Gebr. Ewald GmbH
Waldauer Berg 2, 98553 Schleusingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Herbert Handt seit 18.4.2024 | Geschäftsführer |
Almut Ewald seit 19.4.2021 | Geschäftsführer |
Rita Ewald seit 16.7.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
A**** P***** | 12.00% |
| 9.99% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gebr. Ewald GmbHSchleusingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gebr. Ewald GmbH hat ihren Sitz in Schleusingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 300084 eingetragen. II Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Allgemeines Der Jahresabschluss der Gebr. Ewald GmbH wurde nach den Vorschriften des dritten Buchs des HGB sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Wahlrechte, bestimmte Angaben entweder in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen, wurden grundsätzlich so ausgeübt, dass diese Angaben im Anhang erfolgen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Er besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Vorschriften stetig zum Vorjahr zugrunde gelegt worden. Anlagevermögen Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und wurden, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von über 250 Euro bis zu 1.000 Euro werden in einem jahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst und gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Die sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich etwaig erforderlicher Wertminderung angesetzt. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Herstellungskosten bzw. mit dem beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten (Material- und Fertigungseinzelkosten) auch notwendige Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) sowie allgemeine Verwaltungskosten einbezogen. Für die überalterten und nicht gängigen Vorräte wurden notwendige Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Einstellung einer Pauschalwertberichtigung zu den Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungsausfälle wurden als uneinbringlich behandelt. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Die Fremdwährungen wurden zum Devisenkassenkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Die jahresübergreifenden Aufwendungen wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und über die Laufzeit der zu Grunde liegenden Verträge linear aufgelöst. Sonderposten für Zuschüsse Nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse der Gemeinschaftsaufgabe Ost werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung in den gesonderten Passivposten (§ 265 Abs. 5 Satz 2 HGB) "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" gemäß der Stellungnahme HFA 1/1984 des IDW eingestellt. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgte in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Diese sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Anlagenspiegel Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens können der Darstellung auf der folgenden Seite entnommen werden. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen für Disagios in Höhe von Euro 15.591,37 (Vorjahr: Euro 22.094,53) enthalten. Passiva Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt Euro 9.646.903,87 (Vorjahr: Euro 7.984.971,76). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre beträgt Euro 962.225,40 (Vorjahr: Euro 1.905.389,44). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt Euro 1.831.787,73 (Vorjahr: Euro 1.600.000,00). Besicherung der Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 5.731.948,16. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden auf dem Grundstück in 98553 Schleusingen im Grundbuch von Hinternah, Blatt 2016, sowie auf dem Grundstück in 98553 Schleusingen im Grundbuch von Schleusingen Blatt 32, und im Grundbuch von Rappelsdorf, Blatt 180, des Amtsgerichts Hildburghausen besichert. Weiterhin wurden diverse Investitionsgüter, der Forderungsbestand sowie die Fertigwaren- und Materialbestände in den Lägern Hinternah und Schleusingen sicherungsübereignet. Auch die Einspeisevergütung aus der Photovoltaikanlage, die Zuschüsse aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost und diverse Versicherungsansprüche wurden abgetreten. Darüber hinaus haben einzelne Gesellschafter Abtretungen von Rechten und Ansprüchen aus ihren Risikolebensversicherungen vorgenommen sowie verschiedene Höchstbetragsbürgerschaften abgegeben. Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind, beträgt Euro 1.771.370,26, die gegenüber der Factoring Gesellschaft Forfaiting Solutions aus Ansprüchen aus Kundenforderungen abgetreten wurden. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in gesamter Höhe von Euro 2.647.803,21 (Vorjahr: Euro 2.839.860,84) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen über TEUR 10 pro Jahr zum 31. Dezember 2023 Der Nutzung von KFZ, E-Bikes und anderer technischer Anlagen und Maschinen liegen teilweise Operating-Leasingverträgen zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Die Verträge haben eine Laufzeit bis maximal 2029.
V Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenteil in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euo 28.400,03) enthalten. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Wertminderungen des Vorratsvermögens in Höhe von Euro 109.636,39 (Vorjahr: Euro 82.534,80) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 1.775,64 (Vorjahr: Euro 1.102,40) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 8.890,36 (Vorjahr: Euro 4.307,41). VI Sonstige Angaben Beschäftigte Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Der Beschäftigungsstand per 31. Dezember 2023 beträgt 125 Arbeitnehmer (Vorjahr: 109 Arbeitnehmer). Im Jahresdurchschnitt waren 123 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 116 Arbeitnehmer).
Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind: - Frau Rita Ewald, Chemiefacharbeiterin, Frauenwald - Frau Annegret Ewald, Betriebswirtin, Schleusingen - Frau Almut Ewald, Betriebswirtin, Hinternah - Herr Rainer Handt, Betriebswirt, Hinternah (ab 07.03.2024) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. ErgebnisvorschlagGemäß Beherrschung- und Gewinnabführungsvertrag vom 21. Dezember 2015, im Handelsregister am 22. Dezember 2015 eingetragen, wird das Jahresergebnis von der Gesellschafterin H.C.F GmbH + Co. KG, Hair Cosmetic Factory mit Sitz in Frauenwald übernommen.
Schleusingen, im Dezember 2024 Rita Ewald, Geschäftsführerin Annegret Ewald, Geschäftsführerin Almut Ewald, Geschäftsführerin Rainer Handt, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2025 festgestellt. Anlagenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gebr. Ewald GmbH ist ein mittelständisches Kosmetikunternehmen mit Sitz in Thüringen und weltweiten Zielmärkten. Das Unternehmen blickt auf eine langjährige Tradition zurück und verbindet diesen Erfahrungshorizont immer wieder aufs Neue mit zukünftigen Anforderungen und Trends in der Haar- und Körperpflege. Dabei sind die Grundwerte Qualität, Natürlichkeit, Verantwortung und das Streben nach Exzellenz immer gleichgeblieben. Unter dem Dach der "Ewald Family" befinden sich vier "Brands": C:EHKO, KEEN, ÜBERWOOD und ME MADEMOISELLE. Zu unseren Kunden zählen Friseure und Friseurketten, der Lebensmitteleinzelhandel, Großhändler sowie national und international tätige Unternehmen. Wir sind in den Segmenten Friseure Inland, Export, Retail und Lohnfertigung tätig. Im Segment Friseure Inland erfolgt die Kundenbetreuung im Direktvertrieb durch eigene Vertriebsmitarbeiter und freie Handelsvertretungen. In den wesentlichen Exportmärkten (ehemalige GUS-Staaten, Mitgliedsstaaten der Europäischen Union) verkaufen wir unsere Produkte sowohl über Distributeure als auch über den lokalen Groß- und Einzelhandel. Der Retailmarkt wird über eine Lizenzvereinbarung mit einer Vertriebsfirma bedient. Im wachstums- trächtigen Segment Lohnfertigung sind wir als Dienstleister für nationale und internationale Kosmetikunternehmen tätig. Unsere Fertigungstiefe hat sich im Kerngeschäft der Gebr. Ewald GmbH sukzessive erhöht, so dass wir alle Kundenbedürfnisse aus eigener Produktion/Rezeptur bedienen können. 2. Bericht über Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält eine unselbstständige Betriebsstätte im Ortsteil Schleusingen (Fertigwarenlager für die eigenen Marken, Distribution für den inländischen Friseurmarkt und der Vertriebsinnendienst). 3. Forschung und Entwicklung Der Markt für kosmetische Produkte wird unverändert dominiert von internationalen Konzernen. Für die Gebr. Ewald GmbH ist es deshalb von enormer Bedeutung, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mittel- und langfristig weiter auszubauen. Insgesamt sind in diesem Bereich 5 Mitarbeiter tätig. Die Aufwendungen in der Forschung und Entwicklung betrafen im Geschäftsjahr 2023 nahezu ausschließlich Personalkosten in Höhe von TEUR 243,6 gegenüber TEUR 214,9 im Vorjahr. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 wirkten erneut starke, teilweise gegensätzliche Kräfte auf die deutsche Wirtschaft ein. Mit Gewalt und Krieg in Europa und im Nahen Osten und der damit weiter verschärften weltpolitischen Krisensituation hat sich auch die angespannte Lage der Unternehmen verfestigt. Neben daraus resultierenden Planungsunsicherheiten und Lieferengpässen spürte die deutsche Wirtschaft weiterhin die Auswirkungen der hohen Energiekosten sowie der steigenden Rohstoffpreise. Zudem verstärkt die wachsende Bürokratie den Druck auf die überwiegend mittelständisch geprägte Industrie. Dies wie auch der weiter anhaltende Fachkräftemangel führen zu einem sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Hinzu kommt das anhaltend trübe Konsumklima, eine ausgeprägte Sparneigung und die allgemeinen Zukunftssorgen. Von diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte sich die Schönheitspflege- und Haushaltspflegeindustrie in diesem Jahr weitgehend lösen. Ihre Produkte bleiben Verbraucherlieblinge. Für ein attraktives Äußeres, gepflegte Kleidung und eine saubere Wohnung gaben die Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2023 mehr aus als je zuvor. Auf Basis von Hochrechnungen für das Gesamtjahr melden die im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel organisierten Unternehmen einen Umsatzanstieg um 8,4% auf 33,4 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz legte um 8,6% auf 21,1 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz mit Körperpflege und Kosmetika stieg um 10,6% auf 15,8 Mrd. Euro. Die Verbraucher wollen unverändert ihre persönliche Ausstrahlung zur Geltung bringen und sich in ihrer Haut wohl fühlen. Dafür sprechen auch die gestiegenen Umsätze bei Haarpflegemittel mit einem Zuwachs von 9,9% auf 3,586 Milliarden Euro. Lediglich Seifen und Syndets, die während der Pandemiejahre enorm nachgefragt waren, haben sich im Umsatz mit einem Minus von 8,9% im Vergleich zum Vorjahr negativ entwickelt. Wie schon in den Vorjahren wird jeder achte Euro, der heute im deutschen Lebensmittelhandel umgesetzt wird, für Schönheits- und Haushaltspflege ausgegeben. Somit entfällt auf Deutschland der mit Abstand größte Anteil des europäischen Gesamtmarkts von über 159,3 Milliarden Euro Umsatz, vor den Märkten Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Der Exportumsatz entwickelt sich analog positiv und verbesserte sich um 8,1% auf 12,3 Mrd. Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung hat sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen in der Kosmetikbranche stark eingetrübt. Hauptverantwortlich hierfür waren die Kostensteigerung bei Energie, Rohstoffen und Personal. Aus dieser Gemengelage sieht sich die überwiegend mittelständisch geprägte Branche nach wie vor stark unter Druck. Die Verbraucher werden im Jahr 2024 neue Akzente setzen, die die Unternehmen kennen und in ihre Strategie umsetzen müssen. Denn nur wer die Bedürfnisse der Verbraucher versteht und beantwortet wird auch in Zukunft erfolgreich sein. Auf den verschiedenen Vertriebswegen haben sich die Marktanteile zugunsten des Fachhandels (+14,7%) positiv entwickelt. Aber auch Drogeriemärkte (+13,1%) und E-Commerce (+23,8%) legen deutlich zu. Ein nur geringes Wachstum konnten die SB-Warenhäuser sowie Super- und Verbrauchermärkte verzeichnen. Größere Verluste mussten die Discounter mit -3,8% gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.[1] Der Zugang zum Retailmarkt ist für mittelständische Betriebe nur mit erhöhtem Marketingaufwand und attraktiven Preisen zu erreichen. Der enorme Preiskampf unter den Discountern wirkt sich negativ auf die erzielbaren Margen für die Hersteller aus. Hinsichtlich des Beschaffungsmarktes müssen unverändert sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen als auch bei den Handelswaren und Verpackungssystemen erhebliche Preissteigerungen hingenommen werden. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. [1] Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW), Jahresbericht 2022/2023, Wirtschaftspressekonferenz vom 7. Dezember 2023 2. Geschäftsverlauf a) Produktionsbereich Die inflationäre Entwicklung für Rohstoffe und Verpackungen erfordert kontinuierliche Produktivitätsfortschritte, da auf den Absatzmärkten enormer Preisdruck vorherrscht. Alle Möglichkeiten, die Produktionsprozesse zu verschlanken und die Hinwendung zu größeren Losgrößen wurden durch die steigenden Beschaffungspreise überkompensiert. Die Gesamtleistung war im Geschäftsjahr 2023 erneut leicht rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich diese um 0,55% oder TEUR -105 auf TEUR 19.083,7. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Bestandsabbau bei fertigen- und unfertigen Leistungen mit TEUR 529,3 zurückzuführen. Bei den Umsatzerlösen konnte die Gebr. Ewald GmbH um TEUR 424,3 zulegen. b) Absatzbereich Der Inlandsumsatz (Brutto-Umsatz gemäß Warenwirtschaftssysteme Produktion / Vertrieb vor Preisminderungen) im Segment Friseure Inland hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.107,1) um TEUR 503,3 auf TEUR 2.610,4 verbessert. Diese Entwicklung ist zwar erfreulich, blieb aber dennoch unterhalb unserer Erwartungen, da wir in diesem Bereich mit dem Aufbau unserer Vertriebsmitarbeiter deutlich investiv engagiert waren. Unverändert enttäuschend ist der generierte Umsatz im Bereich unserer hochwertigen Naturkosmetikserie. Hier fehlt uns noch immer ein strategischer Ansatz, der uns in diesem Segment signifikante Umsätze bescheren könnte. Das Segment Retail hat sich weiter abgeschwächt und wird wegen der geringen Bedeutung im Unternehmen künftig unter dem Bereich der Lohnfertigung ausgewiesen. Im Segment Export konnten wir im Berichtsjahr von dem Rückzug der Multinationals aus Russland profitieren. Der gesamte Exportumsatz hat sich in diesem Zeitraum von TEUR 3.043,3 auf TEUR 4.930,4 sehr positiv entwickelt. Dieser Erfolg ist insbesondere vor dem Hintergrund der Beachtung aller bestehenden Sanktionsmaßnahmen der EU bemerkenswert. Durch die allgemeine Entwicklung im Friseurmarkt haben unsere Kunden in dem Bereich der Lohnfertigung Teile der ausgelagerten Produktion in die eigenen Betriebsstätten zurückgeholt. Diese Situation führte im Geschäftsjahr 2023 zu einem Umsatzrückgang von TEUR 13.692,8 auf TEUR 11.849,9 (TEUR -1.842,9). Weiterhin führte die Entwicklung auch zu einem erheblichen Preisdruck. Um die Kunden nicht zu verlieren, haben wir erforderliche Preisanpassungen aus den Energie- bzw. Personalkosten nicht vollumfänglich weitergegeben. 3. Lage a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Gesamtumsatz der Gebr. Ewald GmbH um TEUR 424,3 auf TEUR 19.081 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr erhöht. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren haben sich proportional zur Gesamtleistung von TEUR 11.560,4 auf TEUR 11.237,4 bzw. um -2,8% reduziert. Der Personalaufwand stieg um TEUR 712,0 auf TEUR 5.287,4. Dieser Anstieg ist auf den Aufbau des Vertriebsaußendienstes und moderat durch Tarifanlehnung an den Chemieabschluss für alle Mitarbeiter der Gebr. Ewald GmbH begründet. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf TEUR 583,8 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 50,7 verringert. Auf das Umlaufvermögen haben wir außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 109,6 (Vorjahr: TEUR 82,5) vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 378,1 auf TEUR 2.785,2. Der Anstieg ist auf gezielte Vertriebsaktivitäten zurückzuführen und setzt auf die Folgeperioden. Insgesamt ist der Anstieg bei den Personalkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verantwortlich für das negative Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Jahr 2023. Die Gebr. Ewald GmbH plante zwar für das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Ergebnis, der ausgewiesene Verlust in Höhe von TEUR 1.199,1 (Vorjahr: TEUR 156,9) liegt allerdings deutlich über den Planansätzen. Daraus ergibt sich erneut eine Verschlechterung der für uns wichtigen Kennzahlen um die EK- und Umsatzrentabilität.
Die operative Marge (Bruttoergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung bzw. EBITDA) war im Geschäftsjahr 2023 negativ (TEUR -32,7) und lag damit TEUR 889,0 unter der des Vorjahres. b) Finanzlage, Investitionen und Liquidität Durch die Reduzierung des EBITDA auf TEUR -32,7 war die Kapitaldienstfähigkeit der Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit heraus nicht gegeben. Das Vorratsvermögen hat sich im Jahr 2023 um TEUR 585,6 erhöht und wurde im Wesentlichen fremdfinanziert. Unverändert ist erhebliches Working Capital durch die vertraglich festgeschriebene Bevorratung aus den Lohnaufträgen bei Roh-, Hilf- und Betriebsstoffen gebunden und belastet die Liquidität. Bei den Bestands- aber auch bei Neukunden werden wir nach wie vor mit überdurchschnittlichen Forderungszielen konfrontiert, die zu Lasten der Rentabilität und Liquidität akzeptiert werden müssen. Mit dem zum 1. Januar 2015 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der H.C.F. GmbH + Co. KG bleibt das wirtschaftliche Eigenkapital durch die Verlustübernahme der Hauptgesellschafterin unverändert. Die kurzfristige Zahlungsfähigkeit, ebenso wie die Kreditwürdigkeit der Gebr. Ewald GmbH wird weiterhin durch die Hauptgesellschafterin sichergestellt. Die Entwicklung des Eigen- und Fremdkapitals sowie der Liquidität stellt sich wie folgt dar:
Der Sonderposten für Zuschüsse und der Sonderposten mit Rücklageanteil wurden bei der Berechnung der obigen Kennzahlen jeweils hälftig dem Eigenkapital und dem Fremdkapital zugerechnet. Die wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betrafen die Betriebsausstattung mit der Errichtung einer zukunftsfähigen Heizungsanlage (TEUR 459) und die Erweiterung der Geschäftsbauten mit einem Gefahrstofflager (TEUR 175). c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gebr. Ewald GmbH war zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 16.538,2 um 5,96 % höher als zum Vorjahresstichtag (TEUR 15.608,6). Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 2.912,5 bzw. 17,6 % (im Vorjahr: 18,7%) der Bilanzsumme. Der erwirtschaftete Verlust hat durch den Beherrschungsvertrag der Mehrheitsgesellschafterin keine Auswirkungen auf die Eigenkapitalsituation. Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 6.868,0 und stiegen damit um 3,28 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.649,9). Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 9.670,1 (Vorjahr: TEUR 8.958,8). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich unsere Forderungen aus Lieferung und Leistung nicht nennenswert erhöht. Sie betrugen TEUR 3.176,7 (Vorjahr: TEUR 3.175,4). Bei den Vorräten hat sich insbesondere bei den Fertigerzeugnissen und Waren eine signifikante Erhöhung von TEUR 606,6 ergeben. Insgesamt erhöhten sich die Vorräte um TEUR 585,6 auf TEUR 6.244,6. Auf der Passivseite stehen dem wirtschaftlichen Eigenkapital einschließlich des hälftigen Sonderpostens in Höhe von TEUR 3.347,8 (Vorjahr: TEUR 3.384,4) Rückstellungen und Verbindlichkeiten von TEUR 13.190,3 (Vorjahr: TEUR 12.224,2) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich deutlich um TEUR 570,4 zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.731,9 (Vorjahr: TEUR 5.161,6) erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den Investitionen in neue Anlagegüter. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten gab es einen geringen Zuwachs um TEUR 73,2 auf TEUR 2.230,3 (Vorjahr: TEUR 2.157,1). Die Anlagen- und Umlaufintensität haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir erstellen zum Zweck der internen Steuerung des Unternehmens eine nach den Sparten Export, Friseure Inland, Lohnfertigung / Retail aufgegliederte Erfolgsrechnung, die monatlich mit der Jahresplanung verglichen wird. Wesentliche Steuerungskennzahlen sind hierbei die Umsatzerlöse, das EBIT sowie die Leistung je Mitarbeiter in der Produktion. Das Hauptaugenmerkt des Unternehmens gilt unverändert der Rentabilität und Produktivität.
5. Gesamtaussage Der anhaltende Angriffskrieg auf die Ukraine sowie der seit Oktober 2023 durch den Hamas-Angriff bestehende Nahost-Konflikt hat die Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr weiter verschlechtert. Gleichzeitig konnten zunächst vielversprechende Investitionen in den Markt durch den personellen Ausbau des Vertriebsnetzes nicht den gewünschten Ergebnisbeitrag liefern. Insbesondere die damit einhergehenden Aufwendungen belasteten das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023. Das margenträchtige Segment Friseure (Inland) blieb trotz der Investitionen in die Marktbearbeitung hinter den Erwartungen zurück. Die Aktivitäten im Export (EU/Drittländer) waren hingegen überaus erfolgreich und kompensierten z.T. den Rückgang im Inland. Die Segmente Lohnfertigung und Retail entwickelten sich rückläufig. Insbesondere im Bereich der Lohnfertigung bedarf es innerhalb der kommenden Perioden konkreter Maßnahmen zur Verbreiterung der Abnehmerstruktur und Verbesserung der Kapazitätsauslastung. Weiterhin enttäuschend ist das Segment der besonders hochwertigen Naturkosmetikserie. Die Platzierung der Marke Überwood im Markt bzw. die Entwicklung der Marke zu einem umsatzstarken Brand wird nur mit einem starken Partner gelingen. Eine Entscheidung dazu steht noch aus. Das für 2023 geplant Umsatzziel von TEUR 23.890,0 wurde verfehlt, ebenso wie das geplante EBIT von TEUR -581,0 und die geplante Umsatzrendite von -2,4%. III. Prognosebericht Die Auswirkungen des Ukrainekrieges belasten unverändert die globale wirtschaftliche Erholung. Insbesondere im Inlandsmarkt sind dadurch rezessive Tendenzen sichtbar und erschweren die Planung für die Zukunft. Schwer einzuschätzen war und ist das Segment der Auftragsfertigung, da auch die Auftraggeber mit der Auslastung der eigenen Kapazitäten Probleme haben. Weiterhin führt die unverändert hohe Inflationsrate zu weiterem Kostendruck. Die Anhebung des Mindestlohnes um 3,4% in 2024 und 3,3 % in 2025 führen zu weiteren Belastungen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 hat uns veranlasst, konkrete Gegensteuerungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2024 einzuleiten. Dabei wurde der Fokus verstärkt auf die Ergebnisbeiträge gelegt und das Kostenmanagement verfeinert. Die Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 zeigt, dass die Maßnahmen greifen und bei einem geplanten Jahresergebnis von TEUR -356 bewegen wir uns per 30.09.2024 mit einem Verlust von TEUR -133 im Planungshorizont. Das entspricht einer Ergebnisverbesserung von rund TEUR 600 gegenüber dem Vorjahr. Die vorläufigen Zahlen per 30.11.2024 bestätigten die Entwicklung. Das kumulative Ergebnis zu diesem Stichtag beträgt TEUR -130 und liegt damit unverändert innerhalb unserer Planungen für 2024. Die heterogene Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen hat sich im Geschäftsjahr 2024 analog dem Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. Während sich der Exportmarkt überplanmäßig entwickelt hat, sind wir im Profibereich (Friseure Inland) mit der Entwicklung nicht voll umfänglich zufrieden. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in den Markt und neue Produkte, entfalten zum Teil zeitverzögert ihre volle Wirkung. Der Bereich Lohnfertigung zeigte sich im Geschäftsjahr 2024 auf dem ermäßigten Niveau von 2023 insgesamt stabil. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten in den von uns bedienten Märkten beabsichtigen wir den negativen Einflüssen entgegenzuwirken und sehen uns mit den Umsatz- und Ergebniserfolgen im Jahr 2024 bestätigt. Insbesondere im Segment Export werden unsere Aktivitäten aktuell positiv honoriert und tragen damit nachhaltig zu der Umsatz- und Ergebnisverbesserung bei. Durch Investitionen in weitere Ansatz- und Abfülltechnologie, deren Inbetriebnahme für das 3. Quartal 2025 geplant ist, sehen wir uns grundsätzlich gerüstet die Anforderungen des Marktes umfassender bedienen zu können. Im Bereich der Lohnfertigung haben die Akquisitionen naturgemäß eine flachere Ergebniskurve aber auch in diesem Segment setzen wir auf eine Stabilisierung mit den Bestandskunden und eine höhere Zuschlagsquote bei den Anfragen und Angeboten. Die Produktivitäts- und Rentabilitätsziele können wir erreichen, wenn es uns gelingt, die vorhandenen Kapazitäten besser auszulasten. Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir mit einem Umsatz von TEUR 21.700 bei einem EBIT von TEUR 119 sowie einer Umsatzrendite von 0,6 % geplant. Stand 30. November 2024 liegen wir bei den Umsätzen bei TEUR 18.718,3 und haben ein EBIT von TEUR 410,0 sowie eine Umsatzrentabilität von 2,2% erreicht. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Angaben zum Risikomanagementsystem Das monatliche Berichtssystem bildet die einzelnen Geschäftsbereiche/Produktgruppen nach der Wirtschaftlichkeit und den Produktionsmengen/-kapazitäten zur Analyse ab. Daraus werden alle operativen und strategischen Chancen und Risiken untersucht und den verantwortlichen Stellen aufbereitet zur Kenntnis gebracht. Zur Weiterentwicklung des monatlichen Berichtswesens stehen zukünftig insbesondere die systematische Einbindung des vorhandenen ERP-Systems und die Verfeinerung der Kosten- und Leistungsrechnung im Vordergrund. Das von der Gebr. Ewald GmbH installierte Finanzmanagement hat sich bewährt. Dieses umfasst neben der Finanzierung des operativen Prozessablaufs und den Investitionen auch das Liquiditätsmanagement und den renditeorientierten Einsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals. 2. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Ansprüche an die Produkte der Gebr. Ewald GmbH sind durch regulatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen überdurchschnittlich hoch. Insbesondere die Sicherheitsbewertung nimmt im Bereich des Qualitätsmanagements an Bedeutung zu. Erschwert werden erfolgreiche Marktplatzierungen auf den Exportmärkten durch landesspezifische Auflagen, die zum Teil protektionistisch wirken. Die erhöhten Anforderungen über die Verwendung von Mikroplastik sind vor allem für Mittelständler eine zusätzliche Herausforderung. Im Bereich der neuen Vertriebswege, insbesondere dem E-Commerce, sind enorme Marketinganstrengungen erforderlich, die enormes Kapital erfordern und binden. Die Aufwendungen betreffen insbesondere den Auf- und Ausbau des Brandings. Wegen der unterdurchschnittlichen Marktdurchdringungen auf den Inlands- und den Exportmärkten fokussieren wir uns insbesondere auf die Erschließung neuer Märkte für den Profibereich im In- und Ausland. Daneben werden sich alle sich bietenden Möglichkeiten im Segment Produktion bearbeitet und die Neukundenakquisition forciert. Unverändert liegt dabei der Schwerpunkt auf unserer Kernkompetenz im Bereich des Pulveransatzes und der -abfüllung aber auch auf den freien Kapazitäten bei der Liquidabfüllung. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiko Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2023 führte zunehmend zu einer Verschlechterung der Liquiditätssituation. Dieser wurde durch den Aufbau von Lieferantenverbindlichkeiten bei der H.C.F. GmbH + Co. KG teilweise kompensiert. Darüber hinaus wurde über den bestehenden Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der H.C.F. GmbH + Co. KG Kapital zugeführt. Aufgrund der Bonität der Hauptgesellschafterin ist es der Gebr. Ewald GmbH möglich, bei Bedarf weiteres Fremd-/Beteiligungskapital zu erschließen. Marktpreisrisiko - Zins Für die langfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten bestehen entsprechende Festzinsvereinbarungen über die gesamte Laufzeit der Darlehen. Aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten bei den Kurzfristlinien greift die Gebr. Ewald GmbH verstärkt auf Geldmarktkredite zur Finanzierung des Umlaufvermögens zurück. Marktpreisrisiko - Fremdwährung Hauptabsatzgebiete der Gebr. Ewald GmbH sind unverändert der Euroraum und die ehemaligen GUS-Staaten. Die Gebr. Ewald GmbH wickelt aktuell alle Exporte in Euro ab. Wegen der Unsicherheiten mit Kunden in Osteuropa wird ein Teil der Faktura über Vorauskasse bzw. hermesgedecktes Factoring abgewickelt. Kredit- und Ausfallrisiko Mit den Bestandskunden werden, wie in der Vergangenheit, entsprechend der Bonitätskriterien Zahlungsziele vereinbart. Hinsichtlich der osteuropäischen bzw. russischen Abnehmer bestehen unverändert Ausfallrisiken, die wir mit Vorauskasse bzw. Abschluss von Warenkreditversicherungen antizipieren. Das implementierte Debitorenmanagement überwacht die Zahlungsfälligkeiten und eine zeitnahe Einleitung des Mahnverfahrens bei Überfälligkeiten. Leistungswirtschaftliche Risiken und Absatzrisiken Marktpreisrisiko Rohstoffe Die Entwicklung der Rohstoffpreise ist durch den hohen Materialanteil an den Produkten, insbesondere für den Bereich Lohnfertigung, von enormer Bedeutung. Beschaffungs- und Marktrisiken bestehen in der Verknappung bzw. den Verteuerungen bei den Grundmaterialien und den Verpackungen. Diese Problematik kann nur bedingt beeinflusst werden, da die Lieferanten von den Auftraggebern vorgeschrieben sind und diese die Preisverhandlungen führen. Bei nachhaltigen Preisveränderungen in der Beschaffung bleibt nur der Weg über eine Anpassung der Verkaufspreise, die allerdings immer nur über Timelags durchgesetzt werden können. Wenn keine Lieferantenvorschriften bestehen, bevorratet sich die Gebr. Ewald GmbH auf den jeweiligen Märkten und nimmt dabei auch eine überdimensionierte Kapitalbindung bei entsprechender Bevorratung in Kauf. 3. Chancenbericht Die Gebr. Ewald GmbH fokussiert sich im Segment Friseure Inland weiter auf die Direktvermarktung. Mit der verfolgten Strategie, ein flächendeckendes Vertriebsnetz aufzubauen, wurden wichtige Markterfahrungen gesammelt und zur Nachjustierung der Strategie genutzt. Der Aufbau der verschiedenen "Brands" unter dem Dach der "Ewald Family" in Verbindung mit der Komplettierung der Produktserien lässt uns verhalten optimistisch in die Zukunft blicken. Positiver sehen wir unser Entwicklungspotential im Exportgeschäft. Dazu werden wir sukzessive unsere Akquiseaktivitäten intensivieren. Auch wenn sich der Markt für Lohnfertigung aktuell rückläufig darstellt, sind wir weiter durch die Trennung von Marke und Produktion als kompetenter und zuverlässiger Partner am Markt präsent. Durch die Erweiterung unserer technischen Möglichkeiten im Flüssigansatz sowie dem Aufbau einer neuen Tubenabfüll-Fertigungslinie sehen wir uns für zukünftiges Wachstum gerüstet. 4. Abschließende Zusammenfassung Die Kosmetikindustrie ist international ausgerichtet und wird von einigen multinationalen Unternehmen beherrscht. Die Gebr. Ewald GmbH bewegt sich in diesem wettbewerbsintensiven Markt, der geprägt ist von einem enormen Preisdruck auf der Vertriebsseite und permanent steigenden Beschaffungspreisen bei den Rohstoffen, der Energie und den Verpackungen. Hinzu kommen erhebliche Belastungen aus den Anforderungen für die Sicherheitsbewertung, Produkt- und Qualitätszertifizierung sowie aus Ansatz- und Herstellvorschriften, Produktspezifikationen und Fertigungs- bzw. Prüfprotokollen. Neben einer hohen Anlagenintensität wird zur Herstellung der Produkte gut ausgebildetes, qualifiziertes Personal benötigt. Neben den schwer zu rekrutierenden Mitarbeitern kommt eine überdurchschnittliche Bezahlung (Subbranche der chemischen Industrie) hinzu. Die länderspezifischen Einfuhrbestimmungen behindern zusehends den Export. Die Ausfuhren werden darüber hinaus über Sanktionsmaßnahmen erschwert. Eine kurzfristige Entspannung auf den Exportmärkten erwarten wir nicht. Wir werden uns den Marktgegebenheit unverändert stellen und versuchen unsere Vertriebsziele zu realisieren. Aufgrund der bisherigen Marktstellung und -chancen, des erweiterten Sortimentes, der Investitionen in die Produktivität und der neuen Vertriebswege verfügt die Gebr. Ewald GmbH unseres Erachtens über ein ausgewogenes Chancen-/ Risikoprofil. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken liegen im Bereich der Liquidität und Bonität der Gesellschaft. Diesen Risiken wird durch Kapitalmaßnahmen der Hauptgesellschafterin und die Verlustübernahme im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages begegnet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt grundsätzlich über einen breiten und solventen Kundenstamm. Mit einem Großteil unserer Kunden besteht eine langjährige positive Zusammenarbeit. Das Debitorenmanagement sowohl im Inland als auch im Export wird über ein konsequentes Mahnsystem und über die Einholung von wirtschaftlichen Informationen der Kunden geregelt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Minimierung des Ausfallrisikos verfügt das Unternehmen über ein aktives Debitorenmanagement. Vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung wird die Bonität des Kunden abgefragt und bei umfangreicheren Geschäften eine Warenkreditversicherung bzw. bei ausländischen Kunden die Bundeshermes angefragt. Um die Lieferfähigkeit zu jedem Zeitpunkt nach Quantität und Qualität zu gewährleisten, war und ist eine Bestandshaltung auf dem gegebenen hohen Niveau, sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen als auch den Fertigerzeugnissen, unverzichtbar. Zudem sind wir unverändert mit überdurchschnittlichen Zahlungszielen unserer Kunden konfrontiert. Der sich daraus ergebende Debitorenbestand bindet nach wie vor nicht unerheblich liquide Mittel. Dieser Entwicklung wird durch eine Inanspruchnahme von Betriebsmittelkrediten, durch Vorkassenregelungen und unser aktives Forderungsmanagement begegnet. Alle Lieferungen werden in Euro fakturiert. Es bestehen mithin keine Währungsrisiken.
Schleusingen, im Dezember 2024 Rita Ewald, Geschäftsführerin Annegret Ewald, Geschäftsführerin Almut Ewald, Geschäftsführerin Rainer Handt, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht habe ich den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gebr. Ewald GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Gebr. Ewald GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gebr. Ewald GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bad Kissingen, 21. Januar 2025 Judith Hey, Wirtschaftsprüferin |
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