ALDI SE & Co. KG
MurrStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Hinderer seit 8.2.2023 | Prokura |
Bastian van Kaldekerken seit 1.9.2021 | Prokura |
Cornelia Ulrike Ursula Maier seit 22.5.2018 | Prokura |
Tobias Westmeier seit 11.4.2017 | Prokura |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aldi SE & Co. KommanditgesellschaftMurrJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, mit Sitz in Murr, ist eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI SÜD, die ein Logistikzentrum in Murr und in dieser Region 110 Lebensmittel-Discountmärkte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betreibt. Die gesamtwirtschaftliche Lage stellte sich im Berichtsjahr zurückhaltend dar. Die deutsche Wirtschaft erholte sich 2023, nach der schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr, auch in der zweiten Jahreshälfte nicht durchgreifend. Das BIP sank in 2023 im Jahresdurchschnitt um 0,3 %, die Jahresverlaufsrate lag bei -0,1 %. Auf dem Arbeitsmarkt hat die Anzahl der Erwerbstätigen nur leicht zugenommen. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 lag bei 5,7 % (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Report Nr. 186, Dezember 2023). Bei der Verbraucherstimmung zeigte sich im Rückblick auf das Jahr 2023, vor allem zum Jahresende, eine Aufhellung im Vergleich zum Jahr 2022. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte hat sich die Verbraucherstimmung mit dem positiven Trend in der Inflationsentwicklung verbessert (Handelsverband Deutschland (HDE), Konsumbarometer Dezember 2023). Die Situation im Einzelhandel blieb weiterhin angespannt. Im Lebensmitteleinzelhandel sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr real um 3,9 %. Preiserhöhungen eingeschlossen wurde nominal ein Plus von 5,9 % verzeichnet. Die Ursache für den realen Rückgang bei einem gleichzeitigen nominalen Anstieg waren die gestiegenen Nahrungsmittelpreise (Stat. Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41, 31.01.2024). Preisgetrieben konnten Discounter ihre Umsätze nominal um 11,9 % zum Vorjahreszeitraum steigern. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei +5,9 % (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Seit Anfang des Jahres wurden die Gas- und Strompreisbremsen eingesetzt, wodurch sich die hohen Verbraucherpreise allgemein abgeschwächt haben. Der Jahresdurchschnitt des Anstiegs der Verbraucherpreise lag, nach 6,9 % im Vorjahr, bei 5,9 % (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Die realen privaten Konsumausgaben sanken im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Der Marktanteil für die Gesellschaften der ALDI SÜD-Gruppe erhöhte sich, gemessen am Umsatz, im relevanten Discount-Marktsegment für Fast Moving Consumer Goods im abgelaufenen Geschäftsjahr für das ALDI SÜD-Vertriebsgebiet um 1,6%-Punkte auf 38,3 % (GFK Fast Track (CP+ 2.0), Stand 31. Oktober 2023). Die Gesellschaft steht in direktem Wettbewerb mit Discountern sowie regionalen und überregionalen Einzelhändlern. Geschäftsentwicklung Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Jahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen. Gegenüberstellung von Prognose und tatsächlicher Geschäftsentwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Entgegen den Erwartungen hat die Gesellschaft für das aufgelaufene Geschäftsjahr ein besonders stark steigendes Jahresergebnis erzielen können. Dies ist insbesondere auf die erwartungsgemäß besonders stark gestiegenen Umsätze zurückzuführen, welche die besonders starken Kostensteigerungen übertroffen haben. Die Umsatzsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf Filialübernahmen im Jahr 2022 und inflationsbedingt gestiegene Preise zurückzuführen. Durch die steigende Inflation verstärkte sich der Spar-Aspekt bei den Kund:innen. Somit führte die weitere Fokussierung auf die Preisführerschaft und die damit einhergehende Weitergabe von Preisvorteilen zu höheren Kundenzahlen und Marktanteilsgewinnen, die mit einer Mengensteigerung einhergingen. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023 besonders stark um T€ 137.223 auf T€ 867.597 gestiegen. Das entspricht einem prozentualen Anstieg von 18,8 %. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen die im Abschnitt "Gegenüberstellung von Prognose und tatsächlicher Geschäftsentwicklung der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren" aufgeführten Faktoren. Zusätzlich führten unterjährige Übernahmen von Filialen im Jahr 2022 aus einer anderen Gesellschaft der Unternehmensgruppe zu höheren Umsätzen. Trotz einer geringfügig höheren Materialaufwandsquote hat sich der Rohertrag im Wesentlichen durch besonders stark gestiegene Umsätze positiv entwickelt und ist um T€ 25.361 auf insgesamt T€ 200.299 gestiegen. Die geringfügige Verringerung der Rohertragsmarge, die im Wesentlichen aus nicht vollständig weitergegebenen Preissteigerungen an die Endkund:innen resultierte, konnte nicht durch gesunkene Frachtkosten kompensiert werden. Dies führte zu einem Materialaufwand in Höhe von T€ 667.297 (Vorjahr: T€ 555.436). Neben den Materialkosten sind die Personalkosten besonders stark gestiegen. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Kostenseite wurde darüber hinaus durch einen besonders stark gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwand beeinflusst. Besonders stark stiegen Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen durch Unternehmen der ALDI-SÜD-Unternehmensgruppe für Maßnahmen zur zukunftsgerichteten Weiterentwicklung der Systemlandschaft sowie für breit aufgestellte operative Projekte. Ebenso stiegen die Aufwendungen für Miete und Leasing sehr stark an. Darüber hinaus führte die unterjährige Übernahme von Filialen im Jahr 2022 von einer anderen Gesellschaft der Unternehmensgruppe zu höheren Aufwendungen. Insgesamt konnten die Steigerungen in den vorgenannten Kostenpositionen nicht durch Einsparungen kompensiert werden. Aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse im Verhältnis zu den Aufwendungen konnte der Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) der Gesellschaft im Jahr 2023 von T€ -6.387 auf T€ 3.158 gesteigert werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.905 auf T€ 122.248 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem gesunken Vorratsvermögen und gesunkenen Verbindlichkeiten. Am Bilanzstichtag betrug der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme 50,7 % (Vorjahr: 48,6 %). Bei den Sachanlagen erhöhte sich der Anteil an der Bilanzsumme im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme um 0,8%-Punkte auf 49,3 % (Vorjahr: 48,5 %). Absolut sanken die Sachanlagen um T€ 831 auf T€ 60.301. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr von 35,4 % auf 30,4 %. Dies resultiert im Wesentlichen aus am Stichtag geringeren Warenbeständen durch weniger Bevorratung aufgrund der Corona-Krise in den Vorjahren und einer Optimierung der Lagerhaltung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um T€ 1.633 auf T€ 12.101 bzw. bemessen an der Bilanzsumme von 8,3 % auf 9,9 %. Dies liegt an höheren Forderungen gegen die Kartenzahlungsdienstleister und dem Pfandclearing. Der Anteil des Eigenkapitals beträgt 20,0 % (Vorjahr: 16,9 %) der Bilanzsumme. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem erzielten Jahresüberschuss. Die Rückstellungen sanken um T€ 942 auf T€ 34.418, wobei sich der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme um 0,2%-Punkte auf 28,2 % erhöhte (Vorjahr: 28,0 %). Grund dafür sind geringere ausstehende Rechnungsbeträge für Waren sowie Baukosten als im Vorjahr. Der Anteil der Verbindlichkeiten reduzierte sich um 3,2%-Punkte auf 51,8 % (Vorjahr: 55,0 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber der ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, die für die Unternehmensgruppe ALDI SÜD das zentrale Cash-Management abwickelt. Finanzlage Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG eingebunden und kann sich hierüber finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Es bestanden keine Zins- und Liquiditätsrisiken. Die Investitionen der Gesellschaft beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T€ 14.382 (Vorjahr: T€ 26.861). Sie entfielen im Wesentlichen auf die EDV-Hardware und Filialeinrichtungen sowie die Erhöhung der Beteiligungen an Unternehmen der ALDI SÜD-Gruppe. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen, bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 90.095 (Vorjahr: T€ 91.109). Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aus der Sicht der Geschäftsführung günstig entwickelt. Trotz Inflation, damit einhergehender Kostensteigerungen und einem absolut höheren Wareneinsatz konnte die Gesellschaft durch gestiegene Umsätze ihr Jahresergebnis verbessern. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird in Deutschland eine Stagnation der Konjunktur erwartet. Nach einer Verringerung des BIP von 0,3 % im Jahr 2023 wird auch im Verlauf des Jahres 2024 keine Steigerung erwartet. Trotz steigenden privaten Konsums, bedingt durch eine nur noch leicht steigende Inflationsrate, und im Vergleich zu den Vorjahren gestiegenen Tariflohnabschlüssen, wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um voraussichtlich 0,3 % sinken (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Nach einem Anstieg der Verbraucherpreise im Jahr 2023 um 5,9 %, wird im Folgejahr ein Anstieg von 2,5 % prognostiziert. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bei 6,2 % liegen (2023: 5,7 %); das sind rund 2,9 Millionen Personen (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Die verfügbaren Einkommen werden nominal höchstwahrscheinlich um 3,2 % zunehmen (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Für das Jahr 2024 wird eine konstante Sparquote prognostiziert. Eine Zunahme des Konsumdeflators um 2,3 % wird angenommen. Insgesamt wird der reale private Konsum im Jahresdurchschnitt voraussichtlich um 0,6 % steigen (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Diese Prognose einer konjunkturellen Stagnation ist mit Abwärtsrisiken behaftet. Neben der Möglichkeit weiterer geldpolitischer Straffungen, die die Finanzierungskosten und damit die Wohlstandsentwicklung der deutschen Konjunktur beeinträchtigen könnten, besteht auch die Gefahr von Preisschocks im Energie- und Nahrungsmittelsektor aufgrund des anhaltenden Ukrainekriegs und des Konfliktes im Nahen Osten (IMK, Report Nr. 184/186, September/Dezember 2023). Die Ziele und Methoden des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten bezwecken eine starke Risikobegrenzung. In der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2024 werden Chancen und Risiken berücksichtigt, sofern mit deren Eintritt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist. Die nachfolgenden Ausführungen zeigen Entwicklungen, die sowohl zu einer positiven als auch negativen Abweichung der Jahresplanung führen können. In der folgenden Betrachtung werden die Chancen und Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung angegeben. Durch die ständige Optimierung des Filialnetzes und der Ladenoptik und die Weiterentwicklung der Marktausstattung des Warensortiments, insbesondere im Hinblick auf Eigenmarken, Tierwohl, Nachhaltigkeit, Bio- und Regionalprodukte sieht die Gesellschaft gute Chancen, ihre eigene Wettbewerbsposition im schwierigen Marktumfeld zu behaupten. Weiterhin ist geplant, Einkaufsvorteile direkt an Kund:innen weiterzugeben und es wird angestrebt, Preissteigerungen durch den Verzicht auf Marge abzufedern. Dies birgt das moderate Risiko von Rohertragsmargenverlusten, die nicht kompensiert werden können. Risiken, die eine moderate negative Auswirkung auf den Umsatz entfalten können, werden vor allem in der weiterhin angespannten Beschaffungsmarktsituation, u. a. durch Lieferkettenverzögerungen aufgrund geopolitischer Risiken, gesehen. Des Weiteren wird ein geringfügiges Risiko darin gesehen, dass technologische Entwicklungen im Markt zu einer Veränderung im Kundenverhalten führen könnten. Darüber hinaus birgt die weitere Zuspitzung des Fachkräftemangels ein geringfügiges Risiko von Personalengpässen. Aus Sicht der Gesellschaft liegen jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Gesellschaft von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Trotz einer geringfügig sinkenden Rohertragsmarge wird erwartet, dass der Rohertrag leicht steigt. Dies ist vor allem durch moderat steigende Umsätze zu begründen. Erwartet wird, dass die Steigerung des Rohertrags, besonders stark sinkende Gebäudekosten und leicht sinkende Personalkosten die besonders stark steigenden Aufwendungen im Bereich der Energiekosten überkompensieren. So wird im laufenden Geschäftsjahr mit einem besonders stark steigenden Jahresergebnis gerechnet. Darüber hinaus werden keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Murr, den 22. März 2024 Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft Lars Hetzel Tanja Schwendtner Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 20231 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2023 der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, mit Sitz in 71711 Murr, Lehmgrube 5, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 310472, entspricht unter Berücksichtigung der Besonderheiten, die sich aus der Rechtsform der Kommanditgesellschaft ergeben, den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, eingebunden und kann sich hierüber finanzieren. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen linear auf der Basis folgender Nutzungsdauern: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken über eine Nutzungsdauer von fünfzehn bis fünfzig Jahren und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von vier bis fünfundzwanzig Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird gleichzeitig der Anlagenabgang unterstellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Fall einer dauernden Wertminderung werden die betreffenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag außerplanmäßig abgeschrieben. Für den überwiegenden Teil der Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert angesetzt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen, welche unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden, werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Hilfe der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt und pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Bei den Berechnungen wurden ein prognostizierter Marktzinssatz von 1,82 % (31. Dezember 2023) für die Pensionsverpflichtungen und 1,74 % (31. Dezember 2023) für die restlichen vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, ein Gehalts- und Rententrend von 3,0 % für 2024 und nachfolgend 2,5 %, für das Management eine Fluktuation von 2,0 %, für die Regionalverkaufsleitung eine Fluktuation von 10,0 % und für alle anderen Mitarbeiter eine Fluktuation von 22,0 % sowie die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst. Die sonstigen Verpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31. Dezember 2023 wurde hierbei ein Steuersatz von 12,9 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. 3 Erläuterung zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. 3.2 Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 127) resultierten im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3.3 Eigenkapital Die vollhaftende Gesellschafterin der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Murr, die ALDI Schwaben Verwaltungs-SE, (bis 26. November 2023: ALDI Murr Verwaltungs-SE), mit Sitz in Murr, ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Über die bilanziell ausgewiesenen Kommanditeinlagen hinaus standen zum Abschlussstichtag Hafteinlagen der Kommanditisten in Höhe von € 100,00 aus. Im Eigenkapital wird neben der Festeinlage (Kapitalkonto I) ein weiteres variables Kapitalkonto (Kapitalkonto II) geführt, auf dem Zuzahlungen der Gesellschafter sowie Gewinn- und Verlustanteile zu erfassen sind. Abweichend von den gesetzlichen Regelungen, wird die Verteilung des Jahresüberschusses von der Gesellschafterversammlung beschlossen. 3.4 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt T€ 14 (Vj. T€ 60). 3.5 Sonstige Rückstellungen Die größten Einzelrückstellungen betreffen im Wesentlichen arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, Verpflichtungen für ausstehende Kosten- und Warenrechnungen sowie für drohende Verluste aus schwebenden Einkaufsgeschäften. Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit ihrem Deckungsvermögen saldiert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen T€ 369, der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt T€ 979 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beläuft sich auf T€ 979. In den Personalaufwendungen wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 35 und Erträge in Höhe von T€ 37 verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem saldierungsfähigen Vermögen, das sich aus allen Einzahlungen, abzüglich aller Entnahmen und laufender Verwaltungskosten und einschließlich der Verzinsung des Guthabens und der Überschüsse zusammensetzt. 3.6 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD resultieren wie auch im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3.7 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie auch im Vorjahr aus dem Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG. 3.8 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von T€ 776 (Vj. T€ 1.699) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 17 (Vj. T€ 11) aus sonstigen Verbindlichkeiten. 3.9 Latente Steuern Aus Unterschiedsbeträgen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens, der Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen resultieren jeweils aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurden. 3.10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Leasingverträge werden geschlossen, um Liquiditätsabflüsse zu verteilen. Risiken aus diesen Verträgen bestehen aus heutiger Sicht nicht. 3.11 Anteilsbesitz
3.12 Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin bei der ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG (ALDI SÜD Dienstleistung), der ALDI International Services SE & Co. oHG (ALDI International Services), der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG (ALDI SÜD Digital), der ALDI SÜD Supply Chain SE & Co. KG (ALDI SÜD Supply Chain), alle mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Weiterhin ist die Gesellschaft persönlich haftende Gesellschafterin bei der NewCoffee GmbH & Co. oHG (NewCoffee) mit Sitz in Ketsch und bei der ALDI SÜD Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. oHG (IMV) mit Sitz in Rastatt. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsätze werden im Einzelhandel (Lebensmittelfilialbetrieb) mit T€ 838.821 (Vj. T€ 696.982), im Großhandel mit T€ 1.359 (Vj. T€ 2.306), mit Bauleistungen in Höhe von T€ 10.459 (Vj. T€ 14.769) und mit sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von T€ 16.958 (Vj. T€ 16.317) erzielt. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 123 Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen (Vj. T€ 355), in Höhe von T€ 326 (Vj. T€ 583) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von T€ 896 (Vj. T€ 134) übrige periodenfremde Erträge. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 214 (Vj. T€ 321) sowie in Höhe von T€ 1.745 (Vj. T€ 243) übrige periodenfremde Aufwendungen. 5 Sonstige Angaben 5.1 Mitarbeiter:innen Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 2.202 Mitarbeiter:innen beschäftigt, davon:
5.2 Gesamthonorar der Abschlussprüfung Das Abschlussprüfungshonorar für das abgelaufene Geschäftsjahr betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 37. 5.3 Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft hat einen Verwaltungsrat, der im Wesentlichen beratend tätig ist. Mitglieder des Verwaltungsrates sind: Herr Stefan Kopp (Sprecher), Kaufmann Herr Swen Gallina, Kaufmann (seit dem 01. Januar 2024) Herr Max Hofmarksrichter, Kaufmann Herr Jürgen Krone, Kaufmann Herr Jens Ritschel, Kaufmann Herr Michael Veiser, Kaufmann. Die Geschäftsführung und Vertretung stehen der Komplementärin, der ALDI Schwaben Verwaltungs-SE (bis 26. November 2023: ALDI Murr Verwaltungs-SE), Murr, zu; das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 120. Geschäftsführende Direktoren sind Herr Lars Hetzel (Kaufmann) und seit dem 19. Oktober 2023 Frau Tanja Schwendtner (Kauffrau). Der ALDI Schwaben Verwaltungs-SE steht auch die Geschäftsführung und Vertretung bei der Regionalgesellschaft Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft in Kleinaitingen zu. Der Verwaltungsrat der ALDI Schwaben Verwaltungs-SE hat für die geschäftsführenden Direktoren eine Geschäftsordnung erlassen. Gemäß dieser Geschäftsordnung verantwortet Herr Lars Hetzel hauptberuflich und eigenverantwortlich die Geschäftsführung und Vertretung der Regionalgesellschaft Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft in Murr, während Frau Tanja Schwendtner hauptberuflich und eigenverantwortlich die Geschäftsführung und Vertretung der Regionalgesellschaft Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft in Kleinaitingen verantwortet. Über diese organinterne Aufgabenteilung unter den geschäftsführenden Direktoren hinaus verbleibt für jeden geschäftsführenden Direktor eine Gesamtverantwortung dahingehend, dass jedes Mitglied des geschäftsführenden Direktoriums dazu verpflichtet ist, den Zuständigkeitsbereich des jeweils anderen geschäftsführenden Direktors überwachend zu begleiten.
Murr, den 22. März 2024 Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft Lars Hetzel Tanja Schwendtner Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Murr Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, Murr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 8. April 2024 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Seelbach, Wirtschaftsprüfer Entgelttransparenzgesetz - Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit Für den Zeitraum vom 01.01.2020 - 31.12.2022Entsprechend den Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes - insbesondere § 22 Absatz 1 und 3 Entgelttransparenzgesetz - hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD als tarifanwendendes Unternehmen für den Berichtszeitraum 2020-2022 gemäß § 21 über die Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu berichten. Dieser dritte Bericht ist dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 beizufügen. Ein Zielbild der ALDI SÜD Unternehmenskultur: "Wir verstehen Vielfalt als Stärke" ALDI SÜD versteht Vielfalt als Chance. Daher ist sie fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Vielfältige Hintergründe, unterschiedliche Fähigkeiten und Talente bereichern die Zusammenarbeit bei ALDI SÜD. ALDI SÜD setzt sich als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" für Diversität und Chancengleichheit sowie ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Daher werden Einstiegschancen sowie individuelle Möglichkeiten für persönliches Wachstum und Weiterentwicklung geboten, unabhängig von ethnischer Herkunft und Nationalität, sozialer Herkunft, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Religion und Weltanschauung, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Alter oder sexueller Orientierung. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen Recruiting Bereits bei der Einstellung wird auf die Gleichbehandlung von Frauen und Männern geachtet, wofür es ein besonderes Schulungsangebot für Führungskräfte gibt. Diese werden für Themen wie das Arbeitsrecht, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und Interviewtechniken sensibilisiert. Durch diese Maßnahmen soll es keine unzulässigen Fragen bei Bewerbungsgesprächen geben, was besonders Frauen schützt und gleichstellt. Außerdem wurden standardisierte Fragen ausgearbeitet, um Gespräche vergleichbarer und fairer zu gestalten. Somit wird eine unzulässige Bevorzugung präventiv eingedämmt. Arbeitsverhältnis Unsere Mitarbeiter:innen sind fast ausschließlich (96,8 Prozent) in unbefristeten Arbeitsverhältnissen angestellt und erhalten ein faires Gehalt, das i. d. R. über dem Branchendurchschnitt liegt und jeden Monat pünktlich ausgezahlt wird. Zudem wird die Arbeitszeit minutengenau erfasst und jede Überstunde durch Freizeit oder Gehalt ausgeglichen. Damit möchte ALDI SÜD besonders Familien und berufstätige Eltern unterstützen, da diese eine langfristige Planung benötigen und somit Sicherheit bekommen. ALDI SÜD beschäftigt mehrheitlich Frauen (69 Prozent). Vereinbarkeit von Beruf und Familie Um den Mitarbeiter:innen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen hat ALDI SÜD, bereits vor der Corona-Pandemie, in einigen Bereichen das "Mobile Working" eingeführt. Durch die Flexibilisierung des Arbeitsortes, die individuelle Gestaltung des Arbeitstages und den Wegfall von Anfahrtszeiten, lassen sich berufliche Tätigkeiten mit privaten, wie z.B. Kinderbetreuung oder Pflege eines Angehörigen, besser vereinbaren. Dies ermöglicht unseren Mitarbeiter:innen mehr Flexibilität und individuelle Planbarkeit. Um den sich verändernden Bedürfnissen in den verschiedenen Lebensphasen der Mitarbeiter:innen gerecht zu werden, bietet ALDI SÜD allen Mitarbeiter:innen flexible Arbeitszeitmodelle, auch in Führungspositionen, in Form von Teilzeitbeschäftigungen und befristeter Auszeiten vom Arbeitsleben (Sabbaticals) an. Die Resonanz in der Belegschaft ist nachweisbar positiv. Transparentes Kompetenzmodell Regelmäßige Leistungs- & Potentialgespräche Aktiver Austausch und offenes Feedback sind in der ALDI SÜD Unternehmenskultur fest verankert. Die Jahresdialoge ermöglichen ein einheitliches, transparentes, wertschätzendes sowie ein objektives Feedback zwischen Vorgesetzen und Mitarbeiter:innen. Diese unterstützen sowohl die fachliche als auch die persönliche Weiterentwicklung auf Basis des ALDI SÜD Kompetenzmodells. Dieses setzt sich aus den drei Bestandteilen Kernkompetenzen, Fachkompetenzen und definierten Potentialkriterien zusammen. Karrierewebsite, E-Learnings und Mitarbeiterbefragung in unterschiedlichen Sprachen Um Chancengleichheit und Diversität zu fördern wurden E-Learnings und Mitarbeiterbefragungen im Berichtszeitraum erstmalig in verschiedenen Sprachen angeboten. Diese Maßnahme zielt darauf ab sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter:innen unabhängig von ihrer Herkunft oder Muttersprache gleichermaßen Zugang zu wichtigen Informationen und Entwicklungsmöglichkeiten haben. Dies fördert eine inklusive Arbeitsumgebung, sodass alle Mitarbeiter:innen das volle Potenzial entfalten können. Im Zuge der Integration von (ukrainischen) Flüchtlingen wurden neben deutschsprachigen auch vermehrt englischsprachige Stellenanzeigen auf der Karrierewebsite veröffentlicht und für den Bewerber bzw. der Bewerberin die Möglichkeit der Generierung einer englischsprachigen Bewerbung geschaffen. Vertrauensanwalt Durch den von ALDI SÜD beauftragten externen Vertrauensanwalt können Diskriminierungen und Belästigungen auch firmenextern vertraulich gemeldet werden. Das Ziel dieser Maßnahme ist, dass Betroffene nicht die direkte Konfrontation mit Vorgesetzten oder anderen firmeninternen Personen suchen müssen. Auf diese Weise wird eine professionelle und anonyme Abwicklung gewährleistet. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Wir handeln in allen Unternehmensbereichen nach dem Prinzip der Einfachheit. Dies bedeutet auch, dass feste Gehaltsstrukturen schon seit jeher zum Geschäftsprinzip gehören. Die Gehälter der Mitarbeiter:innen werden unter Berücksichtigung der tariflichen Entwicklung im Einzelhandel jedes Jahr angepasst. Der Tarifvertrag im Einzelhandel bildet darüber hinaus die Basis für transparente und geschlechtsunabhängige Gehaltsstrukturen der Mitarbeitendenkreise vor allem im Verkauf und in der Logistik. ALDI SÜD zahlt unabhängig von ethnischer Herkunft und Nationalität, sozialer Herkunft, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Religion und Weltanschauung, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Alter oder sexueller Orientierung mindestens ein tarifliches Gehalt. Darüber hinaus zahlt ALDI SÜD einen internen Mindestlohn, der über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben gemäß § 21 Abs. 2 EntgTranspG:
Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. Juni 2024 festgestellt. |
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