Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Poly-clip System GmbH & Co. KG
65795 Hattersheim am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Poly-clip System GmbH & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Poly-clip System GmbH & Co. KGHattersheim am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim Prüfungsurteile "Wir haben den Konzernabschluss der Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Poly-clip System GmbH 84 Co. KG, Hattersheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Frankfurt am Main, 30. Juni 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Martin Hartauer, Wirtschaftsprüfer Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde in entsprechender Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Die Poly-clip System GmbH & Co. KG wird beim Registergericht Frankfurt am Main unter HRA 27825 geführt. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim am Main (Deutschland), sowie 5 inländische und 34 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen. At equity flossen 7 Gesellschaften in den Konzernabschluss ein, davon eine deutsche Gesellschaft. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich bei den vollkonsolidierten Unternehmen nachfolgend dargestellte Veränderung ergeben. Sämtliche Veränderungen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Zum 30.01.2022 wurde die KeLiPu Trading (Shanghai) Co. Ltd, Shanghai (China), als 100 %ige Tochtergesellschaft der Process-Pack International GmbH, Hattersheim am Main (Deutschland) in bar gegründet und in den Konzernabschluss im Zuge der Vollkonsolidierung einbezogen. Zum 07.10.2022 wurde die Ermees LTD, Thessaloniki (Griechenland), als 100 %ige Tochtergesellschaft der Process-Pack International GmbH, Hattersheim am Main (Deutschland) in bar gegründet und in den Konzernabschluss im Zuge der Vollkonsolidierung einbezogen. Zum 30.11.2022 wurde 90 % der Anteile an der Svensk Charksupport AB, Hisings Backa (Schweden) von der Process-Pack International GmbH, Hattersheim am Main (Deutschland) erworben. Diese wurde zum 31.12.2022 erstkonsolidiert. Zum 28.06.2022 wurden weitere 18 % an der TechPartner S.r.l, Muggio (Italien) erworben, damit wurde die Gesellschaft zu einer 100 %igen Tochtergesellschaft der Process-Pack International GmbH, Hattersheim am Main (Deutschland) die im Zuge der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Zum 13.07.2022 wurden die QUOTA Beteiligungs GmbH, Hattersheim (Deutschland) auf die NexxT! GmbH, Hattersheim (Deutschland) Verschmolzen und zum 22.09.2022 von NexxT! GmbH in QUOTA GmbH umbenannt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die übrigen wesentlichen Beteiligungen sind gemäß § 313 Abs. 2 HGB am Ende des Anhangs einzeln aufgelistet. III. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bzw. der Stichtag des Teilkonzernabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der Process-Pack International GmbH zum 31.8.2019 hat sich ein passiver Unterschiedsbetrag von 37,7 Mio. Euro ergeben. Abweichend zur Behandlung im Einzelabschluss der Poly-clip System GmbH & Co. KG (Einlage zu Buchwerten) wurde im Zuge der Erstkonsolidierung der Wert der eingebrachten Beteiligung an der Process-Pack GmbH & Co. KG mit dem Zeitwert von 97,2 Mio. EUR angesetzt. Darüber hinaus wurden die durch den Teilkonzern eingebrachten Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen einer Kaufpreisallokation neu bewertet und stille Reserven bzw. Lasten aufgedeckt. Stille Reserven ergaben sich vor allem im Vorratsvermögen und Auftragsbestand (5,2 Mio. EUR). Stille Lasten waren im Bereich der Grundstücke und Gebäude zu verzeichnen (-2,8 Mio. EUR). Latente Steuern wurden entsprechend in Höhe von 11,9 % berücksichtigt. Ursächlich für den Großteil des passiven Unterschiedsbetrags sind zum Erstkonsolidierungszeitpunkt negative Ertragsentwicklungen, die Aufgrund von verschiedenen geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb des eingebrachten Teilkonzerns erwartet werden. Eine Auflösung erfolgt bei Eintreten der negativen Entwicklungen. Soweit der passive Unterschiedsbetrag auf die aktivierten stillen Reserven entfällt (siehe vorangehend), erfolgt eine Auflösung entsprechend der Fortschreibung der stillen Reserven. Aus der Erstkonsolidierung der Svensk Chorksupport AB, Hisings Bocko (Schweden) ergab sich ein aktiver Geschäfts- oder Firmenwert von 1,4 Mio. EUR, der über fünf Jahre planmäßig abgeschrieben wird. Die Abschreibungsdauer orientiert sich vor allem an der erwarteten Dauer der Kundenbindung. Der Ansatz der at equity bilanzierten Beteiligungen erfolgt gem. § 312 HGB mit dem Buchwert. Bei folgenden Gesellschaften ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital:
Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet worden. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzpositionen zugeordnet, ergebniswirksam verrechnet oder erfolgsneutral in die Währungsrücklage eingestellt. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden so weit anwendbar saldiert ausgewiesen. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich die Differenzen in den späteren Geschäftsjahren ausgleichen. Die Werte des Jahresabschlusses der ausländischen Gesellschaften wurden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Zudem wurden hier weitere Währungsdifferenzen aus der Schulden- und Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfasst. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. IV. Rechnungslegungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Der Jahresüberschuss umfasst das Ergebnis des Geschäftsjahres einschließlich der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Der Konzernjahresüberschuss umfasst den Anteil am Jahresergebnis, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist. Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet. Das Anlagevermögen ist, soweit zulässig, degressiv und linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit der noch vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte mit durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden die Einzelkosten und angemessene Anteile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderten Verwertbarkeit ergaben, sind durch Abwertungen in ausreichendem Umfang berücksichtigt worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten sind zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von grundsätzlich 1 % des Forderungsbetrages Rechnung getragen. Im Einzelnen fassbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Die Pensionsverpflichtungen werden nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels des modifizierten Teilwertverfahrens. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,45 %. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,05 % bei den Entgelten und Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 0,0 %. Der Unterschiedsbetrag durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre beläuft sich auf TEUR 1.089. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Auf § 172 Abs. 4 Satz 3 HGB wird hingewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind (sofern vorhanden) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz- Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden grundsätzlich auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden soweit anwendbar saldiert ausgewiesen. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie der Abschreibungen ergeben sich aus dem beigefügten Anlagespiegel, der integraler Bestandteil des Anhangs ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: (Vorjahresbeträge in Klammern)
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 1.098 (i.V. TEUR 368) und in den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 1.933 (i.V. TEUR 1.056) gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 2.664 (i.V. TEUR 1.475) und in den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 0 (i.V. TEUR 79) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten. 3. Latente Steuern Latente Steuern wurden auf Ebne der Einzelabschlüsse insbesondere gebildet auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, dem Vorratsvermögen sowie den Rückstellungen. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Im Wesentlichen ergaben sich die latenten Steuern hierbei aus der Eliminierung von Zwischengewinnen. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaft verwendet. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Latente Steuern sind in Höhe des aktivischen Überhangs von 4.119 TEUR bilanziell erfasst. Es sind keine nennenswerten passiven latenten Steuern angefallen. Die Ermittlung erfolgte mit dem jeweiligen Steuersatz der betroffenen Gesellschaft. In Deutschland erfolgte die Ermittlung der latenten Steuern mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 11,9 %, für die ausländischen Tochtergesellschaften wurden Steuersätze zwischen 9 % und 51 % angewandt. Der Anfangsbestand der aktiven latenten Steuern betrug TEUR 3.524, die Veränderung von TEUR 595 führte zu aktiven latenten Steuern von TEUR 4.119. 4. Eigenkapital Erwirtschaftete Ergebnisse der Tochtergesellschaften werden im Gewinnvortrag bzw. Bilanzgewinn ausgewiesen. Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel verwiesen. Der beim Mutterunternehmen angefallene und im Konzernjahresüberschuss enthaltene Gewinn von TEUR 23.619 (i. V. TEUR 18.613) wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 4.133 (i. V. TEUR 3.257) den Rücklagen zugeführt und in Höhe von TEUR 19.486 (i. V. TEUR 15.355) den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 8.546 (Resturlaub, Erfolgsbeteiligungen, Abfindungen und Altersteilzeit). Darüber hinaus sind darin Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften, für Beratung, Jahresabschlusskosten und Garantieleistungen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen hoben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: (Vorjahresbeträge in Klammern darunter)
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 3.794 (i.V. TEUR 1.650) und in den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 0 (i.V. TEUR 0) gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 0 (i.V. TEUR 207) und in den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 36 (i.V. TEUR 25) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten. VI. Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf die einzelnen Produktgruppen:
Der Umsatz wurde mit insgesamt 93 % (Vorjahr 93 %) im Ausland erzielt, davon:
2. Außergewöhnliche und periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen wie folgt enthalten:
Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie folgt enthalten:
3. Aufwendungen für Altersvorsorge Die sozialen Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersvorsorge von TEUR 535 (i. V. TEUR 1.556). 4. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 5.619). Im Vorjahr betrafen die außerplanmäßigen Abschreibungen die Abschreibung eines aktiven Unterschiedsbetrags aus der Erstkonsolidierung aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs der erstkonsolidierten Gesellschaften in 2021. 5. Auf- und Abzinsung von Rückstellungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 434 (i. V. TEUR 512) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. 6. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 6.742 (i. V. TEUR 1.875) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 6.730 (i. V. TEUR 2.862). 7. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten einen Ertrag aus der Zuführung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 595. 8. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter an Jahresüberschüssen betragen TEUR 1.160 (i.V. TEUR 1.108). VII. Sonstige Angaben 1. Offenlegungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden die Erleichterungen nach § 264 b HGB in Anspruch genommen:
Für folgende Gesellschaften werden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
2. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnissen und sonstige finanzielle Verpflichtungen Ein Kreditinstitut hat der Poly-clip System GmbH & Co. KG ein Darlehen in Höhe von 30 Mio. Euro gewährt, für dieses wurde eine Pari Passu Erklärung abgegeben. Zum 31.12. bestand die Verbindlichkeit in Höhe von 18 Mio. Euro. Am Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 13.377 (i.V. TEUR 11.013). 4. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare Bankguthaben und Kassenbestände. 5 Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die Poly-clip System Verwaltungs GmbH, Hattersheim am Main, ausgeübt. Deren Geschäftsführer sind:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Persönlich haftende Gesellschafter Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Poly-clip System Verwaltungs GmbH, Hattersheim am Main, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 30. 7. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 160. 8. Verbundene Unternehmen Im Rahmen der Vollkonsolidierung wurden, in den Konzernabschluss zum 31.12.2022 folgende Unternehmen einbezogene:
Die Poly-clip System GmbH & Co. KG stellten den Konzern für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Im Rahmen der at equity-Bewertung wurden in den Konzernabschluss zum 31.12.2022 folgende Unternehmen einbezogene:
9. Vorgänge von besonderer Bedeutung Die Folgen des von Russland ausgelösten Krieges in der Ukraine bekommen auch wir zu spüren. Unsere in 2020 gegründete Tochtergesellschaft in der Ukraine (100 % Beteiligung) versucht, den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten, um ihren Teil beizutragen die lokale Fleischindustrie weiterhin mit unseren Verbrauchsmaterialien wie Clip und Schlaufen zu beliefern und damit einen Beitrag zu leisten, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. In Russland sind wir seit vielen Jahren zu 51 % an einer Gesellschaft beteiligt, die unsere Produkte auf dem russischen Markt vertreibt. Neben dem Vertrieb gibt es dort eine Produktion für Clip zur Belieferung des lokalen Marktes. Vor Ausbruch des Krieges sollte die Gesellschaft weiter ausgebaut werden. Durch die veränderten Rahmenbedingungen müssen alle Optionen geprüft und neu bewertet werden. Die Belieferung der Gesellschaft mit Maschinen und Ersatzteilen wird durch die immer schärferen Sanktionen zunehmend schwieriger. Wenn wir den Markt in Russland und den in der Ukraine aufgeben müssten hat das auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine größeren Auswirkungen. Bilanz und finanzieller Beitrag sowie Umsatz und Ergebnisbeitrag der beiden lokalen Gesellschaften sind aus Konzernsicht von nachrangiger Bedeutung.
Hattersheim am Main, den 23. Juni 2023 Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim am Main vertreten durch Poly-clip System Verwaltungs GmbH, Hattersheim am Main Frank Niedecker Dr. Alexander Giehl Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 14. August 2023 festgestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim, im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung der Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim, für das Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht 20221. Grundlagen des Unternehmens Der Lagebericht gilt für den konsolidierten Jahresabschluss der Poly-clip System GmbH & Co. KG, Deutschland. Der Konzernabschluss der Poly-clip System GmbH & Co. KG umfasst neben der Muttergesellschaft 5 inländische und 34 ausländische vollkonsolidierte sowie 1 inländische und 6 ausländische at equity konsolidierte Gesellschaften. Die Betriebsstätten in Beijing und Shanghai (China) befinden sich in Schließung. Der Konzern ist überwiegend im Verkauf von Maschinen aus dem Sortiment der Poly-clip-System Gruppe sowie dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien (insbesondere Clip und Schlaufen) und Handelswaren tätig. Neben eigenen Produkten werden aber auch den Kundenbedarf ergänzende Produkte von Dritten verkauft. Die Maschinen werden in Deutschland produziert. Verbrauchsmaterialien werden neben Deutschland auch in Brasilien, Russland und Italien hergestellt. Darüber hinaus werden in Polen in einem Unternehmen Gewürze und in einem anderen Unternehmen Kunstdärme produziert. In einem weiteren Unternehmen in Deutschland werden die für unsere Clip erforderlichen Vormaterialien hergestellt. Der Vertrieb erfolgt weltweit insbesondere über konzerneigene Vertriebsgesellschaften oder über selbständige Vertretungen. Die Unternehmenssteuerung richtet sich an folgenden Produktgruppen aus:
Die Geschäftsbereiche stellen sich unverändert wie folgt dar:
2. Entwicklung wichtiger Absatzmärkte Die wichtigsten Absatzmärkte der Poly-clip System GmbH & Co. KG sind Europa und Amerika. Weitere, deutlich geringere Absatzmärkte stellen die Region Asien und Russland dar. Die hier aufgeführten Angaben zur Entwicklung der Absatzmärkte wurden vom VDMA mit Stand vom 20.03.2023 zur Verfügung gestellt. In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 Prozent. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 Prozent. Das Plus in den Entwickelten Volkswirtschaft betrug +2,2 Prozent, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 Prozent. In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dass es dennoch in der Euro-Zone zu höheren BIP-Zuwächsen als in den USA kam, liegt zum einen an pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten im Bereich Tourismus. Zum anderen spielen konjunkturstützende Maßnahmen aus der EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten eine Rolle. In den USA verlor der private Konsum im Laufe des Jahres 2022 an Fahrt, und die Bautätigkeit schrumpfte im hohen einstelligen Bereich. In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3 Prozent ausgesprochen schwach. Global betrachtet konnte der Maschinenumsatz im Jahr 2022 preisbereinigt um +2 Prozent gesteigert werden. In den 27 Ländern der Europäischen Union fiel der Zuwachs mit real +6 bzw. +3,5 Prozent höher aus als in den USA und China. Im Einzelnen entwickelte sich das BIB (Schätzung) in den großen Industriestaaten der EU wie folgt: Spanien (Plus 5,2 Prozent - Vorjahr Plus 5,5 Prozent), Italien (3,9 Prozent - Vorjahr Plus 6,7 Prozent), Frankreich (Plus 2,6 Prozent - Vorjahr Plus 6,8 Prozent) und Deutschland (Plus 1,9 Prozent - Vorjahr Plus 2,6 Prozent). Unter den anderen Industriestaaten erzielten die USA ein Plus von 2,0 Prozent nach einem Plus von 5,9 Prozent im Vorjahr und Großbritannien ein Plus von 4,1 Prozent nach einem Plus von 7,6 Prozent im Vorjahr. In Südamerika hat Brasilien ebenfalls ein Plus von 3,1 Prozent nach einem Plus von 5,0 Prozent im Vorjahr verzeichnet. China ist um 3,0 Prozent. In Russland konnte ein Rückgang von 2,2 Prozent verzeichnet werden, nach einem Plus von 4,7 Prozent im Vorjahr. 3. Entwicklung Maschinenbau In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigte sich auch die Maschinenindustrie im Jahr 2022 an vielen Standorten widerstandsfähig. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar ein höheres Produktionswachstum als erwartet, da sich die Engpasssituation bei einigen Vorprodukten entspannte. Insbesondere der Mangel an elektronischen Bauteilen ist jedoch für viele Unternehmen weiterhin deutlich spürbar. Das vierte Quartal wiederum war an den großen Maschinenbaustandorten außerhalb der EU-27 von einer Umsatzschwäche geprägt. In der EU spürten die Maschinenbauer zum Jahresende eine verminderte Investitionsgüternachfrage, die Umsätze entwickelten sich aufgrund der angesammelten Auftragsbestände aber weiter solide. Global betrachtet konnte der Maschinenumsatz im Jahr 2022 preisbereinigt um +2 Prozent gesteigert werden. In Japan sowie der EU-27 fiel der Zuwachs mit real +6 bzw. +3,5 Prozent höher aus als in den USA und China. China zeigte mit einem preisbereinigten Umsatzrückgang von real 1 Prozent die schlechteste Performance unter den TOP-5-Maschinenbauländern. In den USA war die Entwicklung mit Stagnation auf Vorjahresniveau nur geringfügig besser. Der nominale Zuwachs betrug hier zwar stattliche +12 Prozent, er war jedoch allein durch Preisanpassungen von durchschnittlich +12 Prozent entstanden. Das Phänomen des inflationären Auseinanderklaffens von nominalen und realen Steigerungsraten trifft letztlich auf alle Herstellerländer zu, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 Prozent zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 Prozent erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern. 4. Entwicklung weltweite Fleischproduktion Gemäß "statista" ist die Produktion von Fleisch weltweit von 355,5 Millionen Tonnen Schlachtgewicht in 2021 (Schätzung) auf 360,5 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (Prognose) oder um 1,4 Prozent (i.V. Anstieg um 2,2 Prozent) gestiegen. Der bisherige Höchstwert lag 2018 bei 342,2 Millionen Tonnen. 5. Wesentliche Entwicklungen der Produktgruppen Der Konzern der Poly-clip System GmbH & Co. KG konnte eine deutliche Umsatzsteigerung von 349,0 Mio. Euro in 2021 auf 390,3 Mio. Euro erzielen, was einer Steigerung um 11,8 Prozent entspricht. Diese verteilt sich wie folgt auf die Produktgruppen: Im Bereich Maschinenbau konnten die Umsätze um 6,4 Prozent, von 51,3 Mio. Euro auf 54,6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Bereich Clip & Schlaufen (Verbrauchsmaterial) erzielte 2021 104,9 Mio. Euro Umsatz und in 2022 119,4 Mio. Euro und damit ein Wachstum um 13,8 Prozent. Im Geschäftsjahr 2018 wurde damit begonnen, bei der 000 Poly-clip System, Russland eine eigene Clip Produktion aufzubauen, um die Versorgung des dortigen Marktes sicher zu stellen. Diese wurde stetig ausgebaut. Mit Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine wurde der Ausbau gestoppt. Von 69,6 Mio. Euro auf 81,3 Mio. Euro bzw. 16,8 Prozent konnte der Bereich Ersatzteile und Service seinen Umsatz steigern. Damit ist der Service die am stärksten gewachsene Produktgruppe in 2022. Der Bereich Handelsware erzielte einen Umsatz von 131,7 Mio. Euro in 2022, gegenüber 120,8 Mio. Euro in 2021. Zu Beginn der Pandemie hat sich der Konzern, dank seiner starken finanziellen Ausstattung, langfristig mit Material eindecken können. Auf Grund von langjährigen Lieferbeziehungen, die von gegenseitiger respektvoller Zusammenarbeit geprägt ist, gab es in 2022 keine Lieferengpässe. Die Materialversorgung für unsere Maschinen und Verbrauchsmaterialien ist auch für die Zukunft gesichert. 6. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Nach der massiven unterjährigen Erweiterung des Konsolidierungskreises in 2019 und der daraus resultierenden eingeschränkten Vergleichbarkeit der Abschlüsse 2019 und 2020, gibt es im Abschluss 2022 keine wesentlichen Änderungen zu 2021 und 2020. Die Umsatzerlöse liegen mit 390,3 Mio. Euro in 2022 deutlich über dem Vorjahreswert von 349,0 Mio. Euro. Für 2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von ca. 370 Mio. Euro geplant. Auf Grund der über den Erwartungen liegenden hohen Umsatzzuwächse im Bereich Service und Verbrauchsmaterial konnten dieser Wert übertroffen werden. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag 2021 bei 49,2 Prozent und 2022 bei 49,1 Prozent und ist damit fast unverändert. Der Personalaufwand ist mit 21,1 Prozent für 2021 und 20,1 für 2022 im Verhältnis zum Umsatz etwas niedriger ausgefallen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist von 15,4 Prozent im Vorjahr auf 17,5 Prozent im Berichtsjahr gestiegen. Im Zinsergebnis hat sich wie im Vorjahr der Diskontierungszinsaufwand im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellungen belastend ausgewirkt. Der Aufwand hieraus betrug TEUR 434 (i. V. TEUR 512). Aufgrund des Verkaufes von Wertpapieren hat sich ein sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von 4,3 Mio. Euro ergeben. Das Ergebnis vor Steuern liegt in 2022 bei 56,3 Mio. Euro und damit um 7,0 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 49,3 Mio. Euro. Der Grund liegt insbesondere an den erwähnten Umsatzzuwächsen im Bereich Ersatzteile/Service und Clip & Schlaufen. Das für 2022 geplante Ergebnis vor Steuern von ca. 45 Mio. Euro konnte somit deutlich übertroffen werden. Der Konzernjahresüberschuss 2022 beträgt 42,1 Mio. Euro nach Steuern und Anteilen Dritter und liegt damit um 6,2 Mio. Euro über dem Vorjahr mit 35,9 Mio. Euro. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 76,4 Mio. Euro erhöht. Auf der Aktivseite im Anlagevermögen haben sich insbesondere die Grundstücke und Bauten um 43,8 Mio. Euro erhöht und die Wertpapiere um 10,0 Mio. Euro reduziert. Im Umlaufvermögen hat sich der Wert der Vorräte um 23,6 Mio. Euro erhöht. Ursächlich dafür ist vor allem der Bestandsaufbau bei den Rohstoffen um 7,3 Mio. Euro, um die Produktion sicher zu stellen, sowie der Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren um 13,9 Mio. Euro. Die Forderungen haben sich aufgrund des Umsatzzuwachses um 7,3 Mio. Euro und die liquiden Mittel um 10,1 Mio. Euro erhöht. Aus der in 2019 erfolgten Erstkonsolidierung des neuen Teilkonzerns entstand zum 31.12.2019 ein passiver Unterschiedsbetrag von 32,9 Mio. Euro, der in weitestgehend unveränderter Form fortgeführt wird (vgl. hierzu auch die Angaben im Anhang). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nur gering um EUR 1,1 Mio. gestiegen, was im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen und dem Bestandsaufbau steht. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei 22,4 Mio. Euro (Vorjahr 38,1 Mio. Euro). Hierbei hat sich vor allem das Jahresergebnis positiv ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -11,3 Mio. Euro (Vorjahr TEUR 643 ). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (insbes. Tilgungen von Darlehen und Zuführung vom Gesellschafter) betrug -1,3 Mio. Euro (Vorjahr -9,3 Mio. Euro). Die Finanzlage bzw. Liquiditätsausstattung des Konzerns ist sehr gut, die Finanzmittel am Ende der Periode sind um 10,1 Mio. Euro von 81,5 Mio. Euro Ende 2021 auf 91,6 Mio. Euro für 2022 gestiegen. 7. Forschungs- und Entwicklungsbericht In dem konsolidierten Jahresabschluss führen wir hier auch die Tätigkeiten in unserer Entwicklungsabteilung auf. Die (Weiter-) Entwicklung unserer Maschinen und Clip wird durch die Mitarbeiter im Mutterunternehmen vorangetrieben. Die Tätigkeiten unserer Entwicklungsabteilung haben sich im Berichtsjahr auf die Weiterentwicklung der FCA und ICA Maschinengruppen konzentriert. 8. Risikomanagement Das Risikomanagement gliedert sich in mehrere Punkte:
Das Debitorenmanagement geht restriktiv bei säumigen Zahlern vor. Der Vertrieb kooperiert hierbei sehr eng mit der Debitorenbuchhaltung, so dass ständig neue Informationen zwischen beiden Abteilungen ausgetauscht werden und man so rechtzeitig säumige Zahler mit Liefersperre belegen kann. Die positive Entwicklung im Debitorenmanagement soll in Zukunft auch verstärkt auf die ausländischen Tochtergesellschaften übertragen werden. Besonders während der Corona-Krise und der damit einhergehenden Unsicherheit bezüglich der Lieferketten, stand der Bereich Rohstoffmanagement und damit die Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Fokus. Lieferzeiterhöhungen und Preisvolatilität musste mit geeigneten Mitteln begegnet werden. Hier zahlen sich die langfristigen Beziehungen und entsprechende Kontraktvereinbarungen aus. Die steigenden Rohstoffpreise bekommen aber auch wir deutlich zu spüren. Die Sicherheit der Versorgung mit Vormaterialien unserer Clipproduktion und die damit verbundenen Risiken werden durch ein Joint-Venture mit einem deutschen Unternehmen erheblich minimiert. Die Teileversorgung wird durch unser sogenanntes Produktionspartnerprogramm mit entsprechenden Rahmenverträgen und Einzelaufträgen, die an jeweils technische Spezifikation gebunden sind, abgesichert. Im Jahr 2021 haben wir weitere neue Teilelieferanten qualifiziert, auditiert und in unseren Zuliefererkreis aufgenommen und in 2022 weiter ausgebaut. Dies erfolgt in erster Linie aus zwei Gründen: zum einen, um die Qualität kontinuierlich zu verbessern, zum andern wegen der Ausweitung der Second-Source Strategie, die eine hohe Versorgungsicherheit und Wettbewerb bei den Lieferanten gewährleistet, der insbesondre vor dem Hintergrund von Lieferengpässen und stark steigender Preise immer wichtiger wird. Im Bereich IT-Management sind u. a. folgende wesentliche Projekte aufgesetzt worden bzw. ergaben sich folgende Entwicklungen:
Die Währungsrisiken der Muttergesellschaft werden als gering eingeschätzt, da der überwiegende Teil der Umsätze in Euro erzielt wird. Allerdings unterliegen unsere Tochtergesellschaften gewissen Währungskursrisiken. Soweit möglich, fakturieren wir weltweit in Euro oder tagesgenau aus Europreislisten in Landeswährung umgerechnet. Wo immer möglich unterhalten unsere Tochtergesellschaften Euro Konten. Die Einkäufe Ihrer Handelswaren erfolgen meist in Euro. Wir beabsichtigen, das Risikomanagement zur Absicherung der internationalen Währungskursschwankungen insbesondere in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Banken zu verstärken, um für die ansteigenden internationalen Anforderungen gut vorbereitet zu sein. 9. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Aufgrund der oben bereits erwähnten Tatsache (vgl. "7. Risikomanagement"), dass über die Tochtergesellschaften umfangreiche Konzernaktivitäten außerhalb des Euro-Raums stattfinden, unterliegt die Gruppe dem Risiko von Währungskursschwankungen. Die Tochtergesellschaften sind angehalten, soweit wie möglich in Euro zu fakturieren. Die Entwicklung der Austauschverhältnisse wird von uns permanent überwacht und ggf. Maßnahmen zur Vermeidung von größeren Schwankungen durchgeführt. Durch unsere nachhaltige Ausbildungsstrategie werden wir sowohl in Produktions- als auch in den Verwaltungs- und Vertriebsbereichen altersbedingte Abgänge überwiegend abfangen können. Das Risiko des "Fachkräftemangels" wird so abgemildert. Ein weiteres Risiko besteht in der Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der verkauften Produkte vor allem im Hinblick auf den technologischen Fortschritt. Die selbst erstellten bzw. entwickelten Maschinen und Verbrauchsmaterialien werden stetig an die Bedürfnisse der Abnehmer angepasst. Sie stellen eine weltweit führende Technologie dar. Die sich wandelnden Erfordernisse der Kunden werden im Rahmen der Entwicklungstätigkeit und stetig steigenden Anforderungen an das Qualitätsmanagement umgesetzt. Die Anforderungen der Automatisierung werden durch den Neubau einer Produktions- und Lagerhalle auf dem aktuellen Stand der Technik erfüllt. Hier wurde im 2. Halbjahr 2020 mit der Produktion unserer Clip gestartet und diese in 2021 und 2022 weiter optimiert. Durch die Innovationskraft des Konzerns gelingt es, fortlaufend neue Technologien erfolgreich am Markt zu platzieren. Nicht zuletzt dadurch entsteht die Chance, die Kundenbasis zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Beschaffungsseitig bestehen vor allem für die verarbeiteten Hauptrohstoffe grundsätzlich die Risiken der Verknappung und der Preissteigerung. Unsere Maßnahmen zur Abschwächung bzw. Vermeidung dieses Risikos werden unter "7. Risikomanagement" dargestellt. Die Corona-Pandemie hat sich auf den Maschinenumsatz 2020 negativ ausgewirkt, da viele Unternehmen auf Grund der herrschenden Unsicherheit geplante Investitionen nicht angegangen sind, diese dann aber in 2021 und 2022 nachgeholt haben. Gleichzeit konnten das Angebot an Serviceleistungen weiter ausgebaut werden. Die hohe Nachfrage im Einzelhandel sorgte dafür, dass im Bereich Clip und Schlaufen (Verbrauchsmaterial) ebenfalls hohe Zuwächse verzeichnet werden konnten. Die Folgen des von Russland ausgelösten Krieges in der Ukraine bekommen auch wir zu spüren. Unsere in 2020 gegründete Tochtergesellschaft in der Ukraine (100 % Beteiligung) versucht den Betrieb solange wie möglich aufrecht zu erhalten, um ihren Teil beizutragen, die lokale Fleischindustrie weiterhin mit unseren Verbrauchsmaterialien wie Clip und Schlaufen zu beliefern und damit einen Beitrag zu leisten, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. In Russland sind wir seit vielen Jahren zu 51 % an einer Gesellschaft beteiligt, die unsere Produkte auf dem russischen Markt vertreibt. Neben dem Vertrieb gibt es dort eine Produktion für Clip zur Belieferung des lokalen Marktes. Vor Ausbruch des Krieges sollte die Gesellschaft weiter ausgebaut werden. Durch die veränderten Rahmenbedingungen müssen alle Optionen geprüft und neu bewertet werden. Wenn wir den Markt Russland und den in der Ukraine aufgeben müssten, hat das auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine größeren Auswirkungen. Bilanz und finanzieller Beitrag sowie Umsatz und Ergebnisbeitrag der beiden lokalen Gesellschaften sind aus Konzernsicht von nachrangiger Bedeutung. 10. Prognosebericht und Ausblick Die folgenden Abschnitte "Weltwirtschaft" und "Maschinen- und Anlagenbau" basieren auf einer Einschätzung des VDMA vom 20.03.2023. Weltwirtschaft Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert der Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von +2,9 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2022 erwartet wurden. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Ein Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession dürfte so vermieden werden. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die ein schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen: So könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte eskalieren, und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum der größten Volkswirtschaften variiert 2023 stark. Lediglich im Vereinigten Königreich wird die Wirtschaftsleistung wohl um 0,6 Prozent schrumpfen. In den anderen Ländern sollte ein Rückgang vermieden werden. In China soll das Wachstum nach der schwachen Entwicklung 2022 im laufenden Jahr 2023 wieder nahe der Planzahl verlaufen: Der IWF prognostiziert +5,2 Prozent Anstieg. In Indien, der mittlerweile fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt, könnte es mit +6,1 Prozent Zuwachs erneut etwas dynamischer laufen. Die Zinsanhebungen der Zentralbanken nahezu weltweit zeigen bereits und sollten weiterhin Wirkung zeigen, sodass die Teuerungsrate mit weltweit +6,6 Prozent zwar hoch bleiben, aber niedriger als im Vorjahr ausfallen dürfte. Maschinen- und Anlagenbau Die VDMA-Volkswirte erwarten für das Jahr 2023 einen preisbereinigten Anstieg des Welt-Maschinenumsatzes um +1 Prozent, mit überdurchschnittlichen Zuwächsen in Indien (+6 Prozent) sowie China und im Vereinigten Königreich (jeweils +4 Prozent). Für die EU-27 wird ein Rückgang um -1 Prozent vorhergesagt. Noch schlechter fällt die Einschätzungen für die USA mit -3 Prozent aus. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) blickt optimistischer auf die deutsche Konjunktur in diesem Jahr als noch vor wenigen Monaten. Das Institut rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5 Prozent, nachdem es Mitte Dezember noch von +0,3 Prozent ausgegangen war. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zuletzt etwas aufgehellt, und die deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Energiekrise. Gleichwohl bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten. Die zuletzt deutlich rückläufigen Gaspreise stimulieren die Konjunktur zwar etwas. Sie entlasten aber vor allem den Staatshaushalt, der nun mit weniger Subventionen im Rahmen der Energiepreisbremsen einspringen muss. Der Preisanstieg hält sich hartnäckig und betrifft die gesamte Breite des Warenspektrums. Durch die hohen Preise sind die realen Lohnkosten so niedrig wie lange nicht mehr, während die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sprudeln. Das IfW Kiel rechnet in diesem Jahr mit einer Inflation von +5,4 Prozent. Wichtig sei ein entschlossenes Gegensteuern der Geldpolitik. Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -2 Prozent. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Und mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sich weiter entspannende Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. Insgesamt schauen laut VDMA-Blitzumfrage trotz aller Widrigkeiten knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch auf das bevorstehende Jahr, 38 Prozent der Befragten zeigen aber auch eine gemischte Stimmungslage. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt. Prognose und Ausblick für die Poly-clip System-Gruppe Wesentliche Änderungen der Geschäftstätigkeit der Poly-clip System Gruppe sind auch nach der Corona Pandemie nicht geplant. Die jeweiligen Unternehmensbereiche stellen starke, auf ihre Kernkompetenzen konzentrierte Säulen dar. Somit ist eine solide Basis für den Weg durch eine nur schwere einschätzbare Zukunft vorhanden. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland werden den Konzern 2023 weiter vor Herausforderungen stellen. Da ein Großteil der Produkte in die Lebensmittelindustrie geliefert wird, war die Gruppe von den Auswirkungen der Pandemie nicht so stark betroffen wie andere Wirtschaftszweige. Es konnten sogar deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielt werden. Die Investitionszurückhaltung aus 2020 wurde in 2021 und 2022 kompensiert. Der Bereich Verbrauchsmaterial wurde weiter ausgebaut und der Ersatzeil- und Servicebereich hat die Erwartungen übertroffen. Für 2023 gehen wir unter Berücksichtigung der Ukrainekriese und der Sanktionen gegen Russland davon aus, dass die Umsätze etwa auf dem Niveau von 2022 liegen. In Summe rechnen wir mit Umsatzerlösen von ca. 390 Mio. Euro. Im Hinblick auf das Ergebnis vor Steuern gehen wir von einer Größenordnung von 56 Mio. Euro aus. Wie in vergangenen Geschäftsjahren sollen Investitionen aus eigenen liquiden Mitteln erfolgen. Generell stufen wir die Finanzlage des Konzerns als sehr gut ein, da diese sich auch während der Krise weiter positiv entwickelt hat. Bisher waren keine Maßnahmen in größerem Umfang (wie bspw. Inanspruchnahme staatlicher Programme oder zusätzlicher Fremdmittel) erforderlich.
Hattersheim am Main, den 23. Juni 2023 Poly-clip System GmbH & Co. KG, Hattersheim vertreten durch Poly-clip System Verwaltungs-GmbH, Hattersheim Frank Niedecker Dr. Alexander Giehl |
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