Pfizer OFG Germany GmbHLiquidiert

Linkstraße 10, 10785 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 198247
Vorher
Lindentor 374. V V GmbHPF OFG Germany GmbH
Eingetragen
23.7.2018
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Der Im- und Export, der Vertrieb und der Handel von bzw. mit Arzneimitteln aller Art einschließlich der damit zusammenhängenden Rohmaterialien und Halbfabrikate, ferner alle damit zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft wird sich auch auf dem Gebiet der Forschung und Weiterentwicklung der vorgenannten Produkte betätigen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuela Mönnig
seit 17.1.2022
Prokura
Michael Wittmann
seit 8.9.2021
Geschäftsführer
Jozef Belcik
seit 29.3.2021
Geschäftsführer
Diana Sablitzki
seit 4.6.2020
Prokura
Susann Fleischer
seit 4.6.2020
Prokura
René Kristen
seit 2.7.2019
Prokura
Geschäftsführer
Guido Dr. Zibell
seit 14.2.2019
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfizer OFG Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2019 bis zum 30.11.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Pfizer OFG Germany GmbH ist ein Unternehmen der Viatris-Gruppe mit Sitz in Berlin. Oberste Konzerngesellschaft ist die Viatris Inc, USA. Die Pfizer OFG Germany GmbH fungiert innerhalb des Viatris-Konzerns als Vertriebsgesellschaft von Human-Arzneimitteln im deutschen Markt. Das Produktangebot umfasst Arzneimittel, die ihren Patentschutz verloren haben.

Am 16. November 2020 wurde die Gesellschaft von Pfizer in das zusammen mit Mylan gegründete Unternehmen Viatris eingebracht. Für eine Übergangszeit bis zur vollständigen Integration der Gesellschaft in die Strukturen von Viatris erbringt Pfizer weiterhin Dienstleistungen, vor allem in den Bereichen Vertrieb und Kundenbetreuung, damit der operative Geschäftsbetrieb weiterhin gewährleistet werden kann.

Wesentliche Lieferanten der Pfizer OFG Germany GmbH als Vertriebsgesellschaft waren Konzernunternehmen, über die die Produkte für den deutschen Markt bezogen werden.

Mit Vertrag vom 29. November 2018 hatte die Pfizer OFG Germany GmbH, Berlin, einen Teilgeschäftsbereich der Pfizer Pharma PFE GmbH mit Wirkung zum 30. November 2018 erworben. Nutzen und Lasten des Geschäfts gingen am 30. November 2018 auf die Pfizer OFG Germany GmbH über. Für den Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis einschließlich zum 26. Mai 2019 betrieb die Pfizer Pharma PFE GmbH den verkauften Teil des Geschäftsbereichs noch weiterhin im eigenen Namen, jedoch wurde das Ergebnis des übertragenen Geschäftsbereichs der Pfizer OFG Germany GmbH gutgeschrieben, und die Pfizer Pharma PFE GmbH erhielt dafür eine Vergütung in Abhängigkeit vom Umfang des für die Pfizer OFG Germany betriebenen Geschäftsbereichs (Net economic benefit agreement). Daher ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen eingeschränkt.

Die wesentliche Steuerungsgröße der Pfizer OFG Germany GmbH ist der Umsatz.

Forschung und Entwicklung

Die Pfizer OFG Germany GmbH führt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

II. Wirtschaftsbericht

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die anhaltende Corona-Pandemie hat die Wirtschaftsplanung auch für das Jahr 2021 erheblich erschwert. Die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft sind in eine Rezession geraten. Laut der im März 2021 durch das ifo Institut veröffentlichten Konjunkturprognose verschiebt sich die konjunkturelle Erholung Deutschlands, die ursprünglich für das Frühjahr 2021 erwartet wurde, zeitlich im Jahresverlauf nach hinten. Dadurch würde das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 3,7% und in 2022 um 3,2% ansteigen.

Wie das Bundesministerium für Gesundheit im März 2021 veröffentlichte, haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2020 insgesamt ein Defizit von rund 2,65 Mrd. € ausgewiesen. Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen zum 31. Dezember 2020 bei 16,7 Mrd. €. Der Gesundheitsfonds verbuchte 2020 ein Defizit von 3,49 Mrd. €. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds lag zum Stichtag 15. Januar 2021 bei rund 5,9 Mrd. €.

Laut dem Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) haben Pharma-Unternehmen 2020 32 Medikamente mit neuen Wirkstoffen in Deutschland eingeführt. 10 dieser 32 Medikamente sind für Krebspatienten, fünf gegen Entzündungskrankheiten, jeweils vier gegen Blutungskrankheiten, Infektionskrankheiten und Stoffwechselkrankheiten, drei gegen neurologische Krankheiten und jeweils eine gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten und Augenkrankheiten.

Arzneimittel machen derzeit rund 16% der Gesamtkosten für Gesundheit von insgesamt rund 411 Mrd. Euro aus. Die Arzneimittelausgaben entfallen dabei zu 72% auf die gesetzliche Krankenversicherung, gefolgt von Privathaushalten/Organisation (16%), privaten Krankenversicherungen (7%) und sonstigen Ausgabenträgern (5%) (letzter Stand: 2019).

Der vfa rechnet für 2021 mit der Markteinführung von mehr als 30 Medikamenten mit neuem Wirkstoff in Deutschland, wovon insbesondere Impfstoffe und therapeutische Medikamente gegen Covid-19 und verschiedene Krebsarten, aber auch mehrere neue HIV-Medikamente und Antibiotika erwartet werden.

Im Jahr 2020 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) laut dem Marktforschungsinstitut IQVIA um 6,7%. Der Absatz hingegen stagnierte.

Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Die Pfizer OFG Germany GmbH beliefert im Wesentlichen zwei Kundengruppen. Hauptkunde ist der pharmazeutische Großhandel, der wiederum Apotheken beliefert. Daneben stehen die Krankenhäuser und klinikversorgenden Apotheken.

Die Umsatzerlöse der Pfizer OFG Germany GmbH lagen, insbesondere aufgrund des erstmaligen Ausweises des Gesamtumsatzes im abgelaufenen Jahr, um 16,8 Mio. € über dem im Vorjahr erzielten Niveau.

Die Umsätze aus Produktverkäufen sind im Geschäftsjahr 2019/20 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Mio. € (73%) gestiegen. Unter Berücksichtigung der im Vorjahr noch durch die Pfizer Pharma PFE GmbH vertriebenen Produkte sanken die Produktumsätze aber um knapp 9,9 Mio. € (-18%). Dies resultiert vor allem aus Umsatzrückgängen bei den Produkten Revatio, Lipitor, Xalatan sowie Latanoprost aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks durch die Einführung von konkurrierenden generischen Präparaten und den damit verbundenen Preissenkungen durch Rabattverträge und Festbetragsanpassungen. Zudem hat der durch die Covid-19-Pandemie resultierende eingeschränkte Zugang zu niedergelassenen Ärzten und Apotheken sowie Lieferschwierigkeiten beim Produkt Lipitor negativen Einfluss auf den Umsatzverlauf genommen. Die sonstigen Umsätze aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen sanken um 1,0 Mio. €.

Der Materialaufwand stieg insgesamt um 13,8 Mio. € auf 36,6 Mio. €. Der prozentuale Anstieg des Materialaufwandes entsprach im Wesentlichen dem prozentualen Anstieg der Umsatzerlöse. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen für die Erbringung von konzerninternen Dienstleistungen liegen auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 0,2 Mio. € (i.Vj. 0,2 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus Rückstellungsauflösungen.

Der Anstieg des Personalaufwands um 1,3 Mio. € auf 2,2 Mio. € basiert zum einen auf der Tatsache, dass die Gesellschaft erst seit Juni 2019 eigene Mitarbeiter hat. Zum anderen ist auch die Anzahl der Mitarbeiter gestiegen.

Die Abschreibungen sanken aufgrund der Erhöhung der Nutzungsdauer des Firmenwerts von 10 auf 15 Jahre um 1,0 Mio. € auf 2,5 Mio. €.

Die Zinserträge betragen 20,3 T€ (i.Vj. 0 T€). Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Negativzinsen aus dem Cash-Pooling und stiegen um 161,1 T€ auf 174,3 T€.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem Jahresüberschuss von 0,2 Mio. € abgeschlossen und lag damit um 1,5 Mio. € über dem Vorjahresergebnis, vor allem aufgrund niedrigerer Abschreibungen.

Die Geschäftsleitung sieht vor dem Hintergrund der beschriebenen Ergebnisse die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2019/20 als im Wesentlichen planmäßig an.

Finanzlage

Die Pfizer OFG Germany GmbH ist in die Finanzierung des Viatris-Konzerns eingebunden. Diese erfolgt im Rahmen des europaweiten Cash-Managements. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch eigene Einnahmen gesichert, ergänzend verfügt die Gesellschaft über eine Cash Poolvereinbarung.

Die Forderungen aus dem Cash-Pool-Konto gegen die Upjohn Netherlands B.V. betrugen am 30. November 2020 46,6 Mio. Euro (30. November 2019 20,2 Mio. Euro). Der Anstieg ist insbesondere auf den operativen Cash Flow zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden die Cash-Pool-Konten mit einem Zinssatz von 0,1% bis minus 0,5% verzinst.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag am 30. November 2020 mit 97,3 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (79,2 Mio. €).

Das Anlagevermögen der Pfizer OFG Germany GmbH sank um 2,5 Mio. € auf 30,8 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung des Geschäftsjahres, insbesondere des Firmenwerts.

Das Umlaufvermögen der Pfizer OFG Germany GmbH stieg insgesamt um 20,6 Mio. € auf 66,6 Mio. €. Dies basiert hauptsächlich aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+19,7 Mio. €) im Wesentlichen aufgrund von höheren Forderungen aus dem Cash-Pooling. Der Vorratsbestand stieg stichtagsbedingt leicht um 1,4 Mio. € auf 15,9 Mio. €. Ebenfalls stiegen die sonstigen Vermögensgegenstände leicht um 0,2 Mio. € auf 0,8 Mio. €. Leicht gegenläufig wirkt der stichtagsbedingte Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,6 Mio. € auf 2,7 Mio. €.

Der Anstieg des Eigenkapitals um 0,2 Mio. € resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen sanken um 0,9 Mio. € auf 12,7 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen gingen um 1,0 Mio. € auf 11,4 Mio. € zurück. Der Rückgang betraf insbesondere die Rückstellungen für Rabatte. Die Rückstellungen für Pensionen stiegen zinsbedingt um 0,2 Mio. € auf 1,2 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um 18,8 Mio. € auf 26,3 Mio. €, was hauptsächlich aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert (+17,4 Mio. €). Hier wirken Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen (+10,8 Mio. €) sowie höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich (+6,8 Mio. €). Des Weiteren stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 1,4 Mio.€ auf 1,8 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen auf Vorjahresniveau.

Die Vermögens- und Finanzlage schätzt die Geschäftsführung insbesondere durch die Einbindung in das europaweite Cash-Management des Konzerns als gut ein.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl der Pfizer OFG Germany GmbH im Geschäftsjahr 2019/20 stellt sich wie folgt dar:

1.12.2019 Zugänge Abgänge 30.11.2020
Anzahl der Beschäftigten 15 2 0 17

Die Vergütungsstrukturen sind im Wesentlichen abhängig von den Tätigkeiten. Durch den Ziel- und Leistungsbeurteilungsprozess hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, neben einem Grundgehalt eine zusätzliche variable Bonuszahlung zu erhalten.

Die Gesellschaft ist Mitglied im Arbeitgeberverband Chemie. Es gilt der Manteltarifvertrag Chemie. Die Tarifvertragsparteien haben sich in der Bundestarifrunde 2019 auf ein langfristiges Tarifpaket verständigt. Dieses beinhaltet u. a. eine Einmalzahlung für das erste Halbjahr 2020, Tariferhöhungen von 1,5% ab Juli 2020 und 1,3% ab Juli 2021 und weitere Komponenten wie Zukunftsbetrag sowie tariflichen Schutz für den Pflegefall.

III. Risiko- und Chancenbericht

Die Pfizer OFG Germany GmbH ist in das einheitliche Risikomanagement der Viatris-Gruppe eingebunden. Das frühzeitige Erkennen von Schlüsselrisiken wird durch entsprechende Managementsysteme abgedeckt. Hierbei werden die Veränderungen abgefragt, analysiert und ggf. Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Bewältigung eingeleitet. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind die Prozesse Geschäftsplanung, Berichtswesen/Interne Kommunikation/Erfahrungsrückfluss und Systemüberwachung/Audit/Management-Review. Somit werden Chancen und Risiken laufend überwacht.

Die Erkenntnisse aus internen und externen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung des Risikomanagementsystems Berücksichtigung. Potenziellen Risiken aus gesetzlichen und sonstigen Vorgaben wird dadurch Rechnung getragen, dass sich die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch interne und externe Fachleute stützen.

Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, wurden ‒ soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Ein Marktrisiko wird von der hohen Wettbewerbsintensität im Generikamarkt sowie weiteren Preissenkungen durch Festbetragsanpassungen ausgehen, was zu Umsatzrückgängen führen kann.

Für das Deutschlandgeschäft sind vorrangig zusätzliche gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen. Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen hat sich durch die Einführung der Ausschreibungen für Arzneimittel zu Lasten der Generika-Anbieter verbessert. Zukünftige gesetzgeberische Eingriffe mit dem Ziel, dem anhaltenden Kostendruck im Gesundheitswesen mit weiteren Maßnahmen zu Lasten der Arzneimittel-Anbieter zu begegnen, können dennoch nicht ausgeschlossen werden, besonders vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie, die die Krankenkassen mit zusätzlichen hohen Kosten belastet. Eine weitere Senkung der Festbeträge und damit der Listenpreise für Generika kann durchaus eine Folge davon sein.

Chancen für Umsatzwachstum sehen wir insbesondere bei Tender- und Rabattverträgen mit Krankenkassen, insbesondere bei Latanoprost.

Während der Corona Pandemie wurde im April 2020 die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung 1 verabschiedet. Die Verordnung sieht unter anderem Änderungen bei der Arzneimittelabgabe in den Apotheken vor: So dürfen Apotheker jetzt in Fällen, in denen das nach den gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben abzugebende Arzneimittel in der Apotheke nicht vorrätig ist, ein anderes wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben. Ist kein wirkstoffgleiches Arzneimittel in der Apotheke vorhanden und das eigentlich abzugebende Arzneimittel auch nicht lieferbar, darf ein anderes lieferbares, wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben werden. Dadurch sollen vorhandene Bestände aufgebraucht, Lieferengpässe vermieden und die Arzneimittelversorgung sichergestellt werden. Die neue Regelung setzt darüber hinaus die bestehenden Arzneimittelrabattverträge mit den Krankenkassen faktisch aus, was zu einer Verminderung der zu zahlenden Herstellerrabatte führen kann und einer Mehrbelastung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

1 Vgl hierzu https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/sars-cov-2-arzneimittelversorgungs-vo.html

Diese Risiken und Chancen haben eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der Umsätze der Gesellschaft.

Aufgrund der Einbindung der Pfizer OFG Germany GmbH in das Verrechnungspreissystem des weltweiten Viatris-Konzerns sehen wir keine weiteren wesentlichen Einzelrisiken.

Viatris überwacht weiterhin alle Entwicklungen der COVID-19-Pandemie. Trotz sorgfältiger Überwachung und Planung kann aufgrund der Unsicherheit von zukünftigen Entwicklungen keine genaue Aussage getroffen werden über die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft und die Ergebnisse. Kurzfristige Auswirkungen sind nicht erkennbar.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2020/2021 gehen wir nach heutigem Kenntnisstand auf Basis der aktuellen Prognose von einem leichten Rückgang des Umsatzes der Gesellschaft aus, hauptsächlich getrieben durch den hohen Wettbewerb durch Generika im patentfreien Arzneimittelmarkt. Durch einen effizienten Einsatz und die bestmögliche Ausnutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie ein permanentes Kostenbewusstsein gehen wir von einem positiven Geschäftsverlauf im kommenden Jahr aus.

 

Berlin, 17. September 2021

Pfizer OFG Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 30. November 2020

Aktiva

Anhang Ziffer 30.11.2020 30.11.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.755.700,00 3.079.900.00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.919.337,19 30.675.037,19 30.066.978,51 33.146.878,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.687,42 79.566,11
30.757.724,61 33.226.444,62
B. Umlaufvermögen (2)
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 16.887,76 28.628,78
2. Waren 15.866.226,77 15.883.114,53 14.465.491,13 14.494.119,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.729.014,53 3.361.685,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2.1) 46.798.071,63 27.118.403,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände (2.2) 763.418,21 50.290.504,37 588.355,01 31.068.444,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 392.748,31 441.170,37
66.566.367,21 46.003.734,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.295,25 8.109,56
97.343.387,07 79.238.289,02

Passiva

Anhang Ziffer 30.11.2020 30.11.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital (3)
I. Gezeichnetes Kapital (3.1) 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage (3.2) 59.511.437,75 59.511.437,75
III. Bilanzverlust -1.140.429,47 -1.329.993,22
58.396.008,28 58.206.444,53
B. Rückstellungen (4)
1. Rückstellungen für Pensionen (4.1) 1.226.833,00 1.065.566,00
2. Sonstige Rückstellungen (4.2) 11.435.633,72 12.454.034,01
12.662.466,72 13.519.600,01
C. Verbindlichkeiten (5)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5.1) 1.777.518,86 356.785,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (5.2) 24.297.295,53 6.908.355,21
3. Sonstige Verbindlichkeiten (5.3) 210.097,68 247.103,36
26.284.912,07 7.512.244,48
97.343.387,07 79.238.289,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020

Anhang Ziffer 1.12.2019 - 30.11.2020 1.12.2018 - 30.11.2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse (6) 46.270.259,09 29.444.019,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 180.501,81 209,596,84
3. Materialaufwand (7) -36.550.872,38 -22.768.384,47
4. Personalaufwand (8) -2.218.336,47 -926.531,99
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.506.444,00 -3.518.335,70
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) -4.692.885,99 -3.756.389,57
7. Zinsen und ähnliche Erträge 20.337,41 0,00
8. Aufwand aus Negativverzinsung (10) -144.846,22 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (10) -29.408,34 -13.116,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -137.890,16 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 190.414,75 -1.329.142,22
12. Sonstige Steuern -851,00 -851,00
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 189.563,75 -1.329.993,22
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.329.993,22 0,00
15. Bilanzverlust -1.140.429,47 -1.329.993,22

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. November 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Pfizer OFG Germany GmbH betreibt seit Aufnahme ihres operativen Geschäfts im Jahre 2019 das Deutschlandgeschäft mit primär patentfreien Produkten und Generika in verschiedenen Indikationsgebieten; darunter sind weltweit bekannte Marken von Pfizer wie Lipitor, Lyrica, Norvasc, Celebrex und Viagra zu finden. Am 16. November 2020 wurde die Gesellschaft von Pfizer in das zusammen mit Mylan gegründete Unternehmen Viatris eingebracht. Für eine Übergangszeit bis zur vollständigen Integration der Pfizer OFG Germany GmbH in Viatris erbringt Pfizer weiterhin Transition Services, vor allem in den Bereichen Vertrieb und Kundenbetreuung, damit der operative Geschäftsbetrieb weiterhin gewährleistet werden kann.

B. Registerinformation

Die Pfizer OFG Germany GmbH hat ihren Geschäftssitz in der Linkstraße 10 in 10785 Berlin, Deutschland, und ist im Handelsregister von Berlin-Charlottenburg unter HRB 198247 B eingetragen. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12. Juli 2018 errichtet und am 23. Juli 2018 in das Handelsregister eingetragen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Für den im Rahmen des Erwerbs des Geschäfts für den Vertrieb von Arzneimitteln angesetzten Firmenwert wird ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 auf Basis der erwartungsgemäßen Geschäftsentwicklung die Nutzungsdauer auf 15 Jahre erhöht, während im Vorjahr die planmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen wurden, da die voraussichtliche Nutzungsdauer noch nicht verlässlich geschätzt werden konnte.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer, die nicht wesentlich von den steuerlichen Afa-Tabellen abweicht. Abnutzbare, bewegliche und selbstständig nutz- und bewertbare Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden innerhalb eines jahresbezogenen Sammelpostens geführt und unabhängig vom Zeitpunkt des Zugangs oder eines Abgangs über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Der Abgang erfolgt am Ende des Geschäftsjahres, in dem der Sammelposten vollständig abgeschrieben ist. Bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00 erfolgt die sofortige aufwandswirksame Verbuchung.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Für nicht gängige bzw. nicht mehr verlustfrei zu verwertende Vorräte werden Bewertungsabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auf Pauschalwertberichtigungen wird verzichtet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Vom Ansatzwahlrecht aktiver latenter Steuern aus abweichenden Wertansätzen beim Firmenwert und aus Pensionsrückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30 % zugrunde.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,50 % bei den Entgelten und von 1,0 % bzw. 1,5 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 30. November 2020 beträgt 2,34 % (i.Vj. 2,75 %). Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, unter Anwendung der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bezogen auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs. Soweit die Posten eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, wird das Anschaffungs- und Realisationsprinzip beachtet.

Zur Absicherung von Risiken aus Währungskursänderungen werden durch ein verbundenes Unternehmen in der Pfizer Gruppe (bis zum 16. November 2020) für dessen Rechnung Devisenterminkontrakte mit einer regelmäßigen Laufzeit von vier Wochen abgeschlossen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020 zeigt der Anlagen-spiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Umlaufvermögen

2.1 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten TEUR 46.622 (i.Vj. TEUR 20.213) Forderungen aus dem Cash-Pool-Konto der Viatris Gruppe (im Vorjahr Pfizer Gruppe) und TEUR 176 (i.Vj. TEUR 6.777) sonstige Forderungen.

2.2 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern.

3. Eigenkapital

Mit Vertrag vom 28. Mai 2019 verkaufte die ehemalige Gesellschafterin Pfizer Deutschland GmbH, Berlin, 100% ihrer Anteile an der Pfizer OFG Germany GmbH, Berlin, an die Upjohn Europe Holdings B.V., Niederlande, die damit 100% der Anteile an der Gesellschaft hält.

Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag der Abzinsung nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 183 (i.Vj. TEUR 175) ist ausschüttungsgesperrt.

4. Rückstellungen

4.1. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung beträgt TEUR 1.227 (i.Vj. TEUR 1.066) und entspricht der gesamten Pensionsverpflichtung. Deckungsvermögen besteht nicht und wurde demzufolge nicht verrechnet.

4.2. Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden Rückstellungen für zu gewährende Kundenboni und Rabatte sowie Herstellerrabatte von TEUR 10.715 (i.Vj. TEUR 11.856), Skontoabzüge TEUR 41 (i.Vj. TEUR 48), Mitarbeiterboni TEUR 218 (i.Vj. TEUR 198), Resturlaubsansprüche TEUR 101 (i.Vj. TEUR 38), sonstige Personalkosten TEUR 19 (i.Vj. TEUR 16), Kundenretouren TEUR 102 (i.Vj. TEUR 110) sowie ausstehende Rechnungen TEUR 232 (i.Vj. TEUR 183) und sonstige TEUR 8 (i. Vj. TEUR 6) ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

5.1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

5.2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 13.541 (i.Vj. TEUR 6.773) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 10.756 (i.Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Darlehen enthalten.

5.3. Sonstige Verbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft mit TEUR 74 (i.Vj. TEUR 55) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Bestellaufträge in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 5).

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für den Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis einschließlich zum 26. Mai 2019 betrieb die Pfizer Pharma PFE GmbH den Geschäftsbereich der Pfizer OFG Germany GmbH im eigenen Namen, jedoch wurde das Ergebnis der Pfizer OFG Germany GmbH gutgeschrieben und war in den sonstigen Erlösen enthalten. Die Pfizer Pharma PFE GmbH erhielt dafür eine Vergütung in Abhängigkeit vom Umfang des für die Pfizer OFG Germany betriebenen Geschäftsbereichs, welche im sonstigen betrieblichen Aufwand enhalten war (Net economic benefit agreement).

Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist daher eingeschränkt.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2019/2020 2018/2019
TEUR TEUR
Produktumsätze Inland 45.072 26.110
Umsätze Ausland 0 1.134
Sonstige Erlöse 1.198 2.200
46.270 29.444

Alle Produktumsätze entfielen auf Human-Arzneimittel.

7. Materialaufwand

Es handelt sich hierbei um Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 36.468 (i.Vj. TEUR 22.731) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 83 (i. Vj. TEUR 38).

8. Personalaufwand

2019/2020 2018/2019
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 1.800 720
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 418 207
davon für Altersversorgung TEUR 193 (i.Vj. TEUR 122)
2.218 927

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält insbesondere Aufwendungen für Marketing, Miete, Reise, Transport sowie Vergütungen für Dienstleistungen durch Pfizer Gesellschaften.

10. Zinserträge und -aufwendungen

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 20 (i. Vj. TEUR 0) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Als Zinsaufwand des Berichtsjahres erfasst sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von TEUR 29 (i.Vj. TEUR 13). Die Aufwendungen aus Negativverzinsung betreffen verbundene Unternehmen.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält Aufwendungen für Körperschaftsteuer von TEUR 138 für das Berichtsjahr.

G. Sonstige Angaben

12. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Dr. Henning Borwieck, Managing Director

Nach dem Geschäftsjahresende 2020 berufene Geschäftsführer:

 

Jozef Belcik, Head of Central and Eastern Europe Commercial, eingetragen am 29.03.2021

 

Philipp Pohoralek, Head of Finance Germany, eingetragen am 03.03.2021, abberufen zum 31.08.2021.

 

Michael Wittmann, Finance Director Germany, eingetragen am 09.09.2021

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielt, wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

13. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren im Jahresdurchschnitt 16 Angestellte (i.Vj. 14), davon 9 weibliche und 7 männliche Angestellte beschäftigt.

14. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2019/2020 betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 44 (i.Vj. 29). Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

15. Nachtragsbericht

Wir erwarten aufgrund der Covid 19 Epidemie gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und damit auch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung der im vorliegenden Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände oder nachhaltige Änderungen der Finanz- und Ertragslage.

16. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Viatris Inc., Delaware/USA. Die Viatris Inc. erstellt einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die übersetzte Fassung wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar.

 

Berlin, den 17. September 2021

Pfizer OFG Germany GmbH, Berlin

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020

Anschaffungskosten
1.12.2019 Zugänge Abgänge 30.11.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.242.000,00 0,00 0,00 3.242.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.407.753,90 0,00 0,00 33.407.753,90
36.649.753,90 0,00 0,00 36.649.753,90
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.592,61 44.376,18 -77.465,51 132.503,28
165.592,61 44.376,18 -77.465,51 132.503,28
36.815.346,51 44.376,18 -77.465,51 36.782.257,18
Kumulierte Abschreibungen
1.12.2019 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 30.11.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 162.100,00 324.200,00 0,00 486.300,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.340.775,39 2.147.641,32 0,00 5.488.416,71
3.502.875,39 2.471.841,32 0,00 5.974.716.71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.026,50 34.602,68 -70.813,32 49.815,86
86.026,50 34.602,68 -70.813,32 49.815,86
3.588.901,89 2.506.444,00 -70.813,32 6.024.532,57
Buchwerte
30.11.2020 30.11.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.755.700,00 3.079.900,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.919.337,19 30.066.978,51
30.675.037,19 33.146.878,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.687,42 79.566,11
82.687,42 79.566,11
30.757.724,61 33.226.444,62

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfizer OFG Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfizer OFG Germany GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfizer OFG Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2019 bis zum 30. November 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 5. Oktober 2021

Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer

Lommatzsch, Wirtschaftsprüfer

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