiber. Der Fachkräftemangel und die hohe Nachfrage nach kompetenten und gut ausgebildeten Mitarbeitern bleiben trotz uneinheitlicher Konjunkturlage in den westlichen Industrieländern wesentliche Wachstumshemmnisse. Aufgrund eingeschränkter Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und fehlender Anreize werden junge Eltern weiterhin dem Arbeitsmarkt entzogen. Geschäftsverlauf Proske konnte bei seinen Kunden auch in 2023 sowohl Face-to-Face-Veranstaltungen als auch virtuelle und hybride Formate umsetzen. Die Verbindung unterschiedlicher Formate war beispielsweise bei einem großen Kommunikationsprojekt entscheidend, als der Merger von zwei weltweit tätigen Unternehmen und die neue Unternehmensstrategie an allen Standorten gleichzeitig kommuniziert wurde. Über die Umsetzung innovativer Kommunikationskonzepte im Rahmen von Veranstaltungen konnte Proske mit einem stärkeren Anteil an Consultingleistungen die Wertschöpfung und den Anteil der eigenen Leistungen am Gesamtumsatz weiterhin erhöhen. Der Wunsch einiger, aus den USA gesteuerter Kunden nach einer stärkeren US-Präsenz von Proske kommt die Gesellschaft über höhere Investitionen nach. Das Management des Tochterunternehmens Proske Inc. wurde erweitert und ein weiterer Ausbau der Gesellschaft beschlossen. Proske verspricht sich von diesem Schritt einen besseren Zugang zu amerikanischen Kunden, die wesentlich zum Gesamtumsatz beitragen. Ertragslage Der Außenumsatz verringerte sich im Geschäftsjahr planmäßig, da Proske Drittleistungen jetzt verstärkt im Namen und auf Rechnung von Kunden direkt in Kundensystemen erfasst und verarbeitet. Somit sank das Niveau der Außenumsätze von EUR 17,1 Mio. auf EUR 16,0 Mio. um 6%, während sich gleichzeitig der Anteil der Wertschöpfung über das erweiterte Consultingangebot und digitale Lösungen weiter erhöhte. Dadurch stieg die eigene Leistungserbringung (Net Revenues) um 11% von EUR 8,7 Mio. in 2022 auf EUR 9,7 Mio. in 2023 an. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten, wie in den Vorjahren, Auflösungen von Rückstellungen. Der Personalaufwand der Proske GmbH stieg um 15% von EUR 5,6 Mio. auf EUR 6,5 Mio. an. Die Suche nach kompetenten Mitarbeitern blieb weiterhin herausfordernd. Aufgrund der engen Kapazitäten wurden auch in 2023 Anfragen von Kunden abgelehnt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 8% von EUR 2,3 Mio. auf EUR 2,1 Mio. aufgrund von geringeren Kosten und Synergien, die sich im Geschäftsjahr 2023 nach der Verschmelzung der Magnid GmbH auf die Proske GmbH eingestellt hatten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) liegt bei EUR 0,8 Mio. nach EUR 0,5 Mio. im Vorjahr. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei EUR 0,6 Mio., während es in 2022 aufgrund eines einmaligen Verschmelzungsverlustes aus der Übertragung der Geschäftsanteile der Magnid GmbH bei EUR -0,9 Mio. lag. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden (FTE) stieg von 85 im Jahr 2022 auf 96 im Jahr 2023. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 4 Auszubildende (Vorjahr: 5) beschäftigt. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Proske GmbH liegt mit EUR 9,7 Mio. zum 31. Dezember 2023 um EUR 2,3 Mio. über dem Vorjahr von EUR 7,4 Mio. Dabei nahmen die liquiden Mittel von EUR 1,0 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 3,2 Mio. zum 31. Dezember 2023 zu. Nach Abzug der Kreditorischen Debitoren von EUR 1,0 Mio. und den erhaltenen Anzahlungen auf Projekte in Höhe von EUR 2,1 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) sowie Hinzurechnung der geleisteten Anzahlungen für Projekte in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) den Debitorischen Kreditoren von EUR 0,05 Mio. sowie den Vermittlungsleistungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR -0,4 Mio.) betragen die netto liquiden Mittel EUR 1,35 Mio. (Vorjahr EUR -0,5 Mio.). Im Rahmen der Verschmelzung der Magnid GmbH auf die Proske GmbH in 2022 wurde die Magnid SaaS Plattform für virtuelle und hybride Veranstaltungsformate übernommen, die planmäßig abgeschrieben und in den Immateriellen Vermögensgegenständen mit EUR 1,0 Mio. ausgewiesen wird. Das Eigenkapital lag zum 31. Dezember 2023 bei EUR 2,4 Mio. und lag damit um 35% über dem Vorjahr von EUR 1,7 Mio. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 24% (Vorjahr: 23%). Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr 2023, wie in den Vorjahren, durch Kundenanzahlungen, Bankdarlehen und dem laufenden Cash Flow, so dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen konnte. Im Rahmen der Corona-Maßnahmen der Bundesregierung wurde ein KfW-Unternehmerkredit in Höhe von EUR 1,1 Mio. in Anspruch genommen, der bis zum 30.06.2025 zurückgeführt wird. Der Restbetrag des Kredits beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 0,4 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 wurde von der KfW ein ERP-Förderkredit in Höhe von EUR 0,7 Mio. gewährt, um Investitionen in das innovative Geschäftsmodell von Proske zu ermöglichen. Davon waren bis zum 31. Dezember 2023 EUR 0,4 Mio. ausgezahlt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie geplant. Chancenbericht Die Gesellschaft entwickelt innovative Konzepte auf dem Gebiet virtueller und hybrider Veranstaltungsformate sowie im Bereich persönlicher Meetings & Events und setzt diese für ihre Kunden um. Entsprechend der geänderten Nachfrage der Kunden hat Proske das Geschäftsmodell stark digitalisiert und das Dienstleistungsangebot neu ausgerichtet. Dadurch ergeben sich neue Markt- und Wachstumspotentiale, die im Rahmen der Möglichkeiten wahrgenommen werden. Über den Zugang zu Ansprechpartnern in den zentralen Bereichen Einkauf und Sales & Marketing in den Organisationen von Kunden können digitale und virtuelle Lösungen für die Gesamtorganisation der Kunden angeboten werden. Dabei übernimmt die Gesellschaft die Kommunikation zwischen den Einkaufs- und Marketingabteilungen sowie der IT-Abteilungen, leistet das Projektmanagement bei der Implementierung und betreut die zugrunde liegenden Veränderungsprozesse. Weitere neue Marktpotentiale ergeben sich durch die zunehmende Sensibilität der Kunden hinsichtlich Klimaschutz, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Über neue Consulting-Angebote kann die Proske GmbH ihre Kunden zur Reduktion von Treibhausgasen, aber auch zur Transparenz über Lieferketten und zur Unterstützung der Sustainability Goals der Vereinten Nationen im Rahmen von Veranstaltungen beraten. Zudem werden jetzt Finanzprozesse übernommen, und dabei bei Kunden Kreditkartenlösungen für Veranstaltungsmanagement implementiert sowie die Abwicklung von Zahlung und Verbuchung im Auftrag der Kunden durch Proske. Nachhaltigkeitsbericht Die Kunden der Gesellschaft haben aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels sowie auf Basis ihrer Programme für unternehmerische Verantwortung begonnen, ihre Strategien im Bereich Meetings und Events anzupassen. Proske unterstützt diesen Prozess aktiv und überarbeitet gemeinsam mit ihren Kunden und Branchenexperten die bestehenden Strategischen Meeting Management Programme. Branchenveranstaltungen wie die Sustainable Events Conference (SECON) werden von Proske aktiv unterstützt, die Gesellschaft ist mit einem Sitz im Sustainability Advisory Board von Meetings Professionals International (MPI) vertreten. Proske ist zudem dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten und unterstützt damit aktiv die Verfolgung der Sustainability Goals der UN. Bestehende Richtlinien und Policies wurden in der CSR Policy zusammengefasst, um verantwortungsbewusstes Handeln zum Grundprinzip der Gesellschaft zu machen. Zur Inventarisierung von Chancen und Risiken aus dem ESG-Bereich wurde in 2023 erstmals ein Assessment der einzelnen Themen, eine Bewertung und Verantwortlichkeiten definiert. Proske strebt an, die Nutzung klimafreundlicher Ressourcen und Technologien für die Gesellschaft, aber insbesondere auch für Kundenprojekte weiter zu erhöhen. Lieferanten werden neben ökologischen Aspekten auch auf ihre unternehmerische Verantwortung bewertet, um Kunden Transparenz über die Lieferkette zu verschaffen. Kunden werden Veranstaltungsorte und -materialien hinsichtlich Kriterien wie Emissionen, Regionalität und Wiederverwendbarkeit vorgeschlagen. Der Einsatz virtueller Lösungen im Rahmen von Kundenprojekten reduziert Emissionen auf ein Minimum. Wie bereits in den Vorjahren hat sich Proske dem externen Assessment von Ecovadis unterzogen und wurde für die Anstrengungen im Bereich Nachhaltigkeit mit der Bronze-Medaille ausgezeichnet. Proske nutzt somit gemeinsam mit ihren Kunden die Chancen, die sich aus der Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Lösungen ergeben und entwickelt tragfähige Konzepte, die der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen Rechnung tragen. Risikobericht Die Risikopolitik der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Risiken zu erkennen und zu vermeiden bzw. Maßnahmen zu deren Minderung zu ergreifen, mit dem Ziel, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern und die mittelfristigen finanziellen Zielgrößen zu erreichen. Die Kategorisierung der Risiken erfolgt hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in "sehr wahrscheinlich", "indifferent" bzw. "unwahrscheinlich" sowie bzgl. der Auswirkung auf die geschäftliche Entwicklung und die Gefährdung der Fortführung der Gesellschaft in "wesentliches" bzw. "unwesentliches" Risiko. Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden umso eher eingegangen und getragen, je näher sie im Zusammenhang mit dem Aufbau und der Nutzung der Kernkompetenz der Gesellschaft stehen. Die mit ihnen verbundenen Chancen müssen eine angemessene Wertsteigerung bzw. Vertiefung von Kundenbeziehungen erwarten lassen. Risiken im Zusammenhang mit Unterstützungsprozessen werden, soweit wirtschaftlich sinnvoll, auf andere Risikoträger übertragen. Risiken, die nicht im Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen stehen, werden nach Möglichkeit nicht übernommen. Spekulationsgeschäfte, besondere Finanzinstrumente oder sonstige Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind nicht Bestandteil des Geschäftsmodells der Gesellschaft. Gegenüber Lieferanten, Kunden und der Allgemeinheit ist das Verhalten von Geschäftsführung und Mitarbeiter*innen fair und verantwortungsbewusst. Die Gesellschaft unterhält ein ausführliches Controlling- und Risikomanagementsystem. Durch ein zeitnahes, monatliches Reporting der finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz, Rohergebnis, Monatsergebnis, Liquidität) werden Risiken erkannt und ergriffene Maßnahmen dokumentiert. a.) Bindung von Mitarbeitenden Ein Risiko besteht in dem Verlust von Schlüsselpersonen, dem durch Programme zur Mitarbeiterbindung begegnet wird. Führungskräfte werden in ihren Führungsfähigkeiten gefördert und individuelle Gehaltsniveaus regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft und angepasst. b.) Cyber-Risiken Dem Risiko, Schäden durch Cyberkriminalität oder durch den Verlust von Daten zu erleiden, wird über weitreichende Regelungen und Prozesse zur ordnungsmäßigen Verwendung der IT-Infrastruktur im Besonderen und dem sorgfältigen Umgang mit vertraulichen und personenbezogenen Daten im Besonderen begegnet. Damit verbunden sind technische und organisatorische Maßnahmen, die über individuelle und allgemeine Schulungen initial und repetitiv vermittelt werden. Diese Regelungen und Maßnahmen werden durch den Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragten regelmäßig auf ihre Angemessenheit, Wirksamkeit und Einhaltung überprüft. Die Prozesse der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2021 entsprechend den Bestimmungen der ISO 27001 zertifiziert. Im Jahr 2023 wurde ein Folge-Audit für die Zertifizierung durchgeführt. Zudem wurde eine Cybercrime-Police zur Absicherung von Schäden abgeschlossen. c.) Abhängigkeit von Großkunden Ein wesentliches Risiko besteht weiterhin in der Abhängigkeit von Großkunden. Diesem wird durch den Abschluss von mehrjährigen Rahmenverträgen und rechtzeitigen Verlängerungsverhandlungen sowie einer genauen Überwachung der Servicequalität (nichtfinanzieller Leistungsindikator) begegnet. Die Abhängigkeit von Großkunden konnte durch die Gewinnung weiterer Kunden im Geschäftsjahr reduziert werden. d.) Forderungsausfälle Das Risiko von Ausfällen im Bereich der Forderungen und weiterhin von Ausfällen von Anzahlungen im Bereich der Zulieferer lässt sich vom Geschäftsmodell der Gesellschaft nicht trennen. Über die Erhöhung der eigenen Leistungserbringung und die Verteilung der Geschäftstätigkeit auf etliche Kunden verringert sich das Risiko von Forderungsausfällen zunehmend. Die Zusammenarbeit mit namhaften Kunden ist weiterhin mit längeren Forderungslaufzeiten verbunden, das Ausfallrisiko ist jedoch weiterhin sehr gering. e.) Währungsrisiko Das Währungsrisiko wird durch die Abwicklung der Projekte in Euro und US-Dollar verringert. Dennoch treten aufgrund des im Vergleich zum Rohergebnis hohen Umsatzvolumens Währungsdifferenzen auf. Der resultierende Buchverlust betrug in 2023 saldiert TEUR 5 (Vorjahr: Buchgewinn TEUR 22). f.) Finanzrisiko Durch das Wachstum der Gesellschaft und Investitionen in das digitale Geschäftsmodell steigt der Bedarf an Finanzmitteln zur Wachstumsfinanzierung sowie für Betriebsmittel für die weitere Transformation des Geschäftsmodells. Die Gesellschaft hat dazu Kreditlinien und Darlehensverträge mit den Hausbanken vereinbart. Wir schätzen die Einzelrisiken aus den oben beschriebenen 6 Risikokategorien als ein jeweils unwahrscheinliches, aber gleichwohl im Falle eines Eintretens als wesentliches Risiko für die Entwicklung der Gesellschaft ein. Gegenwärtig sind keine bezifferbaren Risiken bekannt, welche einzeln oder in ihrer Gesamtheit eine negative Auswirkung auf die Ertragslage haben könnten. Prognosebericht Mit weiter sinkenden Energiekosten und einem damit verbundenen Rückgang der Teuerung in 2024 zeichnet sich eine vorsichtige Belebung im Europäischen Wirtschaftsraum ab. Das sollte mittelfristig den Kostendruck reduzieren, dem sich die Kunden von Proske ausgesetzt sehen und der sich auch auf die Freigabe von Veranstaltungsbudgets auswirkt. Für US-Kunden von Proske bleibt das europäische Preisniveau, vergleichsweise günstig, weshalb die Nachfrage aus USA weiterhin sehr hoch bleibt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die höhere Inflationsrate in den USA weiterhin für eine gute Nachfrage nach Service- und Consultingleistungen von Proske sorgen wird. Aus diesem Grund werden die Investitionen in das Tochterunternehmen Proske Inc. fortgeführt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Net Revenues - also die eigene Leistungserbringung - auch im Geschäftsjahr 2024 weiter ansteigt und ein positives Jahresergebnis erzielt wird. Die Finanzierung der Gesellschaft wird wie in den Vorjahren, aus Kundenanzahlungen, dem laufenden Cash-Flow sowie aus Bankfinanzierungen erfolgen. Nachtragsbericht Nach dem Geschäftsjahresende ist es zu keinen weiteren Geschäftsvorfällen von besonderer Bedeutung gekommen, die eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Rosenheim, den 2. April 2024 Proske GmbH gez. Larissa Steinbäcker, Geschäftsführerin gez. Markus Struppler, Geschäftsführer gez. René Proske, Geschäftsführer gez. Bernhard Proske, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Proske GmbH, Rosenheim1) Allgemeine Angaben Die Proske GmbH hat ihren Sitz in Rosenheim und ist beim Amtsgericht Traunstein im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. HRB 6404 eingetragen. Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften - Der Jahresabschluss wird nach den für alle Kaufleute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. In Euro (EUR) ausgewiesene Anhangsangaben erfolgen teilweise in Tausend Euro (TEUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. (2) Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf niedrigere beizulegende Zeitwerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauern ergeben sich aus den steuerlichen Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung. Im Geschäftsjahr 2023 und den Vorjahren wurden abnutzbare bewegliche, selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu EUR 800 (GWG) entsprechend der steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen werden zum Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte werden bei unfertigen Leistungen zu Einzelkosten zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlages, bei geleisteten Anzahlungen zum Nennwert, oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigen beizulegenden Wert angesetzt. Dem Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden in vollem Umfang abgeschrieben. Forderungen, welche auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Briefkurs am Tag der Entstehung eingebucht und zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Der Veränderung der Kurse am Bilanzstichtag wird durch diese Bewertung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nominalwert angesetzt. Die auf USD lautenden Geschäftsbankkonten sowie eine in fremder Währung geführte Kasse wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Im Jahr 2022 wurde für die sicher ergebende Steuerbelastung aus der Differenz von handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die sich in späteren Geschäftsjahren wieder abbauen, von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern angesetzt. Die aktiven latenten Steuern werden über einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren aufgelöst. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, welche auf fremde Währung lauten, werden mit dem Geldkurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Seite 6) dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Position beinhaltet neben entgeltlich erworbener EDV-Software und Lizenzen, die überwiegend über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben werden, den vollständig abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert, sowie den nicht abschreibungsfähigen Domain-Namen "Proske.com". Außerdem beinhaltet diese Position die Aktivierung der Proske Virtual Venue Plattform, welche linear über 5,5 Jahre abgeschrieben wird. Sachanlagen Dieser Posten beinhaltet Betriebs- und Geschäftsausstattung, welche zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben wird. Die sofort abschreibungsfähigen GWG werden ebenfalls unter den Sachanlagen ausgewiesen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen setzen sich aus der 100% Beteiligung an der Proske Inc., New York, USA, zusammen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 23,2, das Jahresergebnis 2023 TEUR 5,1. (4) Vorräte Diese Position beinhaltet die im Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossenen Projekte als unfertige Leistungen und geleisteten Anzahlungen für zukünftige Projekte. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt, wie im Vorjahr, bei unter einem Jahr. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,02 % Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von EUR 30.000,00 zu bilden. (6) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (7) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 580.000,00. (8) Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie bestehen in Höhe von TEUR 1.814. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ungewisse Abführungen an Kunden, ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen und Rückstellungen für Steuerzahlungen. Abzuzinsende Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Preis- und Kostensteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. (9) Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein KFW-Unternehmerkredit in Höhe von nominal TEUR 1.100 mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2025 enthalten. Die vierteljährliche Rückzahlung in gleichen Teilbeträgen begann mit dem dritten Quartal 2021. Der KFW-Unternehmerkredit ist durch die Verpfändung eines Bankguthabens von mindestens TEUR 110 gesichert. Der Restbetrag des Kredits beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 412. Im Geschäftsjahr 2023 wurde von der KFW ein ERP-Förderkredit in Höhe von TEUR 700 gewährt, um Investitionen in das innovative Geschäftsmodell von Proske zu ermöglichen. Davon waren bis zum 31. Dezember 2023 TEUR 350 ausgezahlt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden für beauftragte Projekte von Kundenseite geleistet. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 336) bis zu einem Jahr und TEUR 762 (Vorjahr: TEUR 413) bis zu 5 Jahren. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (10) Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 170) periodenfremde Erträge. Des Weiteren ist bei den sonstigen betrieblichen Erträgen kein Saldo aus Währungsumrechnungen (Vorjahr: TEUR 36) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 15). Der Steueraufwand des Einkommens und vom Ertrag für das Jahr 2023 beträgt TEUR 183. Die Auftraggeber kommen mit 25% (Vorjahr: 25%) des Umsatzes aus dem Inland. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 381. (12) Anzahl Arbeitnehmer Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 96 Mitarbeiter beschäftigt. Mitarbeiter, die nicht Vollzeit beschäftigt waren, wurden hierbei mit 50% in die Berechnung mit einbezogen.
(13) Mitglieder der Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführende waren im Geschäftsjahr 2023: - Bernhard Proske, (Kaufmann), Rosenheim - René Proske, (Kaufmann), Rosenheim - Markus Struppler, (Dipl. Volkswirt), Gräfelfing - Larissa Steinbäcker, (Kauffrau), St. Julians, Malta Die Bezüge der Geschäftsführenden betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 652. (14) Nachtragsbericht Nach dem Geschäftsjahresende ist es zu keinen weiteren Geschäftsvorfällen von besonderer Bedeutung gekommen die eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Rosenheim, den 2. April 2024 Proske GmbH gez. Larissa Steinbäcker, Geschäftsführerin gez. Markus Struppler, Geschäftsführer gez. René Proske, Geschäftsführer gez. Bernhar Proske, Geschäftsführer Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Proske GmbH, Rosenheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Proske GmbH, Rosenheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Proske GmbH, Rosenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstelllungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. April 2024 Marxer
Salzmann GmbH
gez. Marxer, Wirtschaftsprüfer |
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