Landessparkasse zu Oldenburg
Oldenburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Grundlagen der
Geschäftstätigkeit der Landessparkasse zu
Oldenburg
Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) ist
gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des
öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des
Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN), Hannover, und
über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband
e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim
Amtsgericht Oldenburg unter der Nummer A 3568 im
Handelsregister eingetragen.
Träger der LzO ist der Sparkassenzweckverband
Oldenburg, dem die kreisfreien Städte Delmenhorst und
Oldenburg sowie die Landkreise Ammerland, Cloppenburg,
Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch
angehören. Das Geschäftsgebiet der LzO ist das
Gebiet des Trägers.
Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der
Verwaltungsrat.
Die LzO ist Mitglied im Sparkassenverband
Niedersachsen und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem
Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach
dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt.
Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall
sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche
Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem
EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche
Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel
des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu
vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen,
insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu
gewährleisten ("freiwillige Institutssicherung").
Ergänzend zu den bestehenden Sicherungsmitteln wird ab
2025 ein zusätzlicher Fonds zum institutsbezogenen
Sicherungssystem von den Instituten befüllt.
Die LzO ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit
der Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung
der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft
sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die
finanzielle Eigenversorgung der Bürgerinnen und
Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region
zu fördern. Dieser öffentliche Auftrag ist im
Sparkassengesetz des Landes Niedersachsen niedergelegt und
prägt unser gesamtes Geschäftsmodell. Wir handeln
nicht ausschließlich gewinn-, sondern auch
gemeinwohlorientiert. Die LzO ist dementsprechend auch in
sozialen und kulturellen Bereichen engagiert.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten zum 31.
Dezember 2023 stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag
von 1.604 auf 1.617. Davon waren 554
teilzeitbeschäftigt (Vorjahr: 526). Die Anzahl der
Auszubildenden nahm von 107 auf 131 zu.
Zum Jahresende unterhielten wir neben der Zentrale 84
personell besetzte Geschäftsstellen und 25
SB-Filialen. Im Jahr 2023 wurden 2 SB-Filialen geschlossen.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr
2023
Allgemeine wirtschaftliche
Entwicklung
Das Jahr 2023 war weltweit nach 2022 erneut von hoher
Inflation geprägt. Im zweiten Kriegsjahr nach dem
russischen Angriff auf die Ukraine waren die
Preissteigerungsraten zwar in den meisten Ländern
nicht mehr ganz so hoch wie zu ihren Spitzenständen im
Herbst 2022. Doch die Kaufkraft der Einkommen war weiterhin
stark belastet. Das schwächte den Konsum. Zudem
bremsten die in fast allen Währungsräumen
fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - ebenfalls
beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen.
Der Internationale Währungsfonds beziffert das
Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 %
beziehungsweise auf 1,5 % für die Gruppe der
fortgeschrittenen Volkswirtschaften.
1 Diese Werte entsprechen zwar annähernd
den langjährigen Durchschnitten, doch für die
Spätphase der weitgehend überwundenen
Corona-Pandemie war eine stärkere Erholung erwartet
worden. Der avisierte Aufholprozess blieb jedoch
tatsächlich im Angesicht der hohen Inflation stecken.
Der Euroraum, der sich 2022 noch sehr gut erholt
hatte, verlor 2023 dagegen stärker an
Wachstumsdynamik. Er erreichte gemäß der
Schätzung des IWF nur noch 0,7 % realen Zuwachs. Dabei
überzeichnen die Jahresraten für den Euroraum
insgesamt und für die meisten seiner Länder sogar
noch die Entwicklung innerhalb des Jahres. Denn das im
Jahresdurchschnitt ausgewiesene Wachstum stammt fast
vollständig aus dem statistischen Überhang vom
guten Jahresende 2022. Danach stagnierte das
Euro-Währungsgebiet im Jahresverlauf 2023 weitgehend -
mit einigen Ausnahmen wie etwa dem Wachstumsstar der
letzten Jahre, Spanien, das auch zuletzt bei seinem BIP
weiter zulegen konnte.
Deutschland ist am anderen Ende des europäischen
Länderfeldes einzuordnen. Hierzulande ist die
Stagnation schon länger offenkundig. Die deutsche
Jahreswachstumsrate profitierte 2023 anders als der
Euroraum insgesamt auch nicht von einem Überhang aus
dem Vorjahr. Im Gegenteil: Das Schlussquartal 2022 lieferte
in Deutschland bereits eine sehr schlechte Ausgangsbasis.
Damals waren die Energiepreise auf ihren
Höchstständen und es herrschte die Angst vor
einem Gasmangel mit Rationierungen im Winter 2022/2023 vor.
Als sich Anfang 2023 zeigte, dass die Mangellage
nicht eintreten würde und dass Deutschland aufgrund
von getroffenen Maßnahmen zur Einsparung und zu neuen
Bezugsquellen, aber auch aufgrund einer warmen Witterung
recht gut durch den Winter kommen würde, verflog diese
Angst. Es keimte Anfang 2023 die Zuversicht, dass der lang
ersehnte Post-Corona-Aufschwung nun kraftvoll einsetzten
würde. Diese Hoffnung erfüllte sich allerdings
nicht.
Denn die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem
Niveau bleibende Inflation kostete Kaufkraft. Die
Nominaleinkommensentwicklung zog zwar nach, aber erst
zeitlich verzögert. In Deutschland war im
Jahresdurchschnitt die Entwicklung der Verfügbaren
Einkommen mit 5,9 % nominalem Zuwachs genauso hoch wie der
Anstieg der Verbraucherpreise. Aber das zeitliche Profil
der Kompensation, die Verteilung der Einkommens- und
Preisanstiege über die Einkommensklassen und über
die Güterkategorien und nicht zuletzt die
psychologische Präsenz des Themas Inflation
dämpften die Kauflust und die
Konsummöglichkeiten. Mit -0,8 % schrumpfte der private
Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote
stieg leicht auf 11,3 %.
1 Aggregation der einzelnen Volkswirtschaften
mit kaufkraftgewichteten Wechselkursen gemäß dem
World Economic Outlook des IWF vom Oktober 2023.
Noch stärker rückläufig als der
private Verbrauch war der staatliche Konsum. Er schrumpfte
2023 preisbereinigt um 1,7 %. Hier spiegelt sich die
Normalisierung nach der Pandemie wider. Es waren vor allem
weggefallene Ausgaben für die Pandemiebekämpfung,
die hier wirksam wurden. Die Staatsquote als Anteil der
Staatsausgaben aller staatlichen Ebenen (Bund, Länder,
Gemeinden, Sozialversicherungen) am Bruttoinlandsprodukt
ging 2023 auf 48,2 % zurück. In den Pandemiejahren
2020 und 2021 hatte diese Kennzahl vorübergehend die
50 %-Marke überschritten. Trotz der wegen steigender
Zinssätze wieder etwas höheren Zinsausgaben in
Höhe von 36,3 Mrd. Euro fiel das gesamtwirtschaftliche
Finanzierungsdefizit mit 82,7 Mrd. Euro oder 2,0 % des BIP
etwas geringer aus als im Vorjahr. Die noch nicht
endgültig exakt bezifferte Staatschuldenquote
dürfte auf die Größenordnung von 65 % des
BIP leicht zurückgegangen sein.
Die Bautätigkeit in Deutschland wurde durch das
einstweilen erhöhte Zinsniveau stark gebremst.
Zunächst wurde noch der recht gute Auftragsbestand bei
begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer
Projekte kam praktisch völlig zum Erliegen, was dann
2023 zunehmend auch in der laufenden Bau-Wertschöpfung
sichtbar wurde. Die Bauinvestitionen sanken im dritten Jahr
in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt um 2,1 %. Am
stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau.
Die Ausrüstungsinvestitionen hielten sich
dagegen recht gut. Sie wurden zwar ebenfalls vom Zins
gebremst. Aber der Strukturwandel macht eine Erneuerung des
Kapitalstocks erforderlich, so dass sich mit den treibenden
Themen Klimawandel und Digitalisierung eine
Sonderkonjunktur entfaltet hat. Die
Ausrüstungsinvestitionen konnten deshalb als einzige
Verwendungskomponente des BIP 2023 real sogar zulegen und
zwar um 3,0 %.
Auch der Außenhandel leistete zwar einen
positiven Wachstumsbeitrag, doch das ist der rechnerisch
saldierten Konstellation geschuldet. Die Exporte selbst
sanken 2023 real um 1,8 %. Die deutschen Importe, die als
eine Art Vorleistung für die deutsche Volkswirtschaft
mit negativem Vorzeichen in die BIP-Berechnung eingehen,
sanken aber sogar um 3,0 % und somit noch stärker als
die Exporte.
Insgesamt ergab sich nach der ersten
Schnellschätzung des Statistischen Bundesamtes vom 15.
Januar 2024 im abgelaufenen Jahr eine reale
Veränderungsrate des deutschen BIP in Höhe von
-0,3 %. Ein Teil dieser Schrumpfung ist allerdings auch auf
den Effekt einer geringeren Zahl von 2023 zur
Verfügung stehenden Arbeitstagen
zurückzuführen. Arbeitstäglich bereinigt
beziffert das Bundesamt die Entwicklung auf -0,1 %.
Am Arbeitsmarkt zeigen sich allerdings noch wenig
Anzeichen einer Rezession. Trotz recht hoher
Nettozuwanderung und stagnierender Produktion hat sich die
Arbeitslosenquote in der Abgrenzung der Bundesagentur
für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf
5,7 % erhöht. In vielen Branchen herrscht ein
Fachkräftemangel, der zu einer angebotsseitigen
Beschränkung der Wirtschaftsentwicklung geworden ist.
Die Zahl der Erwerbstätigen konnte auch in dem
schwierigen Jahr 2023 um 0,3 Mio. weiter auf einen neuen
Rekordstand von 44,9 Mio. gesteigert werden. Noch nie waren
in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig wie
2023.
Niedersachsen war 2022 mit +1,1 % beim BIP nach dem
Corona-bedingten Einbruch weiterhin auf einem
Wachstumspfad. Allerdings präsentierte sich das
Bundesland dabei schwächer als Deutschland insgesamt.
Dies hat sich im ersten Halbjahr 2023 gedreht. Mit real
+0,9 % beim BIP hat sich Niedersachsens Wirtschaft im
bundesdeutschen Vergleich (-0,3 %) eher positiv entwickelt.
2 Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich der
Arbeitsmarkt weitgehend stabil. Bis einschließlich
November 2023 lag die Arbeitslosenquote mit 5,7% in etwa
auf dem Vorjahresniveau (5,4 %) und entsprach dem
bundesdeutschen Durchschnitt.
Im Hinblick auf 2024 dürften die der Entwicklung
in diesem Jahr zugrundeliegenden Basisdaten weiterhin
Bestand haben, wenngleich in einem abgemilderten
Ausmaß. Gleichwohl wird weiterhin eine real eher
verhaltene Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und im
Baugewerbe erwartet, welche unter anderem von den zuletzt
gestiegenen Zinsen betroffen sind. In welchem Ausmaß
die Wirtschaft durch die angeführten Parameter
belastet wird, wird nicht zuletzt auch dadurch bestimmt,
inwieweit die wirtschafts- und haushaltspolitischen
Probleme nachhaltig gelöst werden.
2 Gemäß Analyse der NORD/LB zur
niedersächsischen Wirtschaft.
https://www.nordlb.de/die-nordlb/research/regionalwirtschaft
Auch bei den Dienstleistungen zeigt sich kein
wesentlich besseres Bild. Insbesondere der stationäre
Einzelhandel dürfte wieder durch den anziehenden
Onlinehandel auf der einen Seite und den Folgen der
Insolvenz der Signa-Holding auf der anderen Seite belastet
werden. Lediglich bei den unternehmensnahen
Dienstleistungen und im Tourismus lassen sich positive
Aussichten erkennen.
Neben der hochproduktiven Landwirtschaft sind in
Niedersachsen auch das Ernährungsgewerbe, die
Energiewirtschaft und in zunehmendem Maße die
Gesundheitswirtschaft bedeutende Wirtschaftsbereiche.
Allerdings wird die niedersächsische Wirtschaft vor
allem von der dominierenden Rolle der Automobilindustrie
und ihrer Zulieferer geprägt.
Die Einwohnerzahl in Niedersachsen hat in den letzten
Jahren kontinuierlich zugenommen. Der Wanderungssaldo war
erneut positiv und konnte das Geburtendefizit mehr als
ausgleichen. Die Bevölkerungsdichte ist weiterhin
relativ gering.
Regionale Wirtschaftsentwicklung
Mit einem Anteil von 2,7 % ist der
landwirtschaftliche Sektor in Niedersachsen für die
Bruttowertschöpfung von besonderer Bedeutung (Bund:
1,2 %). So wird ein überdurchschnittlich hoher Anteil
der Fläche (58 %) in Niedersachsen landwirtschaftlich
genutzt. Im Bund sind es durchschnittlich rd. 50 %. Mit dem
unter den Bundesländern zweithöchsten
Produktionswert in der Landwirtschaft - knapp hinter Bayern
- gilt Niedersachsen bundesweit als bedeutendes Agrarland.
Auch in unserem Geschäftsgebiet nimmt die
"Landwirtschaftliche Ernährungsindustrie" eine
bedeutende Stellung ein, insbesondere die Branchen
Tierhaltung und industrielle Fleischverarbeitung.
Die Entwicklung beider Branchen ist maßgeblich
von den Erzeugerpreisen geprägt. So war im Vorjahr
infolge der hohen Preissteigerungen ein stärkeres
Wachstum zu verzeichnen. Trotz weiter steigender Preise
stagniert der Branchenumsatz 2023 in der Tierhaltung auf
dem Vorjahresniveau, in der Fleischverarbeitung zeigte sich
noch ein moderates Wachstum. Mengenmäßig sinken
dagegen die Umsätze, denn im Inland sind sowohl der
Fleischverbrauch als auch der Konsum von Kuhmilch
rückläufig, nicht zuletzt aufgrund der
gestiegenen Verbraucherpreise. Dagegen steigt die Nachfrage
nach veganen und vegetarischen Produkten. Der Wandel der
Essgewohnheiten veranlasst immer mehr Unternehmen dazu,
fleischlose Alternativen selbst zu entwickeln.
Die Rahmenbedingungen der Erzeuger werden aktuell
geprägt von hohen gesellschaftlichen Erwartungen
hinsichtlich Nachhaltigkeit und Tierwohl. Gleichzeitig
müssen sie verschärfte Auflagen zum Umwelt- und
Klimaschutz erfüllen und sich mit zunehmend
schwierigen Witterungsbedingungen auseinandersetzen.
Die Rentabilität fällt in beiden Branchen
zwar positiv aus, ist aber angesichts des steigenden
Kostendrucks weiter zurückgegangen. Durch den nach wie
vor bestehenden Wettbewerbs- und Preisdruck sowie dem
Arbeitskräftemangel setzt sich der Strukturwandel zu
immer weniger aber dafür größeren Betrieben
weiter fort. Infolge des mittel- und langfristig weltweit
steigenden Bedarfs an Agrarprodukten aufgrund des
Bevölkerungswachstums sowie der steigenden Nachfrage
nach höherwertigen Lebensmitteln sind die Aussichten
auf längere Sicht positiv.
Die Landwirtschaft ist nach wie vor stark von
agrarpolitischen Rahmenbedingungen und Subventionszahlungen
abhängig, welche überwiegend auf EU-Ebene
verhandelt und beschlossen werden. Besondere Risiken der
Ernährungswirtschaft können in widrigen
Witterungsbedingungen, Tierseuchen oder
Lebensmittelskandalen bestehen. Weiterhin weist die Branche
hohe Nachhaltigkeitsrisiken auf. Die immer weiter
verschärften Auflagen hinsichtlich Klima- und
Tierschutz sowie zunehmend schwierige Witterungsbedingungen
wirken sich negativ auf die Ertragslage aus.
Das regionale Geschäftsklima hat sich zum
Jahresende weiter abgekühlt. Der
IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus den
vierteljährlich durchgeführten Konjunkturumfragen
der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer ergibt,
sank gegenüber dem Vorjahresende von 80 Punkten bis
zum Jahresende 2023 auf 75 Punkte. Der /-Jahresdurchschnitt
liegt bei 92 Punkten.
Anhand der Auswertung der aktuellen Umfrage, an der
rd. 250 Unternehmen aus der Region teilnahmen, ergeben sich
viele Gründe für die schlechte Stimmung. Die
weiterhin hohe Inflation drücke die Konsumstimmung.
Dazu trage auch der jüngste Wegfall der reduzierten
Umsatzsteuersätze auf Energie und in der Gastronomie
bei. Zudem belasteten die Energiepreise die Ertragslage
vieler Unternehmen. Gleichzeitig komme der Export aufgrund
der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, im
Nahen Osten sowie aktuell im Roten Meer nicht in Schwung.
Viele Unternehmen hätten aber auch eine deutliche
Unzufriedenheit mit der aktuellen Wirtschaftspolitik
geäußert. Dies betreffe schlechte
Standortbedingungen sowie fehlende Planbarkeit insbesondere
beim Thema Energie. Weiterhin werde eine überbordende
Bürokratie, Mängel der Infrastruktur sowie eine
zu hohe Steuer- und Abgabenlast beklagt.
Die Beurteilungen der aktuellen Lage und die
Erwartungen an die weitere Entwicklung sind in den
einzelnen Branchen allerdings unterschiedlich. Während
Betriebe aus Industrie, Groß- und Einzelhandel sowie
Logistikgewerbe die Situation überwiegend negativ
einschätzen, äußern sich Baugewerbe und
Dienstleistungssektor eher positiv.
Die Stimmung in den Industrieunternehmen ist
gedrückt. Die Auftragseingänge sind weiter
gesunken, ebenso die Umsatzerlöse. Hohe Energiekosten,
Belastungen durch neue bürokratische Vorgaben wie das
Lieferkettengesetz sowie der Fachkräftemangel setzten
den Unternehmen zu. Sie erwarten für das Jahr 2024
vorerst keine Besserung.
Das Gros der Bauunternehmen zeigt sich mit der
aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden. Die
Sparten Hochbau, Tiefbau sowie Ausbaugewerbe berichten von
gestiegenen Auftragsreichweiten, die im Schnitt deutlich
über vier Monaten liegen. Zudem hat sich die
Ertragslage gegenüber dem Vorquartal etwas verbessert.
Die Aussicht auf sinkende Zinsen lässt die
Bauunternehmen hoffen, dass das Jahr 2024 zumindest
befriedigend verlaufen wird. Fachkräftemangel und
lange Planungszeiten bleiben große Herausforderungen.
Die Lage im Einzelhandel bleibt angespannt. Selbst
das Weihnachtsgeschäft konnte daran nichts
ändern. Die Kauflaune wurde durch die ungünstigen
gesamtwirtschaftlichen Bedingungen, darunter der
Ukraine-Krieg, hohe Inflation und der Nahost-Konflikt,
beeinträchtigt. Auch der Ausblick in die Zukunft
beunruhigt die Händlerinnen und Händler, da sie
keine Verbesserung der Kauflaune erwarten und zugleich mit
einem Mangel an geeignetem Personal sowie steigenden
Energiekosten konfrontiert sind.
Die regionalen Großhändler berichten
über erheblich schlechtere Geschäfte als im
Vorquartal: Der Anteil der positiven Rückmeldungen
sinkt um fast 20 Prozentpunkte auf fünf Prozent. Jeder
vierte Betrieb geht von einer abnehmenden
Beschäftigungszahl aus. Als Gründe für
dieses Entwicklung nennen die Großhändler die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sinkende
Inlandsnachfrage und die steigenden Energie- und
Rohstoffpreise.
Die Stimmung im Transport- und Logistikgewerbe war im
vierten Quartal 2023 schlecht. Dies zeigt sich sowohl bei
der gegenwärtigen Geschäfts- und Ertragslage als
auch bei den Erwartungen für das Jahr 2024.
Ursächlich hierfür sind neben den seit langen
bekannten Problemen des Fachkräftemangels und der
steigenden Energiepreise auch die seit Dezember 2023
deutlich erhöhte Maut. Hinzu kommt eine Anhebung der
CO2-Steuer, die den Diesel zum Jahreswechsel erneut
verteuert hat. Es werden auch weniger Aufträge aus dem
Bausektor erwartet.
Jeder zweite Betrieb in der Dienstleistungsbranche
meldet eine gute Geschäftslage, der Anteil der
negativen Rückmeldungen ist sehr gering. Jedoch geht
jedes fünfte Unternehmen davon aus, dass die
zukünftige Beschäftigtenzahl sinken wird. Als
größte Negativfaktoren für die
zukünftige Entwicklung nennen die Dienstleister den
Fachkräftemangel, die steigenden Arbeitskosten und die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Entwicklung der Kreditwirtschaft
Die deutschen Banken konnten ihr Zinsergebnis im Zuge
der Zinswende steigern. Hierbei spielten die unerwartet
niedrigen Finanzierungskosten eine wichtige Rolle. Die
Kreditausfälle blieben trotz der gedämpften
Konjunktur vergleichsweise gering. Preisrückgänge
am Wohnimmobilienmarkt haben die Stabilität des
Finanzsystems auch aufgrund langer Zinsbindungsfristen und
geringer Kreditausfälle kaum beeinträchtigt.
Infolge des Zinsanstiegs kam es im März 2023 zu
erhöhtem Stress an den Finanzmärkten, wobei sich
das deutsche Finanzsystem als stabil erwies. Die Schieflage
mehrerer Regionalbanken in den USA und der Schweizer
Großbank Credit Suisse erhöhten die
Volatilität an den Finanzmärkten. Zwar kam es
vorübergehend zu deutlichen Kursverlusten einzelner
deutscher Institute, allerdings blieben weitere
Ansteckungseffekte aus. Dies lag unter anderem daran, dass
die deutschen Banken eine bessere
Liquiditätsausstattung sowie ein geringeres
Zinsänderungsrisiko aufwiesen als die in Schieflage
geratenen US- Banken. Die deutlichen Steigerungen der
Marktzinsen haben zudem zu Verlusten oder stillen Lasten in
den Wertpapierbeständen von Banken geführt.
3
Für die Sparkassen in Niedersachsen war 2023 ein
durchaus zufriedenstellendes Jahr in einem herausfordernden
Umfeld.
4
Bei den Krediten sind die Neugeschäftszahlen der
niedersächsischen Sparkassen im abgelaufenen Jahr
infolge der Zinserhöhungen durch die EZB, der
Inflation und auch der allgemeinen Verunsicherung bei
Investitionsentscheidungen zurückgegangen. Insgesamt
ist die Kreditnachfrage spürbar rückläufig.
So ging das gesamte Neukreditgeschäft über alle
Kundengruppen hinweg um annähernd 6 Mrd. Euro auf 13,2
Mrd. Euro zurück. Der Kreditbestand konnte allerdings
mit 101,5 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Das Neukreditgeschäft mit Unternehmen und
Selbstständigen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um rund 2,8 Mrd. Euro auf etwa 7,8 Mrd. Euro
zurückgegangen, bei einem Bestandswachstum um 650 Mio.
Euro auf 53,1 Mrd. Euro. Bei den privaten Kundinnen und
Kunden ist der Nachfragerückgang deutlicher, nachdem
die Sparkassen während der Niedrigzinsphase hohe
Steigerungsraten zu verzeichnen hatten. Die Neuzusagen
gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Mrd. Euro
auf 4,5 Mrd. Euro zurück. Besonders spürbar ist
dies beim Wohnimmobilienkreditgeschäft, was nach
jahrelangen deutlichen Zuwachsraten um 2,9 Mrd. Euro auf
3,7 Mrd. Euro regelrecht eingebrochen ist. Im Ergebnis ging
der Bestand an Krediten der privaten Kundinnen und Kunden
um rund 170 Mio. Euro auf knapp 43,5 Mrd. Euro zurück.
Bei den Kundeneinlagen verzeichnen die Sparkassen in
Niedersachsen einen leichten Rückgang und damit eine
Bestandsverringerung um 2,6 Mrd. Euro auf 101,1 Mrd. Euro.
Grund für den Rückgang ist zum einen die
Inflation mit deutlich gestiegenen Konsumausgaben. Zum
anderen haben die Kundinnen und Kunden durch die
Rückkehr der Zinsen die täglich fälligen
Gelder und Sparguthaben in höher verzinsliche Einlagen
umgeschichtet und wieder vermehrt Gelder in Wertpapieren
angelegt. Im Wertpapiergeschäft liegen die Sparkassen
mit 2,9 Mrd. Euro etwa 150 Mio. Euro über dem
Vorjahres-Nettoabsatz, bei einem um rund 3 Mrd. Euro auf
13,5 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz.
Der Zinsüberschuss der Sparkassen in
Niedersachsen stieg gegenüber dem Vorjahr um
voraussichtlich 770 Mio. Euro auf rund 2,8 Mrd. Euro an.
Der Provisionsüberschuss wird mit einem Anstieg von 20
Mio. Euro auf 920 Mio. Euro vorhergesagt. Der Sach- und
Personalaufwand steigt um 100 Mio. Euro auf voraussichtlich
rund 2 Mrd. Euro. Insgesamt rechnen die Sparkassen 2023 mit
einem gegenüber 2022 stark verbesserten
Betriebsergebnis vor Bewertung, das um etwa 680 Mio. Euro
auf 1,7 Mrd. Euro ansteigen dürfte. Entsprechend ist
die Cost-Income-Ratio (CIR) von 64,7 % auf 53,8 %
zurückgegangen.
3 Deutsche Bundesbank,
Finanzstabilitätsbericht 2023
4 Jahrespressegespräch des
Sparkassenverbandes Niedersachsen vom 29.02.2024
Geldpolitik im Euroraum
Die Inflationsrate in der EU, gemessen am
Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 lt.
Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt bei 6,4 %. Im
Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) stiegen damit die
Verbraucherpreise nicht mehr ganz so stark, die Inflation
lag aber immer noch weit über dem von der EZB
angestrebten Wert von 2,0 %. In Deutschland stiegen die
Preise (gemessen am HVPI) im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,0
% (2022: 8,7 %).
Um der hohen Inflation entgegen zu wirken, setzte die
EZB, ähnlich wie andere Notenbanken, ihre restriktive
Geldpolitik fort und erhöhte die Leitzinsen im
Jahresverlauf 2023 in mehreren Schritten. Der Satz der
Einlagefazilität, der für die Geldmärkte
aufgrund der auf absehbare Zeit anhaltenden Situation der
Überschussliquidität entscheidende Zins, stieg
von 2,0 % auf aktuell 4,0 %. In der Folge sind die Zinsen
an den Geld- und Kapitalmärkten im Euroraum weiter
außerordentlich stark gestiegen.
In Deutschland entwickelten sich diesen Vorgaben folgend
die längerfristigen Kapitalmarktzinsen im Jahr 2023
zunächst weiter nach oben. Nach durchschnittlich 2,23
% im Januar stieg die Umlaufsrendite
5 bis Oktober auf 2,84 % an, um bis zum
Jahresende wieder stark zu fallen auf den Jahrestiefstand
von 2,15 %. Bei deutschen Bundesanleihen mit einer Laufzeit
von 5 Jahren lagen die Renditen zwischen 1,86 % und 2,92 %.
Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen bewegten sich
im Jahresverlauf in einer Bandbreite zwischen 1,90 % und
2,97 % (Schlussstand per 31.12.2023: 2,03 %).
5 Lt. Zeitreihen-Datenbank der Deutschen
Bundesbank: Umlaufsrenditen inländischer
Inhaberschuldverschreibungen / Börsennotierte
Bundeswertpapiere / Monatswerte
Veränderungen der rechtlichen
Rahmenbedingungen im Jahr 2023
Im Jahr 2023 wurden verschiedenste aufsichtliche
Regelungen veröffentlicht oder in Kraft gesetzt, die
vor allem durch die nationale Umsetzung des EU-Bankenpakets
bestimmt wurden und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen
erforderten. Unter anderem handelt es sich um folgende
Neuregelungen:
Mit der im Januar 2023 in Kraft getretenen
DORA-Richtlinie (Digital Operational Resilience Act) hat
die EU länderübergreifende Vorgaben für den
Schutz der Finanz-IT-Landschaft geschaffen, um so das
bestehende europäische und nationale Regelwerk zu
vervollständigen. Alle Finanzdienstleister müssen
nachweisen, dass ihre Organisation über alle Ebenen
und Bereiche unterschiedlichsten IKT-Krisen (Informations-
und Kommunikationstechnologie) gewachsen ist und die
Betriebsstabilität digitaler Systeme jederzeit
sichergestellt ist.
Ende Juni 2023 hat die BaFin auf ihrer Internetseite
eine novellierte Fassung ihres Rundschreibens
"Mindestanforderungen an das Risikomanagement"
veröffentlicht. Vorrangiges Ziel dieser siebten
MaRisk-Novelle ist es, die Leitlinien der Europäischen
Bankenaufsichtsbehörde (EBA) für die
Kreditvergabe und -Überwachung umzusetzen. Sie
betreffen u. a. die Prozesse im Kreditgeschäft und die
Risikomanagementmodelle der Institute. Darüber hinaus
hat die BaFin folgende wesentliche Aspekte angepasst oder
neu in die MaRisk integriert:
| ― |
Anforderungen an den Umgang des
Risikomanagements der Institute mit eigenen
Immobilien,
|
| ― |
Erleichterungen zum
Wertpapierhandel im Homeoffice,
|
| ― |
Vorgaben zum Thema
Nachhaltigkeit.
|
Nach der Taxonomie-VO (Verordnung (EU 2020/852) und
der hierzu im Juni 2021 veröffentlichten
Ergänzung (EU 2021/2139) müssen in den
Anwendungsbereich der Non Financial Reporting Directive
(NFRD) fallende Unternehmen in ihrer nichtfinanziellen
Berichterstattung Angaben darüber aufnehmen, wie und
in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit
Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als
ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten
gemäß der Taxonomie-VO einzustufen sind. Mitte
Dezember 2023 wurden die ersten zwölf Standards zur
Nachhaltigkeitsberichterstattung im EU-Amtsblatt
veröffentlicht.
Mit dem Urteil des BGH vom 27.04.2021 zum sog.
AGB-Änderungsmechanismus wurde eine jahrzehntelang
gängige Praxis innerhalb der Vertragsgestaltung von
Banken und Sparkassen nachträglich für unwirksam
erklärt. Dies führt dazu, dass bei jeder
Konditionsänderung von allen Kunden eine aktive
Zustimmung hereingenommen werden muss, was vor dem Urteil
nicht notwendig war.
Die Umsetzung der Neuregelungen erfordert in der
Kreditwirtschaft einen hohen Zeitaufwand und bindet
Mitarbeiterkapazitäten.
Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren
Folgende Kennzahlen, die der internen Steuerung
dienen und in die Berichterstattung einfließen,
stellen unsere bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikatoren dar:
| ― |
Kernkapitalquote nach CRR
Verhältnis des Kernkapitals zu den
risikobezogenen Positionswerten nach den Vorschriften
der Capital Requirements Regulation (CRR)
|
| ― |
Verwendbares Ergebnis
(Kernkapital-Dotierung)
Zuführungen zur Sicherheitsrücklage
und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken
|
| ― |
Cost-Income-Ratio (CIR)
Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und
Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der
sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen
gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische
Positionen)
|
| ― |
Betriebsergebnis vor Bewertung
Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich
Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und
Aufwendungen und abzüglich der
Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung
des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und
aperiodische Positionen)
|
| ― |
Risikostruktur im
Kundenkreditgeschäft Anteil der Risikoklasse I
(Rating 1 bis 8) am Gesamtkreditvolumen
|
| ― |
Granularität im
Kundenkreditgeschäft Anteil der Kreditnehmer mit
einem Obligo über 10 Mio. Euro am
Gesamtkreditvolumen (ohne Kommunalkunden)
|
| ― |
Liquiditätsdeckungsquote
(LCR)
Verhältnis des Bestands als erstklassig
eingestufter Aktiva zum gesamten Nettoabfluss der
nächsten 30 Tage
|
Darstellung, Analyse und Beurteilung
des Geschäftsverlaufs
Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
|
Bestand |
Veränderungen |
Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen |
31.12.2023
Mio. Euro |
2023
Mio. Euro |
2023
% |
2022
% |
| Geschäftsvolumen
*) |
12.268,0 |
-279,6 |
-2,2 |
+0,3 |
| Bilanzsumme |
12.040,4 |
-276,9 |
-2,2 |
+0,4 |
|
Durchschnittsbilanzsumme |
12.173,3 |
-466,8 |
-3,7 |
+3,1 |
*) Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
Das Geschäftsvolumen stieg während der
Niedrigzinsphase in den Vorjahren insbesondere aufgrund
hoher Einlagenzuflüsse stark an. In 2023, dem ersten
Jahr nach der Zinswende, ist es nun zu einem leichten
Rückgang gekommen. Vor dem Hintergrund der schwierigen
Rahmenbedingungen (Ukraine-Krise, hohe Inflation,
Störungen der Lieferketten) bewerten wir die
Geschäftsentwicklung in 2023 als sehr gut.
Aktivgeschäft
(einschließlich Passiv-Posten 1 unter dem
Bilanzstrich)
|
Bestand |
Veränderungen |
Anteil in % |
| Aktivgeschäft
*) |
31.12.2023
Mio. Euro |
2023
Mio. Euro |
2023
% |
des Geschäfts-
volumens |
| Barreserve |
61,7 |
4,1 |
7,0 |
0,5 |
| Kundenkreditvolumen |
9.407,3 |
81,1 |
0,9 |
76,7 |
| darunter: |
|
|
|
|
| Forderungen an
Kunden |
9.152,4 |
89,4 |
1,0 |
74,6 |
| Treuhandkredite |
27,4 |
-5,7 |
-17,3 |
0,2 |
| Avalkredite |
227,5 |
-2,6 |
-1,1 |
1,9 |
| Forderungen an
Kreditinstitute **) |
1.448,7 |
-420,6 |
-22,5 |
11,8 |
|
Wertpapiervermögen |
1.208,8 |
59,6 |
5,2 |
9,9 |
| Beteiligungen /
Anteilsbesitz |
31,2 |
0,0 |
0,1 |
0,3 |
| Sachanlagen |
97,5 |
-3,5 |
-3,5 |
0,8 |
*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind
auf Rundungen zurückzuführen
**) Bilanzwert zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
Barreserve
Sowohl der Kassenbestand als auch die bei der
Deutschen Bundesbank gehaltene Barreserve schwanken
stichtagsbedingt. Gegenüber dem Vorjahresstichtag ist
der Kassenbestand um 6,4 Mio. Euro höher, das Guthaben
bei der Bundesbank um 2,3 Mio. Euro geringer.
Kundenkreditvolumen
Das Wachstum des Gesamtkreditvolumens ist in 2023 mit
0,9 % deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen. Die
Forderungen an Kunden erhöhten sich um 89,4 Mio. Euro
auf 9.152,4 Mio. Euro. Das Wachstum des Forderungsbestandes
vollzog sich überwiegend im langfristigen Bereich.
Im Privatkreditgeschäft sind insbesondere die
Bestände an Wohnungsbaukrediten geringfügig
angestiegen, wobei der Bestand an Fremdmitteldarlehen sogar
rückläufig war. Im gewerblichen
Kreditgeschäft zeigten sich Zuwächse sowohl bei
den Wohnungsbaukrediten, als auch bei den sonstigen
gewerblichen Darlehen. Die Ausleihungen an kommunale Kunden
gingen stark zurück.
Mit einer Steigerung von 1,0 % bei den
Kundenforderungen wurde unsere Wachstumsprognose aus dem
Vorjahr von 1,8 % nicht erreicht.
Forderungen an Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich
um 420,6 Mio. Euro auf 1.448,7 Mio. Euro.
Der Rückgang betrifft das bei der Deutschen
Bundesbank unterhaltene Übernachtguthaben sowie
Verrechnungsguthaben bei der eigenen Girozentrale und
spiegelt den Abfluss von Kundeneinlagen in 2023 wider. Die
durch hohe Einlagenzuflüsse in Vorjahren entstandenen
Liquiditätsüberschüsse sind überwiegend
bei der Bundesbank angelegt worden. Diese Bestände
wurden nun teilweise zurückgeführt.
Der Bestand setzt sich neben dem Bundesbankguthaben
aus unterhaltenen Liquiditätsreserven und
Verrechnungsguthaben bei der eigenen Girozentrale sowie
Einlagen bei der LBS Norddeutsche Landesbausparkasse
zusammen.
Wertpapiervermögen
Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an
Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt
59,6 Mio. Euro auf 1.208,8 Mio. Euro. Der Zuwachs
entfällt überwiegend auf verzinsliche Wertpapiere
und daneben auf Anteile an Aktien- und Immobilienfonds.
Beteiligungen / Anteilsbesitz
Der Bestand der Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen veränderte sich in 2023 nur
unbedeutend.
Sachanlagen
Den Zugängen zum Sachanlagevermögen in
Höhe von 3,3 Mio. Euro standen planmäßige
Abschreibungen von 6,8 Mio. Euro gegenüber, sodass
sich der Buchwert der Sachanlagen um 3,5 Mio. Euro auf 97,5
Mio. Euro reduzierte.
Die Investitionen betrafen im Wesentlichen den Neubau
der Regionaldirektion am Standort Cloppenburg sowie den
Umbau diverser Filialen zur Umsetzung eines
zukunftsorientierten Filialkonzeptes, das sowohl den
Kundenwünschen nach persönlicher Beratung als
auch der zunehmenden Digitalisierung Rechnung trägt.
Passivgeschäft
|
Bestand |
Veränderungen |
Anteil in % |
| Passivgeschäft
*) |
31.12.2023
Mio. Euro |
2023
Mio. Euro |
2023
% |
des Geschäfts-
volumens |
| Mittelaufkommen von
Kunden |
9.379,0 |
-337,1 |
-3,5 |
76,4 |
| darunter: |
|
|
|
|
| Spareinlagen |
1.914,8 |
-875,4 |
-31,4 |
15,6 |
| Täglich
fällige Einlagen |
6.827,9 |
91,7 |
1,4 |
55,7 |
Sonstige Einlagen,
Sparkassenbriefe
und Namenspfandbriefe |
595,4 |
466,4 |
361,6 |
4,9 |
|
Inhaberschuldverschreibungen |
41,0 |
-19,8 |
-32,6 |
0,3 |
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten |
1.416,3 |
-22,1 |
-1,5 |
11,5 |
| Rückstellungen |
100,8 |
8,8 |
9,6 |
0,8 |
| Eigenkapital |
695,0 |
50,0 |
7,8 |
5,7 |
*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind
auf Rundungen zurückzuführen
Mittelaufkommen von Kunden
Der Rückgang der Kundeneinlagen um 3,5 % war von
uns nicht erwartet worden. Am Jahresanfang waren wir noch
von einem moderaten Anstieg in der Größenordnung
von 2,5 % ausgegangen.
Die Abflüsse zeigten sich fast
ausschließlich bei den Privatkunden und den
kommunalen Kunden.
Aufgrund der Zinsentwicklung kam es zu
größeren Umschichtungen zwischen den
verschiedenen Anlageformen. Während Spareinlagen stark
zurückgingen, nahmen die Bestände an
Sparkassenbriefen und auf Geldmarktkonten erheblich zu. Der
Bestand der Inhaberschuldverschreibungen nahm wie in den
Vorjahren weiter ab. Der Netto-Abfluss der Einlagen in
Höhe von 337,1 Mio. Euro resultierte bei den
Privatkunden auch aus einer Umschichtung von Einlagen in
nicht bilanzwirksame Wertpapieranlagen.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen die in Form von
Darlehen an die Kunden weitergeleiteten Mittel der
Förderbanken. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind geringfügig um 22,1 Mio. Euro
zurückgegangen.
Rückstellungen
Der Anstieg der Rückstellungen um 8,8 Mio. Euro
ergab sich vorwiegend aus der Bildung einer
Rückstellung für Gewerbesteuern, da die aufgrund
des angestiegenen Ergebnisses beantragte Erhöhung der
Gewerbesteuer-Vorauszahlungen bis zum Jahresende noch nicht
von allen Gemeinden umgesetzt wurde. Weiterhin
erhöhten sich die Pensionsrückstellungen aufgrund
einer Erhöhung des angenommenen Gehaltstrends bei der
versicherungsmathematischen Ermittlung. Daneben nahmen auch
die vorsorglich gebildeten Rückstellungen im
Kreditgeschäft zu.
Dienstleistungen und
außerbilanzielle Geschäfte
Dienstleistungen
Das Dienstleistungsgeschäft der LzO verlief
angesichts der teilweise schwierigen Marktverhältnisse
insgesamt erfreulich. In einigen Geschäftsfeldern
konnten wieder deutliche Zuwächse erzielt werden, in
anderen konnte teilweise das hohe Niveau des Vorjahres
nicht erreicht werden. Folgende Schwerpunkte sind hier
hervorzuheben:
Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich wieder
sehr gut. Die Bestände sowohl auf den LzO-Depots als
auch auf den DekaBank-Depots unserer Kunden nahmen wie
geplant weiter zu. Die Ersparnisbildung unserer Kunden im
Wertpapiergeschäft (ohne institutionelle und
Unternehmenskunden) betrug 466,1 Mio. Euro im Vergleich zu
262,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Umsatzvolumen bei Aktien
und Investmentfonds ging zurück, die Umsätze mit
Rentenpapieren stiegen dagegen stark an.
Die Anzahl der vermittelten Bausparverträge
wurde um 4,1 % auf 3.805 gesteigert. Die durchschnittliche
Bausparsumme pro Vertrag nahm allerdings von 73,6 TEUR auf
62,9 TEUR ab. Das Volumen der im Berichtszeitraum
vermittelten Verträge ging dadurch um 10,9 % auf 239,5
Mio. Euro zurück.
Im Bereich der Immobilienvermittlung wurde Anfang des
Jahres nach dem Ende des Immobilienbooms ein Rückgang
des Geschäfts erwartet. Aber trotz der schwierigen
Lage auf dem Immobilienmarkt konnte in 2023 das hohe Niveau
des Vorjahres nahezu wieder erreicht werden. Dieses
Ergebnis liegt über unseren Erwartungen. Die Zahl der
vermittelten Objekte nahm um 25 auf 523 ab, das vermittelte
Umsatzvolumen sank geringfügig von 174,9 Mio. Euro auf
172,0 Mio. Euro.
Im Versicherungsvermittlungsgeschäft konnten in
allen Sparten Steigerungen gegenüber dem Vorjahr
erreicht werden, insbesondere bei den Lebensversicherungen.
Die Anzahl der vermittelten
Lebensversicherungsverträge stieg um 354 Stück
(29 %), das vermittelte Vertragsvolumen erhöhte sich
um 9,5 Mio. Euro.
Derivate
Derivative Finanzinstrumente dienten der Sicherung
eigener Positionen sowie der Kundengeschäfte.
Insbesondere wurden Zinsswapgeschäfte zur Steuerung
der Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch abgeschlossen
und nicht zu spekulativen Zwecken. Eine Übersicht, wie
sich die Derivate nach Art und Umfang sowie nach
Fristigkeiten gliedern, ist dem Anhang zum Jahresabschluss
zu entnehmen.
Darstellung, Analyse und Beurteilung
der Lage
Vermögenslage
Darstellung der Aktiva (Bruttovermögen) und der
Passiva (Verbindlichkeiten): *)
|
Mio.
Euro |
in %
des Geschäftsvolumens |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Kundenkreditvolumen**) |
9.407,3 |
9.326,2 |
76,7 |
74,3 |
| Forderungen an
Kreditinstitute **) |
1.448,7 |
1.869,3 |
11,8 |
14,9 |
|
Wertpapiervermögen |
1.208,8 |
1.149,2 |
9,9 |
9,2 |
| Anlagevermögen |
128,7 |
132,2 |
1,0 |
1,1 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
74,6 |
70,7 |
0,6 |
0,6 |
| Geschäftsvolumen
**) |
12.268,0 |
12.547,6 |
100,0 |
100,0 |
| Mittelaufkommen von
Kunden |
9.379,0 |
9.716,1 |
76,4 |
77,4 |
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten |
1.416,3 |
1.438,4 |
11,5 |
11,5 |
Sonstige Passivposten
(einschl.
Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen) |
364,7 |
360,0 |
3,0 |
2,9 |
| Fonds für
allgemeine Bankrisiken |
413,0 |
388,0 |
3,4 |
3,1 |
| Eigenkapital |
695,0 |
645,0 |
5,7 |
5,1 |
| Geschäftsvolumen
**) |
12.268,0 |
12.547,6 |
100,0 |
100,0 |
*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind
auf Rundungen zurückzuführen
**) Bilanzwerte zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
Im Gegensatz zu den Vorjahren war bei den
Ausleihungen an die Kunden nur noch eine leichte Steigerung
zu verzeichnen. Demgegenüber gingen die
Einlagenbestände in 2023 sogar teilweise wieder
zurück, nachdem diese während der
Negativzinsphase in den Vorjahren stark angewachsen waren.
Den Einlagenabflüssen entsprechend ging auch die
Bilanzsumme zurück. Durch diese Entwicklung kam es zu
einer Nivellierung der Bilanzstruktur, sodass das
Mittelaufkommen von Kunden und das Kundenkreditvolumen zum
Bilanzstichtag wieder im Gleichgewicht waren.
Die Vermögensgegenstände und
Rückstellungen sind nach den Vorschriften des HGB
vorsichtig bewertet. Einzelheiten zur Bewertung sind dem
Anhang zum Jahresabschluss, Abschnitt Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, zu entnehmen. Für besondere
Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute wurde
zusätzlich Vorsorge getroffen. Die Vermögenslage
der LzO ist geordnet.
Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu
beschließenden Zuführung des Bilanzgewinnes wird
die Sicherheitsrücklage 695 Mio. Euro betragen. Neben
der Sicherheitsrücklage verfügt die LzO über
einen Fonds für allgemeine Bankrisiken nach §
340g HGB in Höhe von 413 Mio. Euro.
Gemäß der CRR sind für die
aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalgrößen hartes
Kernkapital, Kernkapital und Gesamtkapital gesetzlich
vorgeschriebene Mindest-Eigenkapitalquoten und
Kapitalpuffer einzuhalten. Die Quoten bestehen im
Zähler aus der jeweiligen Eigenkapitalgröße
und im Nenner jeweils aus dem Gesamtrisikobetrag
gemäß Art. 92 Abs. 3 der CRR. Die
Mindest-Eigenkapitalquoten betrugen im Berichtsjahr
gemäß der CRR für das harte Kernkapital 4,5
%, für das Kernkapital 6,0 % und für das
Gesamtkapital 8,0 %. Daneben war eine kombinierte
Kapitalpufferanforderung gemäß § 10i KWG zu
erfüllen, die aus dem sog. Kapitalerhaltungspuffer von
2,50 % sowie einem institutsspezifischen antizyklischen
Kapitalpuffer von rd. 0,74 % besteht. Zudem wurde mit
Wirkung zum 1. Februar 2023 ein Systemrisikopuffer von 2,00
% für den Wohnimmobiliensektor eingeführt.
Über die gesetzlichen Mindest-Eigenkapitalquoten
hinaus wurde von der BaFin im Rahmen des aufsichtlichen
Überprüfungs- und Bewertungsprozesses
(Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) eine
zusätzliche individuelle Eigenmittelanforderung in
Höhe von 1,25 % festgelegt.
Zum 31. Dezember 2023 ergaben sich folgende
aufsichtsrechtliche Kapitalquoten:
|
Aufsichtlich
gefordert
für 2023 |
Tatsächlich
erzielt
in 2023 |
Aufsichtlich
gefordert
für 2022 |
Tatsächlich
erzielt
in 2022 |
| Harte
Kernkapitalquote |
8,76 % |
15,71 % |
7,14 % |
14,60 % |
| Kernkapitalquote |
10,50 % |
15,71 % |
8,69 % |
14,60 % |
| Gesamtkapitalquote |
12,81 % |
15,71 % |
10,75 % |
14,60 % |
Die zum 31. Dezember 2023 ermittelten Kapitalquoten
liegen deutlich über den von der Aufsicht geforderten
Werten. Damit bilden sie eine solide Basis für die
Umsetzung unserer Geschäftsstrategie. Auch der in
unserer Geschäftsstrategie für 2023 festgelegte
Mindestwert für das Kernkapital in Höhe von 14 %
wurde eingehalten.
Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der LzO war im
Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und
ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben.
Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen
wir uns kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die -
nach Monaten gestaffelt - die fälligen Geldanlagen und
-aufnahmen sowie die Plandaten des Kundengeschäfts
enthalten. Größere Planabweichungen werden in
monatlichen Soll-Ist-Vergleichen analysiert und bei Bedarf
in den turnusmäßig zu erstellenden
Finanzplänen (Planungshorizont zwölf Monate)
entsprechend berücksichtigt.
Angebote der Deutschen Bundesbank zur Refinanzierung
über Offenmarktgeschäfte haben wir in 2023 nicht
genutzt. Eingeräumte Kredit- bzw. Dispositionslinien
bei Landesbanken wurden von uns lediglich in wenigen
Ausnahmefällen genutzt. Das zur Erfüllung der
Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben bei der
Deutschen Bundesbank wurde in der erforderlichen Höhe
unterhalten.
Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio - LCR) lag mit 158 % bis 198 % deutlich oberhalb des
im Jahr 2023 zu erfüllenden Mindestwerts von 100 %.
Die LCR-Quote lag im Berichtsjahr auch durchgängig
über dem in der Risikostrategie festgelegten
Mindestwert von 115 %. Zum 31.12.2023 betrug diese 170 %.
Damit ist die Liquidität als ausreichend anzusehen.
Weitere Angaben zu den Liquiditätsrisiken enthält
der Risikobericht.
Nach unserer Finanzplanung ist die
Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft
gesichert.
Ertragslage
| Darstellung nach der
Gewinn- und Verlustrechnung *) |
2023
Mio. Euro |
2022
Mio. Euro |
| Zinsüberschuss
(GuV-Positionen 1 bis 3) |
256,8 |
189,9 |
|
Provisionsüberschuss (GuV-Positionen 5 und
6) |
98,4 |
94,8 |
| Verwaltungsaufwand |
|
|
| a) Personalaufwand |
-110,0 |
-100,7 |
| b) Sachaufwand |
-77,7 |
-72,9 |
| Nettoergebnis des
Handelsbestands |
0,0 |
0,0 |
Saldo der sonstigen
betrieblichen Erträge
und Aufwendungen (GuV-Positionen 8, 11 und
12) |
-3,5 |
0,7 |
| Ergebnis vor
Bewertung |
164,1 |
111,9 |
| Bewertungsergebnis
(GuV-Positionen 13 bis 16) |
-44,2 |
21,6 |
| Zuführung zum Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
-25,0 |
-53,0 |
| Ergebnis nach
Bewertung |
94,9 |
80,5 |
| Außerordentliches
Ergebnis |
0,0 |
0,0 |
| Steuern |
-44,9 |
-33,5 |
|
Jahresüberschuss |
50,0 |
47,0 |
*) eventuelle Abweichungen in den Summen sind
auf Rundungen zurückzuführen
Mit einem Anstieg des Zinsüberschusses um 66,9
Mio. Euro bzw. 35,2 % gegenüber dem Vorjahr wurden
unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Hauptgrund
sind die im Jahr 2023 von der EZB vorgenommenen mehrmaligen
Anhebungen der Leitzinsen mit in der Folge deutlich
gestiegenen Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt. In der
Vergangenheit schlugen sich steigende Zinsen wegen der
kürzeren Zinsbindung bei der Refinanzierung
zunächst stärker in den Zinsaufwendungen nieder
als in den Erträgen. Dieses erwartete Szenario ist
aber in 2023 tatsächlich nicht so eingetreten. Die
Passivseite hat im Vergleich zur Aktivseite deutlich
träger reagiert. Der Zinsaufwand aus den Einlagen ist
zunächst in deutlich geringerem Ausmaß
angestiegen als zu erwarten war. Die Aktivseite profitierte
dagegen von dem deutlichen Anstieg der Zinserträge aus
dem Kundengeschäft sowie aus den Eigenanlagen im
Zinsbuch, die überwiegend geldmarktnah als hochliquide
Liquiditätsreserve angelegt waren und unmittelbar auf
die Zinserhöhungen reagierten.
Auch der Provisionsüberschuss konnte entgegen
den Erwartungen ein weiteres Mal gesteigert werden. Nachdem
zunächst ein Provisionsergebnis auf Vorjahresniveau
geplant worden war, nahm es tatsächlich um 3,5 Mio.
Euro bzw. 3,7 % zu. Zuwächse ergaben sich zum einen im
Bereich Giro- und Zahlungsverkehr sowie im
Kartengeschäft durch eine weitere Steigerung der
Anzahl an Konten und Preisanpassungen. Zum anderen stiegen
die Provisionserträge im Wertpapiergeschäft
deutlich an. Dies resultierte insbesondere auch aus einer
hohen Anzahl neu eröffneter Wertpapierdepots unserer
Kunden. Auf den Kundendepots sowohl bei der Landessparkasse
zu Oldenburg als auch bei unserem Verbundpartner DekaBank
nahmen die Bestände zu, ebenso die Anzahl und das
Volumen der Transaktionen, insbesondere durch Anlagen in
verzinslichen Wertpapieren. Im Vermittlungsgeschäft
mit Immobilien wurden angesichts der schwierigen Lage auf
dem Immobilienmarkt Rückgänge erwartet. Diese
fielen mit einem Minus von 3,5 % bei den
Vermittlungsprovisionen am Ende erfreulich niedrig aus. Im
Vermittlungsgeschäft mit Versicherungen wurden die
Erträge geringfügig gesteigert, die Provisionen
aus der Vermittlung von Bausparverträgen sanken
dagegen deutlich.
Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich in 2023
insgesamt um 14,1 Mio. Euro bzw. 8,1 %. Die Steigerung war
damit höher als geplant. Dies betrifft einerseits den
Sachaufwand, der inflationsbedingt um 6,5 % anstieg.
Andererseits stieg der Personalaufwand um 9,2 % durch
Tarifeffekte (Inflationsausgleichsprämie) sowie
aufgrund einer Sonderzahlung zur Ausstattung privater
Heim-Arbeitsplätze für das Mobile Arbeiten.
Unter Berücksichtigung der o. g.
Veränderungen der Ertrags- und Aufwandspositionen
liegt das Ergebnis vor Bewertung mit 164,1 Mio. Euro um
52,3 Mio. Euro bzw. 46,7 % über dem Vorjahresergebnis
und damit wiederum deutlich über unseren Erwartungen.
Das Bewertungsergebnis (Saldo aus den GuV-Positionen
13 bis 16) weist im Geschäftsjahr 2023 einen Aufwand
von 44,2 Mio. Euro auf. Im Vorjahr ergab sich durch eine
Umwidmung stiller Reserven ein positiver Betrag (Ertrag)
von 21,6 Mio. Euro. Auch ohne Berücksichtigung der in
2022 und 2023 vorgenommenen Veränderungen der stillen
Reserven ist die Risikovorsorge im Kreditgeschäft
deutlich angestiegen. Sie lag aber noch unter unseren
Erwartungen. Die Abschreibungen auf die
Wertpapiereigenanlagen liegen über den Planwerten.
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde um 25
Mio. Euro aufgestockt.
Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses
ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein um 14,4 Mio. Euro
auf 94,9 Mio. Euro gestiegenes Ergebnis nach Bewertung.
Dieses liegt deutlich über unseren Erwartungen.
Der Steueraufwand ist dem höheren Ergebnis
entsprechend gegenüber dem Vorjahr um 11,4 Mio. Euro
auf 44,9 Mio. Euro angestiegen.
Nach Abzug des Steueraufwandes wird ein
Jahresüberschuss von 50 Mio. Euro ausgewiesen, der der
Sicherheitsrücklage zugeführt werden soll.
Zusammen mit der Zuführung zum Fonds für
allgemeine Bankrisiken konnte somit ein verwendbares
Ergebnis (Kernkapital-Dotierung) von 75 Mio. Euro erzielt
werden. Damit wurde das strategische Ziel von 40 Mio. Euro
weit übertroffen.
Das gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG
offenzulegende Verhältnis des Jahresüberschusses
(Nettogewinn) zur Bilanzsumme beträgt 0,42 %.
Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses
setzen wir für interne Zwecke unter anderem den
sogenannten "Betriebsvergleich" der S-Finanzgruppe ein, in
dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des
Ergebnisses der LzO in Relation zur durchschnittlichen
Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines
Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge
und Aufwendungen um periodenfremde und
außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der
internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet
werden. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis
vor Bewertung 1,64 % (Vorjahr 0,93 %) der
durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) des Jahres 2023. Es
lag damit deutlich über dem Wert des Wirtschaftsplanes
von 0,94 % und auch über dem Durchschnittswert der
niedersächsischen Sparkassen.
Zur Unternehmenssteuerung wurden im Wirtschaftsplan
für 2023 Ertrags- und Kostenziele festgelegt. Das
Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen vor
Bewertung fiel mit einer Cost-Income-Ratio (CIR) von 48,8 %
(Vorjahr 60,0 %) erheblich besser aus als im
Wirtschaftsplan vorgesehen (60,8 %) und stellt sich besser
dar als der Durchschnittswert der niedersächsischen
Sparkassen.
Die wirtschaftliche Lage der LzO kann angesichts der
vorherrschenden Rahmenbedingungen durch die eingetretene
Zinswende als sehr gut bewertet werden. Die LzO
verfügt über geordnete Finanz- und
Vermögensverhältnisse und eine Ertragskraft, die
es erlaubt, das für eine stetige
Geschäftsentwicklung erforderliche Eigenkapital zu
erwirtschaften. Damit sind die Voraussetzungen dafür
gegeben, dass die LzO ihren Kunden auch künftig in
allen Finanz- und Kreditangelegenheiten ein
leistungsstarker Geschäftspartner sein kann.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023
haben sich nicht ergeben.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft setzt die Landessparkasse zu
Oldenburg ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer
regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests,
und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den
Strategien, der Risikoinventur und der
Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023
wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai
2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an
bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der
Sparkasse für jede wesentliche
Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur
Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie
umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele.
Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens
jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um
deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem
werden regelmäßig quantitative und qualitative
Analysen zur Bestimmung von Risiko- und
Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der
zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende
Risiken in der ökonomischen und der normativen
Perspektive als wesentlich eingestuft:
| Risikoart |
Risikokategorie |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
|
Eigengeschäft |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
|
Spreadrisiko |
|
Aktienrisiko |
|
Immobilienrisiko |
| Beteiligungsrisiko |
|
|
Liquiditätsrisiko |
Zahlungsunfähigkeitsrisiko |
|
Refinanzierungskostenrisiko |
| Operationelles
Risiko |
|
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 1.528,3 Mio.
EUR. Das unter dessen Berücksichtigung abgeleitete
Gesamtlimit von 965,5 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen
Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene
Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die
wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt
und den Limiten gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum
wurden die Teillimite für Zins- und Spreadrisiken,
sowie das Limit für Marktpreisrisiken und das
Gesamtbanklimit im Wesentlichen wegen Anpassung der
Parameter im Rahmen der Einführung der
SR-Banksteuerung zu einzelnen Stichtagen temporär
formell überschritten. Als Reaktion hierauf wurden die
bei Einführung konservativ gesetzten Limite angepasst.
Die Risikotragfähigkeit war jederzeit
gewährleistet.
Die bereitgestellten Limite reichten zum
Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau auf 99,9 % und der
Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden
keine risikomindernden Diversifikationseffekte
berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt
innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem
Eigengeschäft und innerhalb des Immobilienrisikos
zwischen Land und Nutzungsart systembedingt risikomindernde
Diversifikationseffekte.
Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete
Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt
dar:
| Risikoart |
Risikokategorie |
Limit |
Limitauslastung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft |
99,0 |
93,9 |
94,9 |
|
Eigengeschäft |
13,5 |
7,9 |
58,2 |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
421,0 |
366,1 |
87,0 |
|
Spreadrisiko |
66,0 |
44,5 |
67,5 |
|
Aktienrisiko |
80,5 |
62,2 |
77,3 |
|
Immobilienrisiko |
47,0 |
35,2 |
74,9 |
| Beteiligungsrisiko |
|
10,5 |
9,2 |
87,9 |
|
Liquiditätsrisiko |
Refinanzierungskostenrisiko |
135,5 |
133,1 |
98,3 |
| Operationelles
Risiko |
|
92,5 |
77,2 |
83,5 |
|
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko |
965,5 |
829,4 |
85,9 |
Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im
Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der
Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie
für zwei adverse Szenarien getroffen.
In der normativen Perspektive sind alle
regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die
darauf basierenden internen Anforderungen zu
berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen
sind die Kernkapitalanforderung, die
Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung,
die kombinierte Pufferanforderung und die
Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen
hinsichtlich des Kapitals, die
Höchstverschuldungsgrenze und die
Großkreditgrenze.
Für den betrachteten Zeitraum von 3 Jahren
können die aufsichtlichen Anforderungen im
Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches
gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in
denen jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen
zwingend einzuhalten sind.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden
Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und
Verfahren werden jährlich überprüft und bei
Bedarf angepasst (Validierung).
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie
Bewertung des Bankbuches einbezogen. Daneben ist die
Sparkasse an fünf Kreditbasket-Transaktionen der
Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die hieraus
resultierenden Kreditderivate werden sowohl in der Position
des Sicherungsnehmers als auch als Sicherungsgeber
gehalten. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit
Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps.
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeitsrechnung durchgeführt. Ziel
ist die Abbildung außergewöhnlicher aber
plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser
Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei Eintritt der
Szenarien die ökonomische Risikotragfähigkeit
gegeben ist. Der Stresstest "Immobilienkrise aufgrund von
Zinsanstieg" zeigt hier die höchste Belastung auf.
Die turnusmäßige Risikoberichterstattung
an den Vorstand umfasst sowohl den Gesamtrisikobericht als
auch ergänzende Berichte zu den wesentlichen
Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen
Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu
wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken
für die Geschäftsentwicklung und dafür
geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der
Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die
Risikosituation informiert. Neben der
turnusmäßigen Berichterstattung ist auch
geregelt, in welchen Fällen eine
Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten
Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl, die Überprüfung der
Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren
sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der
Risikosteuerungsprozesse. Zusätzlich verantwortet sie
die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen
Anforderungen, die Erstellung der
Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende
Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie
unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen
Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der
Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die
Risikocontrolling-Funktion wird durch die Mitarbeiter der
Abteilung Gesamtbanksteuerung / Risikocontrolling
wahrgenommen.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
Auch die mit der Emission von Hypotheken-Namenspfandbriefen
nach § 27 PfandBG gestellten Anforderungen werden
durch das bestehende Risikomanagementsystem erfüllt.
Strukturelle Darstellung der
wesentlichen Risiken
Adressenrisiko
Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt
ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines
Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
verändert hat.
Adressenrisiko im
Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avalen (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
-einbringungsrisiko).
Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist
auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäft erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der
Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.
Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des
Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen
|
| ― |
Einsatz standardisierter
Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und
Scoringverfahren) in Kombination mit
bonitätsabhängiger Preisgestaltung und
bonitätsabhängigen Kompetenzen
|
| ― |
Interne,
bonitätsabhängige Richtwerte für
Kreditobergrenzen, die unterhalb der
Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der
Vermeidung von Risikokonzentrationen im
Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese
Obergrenze überschreiten, unterliegen einer
verstärkten Beobachtung.
|
| ― |
Regelmäßige
Überprüfung von Sicherheiten
|
| ― |
Einsatz eines
Risikofrüherkennungsverfahrens, das
gewährleistet, dass bei Auftreten von
signifikanten Bonitätsverschlechterungen
frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen
eingeleitet werden können
|
| ― |
Festgelegte Verfahren zur
Überleitung von Kreditengagements in die
Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
| ― |
Einsatz von
Sicherungsinstrumenten zur Reduzierung vorhandener
Risikokonzentrationen im Bereich
Kreditbasket-Transaktionen und
Konsortialgeschäften
|
| ― |
Kreditportfolioüberwachung
auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting und einem aktiven
Kreditportfoliomanagement
|
Zum 31.12.2023 wurden etwa 53,3% der zum Jahresende
ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich
selbstständige Privatpersonen vergeben, 43,7% an
wirtschaftlich unselbstständige und sonstige
Privatpersonen.
Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch
im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. So weist das
Portfolio traditionell einen hohen Anteil an Finanzierungen
im Bereich der "Landwirtschaftlichen
Ernährungsindustrie" auf. Neben der Branche "Land- und
Forstwirtschaft" ist diesem Geschäftsfeld auch ein
Teil des unter der Branche "Verarbeitendes Gewerbe"
ausgewiesenen Volumens zuzurechnen. Weitere Schwerpunkte
bilden die Branchen "Baugewerbe", "Energie, Wasser,
Bergbau" und "Beratung, Planung, Sicherheit". Zusammen
umfassen diese fünf Branchensektoren 39,9 % des an
Unternehmen und öffentliche Haushalte vergebenen
Kreditvolumens. Den größten Branchensektor
bildet das "Grundstücks- und Wohnungswesen". Hier
werden jedoch auch Vermietungen, zum Beispiel im Rahmen von
Betriebsaufspaltungen, abgebildet. In diesen Fällen
liegt das Kreditrisiko weniger in den Immobilien als
vielmehr in der "mietenden Branche". Grundsätzlich ist
also für die Generierung der zu erbringenden
Kapitaldienste von einer breiten Branchenstreuung
auszugehen.
Die Größenklassenstruktur im
Kundenkreditgeschäft zeigt insgesamt eine breite
Streuung des Ausleihgeschäfts. Zum 31.12.2023
entfallen 54,0% des Kundenkreditvolumens auf Engagements
mit einem Kreditvolumen bis 1,0 Mio. EUR (Grenze für
nicht risikorelevantes Geschäft). 24,8% entfallen auf
Kreditnehmer mit einem Volumen über 1,0 Mio. EUR bis
10,0 Mio. EUR. 21,1% des Kundenkreditvolumens entfallen auf
Kreditnehmer mit einem Volumen über 10 Mio. EUR
(Grenze für Großengagements).
Die als Granularität im
Kundenkreditgeschäft definierte Kennzahl der
Kreditnehmer mit einem Obligo größer als 10 Mio.
EUR (ohne Kommunalkunden) betrug zum Ende des
Geschäftsjahres 17,5% (Vorjahr: 16,9%). Der in der
Kreditrisikostrategie festgelegte Grenzwert von 18,0% wurde
damit eingehalten.
Die Kreditrisikostrategie ist ausgerichtet auf
Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren
Ausfallwahrscheinlichkeiten. Zum 31.12.2023 beträgt
der Volumenanteil der Kredite ohne erkennbare besondere
Risiken 90,0% (Risikoklasse I bzw. Rating-Note 1-8). Im
Vorjahr betrug dieser Wert 91,1%. Der für die
Risikostruktur festgelegte Zielwert für die
Risikoklasse I von 80% wurde damit eingehalten. Der Anteil
der Kredite mit erhöhten Risiken (Risikoklasse II bzw.
Rating-Note 9-15) beträgt 8,5% (Vorjahr: 7,5%), der
Anteil mit akuten Ausfallrisiken (Risikoklasse III bzw.
Rating-Note 16-18) beträgt 1,1% (Vorjahr: 1,0%). Der
Anteil nicht risikoklassifizierter Forderungen beträgt
wie im Vorjahr 0,4%.
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung.
Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser
Kreditportfolio sowohl nach Branchen und
Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut
diversifiziert ist.
Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken hat die
Sparkasse 7 Einzelkreditnehmer mit einem Kreditvolumen von
insgesamt 37,7 Mio. EUR in die Sparkassen-Kreditbaskets
(über die Emission von Originatoren-Credit Linked
Notes) eingebracht.
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Hierfür werden Einzelwertberichtigungen
(EWB) und Rückstellungen für Einzelrisiken
gebildet. Bei der Bemessung der
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt. Für latente Risiken im
Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen (PWB)
und Rückstellungen für Pauschalrisiken gebildet.
Der Vorstand wird vierteljährlich über die
Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die
Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen
Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich
unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt
bei Bedarf das turnusmäßige Verfahren.
Entwicklung der Risikovorsorge:
Art der
Risikovorsorge |
Anfangs-
bestand
01.01.2023 |
Zuführung |
Auflösung |
Verbrauch |
Endbestand
31.12.2023 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
Einzelwert-
berichtigungen |
50.057 |
24.357 |
8.587 |
6.180 |
59.647 |
Rückstellungen
für
Einzelrisiken |
5.397 |
3.598 |
2.824 |
271 |
5.899 |
Pauschalwert-
berichtigungen |
21.779 |
1.269 |
0 |
0 |
23.048 |
Rückstellungen
für
Pauschalrisiken |
6.043 |
1.012 |
303 |
0 |
6.752 |
| Gesamt |
83.276 |
30.236 |
11.714 |
6.451 |
95.346 |
Adressenrisiko im
Eigengeschäft
Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die
Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw.
vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines
Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann. Ebenso
besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert
und damit ein möglicherweise höherer Spread
gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei
unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein
Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein
Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft
das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der
Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten
abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des
Aktienemittenten.
Die Steuerung des Adressenrisikos des
Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je
Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand
von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen
Analysen
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
Die Eigengeschäfte in Wertpapieren umfassen zum
Bilanzstichtag ein Volumen von 1.199,3 Mio. EUR (Buchwerte
ohne Zinsabgrenzung). Wesentliche Positionen sind dabei
öffentliche Anleihen mit 695,3 Mio. EUR,
(Landesbank-IHS) mit 179,1 Mio. EUR sowie Immobilienfonds
in Höhe von 182,9 Mio. EUR und Aktienfonds in
Höhe von 101,5 Mio. EUR. Weiterhin sind hier Anteile
an Sparkassen-Kreditbaskets in Höhe von 40,5 Mio. EUR
berücksichtigt.
Die zum 31.12.2023 direkt durch die Sparkasse
gehaltenen Wertpapiere verfügen zu 72,9% (874,5 Mio.
EUR) über ein externes Rating von mindestens BBB.
23,7% bzw. 284,4 Mio. EUR weisen kein externes Rating auf.
Hierbei handelt es sich um Anteile an Immobilien- und
Aktienfonds. Die Anteile an Sparkassen-Kreditbaskets, die
einen Anteil von 3,4% (40,5 Mio. EUR) ausmachen, weisen ein
internes Rating (gemäß Sparkassenlogik) von 6
bis 9 auf.
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung.
Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen
(Geldanlagen, Wertpapiere, Verrechnungskonten ohne
Bestandteile in Fonds) an Landesbanken, die zum Jahresende
rund 413 Mio. EUR ergaben. Diese Konzentration ergibt sich
als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassenorganisation.
Zu berücksichtigen sind dabei auch der Haftungsverbund
sowie unsere Beteiligungen, von denen ein hoher Anteil auf
Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe entfällt.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von marktbezogenen
Risikofaktoren ergibt.
Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Der
Dispositionsausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der
Umsetzung der Strategie zu unterstützen.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw.
Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen
im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Normative Perspektive:
Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien
mittels der IT-Anwendung "Integrierte
Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden
Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre bei
der Bestimmung der Auswirkungen auf das
handelsrechtliche Ergebnis
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR
entwickelten IT-Anwendung "MPR"
|
| ― |
Als ergänzende
Steuerungsinformation erfolgt die Ermittlung des
wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis
der Modernen Historischen Simulation, wobei die
Sparkasse den VaR als Differenz zwischen dem
statistischen Erwartungswert (Mittelwert) und dem
Quantilswert des Konfidenzniveaus am Planungshorizont
definiert, für die vierteljährliche
Risikomessung mit einem Konfidenzniveau von 99,0 %
und dem Risikobetrachtungshorizont von 3 Monaten.
|
| ― |
Ermittlung des
Zinsrisikokoeffizienten und des
Frühwarnindikators gemäß § 25a
Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019
vom 6. August 2019
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
| ― |
Zur Beurteilung des
Zinsänderungsrisikos orientiert sich die
Sparkasse an einer definierten Benchmark (einer auf
Basis gleitender Durchschnitte festgelegten
Norm-Cashflow-Struktur). Abweichungen zeigen ggf.
einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und
dienen u.a. als Information für zu
tätigende Absicherungen (z.B. durch
Swapgeschäfte)
|
| ― |
Regelmäßige
Überprüfung, ob bei Eintritt des
unterstellten Risikoszenarios sowie der
Stressszenarien eine Rückstellung
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. zu bilden
wäre
|
Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken wurden
derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps in
bedeutendem Umfang eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum
Jahresabschluss).
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
|
Zinsänerungsrisiken |
|
Barwertveränderung |
|
+200 Basispunkte |
-200 Basispunkte |
| Mio. EUR |
-205,1 |
+243,2 |
| in % der
Eigenmittel |
-19,9 |
+23,6 |
Konzentrationen bestehen bei den
Zinsänderungsrisiken vor allem in Form des hohen
Strukturanteils an variablen Sicht- und Spareinlagen. Bei
diesen Positionen weicht die unterstellte
Zins-/Kapitalbindung von der vertraglich möglichen
Ausübung ab. Die Risiken aus diesen Konzentrationen
überwachen und steuern wir durch
regelmäßige Analysen zur Konditions- und
Strukturentwicklung dieser Anlagen und durch entsprechende
Einbindung der Ergebnisse bei den Risikosimulationen und
Stresstests. Aufgrund dieser Analysen halten wir das
Konzentrationsrisiko für tragbar.
Der erneut starke Zinsanstieg im Jahr 2023
führte zu deutlich gesunkenen Bar- und Marktwerten
zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des
Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen.
Weitere Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines
Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur
Bildung einer Drohverlustrückstellung in
künftigen Jahresabschlüssen.
Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating
ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu
einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist
unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu
sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird
analog einem Spread in Euro behandelt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Normative Perspektive:
Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien
mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension
("SCD")
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR"
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Aktienrisiko
Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente, wobei Aktienrisiken
maßgeblich durch Marktpreisrisiken gekennzeichnet
sind.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden können.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Normative Perspektive:
Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien
mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension
("SCD")
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR"
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Aktien werden zurzeit ausschließlich in den
Spezialfonds gehalten.
Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten von Immobilien ergibt.
Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen
(eigene Immobilien wie Fililalen, Zentrale, Rettungserwerb)
als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds,
Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Normative Perspektive:
Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien
mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension
("SCD")
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"caballito"
|
Die Immobilien im Eigenbestand dienen vorwiegend dem
eigenen Geschäftsbetrieb. Besondere Risiken sind aus
den Anlagen derzeit nicht erkennbar.
Beteiligungsrisiko
Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines
Verlustes durch eine negative Wertänderung einer
Beteiligung.
Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem
Risiko aus strategischen Beteiligungen,
Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.
Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Rückgriff auf das
Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbands
Niedersachsen für die Verbundbeteiligungen
|
| ― |
In der normativen Perspektive
wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch
Beteiligungen berücksichtigt.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer
Szenarioanalyse
|
| ― |
Regelmäßige
Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse
der Beteiligungsunternehmen
|
| ― |
Regelmäßige
qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung,
der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung
des jeweiligen Beteiligungsunternehmens
|
Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus
strategischen Beteiligungen innerhalb der
Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen
Kapitalbeteiligungen, die zur Umsetzung des
öffentlichen Auftrags (u.a. kommunale
Aufgabenerfüllung der Träger im wirtschaftlichen,
regionalpolitischen und sozialen Bereich) oder unter
Renditegesichtspunkten gehalten werden sowie
Funktionsbeteiligungen zur Schaffung strategischer
Partnerschaften.
Konzentrationen bestehen im Beteiligungsportfolio
aufgrund der Bündelung strategischer
Verbundbeteiligungen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch
das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko,
dass aufgrund von Marktstörungen oder
unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den
Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt
und/oder nicht zu geplanten Preisen gehandelt werden
können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab,
dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung
angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung
des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten
Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen. Das
Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen
Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung
des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten
Spreadschwankungen. In der normativen Perspektive wird die
GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form
höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des
Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung
wird das Refinanzierungskostenrisiko in der normativen
Perspektive zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko
betrachtet.
Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der
Liquiditätsdeckungsquote (LCR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der strukturellen
Liquiditätsquote (NSFR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der Survival
Period
|
| ― |
Diversifikation der
Vermögens- und Kapitalstruktur
|
| ― |
Regelmäßige
Erstellung von Liquiditätsübersichten auf
Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in
der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten
Mittelabflüssen gegenübergestellt
werden
|
| ― |
Tägliche Disposition der
laufenden Konten
|
| ― |
Liquiditätsverbund mit
Verbundpartnern der Sparkassenorganisation
|
| ― |
Definition eines sich
abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines
Notfallplans
|
| ― |
Erstellung einer
Refinanzierungsplanung
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR
entwickelten IT-Anwendung "RKR"
|
| ― |
Regelmäßige
Überwachung der Fundingkonzentration zur
Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner
Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung
|
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B.
vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch
berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als
auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien
simuliert wird. Eventuelle zins- und spreadinduzierte
Wertminderungen des Depot A-Bestandes im Fall von
Notverkäufen werden im Rahmen des Ansatzes von
"Haircuts" berücksichtigt.
Die Liquiditäts- und Refinanzierungsplanung
gewährleisten einen stabilen und angemessenen
Liquiditätspuffer bis zum Ende des Planungszeitraums.
Der Liquiditätspuffer reicht auch beim Eintritt von
außergewöhnlichen Stressszenarien für einen
Zeitraum von mindestens 1 Monat (Survival Period).
Konzentrationen bestehen bei dem
Liquiditätsrisiko durch die Konzentration auf wenige
Finanzierungspartner. Dieses Risiko besitzt aus unserer
Sicht derzeit keine Relevanz, da die Kreditvergabe aus
Fördermitteln laufzeitkongruent erfolgt und die
darüberhinausgehende Mittelaufnahme am Kapitalmarkt
eng begrenzt ist. Weitere Risiken können aus dem hohen
Anteil von lediglich kurzfristig gebundenen Bilanzpassiva
(variable Sicht- und Spareinlagen) als
Hauptrefinanzierungsquelle resultieren. Dieses Risiko
betrachten wir mit Verweis auf die entsprechenden
Ausführungen zum Zinsänderungsrisiko als tragbar.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlustes durch Schäden, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge
externer Einflüsse eintreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Schätzung von operationellen Risiken auf Basis
der szenariobezogenen Schätzung von
risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der
IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"
|
| ― |
Systematische Sammlung und
Analyse eingetretener Schadensfälle in einer
Schadensfalldatenbank
|
| ― |
Normative Perspektive: Abbildung
im Plan- und adversen Szenario
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung
"OpRisk-Schätzverfahren"
|
| ― |
Erstellung von
Notfallplänen, insbesondere im Bereich der
IT
|
Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von
IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und
Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten
(Konzentrationen) im Falle eines Ausfalls der IT. Wir haben
durch vertragliche Regelungen über Notfallpläne
inkl. Sicherheits- und Ausweichlösungen auf Seiten der
FinanzInformatik dieses Risiko begrenzt.
Gesamtbeurteilung der Risikolage
Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der
Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur
Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den
eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen
können die wesentlichen Risiken frühzeitig
identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen
an die zuständigen Entscheidungsträger
weitergeleitet werden.
In 2023 bewegten sich die Risiken weitestgehend
innerhalb der vom Vorstand konservativ vorgegebenen Limite.
Limitanpassungen ergaben sich zu den Stichtagen 31.03.2023
und 30.09.2023 aufgrund von Limitüberschreitungen der
Teillimite für Spread- und Zinsänderungsrisiken,
die im Wesentlichen auf veränderte Parametersets (u.a.
Erweiterung der Zinszeitreihen um Zinszyklus aus 2022)
zurückzuführen sind. Das
Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische
Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 85,9% ausgelastet.
Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher
Kenngrößen der normativen Perspektive der
Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als
auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen
vollständig erfüllt. Demnach war und ist die
Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die
durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch
außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene
Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.
Bestandsgefährdende Risiken sind in den
Risikoermittlungen und Stresstestberechnungen für die
ökonomische und normative Perspektive der
Risikotragfähigkeit zum Stichtag 31.12.2023 nicht
erkennbar. Risiken für die künftige Entwicklung
bestehen grundsätzlich in Form weiterer starker,
zügiger Zinsanstiege und Veränderungen von
Zinsstrukturen (u.a. Drohverlustrückstellung
gemäß IDW RS BFA 3). Für den Fall einer
sich weiter dauerhaft eintrübenden Konjunktur lassen
sich Bewertungsbelastungen aus dem Kreditgeschäft
nicht ausschließen, die zunächst jedoch noch aus
den bestehenden Reserven gedeckt werden könnten. Die
jüngere Vergangenheit hat den Blick wieder für
geopolitische sowie für klima- und umweltbezogene
Risiken geschärft, deren Bedeutung für die
mittel- bis längerfristige Zukunft voraussichtlich
eher zu- als abnehmen wird.
Die Landessparkasse zu Oldenburg nimmt am
Risikomonitoring des Verbands teil. Die Erhebung erfolgt
dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten
Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die
Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt
bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet.
Die Landessparkasse zu Oldenburg ist der besten
Bewertungsstufe zugeordnet.
Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als
ausgewogen.
Prognosebericht
inklusive Betrachtung künftiger
Chancen und Risiken
Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen
Entwicklung der LzO im laufenden Jahr stellen
Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum
Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen getroffen werden.
Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit
behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein,
können die tatsächlichen Ergebnisse von den
zurzeit erwarteten abweichen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.
Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die LzO negativen Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können. Als Chancen im
Sinne des Prognoseberichts werden künftige
Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer
für die LzO positiven Prognose- bzw. Zielabweichung
führen können.
Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und weiterer
internationaler politischer Krisen haben wir im Einklang
mit unserem internen Reporting bei der Ermittlung der
Prognosen für das Geschäftsjahr 2024
berücksichtigt.
Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 wird
weiterhin maßgeblich durch die Folgen des
Ukraine-Krieges geprägt sein. Trotz zahlreicher
Stabilisierungsmaßnahmen durch die Regierungen und
die Zentralbanken sind die nachhaltigen wirtschaftlichen
Folgen aktuell nicht verlässlich abschätzbar und
hängen insbesondere vom weiteren Verlauf des
Ukraine-Kriegs ab. Die (weltweiten) Störungen in den
Lieferketten und steigende Rohstoffpreise haben eine
dämpfende Wirkung. Zudem ist die Ökonomie in
Deutschland von der durch den Ukraine-Krieg
ausgelösten Energiekrise in besonderem Maße
betroffen aufgrund der hier bis zur Ukraine-Krise
verfolgten Energiepolitik mit Fokus auf russischem Gas als
günstige Energiequelle bei gleichzeitigem Ausstieg aus
der Atomenergie. Die Expertenschätzungen weisen daher
eine große Bandbreite hinsichtlich der
wirtschaftlichen Entwicklung auf.
Sollte im ersten Quartal 2024 das BIP weiter
zurückgehen, wären zusammen mit dem Jahresschluss
2023 die zwei aufeinanderfolgenden negativen Quartale zur
Erfüllung der Definition einer technischen Rezession
gegeben. Aus heutiger Sicht scheint die abermalige
Schrumpfung nicht ausgeschlossen. Im Januar wurde die
Wirtschaftstätigkeit jedenfalls bereits durch einige
sich addierende externe Einflüsse gebremst. Witterung
und Streiks legten den Verkehr mehrere Tage lahm, wobei die
Ausfälle im Güterverkehr für das Wachstum
noch bedeutsamer sind als diejenigen im Personenverkehr. In
der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eines Quartals
hinterlassen einige beeinträchtigte Tage angesichts
der insgesamt nur rund 65 Arbeitstage bereits einen
spürbaren Effekt. Dazu kommen auf der
weltwirtschaftlichen Bühne neuerliche Störungen
der internationalen Lieferketten mit der weitgehend
blockierten Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und der
dadurch verlängerten Transportwege um Afrika herum.
Die vollen Effekte der verzögerten Lieferungen werden
sich erst in einigen Wochen zeigen.
Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024
gehen dann aber vom Einsetzen einer Erholung im weiteren
Jahresverlauf aus. Sollte sich der Preisauftrieb weiter
planmäßig abschwächen und die Entwicklung
der Einkommen nun die nominale Dynamik des Vorjahres
nachholen, dann wäre die Kaufkraft wieder entsprechend
gestärkt und neues Wachstum wäre möglich.
Alle derartigen positiven Prognosen stehen natürlich
unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu weiteren
Verschärfungen bei den zahlreichen geostrategischen
und politischen Konflikten kommt.
Eine mögliche Erholung bei nachlassender
Inflation ist auch die Hauptaussage der aktuellen
"Gemeinsamen Prognose" der Chefvolkswirte der
Sparkassen-Finanzgruppe. Als mittleres Szenario halten die
Chefvolkswirte der Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in
Deutschland in Höhe von 0,3 % für möglich.
Das ist abermals weniger als die zugleich für den
Euroraum prognostizierten 0,8 % Wachstum. Die Rate für
Deutschland würde gerade einmal die Schrumpfung des
Vorjahres kompensieren. 2024 wäre damit das
fünfte Jahr einer Stagnationsphase mit einer nur knapp
über dem Vor-Pandemie-Niveau des realen BIP
verlaufenden Wertschöpfung.
Getragen wird das Wachstum im laufenden Jahr vor
allem von einer unterstellten Erholung des privaten
Konsums. Er könnte bereits 2024 preisbereinigt um 1,0
% zulegen. Die Lage bei den Bauinvestitionen und im
Außenhandel bleibt in der Prognose 2024 dagegen noch
schwierig. Bei den Ausrüstungsinvestitionen gehen die
Chefvolkswirte hingegen optimistischer von einer
Fortsetzung der bereits 2023 zu verzeichnenden
Sonderkonjunktur aus. Der weitgehend geräumte
Arbeitsmarkt dürfte diese gesamtwirtschaftliche
Entwicklung der Gütermärkte mit einer
Seitwärtsbewegung bei der Erwerbstätigkeit
begleiten.
Ein in den Jahren 2024 und 2025 weiter nachlassender
Preisauftrieb ist die eigentliche positive Nachricht der
"Gemeinsamen Prognose". Denn erst die engere Begrenzung der
Inflation erlaubt wieder bessere Planbarkeit, das Aufholen
der Kaufkraft und perspektivisch dann auch eine
Neujustierung der Zinslandschaft.
Bereits Ende 2023 war das Nachlassen des
Preisauftriebs in den vorgelagerten
Wertschöpfungsstufen, bei Importpreisen,
Erzeugerpreisen und Großhandelspreisen deutlich zu
beobachten. 2024 dürfte diese Entlastung auch
zunehmend in den Verbraucherpreisen ankommen. Die
Chefvolkswirte gehen für den Harmonisierten
Verbraucherpreisindex (HVPI) von einer Rate von 2,6 % in
Deutschland und von 2,5 % im Euroraum aus.
Eine gewisse Unsicherheit geht allerdings noch von
der Lohnentwicklung aus. Hier stehen noch einige wichtige
Tarifabschlüsse aus. Die Verhandlungsposition der
Arbeitnehmer ist aufgrund der Arbeitsmarktlage strukturell
stark. Werden Übertreibungen hier vermieden,
dürfte sich die Inflationslage weiter entspannen. Die
stark gebremste Geldmengenentwicklung und weitgehend
angehaltene Kreditvergabe zeigen an, dass das
geldpolitische Bremsmanöver seine Wirkung entfaltet
hat und die Transmission funktioniert.
Auch wenn das Inflationsziel noch nicht
vollständig erreicht ist, dürften die bereits
erzielten Teilerfolge den Notenbanken bald eine
Neujustierung ihrer Instrumente erlauben. Das gilt für
die Federal Reserve ebenso wie für die
Europäische Zentralbank. Die derzeit noch herrschenden
nominalen Leitzinsen, die 2023 erforderlich waren, werden
in einer Realzinsperspektive bei sich weiter
zurückbildenden Inflationsraten immer restriktiver und
können und sollten dann entsprechend angepasst werden.
Gemäß der "Gemeinsamen Prognose" geht eine
knappe Mehrheit der Chefvolkswirte davon aus, dass bei der
EZB erste Leitzinsschritte noch nicht im ersten Halbjahr
erfolgen. Danach bilden Senkungen aber den Konsens. Im
Mittel gehen die Einschätzungen von Reduzierungen um
50 Basispunkte bis zum Jahresende 2024 aus.
Geschäftsentwicklung
Angesichts der negativen Konjunkturaussichten gehen
wir für 2024 beim Kreditvolumen lediglich von einem
geringen Wachstum von 0,5 % aus. Bei den Privatkunden wird
ein darüber liegender Wert erwartet, bei den
Firmenkunden liegen die Planungen eher darunter. Ziel ist
weiterhin eine Portfoliostruktur des Gesamthauses, bei der
mindestens 82 % des Kundenkreditvolumens den Rating- bzw.
Scoringklassen 1-8 zugerechnet werden können. Das
Kundenkreditgeschäft soll zudem grundsätzlich
eine granulare Struktur aufweisen. Diese wird als gegeben
angesehen, wenn die Summe aller an Kreditnehmer mit einem
Einzelobligo ab 10 Mio. Euro vergebenen Kredite 18 % des
Gesamtkreditportfolios nicht überschreitet
(GvK-Verbund; ohne kommunale Einzelkunden).
Nach dem unerwartet hohen Abfluss von Kundeneinlagen
in 2023 erwarten wir auch in 2024 zunächst noch
rückläufige Bestände bei den Privatkunden
sowie den kommunalen und institutionellen Kunden. Erst im
Verlaufe des Jahres ist mit einem Stopp dieses Trends zu
rechnen. Im Firmenkundenbereich planen wir von Anfang an
stabile Einlagenbestände. Insgesamt wird für 2024
ein Rückgang der Einlagen von 1,1 % erwartet. Durch
gezielte Maßnahmen sollen Einlagenabflüsse
verhindert oder zumindest begrenzt werden. Daneben sollen
den Kunden verstärkt auf ihre individuellen
Bedürfnisse zugeschnittene Anlagealternativen geboten
werden. Durch geeignete Vertriebsmaßnahmen soll die
Ersparnisbildung im Wertpapiergeschäft weiter
gefördert werden.
Wir wollen auch 2024 weiterhin am Wachstumskurs im
Dienstleistungsgeschäft festhalten. Im Bereich
Zahlungsverkehr wird dieses Ziel durch eine weitere
Erhöhung der Anzahl an Girokonten und Kreditkarten
angestrebt. Im Wertpapierbereich ist ein weiteres Wachstum,
insbesondere ein Ausbau der Fondsbestände, geplant. Im
Vermittlungsgeschäft mit Versicherungen und
Bausparverträgen wird weiterhin eine höhere
Kundendurchdringung angestrebt. In der
Immobilienvermittlung stellt es nach dem Ende des
Immobilienbooms weiterhin eine große Herausforderung
dar, das Niveau zu halten. Hierzu soll insbesondere ein
Ausbau des Geschäfts mit gewerblichen Immobilien
beitragen.
Risiken liegen - neben den in der
Risikoberichterstattung dargestellten unternehmerischen und
banküblichen Gefahren - hauptsächlich in einer
Verstärkung des derzeitigen konjunkturellen Abschwungs
hin zu einer Rezession bzw. einem Ausbleiben der
konjunkturellen Erholung. Zudem kann nicht ausgeschlossen
werden, dass durch negative Entwicklungen der politischen
Rahmenbedingungen (Verschärfung aktueller politischer
Krisen) und dadurch ausgelöster Schocks im
Finanzsystem die Wirtschaft im Euroraum negativ
beeinträchtigt wird.
Chancen sehen wir vor allem in einer schneller als
erwartet laufenden Konjunkturerholung in Deutschland.
Finanzlage
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung ist
auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit
jederzeit gewährleistet. Nach unseren Planungen wird
die Liquiditätskennziffer LCR durchgängig
über dem in der Geschäftsstrategie festgelegten
Mindestwert von 115 % und damit auch über dem
gesetzlichen Mindestwert liegen.
Ertrags- und Vermögenslage
Nachdem die EZB in 2022 und 2023 die Leitzinsen
mehrmals erhöht hat, gehen wir im Rahmen unserer
Planungen für 2024 von keinen weiteren
Zinssteigerungen aus. Aus unserer Sicht ist die
Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Leitzinsen durch die
EZB bis Ende 2024 bereits wieder ein Stück weit
zurückgenommen werden. In unseren Planungen gehen wir
allerdings davon aus, dass die Zinsen auf dem derzeitigen
Niveau verbleiben werden. In Verbindung mit dem geplanten
Wachstum im Kreditgeschäft gehen wir von einer
weiteren Steigerung der Zinserträge aus. Nachdem
allerdings bis ins Jahr 2023 hinein als Folge des
Niedrigzinsumfeldes ein relativ geringer Zinsaufwand zu
verzeichnen war, wird das inzwischen deutlich erhöhte
Zinsniveau in 2024 durchschlagen und zu einer starken
Steigerung des Zinsaufwands führen. Daher erwarten wir
insgesamt einen Rückgang des Zinsüberschusses
gegenüber dem Vorjahr um rd. 8 %.
Neben der Erzielung von Margen im klassischen
Einlagen- und Kreditgeschäft bildet die Generierung
von Erträgen aus Fristen- und Laufzeittransformation
für uns auch künftig eine wichtige Ertragsquelle.
Zudem erfolgt der Ausbau der Anlageklassen mit
Erträgen außerhalb des Zinsgeschäfts, wie
zum Beispiel Aktien und Immobilien. Perspektivisch sind
diesen Maßnahmen allerdings mit Blick auf das
Eigenkapital und die Risikotragfähigkeit Grenzen
gesetzt.
Bei den Provisionserträgen gehen wir angesichts
teilweise schwieriger Marktbedingungen für 2024 von
einem im Vergleich zu den starken und z. T. deutlich
über unseren Erwartungen liegenden Zuwächsen der
Vorjahre von einem geringeren Wachstum aus und planen daher
eine leichte Steigerung des Provisionsergebnisses um rd. 2
%. Dazu sollen weiterhin vor allem die Erträge im
Zahlungsverkehr beitragen, aber auch im
Auslandsgeschäft werden zunehmende Ertragseffekte
erwartet.
Beim Verwaltungsaufwand planen wir einen
Rückgang von rd. 1 %. Bei der Aufwandsplanung gehen
wir von einer Normalisierung der Preissteigerungen aus,
nachdem sich bereits in 2023 eine höhere Inflation
sowohl auf den Sachaufwand als auch auf den Personalaufwand
durch entsprechende Tarifeffekte ausgewirkt hat. Zudem
gehen wir bei der Sachkostenplanung für 2024 von einem
Entfall der Belastungen aus der Bankenabgabe aus. Die
8-jährige Aufbauphase des einheitlichen
Abwicklungsfonds der Eurozone (Single Resolution Fund)
endete mit dem Jahr 2023, sodass das Zielvolumen in
Höhe von 1 % der gedeckten Einlagen aller in den an
der Bankenunion teilnehmenden Mitgliedstaaten zugelassenen
Kreditinstitute erreicht sein sollte.
Angesichts der nach wie vor schwierigen
wirtschaftlichen Situation planen wir vorsorglich mit einem
Bewertungsaufwand von 30 Mio. Euro. Dieses Budget deckt
neben den zu planenden Zuführungen zu den
Einzelwertberichtigungen (EWB) auch eine weitere
Erhöhung der pauschalen Risikovorsorge (PWB) mit ab.
Wir rechnen mit Blick auf die konjunkturellen
Rahmenbedingungen im Vergleich zu den Vorjahren mit
steigenden Ausfällen und Wertberichtigungen.
Bei der Prognose des Bewertungsaufwands für
unsere Wertpapiereigenanlagen gehen wir von einer
Stabilisierung der Verhältnisse an den
Kapitalmärkten aus. Für das Jahr 2024 erwarten
wir daher nur geringfügige planmäßige
Einlösungsverluste aufgrund Fälligkeiten von
über pari erworbenen verzinslichen Wertpapieren.
Allerdings planen wir insbesondere einen Bewertungsbedarf
bei Immobilienfonds ein, sodass wir insgesamt von einem
Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft von 3,0
Mio. Euro ausgehen.
Sonstige Bewertungsmaßnahmen, z. B.
hinsichtlich der Beteiligung des SVN an der NORD/LB, sind
derzeit nicht absehbar.
Nach unserem Wirtschaftsplan, der Bestandteil der
Geschäftsstrategie ist und Anfang 2024 aktualisiert
und fortgeschrieben wurde, erwarten wir für 2024 eine
Cost-Income-Ratio (CIR) von rd. 54,3 % und ein
Betriebsergebnis vor Bewertung von 157,8 Mio. Euro bzw.
1,31 % der DBS (die Werte ergeben sich anhand des
Ermittlungsschemas des "Betriebsvergleichs" der
S-Finanzgruppe, das unter der Analyse der Ertragslage
näher erläutert ist).
Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage
ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung gesichert.
Nach der auf dieser Prognose basierenden Kapitalplanung
gehen wir von einer jährlichen Zuführung von
mindestens 60 Mio. Euro aus, um das geplante Wachstum mit
einer weiterhin soliden Eigenkapitalausstattung
darzustellen. Für 2024 planen wir ein verwendbares
Ergebnis oberhalb dieses Mindestwerts. Damit soll
sichergestellt werden, dass die Kernkapitalquote nach CRR
über dem in der Geschäftsstrategie definierten
Mindestwert von 15 % liegt.
Gesamtaussage
Die konsequente Ausrichtung auf ihre Kunden sowie ihr
effizientes Kosten- und Risikomanagement bilden für
die LzO auch in Zukunft die Grundlage für eine hohe
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Unsere
Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024
beurteilen wir daher in Anbetracht der aufgezeigten
Rahmenbedingungen als weiterhin günstig.
Wir gehen davon aus, dass auch im Prognosezeitraum
die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller
bankaufsichtlichen Kennziffern durchgängig
gewährleistet sind.
Die Auswirkungen der hohen Inflation und politische
Störeinflüsse wie der Ukraine-Krieg sowie andere
politische Krisen können die Chancen und Risiken der
künftigen Entwicklung hinsichtlich des Eintreffens der
für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren getroffenen
Prognosen, ggf. über das bereits in unserem internen
Reporting enthaltene Ausmaß hinaus, negativ
beeinflussen.
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
der Landessparkasse zu Oldenburg Sitz Oldenburg
eingetragen beim
Amtsgericht Oldenburg
Handelsregister-Nr. HRA 3568
Jahresbilanz zum
31. Dezember 2023
Aktivseite
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Barreserve |
|
a)
Kassenbestand |
44.529.355,12 |
|
38.160 |
|
b) Guthaben
bei der Deutschen Bundesbank |
17.212.019,12 |
|
19.526 |
|
|
|
|
|
61.741.374,24 |
57.686 |
| 2. |
Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung
bei der Deutschen Bundesbank zugelassen
sind |
|
a)
Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel
öffentlicher Stellen |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Wechsel |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3. |
Forderungen
an Kreditinstitute |
|
a)
täglich fällig |
1.402.437.859,62 |
|
1.826.555 |
|
b) andere
Forderungen |
46.124.500,47 |
|
42.578 |
|
|
|
|
|
1.448.562.360,09 |
1.869.133 |
| 4. |
Forderungen
an Kunden |
9.152.411.376,19 |
9.062.998 |
|
darunter: |
|
durch
Grundpfandrechte
gesichert |
3.488.731.449,40
EUR |
|
|
|
(3.329.711) |
|
Kommunalkredite |
567.652.826,18 EUR |
|
|
|
(580.262) |
| 5. |
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
|
a)
Geldmarktpapiere |
|
aa) von
öffentlichen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
ab) von
anderen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
b) Anleihen
und Schuldverschreibungen |
|
ba) von
öffentlichen Emittenten |
701.793.308,11 |
|
|
694.818 |
|
darunter: |
|
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank |
701.793.308,11 EUR |
|
|
|
(694.818) |
|
bb) von
anderen Emittenten |
222.577.501,23 |
|
|
191.124 |
|
darunter: |
|
beleihbar bei der
Deutschen
Bundesbank |
10.085.245,90 EUR |
|
|
|
(10.083) |
|
|
|
|
924.370.809,34 |
|
885.942 |
|
c) eigene
Schuldverschreibungen |
0,00 |
|
0 |
|
Nennbetrag |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
924.370.809,34 |
885.942 |
| 6. |
Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
284.394.070,94 |
263.209 |
| 6a. |
Handelsbestand |
0,00 |
0 |
| 7. |
Beteiligungen |
30.691.682,68 |
30.692 |
|
darunter: |
|
an Kreditinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Wertpapier-
instituten |
735.676,46 EUR |
|
|
|
(736) |
| 8. |
Anteile an
verbundenen Unternehmen |
481.750,51 |
457 |
|
darunter: |
|
an Kreditinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Wertpapier-
instituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 9. |
Treuhandvermögen |
27.396.824,77 |
33.130 |
|
darunter: |
|
Treuhandkredite |
27.396.824,77 EUR |
|
|
|
(33.130) |
| 10. |
Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschliefllich
Schuldverschreibungen aus deren Umtausch |
0,00 |
0 |
| 11. |
Immaterielle
Anlagewerte |
|
a) Selbst
geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
0,00 |
|
0 |
|
b)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
5.950,00 |
|
2 |
|
c)
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
|
0 |
|
d)
geleistete Anzahlungen |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
5.950,00 |
2 |
| 12. |
Sachanlagen |
97.516.913,71 |
101.053 |
| 13. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
12.611.689,41 |
12.982 |
| 14. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
225.191,75 |
63 |
| Summe der
Aktiva |
12.040.409.993,63 |
12.317.346 |
Passivseite
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
a)
täglich fällig |
20.278.051,08 |
|
48 |
|
b) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
1.396.059.195,55 |
|
1.438.385 |
|
|
|
|
|
1.416.337.246,63 |
1.438.433 |
| 2. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|
a)
Spareinlagen |
|
aa) mit
vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten |
1.908.522.301,60 |
|
|
2.782.906 |
|
ab) mit
vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten |
6.232.458,46 |
|
|
7.230 |
|
|
|
|
1.914.754.760,06 |
|
2.790.136 |
|
b) andere
Verbindlichkeiten |
|
ba)
täglich fällig |
6.827.896.490,65 |
|
|
6.736.228 |
|
bb) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
595.435.602,48 |
|
|
129.001 |
|
|
|
|
7.423.332.093,13 |
|
6.865.230 |
|
|
|
|
|
9.338.086.853,19 |
9.655.366 |
| 3. |
Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
40.950.972,31 |
|
60.774 |
|
b) andere
verbriefte Verbindlichkeiten |
0,00 |
|
0 |
|
darunter: |
|
Geldmarktpapiere |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
eigene Akzepte und
Solawechsel im Umlauf |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
40.950.972,31 |
60.774 |
| 3a. |
Handelsbestand |
0,00 |
0 |
| 4. |
Treuhandverbindlichkeiten |
27.396.824,77 |
33.130 |
|
darunter: |
|
Treuhandkredite |
27.396.824,77 EUR |
|
|
|
(33.130) |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
8.569.727,17 |
4.310 |
| 6. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
269.929,21 |
343 |
| 7. |
Rückstellungen |
|
a)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
42.593.479,00 |
|
41.107 |
|
b)
Steuerrückstellungen |
15.148.841,28 |
|
9.028 |
|
c) andere
Rückstellungen |
43.056.120,07 |
|
41.856 |
|
|
|
|
|
100.798.440,35 |
91.990 |
| 8. |
(weggefallen) |
| 9. |
Nachrangige
Verbindlichkeiten |
0,00 |
0 |
| 10. |
Genussrechtskapital |
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
vor Ablauf von zwei
Jahren fällig |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 11. |
Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
413.000.000,00 |
388.000 |
|
darunter: |
|
Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB |
20.000,00 EUR |
|
|
|
(20) |
| 12. |
Eigenkapital |
|
a)
gezeichnetes Kapital |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Kapitalrücklage |
0,00 |
|
0 |
|
c)
Gewinnrücklagen |
|
ca)
Sicherheitsrücklage |
645.000.000,00 |
|
|
598.000 |
|
cb) andere
Rücklagen |
0,00 |
|
|
0 |
|
|
|
|
645.000.000,00 |
|
598.000 |
|
d)
Bilanzgewinn |
50.000.000,00 |
|
47.000 |
|
|
|
|
|
695.000.000,00 |
645.000 |
| Summe der
Passiva |
12.040.409.993,63 |
12.317.346 |
| 1. |
Eventualverbindlichkeiten |
|
|
|
|
a)
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen
abgerechneten Wechseln |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
Über eine weitere, nicht quantifizierbare
Eventualverbindlichkeit wird im Anhang
berichtet. |
227.621.159,52 |
|
230.248 |
|
c) Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
227.621.159,52 |
230.248 |
| 2. |
Andere
Verpflichtungen |
|
|
|
|
a)
Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften |
0,00 |
|
0 |
|
b)
Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen |
0,00 |
|
0 |
|
c)
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
444.858.663,68 |
|
612.150 |
|
|
|
|
|
444.858.663,68 |
612.150 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
|
|
1.1.-31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Zinserträge aus |
|
a) Kredit-
und Geldmarktgeschäften |
303.375.884,65 |
|
|
198.085 |
|
darunter: |
|
abgesetzte negative
Zinsen |
2.175,11 EUR |
|
|
|
(4.665) |
|
aus der Abzinsung von
Rückstellungen |
73,41 EUR |
|
|
|
(0) |
|
b)
festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen |
30.436.968,93 |
|
|
4.897 |
|
darunter: |
|
abgesetzte negative
Zinsen |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
333.812.853,58 |
|
202.981 |
| 2. |
Zinsaufwendungen |
88.728.467,73 |
|
22.593 |
|
darunter: |
|
abgesetzte positive
Zinsen |
75.805,95 EUR |
|
|
|
(7.705) |
|
aus der Aufzinsung von
Rückstellungen |
527.096,39 EUR |
|
|
|
(1.175) |
|
|
|
|
|
245.084.385,85 |
180.388 |
| 3. |
Laufende
Erträge aus |
|
a) Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren |
8.385.116,99 |
|
7.119 |
|
b)
Beteiligungen |
3.363.882,25 |
|
2.429 |
|
c) Anteilen
an verbundenen Unternehmen |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
11.748.999,24 |
9.549 |
| 4. |
Erträge
aus Gewinngemeinschaften, Gewinnab-
führungs- oder
Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 |
0 |
| 5. |
Provisionserträge |
104.213.752,18 |
|
100.475 |
| 6. |
Provisionsaufwendungen |
5.844.476,29 |
|
5.651 |
|
|
|
|
|
98.369.275,89 |
94.824 |
| 7. |
Nettoertrag
des Handelsbestands |
0,00 |
0 |
| 8. |
Sonstige
betriebliche Erträge |
14.037.297,98 |
14.596 |
|
darunter: |
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung |
1.229.176,95 EUR |
|
|
|
(1.267) |
| 9. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
|
369.239.958,96 |
299.356 |
| 10. |
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
a)
Personalaufwand |
|
aa)
Löhne und Gehälter |
86.210.235,44 |
|
|
77.839 |
|
ab) Soziale
Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung |
23.749.256,57 |
|
|
22.862 |
|
darunter: |
|
für
Altersversorgung |
7.950.844,41 EUR |
|
|
|
(7.842) |
|
|
|
|
109.959.492,01 |
|
100.701 |
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
77.663.209,04 |
|
72.934 |
|
|
|
|
|
187.622.701,05 |
173.635 |
| 11. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
6.765.095,28 |
7.198 |
| 12. |
Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
10.736.026,00 |
6.675 |
|
darunter: |
|
aus der
Fremdwährungsumrechnung |
2.603,10 EUR |
|
|
|
(9) |
| 13. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
40.524.774,95 |
|
0 |
| 14. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung
von Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
0,00 |
|
22.821 |
|
|
|
|
|
40.524.774,95 |
22.821 |
| 15. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere |
3.661.943,93 |
|
1.178 |
| 16. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelten
Wertpapieren |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
3.661.943,93 |
1.178 |
| 17. |
Aufwendungen
aus Verlustübernahme |
0,00 |
0 |
| 18. |
Zuführungen zum Fonds für allgemeine
Bankrisiken |
25.000.000,00 |
53.000 |
| 19. |
Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit |
94.929.417,75 |
80.491 |
| 20. |
Außerordentliche Erträge |
0,00 |
|
0 |
| 21. |
Außerordentliche Aufwendungen |
0,00 |
|
0 |
| 22. |
Außerordentliches Ergebnis |
0,00 |
0 |
| 23. |
Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
44.527.053,45 |
|
33.198 |
| 24. |
Sonstige
Steuern, soweit nicht unter Posten 12
ausgewiesen |
402.364,30 |
|
293 |
|
|
|
|
|
44.929.417,75 |
33.491 |
| 25. |
Jahresüberschuss |
50.000.000,00 |
47.000 |
| 26. |
Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
0,00 |
0 |
|
|
|
|
|
50.000.000,00 |
47.000 |
| 27. |
Entnahmen
aus Gewinnrücklagen |
|
a) aus der
Sicherheitsrücklage |
0,00 |
|
0 |
|
b) aus
anderen Rücklagen |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
|
50.000.000,00 |
47.000 |
| 28. |
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
|
a) in die
Sicherheitsrücklage |
0,00 |
|
0 |
|
b) in andere
Rücklagen |
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 29. |
Bilanzgewinn |
50.000.000,00 |
47.000 |
Anhang
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der
Verordnung über die Rechnungslegung der
Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der
Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich
nach den vorgeschriebenen Formblättern.
Der Landessparkasse zu Oldenburg wurde von der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) die Erlaubnis zum Betreiben des
Pfandbriefgeschäfts erteilt. Untergliederungen
einzelner Positionen in der Bilanz, die sich für
Pfandbriefbanken nach dem Formblatt 1 der RechKredV
ergeben, sind im Anhang vorgenommen worden, da die
Landessparkasse das Pfandbriefgeschäft nicht
schwerpunktmäßig betreibt.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und
Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften
der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung
der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen
(§§ 340 ff. HGB).
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
(einschließlich Schuldscheindarlehen) sind mit dem
Nennwert angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem
Nennbetrag und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wird unter
den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite ausgewiesen.
Er wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig
aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt
die Verteilung in der Regel auf die Dauer der
Festzinsbindung. Darlehensgebühren werden im Jahr des
Anfalls komplett erfolgswirksam vereinnahmt.
Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird im
Rahmen der turnusmäßigen bzw. anlassbezogenen
Kreditüberwachung durch Bildung von
Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung
getragen. Die Höhe der Einzelwertberichtigung bemisst
sich regelmäßig nach dem Unterschiedsbetrag
zwischen der ausfallgefährdeten Kreditforderung und
dem erwarteten Realisationswert der gestellten
Kreditsicherheiten.
Den latenten Ausfallrisiken wird durch eine pauschale
Risikovorsorge in Form von Wertberichtigungen und
Rückstellungen Rechnung getragen, die auf Basis der
Stellungnahme IDW RS BFA 7 bewertet werden.
Dabei hat die Landessparkasse zu Oldenburg mit der in
der internen Risikosteuerung eingesetzten Anwendung
CreditPortfolioView (CPV) für das vorgenannte
Kreditportfolio den erwarteten Verlust für einen
12-Monatszeitraum ohne Anrechnung einer
Bonitätsprämie berechnet. Der erwartete Verlust
wurde mit Hilfe eines Kreditrisikomodells mit den auf Basis
der eingesetzten Risikoklassifizierungsverfahren bestimmten
statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt.
Grundlage dieser Berechnung waren insbesondere die
mit den Ratingverfahren auf Grundlage der Vergangenheit
ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer
für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der
Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Adressen, die im
Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen
Ausfall als risikolos betrachtet werden, wurden auch
für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen.
Die im Rahmen der Berechnung der
Pauschalwertberichtigung verwendeten Parameter spiegeln
nach Einschätzung der Landessparkasse die
Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider.
Als Voraussetzung für die Anwendung der
Bewertungsvereinfachung im Rahmen der Kreditvergabepraxis
wurde sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung bei
Kreditausreichung unter Berücksichtigung einer
risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt,
deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über
die Restlaufzeit orientiert. Diese Ausgeglichenheitsannahme
wurde zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei wurde
auch im Rahmen eines Stichtagsvergleichs die Entwicklung
des mit CreditPortfolioView für die Restlaufzeit
berechneten erwarteten Verlusts des Portfolios (sog.
Lifetime Expected Loss) analysiert. Die Grundlagen der
Berechnungen entsprechen im Wesentlichen der Ermittlung des
erwarteten Verlusts für einen 12-Monatszeitraum.
Danach kann die Ausgeglichenheit weiter angenommen werden.
Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt
als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kunden. Die
für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche
Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden
an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als
Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den
anderen Rückstellungen ausgewiesen. Für
widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein der Ausweis als
Risikovorsorge bzw. pauschale Rückstellungen in den
anderen Rückstellungen.
Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum
gewogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Wertpapiere der
Liquiditätsreserve und die Immobilienfonds des
Anlagevermögens werden nach dem strengen
Niederstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung erfolgt zu
Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen,
den niedrigeren beizulegenden Werten oder den niedrigeren
investmentrechtlichen Rücknahmepreisen am
Bilanzstichtag.
Im Berichtsjahr wurden zwei Fonds mit Buchwerten von
insgesamt 44,0 Mio. EUR zu Buchwerten in einen von der
Landessparkasse zu Oldenburg aufgelegten
Wertpapierspezialfonds eingebracht.
Bei verzinslichen Wertpapieren des
Anlagevermögens werden Abschreibungen nur in
Zusammenhang mit voraussichtlich dauernden Wertminderungen
vorgenommen. Zur Feststellung einer voraussichtlich
dauernden Wertminderung werden festverzinsliche Wertpapiere
individuell auf eine dauernde Wertminderung
überprüft.
Für die Ermittlung des Bewertungskurses hat die
Landessparkasse zu Oldenburg die festverzinslichen
Wertpapiere, Aktien und weitere Finanzinstrumente daraufhin
untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt
vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt
vorliegt, wurden die Kriterien zugrunde gelegt, die in der
MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive -
Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines
liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. Auf
Basis der Abgrenzungskriterien liegen für die
festverzinslichen Wertpapiere weiterhin
ausschließlich nicht aktive Märkte vor.
In den Fällen, in denen die Landessparkasse zu
Oldenburg nicht von einem aktiven Markt ausgehen kann
(insgesamt 875,0 Mio. EUR Nominalvolumen der
festverzinslichen Wertpapiere), wird die Bewertung anhand
von Kursen externer Kursinformationsanbieter vorgenommen,
denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater
Zinssätze ein Discounted-Cashflow-Modell zugrunde
liegt.
Darüber hinaus werden unter
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere auch variabel verzinsliche
Inhaberschuldverschreibungen mit einem Nominalwert von 40,7
Mio. EUR ausgewiesen, die aus der Zerlegung der im Rahmen
von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen erworbenen
Credit-Linked-Notes resultieren. Der beizulegende Wert
wurde unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode
ermittelt. Weitergehende Informationen enthalten die
Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung von
Kreditderivaten.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen
Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle
vorübergehender sowie dauernder Wertminderungen zum
niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die
Beteiligungsbewertung erfolgt grundsätzlich nach dem
Ertragswertverfahren. Andere Bewertungsmethoden kommen dann
zum Einsatz, wenn die Art beziehungsweise der betragliche
Umfang der Beteiligung dies rechtfertigen.
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen
Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen überwiegend nach höchsten
steuerlich zulässigen Sätzen bilanziert, soweit
dies auch handelsrechtlich vertretbar ist.
Vermögensgegenstände von geringem Wert
(Anschaffungskosten bis 250 EUR) werden sofort als
Sachaufwand erfasst; bei Anschaffungswerten von mehr als
250 EUR bis zu 1.000 EUR (Software bis 800 EUR) ohne
Mehrwertsteuer im Einzelfall erfolgt analog zur
steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2a EStG die
Einstellung in einen Sammelposten, der linear mit je einem
Fünftel jährlich abgeschrieben wird.
Die sonstigen Vermögensgegenstände, die
nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb
zu dienen, werden nach den für das Umlaufvermögen
geltenden Vorschriften bewertet.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen
Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den
Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, sie
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis
zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr,
erfolgt eine Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten
Zinssatz gemäß
Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Die Erfolge aus der Auf- und Abzinsung werden im
Zinsergebnis ausgewiesen.
Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen
wurde das modifizierte Teilwertverfahren unter
Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G
berücksichtigt. Bei der Ermittlung der
Pensionsrückstellung wurde ein auf das Jahresende
prognostizierter Durchschnittszins von 1,83 % für die
pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde
gelegt. Im Vergleich zu dem von der Deutschen Bundesbank
auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023
veröffentlichten Zinssatz von 1,82 % ergaben sich
lediglich geringfügige Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Die
bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden
Gehalts- und Rentensteigerungen haben wir mit jährlich
2,90 % prognostiziert.
Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen
Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien
Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die
zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden
sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps,
des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für
diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich
zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen
Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und
Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu
erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen
Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Es wird die
barwertige Berechnungsmethode angewendet. Der Barwert
ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten
Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und
Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte
zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der
angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag zu
berücksichtigen. Die künftigen für die
vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten
Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten
abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch
für den Einbezug sogenannter Overheadkosten
berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und
Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten
resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des
Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt
sich kein Verpflichtungsüberschuss.
Mit Urteil vom 6. Oktober 2021 (Az. XI ZR 234/20) hat
der BGH in einem Musterfeststellungsverfahren zur
Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in
Prämiensparverträgen entschieden. Danach sind
Zinsanpassungen monatlich unter Beibehaltung des
anfänglich relativen Abstands zwischen Vertragszins
und Referenzzins vorzunehmen. Die dreijährige
Verjährung eines möglichen Zinsanspruchs beginnt
erst ab Fälligkeit des Sparvertrags. Hinsichtlich der
Bestimmung eines angemessenen Referenzzinssatzes hat der
BGH das Verfahren an das OLG Dresden zurückverwiesen.
Soweit das Ergebnis der Prüfung eine vergleichbare
Ausgestaltung ergeben hat, wurde nach einer
Einschätzung der möglichen Betroffenheit von
berechtigten Erstattungsansprüchen im Jahresabschluss
der Landessparkasse zum 31. Dezember 2023 eine
Rückstellung gebildet. Hierbei wurde der vom
OLG-Dresden festgelegte Referenzzinssatz verwendet. Im
Sinne einer einvernehmlichen Lösung wurde den Kunden
angeboten, eventuelle Ansprüche im Wege eines
Vergleichs zu regulieren. Soweit die Kunden den Vergleich
angenommen haben bzw. eine Annahme erwartet wird, wurde die
angebotene Zahlung bei der Bewertung der Rückstellung
berücksichtigt.
Die Landessparkasse zu Oldenburg ist tarifvertraglich
verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu
einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer
kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie
erfüllt diese Verpflichtung durch Anmeldung der
betreffenden Mitarbeiter bei der Emder
Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK-Sparkassen)
mit Sitz in Emden. Die ZVK-Sparkassen ist eine kommunale
Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 1 des
Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K) vom 1. März 2002.
Träger der ZVK-Sparkassen ist der
Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband (SVN) in
Hannover, der das Vermögen der ZVK-Sparkassen als
Sondervermögen getrennt von seinem übrigen
Vermögen verwaltet.
Die Versorgungsverpflichtungen werden von der
ZVK-Sparkassen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter
Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G mit
7jähriger Generationenverschiebung bewertet, um den
kassenindividuellen Verhältnissen angemessen Rechnung
zu tragen.
Nachdem die Tarifvertragsparteien des
öffentlichen Dienstes sich mit Wirkung vom 1. Januar
2002 auf eine Abkehr vom seit 1967 bestehenden
Gesamtversorgungssystem verständigt hatten, hat die
ZVK-Sparkassen zum 1. Januar 2003 den Versicherten- und
Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände
unterteilt, den Abrechnungsverband P für die zu diesem
Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den Abrechnungsverband R
für die sog. Altrentner.
Seit diesem Zeitpunkt ist der Abrechnungsverband P
unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gem. ATV-K vom
1. März 2002 kapitalgedeckt. Bei den aktiven
Beschäftigten beträgt der Beitragssatz seit dem
1. Januar 2021 nach einer stufenweisen Anhebung in den
Vorjahren 5,8 %. Hiervon werden 5,4 % durch die
Landessparkasse und 0,4 % von den Arbeitnehmern getragen.
Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die
zusatzversorgungspflichtigen Entgelte. Sie beliefen sich im
Geschäftsjahr 2023 auf 73.401 TEUR.
Die ZVK-Sparkassen hat in 2022 die Kapitaldeckung im
Abrechnungsverband R erreicht und diesen in 2023
rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf den
Abrechnungsverband P nach Genehmigung verschmolzen.
Für den Abrechnungsverband R wurde bis zum Erreichen
der Kapitaldeckung eine Umlage in Höhe von 2,2 % und
ein Sanierungsgeld in Höhe von 1,5 % der
zusatzversicherungspflichtigen Entgelte erhoben. Die
Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die
Altrentner berücksichtigt die zugesagte jährliche
Erhöhung der Renten um 1 %.
Für die bei Landesbanken unterhaltenen Guthaben
und Darlehen sind Zinsaufwendungen entstanden, die mit den
ausgewiesenen Zinserträgen aus Kredit- und
Geldmarktgeschäften verrechnet wurden. Für die
von Kreditinstituten und Kunden angelegten Gelder wurden
der Landessparkasse zu Oldenburg Zinsen vergütet, die
mit den ausgewiesenen Zinsaufwendungen verrechnet wurden.
Die auf Fremdwährung lautenden
Vermögensgegenstände und Schulden sowie Posten
der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu den
EZB-Referenzkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Die Umrechnungsergebnisse aus besonders gedeckten
Geschäften werden saldiert je Währung als
sonstige betriebliche Erträge bzw. als sonstige
betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Von einer besonderen
Deckung gemäß § 340h HGB wird ausgegangen,
soweit sich innerhalb einer Währung bilanzielle
Bestände sowie Devisentermingeschäfte
betragskongruent gegenüberstehen.
Im Rahmen von Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen
werden Kreditderivate als Sicherungsnehmer und als
Sicherungsgeber gehalten. Bei erworbenen Credit Linked
Notes (CLN) ist beabsichtigt, diese bis zur
Endfälligkeit zu halten. Es werden unter den
Wertpapieren eine Schuldverschreibung und für die
übernommenen Adressenausfallrisiken eine
Eventualverbindlichkeit (Credit Default Swap) unter dem
Bilanzstrich ausgewiesen, die getrennt voneinander bewertet
werden. Das Wertpapier wird zum gemilderten
Niederstwertprinzip angesetzt. Soweit erforderlich wird
für drohende Ausfälle aus Credit Linked Notes
eine Rückstellung in Höhe der erwarteten
Ausgleichsleistung gebildet. Als Sicherheit erhaltene CDS
werden nicht eigenständig bilanziert, sondern bei der
Bewertung der abgesicherten Forderung, das heißt bei
der Ermittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
sowie den Rückstellungen im Kreditgeschäft,
berücksichtigt.
Neun Originatoren Credit Linked Notes sowie fünf
Investoren Credit Linked Notes werden unter Abspaltung der
Nebenrechte bilanziert und bewertet. Weitere
Erläuterungen hierzu enthält die Rubrik
derivative Geschäfte.
Die Forwarddarlehen werden als strukturierte Produkte
einheitlich bilanziert und bewertet.
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken und zur
Abbildung der Anlagestrategie abgeschlossene
Zinsswapgeschäfte werden in die Gesamtbetrachtung des
Zinsänderungsrisikos einbezogen und sind somit nicht
gesondert zu bewerten.
Erläuterungen zur
Jahresbilanz
AKTIVA
Posten 3: Forderungen an
Kreditinstitute
Die unter Posten 3 b) andere Forderungen
ausgewiesenen Bestände, mit Ausnahme der darin
enthaltenen Bausparguthaben, gliedern sich nach ihrer
Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):
| - bis drei Monate |
68 TEUR |
| - mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
22.500 TEUR |
| Forderungen an die
eigene Girozentrale: |
32.826 TEUR |
Posten 4: Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach ihrer
Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):
| - bis drei Monate |
265.694 TEUR |
| - mehr als drei Monate
bis ein Jahr |
641.382 TEUR |
| - mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
2.523.080 TEUR |
| - mehr als fünf
Jahre |
5.179.836 TEUR |
| - mit unbestimmter
Restlaufzeit |
539.087 TEUR |
Forderungen mit
Nachrangabrede sind enthalten
in Höhe von |
118.998 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
113.182 TEUR |
| Forderungen an
verbundene Unternehmen: |
|
| Bestand am
Bilanzstichtag |
17.139 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
13.668 TEUR |
| darunter mit
Nachrangabrede |
|
| Bestand am
Bilanzstichtag |
17.139 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
13.668 TEUR |
Forderungen
gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht: |
|
| Bestand am
Bilanzstichtag |
97.420 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
95.156 TEUR |
| darunter mit
Nachrangabrede |
|
| Bestand am
Bilanzstichtag |
96.693 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
94.348 TEUR |
Posten 5: Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
Im Posten Aktiva 5
enthaltene Beträge, die in dem Jahr, das auf
den Bilanzstichtag folgt, fällig werden
(ohne anteilige Zinsen) |
227.923 TEUR |
Von den unter Aktiva Posten 5 enthaltenen
börsenfähigen Wertpapieren sind
| börsennotiert |
823.173 TEUR |
| nicht
börsennotiert |
101.197 TEUR |
Von den börsenfähigen Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden nicht mit
dem
| Niederstwert bewertet
(Buchwert) |
119.605 TEUR |
| Diese Wertpapiere
verkörpern einen Marktwert von |
115.911 TEUR |
Es handelt sich dabei um Wertpapiere im
Anlagevermögen mit einem Marktkurs unter 100%.
Die Wertminderungen sind ausschließlich
zinsinduziert und dürften daher nach unserer
Auffassung voraussichtlich nicht von Dauer sein. Die
Emittentenratings haben sich seit dem Erwerb der
Wertpapiere nicht maßgeblich geändert.
Aus der Bilanzposition sind für die sichernde
Überdeckung nach § 4 Abs. 1 PfandBG Wertpapiere
im Nominalwert von 5 Mio. EUR zum Verkauf gesperrt.
Posten 6: Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
In diesem Posten sind
Anteile an mehreren Spezialfonds mit
einem Bilanzwert von insgesamt
enthalten. |
234.398 TEUR |
Von den unter diesem Posten ausgewiesenen
börsenfähigen Wertpapieren sind
| börsennotiert |
0 TEUR |
| nicht
börsennotiert |
49.996 TEUR |
Zu Anteilen an Sondervermögen im Sinn des §
1 Abs. 10 KAGB, an denen die LzO mehr als 10% der Anteile
hält, geben wir folgende Informationen:
Bezeichnung des
Investmentvermögens /
Anlageziele
[Angaben in TEUR] |
Wert nach
§168 bzw.
§ 278
AGB am
31.12.2023 |
Unterschieds-
betrag zum
Buchwert am
31.12.2023 |
Aus-
schüttungen
im
Geschäftsjahr
2023 |
Beschränkungen
in der
Möglichkeit der
täglichen
Rückgabe |
Unterlassene
Ab-
schreibungen |
Aktienfonds
(Aktienfonds mit weltweiter
Ausrichtung)
Lazard-LzO 1-Fonds |
82.411 |
24.912 |
1.860 |
Ja
1) |
0 |
Aktienfonds
(Aktienfonds mit weltweiter
Ausrichtung)
Deka-LzO-2-Fonds |
53.781 |
9.791 |
782 |
Nein |
0 |
Immobilienfonds
(deutsche Gewerbeimmobilien)
HIH Perspektive
Einzelhandel: Fokus
Geschäftshäuser |
9.411 |
0 |
39 |
Ja
1) |
0 |
1) Der Gesellschaft bleibt Vorbehalten, die
Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn
außergewöhnliche Umstände vorliegen, die
eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen
der Landessparkasse zu Oldenburg erforderlich erscheinen
lassen.
Posten 7: Beteiligungen
Die Landessparkasse zu Oldenburg ist am Stammkapital
des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Hannover, mit einem
Anteil von 8,08 % beteiligt. Angaben zum Eigenkapital und
zum Jahresergebnis unterbleiben aufgrund von § 286
Abs. 3 Satz 2 HGB.
Darüber hinaus ist die Landessparkasse zu
Oldenburg an folgenden großen Kapitalgesellschaften
gemäß § 267 HGB mit mehr als 5 % der
Stimmrechte beteiligt:
| ― |
GSG Oldenburg Bau- und
Wohngesellschaft mbH, Oldenburg
|
| ― |
S-Servicepartner Deutschland
GmbH, Berlin
|
Posten 8: Anteile an verbundenen
Unternehmen
Die Landessparkasse zu Oldenburg ist an der
S-Servicepartner Niedersachsen GmbH, Oldenburg, mit 70 %
beteiligt. Per 31.12.2022 hat die S-Servicepartner
Niedersachsen GmbH ein Eigenkapital von 156,1 TEUR sowie
einen Jahresüberschuss von 12,4 TEUR ausgewiesen. Es
besteht ein Beherrschungsvertrag, welcher die LzO
berechtigt, der Geschäftsführung der Gesellschaft
Weisungen zu erteilen. Im Gegenzug übernimmt die LzO
während der Vertragslaufzeit die Verluste der
Gesellschaft.
Weitere Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr.
11 HGB entfallen, weil sie gemäß § 286 Abs.
3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Landessparkasse zu Oldenburg
von untergeordneter Bedeutung sind.
Aus demselben Grunde wurde auf die Erstellung eines
Konzernabschlusses unter Einbeziehung der verbundenen
Unternehmen verzichtet (§ 296 Abs. 2 HGB).
Posten 9: Treuhandvermögen
Das Treuhandvermögen besteht
ausschließlich aus Forderungen an Kunden.
Posten 12: Sachanlagen
Die für
sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten
Grundstücke
und Bauten belaufen sich auf
(Bilanzwert) |
83.142 TEUR |
| Der Bilanzwert der
Betriebs- und Geschäftsausstattung
beträgt |
10.194 TEUR |
Posten 13: Sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen an verbundene Unternehmen:
| Bestand am
Bilanzstichtag |
278 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
616 TEUR |
Die Landessparkasse zu Oldenburg ist an der DKE-GbR
Berlin als unbeschränkt haftende Gesellschafterin
beteiligt.
Posten 14:
Rechnungsabgrenzungsposten
Unterschiedsbeträge
zwischen dem Erfüllungs- und dem
niedrigeren Ausgabebetrag bei Verbindlichkeiten
oder Anleihen
sind enthalten mit |
24 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
32 TEUR |
Der Gesamtbetrag der auf
Fremdwährung
lautenden Vermögensgegenstände
beläuft sich auf |
27.074 TEUR |
Anlagenspiegel
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten |
|
Stand
am
1.1. |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand
am
31.12. |
|
Geschäfts-
jahres |
|
|
|
Geschäfts-
jahres |
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere |
401.019 |
282.712 |
103.805 |
- |
579.926 |
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere |
170.393 |
19.434 |
- |
- |
189.827 |
| Beteiligungen |
106.120 |
- |
0 |
- |
106.120 |
Anteile an verbundenen
Unternehmen |
994 |
25 |
- |
- |
1.019 |
Immaterielle
Anlagewerte |
1.005 |
7 |
42 |
- |
970 |
| Sachanlagen |
241.134 |
3.299 |
442 |
- |
243.991 |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
0 |
- |
- |
- |
0 |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Stand
am
1.1. |
Ab
schreibungen
im |
Zu-
schreibungen
im |
Änderungen der gesamten
Abschreibungen
im Zusammenhang mit |
|
Geschäfts-
jahres |
Geschäfts-
jahr |
Geschäfts-
jahr |
Zugängen |
Abgängen |
Umbuchungen |
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere |
991 |
370 |
59 |
- |
666 |
- |
-Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere |
4.674 |
2.691 |
443 |
- |
- |
- |
| Beteiligungen |
75.428 |
- |
- |
- |
- |
- |
Anteile an verbundenen
Unternehmen |
537 |
- |
- |
- |
- |
- |
Immaterielle
Anlagewerte |
1.003 |
3 |
- |
- |
42 |
- |
| Sachanlagen |
140.081 |
6.762 |
- |
- |
369 |
- |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen |
Buchwerte |
|
Stand
am
31.12. |
Stand
am
31.12. |
Stand
am
1.12. |
|
Geschäfts-
jahres |
Geschäfts-
jahres |
Vorjahres |
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere |
636 |
579.290 |
400.028 |
Aktien und andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere |
6.922 |
182.905 |
165.719 |
| Beteiligungen |
75.428 |
30.692 |
30.692 |
Anteile an verbundenen
Unternehmen |
537 |
482 |
457 |
Immaterielle
Anlagewerte |
964 |
6 |
2 |
| Sachanlagen |
146.474 |
97.517 |
101.053 |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
- |
0 |
0 |
PASSIVA
Posten 1: Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Die im Unterposten 1 b) ausgewiesenen Bestände
gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt (ohne
anteilige Zinsen):
| - bis drei Monate |
35.358 TEUR |
| - mehr als drei Monate
bis ein Jahr |
110.246 TEUR |
| - mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
487.490 TEUR |
| - mehr als fünf
Jahre |
759.272 TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber der eigenen Girozentrale: |
859.448 TEUR |
Gesamtbetrag der als
Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten übertragenen
Vermögensgegenstände |
1.389.071 TEUR |
Posten 2: Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden
Die unter Posten Passiva 2 a) Unterposten ab)
ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer
Restlaufzeit wie folgt:
| - bis drei Monate |
874 TEUR |
| - mehr als drei Monate
bis ein Jahr |
4.503 TEUR |
| - mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
856 TEUR |
| - mehr als fünf
Jahre |
0 TEUR |
Die unter Posten Passiva 2 b) Unterposten bb)
ausgewiesenen Bestände gliedern sich nach ihrer
Restlaufzeit wie folgt (ohne anteilige Zinsen):
| - bis drei Monate |
31.069 TEUR |
| - mehr als drei Monate
bis ein Jahr |
448.294 TEUR |
| - mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
92.791 TEUR |
| - mehr als fünf
Jahre |
19.281 TEUR |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen:
| Bestand am
Bilanzstichtag |
3.391 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
4.194 TEUR |
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
| Bestand am
Bilanzstichtag |
32.761 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
36.640 TEUR |
Posten 3: Verbriefte
Verbindlichkeiten
Im Unterposten Passiva 3
a) begebene Schuldverschreibungen
enthaltene Beträge, die in dem Jahr, das
auf den Bilanzstichtag
folgt, fällig werden (ohne anteilige
Zinsen): |
13.000 TEUR |
Posten 4:
Treuhandverbindlichkeiten
Die Treuhandverbindlichkeiten bestehen
ausschließlich aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten.
Posten 5: Sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen:
| Bestand am
Bilanzstichtag |
93 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
24 TEUR |
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
| Bestand am
Bilanzstichtag |
207 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
0 TEUR |
Posten 6:
Rechnungsabgrenzungsposten
Unterschiedsbeträge
zwischen dem Auszahlungsbetrag
bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen
gegenüber dem höheren Nominalbetrag
sind enthalten mit |
270 TEUR |
| Bestand am 31.12. des
Vorjahres |
341 TEUR |
Posten 7a: Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für
Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der
vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur
Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der
vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in
Höhe von 424 TEUR. Eine Ausschüttungssperre nach
§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht nicht, da in Vorjahren
in diesem Zusammenhang bereits ein Betrag von 3.606 TEUR
der Sicherheitsrücklage zugeführt wurde.
Der Gesamtbetrag der auf
Fremdwährung
lautenden Schulden beläuft sich auf |
33.918 TEUR |
Posten 1b) unter dem Bilanzstrich:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
Für die Darlehensschuld eines Dritten mit
unbestimmter Laufzeit haftet die Landessparkasse zu
Oldenburg anteilig für den Zinsdienst (zurzeit 1,478 %
auf einen Kapitalbetrag von 14,1 Mio. EUR) und für
gegebenenfalls anfallende Steuern sowie Kosten.
Bei den unter Posten 1 b) unter der Bilanz
ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um
übernommene Bürgschafts- und
Gewährleistungsverpflichtungen. Auf Basis der
regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der
Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse
gehen wir für die hier ausgewiesenen Beträge
davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen
Belastung der Landessparkasse zu Oldenburg führen
werden. Auch haben sich im letzten Jahr nur unbedeutende
Ansprüche Dritter ergeben. Zum Abschlussstichtag
bestanden keine Rückgriffsforderungen.
Posten 2c) unter dem Bilanzstrich:
Unwiderrufliche Kreditzusagen
Durch die künftige Inanspruchnahme der unter
Posten 2c) ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen
entstehen nach den Erkenntnissen des Bilanzstichtages
werthaltige Forderungen. Insoweit bestehen auch hier keine
Anhaltspunkte dafür, dass sich mit einer
Inanspruchnahme seitens der Kreditnehmer bereits
Vermögensbelastungen der Landessparkasse zu Oldenburg
verbinden.
Sollte im Ausnahmefall aus einer Verbindlichkeit aus
Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie einer unwiderruflichen Kreditzusage ein Verlust
drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet
und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge
entsprechend gekürzt.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Posten 2: Zinsaufwand
Im Zinsaufwand sind Aufwendungen in Höhe von
26.818 TEUR für Close-out-Zahlungen enthalten.
Hiervon werden 25.910 TEUR als periodenfremde
Aufwendungen ausgewiesen.
Posten 8: Sonstige betriebliche
Erträge
Die periodenfremden Erträge in Höhe von
1.560 TEUR entfallen vor allem auf die Auflösung von
Rückstellungen.
Posten 10: Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf
3.785 TEUR. Diese resultieren insbesondere aus den
Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen
und Beihilfen.
Posten 29: Bilanzgewinn
Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 in seiner für den 16. Mai 2024
vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für
die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn
von 50.000.000,00 EUR der Sicherheitsrücklage
zuzuführen.
Sonstige Angaben
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Mandate in
Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften und
Versicherungsgesellschaften (§ 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB
in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB bzw. § 341a
Abs. 1 HGB):
Vorstandsvorsitzender Michael Thanheiser Alte
Oldenburger Krankenversicherung AG, Vechta Öffentliche
Lebensversicherungsanstalt, Oldenburg Oldenburgische
Landesbrandkasse, Oldenburg Provinzial Krankenversicherung
Hannover AG, Hannover
Vorstandsmitglied Jürgen Rauber Öffentliche
Lebensversicherungsanstalt, Oldenburg Oldenburgische
Landesbrandkasse, Oldenburg
Aufgrund abweichender Ansatz- und
Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz
bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird
der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in
Höhe von 4.346 TEUR durch absehbare Steuerentlastungen
in Höhe von 54.796 TEUR überdeckt. Eine passive
Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den
Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Eine
Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung
eines Steuersatzes von 30,2 %.
Die aktiven latenten Steuern resultieren im
Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei
den Forderungen an Kunden, den Rückstellungen für
Pensionen und den anderen Rückstellungen. Die passiven
latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf
Ansatzunterschieden bei den Grundstücken und
Gebäuden sowie aus den gemäß InvStG
anzusetzenden steuerlichen Ausgleichsposten für
Spezialfonds.
Pfandbriefe
Die Landessparkasse zu Oldenburg hat in 2023 keine
weiteren Pfandbriefemissionen durchgeführt. Zuletzt
wurde in 2022 ein Hypothekenpfandbrief mit einem
Nominalwert von 0,5 Mio. EUR platziert.
Die Angaben nach den Transparenzvorschriften des
§ 28 Pfandbriefgesetz (PfandBG) werden
vierteljährlich auf der Homepage der Landessparkasse
zu Oldenburg veröffentlicht und stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 1
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
|
Hypothekenpfandbriefumlauf |
|
|
| Nennwert |
54,3 |
54,3 |
| Barwert |
54,9 |
52,8 |
| Risikobarwert
1) Stresstest + 250 BP |
49,3 |
46,4 |
| Deckungsmasse |
|
|
| Nennwert |
186,2 |
175,7 |
| Barwert |
179,6 |
162,7 |
| Risikobarwert
1) Stresstest + 250 BP |
156,7 |
141,7 |
| Überdeckung |
|
|
| Nennwert |
5,0 |
5,0 |
| Barwert |
5,1 |
5,1 |
| Risikobarwert
1* Stresstest + 250 BP |
5,0 |
5,0 |
1) statisches Verfahren gemäß §
5 Abs. 1 Nr. 1 PfandBarwertV
PfandBG § 28 Abs.1 Nr. 2
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
| ISIN-Liste nach
Pfandbriefgattung (nur Inhaberpfandbriefe) |
0,0 |
0,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 3
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
Überdeckung der
Deckungsmasse, die den Gesamtbetrag der
Pfandbriefe gemäß § 28 Abs. 1
Nr. 1 PfandBG übersteigt |
|
|
| Nennwert |
131,9 |
121,3 |
| Barwert |
124,7 |
110,0 |
| Risikobarwert
1 Stresstest + 250 BP |
107,4 |
95,4 |
| Gesetzliche
Überdeckung |
|
|
| Nennwert |
2,1 |
2,1 |
| Barwert |
1,1 |
2,1 |
| Risikobarwert
1* Stresstest + 250 BP |
k.A. |
1.8 |
| Vertragliche
Überdeckung |
|
|
| Nennwert |
0,0 |
0,0 |
| Barwert |
0,0 |
0,0 |
| Risikobarwert
1
) Stresstest + 250 BP |
k.A. |
0,0 |
| Freiwillige
Überdeckung |
|
|
| Nennwert |
129,7 |
119,2 |
| Barwert |
123,6 |
107,9 |
| Risikobarwert
1
) Stresstest + 250 BP |
k.A. |
93,6 |
1) statisches Verfahren gemäß §
5 Abs. 1 Nr. 1 PfandBarwertV
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 4 und
5
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
| Laufzeitstruktur des
Hypothekenpfandbriefumlaufs |
|
|
| mehr als 3 Jahre bis zu
4 Jahren |
10,0 |
0,0 |
| mehr als 4 Jahre bis zu
5 Jahren |
31,6 |
10,0 |
| mehr als 5 Jahre bis zu
10 Jahren |
11,7 |
43,3 |
| über 10 Jahre |
1,0 |
1,0 |
| Zinsbindungsfristen der
Deckungsmasse |
|
|
| bis zu 6 Monaten |
4,5 |
3,2 |
| mehr als 6 Monate bis zu
12 Monaten |
5,2 |
3,3 |
| mehr als 12 Monate bis
zu 18 Monaten |
10,2 |
4,7 |
| mehr als 18 Monate bis
zu 2 Jahren |
16,0 |
5,1 |
| mehr als 2 Jahre bis zu
3 Jahren |
22,7 |
27,2 |
| mehr als 3 Jahre bis zu
4 Jahren |
12,6 |
22,9 |
| mehr als 4 Jahre bis zu
5 Jahren |
9,5 |
12,2 |
| mehr als 5 Jahre bis zu
10 Jahren |
71,4 |
69,8 |
| über 10 Jahre |
34,1 |
27,3 |
Voraussetzungen für die
Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach
§ 30 Abs. 2a PfandBG
Das Hinausschieben der Fälligkeit ist
erforderlich, um die Zahlungsunfähigkeit der
Pfandbriefbank mit beschränkter
Geschäftstätigkeit zu vermeiden (Verhinderung der
Zahlungsunfähigkeit), die Pfandbriefbank mit
beschränkter Geschäftstätigkeit ist nicht
überschuldet (keine bestehende Überschuldung) und
es besteht Grund zu der Annahme, dass die Pfandbriefbank
mit beschränkter Geschäftstätigkeit
jedenfalls nach Ablauf des größtmöglichen
Verschiebungszeitraums unter Berücksichtigung weiterer
Verschiebungsmöglichkeiten ihre dann fälligen
Verbindlichkeiten erfüllen kann (positive
Erfüllungsprognose).
Befugnisse des Sachwalters bei
Verschiebung der Fälligkeit der Pfandbriefe nach
§ 30 Abs. 2a PfandBG
Der Sachwalter kann die Fälligkeiten der
Tilgungszahlungen verschieben, wenn die maßgeblichen
Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b PfandBG hierfür
erfüllt sind. Die Verschiebungsdauer, welche einen
Zeitraum von 12 Monaten nicht überschreiten darf,
bestimmt der Sachwalter entsprechend der Erforderlichkeit.
Der Sachwalter kann die Fälligkeiten von Tilgungs- und
Zinszahlungen, die innerhalb eines Monats nach seiner
Ernennung fällig werden, auf das Ende dieses
Monatszeitraums verschieben. Entscheidet sich der
Sachwalter für eine solche Verschiebung, wird das
Vorliegen der Voraussetzungen nach § 30 Abs. 2b
PfandBG unwiderlegbar vermutet. Eine solche Verschiebung
ist im Rahmen der Höchstverschiebungsdauer von 12
Monaten zu berücksichtigen. Der Sachwalter darf von
seiner Befugnis für sämtliche Pfandbriefe einer
Emission nur einheitlich Gebrauch machen. Hierbei
dürfen die Fälligkeiten vollständig oder
anteilig verschoben werden. Der Sachwalter hat die
Fälligkeit für eine Pfandbriefemission so zu
verschieben, dass die ursprüngliche Reihenfolge der
Bedienung der Pfandbriefe, welche durch die Verschiebung
überholt werden könnten, nicht geändert wird
(Überholverbot). Dies kann dazu führen, dass auch
die Fälligkeiten später fällig werdender
Emissionen zu verschieben sind, um das Überholverbot
zu wahren.
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
Auswirkungen der
Fälligkeitsverschiebung auf die Laufzeitstruktur
der Pfandbriefe (Verschiebungsszenario 12
Monate) |
|
|
| mehr als 4 Jahre bis zu
5 Jahren |
10,0 |
0,0 |
| mehr als 5 Jahre bis zu
10 Jahren |
43,3 |
53,3 |
| über 10 Jahre |
1,0 |
1,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 6
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
Absolutbetrag der von
Null verschiedenen größten sich ergebenden
negativen Summe in den nächsten 180
Tagen |
0,0 |
0,0 |
| Tag, an dem sich die
größte negative Summe ergibt |
- |
- |
Gesamtbetrag der
Deckungswerte, welche die Anforderungen von
§ 4 Abs. 1a Satz 3 PfandBG erfüllen
(Liquiditätsdeckung) |
5,1 |
5,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 7
In der Deckungsmasse befinden sich keine Derivate.
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 8 und Nr.
9
Forderungen gemäß § 19 Abs. 1 Satz 1
Nr. 2a und b sowie Nr. 3a bis c PfandBG sind nicht in das
Deckungsregister eingetragen.
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 10
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
Gesamtbetrag der
eingetragenen Forderungen gemäß § 19
Abs. 1
Satz 1 Nr. 4 PfandBG (ausschließlich
Schuldner mit Sitz in der
Bundesrepublik Deutschland eingetragen) |
5,0 |
5,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 11
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
Gesamtbetrag der
Forderungen nach § 12 Abs. 1 PfandBG, die die
Grenzen nach § 13 Abs. 1 Satz 2 2.
Halbsatz überschreiten |
0,0 |
0,0 |
Gesamtbetrag der
Forderungen nach § 19 Abs. 1 PfandBG, die die
Grenzen nach § 19 Abs. 1 Satz 7
überschreiten |
0,0 |
0,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 12
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
| Gesamtbetrag der
Forderungen, die die Begrenzungen
überschreiten |
|
|
| Forderungen i.S.d.
§ 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG |
0,0 |
0,0 |
| Forderungen i.S.d.
§ 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG |
0,0 |
0,0 |
| Forderungen i.S.d.
§ 19 Abs. 1 Nr. 4 PfandBG |
0,0 |
0,0 |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 13
|
2023 |
2022 |
| Anteil an der
Deckungsmasse |
|
|
| - festverzinslicher
Deckungswerte |
97,3 % |
97,2% |
| - festverzinslicher
Pfandbriefe |
100,0 % |
100,0 % |
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 14
In der Deckungsmasse befinden sich keine
Deckungswerte, die in Fremdwährung ausgewiesen werden.
PfandBG § 28 Abs. 1 Nr. 15
|
2023 |
2022 |
Anteil der
rückständigen Deckungswerte
gemäß Art. 178 Absatz 1
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 |
0,0 % |
0,0% |
PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 1
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
a) Gesamtbetrag der
verwendeten nennwertigen
Deckungsmasse nach Größenklassen
Kreditdeckung |
|
|
| - bis zu 300 TEUR |
163,3 |
158,9 |
| - mehr als 300 TEUR bis
zu 1 Mio. EUR |
14,9 |
8,7 |
| - mehr als 1 Mio. EUR
bis zu 10 Mio. EUR |
3,0 |
3,1 |
| - mehr als 10 Mio.
EUR |
0,0 |
0,0 |
b) Gesamtbetrag der zur
Deckung verwendeten Forderungen
nach Staaten, in denen die
Grundstückssicherheiten liegen |
|
|
| - Bundesrepublik
Deutschland |
181,2 |
170,7 |
c) Gesamtbetrag der zur
Deckung verwendeten Forderungen
nach Nutzungsart |
|
|
| - gewerblich |
0,0 |
0,0 |
| -
wohnwirtschaftlich |
181,2 |
170,7 |
| davon |
|
|
| -
Eigentumswohnungen |
14,9 |
15,8 |
| - Ein- und
Zweifamilienhäuser |
140,2 |
130,6 |
| -
Mehrfamilienhäuser |
26,1 |
24,3 |
| - restliche
Objekttypen/Grundstücke |
0,0 |
0,0 |
PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 2
|
2023 |
2022 |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR |
| Gesamtbetrag der
mindestens 90 Tage rückständigen
Forderungen |
0,0 |
0,0 |
PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 3
|
2023 |
2022 |
|
Angabe in % |
Angabe in % |
Durchschnittlicher,
anhand des Betrages der zur Deckung
verwendeten Forderungen gewichteter
Beleihungsauslauf |
54,8 % |
55,1 % |
PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 4
|
2023 |
2022 |
|
Jahre |
Jahre |
| Volumengewichteter
Durchschnitt des Alters der Forderungen |
6,1 |
5,7 |
PfandBG § 28 Abs. 2 Nr. 5
|
2023 |
2022 |
|
Anzahl |
Anzahl |
a) Anzahl
anhängiger Zwangsversteigerungs- und
Zwangsverwaltungsverfahren zum 31.12.2023 |
0 |
0 |
Anzahl
durchgeführter Zwangsversteigerungen im
Geschäftsjahr |
0 |
0 |
| b) Übernahme von
Grundstücken im Geschäftsjahr |
0 |
0 |
|
in Mio.EUR |
in Mio.EUR |
| c)
Rückständige Zinsen |
0 |
0 |
Ergänzend zur Formblattbilanz ergeben sich
folgende Angaben für das Pfandbriefgeschäft:
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
Aktiva 3 Forderungen an
Kreditinstitute |
|
|
|
|
| a)
Hypothekendarlehen |
|
0,00 |
|
0 |
| b) Kommunalkredite |
|
1.425.627.728,97 |
|
1.869.128 |
| c) andere
Forderungen |
|
22.934.631,12 |
|
5 |
|
|
|
1.448.562.360,09 |
1.869.133 |
| darunter: |
|
|
|
|
| täglich
fällig |
5.842,23 |
|
|
(5) |
gegen Beleihung von
Wertpapieren |
0,00 |
|
|
(0) |
Aktiva 4 Forderungen
an Kunden |
|
|
|
|
| a)
Hypothekendarlehen |
|
3.488.731.449,40 |
|
3.329.711 |
| b) Kommunalkredite |
|
567.652.826,18 |
|
580.262 |
| c) andere
Forderungen |
|
5.096.027.100,61 |
|
5.153.025 |
|
|
|
9.152.411.376,19 |
9.062.998 |
| darunter: |
|
|
|
|
gegen Beleihung von
Wertpapieren |
32.225.727,00 |
|
|
(37.717) |
Aktiva 14 Rechnungs-
abgrenzungsposten |
|
|
|
|
a) aus dem Emissions-
und
Darlehensgeschäft |
|
23.958,48 |
|
32 |
| b) andere |
|
201.233,27 |
|
31 |
|
|
|
225.191,75 |
63 |
|
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
Passiva 1 Verbindlich-
keiten gegenüber |
|
|
|
|
| Kreditinstituten |
|
|
|
|
a) begebene Hypotheken-
Namenspfandbriefe |
|
0,00 |
|
0 |
b) begebene
öffentliche
Namenspfandbriefe |
|
0,00 |
|
0 |
c) andere
Verbindlichkeiten |
|
1.416.337.246,63 |
|
1.438.433 |
|
|
|
1.416.337.246,63 |
1.438.433 |
| darunter: |
|
|
|
|
| täglich
fällig |
20.278.051,08 |
|
|
(48) |
zur Sicherstellung auf-
genommener Darlehen
an den Darlehensgeber,
ausgehändigte Hypo-
theken-Namenspfand-
briefe und öffentliche
Namenspfandbriefe |
0,00 |
|
|
(0) |
Passiva 2 Verbindlich-
keiten gegenüber Kunden |
|
|
|
|
a) begebene Hypotheken-
Namenspfandbriefe |
|
55.105.897,71 |
|
55.106 |
b) begebene
öffentliche
Namenspfandbriefe |
|
0,00 |
|
0 |
| c) Spareinlagen |
|
|
|
|
ca) mit vereinbarter
Kündigungsfrist
von drei Monaten |
1.908.522.301,60 |
|
|
2.782.906 |
cb) mit vereinbarter
Kündigungsfrist
von mehr als drei
Monaten |
6.232.458,46 |
|
|
7.230 |
|
|
1.914.754.760,06 |
|
2.790.136 |
d) andere
Verbindlichkeiten |
|
7.368.226.195,42 |
|
6.810.123 |
|
|
|
9.338.086.853,19 |
9.655.365 |
| darunter: |
|
|
|
|
| täglich
fällig |
6.827.896.490,65 |
|
|
(6.736.228) |
zur Sicherstellung auf-
genommener Darlehen
an den Darlehensgeber,
ausgehändigte Hypo-
theken-Namenspfand-
briefe und öffentliche
Namenspfandbriefe |
0,00 |
|
|
(0) |
Passiva 3 Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
|
|
|
|
aa) Hypothekenpfand-
briefe |
0,00 |
|
|
0 |
ab) öffentliche
Pfandbriefe |
0,00 |
|
|
0 |
ac) sonstige Schuld-
verschreibungen |
40.950.972,31 |
|
|
60.774 |
|
|
40.950.972,31 |
|
60.774 |
b) andere verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
40.950.972,31 |
60.774 |
| darunter: |
|
|
|
|
| Geldmarktpapiere |
0,00 |
|
|
(0) |
Passiva 6 Rechnungs-
abgrenzungsposten |
|
|
|
|
a) aus dem Emissions-
und
Darlehensgeschäft |
|
269.904,96 |
|
343 |
| b) andere |
|
24,25 |
|
0 |
|
|
|
269.929,21 |
343 |
Zusatzangabe nach § 35 Abs. 1 Nr.
7 RechKredV
Die im Deckungsregister aufgeführten
Realdarlehen in Höhe von 181,2 Mio. EUR werden in der
Bilanz unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Die
Wertpapiere zur Deckung der Hypothekenpfandbriefe in
Höhe von 5 Mio. EUR (Nominalwert) finden sich in der
Bilanz unter den Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren.
Derivative Geschäfte
Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten
Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
|
Nominalbeträge in Mio. EUR |
|
nach
Restlaufzeiten |
|
|
Bis 1 Jahr |
1 - 5 Jahre |
> 5 Jahre |
summe |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
50,0 |
175,0 |
1.380,0 |
1.605,0 |
| OTC-Produkte |
50,0 |
175,0 |
1.380,0 |
1.605,0 |
| Zinsswaps |
50,0 |
175,0 |
1.380,0 |
1.605,0 |
| Währungsbezogene
Geschäfte |
42,4 |
86,9 |
15,2 |
144,5 |
| OTC-Produkte |
42,4 |
86,9 |
15,2 |
144,5 |
|
Devisentermingeschäfte |
42,4 |
86,9 |
15,2 |
144,5 |
| Sonstige
Geschäfte |
10,0 |
27,7 |
-
|
37,7 |
| OTC-Produkte |
10,0 |
27,7 |
-
|
37,7 |
Kreditderivate
(Sicherungsnehmerposition) |
10,0 |
27,7 |
- |
37,7 |
| Insgesamt |
102,4 |
289,6 |
1.395,2 |
1.787,2 |
Die Landessparkasse zu Oldenburg hat zinsbezogene
Termingeschäfte in Form von Zinsswapgeschäften
zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken sowie im
Rahmen der barwertigen Zinsbuchsteuerung abgeschlossen:
|
Nominalwerte |
Zeitwerte |
|
in Mio. EUR |
in Mio. EUR
1) |
| Zinsswaps |
1.605,0 |
95,3 |
1) saldiert
Die Marktwerte stehen im Zusammenhang mit
Sicherungsbeziehungen zu bilanzwirksamen Geschäften
(Bewertungskonvention), denen bei barwertiger Betrachtung
entsprechende gegenläufige Wertentwicklungen der
gesicherten Grundgeschäfte gegenüberstehen.
Die am Bilanzstichtag bestehenden Derivate im
Kundeninteresse verteilen sich auf:
| Beschreibung der
Art |
Kontraktvolumen |
Zeitwert |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
|
Devisentermingeschäfte
1) |
72,2 |
-6,8
2) |
1) Absicherung durch kongruente
Gegengeschäfte
2) saldiert
Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich
um Geschäfte im Kundeninteresse, denen betrags und
fristenkongruente Deckungsgeschäfte
gegenüberstehen und saldiert einen Zeitwert von 0 Mio.
EUR aufweisen.
Bei den Kontrahenten der derivativen
Finanzinstrumente handelt es sich um Kreditinstitute
innerhalb des Sparkassenhaftungsverbundes.
Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden
Kreditderivate-Positionen handelt es sich um
Sicherungsnehmerpositionen aus
Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen:
| Beschreibung der
Art |
Kontraktvolumen |
Zeitwert
1) |
|
Mio. EUR |
Mio.
EUR |
|
|
positiv |
negativ |
Kreditderivate
(Sicherungsnehmerposition) |
37,7 |
0,0 |
-0,0 |
1) Der Zeitwert des CDS aus der
Sicherungsnehmerposition entspricht dem Barwert bei
Auflösung des CDS.
Die ausgewiesenen Zeitwerte enthalten keine
Zinsabgrenzungen und Kosten.
Für OTC-Produkte haben wir theoretisch
ermittelte Werte (Stichtag 31.12.2023) als Zeitwerte
angesetzt (Mark to Model-Bewertung). Hierbei werden
Zinsswaps in die Bestandteile Kuponanleihe und Floater
zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender Zinskurven
getrennt bewertet. Der Zeitwert des Swaps ergibt sich dabei
aus der Differenz der Zeitwerte der beiden Basisprodukte.
Die ausgewiesenen Zeitwerte der Devisentermingeschäfte
wurden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle auf
Basis von Terminkursen ermittelt.
Die Zeitwerte für die Kreditderivate-Positionen
werden durch Zerlegung des zugrundeliegenden Credit
Default-Swaps in beiden Bestandteilen "Prämien-Leg"
und den "Sicherungs-Leg" ermittelt. Entsprechend wird
für die Sicherungsnehmerposition der Zeitwert des
Credit Default-Swaps durch die Differenz von Sicherungs-
und Prämien-Leg ermittelt.
Organe der Landessparkasse zu Oldenburg
Verwaltungsrat
Vorsitzender:
Johann Wimberg, Landrat
Mitglieder:
Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister
Petra Gerlach, Oberbürgermeisterin
Sabine Meyer, Rechtsanwältin und Notarin (ab
01.12.2023)
Bernhard Möller, DEKRA-Prüfingenieur
Rita Schilling, Dipl.-Kauffrau i. R.
Raimund Recksiedler, Küster (1. stv.
Vorsitzender)
Hermann Schröer, Verwaltungsleiter i. R.
Daniel Stellmann, Dipl.-Verwaltungswirt
Dr. Christian Pundt, Landrat
Karin Harms, Landrätin
Andre Hüttemeyer, Wirtschaftsingenieur (bis
31.08.2023)
Tobias Gerdesmeyer, Landrat
Beschäftigtenvertreter:
Thomas Lehmkuhl, Sparkassenbetriebswirt (2. stv.
Vorsitzender)
Heike Boldt, Gewerkschaftssekretärin ver.di
Martina Haack, Gewerkschaftssekretärin
ver.di
Sandra Pagel, Sparkassenfachwirtin
Martin Papenbrock, Sparkassenbetriebswirt
Mareike Segebade, Sparkassenbetriebswirtin
Vorstand
Michael Thanheiser, Vorstandsvorsitzender
Tanja-Vera Asmussen, stellv. Vorstandsvorsitzende
Jürgen Rauber, Vorstandsmitglied
Olaf Hemker, Vorstandsmitglied
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im
Geschäftsjahr 2023 2.192 TEUR. Die Mitglieder des
Verwaltungsrats erhielten für ihre Tätigkeit
Gesamtbezüge in Höhe von 143 TEUR.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren
Hinterbliebenen sind zum 31.12.2023 23.995 TEUR
zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen im
Geschäftsjahr 1.496 TEUR.
Die Kredite und Vorschüsse an den Vorstand sowie
die zu seinen Gunsten eingegangenen
Haftungsverhältnisse betragen 3.758 TEUR. Die
entsprechenden Kreditgewährungen an Mitglieder des
Verwaltungsrats betragen 317 TEUR.
Für Abschlussprüfungsleistungen der
Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Niedersachsen
sind im Berichtsjahr 591 TEUR aufgewendet worden. Auf
andere Bestätigungsleistungen des
Abschlussprüfers entfielen Aufwendungen in Höhe
von 25 TEUR. Bei den anderen Bestätigungsleistungen
handelt es sich um Leistungen für die Prüfung des
Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts.
Wir beschäftigten im
Jahresdurchschnitt:
|
männlich |
weiblich |
gesamt |
|
Vollzeitbeschäftigte |
574 |
314 |
888 |
|
Teilzeitbeschäftigte |
52 |
440 |
492 |
|
626 |
754 |
1.380 |
| Auszubildende |
53 |
54 |
107 |
|
679 |
808 |
1.487 |
Landessparkasse zu Oldenburg
Der Vorstand
| Michael Thanheiser |
Tanja-Vera
Asmussen |
Jürgen Rauber |
Olaf Hemker |
Anlage zum Jahresabschluss
gemäß § 26a Abs. 1 Satz
2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische
Berichterstattung")
Die Landessparkasse zu Oldenburg hat keine
Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende
Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre
Geschäftstätigkeit als regional tätige
Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die
Tätigkeit der Landessparkasse zu Oldenburg besteht im
Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare
Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und
Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Landessparkasse zu Oldenburg definiert den Umsatz
als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn-
und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge,
Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc.,
Erträge aus Gewinngemeinschaften etc.,
Provisionserträge, Provisionsaufwendungen,
Netto-ertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge und
Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche
Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 369.240 TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 1.194.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 94.929 TEUR.
Die Steuern auf den Gewinn betragen 44.527 TEUR. Die
Steuern betreffen laufende Steuern.
Die Landessparkasse zu Oldenburg hat im
Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen
erhalten.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden am
19. April 2024 durch die Prüfungsstelle des
Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes mit
folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen:
"Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg
Vermerk über die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Landessparkasse zu
Oldenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
Landessparkasse zu Oldenburg für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kreditinstitute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2
Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass
alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen gemäß Artikel 5
Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung,
dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
2. Bewertung von Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und anderen
nicht festverzinslichen Wertpapieren
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt aufgebaut:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
1. Bewertung der Forderungen an
Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Für die Sparkasse stellen die Forderungen an
Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch
Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können
sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss,
insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse, ergeben.
Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. vor allem
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit),
maßgeblich. Dies gilt insbesondere für die von
den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Krise und des
Krieges in der Ukraine betroffenen Kreditengagements. Die
Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der
S-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen.
Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer
entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit
einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der
Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings
Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der
Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne
Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz
der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen
und die Höhe der Forderungen.
b) Prüferisches Vorgehen und
Erkenntnisse
Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung
die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung
der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Angemessenheit
des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der
Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir
Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse
vorgenommen. Bei einer risikoorientierten
Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben
wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der
Sparkasse vorgenommene Beurteilung des
kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die
Bewertung von Kreditsicherheiten und der dabei zugrunde
gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Im Rahmen der
Prüfung des Jahresabschlusses haben wir insbesondere
untersucht, ob der Kreditbestand Forderungen enthält,
bei denen sich Ausfallrisiken abzeichnen oder bereits
eingetreten sind.
c) Verweis auf weitergehende
Informationen
Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden
sind im Anhang zum Jahresabschluss in den
Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen
wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt
Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage;
Ertragslage).
2. Bewertung von Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien und
anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
a) Sachverhalt und Problemstellung
Für die Sparkasse stellt das
Wertpapiereigengeschäft aufgrund seines Umfangs ein
bedeutendes Geschäftsfeld dar. Durch die
marktpreisorientierte Bewertung der Wertpapiere können
sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss der
Sparkasse, insbesondere auf die Ertragslage, ergeben. Die
Sparkasse hat Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere im Portfolio, die sie sowohl
der Liquiditätsreserve als auch dem
Anlagevermögen zuordnet. Für Zwecke der Bewertung
gemäß §§ 340e Abs. 1 Satz 2, 253 Abs.
1, 3 und 4 HGB wird der beizulegende Wert herangezogen.
Dieser wird grundsätzlich durch den an einem aktiven
Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt.
Sofern anhand definierter Kriterien für
Finanzinstrumente kein aktiver Markt festgestellt wurde,
hat die Sparkasse den beizulegenden Wert auf der Grundlage
von einem Dienstleister theoretisch berechneter Kurse
abgeleitet, denen unter Verwendung laufzeit- und
risikoadäquater Zinssätze ein
Discounted-Cashflow-Modell zugrunde liegt. Für die
Bewertung der Anteile an Investmentvermögen ist -
soweit diese nicht an einer Börse gehandelt werden -
der nach investmentrechtlichen Grundsätzen bestimmte
Rücknahmepreis maßgeblich.
b) Prüferisches Vorgehen und
Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die
Angemessenheit und Wirksamkeit des Internen
Kontrollsystems, insbesondere die Prozesse zur Bewertung
der Wertpapiere, beurteilt. Darüber hinaus haben wir
risikoorientiert die Bewertung ausgewählter
Einzelfälle im Hinblick auf erhöhte
Bewertungsunsicherheiten nachvollzogen. Dabei beurteilten
wir die Angemessenheit der vom Vorstand der Sparkasse
angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen sowie die
Vertretbarkeit der angesetzten beizulegenden Werte.
c) Verweis auf weitergehende
Informationen
Informationen zur Bewertung der Schuldverschreibungen
und anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie der Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind im
Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den
Bilanzposten Aktiva 5 und 6 enthalten. Darüber hinaus
verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt
Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage;
Ertragslage).
Sonstige Informationen
Der Vorstand bzw. der Verwaltungsrat sind für
die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen
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den Bericht des
Verwaltungsrats,
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| ― |
alle übrigen Teile des uns
voraussichtlich nach dem Datum des
Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu
stellenden Geschäftsberichts sowie
|
| ― |
den uns voraussichtlich nach dem
Datum dieses Bestätigungsvermerks zur
Verfügung zu stellenden gesonderten
nichtfinanziellen Bericht i. S. des § 289b Abs.
3 HGB,
|
| ― |
aber nicht den Jahresabschluss,
nicht die inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben und nicht unseren
dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
|
Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des
Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen ist der
Vorstand für die sonstigen Informationen
verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung des Vorstands und des
Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Sparkasse abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Sparkasse ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Sparkasse vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Sparkasse.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
|
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung
von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen
Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere
rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß
Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind gemäß § 23 Abs. 2 Satz 1 des
Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. §
340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer
der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht gemäß Artikel 11
EU-APrVO im Einklang stehen.
Verantwortlicher
Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Axel Brockmann."
Bericht des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat wurde vom Vorstand
regelmäßig über die Lage sowie die
Geschäftsentwicklung der LzO unterrichtet. Er trat im
Berichtsjahr zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Seine
Ausschüsse tagten zwölf Mal. Alle Aufgaben, die
dem Verwaltungsrat nach Gesetz und Satzung zukommen, wurden
von ihm wahrgenommen. Er überwachte die Tätigkeit
des Vorstands und überzeugte sich von der
Ordnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der
Lagebericht für das Jahr 2023 sind von der
Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen-
und Giroverbandes geprüft und mit dem
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen
worden. Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand vorgelegten
Lagebericht für das Jahr 2023 gebilligt, von dem
schriftlichen und in der Sitzung am 16. Mai 2024
zusätzlich von dem mündlichen Bericht der
Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen-
und Giroverbandes Kenntnis genommen und daraufhin den
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der geprüften
Fassung festgestellt. In Übereinstimmung mit dem
Vorschlag des Vorstands wurde beschlossen, den
ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 50.000.000,00
Euro der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Der Verwaltungsrat spricht dem Vorstand sowie den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LzO für die
geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Landessparkasse zu Oldenburg
Der Verwaltungsrat
| Johann Wimberg |
| Vorsitzender |
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