SIC Deutschland GmbHLiquidiert

45478 Mülheim an der Ruhr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 157864
Vorher
"Ad acta" 1068. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
3.7.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen sowie die Ausübung von Gesellschafterrechten bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen; ferner der Erwerb und der Betrieb des ehemals von der Kaiser´s Tengelmann GmbH in Mülheim an der Ruhr betriebenen Dienstleistungszentrums.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jürgen Steffen
seit 24.1.2022
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDEKA Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019

Zusammengefasster Lagebericht

Der Konzernlagebericht wurde mit dem Lagebericht der Konzernmuttergesellschaft EDEKA Aktiengesellschaft (nachfolgend EDEKA AG) zusammengefasst.

Der Geschäftsverlauf - einschließlich des Geschäftsergebnisses - sowie die Lage der Konzernmuttergesellschaft entsprechen weitgehend der Entwicklung im Konzern. Auch der künftige Geschäftsverlauf unterliegt im Wesentlichen denselben Einflüssen; dies gilt ebenso für Risiken und Chancen.

Sofern sich abweichend hiervon Besonderheiten ergeben, werden diese im Abschnitt "Erläuterungen zum Einzelabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft" dargestellt.

Geschäftsmodell des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns

Der EDEKA Aktiengesellschaft Konzern (nachfolgend Konzern oder EDEKA AG Konzern) ist ein Teil des EDEKA-Verbunds. Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen EDEKA AG mit Sitz in Hamburg sowie ihren 21 Tochterunternehmen.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns umfassen neben dem Bereich des Warengeschäftes auch unterschiedlichste Dienstleistungen sowie den Bereich Ladenbau.

Im Warengeschäft, zu dem die Bereiche Fruchtkontor, Import und sonstiger Handel, die Rheinberg Kellerei GmbH (nachfolgend Rheinberg Kellerei) sowie die Frischeplattform zählen, werden Lebensmittel und Gebrauchsgüter produziert, importiert und gehandelt. Abnehmer sind im Wesentlichen die sieben regionalen EDEKA-Großhandelsbetriebe (nachfolgend Großhandelsbetriebe) sowie Netto Marken-Discount AG & Co. KG (nachfolgend Netto Marken-Discount).

Als einer der größten europäischen Fruchtvermarkter mit Standorten in Hamburg, Roisdorf, Lüllingen, München, Venlo / Barendrecht (Niederlande), Valencia (Spanien) und Bari (Italien) sowie den Bananenreifereien in Borna, Urbach, Roisdorf und Hamburg steuert der Bereich Fruchtkontor den weltweiten Einkauf von Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen aus rund 85 Ländern mit mehr als 1.000 Produzenten für den EDEKA-Verbund. Durch direkte Beziehungen zu Lieferanten im Vertragsanbau nimmt das Fruchtkontor direkten Einfluss auf die Produktionsprozesse vom Saatgut über den Anbau, die Qualitätskontrolle bis hin zur Ernte.

Die Rheinberg Kellerei ist in Bingen am Rhein ansässig und in der Herstellung, der Abfüllung und dem Vertrieb von Weinen für den EDEKA-Verbund tätig. Dabei werden deutsche Weine selbst ausgebaut und zusätzlich Weine aus fast allen Anbaugebieten dieser Welt importiert und in Flaschen abgefüllt. Der Standort der Kellerei dient auch als Logistikplattform für Handelsware.

Der Bereich Import und sonstiger Handel ist im Wesentlichen mit der Abwicklung des Imports von Obst-, Gemüse- und Fischkonserven sowie Trockenfrüchten befasst.

Seit 2017 wird den logistischen Herausforderungen im Ultra-Frische-Bereich durch ein regionsübergreifendes Konzept, die Frischeplattform, begegnet, das noch mehr Bündelungsmöglichkeiten im temperaturgeführten Bereich ermöglicht. Die Frischeplattform beliefert im Cross-Docking über die Lager von inzwischen fünf Großhandelsbetrieben mehr als 4.000 Märkte.

Über das zuvor beschriebene Warengeschäft hinaus stellt der Konzern auch Dienstleistungen für den EDEKA-Verbund zur Verfügung. Zum Tätigkeitsportfolio gehören neben der Geschäftsführung der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG (nachfolgend EDEKA ZENTRALE) sowie weiterer Gesellschaften des EDEKA ZENTRALE Konzerns insbesondere auch Verwaltungs- und Servicedienstleistungen. Über die Tochtergesellschaft EDEKA Pfand GmbH (nachfolgend EPG) erfolgt für die Großhandelsbetriebe der An- und Verkauf von Einwegpfandgebinden aller Art einschließlich aller in diesem Zusammenhang stehenden Abrechnungs- und sonstigen Dienstleistungen. Darüber hinaus erbringt die EPG auch Pfandkontodienstleistungen unter anderem für die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung (nachfolgend EZHG) und die Schwarzwald-Sprudel GmbH der EDEKA-Region Südwest.

Die EDEKA AG ist mit ihren Tochterunternehmen Ligneus GmbH (nachfolgend Ligneus) und Inovag Ladenbau GmbH & Co. KG (nachfolgend Inovag) im Bereich Ladenbau tätig. Am Produktionsstandort der Ligneus in Ottendorf-Okrilla bei Dresden werden vor allem Ladeneinrichtungsgegenstände aus Holzwerkstoffen konstruiert und maschinell hergestellt. Die Einrichtungsgegenstände werden kundenindividuell gefertigt und bedarfsgerecht ausgeliefert bzw. vor Ort über Dienstleister montiert. Zu den Kunden zählen neben Gesellschaften des EDEKA-Verbunds diverse andere, teils europaweit zu beliefernde, Unternehmen. Daneben ist Inovag im Bereich Ladenbau auf Metallfertigung spezialisiert und beliefert weltweit Handelskunden mit Ladeneinrichtungsgegenständen. Neben dem Produktionsstandort und Firmensitz in Bad Hersfeld existieren zwei weitere Niederlassungen in Hannover sowie Karlsruhe. Am Standort Hannover ist Inovag vor allem als Generalunternehmer im Bereich Ladenbau tätig.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

GESCHÄFTSVERLAUF 2019

Auch 2019 setzte sich die positive konjunkturelle Entwicklung in Deutschland fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Danach ist die deutsche Wirtschaft zwar im zehnten Jahr in Folge gewachsen, allerdings zeigte sich das Wachstum im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren etwas verhaltener.

Dagegen entwickelten sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben positiver als in den beiden letzten Jahren. Die privaten Konsumausgaben sind dabei preisbereinigt um 1,6 Prozent, die Konsumausgaben des Staates sogar um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Weiterhin positiv entwickelte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahr 2019 ist die Zahl der Erwerbstätigen um rund 400.000 Personen auf 45,3 Mio. gestiegen, was einen Zuwachs von 0,9 Prozent ausmacht. Laut Statistischem Bundesamt konnte 2019 weiterhin ein Anstieg der Reallöhne von 1,2 Prozent verzeichnet werden.

Von diesen positiven Wachstumsimpulsen profitierte der deutsche Einzelhandel erneut. Der Umsatz stieg laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2019 nominal um 3,4 Prozent und preisbereinigt um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verzeichnete nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK ein Umsatzwachstum von 1,7 Prozent und weist damit einen deutlicheren Zuwachs im Vorjahresvergleich auf. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der zu verzeichnende Umsatzzuwachs maßgeblich preisbedingt war. Mit Blick auf die einzelnen Vertriebsschienen zeigte das Vollsortiment- und Drogeriegeschäft eine dynamischere Entwicklung im Vergleich zum Discount-Segment. Nach Ansicht der GfK ist diese Entwicklung auf die aktuellen Bedürfnisse der Verbraucher zurückzuführen. Neben akzeptablen Preisen spielen hierbei eine angenehme Einkaufsatmosphäre sowie ein attraktives Angebot an ökologisch nachhaltigen Produkten eine zunehmende Bedeutung, welche in der Wahrnehmung der Verbraucher im Vollsortiment- und Drogeriegeschäft deutlicher widergespiegelt werden.

Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Mit einem Anstieg von 5,8 Prozent wurden die Umsatzerwartungen für 2019 im EDEKA AG Konzern erfüllt.

Während das Ergebnis der Konzernmuttergesellschaft wie erwartet Vorjahresniveau erreichte, entwickelte sich der Konzern-Jahresüberschuss besser als prognostiziert. Dies ist vornehmlich auf die positive Ergebnisentwicklung der ausländischen Fruchtkontore zurückzuführen, die im Konzern, abweichend zum Einzelabschluss der EDEKA AG, mit ihren laufenden Jahresergebnissen erfasst werden.

In den einzelnen Unternehmensbereichen wurden die Umsatz- und Ergebniserwartungen im Wesentlichen erfüllt, wobei sich die Umsätze der Rheinberg Kellerei unter Vorjahresniveau entwickelten. Ursächlich hierfür war ein Rückgang der Eigenfüllungen primär bedingt durch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der Abfüllanlagen.

Geschäftsverlauf des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns im Überblick

Bereich EDEKA Fruchtkontor

Unter Federführung des Fruchtkontors investiert EDEKA konsequent in das für den EDEKA-Einzelhandel wichtige Schlüsselsortiment Obst und Gemüse. Neben der kontinuierlichen Aufwertung der Qualitäten konnte durch die Forcierung der Eigenmarke GUT&GÜNSTIG die Preiswürdigkeit in diesem Segment weiter verbessert werden.

Mit der Kampagne "Frische und Qualität aus erster Hand" unterstreicht das EDEKA Fruchtkontor seine Beschaffung direkt vor Ort und die konsequente Zusammenarbeit mit Produzenten weltweit. Im Geschäftsjahr 2019 kaufte das EDEKA Fruchtkontor Waren aus rund 85 Ländern weltweit und blieb damit größter Importeur von Obst und Gemüse nach Deutschland. Aufgrund der damit erreichten hohen Warenqualität, verbunden mit einer optimalen Platzierung im Markt und der Beratungsleistung der Mitarbeiter, konnte der EDEKA-Verbund seine Marktführerschaft in dem Schlüsselsortiment Obst und Gemüse erneut behaupten und weiter ausbauen.

Auch der Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und zur Vermeidung von Plastik hat das EDEKA Fruchtkontor Rechnung getragen. Hierbei werden sämtliche Artikel kontinuierlich auf den Prüfstand unter den Gesichtspunkten Vermeidung von Verpackung, Reduzierung der Verpackung / Einsatz von Mehrweglösungen sowie Erhöhung der Recyclingfähigkeit gestellt. So werden zum Beispiel im EDEKA-Verbund die Salatgurken, welche vom EDEKA Fruchtkontor ausgeliefert werden, ausschließlich unverpackt angeboten. Dies führt zu einer jährlichen Plastikeinsparung von 94 Tonnen. Des Weiteren werden am Standort Roisdorf zwei Smart-Branding-Maschinen eingesetzt, die den EDEKA-Verbund mit gelasertem Obst und Gemüse vorwiegend aus dem Bio-Segment versorgen. Darüber hinaus wird am Standort Hamburg eine TOP-Seal-Maschine verwendet, die es u. a. ermöglicht, Marketingelemente oder grundlegende Produktinformationen bereits auf die Verpackungsfolie zu drucken. Dadurch werden anderweitige Verpackungselemente eingespart. Die dadurch erzeugte Monoverpackung führt im weiteren Recyclingprozess zu einer höheren Recyclingquote.

Ende 2018 ist das EDEKA Fruchtkontor Mitglied im Demeter Verband geworden. Die Demeter Produkte differenzieren sich insbesondere durch die biodynamische Anbauweise gegenüber anderweitigen Bio-Produkten. Die nationale Distribution ist in 2019 erfolgt.

Rheinberg Kellerei

Die Entwicklung der Rheinberg Kellerei war in den Jahren 2016 und 2017 von der gezielten Verlagerung des Streckengeschäfts in die EZHG und damit von Umsatzrückgängen geprägt. Ziel ist es daher, durch die Erhöhung der selbst abgefüllten Mengen den Eigenumsatz zu steigern, um damit die Herstellkosten zu senken und die früheren Erlöse aus dem Streckengeschäft zu kompensieren. Hierzu wurde 2017 mit einer Modernisierung der Anlagen in mehreren Baustufen gestartet und diese in 2019 vorerst abgeschlossen. Die Umbauten in 2019 bedingten, dass die Menge der Eigenfüllung von 80 auf 66 Mio. Flaschen reduziert werden musste.

Mit Abschluss der Umbauten sind nun für die Folgejahre deutlich höhere Absatzmengen und Umsätze geplant.

Bereich Import und sonstiger Handel

Das abgelaufene Geschäftsjahr war wieder geprägt von angespannten Rohwarensituationen vor allem in den Bereichen Hülsenfrüchte und Grüngemüse. Bei Hülsenfrüchte verschärften neu erhobene Strafzölle (USA), z.B. bei Kidneybohnen, und stark angestiegene Abverkäufe die Situation zusätzlich. Dennoch konnte die Warenversorgung durchgehend sichergestellt werden.

Die Umsatzentwicklung verlief 2019 mit Ausnahme der Obstkonserven durchweg positiv. Die geplanten Umsatzzuwächse in den Kategorien Gemüse- und Fischkonserven sowie Nuss und Trockenfrüchte konnten durch zusätzliche Verkäufe übertroffen werden. In den Bereichen der Gemüsekonserven und Pasta wirkte sich zusätzlich eine Verlagerung der Umsätze aus der EZHG aus.

Frischeplattform

In der komplexen Logistik für Ultrafrische-Artikel mit geringer Haltbarkeit hat die EDEKA AG mit dem weiteren Ausbau der Frischeplattform 2019 einen zusätzlichen Schritt zur Steigerung der Effizienz gemacht. An zwei zentralen Standorten - Hannover und Möckmühl - werden Frische-Produkte umgeschlagen und bedarfsgerecht auf Marktebene kommissioniert. Die Frischeplattform weist seit Inbetriebnahme ein kontinuierlich starkes Wachstum auf.

Ladenbau

Die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen, vor allem innerhalb des EDEKA-Verbunds, machte sich 2019 bei Inovag und Ligneus positiv bemerkbar. So gelang es diverse Produkte in gemeinsamen Entwicklungen mit Großkunden erfolgreich zu vermarkten. Insbesondere die Umsatzentwicklung im Bereich Generalunternehmerleistungen innerhalb des EDEKA-Verbunds, sowohl bei Inovag als auch bei Ligneus, ist positiv hervorzuheben.

EDEKA Pfand GmbH

Die EPG schloss im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut mit einem positiven Ergebnis ab, welches durch einen gestiegenen Steueraufwand leicht unter dem Vorjahresniveau liegt.

Die Umsätze reduzierten sich leicht um 2,7 Prozent gegenüber dem besonders starken Vorjahr. Hier wirkte sich als Sondereffekt 2018 insbesondere der trockene Sommer mit einem erhöhten Getränkekonsum aus. Zusätzlich sind aber auch Veränderungen in den Konsumentengewohnheiten festzustellen. Mit einer Fortsetzung der seit Jahren andauernden hohen Wachstumsraten wird nicht gerechnet.

Ertragslage des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns

Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

in TEUR 2019 2018
Fruchtkontor 3.131.360 2.920.691
Rheinberg Kellerei 182.776 202.449
Import und sonstiger Handel 563.305 514.718
Frischeplattform 83.337 67.599
Umsatzerlöse Warengeschäft 3.960.779 3.705.458
Dienstleistungen 980.218 976.328
Ladenbau 55.862 38.487
Ausländische Fruchtkontore 11.329 10.892
Umsatzerlöse Dienstleistungen 1.047.409 1.025.707
Umsatzerlöse gesamt 5.008.188 4.731.165
Verrechnete Innenumsätze -50.081 -46.064
Konzernumsatz 4.958.107 4.685.100

Der Umsatz des EDEKA AG Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 273.007 auf TEUR 4.958.107 (Vorjahr TEUR 4.685.100).

Im Bereich Fruchtkontor ergaben sich Umsatzsteigerungen von 7,2 Prozent sowie Tonnagesteigerungen von 153 Tausend Tonnen insbesondere durch eine höhere Bündelungsquote mit den Großhandelsbetrieben und Netto Marken-Discount. Die Spezialisierung im EDEKA Fruchtkontor durch das Produktmanagement, die Forcierung der Eigenmarke GUT&GÜNSTIG und der nationale Werbeauftritt "Frische und Qualität aus erster Hand" trugen wesentlich zu der Entwicklung bei.

Neben der positiven Umsatzentwicklung im Bereich Import und sonstiger Handel konnte auch die Frischeplattform mit einem Umsatzanstieg von 23,3 Prozent eine deutlich positive Entwicklung erzielen. Ursächlich hierfür waren die Aufschaltung eines weiteren Großhandelsbetriebs im Frühjahr 2019 sowie eine Ausweitung insbesondere des Feinkostsortiments.

Der Umsatzanstieg im Bereich Ladenbau ist neben der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung auf die ganzjährige Einbeziehung der Inovag im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die rückläufigen Umsätze der Rheinberg Kellerei sind auf die geplante geringere Produktionsmenge in der Eigenabfüllung zurückzuführen, welche primär durch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen der Abfüllanlagen bedingt war.

Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFORM)
in TEUR
2019 2018
Umsatzerlöse 4.958.107 4.685.100
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.626 -1.280
Materialaufwand -4.683.500 -4.425.731
Rohertrag 278.234 258.089
Betriebliche Aufwendungen
abzüglich betrieblicher Erträge -273.173 -255.230
Betriebsergebnis 5.061 2.859
Beteiligungsergebnis (inkl. Ergebnis aus Ausleihungen) 4 4
Zinsergebnis -446 -595
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.867 -1.045
Ergebnis nach Steuern 1.752 1.224
Sonstige Steuern -407 -266
Konzern-Jahresüberschuss 1.345 958

Ursächlich für den im Vorjahresvergleich gestiegenen Rohertrag sind insbesondere die positive Entwicklung im Bereich Fruchtkontor sowie die ganzjährige Einbeziehung des Ladenbauers Inovag. Allerdings wurde dieser Ertragszuwachs durch den Anstieg des negativen Saldos aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen größtenteils kompensiert. Dies ist insbesondere auf gestiegene Fracht- und Speditionsaufwendungen sowie erhöhte Personalaufwendungen zurückzuführen.

Auf den Personalaufwand wirkte sich neben Lohn- und Gehaltsanpassungen im Wesentlichen eine gestiegene Mitarbeiterzahl sowie die ganzjährige Berücksichtigung von Inovag aus.

Der Anstieg des Steueraufwandes resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen zu steuerlich nicht passivierungsfähigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr.

Unter Berücksichtigung der erläuterten Effekte ergab sich im Berichtsjahr ein Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 1.345 (Vorjahr TEUR 958).

Vermögens- und Finanzlage des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns

Vermögenslage

KONZERNBILANZSTRUKTUR (KURZFORM) in TEUR

31.12.2019 31.12.2018
% %
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.816 1,0 8.152 1,2
Sachanlagen 32.415 4,6 32.486 4,7
Finanzanlagen 439 0,1 384 0,1
39.670 5,6 41.022 5,9
Langfristige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 22 0,0 18 0,0
39.692 5,6 41.040 5,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 104.894 14,8 113.037 16,3
Kurzfristige Forderungen, Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 549.399 77,5 532.221 76,7
Liquide Mittel 14.502 2,0 7.981 1,1
668.795 94,4 653.239 94,1
708.487 100,0 694.279 100,0
Langfristige Mittel
Eigenkapital 25.481 3,6 25.096 3,6
Rückstellungen 26.118 3,7 25.084 3,6
Übrige langfristige Fremdmittel 0 0,0 0 0,0
51.598 7,3 50.180 7,2
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 61.126 8,6 44.341 6,4
Bankverbindlichkeiten 2.057 0,3 0 0,0
Liefer- und Leistungs-Verbindlichkeiten 552.690 78,0 560.924 80,8
Übrige kurzfristige Fremdmittel und Rechnungsabgrenzungsposten 41.016 5,8 38.833 5,6
656.888 92,7 644.098 92,8
708.487 100,0 694.279 100,0

Die Bilanzsumme des EDEKA AG Konzerns lag mit TEUR 708.487 um 2,1 Prozent über der Bilanzsumme des Vorjahres von TEUR 694.279.

Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte deutlich, während die langfristigen nahezu konstant blieben. Im kurzfristigen Bereich waren es neben den Liquiden Mitteln insbesondere die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die sich deutlich erhöhten. Diese enthalten insbesondere Cash-Pool-Ansprüche gegenüber der EDEKA ZENTRALE.

Auch auf der Passivseite der Bilanz stiegen die kurzfristigen Posten deutlich an. Ursächlich hierfür war insbesondere die Zunahme von sonstigen Rückstellungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt bei gestiegener Bilanzsumme unverändert 3,6 Prozent. Dem Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 1.345 stehen im Berichtsjahr Ausschüttungen in Höhe von TEUR 960 gegenüber.

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 25.481.

Die EDEKA AG und der Großteil ihrer Tochtergesellschaften sind in das Cash-Management des EDEKA ZENTRALE Konzerns eingebunden. Finanzmittel werden dem Konzern im Wege des Cash-Poolings zur Verfügung gestellt. Die EDEKA ZENTRALE hat zur Sicherstellung der Liquidität Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten vereinbart.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.057.

Investitionen

Im Berichtsjahr investierte der EDEKA AG Konzern insgesamt TEUR 9.375 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Investitionen waren in Höhe von TEUR 9.051 zahlungswirksam.

Liquidität

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFORM)
in TEUR
2019 2018
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 38.052 13.713
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.455 -14.208
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -27.330 2.121
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.267 1.626
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 47 927
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 151 96
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.981 5.332
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.445 7.981

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Als Saldo ergibt sich die im Berichtsjahr 2019 zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes.

Der operative Cashflow zeigt sich im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Dies ist unter anderem auf Stichtagseffekte zurückzuführen, die sich insbesondere auf die Höhe der kurzfristigen Forderungen im Bereich der Lieferungen und Leistungen auswirkten.

In der deutlichen Veränderung des nunmehr negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit spiegeln sich die im Vorjahresvergleich gestiegenen Anlagen im Rahmen des Cash-Pool-Managements wider.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der EDEKA AG Konzern ein deutliches Umsatzwachstum. Die Ergebnisziele wurden erreicht. Insgesamt wird der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend beurteilt. Eine ausgewogene Vermögenslage belegt darüber hinaus die stabile wirtschaftliche Lage des Konzerns.

Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2019 1.723 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr 1.630). Darin enthalten sind 20 Trainees (Vorjahr 17).

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Eckdaten und zu erwartende Marktentwicklungen

Nach Auffassung der Bundesregierung wird für 2020 ein Anstieg des preisbereinigten BIP um 1,1 Prozent (Jahreswirtschaftsbericht 2020) erwartet. Im Herbstgutachten 2019 des Sachverständigenrats der Bundesregierung wurde noch ein etwas schwächeres Plus von 0,9 Prozent prognostiziert. Ursächlich für die Stabilisierung des Wachstums ist unter anderem eine leichte Verbesserung der konjunkturellen Perspektiven der Weltwirtschaft sowie eine abnehmende Unsicherheit in Bezug auf den Brexit durch die im Dezember 2019 durchgeführte Wahl in Großbritannien.

Insgesamt seien laut Bundesregierung die binnenwirtschaftlichen Ausgangsbedingungen weiterhin gut - insbesondere steigende Einkommen, steuerliche Entlastungen und dynamische Staatsausgaben gäben wichtige Impulse - doch wird sich die konjunkturelle Perspektive für die Weltwirtschaft nach wie vor gedämpft entwickeln. Auch wenn eine leichte Belebung des deutschen Exports erwartet wird, bleibt diese deutlich hinter den Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurück.

Inwieweit sich das Coronavirus auf die wirtschaftlichen Entwicklungen auswirken wird, halten wir derzeit für noch nicht absehbar.

Risiken für die weitere Entwicklung ergäben sich weiterhin aus dem außenwirtschaftlichem Umfeld. Zunehmend protektionistische Tendenzen im globalen Handel hätten auch Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Bezüglich des Brexits verbleibt derzeit noch eine nicht unwesentliche Unsicherheit hinsichtlich der finalen Ausgestaltung der künftigen wirtschaftlichen Beziehungen zur Europäischen Union.

Betrachtet man die Verbraucherseite so sind weniger die allgemeinen Konjunkturdaten maßgeblich als vielmehr das ihnen zur Verfügung stehende Einkommen. Dieses soll nach Einschätzung der Bundesregierung zulegen, insbesondere durch steigende Löhne, aber auch durch Entlastung der Bürger bei Steuern und Abgaben. Durch diese positive Einkommensentwicklung dürften die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 1,3 Prozent steigen, wovon auch der Einzelhandel 2020 profitieren wird. Laut Prognose des HDE wird im Einzelhandel ein nominales Umsatzwachstum von 2,5 Prozent sowie ein preisbereinigter Zuwachs von 1,5 Prozent erwartet.

Prognosebericht des EDEKA Aktiengesellschaft Konzerns für das Geschäftsjahr 2020

Für den EDEKA AG Konzern wird für das Jahr 2020 von einem leichten Umsatzanstieg ausgegangen. Der Konzern-Jahresüberschuss wird auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet.

Für die einzelnen Bereiche werden sowohl Umsatz als auch Ergebnis leicht über dem Berichtsjahresniveau erwartet. Für den Bereich Frischeplattform wird von einem deutlichen Anstieg des Umsatzes ausgegangen.

Zusammenfassende Aussage zum Prognosebericht

Für 2020 wird bei einem leichten Umsatzwachstum von einem insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf ausgegangen. Das Ergebnis wird das Niveau des Berichtsjahres erreichen.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Aufgabe des Risikomanagements als integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie ist es, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten, so dass geeignete Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können.

Basierend auf den anerkannten Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 340) sowie der International Organization for Standardization (ISO 31000) werden vom Risikomanagement nicht nur Risiken, sondern auch Chancen erfasst. Die Bewertung der Chancen erfolgt im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse.

Über die Ergebnisse der Risiko- und Chancenanalyse wird das Management in einem gesonderten Bericht informiert.

Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem operativen Geschäft. Um zu vermeiden, dass relevante Risiken und Chancen unbeachtet bleiben, erfolgt ihre Identifikation konzernweit von unten nach oben. Dabei werden grundsätzlich nur Risiken und Chancen der Konzerngesellschaften aufgenommen. Um die dem Risikomanagement zugrundeliegenden Prozesse zu koordinieren, wurde in der EDEKA AG die zentrale Funktion eines Risikomanagers eingerichtet. Der Risikomanager informiert das Management zeitnah und kontinuierlich über wesentliche Entwicklungen im Risikomanagement, stellt den Informationsaustausch innerhalb des Konzerns sicher und unterstützt die unterschiedlichen Bereiche des Konzerns bei der Weiterentwicklung des Risikomanagements. Entsprechend dem implementierten Regelwerk (Risikomanagementrichtlinie) werden in einem laufenden Prozess Risiken im Konzern aufgenommen, analysiert, bewertet und gesteuert. Unterstützt wird die Erfassung und Bewertung von Risiken durch ein Analyse- und Datenbanktool, auf das konzernweit zugegriffen werden kann.

Der Unternehmensplanung und dem internen Berichtswesen sowie den konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinien kommt eine besondere Bedeutung für das Risikomanagement zu.

Um die Risiken und Chancen zu überwachen und die Zielerreichung zu verfolgen, wurde ein differenzierter Controlling-Prozess etabliert. Im Rahmen dieses Prozesses werden die Planungen erstellt, die Geschäftsentwicklung analysiert, die Planungen der Beteiligungsgesellschaften geprüft und die Entwicklung der Beteiligungen verfolgt. Das Beteiligungscontrolling der EDEKA AG erfasst monatlich die Ergebnisrechnungen der operativen Einheiten. Sie dienen als Grundlage für die Entscheidungen des Managements und die Steuerung der Ergebnisse. In den einzelnen Beteiligungen werden die operativen Risiken jeweils dezentral mit spezifizierten Methoden beurteilt und gesteuert.

Geschäftsrisiken und -chancen

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am härtesten umkämpften Teilmärkten der Volkswirtschaft. Mit seinem Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels und einem erfolgreichen Discount-Format ist der EDEKA-Verbund in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt.

Die EDEKA ZENTRALE und die EDEKA AG mit ihren Tochtergesellschaften unterstützen gemeinsam mit den sieben Großhandelsbetrieben den Einzelhandel als effiziente Dienstleistungspartner im aktiven Warengeschäft. Die EDEKA ZENTRALE bzw. die EDEKA AG betreiben unter anderem das Agentur- sowie das Eigengeschäft, sind für die erfolgreiche Profilierung der Eigenmarken verantwortlich und gestalten den nationalen Werbeauftritt.

Von den Leistungen der zentralen und regionalen Vorstufen profitiert insbesondere das von selbstständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft. Der mittelständische Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren als krisensicher und äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten sind unsere Unternehmer jederzeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen.

Der demografischen Entwicklung in Deutschland, die geprägt ist von einer wachsenden Anzahl von Einpersonenhaushalten, einer älter werdenden Bevölkerung, aber auch von einer überdurchschnittlichen Zuwanderung, trägt der EDEKA-Verbund mit der Entwicklung entsprechender Sortiments- und Marktkonzepte Rechnung. Auch die Ausrichtung des Vertriebsnetzes in den Regionen wird kontinuierlich an die demografischen Veränderungen angepasst.

Insbesondere eine bereits hohe Marktdichte trägt dazu bei, dass in Deutschland die Möglichkeiten quantitativen Wachstums begrenzt sind. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Gestaltung attraktiver Angebote an höherwertigen Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung. Regionale Produkte und authentische, auf Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft zugeschnittene Spezialsegmente sowie Bio- und Convenience-Erzeugnisse sind daher in den letzten Jahren verstärkt in das Sortiment integriert worden.

Die aktive Mitgliedschaft der EDEKA AG in den relevanten Branchenverbänden trägt dazu bei, dass allen regulatorischen Anforderungen, etwa hinsichtlich des Lebensmittelrechts, jederzeit Rechnung getragen wird. Auch im verstärkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und weiteren Anspruchsgruppen auf nationaler und europäischer Ebene nimmt der EDEKA-Verbund die Interessen der Kaufleute wahr.

Operative Risiken und Chancen

Der EDEKA AG Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Veränderungen der Konsumentennachfrage, aber auch des Wettbewerbs, in besonderem Maße ausgesetzt. Beide Faktoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation. Das Einkaufsverhalten der Verbraucher ebenso wie der Wettbewerb werden daher ständig beobachtet und analysiert.

Die Rheinberg Kellerei als Tochtergesellschaft der EDEKA AG verarbeitet und füllt in- und ausländische Weine für den EDEKA-Verbund ab. Im Segment der Wein-Eigenmarken ist die Rheinberg Kellerei dabei einem starken Wettbewerbsumfeld ausgesetzt. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist ein sukzessiver Ausbau der Produktionsmengen auf 100 Mio. Flaschen geplant. Hierfür wurden 2019 die beiden bestehenden Anlagen in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich erweitert. Dementsprechend wurde 2019 die Produktionsmenge temporär reduziert und die Warenversorgung über andere Kellereien gedeckt. Die Abwägung der Risiken und Chancen zeigt, dass mit dem Ausbau der Rheinberg Kellerei eine Kostenstruktur geschaffen wird, die dem starken Wettbewerb standhält. Eine zusätzliche Bewertung der generierten Einkaufsvorteile bezüglich der für die Abfüllung erforderlichen Fassweine und Verpackungsmaterialien macht den weiteren Nutzen dieser Eigenproduktion deutlich.

Dem Risiko der Unterauslastung der Produktionsstandorte wird durch ein dezidiertes Absatz- und Produktionscontrolling entgegengewirkt.

Ebenso wie die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte, die einer ständigen Beobachtung unterliegt, stellt die Verschärfung der Preisentwicklungen im Wettbewerbsumfeld des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin eine große Herausforderung dar. Insbesondere der im Discount-Wettbewerb forcierte Ausbau des Markengeschäfts, eine Verschärfung des Online-Handels sowie ein steigender Anteil des Aktionsgeschäfts können zu fallenden Ladenverkaufspreisen führen.

Durch große Sortimentsvielfalt und eine stabile Lieferantenstruktur mit einem hohen Anteil regionaler Produzenten baut der EDEKA-Verbund potenziellen Risiken vor und gewährleistet eine verlässliche, für den Verbraucher nachvollziehbare Preisgestaltung. Einem veränderten Konsumverhalten, insbesondere dem sensitiveren Ernährungsbewusstsein, wird durch Schaffung neuer Wachstumssegmente Rechnung getragen.

Durch die weitere Optimierung und Nutzung der gruppenweiten IT-Lösungen (LUNAR-Lösungen) wird eine Verbesserung der Wertschöpfung auf allen Prozessebenen und insbesondere im Einzelhandel erwartet. Die Nutzung der stufenübergreifenden Warenwirtschaft bietet u.a. verbesserte Möglichkeiten für Berichtswesen, Analysen und somit für die Steuerung des jeweiligen Geschäfts. Zusätzlich trägt dies dazu bei, die Kommunikation und den Austausch zwischen Großhandelsbetrieben und Kaufleuten zu intensivieren. Mittels einer deutlich verbesserten Steuerung des Warengeschäfts sollen der Einkauf optimiert und weitere Vorteile auch für den EDEKA-Einzelhandel erzielt werden.

Die Entwicklung des europäischen Transportmarktes, die wachsenden Mautkosten, der Mangel an LKW-Fahrern und langfristig wieder steigende Dieselpreise sind zentrale Themen der Logistik. Die Steigerung der Fahrzeugauslastung vom Rohstofftransport bis zum Einzelhändler ist daher eine zwingende Voraussetzung, um die Aufwands- und Ertragssituation zu kontrollieren.

Die zentrale Beschaffungslogistik sowie die EDEKA-Frischeplattform sorgen durch Bündelung von Transporten und Konzentration auf leistungsfähige Dienstleister für eine wirtschaftlichere Transportraumnutzung. Gleichzeitig wird damit eine Verringerung des CO 2-Ausstoßes erreicht. Zusätzlich ermöglichen gut ausgelastete Transporte an den Lagerstandorten des Verbunds eine effizientere Vereinnahmung der Waren.

Der EDEKA AG Konzern nimmt im Rahmen seiner operativen Tätigkeit auch logistische Dienstleistungen in Anspruch. Abhängigkeiten in diesem Bereich wird durch Diversifikation, gegebenenfalls aber auch durch die Übernahme der relevanten Tätigkeiten in Eigenregie, begegnet.

Über die gewöhnlichen Risiken aus dem Betrieb von Lager- und Einzelhandelsstandorten hinaus sind Umweltrisiken nicht erkennbar.

Um dem Risiko steigender Energiekosten zu begegnen, nutzt der Konzern das auf seine spezifischen Bedürfnisse zugeschnittenen Energie- und Dienstleistungsangebot der EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH (nachfolgend EVG). Die von der EVG versorgten Standorte, zu denen auch die Fruchtkontore gehören, profitieren dabei von der gemeinsam festgelegten Beschaffungsstrategie. Die EVG konnte auch im Jahr 2019 im liberalisierten Markt ihre Stellung behaupten und spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung.

Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der EDEKA AG fortlaufend überwacht. Können aus identifizierten Risiken keine oder nicht ausreichende Gegenmaßnahmen getroffen werden, erfolgt die Abbildung der konkretisierten Risiken über entsprechende Rückstellungen.

Lieferantenrisiken und -chancen

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen operativen Risiken ergeben sich im Verhältnis zu den Lieferanten Risiken, die insbesondere das Eigengeschäft betreffen. Um diesen zu begegnen, sind im Konzern umfangreiche Steuerungsmaßnahmen getroffen worden, die im Übrigen auch die Risiken aus dem Eigenmarkengeschäft reduzieren.

Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit haben bei EDEKA einen sehr hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich zum einen in den umfangreichen Qualitätsvorgaben und qualitätssichernden Maßnahmen im Bereich der Eigenmarken (Food und Nonfood) und zum anderen in den Qualitätshandbüchern der Großhandelsbetriebe für die Groß- und Einzelhandelsstufen wider.

Prozesse und Abläufe werden kontinuierlich in Bezug auf Effizienz hinterfragt, Krisenfälle systematisch aufgearbeitet, um auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten zu können. Das etablierte Krisenmanagementsystem wird unterstützt durch ein übergreifendes elektronisches Rückrufsystem für die Zentraleinheiten und alle Großhandelsbetriebe.

Risiken aus möglichen Versorgungsengpässen sind durch das breit angelegte Lieferanten-Portfolio und durch gezielte Planungen der jeweiligen Herkunft bzw. durch die Bestimmung der Herkunftsländer reduziert. In besonders sensiblen Warengruppen wie z.B. Fleisch und Wurst oder Obst und Gemüse engagiert sich der EDEKA-Verbund seit Langem selbst in der Produktion oder setzt auf langjährige, verlässliche Beziehungen zur Landwirtschaft.

Der EDEKA-Verbund ist sich seiner Mitverantwortung für die langfristige Sicherung der Lebensgrundlagen auch im Hinblick auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette bewusst. Diese gewinnen in der öffentlichen Wahrnehmung und Bewertung von Produkten und Unternehmensleistungen einen immer größeren Stellenwert. Ziel ist es, das Vertrauen in die Marke EDEKA und speziell in die Eigenmarkenprodukte von EDEKA weiter zu stärken. Auch der WWF sowie die strategische Partnerschaft mit dem WWF berücksichtigen die Thematik verstärkt. Das Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette wird außerdem seit 2019, unter Berücksichtigung bereits vorhandener Wissens- und Kompetenzstrukturen, durch eigene Experten koordiniert.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Der Finanzbereich der EDEKA ZENTRALE steuert die Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken des EDEKA ZENTRALE und des EDEKA AG Konzerns. Er bedient sich dabei geeigneter Management- und Kontrollsysteme, mit denen die Risiken gemessen und überwacht werden.

Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität zur Abwicklung der operativen Geschäftsprozesse ist eine wesentliche Aufgabe des Finanzmanagements. Die EDEKA AG und der Großteil ihrer Tochtergesellschaften sind in das Cash-Management der EDEKA ZENTRALE einbezogen. Die Bündelung der freien Liquidität trägt zur Zinsoptimierung bei. Im Rahmen der mittel- bis langfristigen Finanzplanung wird der künftige Kapitalbedarf ermittelt. Die Bedarfsplanung erfolgt in enger Abstimmung mit den entsprechenden Unternehmensbereichen.

Eine ausreichende Finanzierung des Konzerns ist über das Cash- und Liquiditätsmanagement der EDEKA ZENTRALE jederzeit sichergestellt.

Aus dem Einkauf, vor allem im Bereich Import und sonstiger Handel, ergeben sich in überschaubarem Umfang Fremdwährungsrisiken für die EDEKA AG. Hauptsächlich fallen Fremdwährungszahlungen in US-Dollar an. Über Devisensicherungen auf Termin wird das Risiko aus Wechselkursschwankungen und deren Einfluss auf das Ergebnis verringert. Zum Bilanzstichtag wurden für Devisentermingeschäfte Bewertungseinheiten gebildet. Grundsätzlich erwirbt oder hält die EDEKA AG keine Aktien, Optionen auf Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns stehen. Aus Sicht der EDEKA AG sind alle wesentlichen Beteiligungen und Ausleihungen in der operativen Geschäftstätigkeit begründet.

Kundenausfallrisiken aus Warengeschäften werden als gering eingeschätzt, da sich die Forderungsstrukturen fast ausschließlich auf den EDEKA-Verbund beziehen. Darüber hinaus werden partiell auch Warenkreditversicherungen abgeschlossen.

Personalrisiken und -chancen

Die aktuelle Wirtschaftslage aber auch die demographische Entwicklung in Deutschland bewirkt weiterhin eine Verschärfung am Arbeitsmarkt, die auch 2019 deutlich zu spüren war. Hier wird die EDEKA AG auch weiterhin stark in die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber investieren. Insbesondere wird die aktive Ansprache von potenziellen Bewerbern an Bedeutung gewinnen.

Gesunde und engagierte Mitarbeiter sind das Fundament eines erfolgreichen Unternehmens. Dadurch gewinnt das Gesundheitsmanagement eine immer größere Bedeutung. Die zunehmende Digitalisierung und die Verlängerung der Arbeitszeit bis 67 Jahre erfordern es, immer wieder Impulse für ein gesundheitsbewusstes Leben zu setzen und Gesundheitsrisiken aufzuzeigen. Insbesondere in den gewerblichen Berufen können einseitige Belastungen schnell zu chronischen Erkrankungen werden. Unter dem Logo "EDEKA fit&gesund" förderte das betriebliche Gesundheitsmanagement eine unternehmensweite Gesundheitskultur durch abgestimmte Angebote aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und Prävention, wie zum Beispiel das Angebot zur Ernährungsumstellung. Die vielfältigen Angebote und die Team-Events des Betriebssports sind dabei von wesentlicher Bedeutung. Zum diesjährigen MOPO-Staffellauf wurde mit der Vielzahl der Teilnehmer ein EDEKA-Rekord aufgestellt.

Erneut wurde das Gesundheitsmanagement nach einem umfassenden externen Audit mit dem "Corporate Health Award" mit dem 1. Platz in der Kategorie "Handel" ausgezeichnet und dokumentiert damit ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement. Dieses Siegel sichert die Voraussetzung für die Beteiligung von Krankenkassen an den Maßnahmen des Gesundheitsmanagements EDEKA fit&gesund.

Auch 2019 wurden im Rahmen der Geschlechtergleichstellungsagenda verschiedenste Maßnahmen fortgeführt bzw. angepasst. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern und die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zu forcieren. Das Mentoring von Potenzialträgerinnen sowie das spezifische Ausbildungs- bzw. Kursprogramm für Frauen wird konsequent weiterverfolgt.

Als Anregung aus dem Folgeprozess der letzten Mitarbeiterbefragung wurde, von den Trainees und Auszubildenden mit Unterstützung eines erfahrenen Projektleiters, die Aktion "Monat der Zusammenarbeit" konzipiert und durchgeführt. Das Ziel hierbei war vor allem die Erhöhung der Transparenz und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen. Die Aktion hat das Verständnis füreinander erhöht und dazu beigetragen, die Effizienz der Prozesse zu verbessern.

Informationssicherheit

Durch die Einführung neuer und die Verbesserung bestehender IT-Systeme in der EDEKA-Zentrale und im EDEKA-Verbund wird die Informationssicherheit auf hohem Niveau gewährleistet und qualitativ kontinuierlich optimiert. Der Risikovermeidung dienen dabei insbesondere die hohe Einheitlichkeit und Normierung der verbundweit genutzten Daten-, Prozess- und IT-Infrastrukturen.

Die im EDEKA-Verbund in den letzten Jahren eingeführte einheitliche IT-Infrastruktur sowie die dazugehörigen Sicherungsverfahren garantieren eine Verfügbarkeit der Systeme. Im Kontext der LUNAR-Lösungen wird weiterhin eine Vielzahl von Maßnahmen unternommen, um die Integrität, die Vertraulichkeit und die Verfügbarkeit geschäftskritischer Daten im notwendigen Umfang zu gewährleisten.

Im Mai 2016 trat das neue IT-Sicherheitsgesetz (ITSiG) in Kraft. Der EDEKA AG Konzern zählt hiernach zu den Betreibern kritischer Infrastrukturen (KRITIS) auf dem Gebiet des Lebensmittelhandels und ist verpflichtet, die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen. Der hierzu notwendige Aufbau eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) mit den definierten Komponenten wurde bereits in 2018 abgeschlossen und in 2019 ohne Beanstandung geprüft. In 2020 soll der derzeit schon hohe Sicherheitsstandard über weitere Maßnahmen optimiert werden (Fokus: SIEM - Security Information and Event Management, SOC - Security Operation Center).

Fazit

Abschließend stellen wir fest, dass bestandsgefährdende Risiken für den EDEKA AG Konzern derzeit nicht erkennbar sind.

Erläuterungen zum Einzelabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft

Abweichend vom Konzernabschluss, in den die EDEKA Fruchtkontor B.V., Barendrecht/Niederlande, die EDEKA Fruchtkontor España S.L., Valencia/Spanien, die FINCA CLEMENGOLD S.L., Valencia/Spanien und die EDEKA Fruchtkontor Italia s.r.l., Mailand/Italien, mit ihren jeweiligen Periodenergebnissen einbezogen wurden, sind im Einzelabschluss der EDEKA AG die Periodenergebnisse noch nicht als Beteiligungserträge vereinnahmt worden. Die Beteiligungserträge im Einzelabschluss der EDEKA AG beinhalten die Vorjahresergebnisse der EDEKA Fruchtkontor B.V und der EDEKA Fruchtkontor España S.L.

Wesentliche Abweichungen hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage ergeben sich nicht.

Geschäftsjahr 2020

Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet.

Erklärung zur Unternehmensführung der EDEKA Aktiengesellschaft

Mit Beschluss vom 16. Juni 2017 legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf mindestens drei von einundzwanzig fest. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgröße endet am 30. Juni 2022.

Hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstands bestimmte der Aufsichtsrat als Zielgröße den Frauenanteil, der im Zeitpunkt der Beschlussfassung bestand. Darüber hinaus wurde gemäß Vorstandsbeschluss für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands ein Anteil von zehn Prozent und für die zweite Ebene von 25 Prozent festgelegt. Auch in diesen Fällen endet die Frist zur Erreichung dieser Zielgrößen am 30. Juni 2022.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFORM)

EDEKA Aktiengesellschaft

in TEUR 2019 2018
Umsatzerlöse 4.041.284 3.747.018
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.291 5.498
Materialaufwand -3.832.568 -3.546.777
Rohertrag 215.007 205.739
Betriebliche Aufwendungen
abzüglich betrieblicher Erträge -218.321 -210.021
Betriebsergebnis -3.315 -4.282
Beteiligungsergebnis inklusive Ergebnisabführungsverträge 6.230 5.933
Zinsergebnis -151 -319
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.348 -56
Ergebnis nach Steuern 1.416 1.277
Sonstige Steuern -343 -197
Jahresüberschuss 1.073 1.080
Gewinnvortrag 1 1
Einstellung in die Rücklagen -113 -120
Bilanzgewinn 961 961

BILANZ ZUM 31.12.2019 (KURZFORM)

EDEKA Aktiengesellschaft

AKTIVA

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.821 4.697
II. Sachanlagen 9.603 12.831
III. Finanzanlagen 13.751 11.965
27.175 29.492
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 73.783 78.712
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 514.806 491.535
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.659 3.565
600.248 573.811
C. Rechnungsabgrenzungsposten 399 262
627.822 603.566

Passiva

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000 16.000
II. Gewinnrücklagen 4.365 4.252
III. Bilanzgewinn 961 961
21.326 21.213
B. Rückstellungen 61.747 44.794
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.053 0
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500.424 502.651
III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.238 18.592
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 15.682 13.786
541.396 535.029
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.353 2.530
627.822 603.566

 

Hamburg, 3. März 2020

EDEKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Markus Mosa

Claas Meineke

Martin Scholvin

Konzernbilanz

AKTIVA

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.472 5.509
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.344 2.620
3. Geleistete Anzahlungen 0 24
6.816 8.152
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.236 5.707
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.605 6.610
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.055 15.321
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.518 4.848
32.415 32.486
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 239 184
2. Sonstige Ausleihungen 200 200
439 384
39.670 41.022
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.891 8.359
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.800 9.859
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 87.202 94.794
4. Geleistete Anzahlungen 0 25
104.894 113.037
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125.796 150.785
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 412.919 372.090
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.144 8.928
548.860 531.803
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.502 7.981
668.256 652.820
C. Rechnungsabgrenzungsposten 561 437
708.487 694.279

PASSIVA

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000 16.000
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.116 1.062
2. Satzungsmäßige Rücklagen 3.252 3.193
3. Andere Gewinnrücklagen 4.152 3.880
III. Bilanzgewinn 961 961
25.481 25.096
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.722 13.842
2. Steuerrückstellungen 1.765 85
3. Sonstige Rückstellungen 70.756 55.499
87.243 69.425
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.057 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60 246
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 552.630 560.678
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.873 16.760
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20.788 19.541
592.408 597.225
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.355 2.532
708.487 694.279

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
1. Umsatzerlöse 4.958.107 4.685.100
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.626 -1.280
3. Materialaufwand -4.683.500 -4.425.731
Rohertrag 278.234 258.089
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.931 7.560
5. Personalaufwand -144.247 -131.577
6. Abschreibungen -7.726 -10.186
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -137.132 -121.028
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4 4
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 216 26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -663 -621
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.867 -1.045
12. Ergebnis nach Steuern 1.752 1.224
13. Sonstige Steuern -407 -266
14. Konzern-Jahresüberschuss 1.345 958
15. Gewinnvortrag 6 1
16. Einstellung in die Rücklagen -113 -120
17. Einstellung in die / Entnahme aus den Rücklagen zur Angleichung an den Bilanzgewinn der Konzernmutter -277 122
18. Bilanzgewinn 961 961

Konzernanhang

ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Die EDEKA Aktiengesellschaft (nachfolgend EDEKA AG) mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter der HRB 80348 eingetragen.

Der Konzernabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), den ergänzenden Vorschriften der Satzung und der für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gliederung wird um gesetzlich nicht definierte Zwischenergebnisse erweitert, um die Aussagekraft und Klarheit der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern. Weitere erläuternde Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthält der Anhang.

Alle Angaben, soweit nicht anders vermerkt, erfolgen in Tausend Euro (TEUR). Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind neben der EDEKA AG 21 Tochterunternehmen einbezogen.

Im Bereich der vollkonsolidierten Unternehmen wurde erstmals die zum 24. Oktober 2019 erworbene Naturkind Lebensmittelvertriebs-GmbH (nachfolgend Naturkind) einbezogen. Das Stammkapital in Höhe von TEUR 26 ist zum Stichtag voll eingebracht. Alleiniger Gesellschafter der Naturkind ist die EDEKA AG.

Außerdem wurde die am 16. August 2019 erworbene SIC Deutschland GmbH (nachfolgend SIC) erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Das Stammkapital der vollkonsolidierten Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist zum Stichtag voll eingebracht. Die EDEKA AG ist zu 100 Prozent an der SIC beteiligt.

Insgesamt ist die Vergleichbarkeit durch die Veränderung im Konsolidierungskreis mit dem Vorjahr nicht eingeschränkt.

Gesellschaft Kapitalanteil
in %
A. Mutterunternehmen
EDEKA Aktiengesellschaft, Hamburg
B. Einbezogene Tochterunternehmen
1. EDEKA Unsere Heimat GmbH, Garching b. München * 100,0
2. SBH-Supermarkt bei HORTEN GmbH, Hamburg * 100,0
3. EDEKA Pfand GmbH, Hamburg * 100,0
4. Königstein Kellerei Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bingen/ Rhein * 100,0
5. Rheinberg Kellerei GmbH, Bingen/ Rhein * 100,0
6. EWK EDEKA Werbe- und Kommunikationsgesellschaft mbH, Hamburg * 100,0
7. EDEKA Fruchtreiferei GmbH, Hamburg * 100,0
8. EDEKA Fruchtkontor Italia S.r.l.,Mailand, Italien 100,0
9. EDEKA Fruchtkontor B.V., Barendrecht, Niederlande 100,0
10. EDEKA Fruchtkontor España S.L., Valencia, Spanien 100,0
11. Kofur Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg * 100,0
12. V E R I T A S Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg * 100,0
13. EDEKA Fruchtkontor Logistik GmbH, Hamburg * 100,0
14. EDEKA Import Logistik GmbH, Hamburg * 100,0
15. GFU - Gesellschaft für Unternehmensberatung im Handel "Universa" mbH, Hamburg * 100,0
16. EUCO Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg * 100,0
17. Ligneus GmbH, Ottendorf-Okrilla * 100,0
18. Inovag Ladenbau GmbH & Co. KG, Bad Hersfeld ** 100,0
19. FINCA CLEMENGOLD S.L., Valencia, Spanien 100,0
20. Naturkind Lebensmittelvertriebs-GmbH, Hamburg * 100,0
21. SIC Deutschland GmbH, Hamburg * 100,0
C. Sonstige Gesellschaften
1. Fernkälte Geschäftsstadt Nord, Hamburg 3,2
2. GUMES Verwaltung GmbH & Co. Erste Vermietungs-KG, Hamburg 6,0
3. Marktkauf GVG Gera GmbH & Co. KG, Hamburg 6,0
4. Marktkauf GVG Unterföhring GmbH & Co. KG, Hamburg 6,0
5. Marktkauf GVG Zarrentin GmbH & Co. KG, Hamburg 6,0
6. Marktkauf GVG Hof GmbH & Co. KG, Hamburg 6,0

* Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen

** Befreiungsmöglichkeit gem. § 264b HGB wird in Anspruch genommen

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Rechnungslegung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt einheitlich auf den Stichtag 31. Dezember.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Bei der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Die stillen Reserven werden entsprechend in den folgenden Jahren mit diesen Vermögensgegenständen planmäßig abgeschrieben. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen.

Schuldverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden verrechnet. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen saldiert.

Sofern sich aus Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Konzernbilanz und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden gemäß § 306 HGB latente Steuern berücksichtigt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt einheitlich nach den für Kapital- und Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden Vorschriften.

Geschäfts- oder Firmenwerte, für die keine verlässliche Nutzungsdauer bestimmt werden kann, werden gemäß § 253 Abs 3. Satz 4 HGB planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Die anderen erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über drei bis zehn Jahre planmäßig linear abgeschrieben, soweit sich nicht aufgrund der Nutzungsvereinbarung ein abweichender Zeitraum ergibt.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet, die sich nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer richten. Dabei dienen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als Grundlage für die Ermittlung der Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 liegt, wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Dieser Posten ist für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Diese richten sich bei Sacheinlagen nach den vertraglich vereinbarten Einbringungswerten.

Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Sie werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Für Risiken, die sich aus der Lagerhaltung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den tatsächlichen Fertigungseinzel- und -gemeinkosten inklusive der Finanzierungskosten. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in den Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf die Mitarbeiter der Produktion entfallen. Außerdem werden die Abschreibungen für Gegenstände des Anlagevermögens einbezogen, die im Herstellungsprozess eingesetzt werden.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Sofern die Vorraussetzungen für die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner vorliegen, wird von dem Wahlrecht zur Aufrechnung Gebrauch gemacht. Erkennbaren Risiken wird durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigung Rechnung getragen. Darüber hinaus werden partiell auch Warenkreditversicherungen abgeschlossen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Sollten sich Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit ergeben, werden diese im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Im EDEKA AG Konzern wird von der Übergangsregelung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, wonach bis zum 31. Dezember 2024 jährlich 1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrages den Rückstellungen zugewiesen wird. Der Zuführungsbetrag des Berichtsjahres 2019 in Höhe von TEUR 230 wird gesondert bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB erfasst.

Vom Wahlrecht des Artikels 28 EGHGB, für sogenannte Altzusagen und mittelbare Pensionszusagen keine Pensionsrückstellung zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf folgenden Grundlagen ermittelt:

• Zur Berechnung wurde die Methode der laufenden Einmalbeträge nach IDW RS HFA 30 angewandt, Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode).

• Der Trend der laufenden Betriebsrente geht von einer jährlichen Steigerung von 2,0 Prozent der jeweiligen Vorjahresrente aus.

• Es wurde eine Fluktuationsquote von bis zu 1,8 Prozent zugrunde gelegt; die Altersrente beginnt mit 63 bzw. mit 65 Jahren.

• Der Rechnungszins ist gemäß der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2019 geschätzt (der Zinssatz beträgt 2,71 Prozent).

• Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht relevant.

• Die Berechnung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen.

• Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Rückdeckungsversicherungsansprüche wurden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 641 wurde mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,96 Prozent (Basis: Schätzung zum Dezember 2019). Des Weiteren wird bei der Rückstellungsberechnung eine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,5 Prozent zugrunde gelegt. Es wurde die Standardfluktuation der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben.

Rückstellungen für Sanierung, Umbauten und Rückbauverpflichtungen werden auf Basis bestehender Verträge und Kostenvoranschläge berechnet und gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für steuerliche Verlustvorträge und Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen erwartungsgemäß abbauen werden.

Der Ausweis in der Bilanz erfolgt saldiert, Posten nach § 306 HGB werden mit denen nach § 274 HGB zusammengefasst. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt, wobei ein aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierender Aktivüberhang gemäß § 306 HGB angesetzt wird. Eine sich insgesamt nach Verrechnung ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Für Fremdwährungs-Einkaufskontrakte werden Devisentermingeschäfte hauptsächlich in US-Dollar abgeschlossen, bei welchen Bewertungseinheiten gebildet werden (Einfrierungsmethode).

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die detaillierte Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens kann dem folgenden Anlagenspiegel entnommen werden.

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2019 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.681 1.188 -289 24 99.605
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.758 0 0 0 2.758
3. Geleistete Anzahlungen 24 0 0 -24 0
101.463 1.188 -289 0 102.362
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.784 1.171 -3 0 18.952
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.692 238 -958 4.631 37.603
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.841 2.223 -6.448 3.252 47.868
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.848 4.554 0 -7.883 1.518
105.165 8.187 -7.409 0 105.942
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 184 58 -3 0 239
2. Sonstige Ausleihungen 200 0 0 0 200
384 58 -3 0 439
207.011 9.433 -7.701 0 208.744
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019 Zugang Abgang Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -93.172 -2.249 289 -95.132
2. Geschäfts- oder Firmenwert -138 -276 0 -414
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
-93.310 -2.524 289 -95.546
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -12.078 -642 3 -12.717
2. Technische Anlagen und Maschinen -27.082 -1.875 958 -27.999
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -33.521 -2.684 3.391 -32.814
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
-72.679 -5.201 4.352 -73.528
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
-165.989 -7.726 4.641 -169.074
Buchwerte
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.472 5.509
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.344 2.620
3. Geleistete Anzahlungen 0 24
6.816 8.152
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.236 5.707
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.605 6.610
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.055 15.321
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.518 4.848
32.415 32.486
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 239 184
2. Sonstige Ausleihungen 200 200
439 384
39.670 41.022

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon mit einer Restlaufzeit
in TEUR Gesamt davon aus Lieferungen und Leistungen davon Finanzforderungen bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125.796 125.796 0 125.774 22
(Vorjahr) 150.785 150.785 0 150.767 18
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 412.919 24.647 388.272 412.919 0
(Vorjahr) 372.090 9.004 363.086 372.090 0
Sonstige Vermögensgegenstände 10.144 0 0 10.144 0
(Vorjahr) 8.928 0 0 8.928 0
548.860 150.444 388.272 548.838 22
(Vorjahr) 531.803 159.789 363.086 531.785 18

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr durch stichtagsbedingte Effekte um TEUR 17.057 auf TEUR 548.860 (Vorjahr TEUR 531.803) erhöht.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beinhalten überwiegend die Forderung aus dem Cash-Management gegen die EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG (nachfolgend EDEKA ZENTRALE).

3. Eigenkapital

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Gezeichnetes Kapital 16.000 16.000
Gewinnrücklagen
- gesetzliche Rücklage 1.116 1.062
- satzungsmäßige Rücklagen 3.252 3.193
- andere Gewinnrücklagen 4.152 3.880
Bilanzgewinn 961 961

Das erwirtschaftete Eigenkapital unterliegt keiner gesetzlichen oder satzungsmäßigen Ausschüttungssperre.

Das Grundkapital der Konzernmutter EDEKA AG beträgt TEUR 16.000. Es ist in 62.500 vinkulierte Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital je Aktie von EUR 256,00 eingeteilt. Derzeit halten acht Stammaktionäre aus dem EDEKA-Verbund diese Aktien.

Die Konzernrücklagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr durch die Einstellung in die Rücklagen zur Angleichung an den Bilanzgewinn der Konzernmutter in Höhe von TEUR 277. Weiterhin erfolgte eine Vorwegzuweisung von TEUR 113. Weitere Informationen ergeben sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Dieser wurde nach den Vorschriften des DRS 22 (Deutscher Rechnungslegungs Standard) aufgestellt.

4. Rückstellungen

Zum 31. Dezember 2019 beträgt die Unterdeckung der bilanzierten Pensionsrückstellungen TEUR 1.162 (Vorjahr TEUR 1.393).

Ferner ergab sich bei dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgung aufgrund der veränderten Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ein Unterschiedsbetrag.

in TEUR Zinssatz (Ø7) Zinssatz (Ø10) Unterschiedsbetrag
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.245 16.465 1.780

5. Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
in TEUR Gesamt davon aus Lieferungen und Leistungen davon Finanzverbindlichkeiten bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.057 0 0 2.057 0
(Vorjahr) 0 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60 60 0 60 0
(Vorjahr) 246 246 0 246 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 552.630 552.630 0 552.630 0
(Vorjahr) 560.678 560.678 0 560.678 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.873 16.873 0 16.873 0
(Vorjahr) 16.760 15.575 1.185 16.760 0
Sonstige Verbindlichkeiten 20.788 0 0 20.788 0
(Vorjahr) 19.541 0 0 19.541 0
592.408 569.563 0 592.408 0
(Vorjahr) 597.225 576.499 1.185 597.225 0
Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern 19.902 0 0 19.902 0
(Vorjahr) 18.685 0 0 18.685 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 114 0 0 114 0
(Vorjahr) 91 0 0 91 0
- davon andere sonstige Verbindlichkeiten 772 0 0 772 0
(Vorjahr) 766 0 0 766 0

Latente Steuern

Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die individuellen Steuersätze der Konzernunternehmen herangezogen. Dabei fanden ein Körperschaftssteuersatz zuzüglich Solidaritätszuschlag von 15,83 Prozent und Gewerbesteuersätze zwischen 14,88 und 16,45 Prozent Anwendung.

Passive latente Steuern basieren auf temporären Differenzen aus dem Anlagevermögen. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen aus Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen.

Wie zum Vorjahresstichtag hat sich auch zum 31. Dezember 2019 ein Aktivüberhang ergeben. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde nicht ausgeübt. Aktivierungspflichtige Vorgänge im Sinne des § 306 HGB haben sich nicht ergeben.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Von der EDEKA AG übernommene Miet- und Ausfallbürgschaften betragen zum Jahresende TEUR 52.947 (Vorjahr TEUR 46.287). Aufgrund der aktuellen Bonität der Primärverpflichteten wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 84.827 (Vorjahr TEUR 67.431) resultieren aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen.

Die aus Mietverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:

in TEUR 2020 2021 2022 2023 2024 ab 2025
11.128 11.006 10.142 7.388 7.026 36.592
in TEUR Gesamt
83.282

Die aus Leasingverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:

in TEUR 2020 2021 2022 2023 2024 ab 2025
639 359 111 30 30 377
in TEUR Gesamt
1.545

Derivative Finanzinstrumente

Durch seinen Geschäftsbetrieb ist der EDEKA AG Konzern einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisenmärkten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen für die einzelnen Konzerngesellschaften in Abhängigkeit von deren Tragfähigkeit zu begrenzen. Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird von einer zentralen Abteilung gemäß den internen Richtlinien in Zusammenarbeit mit dem zentralen Risikomanagement durchgeführt. Verantwortlich für die Sicherung von Geschäften sind die Warenbereiche bzw. die Geschäftsführer der Gesellschaften. Diese prüfen anstehende Transaktionen vor Abschluss hinsichtlich ihres Risikos und möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und melden den Sicherungsbedarf an die Abteilung Finanzen.

Die Abteilung Finanzen schließt in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Gesichert werden einzelne Geschäfte (Micro-Hedges) und Netto-Exposures (Macro-Hedges). Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Nominalvolumen 54.477 23.514
Positiver Marktwert 584 499
Negativer Marktwert * -295 -67
Marktwert gesamt 289 432

Zum Bilanzstichtag ergaben sich Sicherungsgeschäfte mit einem negativem Marktwert in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr TEUR -67), für welche im Jahresabschluss aufgrund von Bewertungseinheiten keine Rückstellung gebildet wurden.

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen dabei die Aufwendungen bzw. Erträge bei einer hypothetischen Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag dar.

Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestehen zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
bis zu einem Jahr 54.108 23.020
von mehr als einem Jahr 369 494
54.477 23.514

Bewertungseinheiten

Entsprechend der gesetzlichen Regelungen können Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Cashflow mit Finanzinstrumenten zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zum 31. Dezember 2019 wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Zur Sicherung des Cashflow-Risikos von bis 2021 geplanten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben die EDEKA AG und Rheinberg Kellerei, Bingen/Rhein, Termingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2019 waren Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 54.477 als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges designiert.

Bei den getätigten Sicherungsgeschäften besteht Deckungsgleichheit wesentlicher Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft. Zur Überprüfung der Effektivität der Sicherung wird daher die sogenannte "critical terms match-Methode" angewandt. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des EDEKA AG Konzerns wurden im Inland mit den EDEKA-Großhandelsbetrieben, Beteiligungsgesellschaften, Gesellschaften des EDEKA ZENTRALE Konzerns sowie Dritten in den folgenden Bereichen erzielt:

in TEUR 2019 2018
Fruchtkontor 3.131.360 2.920.691
Rheinberg Kellerei 182.776 202.449
Import und sonstiger Handel 563.305 514.718
Frischeplattform 83.337 67.599
Umsatzerlöse Warengeschäft 3.960.779 3.705.458
Dienstleistungen 980.218 976.328
Ladenbau 55.862 38.487
Ausländische Fruchtkontore 11.329 10.892
Umsatzerlöse Dienstleistungen 1.047.409 1.025.707
Umsatzerlöse gesamt 5.008.188 4.731.165
Verrechnete Innenumsätze -50.081 -46.064
Konzernumsatz 4.958.107 4.685.100

7. Materialaufwand

in TEUR 2019 2018
Aufwendungen für
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.739.129 3.479.878
- bezogene Leistungen 944.371 945.853
4.683.500 4.425.731

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 11.281 (Vorjahr TEUR 5.256) und resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 341 (Vorjahr TEUR 140).

9. Personalaufwand

in TEUR 2019 2018
Löhne und Gehälter 122.905 112.963
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 21.341 18.614
- davon für Altersversorgung 2.492 2.045
144.247 131.577

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer / -innen (ohne Auszubildende) hat sich wie folgt entwickelt:

2019 2018
kaufmännisch 1.358 1.289
gewerblich 331 322
1.689 1.611

Die Personalkosten im EDEKA AG Konzern entfallen überwiegend auf die EDEKA AG, welche als Dienstleister für die EDEKA ZENTRALE und Teile deren Tochterunternehmen fungiert. Die über Umlagen weiterberechneten Personalaufwendungen werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

10. Abschreibungen

Eine genaue Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen kann dem Konzern-Anlagenspiegel entnommen werden.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Vom Gesamtaufwand entfallen TEUR 2.941 auf periodenfremde Aufwendungen (Vorjahr TEUR 1.809). Diese enthalten überwiegend Kostenrechnungen für Vorjahre. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 225 (Vorjahr TEUR 50).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB (1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrags zu den Pensionsrückstellungen) in Höhe von TEUR 230. Weitere Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Berichtsjahr 2019 nicht angefallen.

12. Zinsergebnis

in TEUR 2019 2018
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- Bankzinserträge 170 0
- Abzinsung von sonstigen Rückstellungen 28 0
- Zinserträge aus Steuererstattungen 16 7
- andere Zinserträge 2 19
216 26
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- Aufzinsung von Pensionsrückstellungen -488 -438
- Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen -128 -170
- Zinsaufwendungen aus Steuernachzahlungen -42 -4
- andere Zinsaufwendungen -4 -9
-663 -621
Saldiertes Zinsergebnis -446 -595

Die Gesellschaften des EDEKA AG Konzerns sind in das Cash-Management der EDEKA ZENTRALE eingebunden. Der Anstieg der Zinserträge resultiert vorwiegend aus höheren Bankzinserträgen.

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende Gewerbe- und Körperschaftsteuern zuzüglich Solidaritätszuschlag.

Ergebnisverwendung

in TEUR 2019
Das Ergebnis 2019 soll wie folgt verwendet werden (Vorschlag):
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 1.073
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -54
Einstellung in die freie Rücklage gemäß § 23 Abs. 4 der Satzung -59
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1
Der Bilanzgewinn beträgt damit 961
Der Gewinnverwendungsvorschlag ergibt sich wie folgt:
Dividende von EUR 15,36 = 6 % je Stückaktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 256,00 je Aktie 960
Gewinnvortrag 1
Bilanzgewinn 961

Sonstige Erläuterungen

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird für das Berichtsjahr 2019 nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss indirekt abgeleitet (indirekte Methode). Im Rahmen der indirekten Ermittlung wird der Konzern-Jahresüberschuss um wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge angepasst. Die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen, werden um Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung, bedeutende zahlungsunwirksame sowie Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung bereinigt. Vor diesem Hintergrund ist es nur bedingt möglich, die Veränderungen der entsprechenden bilanziellen Posten mit den Werten aus dem veröffentlichten Konzernabschluss der EDEKA AG abzustimmen. Der Cashflow aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit wird nach der direkten Methode (zahlungsbezogen) ermittelt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Zahlungsmittelabflüssen aus vorgenommenen Auszahlungen an Anteilseigner auch die Veränderungen der übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds umfasst am Bilanzstichtag alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, d. h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.502 (Vorjahr TEUR 7.981) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.057 (Vorjahr TEUR 0) mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten. Die flüssigen Mittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich insgesamt ein Finanzmittelfonds von TEUR 12.445 (Vorjahr TEUR 7.981).

Nahestehende Personen und Unternehmen

Die Geschäfte des EDEKA AG Konzerns mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich die Abwicklung des Warengeschäftes mit den EDEKA-Großhandelsbetrieben, die An- und Vermietung von Immobilien sowie die Inanspruchnahme von Finanz- und sonstigen Dienstleistungen.

in TEUR Aufwand Ertrag
Warengeschäft 918.001 4.657.390
- davon sonstige nahestehende Unternehmen 918.001 4.657.390
Mietgeschäft 4.502 1.936
- davon sonstige nahestehende Unternehmen 4.502 1.936
Sonstige Dienstleistungen 60.411 300.440
- davon sonstige nahestehende Unternehmen 60.411 300.440
Finanzgeschäft 110 0
- davon sonstige nahestehende Unternehmen 110 0
983.025 4.959.766

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind die folgenden Honorare (inkl. Auslagenersatz) als Aufwand erfasst.

in TEUR 2019 2018
Abschlussprüfungsleistungen 218 232
Steuerberatungsleistungen 1 0
Sonstige Leistungen 45 54
264 286

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Sonstige Angaben

Die EDEKA AG ist zum 31. Dezember 2019 Komplementärin der EDEKA ZENTRALE.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat
Uwe Kohler, Lahr, Kaufmann Vorsitzender
Jürgen Cramer, Burgdorf, Kaufmann bis 14.06.2019 stellvertr. Vorsitzender
Stefan Legat, Waldsassen, Kaufmann stellvertr. Vorsitzender
Karl Stefan Preuß, Minden, Kaufmann Stellvertr. ab 14.06.2019 stellvertr. Vorsitzender
Robert Aschoff, Kassel, Kaufmann
Jürgen Norbert Baur, Gaienhofen, Kaufmann
Frank Block, Horst, Angestellter Arbeitnehmervertreter
Konrad Bursch, Bornheim, Angestellter Arbeitnehmervertreter
Oliver Czajkowski, Mülheim a.d. Ruhr, Kaufmann
Christos Didis, Gochsheim, Kaufmann ab 18.11.2019
Jens Fette, Tremsbüttel, Angestellter Arbeitnehmervertreter
Jan Frauen, Brunsbüttel, Kaufmann
Kerstin Grögor, Lüneburg, Angestellte Arbeitnehmervertreter
Stefan Ladage, Hessisch Oldendorf, Kaufmann ab 14.06.2019
Josef Lechertshuber, Oberflossing, Kaufmann
Wolfgang Matthiessen, Flensburg, Kaufmann
Christoph Meyer, Hamburg, Angestellter Arbeitnehmervertreter
Gabriele Nagel, Hamburg, Angestellte Arbeitnehmervertreter
Kai Ruhe, Hamburg, Angestellter Arbeitnehmervertreter
John Scheller, Radebeul, Kaufmann bis 26.09.2019
Reiner Schenke, Gütersloh, Kaufmann
Tobias Schnabel, Northeim, Kaufmann
Leo Schwaiberger, Tiefenbach, Kaufmann

Im Geschäftsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates TEUR 450 (Vorjahr TEUR 450).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine Vorschüsse und Kredite.

Vorstand
Markus Mosa, Hamburg, Vorstandsvorsitzender
Claas Meineke, Seevetal, Vorstand Bereich Marketing und Vertrieb
Martin Scholvin, Hamburg, Vorstand Bereich Finanzen und Personal

Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.447 (Vorjahr TEUR 1.107) gebildet.

Die Angabe der Vorstandsbezüge i.S.v. § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da sich anhand der Angabe die Bezüge eines einzelnen Mitglieds des Vorstands ermitteln lassen würden.

Die EDEKA AG stellt als Konzernmuttergesellschaft den Konzernabschluss auf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de unter dem Stichwort EDEKA Aktiengesellschaft veröffentlicht.

 

Hamburg, 3. März 2020

EDEKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Markus Mosa

Claas Meineke

Martin Scholvin

Konzern-Kapitalflussrechnung

in TEUR 2019 2018
Konzern-Jahresüberschuss 1.345 958
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.726 10.186
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 16.525 -2.865
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.309 1.150
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.404 -13.699
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.960 18.671
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 39 40
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -174 -4
+/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 230 172
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.867 1.045
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.640 -1.940
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 38.052 13.713
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.167 -2.601
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.018 8
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.294 -7.958
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -58 -115
- Auszahlungen für den Erwerb oder die Herstellung von Deckungsvermögen -79 -79
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -51 -3.463
+ Erhaltene Zinsen 173 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.455 -14.208
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 0 3.081
- Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -26.371 0
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -960 -960
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -27.330 2.121
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.267 1.626
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 151 96
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 47 927
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.981 5.332
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.445 7.981
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 14.502 7.981
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören -2.057 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.445 7.981

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Bilanzgewinn
in TEUR Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzern-Jahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2017 16.000 8.137 1 961 25.098
Einstellung aus Vortrag 0 0 960 -960 0
Ausschüttung 0 0 -960 0 -960
Einstellung in die Rücklagen 0 120 0 -120 0
Entnahme aus den Rücklagen zur Angleichung an den Bilanzgewinn der Konzernmutter 0 -122 0 122 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 958 958
Stand 31.12.2018 16.000 8.135 1 960 25.096
Bilanzgewinn
in TEUR Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzern-Jahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2018 16.000 8.135 1 960 25.096
Einstellung aus Vortrag 0 0 960 -960 0
Ausschüttung 0 0 -960 0 -960
Einstellung in die Rücklagen 0 108 5 -113 0
Einstellung in die Rücklagen zur Angleichung an den Bilanzgewinn der Konzernmutter 0 277 0 -277 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 1.345 1.345
Stand 31.12.2019 16.000 8.520 5 956 25.481

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die EDEKA Aktiengesellschaft, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der EDEKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

• vermittelt der beigefügte mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES MIT DEM LAGEBERICHT ZUSAMMENGEFASSTEN KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN MIT DEM LAGEBERICHT ZUSAMMENGEFASSTEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES MIT DEM LAGEBERICHT ZUSAMMENGEFASSTEN KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. März 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schulz, Wirtschaftsprüfer

gez. Horn, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der EDEKA Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 regelmäßig überwacht und beratend begleitet und sich dabei u.a. in vier ordentlichen Sitzungen eingehend über die Geschäftsentwicklung, über die Planung sowie über die grundlegenden Fragen der Geschäftspolitik der EDEKA Aktiengesellschaft, der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften unterrichten lassen. Maßnahmen und Entscheidungen, die der Mitwirkung des Aufsichtsrates unterliegen, wurden entsprechend behandelt.

Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Jahr 2019 u.a. mit strategischen Themen aus dem Bereich Vertrieb/Marketing (z.B. Kundenbindungsmanagement und neue Formate Naturkind/BUDNI) beschäftigt.

Es wurden weiter die von der EDEKA ZENTRALE für den EDEKA Verbund betriebenen Projekte "Rudolf" und "Madrid" (Erwerb von Teilen von Real) beraten.

Weiter waren Beratungsgegenstände die Neuausrichtung des nationalen C+C-Zustellgeschäfts ("EDEKA Foodservice") und die Markt-Entwicklungen im Bereich des Handels von Lebensmitteln im Internet / E-Commerce. Es wurde dabei auch über die Entwicklung der einzelnen Formate beraten. Der Online-Handel bildete damit in 2019 einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit.

Beratungsgegenstände waren auch die Entwicklung der Tochtergesellschaften der EDEKA AG und der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG (insbesondere Netto Marken-Discount und die Sonnländer-Gruppe mit Albi). Bei Netto standen die Entwicklungen zum Mitgesellschafter Tengelmann und ein evtl. Erwerb der ausstehenden 10 % der Anteile besonders im Vordergrund.

Die Entwicklungen bei dem warenwirtschaftlichen Projekt "LUNAR", der internationalen Einkaufs- und Vermarktungsallianz AgeCore (zusammen mit ITM, Eroski, Coop, Conad und Colruyt) und der Aufstockung der Anteile an der BUDNI Handel und Service GmbH & Co. KG (BHSG) waren weitere Gegenstände der Beratungen.

Gegenstand der Beratungen waren nicht zuletzt auch die vielfältigen An- und/oder Verkaufsimmobilienprojekte der Gesellschaften der Marktkauf Holding GmbH (neue Firma: "CEV Handelsimmobilien Holding GmbH").

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Juni 2019 schieden die Aufsichtsratsmitglieder Robert Aschoff, Jürgen-Norbert Baur, Karl Stefan Preuß, John Scheller und Reiner Schenke turnusgemäß aus dem Gremium aus; sie wurden in derselben Hauptversammlung wiedergewählt.

Die Hauptversammlung hat in der genannten Sitzung den selbständigen Kaufmann Stefan Ladage (EDEKA Minden-Hannover) neu in den Aufsichtsrat gewählt.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung wurde der selbständige Kaufmann Christos Didis (EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen) als Nachfolger für den ausgeschiedenen Kaufmann John Scheller ebenfalls neu in das Gremium gewählt.

Seitens der Arbeitnehmerschaft waren in 2019 unverändert Frank Block, Konrad Bursch, Jens Fette, Kerstin Grögor, Christoph Meyer, Gabriele Nagel und Kai Ruhe als Mitglieder im Aufsichtsrat vertreten.

In der konstituierenden Sitzung vom 14. Juni 2019 wurde Uwe Kohler (EDEKA Südwest) als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt und Stefan Legat (EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen) als dessen Stellvertreter ebenfalls bestätigt. Karl Steffan Preuß (EDEKA Minden) wurde neu als weiterer Stellvertreter gewählt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2019 der EDEKA AG sind von der in der Hauptversammlung am 14. Juni 2019 zum Abschlussprüfer gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Abschlussunterlagen sowie der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes 2019 wurden im Bilanzausschuss des Aufsichtsrates am 23. März 2020 und in der Sitzung des Aufsichtsrates am 2. April 2020 ausführlich besprochen. Die Abschlussprüfer haben an beiden Sitzungen teilgenommen und über das Ergebnis ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht nicht zu erheben sind. Er hat sodann den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft gebilligt. Damit ist nach § 172 Satz 1 AktG der Jahresabschluss der EDEKA Aktiengesellschaft festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes für 2019 an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EDEKA Aktiengesellschaft, der EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften für ihren Einsatz sowie die erfolgreiche Arbeit in 2019 und die Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020.

 

Hamburg, den 2. April 2020

Der Aufsichtsrat

Uwe Kohler, Vorsitzender

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