Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 23300
Eingetragen
29.6.1998
Branche
Herstellung von Glasfasern und Waren darausHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Gegenstand
Vertrieb von organischen und anorganischen Fasern und von Produkten, die aus diesen Fasern hergestellt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Suzana Lazarevic
seit 26.5.2025
Prokura
Prokura
Darious Eugene Naylor
seit 13.10.2023
Geschäftsführer
Stefan Mohr
seit 24.1.2022
Prokura
Katherine C. Albery
seit 6.12.2021
Geschäftsführer
Christian Hassmann
seit 4.9.2020
Geschäftsführer
Martin Kleinebrecht
seit 10.6.2014
Prokura
Anne Schaefer
seit 3.4.2008
Prokura
Jürgen Herbach
seit 7.3.2008
Prokura
Inge Schippers
seit 7.3.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Johns ManvilleUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Johns Manville Sales GmbH

Bobingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Johns Manville Sales GmbH vertreibt Glasfaservliese, Polyester-Spinnvliese sowie Filtrations- und sonstige Produkte an die verarbeitende Industrie. Es werden ausschließlich Produkte der Konzernunternehmen Schuller GmbH und Johns Manville GmbH verkauft.

Glasfaservliese werden u.a. als Trägermaterial für flächenförmige Produkte, wie z.B. Bitumendachbahnen oder PVC-Bodenbeläge, eingesetzt. Eine weitere Produktgruppe sind Feinfasermatten für verschiedene Filteranwendungen, insbesondere für die Gebäudeklimatisierung. Eine weitere Produktgruppe sind Glasfasergarne und -vorgarne, die von den Abnehmern überwiegend zu Geweben weiterverarbeitet werden und zu einem großen Teil als Glasfasertapeten in die Innendekoration gehen. In kleinerem Umfang werden bindemittelfreie Nadelmatten aus Glasfasern vertrieben. Im Bereich Glasfaservliese ist die Johns Manville Sales GmbH einer der bedeutendsten Anbieter in Europa.

Polyester-Spinnvliese werden im Wesentlichen zur Herstellung von Bitumendachbahnen, Dachunterspannbahnen, Fußbodenbelägen, Batterieseparatoren und Filtrationsprodukten verwendet. Die synthetischen Filtrationsprodukte gehen als Vorprodukte in den Automobilsektor sowie in die Industrie- und Flüssigkeitsfiltration. Im Polyester-Spinnvlies-Markt für Dachbahnen zählt die Johns Manville Sales GmbH zu den großen Anbietern in Europa.

Die Johns Manville Sales GmbH hat Betriebsstätten in Wertheim am Main und in Bobingen.

Für die Vertriebsaktivitäten erhält die Johns Manville Sales GmbH von der Schuller GmbH und von Johns Manville, Denver/USA, eine Verkaufsprovision. Mit der europäischen Holding, der Johns Manville Europe GmbH, Bobingen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem Rückgang des BIP in der Eurozone von 6 % im Jahr 2020 aufgrund der COVID-Pandemie, gefolgt von zwei Wachstumsjahren 2021 und 2022 (5,9 % bzw. 3,5 %), erzielte das BIP im Jahr 2023 ein moderateres Wachstum von 0,6 %. Allerdings verzeichnete der Index der Industrieproduktion einen Rückgang von 2,7 % für das Jahr 2023 nach einem Plus von 2,2 % im Jahr 2022. Dieser Marktrückgang war sowohl in West- als auch in Osteuropa zu beobachten, wenn auch bspw. in Polen in geringerem Maße. Wir sahen einen verstärkten Druck von Wettbewerbern aus dem Fernen Osten aufgrund der wieder etwas sinkenden Preise für Seefracht und einer niedrigeren lokalen Nachfrage in Verbindung mit Überkapazitäten.

Der Prognose zufolge sollte sich die europäische Nachfrage speziell im Bausegment verlangsamen, wobei der Wohnungsbau mit einem Rückgang von 1,6 % die treibende Kraft war. Der Nichtwohnungsbau sollte im niedrigen bis mittleren Bereich wachsen, obwohl die Nachfrage durch den Abbau erheblicher Lagerbestände aus dem Jahr 2022 beeinträchtigt wurde. Zum Vergleich: Basismaterialien im Bausegment, wie Zement, Gips und Mauerwerk, verzeichneten in Deutschland einen Rückgang von 12 % und in Frankreich einen Rückgang im mittleren einstelligen Bereich.

Des Weiteren nahm der Druck der Importe aus Asien im Laufe des Jahres 2023 durch einen deutlichen Rückgang der Seefrachtraten aus China in die EU zu. Die Frachtraten sanken unter die 3.000-Dollar-Marke pro Containerladung.

Wir schätzen, dass der deutsche Bausektor für Vliesstoffe im niedrigen zweistelligen Bereich rückläufig war, da neben den oben beschriebenen Einflussfaktoren, ein weiterhin hohes Materialkostenniveau im Bausegment, hohe Energiekosten verbunden mit gestiegenen Finanzierungszinsen die Aktivität und die Realisierung neuer Projekte behinderten. Die Budgets der privaten Haushalte standen unter Druck und die geopolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine wirkte sich negativ auf das Verbrauchervertrauen und die Nachfrage aus.

Der Bereich der Verbundwerkstoffanwendungen für den Reisemobilmarkt entwickelte sich in Europa und Nordamerika deutlich unterdurchschnittlich mit Anzeichen für eine Verbesserung zum Ende des Jahres 2023. Die deutsche Automobilindustrie erholte sich in 2023 wieder etwas, nachdem sich der Mangel an Kabelbäumen aufgrund des Lieferengpasses in 2022 bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt wieder normalisiert hatte. Die europäische Leichtfahrzeugproduktion erholte sich 2023 weiter im hohen einstelligen Bereich, blieb aber unter den Spitzenwerten der Jahre 2017-2019 zurück.

Im Bereich der Bauanwendungen entwickelte sich der Markt für Bedachungen in Europa zwar im hohen einstelligen Bereich, aber dennoch schwächer als erwartet, wobei die Lagerbestände entlang der Lieferkette bis Ende 2023 erheblich reduziert wurden. Der Druck durch asiatisches Material bei Spinnvlies nahm im Laufe des Jahres zu. Die Nachfrage im 4. Quartal 2023 blieb aufgrund der unsicheren Aussichten für 2024 angesichts der geopolitischen Spannungen in Osteuropa und der langsamen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank schwach.

Das weiterhin hohe öffentliche Bewusstsein für mehr Hygiene und Gesundheitsschutz machte das Geschäft mit hocheffizienten Filtermedien insgesamt widerstandsfähiger. Diesen Trend kann Johns Manville mit innovativen Lösungen gut mitbegleiten.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Nachfrage ist stark von der Entwicklung der Bau- und Automobilindustrie abhängig, wobei der Filtrationsbereich weiterhin zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 enttäuschend. Betroffen war die Nachfrage für sämtliche Märkte, egal ob für Trägermaterialien für Dachbahnen, für Dämmstoffe, Bodenbeläge, den Straßenbau, Luft- und Flüssigfiltration oder Batterieseparatoren.

Für den Bereich Polyestervlies setzte sich die bereits im 4. Quartal 2021 spürbare Nachfragedämpfung, über das gesamte Jahr 2022 und auch 2023 fort. Insgesamt schloss das Berichtsjahr 2023 mit einem weiteren Absatzminus von 24% nochmals deutlich unter dem Vorjahr ab.

Im Bereich Glasvlies saßen unsere Kunden zu Beginn des Jahres 2023 auf ihren sehr hohen und teuren Lagerbeständen, die sie nun begannen, Schritt für Schritt abzuverkaufen. Dies führte bei uns als Zulieferer zu einem mehr als verhaltenem Auftragseingang. Der Abverkauf der hohen Lagerbestände dauerte bei unseren Kunden bis in das dritte Quartal 2023 an. Die Nachfrageschwäche, die sich ab dem Ende des 3. Quartal 2022 vor allem auf Deutschland und Europa bezogen hatte, hat sich in 2023 auch auf die internationalen Märkte ausgeweitet. Als exportorientiertes Unternehmen sind wir von dieser Entwicklung stark betroffen.

Positiv ist zu vermerken, dass im Jahr 2023 eine Stabilisierung der Energiepreise erfolgte. Allerdings bewegten sich die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau (dem dreifachen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten). Andererseits schwächte nun das kontinuierlich steigende Zinsniveau und eine sinkende Anzahl an Baugenehmigungen und somit ausbleibende Bauprojekte das Konsumverhalten unserer Kunden weiter ab. Die Auftragsvergabe für Bauvorhaben erfolgte nur sehr zögerlich oder es waren sogar weitreichende Stornierungen von Bauvorhaben wahrzunehmen. Der Großteil unseres Produktportfolios geht direkt oder indirekt in die Baubranche. Durch internationale Exporte konnten wir die Nachfrageschwäche in Deutschland und Europa noch etwas kompensieren. Leider ist die für das zweite Halbjahr 2023 erwartete allgemeine wirtschaftliche Erholung nicht eingetreten.

Über alle Bereiche der Johns Manville Sales GmbH war ein zum Vorjahr um 36% geschrumpfter Umsatz zu verzeichnen. Den nachfragebedingt gesunkenen Umsatzerlösen stehen auch stark gesunkene Aufwendungen für bezogene Waren, Frachtkosten und Personalkosten gegenüber. Dies führte insgesamt zu einer Verminderung des Geschäftsergebnisses vor Steuern und nach Zinsen von 9,5 Mio Euro in 2022 um 53% auf 4,5 Mio Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 (Vorjahresprognose für 2023: Umsatzeinbruch um ca. 35-40% verbunden mit einer Ergebnisminderung um 55-65%).

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Insgesamt verminderte sich der Umsatz der Gesellschaft von 417,0 Mio Euro in 2022 um 36% auf 267,0 Mio Euro in 2023 (Vorjahresprognose für 2023: Umsatzeinbruch um 35-40%). Während sich die Inlandsnachfrage um ca. 29% verminderte, brach die Auslandsnachfrage um ca. 38% ein. Die konzerninternen Weiterbelastungen, hauptsächlich aus Serviceleistungen für überregionale Verantwortlichkeiten, blieben unverändert bei 1,4 Mio Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 0,3 Mio Euro nahmen im Vorjahresvergleich um 0,9 Mio Euro, bedingt durch wesentlich niedrigere Währungsgewinne aus Fakturen in Fremdwährung, ab.

Bedingt durch den enormen Nachfrageeinbruch verminderte sich der Aufwand für bezogene Waren von 379,0 Mio Euro in 2022 um 35% auf 246,6 Mio Euro in 2023. Die Johns Manville Sales GmbH vertreibt ausschließlich Produkte von anderen Konzernunternehmen. Der Aufwand für bezogene Waren basiert auf den Vereinbarungen, die im Rahmen des Distributor Sales Agreements mit der Johns Manville, Denver/USA, sowie des Sales Representative Agreement mit der Schuller GmbH festgelegt wurden.

Der Personalaufwand i.H.v. 3,2 Mio Euro verminderte sich gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch niedrigere Kosten für Altersversorgung, Gehälter und Boni um 22%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 13,3 Mio Euro halbierten sich nahezu im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Einfluss hatten nachfragebedingte, niedrigere Frachtkosten sowie niedrigere Kosten für Währungsverluste und Warenkreditversicherung, während etwas höhere Kosten für Forderungsausfälle, Werbung, Reisekosten und Personalbeschaffung zu verzeichnen waren.

Die Zinserträge i.H.v. 0,5 Mio Euro lagen um 0,2 Mio Euro über dem Vorjahr und beinhalten seit Ende 2015 eine Verzinsung aus dem Cash-Pooling. Der Zinsaufwand i.H.v. 0,1 Mio Euro beinhaltet gemäß den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und lag auf dem Niveau des Vorjahres.

Sämtliche Überschüsse nach sonstigen Steuern wurden basierend auf dem Gewinnabführungsvertrag an die Johns Manville Europe GmbH abgeführt.

Finanzlage

Die Bilanzsumme i.H.v. 32,8 Mio Euro zeigte keine Änderung gegenüber dem Vorjahr. Ebenso blieb das Eigenkapital unverändert bei 3,0 Mio Euro. Die Rückstellungen i.H.v. 7,6 Mio Euro entfallen zum größten Teil auf Pensionen. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio Euro erhöht und wurden auf Basis des Gutachtens der Höchster Pensions Benefits Service GmbH, Frankfurt am Main, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und bei Verwendung eines Zinssatzes von 1,83% pro Jahr gebildet. Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. mit 0,7 Mio Euro bewegen sich leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei höhere Kosten für Reklamationen und Urlaubsverpflichtungen durch niedrigere Kosten für Boni, Rabatte und Rechts- und Beratungskosten kompensiert wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber inländischen und ausländischen Lieferanten i.H.v. insgesamt 0,9 Mio Euro nahmen gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Mio Euro ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 20,6 Mio Euro setzen sich vor allem aus Verbindlichkeiten gegenüber der Schuller GmbH und der Johns Manville, Denver/USA, zusammen. Die um 0,2 Mio Euro gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. 0,7 Mio Euro wurden durch im Vergleich zum Vorjahr höhere noch nicht ausbezahlte Kundenboni verursacht.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist sehr zufriedenstellend, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Vermögenslage

Die Aktiva beinhalten Kundenforderungen i.H.v. 17,8 Mio Euro, davon 3,1 Mio Euro im Inland (unverändert zum Vorjahr) und 14,9 Mio Euro im Ausland (minus 3,6 Mio Euro versus 2022) sowie Einzel- und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. 0,2 Mio Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 14,9 Mio Euro setzen sich vor allem aus Forderungen gegen die Johns Manville Europe GmbH i.H.v. 13,4 Mio Euro sowie Konzernunternehmen in der Slowakei und in Kanada zusammen. Die Johns Manville Sales GmbH ist in das Cash-Pooling Verfahren der Johns Manville Europe GmbH eingebunden. Die Forderungen gegen die Johns Manville Europe GmbH beinhalten Forderungen aus dem Cash-Pooling i.H.v. 17,7 Mio Euro verrechnet mit im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung i.H.v. 4,5 Mio Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen im Jahresvergleich um 3,6 Mio Euro zu.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Pandemiemanagement

Nachdem im Jahr 2022 die höchsten Infektionsraten seit Pandemiebeginn verzeichnet wurden, ist im Jahr 2023 die Zahl der Neuinfektionen nach einem kurzem Aufflackern im Februar 2023 seit April auf Null gesunken. Es gab unter den betroffenen Mitarbeitern keine schweren Krankheitsverläufe. Pandemiebedingte Anlagenstillstände konnten vollständig vermieden werden.

Das Thema bleibt unter weiterer Beobachtung. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden spezielle Pandemiemaßnahmen im Laufe des Jahres 2023 eingestellt.

Personalbereich

Die Mitarbeiterzahl der Johns Manville Sales GmbH lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei 24 angestellten und gewerblichen Mitarbeitern und verminderte sich somit um 3 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. Die Entlohnung beinhaltet neben den fixen auch variable Lohn- und Gehaltsbestandteile.

Qualität

Die gesamten Prozesse wie Produkt- und Technologieentwicklung über Einkauf, Planung, Fertigung bis hin zu Qualitätskontrolle, Lagerung und Versand sind nach den Anforderungen der ISO 9001:2015 ISO 14001:2015 sowie ISO 50001:2018 definiert, beschrieben und extern zertifiziert. Die Prozesse werden im integrierten Managementhandbuch zusammen mit Richtlinien und Anweisungen beschrieben und im gesamten Unternehmen kommuniziert. Im Falle einer Prozessaktualisierung werden die relevanten Dokumente aktualisiert, nach Prüfung freigegeben und den beteiligten Abteilungen mitgeteilt. Darüber hinaus werden die Prozesse regelmäßig im Rahmen von internen Audits auf Basis implementierter Standards überprüft und fortlaufend verbessert. Die Unternehmensleitung wird regelmäßig und im Rahmen der jährlichen Management-Bewertung u. a. über die Auditergebnisse informiert. Verbesserungs- und Korrekturmaßnahmen werden besprochen, vereinbart und nachgehalten.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt im Bereich Qualitätsmanagement in der Einführung und Umsetzung eines verbesserten Dokumenten-Management-Systems. Die Sharepoint-basierte Weblösung enthält ein automatisiertes Verfahren zur Freigabe und Archivierung von Dokumenten. Die Dokumente innerhalb des bestehenden Systems wurden in das neue Tool übertragen. Die Mitarbeiter wurden entsprechend geschult. Zukünftig ist geplant, weitere Vorgabe-Dokumente, die bisher innerhalb einzelner Bereiche gelenkt werden, in das System zu übertragen. Ziel ist es, eine zentrale Ablagestelle für Vorgabe-Dokumente an allen deutschen Standorten zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren lag der Schwerpunkt in 2023 in der Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Überwachung und Umsetzung des globalen Reklamationsprozesses. Einige Anpassungen konnten bereits umgesetzt werden. Weitere Projekte sind noch in Arbeit, mit der Zielsetzung formalen Aufwand zu reduzieren, um einen effektiven Einsatz von Ressourcen zu erreichen.

Um ein hohes Qualitätsniveau der Produkte von Johns Manville zu gewährleisten, werden in Zusammenarbeit mit den Kunden der Johns Manville Sales GmbH Produktspezifikationen entwickelt und fortlaufend angepasst. Darüber hinaus werden spezielle Qualitätsvereinbarungen mit Kunden aus bestimmten Branchen getroffen. Die Anforderungen in diesen Sondervereinbarungen gehen über die Anforderungen von ISO 9001:2015 hinaus und müssen die neuesten spezifischen Normenaktualisierungen widerspiegeln.

Die Kundenzufriedenheit wird jährlich anhand persönlicher Interviews, Fragebögen und von unseren Kunden durchgeführte Lieferantenbewertungen erhoben. Dies sind sehr wertvolle Informationsquellen, die zur weiteren Verbesserung von Produkten und Prozessen herangezogen wird. Die Ergebnisse fließen in die jährliche Management-Bewertung ein.

Im Berichtsjahr 2023 hat Johns Manville das externe Re-Zertifizierungs-Audit durch eine der größten deutschen Zertifizierungsstellen für Managementsysteme erfolgreich durchlaufen, in dessen Verlauf das angewandte Managementsystem wiederum als voll funktionsfähig bestätigt wurde.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen:

Die allgemeine steigende Sensibilisierung für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein rücken immer mehr in den Vordergrund. Johns Manville arbeitet bereits seit Jahren an dem verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien und natürlichen Rohstoffen und kann diesen Trend, insbesondere mit der Weiterentwicklung des Bindersystems sehr gut begleiten.

Forciert durch die Energieknappheit, verbunden mit enorm gestiegenen Energiekosten, bedingt durch die Russland-Ukraine-Krise, konzentrierten sich die Forschungsaktivitäten der Produktionsgesellschaften auch auf die Steigerung der Energieeffizienzen. Hier konnten bereits einige Erfolge verzeichnet werden.

Zudem wurde konzentriert an der Neu- und Weiterentwicklung der Produktpalette und Prozessverbesserungen der Vliesanlagen gearbeitet, so dass die Wettbewerbsfähigkeit unseres Produktportfolio weiterhin gewährleistet ist. Insbesondere die Prozessmodifikation einer Anlage, die ein weit gleichmäßigeres Verhältnis von Längs- und Querausrichtung der Fasern erzielt, ist sehr erfolgreich umgesetzt worden. Zudem erhöhen sich Brandschutzvorgaben bedingt durch den stetig wachsenden Anteil von PV-Anlagen auf den Dächern von Wohn- und Geschäftshäusern. Diesen Trend können wir mit Trägermaterialien mit speziellem Flammschutz gut begleiten, so dass die Wettbewerbsfähigkeit unseres Produktportfolio weiterhin gewährleistet ist.

Weitere Fortschritte konnten bei der Kombination von synthetischen und glasfaserbasierten Filtermedien erzielt werden.

Im Sommer 2024 konnte die vierte Air Media Anlage bei der Schuller GmbH in Betrieb genommen werden. Die neue Anlage setzt ein starkes Zeichen für unsere Markführerschaft im Bereich der Luftfiltrationsmedien. Unsere Produkte, die in Heizung-, Lüftungs- und Klimasystemen zum Einsatz kommen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Innenluftreinhaltung, besonders in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Schulen und Reinräumen. Sie sind in der Lage, selbst Kleinstpartikel wie Viren, Bakterien und Ruß zu filtern. Zudem setzt die neue Anlage durch den Einbau eines innovativen Abluftsystems neue Maßstäbe in Sachen Umweltschutz und Effizienz.

Risiken:

Risikomanagement/Risikofrüherkennung: Die Gesellschaft ist in den internationalen Johns-Manville-Konzern eingebunden. Es werden ein jährliches Budget, monatliche Forecasts sowie wöchentliche Forecast-Updates erstellt. Die Abweichungen zum Plan, Forecast und zum Vorjahreszeitraum werden im Rahmen eines monatlichen Reportings detailliert analysiert. Ein permanentes Monitoring der strategischen Absatzmärkte, der Umsätze sowie der regionalen Änderungen durch das Marketing- und Vertriebsteam ist jederzeit gegeben. Durch das bestehende Berichtswesen werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Reportinganforderungen unterliegen einer permanenten Optimierung, um Treiber von Kostensteigerungen und Nachfrageänderungen frühzeitig zu erkennen. Die Vorgaben des Mutterkonzerns in Denver als auch der gesamten Berkshire-Hathaway-Gruppe hinsichtlich des internen Kontrollsystems im Rahmen des amerikanischen Sarbanes-Oxley Acts werden erfüllt. Zudem finden regelmäßig interne Audits - mit starkem Fokus auf Compliance und FCPA (Foreign Corrupt Practises Act) - durch die Konzernrevision statt.

Zur Eingrenzung von Kundenkreditrisiken arbeitet die Johns Manville Sales GmbH mit Kreditversicherern im In- und Ausland zusammen. Bei Überschreiten der Kreditlinien erfolgt ein Monitoring sowie eine fallweise Entscheidung durch die Bereiche Finanzen und Vertrieb über weitere Belieferungen. Darüber hinaus wird zusätzlichen internen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Durch den höheren Exportanteil in den außereuropäischen Wirtschaftsraum stieg auch das Währungsrisiko etwas an. Allerdings erfolgt der Großteil der Rechnungsstellung an die Kunden weiterhin in Euro. Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- oder Zinsrisiken sind nicht im Einsatz.

Die bereits vorhandenen Risiken in Bezug auf Preis- und Mengendruck aus China, Osteuropa, Fernost und USA bleiben weiterhin bestehen. Importe, insbesondere für Spunbond Materialien, aus China, die sich während der COVID Lockdown-Phasen vermindert hatten, drücken nun wieder mit hohen Mengen, qualitativ hochwertiger Ware, die in weiten Bereichen durchaus mit den europäischen Standards vergleichbar ist und mit extrem niedrigen Preisen auf den Europäischen Markt. Allerdings sind eventuelle Markt- und Verkaufspreisrisiken durch das Distributor Sales Agreement mit der Johns Manville, Denver/USA, sowie durch das Sales Representative Agreement mit der Schuller GmbH abgedeckt.

Im Geschäftsjahr 2020 sind Geschäftsrisiken und sämtliche Auswirkungen, die sich aus der weltweiten Corona-Krise ergeben, neu hinzugekommen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass sämtliche Maßnahmen, die zur Risikobegrenzung für alle Mitarbeiter und das Unternehmen implementiert wurden, voll gegriffen haben. Das Thema bleibt unter weiterer Beobachtung. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden spezielle Pandemiemaßnahmen eingestellt.

Positiv ist zu vermerken, dass im Jahr 2023 eine Stabilisierung der Energiepreise erfolgte. Allerdings bewegten sich die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau (dem dreifachen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten).

Aus Sicht der Geschäftsleitung bestehen zum Abschluss des Geschäftsjahres sowie weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft.

Prognosebericht

Positiv ist zu vermerken, dass im Jahr 2024 eine weitere Stabilisierung der Energiepreise erfolgte. Allerdings bewegen sich die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau (dem zwei- bis dreifachen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten).

Ein Großteil unseres Produktportfolios geht direkt oder indirekt in die Baubranche. Die Nachfrage in der Baubranche liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Es besteht jedoch ein enormer Bedarf an Wohnraum, der zukünftig zu befriedigen ist.

Die Absatzvolumina im Bereich Glasvlies des ersten Quartales 2024 waren mit dem ersten Quartal 2023 vergleichbar und hatten sich somit nicht grundlegend verbessert. Eine leichte Markterholung war ab Mai/Juni 2024 prognostiziert und ist - wenn auch nicht durchgängig in allen Märkten - so doch in einigen Produktsparten zu verzeichnen. Zudem werden wir die inländische Nachfrageschwäche etwas durch internationale Exporte kompensieren können. Im Bereich Polyestervlies sehen wir in einigen Bereichen, wie faden- bzw. gelegeverstärkten Trägermaterialien, einen positiven Nachfrageimpuls bestätigt, der sich aber nicht in allen Produktbereichen niederschlägt.

Insgesamt erwarten wir aus heutiger Sicht bei gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen für das Geschäftsjahr 2024 ein leichtes Umsatzwachstum von ca. 10% verbunden mit einer Ergebnissteigerung von ca. 5-10%.

 

Johns Manville Sales GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.893,12 11.201,22
71.893,12 11.201,22
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.758.605,80 21.345.376,09
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.901.100,68 11.275.852,15
Sonstige Vermögensgegenstände 25.939,08 127.178,59
32.685.645,56 32.748.406,83
Guthaben bei Kreditinstituten 20.888,76 32.180,18
32.706.534,32 32.780.587,01
Rechnungsabgrenzungsposten 49.070,27 51.077,42
32.827.497,71 32.842.865,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklagen 1.100,00 1.100,00
3.001.100,00 3.001.100,00
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.843.930,00 6.521.646,00
Sonstige Rückstellungen 722.953,54 769.234,17
7.566.883,54 7.290.880,17
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen 78.010,35 81.208,93
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 917.855,16 954.580,39
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.565.145,97 20.994.570,75
Sonstige Verbindlichkeiten 698.502,69 520.525,41
(davon aus Steuern EUR 49.524,58; Vorjahr EUR 46.926,13)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 11.544,69; Vorjahr EUR 12.841,79)
22.259.514,17 22.550.885,48
32.827.497,71 32.842.865,65

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse 267.030.131,74 416.994.713,92
Sonstige betriebliche Erträge 298.812,76 1.248.459,39
(davon aus Währungsumrechung EUR 226.752,84; Vorjahr EUR 1.139.799,47)
267.328.944,50 418.243.173,31
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -246.628.987,24 -379.000.501,06
Personalaufwand
a.) Löhne und Gehälter -2.554.605,47 -3.092.294,56
b.) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -715.844,23 -1.117.397,67
(davon für Altersversorgung EUR 370.530,69; Vorjahr EUR 727.013,55)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -19.692,91 -2.987,01
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.290.778,82 -25.652.436,19
(davon aus Währungsumrechnung EUR 393.006,97; Vorjahr EUR 512.969,22)
4.119.035,83 9.377.556,82
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 482.645,70 241.715,96
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 482.645,70; Vorjahr EUR 241.715,96)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -143.230,15 -132.633,83
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 115.253,00; Vorjahr EUR 123.538,96)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -160,19 -1.263,50
Ergebnis nach Steuern 4.458.291,19 9.485.375,45
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.458.291,19 -9.485.375,45
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Johns Manville Sales GmbH mit Sitz in Bobingen (Amtsgericht Augsburg HRB 23300) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert zum Vorjahresabschluss nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern betragen im Wesentlichen zwischen 3 und 5 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauern betragen im Wesentlichen zwischen 10 und 17 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagenvermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagenvermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklage werden zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB werden die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, wobei unverändert zum Vorjahr der Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre ermittelt wurde. Es wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,83% (Vorjahr 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% p.a. (Vorjahr 2,75% p.a.) und Rentensteigerungen von 2,25% p.a. (Vorjahr 2,25% p.a.) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation (gestaffelt nach Lebensalter und Geschlecht) in Höhe von unverändert 0,00% - 12,50% p.a. unterstellt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden ebenfalls auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB werden die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, wobei unverändert zum Vorjahr der Durchschnitt über die vergangenen sieben Jahre ermittelt wurde. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,75% (im Vorjahr 1,44%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% p.a. (Vorjahr 2,75% p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation (gestaffelt nach Lebensalter und Geschlecht) unterstellt.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat nach § 253 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung im Allgemeinen

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Erstverbuchung grundsätzlich mit konzerninternen Umrechnungskursen erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden am Bilanzstichtag ebenfalls mit konzerninternen Umrechnungskursen bewertet. Die konzerninternen Umrechnungskurse weichen nur geringfügig von den jeweiligen Devisenkassakursen ab. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden imparitätisch bewertet: Diese werden mit den Entstehungskursen oder den niedrigeren (Forderungen) bzw. den höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Johns Manville Europe GmbH, Bobingen, als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Johns Manville Sales GmbH als Organgesellschaft sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die latenten Steuern aus den temporären Differenzen der Johns Manville Sales GmbH im Abschluss der Johns Manville Europe GmbH als Organträgerin erfasst.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen behandelt, die von der Gesellschaft, der Muttergesellschaft Johns Manville Europe GmbH direkt oder über die Johns Manville Corporation, Denver/USA, beherrscht werden.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Bestandteil des Anhangs als Anlage beigefügt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr vorgenommen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 1.639 (Vorjahr TEUR 371) auf Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Des Weiteren ist ein Cash-Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 17.720 (Vorjahr: TEUR 20.390) enthalten, das mit den Verbindlichkeiten von TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 9.485) aus der Ergebnisabführung saldiert wurde. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 13.413 (Vorjahr TEUR 11.225) Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.844. Diese liegen um TEUR 96 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Die Gesellschaft betrachtet den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 96, der sich aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, mit Verweis auf den Wortlaut des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB als nicht abführungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere den Personalbereich sowie Reklamationen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Alle Verbindlichkeiten sind wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 66.531 93.535
Ausland 200.499 323.460
267.030 416.995

Von den Umsatzerlösen entfallen im Berichtsjahr 43 % (Vorjahr 43 %) auf den Polyesterbereich, 42 % (Vorjahr 47 %) auf den Glasbereich und 14 % (Vorjahr 10%) auf den Air Media-Bereich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne (TEUR 227; Vorjahr TEUR 1.140) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 32; Vorjahr TEUR 38).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Vertriebskosten (TEUR 11.082; Vorjahr TEUR 23.159) wie Ausgangsfrachten und Vertreterprovisionen, konzerninterne Belastungen (TEUR 770; Vorjahr TEUR 780), Betriebs- (TEUR 382; Vorjahr TEUR 577) und sonstige Verwaltungskosten (TEUR 407; Vorjahr TEUR 402) sowie Währungsverluste (TEUR 393; Vorjahr TEUR 513).

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 4 3
Angestellte 22 24
26 27

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Inge Schippers (Business Finance Leader EU Nonwovens)

Christian Haßmann (Director Global Filtration & Separation)

Katherine C. Albery (General Counsel)

Darious Eugene Naylor (Global Commercial Director Nonwovens)

Da nur ein Geschäftsführungsmitglied Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 115). Diese bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 111), wovon TEUR 81 im Jahr 2024 fällig werden sowie einem Bestellobligo in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 4).

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Leasingverpflichtungen betreffen den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Johns Manville Sales GmbH nimmt am Cash-Pooling der Johns Manville Europe GmbH teil. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft eine Forderung aus Cash-Pooling gegen die Johns Manville Europe GmbH in Höhe von TEUR 17.720 (Vorjahr TEUR 20.390) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus. Diese wurden mit Verbindlichkeiten gegen diese Gesellschaft aus dem Gewinnabführungsvertrag von TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 9.485) saldiert.

Die Gesellschaft verkauft ausschließlich konzernintern von der Schuller GmbH sowie der Johns Manville GmbH hergestellte Produkte. Für die Vertriebsaktivitäten erhält die Johns Manville Sales GmbH Verkaufsprovisionen.

Abschlussprüferhonorar

Im Jahr 2023 berechnete unser Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt/Main, ein Gesamthonorar von TEUR 46, wovon TEUR 18 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 28 auf Steuerberatungsleistungen entfielen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages überträgt die Johns Manville Sales GmbH ihr Jahresergebnis von TEUR 4.458 an die Johns Manville Europe GmbH, Bobingen.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, sind nicht eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Die Johns Manville Sales GmbH ist ein Konzernunternehmen der Johns Manville Corporation, Denver, Colorado/USA. Diese ist wiederum Bestandteil der amerikanischen Berkshire-Hathaway-Gruppe. Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird von der Johns Manville Corporation, Denver/USA, und für den größten Konsolidierungskreis von der Berkshire Hathaway Inc., Omaha, Nebraska/USA, aufgestellt. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis ist unter www.berkshirehathaway.com erhältlich. Der Konzernabschluss der Berkshire Hathaway Inc. wird im Unternehmensregister unter der Firma der Johns Manville Europe GmbH offengelegt.

 

Bobingen, den 21. Oktober 2024

I. Schippers

C. Haßmann

Katherine C. Albery

D. Naylor

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.102,02 0,00 0,00 1.102,02
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.708,32 82.235,64 34.067,24 196.876,72
148.708,32 82.235,64 34.067,24 196.876,72
149.810,34 82.235,64 34.067,24 197.978,74
Kumulierte Abschreibung
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.102,02 0,00 0,00 1.102,02
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.507,10 19.692,91 32.216,41 124.983,60
137.507,10 19.692,91 32.216,41 124.983,60
138.609,12 19.692,91 32.216,41 126.085,62
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.893,12 11.201,22
71.893,12 11.201,22
71.893,12 11.201,22

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Johns Manville Sales GmbH, Bobingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Johns Manville Sales GmbH, Bobingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Johns Manville Sales GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 21. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jürgen Körbel, Wirtschaftsprüfer

BESCHLUSS VOM 15. NOVEMBER 2024 DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG

DER JOHNS MANVILLE SALES GMBH D - 86399 BOBINGEN (AMTSGERICHT AUGSBURG HRB 23300)

Die

 

JOHNS MANVILLE EUROPE GMBH

 

D - 86399 BOBINGEN

 

(AMTSGERICHT AUGSBURG HRB 23240)

ist mit Geschäftsanteilen von insgesamt nominal € 3.000.000 die alleinige Gesellschafterin der

 

JOHNS MANVILLE SALES GMBH

 

(nachstehend "Gesellschaft" genannt)

Unter Verzicht auf sämtliche nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag einzuhaltenden Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung der Gesellschafterversammlung, beziehungsweise ihrer Tagesordnung, stimmt die unterzeichnende Gesellschafterin der Fassung von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft im schriftlichen Verfahren zu und hält hiermit eine ordentliche

 

GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG

ab und beschließt einstimmig was folgt:

1.

Der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023, bestehend aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, der mit einem Jahresgewinn von

 

€ 4.458.291,19

vor Gewinnabführung abschließt, wurde der Gesellschafterversammlung bereits übersandt.

Dieser Jahresabschluss wird hiermit genehmigt und festgestellt.

2.

Der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresgewinn von

 

€ 4.458.291,19

wird aufgrund des § 2 des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 14. Oktober 1999 und dem Änderungsvertrag vom 29. November 2018 an die

 

Johns Manville Europe GmbH

 

D - 86399 Bobingen

abgeführt.

....

 

Wertheim, den 15. November 2024

Johns Manville Europe GmbH

Inge Schippers

Jan Roel van der Sluis

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

20 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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