Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 173551
Vorher
SachsenFonds Verwaltungsgesellschaft Beteiligung Alpha mbHSF Institutional Invest GmbHSF Invest GmbH
Eingetragen
8.5.2008
Branche
Wagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verwaltung von geschlossenen inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung). Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: a) geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB sowie b) geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285ff. KAGB, die jeweils in die folgenden Vermögensgegenstände investieren: - Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland, - Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien, -Infrastruktur, die für Vermögensgegenstände im Sinne von § 261 Abs. 2 Nr. 4 KAGB genutzt wird, - die Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 3 bis 6 KAGB. Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind daneben EU-AIF und ausländische AIF, deren zulässige Vermögensgegenstände denen für inländische Investmentvermögen entsprechen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christina Huber
seit 2.5.2025
Prokura
Martin Stobinski
seit 21.8.2017
Geschäftsführer
Bernd Rickels
seit 23.9.2015
Prokura
Stefan Pfisterer
seit 3.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EURAMCO Asset GmbH
Germany
1.025.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EURAMCO Invest GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

EURAMCO Invest GmbH

Aschheim

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die EURAMCO Invest GmbH, Aschheim bei München, ist die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) der EURAMCO Gruppe und eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der EURAMCO Asset GmbH, die ihrerseits eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der EURAMCO Holding GmbH ist. Seit dem 13. Dezember 2011 besteht mit der Alleingesellschafterin mit Wirkung zum 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag (zuletzt geändert am 19. November 2014; der Handelsregistereintrag erfolgte am 8. Dezember 2014).

Der EURAMCO Invest GmbH wurde mit Schreiben vom 26. September 2014 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis für die Tätigkeit als externe AIF- Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß der §§ 20, 22 KAGB erteilt. Die EURAMCO Invest GmbH beschäftigt sich als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft mit der kollektiven Vermögensverwaltung von inländischen, geschlossenen Publikums-AIF und inländischen, geschlossenen Spezial-AIF. Sie unterliegt der Aufsicht der BaFin.

Die Erlaubnis für die Tätigkeit als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft bezieht sich auf die kollektive Vermögensverwaltung, bei der geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß der §§ 261 ff. KAGB sowie geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß der §§ 285 ff. KAGB in die folgenden Vermögensgegenstände investieren:

Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland

Anlagen zur Erzeugung, Transport und Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien

Infrastruktur, die für Vermögensgegenstände im Sinne von § 261 Abs. 2 Nr. 4 KAGB genutzt wird

Vermögensgegenstände gem. § 261 Abs. 1 Nr. 3 bis 6 KAGB

Für die EURAMCO Gruppe steht das aktive Asset Management im Mittelpunkt, da sich nur dadurch ein langfristiger wirtschaftlicher Erfolg der Anleger einstellen kann. Unerlässlich hierfür ist ein umsichtiges Risiko- und Portfoliomanagement der AIFs, das seit Erhalt der Zulassung in der Gesellschaft etabliert ist.

Das laufende Risikocontrolling unter Einbeziehung von Stresstests und Szenarioanalysen sowie die Erstellung des Risikoberichts wurden ebenfalls geleistet. Darüber hinaus sind noch die Überwachung der Liquidität, die Nettoinventarwertermittlung und die laufende Buchhaltung inklusive Jahresabschluss zu nennen. Die Meldeverpflichtungen gegenüber der Bundesbank und der BaFin und das Auslagerungscontrolling zählen ebenfalls zu den Aufgaben der EURAMCO Invest GmbH.

Die Funktionsbereiche Rechnungswesen, Personalabrechnung sowie die Investorenbetreuung wurden von der EURAMCO Invest GmbH auf Unternehmen der EURAMCO Gruppe ausgelagert. Die Bereiche IT und Datenschutz sind an externe Dienstleister ausgelagert.

1.2 Ziele und Strategien

Die Verwaltung der regulierten Investmentvermögen nach KAGB erfolgt durch die EURAMCO Invest GmbH als regulierter, lizenzierter AIFM und Teil der EURAMCO Gruppe. Somit ist die Gruppe zukunftsweisend ausgerichtet, um die laufende Betreuung und Verwaltung von Beteiligungen über deren gesamten Lebenszyklus sicher zu stellen.

Zukünftige Investitionen sind weiterhin in Form von Investment-Kommanditgesellschaften als geschlossene AIF geplant. Die EURAMCO Invest GmbH ist die externe KVG der EURAMCO Gruppe für die Investitionsgesellschaften, die sich als geschlossener AIF qualifizieren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 brachte erneut große Herausforderungen mit sich. Anstelle der Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona Pandemie traten bereits ab dem Jahr 2022 die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auf. Damit einher gingen Verwerfungen auf den Märkten für Güter und Dienstleistungen aus nahezu allen Wirtschaftszweigen und Branchen. Die prominentesten Beispiele sind die notwendige Umstrukturierung der Versorgung Westeuropas mit Energie, galoppierende Inflationsraten sowie das höchste Zinsniveau im Euroraum seit Einführung der einheitlichen Währung.

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte gemessen am preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt um 0,3%. Zwar stieg das nominale BIP um 6,3%, jedoch stand dieser Entwicklung eine anhaltend hohe Inflationsrate gegenüber. Zum Vergleich: im Corona-Jahr 2020 brach das BIP um 3,8% ein. Betrachtet man den gesamten Zeitraum seit Kriegsausbruch, fällt auf, dass das erste Quartal mit negativem Wirtschaftswachstum das zweite Quartal 2023 war. Da dieses von zwei weiteren solchen Quartalen gefolgt wurde, spricht man seit Beginn von Q4 offiziell von einer Rezession (Quelle: destatis PM 019/2024, S. 1).

Bei der sektorenweisen Betrachtung der Wirtschaft zeigt sich ein gegenläufiges, aber angesichts der Umstände erwartbares Bild. Im produzierenden Gewerbe - Baugewerbe ausgenommen - sank die Bruttowertschöpfung um 2,0%. Das verarbeitende Gewerbe (mit einem Anteil am produzierenden Gewerbe von rund 85%) schrumpfte dabei um 0,4%. Die einzig positiven Zahlen kamen aus den Bereichen Fahrzeugbau und Bauwirtschaft, wobei bei letzterem beachtet werden muss, dass das Wachstum lediglich im Tiefbau (Infrastruktur) sowie den Sanierungsarbeiten verzeichnet wurde. Dieser Entwicklung gegenüber stand eine positive Entwicklung im Bereich Dienstleistungen. Treiber waren IT und Kommunikation mit einem Wachstum von 2,6% sowie Erziehung / Gesundheit. Handel, Verkehr und Gastgewerbe verzeichneten ein Minus von 1,0%. Das zuvor prägende Bild vom "Motor" Konsum ist nicht mehr uneingeschränkt gültig. Das Wachstum der Ausgaben um 0,8% ist vor dem Hintergrund der Inflation zu sehen (Quelle: destatis PM 019/2024, S. 4). Die Bau- und Immobilienpreise zeigten ebenfalls ein gegenläufiges Bild. Material- und Finanzierungskosten ließen den Baupreisindex für Wohngebäude um 4,1% steigen, wohingegen der Häuserpreisindex für bereits bestehende Objekte um 8,4% sank. Mit dieser Entwicklung endete die lange Phase steigender Immobilienpreise, besonders in attraktiven Großstädten wie Berlin, München, Hamburg und Köln (Quelle: destatis PM 114/2024).

Das statistische Bundesamt Destatis gibt an, dass die Verbraucherpreise in 2023 um 5,9% höher lagen als in 2022. Damit fällt die Inflationsrate selbst um 1,0 Prozentpunkte geringer aus als im Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg für Privathaushalte bei Lebensmitteln zu spüren, welche sich um 12,4% verteuerten. Der rein nominale Wert der Teuerung von Energieprodukten mit 5,3% scheint also auf den ersten Blick nicht dramatisch. Hält man sich jedoch vor Augen, dass diese Produkte im Vorjahr im Mittel um knapp 30% teurer waren als noch 2021, so ist das übergreifende Preisniveau immer noch sehr hoch. Für die Verbraucher positiv waren andererseits die Entwicklungen bei Ölprodukten: Heizöl (-22,2%) und KfZ Kraftstoffe (-5,8 %) verbilligten sich spürbar. Rechnet man aus der Gesamtbetrachtung die Entwicklungen von Lebensmitteln und Energie heraus (Kerninflation), so bleibt eine Inflationsrate von 5,1%. Im Bereich Wohnen und Verkehr stiegen die Preise weniger stark. Durch die Einführung des Deutschlandtickets konnte die Rate im Verkehr auf 2,5% begrenzt werden, Nettokaltmieten stiegen im Schnitt um 2,0% (Quelle: destatis PM 16).

Neben den weltweiten Herausforderungen steht die Bundesregierung Ende des Jahres 2023 auch vor einem innenpolitischen Haushaltsproblem: Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass die Umwidmung von nicht abgerufenen Geldern aus diversen Coronahilfen in einen "Wirtschaftsstabilisierungsfonds" nicht rechtens sei. Im daraufhin notwendig gewordenen Nachtragshaushalt wurde beschlossen, zum vierten Mail in Folge die Schuldenbremse auszusetzen, um zumindest Teile der geplanten Ausgaben zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz wurden umfangreiche fiskalpolitische Sparmaßnahmen beschlossen, welche unter anderem die Streichung etlicher Subventionsprogramme beinhalteten (Quelle: ZDF / 16.11.2023; ZDF / 15.12.2023).

Bundesweit betrachtet sank das Finanzierungsdefizit der Bundesrepublik von 2,5% auf nunmehr 2,0%. Den größten Anteil trägt dabei der Bund. Anders als im Vorjahr lag die kumulierte Neuverschuldung der Gemeinden um rund 1,8 Milliarden höher als die der Länder (Quelle: destatis PM 019/2024, S. 3).

Die EZB setzte ihre restriktive Geldpolitik fort, um der Inflation im Euroraum entgegenzuwirken. In insgesamt sechs Schritten stieg der Leitzins von 3 auf 4,5%. In den letzten beiden Sitzungen des EZB Präsidiums am Ende des Jahres wurde zwar nicht kommuniziert, wann eine Wende in der Zinspolitik erfolgen soll, jedoch scheinen vorerst (letzte Erhöhung 09/2023) keine weiteren Zinsschritte nach oben geplant. Wie so oft in der Vergangenheit folgte die EZB damit dem Kurs der US-amerikanischen Federal Reserve (FED) zeitversetzt. Diese hatte ihre letzte Zinserhöhung im Juli 2023 auf 5,5% bekannt gegeben (Quelle: EZB, FED).

Auf dem Arbeitsmarkt kamen die überwiegend negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen nicht bzw. nur abgeschwächt an. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf 45,9 Millionen - ein Allzeithoch. Der Zuwachs dieser Bevölkerungsgruppe konnte ebenfalls gesteigert werden. Gerade die Dienstleistungsbranche verzeichnete einen deutlichen Stellenaufbau, sogar im schwächelnden produzierenden Gewerbe waren am Ende des Jahres mehr Leute beschäftigt als zu Jahresbeginn. Die Arbeitslosenquote nach der Definition von Destatis stieg auf 5,7% und stellte sich damit auf den Wert von 2021 ein (zum Vergleich: 2019: 5,0% / 2020. 5,9%) (Quellen: destatis PM 001/2021; destatis Statistik 13211-0001-DINSGF).

Aufgrund der Umorientierung der Handelspolitik auf europäischer und deutscher Ebene holten die USA ihren Rückstand auf China als wichtigsten Handelspartner Deutschlands nahezu vollständig auf. Der Unterschied im Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern betrug 2023 lediglich 0,7 Milliarden Euro. Der Handel mit China schrumpfte um 15,5% wohingegen der mit den USA um 1,1% stieg. Der Handel mit Russland sank aufgrund der Sanktionen weiter stark, womit das Land von Platz 23 auf Platz 32 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands abrutschte. Insgesamt betrachtet waren KfZ und KfZ-Teile die Treiber des Gesamtexportüberschusses von 209,6 Milliarden Euro. Die kumulierten Exporte sanken um 2,0%, die Importe um 10,1%. Der Exportüberschuss im Vorjahr lag aufgrund der hohen Energiepreise im Importbereich lediglich bei rund 88 Milliarden Euro. Neben der Energiepreisentwicklung auf den Weltmärkten spielte hier die relative Aufwertung des Euros im Vergleich zum US-Dollar im Jahresvergleich eine wichtige Rolle (Quelle: destatis PM 56/2024).

Quellen: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilungen 001/2024, 019/2024, 020/2024, 056/2024 114/2024; Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 4. Vierteljahr 2023, 81000-001, -002; ZDF Heute; Federal Reserve Bank; Europäische Zentralbank

2.2 Entwicklung des Marktes für geschlossene Publikums-Investmentvermögen

Der Markt für geschlossene Publikums-AIF erlebte 2023 das Jahr mit dem geringsten Neuplatzierungsvolumen seit 2017. Das prospektierte Angebotsvolumen ging von 1,26 Mrd. Euro in 2022 auf lediglich 720 Millionen Euro zurück. Die Anzahl der neu von der BaFin zugelassenen Fonds sank um drei - von 21 auf 18. Diese Entwicklung ist angesichts attraktiver verzinslicher Anlagealternativen sowie des unsicheren geopolitischen Umfelds nachvollziehbar (Quelle: Scope, S. 1).

Den größten Anteil des Volumens (14 Fonds - 86 % Volumen - 618 Millionen Euro) vereinen Immobilienfonds auf sich. 21 Millionen Euro wurden in Private Equity prospektiert, 18 in Erneuerbaren Energien Anlagen, sowie je 32 in Multi-Asset und anderweitige Infrastruktur. Die beiden letztgenannten Kategorien waren 2022 gar nicht vertreten (Quelle: Scope, S. 3 f.).

Schien es 2022 noch so, als würden Fremdwährungen wieder mehr an Gewicht gewinnen, so trug die Branche im abgelaufenen Jahr der Wiedererstarkung des Euros Rechnung. Lediglich einer der 18 Fonds notierte in Fremdwährung (Quelle: Scope, S. 6).

Nominal betrachtet sank das durchschnittliche Eigenkapitalvolumen je Fonds von 60 auf 40 Millionen Euro. Jedoch gilt es hier zu beachten, dass die Werte in beiden Jahren maßgeblich durch wenige großvolumige Produkte verzerrt sind. Bereinigt man die Durchschnitte um eben diese "Ausreißer"-Produkte, so ergibt sich lediglich eine Verkleinerung von 34 auf 31 Millionen Euro. In 2023 vereinen fünf Produkte rund 53% des prospektierten Eigenkapitalvolumens auf sich, lediglich ein Produkt sieht mehr als 100 Millionen Euro vor (Quelle: Scope, S. 5).

Das omnipräsente Thema ESG erhält auch in diesem Markt steten Zuwachs. Ein Drittel der Neuzulassungen war unter der Offenlegungsverordnung EU 2019/2088 als Artikel 8 oder 9 Fonds klassifiziert, aber lediglich einer als Artikel 9 Fonds. Hierbei handelt es sich um das Erneuerbare Energien Angebot "EURAMCO Clean Power" von EURAMCO Invest (Quelle: Scope, S. 9).

Neben den Neuzulassungen gilt es auch die Platzierungszahlen zu betrachten. Die Entwicklung hier war ähnlich zu der der Prospektierungen. Das Platzierungsvolumen sank um 547 Millionen Euro auf lediglich 683 Millionen Euro. Spitzenreiter waren die Assetklasse Immobilien mit 422 Millionen Euro sowie Private Equity mit 156 Millionen Euro. Lediglich 14 Millionen Euro wurden im Bereich der Erneuerbaren Energien investiert. 50% des platzierten Volumens stammte dabei aus Fonds, welche im Jahr 2022 zum Vertrieb zugelassen wurden, der Rest aus Fonds aus den Jahren 2019-2021 (Quelle: Scope, S. 10 f.).

Quelle: Scope Analysis 12.02.2024: Angebotsvolumen und Platzierungszahlen 2023: Geschlossene Publikums-AIF

2.3 Entwicklung des Marktes für Spezial-Investmentvermögen

Im Jahr 2023 verzeichnete die Branche einen Mittelzuwachs im Neugeschäft von rein institutionellen Kunden von rund 49,5 Mrd. Euro. Hiervon entfallen 33,7 Mrd. auf offene Spezialfonds, 10,9 Mrd. auf Mandate und 4,9 auf offene Spezialfonds.

Der Investmentfondsstatistik der Bundesbank ist zu entnehmen, dass das insgesamt von offenen inländischen Spezialfonds verwaltete Vermögen von rund 1.898 Milliarden Euro in 2022 auf 2.038 Milliarden Euro stieg (Quelle: Bundesbank, S. 15). Immobilienfonds dieser Klasse verwalteten Vermögen von 182 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 9 Milliarden Euro entspricht (Quelle: Bundesbank, S. 19). Die Investmentfondsstatistik des BVI (Bundesverband für Investmentfonds) weist abweichend einen Zuwachs im Vermögen von Immobilienfonds von rund 5 Milliarden Euro aus (Quelle: BVI Investmentfondsstatistik, S. 1).

Im Bereich der geschlossenen Spezial-Investmentvermögen verzeichnet der BVI einen Vermögenszuwachs von knapp gut 2 Milliarden Euro, wovon allerdings lediglich rund 320 Millionen Euro auf Immobilienfonds entfallen (Quelle: BVI Investmentfondsstatistik, S. 1)

Mit steigenden Zinsen sank die relative Attraktivität von Immobilienprodukten gegenüber kürzeren festverzinslichen Anlagen. Dieser Umstand gestaltet die Neuplatzierung von Immobilienprodukten im institutionellen Bereich zunehmend schwierig.

Quellen: BVI Pressemitteilung 13.02.2024; BVI Investmentfondsstatistik vom 31.12.2023; Deutsche Bundesbank Investmentfondsstatistik 14.03.2024,

2.4 Geschäftsverlauf

Im Verlauf des Jahres 2023 konzentrierte sich die Gesellschaft im Wesentlichen auf die folgenden Aktivitäten:

Im Dezember 2018 erteilte die BaFin die Vertriebsgenehmigung für einen Publikums-AIF für australische Immobilien. Das bislang im Markt einmalige Investitionskonzept sieht die Beteiligung an Büroimmobilien in den Metropolen Sydney, Melbourne, Adelaide und gegebenenfalls Canberra und Brisbane vor. In 2023 führten schnell steigende Inflationsraten und Zinsen und die Nachwehen der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie in Australien wie auch in fast allen anderen Industriestaaten zu einem Auseinanderdriften von Angebot und Nachfrage nach für den Fonds geeigneten Immobilien. Die Gesellschaft hat vor diesem Hintergrund die Vertriebslaufzeit bis zum Jahresende 2024 verlängert und sucht vor Ort in Australien weiterhin selektiv nach geeigneten Immobilien.

In 2022 erfolgte die BaFin-Genehmigung für einen Spezial-AIF verwaltet durch die Gesellschaft, der in verschiedene US-amerikanische Immobilien investieren soll. Aufgrund der verschiedenen krisenhaften Ereignisse in 2023 (Inflation, Ukraine, Nachwirkungen Corona) konnte der Vertrieb für diesen Fonds in 2023 nicht aufgenommen werden, und der Fonds wurde zum Jahresende 2023 aufgelöst.

In 2023 erfolgte die Genehmigung für den Vertrieb der EURAMCO Clean Power GmbH & Co. geschlossene Investment-KG, einen Publikums-AIF nach Art. 9 Offenlegungsverordnung, Dieser Portfoliofonds für Erneuerbare Energien ist als blind-pool konzipiert und soll europaweit investieren. Das Anlagespektrum des Fonds ist weit gefasst (europäischer Wirtschaftsraum), regional liegt das Augenmerk vorwiegend auf Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Finnland. Der Vertrieb hat in Q3 2023 begonnen. Im Einkauf arbeitet die Gesellschaft an mehreren Projekten im Bereich Solar Deutschland und ist zuversichtlich, mindestens eines davon mittels Vertragsschluss für den Fonds sichern zu können.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr insgesamt ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von -867.169,62 Euro (Vj.: -875.211,23 Euro), welcher aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Muttergesellschaft EURAMCO Asset GmbH übernommen und damit ausgeglichen wurde.

Das in 2023 tatsächlich erzielte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt unter dem prognostizierten Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Das gleiche gilt für die prognostizierten Provisionserträge. Die Ursache liegt in der Nichtrealisierung der geplanten neuen Projekte in 2023.

3. Nichtfinanziell e Leistungsindikatoren

Es bestanden im Geschäftsjahr 2023 keine für das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft bestand zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 350 (2022: TEUR 108), andere Forderungen (Festgeld) an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 364 (2022: TEUR 364), sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 479 (2022: TEUR 739). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 475) enthalten.

Dem Vermögen der Gesellschaft standen im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 86 (2022: TEUR 90) sowie andere Rückstellungen in Höhe von TEUR 62 (2022: TEUR 59) gegenüber. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4), Verbindlichkeiten aus Einlageverpflichtung (TEUR 59), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 12) und ein erhaltenes Darlehen (TEUR 13) enthalten. Die Rückstellungen betreffen den Personalbereich (TEUR 20), Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (TEUR 41).

Finanzlage

Die finanzwirksamen Vorgänge der Gesellschaft sind in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 und das Vorjahr dargestellt. Die Veränderungen der Verrechnungs- und Darlehenskonten mit den drei anderen Gesellschaften der EURAMCO Gruppe (EURAMCO Holding GmbH, EURAMCO Asset GmbH und BONAVIS Treuhand GmbH) werden vereinfachend der Finanzierungstätigkeit zugeordnet, da innerhalb der vier operativ tätigen Gesellschaften ein Cash-Management stattfindet.

  2023 2022
  TEUR TEUR
Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 472 535
Cashflow aus der laufenden Tätigkeit -847 -934
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -40 -25
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.129 896
Veränderung des Finanzmittelbestandes 242 -63
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 714 472


Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und das Festgeld weisen am Bilanzstichtag einen Betrag 714.086,04 Euro aus. Im Verlauf des Geschäftsjahres waren stets ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die am Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristig fällig.

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 Provisionserträge, die in Höhe von TEUR 40 (2022: TEUR 40) aus ihrer Tätigkeit für die Verwaltung eines spanischen Windparkinvestments entstammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 260 (2022: TEUR 385) sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an die EURAMCO Asset GmbH aus Personalgestellungen (TEUR 242).

Den Erträgen standen im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 800 (2022: TEUR 833), sowie andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 359 (2022: TEUR 482) gegenüber.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Holdingumlage TEUR 140 (2022: TEUR 320), Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten TEUR 105 (2022: TEUR 78), Raumkosten TEUR 35 (2022: TEUR 42) sowie sonstige Abgaben TEUR 9 (2022: TEUR 8).

5. Chancen und Risiken

Die Gesellschaft konzipiert und entwickelt Beteiligungen an Immobilien und Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien im Rahmen geschlossener Investmentvermögen sowohl für Privatanleger als auch für professionelle und semi-professionelle Investoren.

Wie zuvor unter Punkt 2. beschrieben, bereitet sie intensiv neue geschlossene Investmentfonds für professionelle, semi-professionelle und private Investoren vor. Hieraus ergeben sich bei Erfolg dieser Investments gute Chancen in den Folgejahren erfolgreich am Markt zu bestehen und zu wachsen.

Es werden folgende Risikokategorien unterschieden und separat beobachtet:

Geschäftsrisiken

Aus dem herausfordernden Marktumfeld und aus den Begrenzungen der Gesellschaft ergibt sich das Risiko, dass die geplanten Investmentvermögen sich nicht oder nur mit Zeitverzögerung realisieren lassen und die Gesellschaft deshalb einen Verlust in 2024 erleiden wird. Dieser ist jedoch aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der EURAMCO Asset GmbH auszugleichen.

Zur Verdeutlichung der Umsatzrisiken verweisen wir auf "VII. Prognosebericht Gesamtaussage". Danach würden sich die geplanten Provisionserträge im Jahr 2024 von TEUR 664 auf TEUR 28 verringern, sollte sich keines der geplanten Projekte in 2024 materialisieren lassen.

Wesentliche Geschäftsrisiken werden angemessen berücksichtigt und durch die Geschäftsleitung überwacht. Hierzu dient auch die Aktualisierung des Risikoprofils. Anhand der Reportingsysteme/ -prozesse wird die Geschäftsleitung laufend über die geschäftliche Entwicklung informiert und kann ggfs. unmittelbar Maßnahmen veranlassen. Organisationsanweisungen und Kontrollprozesse stellen sicher, dass Gesetze und andere rechtliche Anforderungen beachtet werden. Verstöße sind unverzüglich der Geschäftsleitung zu melden und zu bereinigen.

Liquiditätsrisiken

Die EURAMCO Invest GmbH stellt sicher, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Die Überwachung erfolgt durch einen kontrollierten Budgetprozess sowie die Quartalsberichterstattung und die wöchentliche Liquiditätsplanung. Auf eine weitgehend fristenkonforme Finanzierung wird geachtet.

Die Liquiditätsrisiken konzentrieren sich bei der EURAMCO Invest GmbH auf Verfügbarkeitsrisiken aus dem Cash Pooling innerhalb der EURAMCO Gruppe. Das Risiko wird fortlaufend zusammen mit der Liquidität überwacht. Dabei wird die Liquidität auf Gruppenebene anhand einer konsolidierten Erfolgs- und Liquiditätsplanung der EURAMCO Holding GmbH für die operativen Gesellschaften der EURAMCO Gruppe (EURAMCO Holding GmbH, EURAMCO Asset GmbH, BONAVIS Treuhand GmbH und EURAMCO Invest GmbH) überwacht.

Gegenparteirisiken (Adressausfallrisiken)

Gegenparteirisiken sind insbesondere das Ausfallrisiko von Vertragspartnern sowie anderer Konzerngesellschaften der EURAMCO Gruppe und das Auslagerungsrisiko.

Die Gesellschaft begegnet den Adressausfallrisiken durch fortlaufende Überwachung über das Mahnwesen und die Liquiditätssteuerung sowie die Kommunikation mit den Vertragspartnern.

Das Ausfallrisiko anderer Konzerngesellschaften der EURAMCO Gruppe ist aufgrund der Gruppenzugehörigkeit sowie der damit verbundenen engen Informationsstruktur jederzeit gut zu kontrollieren.

Operationelle Risiken

Als operationelle Risiken werden in der EURAMCO Invest GmbH Personalrisiken, Ordnungsmäßigkeitsrisiken, Risiken in neuen Märkten und neuen Produkten, Risiken der Informationstechnologie, Rechtsrisiken und Projekt- und Prozessrisiken sowie Ausfallrisiken identifiziert. Diese Risiken werden in ihrer Gesamtheit als gering eingestuft und fortlaufend überwacht. Operationelle Risiken werden durch die umgesetzten technischen und organisatorischen Maßnahmen begrenzt.

Im laufenden Geschäftsjahr ist es zu keinen Ordnungswidrigkeiten und keinen Störungen in der Informationstechnologie gekommen. Zudem sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig.

Zusammenfassung:

Das von der EURAMCO Invest GmbH eingesetzte Risikomanagementsystem erlaubt stets eine umfassende und objektive Einschätzung der vorstehend beschriebenen Risikosituation.

Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass angesichts neuer Geschäftschancen und der Unterstützung der Anteilseigner der EURAMCO Invest GmbH in 2024 ein erfolgreicher Weg in die Zukunft der Gesellschaft gegangen werden kann. Sie ist sich dabei auch der finanziellen Risiken bewusst und steuert daher in Absprache mit ihren Anteilseignern die Liquidität der Gesellschaft eng.

6. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Über die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft kann angesichts der nur bedingt gegebenen konkreten Planbarkeit künftiger aufzulegender AIFs in zeitlicher und volumenmäßiger Hinsicht, aus denen sich Einnahmen für die Gesellschaft ergeben, derzeit keine genaue Aussage getroffen werden. Hierzu verweisen wir auf Abschnitt 7 dieses Berichts.

7. Prognosebericht Gesamtaussage

Aus heutiger Sicht kann die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in den beiden kommenden Geschäftsjahren nicht genau prognostiziert werden. Denn obwohl erfolgversprechende neue Investitionsprogramme vorbereitet und angeboten werden, ist deren Vertriebserfolg noch nicht einzuschätzen.

Die Gesellschaft ist aufgrund des frühestens im 4. Quartal 2024 zu erwartenden positiven Cashflows im laufenden Jahr auf Mittelzuführungen der Muttergesellschaft angewiesen. Auf Basis der konsolidierten Erfolgs- und Liquiditätsplanung der mittelbaren Gesellschafterin EURAMCO Holding GmbH reichen das Vermögen und die geplanten Einnahmen auf Gruppenebene aus, um diese potentiellen Verpflichtungen auszugleichen und damit den Geschäftsbetrieb vollständig sicher zu stellen.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, den Produkteinkauf, die Produktgestaltung und den Produktvertrieb durch eigene Anstrengungen, durch die Zusammenarbeit mit neuen und bewährten Partnern und hierdurch bedingt auch die Erschließung neuer Kundenzielgruppen erfolgreich gestalten zu können und sieht langfristig gute Chancen, die Gesellschaft als Investment- und Asset Manager erfolgreich zu etablieren.

 

Aschheim, den 23. Mai 2024

Die Geschäftsführer
gez. Stefan Pfisterer
gez. Martin Stobinski

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 714.086,04 471.885,97
a) täglich fällig 350.085,04 107.885,97
b) andere Forderungen 364.001,00 364.000,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.252,00 69.432,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 479.275,20 739.187,50
15. Rechnungsabgrenzungsposten 2.558,88 7.676,28
Summe der Aktiva 1.285.172,12 1.288.181,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 86.463,86 90.810,73
6. Rechnungsabgrenzungsposten 624,90 1.874,94
7. Rückstellungen 61.500,00 58.912,72
c) andere Rückstellungen 61.500,00 58.912,72
12. Eigenkapital 1.136.583,36 1.136.583,36
a) Eingefordertes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
b) Kapitalrücklage 111.583,36 111.583,36
Summe der Passiva 1.285.172,12 1.288.181,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 12.016,56 14.336,18
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 12.016,56 14.336,18
2. Zinsaufwendungen 62,50 62,50
Ergebnis 1. - 2. 11.954,06 14.273,68
5. Provisionserträge 40.000,00 40.000,00
Ergebnis 5. - 6. 40.000,00 40.000,00
8. Sonstige betriebliche Erträge 260.121,30 385.142,57
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.159.234,98 1.314.617,48
a) Personalaufwand 800.351,65 832.932,72
aa) Löhne und Gehälter 667.538,47 711.837,38
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 132.813,18 121.095,34
darunter: für Altersversorgung 14.476,80 3.384,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen 358.883,33 481.684,76
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 20.000,00 0,00
Ergebnis -13. + 14. -20.000,00 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -867.159,62 -875.201,23
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 10,00 10,00
Ergebnis 23. + 24. 10,00 10,00
25. Erträge aus Verlustübernahme 867.169,62 875.211,23
27. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
28. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
Ergebnis 27. bis 28b. 0,00 0,00
Ergebnis 27. bis 29. 0,00 0,00
Ergebnis 27. bis 30. 0,00 0,00
Ergebnis 27. bis 31. 0,00 0,00
Ergebnis 27. bis 32. 0,00 0,00
34. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhangangaben

EURAMCO Invest GmbH

Aschheim

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen


Die Gesellschaft ist im Handelsregister München unter der Nummer HRB 173551 eingetragen.

Seit dem 13. Dezember 2011 besteht mit Wirkung zum 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der EURAMCO Asset GmbH.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 operative Verluste. Sie ist daher auf Liquiditätszuführungen der Muttergesellschaft im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages angewiesen. Die Geschäftsführung erwartet, erforderliche Liquiditätszuführungen innerhalb des Prognosezeitraums (31. Dezember 2024) jederzeit zu erhalten und geht daher unter Berücksichtigung der vorstehenden Tatsachen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses, namentlich bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden, von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aus .

B. Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Forderungen an Kreditinstitute sowie die sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert.


Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, beziehungsweise soweit erforderlich, abzüglich Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen bewertet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind unbesichert.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie werden mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme bewertet.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute


Die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 364 (Vj.: TEUR 364)
haben eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis ein Jahr (Vj.: drei Monate bis ein Jahr).

Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist auf Blatt 8 dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig und daher nicht börsennotiert.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 479; Vj.: TEUR 739) sind Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 475; Vj.: TEUR 736) enthalten. Alle Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen damit insgesamt TEUR 475 (Vj.: TEUR 736).

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 86; Vj.: TEUR 91) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ausstehenden Einlagen (TEUR 59; Vj.: TEUR 31), Verbindlichkeiten aus erhaltenen Darlehen (TEUR 13; Vj.: TEUR 13), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 11; Vj.: TEUR 14) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4; Vj.: TEUR 33) enthalten. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt - wie im Vorjahr - weniger als ein Jahr.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen (TEUR 61; Vj.: TEUR 59) betreffen Prüfungs- und Steuerberatungskosten (TEUR 41; Vj.: TEUR 41) und den Personalbereich (TEUR 20; Vj.: TEUR 18).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.025 (Vj.: TEUR 1.025).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 112 (Vj.: TEUR 112). Sie beinhaltet ausschließlich den Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben (§ 272 (2) Nr. 4 HGB).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 260) sind im Wesentlichen Erträge aus den Weiterbelastungen an die EURAMCO Asset GmbH für Personalgestellungen (TEUR 242), Erträge aus privater Kfz-Nutzung (TEUR 7) und Erträge aus Lohnfortzahlungen (TEUR 8) ausgewiesen. Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 20).

Die Erträge aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 867 resultieren aus dem, seit dem 13. Dezember 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011, bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der EURAMCO Asset GmbH.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der EURAMCO Invest GmbH betreffen ausschließlich Leasingverträge:

Leasing TEUR
bis 12 Monate 6
13 bis 60 Monate 2
über 60 Monate 0
Summe 8

Der Leasingvertrag betrifft ein Fahrzeug.

Daneben bestehen offene Einzahlungsverpflichtungen aus Anteilen an Kapitalgesellschaften (TEUR 19), die am Stichtag vollumfänglich nicht eingefordert waren. Die Einzahlungsverpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

Aufgliederung nach geographischen Märkten gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV

Provisionserträge in Höhe von TEUR 40 wurden in Tschechien erzielt. Im Übrigen sind die Provisionserträge, die sonstigen betrieblichen Erträge und die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Deutschland erzielt worden.

Außerbilanzielles Geschäft

Es bestanden zum Bilanzstichtag keine nicht bilanzwirksamen Geschäfte.

Mitarbeiter


Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Gesellschaft durchschnittlich fünf Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer beschäftigt (davon: fünf im Portfoliomanagement). Ein nicht bei der EURAMCO Invest GmbH angestellter Mitarbeiter war als Stellvertreter des Geschäftsführers Risikomanagement tätig. Zum Bilanzstichtag waren fünf Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

Organe

Mitglieder der Geschäftsführung:

Herr Stefan Pfisterer, Geschäftsführer Portfoliomanagement, Aschheim

Herr Martin Stobinski, Geschäftsführer Risikomanagement, Aschheim

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Herr Jürgen Göbel (Vorsitzender), Geschäftsführer der EURAMCO Holding GmbH

Herr Andreas Büttner (stellvertretender Vorsitzender), Geschäftsführer der EURAMCO Holding GmbH

Herr Dr. Frank N. Winkel, Geschäftsführer der Villa Nova Wohn- und Gewerbebau GmbH

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten.

Angaben zum Mutterunterunternehmen

Die Gesellschafterin EURAMCO Asset GmbH, Aschheim, hält als verbundenes Unternehmen der KanAm GmbH & Co. KG mit Sitz in München (Amtsgericht München, HRA 73289) 100 % der Geschäftsanteile der EURAMCO Invest GmbH. Die KanAm GmbH & Co. KG stellt einen Konzernabschluss auf, in den die EURAMCO Asset GmbH und deren Tochterunternehmen einbezogen werden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der KanAm GmbH & Co. KG werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Gesellschaft ist daher von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers betrug für die Abschlussprüfung TEUR 36 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 5.

Mindestbesteuerung

Die Gesellschaft ist nicht von den Mindestbesteuerungsregeln betroffen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages besteht kein Bilanzgewinn. Ein Vorschlag zur Ergebnisverwendung erübrigt sich daher.

 

Aschheim, den 23. Mai 2024

EURAMCO Invest GmbH

gez., Stefan Pfisterer

gez., Martin Stobinski

sonstige Berichtsbestandteile

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen     161.260,59 40.000,00 180,00 201.080,59
 161.260,59 40.000,00 180,00 201.080,59
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen     91.828,59 20.000,00 0,00 111.828,59
91.828,59 20.000,00 0,00 111.828,59
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen     89.252,00 69.432,00
89.252,00 69.432,00

Aufstellung Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023

Unmittelbarer Anteilsbesitz der EURAMCO Invest GmbH

Name der Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens im letzten Geschäftsjahr, für das ein Jahresabschluss vorliegt Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt
v.H. GJ GJ
EURAMCO Grüne Energien Europa Investment GmbH Max-Planck-Straße 3 85609 Aschheim Aschheim 100,00 2022                                         11.872,10 EUR 2022                          - 627,90 EUR
Wind Almatret GmbH Max-Planck-Straße 3 85609 Aschheim Aschheim 95,00 2022                                           8.794,05 EUR 2022                -2.439,18 EUR
**) Projekt SWEPP GmbHi.L. Max-Planck-Straße 3                                                      85609 Aschheim Aschheim 100,00 2023                                          -5.426,22 EUR 2023                   -103,50 EUR
EURAMCO USA Investment GmbH (vormals: Projekt SF German Premium Office Investment GmbH)
Max-Planck-Straße 3
85609 Aschheim
Aschheim 100,00 2022                                         19.412,97 EUR 2022                   -378,48 EUR
EURAMCO Australien 6 Investment GmbH
Max-Planck-Straße 3
85609 Aschheim
Aschheim 100,00 2022                                         17.158,95 EUR 2022                     938,34 EUR
EURAMCO Australien 6  GmbH & Co. geschlossene Investment-KG
Max-Planck-Straße 3
85609 Aschheim
Aschheim 100,00 2022                                        -21.723,10 EUR 2022               -10.815,54 EUR
***) STROBE EURAMCO USA GmbH & Co. geschlossene Investment-KG Max-Planck-Straße 3                                                   85609 Aschheim Aschheim 100,00 2022                                        -61.436,80 EUR 2022               -27.312,82 EUR

Durch den unmittelbaren Anteilsbesitz (95 %) an der Wind Almatret GmbH bestehen noch weitere mittelbare Anteile an der folgenden Gesellschaft

Name der Gesellschaft Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens im letzten Geschäftsjahr, für das ein Jahresabschluss vorliegt Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt
v.H. GJ GJ
SF Renewable Energy s.r.o.Prag/ Tschechien Prag/ Tschechien 99,00 2021                                                                    20.314 TCZK*) 2021                                                  1.678 TCZK*)

*) Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2023: 1 EUR = 24,724 CZK

**) Liquidationsschlussbilanz zum 28.02.2023

***) mit Beschluss vom 07.12.2023 ist die STROBE EURAMCO USA GmbH & Co. geschlossene Investment-KG an die Komplementärin  STROBE EURAMCO USA Investment GmbH angewachsen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EURAMCO Invest GmbH, Aschheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EURAMCO Invest GmbH, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EURAMCO Invest GmbH, Aschheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

 

München, den 23. Mai 2024

RISE PARTNERS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez., Lüdemann
Wirtschaftsprüfer

gez., Müller
Wirtschaftsprüfer

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