Carcoustics Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Johannsen seit 10.11.2021 | Geschäftsführer |
Markus Horn seit 17.6.2011 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Carcoustics International GmbHLeverkusenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns Geschäftstätigkeit und Organisation Die Carcoustics-Gruppe ist ein internationaler, mittelständischer Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Leverkusen und insgesamt 23 Standorten in Europa, Amerika und Asien. Die Gruppe produziert akustisch, schwingungstechnisch und thermisch wirksame Bauteile für die Automobil- und Nutzfahrzeuge-Industrie. Forschung und Entwicklung Die Carcoustics-Gruppe etabliert ihre Entwicklungszentren an ihren Vertriebs- und Fertigungszentren und in ihren wichtigsten Märkten. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund EUR 16,1 Mio. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung betreffen die Entwicklung neuer Produkte und Systemlösungen sowie Modifikationen bzw. Weiterentwicklungen von vorhandenen Produkten. Carcoustics verfügt über Entwicklungszentren in Europa (2), Asien (1) und Amerika (1), global geführt in der Abteilung "Innovation & Product Technologies". Die regionalen IPT-Center liefern Beiträge zur Auftragsakquise und unterstützen sowie steuern Innovationsprojekte der Customer Product Segments. Die Prozessentwicklung wird in der globalen Abteilung "Process Engineering" gesteuert. Beschaffung Der bedarfsgerechte Einsatz von Rohstoffen ist im Carcoustics-Geschäftsmodell weiterhin ein wichtiges Element; einerseits zur Beeinflussung der Kostensituation, andererseits zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Carcoustics-Produkte. In 2021 lag der Schwerpunkt des Einkaufs durch die Halbleiterkrise sowie COVID-19 darauf, Versorgungsengpässe, Preiserhöhungen sowie Insolvenzen auf der Zulieferseite zu steuern, sodass für Carcoustics daraus keine vermeidbaren Lieferengpässe und wirtschaftliche Schäden entstanden sind. Darüber hinaus wurde durch die Generierung von Ergebnisbeiträgen und der optimierten Einsteuerung der Lieferanten in die Produktentwicklungs- und Serienprozesse Preiserhöhungen von Lieferanten entgegen gewirkt. Konzernsteuerung Die Steuerung des Konzerns erfolgte im Wesentlichen über die Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA (definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) und Net Profit (Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen). Diese Kennzahlen werden auf Monatsbasis geplant, berichtet und analysiert. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß IHS Markit wurden im Jahr 2021 in Europa insgesamt 15,7 Mio. Pkw produziert. Damit lag die Anzahl der produzierten PKW 5,4 % unter dem Vorjahresniveau. Die Märkte entwickelten sich dabei innerhalb von Europa unterschiedlich. In Nordamerika wurden gemäß IHS Markit im gesamten Jahr 2021 knapp 13,0 Mio. Fahrzeuge produziert. Dies entspricht einem Produktionsrückgang von 0,6 % im Vergleich zu 2020. Auch hier lieferten die fehlenden Halbleiter den Hauptgrund für den Produktionsrückgang. In China stieg das Volumen der PKW-Produktion um 1,5 % auf 23,9 Mio. Neufahrzeuge. China weist damit den einzigen prozentualen Anstieg aller Weltregionen hinsichtlich der Anzahl an produzierten Fahrzeugen auf. Die Begründung dafür liegt in der relativ schnellen Erholung der gesamten chinesischen Wirtschaft durch das strikte Management der Corona Pandemie und einer dementsprechenden Erholung des Konsums nach den harten Lockdowns zu Beginn des letzten Jahres. Insgesamt ging gemäß IHS Markit die globale Produktion von Fahrzeugen etwas voran. Es gab einen geringen Anstieg der weltweiten Produktion um 1,22 % auf 75,5 Mio. Fahrzeuge. Dennoch ist dieser Anstieg extrem gering, wenn in Betracht gezogen wird, dass im Jahr 2020 die Produktionen der Automobilhersteller auf Grund von harten Lockdowns ca. zwei Monate geschlossen waren. Dies zeigt, wie stark die negativen Effekte der Knappheit von Halbleitern und anderen wichtigen Teilen für die Produktion von Automobilen waren. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Jahresumsatz von EUR 316,2 Mio. abgeschlossen, der mit 10,6 % deutlich über dem Vorjahr (EUR 286,0 Mio.) liegt. Dieses Wachstum liegt zwar insbesondere wegen der Verknappung von Halbleitern für die Herstellung von Personenkraftwagen unterhalb der Prognoseerwartung, muss aber mit dem insgesamt stagnierenden Weltmarkt und sogar rückläufigen europäischen Markt verglichen werden. Wesentliche Ursachen für die bessere Umsatzent wicklung von Carcoustics sind die starke Positionierung bei Premiummarken und der steigende Anteil der Umsätze von Carcoustics außerhalb Europas. So stieg der Umsatzanteil der deutschen Premiumhersteller BMW, Daimler, Audi und Porsche weiterhin auf 63% (Vorjahr 62%) an. Während regional sich der Umsatzanteil für Nordamerika auf 33% (Vorjahr 30%) und für China auf 8% (Vorjahr 7%) erhöhte, verzeichnete der Umsatzanteil für Europa entsprechend einen Rückgang auf 59% (Vorjahr 63%). Das EBITDA des Geschäftsjahres 2021 weist ein im Vergleich zum Umsatzanstieg überproportionales Wachstum um EUR 7,3 Mio. auf EUR 15,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf und bestätigt damit die Prognoseerwartung für eine Ertragsverbesserung gegenüber Vorjahr. Im Vorjahr war noch eine außergewöhnliche Belastung von EUR 3,5 Mio. aus der Umstellung der Rechnungslegung für Amortisationsforderungen enthalten. Das Berichtsjahr wurde mit einem Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 2,6 Mio. abgeschlossen und liegt damit um EUR 10,0 Mio. über dem Vorjahr und bestätigt die Prognoseerwartung für eine Ertragsverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Im Konzern waren im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 2.109 Mitarbeiter beschäftigt, was einen Abbau von 75 Mitarbeitern verglichen mit der Anzahl von 2.184 Mitarbeitern im Jahr 2020 bedeutet. Insgesamt beurteilt Carcoustics die Geschäftsentwicklung bedingt durch die Auswirkungen von COVID-19 und der Halbleiterknappheit als ungünstig, wenngleich Carcoustics die Umsätze verglichen zum Markt überproportional steigern konnte und das Geschäftsjahr wieder mit einem positiven Konzernergebnis abschließen konnte. Ertragslage Die Ertragslage in 2021 erholte sich leicht gegenüber dem Vorjahr, welches durch die COVID-19-bedingten Volumenrückgänge wesentlich geprägt war. So stiegen die Umsätze der Fertigerzeugnisse um EUR 23,4 Mio. auf EUR 270,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse an Werkzeugen konnten im Jahr 2021 um EUR 4,7 Mio. auf EUR 32,1 Mio. gesteigert werden. Mit dem Umsatzanstieg konnte der Gross Profit (definiert als Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, sonstigen betrieblichen Erträge und Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) um EUR 11,2 Mio. auf EUR 165,0 Mio. gesteigert werden. Allerdings ist die daraus abgeleitete Marge unter anderem durch gestiegene Materialpreise für Fertigerzeugnisse und höhere Materialanteile bei Werkzeugen niedriger ausgefallen und reduzierte sich um 1,8 %-Punkte auf 52,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,8 Mio., was insbesondere durch das Auslaufen staatlicher Hilfen wie Kurzarbeitergeld sowie die Etablierung neuer Gruppenfunktionen aus der neuen Organisation begründet ist. Bereinigt um außergewöhnliche Belastungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. im Vorjahr, steigen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den direkten Aufwendungen mit dem Umsatz (EUR 2,0 Mio.), wohingegen die indirekten Aufwendungen ohne Währungsverluste geringfügig um TEUR 0,3 Mio. gestiegen sind. Insgesamt konnte mit dem Umsatzanstieg und dem Wegfall von außergewöhnlichen Belastungen der Net Profit um EUR 10,0 Mio. auf EUR 2,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von EUR 179,6 Mio. um EUR 14,0 Mio. auf EUR 193,6 Mio. erhöht, was einer Zunahme um 7,8 % entspricht. Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite weitestgehend auf die Zunahme der Vorräte um EUR 5,2 Mio. zurückzuführen, die vor allem in der Rücknahme eines Konsignationslagers begründet ist. Das Working Capital, definiert als Vorratsbestand und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte vermindert um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, hat sich insbesondere durch die erläuterte Zunahme der Vorräte um EUR 4,0 Mio. auf EUR 53,2 Mio. erhöht. Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 6,2 Mio. auf EUR 47,1 Mio. In dem Anstieg wirken der Jahresüberschuss mit EUR 2,6 Mio. und Wechselkurseffekte aus der Umrechnung mit EUR 3,7 Mio. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 24,3 % (Vorjahr 22,7 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich von EUR 40,4 Mio. um EUR 10,6 Mio. auf EUR 51,0 Mio. Dem stand ein Aufbau liquider Mittel von EUR 1,1 Mio. gegenüber. Die Nettoverschuldung hat sich damit um EUR 9,5 Mio. auf EUR 43,0 Mio. erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen ein Darlehen von EUR 37,6 Mio. Dieses hat sich durch Kapitalisierung der darauf anfallenden Zinsen um EUR 1,1 Mio. in 2021 erhöht. Wie im Anhang beschrieben, hat der Gesellschafter einen umfassenden Rangrücktritt auf dieses Darlehen erklärt. Unter Berücksichtigung dieses Rangrücktritts beläuft sich das wirtschaftliche Eigenkapital (bestehend aus dem bilanziellem Eigenkapital und den mit Rangrücktritt versehenen Gesellschafterforderungen) auf EUR 84,7 Mio., was einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 43,8 % (im Vorjahr 43,1 %) entspricht. Die in der Kapitalflussrechnung gezeigten Cash Earnings konnten im Einklang mit der verbesserten Ertragssituation um EUR 7,4 Mio. auf EUR 14,3 Mio. gesteigert werden. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt hingegen mit EUR 2,4 Mio. niedriger. Das liegt insbesondere an dem bereits erläuterten Aufbau des Working Capitals im Geschäftsjahr (im Vorjahr gab es ein Abbau). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit liegt mit EUR 11,1 Mio. annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 11,6 Mio. im Vorjahr). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Raten- und Schlusstilgungen aus Darlehen in Höhe EUR 7,9 Mio. Dem standen Zuflüsse aus Finanzkrediten von EUR 18,3 Mio. gegenüber. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen wirkten sich mit EUR 1,1 Mio. positiv auf den Finanzmittelfonds aus. In Summe führte dies zu einem Aufbau des Finanzmittelfonds um EUR 1,1 Mio. auf EUR 8,0 Mio. zum Jahresende. Zum gleichen Zeitpunkt standen Carcoustics nicht gezogene Betriebsmittellinien von EUR 26,0 Mio. (im Vorjahr EUR 44,7 Mio.) zur Verfügung. III. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Das Carcoustics-Risikomanagement hat sich in den Führungsstrukturen der Unternehmensgruppe etabliert. Wesentliche Risiken werden erfasst, bewertet und notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen. Auf Werksebene und in den Geschäftsbereichen werden die Risiken beschrieben, analysiert, bewertet und bearbeitet. Der Beirat wird regelmäßig über die Chancen und Risiken informiert. Carcoustics begegnet seinen Risiken unter anderem durch ein Programm zur Kostenreduzierung in diversen Bereichen. Einkauf Es besteht das Risiko, dass ein Bruch in der Lieferkette durch Lieferanten verursacht wird. Aspekte wie Kapazitätsengpässe, fehlende Alternativen, Qualitätsmängel oder Insolvenzen der Lieferanten können zu einem Mangel an Produktionsmaterial führen, der wiederum zu einem Ausfall in der Lieferung an die Kunden führen kann. Carcoustics steuert dieses Risiko vor und während der Zusammenarbeit durch die Bewertung der Lieferanten unter verschiedenen Gesichtspunkten. Insbesondere in der COVID-19 Krise wurde ein erweitertes Financial Screening aufgebaut, um im Vorfeld drohende Insolvenzen besser zu bewerten. Hierbei wird basierend auf der systemseitigen Ermittlung der Lieferperformance das Eskalationsmodell ausgerollt, welches dann in verschiedenen Ebenen zu konkreten Maßnahmen und Ableitungen führt. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als moderat. Ein weiteres Risiko sind aktuell die steigenden Rohstoffkosten für Chemikalien. Auch hier analysiert Carcoustics die konkrete Liefersituation und qualifiziert alternative Lieferanten, um flexibel auf steigende Preise reagieren und diesen durch Saving-Maßnahmen entgegen zu wirken zu können. Außerdem wurde ein Material Price Increase Board eingeführt, das monatlich tagt und insbesondere eine Synchronisierung des Vertriebs mit dem Einkauf sicherstellt, um Preiserhöhungen auf der Materialseite direkt an die Kunden weiterzugeben. Insgesamt beurteilt Carcoustics das Risiko im Einkauf als moderat. Im Bereich Einkauf / Lieferanten sehen wir aktuell keine Einschränkungen aus dem Ukraine-Russland Konflikt, da wir in den Lieferantenthemen aus Ukraine alternative Lieferanten auf dem Weltmarkt sehen. Lediglich im Bereich der Energiekosten sehen wir eine Steigerung der Preise in Europa, aber keine Versorgungsengpässe, da unsere Produktion im Wesentlichen nicht mit Gas betrieben wird. Im Bereich der Alu-Lieferungen erwarten wir eine Verknappung auf dem Weltmarkt durch ggf. Handelsembargo-Sanktionen für Alu-Materialien aus Russland. Dieses kann zu höheren Preisen führen. Insgesamt schätzen wir das Risiko aus der Krise jedoch als moderat ein und verweisen auf unsere Ausführungen im Abschnitt Produktion. Produktion Bei Carcoustics kommen sechs verschiedene Fertigungstechnologien zum Einsatz: Thermoformen, Aluminiumformen, Polyurethanschäumen, Stanzen, Vakuumformen und Blasformen. Es besteht das Risiko, die bestehenden Lieferverpflichtungen aufgrund einer Produktionsunterbrechung nicht erfüllen zu können. Dies kann durch die derzeitige Covid-19-Problematik oder durch den Ausfall von Maschinen oder Werkzeugen verursacht werden. Im Fall von Kapazitätsengpässen ist es aufgrund der globalen Produktionsstruktur in vielen Fällen möglich die Produktion auf andere Werke zu verlagern. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als hoch. Diesem Risiko tritt Carcoustics insbesondere durch die COVID-19-Taskforce sowie den entsprechenden lokalen Präventionsmaßnahmen (z.B. Pandemieplan) gegenüber, um frühzeitig Risiken zu erkennen und abzuwenden. Wir haben keine eigenen Fertigungsstandorte in der Ukraine oder Russland. Unsere OEM-Kunden beziehen jedoch von anderen Zulieferern Komponenten aus der Ukraine. Diese Lieferungen sind aktuell eingestellt. Dieses führt zu temporären Produktionsschließungen und Mengenabrufreduzierungen einiger unserer Kunden für bestimmte Fahrzeugmodelle an bestimmten Fertigungsstandorten. Des Weiteren kann Rohstoffknappheit aufgrund des Konfliktes auch in der Zukunft Produktionsausfälle bei Automobilherstellern verursachen, die sich wesentlich auf unsere Absatzmenge auswirken können. Auch eine wesentliche allgemeine konjunkturellen Eintrübung als Folge des Konfliktes sowie damit im Zusammenhang stehenden Sanktionen können die Kundenabrufe beeinflussen und bei uns zu Umsatzverlusten führen. Wir passen die eigenen Produktionskapazitäten daraufhin flexibel an. Ob und wie die Kunden die Produktionszahlen in 2022 nach- bzw. aufholen hängt davon ab, wann der Ukraine / Russland Konflikt endet, sowie ob die Kunden die Bauteillieferung kurzfristig von anderen Lieferanten sicherstellen können. Wir sind auf Abrufmengenschwankungen vorbereitet. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als moderat. Produktentwicklung In Teams werden Produkte entwickelt, berechnet und in hauseigenen Anlagen getestet, um akustische oder thermische Vorteile zu bewirken. Der Anwendungsbereich von Carcoustics-Produkten hängt stark von den Entwicklungen in der Automobilindustrie ab. Der Trend zu alternativen Antriebskonzepten spielt daher eine große Rolle und kann auch ein Risiko darstellen. Allerdings hat das Jahr 2021 gezeigt, das Carcoustics bei namhaften deutschen OEMs in der Lage war, große Aufträge für neue BEV-Plattformen (Battery Electric Vehicles) zu generieren und somit auch in diesem Bereich von den Kunden als wichtiger Partner angesehen wird. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als gering. Carcoustics-Produkte bieten Lösungen für alle bestehenden Antriebskonzepte. Auch neue Fahrzeugkonzepte erfordern neben akustischen Maßnahmen auch Wärmedämmungs- und Leichtbaukonzepte. In diesen Bereichen kann Carcoustics seine hohe Materialkompetenz einbringen. Die Zahl der Anfragen in den Bereichen Leichtbau und Wärmedämmung ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Die Anforderungen an den akustischen Komfort sowie das Wärmemanagement bleiben ein zentrales Thema beim Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Die Chance hieraus beurteilt Carcoustics als hoch. Neben neuen oder alternativen Antriebskonzepten besteht auch das Risiko, dass Innovationen im Bereich Material oder Maschinen versäumt werden. Um dies zu verhindern, schafft Carcoustics in verschiedenen Bereichen Freiräume, um Raum für Innovationen zu bieten und die Mitarbeiter zu innovativem Denken zu inspirieren. Hierfür wurden Innovationsmanager definiert, die Ideen sammeln und bündeln. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics daher als gering. Vertrieb Bei Carcoustics wird der Vertrieb nach Kundengruppen unterteilt. Der Automotive-Bereich ist in global oder lokal verantwortlichen Strukturen organisiert. OEMs vergeben große Serienaufträge nur an Lieferanten, die über Produktionsstätten in den relevanten, globalen Märkten verfügen. Aufgrund von politischen Handelsstreitigkeiten zwischen China und USA könnte es zu Volumenverschiebungen kommen. Durch die globale Produktionsstruktur ist Carcoustics jedoch in der Lage, Kunden auf den Kontinenten zu folgen. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als gering. Um eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden, Aufträgen oder Technologien zu vermeiden, verfolgt Carcoustics das Konzept einer Mischung aus Kunden, Aufträgen und Technologien in jedem Werk. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als gering. Darüber hinaus bergen die Fertigung und der Verkauf von Bauteilen ein generelles Ausfallrisiko von Kundenforderungen. Diesem Risiko wird durch regelmäßige Bonitätsüberprüfungen und durch die Gewährung angemessener Kreditlimits begegnet. Das Forderungsmanagement stellt sicher, dass Zahlungen pünktlich eingehen und erhebliche Forderungsausfälle vermieden werden. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als gering. Außerdem stärkt Carcoustics seine lokalen Teams in China und in den USA, um die Akquisitionen mit lokalen OEMs voranzutreiben. So wurde im letzten Jahr bspw. in Shanghai ein neues Entwicklungszentrum mit deutlich mehr Möglichkeiten als bisher geplant, das im Mai 2022 eröffnet wird, um mit lokalen Kunden in China gemeinsam vor Ort Entwicklungen voranzutreiben. Die Chancen aus diesem Vorgehen beurteilt Carcoustics als hoch. Risiko eines Absatzrückgangs in der Automobilindustrie Die Automobilindustrie erlebte auf Grund von COVID-19 bereits 2020 ein historisch schwieriges Jahr. Auch im Jahr 2021 waren erneut Lockdowns in weiten Teilen Europas verhängt worden . Diese Situation hat Carcoustics sehr genau beobachtet. Dennoch ist auf Grund der weiteren Förderung von Automobilverkäufen durch die Regierungen und insbesondere durch die Aussicht auf ein Ende der Pandemie durch weitere, erfolgreiche Impfkampagnen von einer Erholung der Märkte im Laufe des Jahres auszugehen. Neben Covid-19 haben bereits im letzten Jahr die Knappheit von Halbleitern und die damit verbundenen Schwierigkeiten in der Produktion von Automobilen einen enormen Einfluss auf die Ergebnisse von Carcoustics gehabt. Ob in diesem Jahr die Erholung durch die Erhöhung von Produktionskapazitäten in der Halbleiterindustrie wie erwartet eintritt, wird seitens Carcoustics genau beobachtet. Carcoustics hat bereits im letzten Jahr im Zuge der Ausbreitung der Covid-19 Pandemie Maßnahmen getroffen, um flexibel auf die Absatzrückgänge reagieren zu können. Dadurch sieht sich Carcoustics auch im Jahr 2022 in einer guten Lage, um flexibel auf die jeweiligen Marktsituationen reagieren zu können. Daher beurteilt Carcoustics das Risiko als gering. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Carcoustics ermittelt und steuert das Liquiditätsrisiko durch einen Liquiditätsforecast. Die Liquiditätsrisiken haben sich durch die Ausbreitung des COVID-19-Virus und damit verbundenen Umsatzrückgänge mit den Kunden seit 2020 signifikant erhöht. Carcoustics hat frühzeitig diesen Risiken durch eine engere kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung, verstärktes Working Capital-Management und Überprüfung aller Ausgaben entgegengewirkt. Zur weiteren Absicherung wurde in 2020 die existierende Konsortialfinanzierung um KfW-Kredite von EUR 20 Mio. ergänzt. Zum Jahresanfang 2022 standen nicht gezogene Betriebsmittellinien von EUR 26,0 Mio. (im Vorjahr EUR 44,7 Mio.) zur Verfügung. Es ist geplant, durch geeignete Maßnahmen die Liquiditätssituation zu verbessern. Das Liquiditätsrisiko beurteilt Carcoustics als moderat. Rechtliche Risiken Bei Risiken, die aus den im Jahr 2013 vom Bundeskartellamt aufgegriffenen Verhaltensweisen resultieren können, bemüht sich die Carcoustics-Gruppe um Aufklärung. Im letzten Jahr konnte ein weiterer Vergleich mit einem Kunden geschlossen werden. Das Risiko hieraus beurteilt Carcoustics als moderat. Risiken aus dem Klimawandel In der ganzen Welt werden verstärkt die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels deutlich. Die Zunahme von extremen Wetterereignissen bedroht auch die Lieferketten in der Automobilindustrie. Im letzten Jahr waren bspw. Lieferanten von Carcoustics durch die extremen Regenfälle verursachten Hochwasser betroffen. Durch das Prinzip des Double Sourcings kann Carcoustics aber immer schnell und flexibel auf solche Ereignisse reagieren. Die Risiken für die eigenen Produktionsstätten durch den Klimawandel werden durch die geographische Lage als gering beurteilt. Insgesamt wird das Risiko des Klimawandels für die Gruppe als gering beurteilt. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Die größten Chancen sieht Carcoustics in der Erweiterung der Kompetenzen zur Entwicklung und Vorentwicklung von innovativen Produktlösungen für weltweit bestehende Kunden sowie neue Kunden insbesondere im Bereich der New Energy Vehicles. Insgesamt wird das Risiko aus COVID-19 und aus der Halbleiterknappheit und daraus resultierende betriebswirtschaftliche Folgen (z.B. Produktionsausfall) als höchstes Risiko gesehen. Diesem wird durch die etablierten COVID-19-Präventivmaßnahmen (z.B. Pandemieplan) sowie alternativen, internen und externen Fertigungskapazitäten entgegengewirkt. Bestandsgefährdende Risiken für die Carcoustics International GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind nicht erkennbar. IV. Prognosebericht Das Analyse-Institut IHS Markit prognostiziert für 2022, dass die weltweite Fahrzeugproduktion auf 82,3 Mio. steigen wird. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg um 9,0 %. Das stärkste Wachstum wird dabei in Europa erwartet. Hier wird ein prozentualer Anstieg der Fahrzeugproduktion um 18 % vorhergesagt. Nordamerika und China folgen hier mit 17,2 % bzw. 1 ,6 %. Da China bereits im Jahr 2021 als einzige wesentliche Weltregion mit Automobilproduktion eine Erholung der Fahrzeugproduktion verzeichnen konnte, fällt der Anstieg moderat aus. Insgesamt wird auch im Jahr 2022 die Verfügbarkeit von Halbleitern das Wachstum der Automobilproduktion bestimmen. Analysten sagen hier eine leichte Entspannung voraus, rechnen aber weiterhin mit einem Mangel bis weit in das Jahr 2022 hinein. Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch die weltweiten gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie, der Rohmaterial-Verknappung und damit verbundenen, gestiegenen Rohstoffmaterialpreise, sowie der Halbleiter-Lieferengpässe in der Automobilindustrie. Diese Themen werden auch in 2022 die Markt- und Ergebnislage spürbar beeinflussen. Es besteht weiterhin auch in 2022 die Gefahr weiterer COVID19-bedingter Produktionsausfälle durch eine eingeschränkte Mitarbeiterverfügbarkeit bei hohen Inzidenz- und Infektionszahlen oder drohenden Lockdown-Szenarien in den einzelnen Carcoustics-Standorten weltweit. Aus Unternehmenssicht ist es notwendig, die gesamte Organisation daher weiterhin agil auf die sich kurzfristig ändernden Umwelt- und Markteinflüsse einzustellen. Neben der langfristigen Umsetzung der Strategie sind insbesondere die kurzfristige Liquiditätsabsicherung und die Kostenentwicklung im Verhältnis zu den schwankenden Umsatzerlösen flexibel anzupassen. Es werden dazu mit den existierenden und im Jahr 2020 und 2021 erprobten, erfolgreichen Steuerungsinstrumenten alle notwendigen Maßnahmen in den Bereichen Personalkosten, Sachkosten und Investitionen proaktiv gesteuert. Dazu gehört auch die Prüfung und Beantragung von staatlichen Förder- und Entlastungsprogrammen für alle Standorte von Carcoustics sowie die Anpassung der Finanzierungsrahmen durch die Banken. Gleichzeitig zeigt sich weiterhin im Kundenbereich die deutliche Verschiebung der Aktivitäten von Verbrennermotoren hin zu Elektro- oder Brennstoffzellen-betriebenen Fahrzeugen und Konzepten. Für Carcoustics bedeutet dies, durch entsprechende Nähe zu den entsprechenden Entwicklungsbereichen bei den Zielkunden frühzeitig bereits in der Vorentwicklungsphase mit Material- und Produktinnovationen präsent sein zu müssen. Dies ist bereits in 2021 durch weitere Aufträge im Bereich NEV (New Energy Vehicles) nachweislich gelungen. Im Bereich der Globalisierung ist auch in 2022 die gesamte Organisation weiterhin auf diese Anforderungen in Asien, Europa und Amerikas hin auszurichten und anzupassen. Insbesondere der Ausbau des Bereiches IPT (Innovation, Produkt, Technologie) mit den vier IPT-Zentren in Shanghai (China), Leverkusen (Deutschland), Klaus (Österreich) und Troy/Howell (USA) zählt zu den Fokusthemen der Strategieumsetzung 2022. Im Bereich der Beschaffung steigen auch in 2022 die Rohmaterialpreise bei den Chemikalien durch Produktionsverknappungen und generellen Verfügbarkeiten, sowie höheren Energiekosten im Markt. Carcoustics wird hier entsprechend mit Entwicklung & Qualifizierung neuer Materiallieferanten sowie mit entsprechenden Preisverhandlungen mit den Kunden reagieren (Anpassung der Produktpreise). Zudem wird im Bereich der Optimierung von Materialeinsatz ein Hauptaugenmerk der Einsparpotenziale in 2022 liegen, um diese Preissteigerungen zu kompensieren. Die Auswirkungen des Ukraine-Russland Konfliktes sind zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung nicht verlässlich schätzbar bzw. monetär quantifizierbar. Da die Gruppe ihre Produktionskapazitäten flexibel anpassen und auf alternative Lieferanten zugreifen kann, gehen wir derzeit von geringen Auswirkungen auf die Konzernumsatzerlöse und das Konzernjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 aus. Wir halten daher an der unten dargestellten Umsatz- und Ergebnisprognose fest. Bei dieser Einschätzung sind die mittelbaren Risiken aus dieser Krise, z.B. ein Risiko der wesentlichen allgemeinen konjunkturellen Eintrübung und Verschärfung des Chipmangels aufgrund der Verknappung von Rohstoffen nicht berücksichtigt, da diese von der Dauer und dem weiteren Verlauf des Konfliktes abhängen und derzeit nicht eingeschätzt werden können. Diese Risiken können, wenn sie sich im Zeitablauf materialisieren, wesentliche Auswirkungen auf unsere Gruppe haben. Die Entwicklung in 2022 wird auf allen Managementebenen und der weiterhin aktiven COVID-19 Task Force eng begleitet und analysiert. Zur Liquiditätsabsicherung wird ein Managementkreis installiert, welcher die Liquidität eng auf Basis entsprechender Berichte zur Liquiditätsentwicklung und deren wichtiger Treiber steuert und überwacht. Auf Basis der oben genannten Punkte erwarten wir in 2022 einen Anstieg der Umsatzerlöse, (inkl. Verkaufspreisanpassungen durch Materialpreiserhöhungen) auf das Niveau des Jahres 2019 (in 2019: EUR 356,9 Mio.), sowie ein EBITDA und Net Profit auf Niveau des Jahres 2021.
Leverkusen, den 18. März 2022 Carcoustics International GmbH Die Geschäftsführung Thomas Sundermann, CEO Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Carcoustics International GmbH, Leverkusen (im Folgenden: "CC International") hat ihren Sitz im Neuenkamp 8, 51381 Leverkusen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (Handelsregisternummer HRB 49871). Die CC International hat nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 290 bis 315 HGB und unter teilweiser Berücksichtigung der Deutschen Rechnungslegungsstandards ("DRS") den vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Die ergänzenden Regelungen des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung ("GmbHG") wurden dabei ebenfalls beachtet. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB wurden angewandt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben den gleichen Abschlussstichtag. Im Interesse einer klaren Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema im Bereich der Vorräte um die Position "Werkzeuge" erweitert. Hierbei handelt es sich um im Kundenauftrag angeschaffte Werkzeuge/Entwicklungskosten, welche noch an den Kunden zu fakturieren sind. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasste die CC International sowie die nachfolgenden Gesellschaften, bei denen die CC International unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügte:
Zusätzlich ist nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB die folgende Zweckgesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen, da bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Chancen und Risiken durch die CC International getragen werden:
Die FOLEA Grundstücksverwaltungs- und vermietungs GmbH & Co. KG wurde im Geschäftsjahr 2021 entkonsolidiert. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde das unten aufgeführte Tochterunternehmen.
Die Carcoustics Liechtenstein AG in Liquidation wurde im Geschäftsjahr 2021 endgültig liquidiert. Die Carcoustics France S.à r.l. wurde nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war. Das Eigenkapital der Carcoustics France S.à r.l. betrug zum Bilanzstichtag TEUR 131, der Jahresüberschuss belief sich für 2021 auf TEUR 14. III. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital, basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der zu konsolidierenden Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die nach der Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten verbleibenden Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert oder auf der Passivseite unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" bilanziert. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung erfasst. Zwischenergebnisse gemäß § 304 Abs. 1 HGB aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden in Höhe von TEUR 43 (im Vorjahr TEUR 14) eliminiert. Währungskursbedingte Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 Abs. 1 HGB werden Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen. Die aufgrund dieser Unterschiede zukünftig voraussichtlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen. Auf Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden keine latenten Steuern gebildet. Die Bewertung der Differenzen erfolgt zu dem zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatz. Bei der Berechnung der inländischen latenten Steuern kommt ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ein Gewerbesteuersatz von 9,56% (im Vorjahr 8,75%) zum Ansatz. Somit ergibt sich ein Gesamtsteuersatz für inländische latente Steuern von 25,39 % (im Vorjahr 24,58 %). Für die Konsolidierungsbuchungen wird ein konzerneinheitlicher Durchschnittssteuersatz von 30,0 % angewandt. Bei einem Aktivüberhang erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der zukünftigen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens. Aktive Steuerlatenzen aus Verlustvorträgen werden in der Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung angesetzt. Auf Ebene der einzelnen konsolidierten Gesellschaften wurde von dem Wahlrecht zur Verrechnung von passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern Gebrauch gemacht. Im Falle eines nach Verrechnung von passiven latenten Steuern bestehenden Aktivüberhangs von latenten Steuern erfolgte eine Aktivierung gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend der gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der CC International geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände wird grundsätzlich ein Zeitraum von drei bis zehn Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Planmäßige Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen. Zugänge von beweglichen Anlagegegenständen werden pro rata temporis, das heißt ab dem Zeitpunkt ihres Zugangs, abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter über EUR 250,00 bis EUR 800,00 können voll abgeschrieben oder als Sammelposten ab dem Zugangsjahr linear über fünf Jahre abgeschrieben werden. Geringwertige Anlagegüter über EUR 800,00 bis EUR 1.000,00 werden ab dem Zugangsjahr als Sammelposten linear über 5 Jahre oder alternativ über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus der Lagerhaltung und verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Ersatzteile werden nach drei Kategorien unterschieden: Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile 1 mit einem Wert kleiner als EUR 1.000 und mit einem Wert größer als EUR 1.000.
Die fertigen und unfertigen Erzeugnissen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus der Lagerhaltung und verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Bewertung der Werkzeuge erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus der Lagerhaltung und verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden erfolgte Auszahlungen zum Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht der Satzung und dem Handelsregistereintrag und ist voll eingezahlt. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden in einem gesonderten Posten nach dem Eigenkapital entsprechend § 301 Abs. 3 HGB ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge werden aufgelöst, sofern die zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der erstmaligen Konsolidierung erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage eingetreten ist oder zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen zu berücksichtigen sind sowie wenn am Bilanzstichtag feststeht, dass sie einem realisierten Gewinn entsprechen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Als Bewertungsmethode wurde im Wesentlichen das Teilwertverfahren angewendet. Der angewendete Rechnungszinsfuß für die österreichischen Verpflichtungen beträgt 2,01% (im Vorjahr 2,3 %) sowie eine jährliche Bezugssteigerung in Höhe von 2,4 % für Angestellte und 2,7% für gewerbliche Mitarbeiter. Dabei wurde im Wesentlichen die Sterbetafel Österreich zugrunde gelegt. Die Berechnungsgrundlagen aus der Abfertigungsrückstellung basieren auf der letzten Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezember 2021. Steuerrückstellungen enthalten ausschließlich die tatsächlichen Steuerschulden für laufende und frühere Perioden, soweit sie noch nicht beglichen sind. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie den voraussichtlichen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages Rechnung tragen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen zum Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung der Anschaffungskosten und des Niederstwertprinzips umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Zum Zugangszeitpunkt werden die Vermögensgegenstände und Schulden mit dem tagesaktuellen Umrechnungskurs bewertet und erfasst. Bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften, deren Währung von der des Mutterunternehmens - dem Euro - abweicht, werden die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Devisenkassamittelkurs am Konzernbilanzstichtag umgerechnet. Das gezeichnete Kapital sowie die in Vorjahren dotierten Rücklagen werden mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt auf Basis von Jahresdurchschnittskursen. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in dem im Konzerneigenkapital ausgewiesenen Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst (sog. modifizierte Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB).
Die verwendeten Umrechnungskurse lauten: V. Erläuterungen der Konzernbilanz-Posten Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.983 (im Vorjahr TEUR 2.325) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche übrige Forderungen und Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 1.121) betreffen ausschließlich Darlehensforderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich, wie im Vorjahr, aus dem Kassenbestand sowie den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Für den gesamten Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 7.996 (im Vorjahr TEUR 6.917) bestehen keine relevanten Verfügungsbeschränkungen. Für Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in den Handels- und Steuerbilanzen, die sich im Wesentlichen auf Differenzen aus abweichenden Abschreibungen auf das Anlagevermögen beziehen, wurden in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Tochterunternehmen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.927 (im Vorjahr TEUR 2.606) gebildet. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf ergebniswirksame Konzernbuchungen in Höhe von insgesamt TEUR 362 (im Vorjahr TEUR 323) mit einem Konzernsteuersatz von 30,0 % (im Vorjahr 30,0 %) gebildet. Auf die Nutzung von Verlustvorträgen unter Berücksichtigung der jeweiligen in der Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung entfallen aktive latente Steuern von insgesamt TEUR 3.876 (im Vorjahr 2.934) auf folgende Tochterunternehmen:
Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.252 (im Vorjahr TEUR 1.596) beziehen sich ebenfalls auf Differenzen aus abweichenden Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 344 gesunken. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.508 (im Vorjahr TEUR 2.508) und ist voll eingezahlt. Die Anteile an der Carcoustics International GmbH werden zu 100 % von der Jiachuang GmbH, Düsseldorf, gehalten. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage in der Konzernbilanz entsprechen dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage der Muttergesellschaft. Die Umrechnungsdifferenz aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital in Höhe von TEUR -9.221 (im Vorjahr -12.899) berücksichtigt die sich aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse in Euro ergebenden Umrechnungsdifferenzen. Aus der Erstkonsolidierung der FOLEA Grundstücksverwaltungs- und -vermietungs GmbH & Co. Objekt Leverkusen KG zum 31. Dezember 2010 ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 697, der nicht erwarteten künftigen Aufwendungen oder Verlusten entspricht. Dieser ist gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB in einem gesonderten Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Eine Auflösung des Postens erfolgt gemäß § 309 Abs. 2 HGB erst dann, wenn am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Diese Realisierung erfolgte durch die Entkonsolidierung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 18.030 (im Vorjahr TEUR 19.389) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personal-/Sozialbereich TEUR 4.079 (im Vorjahr TEUR 5.112), für Werkzeuge TEUR 4.037 (im Vorjahr TEUR 4.819), für noch nicht abgerechnete Leistungen TEUR 2.695 (im Vorjahr TEUR 3.728) sowie für Vertrieb TEUR 3.261 (im Vorjahr TEUR 3.029). Die Angaben zu den Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vorjahr betraf Grundschulden im Zusammenhang mit einem Sale & Lease Back. Der im August 2018 abgeschlossene Konsortialkredit, der die bisherige Betriebsmittelfinanzierung abgelöst und erhöht hat, ist unbesichert. Er sieht übliche Konditionen vor. Dazu gehören Financial Covenants und sonstige Verpflichtungen sowie eine sogenannte Guarantor Coverage durch wichtige Gruppengesellschaften. In 2020 hat Carcoustics Ratentilgungsdarlehen aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 in Höhe von TEUR 20.000 aufgenommen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Darlehen TEUR 17.500. Für die Darlehen gelten die Konditionen für Förderkredite der KfW und wichtige Konditionen aus dem Konsortialkreditvertrag. Weitere wesentliche Besicherungen bestehen nicht. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 103 (im Vorjahr TEUR 179) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 78) sowie Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 103 (im Vorjahr TEUR 101) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 37.635 (im Vorjahr TEUR 36.539). Es handelt sich um ein verzinsliches Darlehen, das die Gesellschafterin Jiachuang GmbH, Düsseldorf der CC International GmbH gewährt hat. Das Darlehen ist nicht besichert und hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2026. Die angefallenen Jahreszinsen können dem Darlehensbetrag zugeschrieben werden. Der Gesellschafter hat einen Rangrücktritt gemäß § 39 Abs. 2 InsO erklärt. Dadurch erhöht sich die handelsrechtliche Eigenkapitalquote von 24,3 % auf die wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 43,8 % der Bilanzsumme bei Hinzurechnung dieses subordinierten Gesellschafterdarlehens. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen mit TEUR 1.594 (im Vorjahr TEUR 3.186) aus Verbindlichkeiten aus dem Kartellrechtsverfahren, mit TEUR 2.558 (im Vorjahr TEUR 3.183) aus Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und im Rahmen der sozialen Sicherheit, mit TEUR 2.923 (im Vorjahr TEUR 1.997) aus Steuern und mit TEUR 301 (im Vorjahr TEUR 353) aus einem spanischen Investitionsdarlehen der öffentlichen Hand. VI. Erläuterungen der Konzern-GuV-Posten Die Umsatzerlöse lassen sich nach Umsatzart und Absatzregionen unterscheiden:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 2.759 (im Vorjahr TEUR 5.108) Währungsgewinne. In 2021 betrugen die periodenfremden Erträge TEUR 1.992 (im Vorjahr TEUR 2.449). Die periodenfremden Erträge enthalten im Wesentlichen TEUR 235 aus der Auflösung von Wertberichtigungen und TEUR 1.503 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Personalaufwand enthält mit TEUR 709 (im Vorjahr TEUR 936) Aufwendungen für Altersversorgung. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen insgesamt TEUR 8.271 (im Vorjahr TEUR 7.780). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 2.226 (im Vorjahr TEUR 5.439) Währungsverluste. In 2021 betrugen die periodenfremden Aufwendungen TEUR 786 (im Vorjahr TEUR 640). Die periodenfremden Aufwendungen enthalten im Wesentlichen TEUR 29 für Aufwendungen für Frachten, TEUR 132 für Beratungskosten, TEUR 106 Bonus. Zusätzlich sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.631 (im Vorjahr TEUR 3.546) angefallen, darin enthalten sind Abfindungen für betriebsbedingte Kündigungen TEUR 909. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen gegenüber der Gesellschafterin von TEUR 1.096 (im Vorjahr TEUR 1.064) und TEUR 29 aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Steueraufwendungen der Einzelgesellschaften in Höhe von TEUR 3.334 (im Vorjahr TEUR 3.044) sowie hierauf entfallende Konsolidierungseffekte von insgesamt TEUR 398 Ertrag (im Vorjahr TEUR 213) enthalten. Diese bestehen im Wesentlichen aus Ertragsteuern (zuzüglich Solidaritätszuschlag) des laufenden Jahres in Höhe von TEUR 2.427 (im Vorjahr TEUR 2.783) sowie Zahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 509 (im Vorjahr TEUR 49). Latente Steuererträge aus den Einzelgesellschaften betragen TEUR 581 (im Vorjahr latenter Steueraufwand: TEUR 312), zusätzlich ergaben sich aus der Bildung von latenten Steuern auf die Verlustvorträge latente Steuererträge in Höhe von insgesamt TEUR 942 (im Vorjahr latenter Steueraufwendungen: TEUR 1.280). Latente Steuererträge aus Konzernbuchungen ergaben sich in Höhe von TEUR 39 (im Vorjahr latenter Steuerertrag: TEUR 101). VII. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2021 bestanden folgende nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie aus Bestellungen von Sachanlagen:
Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverträgen handelt es sich um sog. "Operating Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte/Gegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der im Vergleich zum Erwerb geringeren Kapitalbindung sowie im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten (Drohverlustrückstellung), wozu es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt. Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften aufgrund von langfristigen Verträgen (u.a. durch Anmietung von Gebäuden) in Höhe von TEUR 545 (im Vorjahr TEUR 545). Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Konzerns nicht zu rechnen. 2. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern insgesamt 2.109 (im Vorjahr 2.184) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 1.004 (im Vorjahr 984) Angestellte und 1.105 (im Vorjahr 1.200) gewerbliche Arbeitnehmer. Wirtschaftsprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 222. Dies betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 3. Organmitglieder Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens geführt durch die Geschäftsführer:
Vorschüsse und Kredite bestehen keine. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB nicht angegeben, da sich die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung anderweitig ermitteln lassen würden. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesamtbezüge des Beirats werden in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB nicht angegeben, da nur ein Beiratsmitglied Bezüge von Carcoustics bezieht. 4. Befreiungen Für die deutschen Tochtergesellschaften Carcoustics Shared Services GmbH, Carcoustics Deutschland GmbH, Carcoustics TechConsult GmbH, Carcoustics Haldensleben GmbH und TANIMA GmbH & Co. KG wird die Befreiung von der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB (bzw. für TANIMA GmbH & Co. KG gemäß § 264b HGB) in Anspruch genommen. 5. Konzernabschluss Die Carcoustics International ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Jiachuang GmbH, Düsseldorf (HRB 77612). Oberstes Mutterunternehmen ist die Fuxin Dare Automotive Parts Co., Ltd., Fuxin, China (größter und kleinster Konzernkreis). Der Konzernabschluss wird auf der Website "China Securities Regulatory Commission" öffentlich bekannt gegeben. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung empfiehlt das Jahresergebnis der Muttergesellschaft (Carcoustics International GmbH) auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach dem Geschäftsjahr 2021 eingetretene Vorgänge von besonderer Bedeutung betreffen die noch nicht abschätzbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Diese werden im Lagebericht im Rahmen der Risiko- und Prognoseberichterstattung dargestellt. Am 24. Februar 2022 begann eine von Russland ausgehende Invasion der Ukraine, woraufhin vom Westen umfangreiche Sanktionen gegen Russland beschlossen wurden. Mittelbare Risiken aus dieser Krise, z.B. das Risiko der wesentlichen allgemeinen konjunkturellen Eintrübung und Verschärfung des Chipmangels aufgrund der Verknappung der Rohstoffe, hängten von der Dauer und dem weiteren Verlauf des Konfliktes ab und könnten wesentliche Auswirkungen auf unsere Gruppe haben. Diese sind aber zurzeit nicht abschätzbar und absehbar. Wir werden diese in den Forecast-Szenarien weiter monatlich eng betrachten und unsere Unternehmenskostenstruktur, sowie Investitionen daraufhin anpassen. Eine Verschärfung des Konflikts und der konjunkturellen Lage könnte sich damit auf unsere künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage moderat negativ auswirken. Nach derzeitigem Stand halten wir diese noch für nicht bestandsgefährdend.
Leverkusen, den 18. März 2022 Carcoustics International GmbH Die Geschäftsführung Thomas Sundermann, CEO BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Carcoustics International GmbH, Leverkusen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Carcoustics International GmbH, Leverkusen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Carcoustics International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetztlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. März 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin ppa. Vanessa Faust, Wirtschaftsprüferin Konzern-Kapitalflussrechnung 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2021
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