LivEye Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Hennes seit 24.4.2026 | Prokura |
Markus Diederichs seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Schmitz seit 19.5.2025 | Prokura |
Carsten Simons seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LivEye GmbHFöhrenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024(gemäß § 327 HGB)Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024(gemäß § 327 HGB)
Anhang zum 31. Dezember 2024(gemäß § 327 HGB)I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der LivEye GmbH, Föhren ("Gesellschaft"), Amtsgericht Wittlich HRB 44506, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2024 wurde die Tochtergesellschaft CAO Systems GmbH, Föhren (übertragender Rechtsträger), auf die Gesellschaft verschmolzen; die Verschmelzung wurde wirksam am 22. August 2024. Die Verschmelzung führte zu einem Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 960. Durch die Verschmelzung gingen keine Arbeitnehmer auf die Gesellschaft über. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bis fünf Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Herstellungskosten d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen in der Regel acht Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 29,1 % (i.V. 29,1 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen Aufgrund der oben unter Punkt I.1 dargestellten Verschmelzung der CAO Systems GmbH, Föhren, zum 1. Januar 2024 auf die LivEye GmbH sind die Beträge in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2024 nicht mit den entsprechenden Beträgen des vorhergehenden Geschäftsjahres 2023 vergleichbar. Zur besseren Vergleichbarkeit werden für wesentliche Posten die nachstehenden Angaben gemacht:
* beinhaltet Anteile an der CAO Systems GmbH in
Höhe von TEUR 163.
** mit Konsolidierung der gegenseitigen Salden.
* beinhaltet Eigenkapital der CAO Systems GmbH
in Höhe von TEUR 56.
** mit Konsolidierung der gegenseitigen Salden.
* mit Konsolidierung der gegenseitigen
Umsätze und Aufwendungen.
Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2024 Beteiligungen i.S.v. § 271 Abs. 1 HGB an den folgenden Unternehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 637 (i.Vj. TEUR 7.356). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR - (i.Vj. TEUR 29) gegen Gesellschafter. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR - (i.Vj. TEUR 7.190) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 20.681 wie folgt besichert:
Des Weiteren bestehen bei den übrigen Verbindlichkeiten übliche Eigentumsvorbehalte. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 4.131 (i.Vj. TEUR 1.217) gegenüber Gesellschaftern. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR - (i.Vj. TEUR 5). Angaben aufgrund von Mindeststeuergesetzen Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag aufgrund des deutschen Mindeststeuergesetzes oder aufgrund von ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr 2024 ergibt. Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2024 fielen folgende Erträge bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an: Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 960. Die Zinsaufwendungen enthalten Entgelte für die Aufnahme von Finanzierungsdarlehen in Höhe von TEUR 250 (i. Vj. TEUR 400). Forschungs- und Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.750; davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 1.750. III. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 2.445. Unbefristete finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen in Höhe von TEUR 52 p.a. Des Weiteren besteht ein Bestellobligo für Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von TEUR 144. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Carsten Simons, Geschäftsführer für Entwicklung und Operations, seit 1. Juli 2024 Alleingeschäftsführer; Herr Marc Thurn, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing (bis 1. Juli 2024). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2024 wurden im Durchschnitt 81 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die LivEye GmbH, Föhren, wird in den freiwilligen Konzernabschluss der LivEye Beteiligungs GmbH, Föhren, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Die LivEye GmbH wird des Weiteren gegebenenfalls in den Konzernabschluss ihres mittelbaren Mehrheitsgesellschafters, der NORD Holding Small Cap GmbH & Co. KG, Hannover, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Die Konzernabschlüsse sind am Sitz des jeweiligen Mutterunternehmens erhältlich.
Föhren, den 29. April 2025 LivEye GmbH, Föhren Die Geschäftsführung Carsten Simons, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht der für das Geschäftsjahr 2024I. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die LivEye GmbH mit Sitz in Föhren bei Trier ("LivEye", "Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mobiler Videoüberwachungssysteme für verschiedenste Anwendungsbereiche sowie der Planung / Realisierung kundenindividueller und flexibler Sicherheitskonzepte für temporäre Sicherheitsanwendungen mit mobilen Videoüberwachungssystemen. Mit ihrem hausinternen Forschungs- und Entwicklungsteam werden innovative Lösungen entwickelt, um den maximalen Sicherheitsanforderungen dauerhaft gerecht zu werden. In Verbindung mit der firmeneigenen, in Deutschland ansässigen Leitstelle und der KI gestützten LivEye Analyse Software schafft LivEye einen effektiven Schutz vor Diebstahl und Vandalismus. Hierbei wird größter Wert auf die Einhaltung der gültigen Datenschutzstandards gelegt. Zu den Hauptkunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Bau, Infrastruktur, Energie sowie öffentliche Institutionen. Die Systeme werden am Hauptsitz in Föhren bei Trier, in angemieteten Räumlichkeiten, betreut. Im Jahr 2024 wurde zur Ausweitung der Fertigungskapazitäten ein eigener Produktionsstandort in Badem bei Bitburg, ebenfalls in angemieteten Räumlichkeiten, eröffnet. Die Videoüberwachungssysteme verbleiben bei LivEye GmbH im Anlagevermögen und dienen der Leistungserbringung an die Kunden. Zur Stärkung der Marktnähe unterhält LivEye Vertriebsstandorte in Berlin, Dortmund, München, Leipzig, Oldenburg, Wien (Österreich), Zürich (Schweiz) und Warschau (Polen). Die LivEye GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der LivEye Beteiligungs GmbH, Föhren, und wird in den Konzernabschluss ihres mittelbaren Mehrheitsgesellschafters NORD Holding Small Cap GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover einbezogen. I.2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2024 sind die Entwicklungskosten gegenüber dem Vorjahr (TEUR 331) um TEUR 1.419 auf insgesamt TEUR 1.750 angestiegen. Sämtliche Aufwendungen wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 2). Die Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich im Wesentlichen auf softwaregestützte Lösungen zur Effizienzsteigerung in der Bildverarbeitung und Systemsteuerung sowie auf die Weiterentwicklung des Produkts NSTR. Für die Entwicklung von NSTR unter Federführung der LivEye GmbH wurden 2024 wie im Vorjahr im Wesentlichen externe Leistungen in Anspruch genommen. I.3. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine im Handelsregister eingetragenen Zweigniederlassungen, hält jedoch jeweils sämtliche Geschäftsanteile an LivEye Swiss GmbH, Zürich, und an LivEye sp. z o.o., Warschau. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2024 In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Inzwischen wurde der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 mit -0,2 % festgestellt (destatis 15.1.2025). Für die Weltwirtschaft wurde das Wachstum im Jahr 2024 mit 3,2 % festgestellt (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Noch schwächer war das Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 in der EU mit 1,0 % und im Euro-Raum mit 0,9 % (eurostat 7.3.2025). Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, war jedoch mit 2,2 % deutlich geringer als im Vorjahr (5,9 %). Im Euro-Raum wird die Inflation 2024 mit 2,4 % geschätzt (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, eurostat 17.1.2025). Branchenentwicklung 2024 Der deutsche Markt für Videoüberwachung entwickelte sich im Jahr 2024 dynamisch. Technologische Fortschritte, gestiegene Anforderungen an öffentliche und private Sicherheitskonzepte sowie ein höheres Investitionsniveau führten zu einer wachsenden Nachfrage nach flexiblen Sicherheitslösungen. Besonders starke Impulse kamen aus vier zentralen Anwendungsfeldern, in denen auch die LivEye GmbH aktiv ist:
Gleichzeitig ist ein wachsendes Interesse öffentlicher Auftraggeber an mobilen Sicherheitslösungen zu beobachten. II.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der LivEye GmbH im Geschäftsjahr 2024 war von mehreren strukturellen und organisatorischen Veränderungen geprägt, die die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt beeinflussten. Umstrukturierung und gesellschaftsrechtliche Veränderungen: Am 22. August 2024 wurde die Tochtergesellschaft CAO Systems GmbH, Föhren, mit Wirkung zum 1. Januar 2024 auf die LivEye GmbH verschmolzen. Ziel dieser Maßnahme war eine Verschlankung der Unternehmensstruktur sowie die Bündelung technologischer Kompetenzen im Bereich Systemsteuerung und Softwareentwicklung. Im Zuge der Umstrukturierung kam es zudem zur Optimierung interner Prozesse und Ressourcennutzung. Wechsel in der Geschäftsführung: Mit Wirkung zum 1. Juli 2024 ist Herr Marc Thurn aus der Geschäftsführung der LivEye GmbH ausgeschieden und in den Beirat der Alleingesellschafterin LivEye Beteiligungs GmbH gewechselt. Die Geschäftsführung wird seither durch Herrn Carsten Simons alleinverantwortlich wahrgenommen. Der Wechsel erfolgte im Rahmen der strategischen Neuausrichtung und verlief geordnet. Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen: Das wirtschaftliche Umfeld war 2024 durch hohe Unsicherheiten geprägt, insbesondere infolge internationaler politischer Spannungen und Lieferkettenstörungen bedingt durch den Ukraine Krieg. Diese Entwicklungen hatten jedoch nur sehr begrenzte Auswirkungen auf die operativen Geschäftsaktivitäten der LivEye GmbH. Markt- und Wettbewerbssituation: Die Nachfrage nach mobilen Sicherheitslösungen steigt weiter an. Neben den Anfragen im klassischen Baugeschäft ist ein deutlicher Anstieg im KRITIS zu verzeichnen. Auch im Umfeld öffentlicher Auftraggeber ist ein Anstieg und eine größere Akzeptanz für den Einsatz von mobiler Videoüberwachung zu erkennen. Aufgrund der technologischen Weiterentwicklung des Produktsortiments und den Investitionen in zusätzliche Überwachungssysteme konnte die Marktposition in Deutschland weiter gestärkt werden. Die internationalen Vertriebsaktivitäten befinden sich noch im Aufbau und haben im Geschäftsjahr 2024 nur einen untergeordneten Beitrag zur Geschäftsentwicklung geleistet. Saisonale Einflüsse: Wie in den Vorjahren zeigte sich auch in 2024 eine erhöhte Nachfrage in den wärmeren Monaten, insbesondere im Bausektor. Diese saisonale Entwicklung war erwartet und wurde in der Produktions- und Ressourcenplanung berücksichtigt. Verträge und Schadensereignisse: Im Berichtsjahr 2024 wurden bis auf den erweiterten Finanzierungsvertrag mit RSI S.C.S, SICAV-RAIF, Munsbach, Luxemburg, keine wesentlichen Verträge neu abgeschlossen oder beendet, die einen signifikanten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hatten. Ebenso traten keine außergewöhnlichen Schadensfälle oder Haftungsrisiken auf. Gesamtbeurteilung: Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 war unter Berücksichtigung der äußeren Rahmenbedingungen als sehr positiv zu bewerten. Insbesondere die organisatorische Neuaufstellung, die Markteinführung neuer Produkte sowie erste Effekte aus dem neuen Produktionsstandort in Badem trugen zu einem nachhaltigen und deutlichen Wachstum der Geschäftsaktivität bei, auch wenn das Geschäftsergebnis - aufgrund hoher Investitionen und damit verbundenen Abschreibungen und Finanzierungskosten - weiterhin negativ blieb. II.3. Lage II.3.1. Ertragslage Aufgrund der Verschmelzung der CAO Systems GmbH, Föhren, zum 1. Januar 2024 auf die LivEye GmbH sind die Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2024 in bestimmten Teilen nicht mit den entsprechenden Beträgen des vorhergehenden Geschäftsjahres 2023 vergleichbar. Zu vergleichbaren Beträgen verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter Punkt II. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 13.434 erzielt (Vorjahr: TEUR 9.179; +46,4 %). Nach Ländern aufgeteilt ergab sich:
LivEye GmbH hat im Geschäftsjahr 2024 94,5% (Vorjahr: 96,2%) ihres Umsatzvolumen im deutschen Heimatmarkt realisiert. Die Umsätze im europäischen Ausland konnten gesteigert werden, obwohl im Geschäftsjahr 2024 der Fokus auf dem Ausbau des Inlandsgeschäftes lag. Die Auftragsentwicklung der LivEye GmbH hat sich im Jahr 2024 weiterhin positiv entwickelt. Das Auftragseingangsvolumen lag bei TEUR 8.275 (Vorjahr: TEUR 6.206). Es wurden 1.264 Aufträge abgeschlossen (Vorjahr: 794 Stück).
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 1.213 (Vorjahr: TEUR 172), welche überwiegend aus dem Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 960 resultieren. Der Materialaufwand 2024 ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 887 auf TEUR 2.361 (Vorjahr: TEUR 3.247) gesunken. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verschmelzung der CAO Systems GmbH; auf vergleichbarer Basis erhöhte sich der Materialaufwand 2024 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.417 auf TEUR 2.361 (+66,6%). Wesentliche Posten im Materialaufwand sind die Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen wie Wartungs- u. EDV-Kosten TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 604), Transportkosten TEUR 688 (Vorjahr: TEUR 392) und Fremdleistungen für Revierdienstbewachung TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 147). Der Anstieg der Aufwendungen steht im direkten Bezug zum Umsatzwachstums. Damit ergibt sich im Geschäftsjahr 2024 ein Rohertrag (Umsatzerlöse + andere aktivierte Eigenleistungen - Materialaufwand) von TEUR 11.245 (Vorjahr: TEUR 6.047; auf vergleichbarer Basis TEUR 7.881, +42,7 %). Die Personalaufwendungen 2024 erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 890 auf TEUR 3.858 (Vorjahr: TEUR 2.968; +30,0 %). Der Anstieg resultiert neben üblichen Entgeltsteigerungen aus dem Aufbau zusätzlicher Mitarbeiter, um das Wachstum der Gesellschaft weiter durchführen zu können. Relativ zur Gesamtleistung ging die Personaleinsatzquote in 2024 auf 28,4 % zurück (Vorjahr 31,9 %). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt im Geschäftsjahr 2024 81 (Vorjahr: 57). Die planmäßigen Abschreibungen 2024 auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 2.315 (Vorjahr: TEUR 550; auf vergleichbarer Basis TEUR 2.166; +6,9 %). Der absolute Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verschmelzung mit der CAO Systems GmbH (TEUR 1.616). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 3.113 im Vorjahr auf TEUR 4.323 im Geschäftsjahr 2024 angestiegen (+38,9 %). Insbesondere bei den Werbe- und Reisekosten TEUR 1.057 (Vorjahr: TEUR 512) hat ein deutlicher Anstieg stattgefunden. Auch bei den übrigen Positionen ist es zu Kostenzuwächsen gekommen, welche durch den notwendigen Strukturaufbau für den Ausbau der Geschäftsaktivitäten der LivEye GmbH notwendig sind. Das operative Ergebnis 2024 beträgt insgesamt TEUR 1.962, unter Herausrechnung des einmaligen Verschmelzungsgewinns TEUR 1.002. Im Vorjahr betrug das operative Ergebnis TEUR -411, auf vergleichbarer Basis TEUR -232, so dass sich die Verbesserung des operativen Ergebnisses 2024 gegenüber 2023 auf vergleichbarer Basis auf TEUR 1.234 beläuft. Die Finanzierungskosten betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 2.301 (Vorjahr: TEUR 1.016). Hiervon entfallen TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 400) auf einmalige Entgelte für die Aufnahme von Finanzierungsdarlehen. Der Anstieg der regulären Zinsaufwendungen 2024 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.435 resultiert aus dem laufenden Anstieg der Finanzierungsdarlehen (31.12.2024 EUR 19,2 Mio., 31.12.2023 EUR 10,0 Mio.). Wesentliche Finanzerträge sind 2024 nicht angefallen. Die LivEye GmbH weist für 2024 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 349 aus (Vorjahr: TEUR 1.380). II.3.2. Finanzlage Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Das Finanzmanagement ist in dasjenige der Alleingesellschafterin LivEye Beteiligungs GmbH integriert. Die Gesellschaft war zum 31.12.2024 wie zum Vorjahresstichtag vollständig durch Fremdkapital finanziert. Mittelfristige Finanzierungsverbindlichkeiten bestehen gegenüber der RSI S.C.S, SICAV-RAIF, Munsbach, Luxemburg (TEUR 20.681; Vorjahr TEUR 10.501), gegenüber einem stillen Gesellschafter (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 500) sowie gegenüber der LivEye Beteiligungs GmbH (TEUR 2.432; Vorjahr: TEUR 524). Die wesentliche Finanzierungsbasis ist der am 2. Juni 2023 abgeschlossene Kreditvertrag mit RSI S.C.S, SICAV-RAIF (Kreditgeber) über bis zu EUR 20,0 Mio., der am 20. Dezember 2024 auf bis zu EUR 40,0 Mio. erweitert wurde. Die Liquidität zum Stichtag 31. Dezember 2024 lag bei TEUR 898 (Vorjahr: TEUR 750). Die Zunahme der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 148 resultiert aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (EUR +1,3 Mio.), dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit (EUR -9,0 Mio.) sowie dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (EUR +7,9 Mio.). Zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bestehen, sodass die Gesellschaft jederzeit in der Lage war, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2024 haben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände insgesamt TEUR 9.008 (Vorjahr TEUR 641; auf vergleichbarer Basis TEUR 6.838) betragen. Dies betrifft überwiegend den Kauf neuer Kamerasysteme sowie die Entwicklung unseres Produkts NSTR. II.3.3. Vermögenslage Aufgrund der Verschmelzung der CAO Systems GmbH, Föhren, zum 1. Januar 2024 auf die LivEye GmbH sind die Beträge in der Bilanz zum 31. Dezember 2024 in bestimmten Teilen nicht mit den entsprechenden Beträgen des vorhergehenden Stichtages 2023 vergleichbar. Zu vergleichbaren Beträgen verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter Punkt II. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2024 liegt mit TEUR 28.725 um 113 % über dem Stand zum 31. Dezember 2023 (TEUR 13.468; auf vergleichbarer Basis TEUR 14.401). Während (auf vergleichbarer Basis) beim Vermögen vor allem das Anlagevermögen (EUR +7,5 Mio.), die Vorräte (EUR +2,5 Mio.) sowie die Kundenforderungen zunahmen (EUR +1,0 Mio.), erhöhte sich beim Kapital im Wesentlichen die Finanzierungsverbindlichkeiten (s.o.) und die Lieferantenverbindlichkeiten (EUR +1,6 Mio.). Zum 31. Dezember 2024 ist das Anlagevermögen vollständig und das Umlaufvermögen zu über zwei Dritteln mittelfristig finanziert. Das Anlagevermögen ist 2024 von TEUR 1.255 auf TEUR 18.149 angestiegen. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen und die immateriellen Vermögensgegenständen sowie die Verschmelzung der CAO Systems GmbH zurückzuführen. Der Bilanzwert des Vorratsvermögens liegt zum 31.12.2024 bei TEUR 3.489 nach TEUR 162 im Vorjahr (auf vergleichbarer Basis TEUR 1.005). Dieser Anstieg resultiert aus dem Aufbau des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die im Geschäftsjahr 2024 aufgenommene Produktion. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2024 betragen TEUR 3.288 und liegen damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresstichtages (TEUR 8.775; auf vergleichbarer Basis TEUR 1.844). Dies hängt wesentlich mit der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 7.356 auf TEUR 637 zusammen. Durch die Verschmelzung mit der CAO Systems GmbH hat sich die Position entsprechend reduziert. Das Bankguthaben und die flüssigen Mittel belaufen sich auf TEUR 898 (Vorjahr: TEUR 750). Das Eigenkapital beläuft sich durch die Jahresfehlbeträge in den Vorjahren sowie im aktuellen Geschäftsjahr 2024 auf TEUR -2.814 (Vorjahr: TEUR -2.465). Entsprechend ist die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2024 wie im Vorjahr negativ. Die Rückstellungen zum 31. Dezember 2024 sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 305 um TEUR 21 auf TEUR 284 gesunken. Korrespondierend zu den Vorräten sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen angestiegen. Zum Bilanzstichtag 2024 belaufen sich diese auf TEUR 2.814 (Vorjahr: TEUR 396; auf vergleichbarer Basis TEUR 1.285). Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR +2.607; auf vergleichbarer Basis TEUR 200) und die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR +10.257) haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Dies liegt zum Teil an der Verschmelzung mit der CAO Systems GmbH sowie bei den sonstigen Verbindlichkeiten an der Erhöhung eines Finanzierungsdarlehens. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 28.441 (Vorjahr: TEUR 13.162) angewachsen. Insgesamt befand sie die LivEye GmbH zum 31. Dezember 2024 auf Expansionskurs, jedoch weiterhin in einer negativen Vermögens- und Ertragslage. II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die LivEye-Gruppe besteht aus dem nicht operativ tätigen Mutterunternehmen LivEye-Beteiligungs GmbH, Föhren, sowie ihrem operativen Tochterunternehmen LivEye GmbH samt deren wirtschaftlich völlig unbedeutenden Tochterunternehmen in der Schweiz und in Polen. Aus diesem Grund findet die Steuerung der LivEye-Gruppe auf Konzernebene der LivEye-Beteiligungs GmbH statt. Zur internen Steuerung der wirtschaftlichen Entwicklung nutzt die Gesellschaft die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren auf LivEye-Konzernebene:
Die oben genannten Kennzahlen dienen der internen Steuerung auf Geschäftsführungsebene sowie zur Berichterstattung an die Konzernobergesellschaft. Der Fokus liegt dabei auf nachhaltigem Umsatzwachstum und Profitabilität. III. Nachtragsbericht Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV.1. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Neben den andauernden internationalen politischen und kriegerischen Konflikten erschweren insbesondere die Anfang April 2025 von den USA ausgelösten Zollkonflikte eine verlässliche Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung für 2025 und Folgejahre. Für 2025 wurde für Deutschland bereits vor den US-Zöllen lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,2 % bis 0,4 % erwartet (BMWK 29.1.2025; OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Inzwischen erwarten die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2025 von nur noch 0,1 %, die Bundesregierung und der IWF gehen von Stagnation aus (0,0 %). Kurzfristig belasten die neue US-Zollpolitik und die wirtschaftspolitische Unsicherheit die Wirtschaft in Deutschland. Die Mittel aus den zusätzlichen Verschuldungsspielräumen dürften nach und nach expansiv wirken, drohen aber den privaten Konsum und private Investitionen zu verdrängen (Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025, IWF 22.4.2025, BMWK 24.4.2025). Auch für die Weltwirtschaft wurden die Wachstumsprognosen für das Jahr 2025 nach Auftreten der Zollkonflikte deutlich gesenkt; davor wurde von einem Wachstum in Höhe von 3,1 % bis 3,3 % ausgegangen, nunmehr geht der IWF nur noch 2,8 % aus (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025, IWF 22.4.2025). Im Euro-Raum werden mit 0,8-1,0 % auch für 2025 keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (OECD 17.3.2025, IWF 22.4.2025). Die Inflation wird für das Jahr 2025 in Deutschland mit 2,0-2,4 % erwartet. Im Euro-Raum wird die Inflation für 2025 mit 2,1-2,2 % erwartet (destatis 16.1.2025, BMWK 24.4.2025, OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, Gemeinschaftsdiagnose 10.4.2025). Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im April 2025 auf 86,9 Punkte, nach 86,7 Punkten im März 2025. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage positiver. Die Erwartungen trübten sich jedoch ein. Die Unsicherheit unter den Unternehmen hat zugenommen. Die deutsche Wirtschaft stellt sich auf Turbulenzen ein. Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Index nach dem starken Anstieg im Vormonat wieder nachgegeben. Dies war auf merklich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Unter den Industrieunternehmen stieg der Unsicherheit besonders stark. Die laufenden Geschäfte wurden hingegen etwas besser bewertet. Der Auftragsbestand geht nicht mehr zurück. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen blieben leicht skeptisch. Insbesondere im Gastgewerbe hellte sich die Stimmung hingegen auf. Einen Rückschlag verzeichnete der Bereich Transport und Logistik. Im Handel ist der Index gesunken. Vor allem die Erwartungen waren wieder pessimistischer. Die Händler beurteilten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Die negative Entwicklung war vor allem vom Großhandel getrieben. Im Bauhauptgewerbe ist das Geschäftsklima auf den höchsten Wert seit Mai 2023 gestiegen. Dies war auf deutlich verbesserte Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurde hingegen etwas negativer eingeschätzt. Die größte Hürde bleibt der Auftragsmangel - zumal es mit der Wirkung des Infrastrukturpakets noch dauern wird (ifo Institut 24.4.2025). Branchenentwicklung Für das Geschäftsjahr 2025 plant die LivEye GmbH eine fortgesetzte Geschäftsausweitung - insbesondere durch die fortschreitende Vermietung neu angeschaffter Überwachungssysteme sowie die Erschließung zusätzlicher Anwendungsfelder. Zwar ist weiterhin mit einem negativen Geschäftsergebnis zu rechnen, jedoch stellen die laufenden Investitionen in Systembestand, Personal und Infrastruktur bewusst gewählte Vorleistungen dar, die mittelfristig auf ein nachhaltiges Wachstum ausgerichtet sind. Die aktuelle Marktentwicklung unterstützt diese Erwartung: Der deutsche Markt für Videoüberwachung wächst stetig und bietet günstige Rahmenbedingungen für Anbieter mobiler Sicherheitslösungen. Für 2025 wird laut Mordor Intelligence ein Marktvolumen von rund 4,99 Milliarden USD prognostiziert - mit einer CAGR von 7,02 % bis 2030 (Quelle: Mordor Intelligence abgerufen 25.4.2025). Grand View Research sieht mit einer CAGR von 10,1 % sogar ein noch dynamischeres Wachstum bis auf 5,57 Milliarden USD im gleichen Zeitraum (Quelle: GrandViewResearch abgerufen 25.4.2025). Diese Entwicklung wird getragen durch den anhaltenden Trend zu temporären, flexiblen Überwachungslösungen, insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen. Für die LivEye GmbH ergeben sich daraus gute Wachstumsperspektiven in bestehenden Zielbranchen wie dem KRITIS-Umfeld, der Immobilienwirtschaft sowie im Veranstaltungsbereich. Auch die Bauindustrie bleibt ein zentraler Treiber, wobei sich hier zunehmend langfristige Kundenbindungen und anspruchsvollere Sicherheitsanforderungen beobachten lassen. Insgesamt bleibt das Marktumfeld attraktiv, die technologische Positionierung der LivEye GmbH ist solide, und die wachsende Akzeptanz mobiler Überwachungssysteme - auch im öffentlichen Bereich - unterstreicht das Potenzial für eine positive Geschäftsentwicklung ab dem mittelfristigen Zeithorizont. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Trotz eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds erwartet die LivEye GmbH für das Geschäftsjahr 2025 eine fortgesetzte Geschäftsausweitung. Im Vergleich zu 2024 wird mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Dieser basiert vor allem auf der steigenden Nachfrage nach mobilen Sicherheitslösungen sowie auf Investitionen in neue Systeme, die sukzessive zur Vermietung bereitgestellt werden. Die LivEye prognostiziert auch für das Geschäftsjahr 2025 ein weiteres Umsatzwachstum. Erwartet wird ein Konzernumsatz zwischen 18,0 und 19,5 Millionen Euro - im Vergleich zu 13,7 Millionen Euro im Jahr 2024. Diese positive Entwicklung hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit vermarktungsfähiger Geräte sowie der anhaltend hohen Marktnachfrage nach Sicherheitstechnik ab. Dank ihres skalierbaren Geschäftsmodells wird die LivEye im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich ein Konzern Adjusted EBITDA zwischen 5,2 und 5,9 Millionen Euro erzielen - ein moderater Anstieg gegenüber 3,9 Millionen Euro im Jahr 2024. Diese Entwicklung wird ebenfalls maßgeblich durch zwei Faktoren getrieben: Die Verfügbarkeit vermarktungsfähiger Geräte und die weiterhin hohe Marktnachfrage nach Sicherheitstechnik. Der geplante Ausbau der Aktivitäten in der DACH-Region wird voraussichtlich erst mittelfristig realisiert und hat auf die Ergebnisentwicklung im Jahr 2025 noch keinen wesentlichen Einfluss. Kurzfristig dominieren weiterhin höhere Ausgaben für Technik, Personal und Logistik die Kostenstruktur. Auch der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dürfte vorübergehend belastet bleiben - etwa durch erhöhte Vorratsbestände im Zuge der erweiterten Systembereitstellung. Für 2025 rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem negativen Geschäftsergebnis. Dieses wird maßgeblich beeinflusst durch:
Auch wenn sich die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2024 voraussichtlich erhöhen werden, bleibt der Break-even 2025 noch aus. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit könnte sich aufgrund von Vorleistungen sowie gestiegenen Vorratsbeständen temporär verschlechtern. Insgesamt geht die Gesellschaft davon aus, dass sich die Investitionen in Systeme, Personal und Infrastruktur mittelfristig positiv auf die Ertragslage auswirken werden. Die Ergebnisentwicklung 2025 ist jedoch weiterhin durch die Wachstumsphase und erhöhte Kostenstruktur belastet. IV.2. Risikobericht 1. Risikomanagement Das Geschäft könnte durch verschiedene Risiken nachteilig beeinflusst werden. Die Gesellschaft verfügt daher über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie Absatzpreisreduzierungen, Beschaffungsrisiken und Nachfragerückgänge sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen. Das Risikomanagementsystem ist in dasjenige der LivEye-Gruppe integriert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken dargestellt. 2. Marktrisiken Die Nachfrage nach temporären Sicherheitslösungen ist grundsätzlich abhängig von konjunkturellen Entwicklungen sowie öffentlichen und gewerblichen Investitionszyklen. Positiv könnte sich das geplante Infrastrukturpaket der neuen Bundesregierung auswirken, negativ hingegen die wirtschaftliche Stagnation in Deutschland. Ein Rückgang von Bau-, Infrastruktur- oder Energieprojekten kann zu einem verminderten Bedarf an Überwachungslösungen führen. Regionale oder branchenspezifische Nachfrageschwankungen werden durch eine zunehmend diversifizierte Kundenbasis und internationale Vertriebsstandorte abgefedert. 3. Lieferketten- und Beschaffungsrisiken Ein Teil der in den Überwachungssystemen verbauten Komponenten, insbesondere Kameratechnik, wird aus dem asiatischen Raum - darunter auch aus China - bezogen. Hieraus ergeben sich verschiedene Risiken:
Zudem stehen insbesondere Kamerakomponenten aus China vermehrt im Fokus regulatorischer und datenschutzrechtlicher Diskussionen. Eine etwaige künftige Einschränkung oder ein Verbot bestimmter Hersteller durch europäische Behörden könnte direkte Auswirkungen auf die Produktions- und Lieferfähigkeit der LivEye GmbH haben. Die Gesellschaft beobachtet diese Entwicklungen sehr genau und verfolgt eine Strategie zur Diversifizierung ihrer Zulieferer, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren. Zudem werden regelmäßig technische und datenschutzrechtliche Prüfungen durchgeführt, um den Einsatz der Komponenten mit geltendem EU-Recht in Einklang zu halten. 4. Technologische Risiken Als technologieorientiertes Unternehmen ist LivEye potenziellen Risiken durch rasch fortschreitende Innovationen im Bereich Bildverarbeitung, Systemsteuerung und künstlicher Intelligenz ausgesetzt. Technologischer Rückstand gegenüber Wettbewerbern könnte die Marktposition schwächen. Dem wird durch kontinuierliche interne Entwicklungsarbeit und gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung begegnet. 5. Finanzielle Risiken Vor dem Hintergrund des geplanten Wachstums und der damit verbundenen Investitionen besteht ein erhöhtes Risiko in Bezug auf Liquidität und Cashflow-Sicherung. Dies betrifft insbesondere Vorleistungen für die Systemproduktion, den Personalaufbau sowie den weiteren Ausbau der Infrastruktur. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch ein vorausschauendes Liquiditätsmanagement und enge Abstimmung mit den Gesellschaftern. 6. Personalrisiken Der geplante personelle Ausbau kann durch Fachkräftemangel im technischen und vertrieblichen Bereich erschwert werden. Insbesondere die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte an den Vertriebsstandorten stellt ein zunehmendes Risiko dar. Derzeitige Maßnahmen zur Risikominderung beinhalten gezielte Recruiting-Initiativen sowie Investitionen in Mitarbeiterschulungen und Arbeitgeberattraktivität. 7. Risiken in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit Die Gesellschaft befindet sich in einer negativen Vermögens- und Ertragslage, die auch im Geschäftsjahr 2025 andauern wird und ist ausschließlich fremdfinanziert. In Bezug auf ihre Finanzierung ist insbesondere der Kreditvertrag mit der RSI S.C.S, SICAV-RAIF, Munsbach, Luxemburg, über bis zu EUR 40,0 Mio. relevant, von dem bis 31. März 2025 EUR 22,5 Mio. gezogen wurden. Die Unternehmensplanung der Gesellschaft sieht für die Jahre 2025 bis 2027 weiteres Wachstum mit positivem EBITDA, ausreichender weiterer Fremdfinanzierung und positiver Liquiditätslage vor. Davon ausgehend, dass die Unternehmensplanung im Wesentlichen eintritt sieht die Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als gesichert an. IV.3. Chancenbericht 1. Markt- und Branchentrends Der steigende Bedarf an mobiler Videoüberwachung wird von mehreren strukturellen Entwicklungen getragen:
Diese Entwicklungen betreffen insbesondere die DACH-Region, aber auch internationale Märkte, in denen LivEye bereits erste Präsenz aufgebaut hat. 2. Technologische Innovationen Durch kontinuierliche interne Entwicklungsarbeit, insbesondere im Bereich der softwarebasierten Bildverarbeitung, der Systemsteuerung und der Fernwartung, stärkt LivEye seine technologische Marktposition. Das 2024 neu eingeführte Produkt NSTR eröffnet dabei neue Anwendungsfelder und Nutzungsmöglichkeiten - etwa für kritische Infrastruktur oder entlegene Einsatzorte. Die zunehmende Digitalisierung von Sicherheitsdiensten sowie der Trend zu automatisierten Überwachungslösungen begünstigen die Akzeptanz und Verbreitung solcher Systeme. Chancen ergeben sich zudem aus der Integration von KI-gestützter Anomalie Erkennung und Cloud-Datenverarbeitung. 3. Internationale Expansion Die schrittweise Internationalisierung über Vertriebsstandorte in Warschau, Zürich und Wien eröffnet Zugang zu neuen Kundengruppen außerhalb der DACH-Region. Auch wenn diese Standorte sich noch im Aufbau befinden, wird mittelfristig ein signifikanter Beitrag zum Gesamtumsatz erwartet. Zudem ermöglicht die geografische Diversifizierung eine Risikostreuung gegenüber nationalen Nachfrageschwankungen. 4. Skalierungseffekte Mit dem neuen Produktionsstandort in Badem bei Bitburg, der 2024 in Betrieb genommen wurde, schafft LivEye die Grundlage für eine wirtschaftlichere Produktion und eine höhere Verfügbarkeit eigener Systeme. Es wird erwartet, dass sich Skaleneffekte positiv auf die Rohertragsmarge auswirken. Auch im operativen Bereich - insbesondere bei der Systemwartung und beim Support - sind durch interne Prozessdigitalisierung Effizienzsteigerungen zu erwarten. 5. Chancen aus regulatorischer Entwicklung Sowohl europäische als auch nationale Vorschriften zu Baustellen-, Infrastruktur- und Objektsicherheit werden zunehmend verschärft. LivEye sieht darin eine Chance, da der Bedarf an rechtskonformen Sicherheitslösungen tendenziell wächst. Das Unternehmen ist bereits heute gut aufgestellt, um gesetzliche und branchenspezifische Anforderungen zu erfüllen. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die LivEye GmbH setzt zur Steuerung der Risiken aus Finanzinstrumenten auf ein kontinuierliches internes Monitoring sowie geeignete Absicherungsmaßnahmen. Ziel ist es, potenzielle finanzielle Verluste frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Forderungsausfallrisiken: Die wesentlichen finanziellen Forderungen bestehen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Forderungsbestände berücksichtigt. Zusätzlich wird ein strukturiertes Mahnwesen betrieben, um Forderungsausfälle frühzeitig zu identifizieren und zu begrenzen. Ein Teil der Forderungen besteht gegenüber verbundenen Unternehmen, wodurch das Ausfallrisiko konzentriert, jedoch durch konzerninterne Transparenz und Abstimmung grundsätzlich beherrschbar ist. Finanzierungsrisiken: Die bestehenden Finanzierungsverträge enthalten marktübliche Sicherungsvereinbarungen. Die wesentliche Fremdfinanzierung erfolgt in Euro, wodurch Wechselkursrisiken derzeit nicht in signifikanter Form bestehen. Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken: Die Finanzierungsverträge beinhalten variable Zinssätze, die an den EURIBOR gekoppelt sind. Daraus ergeben sich potenzielle Zinsänderungsrisiken bei steigendem Zinsniveau. Das Unternehmen beobachtet die Zinsentwicklung fortlaufend und prüft gegebenenfalls den Einsatz von Zinsabsicherungsinstrumenten. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze überwiegend in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Sofern Einkäufe aus Übersee erfolgend, können Fremdwährungsrisiken entstehen, die jedoch derzeit als überschaubar angesehen werden. Derivative Finanzinstrumente zur Zins- oder Währungsabsicherung wurden im Geschäftsjahr 2024 nicht eingesetzt. Die Liquiditätslage wird durch ein regelmäßiges Cashflow-Controlling und -Forecasting abgesichert, sodass etwaige Engpässe frühzeitig antizipiert und gesteuert werden können.
Föhren, den 29. April 2025 LivEye GmbH, Föhren Die Geschäftsführung Carsten Simons, Geschäftsführer In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LivEye GmbH, Föhren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LivEye GmbH, Föhren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LivEye GmbH, Föhren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 29. April 2025 Grant
Thornton AG
Höfer, Wirtschaftsprüfer Hämmerle, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 22. Mai 2025. |
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