Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 49951
Vorher
Michael Deckel Gesellschaft mit beschränkter HaftungMichael Deckel GmbHISOG Technology GmbHISOG Management GmbH
Eingetragen
22.11.2001
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten StoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Fabrikation und Vertrieb von Werkzeugmaschinen und feinmechanischen Erzeugnissen

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Martin Karl Sackmann
seit 12.6.2017
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ISOG Beteiligungs-GmbH
Germany
500.000 €
100.00%
ISOG Technology Holding GmbH
Germany
0 €
0.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISOG Technology GmbH (vormals: ISOG Management GmbH)

Weilheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 05.05.2017

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2017 bis 05.05.2017

der ISOG Technology GmbH

vormals ISOG Management GmbH

als Rechtsnachfolgerin der ISOG Technology GmbH & Co. KG

Vorbemerkung:

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der ISOG Management GmbH wurde am 01. Januar 2017 eröffnet.

Die Gesellschaft war ursprünglich Komplementärin der ISOG Technology GmbH & Co. KG. Die ISOG Technology GmbH & Co. KG hat am 13. Oktober 2016 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Mit Beschluss vom 14. Oktober 2016 folgte das Amtsgericht Weilheim i.OB. dem Antrag der Gesellschaft. Am 28. Oktober 2016 haben die ISOG Management GmbH als Komplementärin und die ISOG Technology Holding GmbH, als alleinige Kommanditistin beim Amtsgericht Weilheim i.OB ebenfalls Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Den Anträgen wurde durch Beschluss des Gerichtes vom 02. November 2016 stattgegeben. Am 23. Dezember 2016 wurde das Insolvenzverfahren der ISOG Technology Holding GmbH eröffnet. Nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ist die Kommanditistin damit aus der Gesellschaft ausgeschieden. Das Vermögen der ISOG Technology GmbH & Co. KG wächst im Wege der Gesamtrechtsnachfolge der Komplementärin an. Die Komplementärin hat alle Rechte und Pflichten der Kommanditgesellschaft übernommen. Das Insolvenzverfahren der Gesellschaft wurde laut Beschluss des Amtsgerichtes Weilheim in Oberbayern am 01. Januar 2017 eröffnet.

Zum Sachwalter über das Vermögen wurde Herr Dr. Robert Hänel bestimmt.

Der Insolvenzplan wurde am 21. Februar 2017 im Erörterungs- und Abstimmungstermin einstimmig angenommen. Gleichzeitig wurde eine vereinfachte Kapitalherabsetzung auf den Betrag von EUR 0,00 durchgeführt und eine Kapitalerhöhung auf TEUR 500 beschlossen. Die neue Anteilseignerin hat dem Unternehmen weitere finanzielle Mittel i.H.v. TEUR 3.500 zur Verfügung gestellt.

Laut Beschluss des Amtsgerichtes Weilheim i.OB wurde das Insolvenzverfahren am 05. Mai 2017 aufgehoben.

Seit dem 21. Juni 2017 firmiert die Gesellschaft unter ISOG Technology GmbH.

Die Gläubiger haben bis zu einer Höhe von 95 % ihrer Forderungen verzichtet. Die Raten werden, wie im Insolvenzplan festgelegt, an die Gläubiger ausgezahlt.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltkonjunktur

In der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Auftrag gegebenen Gemeinschaftsdiagnose 1-2017 1 wird ein positives Szenario für Weltkonjunktur aufgezeigt:

"Der Anstieg der Weltproduktion wird sich voraussichtlich in etwa mit dem zuletzt erreichten Tempo fortsetzen. Im Jahresdurchschnitt dürfte sich die Zuwachsrate der Produktion in dem in diesem Gutachten berücksichtigten Länderkreis von 2,6 Prozent im vergangenen Jahr auf 3,0 Prozent im Jahr 2017 und 2,9 Prozent im Jahr 2018 erhöhen. Dabei ist die Beschleunigung im laufenden Jahr zu etwa gleichen Teilen auf die konjunkturelle Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern zurückzuführen. Der Welthandel wird im laufenden Jahr mit 3,3 Prozent voraussichtlich deutlich schneller zunehmen als im vergangenen Jahr (1,2 Prozent). Für 2018 erwarten wir eine Expansion in ähnlicher Größenordnung.

Besonders deutlich ist die konjunkturelle Beschleunigung in den USA, wo die Wirtschaft nach einem schwachen ersten Halbjahr im vergangenen Jahr wieder Tritt gefasst hat. Die geringere Zuwachsrate im vierten Quartal war vor allem durch eine Sonderentwicklung im Außenhandel bedingt; die Expansion der heimischen Absorption hat sich gegen Jahresende sogar verstärkt. Insbesondere legten zuletzt die Ausrüstungsinvestitionen wieder zu, die zuvor vier Quartale in Folge zurückgegangen waren. Für dieses und das nächste Jahr rechnen die Institute damit, dass neben dem privaten Konsum auch die privaten Investitionen wieder deutlich zunehmen werden." 2

1 Der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose gehören an:
· Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in Kooperation mit: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
· ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. in Kooperation mit: KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich
· Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
· Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle
· RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit: Institut für Höhere Studien Wien
2 Gemeinschaftsdiagnose #1-2017, Hrsg.: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose; Halle 2017; S. 13

Unsicherheiten bleiben bestehen

Unberührt von den positiven Prognosen für die Weltkonjunktur bleiben mit den aktuellen internationalen Spannungsfeldern hinsichtlich des Brexits und dem zähen Anlaufen der Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU, der angespannten Situation zwischen der EU und der Türkei, der anhaltenden Flüchtlingsthematik und der schwer prognostizierbaren politischen Entwicklung in den USA bedeutende Unsicherheiten mit wirtschaftlicher Tragweite bestehen.

Situation in relevanten Märkten

"In den mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländern der Europäischen Union bleibt die konjunkturelle Expansion insgesamt voraussichtlich kräftig. Im vierten Quartal hat sich die Konjunktur in dieser Ländergruppe wieder beschleunigt. Nahezu überall zog die Zuwachsrate der gesamtwirtschaftlichen Produktion an, in Polen sogar recht kräftig. Maßgeblich für die wieder schnellere Produktionsausweitung war weniger der private Konsum als eine wieder stärkere Investitionsnachfrage, die in einigen Ländern im vergangenen Jahr zeitweise darunter gelitten hatte, dass es im Zusammenhang mit dem Übergang zu einem neuen mehrjährigen EU-Budget zu Finanzierungsproblemen gekommen war. Für 2017 und 2018 sind für die Länder Mittel- und Osteuropas in der Regel etwas höhere Zuwachsraten als im vergangenen Jahr zu erwarten.

In China expandierte die gesamtwirtschaftliche Aktivität zuletzt wieder kräftig. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal des vergangenen Jahres mit 1,3 Prozent und damit der niedrigsten Quartalsrate seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2010 zugenommen hatte, gewann die Konjunktur aufgrund einer expansiveren Wirtschaftspolitik wieder merklich an Schwung. Im Jahresdurchschnitt ergab sich 2016 laut nationalem Statistikamt nur eine geringfügige Verlangsamung der gesamtwirtschaftlichen Expansion von 6,9 Prozent (2015) auf 6,7 Prozent. Während das Baugewerbe langsamer zulegte als zuvor, expandierte der Dienstleistungssektor stärker; die Zuwachsrate der Industrieproduktion stabilisierte sich auf dem historisch niedrigen Niveau von 6 Prozent. Die chinesischen Behörden sind angesichts einer Stabilisierung der Konjunktur wieder stärker um eine Eindämmung der makroökonomischen Risiken, die mit dem weiter kräftigen Wachstum der Verschuldung verbunden sind, bemüht. Als Zeichen in diese Richtung können das mit 6,5 Prozent etwas niedrigere Expansionsziel für dieses Jahr gewertet werden sowie Maßnahmen der Regierung zur Begrenzung des Immobilienpreisanstiegs und die jüngste Straffung der Geldpolitik. Wegen der gegenwärtig offensichtlich recht hohen konjunkturellen Dynamik ist es wahrscheinlich, dass Chinas Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal so stark wie im Jahr 2016 expandiert, für 2018 ist aber mit einem Rückgang auf 6,2 Prozent zu rechnen. Als Anzeichen wirtschaftlicher Risiken kann der erhebliche Kapitalabfluss gewertet werden, zu dem es im vergangenen Jahr erneut gekommen ist. So verringerten sich die Devisenreserven der chinesischen Zentralbank um 300 Milliarden US-Dollar auf knapp über 3 Billionen US-Dollar. Die Regierung reagierte darauf mit strengeren Kapitalverkehrskontrollen. In der Folge verlangsamten sich die Abflüsse zuletzt; im Februar stiegen die Devisenreserven sogar wieder. Der Renminbi wurde gegenüber dem Dollar weiter abgewertet; gemessen an einem breiteren Währungskorb zeigt er sich jedoch relativ stabil." 3

3 Gemeinschaftsdiagnose #1-2017, Hrsg.: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose; Halle 2017; S. 15 f.

Werkzeugmaschinenbau:

Laut VDW (Verband Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) entwickelte sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie wie folgt:

"Bis November stiegen die Aufträge der deutschen Hersteller um 7 Prozent, getrieben durch das Ausland. Die Inlandsbestellungen verharrten auf gutem Vorjahresniveau. Insgesamt profitiert die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie vor allem vom großvolumigen und automobilgetriebenen Projektgeschäft weltweit.

Die VDW-Prognose setzt auf dem Rekordjahr 2016 auf. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie produzierte Maschinen im Wert von 15,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung von rd. 1 Prozent entspricht.

Mit einer Exportquote von 66 Prozent sanken die Ausfuhren um 3 Prozent auf nunmehr rd. 9,1 Mrd. Euro. Dies lässt sich mit der ausgeprägten Nachfragedämpfung in China erklären. China bleibt dennoch wichtigster Absatzmarkt deutscher Werkzeugmaschinen. Nahezu ein Fünftel der Ausfuhren ging auch 2016 in das Reich der Mitte.

Auch im internationalen Wettbewerb sind deutsche Werkzeugmaschinenhersteller weiterhin Spitze. 2016 ist es gelungen, mit deutlichem Abstand Exportweltmeister vor Japan zu werden. Die Hersteller erzielten ohne Teile und Zubehör ein Exportergebnis von 7,6 Mrd. Euro. Der Vorjahresmeister Japan musste herbe Verluste von mehr als einem Fünftel auf 6,3 Mrd. Euro verkraften. Grund für den japanischen Einbruch ist die Schwäche des asiatischen Absatzmarktes.

Auch in der Produktion gehört Deutschland weltweit zur Spitzengruppe. Nach vorläufigen Zahlen liegt Japan mit einem Minus von 5 Prozent und 11,4 Mrd. Euro nur knapp vor Deutschland mit 11,25 Mrd. Euro. Unangefochtener Spitzenreiter in der Produktion ist und bleibt China mit 16,5 Mrd. Euro.

2017 ist geprägt von vielen Herausforderungen, die Chancen bieten, neue Wettbewerbsvorteile zu generieren und unser Angebotsportfolio auszubauen. Das gilt vor allem im Bereich der digital vernetzten Produktion und den Lösungen für Industrie 4.0. Wesentliche Potenziale lägen in der durchgängigen Automatisierung des gesamten Auftragsdurchlaufs und der Behebung von Prozessstörungen. Hohe Effizienzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich ist mit durchgängig vernetzten Lösungen ohne weiteres vorstellbar und hilft Kunden, im Wettbewerb die Nase vom zu haben. Grundvoraussetzung dafür sind die Erfassung und die Analyse von Maschinen- und Prozessdaten." 4

4 Presseinformation des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW); Frankfurt am Main, 02. Februar 2017; S. 1 ff.

Unternehmensentwicklung

Anmeldung der Insolvenz und deren Folgen

Bereits in 2013 begann die Gesellschaft mit Unterstützung einer Unternehmensberatung ein Sanierungskonzept umzusetzen. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und das Unternehmen kam in der Folge wieder aus der Verlustzone. Die Liquidität blieb weiterhin angespannt. Die Finanzierung erfolgte zum Großteil über Anzahlungen der Kunden. Zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fiel in 2015 die Entscheidung, eine neue Maschine durch Überarbeitung eines bestehenden Modells zu entwickeln. Als sich zeigte, dass dieses nicht umsetzbar war, wurde die ISOG 24 neu entwickelt.

Infolge von erheblichen Verzögerungen in diesem Entwicklungsprojekt und damit einhergehenden Kostensteigerungen sowie Einbrüchen bei den Auftragseingängen und Zahlungsverzögerungen auf Kundenseite war die ISOG Technology GmbH & Co. KG durch die hieraus entstandene Liquiditätslücke gezwungen, am 14.10.2016 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen.

Aufgrund der positiven Fortführungsprognose wurde vom Amtsgericht Weilheim mit Beschluss von 14.10.2016 eine vorläufige Eigenverwaltung (§ 270a InsO) angeordnet. Mit diesem Verfahren eröffneten sich die folgenden Möglichkeiten:

• Die Geschäftsführung bleibt im Amt, womit die nahtlose Weiterführung eingeleiteter Sanierungsschritte gewährleistet wird. Die Tätigkeit der Geschäftsführung wird durch einen gerichtlich bestimmten Sachwalter überwacht und unterstützt.

• Das Verfahren ist auf Fortbestand und damit auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Möglichkeit der Aufrechterhaltung bestehender Geschäftsbeziehungen ausgerichtet.

• Die Suche nach Investoren zur abschließenden Sanierung des Unternehmens wird dadurch erheblich erleichtert.

Umsatz und Auftragseingang

Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2017 - 05.05.2017 blieben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück. Dies war eine Folge der anhaltend schwachen Auftragseingänge, die insbesondere auf das laufende Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zurück zu führen sind. Maßnahmen zur Stärkung des Vertriebs wurden eingeleitet.

Märkte

Der wichtigste Absatzmarkt bleibt mit rund 46 % Anteil am Nettoumsatz Deutschland. Gefolgt von China und Italien mit jeweils 14 %. Auf Österreich entfallen 4 %.

Ertragslage

Das Ergebnis ist vornehmlich durch den Sanierungsgewinn in Höhe von TEUR 9.667 geprägt. Insgesamt schließt das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2017 - 05.05.2017 unter Berücksichtigung der aus- und absonderungsberechtigten Gläubiger mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.322 ab.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 13.155. Aufgrund des Sanierungsgewinns und der Einlagen des neuen Gesellschafters wird nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ein Eigenkapital von TEUR 2.544 ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten sind noch Restverbindlichkeiten aus dem Insolvenzverfahren in Höhe von TEUR 850 enthalten.

Das Anlagevermögen besteht zum größten Teil aus immateriellen Vermögensgegenständen. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen EDV Software und Entwicklungskosten für die "ISOG 24".

Aufgrund der Umsetzung des Insolvenzplanverfahrens und den damit einhergehenden Forderungsverzichten der im Insolvenzplan festgelegten Gläubiger wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in erheblichem Umfang abgebaut.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber dem stillen Gesellschafter sind als Folge des Insolvenzverfahrens entfallen.

Finanzlage

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten betragen TEUR 5.833. Sie sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die kreditfinanzierenden Institute stehen der Gesellschaft auch nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens im Mai 2017 weiterhin mit den eingeräumten Linien zur Verfügung.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Anzahlungen sowie Kreditlinien. Kommt es im Zuge der Verkaufsabwicklung von Maschinen zu größeren Verzögerungen, die zu verspäteten Zahlungszuflüssen führen, kann daraus ein Risiko für die Liquiditätssteuerung der Gesellschaft entstehen. Derartigen Risiken begegnet die Gesellschaft weiterhin mit einer straffen Liquiditätssteuerung in Form einer wöchentlichen Liquiditätsplanung und -besprechung. Diese engmaschige Steuerung ermöglichte das rechtzeitige Identifizieren der Zahlungsunfähigkeit und damit eine ausreichend frühe Anmeldung der Insolvenz, was den Antrag auf Eigenverwaltung und damit Schadensminimierung ermöglichte.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich unter Berücksichtigung der vom neuen Anteilseigner vorgenommenen Kapitalzuführung auf TEUR 2.544. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von ca. 19 %.

Geschäftsführung

Die alleinige Geschäftsführung liegt bei Herrn Martin Sackmann.

Die ihn unterstützende Geschäftsleitung besteht aus dem Chief Human Ressource Officer und dem Chief Operating Officer.

Risikomanagementziele und -methoden sowie Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft basiert auf einem Informationssystem, das wesentliche wirtschaftliche Kennzahlen für das Management bereitstellt. Kennziffern und Lage der Gesellschaft werden durch das Management analysiert und Maßnahmen zur Steuerung der operativen und finanziellen Risiken verabschiedet. Das Unternehmen verfolgt eine konservative Risikopolitik.

In der Regel erfolgt die Abwicklung des Geschäfts (Beschaffung und Absatz) in Euro, somit bestehen keine entsprechenden Währungsrisiken.

Das Ausfallrisiko bei den Debitoren wird durch die permanente Überwachung minimiert. Soweit Risiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß Forderungsmanagementkonzept vorgenommen.

Sowohl Beschaffungs- als auch Vertriebsseitig hat die Insolvenz zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Preisdurchsetzung und der Verhandlung von Vertragskonditionen geführt. Die Entwicklung entsprechender Gegenmaßnahmen gestaltet sich schwierig.

Zur Absicherung der Bestellungen und zur Minimierung von Liquiditätsrisiken wird − soweit möglich − mit Kundenanzahlungen gearbeitet. Diesbezüglich stand bis zur Insolvenz eine ausreichende Avallinie zur Verfügung. Der Trend, dass Kunden verstärkt auf Bürgschaften/LC ("Letter of Credit") und Finanzierung über Leasinggesellschaften umstellen, hat sich aber weiter bestätigt.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Anzahlungen sowie Kreditlinien. Kommt es im Zuge der Verkaufsabwicklung von Maschinen zu größeren Verzögerungen, die zu verspäteten Zahlungszuflüssen führen, kann daraus ein Risiko für die Liquiditätssteuerung der Gesellschaft entstehen. Derartigen Risiken begegnet die Gesellschaft weiterhin mit einer straffen Liquiditätssteuerung in Form einer wöchentlichen Liquiditätsplanung und -besprechung. Diese engmaschige Steuerung ermöglichte das rechtzeitige Identifizieren der Zahlungsunfähigkeit und damit eine ausreichend frühe Anmeldung der Insolvenz, was den Antrag auf Eigenverwaltung und damit Schadensminimierung ermöglichte.

Bereich Entwicklung und Konstruktion

Die Entwicklung des Produktportfolios wurde weiter vorangetrieben, wesentliche Erfolge dieser Politik sind eine komplette Überarbeitung der bestehenden ISOG 22 Produktlinie, sowie die Einführung der ISOG 24 Produktlinie, die sich in der Prototypenphase befindet. Die erste ISOG 24 befindet sich seit August 2017 im Kundeneinsatz.

Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung

Den langfristig aus der Insolvenz erwachsenden Risiken wie Vertrauensverluste am Markt, Mitarbeiterfluktuation und steigende Einkaufspreise wird durch eine aktive Kommunikationspolitik und der frühzeitigen Präsentation eines schlagkräftigen Investors entgegengewirkt.

Weitere Chancen und Risiken:

Das größte Risiko des Unternehmens bestand im starken Auftragsrückgang in 2016 und der verzögerten Finalisierung der zukünftigen Maschinengeneration. Durch eine im Rahmen des Insolvenzplans geplante Anpassung der Kapazitäten kann auf diese Entwicklung reagiert werden. Verbunden mit der Befreiung von Altlasten entsteht eine verbesserte Ausgangssituation für die Fortführung der Geschäftstätigkeit. Gleichwohl hat der Markt im Insolvenzverfahren auch noch in den ersten Monaten nach Aufhebung zurückhaltend regiert. Im Spätsommer hat der Markt durch verstärkte Anfragen und steigende Auftragseingänge wieder positiv reagiert. Die Planungsrechnung wurde daraufhin angepasst, nunmehr wird für das erste Geschäftsjahr ein Umsatz von 16,3 Mio. erwartet. Das erste Geschäftsjahr nach Beendigung des Insolvenzverfahrens wird planungsgemäß mit einem Fehlbetrag abschließen, der im Investorenmodell berücksichtigt ist.

Der Produkt- und Auftragsmix der Gesellschaft findet zwischenzeitlich bei weltweit agierenden Produzenten Beachtung und stellt somit eine exzellente Grundlage für die weitere Marktbearbeitung dar. Dem Trend zur sich weiter in Richtung der leistungsstärkeren Maschinen verschiebenden Umsatzanteile wurde mit der Konzentration der Entwicklungen auf diese Produkte Rechnung getragen. Darüber hinaus stellt sich die Gesellschaft mit Sonderentwicklungen und der Entwicklung einer modularen Bauweise der Maschinen aktiv auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden ein und forciert die Marktsegmentdurchdringung.

Der wichtige Baustein des Servicegeschäfts inklusive der Maschinenüberholung im Leistungsportfolio wurde und wird weiter ausgebaut, was sich in laufend steigenden Umsätzen wiederspiegelt.

Im Bereich Digitalisierung bzw. Vernetzung der Maschinen ("Industrie 4.0") besteht aus Unternehmenssicht weiteres Potenzial zur Verbesserung sowohl der Wettbewerbsfähigkeit bei Neumaschinen als auch im Servicegeschäft.

Ein Markteintritt neuer Wettbewerber oder die Einführung bedeutsamer neuer Technologien in den von ISOG bearbeiteten Marktsegmenten lässt sich derzeit nicht erkennen.

Ausblick

Werkzeugmaschinenbau

Laut Presseinformation des VDW im Februar 2017 wird für die deutsche Werkzeug-Maschinen Industrie in 2017 ein Produktionsplus von 3 Prozent erwartet.

ISOG Technology GmbH

Für das Geschäftsjahr vom 06. Mai 2017 bis zum 31. März 2018 wird ein Nettoumsatz von ca. 16 Mio. € prognostiziert. Die aktuelle Planung sieht einen positiven EBITDA vor.

Gründe für diese positive Planung sind:

• Die erfolgreiche Suche nach neuen Investoren mit Interesse an einem langfristigen Engagement

• Der erfolgreiche Abschluss des Insolvenzverfahrens

• Die Ausgangssituation mit neuer Maschinentechnologie zum Neustart nach dem Insolvenzverfahren

 

Weilheim, den 30. Oktober 2017

ISOG Management GmbH

Geschäftsführung,

Martin Sackmann

Bilanz zum 05. Mai 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   1.106.760,00 1.234
II. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 223.322,00   249
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.788,00   306
    497.110,00 555
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   158.500,00 79
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   5.172.921,12 5.937
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   5.089.736,55 1.891
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   1.045.477,74 1.450
C. Rechnungsabgrenzungsposten   84.601,30 98
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 9.778
    13.155.106,71 21.022

Passiva

     
    31.12.2017 31.12.2016
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00   26
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00    
III. Verlustvortrag (i.V. Gewinnvortrag) 0,00   15
IV. Jahresüberschuss (i.V. -fehlbetrag) 0,00   -9.819
V. Bilanzverlust -456.165,55   0
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00   9.778
    2.543.834,45 0
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   1.667.092,33 2.847
C. Verbindlichkeiten   8.944.179,93 18.175
    13.155.106,71 21.022

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 05. Mai 2017

2017 2016
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis   13.980.602,99 -324
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 1.879.261,08   118
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 299.332,80   70
    2.178.593,88 188
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   226.138,91 46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   2.244.049,55 9.239
    9.331.820,65 -9.797
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98,63   0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.043,40   22
    -8.944,77 -22
7. Ergebnis nach Steuern   9.322.875,88 -9.819
8. Sonstige Steuern   691,56 0
9. Jahresüberschuss (i.V. -fehlbetrag)   9.322.184,32 -9.819
10. Verlustvortrag (i.V. Gewinnvortrag)   -9.804.599,87 15
11. Erträge aus der Kapitalherabsetzung   26.250,00 0
12 Bilanzverlust   -456.165,55 0

Verkürzter Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01. bis zum 05.05.2017

der ISOG Technology GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma lautet ISOG Technology GmbH (vormals: ISOG Management GmbH), sie hat Ihren Sitz in Weilheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.Nr. 49951 B) eingetragen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 05. Mai 2017 ist nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des BilRuG für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde - unverändert - das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Aufgrund der Anwachsung des Vermögens der ISOG Technology GmbH & Co. KG an die ISOG Technology GmbH am 23. Dezember 2016 sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Aktiva

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für Zugänge im Rumpfgeschäftsjahr 2017 an beweglichen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 € und weniger als 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet. Der Wert des Zugangs eines Jahres wird auf das Zugangsjahr und die folgenden vier Geschäftsjahre verteilt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet.

Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten, die anteilige Fertigungs-, Material- sowie Verwaltungsgemeinkosten beinhalten.

Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit sind im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Liefer- und Leistungsverkehr wurde nach Altersstruktur vorgenommen. Im Übrigen sind die Forderungen und Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen.

Passiva

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bilanzposition der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthält Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. TEUR 3.000 (i. V. TEUR 0) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 220 (i.V. TEUR 239).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 160 (i.V. TEUR 163).

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten eingefordertes, noch nicht eingezahltes Stammkapital in Höhe von TEUR 500, die vertraglichen Ansprüche auf die Einzahlung eines Agios in Höhe von TEUR 500 und einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000. Die Ansprüche sind im Insolvenzplan, der am 21. Februar 2017 einstimmig angenommen wurde, enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verfahrenskosten i.H.v. TEUR 570 (i.V. TEUR 601), ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 279 (i.V. TEUR 289) und Gewährleistungsrückstellungen i.H.v. TEUR 190 (i.V. TEUR 773).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit und Besicherung geht aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.833 (5.851) 5.833 (5.851)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 317 (1.781) 317 (1.781)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.230 (5.412) 2.230 (5.412)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 (114) 0 (114)
Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 0 (2.779) 0 (2.779)
Sonstige Verbindlichkeiten 564 (2.238) 564 (2.238)
  8.944 (18.175) 8.944 (18.175)
Laufzeit 1-5 Jahre Laufzeit > 5 Jahre
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 (0) 0 (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 (0) 0 (0)
Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 0 (0) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 (0) 0 (0)
  0 (0) 0 (0)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 81 (i.V. TEUR 744) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. TEUR 27 (i.V. TEUR 207) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalabtretung, Raumsicherungsübereignung und Verpfändung sämtlicher Marken- und Patentrechte besichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Fällig 2017 Fällig 2018-2021 Fällig 2022 und später Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 156 347 0 503
Leasingverpflichtungen 86 59 0 145
Sonstige Verpflichtungen 144 370 0 514
Gesamt 386 776 0 1.162

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Sanierungsgewinn i.H.v. TEUR 9.667 (i.V. TEUR 0).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 73
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 75
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6
Auszubildende 9

Namen des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Martin Sackmann ausgeübter Beruf: Betriebswirt (VWA)

Vergütungen des Geschäftsführers

Auf Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Auf die Darstellung der Beteiligungsverhältnisse wurde gem. § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 i.V.m. § 285 Nr. 11 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird nach § 288 Abs. 2 S. 2 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft war ursprünglich Komplementärin der ISOG Technology GmbH & Co. KG.

Die ISOG Technology GmbH & Co. KG hat am 13. Oktober 2016 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Mit Beschluss vom 14.10.2016 folgte das Amtsgericht Weilheim i.OB. dem Antrag der Gesellschaft. Am 28. Oktober 2016 haben die ISOG Management GmbH als Komplementärin und die ISOG Technology Holding GmbH, als alleinige Kommanditistin beim Amtgericht Weilheim i.OB ebenfalls Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Den Anträgen wurde durch Beschluss des Gerichtes vom 2. November 2016 stattgegeben. Am 23. Dezember 2016 wurde das Insolvenzverfahren der ISOG Technology Holding GmbH eröffnet. Nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ist die Kommanditistin damit aus der Gesellschaft ausgeschieden. Das Vermögen der ISOG Technology GmbH & Co. KG wächst im Wege der Gesamtrechtsnachfolge der Komplementärin an. Die Komplementärin übernimmt alle Rechte und Pflichten der Kommanditgesellschaft.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der ISOG Management GmbH wurde am 01. Januar 2017 eröffnet. Zum Sachwalter über das Vermögen wurde Herr Dr. Hänel bestimmt.

Laut Beschluss des Amtsgerichtes Weilheim i.OB wurde das Insolvenzverfahren am 05. Mai 2017 aufgehoben.

Der Insolvenzplan wurde am 21. Februar 2017 im Erörterungs- und Abstimmungstermin einstimmig angenommen. Gleichzeitig wurde eine vereinfachte Kapitalherabsetzung auf den Betrag von EUR 0,00 durchgeführt und eine Kapitalerhöhung auf TEUR 500 beschlossen. Die neue Anteilseigner haben dem Unternehmen weitere finanzielle Mittel i.H.v. TEUR 3.500 zur Verfügung gestellt.

Seit dem 21. Juni 2017 firmiert die Gesellschaft unter ISOG Technology GmbH.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 456.165,55 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Weilheim, den 30. Oktober 2017

ISOG Technology GmbH

Geschäftsführung

Martin Sackmann

Feststellung des Jahresabschlusses zum 05. Mai 2017

Der Jahresabschluss der ISOG Technology GmbH zum 05. Mai 2017 wurde am 15.11.2017 festgestellt. Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 456.165,55 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2017

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2017 Zugänge Abgänge 05.05.2017
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.266.795,79 34.005,50 0,00 1.300.801,29
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 254.492,84 0,00 0,00 254.492,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.972,65 6.425,21 324,00 321.073,86
  569.465,49 6.425,21 324,00 575.566,70
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 78.500,00 80.000,00 0,00 158.500,00
  1.914.761,28 120.430,71 324,00 2.034.867,99
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017 Zugänge auf Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge 05.05.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.482,79 161.558,50 1.456,50 0,00 194.041,29
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.241,84 25.929,00 0,00 0,00 31.170,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.677,65 38.651,41 415,21 43,20 47.285,86
  13.919,49 64.580,41 415,21 43,20 78.456,70
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  46.402,28 226.138,91 1.871,71 43,20 272.497,99
Buchwerte
05.05.2017 01.01.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.106.760,00 1.234.313,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 223.322,00 249.251,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.788,00 306.295,00
  497.110,00 555.546,00
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 158.500,00 78.500,00
  1.762.370,00 1.868.359,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ISOG Technology GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis 5. Mai 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 13. November 2017

Antonius Gerbus, Wirtschaftsprüfer

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