Bohlen & Doyen Bau GmbH
Selbe AdresseRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Körber seit 28.1.2025 | Prokura |
Sebastian Schaufert seit 15.8.2024 | Prokura |
Nina Braune seit 15.8.2024 | Prokura |
Peter Michael Karl Pfannenstiel seit 20.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SPIE Operations SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE Gastechnischer Service GmbHWiesmoorJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche 1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1 % im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8 % für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2 Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP-Wachstum schrumpfte im Jahr 2023 um 0,5 %. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4 % 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5 Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um - 0,3 %. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9 % 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8 %) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8 % auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7 %) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5 %) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9 1.2 Entwicklung der Branche Der relevante Markt der SPIE Gastechnischer Service GmbH (SPIE GTS) beinhaltet die Marktsegmente Odorservice, Odorkonzentrationsmessung, Marktraumumstellung, Zählerwesen, GDR-Service (Gasdruckregelanlagen) und das Assistance Center (Störungs- und Auftragsmanagement). Das Jahr stellte die deutsche Energiewirtschaft auch weiterhin vor große Transformationsherausforderungen. Die wegen der Energiekrise von der Bundesregierung eingeführte Strom- und Gaspreisbremse lief zum 31.12.2023 aus. Die Marktpreise erholten sich wieder und lagen unter dem garantierten Preisniveau. 10 Nicht mehr finanziert werden konnte der geplante Zuschuss zur Stabilisierung der Netzentgelte aufgrund der Schließung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Besonders deutlich wurde der Umbau der Energieversorgung im Gasmarkt. Die Gasimporte aus Russland reduzierten sich im Jahr 2023 auf null. Insgesamt gingen die Erdgas-Netto-Importe um 16% und die inländische Erdgasförderung um rund 11% zurück (vs. 2022). Der für die Versorgungssicherheit im Winter wichtige Gasspeicherfüllstand übertraf im November mit 100% das für diesen Zeitpunkt avisierte Ziel von 95%. 11 Die neu gebauten Flüssiggas-Terminals sicherten rund ein Drittel der Gasimporte. Auch wurde das im Jahr 2022 beschlossene LNG-Gesetz noch einmal angepasst, um die künftige LNG-Gaseinspeisung abzusichern. Mit der Konkretisierung einer klimagerechten Nachnutzung wird sichergestellt, dass die im Aufbau befindliche LNG-Infrastruktur später als Wasserstoff-Infrastruktur genutzt werden kann. 12 Der Zubau des Gasrohrnetzes von ca. 2.500 km auf 619.200 km durch die Gasnetzbetreiber erreichte 2023 lediglich ein Zuwachs um 0,4% im Vergleich zum Vorjahresstand. 13 Am 15.11.2023 hat das Bundeskabinett den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung beschlossen. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, ihren Antragsentwurf zur Ausgestaltung dieses Kernnetzes veröffentlicht. Beschrieben wird das Grundgerüst der Wasserstoffinfrastruktur mit der deutschlandweit wesentlichen Wasserstoff-Standorten, wie große Industriezentren, Speicher, Kraftwerke und Importkorridore angebunden werden sollen. 14 Das für die Gaswirtschaft wichtigste aktuelle Projekt der Marktraumumstellung konnte in 2023 konsequent weiterbetrieben werden und alle verbindlich angekündigten Umstellungsbereiche wurden abgeschlossen. 15 Die Kontinuität des jährlichen Volumens in den Geräteanpassungen sicherte eine hohe Auslastung bei den spezialisierten Umstellungsdienstleistern. Weiterhin wirken der demografische Wandel und der Fachkräftemangel stark auf die Branche ein. Insbesondere hinsichtlich der notwendigen Zertifizierungen bei dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) entsteht auch für die SPIE GTS ein erhöhter Fachkräftebedarf. Demzufolge rücken Themen wie Mitarbeiterbindung und -entwicklung stärker in den Fokus. Eine weitere Besonderheit stellt die Einführung eines neuen Odorierungsmittels dar. Das neue schwefelhaltige Odormittel (Scentinel TB) stellt zum einen erhöhte Anforderungen an die Geräte und den Fuhrpark dar und zum anderen wird eine deutlich geringere Menge benötigt. In der Folge entsteht ein erhöhter Umrüstungs- bzw. Investitionsbedarf und Umsatzeinbußen sind zu erwarten. Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE GTS adressierten Märkte als stabil und attraktiv dar. 2. Darstellung der Gesellschaft 2.1 Aufstellung SPIE Gastechnischer Service GmbH Die SPIE GTS ist unabhängiger Dienstleister für den Odorservice, die Wartung und Instandhaltung von Gasdruckregel- und Messanlagen, den bundesweiten Zählerservice für Gas-, Wasser- und Strom-Hausanschlüsse und die Marktraumumstellung L-/H-Gas sowie die Leitstellen- und Entstördienste. Durchschnittlich 167 Beschäftigte erwirtschafteten einen Umsatz von Mio. EUR 20,6. Durch das umfangreiche Leistungsspektrum und seine umfassenden Kompetenzen hat die SPIE GTS im Markt für energietechnische Dienstleistungen vor allem in Niedersachsen und in puncto Odorierung bundesweit eine bedeutende Position erworben. Die alleinige Gesellschafterin der SPIE GTS ist die SPIE SAG GmbH, Ratingen. Letztere ist im Handelsregister von Düsseldorf unter der Nummer HRB 82030 eingetragen. Die Gesellschafterin berät und überwacht die Geschäftsführung. Im Sinne einer langfristigen und werteorientierten Unternehmensführung werden die Leitlinien unternehmerischen Handelns festgelegt und verankert. Das Ziel beider ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes des SPIE GTS und die Sicherstellung der gesellschaftlichen Akzeptanz für das unternehmerische Handeln. 2.2 Entwicklung der Gesellschaft a. Marktpositionierung Die SPIE GTS ist ein bundesweiter Dienstleister rund um die gastechnische Energieversorgung. Der Odorservice der SPIE GTS ist mit einem Alleinvertriebsrecht der Chevron-Philips Chemicals ausgestattet und befüllt mit mehreren LKWs bundesweit die Gasnetze mit Odor. Neben jahrelanger Kompetenz in Odorwartung, Konzentrationsmessung, GDRM-Service, Zählerservice und Assistance-Center konnte sich die SPIE GTS im Segment der Marktraumumstellung von L-/H-Gas etablieren. b. Geschäftsentwicklung Die SPIE GTS verzeichnete auch im Jahr 2023 bedeutende Auftragseingänge. Darüber hinaus baute die Gesellschaft die Zusammenarbeit mit Bestandskunden aus. Wie bereits in Vorjahren, lieferte die SPIE GTS im Berichtszeitraum weiterhin beträchtliche Mengen Odoriermittel an die EWE Netz GmbH, den thüga-Einkaufsverbund und war im Bereich der Marktraumumstellung in großem Umfang für die NEW Netz GmbH und die EWE Netz GmbH erfolgreich tätig. Im Rahmen der Konzentrationsmessung konnten für die EON im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr unverändert rund 3.000 Messpunkte im Bereich Bayern abgearbeitet werden. In Schleswig-Holstein waren es 1.600 Messpunkte für die SH Netz AG. Im Assistance Center konnte man die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kunden Siemens erweitern und den Auftrag, für die deutschlandweite Störungsannahme für das digitale Zutrittskontroll- und Zeitmanagementsystem SIPORT, gewinnen. Mit der TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG konnte bei einem wesentlichen Kunden das bereits auf hohem Niveau bestehende Geschäft ausgebaut werden. Mit den Stadtwerken Ludwigsburg wurde ein weiterer Rahmenvertrag in 2023 hinzugewonnen. c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns Als Unternehmen des SPIE-Konzerns kann die SPIE GTS auf die gruppenweit angebotenen technologischen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen. Dies ermöglicht der Gesellschaft, das gesamte Leistungsspektrum der Gruppe aus einer Hand anzubieten und damit bestehende Kundenbeziehungen fortwährend erweitern zu können. 3. Entwicklung von Leistung und Auftragseingang Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 20,6 (Vorjahr: Mio. EUR 20,4). Der Auftragseingang belief sich auf insgesamt Mio. EUR 16,1 (Vorjahr: Mio. EUR 23,6). Der Umsatz lag bei Mio. EUR 20,6 (Vorjahr: Mio. EUR 20,1). Hierzu trugen die Niederlassung Wiesmoor mit Mio. EUR 16,3 (Vorjahr: Mio. EUR 16,0) und die Niederlassung Erfurt mit Mio. EUR 4,3 (Vorjahr: Mio. EUR 4,1) bei. 4. Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 164 Mitarbeiter (Vorjahr: 163 Mitarbeiter). 5. Struktur der Gesellschaft Die Gesellschaft hat folgende operative Einheiten:
II. Wirtschaftsbericht1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ertragslage, Working Capital und Finanzlage. Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Vermögenslage gegeben. 1.1 Auftragseingang Der Auftragseingang der SPIE GTS betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt Mio. EUR 16,1 nach Mio. EUR 23,6 im Vorjahr und liegt damit weit unter den Erwartungen. Diese deutliche Minderung ist damit zu begründen, dass aufgrund der Umstellung von SAP R3 auf S4 HANA zum 01.01.2023 eine Vielzahl der Aufträge für das Jahr 2023 bereits zum Jahresende 2022 im Warenwirtschaftssystem erfasst wurde. 1.2 Leistung Die Leistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung, betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 20,6 (Vorjahr: Mio. EUR 20,4) und entsprach damit der für das Berichtsjahr formulierten Erwartung einer unveränderten Leistung. 1.3 Ertragslage Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich in 2023 auf Mio. EUR 1,2 (Vorjahr: Mio. EUR 1,2), lag damit auf dem Vorjahresniveau und leicht über der im Vorjahr prognostizierten Entwicklung. Der Materialaufwand stieg, aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen, um insgesamt Mio. EUR 0,4. Die Materialintensität betrug im Berichtsjahr 30,5 %, das entspricht einer Erhöhung von 1,5 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Personalaufwendungen, inklusive der Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, betrugen in 2023 Mio. EUR 9,8 (Vorjahr: Mio. EUR 9,4). Verantwortlich für die leichte Erhöhung waren die durch neue Tarifvereinbarungen angestiegene Löhne und Gehälter. Insgesamt lag die Personalintensität mit 47,5 % leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres von 46,4 %. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen zusammengerechnet Mio. EUR 4,4 und lagen damit auf Vorjahresniveau (Mio. EUR 4,4). 1.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr Mio. EUR 10,8 (Vorjahr: Mio. EUR 11,3). Davon umfasste das Anlagevermögen Mio. EUR 2,8 (Vorjahr: Mio. EUR 3,5) und das Umlaufvermögen Mio. EUR 8,0 (Vorjahr: Mio. EUR 7,8). Das Anlagevermögen verminderte sich vor allem infolge planmäßiger Abschreibungen, insbesondere auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, belief sich auf Mio. EUR 4,8 (Vorjahr: Mio. EUR 4,4). Bereinigt um die Geldanlage im Cash-Pool der SPIE DZE GmbH von Mio. EUR 3,8 (Vorjahr: Mio. EUR 3,5) veränderte sich das Working Capital leicht von Mio. EUR 0,9 im Vorjahr auf Mio. EUR 1,1. Für das Geschäftsjahr prognostizierte leichte Reduzierung konnte damit nicht erreicht werden. Hierfür sind die Erhöhungen der Vorräte sowie der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen anzuführen. Das Eigenkapital betrug im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 7,5 (Vorjahr: Mio. EUR 7,8). Die Reduzierung ist auf den im Vergleich zum Vorjahr niedrigerem Jahresüberschuss durch höheren Steueraufwand zurückzuführen. Damit wurde das Anlagevermögen zu 269,8 % (Vorjahr: 225,3 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 69,3 % im Vorjahr auf 69,5 %. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich von Mio. EUR 1,4 des Vorjahres auf Mio. EUR 0,6 im Berichtsjahr. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 Steuerrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 0,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0,1) aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,7). Gleichfalls lagen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit Mio. EUR 0,8 über denen des Vergleichsjahres (Mio. EUR 0,6). 1.5 Finanzlage Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der SPIE DZE eingebunden. Damit ist die Liquidität jederzeit gesichert. Die Liquidität, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie den Finanzforderungen aus dem Cash-Pooling, betrug zum Bilanzstichtag 2023 Mio. EUR 3,8 (Vorjahr: Mio. EUR 3,5). Der Anstieg entsprach der für das Geschäftsjahr prognostizierten moderaten Verbesserung. 1.6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Im Hinblick auf die finanziellen Leistungsindikatoren Ertragslage, Leistung und Finanzlage konnte die SPIE GTS die für das Geschäftsjahr 2023 formulierten Erwartungen erreichen. Die an die Entwicklung des Working Capital und des Auftragseingangs gestellte Erwartung wurde nicht erfüllt. Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sehr zufriedenstellend. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld 1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9 % verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 %. 16 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8 %) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 17 Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5 %) prognostiziert die OECD mit +0,6 % ein kaum positiveres BIP-Wachstum für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 18 In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation, erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 19 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP von 0,2 % 20 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6 %), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 21 Abzuwarten sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen. 1.2 Erwartete Entwicklung der Branche Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird auch im Jahr 2024 die deutsche Energiewirtschaft prägen. Die Maßnahmen des Energiesicherheitspakets und eine insgesamt milde Witterung haben die Versorgungssicherheit für den Winter 2023/2024 sichergestellt. Die angestrebte Unabhängigkeit von russischen Energieimporten ist Realität und lässt die Versorger optimistisch auf den Fortgang der Transformation des Energiesystems blicken. Fallende Gaspreise an den Handelsbörsen zu Beginn des Jahres 2024 sind ein Ausdruck dessen. Die Bundesregierung hält auch im Jahr 2024 an einer Beschleunigung der Transformation zum klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystem fest. Das 2023 in Kraft getretene neue EEG, welches den Ausbau erneuerbarer Energien auf mindestens 80 % bis 2030 als Ziel hat, wird im Jahr 2024 die Ausschreibungsmengen für Photovoltaik und Wind-Projekte erhöhen, den Abbau bürokratischer und regulatorischer Hemmnisse ermöglichen sowie Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. 22 Mit dem im Mai 2021 veröffentlichten Netzentwicklungsplan Gas 2020 bis 2030 haben die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber ihren Plan zum Netzausbau vorgelegt, der wesentliche Positionen auf dem Weg zu einer auch in Zukunft sicheren, umweltverträglichen und wirtschaftlichen Gasversorgung beschreibt. Das veranschlagte Gesamtinvestitionsvolumen des Netzentwicklungsplans Gas 2020-2030 beträgt insgesamt rund 7,8 Mrd. Euro. 23 Nach wie vor hat die L-H-Gas-Marktraumumstellung einen starken Einfluss auf die Entwicklung des Fernleitungs- sowie Verteilnetzes in den kommenden Jahren. Bis in das Jahr 2025 sind die Konzepte zur Durchführung der Marktraumumstellung in den betroffenen Bereichen weitestgehend mit den Verteilernetzbetreibern und Anschlusskunden abgestimmt. Für das Jahr 2024 sind 503.000 Geräteumstellungen auf H-Gas vorgesehen. Die Kontinuität in den Umstellungszahlen wird sich auch die kommenden 3 Jahre fortsetzen, wodurch Leerlaufphasen für die Umstellungsdienstleister vermieden werden. 24 Verankert in der Nationalen Wasserstoffstrategie 25 setzt die Bundesregierung zur Erreichung der Klimaziele perspektivisch auf grünen Wasserstoff als Energieträger. Mit seinem Beschluss setzt die Bundesregierung im November 2023 den gesetzlichen Rahmen für einen integrierten Netzentwicklungsplan Wasserstoff und Gas sowie die Kernnetz-Finanzierung. Parallel dazu haben die Fernleitungsnetzbetreiber, als künftige Wasserstoffnetzbetreiber, einen Antragsentwurf zur Ausgestaltung der Kernnetz-Infrastruktur veröffentlicht. 26 Insgesamt soll bis 2032 ein Kernnetz von rund 9.700 km entstehen. Rund 40% dieser Infrastruktur wird hierfür neu gebaut. 27 Fördermittel sind für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur unerlässlich. Im Februar 2024 genehmigte die EU 24 deutsche Projekte, die im Rahmen des "Hy2Infra" entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette realisiert und mit rund 8 Mrd. EUR gefördert werden (4,6 Mrd. EUR Bund und Länder sowie 3,4 Mrd. EUR durch Unternehmen). 28 Die SPIE GTS sieht im Bereich Wasserstoff-Infrastruktur vielfältigste Geschäftsmöglichkeiten beim Betrieb von Elektrolyseuren oder bei der Umwidmung bestehender sowie dem Aus- und Zubau von dedizierten Wasserstoffnetzen und wird ihre Kompetenz entsprechend einsetzen. Die hohe Priorität der Transformation des Energiesystems sowie die Marktraumumstellung wird sich weiterhin positiv auf das Geschäft der SPIE GTS auswirken. Einzig ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflation auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Auftragseingang Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 16,1 (Vorjahr: Mio. EUR 23,6) erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer deutlichen Erhöhung des Auftragseingangs gegenüber dem Berichtsjahr gerechnet. 2.2 Leistung Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die SPIE GTS eine Leistung leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Grundlage für diese Prognose bilden die bereits teilweise neu verhandelten bzw. bestehenden Rahmenverträge und das weiterhin robuste Odorierungsgeschäft. 2.3 Ertragslage Aufgrund der Marktunsicherheiten im Gassektor, sowie der geopolitischen Spannungen rechnet die SPIE GTS für das Geschäftsjahr 2024 nur mit einer leichten Steigerung des EBIT gegenüber dem Vorjahr. 2.4 Working Capital Ausgehend von einem bereinigten Working Capital von Mio. EUR 1,1 wird eine leichte Reduzierung gegenüber dem Berichtsjahr angestrebt. 2.5 Finanzlage Am Jahresende 2023 belief sich der Cash-Bestand inkl. Cash-Pool-Forderungen auf Mio. EUR 3,8. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten stabilen Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine moderate Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der künftigen Ergebnisentwicklung erwartet. 3. Effiziente Organisation des Risikomanagements Die Risikopolitik der SPIE GTS ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:
Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine-Krieg werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen. 4. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden und dem hohen Investitionsbedarf in die Energieinfrastruktur. Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einem mehrstufigen Review- und Freigabeprozess, der bereits vor Angebotsbearbeitung in Form eines "Bid go/no-go"-Prozesses etabliert ist. Dieser Review-Prozess setzt sich in der Start-Up-Phase bei neuen Projekten sowie einem kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess über die gesamte Laufzeit der Projekte fort. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen konnte die Anzahl nicht profitabler Aufträge signifikant reduziert werden. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Einem möglichen Verlust wichtiger Aufträge wird durch eine intensive, koordinierte Betreuung wichtiger Bestandskunden begegnet. Diese umfasst auch die Durchführung von Workshops mit dem Kunden, um frühzeitig Optimierungspotentiale zu identifizieren und die Leistungserbringung an die Kundenerfordernisse anzupassen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine weitere Steigerung der Kundenbindung und somit die Reduzierung des Auftragsverlustrisikos. Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen- und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diesen Risiken konnte durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt gesehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE Gastechnischer Service GmbH nicht gesehen.
Wiesmoor, den 02.05.2024 gez. Peter Pfannenstiel, Geschäftsführer
1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook
Update, S. 1ff.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenSitz der SPIE Gastechnischer Service GmbH (SPIE GTS) ist Wiesmoor, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Aurich. Die Handelsregisternummer lautet HRB 204429. Der Jahresabschluss der SPIE GTS ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinige Gesellschafterin der SPIE GTS ist die SPIE SAG GmbH mit Sitz in Ratingen, mit der ein Beherrschungsvertrag und einer hierin geregelten Verlustausgleichsklausel besteht. Des Weiteren ist die Gesellschaft in dem umsatzsteuerlichen Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der entgeltlich von Dritten erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Bei entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerten beträgt diese zehn Jahre und orientiert sich an der Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurde. Darüber hinaus beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ein bis 15 Jahre, für Mietereinbauten ein bis 15 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen ein bis 18 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 18 Jahre. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Abschreibung führt. Bis einschließlich Geschäftsjahr 2022 wurden geringwertige Anlagegüter bis zu Anschaffungskosten von EUR 800 im Zugangsjahr abgeschrieben. Seit dem 01.01.2023 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden gegebenenfalls vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Posten wird planmäßig aufgelöst. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt als Pauschalrückstellung in Höhe von 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) auf den durchschnittlichen, gewährleistungsbehafteten Umsatz der vorangegangenen Geschäftsjahre. Der langfristige Anteil der Rückstellung wird abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Die langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen, basierend auf dem Diskontierungszinssatz von 1,76 %, passiviert. Der von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB) beträgt 1,74 %. Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung der Jubiläumsrückstellung. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen waren lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten. Die Unfertigen Leistungen beinhalteten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände waren wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden aus dem Cash-Pooling (TEUR 3.788; Vorjahr: TEUR 3.509), aus der Umsatzsteuervorauszahlung für das Jahr 2023 (TEUR 226; Vorjahr: TEUR 202), die aufgrund der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft als Forderung gegen die Gesellschafterin besteht und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 98; Vorjahr: TEUR 124). Insgesamt entfielen auf Forderungen gegen die SPIE SAG GmbH TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 219). (4) Latente Steuern Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 29,7 % (Vorjahr: 30,7 %). Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 364), die auf die Bewertung der temporären Differenzen TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 364) entfielen. Die aktiven latenten Steuern auf die temporären Differenzen resultierten aus einer unterschiedlichen Abschreibung des Goodwills (TEUR 363; Vorjahr: TEUR 317) und aus Bewertungsunterschieden in den Rückstellungen und Verbindlichkeiten (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 47). Diese sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 HGB im Berichtsjahr nicht aktiviert. (5) Mindeststeuer Der gebuchte Steueraufwand der Gesellschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthielten:
(7) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten teilen sich im Einzelnen wie folgt auf:
* Angaben im Vorjahresabschluss unterblieben Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 673; Vorjahr: TEUR 0) und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 138; Vorjahr: TEUR 601), davon TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 592) gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE SAG GmbH, Ratingen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(8) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr ausschließlich im Inland erzielt (TEUR 20.635; Vorjahr: TEUR 20.142. Die Auslandserlöse betrugen im Vorjahr TEUR 83. Die Aufteilung nach Kundengruppen stellte sich wie folgt dar:
(9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 727 (Vorjahr: TEUR 344), aus Weiterberechnungen im Firmenverbund in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 150), aus Weiterberechnungen an Dritte in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 54), Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 42) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 30; Vorjahr: TEUR 42). (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Mieten und Leasing (TEUR 905; Vorjahr: TEUR 919), Personal- und Sachkostenumlagen (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 837) sowie Auslösungen, Fahrgelder und Reisespesen (TEUR 561; Vorjahr: TEUR 573). (11) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalteten Avalgebühren in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 9). Sonstige Angaben(12) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 167 Arbeitnehmer (Vorjahr: 166).
(13) Geschäftsführer Herr Peter Pfannenstiel, Leiter des Geschäftsbereiches CityNetworks & Grids der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe. (14) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (15) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich auf TEUR 1.238 (Vorjahr: TEUR 817) aus Operating-Leasing-Vereinbarungen für Fahrzeuge und TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 596) aus Mietverpflichtungen. (16) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 16, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), welches ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfiel. (17) Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Firma SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH veröffentlicht. (18) Nachtragsberichterstattung Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten. (19) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresüberschuss an die Gesellschafterin auszuschütten.
Wiesmoor, den 02.05.2024 SPIE Gastechnischer Service GmbH, Wiesmoor gez. Peter Pfannenstiel, Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SPIE Gastechnischer Service GmbH, Wiesmoor Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Gastechnischer Service GmbH, Wiesmoor, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Gastechnischer Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 3. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Julian Gruber, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 2. Juli 2024 festgestellt. |
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