Landessparkasse zu Oldenburg

Oldenburg (Oldb.)

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRA 3568
Eingetragen
28.7.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne des Niedersächsischen Sparkassengesetzes und der Niedersächsischen Sparkassenverordnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tanja-Vera Asmussen
seit 27.3.2026
Vorsitzender des Vorstands
Enno Söllner
seit 27.3.2026
Vorstandsmitglied
Olaf Hemker
seit 9.3.2016
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Landessparkasse zu Oldenburg

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Landessparkasse zu Oldenburg


Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ist gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN), Hannover, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Oldenburg unter der Nummer A 3568 im Handelsregister eingetragen.


Träger der LzO ist der Sparkassenzweckverband Oldenburg, dem die kreisfreien Städte Delmenhorst und Oldenburg sowie die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch angehören. Das Geschäftsgebiet der LzO ist das Gebiet des Trägers.


Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.


Die LzO ist Mitglied im Sparkassenverband Niedersachsen und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("freiwillige Institutssicherung"). Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab 2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen Sicherungssystem von den Instituten befüllt.


Die LzO ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die finanzielle Eigenversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern. Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz des Landes Niedersachsen niedergelegt und prägt unser gesamtes Geschäftsmodell. Wir handeln nicht ausschließlich gewinn-, sondern auch gemeinwohlorientiert. Die LzO ist dementsprechend auch in sozialen und kulturellen Bereichen engagiert.


Die Gesamtzahl der Beschäftigten zum 31. Dezember 2023 stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag von 1.604 auf 1.617. Davon waren 554 teilzeitbeschäftigt (Vorjahr: 526). Die Anzahl der Auszubildenden nahm von 107 auf 131 zu.


Zum Jahresende unterhielten wir neben der Zentrale 84 personell besetzte Geschäftsstellen und 25 SB-Filialen. Im Jahr 2023 wurden 2 SB-Filialen geschlossen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung


Das Jahr 2023 war weltweit nach 2022 erneut von hoher Inflation geprägt. Im zweiten Kriegsjahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine waren die Preissteigerungsraten zwar in den meisten Ländern nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im Herbst 2022. Doch die Kaufkraft der Einkommen war weiterhin stark belastet. Das schwächte den Konsum. Zudem bremsten die in fast allen Währungsräumen fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - ebenfalls beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen.

Der Internationale Währungsfonds beziffert das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 % beziehungsweise auf 1,5 % für die Gruppe der fortgeschrittenen Volkswirtschaften. 1 Diese Werte entsprechen zwar annähernd den langjährigen Durchschnitten, doch für die Spätphase der weitgehend überwundenen Corona-Pandemie war eine stärkere Erholung erwartet worden. Der avisierte Aufholprozess blieb jedoch tatsächlich im Angesicht der hohen Inflation stecken.


Der Euroraum, der sich 2022 noch sehr gut erholt hatte, verlor 2023 dagegen stärker an Wachstumsdynamik. Er erreichte gemäß der Schätzung des IWF nur noch 0,7 % realen Zuwachs. Dabei überzeichnen die Jahresraten für den Euroraum insgesamt und für die meisten seiner Länder sogar noch die Entwicklung innerhalb des Jahres. Denn das im Jahresdurchschnitt ausgewiesene Wachstum stammt fast vollständig aus dem statistischen Überhang vom guten Jahresende 2022. Danach stagnierte das Euro-Währungsgebiet im Jahresverlauf 2023 weitgehend - mit einigen Ausnahmen wie etwa dem Wachstumsstar der letzten Jahre, Spanien, das auch zuletzt bei seinem BIP weiter zulegen konnte.


Deutschland ist am anderen Ende des europäischen Länderfeldes einzuordnen. Hierzulande ist die Stagnation schon länger offenkundig. Die deutsche Jahreswachstumsrate profitierte 2023 anders als der Euroraum insgesamt auch nicht von einem Überhang aus dem Vorjahr. Im Gegenteil: Das Schlussquartal 2022 lieferte in Deutschland bereits eine sehr schlechte Ausgangsbasis. Damals waren die Energiepreise auf ihren Höchstständen und es herrschte die Angst vor einem Gasmangel mit Rationierungen im Winter 2022/2023 vor.


Als sich Anfang 2023 zeigte, dass die Mangellage nicht eintreten würde und dass Deutschland aufgrund von getroffenen Maßnahmen zur Einsparung und zu neuen Bezugsquellen, aber auch aufgrund einer warmen Witterung recht gut durch den Winter kommen würde, verflog diese Angst. Es keimte Anfang 2023 die Zuversicht, dass der lang ersehnte Post-Corona-Aufschwung nun kraftvoll einsetzten würde. Diese Hoffnung erfüllte sich allerdings nicht.


Denn die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation kostete Kaufkraft. Die Nominaleinkommensentwicklung zog zwar nach, aber erst zeitlich verzögert. In Deutschland war im Jahresdurchschnitt die Entwicklung der Verfügbaren Einkommen mit 5,9 % nominalem Zuwachs genauso hoch wie der Anstieg der Verbraucherpreise. Aber das zeitliche Profil der Kompensation, die Verteilung der Einkommens- und Preisanstiege über die Einkommensklassen und über die Güterkategorien und nicht zuletzt die psychologische Präsenz des Themas Inflation dämpften die Kauflust und die Konsummöglichkeiten. Mit -0,8 % schrumpfte der private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote stieg leicht auf 11,3 %.

1 Aggregation der einzelnen Volkswirtschaften mit kaufkraftgewichteten Wechselkursen gemäß dem World Economic Outlook des IWF vom Oktober 2023.


Noch stärker rückläufig als der private Verbrauch war der staatliche Konsum. Er schrumpfte 2023 preisbereinigt um 1,7 %. Hier spiegelt sich die Normalisierung nach der Pandemie wider. Es waren vor allem weggefallene Ausgaben für die Pandemiebekämpfung, die hier wirksam wurden. Die Staatsquote als Anteil der Staatsausgaben aller staatlichen Ebenen (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen) am Bruttoinlandsprodukt ging 2023 auf 48,2 % zurück. In den Pandemiejahren 2020 und 2021 hatte diese Kennzahl vorübergehend die 50 %-Marke überschritten. Trotz der wegen steigender Zinssätze wieder etwas höheren Zinsausgaben in Höhe von 36,3 Mrd. Euro fiel das gesamtwirtschaftliche Finanzierungsdefizit mit 82,7 Mrd. Euro oder 2,0 % des BIP etwas geringer aus als im Vorjahr. Die noch nicht endgültig exakt bezifferte Staatschuldenquote dürfte auf die Größenordnung von 65 % des BIP leicht zurückgegangen sein.


Die Bautätigkeit in Deutschland wurde durch das einstweilen erhöhte Zinsniveau stark gebremst. Zunächst wurde noch der recht gute Auftragsbestand bei begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer Projekte kam praktisch völlig zum Erliegen, was dann 2023 zunehmend auch in der laufenden Bau-Wertschöpfung sichtbar wurde. Die Bauinvestitionen sanken im dritten Jahr in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau.


Die Ausrüstungsinvestitionen hielten sich dagegen recht gut. Sie wurden zwar ebenfalls vom Zins gebremst. Aber der Strukturwandel macht eine Erneuerung des Kapitalstocks erforderlich, so dass sich mit den treibenden Themen Klimawandel und Digitalisierung eine Sonderkonjunktur entfaltet hat. Die Ausrüstungsinvestitionen konnten deshalb als einzige Verwendungskomponente des BIP 2023 real sogar zulegen und zwar um 3,0 %.


Auch der Außenhandel leistete zwar einen positiven Wachstumsbeitrag, doch das ist der rechnerisch saldierten Konstellation geschuldet. Die Exporte selbst sanken 2023 real um 1,8 %. Die deutschen Importe, die als eine Art Vorleistung für die deutsche Volkswirtschaft mit negativem Vorzeichen in die BIP-Berechnung eingehen, sanken aber sogar um 3,0 % und somit noch stärker als die Exporte.


Insgesamt ergab sich nach der ersten Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 im abgelaufenen Jahr eine reale Veränderungsrate des deutschen BIP in Höhe von -0,3 %. Ein Teil dieser Schrumpfung ist allerdings auch auf den Effekt einer geringeren Zahl von 2023 zur Verfügung stehenden Arbeitstagen zurückzuführen. Arbeitstäglich bereinigt beziffert das Bundesamt die Entwicklung auf -0,1 %.


Am Arbeitsmarkt zeigen sich allerdings noch wenig Anzeichen einer Rezession. Trotz recht hoher Nettozuwanderung und stagnierender Produktion hat sich die Arbeitslosenquote in der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf 5,7 % erhöht. In vielen Branchen herrscht ein Fachkräftemangel, der zu einer angebotsseitigen Beschränkung der Wirtschaftsentwicklung geworden ist. Die Zahl der Erwerbstätigen konnte auch in dem schwierigen Jahr 2023 um 0,3 Mio. weiter auf einen neuen Rekordstand von 44,9 Mio. gesteigert werden. Noch nie waren in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig wie 2023.

Niedersachsen war 2022 mit +1,1 % beim BIP nach dem Corona-bedingten Einbruch weiterhin auf einem Wachstumspfad. Allerdings präsentierte sich das Bundesland dabei schwächer als Deutschland insgesamt. Dies hat sich im ersten Halbjahr 2023 gedreht. Mit real +0,9 % beim BIP hat sich Niedersachsens Wirtschaft im bundesdeutschen Vergleich (-0,3 %) eher positiv entwickelt. 2 Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich der Arbeitsmarkt weitgehend stabil. Bis einschließlich November 2023 lag die Arbeitslosenquote mit 5,7% in etwa auf dem Vorjahresniveau (5,4 %) und entsprach dem bundesdeutschen Durchschnitt.


Im Hinblick auf 2024 dürften die der Entwicklung in diesem Jahr zugrundeliegenden Basisdaten weiterhin Bestand haben, wenngleich in einem abgemilderten Ausmaß. Gleichwohl wird weiterhin eine real eher verhaltene Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe erwartet, welche unter anderem von den zuletzt gestiegenen Zinsen betroffen sind. In welchem Ausmaß die Wirtschaft durch die angeführten Parameter belastet wird, wird nicht zuletzt auch dadurch bestimmt, inwieweit die wirtschafts- und haushaltspolitischen Probleme nachhaltig gelöst werden.

2 Gemäß Analyse der NORD/LB zur niedersächsischen Wirtschaft. https://www.nordlb.de/die-nordlb/research/regionalwirtschaft


Auch bei den Dienstleistungen zeigt sich kein wesentlich besseres Bild. Insbesondere der stationäre Einzelhandel dürfte wieder durch den anziehenden Onlinehandel auf der einen Seite und den Folgen der Insolvenz der Signa-Holding auf der anderen Seite belastet werden. Lediglich bei den unternehmensnahen Dienstleistungen und im Tourismus lassen sich positive Aussichten erkennen.


Neben der hochproduktiven Landwirtschaft sind in Niedersachsen auch das Ernährungsgewerbe, die Energiewirtschaft und in zunehmendem Maße die Gesundheitswirtschaft bedeutende Wirtschaftsbereiche. Allerdings wird die niedersächsische Wirtschaft vor allem von der dominierenden Rolle der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer geprägt.


Die Einwohnerzahl in Niedersachsen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Der Wanderungssaldo war erneut positiv und konnte das Geburtendefizit mehr als ausgleichen. Die Bevölkerungsdichte ist weiterhin relativ gering.

Regionale Wirtschaftsentwicklung


Mit einem Anteil von 2,7 % ist der landwirtschaftliche Sektor in Niedersachsen für die Bruttowertschöpfung von besonderer Bedeutung (Bund: 1,2 %). So wird ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Fläche (58 %) in Niedersachsen landwirtschaftlich genutzt. Im Bund sind es durchschnittlich rd. 50 %. Mit dem unter den Bundesländern zweithöchsten Produktionswert in der Landwirtschaft - knapp hinter Bayern - gilt Niedersachsen bundesweit als bedeutendes Agrarland. Auch in unserem Geschäftsgebiet nimmt die "Landwirtschaftliche Ernährungsindustrie" eine bedeutende Stellung ein, insbesondere die Branchen Tierhaltung und industrielle Fleischverarbeitung.


Die Entwicklung beider Branchen ist maßgeblich von den Erzeugerpreisen geprägt. So war im Vorjahr infolge der hohen Preissteigerungen ein stärkeres Wachstum zu verzeichnen. Trotz weiter steigender Preise stagniert der Branchenumsatz 2023 in der Tierhaltung auf dem Vorjahresniveau, in der Fleischverarbeitung zeigte sich noch ein moderates Wachstum. Mengenmäßig sinken dagegen die Umsätze, denn im Inland sind sowohl der Fleischverbrauch als auch der Konsum von Kuhmilch rückläufig, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Verbraucherpreise. Dagegen steigt die Nachfrage nach veganen und vegetarischen Produkten. Der Wandel der Essgewohnheiten veranlasst immer mehr Unternehmen dazu, fleischlose Alternativen selbst zu entwickeln.


Die Rahmenbedingungen der Erzeuger werden aktuell geprägt von hohen gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Tierwohl. Gleichzeitig müssen sie verschärfte Auflagen zum Umwelt- und Klimaschutz erfüllen und sich mit zunehmend schwierigen Witterungsbedingungen auseinandersetzen.


Die Rentabilität fällt in beiden Branchen zwar positiv aus, ist aber angesichts des steigenden Kostendrucks weiter zurückgegangen. Durch den nach wie vor bestehenden Wettbewerbs- und Preisdruck sowie dem Arbeitskräftemangel setzt sich der Strukturwandel zu immer weniger aber dafür größeren Betrieben weiter fort. Infolge des mittel- und langfristig weltweit steigenden Bedarfs an Agrarprodukten aufgrund des Bevölkerungswachstums sowie der steigenden Nachfrage nach höherwertigen Lebensmitteln sind die Aussichten auf längere Sicht positiv.


Die Landwirtschaft ist nach wie vor stark von agrarpolitischen Rahmenbedingungen und Subventionszahlungen abhängig, welche überwiegend auf EU-Ebene verhandelt und beschlossen werden. Besondere Risiken der Ernährungswirtschaft können in widrigen Witterungsbedingungen, Tierseuchen oder Lebensmittelskandalen bestehen. Weiterhin weist die Branche hohe Nachhaltigkeitsrisiken auf. Die immer weiter verschärften Auflagen hinsichtlich Klima- und Tierschutz sowie zunehmend schwierige Witterungsbedingungen wirken sich negativ auf die Ertragslage aus.


Das regionale Geschäftsklima hat sich zum Jahresende weiter abgekühlt. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus den vierteljährlich durchgeführten Konjunkturumfragen der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer ergibt, sank gegenüber dem Vorjahresende von 80 Punkten bis zum Jahresende 2023 auf 75 Punkte. Der /-Jahresdurchschnitt liegt bei 92 Punkten.


Anhand der Auswertung der aktuellen Umfrage, an der rd. 250 Unternehmen aus der Region teilnahmen, ergeben sich viele Gründe für die schlechte Stimmung. Die weiterhin hohe Inflation drücke die Konsumstimmung. Dazu trage auch der jüngste Wegfall der reduzierten Umsatzsteuersätze auf Energie und in der Gastronomie bei. Zudem belasteten die Energiepreise die Ertragslage vieler Unternehmen. Gleichzeitig komme der Export aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, im Nahen Osten sowie aktuell im Roten Meer nicht in Schwung. Viele Unternehmen hätten aber auch eine deutliche Unzufriedenheit mit der aktuellen Wirtschaftspolitik geäußert. Dies betreffe schlechte Standortbedingungen sowie fehlende Planbarkeit insbesondere beim Thema Energie. Weiterhin werde eine überbordende Bürokratie, Mängel der Infrastruktur sowie eine zu hohe Steuer- und Abgabenlast beklagt.


Die Beurteilungen der aktuellen Lage und die Erwartungen an die weitere Entwicklung sind in den einzelnen Branchen allerdings unterschiedlich. Während Betriebe aus Industrie, Groß- und Einzelhandel sowie Logistikgewerbe die Situation überwiegend negativ einschätzen, äußern sich Baugewerbe und Dienstleistungssektor eher positiv.


Die Stimmung in den Industrieunternehmen ist gedrückt. Die Auftragseingänge sind weiter gesunken, ebenso die Umsatzerlöse. Hohe Energiekosten, Belastungen durch neue bürokratische Vorgaben wie das Lieferkettengesetz sowie der Fachkräftemangel setzten den Unternehmen zu. Sie erwarten für das Jahr 2024 vorerst keine Besserung.


Das Gros der Bauunternehmen zeigt sich mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden. Die Sparten Hochbau, Tiefbau sowie Ausbaugewerbe berichten von gestiegenen Auftragsreichweiten, die im Schnitt deutlich über vier Monaten liegen. Zudem hat sich die Ertragslage gegenüber dem Vorquartal etwas verbessert. Die Aussicht auf sinkende Zinsen lässt die Bauunternehmen hoffen, dass das Jahr 2024 zumindest befriedigend verlaufen wird. Fachkräftemangel und lange Planungszeiten bleiben große Herausforderungen.


Die Lage im Einzelhandel bleibt angespannt. Selbst das Weihnachtsgeschäft konnte daran nichts ändern. Die Kauflaune wurde durch die ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen, darunter der Ukraine-Krieg, hohe Inflation und der Nahost-Konflikt, beeinträchtigt. Auch der Ausblick in die Zukunft beunruhigt die Händlerinnen und Händler, da sie keine Verbesserung der Kauflaune erwarten und zugleich mit einem Mangel an geeignetem Personal sowie steigenden Energiekosten konfrontiert sind.


Die regionalen Großhändler berichten über erheblich schlechtere Geschäfte als im Vorquartal: Der Anteil der positiven Rückmeldungen sinkt um fast 20 Prozentpunkte auf fünf Prozent. Jeder vierte Betrieb geht von einer abnehmenden Beschäftigungszahl aus. Als Gründe für dieses Entwicklung nennen die Großhändler die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sinkende Inlandsnachfrage und die steigenden Energie- und Rohstoffpreise.


Die Stimmung im Transport- und Logistikgewerbe war im vierten Quartal 2023 schlecht. Dies zeigt sich sowohl bei der gegenwärtigen Geschäfts- und Ertragslage als auch bei den Erwartungen für das Jahr 2024. Ursächlich hierfür sind neben den seit langen bekannten Problemen des Fachkräftemangels und der steigenden Energiepreise auch die seit Dezember 2023 deutlich erhöhte Maut. Hinzu kommt eine Anhebung der CO2-Steuer, die den Diesel zum Jahreswechsel erneut verteuert hat. Es werden auch weniger Aufträge aus dem Bausektor erwartet.


Jeder zweite Betrieb in der Dienstleistungsbranche meldet eine gute Geschäftslage, der Anteil der negativen Rückmeldungen ist sehr gering. Jedoch geht jedes fünfte Unternehmen davon aus, dass die zukünftige Beschäftigtenzahl sinken wird. Als größte Negativfaktoren für die zukünftige Entwicklung nennen die Dienstleister den Fachkräftemangel, die steigenden Arbeitskosten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Entwicklung der Kreditwirtschaft


Die deutschen Banken konnten ihr Zinsergebnis im Zuge der Zinswende steigern. Hierbei spielten die unerwartet niedrigen Finanzierungskosten eine wichtige Rolle. Die Kreditausfälle blieben trotz der gedämpften Konjunktur vergleichsweise gering. Preisrückgänge am Wohnimmobilienmarkt haben die Stabilität des Finanzsystems auch aufgrund langer Zinsbindungsfristen und geringer Kreditausfälle kaum beeinträchtigt.

Infolge des Zinsanstiegs kam es im März 2023 zu erhöhtem Stress an den Finanzmärkten, wobei sich das deutsche Finanzsystem als stabil erwies. Die Schieflage mehrerer Regionalbanken in den USA und der Schweizer Großbank Credit Suisse erhöhten die Volatilität an den Finanzmärkten. Zwar kam es vorübergehend zu deutlichen Kursverlusten einzelner deutscher Institute, allerdings blieben weitere Ansteckungseffekte aus. Dies lag unter anderem daran, dass die deutschen Banken eine bessere Liquiditätsausstattung sowie ein geringeres Zinsänderungsrisiko aufwiesen als die in Schieflage geratenen US- Banken. Die deutlichen Steigerungen der Marktzinsen haben zudem zu Verlusten oder stillen Lasten in den Wertpapierbeständen von Banken geführt. 3

Für die Sparkassen in Niedersachsen war 2023 ein durchaus zufriedenstellendes Jahr in einem herausfordernden Umfeld. 4


Bei den Krediten sind die Neugeschäftszahlen der niedersächsischen Sparkassen im abgelaufenen Jahr infolge der Zinserhöhungen durch die EZB, der Inflation und auch der allgemeinen Verunsicherung bei Investitionsentscheidungen zurückgegangen. Insgesamt ist die Kreditnachfrage spürbar rückläufig. So ging das gesamte Neukreditgeschäft über alle Kundengruppen hinweg um annähernd 6 Mrd. Euro auf 13,2 Mrd. Euro zurück. Der Kreditbestand konnte allerdings mit 101,5 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.


Das Neukreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 2,8 Mrd. Euro auf etwa 7,8 Mrd. Euro zurückgegangen, bei einem Bestandswachstum um 650 Mio. Euro auf 53,1 Mrd. Euro. Bei den privaten Kundinnen und Kunden ist der Nachfragerückgang deutlicher, nachdem die Sparkassen während der Niedrigzinsphase hohe Steigerungsraten zu verzeichnen hatten. Die Neuzusagen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro zurück. Besonders spürbar ist dies beim Wohnimmobilienkreditgeschäft, was nach jahrelangen deutlichen Zuwachsraten um 2,9 Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Euro regelrecht eingebrochen ist. Im Ergebnis ging der Bestand an Krediten der privaten Kundinnen und Kunden um rund 170 Mio. Euro auf knapp 43,5 Mrd. Euro zurück.


Bei den Kundeneinlagen verzeichnen die Sparkassen in Niedersachsen einen leichten Rückgang und damit eine Bestandsverringerung um 2,6 Mrd. Euro auf 101,1 Mrd. Euro. Grund für den Rückgang ist zum einen die Inflation mit deutlich gestiegenen Konsumausgaben. Zum anderen haben die Kundinnen und Kunden durch die Rückkehr der Zinsen die täglich fälligen Gelder und Sparguthaben in höher verzinsliche Einlagen umgeschichtet und wieder vermehrt Gelder in Wertpapieren angelegt. Im Wertpapiergeschäft liegen die Sparkassen mit 2,9 Mrd. Euro etwa 150 Mio. Euro über dem Vorjahres-Nettoabsatz, bei einem um rund 3 Mrd. Euro auf 13,5 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz.


Der Zinsüberschuss der Sparkassen in Niedersachsen stieg gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 770 Mio. Euro auf rund 2,8 Mrd. Euro an. Der Provisionsüberschuss wird mit einem Anstieg von 20 Mio. Euro auf 920 Mio. Euro vorhergesagt. Der Sach- und Personalaufwand steigt um 100 Mio. Euro auf voraussichtlich rund 2 Mrd. Euro. Insgesamt rechnen die Sparkassen 2023 mit einem gegenüber 2022 stark verbesserten Betriebsergebnis vor Bewertung, das um etwa 680 Mio. Euro auf 1,7 Mrd. Euro ansteigen dürfte. Entsprechend ist die Cost-Income-Ratio (CIR) von 64,7 % auf 53,8 % zurückgegangen.

3 Deutsche Bundesbank, Finanzstabilitätsbericht 2023
4 Jahrespressegespräch des Sparkassenverbandes Niedersachsen vom 29.02.2024

Geldpolitik im Euroraum


Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 lt. Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt bei 6,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) stiegen damit die Verbraucherpreise nicht mehr ganz so stark, die Inflation lag aber immer noch weit über dem von der EZB angestrebten Wert von 2,0 %. In Deutschland stiegen die Preise (gemessen am HVPI) im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,0 % (2022: 8,7 %).


Um der hohen Inflation entgegen zu wirken, setzte die EZB, ähnlich wie andere Notenbanken, ihre restriktive Geldpolitik fort und erhöhte die Leitzinsen im Jahresverlauf 2023 in mehreren Schritten. Der Satz der Einlagefazilität, der für die Geldmärkte aufgrund der auf absehbare Zeit anhaltenden Situation der Überschussliquidität entscheidende Zins, stieg von 2,0 % auf aktuell 4,0 %. In der Folge sind die Zinsen an den Geld- und Kapitalmärkten im Euroraum weiter außerordentlich stark gestiegen.

In Deutschland entwickelten sich diesen Vorgaben folgend die längerfristigen Kapitalmarktzinsen im Jahr 2023 zunächst weiter nach oben. Nach durchschnittlich 2,23 % im Januar stieg die Umlaufsrendite 5 bis Oktober auf 2,84 % an, um bis zum Jahresende wieder stark zu fallen auf den Jahrestiefstand von 2,15 %. Bei deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 5 Jahren lagen die Renditen zwischen 1,86 % und 2,92 %. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen bewegten sich im Jahresverlauf in einer Bandbreite zwischen 1,90 % und 2,97 % (Schlussstand per 31.12.2023: 2,03 %).

5 Lt. Zeitreihen-Datenbank der Deutschen Bundesbank: Umlaufsrenditen inländischer Inhaberschuldverschreibungen / Börsennotierte Bundeswertpapiere / Monatswerte

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023


Im Jahr 2023 wurden verschiedenste aufsichtliche Regelungen veröffentlicht oder in Kraft gesetzt, die vor allem durch die nationale Umsetzung des EU-Bankenpakets bestimmt wurden und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen erforderten. Unter anderem handelt es sich um folgende Neuregelungen:


Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) hat die EU länderübergreifende Vorgaben für den Schutz der Finanz-IT-Landschaft geschaffen, um so das bestehende europäische und nationale Regelwerk zu vervollständigen. Alle Finanzdienstleister müssen nachweisen, dass ihre Organisation über alle Ebenen und Bereiche unterschiedlichsten IKT-Krisen (Informations- und Kommunikationstechnologie) gewachsen ist und die Betriebsstabilität digitaler Systeme jederzeit sichergestellt ist.


Ende Juni 2023 hat die BaFin auf ihrer Internetseite eine novellierte Fassung ihres Rundschreibens "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" veröffentlicht. Vorrangiges Ziel dieser siebten MaRisk-Novelle ist es, die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die Kreditvergabe und -Überwachung umzusetzen. Sie betreffen u. a. die Prozesse im Kreditgeschäft und die Risikomanagementmodelle der Institute. Darüber hinaus hat die BaFin folgende wesentliche Aspekte angepasst oder neu in die MaRisk integriert:

Anforderungen an den Umgang des Risikomanagements der Institute mit eigenen Immobilien,

Erleichterungen zum Wertpapierhandel im Homeoffice,

Vorgaben zum Thema Nachhaltigkeit.


Nach der Taxonomie-VO (Verordnung (EU 2020/852) und der hierzu im Juni 2021 veröffentlichten Ergänzung (EU 2021/2139) müssen in den Anwendungsbereich der Non Financial Reporting Directive (NFRD) fallende Unternehmen in ihrer nichtfinanziellen Berichterstattung Angaben darüber aufnehmen, wie und in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten gemäß der Taxonomie-VO einzustufen sind. Mitte Dezember 2023 wurden die ersten zwölf Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im EU-Amtsblatt veröffentlicht.


Mit dem Urteil des BGH vom 27.04.2021 zum sog. AGB-Änderungsmechanismus wurde eine jahrzehntelang gängige Praxis innerhalb der Vertragsgestaltung von Banken und Sparkassen nachträglich für unwirksam erklärt. Dies führt dazu, dass bei jeder Konditionsänderung von allen Kunden eine aktive Zustimmung hereingenommen werden muss, was vor dem Urteil nicht notwendig war.


Die Umsetzung der Neuregelungen erfordert in der Kreditwirtschaft einen hohen Zeitaufwand und bindet Mitarbeiterkapazitäten.

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren


Folgende Kennzahlen, die der internen Steuerung dienen und in die Berichterstattung einfließen, stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Kernkapitalquote nach CRR Verhältnis des Kernkapitals zu den risikobezogenen Positionswerten nach den Vorschriften der Capital Requirements Regulation (CRR)

Verwendbares Ergebnis (Kernkapital-Dotierung)
Zuführungen zur Sicherheitsrücklage und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken

Cost-Income-Ratio (CIR)
Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)

Betriebsergebnis vor Bewertung Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen und abzüglich der Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)

Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft Anteil der Risikoklasse I (Rating 1 bis 8) am Gesamtkreditvolumen

Granularität im Kundenkreditgeschäft Anteil der Kreditnehmer mit einem Obligo über 10 Mio. Euro am Gesamtkreditvolumen (ohne Kommunalkunden)

Liquiditätsdeckungsquote (LCR)
Verhältnis des Bestands als erstklassig eingestufter Aktiva zum gesamten Nettoabfluss der nächsten 30 Tage

Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Bestand Veränderungen
Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
31.12.2023
Mio. Euro
2023
Mio. Euro
2023
%
2022
%
Geschäftsvolumen *) 12.268,0 -279,6 -2,2 +0,3
Bilanzsumme 12.040,4 -276,9 -2,2 +0,4
Durchschnittsbilanzsumme 12.173,3 -466,8 -3,7 +3,1

*) Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten


Das Geschäftsvolumen stieg während der Niedrigzinsphase in den Vorjahren insbesondere aufgrund hoher Einlagenzuflüsse stark an. In 2023, dem ersten Jahr nach der Zinswende, ist es nun zu einem leichten Rückgang gekommen. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen (Ukraine-Krise, hohe Inflation, Störungen der Lieferketten) bewerten wir die Geschäftsentwicklung in 2023 als sehr gut.

Aktivgeschäft (einschließlich Passiv-Posten 1 unter dem Bilanzstrich)

Bestand Veränderungen Anteil in %
Aktivgeschäft *) 31.12.2023
Mio. Euro
2023
Mio. Euro
2023
%
des Geschäfts-
volumens
Barreserve 61,7 4,1 7,0 0,5
Kundenkreditvolumen 9.407,3 81,1 0,9 76,7
darunter:
Forderungen an Kunden 9.152,4 89,4 1,0 74,6
Treuhandkredite 27,4 -5,7 -17,3 0,2
Avalkredite 227,5 -2,6 -1,1 1,9
Forderungen an Kreditinstitute **) 1.448,7 -420,6 -22,5 11,8
Wertpapiervermögen 1.208,8 59,6 5,2 9,9
Beteiligungen / Anteilsbesitz 31,2 0,0 0,1 0,3
Sachanlagen 97,5 -3,5 -3,5 0,8

*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind auf Rundungen zurückzuführen
**) Bilanzwert zuzüglich Eventualverbindlichkeiten

Barreserve


Sowohl der Kassenbestand als auch die bei der Deutschen Bundesbank gehaltene Barreserve schwanken stichtagsbedingt. Gegenüber dem Vorjahresstichtag ist der Kassenbestand um 6,4 Mio. Euro höher, das Guthaben bei der Bundesbank um 2,3 Mio. Euro geringer.

Kundenkreditvolumen


Das Wachstum des Gesamtkreditvolumens ist in 2023 mit 0,9 % deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um 89,4 Mio. Euro auf 9.152,4 Mio. Euro. Das Wachstum des Forderungsbestandes vollzog sich überwiegend im langfristigen Bereich.


Im Privatkreditgeschäft sind insbesondere die Bestände an Wohnungsbaukrediten geringfügig angestiegen, wobei der Bestand an Fremdmitteldarlehen sogar rückläufig war. Im gewerblichen Kreditgeschäft zeigten sich Zuwächse sowohl bei den Wohnungsbaukrediten, als auch bei den sonstigen gewerblichen Darlehen. Die Ausleihungen an kommunale Kunden gingen stark zurück.


Mit einer Steigerung von 1,0 % bei den Kundenforderungen wurde unsere Wachstumsprognose aus dem Vorjahr von 1,8 % nicht erreicht.

Forderungen an Kreditinstitute


Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich um 420,6 Mio. Euro auf 1.448,7 Mio. Euro.


Der Rückgang betrifft das bei der Deutschen Bundesbank unterhaltene Übernachtguthaben sowie Verrechnungsguthaben bei der eigenen Girozentrale und spiegelt den Abfluss von Kundeneinlagen in 2023 wider. Die durch hohe Einlagenzuflüsse in Vorjahren entstandenen Liquiditätsüberschüsse sind überwiegend bei der Bundesbank angelegt worden. Diese Bestände wurden nun teilweise zurückgeführt.


Der Bestand setzt sich neben dem Bundesbankguthaben aus unterhaltenen Liquiditätsreserven und Verrechnungsguthaben bei der eigenen Girozentrale sowie Einlagen bei der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse zusammen.

Wertpapiervermögen


Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 59,6 Mio. Euro auf 1.208,8 Mio. Euro. Der Zuwachs entfällt überwiegend auf verzinsliche Wertpapiere und daneben auf Anteile an Aktien- und Immobilienfonds.

Beteiligungen / Anteilsbesitz


Der Bestand der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen veränderte sich in 2023 nur unbedeutend.

Sachanlagen


Den Zugängen zum Sachanlagevermögen in Höhe von 3,3 Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 6,8 Mio. Euro gegenüber, sodass sich der Buchwert der Sachanlagen um 3,5 Mio. Euro auf 97,5 Mio. Euro reduzierte.


Die Investitionen betrafen im Wesentlichen den Neubau der Regionaldirektion am Standort Cloppenburg sowie den Umbau diverser Filialen zur Umsetzung eines zukunftsorientierten Filialkonzeptes, das sowohl den Kundenwünschen nach persönlicher Beratung als auch der zunehmenden Digitalisierung Rechnung trägt.

Passivgeschäft

Bestand Veränderungen Anteil in %
Passivgeschäft *) 31.12.2023
Mio. Euro
2023
Mio. Euro
2023
%
des Geschäfts-
volumens
Mittelaufkommen von Kunden 9.379,0 -337,1 -3,5 76,4
darunter:
Spareinlagen 1.914,8 -875,4 -31,4 15,6
Täglich fällige Einlagen 6.827,9 91,7 1,4 55,7
Sonstige Einlagen, Sparkassenbriefe
und Namenspfandbriefe
595,4 466,4 361,6 4,9
Inhaberschuldverschreibungen 41,0 -19,8 -32,6 0,3
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.416,3 -22,1 -1,5 11,5
Rückstellungen 100,8 8,8 9,6 0,8
Eigenkapital 695,0 50,0 7,8 5,7

*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind auf Rundungen zurückzuführen

Mittelaufkommen von Kunden


Der Rückgang der Kundeneinlagen um 3,5 % war von uns nicht erwartet worden. Am Jahresanfang waren wir noch von einem moderaten Anstieg in der Größenordnung von 2,5 % ausgegangen.


Die Abflüsse zeigten sich fast ausschließlich bei den Privatkunden und den kommunalen Kunden.


Aufgrund der Zinsentwicklung kam es zu größeren Umschichtungen zwischen den verschiedenen Anlageformen. Während Spareinlagen stark zurückgingen, nahmen die Bestände an Sparkassenbriefen und auf Geldmarktkonten erheblich zu. Der Bestand der Inhaberschuldverschreibungen nahm wie in den Vorjahren weiter ab. Der Netto-Abfluss der Einlagen in Höhe von 337,1 Mio. Euro resultierte bei den Privatkunden auch aus einer Umschichtung von Einlagen in nicht bilanzwirksame Wertpapieranlagen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


Der Ausweis betrifft im Wesentlichen die in Form von Darlehen an die Kunden weitergeleiteten Mittel der Förderbanken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind geringfügig um 22,1 Mio. Euro zurückgegangen.

Rückstellungen


Der Anstieg der Rückstellungen um 8,8 Mio. Euro ergab sich vorwiegend aus der Bildung einer Rückstellung für Gewerbesteuern, da die aufgrund des angestiegenen Ergebnisses beantragte Erhöhung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen bis zum Jahresende noch nicht von allen Gemeinden umgesetzt wurde. Weiterhin erhöhten sich die Pensionsrückstellungen aufgrund einer Erhöhung des angenommenen Gehaltstrends bei der versicherungsmathematischen Ermittlung. Daneben nahmen auch die vorsorglich gebildeten Rückstellungen im Kreditgeschäft zu.

Dienstleistungen und außerbilanzielle Geschäfte

Dienstleistungen


Das Dienstleistungsgeschäft der LzO verlief angesichts der teilweise schwierigen Marktverhältnisse insgesamt erfreulich. In einigen Geschäftsfeldern konnten wieder deutliche Zuwächse erzielt werden, in anderen konnte teilweise das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden. Folgende Schwerpunkte sind hier hervorzuheben:


Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich wieder sehr gut. Die Bestände sowohl auf den LzO-Depots als auch auf den DekaBank-Depots unserer Kunden nahmen wie geplant weiter zu. Die Ersparnisbildung unserer Kunden im Wertpapiergeschäft (ohne institutionelle und Unternehmenskunden) betrug 466,1 Mio. Euro im Vergleich zu 262,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Umsatzvolumen bei Aktien und Investmentfonds ging zurück, die Umsätze mit Rentenpapieren stiegen dagegen stark an.


Die Anzahl der vermittelten Bausparverträge wurde um 4,1 % auf 3.805 gesteigert. Die durchschnittliche Bausparsumme pro Vertrag nahm allerdings von 73,6 TEUR auf 62,9 TEUR ab. Das Volumen der im Berichtszeitraum vermittelten Verträge ging dadurch um 10,9 % auf 239,5 Mio. Euro zurück.


Im Bereich der Immobilienvermittlung wurde Anfang des Jahres nach dem Ende des Immobilienbooms ein Rückgang des Geschäfts erwartet. Aber trotz der schwierigen Lage auf dem Immobilienmarkt konnte in 2023 das hohe Niveau des Vorjahres nahezu wieder erreicht werden. Dieses Ergebnis liegt über unseren Erwartungen. Die Zahl der vermittelten Objekte nahm um 25 auf 523 ab, das vermittelte Umsatzvolumen sank geringfügig von 174,9 Mio. Euro auf 172,0 Mio. Euro.


Im Versicherungsvermittlungsgeschäft konnten in allen Sparten Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, insbesondere bei den Lebensversicherungen. Die Anzahl der vermittelten Lebensversicherungsverträge stieg um 354 Stück (29 %), das vermittelte Vertragsvolumen erhöhte sich um 9,5 Mio. Euro.

Derivate


Derivative Finanzinstrumente dienten der Sicherung eigener Positionen sowie der Kundengeschäfte. Insbesondere wurden Zinsswapgeschäfte zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch abgeschlossen und nicht zu spekulativen Zwecken. Eine Übersicht, wie sich die Derivate nach Art und Umfang sowie nach Fristigkeiten gliedern, ist dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.

Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

Vermögenslage


Darstellung der Aktiva (Bruttovermögen) und der Passiva (Verbindlichkeiten): *)

Mio. Euro in %
des Geschäftsvolumens
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Kundenkreditvolumen**) 9.407,3 9.326,2 76,7 74,3
Forderungen an Kreditinstitute **) 1.448,7 1.869,3 11,8 14,9
Wertpapiervermögen 1.208,8 1.149,2 9,9 9,2
Anlagevermögen 128,7 132,2 1,0 1,1
Sonstige Vermögenswerte 74,6 70,7 0,6 0,6
Geschäftsvolumen **) 12.268,0 12.547,6 100,0 100,0
Mittelaufkommen von Kunden 9.379,0 9.716,1 76,4 77,4
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.416,3 1.438,4 11,5 11,5
Sonstige Passivposten (einschl.
Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen)
364,7 360,0 3,0 2,9
Fonds für allgemeine Bankrisiken 413,0 388,0 3,4 3,1
Eigenkapital 695,0 645,0 5,7 5,1
Geschäftsvolumen **) 12.268,0 12.547,6 100,0 100,0

*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind auf Rundungen zurückzuführen
**) Bilanzwerte zuzüglich Eventualverbindlichkeiten


Im Gegensatz zu den Vorjahren war bei den Ausleihungen an die Kunden nur noch eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Demgegenüber gingen die Einlagenbestände in 2023 sogar teilweise wieder zurück, nachdem diese während der Negativzinsphase in den Vorjahren stark angewachsen waren. Den Einlagenabflüssen entsprechend ging auch die Bilanzsumme zurück. Durch diese Entwicklung kam es zu einer Nivellierung der Bilanzstruktur, sodass das Mittelaufkommen von Kunden und das Kundenkreditvolumen zum Bilanzstichtag wieder im Gleichgewicht waren.


Die Vermögensgegenstände und Rückstellungen sind nach den Vorschriften des HGB vorsichtig bewertet. Einzelheiten zur Bewertung sind dem Anhang zum Jahresabschluss, Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, zu entnehmen. Für besondere Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen. Die Vermögenslage der LzO ist geordnet.


Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zuführung des Bilanzgewinnes wird die Sicherheitsrücklage 695 Mio. Euro betragen. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die LzO über einen Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 413 Mio. Euro.


Gemäß der CRR sind für die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalgrößen hartes Kernkapital, Kernkapital und Gesamtkapital gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Eigenkapitalquoten und Kapitalpuffer einzuhalten. Die Quoten bestehen im Zähler aus der jeweiligen Eigenkapitalgröße und im Nenner jeweils aus dem Gesamtrisikobetrag gemäß Art. 92 Abs. 3 der CRR. Die Mindest-Eigenkapitalquoten betrugen im Berichtsjahr gemäß der CRR für das harte Kernkapital 4,5 %, für das Kernkapital 6,0 % und für das Gesamtkapital 8,0 %. Daneben war eine kombinierte Kapitalpufferanforderung gemäß § 10i KWG zu erfüllen, die aus dem sog. Kapitalerhaltungspuffer von 2,50 % sowie einem institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffer von rd. 0,74 % besteht. Zudem wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2023 ein Systemrisikopuffer von 2,00 % für den Wohnimmobiliensektor eingeführt. Über die gesetzlichen Mindest-Eigenkapitalquoten hinaus wurde von der BaFin im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) eine zusätzliche individuelle Eigenmittelanforderung in Höhe von 1,25 % festgelegt.


Zum 31. Dezember 2023 ergaben sich folgende aufsichtsrechtliche Kapitalquoten:

Aufsichtlich
gefordert
für 2023
Tatsächlich
erzielt
in 2023
Aufsichtlich
gefordert
für 2022
Tatsächlich
erzielt
in 2022
Harte Kernkapitalquote 8,76 % 15,71 % 7,14 % 14,60 %
Kernkapitalquote 10,50 % 15,71 % 8,69 % 14,60 %
Gesamtkapitalquote 12,81 % 15,71 % 10,75 % 14,60 %


Die zum 31. Dezember 2023 ermittelten Kapitalquoten liegen deutlich über den von der Aufsicht geforderten Werten. Damit bilden sie eine solide Basis für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie. Auch der in unserer Geschäftsstrategie für 2023 festgelegte Mindestwert für das Kernkapital in Höhe von 14 % wurde eingehalten.

Finanzlage


Die Zahlungsfähigkeit der LzO war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die - nach Monaten gestaffelt - die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die Plandaten des Kundengeschäfts enthalten. Größere Planabweichungen werden in monatlichen Soll-Ist-Vergleichen analysiert und bei Bedarf in den turnusmäßig zu erstellenden Finanzplänen (Planungshorizont zwölf Monate) entsprechend berücksichtigt.


Angebote der Deutschen Bundesbank zur Refinanzierung über Offenmarktgeschäfte haben wir in 2023 nicht genutzt. Eingeräumte Kredit- bzw. Dispositionslinien bei Landesbanken wurden von uns lediglich in wenigen Ausnahmefällen genutzt. Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben bei der Deutschen Bundesbank wurde in der erforderlichen Höhe unterhalten.


Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 158 % bis 198 % deutlich oberhalb des im Jahr 2023 zu erfüllenden Mindestwerts von 100 %. Die LCR-Quote lag im Berichtsjahr auch durchgängig über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 115 %. Zum 31.12.2023 betrug diese 170 %. Damit ist die Liquidität als ausreichend anzusehen. Weitere Angaben zu den Liquiditätsrisiken enthält der Risikobericht.


Nach unserer Finanzplanung ist die Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft gesichert.

Ertragslage

Darstellung nach der Gewinn- und Verlustrechnung *) 2023
Mio. Euro
2022
Mio. Euro
Zinsüberschuss (GuV-Positionen 1 bis 3) 256,8 189,9
Provisionsüberschuss (GuV-Positionen 5 und 6) 98,4 94,8
Verwaltungsaufwand
a) Personalaufwand -110,0 -100,7
b) Sachaufwand -77,7 -72,9
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,0 0,0
Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge
und Aufwendungen (GuV-Positionen 8, 11 und 12)
-3,5 0,7
Ergebnis vor Bewertung 164,1 111,9
Bewertungsergebnis (GuV-Positionen 13 bis 16) -44,2 21,6
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -25,0 -53,0
Ergebnis nach Bewertung 94,9 80,5
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0
Steuern -44,9 -33,5
Jahresüberschuss 50,0 47,0

*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind auf Rundungen zurückzuführen


Mit einem Anstieg des Zinsüberschusses um 66,9 Mio. Euro bzw. 35,2 % gegenüber dem Vorjahr wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Hauptgrund sind die im Jahr 2023 von der EZB vorgenommenen mehrmaligen Anhebungen der Leitzinsen mit in der Folge deutlich gestiegenen Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt. In der Vergangenheit schlugen sich steigende Zinsen wegen der kürzeren Zinsbindung bei der Refinanzierung zunächst stärker in den Zinsaufwendungen nieder als in den Erträgen. Dieses erwartete Szenario ist aber in 2023 tatsächlich nicht so eingetreten. Die Passivseite hat im Vergleich zur Aktivseite deutlich träger reagiert. Der Zinsaufwand aus den Einlagen ist zunächst in deutlich geringerem Ausmaß angestiegen als zu erwarten war. Die Aktivseite profitierte dagegen von dem deutlichen Anstieg der Zinserträge aus dem Kundengeschäft sowie aus den Eigenanlagen im Zinsbuch, die überwiegend geldmarktnah als hochliquide Liquiditätsreserve angelegt waren und unmittelbar auf die Zinserhöhungen reagierten.


Auch der Provisionsüberschuss konnte entgegen den Erwartungen ein weiteres Mal gesteigert werden. Nachdem zunächst ein Provisionsergebnis auf Vorjahresniveau geplant worden war, nahm es tatsächlich um 3,5 Mio. Euro bzw. 3,7 % zu. Zuwächse ergaben sich zum einen im Bereich Giro- und Zahlungsverkehr sowie im Kartengeschäft durch eine weitere Steigerung der Anzahl an Konten und Preisanpassungen. Zum anderen stiegen die Provisionserträge im Wertpapiergeschäft deutlich an. Dies resultierte insbesondere auch aus einer hohen Anzahl neu eröffneter Wertpapierdepots unserer Kunden. Auf den Kundendepots sowohl bei der Landessparkasse zu Oldenburg als auch bei unserem Verbundpartner DekaBank nahmen die Bestände zu, ebenso die Anzahl und das Volumen der Transaktionen, insbesondere durch Anlagen in verzinslichen Wertpapieren. Im Vermittlungsgeschäft mit Immobilien wurden angesichts der schwierigen Lage auf dem Immobilienmarkt Rückgänge erwartet. Diese fielen mit einem Minus von 3,5 % bei den Vermittlungsprovisionen am Ende erfreulich niedrig aus. Im Vermittlungsgeschäft mit Versicherungen wurden die Erträge geringfügig gesteigert, die Provisionen aus der Vermittlung von Bausparverträgen sanken dagegen deutlich.


Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich in 2023 insgesamt um 14,1 Mio. Euro bzw. 8,1 %. Die Steigerung war damit höher als geplant. Dies betrifft einerseits den Sachaufwand, der inflationsbedingt um 6,5 % anstieg. Andererseits stieg der Personalaufwand um 9,2 % durch Tarifeffekte (Inflationsausgleichsprämie) sowie aufgrund einer Sonderzahlung zur Ausstattung privater Heim-Arbeitsplätze für das Mobile Arbeiten.


Unter Berücksichtigung der o. g. Veränderungen der Ertrags- und Aufwandspositionen liegt das Ergebnis vor Bewertung mit 164,1 Mio. Euro um 52,3 Mio. Euro bzw. 46,7 % über dem Vorjahresergebnis und damit wiederum deutlich über unseren Erwartungen.


Das Bewertungsergebnis (Saldo aus den GuV-Positionen 13 bis 16) weist im Geschäftsjahr 2023 einen Aufwand von 44,2 Mio. Euro auf. Im Vorjahr ergab sich durch eine Umwidmung stiller Reserven ein positiver Betrag (Ertrag) von 21,6 Mio. Euro. Auch ohne Berücksichtigung der in 2022 und 2023 vorgenommenen Veränderungen der stillen Reserven ist die Risikovorsorge im Kreditgeschäft deutlich angestiegen. Sie lag aber noch unter unseren Erwartungen. Die Abschreibungen auf die Wertpapiereigenanlagen liegen über den Planwerten.


Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde um 25 Mio. Euro aufgestockt.


Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein um 14,4 Mio. Euro auf 94,9 Mio. Euro gestiegenes Ergebnis nach Bewertung. Dieses liegt deutlich über unseren Erwartungen.


Der Steueraufwand ist dem höheren Ergebnis entsprechend gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Mio. Euro auf 44,9 Mio. Euro angestiegen.


Nach Abzug des Steueraufwandes wird ein Jahresüberschuss von 50 Mio. Euro ausgewiesen, der der Sicherheitsrücklage zugeführt werden soll. Zusammen mit der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken konnte somit ein verwendbares Ergebnis (Kernkapital-Dotierung) von 75 Mio. Euro erzielt werden. Damit wurde das strategische Ziel von 40 Mio. Euro weit übertroffen.


Das gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG offenzulegende Verhältnis des Jahresüberschusses (Nettogewinn) zur Bilanzsumme beträgt 0,42 %.


Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses setzen wir für interne Zwecke unter anderem den sogenannten "Betriebsvergleich" der S-Finanzgruppe ein, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der LzO in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 1,64 % (Vorjahr 0,93 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) des Jahres 2023. Es lag damit deutlich über dem Wert des Wirtschaftsplanes von 0,94 % und auch über dem Durchschnittswert der niedersächsischen Sparkassen.


Zur Unternehmenssteuerung wurden im Wirtschaftsplan für 2023 Ertrags- und Kostenziele festgelegt. Das Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen vor Bewertung fiel mit einer Cost-Income-Ratio (CIR) von 48,8 % (Vorjahr 60,0 %) erheblich besser aus als im Wirtschaftsplan vorgesehen (60,8 %) und stellt sich besser dar als der Durchschnittswert der niedersächsischen Sparkassen.


Die wirtschaftliche Lage der LzO kann angesichts der vorherrschenden Rahmenbedingungen durch die eingetretene Zinswende als sehr gut bewertet werden. Die LzO verfügt über geordnete Finanz- und Vermögensverhältnisse und eine Ertragskraft, die es erlaubt, das für eine stetige Geschäftsentwicklung erforderliche Eigenkapital zu erwirtschaften. Damit sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass die LzO ihren Kunden auch künftig in allen Finanz- und Kreditangelegenheiten ein leistungsstarker Geschäftspartner sein kann.

Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

Risikobericht

Risikomanagementsystem


Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Landessparkasse zu Oldenburg ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.


In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.


Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kundengeschäft
Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Aktienrisiko
Immobilienrisiko
Beteiligungsrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Refinanzierungskostenrisiko
Operationelles Risiko


Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 1.528,3 Mio. EUR. Das unter dessen Berücksichtigung abgeleitete Gesamtlimit von 965,5 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum wurden die Teillimite für Zins- und Spreadrisiken, sowie das Limit für Marktpreisrisiken und das Gesamtbanklimit im Wesentlichen wegen Anpassung der Parameter im Rahmen der Einführung der SR-Banksteuerung zu einzelnen Stichtagen temporär formell überschritten. Als Reaktion hierauf wurden die bei Einführung konservativ gesetzten Limite angepasst. Die Risikotragfähigkeit war jederzeit gewährleistet.


Die bereitgestellten Limite reichten zum Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.


Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Immobilienrisikos zwischen Land und Nutzungsart systembedingt risikomindernde Diversifikationseffekte.


Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. EUR Mio. EUR %
Adressenrisiko Kundengeschäft 99,0 93,9 94,9
Eigengeschäft 13,5 7,9 58,2
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 421,0 366,1 87,0
Spreadrisiko 66,0 44,5 67,5
Aktienrisiko 80,5 62,2 77,3
Immobilienrisiko 47,0 35,2 74,9
Beteiligungsrisiko 10,5 9,2 87,9
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 135,5 133,1 98,3
Operationelles Risiko 92,5 77,2 83,5
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 965,5 829,4 85,9


Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für zwei adverse Szenarien getroffen.


In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.


Für den betrachteten Zeitraum von 3 Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in denen jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.


Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).


Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen. Daneben ist die Sparkasse an fünf Kreditbasket-Transaktionen der Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die hieraus resultierenden Kreditderivate werden sowohl in der Position des Sicherungsnehmers als auch als Sicherungsgeber gehalten. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps.


Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeitsrechnung durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei Eintritt der Szenarien die ökonomische Risikotragfähigkeit gegeben ist. Der Stresstest "Immobilienkrise aufgrund von Zinsanstieg" zeigt hier die höchste Belastung auf.


Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst sowohl den Gesamtrisikobericht als auch ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.


Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.


Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungsprozesse. Zusätzlich verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Risikocontrolling-Funktion wird durch die Mitarbeiter der Abteilung Gesamtbanksteuerung / Risikocontrolling wahrgenommen.


Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.


Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.


Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen. Auch die mit der Emission von Hypotheken-Namenspfandbriefen nach § 27 PfandBG gestellten Anforderungen werden durch das bestehende Risikomanagementsystem erfüllt.

Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

Adressenrisiko


Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.


Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.


Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat.

Adressenrisiko im Kundengeschäft


Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avalen (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).


Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).


Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäft erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen

Interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung.

Regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

Festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Einsatz von Sicherungsinstrumenten zur Reduzierung vorhandener Risikokonzentrationen im Bereich Kreditbasket-Transaktionen und Konsortialgeschäften

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting und einem aktiven Kreditportfoliomanagement


Zum 31.12.2023 wurden etwa 53,3% der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 43,7% an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen.


Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. So weist das Portfolio traditionell einen hohen Anteil an Finanzierungen im Bereich der "Landwirtschaftlichen Ernährungsindustrie" auf. Neben der Branche "Land- und Forstwirtschaft" ist diesem Geschäftsfeld auch ein Teil des unter der Branche "Verarbeitendes Gewerbe" ausgewiesenen Volumens zuzurechnen. Weitere Schwerpunkte bilden die Branchen "Baugewerbe", "Energie, Wasser, Bergbau" und "Beratung, Planung, Sicherheit". Zusammen umfassen diese fünf Branchensektoren 39,9 % des an Unternehmen und öffentliche Haushalte vergebenen Kreditvolumens. Den größten Branchensektor bildet das "Grundstücks- und Wohnungswesen". Hier werden jedoch auch Vermietungen, zum Beispiel im Rahmen von Betriebsaufspaltungen, abgebildet. In diesen Fällen liegt das Kreditrisiko weniger in den Immobilien als vielmehr in der "mietenden Branche". Grundsätzlich ist also für die Generierung der zu erbringenden Kapitaldienste von einer breiten Branchenstreuung auszugehen.


Die Größenklassenstruktur im Kundenkreditgeschäft zeigt insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäfts. Zum 31.12.2023 entfallen 54,0% des Kundenkreditvolumens auf Engagements mit einem Kreditvolumen bis 1,0 Mio. EUR (Grenze für nicht risikorelevantes Geschäft). 24,8% entfallen auf Kreditnehmer mit einem Volumen über 1,0 Mio. EUR bis 10,0 Mio. EUR. 21,1% des Kundenkreditvolumens entfallen auf Kreditnehmer mit einem Volumen über 10 Mio. EUR (Grenze für Großengagements).


Die als Granularität im Kundenkreditgeschäft definierte Kennzahl der Kreditnehmer mit einem Obligo größer als 10 Mio. EUR (ohne Kommunalkunden) betrug zum Ende des Geschäftsjahres 17,5% (Vorjahr: 16,9%). Der in der Kreditrisikostrategie festgelegte Grenzwert von 18,0% wurde damit eingehalten.


Die Kreditrisikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Zum 31.12.2023 beträgt der Volumenanteil der Kredite ohne erkennbare besondere Risiken 90,0% (Risikoklasse I bzw. Rating-Note 1-8). Im Vorjahr betrug dieser Wert 91,1%. Der für die Risikostruktur festgelegte Zielwert für die Risikoklasse I von 80% wurde damit eingehalten. Der Anteil der Kredite mit erhöhten Risiken (Risikoklasse II bzw. Rating-Note 9-15) beträgt 8,5% (Vorjahr: 7,5%), der Anteil mit akuten Ausfallrisiken (Risikoklasse III bzw. Rating-Note 16-18) beträgt 1,1% (Vorjahr: 1,0%). Der Anteil nicht risikoklassifizierter Forderungen beträgt wie im Vorjahr 0,4%.


Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.


Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert ist.


Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken hat die Sparkasse 7 Einzelkreditnehmer mit einem Kreditvolumen von insgesamt 37,7 Mio. EUR in die Sparkassen-Kreditbaskets (über die Emission von Originatoren-Credit Linked Notes) eingebracht.


Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Hierfür werden Einzelwertberichtigungen (EWB) und Rückstellungen für Einzelrisiken gebildet. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen (PWB) und Rückstellungen für Pauschalrisiken gebildet.


Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das turnusmäßige Verfahren.


Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der
Risikovorsorge
Anfangs-
bestand
01.01.2023
Zuführung Auflösung Verbrauch Endbestand
31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Einzelwert-
berichtigungen
50.057 24.357 8.587 6.180 59.647
Rückstellungen für
Einzelrisiken
5.397 3.598 2.824 271 5.899
Pauschalwert-
berichtigungen
21.779 1.269 0 0 23.048
Rückstellungen für
Pauschalrisiken
6.043 1.012 303 0 6.752
Gesamt 83.276 30.236 11.714 6.451 95.346

Adressenrisiko im Eigengeschäft


Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.


Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"


Die Eigengeschäfte in Wertpapieren umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 1.199,3 Mio. EUR (Buchwerte ohne Zinsabgrenzung). Wesentliche Positionen sind dabei öffentliche Anleihen mit 695,3 Mio. EUR, (Landesbank-IHS) mit 179,1 Mio. EUR sowie Immobilienfonds in Höhe von 182,9 Mio. EUR und Aktienfonds in Höhe von 101,5 Mio. EUR. Weiterhin sind hier Anteile an Sparkassen-Kreditbaskets in Höhe von 40,5 Mio. EUR berücksichtigt.


Die zum 31.12.2023 direkt durch die Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen zu 72,9% (874,5 Mio. EUR) über ein externes Rating von mindestens BBB. 23,7% bzw. 284,4 Mio. EUR weisen kein externes Rating auf. Hierbei handelt es sich um Anteile an Immobilien- und Aktienfonds. Die Anteile an Sparkassen-Kreditbaskets, die einen Anteil von 3,4% (40,5 Mio. EUR) ausmachen, weisen ein internes Rating (gemäß Sparkassenlogik) von 6 bis 9 auf.


Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.


Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen (Geldanlagen, Wertpapiere, Verrechnungskonten ohne Bestandteile in Fonds) an Landesbanken, die zum Jahresende rund 413 Mio. EUR ergaben. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassenorganisation. Zu berücksichtigen sind dabei auch der Haftungsverbund sowie unsere Beteiligungen, von denen ein hoher Anteil auf Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe entfällt.

Marktpreisrisiko


Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von marktbezogenen Risikofaktoren ergibt.


Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite und der vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Der Dispositionsausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen.

Zinsänderungsrisiko


Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Als ergänzende Steuerungsinformation erfolgt die Ermittlung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis der Modernen Historischen Simulation, wobei die Sparkasse den VaR als Differenz zwischen dem statistischen Erwartungswert (Mittelwert) und dem Quantilswert des Konfidenzniveaus am Planungshorizont definiert, für die vierteljährliche Risikomessung mit einem Konfidenzniveau von 99,0 % und dem Risikobetrachtungshorizont von 3 Monaten.

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer definierten Benchmark (einer auf Basis gleitender Durchschnitte festgelegten Norm-Cashflow-Struktur). Abweichungen zeigen ggf. einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und dienen u.a. als Information für zu tätigende Absicherungen (z.B. durch Swapgeschäfte)

Regelmäßige Überprüfung, ob bei Eintritt des unterstellten Risikoszenarios sowie der Stressszenarien eine Rückstellung gemäß IDW RS BFA 3 n. F. zu bilden wäre


Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in bedeutendem Umfang eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).


Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänerungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
Mio. EUR -205,1 +243,2
in % der Eigenmittel -19,9 +23,6


Konzentrationen bestehen bei den Zinsänderungsrisiken vor allem in Form des hohen Strukturanteils an variablen Sicht- und Spareinlagen. Bei diesen Positionen weicht die unterstellte Zins-/Kapitalbindung von der vertraglich möglichen Ausübung ab. Die Risiken aus diesen Konzentrationen überwachen und steuern wir durch regelmäßige Analysen zur Konditions- und Strukturentwicklung dieser Anlagen und durch entsprechende Einbindung der Ergebnisse bei den Risikosimulationen und Stresstests. Aufgrund dieser Analysen halten wir das Konzentrationsrisiko für tragbar.


Der erneut starke Zinsanstieg im Jahr 2023 führte zu deutlich gesunkenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Weitere Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen.

Spreadrisiko


Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Aktienrisiko


Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente, wobei Aktienrisiken maßgeblich durch Marktpreisrisiken gekennzeichnet sind.


In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Aktien werden zurzeit ausschließlich in den Spezialfonds gehalten.

Immobilienrisiko


Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten von Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (eigene Immobilien wie Fililalen, Zentrale, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).


In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"


Die Immobilien im Eigenbestand dienen vorwiegend dem eigenen Geschäftsbetrieb. Besondere Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar.

Beteiligungsrisiko


Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.


Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.


Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands Niedersachsen für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen

Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens


Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus strategischen Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen Kapitalbeteiligungen, die zur Umsetzung des öffentlichen Auftrags (u.a. kommunale Aufgabenerfüllung der Träger im wirtschaftlichen, regionalpolitischen und sozialen Bereich) oder unter Renditegesichtspunkten gehalten werden sowie Funktionsbeteiligungen zur Schaffung strategischer Partnerschaften.


Konzentrationen bestehen im Beteiligungsportfolio aufgrund der Bündelung strategischer Verbundbeteiligungen.

Liquiditätsrisiko


Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu geplanten Preisen gehandelt werden können.


Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.


Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen. Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen. In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko in der normativen Perspektive zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.


Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der Liquiditätsdeckungsquote (LCR)

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR)

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der Survival Period

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"

Regelmäßige Überwachung der Fundingkonzentration zur Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung


Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird. Eventuelle zins- und spreadinduzierte Wertminderungen des Depot A-Bestandes im Fall von Notverkäufen werden im Rahmen des Ansatzes von "Haircuts" berücksichtigt.


Die Liquiditäts- und Refinanzierungsplanung gewährleisten einen stabilen und angemessenen Liquiditätspuffer bis zum Ende des Planungszeitraums. Der Liquiditätspuffer reicht auch beim Eintritt von außergewöhnlichen Stressszenarien für einen Zeitraum von mindestens 1 Monat (Survival Period).


Konzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko durch die Konzentration auf wenige Finanzierungspartner. Dieses Risiko besitzt aus unserer Sicht derzeit keine Relevanz, da die Kreditvergabe aus Fördermitteln laufzeitkongruent erfolgt und die darüberhinausgehende Mittelaufnahme am Kapitalmarkt eng begrenzt ist. Weitere Risiken können aus dem hohen Anteil von lediglich kurzfristig gebundenen Bilanzpassiva (variable Sicht- und Spareinlagen) als Hauptrefinanzierungsquelle resultieren. Dieses Risiko betrachten wir mit Verweis auf die entsprechenden Ausführungen zum Zinsänderungsrisiko als tragbar.


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Operationelles Risiko


Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten.


Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

Systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT


Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten (Konzentrationen) im Falle eines Ausfalls der IT. Wir haben durch vertragliche Regelungen über Notfallpläne inkl. Sicherheits- und Ausweichlösungen auf Seiten der FinanzInformatik dieses Risiko begrenzt.

Gesamtbeurteilung der Risikolage


Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.


In 2023 bewegten sich die Risiken weitestgehend innerhalb der vom Vorstand konservativ vorgegebenen Limite. Limitanpassungen ergaben sich zu den Stichtagen 31.03.2023 und 30.09.2023 aufgrund von Limitüberschreitungen der Teillimite für Spread- und Zinsänderungsrisiken, die im Wesentlichen auf veränderte Parametersets (u.a. Erweiterung der Zinszeitreihen um Zinszyklus aus 2022) zurückzuführen sind. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 85,9% ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.


Bestandsgefährdende Risiken sind in den Risikoermittlungen und Stresstestberechnungen für die ökonomische und normative Perspektive der Risikotragfähigkeit zum Stichtag 31.12.2023 nicht erkennbar. Risiken für die künftige Entwicklung bestehen grundsätzlich in Form weiterer starker, zügiger Zinsanstiege und Veränderungen von Zinsstrukturen (u.a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3). Für den Fall einer sich weiter dauerhaft eintrübenden Konjunktur lassen sich Bewertungsbelastungen aus dem Kreditgeschäft nicht ausschließen, die zunächst jedoch noch aus den bestehenden Reserven gedeckt werden könnten. Die jüngere Vergangenheit hat den Blick wieder für geopolitische sowie für klima- und umweltbezogene Risiken geschärft, deren Bedeutung für die mittel- bis längerfristige Zukunft voraussichtlich eher zu- als abnehmen wird.


Die Landessparkasse zu Oldenburg nimmt am Risikomonitoring des Verbands teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet. Die Landessparkasse zu Oldenburg ist der besten Bewertungsstufe zugeordnet.


Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen.

Prognosebericht

inklusive Betrachtung künftiger Chancen und Risiken


Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der LzO im laufenden Jahr stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen.


Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.


Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die LzO negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die LzO positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.


Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und weiterer internationaler politischer Krisen haben wir im Einklang mit unserem internen Reporting bei der Ermittlung der Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt.

Rahmenbedingungen


Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 wird weiterhin maßgeblich durch die Folgen des Ukraine-Krieges geprägt sein. Trotz zahlreicher Stabilisierungsmaßnahmen durch die Regierungen und die Zentralbanken sind die nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen aktuell nicht verlässlich abschätzbar und hängen insbesondere vom weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs ab. Die (weltweiten) Störungen in den Lieferketten und steigende Rohstoffpreise haben eine dämpfende Wirkung. Zudem ist die Ökonomie in Deutschland von der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise in besonderem Maße betroffen aufgrund der hier bis zur Ukraine-Krise verfolgten Energiepolitik mit Fokus auf russischem Gas als günstige Energiequelle bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Atomenergie. Die Expertenschätzungen weisen daher eine große Bandbreite hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung auf.


Sollte im ersten Quartal 2024 das BIP weiter zurückgehen, wären zusammen mit dem Jahresschluss 2023 die zwei aufeinanderfolgenden negativen Quartale zur Erfüllung der Definition einer technischen Rezession gegeben. Aus heutiger Sicht scheint die abermalige Schrumpfung nicht ausgeschlossen. Im Januar wurde die Wirtschaftstätigkeit jedenfalls bereits durch einige sich addierende externe Einflüsse gebremst. Witterung und Streiks legten den Verkehr mehrere Tage lahm, wobei die Ausfälle im Güterverkehr für das Wachstum noch bedeutsamer sind als diejenigen im Personenverkehr. In der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eines Quartals hinterlassen einige beeinträchtigte Tage angesichts der insgesamt nur rund 65 Arbeitstage bereits einen spürbaren Effekt. Dazu kommen auf der weltwirtschaftlichen Bühne neuerliche Störungen der internationalen Lieferketten mit der weitgehend blockierten Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und der dadurch verlängerten Transportwege um Afrika herum. Die vollen Effekte der verzögerten Lieferungen werden sich erst in einigen Wochen zeigen.


Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024 gehen dann aber vom Einsetzen einer Erholung im weiteren Jahresverlauf aus. Sollte sich der Preisauftrieb weiter planmäßig abschwächen und die Entwicklung der Einkommen nun die nominale Dynamik des Vorjahres nachholen, dann wäre die Kaufkraft wieder entsprechend gestärkt und neues Wachstum wäre möglich. Alle derartigen positiven Prognosen stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu weiteren Verschärfungen bei den zahlreichen geostrategischen und politischen Konflikten kommt.


Eine mögliche Erholung bei nachlassender Inflation ist auch die Hauptaussage der aktuellen "Gemeinsamen Prognose" der Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe. Als mittleres Szenario halten die Chefvolkswirte der Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in Deutschland in Höhe von 0,3 % für möglich. Das ist abermals weniger als die zugleich für den Euroraum prognostizierten 0,8 % Wachstum. Die Rate für Deutschland würde gerade einmal die Schrumpfung des Vorjahres kompensieren. 2024 wäre damit das fünfte Jahr einer Stagnationsphase mit einer nur knapp über dem Vor-Pandemie-Niveau des realen BIP verlaufenden Wertschöpfung.


Getragen wird das Wachstum im laufenden Jahr vor allem von einer unterstellten Erholung des privaten Konsums. Er könnte bereits 2024 preisbereinigt um 1,0 % zulegen. Die Lage bei den Bauinvestitionen und im Außenhandel bleibt in der Prognose 2024 dagegen noch schwierig. Bei den Ausrüstungsinvestitionen gehen die Chefvolkswirte hingegen optimistischer von einer Fortsetzung der bereits 2023 zu verzeichnenden Sonderkonjunktur aus. Der weitgehend geräumte Arbeitsmarkt dürfte diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gütermärkte mit einer Seitwärtsbewegung bei der Erwerbstätigkeit begleiten.


Ein in den Jahren 2024 und 2025 weiter nachlassender Preisauftrieb ist die eigentliche positive Nachricht der "Gemeinsamen Prognose". Denn erst die engere Begrenzung der Inflation erlaubt wieder bessere Planbarkeit, das Aufholen der Kaufkraft und perspektivisch dann auch eine Neujustierung der Zinslandschaft.


Bereits Ende 2023 war das Nachlassen des Preisauftriebs in den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen, bei Importpreisen, Erzeugerpreisen und Großhandelspreisen deutlich zu beobachten. 2024 dürfte diese Entlastung auch zunehmend in den Verbraucherpreisen ankommen. Die Chefvolkswirte gehen für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von einer Rate von 2,6 % in Deutschland und von 2,5 % im Euroraum aus.


Eine gewisse Unsicherheit geht allerdings noch von der Lohnentwicklung aus. Hier stehen noch einige wichtige Tarifabschlüsse aus. Die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer ist aufgrund der Arbeitsmarktlage strukturell stark. Werden Übertreibungen hier vermieden, dürfte sich die Inflationslage weiter entspannen. Die stark gebremste Geldmengenentwicklung und weitgehend angehaltene Kreditvergabe zeigen an, dass das geldpolitische Bremsmanöver seine Wirkung entfaltet hat und die Transmission funktioniert.


Auch wenn das Inflationsziel noch nicht vollständig erreicht ist, dürften die bereits erzielten Teilerfolge den Notenbanken bald eine Neujustierung ihrer Instrumente erlauben. Das gilt für die Federal Reserve ebenso wie für die Europäische Zentralbank. Die derzeit noch herrschenden nominalen Leitzinsen, die 2023 erforderlich waren, werden in einer Realzinsperspektive bei sich weiter zurückbildenden Inflationsraten immer restriktiver und können und sollten dann entsprechend angepasst werden. Gemäß der "Gemeinsamen Prognose" geht eine knappe Mehrheit der Chefvolkswirte davon aus, dass bei der EZB erste Leitzinsschritte noch nicht im ersten Halbjahr erfolgen. Danach bilden Senkungen aber den Konsens. Im Mittel gehen die Einschätzungen von Reduzierungen um 50 Basispunkte bis zum Jahresende 2024 aus.

Geschäftsentwicklung


Angesichts der negativen Konjunkturaussichten gehen wir für 2024 beim Kreditvolumen lediglich von einem geringen Wachstum von 0,5 % aus. Bei den Privatkunden wird ein darüber liegender Wert erwartet, bei den Firmenkunden liegen die Planungen eher darunter. Ziel ist weiterhin eine Portfoliostruktur des Gesamthauses, bei der mindestens 82 % des Kundenkreditvolumens den Rating- bzw. Scoringklassen 1-8 zugerechnet werden können. Das Kundenkreditgeschäft soll zudem grundsätzlich eine granulare Struktur aufweisen. Diese wird als gegeben angesehen, wenn die Summe aller an Kreditnehmer mit einem Einzelobligo ab 10 Mio. Euro vergebenen Kredite 18 % des Gesamtkreditportfolios nicht überschreitet (GvK-Verbund; ohne kommunale Einzelkunden).


Nach dem unerwartet hohen Abfluss von Kundeneinlagen in 2023 erwarten wir auch in 2024 zunächst noch rückläufige Bestände bei den Privatkunden sowie den kommunalen und institutionellen Kunden. Erst im Verlaufe des Jahres ist mit einem Stopp dieses Trends zu rechnen. Im Firmenkundenbereich planen wir von Anfang an stabile Einlagenbestände. Insgesamt wird für 2024 ein Rückgang der Einlagen von 1,1 % erwartet. Durch gezielte Maßnahmen sollen Einlagenabflüsse verhindert oder zumindest begrenzt werden. Daneben sollen den Kunden verstärkt auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Anlagealternativen geboten werden. Durch geeignete Vertriebsmaßnahmen soll die Ersparnisbildung im Wertpapiergeschäft weiter gefördert werden.


Wir wollen auch 2024 weiterhin am Wachstumskurs im Dienstleistungsgeschäft festhalten. Im Bereich Zahlungsverkehr wird dieses Ziel durch eine weitere Erhöhung der Anzahl an Girokonten und Kreditkarten angestrebt. Im Wertpapierbereich ist ein weiteres Wachstum, insbesondere ein Ausbau der Fondsbestände, geplant. Im Vermittlungsgeschäft mit Versicherungen und Bausparverträgen wird weiterhin eine höhere Kundendurchdringung angestrebt. In der Immobilienvermittlung stellt es nach dem Ende des Immobilienbooms weiterhin eine große Herausforderung dar, das Niveau zu halten. Hierzu soll insbesondere ein Ausbau des Geschäfts mit gewerblichen Immobilien beitragen.


Risiken liegen - neben den in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmerischen und banküblichen Gefahren - hauptsächlich in einer Verstärkung des derzeitigen konjunkturellen Abschwungs hin zu einer Rezession bzw. einem Ausbleiben der konjunkturellen Erholung. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch negative Entwicklungen der politischen Rahmenbedingungen (Verschärfung aktueller politischer Krisen) und dadurch ausgelöster Schocks im Finanzsystem die Wirtschaft im Euroraum negativ beeinträchtigt wird.


Chancen sehen wir vor allem in einer schneller als erwartet laufenden Konjunkturerholung in Deutschland.

Finanzlage


Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung ist auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Nach unseren Planungen wird die Liquiditätskennziffer LCR durchgängig über dem in der Geschäftsstrategie festgelegten Mindestwert von 115 % und damit auch über dem gesetzlichen Mindestwert liegen.

Ertrags- und Vermögenslage


Nachdem die EZB in 2022 und 2023 die Leitzinsen mehrmals erhöht hat, gehen wir im Rahmen unserer Planungen für 2024 von keinen weiteren Zinssteigerungen aus. Aus unserer Sicht ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Leitzinsen durch die EZB bis Ende 2024 bereits wieder ein Stück weit zurückgenommen werden. In unseren Planungen gehen wir allerdings davon aus, dass die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau verbleiben werden. In Verbindung mit dem geplanten Wachstum im Kreditgeschäft gehen wir von einer weiteren Steigerung der Zinserträge aus. Nachdem allerdings bis ins Jahr 2023 hinein als Folge des Niedrigzinsumfeldes ein relativ geringer Zinsaufwand zu verzeichnen war, wird das inzwischen deutlich erhöhte Zinsniveau in 2024 durchschlagen und zu einer starken Steigerung des Zinsaufwands führen. Daher erwarten wir insgesamt einen Rückgang des Zinsüberschusses gegenüber dem Vorjahr um rd. 8 %.


Neben der Erzielung von Margen im klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft bildet die Generierung von Erträgen aus Fristen- und Laufzeittransformation für uns auch künftig eine wichtige Ertragsquelle. Zudem erfolgt der Ausbau der Anlageklassen mit Erträgen außerhalb des Zinsgeschäfts, wie zum Beispiel Aktien und Immobilien. Perspektivisch sind diesen Maßnahmen allerdings mit Blick auf das Eigenkapital und die Risikotragfähigkeit Grenzen gesetzt.


Bei den Provisionserträgen gehen wir angesichts teilweise schwieriger Marktbedingungen für 2024 von einem im Vergleich zu den starken und z. T. deutlich über unseren Erwartungen liegenden Zuwächsen der Vorjahre von einem geringeren Wachstum aus und planen daher eine leichte Steigerung des Provisionsergebnisses um rd. 2 %. Dazu sollen weiterhin vor allem die Erträge im Zahlungsverkehr beitragen, aber auch im Auslandsgeschäft werden zunehmende Ertragseffekte erwartet.


Beim Verwaltungsaufwand planen wir einen Rückgang von rd. 1 %. Bei der Aufwandsplanung gehen wir von einer Normalisierung der Preissteigerungen aus, nachdem sich bereits in 2023 eine höhere Inflation sowohl auf den Sachaufwand als auch auf den Personalaufwand durch entsprechende Tarifeffekte ausgewirkt hat. Zudem gehen wir bei der Sachkostenplanung für 2024 von einem Entfall der Belastungen aus der Bankenabgabe aus. Die 8-jährige Aufbauphase des einheitlichen Abwicklungsfonds der Eurozone (Single Resolution Fund) endete mit dem Jahr 2023, sodass das Zielvolumen in Höhe von 1 % der gedeckten Einlagen aller in den an der Bankenunion teilnehmenden Mitgliedstaaten zugelassenen Kreditinstitute erreicht sein sollte.


Angesichts der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Situation planen wir vorsorglich mit einem Bewertungsaufwand von 30 Mio. Euro. Dieses Budget deckt neben den zu planenden Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen (EWB) auch eine weitere Erhöhung der pauschalen Risikovorsorge (PWB) mit ab. Wir rechnen mit Blick auf die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Vergleich zu den Vorjahren mit steigenden Ausfällen und Wertberichtigungen.


Bei der Prognose des Bewertungsaufwands für unsere Wertpapiereigenanlagen gehen wir von einer Stabilisierung der Verhältnisse an den Kapitalmärkten aus. Für das Jahr 2024 erwarten wir daher nur geringfügige planmäßige Einlösungsverluste aufgrund Fälligkeiten von über pari erworbenen verzinslichen Wertpapieren. Allerdings planen wir insbesondere einen Bewertungsbedarf bei Immobilienfonds ein, sodass wir insgesamt von einem Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft von 3,0 Mio. Euro ausgehen.


Sonstige Bewertungsmaßnahmen, z. B. hinsichtlich der Beteiligung des SVN an der NORD/LB, sind derzeit nicht absehbar.


Nach unserem Wirtschaftsplan, der Bestandteil der Geschäftsstrategie ist und Anfang 2024 aktualisiert und fortgeschrieben wurde, erwarten wir für 2024 eine Cost-Income-Ratio (CIR) von rd. 54,3 % und ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 157,8 Mio. Euro bzw. 1,31 % der DBS (die Werte ergeben sich anhand des Ermittlungsschemas des "Betriebsvergleichs" der S-Finanzgruppe, das unter der Analyse der Ertragslage näher erläutert ist).


Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung gesichert. Nach der auf dieser Prognose basierenden Kapitalplanung gehen wir von einer jährlichen Zuführung von mindestens 60 Mio. Euro aus, um das geplante Wachstum mit einer weiterhin soliden Eigenkapitalausstattung darzustellen. Für 2024 planen wir ein verwendbares Ergebnis oberhalb dieses Mindestwerts. Damit soll sichergestellt werden, dass die Kernkapitalquote nach CRR über dem in der Geschäftsstrategie definierten Mindestwert von 15 % liegt.

Gesamtaussage


Die konsequente Ausrichtung auf ihre Kunden sowie ihr effizientes Kosten- und Risikomanagement bilden für die LzO auch in Zukunft die Grundlage für eine hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir daher in Anbetracht der aufgezeigten Rahmenbedingungen als weiterhin günstig.


Wir gehen davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.


Die Auswirkungen der hohen Inflation und politische Störeinflüsse wie der Ukraine-Krieg sowie andere politische Krisen können die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren getroffenen Prognosen, ggf. über das bereits in unserem internen Reporting enthaltene Ausmaß hinaus, negativ beeinflussen.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023


der Landessparkasse zu Oldenburg Sitz Oldenburg


eingetragen beim


Amtsgericht Oldenburg


Handelsregister-Nr. HRA 3568

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 44.529.355,12 38.160
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 17.212.019,12 19.526
61.741.374,24 57.686
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung
bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen
0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.402.437.859,62 1.826.555
b) andere Forderungen 46.124.500,47 42.578
1.448.562.360,09 1.869.133
4. Forderungen an Kunden 9.152.411.376,19 9.062.998
darunter:
durch
Grundpfandrechte
gesichert
3.488.731.449,40 EUR (3.329.711)
Kommunalkredite 567.652.826,18 EUR (580.262)
5. Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank
0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank
0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 701.793.308,11 694.818
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank
701.793.308,11 EUR (694.818)
bb) von anderen Emittenten 222.577.501,23 191.124
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank
10.085.245,90 EUR (10.083)
924.370.809,34 885.942
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
924.370.809,34 885.942
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 284.394.070,94 263.209
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 30.691.682,68 30.692
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienst-
leistungsinstituten
0,00 EUR (0)
an Wertpapier-
instituten
735.676,46 EUR (736)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 481.750,51 457
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienst-
leistungsinstituten
0,00 EUR (0)
an Wertpapier-
instituten
0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 27.396.824,77 33.130
darunter:
Treuhandkredite 27.396.824,77 EUR (33.130)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschliefllich
Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
5.950,00 2
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
5.950,00 2
12. Sachanlagen 97.516.913,71 101.053
13. Sonstige Vermögensgegenstände 12.611.689,41 12.982
14. Rechnungsabgrenzungsposten 225.191,75 63
Summe der Aktiva 12.040.409.993,63 12.317.346

Passivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 20.278.051,08 48
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.396.059.195,55 1.438.385
1.416.337.246,63 1.438.433
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten
1.908.522.301,60 2.782.906
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten
6.232.458,46 7.230
1.914.754.760,06 2.790.136
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 6.827.896.490,65 6.736.228
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 595.435.602,48 129.001
7.423.332.093,13 6.865.230
9.338.086.853,19 9.655.366
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 40.950.972,31 60.774
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
eigene Akzepte und
Solawechsel im Umlauf
0,00 EUR (0)
40.950.972,31 60.774
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 27.396.824,77 33.130
darunter:
Treuhandkredite 27.396.824,77 EUR (33.130)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.569.727,17 4.310
6. Rechnungsabgrenzungsposten 269.929,21 343
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 42.593.479,00 41.107
b) Steuerrückstellungen 15.148.841,28 9.028
c) andere Rückstellungen 43.056.120,07 41.856
100.798.440,35 91.990
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von zwei
Jahren fällig
0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 413.000.000,00 388.000
darunter:
Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB
20.000,00 EUR (20)
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 645.000.000,00 598.000
cb) andere Rücklagen 0,00 0
645.000.000,00 598.000
d) Bilanzgewinn 50.000.000,00 47.000
695.000.000,00 645.000
Summe der Passiva 12.040.409.993,63 12.317.346
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
Über eine weitere, nicht quantifizierbare Eventualverbindlichkeit wird im Anhang berichtet.
227.621.159,52 230.248
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
227.621.159,52 230.248
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 444.858.663,68 612.150
444.858.663,68 612.150

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 303.375.884,65 198.085
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 2.175,11 EUR (4.665)
aus der Abzinsung von Rückstellungen 73,41 EUR (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen
30.436.968,93 4.897
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR (0)
333.812.853,58 202.981
2. Zinsaufwendungen 88.728.467,73 22.593
darunter:
abgesetzte positive Zinsen 75.805,95 EUR (7.705)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 527.096,39 EUR (1.175)
245.084.385,85 180.388
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.385.116,99 7.119
b) Beteiligungen 3.363.882,25 2.429
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 0
11.748.999,24 9.549
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnab-
führungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 104.213.752,18 100.475
6. Provisionsaufwendungen 5.844.476,29 5.651
98.369.275,89 94.824
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 14.037.297,98 14.596
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 1.229.176,95 EUR (1.267)
9. (weggefallen)
369.239.958,96 299.356
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 86.210.235,44 77.839
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
23.749.256,57 22.862
darunter:
für Altersversorgung 7.950.844,41 EUR (7.842)
109.959.492,01 100.701
b) andere Verwaltungsaufwendungen 77.663.209,04 72.934
187.622.701,05 173.635
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
6.765.095,28 7.198
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.736.026,00 6.675
darunter:
aus der Fremdwährungsumrechnung 2.603,10 EUR (9)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
40.524.774,95 0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 22.821
40.524.774,95 22.821
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
3.661.943,93 1.178
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelten Wertpapieren
0,00 0
3.661.943,93 1.178
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.000.000,00 53.000
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 94.929.417,75 80.491
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44.527.053,45 33.198
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 402.364,30 293
44.929.417,75 33.491
25. Jahresüberschuss 50.000.000,00 47.000
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
50.000.000,00 47.000
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
50.000.000,00 47.000
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) in andere Rücklagen 0,00 0
0,00 0
29. Bilanzgewinn 50.000.000,00 47.000

Anhang


Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.


Der Landessparkasse zu Oldenburg wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betreiben des Pfandbriefgeschäfts erteilt. Untergliederungen einzelner Positionen in der Bilanz, die sich für Pfandbriefbanken nach dem Formblatt 1 der RechKredV ergeben, sind im Anhang vorgenommen worden, da die Landessparkasse das Pfandbriefgeschäft nicht schwerpunktmäßig betreibt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).


Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (einschließlich Schuldscheindarlehen) sind mit dem Nennwert angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite ausgewiesen. Er wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung in der Regel auf die Dauer der Festzinsbindung. Darlehensgebühren werden im Jahr des Anfalls komplett erfolgswirksam vereinnahmt.


Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird im Rahmen der turnusmäßigen bzw. anlassbezogenen Kreditüberwachung durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die Höhe der Einzelwertberichtigung bemisst sich regelmäßig nach dem Unterschiedsbetrag zwischen der ausfallgefährdeten Kreditforderung und dem erwarteten Realisationswert der gestellten Kreditsicherheiten.


Den latenten Ausfallrisiken wird durch eine pauschale Risikovorsorge in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen, die auf Basis der Stellungnahme IDW RS BFA 7 bewertet werden.


Dabei hat die Landessparkasse zu Oldenburg mit der in der internen Risikosteuerung eingesetzten Anwendung CreditPortfolioView (CPV) für das vorgenannte Kreditportfolio den erwarteten Verlust für einen 12-Monatszeitraum ohne Anrechnung einer Bonitätsprämie berechnet. Der erwartete Verlust wurde mit Hilfe eines Kreditrisikomodells mit den auf Basis der eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren bestimmten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt.


Grundlage dieser Berechnung waren insbesondere die mit den Ratingverfahren auf Grundlage der Vergangenheit ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Adressen, die im Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als risikolos betrachtet werden, wurden auch für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen.


Die im Rahmen der Berechnung der Pauschalwertberichtigung verwendeten Parameter spiegeln nach Einschätzung der Landessparkasse die Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider.


Als Voraussetzung für die Anwendung der Bewertungsvereinfachung im Rahmen der Kreditvergabepraxis wurde sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung bei Kreditausreichung unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt, deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über die Restlaufzeit orientiert. Diese Ausgeglichenheitsannahme wurde zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei wurde auch im Rahmen eines Stichtagsvergleichs die Entwicklung des mit CreditPortfolioView für die Restlaufzeit berechneten erwarteten Verlusts des Portfolios (sog. Lifetime Expected Loss) analysiert. Die Grundlagen der Berechnungen entsprechen im Wesentlichen der Ermittlung des erwarteten Verlusts für einen 12-Monatszeitraum. Danach kann die Ausgeglichenheit weiter angenommen werden.


Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kunden. Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein der Ausweis als Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen.


Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum gewogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und die Immobilienfonds des Anlagevermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen, den niedrigeren beizulegenden Werten oder den niedrigeren investmentrechtlichen Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag.


Im Berichtsjahr wurden zwei Fonds mit Buchwerten von insgesamt 44,0 Mio. EUR zu Buchwerten in einen von der Landessparkasse zu Oldenburg aufgelegten Wertpapierspezialfonds eingebracht.


Bei verzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens werden Abschreibungen nur in Zusammenhang mit voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden festverzinsliche Wertpapiere individuell auf eine dauernde Wertminderung überprüft.


Für die Ermittlung des Bewertungskurses hat die Landessparkasse zu Oldenburg die festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und weitere Finanzinstrumente daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, wurden die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. Auf Basis der Abgrenzungskriterien liegen für die festverzinslichen Wertpapiere weiterhin ausschließlich nicht aktive Märkte vor.


In den Fällen, in denen die Landessparkasse zu Oldenburg nicht von einem aktiven Markt ausgehen kann (insgesamt 875,0 Mio. EUR Nominalvolumen der festverzinslichen Wertpapiere), wird die Bewertung anhand von Kursen externer Kursinformationsanbieter vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt.


Darüber hinaus werden unter Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere auch variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 40,7 Mio. EUR ausgewiesen, die aus der Zerlegung der im Rahmen von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen erworbenen Credit-Linked-Notes resultieren. Der beizulegende Wert wurde unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Weitergehende Informationen enthalten die Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung von Kreditderivaten.


Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle vorübergehender sowie dauernder Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Beteiligungsbewertung erfolgt grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Andere Bewertungsmethoden kommen dann zum Einsatz, wenn die Art beziehungsweise der betragliche Umfang der Beteiligung dies rechtfertigen.


Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen überwiegend nach höchsten steuerlich zulässigen Sätzen bilanziert, soweit dies auch handelsrechtlich vertretbar ist. Vermögensgegenstände von geringem Wert (Anschaffungskosten bis 250 EUR) werden sofort als Sachaufwand erfasst; bei Anschaffungswerten von mehr als 250 EUR bis zu 1.000 EUR (Software bis 800 EUR) ohne Mehrwertsteuer im Einzelfall erfolgt analog zur steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2a EStG die Einstellung in einen Sammelposten, der linear mit je einem Fünftel jährlich abgeschrieben wird.


Die sonstigen Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet.


Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.


Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr, erfolgt eine Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Erfolge aus der Auf- und Abzinsung werden im Zinsergebnis ausgewiesen.


Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde das modifizierte Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde ein auf das Jahresende prognostizierter Durchschnittszins von 1,83 % für die pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Im Vergleich zu dem von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz von 1,82 % ergaben sich lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen haben wir mit jährlich 2,90 % prognostiziert.


Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Es wird die barwertige Berechnungsmethode angewendet. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.


Mit Urteil vom 6. Oktober 2021 (Az. XI ZR 234/20) hat der BGH in einem Musterfeststellungsverfahren zur Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen entschieden. Danach sind Zinsanpassungen monatlich unter Beibehaltung des anfänglich relativen Abstands zwischen Vertragszins und Referenzzins vorzunehmen. Die dreijährige Verjährung eines möglichen Zinsanspruchs beginnt erst ab Fälligkeit des Sparvertrags. Hinsichtlich der Bestimmung eines angemessenen Referenzzinssatzes hat der BGH das Verfahren an das OLG Dresden zurückverwiesen. Soweit das Ergebnis der Prüfung eine vergleichbare Ausgestaltung ergeben hat, wurde nach einer Einschätzung der möglichen Betroffenheit von berechtigten Erstattungsansprüchen im Jahresabschluss der Landessparkasse zum 31. Dezember 2023 eine Rückstellung gebildet. Hierbei wurde der vom OLG-Dresden festgelegte Referenzzinssatz verwendet. Im Sinne einer einvernehmlichen Lösung wurde den Kunden angeboten, eventuelle Ansprüche im Wege eines Vergleichs zu regulieren. Soweit die Kunden den Vergleich angenommen haben bzw. eine Annahme erwartet wird, wurde die angebotene Zahlung bei der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt.


Die Landessparkasse zu Oldenburg ist tarifvertraglich verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie erfüllt diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mitarbeiter bei der Emder Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK-Sparkassen) mit Sitz in Emden. Die ZVK-Sparkassen ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 1 des Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K) vom 1. März 2002. Träger der ZVK-Sparkassen ist der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband (SVN) in Hannover, der das Vermögen der ZVK-Sparkassen als Sondervermögen getrennt von seinem übrigen Vermögen verwaltet.


Die Versorgungsverpflichtungen werden von der ZVK-Sparkassen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G mit 7jähriger Generationenverschiebung bewertet, um den kassenindividuellen Verhältnissen angemessen Rechnung zu tragen.


Nachdem die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes sich mit Wirkung vom 1. Januar 2002 auf eine Abkehr vom seit 1967 bestehenden Gesamtversorgungssystem verständigt hatten, hat die ZVK-Sparkassen zum 1. Januar 2003 den Versicherten- und Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände unterteilt, den Abrechnungsverband P für die zu diesem Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den Abrechnungsverband R für die sog. Altrentner.


Seit diesem Zeitpunkt ist der Abrechnungsverband P unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gem. ATV-K vom 1. März 2002 kapitalgedeckt. Bei den aktiven Beschäftigten beträgt der Beitragssatz seit dem 1. Januar 2021 nach einer stufenweisen Anhebung in den Vorjahren 5,8 %. Hiervon werden 5,4 % durch die Landessparkasse und 0,4 % von den Arbeitnehmern getragen.


Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 73.401 TEUR.


Die ZVK-Sparkassen hat in 2022 die Kapitaldeckung im Abrechnungsverband R erreicht und diesen in 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf den Abrechnungsverband P nach Genehmigung verschmolzen. Für den Abrechnungsverband R wurde bis zum Erreichen der Kapitaldeckung eine Umlage in Höhe von 2,2 % und ein Sanierungsgeld in Höhe von 1,5 % der zusatzversicherungspflichtigen Entgelte erhoben. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Altrentner berücksichtigt die zugesagte jährliche Erhöhung der Renten um 1 %.


Für die bei Landesbanken unterhaltenen Guthaben und Darlehen sind Zinsaufwendungen entstanden, die mit den ausgewiesenen Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften verrechnet wurden. Für die von Kreditinstituten und Kunden angelegten Gelder wurden der Landessparkasse zu Oldenburg Zinsen vergütet, die mit den ausgewiesenen Zinsaufwendungen verrechnet wurden.


Die auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu den EZB-Referenzkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.


Die Umrechnungsergebnisse aus besonders gedeckten Geschäften werden saldiert je Währung als sonstige betriebliche Erträge bzw. als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Von einer besonderen Deckung gemäß § 340h HGB wird ausgegangen, soweit sich innerhalb einer Währung bilanzielle Bestände sowie Devisentermingeschäfte betragskongruent gegenüberstehen.


Im Rahmen von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen werden Kreditderivate als Sicherungsnehmer und als Sicherungsgeber gehalten. Bei erworbenen Credit Linked Notes (CLN) ist beabsichtigt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Es werden unter den Wertpapieren eine Schuldverschreibung und für die übernommenen Adressenausfallrisiken eine Eventualverbindlichkeit (Credit Default Swap) unter dem Bilanzstrich ausgewiesen, die getrennt voneinander bewertet werden. Das Wertpapier wird zum gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt. Soweit erforderlich wird für drohende Ausfälle aus Credit Linked Notes eine Rückstellung in Höhe der erwarteten Ausgleichsleistung gebildet. Als Sicherheit erhaltene CDS werden nicht eigenständig bilanziert, sondern bei der Bewertung der abgesicherten Forderung, das heißt bei der Ermittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie den Rückstellungen im Kreditgeschäft, berücksichtigt.


Neun Originatoren Credit Linked Notes sowie fünf Investoren Credit Linked Notes werden unter Abspaltung der Nebenrechte bilanziert und bewertet. Weitere Erläuterungen hierzu enthält die Rubrik derivative Geschäfte.


Die Forwarddarlehen werden als strukturierte Produkte einheitlich bilanziert und bewertet.


Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken und zur Abbildung der Anlagestrategie abgeschlossene Zinsswapgeschäfte werden in die Gesamtbetrachtung des Zinsänderungsrisikos einbezogen und sind somit nicht gesondert zu bewerten.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

AKTIVA

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute


Die unter Posten 3 b) andere Forderungen ausgewiesenen Bestände, mit Ausnahme der darin enthaltenen Bausparguthaben, gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):

- bis drei Monate 68 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 22.500 TEUR
Forderungen an die eigene Girozentrale: 32.826 TEUR

Posten 4: Forderungen an Kunden


Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):

- bis drei Monate 265.694 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 641.382 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 2.523.080 TEUR
- mehr als fünf Jahre 5.179.836 TEUR
- mit unbestimmter Restlaufzeit 539.087 TEUR
Forderungen mit Nachrangabrede sind enthalten
in Höhe von
118.998 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 113.182 TEUR
Forderungen an verbundene Unternehmen:
Bestand am Bilanzstichtag 17.139 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 13.668 TEUR
darunter mit Nachrangabrede
Bestand am Bilanzstichtag 17.139 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 13.668 TEUR
Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Bestand am Bilanzstichtag 97.420 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 95.156 TEUR
darunter mit Nachrangabrede
Bestand am Bilanzstichtag 96.693 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 94.348 TEUR

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Im Posten Aktiva 5 enthaltene Beträge, die in dem Jahr, das auf
den Bilanzstichtag folgt, fällig werden (ohne anteilige Zinsen)
227.923 TEUR


Von den unter Aktiva Posten 5 enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert 823.173 TEUR
nicht börsennotiert 101.197 TEUR


Von den börsenfähigen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden nicht mit dem

Niederstwert bewertet (Buchwert) 119.605 TEUR
Diese Wertpapiere verkörpern einen Marktwert von 115.911 TEUR


Es handelt sich dabei um Wertpapiere im Anlagevermögen mit einem Marktkurs unter 100%.


Die Wertminderungen sind ausschließlich zinsinduziert und dürften daher nach unserer Auffassung voraussichtlich nicht von Dauer sein. Die Emittentenratings haben sich seit dem Erwerb der Wertpapiere nicht maßgeblich geändert.


Aus der Bilanzposition sind für die sichernde Überdeckung nach § 4 Abs. 1 PfandBG Wertpapiere im Nominalwert von 5 Mio. EUR zum Verkauf gesperrt.

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Posten sind Anteile an mehreren Spezialfonds mit
einem Bilanzwert von insgesamt
enthalten.
234.398 TEUR


Von den unter diesem Posten ausgewiesenen börsenfähigen Wertpapieren sind

börsennotiert 0 TEUR
nicht börsennotiert 49.996 TEUR


Zu Anteilen an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB, an denen die LzO mehr als 10% der Anteile hält, geben wir folgende Informationen:

Bezeichnung des
Investmentvermögens /
Anlageziele
[Angaben in TEUR]
Wert nach
§168 bzw.
§ 278
AGB am
31.12.2023
Unterschieds-
betrag zum
Buchwert am
31.12.2023
Aus-
schüttungen
im
Geschäftsjahr
2023
Beschränkungen
in der
Möglichkeit der
täglichen
Rückgabe
Unterlassene
Ab-
schreibungen
Aktienfonds
(Aktienfonds mit weltweiter
Ausrichtung)

Lazard-LzO 1-Fonds
82.411 24.912 1.860 Ja 1) 0
Aktienfonds
(Aktienfonds mit weltweiter
Ausrichtung)

Deka-LzO-2-Fonds
53.781 9.791 782 Nein 0
Immobilienfonds
(deutsche Gewerbeimmobilien)

HIH Perspektive
Einzelhandel: Fokus
Geschäftshäuser
9.411 0 39 Ja 1) 0

1) Der Gesellschaft bleibt Vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Landessparkasse zu Oldenburg erforderlich erscheinen lassen.

Posten 7: Beteiligungen


Die Landessparkasse zu Oldenburg ist am Stammkapital des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Hannover, mit einem Anteil von 8,08 % beteiligt. Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis unterbleiben aufgrund von § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB.


Darüber hinaus ist die Landessparkasse zu Oldenburg an folgenden großen Kapitalgesellschaften gemäß § 267 HGB mit mehr als 5 % der Stimmrechte beteiligt:

GSG Oldenburg Bau- und Wohngesellschaft mbH, Oldenburg

S-Servicepartner Deutschland GmbH, Berlin

Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen


Die Landessparkasse zu Oldenburg ist an der S-Servicepartner Niedersachsen GmbH, Oldenburg, mit 70 % beteiligt. Per 31.12.2022 hat die S-Servicepartner Niedersachsen GmbH ein Eigenkapital von 156,1 TEUR sowie einen Jahresüberschuss von 12,4 TEUR ausgewiesen. Es besteht ein Beherrschungsvertrag, welcher die LzO berechtigt, der Geschäftsführung der Gesellschaft Weisungen zu erteilen. Im Gegenzug übernimmt die LzO während der Vertragslaufzeit die Verluste der Gesellschaft.


Weitere Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB entfallen, weil sie gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Landessparkasse zu Oldenburg von untergeordneter Bedeutung sind.


Aus demselben Grunde wurde auf die Erstellung eines Konzernabschlusses unter Einbeziehung der verbundenen Unternehmen verzichtet (§ 296 Abs. 2 HGB).

Posten 9: Treuhandvermögen


Das Treuhandvermögen besteht ausschließlich aus Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke
und Bauten belaufen sich auf
(Bilanzwert)
83.142 TEUR
Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 10.194 TEUR

Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände


Forderungen an verbundene Unternehmen:

Bestand am Bilanzstichtag 278 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 616 TEUR


Die Landessparkasse zu Oldenburg ist an der DKE-GbR Berlin als unbeschränkt haftende Gesellschafterin beteiligt.

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungs- und dem
niedrigeren Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten oder Anleihen
sind enthalten mit
24 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 32 TEUR
Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung
lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf
27.074 TEUR

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand
am
1.1.
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
am
31.12.
Geschäfts-
jahres
Geschäfts-
jahres
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
401.019 282.712 103.805 - 579.926
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
170.393 19.434 - - 189.827
Beteiligungen 106.120 - 0 - 106.120
Anteile an verbundenen
Unternehmen
994 25 - - 1.019
Immaterielle
Anlagewerte
1.005 7 42 - 970
Sachanlagen 241.134 3.299 442 - 243.991
Sonstige
Vermögensgegenstände
0 - - - 0
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand
am
1.1.
Ab
schreibungen
im
Zu-
schreibungen
im
Änderungen der gesamten
Abschreibungen
im Zusammenhang mit
Geschäfts-
jahres
Geschäfts-
jahr
Geschäfts-
jahr
Zugängen Abgängen Umbuchungen
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
991 370 59 - 666 -
-Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
4.674 2.691 443 - - -
Beteiligungen 75.428 - - - - -
Anteile an verbundenen
Unternehmen
537 - - - - -
Immaterielle
Anlagewerte
1.003 3 - - 42 -
Sachanlagen 140.081 6.762 - - 369 -
Sonstige
Vermögensgegenstände
- - - - - -
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen
Buchwerte
Stand
am
31.12.
Stand
am
31.12.
Stand
am
1.12.
Geschäfts-
jahres
Geschäfts-
jahres
Vorjahres
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
636 579.290 400.028
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
6.922 182.905 165.719
Beteiligungen 75.428 30.692 30.692
Anteile an verbundenen
Unternehmen
537 482 457
Immaterielle
Anlagewerte
964 6 2
Sachanlagen 146.474 97.517 101.053
Sonstige
Vermögensgegenstände
- 0 0

PASSIVA

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


Die im Unterposten 1 b) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):

- bis drei Monate 35.358 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 110.246 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 487.490 TEUR
- mehr als fünf Jahre 759.272 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale: 859.448 TEUR
Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten übertragenen Vermögensgegenstände
1.389.071 TEUR

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden


Die unter Posten Passiva 2 a) Unterposten ab) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt:

- bis drei Monate 874 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 4.503 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 856 TEUR
- mehr als fünf Jahre 0 TEUR


Die unter Posten Passiva 2 b) Unterposten bb) ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):

- bis drei Monate 31.069 TEUR
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 448.294 TEUR
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 92.791 TEUR
- mehr als fünf Jahre 19.281 TEUR


Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Bestand am Bilanzstichtag 3.391 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 4.194 TEUR


Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Bestand am Bilanzstichtag 32.761 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 36.640 TEUR

Posten 3: Verbriefte Verbindlichkeiten

Im Unterposten Passiva 3 a) begebene Schuldverschreibungen
enthaltene Beträge, die in dem Jahr, das auf den Bilanzstichtag
folgt, fällig werden (ohne anteilige Zinsen):
13.000 TEUR

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten


Die Treuhandverbindlichkeiten bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten


Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Bestand am Bilanzstichtag 93 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 24 TEUR


Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Bestand am Bilanzstichtag 207 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 0 TEUR

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag
bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen
gegenüber dem höheren Nominalbetrag sind enthalten mit
270 TEUR
Bestand am 31.12. des Vorjahres 341 TEUR

Posten 7a: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 424 TEUR. Eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht nicht, da in Vorjahren in diesem Zusammenhang bereits ein Betrag von 3.606 TEUR der Sicherheitsrücklage zugeführt wurde.

Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung
lautenden Schulden beläuft sich auf
33.918 TEUR

Posten 1b) unter dem Bilanzstrich:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen


Für die Darlehensschuld eines Dritten mit unbestimmter Laufzeit haftet die Landessparkasse zu Oldenburg anteilig für den Zinsdienst (zurzeit 1,478 % auf einen Kapitalbetrag von 14,1 Mio. EUR) und für gegebenenfalls anfallende Steuern sowie Kosten.


Bei den unter Posten 1 b) unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um übernommene Bürgschafts- und Gewährleistungsverpflichtungen. Auf Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse gehen wir für die hier ausgewiesenen Beträge davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung der Landessparkasse zu Oldenburg führen werden. Auch haben sich im letzten Jahr nur unbedeutende Ansprüche Dritter ergeben. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Rückgriffsforderungen.

Posten 2c) unter dem Bilanzstrich:
Unwiderrufliche Kreditzusagen


Durch die künftige Inanspruchnahme der unter Posten 2c) ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen entstehen nach den Erkenntnissen des Bilanzstichtages werthaltige Forderungen. Insoweit bestehen auch hier keine Anhaltspunkte dafür, dass sich mit einer Inanspruchnahme seitens der Kreditnehmer bereits Vermögensbelastungen der Landessparkasse zu Oldenburg verbinden.


Sollte im Ausnahmefall aus einer Verbindlichkeit aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie einer unwiderruflichen Kreditzusage ein Verlust drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechend gekürzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Posten 2: Zinsaufwand


Im Zinsaufwand sind Aufwendungen in Höhe von 26.818 TEUR für Close-out-Zahlungen enthalten.


Hiervon werden 25.910 TEUR als periodenfremde Aufwendungen ausgewiesen.

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge


Die periodenfremden Erträge in Höhe von 1.560 TEUR entfallen vor allem auf die Auflösung von Rückstellungen.

Posten 10: Allgemeine Verwaltungsaufwendungen


Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 3.785 TEUR. Diese resultieren insbesondere aus den Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen.

Posten 29: Bilanzgewinn


Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 16. Mai 2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn von 50.000.000,00 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Sonstige Angaben


Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Mandate in Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften und Versicherungsgesellschaften (§ 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB bzw. § 341a Abs. 1 HGB):


Vorstandsvorsitzender Michael Thanheiser Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, Vechta Öffentliche Lebensversicherungsanstalt, Oldenburg Oldenburgische Landesbrandkasse, Oldenburg Provinzial Krankenversicherung Hannover AG, Hannover


Vorstandsmitglied Jürgen Rauber Öffentliche Lebensversicherungsanstalt, Oldenburg Oldenburgische Landesbrandkasse, Oldenburg


Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in Höhe von 4.346 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen in Höhe von 54.796 TEUR überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Eine Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30,2 %.


Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Forderungen an Kunden, den Rückstellungen für Pensionen und den anderen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Ansatzunterschieden bei den Grundstücken und Gebäuden sowie aus den gemäß InvStG anzusetzenden steuerlichen Ausgleichsposten für Spezialfonds.

Pfandbriefe


Die Landessparkasse zu Oldenburg hat in 2023 keine weiteren Pfandbriefemissionen durchgeführt. Zuletzt wurde in 2022 ein Hypothekenpfandbrief mit einem Nominalwert von 0,5 Mio. EUR platziert.


Die Angaben nach den Transparenzvorschriften des § 28 Pfandbriefgesetz (PfandBG) werden vierteljährlich auf der Homepage der Landessparkasse zu Oldenburg veröffentlicht und stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 1

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Hypothekenpfandbriefumlauf
Nennwert 54,3 54,3
Barwert 54,9 52,8
Risikobarwert 1) Stresstest + 250 BP 49,3 46,4
Deckungsmasse
Nennwert 186,2 175,7
Barwert 179,6 162,7
Risikobarwert 1) Stresstest + 250 BP 156,7 141,7
Überdeckung
Nennwert 5,0 5,0
Barwert 5,1 5,1
Risikobarwert 1* Stresstest + 250 BP 5,0 5,0

1) statisches Verfahren gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 1 PfandBarwertV

PfandBG § 28 Abs.1 Nr. 2

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
ISIN-Liste nach Pfandbriefgattung (nur Inhaberpfandbriefe) 0,0 0,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 3

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Überdeckung der Deckungsmasse, die den Gesamtbetrag der
Pfandbriefe gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 1 PfandBG übersteigt
Nennwert 131,9 121,3
Barwert 124,7 110,0
Risikobarwert 1 Stresstest + 250 BP 107,4 95,4
Gesetzliche Überdeckung
Nennwert 2,1 2,1
Barwert 1,1 2,1
Risikobarwert 1* Stresstest + 250 BP k.A. 1.8
Vertragliche Überdeckung
Nennwert 0,0 0,0
Barwert 0,0 0,0
Risikobarwert 1 ) Stresstest + 250 BP k.A. 0,0
Freiwillige Überdeckung
Nennwert 129,7 119,2
Barwert 123,6 107,9
Risikobarwert 1 ) Stresstest + 250 BP k.A. 93,6

1) statisches Verfahren gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 1 PfandBarwertV

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 4 und 5

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Laufzeitstruktur des Hypothekenpfandbriefumlaufs
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 10,0 0,0
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 31,6 10,0
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 11,7 43,3
über 10 Jahre 1,0 1,0
Zinsbindungsfristen der Deckungsmasse
bis zu 6 Monaten 4,5 3,2
mehr als 6 Monate bis zu 12 Monaten 5,2 3,3
mehr als 12 Monate bis zu 18 Monaten 10,2 4,7
mehr als 18 Monate bis zu 2 Jahren 16,0 5,1
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 22,7 27,2
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 12,6 22,9
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 9,5 12,2
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 71,4 69,8
über 10 Jahre 34,1 27,3

Voraussetzungen für die Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 Abs. 2a PfandBG


Das Hinausschieben der Fälligkeit ist erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit), die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank mit beschränkter Geschäftstätigkeit jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive Erfüllungsprognose).

Befugnisse des Sachwalters bei Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach § 30 Abs. 2a PfandBG


Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf, bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit. Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12 Monaten zu berücksichtigen. Der Sachwalter darf von seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei dürfen die Fälligkeiten vollständig oder anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung überholt werden könnten, nicht geändert wird (Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch die Fälligkeiten später fällig werdender Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot zu wahren.

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Auswirkungen der Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitstruktur
der Pfandbriefe (Verschiebungsszenario 12 Monate)
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 10,0 0,0
mehr als 5 Jahre bis zu 10 Jahren 43,3 53,3
über 10 Jahre 1,0 1,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 6

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Absolutbetrag der von Null verschiedenen größten sich ergebenden
negativen Summe in den nächsten 180 Tagen
0,0 0,0
Tag, an dem sich die größte negative Summe ergibt - -
Gesamtbetrag der Deckungswerte, welche die Anforderungen von
§ 4 Abs. 1a Satz 3 PfandBG erfüllen (Liquiditätsdeckung)
5,1 5,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 7


In der Deckungsmasse befinden sich keine Derivate.

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 8 und Nr. 9


Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2a und b sowie Nr. 3a bis c PfandBG sind nicht in das Deckungsregister eingetragen.

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 10

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Gesamtbetrag der eingetragenen Forderungen gemäß § 19 Abs. 1
Satz 1 Nr. 4 PfandBG (ausschließlich Schuldner mit Sitz in der
Bundesrepublik Deutschland eingetragen)
5,0 5,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 11

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Gesamtbetrag der Forderungen nach § 12 Abs. 1 PfandBG, die die
Grenzen nach § 13 Abs. 1 Satz 2 2. Halbsatz überschreiten
0,0 0,0
Gesamtbetrag der Forderungen nach § 19 Abs. 1 PfandBG, die die
Grenzen nach § 19 Abs. 1 Satz 7 überschreiten
0,0 0,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 12

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Gesamtbetrag der Forderungen, die die Begrenzungen überschreiten
Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG 0,0 0,0
Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG 0,0 0,0
Forderungen i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG 0,0 0,0

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 13

2023 2022
Anteil an der Deckungsmasse
- festverzinslicher Deckungswerte 97,3 % 97,2%
- festverzinslicher Pfandbriefe 100,0 % 100,0 %

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 14


In der Deckungsmasse befinden sich keine Deckungswerte, die in Fremdwährung ausgewiesen werden.

PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 15

2023 2022
Anteil der rückständigen Deckungswerte gemäß Art. 178 Absatz 1
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
0,0 % 0,0%

PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 1

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
a) Gesamtbetrag der verwendeten nennwertigen
Deckungsmasse nach Größenklassen
Kreditdeckung
- bis zu 300 TEUR 163,3 158,9
- mehr als 300 TEUR bis zu 1 Mio. EUR 14,9 8,7
- mehr als 1 Mio. EUR bis zu 10 Mio. EUR 3,0 3,1
- mehr als 10 Mio. EUR 0,0 0,0
b) Gesamtbetrag der zur Deckung verwendeten Forderungen
nach Staaten, in denen die Grundstückssicherheiten liegen
- Bundesrepublik Deutschland 181,2 170,7
c) Gesamtbetrag der zur Deckung verwendeten Forderungen
nach Nutzungsart
- gewerblich 0,0 0,0
- wohnwirtschaftlich 181,2 170,7
davon
- Eigentumswohnungen 14,9 15,8
- Ein- und Zweifamilienhäuser 140,2 130,6
- Mehrfamilienhäuser 26,1 24,3
- restliche Objekttypen/Grundstücke 0,0 0,0

PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 2

2023 2022
in Mio. EUR in Mio. EUR
Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Forderungen 0,0 0,0

PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 3

2023 2022
Angabe in % Angabe in %
Durchschnittlicher, anhand des Betrages der zur Deckung
verwendeten Forderungen gewichteter Beleihungsauslauf
54,8 % 55,1 %

PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 4

2023 2022
Jahre Jahre
Volumengewichteter Durchschnitt des Alters der Forderungen 6,1 5,7

PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 5

2023 2022
Anzahl Anzahl
a) Anzahl anhängiger Zwangsversteigerungs- und
Zwangsverwaltungsverfahren zum 31.12.2023
0 0
Anzahl durchgeführter Zwangsversteigerungen im
Geschäftsjahr
0 0
b) Übernahme von Grundstücken im Geschäftsjahr 0 0
in Mio.EUR in Mio.EUR
c) Rückständige Zinsen 0 0


Ergänzend zur Formblattbilanz ergeben sich folgende Angaben für das Pfandbriefgeschäft:

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
Aktiva 3 Forderungen an
Kreditinstitute
a) Hypothekendarlehen 0,00 0
b) Kommunalkredite 1.425.627.728,97 1.869.128
c) andere Forderungen 22.934.631,12 5
1.448.562.360,09 1.869.133
darunter:
täglich fällig 5.842,23 (5)
gegen Beleihung von
Wertpapieren
0,00 (0)
Aktiva 4 Forderungen
an Kunden
a) Hypothekendarlehen 3.488.731.449,40 3.329.711
b) Kommunalkredite 567.652.826,18 580.262
c) andere Forderungen 5.096.027.100,61 5.153.025
9.152.411.376,19 9.062.998
darunter:
gegen Beleihung von
Wertpapieren
32.225.727,00 (37.717)
Aktiva 14 Rechnungs-
abgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und
Darlehensgeschäft
23.958,48 32
b) andere 201.233,27 31
225.191,75 63
31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
Passiva 1 Verbindlich-
keiten gegenüber
Kreditinstituten
a) begebene Hypotheken-
Namenspfandbriefe
0,00 0
b) begebene öffentliche
Namenspfandbriefe
0,00 0
c) andere
Verbindlichkeiten
1.416.337.246,63 1.438.433
1.416.337.246,63 1.438.433
darunter:
täglich fällig 20.278.051,08 (48)
zur Sicherstellung auf-
genommener Darlehen
an den Darlehensgeber,
ausgehändigte Hypo-
theken-Namenspfand-
briefe und öffentliche
Namenspfandbriefe
0,00 (0)
Passiva 2 Verbindlich-
keiten gegenüber Kunden
a) begebene Hypotheken-
Namenspfandbriefe
55.105.897,71 55.106
b) begebene öffentliche
Namenspfandbriefe
0,00 0
c) Spareinlagen
ca) mit vereinbarter
Kündigungsfrist
von drei Monaten
1.908.522.301,60 2.782.906
cb) mit vereinbarter
Kündigungsfrist
von mehr als drei
Monaten
6.232.458,46 7.230
1.914.754.760,06 2.790.136
d) andere
Verbindlichkeiten
7.368.226.195,42 6.810.123
9.338.086.853,19 9.655.365
darunter:
täglich fällig 6.827.896.490,65 (6.736.228)
zur Sicherstellung auf-
genommener Darlehen
an den Darlehensgeber,
ausgehändigte Hypo-
theken-Namenspfand-
briefe und öffentliche
Namenspfandbriefe
0,00 (0)
Passiva 3 Verbriefte
Verbindlichkeiten
a) begebene
Schuldverschreibungen
aa) Hypothekenpfand-
briefe
0,00 0
ab) öffentliche
Pfandbriefe
0,00 0
ac) sonstige Schuld-
verschreibungen
40.950.972,31 60.774
40.950.972,31 60.774
b) andere verbriefte
Verbindlichkeiten
0,00 0
40.950.972,31 60.774
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
Passiva 6 Rechnungs-
abgrenzungsposten
a) aus dem Emissions- und
Darlehensgeschäft
269.904,96 343
b) andere 24,25 0
269.929,21 343

Zusatzangabe nach § 35 Abs. 1 Nr. 7 RechKredV


Die im Deckungsregister aufgeführten Realdarlehen in Höhe von 181,2 Mio. EUR werden in der Bilanz unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Die Wertpapiere zur Deckung der Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 5 Mio. EUR (Nominalwert) finden sich in der Bilanz unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren.

Derivative Geschäfte


Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:

Nominalbeträge in Mio. EUR
nach Restlaufzeiten
Bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre summe
Zinsbezogene Geschäfte 50,0 175,0 1.380,0 1.605,0
OTC-Produkte 50,0 175,0 1.380,0 1.605,0
Zinsswaps 50,0 175,0 1.380,0 1.605,0
Währungsbezogene Geschäfte 42,4 86,9 15,2 144,5
OTC-Produkte 42,4 86,9 15,2 144,5
Devisentermingeschäfte 42,4 86,9 15,2 144,5
Sonstige Geschäfte 10,0 27,7 - 37,7
OTC-Produkte 10,0 27,7 - 37,7
Kreditderivate
(Sicherungsnehmerposition)
10,0 27,7 - 37,7
Insgesamt 102,4 289,6 1.395,2 1.787,2


Die Landessparkasse zu Oldenburg hat zinsbezogene Termingeschäfte in Form von Zinsswapgeschäften zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken sowie im Rahmen der barwertigen Zinsbuchsteuerung abgeschlossen:

Nominalwerte Zeitwerte
in Mio. EUR in Mio. EUR 1)
Zinsswaps 1.605,0 95,3

1) saldiert


Die Marktwerte stehen im Zusammenhang mit Sicherungsbeziehungen zu bilanzwirksamen Geschäften (Bewertungskonvention), denen bei barwertiger Betrachtung entsprechende gegenläufige Wertentwicklungen der gesicherten Grundgeschäfte gegenüberstehen.


Die am Bilanzstichtag bestehenden Derivate im Kundeninteresse verteilen sich auf:

Beschreibung der Art Kontraktvolumen Zeitwert
Mio. EUR Mio. EUR
Devisentermingeschäfte 1) 72,2 -6,8 2)

1) Absicherung durch kongruente Gegengeschäfte
2) saldiert


Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um Geschäfte im Kundeninteresse, denen betrags und fristenkongruente Deckungsgeschäfte gegenüberstehen und saldiert einen Zeitwert von 0 Mio. EUR aufweisen.


Bei den Kontrahenten der derivativen Finanzinstrumente handelt es sich um Kreditinstitute innerhalb des Sparkassenhaftungsverbundes.


Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Kreditderivate-Positionen handelt es sich um Sicherungsnehmerpositionen aus Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen:

Beschreibung der Art Kontraktvolumen Zeitwert 1)
Mio. EUR Mio. EUR
positiv negativ
Kreditderivate
(Sicherungsnehmerposition)
37,7 0,0 -0,0

1) Der Zeitwert des CDS aus der Sicherungsnehmerposition entspricht dem Barwert bei Auflösung des CDS.


Die ausgewiesenen Zeitwerte enthalten keine Zinsabgrenzungen und Kosten.


Für OTC-Produkte haben wir theoretisch ermittelte Werte (Stichtag 31.12.2023) als Zeitwerte angesetzt (Mark to Model-Bewertung). Hierbei werden Zinsswaps in die Bestandteile Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender Zinskurven getrennt bewertet. Der Zeitwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der Zeitwerte der beiden Basisprodukte. Die ausgewiesenen Zeitwerte der Devisentermingeschäfte wurden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle auf Basis von Terminkursen ermittelt.


Die Zeitwerte für die Kreditderivate-Positionen werden durch Zerlegung des zugrundeliegenden Credit Default-Swaps in beiden Bestandteilen "Prämien-Leg" und den "Sicherungs-Leg" ermittelt. Entsprechend wird für die Sicherungsnehmerposition der Zeitwert des Credit Default-Swaps durch die Differenz von Sicherungs- und Prämien-Leg ermittelt.

Organe der Landessparkasse zu Oldenburg Verwaltungsrat

Vorsitzender:


Johann Wimberg, Landrat

Mitglieder:


Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister


Petra Gerlach, Oberbürgermeisterin


Sabine Meyer, Rechtsanwältin und Notarin (ab 01.12.2023)


Bernhard Möller, DEKRA-Prüfingenieur


Rita Schilling, Dipl.-Kauffrau i. R.


Raimund Recksiedler, Küster (1. stv. Vorsitzender)


Hermann Schröer, Verwaltungsleiter i. R.


Daniel Stellmann, Dipl.-Verwaltungswirt


Dr. Christian Pundt, Landrat


Karin Harms, Landrätin


Andre Hüttemeyer, Wirtschaftsingenieur (bis 31.08.2023)


Tobias Gerdesmeyer, Landrat

Beschäftigtenvertreter:


Thomas Lehmkuhl, Sparkassenbetriebswirt (2. stv. Vorsitzender)


Heike Boldt, Gewerkschaftssekretärin ver.di


Martina Haack, Gewerkschaftssekretärin ver.di


Sandra Pagel, Sparkassenfachwirtin


Martin Papenbrock, Sparkassenbetriebswirt


Mareike Segebade, Sparkassenbetriebswirtin

Vorstand


Michael Thanheiser, Vorstandsvorsitzender


Tanja-Vera Asmussen, stellv. Vorstandsvorsitzende


Jürgen Rauber, Vorstandsmitglied


Olaf Hemker, Vorstandsmitglied


Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 2.192 TEUR. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für ihre Tätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von 143 TEUR.


Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2023 23.995 TEUR zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen im Geschäftsjahr 1.496 TEUR.


Die Kredite und Vorschüsse an den Vorstand sowie die zu seinen Gunsten eingegangenen Haftungsverhältnisse betragen 3.758 TEUR. Die entsprechenden Kreditgewährungen an Mitglieder des Verwaltungsrats betragen 317 TEUR.


Für Abschlussprüfungsleistungen der Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Niedersachsen sind im Berichtsjahr 591 TEUR aufgewendet worden. Auf andere Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers entfielen Aufwendungen in Höhe von 25 TEUR. Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um Leistungen für die Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts.

Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt:

männlich weiblich gesamt
Vollzeitbeschäftigte 574 314 888
Teilzeitbeschäftigte 52 440 492
626 754 1.380
Auszubildende 53 54 107
679 808 1.487

 

Oldenburg, 12. März 2024


Landessparkasse zu Oldenburg


Der Vorstand

Michael Thanheiser Tanja-Vera Asmussen Jürgen Rauber Olaf Hemker

Anlage zum Jahresabschluss

gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")


Die Landessparkasse zu Oldenburg hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Landessparkasse zu Oldenburg besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.


Die Landessparkasse zu Oldenburg definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Netto-ertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge und Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 369.240 TEUR.


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 1.194.


Der Gewinn vor Steuern beträgt 94.929 TEUR.


Die Steuern auf den Gewinn betragen 44.527 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.


Die Landessparkasse zu Oldenburg hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden am 19. April 2024 durch die Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Landessparkasse zu Oldenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Landessparkasse zu Oldenburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen gemäß Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:


1. Bewertung der Forderungen an Kunden


2. Bewertung von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren


Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt aufgebaut:


a) Sachverhalt und Problemstellung


b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


c) Verweis auf weitergehende Informationen

1. Bewertung der Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung


Für die Sparkasse stellen die Forderungen an Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse, ergeben. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. vor allem die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Dies gilt insbesondere für die von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise und des Krieges in der Ukraine betroffenen Kreditengagements. Die Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der S-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen. Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen und die Höhe der Forderungen.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Angemessenheit des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse vorgenommen. Bei einer risikoorientierten Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung von Kreditsicherheiten und der dabei zugrunde gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere untersucht, ob der Kreditbestand Forderungen enthält, bei denen sich Ausfallrisiken abzeichnen oder bereits eingetreten sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen


Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage).

2. Bewertung von Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

a) Sachverhalt und Problemstellung


Für die Sparkasse stellt das Wertpapiereigengeschäft aufgrund seines Umfangs ein bedeutendes Geschäftsfeld dar. Durch die marktpreisorientierte Bewertung der Wertpapiere können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Sparkasse, insbesondere auf die Ertragslage, ergeben. Die Sparkasse hat Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere im Portfolio, die sie sowohl der Liquiditätsreserve als auch dem Anlagevermögen zuordnet. Für Zwecke der Bewertung gemäß §§ 340e Abs. 1 Satz 2, 253 Abs. 1, 3 und 4 HGB wird der beizulegende Wert herangezogen. Dieser wird grundsätzlich durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt. Sofern anhand definierter Kriterien für Finanzinstrumente kein aktiver Markt festgestellt wurde, hat die Sparkasse den beizulegenden Wert auf der Grundlage von einem Dienstleister theoretisch berechneter Kurse abgeleitet, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt. Für die Bewertung der Anteile an Investmentvermögen ist - soweit diese nicht an einer Börse gehandelt werden - der nach investmentrechtlichen Grundsätzen bestimmte Rücknahmepreis maßgeblich.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, insbesondere die Prozesse zur Bewertung der Wertpapiere, beurteilt. Darüber hinaus haben wir risikoorientiert die Bewertung ausgewählter Einzelfälle im Hinblick auf erhöhte Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Dabei beurteilten wir die Angemessenheit der vom Vorstand der Sparkasse angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen sowie die Vertretbarkeit der angesetzten beizulegenden Werte.

c) Verweis auf weitergehende Informationen


Informationen zur Bewertung der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den Bilanzposten Aktiva 5 und 6 enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage).

Sonstige Informationen


Der Vorstand bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

den Bericht des Verwaltungsrats,

alle übrigen Teile des uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden Geschäftsberichts sowie

den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden gesonderten nichtfinanziellen Bericht i. S. des § 289b Abs. 3 HGB,

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.


Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der Vorstand für die sonstigen Informationen verantwortlich.


Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.


Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Sparkasse abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO


Wir sind gemäß § 23 Abs. 2 Satz 1 des Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht gemäß Artikel 11 EU-APrVO im Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Axel Brockmann."

Bericht des Verwaltungsrats


Der Verwaltungsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die Lage sowie die Geschäftsentwicklung der LzO unterrichtet. Er trat im Berichtsjahr zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Seine Ausschüsse tagten zwölf Mal. Alle Aufgaben, die dem Verwaltungsrat nach Gesetz und Satzung zukommen, wurden von ihm wahrgenommen. Er überwachte die Tätigkeit des Vorstands und überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung.


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Jahr 2023 sind von der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht für das Jahr 2023 gebilligt, von dem schriftlichen und in der Sitzung am 16. Mai 2024 zusätzlich von dem mündlichen Bericht der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes Kenntnis genommen und daraufhin den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der geprüften Fassung festgestellt. In Übereinstimmung mit dem Vorschlag des Vorstands wurde beschlossen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 50.000.000,00 Euro der Sicherheitsrücklage zuzuführen.


Der Verwaltungsrat spricht dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LzO für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Oldenburg, 16. Mai 2024


Landessparkasse zu Oldenburg


Der Verwaltungsrat

Johann Wimberg
Vorsitzender

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