Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Ortseifen seit 28.9.2022 | Prokura |
Andreas Klatt seit 28.9.2022 | Prokura |
Thomas Sturm seit 16.4.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% | |
| 26.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VWH GmbHHerschbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023VWH GmbH, Herschbach1. Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die 1992 gegründete VWH GmbH ist spezialisiert auf Automatisierungstechnik, Spritzgießformenbau, Lasertechnik, Prüftechnik, Bildverarbeitung und Hybridtechnik. Wir überzeugen unsere Kunden inner- und außerhalb von Deutschland als innovativer Experte für komplexe und individuell auf die Anforderungen abgestimmte Produktionsanlagen, die die unterschiedlichsten Techniken und Prozesse umfassen. Als kompetenter Partner unterstützen wir unsere Kunden bereits in der Entwicklungsphase ihrer Produkte und über die Inbetriebnahme der Produktionsanlagen hinaus. Geschäftsführender Gesellschafter der VWH GmbH ist Herr Dipl.-Ing. Thomas Sturm. 1.2 Steuerungssystem Die VWH GmbH erstellt eine Jahresplanung für die operative Entwicklung, Personalmaßnahmen, Investitionen und Finanzen. Das monatliche Reporting gibt zeitnah Überblick über die aktuelle Geschäftslage. Wesentliche Merkmale sind Auftragseingang, Umsatz, betriebliche Leistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen) sowie Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Diese werden monatlich durch die Geschäftsführung und das Finanz- und Rechnungswesen analysiert, interpretiert und im Hinblick auf Zielerreichungsgrade ausgewertet. Zudem steuert die VWH GmbH durch eine auftragsbezogene Kostenrechnung das operative Geschäft. Daraus resultieren eine zeitnahe Ist-Analyse der Aufträge und eine optimierte Steuerung der Großprojekte. Auf dieser Grundlage analysiert und steuert die technische Leitung in Zusammenarbeit mit allen internen Projektbeteiligten wöchentlich den auftragsbezogenen Projektfortschritt. Detailmaßnahmen zur Auftragsgewinnung und Neuakquise werden in einem monatlichen Jour-fixe mit dem Vertrieb abgestimmt. Steuerungsgrößen sind im Wesentlichen die interne Kapazität, Kundenerfahrungen, Projektrisiko bzw. technische Machbarkeit, erwartete Marge und Umsatz. 1.3 Forschung und Entwicklung Neben markt- und kundenbezogenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Rahmen von Kundenaufträgen bearbeitet die VWH GmbH als Projektverantwortliche in Zusammenarbeit mit Hochschulen und staatlichen Projektträgern F&E Projekte. Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2023 war die Entwicklung und Qualifizierung eines multifunktionalen 3D-Druckverfahrens inklusive innovativen Druckkopfs für verschiedene Standardkunststoffe und die Entwicklung eines vollautomatischen Verfahrens zur Herstellung von kohlestofffaserverstärkten Spritzgussteilen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland verringerte sich preisbereinigt um 0,3 Prozent (Vorjahr +1,8 Prozent). Gründe für den Rückgang waren die hohen Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen für Investitionen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das BIP im Jahr 2023 deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,2 Prozent lag. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das sind 353.000 Personen oder 0,7 Prozent mehr als 2022. Die Erwerbstätigkeit erreichte damit einen historischen Höchsttand. Die Inflation in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Dezember 2023 um 8,6 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Nach starken Anstiegen der Erzeugerpreise in 2021 (+10,5 Prozent) und 2022 (+32,9 Prozent), kam es 2023 zur Trendwende, auch wenn die Erzeugerpreise damit weiterhin auf einem hohen Niveau liegen (+44,5 Prozent zum Basisjahr 2015). Eine konjunkturelle Schwächephase war auch auf den Absatzmärkten der VWH GmbH zu beobachten. Laut VDMA wird für 2023 mit einer kleinen realen Verringerung der Maschinenproduktion um 1,0 Prozent gerechnet. Der VDMA führt dies insbesondere auf sinkende Auftragsbestände, den Fachkräftemangel und einen hohen Krankenstand in den Unternehmen zurück. Das weltwirtschaftliche Umfeld, welches insbesondere für unsere global agierenden Kunden von Bedeutung ist, verliert an Schwung. Preisbereinigt dürfte das globale Wachstum laut Internationalen Währungsfonds um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Und auch für 2024 wird lediglich ein Wachstum von 2,9 Prozent prognostiziert. Für die gesamte Eurozone wird eine BIP-Zunahme 2023 von 0,7 Prozent erwartet. Im Jahr 2024 soll sich das Wirtschaftswachstum im EU-Raum mit einem Anstieg um 1,2 Prozent etwas erholen. Aufgrund der dynamischen Entwicklung hinsichtlich Inflation, Zinsniveau, Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt liegen der Wachstumsprognose erhöhte Unsicherheiten bezüglich. der zukünftigen Entwicklung zugrunde. Die umsatzstärksten Abnehmerbranchen der VWH GmbH im Jahr 2023 waren die Branchen Elektro/Haushalt und Mobilität. Aus dem Bereich Elektro/Haushalt erwarten wir auch in Zukunft eine verstärkte Nachfrage. Zudem möchte die VWH GmbH Ihre Expertise im Bereich der Reinraumtechnologie verstärkt in der Medizinbrache einbringen. Der deutsche Maschinenbau prognostiziert laut VDMA für das Jahr 2024 kein Wachstum und erwartet sogar eine Verringerung der reale Maschinenproduktion um 4,0 Prozent. Für die gesamtwirtschaftliche Konjunktur in Deutschland erwartet die KfW Research aufgrund einer Steigerung der Reallöhne eine Verstärkte Binnennachfrage. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr der VWH GmbH verläuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Das Geschäftsjahr begann mit einem Auftragsbestand in Höhe von 10,6 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR). Der Auftragseingang blieb mit 10,1 Mio. EUR (Vorjahr 13,2 Mio. EUR) hinter den Erwartungen. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres betrug 8,9 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse blieben mit 12,0 Mio. EUR hinter den Erwartungen an das Geschäftsjahr. Die betriebliche Leistung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 11,1 Mio. EUR). Die im Investitionsgüterbereich typischen Auslastungsschwankungen gleicht die VWH GmbH durch flexible Arbeitszeitmodelle und Anpassung der Fremdleistungen aus. Zudem setzen wir auf einen stetigen Ausbau des Ersatzteil- und Servicegeschäfts und sichern so eine hohe Grundauslastung des Unternehmens. Zudem strebt die VWH GmbH eine höhere Diversität hinsichtlich Kunden und Abnehmerbranchen an. Das EBIT lag im Geschäftsjahr 2023 mit 1,1 Mio. EUR über dem Vorjahr (EUR 0,3 Mio. EUR). Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 positiv zu bewerten, auch wenn die Geschäftsentwicklung in Teilbereichen die Erwartungen verfehlte. 2.3 Ertragslage
1) EBITDA = Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern 2) EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern 3) EBT = Ergebnis vor Steuern Der Umsatz der VWH GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 2,2 Prozent auf 11.969 TEUR gegenüber 11.711 TEUR im Vorjahreszeitraum. Die betriebliche Leistung erhöhte sich um 685 TEUR auf 11.750 TEUR. Bezogen auf die betriebliche Leistung blieb die Materialaufwandsquote mit 37,4 Prozent unverändert (Vorjahr: 37,4 Prozent) und die Personalaufwandsquote verringerte sich auf 42,8 Prozent (Vorjahr: 44,2 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich auf 246 TEUR (Vorjahr: 313 TEUR) und setzten sich zum größten Teil aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen (96 TEUR), aus Erträgen aus Sachbezug (59 TEUR) und öffentlichen Fördermaßnahmen (53 TEUR) zusammen. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bezogen auf die betriebliche Leistung, verringerten sich von 13,9 Prozent auf 9,0 Prozent bzw. 1.059 TEUR (Vorjahr: 1.537 TEUR). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf den Wegfall eines Einmaleffekts bei den Wertberichtigungen (Vorjahr: Zuführung in Höhe von 488 TEUR) gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 1.090 TEUR (Vorjahr: 340 TEUR) und ist damit höher als erwartet. Das Finanzergebnis lag mit -24 TEUR unter dem Vorjahresniveau (-8 TEUR). Der Jahresüberschuss stieg auf 743 TEUR (Vorjahr: 247 TEUR). Umsatz nach Segmenten Der im Jahresabschluss aufgeführte Umsatz gliedert sich in die Segmente Sondermaschinenbau, Werkzeugbau und Spritzgießerei. Im Segment Sondermaschinenbau betrug der Umsatz 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR), in der Sparte Werkzeugbau 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) und im Segment Spritzgießerei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Der Auftragseingang im Segment Sondermaschinenbau betrug 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR), im Werkzeugbau 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) und im Segment Spritzgießerei 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Umsatz nach Regionen Die VWH GmbH erwirtschaftete 77,2 Prozent (Vorjahr: 52,5 Prozent) ihrer Erlöse im Inland, 21,3 Prozent (Vorjahr: 37,7 Prozent) in Europa, 1,3 Prozent in Amerika und 0,2 Prozent (Vorjahr: 9,8 Prozent) in Asien. Bei einem stetig wachsenden Kundenportfolio entfiel der größte Teil der Umsätze auf Investitionsgüter des Maschinen- und Werkzeugbaus. Die Umsätze nach Abnehmerbranche verteilen sich wie folgt: § 43,7 Prozent auf die Branche Elektro/Haushalt mit 5,2 Mio. EUR § 49,8 Prozent auf die Branche Mobilität mit 6,0 Mio. EUR § 4,3 Prozent auf die Branche chemische Industrie mit 0,5 Mio. EUR § 1,2 Prozent auf die Branche Medizintechnik mit 0,1 Mio. EUR § 1,0 Prozent auf sonstige Branchen mit 0,1 Mio. EUR 2.3 Vermögen- und Finanzlage
Vermögensstruktur Das Gesamtvermögen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von 9.972 TEUR auf 6.365 TEUR. Dabei gingen die langfristigen Vermögenswerte um 3.633 TEUR auf 3.594 TEUR zurück. Ursächlich war insbesondere die Rückzahlung der an die Gesellschafter gewährten Ausleihungen in Höhe von 3.525 TEUR im Zuge der im Jahr 2023 erfolgten Ausschüttung. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 25 TEUR auf 2.771 TEUR. Die Vorräte (173 TEUR), die saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen (3.019 TEUR, Vorjahr: 3.037 TEUR) ausgewiesen werden, und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (814 TEUR) wurden gegenüber dem Vorjahr abgebaut. Dem steht eine Zunahme der flüssigen Mittel um 1.127 TEUR gegenüber. Die Sachanlageintensität beträgt 55,8 Prozent. Kapitalstruktur Die VWH GmbH verfügt über eine gute Ausstattung mit Eigenkapital und ausreichend liquide Mittel. Bei verminderter Bilanzsumme verminderte sich die Eigenkapitalquote auf 46,9 Prozent (Vorjahr: 57,8 Prozent). Die Veränderung resultiert zum größten Teil aus der im Jahr 2023 erfolgten Ausschüttung in Höhe von 3.525 TEUR. Die kurz- und langfristen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden abgebaut auf 1.385 TEUR (Vorjahr: 2.099 TEUR). Investitionen Eine zukunftsfähige technische Ausstattung betrachten wir als wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Daher investiert die VWH GmbH regelmäßig in das Sachanlagevermögen. Die Geschäftsführung plant und steuert die Investitionsentscheidungen immer unter Berücksichtigung langfristiger wirtschaftlicher Faktoren. Wesentliche Investitionen im Geschäftsjahr 2023 waren mit 97 TEUR eine Flachschleifmaschine und mit 87 TEUR eine CNC-Drehmaschine. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielles Anlagevermögen verminderten sich von 468 TEUR auf 412 TEUR. Liquidität Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 auf 1.575 TEUR (Vorjahr: 448 TEUR). Zudem bestehen zum Geschäftsjahresende zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 3.773 Mio. EUR für Kontokorrent- und Avalkredite. Im Geschäftsjahr 2023 war die VWH GmbH zu jeder Zeit liquide, sodass zu jedem Zeitpunkt alle finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden konnten. Die (intern verwendete) Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der liquiden Mittel:
2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fachlich kompetente, motivierte Mitarbeiter mit einer hohen Identifikation zum Unternehmen bilden eine wesentliche Grundlage für einen langfristig erfolgreichen Unternehmensfortbestand. Deshalb investiert die VWH GmbH in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr betrug durchschnittlich 88 (18 Angestellte, davon vier in Teilzeit und einer geringfügig beschäftigt, sowie 70 gewerbliche Arbeitnehmer, davon vier in Teilzeit und drei geringfügig beschäftigt). Zudem betrug die durchschnittliche Anzahl an Auszubildenden acht Personen. Die VWH GmbH arbeitet mit Hochschulen in unterschiedlichen Projekten und Forschungsarbeiten eng zusammen. Dadurch und durch eigene Ausbildung gelingt es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Es wird eine Steigerung des reales BIP um 0,6 Prozent für Deutschland und 0,8 Prozent für die Eurozone erwartet. Für die Unternehmensinvestitionen erwartet die KfW Research trotz des hohen Zinsniveaus ein leichtes Wachstum, insbesondere in den Bereichen Energiewende, Klimaneutralität und Digitalisierung Die KfW Research rechnet für das Jahr 2024 mit einer Steigerung des realen BIP um 0,6 Prozent für Deutschland. Für die Unternehmensinvestitionen erwartet die KfW Research trotz des hohen Zinsniveaus ein leichtes Wachstum, insbesondere in den Bereichen Energiewende, Klimaneutralität und Digitalisierung. Bei einer erwarteten Inflation für das Jahr 2024 in Höhe von 2,5 Prozent in Deutschland ist laut KfW mit einer moderaten Konjunkturerholung zu rechnen, da insbesondere im Energiebereich Preisrückgänge zu beobachten sind. Allerdings gibt es angesichts der geopolitischen Lage eine erhöhte Wahrscheinlichkeit neuer angebotsseitiger Schocks. Für die Eurozone insgesamt erwartet KfW Research einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 um 0,8 Prozent. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate der Eurozone dürfte im Jahr 2023 bei 5,5 Prozent liegen und sich auf 2,3 Prozent im Jahr 2024 verringern. Damit befindet sich die Europäische Zentralbank bezüglich der Inflation auf Zielkurs (2,0 Prozent) und könnte Ihren restriktiven geldpolitischen Kurs im Jahr 2024 hin zu einer expansiveren Geldpolitik ändern. Die VWH GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit Auftragseingängen über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Bei den Umsatzerlösen und der betrieblichen Leistung gehen wir ebenfalls von einer leichten Steigerung aus. Das EBIT des Geschäftsjahres 2024 liegt planmäßig leicht unter dem Niveau des Jahres 2023. Aufgrund von langen Auftragsdurchlaufzeiten ist erst im Geschäftsjahr 2025 mit einer signifikanten Steigerung bei den Erlösen und dem Jahresergebnis zu rechnen. Die Eigenkapitalquote der VWH GmbH sollte auch im neuen Geschäftsjahr über 40 Prozent liegen. Bei den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sehen wir im Geschäftsjahr 2024, neben den neuen Schwellenwerten bezüglich der Größenmerkmale für Kapitalgesellschaften und eine damit zu erwartende Erleichterung hinsichtlich Aufstellung und Veröffentlichung, keine wesentlichen Änderungen auf uns zukommen. Die im Prognosebericht getätigten Aussagen beruhen auf Annahmen und Einschätzungen zum Zeitpunkt der Berichterstattung und können daher von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. 3.2 Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsleitung verantwortet das Risikomanagement des Unternehmens unter Einbeziehung interner Kontrollmechanismen und definierten Verantwortungsbereichen. Durch den systematischen Umgang mit Risiken wird es ermöglicht, insbesondere potenzielle, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Ereignisse, auf Grund interner oder externer Entwicklungen, frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen treffen zu können. Letztlich ist das Management von Chancen und Risiken ein kontinuierlicher unternehmerischer Prozess. Die Gesamtbetrachtung der wirtschaftlichen Situation erfolgt durch die monatliche Betrachtung der wirtschaftlichen Unternehmenssituation, die Jahresplanung und die stetige Steuerung der Großaufträge. Diese Auswertungen und entsprechenden Steuerungsmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit allen Gesellschaftern. Zu den Risiken innerhalb der Investitionsgüterbranche, in dem sich die VWH GmbH befindet, gehören insbesondere variierende Auftragseingänge, die zu schwankenden Kapazitätsauslastungen führen können. Diesen versucht die VWH GmbH durch eine erhöhte Auftragsreichweite und den weiteren Ausbau von After-Sales Geschäften entgegenzuwirken. Zudem minimiert die Gesellschaft schon heute ihre Risiken durch Diversifizierung der angebotenen Leistungen im Sondermaschinen- und Werkzeugbau. Die erhöhte Unsicherheit in Bezug auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellt für die VWH GmbH ein erhöhtes Risiko dar. So haben die Energiepreisentwicklung und die Inflation einen direkten negativen Einfluss auf das Geschäft der VWH GmbH. Weitere Auswirkungen aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Nahostkonflikts sind für die VWH GmbH nur schwer absehbar. Preisrisiken in der Beschaffung werden vertriebsseitig berücksichtigt. Teilweise bestehen mit Großlieferanten vertraglich vereinbarte Rabattstaffelungen. Zudem wird versucht, das Risiko bei den Beschaffungspreisen an den Kunden in Teilen weiterzugeben. Risiken aus der Informationstechnologie begegnet die VWH GmbH durch interne IT-Sicherheitsrichtlinien und deren kontinuierlichen Überprüfung. Regelmäßige Sicherung der Daten, Investitionen in die Hard- und Software, sowie die Einbeziehung externer Dienstleister in das IT-Risikomanagement, tragen zur Stärkung der IT-Sicherheit bei. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch das von der Gesellschaft eingerichtete Debitorenmanagement entgegengewirkt. Eine regelmäßige Absicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Warenkreditversicherung findet nicht statt, da zu den meisten Kunden langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Bei Neukunden wird auf Informationen von Auskunfteien und sonstige Veröffentlichungen zurückgegriffen. Nennenswerte Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft würden bei entsprechender Auftragsgröße abgesichert. Aufgrund von Rahmenverträgen mit Kreditinstituten und der aktuellen wirtschaftlichen Situation der VWH GmbH und ihrer Gesellschafter besteht nach derzeitigem Kenntnisstand kein Engpass hinsichtlich der Versorgung mit Fremd- und/oder Eigenkapital. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem leichten Rückgang des Zinsniveau. Eine starke Kundenorientierung und technische Kompetenz stärkt die Vertriebstätigkeit der VWH GmbH. Die Intensivierung der bestehenden Kundenkontakte, gezielte Ausweitung der Vertriebsstrukturen sowie die weitere Erschließung neuer Märkte stehen im Geschäftsjahr 2024 weiter im Vordergrund und stellen für uns Chancen dar. Der Ausbau der Serviceleistungen und die Qualifizierung der Mitarbeiter in den Entwicklungsbereichen und der Steuerungstechnik wird das Produkt- und Dienstleistungsspektrum der VWH GmbH steigern. Die Kombination der Geschäftsfelder Werkzeugbau und Automatisierungstechnik wird weiterhin ein besonderes Alleinstellungsmerkmal und damit eine Chance der VWH GmbH sein. Durch ein regelmäßiges Qualitätsmanagement und Auditierung verbessern wir stetig unsere Qualität und internen Prozesse. Die VWH GmbH ist DIN ISO 9001:2015 zertifiziert und unterzieht sich einer jährlichen Kontrolle des Qualitätsmanagements. Energie- und Umweltaspekte werden durch ein regelmäßiges Energieaudit berücksichtigt.
Herschbach/Oberwesterwald, den 28. Februar 2024 Geschäftsführender Gesellschafter Thomas Sturm BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023VWH GmbH, HerschbachI. Allgemeine AngabenDie VWH GmbH hat ihren Sitz in Herschbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Montabaur (Reg.-Nr. HRB 4822). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (teilweise) in Anspruch genommen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet (§ 246 Abs. 3 HBG, § 252 (1) Nr. 6 HBG). Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte auf Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige zeitanteilige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis 250,00 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert über 250,00 EUR und bis zu 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen betreffen an die Gesellschafter ausgerichtet Darlehen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von dem Posten Vorräte offen abgesetzt, soweit die Vorräte hierdurch nicht negativ werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder ihren Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 Prozent auf die nicht versicherten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel, sind zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Methode (PuC-Methode) berechnet. Es wurde die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 Prozent. Darüber hinaus wurde eine Rentendynamik von 2,0 Prozent, eine Gehaltsdynamik von 0,25 Prozent sowie ein Fluktuationsabschlag von 1,0 Prozent berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichstichtag bewertet. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. III. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Pensionsrückstellungen Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Altersvorsorgeverpflichtungen auf Basis eines Sieben-Jahres- bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz ergebende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 9.513,00 EUR (Vorjahr: 39.279,00 EUR). Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden besichert. Gemäß § 254 HGB liegt eine Bewertungseinheit in Form eines Mikro-Hedges vor, da zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus einem variablen verzinslichen Darlehen bei Kreditinstituten parallel der Abschluss eines Zinsswaps erfolgte, sodass die Darlehensaufnahme in ein festverzinsliches Darlehen umgewandelt wurde. Der Zinsswap hat die gleiche Laufzeit wie das zugrunde liegende Darlehen bis zum 30. Juni 2029. Ein sich zum Bilanzstichtag ergebender negativer Marktwert des Zinsswaps ist aufgrund des Vorliegens einer Bewertungseinheit unter der Anwendung der Einfrierungsmethode nicht zu passivieren. Die Effektivität wird durch einen Critical Term Match sichergestellt. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 64.765,08 EUR (Vorjahr: 238.985,15 EUR). IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 13.484,22 EUR (Vorjahr 170.890,09 EUR), Erträge aus Wertberichtigungen 95.717,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und Erträge aus öffentlichen Fördermaßnahmen in Höhe von 52.676,00 EUR (Vorjahr: 51.525,67 EUR). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten 68.805,02 EUR (Vorjahr 25.711,11 EUR) Aufwendungen für Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 579,74 EUR (Vorjahr: 82,57 EUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 14.882,00 EUR (Vorjahr: 16.466,00 EUR). V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnis und sonstige finanzielle Verpflichtungen Als außerbilanzielle Geschäfte werden Miet-, Leasing-, und Serviceverträge abgeschlossen. Dies belässt das Investitionsrisiko beim Vertragspartner. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 184.467,02 EUR. Davon entfallen auf Miet-, Pachtverträge und Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr 63.389,28 EUR, über einem Jahr 61.957,74 EUR und auf Serviceverträge bis zu einem Jahr 59.120,00 EUR. Beschäftigte Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 88 (Vorjahr: 90), davon 18 (Vorjahr: 19) Angestellte und 70 (Vorjahr: 71) gewerbliche Arbeitnehmer. Darüber hinaus werden durchschnittlich 8 (Vorjahr:9) Auszubildende beschäftigt. Organe Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Thomas Sturm, Maschinenbauingenieur. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 742.958,89 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Herschbach/Oberwesterwald, den 28. Februar 2024 Geschäftsführender Gesellschafter Thomas Sturm
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VWH GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VWH GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VWH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Limburg a.d. Lahn, den 14. März 2024 MNT
Revision und Treuhand GmbH
gez. Udo Triesch, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Wendt, Wirtschaftsprüfer |
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