Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 200845
Vorher
Stylster Vermarktungsgesellschaft mbH
Eingetragen
12.9.2012
Branche
Erbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und UnterhaltungsveranstaltungenFilmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteVerlegen von Computerspielen
Gegenstand
Vertrieb von Kinotickets, Concession Artikeln, Gutscheinen, der für den Verkauf von Kinotickets, Concession Artikeln und Gutscheinen nötigen Software und deren Entwicklung sowie Online Marketing und Online Publishing.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

kinoheld GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.505,00 5,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.964,22 197.469,22 215.023,26 215.028,26
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.775,05 23.205,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.607.684,58 12.448.661,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 564.946,51 12.219.406,14 1.679.317,62 14.151.184,15
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.492.447,32 164.994,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 174.376,47 21.910,66
Bilanzsumme 14.083.699,15 14.553.117,08

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.626.080,83 2.051.820,04
III. Jahresüberschuss 1.489.696,26 4.140.777,09 574.260,79 2.651.080,83
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 78.784,60 776.496,67
2. Sonstige Rückstellungen 4.031.258,31 4.110.042,91 3.150.945,05 3.927.441,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.646.129,72 6.139.263,10
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 60.563,12 70.828,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.126.186,31 5.832.879,15 1.764.503,19 7.974.594,53
- davon aus Steuern: € 19.250,30; Vorjahr €22.455,50
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00; Vorjahr: € 0,00
Bilanzsumme 14.083.699,15 14.553.117,08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 106.591.546,71 86.234.395,04
2. Sonstige betriebliche Erträge 982.669,40 144.360,28
- davon aus Währungsumrechnung: € 233,91; Vorjahr: € 71,79
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogen Waren -96.991.599,49 -78.300.262,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.909.904,13 -4.774.309,74
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.637.560,09 -1.540.220,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -264.175,35 -264.606,57
5. Abschreibungen
auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände -48.296,91 -46.022,95
auf Sachanlagen -500,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -790.804,88 -657.132,05
- davon aus der Währungsumrechnung: € 565,85; Vorjahr: 139,92
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 365.231,21 72.327,36
- davon aus verbundenen Unternehmen € 365.231,21; Vorjahr; € 72.327,36
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -41.107,68 -1.506,18
- davon an verbundenen Unternehmen € 41.104,12; Vorjahr: EUR 1.501,70
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -765.121,24 -294.098,77
10. Ergebnis nach Steuern 1.490.377,55 572.923,79
11. Sonstige Steuern -681,29 1.337,00
12. Jahresüberschuss 1.489.696,26 574.260,79

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der kinoheld GmbH, München (eingetragen unter HRB 200845 im Handelsregister des Amtsgerichts München), gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierung- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen erfolgen "pro rata temporis". Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen und deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 800 betragen, werden im Zugangsjahr aktiviert und vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Unterstützungen aus der Überbrückungshilfe IV. Die Forderungen wurden in voller Höhe bilanziert, da keine Zweifel an den Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung bestehen. Die Prüfung und Einreichung der Anträge sind fristgerecht durch einen prüfenden Dritten erfolgt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern wurden gemäß dem Wahlrecht des § 274 (2) Satz 2 HGB nicht angesetzt.

C. Erläuterung zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage des Anhangs dargestellt.

Sämtliche Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 11.608 (Vj.: TEUR 12.424) gegen Gesellschafter. Sie resultieren in Höhe von TEUR 10 (Vj.: TEUR 25) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 368 (Vj.: TEUR 23) sowie Forderungen im Zusammenhang mit den Corona- Unterstützungsleistungen in Höhe von TEUR 16 (Vj.: TEUR 16).

Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem noch ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 151 (Vj.: TEUR 71), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 785 (Vj.: TEUR 540) und ausstehende Provisionen in Höhe von TEUR 3.033 (Vj.: TEUR 2.458).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 46 (Vj.: TEUR 71).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Gutscheinverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.008 (Vj.: TEUR 1.734).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

D. Erläuterungen und Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse stammen im Wesentlichen aus dem Verkauf von Kinoeintrittskarten, sowie Kinogutscheine für Dritte. Die Umsatzerlöse werden periodengerecht abgegrenzt und im Zeitpunkt der Einlösung als Erlöse erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus ausgebuchten Gutscheinverbindlichkeiten TEUR 517 (Vj.: TEUR 0) sowie aus der Weiterberechnung von Kosten in Höhe von TEUR 130 (Vj.: TEUR 118), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 328 (Vj.: TEUR 17).

Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 517 (Vj.: 0) angefallen.

Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 41 (Vj.: 0) angefallen.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten. Darüber hinaus bestehen im üblichen Rahmen Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Die finanziellen Auswirkungen stellen sich wie folgt dar:

Angabe der Verpflichtung < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Mietvertrag Gebäude 235.493,46 387.915,58 0,00 623.409,04
Leasingvertrag Kfz 6.716,00 0,00 0,00 5.037,00
242.209,46 387.915,58 0,00 630.125,04

Davon entfallen auf finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0).

Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 18 Vollzeitbeschäftigte im Angestelltenverhältnis beschäftigt (Vj: durchschnittlich 16 Vollzeitbeschäftigte im Angestelltenverhältnis).

Mitglieder der Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist Herr Constantin Schwaab (Kaufmann), wohnhaft in München und Konrad Hinkelmann, wohnhaft in Berlin.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Person Bezüge von der Gesellschaft bezieht.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CTS Eventim AG & Co. KGaA einbezogen. Die CTS Eventim AG & Co. KGaA mit Sitz in München ist Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.489.696,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 30. September 2024

Konrad Hinkelmann

Geschäftsführung

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.833,12 5.000,00 0,00 34.833,12
29.833,12 5.000,00 0,00 34.833,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345.255,92 26.238,87 1.407,86 370.086,93
345.255,92 26.238,87 1.407,86 370.086,93
TOTAL 375.089,04 31.238,87 1.407,86 404.920,05
Abschreibung
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.828,12 500,00 30.328,12
29.828,12 500,00 0,00 30.328,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.232,66 48.296,91 1.406,86 177.122,71
130.232,66 48.296,91 1.406,86 177.122,71
TOTAL 160.060,78 48.796,91 1.406,86 207.450,83
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
I. immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.505,00 5,00
4.505,00 5,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.964,22 215.023,26
192.964,22 215.023,26
TOTAL 197.469,22 215.028,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftsmodell

Die kinoheld GmbH (im Folgenden: kinoheld oder Gesellschaft) ist deutschlandweit tätig und übernimmt den Verkauf von Kinoeintrittskarten und -gutscheinen für Dritte (Kinos). Die Gesellschaft versteht sich als Full-Service Provider im Bereich Kino-Ticketing. Dabei ermöglicht kinoheld auf Basis bestehender Kassensysteme der Kinos ein Online-Ticketing inklusive elektronischer Ticket- und Einlasskontrolle. Die Gesellschaft ist über ihre direkte Muttergesellschaft CTS EVENTIM AG & Co. KGaA, München, die zu den führenden Anbietern des Vertriebs von Eintrittskarten der Musik- und Veranstaltungsbranche gehört, in eine Konzernstruktur eingebunden.

1.2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das Geschäftsjahr 2023 war weitestgehend unbeeinflusst durch Corona-bedingte Effekte: Einschränkungen gab es keine mehr, Nachholeffekte wie im Vorjahr waren nicht mehr festzustellen. Der Nachfrageverlauf entspricht wieder den Erfahrungswerten der Vor-Corona- Zeit.

Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die geopolitischen Krisen keinen zunehmenden Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen haben würden und somit Planungssicherheit für die Kinobetreiber.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,2 Prozent wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt.

Die Veranstaltungsbranche ist direkt von steigenden Energie- und Personalkosten betroffen. Das gilt entsprechend auch für die wesentlichen Lieferanten der Gesellschaft, die Kinos. Die Inflationsentwicklung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kaufkraft der Haushalte können zudem für eine Kaufzurückhaltung bei den Kunden sorgen.

1.3. Berichterstattung über die Branchensituation

Die Gesellschaft unterstützt mit ihrer Dienstleistung Kinos beim Vertrieb ihrer Eintrittskarten online und mobil. Die Gesellschaft steht im Wettbewerb mit den Anbietern der Kassensysteme für Kinos, hat allerdings aufgrund der angebotenen Dienstleistungen und Services ein Alleinstellungsmerkmal. Damit hat sich kinoheld eine führende Marktposition innerhalb dieser Branche erarbeitet. Weiteres Wachstum wird im Wesentlichen aufgrund der steigenden Onlinequote bei der Vermarktung von Kinotickets erwartet.

Veränderte Wettbewerbssituationen im Kinomarkt können zu Marktveränderungen führen. Ursachen hierfür können u. a. Maßnahmen zur Marktregulierung, Verschärfungen von Verbraucherschutzgesetzen, wettbewerbsrechtliche/kartellbehördliche Beschränkungen und Beschränkungen der Vertragsgestaltung, aber auch risikorelevante Einflüsse von Verbraucherschutzorganisationen und Behörden sein. Ebenso ist die Kinobrache von den Entwicklungen der Filmindustrie und deren Produktionen abhängig.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 verlief positiv mit den steigenden Ticketverkäufen über das gesamte Jahr, besonders im Juli 2023 mit dem Filmstarts von "Barbie" und "Oppenheimer". Die Prognose für das Jahr 2023 wurde erreicht, die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis wurden im Geschäftsjahr 2023 deutlich gesteigert

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögensgegenstände 197,47 1,40 215,02 1,48 -17,55 -8,16
Kurzfristige Vermögensgegenstände
geleistete Anzahlungen auf Vorräte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Forderungen und sonstige Vermögegenstände 12.393,77 88,00 14.173,09 97,39 -1.779,32 -12,55
Rechnungsabgrenzungsposten und Flüssige Mittel 1.492,45 10,60 164,99 1,13 1.327,46 804,57
Aktiva 14.083,69 100,00 14.553,10 100,00 -469,41 -3,23
Eigenkapital 4.140,77 29,40 2.651,08 18,22 1.489,69 56,19
Kurzfristige Fremdmittel
Steuerrückstellungen / Sonstige Rückstellungen 4.110,04 29,18 3.927,44 26,99 182,60 4,65
Verbindlichkeiten 5.832,88 41,42 7.974,58 54,80 -2.141,70 -26,86
Passiva 14.083,69 100,00 14.553,10 100,00 -469,41 -3,23

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 469 bzw. um 3,2 % verringert. Die Veränderung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Demgegenüber stand die Zunahme der Flüssigen Mitteln.

Die Veränderung auf der Passivseite resultiert aus der Abnahme an Verbindlichkeiten, sowie der Steuerrückstellungen.

2.2. Finanzlage 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.358,46 84,18
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -31,00 -55,18
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit 0,00 0,00
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.327,46 29,00
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 164,99 135,99
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.492,45 164,99

Die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresfehlbetrag/-überschuss, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber zahlungsbezogen ermittelt.

2.3. Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 106.591,55 99,09 86.234,39 99,83 20.357,16 23,61
Sonstige betriebliche Erträge 982,67 0,91 144,36 0,17 838,31 580,71
Gesamtleistung 107.574,22 100,00 86.378,75 100,00 21.195,47 24,54
Rohergebnis 4.672,72 4,34 3.304,18 3,83 1.368,54 41,42
Betriebsaufwand -2.742,02 -2,55 -2.506,64 -2,90 -235,38 9,39
Betriebsergebnis 1.930,70 1,79 796,20 0,92 1.134,50 142,49
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.255,50 2,10 865,69 1,00 1.389,81 160,54
Jahresfehlbetrag/-überschuss 1.489,70 1,38 574,26 0,66 915,44 159,41

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 86.234 um TEUR 20.257 auf TEUR 106.592 gestiegen. Der Umsatzanstieg ist zu durch die Kinokassenschlager "Barbie" und "Oppenheimer" zu erklären.

Nach Verrechnung der umsatzbedingten Kosten (Materialaufwand) verbleibt ein Rohergebnis von TEUR 4.672 (Vj: TEUR 3.304). Das Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr um TEUR 1.390 auf TEUR 2.256 (Vorjahr: TEUR 866) gestiegen.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 1.490 (Vj.: Jahresüberschuss TEUR 574).

3. Chancen- und Risikobericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist weltweit nach wie vor stark beeinträchtigt durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Die Energiepreise sind mit Beginn des Krieges zunächst stark gestiegen. Gleichwohl konnte die befürchtete Energie- Versorgungskrise erfolgreich abgewendet werden und die Energiepreise sind wieder gesunken. Der Sachverständigenrat sieht die größten Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahre in der demografischen Alterung, dem geringen Produktivitätswachstum, dem veralteten Kapitalstock sowie in der geringen Anzahl junger und innovativer Unternehmen. Sollten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen in Europa verschlechtern oder sogar eine Rezession in Europa oder im Kernmarkt Deutschland drohen, ist eventuell zu befürchten, dass eine reduzierte Kaufkraft und Konsumlaune zuerst den Bereich der Freizeitleistungen treffen können. Diesen Risken begegnen wir mit Break-Even- Analysen bereits vor Vertragsabschluss und einem laufenden projektbegleitenden Kostencontrolling.

Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten führe in 2023 zu einer sich dynamisch entwickelnden Zinskurve. Dies hatte zur Folge, dass die Bankguthaben in der Gesellschaft einen deutlichen Beitrag im Finanzergebnis leisteten. Die vorhandene Liquidität wird fristenkongruent bei Banken bzw. im Cash Pooling gehalten, so dass Zinsrisiken mitigiert werden. Durch ein aktives Cash Management ist die Gesellschaft bestrebt, die vorhandene Liquidität zu nutzen, um Zinserträge zu optimieren.

Grundsätzlich ist die Risiko- und Chancenpolitik darauf ausgerichtet, einerseits gefährdende Entwicklungen für den Fortbestand des Unternehmens früh zu erkennen und diesen angemessen zu begegnen sowie andererseits den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken werden nur eingegangen, wenn sie im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Nutzung der Kernkompetenzen stehen. Eingegangene Risiken müssen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. Risiken und Chancen sind dabei definiert als Abweichungen von der Unternehmensplanung.

Die Geschäftsleitung lässt sich von folgenden risikopolitischen Grundsätzen leiten:

a)

die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolgs ist notwendigerweise mit dem Eingehen von Risiken verbunden

b)

Risiken müssen mit einer angemessenen Ertragschance verbunden sein

c)

keine Handlung oder Entscheidung darf ein existenzgefährdendes Risiko nach sich ziehen

d)

der Umfang der zu tragenden Risiken wird limitiert und ggf. über geeignete Instrumente migriert

Restrisiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems laufend überwacht und gesteuert. Das Management von Chancen und Risiken ist in einer Konzernrichtlinie geregelt und basiert auf einem ganzheitlichen, mehrstufigen Ansatz, der das operative Management, die Steuerungs- und Managementsysteme (Risikomanagement im engeren Sinne) und die Interne Revision einschließt.

Grundsätzlich wird zur Wertsteigerung des Unternehmens ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt. Risiken sind abhängig von der veränderten Wettbewerbssituation, der Entwicklungen der Filmindustrie und deren Produktionen.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sind durch die Beurteilung der aktuellen Risikolage nicht erkennbar. Bereits erkannte Risiken werden permanent durch die Geschäftsführung verfolgt und durch geeignete Gegenmaßnahmen angemessen berücksichtigt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft weitere Einflussfaktoren, die derzeit noch nicht bekannt oder noch nicht als wesentlich eingestuft werden, den Fortbestand der Gesellschaft beeinflussen können. Zur Risikoüberwachung wird ein standardisiertes Risikomanagementsystem des CTS Konzerns eingesetzt. Unter dem Internen Kontrollsystem (IKS) versteht man die von der Geschäftsleitung eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen), die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Geschäftsleitung gerichtet sind. Das Ziel des IKS im CTS Konzern ist die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der wesentlichen Geschäftsprozesse und die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben. Als integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements soll das IKS alle wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken abbilden und auf ein für das Unternehmen tragbares Niveau zu reduzieren. Das IKS des CTS Konzerns hat somit eine präventive und aufdeckende Funktion und unterstützt den optimalen Ablauf der Unternehmensprozesse. Durch die vorgenannten Punkte können wesentlichen Risikoquellen, Schadensursachen und Störpotentiale frühzeitig identifiziert, erfasst und bewertet werden. Darüber hinaus existiert ein Standard-Reporting für risikorelevante Vorgänge.

4. Prognosebericht

Trotz der prognostizierten konjunkturellen Erholung in Deutschland befinden sich Geschäftsklima-Index des ifo Instituts und der GfK-Konsumklima-Index Anfang 2024 auf Talfahrt. Laut ifo Institut hat sich die Stimmung unter den Unternehmen Anfang 2024 weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt, so das ifo Institut, in der Rezession fest.

Laut GfK zeigten zu Anfang 2024 auch die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen. Unter anderem hat die angestiegene Sparneigung zum Rückgang der Verbraucherstimmung beigetragen. Krisen und Kriege sowie eine anhaltend hohe Inflation verunsicherten die Verbraucher. Auch die Konjunkturaussichten für das Gesamtjahr wurden im Januar 2024 pessimistischer beurteilt.

Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt.

Mit dem Ende der COVID-19-Pandemie, sowie mit dem Filmstart von "Barbie" und "Oppenheimer" zeigte das Geschäftsjahr 2023 einen positiven Erholungstrend. Laut Filmförderungsanstalt wurden im Jahr 2023 rund 95,7 Millionen verkaufte Tickets in Deutschland gezählt, dies ist eine Steigerung von 22,7% gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Halbjahr 2023 betrug die Zahl der verkauften Tickets rund 45,2 Millionen.

Das Angebot von Kinoveranstaltungen wird voraussichtlich im Jahre 2024 leicht zurückgehen, da aufgrund des "Hollywood-Streiks" im Jahr 2023 über Monate die Produktion pausiert und im Jahr 2024 keine großen Kassenschlager angekündigt wurden und keine großen Produktionen geplant sind.

Durch die langjährige Etablierung im Markt könnten bislang nicht geplante weitere Geschäftsbeziehungen aufgebaut werden und zusätzlicher Umsatz und zusätzliches Ergebnis erwirtschaftet werden. Durch die Einbindung in die Konzernstruktur der CTS Eventim AG & Co. KGaA und die damit einhergehende Zusammenarbeit ergeben sich für die Gesellschaft neue und zukunftsträchtige Chancen.

Die kinoheld wird seine nachhaltige Wachstumsstrategie auch im neuen Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgen. Unsere langjährige Erfahrung und unsere guten Geschäftskontakte ermöglichen uns ein effizientes Management. Geplante Kosten der könnten geringer ausfallen als erwartet. Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld könnte sich insgesamt besser entwickeln als erwartet. Daraus resultierende Abweichungen könnten sich positiv auf die Branche und den Geschäftsverlauf der Gesellschaft auswirken. Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer positiven Marktentwicklung zusätzlich zu profitieren. Aufgrund unserer stabilen Kapital- und Liquiditätslage sowie unserer erfahrenen, hochmotivierten Mitarbeiter können wir neue Chancen flexibel umsetzen.

Die Geschäftsleitung geht von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr in einer Bandbreite in Höhe von ca. mEUR 98-104 (2023: mEUR 106,6) aus.

Die Gesellschaft rechnet mit einem EBIT (Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern) in Höhe von ca. mEUR 2,6-3,0 für 2024 (2023: mEUR 1,9).

Das Unternehmen sieht sich für die zukünftige Entwicklung gut aufgestellt.

 

München, den 30. September 2024

Konrad Hinkelmann

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die kinoheld GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der kinoheld GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang zum 31. Dezember 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der kinoheld GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstiger Sachverhalt

Der Jahresabschluss und Lagebericht der kinoheld GmbH für das vorherige am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 23. Februar 2024 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 1. Oktober 2024

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