Maxauer Papierfabrik GmbH
Mitscherlichstraße, 76187 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carolina Herm seit 1.7.2025 | Prokura |
Sebastian Loewenberg seit 25.10.2024 | Geschäftsführer |
Markus Zender seit 1.2.2024 | Geschäftsführer |
Harald Wortberg seit 2.3.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Maxauer Papierfabrik GmbH (vormals: Stora Enso Maxau GmbH)KarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der GesellschaftDie Stora Enso Maxau GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Stora Enso Paper GmbH ist über die Stora Enso Paper Oy, Helsinki/Finnland, ein mittelbares Tochterunternehmen der Stora Enso Oyj, Helsinki/Finnland. Die Stora Enso Maxau GmbH mit Sitz in Karlsruhe produziert am Standort Karlsruhe-Maxau ungestrichene Magazinpapiere. Operativ gehört die Gesellschaft im Stora Enso-Konzern zur Division Paper, die als Stora Enso Paper Oy firmiert; weitere Divisionen sind Wood Products, Forest, Packaging Materials, Packaging Solutions und Biomaterials. Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 12. September 2022 werden sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft mit Wirkung zum 28. Februar 2023 (Closing) an ein Tochterunternehmen der Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG, Weißenfels, (Nachfolgend "Schwarz Produktion" genannt) veräußert. Im Zuge des Verkaufsprozesses wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Dezember 2022 das Geschäftsjahr geändert. Durch die Einlegung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 28. Februar 2023 wird der Anschluss an das neue Geschäftsjahr, das am 1. März eines Jahres beginnt und am 28./29. Februar des Folgejahres endet, hergestellt. Der zwischen der Gesellschaft und der Stora Enso Paper GmbH bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2023, 24:00 Uhr, gekündigt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Februar 2023 wurde eine Kapitalerhöhung zum 28. Februar 2023 von EUR 17,0 Mio. beschlossen. Diese Eigenkapitalerhöhung dient im Wesentlichen zur Sicherstellung der Liquidität für den Übergang der Gesellschaft zur Schwarz Produktion, da das Bankkonto der Gesellschaft zum 28. Februar 2023 vom Cashpool der Stora Enso Oyj getrennt wird. Die Steuerung des Unternehmens erfolgte im Berichtsjahr aufgrund der Zugehörigkeit zur Stora Enso Paper Oy überwiegend auf der Grundlage von Kennzahlen, die aus dem IFRS-Berichtspaket abgeleitet sind. Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen sind EBITDA, Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sowie EBITDA in % vom Umsatz. Wichtige nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen sind die Anzahl von Arbeitssicherheitsvorfällen wie TRI (Total Recordable Incidents) und Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost Time Incidents - LTI), jeweils absolut und pro 1 Mio. Arbeitsstunden. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen als widerstandsfähig erwiesen. Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, explodierender Energiepreise und Beschaffungsengpässen gewachsen. Gründe hierfür werden u.a. in Nachholeffekten nach der Corona-Pandemie gesehen, sowie nachlassenden Lieferengpässen. Der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % ist besonders stark angewachsen, da wieder Reisen, Restaurantbesuche, Freizeit, Unterhaltung und Kultur möglich waren 1 ,2. Die Inflationsrate hat sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht; die hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Energiepreis- und Nahrungsmittelanstiegen seit Beginn des Ukraine-Kriegs getrieben. 2 , 3 "Die deutsche Zellstoff- und Papierindustrie hat im vergangenen Jahr in einem äußert schwierigen Umfeld relative Stärke bewiesen." Das ist das Ergebnis der Jahresbilanz des Branchenverbandes DIE PAPIERINDUSTRIE. Nach dem positiven Trend des Corona-Nachholjahres 2021 konnte in 2022 nicht daran angeknüpft werden; die Produktion sank um 6,5 % auf 21,6 Mio. Tonnen und erreicht damit wieder das Vorkrisenniveau. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche blieb stabil; dazu beigetragen hat der von den Sozialpartnern gemeinsam getragene Tarifabschluss. 4 "Viele Unternehmen mussten Ihre Produktion an die noch zu normalen Preisen eingekauften Gasmengen und die durch vorherigen Lageraufbau bei den Kunden zum Jahresende gesunkene Nachfrage anpassen", erläutert der Präsident von DIE PAPIERINDUSTRIE, Winfried Schaur, den Mengenrückgang. Die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe seien auf die Produktpreise durchgeschlagen. Das spiegele der Umsatzzuwachs von 36,3 Prozent auf 21,2 Mrd. Euro wider. Schaur betont, dass die Branche trotz der schwierigen Situation ihren Beitrag zur Transformation zu einer CO 2-neutralen Produktion leiste. 'Wir arbeiten weiter intensiv an der Papierindustrie der Zukunft. Dazu benötigen wir jedoch auch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen wie etwa einen vorübergehenden Industriestrompreis, um während der Übergangszeit die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.'" 4 Im Jahresdurchschnitt haben sich die Preise für Altpapier und Fremdstrom um ca. 50% erhöht, die Kosten für Gas nahezu verdreifacht. Die höheren Rohstoffpreise konnten zum Teil nicht auf die Verkaufspreise aufgeschlagen werden, so dass sogar temporäre Produktionsstopps möglich waren. Für die Papierindustrie überlebenswichtig ist die Fortführung der bestehenden Ausnahmeregelungen für energieintensive Betriebe in der Energie-Gesetzgebung, bei den Energiesteuern und bei den Netzentgelten. 1.2. Geschäftsverlauf und Lage Umsatz- und Absatzentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen im Berichtsjahr mit TEUR 387.392 um 54,7 % über denen des Vorjahres (TEUR 250.345). Die Umsatzsteigerung lässt sich hauptsächlich auf den gestiegenen Verkaufspreisen (rund +70%) begründen. Im Gegensatz zu dem Jahr 2021 sank das Verkaufsvolumen um 12,9%. Das Volumen des befristeten Handelsgeschäftes mit der ehemaligen Konzernschwester Stora Enso Sachsen stieg leicht um ca. 10.000 Tonnen an. Auch hier hatten die Verkaufspreise eine ähnlich steigende Tendenz. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2022 wurden sämtliche Rechte und Pflichten aus diesem Take-or-Pay Vertrag von der Stora Enso Maxau GmbH an die Stora Enso Paper GmbH übertragen. Nach wie vor ist Deutschland mit 51 % (Vorjahr: 57 %) Umsatzanteil der weitaus bedeutendste Absatzmarkt. In die übrigen EU-Länder gingen weitere 46 % (Vorjahr: 40 %), in Drittländer 3 % (Vorjahr: 3 %). Produktion Die Papierproduktion sank im Jahr 2022 um 42.800 Tonnen auf 380.200 Tonnen. Dabei lag die Produktion des ersten Halbjahres 2022 (ca. 220.500 Tonnen) noch über dem Vergleichszeitraum aus 2021 (194.700 Tonnen), jedoch stellten sich im zweiten Halbjahr deutliche Produktionskürzungen aufgrund hoher Energiepreise und sinkender Nachfrage ein. Zwei ungeplante Ausfälle des Biomassekessels im August und September sowie die sechswöchige Revision dieses Kessels führten ferner zu starken Schwankungen in der Produktionstonnage. Aus wirtschaftlicher Sicht (Kosten und mögliche Verfügbarkeitseinschränkungen von Erdgas) wurde entschieden, für einen Großteil des Zeitraums der Biomassekesselrevision auf den Betrieb des Gaskessels zu verzichten und anstatt dessen einen kompletten Werksstillstand vorzunehmen. Somit sank die Produktionsleistung im zweiten Halbjahr auf ca. 159.700 Tonnen (Vorjahr: 228.300 Tonnen). Die Produktivitätswerte lagen im Durchschnitt auf Vorjahresniveau. Der Betrieb der Turbine 5 gestaltete sich schwieriger als prognostiziert mit der Konsequenz, dass der Hauptlieferant auch im Jahr 2022 mehrfach an der Turbine nachbessern musste, was zu einer geringeren Stromeigenproduktion führte. Während der Revision des Biomassekessels wurde die Turbine vollständig aufgedeckt und diverse Teile zur Begutachtung verschickt. Derzeit gehen wir aufgrund des Schadensbildes davon aus, dass die Turbine Ende des ersten Halbjahres 2023 wieder in Betrieb gehen kann. Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Konsequenzen wurde entschieden, dass neben dem Betrieb der Turbine 4 noch die Turbine 7 kurzfristig bis Mitte Februar ertüchtigt werden soll. Der Anteil der Eigenversorgung sank im Jahr 2022 auf 51 % (Vorjahr: 56 %). Beschaffung Die Rohstoffbeschaffung war im Jahr 2022 durch die gestörten Lieferketten aufgrund der Pandemie und des russischen Angriffskrieges eine große Herausforderung. Ersatzteile, die vor der Pandemie meistens sehr kurzfristig zur Verfügung standen, hatten nun mitunter Lieferzeiten von mehreren Wochen oder Monaten. Im Bereich Altpapier stieg der Preis bis Mitte des Jahres auf über 350 €/Tonne an, um dann gegen Jahresende wieder knapp unter die Marke von 250 €/Tonne zu fallen. Durch die sehr hohe Nachfrage nach Brennholz mussten auch beim Schleifholz hohe Preiszugeständnisse im zweiten Halbjahr eingeräumt werden. Der Bereich Chemikalien und Füllstoffe war maßgeblich geprägt durch die Einführung von lieferantenseitigen Energiezuschlägen aufgrund der massiv gestiegenen Strom- und Gaspreise. Ferner wirkten sich die Produktionsstillstände von Chemie- oder Düngemittelwerken auch negativ auf die Verfügbarkeit von Chemikalien oder deren Koppelprodukte aus. Die Preistendenz für die Brennstoffkosten der Eigenproduktion war auch im Jahr 2022 steigend. Konnten vor etlichen Jahren noch negative Stromkosten in der Eigenproduktion erreicht werden, so sind diese mittlerweile deutlich positiv, wenngleich immer noch unter den Stromkosten am Spotmarkt. Die gesamten Stromkosten (incl. Hedging) bezogen auf die Tonne Papier haben sich gegenüber 2021 nahezu verdreifacht. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein negatives Jahresergebnis vor Verlustausgleich von TEUR -9.392 (Vorjahr: Verlust TEUR -80.614). Das Betriebsergebnis beträgt TEUR -8.709 (Vorjahr: TEUR -77.265) und beinhaltet ein neutrales Ergebnis von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR -971). Zusätzlich wurden aufgrund des Verkaufes von Hedges Erträge von rund TEUR 8.967 erzielt. Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -161 (Vorjahr: TEUR -3.349). Damit bleibt das Jahresergebnis zwar weiterhin negativ, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr, auch unter Berücksichtigung des Einmaleffekt des Take-or-Pay Vertrages, erheblich verbessert. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse, aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) erhöhte sich von TEUR 33.562 auf TEUR 82.106. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der überproportionale Anstieg der Verkaufspreise im Vergleich zu den Materialaufwendungen, wodurch die Umsatzeinbußen in Höhe von EUR 25,5 Mio. aus der geringeren Verkaufstonnage (-55.500 Tonnen) um eine Mehrfaches übertroffen wurden. Daneben wirkten sich der Wegfall von Sonderbelastungen aus dem Take-or-Pay Vertrag (rund EUR 44 Mio.) und Sondererträge aus dem Verkauf von erworbenen Energie-Hedgepositionen für künftige Stromeinkäufe in Höhe von EUR 9,0 Mio., die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst sind, ergebnisverbessernd aus. Nahezu bei allen Rohstoffen mussten teils erhebliche Preissteigerungen verkraftet werden, wie z. B. beim Altpapier (EUR 18,4 Mio.), beim Zellstoff (EUR 3,9 Mio.) und beim Schleifholz (EUR 2,3 Mio.). Die Kosten für Energie lagen um EUR 46,6 Mio. höher als im Vorjahr. Die Instandhaltungskosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,4 Mio. an, Hauptursache waren hier die höheren Kosten für die Kraftwerksrevision und diverse Sonderreparaturen während den Stillständen. Die Personalaufwendungen lagen mit TEUR 35.078 über denen des Vorjahres (TEUR 30.669). Die Entwicklung im Berichtsjahr war geprägt von einer Erhöhung des durchschnittlichen Mitarbeiterbestands von 396 auf 408 Mitarbeiter und der verhandelten Tariferhöhung, sowie durch notwendige Zuführungen zu den Personalrückstellungen. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich leicht von TEUR 16.044 auf TEUR 16.416. Bereinigt um die im Vorjahr eingestellte Rückstellung aus sonstigen rechtlichen Verpflichtungen (Take-or-pay Vertrag) liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weitgehend auf Vorjahresniveau. Das neutrale Ergebnis von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR -971) enthält den Mindestzuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 470) und sonstige periodenfremde Aufwendungen von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 735), denen periodenfremde Erträge von TEUR 1.345 (Vorjahr: TEUR 235) gegenüberstehen. Die positive Veränderung des Finanzergebnis ist im Wesentlichen auf den Zinsertrag auf den Anspruch auf Zahlung des Verlustausgleiches 2021 sowie auf geringere Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes für Pensionen (TEUR 538; Vorjahr TEUR 2185) zurückzuführen. Vermögenslage Die Bilanzsumme sank von TEUR 261.799 auf TEUR 203.796 zum 31. Dezember 2022. Aufgrund der geringeren Investitionsausgaben im Vergleich zu den Abschreibungen sank das Anlagevermögen von TEUR 127.524 auf TEUR 120.832. Die Vorräte erhöhten sich von TEUR 22.337 auf TEUR 31.633, hauptsächlich bedingt durch preisbedingte Erhöhungen und höhere Lagerbestände von Fertigerzeugnissen zum Jahresende. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken deutlich von TEUR 111.852 auf TEUR 51.243. Dabei lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Einstellung des Factoringverfahrens (Vorjahr: TEUR 14.869) deutlich über denen des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen einschließlich Gesellschafter in Höhe von TEUR 16.929 (Vorjahr: TEUR 91.037) beinhalten neben der Forderung aus dem Verlustausgleich des Jahres 2022 (TEUR 9.392, Vorjahr: TEUR 80.614) vor allem Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Bilanz der Stora Enso Maxau GmbH weist unverändert ein Eigenkapital von TEUR 94.962 aus. Das Anlagevermögen ist zu 78,6 % (Vorjahr: 74,5 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 203.796 beträgt die Eigenkapitalquote 46,6 % (Vorjahr: 36,3 %). Die Rückstellungen sanken von TEUR 82.498 auf TEUR 56.087; das ist vor allem auf die Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung für den Take-or-Pay Vertrag zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten sanken deutlich von TEUR 84.339 auf TEUR 52.226. Gründe hierfür ist die Rückzahlung zweier Konzerndarlehen von EUR 30 Mio. sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um EUR 7 Mio. Daneben wirkt sich die Übernahme des Take-or-Pay Vertrages auf die Stora Enso Paper GmbH mit € 6,7 Mio. aus. Bilanzstruktur der Stora Enso Maxau GmbH (in Mio. EUR)
Die Bilanzstruktur der Gesellschaft ist trotz der Verluste in 2022 immer noch ausgewogen. Die Liquiditätsversorgung ist durch die Einbindung in einen Cash Pool gesichert. Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Stora Enso Oyj, Helsinki, Finnland, einbezogen. Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit für das Cash-Pooling beim Konzernmutterunternehmen von TEUR -324 (Vorjahr: Forderung TEUR +1.474). Ende Februar 2023 wurde das Konto der Gesellschaft aus dem Cash-Pooling der Stora Enso Oyj herausgelöst und als stand alone Konto weitergeführt. Mit der Stora Enso Paper GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Folge eines Verlustausgleiches von TEUR -9.392 (Vorjahr: TEUR -80.614), der sich im Folgejahr liquiditätswirksam niederschlagen wird. Aufgrund des Verkaufs der Gesellschaft wird der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Ablauf zum 28. Februar 2023, 24:00 Uhr, beendet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -21.993 im Vorjahr auf TEUR -43.912 verringert, hauptsächlich bedingt durch die Abwicklung des Take-or-Pay Vertrages, der Beendigung des Factoring Vertrages und durch die Zunahme von Vorräten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -6.616 (Vorjahr: TEUR 10.935) und ergab sich aus der Abnahme der Cashpool-Forderungen (kein Bestandteil des Finanzmittelfonds) nach Abzug der Auszahlungen für Investitionen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR +50.528 (Vorjahr: TEUR +11.058) wurde insbesondere durch die Rückzahlung konzerninterner Darlehen (TEUR 30.000) sowie durch die Einzahlungen des Verlustausgleiches aus dem Vorjahr (TEUR 80.614) beeinflusst. Gesamtaussage Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage als nicht zufriedenstellend. Zwar konnte sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern, jedoch liegt es im Vergleich zu den Jahren vor Corona auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Weitere Kostensteigerungen in 2022, die insbesondere den Turbulenzen auf dem Energiemarkt aufgrund des Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine geschuldet waren, konnten durch steigende Verkaufspreise nur teilweise ausgeglichen werden. So wurde unter anderem auch beschlossen, während der Revision des Biomassekessels auf eine Produktion mit teurem Erdgas zu verzichten und stattdessen einen mehrwöchigen Werksstillstand vorzunehmen, der zusätzlich das Unternehmensergebnis belastete. Trotz etlicher Herausforderungen das Werk nach diesem langen Stillstand wieder hochzufahren (insbesondere bei der Abwasserklärung) gab es keine wesentlichen Verzögerungen. Durch den längerfristigen Ausfall der Turbine 5 aufgrund ungewöhnlicher massiver Schäden am Gehäuse und am Turbinenläufer musste deutlich mehr teurer Fremdstrom hinzugekauft werden. Durch die sehr hohen Verkaufspreise gab es bereits im Dezember 2022 mehrere Hinweise auf eine sinkende marktbedingte Nachfrage, welche sich dann auch in den Monaten Januar und Februar 2023 letztendlich in sinkenden Auftragsbeständen manifestierte. 1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Wie oben erwähnt, erfolgt die Steuerung des Unternehmens im Wesentlichen über aus dem IFRS-Berichtspaket abgeleitete Kennzahlen. Die Kennzahlen EBIT und EBITDA zeigen im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung. Hauptursachen dafür sind die zuvor beschriebenen Sachverhalte. Die Kapitalverzinsung (ROCE in %) hat sich aufgrund des besseren Ergebnisses bei gleich hohem gebundenem Kapital ebenfalls verbessert. Im Folgenden wurden die für Steuerungszwecke herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren laut IFRS-Berichtspaket hiervon abweichend aus dem handelsrechtlichen Zahlenwerk abgeleitet, um den Bezug zum vorliegenden Jahresabschluss herzustellen:
In unserer Prognose für das Jahr 2022 hatten wir mit einem leicht positiven EBITDA gerechnet; die Verkaufspreise konnten erwartungsgemäß erhöht werden. Allerdings wurden unsere Ziele für eine durchlaufende Produktion und eine hohe Eigenproduktion an Strom -wie weiter oben beschrieben- nicht vollständig umgesetzt werden, so dass insgesamt das Jahr unter unseren Erwartungen zurückblieb. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Investitionen und Umweltschutz Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen lagen mit TEUR 9.727 über denen des Vorjahres (TEUR 5.046). Die wesentlichen Großprojekte aus den Vorjahren konnten in den Jahren 2021 und 2022 abgeschlossen werden. Mitte/Ende 2022 wurden noch diverse neue Projekte angestoßen, wie z.B. der Austausch von diversen Prozess- und Qualitätsleitsystemen, der Neubau einer Walzenschleifmaschine sowie die Übernahme und Einbau von diversen technischen Anlagen aus den stillgelegten Werken Kvarnsveden und Veitsiluoto. Zur fortwährenden Inanspruchnahme der Ausnahmeregelungen bei Strom- und Energiesteuer und anderen gesetzlichen Energieumlagen, die der Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen von energieintensiven Industrien dienen, wurde im Jahr 2012 ein Energiemanagementsystem eingeführt. Die Rezertifizierung nach dem Regelwerk ISO 50001:2018 erfolgte im Oktober 2022 ohne Abweichungen. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022, wie auch in den Vorjahren, Emissionszertifikate im Bestand. Der Verbrauch des Jahres 2022 ist noch nicht endgültig validiert. Personal- und Sozialangelegenheiten Der Personalstand der Gesellschaft lag am Bilanzstichtag bei 411 Mitarbeitern (Vorjahr: 393 Mitarbeiter). Die Personalaufwendungen lagen mit TEUR 35.078 über dem Vorjahr (TEUR 30.669). Sie betragen 9,1 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 12,3 %). Der durchschnittliche Krankenstand betrug in 2022 9,3 % (Vorjahr: 7,0 %). Im Bereich der Arbeitssicherheit konnten die gesetzten Ziele nicht erreicht werden. Es ereigneten sich sieben Unfälle mit Ausfallzeit (LTI), was ein negativer Spitzenwert für die letzten Jahre bedeutet. Im Vergleich mit den anderen Papierwerken von Stora Enso Paper liegt Maxau daher auf dem vorletzten Platz. Es bleibt weiterhin wichtig, das Bewusstsein der Mitarbeiter für Arbeitssicherheit permanent wach zu halten. Werkzeuge dazu bleiben die Erfassung von Auffälligkeiten als sog. Sicherheitsbeobachtungen in einem allen Mitarbeitern zugänglichen Dokumentations-System, die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und die intensive Aufarbeitung von Ursachen für schwere Vorfälle auch aus anderen Werken. Der jährlich stattfindende Safety Day wurde von den Mitarbeitern sehr gut angenommen. 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Aussichten für das Jahr 2023 sind ungewiss. Die hohen Verkaufspreise wirken als Beschleuniger des Nachfragerückgangs und das Bemühen der Papierhersteller um zumindest gleichbleibende Auslastung erhöht zwangsweise wiederum den Druck auf die Verkaufspreise, welche aber jedoch aufgrund der weiterhin hohen Rohstoffkosten kaum gesenkt werden können. Die Auslastung der Produktion hat sich in den ersten Monaten 2023 im Gegensatz zu den Vormonaten verschlechtert. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen, insbesondere Altpapier, Holz und Chemikalien, ist durchaus mit Risiken behaftet. Im Bereich Altpapier konnten zwar in den letzten Monaten Preisreduktionen erzielt werden, jedoch befindet man sich noch deutlich über 200€/Tonne. Holz ist zwar gut verfügbar, jedoch zwingt der sehr aktive Borkenkäfer in Rheinland-Pfalz und Hessen etliche Forstbetriebe zu ungeplanten Einschlägen. Aufgrund der starken Austrocknung dieses Holzes ist ein Einsatz in der Produktion nur bedingt geeignet. Bedingt durch die starke Nachfrage nach Brennholz mussten beim Schleifholz Preiszugeständnisse im zweiten Halbjahr 2022 gemacht werden. Sämtliche Chemikalien wurden durch die hohen Kosten von Erdgas, welches für die chemische Industrie zwingend notwendig ist, deutlich teurer. Ferner führten Stillstände, wie z.B. bei Düngemittelherstellern zu Entfall von Koppelprodukten, wie z.B. Harnstoffen, was sich in einem deutlichen Rückgang des Angebotes widerspiegelte. Im Bereich der Brennstoffe gehen wir von einer ausreichenden Versorgung von Ersatzbrennstoffen und Kohle aus. Der Biomassemarkt ist jedoch seit dem dritten Quartal 2021 angespannt. Mitunter können die benötigten Mengen nicht beschafft werden, daher muss teilweise auf den Ersatzrohstoff Kohle zurückgegriffen werden. Die Preise für unseren Hauptrohstoff Biomasse haben auch im Jahr 2022 zugelegt und befinden sich derzeit auf einem eher stabilen Niveau. Die Personalkosten werden insbesondere durch die Tariferhöhungen auch im Jahr 2023 ansteigen. Die planmäßigen Abschreibungen werden sich im Vergleich zu 2022 um ca. TEUR 600 erhöhen. Grund dafür sind die unterjährigen Aktivierungen von Großinvestitionen des Jahres 2022, welche im Jahr 2023 erstmals abschreibungswirksam werden. In Summe erwarten wir für das Jahr 2023 dennoch ein positives EBITDA, leicht über dem Niveau des Vorjahres. Unser Ziel muss es sein, die Produktion auszulasten und die Schwankungen bei den Rohstoffen im Preis und Angebot geringzuhalten. Durch die kurzfristige Wiederinbetriebnahme der Turbine 7 können wir unsere Eigenproduktion von Strom erhöhen, bis die Turbine 5 wieder instandgesetzt worden ist. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wollen wir uns weiter verbessern. Die Umsetzung der Erkenntnisse aus den Mitarbeiterumfragen der Vorjahre sollte die Mitarbeiterzufriedenheit wieder steigern können. Bei der Arbeitssicherheit muss das stabil gute Niveau der Vorjahre wieder erreicht werden. Die wichtigsten operativen Ziele der Gesellschaft im Jahr 2023 sind:
Die Chancen der Gesellschaft liegen in der beständig guten Wettbewerbsposition und in der Erreichung der beschriebenen Ziele. Die Geschäftsführung hat ein Risikomanagementsystem installiert, das die erkennbaren wesentlichen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet und vorausschauend steuert. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken hat der Konzern seinen Selbstversicherungsumfang festgelegt. Darüber hinaus sind im Rahmen des Stora Enso Risk Managements Versicherungen abgeschlossen, insbesondere für Sach- und Ausfallschäden an unseren Produktionsanlagen. Regelmäßige Begehungen des Versicherers zur Sicherstellung, dass schadenverhindernde und -begrenzende Einrichtungen installiert sind, finden statt. Zur Gewährleistung ordnungsgemäßen Handelns und zur Vermeidung von Risiken hat der Konzern einen Code of Conduct kommuniziert, der auch eine Business Practice Policy beinhaltet. Alle Lieferanten haben sich zur Einhaltung dieser Regeln verpflichtet. Wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung sind der rollierende Planungsprozess sowie das umfangreiche Berichtswesen. Im Rahmen der Controlling-Tätigkeit werden monatlich die Ist-Größen den Ziel-Größen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert, um gegebenenfalls unverzüglich steuernd einzugreifen. Die Überwachung der internen kaufmännischen Prozesse erfolgt über regelmäßige interne Kontrollen, die in einem eigens dafür eingerichteten Konzernsystem dokumentiert werden. Für Maßnahmen zur Begrenzung finanzieller Risiken gibt es eine vom Konzern Stora Enso Oyj eingeführte Commodity Hedging Policy sowie eine Energy Risk Management Policy. Diese geben einen Rahmen für die unternehmensindividuelle Absicherung dieser Risikobereiche vor. Im Zuge des Unternehmensverkaufes wurden sämtliche Hedging Geschäfte mit der Stora Enso Oyj rückabgewickelt. Die Gesellschaft etablierte jedoch im Jahr 2022 ein eigenständiges Hedgingsystem mit dem Stromlieferanten, welches auch bei dem Übergang zum neuen Eigentümer wirksam bleibt. Kundenkreditausfallrisiken werden durch individuelle Kreditlimits begrenzt und wurden im Rahmen der bestehenden Factoring-Kontrakte bis zum Ausscheiden aus dem Cash Pool der Stora Enso Oyj abgedeckt. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken, die sich aus dem Ausscheiden aus dem Cash Pool der Stora Enso Oyj zum 28. Februar 2023 und der noch nicht vollzogenen Einbeziehung in die Finanzierungsstrukturen des neuen Gesellschafters ergeben können, wurde durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 17,0 Mio. zum 28. Februar 2023 entgegengewirkt. Zusammenfassend wird von der Geschäftsführung eingeschätzt, dass die bekannten Risiken im Vergleich zum Vorjahr durch geeignete Maßnahmen weitgehend begrenzt werden können. Die Gesamtbeurteilung der wesentlichen Chancen und Risiken lässt derzeit keine Risiken erkennen, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Unternehmensübergang von der Stora Enso Paper GmbH zur Schwarz Produktion wurde zum 28.02.2023 vollzogen, da sämtliche aufschiebenden Bedingungen aus dem Kaufvertrag erfüllt sind. Mit Übernahme durch die Schwarz Produktion wird der Gesellschaftsvertrag, hier insbesondere die Firma, geändert werden. Seit Ende September werden regelmäßige Workshops aller drei Parteien abgehalten, um die Integration möglichst ohne Störungen des Tagesgeschäftes gewährleisten zu können. Durch den Abschluss von Service Agreements soll ausreichend Zeit geschaffen werden, die Integration erfolgreich abzuschließen. Die Kommunikation zwischen den Parteien erfolgt permanent unter der Aufsicht von Rechtsanwälten, damit kartellrechtliche Vorgaben eingehalten werden. Aufgrund dessen sind Gespräche über eine zukünftige strategische Ausrichtung unseres Werkes u.a. in Bezug auf Produktionsmengen, Produkte, Preise und Einkauf, etc. strengstens untersagt, was aktuell diverse Unsicherheiten für das Jahr 2023 zur Folge hat.
1 Pressemitteilung vom 13.1.2023:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Aufgrund ihres geringen Umfangs und ihres Betriebskostencharakters werden die sonstigen Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Bei den nachfolgenden Zahlen und Tabellen können sich aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) ergeben. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit Ausnahme
unverändert angewandt. 1. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren. Die Sachanlagen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden seit dem 1. Januar 2008 linear abgeschrieben. Die in früheren Jahren angeschafften Vermögensgegenstände wurden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer, in der Regel degressiv, abgeschrieben. Die Umstellung von der degressiven Abschreibung auf die gleichmäßige Verteilung des Restwertes auf die Restnutzungsdauer erfolgt in dem Jahr, in dem der Übergang zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt als die Fortführung der degressiven Abschreibung. Bei Anwendung der linearen Abschreibungsmethode auf diese Vermögensgegenstände hätten sich im Jahr 2022 nur geringfügige Abweichungen ergeben. Den Abschreibungen auf Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250,00 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. In den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden die Reparaturmaterialien und Ersatzteile, die im Zusammenhang mit den technischen Anlagen und Maschinen stehen, ausgewiesen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Unentgeltlich staatlich zugeteilte Schadstoffemissionsrechte werden zum Erinnerungswert bewertet und unter den Vorräten ausgewiesen. Sofern zusätzlich Schadstoffemissionsrechte erworben werden, werden sie mit ihren Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis der Emissionsrechte unter die Anschaffungskosten gefallen ist. Falls zum Jahresende eine Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsberechtigungen besteht, wird eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB gebildet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert der dem Unternehmen für das Geschäftsjahr unentgeltlich zur Verfügung gestellten Emissionsberechtigungen sowie bei Erwerb dem Buchwert der im Bestand befindlichen zugekauften Emissionsberechtigungen. Werden darüber hinaus zur Erfüllung der Verpflichtung weitere Emissionsberechtigungen benötigt, werden diese bei der Rückstellungsbewertung mit ihrem Zeitwert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Passivierung der Rückstellung mindert den Gewinn, soweit entgeltlich erworbene bzw. zu erwerbende Emissionsberechtigungen zur Erfüllung der Abgabeverpflichtung verwendet werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die (anderen) Gewinnrücklagen resultieren aus Umstellungseffekten aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vorangegangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Abzinsung werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung herausgegebenen Abzinsungszinssätze zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79 % p.a. (Vorjahr: 1,87 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) und Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % p.a. (Vorjahr: 1,80 % p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Gesellschaft hat Rückdeckungsversicherungsverträge zur Finanzierung unmittelbarer Pensionszusagen abgeschlossen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden erstmalig im Berichtsjahr unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) bewertet. Sofern eine (teilweise oder volle) Kongruenz zwischen den Zahlungsströmen aus der Pensionszusage und den Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung vorliegt, erfolgt insofern auf der Aktiv- und der Passivseite der Bilanz eine korrespondierende Bewertung unter Anwendung des Deckungskapitalverfahrens mit Aktivprimat. Durch den erstmaligen Einbezug von Rückdeckungsversicherungsverträgen in die kongruente Bewertung ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein ergebnisverbessender Unterschiedsbetrag von EUR 33.232 im Vergleich zu dem bisher bilanzierten vom Versicherungsträger ermittelten Passivwert. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck für bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,59 % p.a. (Vorjahr: 0,40 % p.a.) für bereits abgeschlossene bzw. 0,84 % p.a. (Vorjahr: 0,67 % p.a.) für zukünftige potenzielle Vereinbarungen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) zugrunde gelegt. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Abfindungscharakters in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Erfüllungsverpflichtungen wurden anteilig berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,93 % p.a. (Vorjahr: 0,77 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) zugrunde gelegt. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. 6. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. 7. Bewertungseinheiten Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Preis- und Wechselkursrisiken werden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). 8. Latente Steuern Latente Steuern auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden in Vorjahren nicht auf Ebene der Gesellschaft (Organgesellschaft) angesetzt, da mit der Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, (Organträgerin) eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft besteht. Infolge des bevorstehenden Verkaufs der Gesellschaft und der damit verbundenen Beendigung des Organschaftsverhältnisses sind bei der Organgesellschaft als auch bei der Organträgerin anteilig latente Steuern zu bilden. Bei der Organgesellschaft sind latente Steuern für die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen in den Perioden nach Beendigung des Organschaftverhältnisses zu bilden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Passive latente Steuern aus der nur handelsbilanziell erfolgten Aufstockung von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten und zusätzlich auf bestehende steuerliche Verlustvorträge, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist, verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende passive Steuerlatenzen werden in Ausübung der Passivierungspflicht erstmals zum 31. Dezember 2022 auf Ebene der Gesellschaft für den Zeitraum nach Beendigung des Organschaftsverhältnisses angesetzt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus:
Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein effektiver Steuersatz von 31,575 % (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,75 % für die Gewerbesteuer) in Ansatz gebracht. III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind in der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt. 2. Umlaufvermögen Bei den unter den Vorräten bilanzierten Schadstoffemissionsrechten handelt es sich um staatlich zugeteilte unentgeltliche Schadstoffemissionsrechte, die zum Erinnerungswert angesetzt wurden. Ihr Zeitwert beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 13.305 (Vorjahr: TEUR 12.437). Der Buchwert der den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zugeordneten Reparaturmaterialien und Ersatzteile, die im Zusammenhang mit den technischen Anlagen und Maschinen stehen, beträgt TEUR 14.808 (Vorjahr: TEUR 15.434). Auf den Bestand an Reparaturmaterialien und Ersatzteilen, dessen Lagerdauer fünf Jahre übersteigt, wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.232 (Vorjahr: TEUR 9.151) unter Berücksichtigung des Schrottwerts vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der bislang gültige Factoringvertrag wurde zum Bilanzstichtag beendet. Die Gesellschaft hat alle unterjährig verkauften und abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 zurückgekauft; der Gesamtwert der im Vorjahr verkauften und abgetretenen Forderungen belief sich auf TEUR 14.869. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen im Wesentlichen Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 6.683, Vorjahr: TEUR 5.451). Zum 31. Dezember 2021 bestand darüber hinaus ein Cashpool-Guthaben von TEUR 1.474 (per 31. Dezember 2022 Verbindlichkeit). Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Verrechnung mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.842 (Vorjahr: TEUR 2.258) aufgrund der Gleichartigkeit und Gleichfälligkeit. Die Forderungen gegenüber Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 10.246 (Vorjahr: TEUR 84.112) und betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von TEUR 9.392 (Vorjahr: TEUR 80.614). Die übrigen Forderungen gegenüber Gesellschafter resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert TEUR 18.000. Die Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) betragen unverändert TEUR 86 und resultieren aus der erfolgsneutralen Auflösung von Jubiläumsrückstellungen aufgrund der Übergangsvorschriften des BilMoG gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 und 3 EGHGB. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 1.923 (Vorjahr: TEUR 2.940) und entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,79 % p.a.) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,45 % p. a.). Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 65) und resultiert aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Die zur Ausschüttung gesperrten Beträge sind vollständig durch das frei verwendbare Eigenkapital (Kapitalrücklage von TEUR 76.875) gedeckt. 4. Rückstellungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 43.338 (Vorjahr: TEUR 41.349). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 303) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Rückdeckungsversicherungen eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens, der sich aus der verzinslichen Ansammlung der geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen ergibt, entspricht dem vom Versicherer bestätigten Deckungskapital in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 303). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 210). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 34) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 29) ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 7.057. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 470 gemäß den Vorschriften des BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 941. Unter Berücksichtigung der dargestellten Verrechnungen ergibt sich die bilanzielle Abbildung der Pensionsverpflichtungen wie folgt:
Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.032 (Vorjahr: TEUR 2.827). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 709) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich eine Netto-Verpflichtung in Höhe von TEUR 2.334 (Vorjahr: TEUR 2.118). Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Wertpapierguthaben eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 709) wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere belaufen sich auf TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 712). Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 2) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteileitverpflichtungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 20) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 22) ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten daneben im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, für ungewisse Verbindlichkeiten und Rückstellungen für Kundenboni. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die überwiegend aus Rohstofflieferungen und dem Einkauf von Handelsware resultieren, bestehen die gesetzlichen Sicherungsansprüche und dem üblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 30.777) umfassen im Wesentlichen den Cashpool (TEUR: 324, Vorjahr: Guthaben TEUR 1.474) sowie Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 667; Vorjahr: TEUR 705). Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die Darlehen von verbundenen Unternehmen vollständig zurückgeführt (Vorjahr: Darlehen nebst Darlehenszinsen TEUR 30.074). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 6.729 (Vorjahr: TEUR 0). Aufgrund des aus dem "Sachsen-Deal" drohenden Verlustes wurde im Vorjahr eine Rückstellung gebildet, die nach Verrechnung aller Inanspruchnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen verbleibenden Wert von TEUR 6.729 hatte und zum Bilanzstichtag gemäß Vereinbarung vom 30. November 2022 vollständig an das Mutterunternehmen Stora Enso Paper GmbH übertragen wurde. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund Vertragsbeendigung keine Rückzahlungsverpflichtungen aus Factoring mehr enthalten (Vorjahr: TEUR 1.798). 6. Passive Latente Steuern
7. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen und Bestellobligo bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 4.936 (Vorjahr: TEUR 2.806) und betreffen im Wesentlichen das Bestellobligo (TEUR 3.653; Vorjahr: TEUR 2.274). Bei den enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträge) handelt es sich in allen Fällen um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen nutzte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren die Möglichkeit zum Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eins echten Factorings, um das Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu optimieren. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft jedoch keine Forderungen mehr verkauft und abgetreten, da der Factoringvertrag zum 31. Dezember 2022 beendet wurde (Vorjahr: TEUR 14.869). Darüber hinaus bestehen, wie im Vorjahr, keine weiteren anzugebenden nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 8. Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um Commodity Swaps sowie um Devisentermingeschäfte. Derartige Geschäfte werden zentral über die Stora Enso Oyj abgeschlossen, welche die wirtschaftlichen Effekte anschließend an die Gesellschaft weitergibt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Marktpreisen und Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei Preisänderungsrisiken aus Stromeinkaufs-/-verkaufsverträgen sowie bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. bei geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten als Mikro-Hedges im Sinne des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird grundsätzlich die sogenannte Einfrierungsmethode angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand geeigneter Methoden (Critical-Term-Match-Methode) festgestellt. Grundlage für die Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Zum Bilanzstichtag bestanden noch folgende derivative Finanzinstrumente auf Stromeinkäufe und Währungen, die zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden:
Mit den Commodity Swaps wurden in vergangenen Jahren Einkaufspreise für künftige Stromeinkäufe abgesichert. Die bereits für das Jahr 2023 geschlossenen Absicherungsverträge wurden im Geschäftsjahr durch die Gesellschaft an die Konzernmutter Stora Enso Oyj verkauft. Die Devisenderivate wurden zum Zweck der Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen für geplante Transaktionen im Jahr 2022 erworben. Die gegenläufigen Wertänderungen der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der berücksichtigten schwebenden Geschäfte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäfte demselben Preisänderungsrisiko bzw. Fremdwährungsrisiko (USD, GBP, AUD) ausgesetzt sind. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente sind abhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Marktfaktoren. Die Einzelbewertung wurde unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten nach marktüblichen Methoden vorgenommen. Die Marktwerte für Commodity-Kontrakte wurden unter Bezugnahme auf notierte Marktpreise an Terminbörsen oder anderen zuverlässigen Marktquellen berechnet. Devisenoptionskontraktwerte wurden unter Verwendung von Marktpreisen zum Jahresende in Verbindung mit gängigen Optionspreismodellen berechnet. Devisentermingeschäfte wurden mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle Absicherungsverträge zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente endeten zum Bilanzstichtag. IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst und resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Magazinpapieren und Handelswaren. In geringfügigem Umfang werden daneben Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung, aus Schrottverkäufen sowie aus der Weiterberechnung von Verwaltungsdienstleistungen und Personalkosten an andere Konzerngesellschaften in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Nach geografisch bestimmten Märkten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. Erträge aus Beihilfeerstattungen des Umweltbundesamtes für indirekte CO 2-Kosten von TEUR 6.202 (Vorjahr: TEUR 5.571), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.226 (Vorjahr: TEUR 177) sowie Erträge aus dem Verkauf von bereits für 2023 abgeschlossenen Energie-Hedgepositionen für künftige Stromeinkäufe von TEUR 8.967. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus
Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 72). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bilden die Frachtkosten von TEUR 20.081 (Vorjahr: TEUR 15.360), die Kommissionen von TEUR 5.728 (Vorjahr: TEUR 7.247) sowie die Managementgebühren und Umlagen von TEUR 6.854 (Vorjahr: TEUR 5.257) die wesentlichen gewöhnlichen Posten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten darüber hinaus
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 29). 4. Z insen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Altersteilzeit-, Jubiläums- und Pensionsrückstellungen - vor den Auswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellung - betragen TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 908). Die Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes belaufen sich auf TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 2.185). V. ERGÄNZENDE ANGABEN1. Haftungsverhältnisse Fehlbeträge aus der Subsidiärhaftung als Trägerunternehmen einer Unterstützungskasse wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften für die Berechnung von Pensionsrückstellungen unter erstmaliger Anwendung des IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" ermittelt. Für nicht passivierte Pensionsverpflichtungen besteht eine Unterdeckung von TEUR 2.060. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung wird aufgrund der erwarteten Überschüsse aus dem Vermögen der Versorgungseinrichtung (bei künftig steigenden Zinsen) und der Möglichkeit, eine Leistungskürzung der externen Versorgungseinrichtung durch Zahlung zusätzlicher Beiträge zu verhindern, nicht ausgeschlossen, aber als gering eingestuft. 2. Angabe zu den Organen der Gesellschaft Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Hauptberuf ist Herr Joachim Grünewald, Ettlingen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 144). Die Höhe der für diesen Personenkreis gebildeten Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 2.151 (Vorjahr: TEUR 1.916). 3. Angaben zu den Arbeitnehmern Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr und Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 69 inklusive Auslagen (Vorjahr: TEUR 64). Es wurden keine Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen berechnet. 5. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Stora Enso Maxau GmbH ist zum Bilanzstichtag ein 100%iges Tochterunternehmen der Stora Enso Paper GmbH. Sie ist über die Stora Enso Paper Oy, Helsinki/Finnland, ein mittelbares Tochterunternehmen der Stora Enso Oyj. Die Gesellschaft hat daher alle Unternehmen, zu denen sich Stora Enso Oyj in einem direkten oder indirekten Mehrheitsverhältnis befindet, als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB angesehen. Die Konzernobergesellschaft Stora Enso Oyj stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Helsinki/Finnland unter der Nummer 828 offengelegt und kann im Internet (www.storaenso.com) abgerufen werden. Zudem wird der Konzernabschluss der Stora Enso Oyj zum 31. Dezember 2022 im Unternehmensregister der Stora Enso Paper GmbH offengelegt. 6. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird der Verlust von TEUR 9.392 (Vorjahr: TEUR 80.614), von der Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, ausgeglichen. 7. Ereignisse nach dem Stichtag Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 12. September 2022 werden sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft mit Wirkung zum 28. Februar 2023 veräußert. Im Zuge des Verkaufsprozesses wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Dezember 2022 das Geschäftsjahr geändert. Durch die Einlegung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 28. Februar 2023 wird der Anschluss an das neue Geschäftsjahr, das am 1. März eines Jahres beginnt und am 28./29. Februar des Folgejahres endet, hergestellt. Der zwischen der Gesellschaft und der Stora Enso Paper GmbH bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2023, 24:00 Uhr, gekündigt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Februar 2023 wurde eine Kapitalerhöhung zum 28. Februar 2023 von EUR 17,0 Mio. beschlossen. Diese Eigenkapitalerhöhung dient im Wesentlichen zur Sicherstellung der Liquidität für den Übergang der Gesellschaft an ein Tochterunternehmen der Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG, Weißenfels, da das Bankkonto der Gesellschaft zum 28. Februar 2023 vom Cashpool der Stora Enso Oyj getrennt wird. Es ist geplant, im März 2023 den Gesellschaftsvertrag u.a. hinsichtlich der Firma zu ändern. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Karlsruhe, den 28. Februar 2023 Stora Enso Maxau GmbH Joachim Grünewald, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Maxauer Papierfabrik GmbH (vormals Stora Enso Maxau GmbH), Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Maxauer Papierfabrik GmbH (vormals Stora Enso Maxau GmbH), Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maxauer Papierfabrik GmbH (vormals Stora Enso Maxau GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 17. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Werner Horn, Wirtschaftsprüfer ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 18.10.2023 festgestellt. |
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