Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 12220
Vorher
PBG Beteiligungs GmbH
Eingetragen
31.8.2009
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Gegenständen aller Art, soweit dies nicht einer gesonderen Genehmigung bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dietmar Ertl
seit 4.12.2009
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VOXX German Accessory Holdings GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwaiger GmbH

Langenzenn

Jahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schwaiger GmbH, Langenzenn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schwaiger GmbH, Langenzenn, - bestehend aus der Bilanz zum 31.08.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwaiger GmbH, Langenzenn, für das Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.08.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. Juni 2021

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer

Frank Schmid, Wirtschaftsprüfer

Handelsregister Fürth HGB 12220

Bilanz zum 31. August 2020

AKTIVA

31.08.2020 31.08.2019
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.726,36 85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.649,00 6
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.191,00 579
525.840,00 585
570.566,36 670
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 221.068,76 286
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.025.245,62 6.381
3. Geleistete Anzahlungen 355.453,96 233
7.601.768,34 6.899
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 576.056,82 1.039
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.162,71 61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.633.594,20 4.736
6.251.813,73 5.837
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 869.891,67 915
14.723.473,74 13.651
C. Rechnungsabgrenzungsposten 323.871,37 492
15.617.911,47 14.812

PASSIVA

31.08.2020 31.08.2019
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Jahresüberschuss 430.057,89 0
455.057,89 25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 214.336,79 0
2. Sonstige Rückstellungen 5.687.113,71 5.147
5.901.450,50 5.147
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.560
- davon mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 € (i.V. T€ 3.650)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.475.866,50 804
- davon mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1.475.866,50 € (i.V. T€ 804)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.347.073,15 5.169
- davon mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 7.347.073,15 € (i.V. T€ 5.169)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 438.463,43 107
- davon aus Steuern: 407.771,40 € (i.V. T€ 57)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4.370,18 € (i.V. T€ 4)
- davon mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 438.463,43 € (i.V. T€ 107)
9.261.403,08 9.640
15.617.911,47 14.812

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. September 2019 bis 31. August 2020

01.09.2019 - 31.08.2020 01.03.2018 - 31.08.2019
T€
1. Umsatzerlöse 22.036.308,10 10.477
2. Sonstige betriebliche Erträge 393.349,61 19
- davon aus Währungsumrechnung: € 26.282,07 (Vorjahr: T€ 12)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.138.481,53 -5.515
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 71.593,46 -243
-13.066.888,07 -5.758
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.240.745,22 -1.933
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -701.451,53 -344
- davon für Altersversorgung: € -5.943,53 (Vorjahr: T€ -3)
-3.942.196,75 -2.277
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -251.983,24 -128
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.275.052,25 -2.090
- davon aus Währungsumrechnung: € -21.611,34 (Vorjahr: T€-10)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -223.734,97 -96
- davon an verbundene Unternehmend -135.928,69 (Vorjahr: T€ -32)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -217.537,10 0
9. Ergebnis nach Steuern 452.265,33 147
10. Sonstige Steuern -22.207,44 -15
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 -131
12. Jahresüberschuss 430.057,89 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis 31. August 2020

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Schwaiger GmbH mit Sitz in Langenzenn und im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Registernummer HRB 12220 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 22. Juli 2019 geändert. Das Geschäftsjahr beginnt künftig am 01. September und endet am 31. August des folgenden Jahres. Das Geschäftsjahr vom 01. März bis zum 31. August 2019 war somit ein Rumpfgeschäftsjahr.

Mit der Gesellschaft VOXX German Holdings GmbH, Pulheim, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag wurde per Gesellschafterbeschluss vom 22 Juli 2019 mit Ablauf des 31. August 2019 gekündigt. Somit wurde die Ergebnisabführung zum 31. August 2019 letztmalig durchgeführt.

Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2020 gibt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder.

Aufgrund dessen, dass es sich bei dem Vorjahr umstellungsbedingt um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt, sind die entsprechenden Vorjahresbeträge der Finanz- und Ertragslage nicht vergleichbar.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

II. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden in den Einzelabschlüssen grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für langfristige Vermögensgegenstände und Schulden werden Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag stets, Gewinne aus Kursänderungen jedoch nicht berücksichtigt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode, angesetzt.

Für geringwertigen Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, findet § 6 Abs. 2 EStG Anwendung. Danach werden geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wird diese Vorgehensweise auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Anschaffungskosten der Waren werden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Unter den geleisteten Anzahlungen werden Vorauszahlungen für zukünftigen Lieferungen und Leistungen von Lieferanten ausgewiesen. Diese werden zum Nennwert der geleisteten Anzahlung bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Abwertung angesetzt.

Die Bewertung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert der aktivisch abgegrenzten Aufwendungen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch gemäß § 254 HGB Sicherungsbeziehungen durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell im Abschluss nachzuvollziehen.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens sind in ihrer Gliederung und Bewertung im Berichtsjahr im Anlagengitter nachfolgend in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin VOXX German Accessory Holdings GmbH, Langenzenn, in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 6) ausgewiesen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen die TARGO Commercial Finance AG (ehemals GE Capital Bank AG), Mainz, im Zusammenhang mit stillem Factoring. Diese betreffen in Höhe von T€ 5.544 (Vorjahr: T€ 4.734) Forderungen gegen die TARGO Commercial Finance AG. Diese betreffen im Wesentlichen Kaufpreiseinbehalte aus angekauften Forderungen mit T€ 4.818 (Vorjahr: T€ 3.962), Einbehalte für Kundenboni T€ 726 (Vorjahr: T€ 490) und Salden aus dem Zahlungsverkehr in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 283).

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000.

Steuerrückstellungen

Da der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag per Gesellschafterbeschluss vom 22. Juli 2019 mit Ablauf des 31. August 2019 gekündigt wurde, wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres folglich nicht abgeführt. Daher ergeben sich erstmalig Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 214. Diese betreffen mit T€ 106 Körperschaftsteuern und mit T€ 108 Gewerbesteuern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse und Boni (T€ 4.363), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 208), und T€ 162 für Urlaubsrückstellungen. Weiterhin sind unter den sonstigen Rückstellungen Skonti (T€ 367), abzuführende Lizenzgebühren (T€ 376), und Sonstige Rückstellungen (T€ 170).

Unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins von 1,91 % (Vorjahr 2,08 %) für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Ein Gehaltstrend von 0 % sowie eine Fluktuation von 1 % wurden berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr von 1 bis zu 5 Jahren über 5 Jahre gesicherte Beträge
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
(i. Vj. T€ 3.560) (i. Vj. T€ 3.560) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 3.560)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.475.866,50 1.475.866,50 0,00 0,00 0,00
(i. Vj. T€ 804) (i. Vj. T€ 804) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.347.073,15 7.347.073,15 0,00 0,00 0,00
(i. Vj. T€ 5.169) (i. Vj. T€ 5.169) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 438.463,43 438.463,43 0,00 0,00 0,00
(i. Vj. T€107) (i. Vj. T€ 107) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0)
9.261.403,08 9.261.403,08 0,00 0,00 0,00
(i. Vj. T€ 9.640) (i. Vj. T€ 9.640) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 0) (i. Vj. T€ 3.560)

Als Sicherheiten dienen der Bank die ausgewiesenen Vorräte Ansprüche aus Versicherungen des Waren- und Forderungsbestandes sowie Nutzungsrechte, Lizenzen und Patente.

Mit der Muttergesellschaft des deutschen Teilkonzerns, VOXX German Holdings GmbH, wurden im Geschäftsjahr ein neuer verzinslicher Darlehensvertrag über T€ 3.000 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31.08.2020 besteht das unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesene Darlehen in voller Höhe. Darüberhinausgehende Salden mit VOXX German Holdings GmbH betreffen Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen der Vorjahre.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen auf Umsatzsteuern.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit T€ 19.548 (Vorjahr: T€ 9.760) auf das Inland und mit T€ 2.488 (Vorjahr: T€ 717) auf das Ausland.

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf.

01.09.2019 bis 31.08.2020 01.03.2019 bis 31.08.2019
T€ T€
Sat- und Telekommunikationszubehör 21.998 10.465
Erlöse Dienstleistungen/Service 38 12
Summe Umsatzerlöse 22.036 10.477

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden in Schwaiger 125 Mitarbeiter (Vorjahr: 120 Mitarbeiter) beschäftigt. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Angestellte 59
Gewerbliche Arbeitnehmer 66

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich mit den zwischen fremden Dritten geltenden Konditionen abgeschlossen. Wesentliche nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2019/2020 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine unbegrenzte, unbedingte, unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der TARGO Commercial Finance AG (ehemals GE Capital Bank AG), Mainz, für alle bestehenden und zukünftigen Ansprüche der TARGO Commercial Finance AG gegen MAGNAT Audio-Produkte GmbH, Pulheim, aus allen im Zusammenhang mit der Durchführung des Factoring-Vertrages entstandenen Ansprüchen.

Unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung der vorgenannten Gesellschaften erscheint eine Haftungsinanspruchnahme nicht wahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:

innerhalb eines Jahres fällig T€ 363
innerhalb von ein bis fünf Jahren fällig T€ 1.302

Davon betreffen T€ 1.425 Verpflichtungen aus einem Mietvertrag über die Betriebsgebäude und das Betriebsgelände mit einer Restlaufzeit bis 31. Dezember 2026.

Verpflichtungen aus Kundenverträgen bestehen in Höhe von T€ 428 (Schwaiger) für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für Vermögensgegenstände, die im Bereich der Verwaltung (z.B. Fahrzeuge, Büroausstattung, etc.) sowie der operativen Geschäftstätigkeit genutzt werden (im Wesentlichen Fuhrpark), wurden Operating-Leasinggeschäfte abgeschlossen, um diese Vermögensgegenstände mit möglichst geringer Mittelbindung zu nutzen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Eine Aktivierung der zu Grunde liegenden Vermögensgegenstände erfolgte nicht. Die Laufzeiten der Miet- und Leasinggeschäfte betragen zwischen 2 und 94 Monaten. Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Liquiditätsabfluss aus diesen Geschäften T€ 279. Die zukünftige Liquiditätsbelastung der Miet- und Leasingverpflichtung ist in der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

Schwaiger GmbH hat wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoringvertrags mit der TARGO Commercial Finance AG, Mainz, veräußert. Dieses stille Factoring dient der Finanzierung und kurzfristigen Liquiditätssicherung. Zum 31. August 2020 sind T€ 9.076 (Vorjahr: T€ 6.894) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an TARGO Commercial Finance AG veräußert.

Bewertungseinheiten bei Finanzinstrumenten

Devisentermingeschäfte

Zur Absicherung von Wertänderungsrisiken (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen US-Dollar (USD) aus zukünftigen Wareneinkäufen der Tochtergesellschaften in USD setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ein. Die gesicherten Deviseneinkäufe werden von der Gesellschaft an die Tochterunternehmen in Fremdwährung weiterberechnet. Gemäß § 254 HGB liegt ein Micro-Hedge für die Fremdwährungsgeschäfte mit den Tochtergesellschaften vor. In die Bewertungseinheiten sind zum Abschlussstichtag geplante Beschaffungsgeschäfte in Höhe von insgesamt TUSD 5.770 einbezogen. Für die einzelnen Verbindlichkeiten bzw. erwarteten Aufträge wurden jeweils einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. August 2020 auf TUSD 370 bei einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt - T€ 6 (Bewertungsmethode mark-to-market.). Die Termingeschäfte haben Laufzeiten bis längstens Februar 2020.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Aufgrund der weitest gehenden Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter, wird von einem vollständigen künftigen Ausgleich von Wertschwankungen ausgegangen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Markt-terminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet (mark-to-market- Methode). Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf und -abschlägen.

Geschäftsführung

Mike-Rüdiger Tänzler, Großhabersdorf, Vertriebsgeschäftsführer Schwaiger GmbH John Richard Leon Verbinnen, Pulheim, Finanzgeschäftsführer Schwaiger GmbH

Auf die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Geschäftsführers ableiten lassen. Ein Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernzugehörigheit

Die VOXX German German Holdings GmbH erstellt als Muttergesellschaft der deutschen VOXX-Gruppe den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen einschließlich der Schwaiger GmbH gemäß § 290 ff HGB.

Das voll eingezahlte Stammkapital wird von der VOXX German Accessory Holdings GmbH, Langenzenn, gehalten.

Die Jahresabschlüsse der VOXX German Holdings GmbH sowie der konsolidierten Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der VOXX German Corporation, Hauppauge, Long Island/USA, sowie in den Konzernabschluss der VOXX International Corporation, Hauppauge, Long Island/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der VOXX International Corporation, Hauppauge, Long Island/USA, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Die Bundesregierung und die Länder haben als Reaktion auf die andauernde Corona-Krise weitere Maßnahmen beschlossen, deren Umfang und Auswirkungen von der Entwicklung der regionalen Inzidenzwerte abhängen. Da diese Maßnahmen in Abhängigkeit der Entwicklung nur von vorübergehender Dauer sein werden, ist von einer Auswirkung auf die Bilanzierung und Bewertung im Geschäftsjahr 2020/2021 nicht auszugehen. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Langenzenn, den 08. Juni 2021

Schwaiger GmbH

Die Geschäftsführung

Mike Tänzler

John Verbinnen

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1. September 2019 bis 31. August 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.09.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.08.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.115.995,84 11.329,75 0,00 1.127.325,59
1.115.995,84 11.329,75 0,00 1.127.325,59
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.977,50 3.690,00 0,00 24.667,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.645.006,34 137.981,26 23.768,97 1.759.218,63
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.665.983,84 141.671,26 23.768,97 1.783.886,13
Anlagevermögen 2.781.979,68 153.001,01 23.768,97 2.911.211,72
Abschreibungen
Stand am 01.09.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.08.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.031.227,29 51.371,94 0,00 1.082.599,23
1.031.227,29 51.371,94 0,00 1.082.599,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.802,38 1.216,12 0,00 16.018,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.401,42 199.395,18 23.768,97 1.242.027,63
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.081.203,80 200.611,30 23.768,97 1.258.046,13
Anlagevermögen 2.112.431,09 251.983,24 23.768,97 2.340.645,36
Nettowerte
Stand am 31.08.2020 Stand am 31.08.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.726,36 84.768,55
44.726,36 84.768,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.649,00 6.175,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.191,00 578.604,92
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
525.840,00 584.780,04
Anlagevermögen 570.566,36 669.548,59

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020

Grundlagen der Gesellschaft

Die Schwaiger GmbH ist eine Tochtergesellschaft der VOXX German Holdings GmbH, Pulheim, der Muttergesellschaft des VOXX Teilkonzerns in Deutschland. Diese hält ihre Beteiligung an der Schwaiger GmbH indirekt über die VOXX German Accessory Holdings GmbH und eingebunden in den VOXX International Corporation Konzern in den USA als obersten Mutterkonzern.

Schwaiger ist im Markt der Unterhaltungselektronik und der Empfangstechnologie über alle Vertriebskanäle in Europa tätig. Die Schwerpunkte sind alle großen Einzelhändler, wie Baumärkte, Lebensmittelhändler und Fachhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Produktspektrum umfasst 1.800 Produkte wie Set-Top Boxen und Kabel. Diese Artikel werden mit Partnern entwickelt und produziert oder direkt zugekauft.

Aktivitäten in Forschung und Entwicklung

Aktivitäten von F&E betrafen Neuentwicklungen von Set- Top Boxen, Antennen und einen SAT- Finder in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019/2020

Die Vergleichbarkeit ist in Bezug auf die Finanz- und Ertragslage eingeschränkt, da es sich im Vorjahr umstellungsbedingt um ein Rumpfgeschäftsjahr mit nur sechs Monaten handelt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die generelle Nachfrage für die Produkte der Schwaiger GmbH ist weiterhin hoch und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind bisher noch als positiv zu bewerten, da die Endkunden momentan viel Geld in die Produkte der Unterhaltungselektronik investieren. Des Weiteren ist ein klarer Trend der Umsatzverlagerung vom stationären zum online Handel zu erkennen.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr gab es eine verminderte Nachfrage bei Set- Top- Boxen, die trotz neuer Produkte und dem Aufbau neuer Vertriebskanäle nicht ausgeglichen werden konnten. Jedoch wiesen Produkte der Netzwerktechnik, Audio- und Videozubehör, TV- Wandhalterungen und Zubehör für Mobiltelefone eine vermehrte Nachfrage auf. Da die Fachhandelmärkte auf Grund der COVID-19 Pandemie einige Zeit geschlossen waren, betraf die Veränderung der Nachfrage überwiegend Baumärkte sowie die online Vertriebskanäle. Seit der Wiedereröffnung der Fachmärkte ist der Produktverkauf erfreulicherweise angestiegen.

Insgesamt konnte der aus der Schließung von Fachmärkten resultierende Umsatzrückgang bisher nicht aufgeholt werden. Im Geschäftsjahr konnten neue Großkunden gewonnen werden und es wurden keine verloren. Das insgesamt größte Wachstum konnte im Bereich des Online Handels sowie im Bereich der Discounter erzielt werden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Folgenden wird die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr dargestellt. Zwecks besserer Vergleichbarkeit wird ebenfalls der sechs-Monats-Zeitraum des Vorjahres dargestellt.

September. 2019-August 2020 März 2019-August 2019 März 2018-Februar 2019
Umsatzerlöse T€ 22.036 10.477 23.726
Mitarbeiter Anzahl 125 122 122
Umsatz je Mitarbeiter T€- 176 86 194
Investitionen in Sachanlagen T€ 238 91 183
Abschreibungen auf Sachanlagen T€ 228 128 249
Investitionsquote % 42 6 6
Jahresergebnis T€ 430 131 704
Umsatzrentabilität % 1,95 1,25 1,25

Die Schwaiger GmbH konnte im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von T€ 22.036 erwirtschaften. Während der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr des Vorjahres T€ 10.477 betrug, wurde im Vergleichszeitraum (März 2018 - Feb. 2019) ein Umsatz von T€ 23.726 erwirtschaftet. Der leichte Rückgang der Umsätze, lässt sich anhand der gesunkenen Nachfrage im Bereich Flächenumsatz und außerdem eine schwächere Konjunkturentwicklung aufgrund von Corona erklären. Es konnte hingegen der Onlineumsatz gesteigert werden und auch der Aktionsumsatz mit den Discountern stieg im Geschäftsjahr erstmalig auf einen zweistelligen Prozentsatz vom Gesamtumsatz. Die Umsatzerlöse sind eine Schlüsselkennzahl der Unternehmenssteuerung, von der weitere interne Quoten zur Unternehmenssteuerung primär abhängen.

Die Personalaufwandsquote hat sich mit 21,7 % (T€ 3.942) gegenüber dem Vorjahr mit 18,5 % wesentlich verschlechtert. Im Rumpfgeschäftsjahr betrug der Personalaufwand T€ 2.277. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Neueinstellung von neuen Mitarbeiten zurückzuführen. Zwei Mitarbeiter wurden für den Bereich Vertrieb/Discount eingestellt, da diese ein sehr gutes Netzwerk zu weiteren Discountern vorweisen konnten. Zweck dieser Anstellung ist, den Aktionsumsatz bei dem Discounter nachhaltig auf einem stabilen Niveau zu halten. Ferner wurden noch zwei weitere Mitarbeiter für den Vertriebsbereich Online eingestellt, die wiederum die Onlinepräsenz verstärken sollen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen. Im Geschäftsjahr fielen sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. T€ 4.275 (19,40 % vom Umsatz). Im Rumpfgeschäftsjahr fielen sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v T€ 2.090 (19,95 % vom Umsatz) an. Somit sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie erwartet auf dem gleichen Niveau wie im Rumpfgeschäftsjahr.

Das Jahresergebnis i.H.v T€ 430 wird erstmalig nicht abgeführt und verbleibt innerhalb der Gesellschaft. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der VOXX Holdings GmbH wurde per Gesellschafterbeschluss vom 22. Juli 2019 zum 31. August 2019 gekündigt. Somit erfolgte die letzte Ergebnisabführung zum 31. August 2019. Im Vorjahr (Rumpfgeschäftsjahr) wurde ein Jahresergebnis von T€ 131 erzielt, im Vergleichszeitraum (März 2018 - Feb. 2019), konnte ein Jahresergebnis von T€ 704 erzielt werden. Der Rückgang ist überwiegend umsatzbedingt und lässt sich durch die gesunkene Nachfrage der Kunden, sowie durch Corona zu erklären. Darüber hinaus waren die Vertriebskosten im Vergleichszeitraum deutlich höher.

Eine besondere Abhängigkeit von einzelnen Kundengruppen besteht nicht. Neue Kundengruppen, wie das Online,- und Discountgeschäft werden aufgebaut. Das führte zusätzlich zu Kostensteigerungen, die aber die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern werden.

Die Beziehungen zu Lieferanten und Servicedienstleistern sind sehr gut. Es finden ständig Vergleiche zu anderen Anbietern statt.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die außergewöhnliche hohe Leistung im vergangenen Jahr, die nur aufgrund der Identifikation mit dem Unternehmen und hoher Flexibilität und das hohe persönliche Engagement realisiert werden konnte.

Finanzlage

Die Schwaiger GmbH finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital und in Teilen aus Bankdarlehen. Zu diesen wird auf die Ausführungen zur Vermögenslage verwiesen. Darüber hinaus finanziert sich Schwaiger GmbH im Wesentlichen über einen am 12. Oktober 2009 abgeschlossenen Factoringvertrag mit der TARGO Commercial Finance AG (vormals GE Capital Bank), Mainz. Dieser Vertrag wurde in 2020 um ein Jahr verlängert.

Der Rahmenkreditvertrag zur Lagerfinanzierung mit der Commerzbank AG, Düsseldorf, der im Geschäftsjahr 2017/18 abgeschlossen worden ist i.H.v. T€ 3.000, wurde vollständig zurückgezahlt. Außerdem besteht ein Rahmenvertrag für die Diskontierung von Wechseln bis zu Mio. € 2,0.

Zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes wurde die Kontokorrentverbindlichkeit bei der deutschen Muttergesellschaft, VOXX German Holdings GmbH, auf Mio. € 3,0 erhöht. Die Verbindlichkeit wird mit 2,1 % p.a. verzinst.

Durch die oben genannten Finanzierungsinstrumente und gutes Forderungs- und Vorratsmanagement gab es im Geschäftsjahr 2019/2020 keine Liquiditätsengpässe. Diese sind auch für das neue Geschäftsjahr 2020/2021 nicht zu erwarten.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2019/2020 T€ 891 gegenüber T€ 663 im vorherigen Rumpfgeschäftsjahr.

Aus Investition und Finanzierung flossen im Saldo T€ 377 ab, im Vorjahr T€ 155.

Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr um T€ 515. Dabei war eine Verringerung der liquiden Mittel in Höhe von T€ 45 sowie eine Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um T€ 560 zu verzeichnen. Diese resultiert aus einer Umfinanzierung der externen Lagerfinanzierung in ein Darlehen der Muttergesellschaft.

Der Finanzmittelfonds i.H.v. T€ -2.130 (im Vorjahr T€ -2.645) setzt sich zum 31.08.2020 aus Liquiden Mitteln i.H.v. T€ 870 (im Vorjahr T€ 915) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe i.H.v. T€ 3.000 (im Vorjahr T€ 3.560) zusammen.

Vermögenslage

Bei einer Bilanzsumme von T€ 15.618 (zum Vorjahr: T€ 14.812) beträgt die Eigenkapitalquote 2,91 % (zum Vorjahr: 0,17 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist auf die Beendigung des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zum 31. August 2019 zurückzuführen. Infolgedessen verbleibt der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresüberschuss i.H.v. T€ 430 erstmalig in der Gesellschaft.

Das Anlagevermögen nahm um T€ 99 ab und die Vorräte sind um T€ 705 gestiegen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände war einen Anstieg i.H.v. T€ 415 zu verzeichnen was im Wesentlichen mit einer Erhöhung der Kaufpreiseinbehalte aus Factoring zusammenhängt. Insgesamt ist die Veränderung der Bilanzsumme durch den Anstieg der Umsatzerlöse bedingt und ergibt demnach ein zutreffendes Bild der Gesamtlage.

Die Bankverbindlichkeiten sind von T€ 3.560 (im Vorjahr) auf T€ 0 gesunken. Es wurde das Geldmarktdarlehens bei der Commerzbank zurückgezahlt und durch ein Darlehen bei VGH substituiert.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen um T€ 671 resultiert im Wesentlichen aus der vorstehend beschriebenen Umfinanzierung, bei der zum Jahresende das Kreditorenziel weitgehend ausgenutzt wurde.

Daneben sind ebenfalls die sonstigen Rückstellungen insbesondere aufgrund der Rückstellung für Jahresboni und Werbungskostenzuschüsse (WKZ) um T€ 1.272 auf T€ 4.363 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Zugewinn von zwei großen Neukunden. Die Höhe dieser Rückstellungen ist maßgeblich von der Höhe der Umsatzerlöse abhängig.

Zusammenfassende Beurteilung durch die Geschäftsführung

Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr entsprechend der Erwartungen entwickelt. Durch die noch immer andauernde Corona Pandemie hat die Nachfrage nach elektronischen Gütern insbesondere im Online Handel zugenommen. Somit konnte im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis in Höhe von T€ 430 erzielt werden.

Prognosebericht

Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft kauft einen wesentlichen Teil der Ware in Dollar ein, gesichert durch Devisentermingeschäfte. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Euro gegenüber dem Dollar entwickelt.

Bei der Entscheidungsfindung wie der Risikoabwägung aus steuerlichen, patent- und wettbewerbsrechtlichen Gesetzen und Verordnungen bedient sich die Unternehmensführung namhafter externer Fachkompetenz.

Durch die Einführung eines internen Kontrollsystems nach den Richtlinien des Sarbanes Oxley Act 404 verfügt die Unternehmensgruppe über ein adäquates Risikomanagementsystem. Dieses Kontrollsystem ermöglicht es, interne Risiken schnell aufzudecken und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Somit erfüllt das Unternehmen auch die Vorgaben der "Euro-Sox-Richtlinie" vollumfänglich.

Eventuelle unternehmerische und betriebliche Risiken werden über ein umfassendes Controllingmanagement frühzeitig identifiziert und aktiv gesteuert. Grundlage hierfür ist ein umfangreiches monatliches Reportingsystem einschließlich einer spezifischen Erfolgsrechnung, die in einer monatlichen Besprechung analysiert wird. Die Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens sind aufgrund des engen Kontaktes mit den Kunden und der Überwachung des Marktes über die Chancen und Risiken zeitnah informiert. Allen Beteiligten ist jedoch klar, dass trotz aller Reportingsysteme und auch der ständigen Analyse und Besprechungen Restrisiken in den Absatzmärkten nicht zu vermeiden sind.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Durch die Geschäftsführung ist ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug auf Finanzinstrumente, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Finanzderivate, zu minimieren.

Das Ausfallrisiko von Vermögenswerten besteht vor allem in der Gefahr des Ausfalls von Forderungen, welche durch das Factoring mit der TARGO Commercial Finance AG weitgehend abgesichert wird.

Wechselkursrisiken entstehen dadurch, dass die Gesellschaft einen wesentlichen Teil der Ware in US-Dollar einkauft. Da ausschließlich in Euro fakturiert wird, ergeben sich aus dem Verkauf keine Wechselkursrisiken.

Derivative Finanzierungsinstrumente wurden von der Unternehmensgruppe in dem im Anhang dargestellten Umfang verwendet. Der Einkauf von US-Dollar wird fallweise durch Devisentermingeschäfte gesichert. Weiterhin wurde eine Zinssicherungsvereinbarung (Zins-Swap) eingesetzt, um das Risiko aus der variablen Verzinsung eines Bankdarlehens abzusichern.

Den eingesetzten Finanzinstrumenten liegen physische Grundgeschäfte zu Grunde, Handelsgeschäfte mit Finanzinstrumenten erfolgen nicht. Risiken aus den verwendeten Finanzinstrumenten, die für die Lage oder die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung wären, bestehen nicht.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Ausweitung des Sortiments mit neuen Produktkonzepten wie Work4you, ein speziell auf den Baumarktkunden und Handwerker zugeschnittenes Sortiment an Produkten für die Baustelle, aber auch die Einführung von Einzelartikeln, wie DAB-Radios, Taschenlampen, Arbeitsleuchten und TV-Halterungen, soll die Abhängigkeit von der Empfangstechnologie und dem Kabelgeschäft verkleinern.

Der strategische Ausbau des europaweiten Online Geschäfts wird voraussichtlich zusätzliche Impulse bringen. Dabei konzentrieren wir uns neben Amazon PAN EU auf Otto, Ebay, Rakuten, aber auch auf die Onlineplattformen unserer stationären Kunden, wie z.B. Obi und Media-Markt.

In den Vertriebsbereich Discount haben wir im Vorjahr und im laufenden Rumpfgeschäftsjahr Finanzen und Personal investiert. Während im Vorjahr hier noch keine namhaften Umsätze erzielt werden konnten, lief das Geschäft über diesen Vertriebskanal nun erfolgreich an. Durch neue Verträge mit Einzelhandelsdiscountern erwarten wir weitere Umsatzsteigerungen in diesem Absatzkanal, der eine geringere Anfälligkeit gegen die Auswirkungen von potentiellen Corona-Lock Downs hat. Hierdurch wollen wir unsere Absatzmöglichkeiten diversifizieren und krisensicherer gestalten. Zusätzlich werden wir gut verkaufte Discountartikel, mit Zeitversatz, auch Online, wie oben geschrieben, vermarkten.

Schwaiger hat im Baumarkt und im Lebensmittelhandel eine dominierende Stellung, mit einem Marktanteil für Zubehör der Unterhaltungselektronik von ca. 90 Prozent. Im Fachhandel haben wir mit Saturn einen Exklusivvertrag für Zubehör und mit Media-Markt und Expert starke Partner. Diese Partnerschaften werden wir mit neuen Produktgruppen sichern und weiter ausbauen.

Zusätzlich kommen mit dem Aufbau der Bereiche Online und Discount sehr große und weiter stark wachsende Vertriebskanäle dazu. Über die Bereiche Online und Discount streben wir auch ein internationales Wachstum an, da diese Kunden sehr stark länderübergreifend aufgestellt sind. Kundenansprache und gestalterische Möglichkeiten sind hier sehr viel internationaler als im herkömmlichen Einzelhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte Anfang April 2021 seine Anfang des Vorjahres veröffentlichte Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft um 0,5 % auf 6,0 %. Die Wirtschaft in Europa wird sich demnach im laufenden Jahr jedoch nicht so stark erholen wie in den besonders dynamischen Regionen der Welt. Das schleppende Impftempo in Europa in der Corona-Pandemie bremst auch das Wachstum der hiesigen Wirtschaft. Dennoch hat der IWF auch für die Eurozone seine Prognose für dieses und kommendes Jahr mit 4,4 % wachsen und für 2022 mit 3,8 % an. Weitere Konjunkturprognosen sind in rascher Folge korrigiert worden. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) soll die Weltwirtschaft im Jahr 2021 um 5,6 Prozent wachsen. Noch im Dezember wurden 1,4 Prozentpunkte weniger prognostiziert. Angesichts der weiterhin unsicheren weltwirtschaftlichen Lage durch das Corona-Virus sind die Auswirkungen auf unser Unternehmen und die Erreichung unserer Planung mit Unsicherheit behaftet. Das Geschäftsjahr 2020/2021 ist wiederum ein Rumpfgeschäftsjahr von 6 Monaten. In diesem entwickelte sich der Umsatz mit Mio. € 12,0 um 14,5 % besser als der Vergleichszeitraum im Jahr 2019/2020. Für das folgende Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir unsere Umsatzplanung um 8 % gegenüber dem Vorjahr nach oben angepasst. Dabei wird ein positives Vorsteuerergebnis mindestens auf dem Niveau von 2019/2020 erwartet.

Gesamtbild der Risikolage der Gesellschaft

Wir gehen im nächsten Geschäftsjahr von einer Stabilisierung der Umsätze im Baumarkt und Fachhandel aus. Gleichzeitig werden wir mit Neuprodukten und Ausweitung der Werbekampagnen, den Umsatzanteil Online deutlich steigern. Der Bereich Discount wird seine Verkaufserfolge weiter ausbauen.

Diese Erwartungen unterliegen gegebenenfalls potenziellen negativen Auswirkungen von Unterbrechungen der Lieferkette und/oder Rückgang der Kundennachfrage aufgrund des Coronavirus (COVID-19), durch geschlossene Märkte. Wir erwarten jedoch, dass der Online-Handel und der Discount eventuelle Rückgänge im stationären Geschäft kompensieren werden.

Daher gehen wir von insgesamt höheren Umsätzen und einem gleichbleibendem Vorsteuerergebnis aus. Diese Situation ist durch die insgesamt geringere Marge im Discount-Geschäft begründet. Mit der Wiederöffnung des stationären Handels, werden sich diese zusätzlichen Umsätze deutlich positiv auf die Ertragssituation auswirken.

Gegebenenfalls auftretende Risiken werden wir mit unseren betrieblichen Risikomanagementprozess frühzeitig identifizieren, um gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Insgesamt sehen wir unser Unternehmen auf einem guten Weg, das Geschäftsjahr in Relation zu den konjunkturellen Gegebenheiten und Risiken 2020/2021 erfolgreich zu gestalten.

 

Langenzenn, den 8. Juni 2021

Schwaiger GmbH

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