Intervet Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johanna Stang seit 3.5.2024 | Prokura |
Romke-Jan Van Dijk seit 24.6.2022 | Geschäftsführer |
Jochen Dr. Stöhr seit 12.8.2020 | Prokura |
Bernd Engler seit 12.8.2020 | Prokura |
Ines Dr. Beßler seit 12.8.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Intervet Holding B.V | 89.90% |
Merck & Co., Inc. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Intervet International GmbHUnterschleißheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell Die Intervet International GmbH mit ihrem Sitz in Unterschleißheim ist eine deutsche Tochtergesellschaft des weltweit tätigen US-Konzerns Merck & Co., Inc., Rahway, N.J./USA, der mit seinen verschreibungspflichtigen Medikamenten, Impfstoffen, biologischen Therapien ("MSD Humanmedizin") und Produkten für die Tiergesundheit ("MSD Tiergesundheit") innovative Lösungen für das Gesundheitswesen anbietet. Der Konzern operiert in den USA und Kanada unter dem Namen "Merck", in der restlichen Welt als "MSD". Geleitet wird der Konzern seit Juli 2021 von Robert Davis als Chief Executive Officer (CEO). Im Konzernverbund nimmt die Gesellschaft die Funktion eines Auftragsfertigers (Contract Manufacturer) ein. Sämtliche Kundenaufträge (intern und extern) werden zentral bei der Intervet International B.V., Boxmeer, Niederlande, erfasst und an die jeweilige Produktionsstätte als Produktionsauftrag weitergeleitet. Die Produktion der Gesellschaft für Konzernkunden wird zu festgelegten Transferpreisen ("cost plus") an die Intervet International GmbH B.V. veräußert. Die Ware wird dann direkt von der Gesellschaft an die Kunden versendet. 1.2 Steuerungssystem Der Planungs- und Controllingprozess sowie das konzernweite Regelwerk im MSD- Konzernverbund stellen zentrale Bestandteile des Steuerungsmanagementsystems der Intervet International GmbH dar. Das Steuerungsmanagementsystem der Intervet International GmbH trägt dazu bei, Ziele strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. EDV-gestützte Analysen ermöglichen die Identifikation und Bewertung von Abweichungen gegenüber erwarteten Entwicklungen. Es soll die Geschäftsführung in die Lage versetzen, Entscheidungen verantwortungsvoll umzusetzen und Chancen gezielt zu nutzen. 1.3 Forschung, Entwicklung und Umwelt Innerhalb der MSD Tiergesundheit wird die Forschung & Entwicklung zentral betrieben. Forschungsergebnisse fließen an den jeweiligen zentralen IP-Eigentümer und werden an die Gesellschaften in Form von verkaufsfähigen Produkten zur Verfügung gestellt. Dabei fokussieren sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere auf die Bereiche Anti-Parasitika und Anti-Infektiva, Impfstoffe sowie auf Arzneimittel zur Behandlung nichtinfektiöser Krankheiten. Der Bereich Tiergesundheit besitzt Forschungs- und Entwicklungszentren in den USA, Europa, Afrika, Australien und Asien. Zudem wird das Geschäft durch zahlreiche externe Kooperationen sowie durch Einlizenzierung von Produktkandidaten gestärkt. 2 Wirtschaftsbericht2,1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung Weltwirtschaft Gemäß dem Bericht der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 ab. Hierzu gab es stark regionale Unterschiede. Die durch Schwellenländer gegebenen Impulse belebten die Weltwirtschaft wieder. Die weltweite Industrieproduktion stieg im dritten Quartal leicht an, aber aufgrund der Änderungen der Finanzierungspläne blieb die Branche entkräftet. Der IWF führt aus, dass die Schwäche der weltweiten Industrieproduktion und des Welthandels durch den bedingt veränderten Konsum hervorgerufen wurde. Die hohe Inflation und das steigende Zinsniveau verursachten zudem eine statische Nachfrage. Denn durch die steigenden Energiepreise und Zinssätze verlor die Wirtschaft deutlich an Kraft. Die Auswirkungen der steigenden Zinsebenen verursachten eine Steigerung der Kaufpreise und bremsten die Dynamik der Weltwirtschaft enorm. Während die Wirtschaftsleistung in den USA stark zunahm und die Inflation zurückging, blieb die stagnierende chinesische Wirtschaft weiterhin schwach. (Quelle: World Economic Outlook Update, July 2023: Near-Term Resilience, Persistent Challenges (imf.org); BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau), Insgesamt erwartet der IWF gegenüber dem Vorjahr ein deutlich reduziertes Wirtschaftswachstum (3,0%). Dies ist primäre auf den russischen Angriffskrieg sowie die deutlich gestrafften geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückzuführen. (Quelle: BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau) Entwicklung Europa Laut der Europäischen Kommission verzeichnet die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 eine leicht ansteigende Wachstumsdynamik. Trotz dessen war die Entwicklung der Wirtschaft jedoch gewinnbringender als im Vorjahr prognostiziert. Das EU-Bruttoinlandsprodukt lag um 0,2% höher als im Frühjahr vorhergesagt. Trotz hoher Inflation sanken die Energiepreise und Rohstoffknappheit ging im ersten Quartal deutlich zurück. Doch die Kerninflation blieb weiterhin erhalten und die schwache Binnennachfrage, insbesondere des Verbrauchs, führte zu Kaufkraftverlusten. Hingegen war es für den Arbeitsmarkt ein starkes Jahr, wodurch sich der Arbeitsmarkt durch die sinkende Arbeitslosenquote auszeichnete. (Quelle: Spring 2023 Economic Forecast: an improved outlook amid persistent challenges - European Commission (europa.eu)) Entwicklung Deutschland Eine Stagnation der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 zu konstatieren. Die durch die Energiekrise verursachten Kaufpreissteigerungen deuteten auf einen starken Verlust der Kaufkraft im privaten Konsum hin. Das Wirtschaftswachstum verharrte durch die obengenannten Gründe weiterhin in allen Bereichen der Entwicklung und Produktion. Auch hier wurde das Wirtschaftswachstum stark durch die Inflation geprägt. (Quelle: DIW- Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Winterrezession) 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der globale Tiergesundheitsmarkt wurde für das Jahr 2023 auf 44,0-62,4 Milliarden USD geschätzt - in Abhängigkeit davon, welche Gesundheitsbereiche (Biologika, Pharmazeutika, Diagnostika, Medizinprodukte/Equipment, Medizinische Futtermittelzusatzstoffe, andere) in die Schätzung einbezogen werden. Die Angaben zur durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für die Periode von 2024-2030 schwanken zwischen 9,0-9.9%. Zu den Faktoren, die das Marktwachstum vorantreiben, gehören steigende Ausgaben für die Tiergesundheit, insbesondere für Haustiere, die steigende Prävalenz bestimmter Tierkrankheiten, die Besorgnis über Zoonosen sowie diverse Initiativen von Schlüsselunternehmen. Der Haustiermarkt nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert ein und nicht zuletzt die Adoption vieler Haustiere in während der Corona Pandemie hat diese Entwicklung stark beschleunigt und den Markt beeinfluss (Quelle: Grand View Research, Animal Health Market Size, Share & Trends Analysis Report By Product, By Animal Type, By Distribution Channel, By End Use, By Region, And Segment Forecasts, 2024 - 2030; P&S Intelligence, Animal Healthcare Market Size and Share Report by Product, Animal Type, Distribution Channel - Global Industry Demand Forecast to 2030). Merck & Co. Inc. berichtete für 2023 für MSD Animal Health weltweit einen Umsatz von 5,6 Mrd. USD (Umsatz im Vorjahr 5,6 Mrd. USD). (Quelle: Merck Announces Fourth-Quarter and Full-Year 2023 Financial Results - Merck.com) und gehört damit zu den größten und umsatzstärksten Tiergesundheitsunternehmen weltweit. 2.3 Geschäftsverlauf 2023 Im Vergleich zu 2022 ist die Anzahl produzierter Einheiten mit 49,5 Mio. (2022: 58,7 Mio.) gesunken. Folgend der derzeitigen Entwicklungsstrategie des Unternehmens wurden zugunsten künftigen Wachstums einige Produkte an andere Standorte transferiert, was in einer temporär geringeren Menge resultierte. Der größte Volumentanteil mit ca. 7,5 Mio. Einheiten geht auf das Produkt "ShutOut" zurück. Weitere Schlüsselprodukte wie Insulin, die Gruppe der gefriergetrockneten Hormone sowie die Produktfamilie der Cephalosporine zeigten weiterhin eine gute Nachfrage, und machen gemeinsam 35% des gesamtproduzierten Volumens aus. Am Standort Köln blieb die Produktionsaktivität in 2023 stabil. Die Maul- und Klauenseuche Antigen Produktion blieb auf stabilem Niveau. 2.4 Leistungsindikatoren Die zwei Kennzahlen TTI und Net P&L Ergebnis sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Bewertung unserer Geschäftsentwicklung. Deshalb nimmt die Geschäftsführung im Wirtschaftsbericht, im Risiko- und Chancenbericht und im Prognosebericht auf diese Steuerungskennzahlen Bezug. Transfer to inventory (TTI) Das TTI spiegelt den Mehrwert wider, der durch die während des Herstellungsprozesses geleisteten Arbeiten generiert wird. Die Intervet International GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein TTI in Höhe von EUR 33,5 Mio. und lag damit ca. 7 % unter dem Vorjahr. Die Prognose eines moderat steigenden TTI (im niedrigen zweistelligen Prozentbereich) konnte somit nicht erreicht werden. Grund hierfür waren API-Lieferschwierigkeiten (Active Pharmaceutical Ingredients) sowie erhöhte Produktionsausfallzeiten u.a. durch ungeplante Wartungen, wodurch das geplante Produktionsvolumen nicht erreicht werden konnte. Net P&L Ergebnis Das Net P&L Ergebnis betrug aufgrund der bereits erwähnten Produktionsschwierigkeiten 8,7 Mio. EUR (Vergleich zum Vorjahr: -30,6 %) und erreichte damit nicht die im Vorjahr getätigte Prognose eines deutlich verbesserten Ergebnisses. Es wird durch Abzug des TTI von den Gesamtkosten ermittelt. 3 Lage der Gesellschaft3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt EUR 148,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 156,4 Mio.) und sind somit gesunken. Für den Standort Unterschleißheim entspricht dies im Allgemeinen auch der Entwicklung bei dem Produktionsvolumen, welches sich gegenüber dem Vorjahr reduziert zeigte. Der Gesamtaufwand ohne Berücksichtigung des Zinsaufwands in Höhe von EUR 164,8 Mio. ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 148,5 Mio.) gestiegen und setzt sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Materialaufwand (EUR 91,2 Mio., Vorjahr: 73,9 Mio.), Personalaufwand (EUR 43,9 Mio., Vorjahr: EUR 39,3 Mio.), Abschreibungen (EUR 5,7 Mio., Vorjahr: EUR 5,3 Mio.), sonstige betriebliche Aufwendungen (EUR 24,0 Mio., Vorjahr: EUR 28,3 Mio.). Für Zwecke der Margenberechnung wird der Gesamtaufwand nach dem Umsatzkostenverfahren herangezogen. 3.2 Finanzlage Die Intervet International GmbH deckt ihren gewöhnlichen Finanzierungsbedarf aus dem operativen Cashflow und durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens. Dabei nimmt sie die Dienstleistungen der Merck Sharp & Dohme Finance Europe (ETC), London, in Anspruch. Sämtliche Geldanlage- bzw. Finanzierungsangelegenheiten, die Abwicklung des Ausgleichs konzerninterner Forderungen bzw. Verbindlichkeiten (Netting) sowie Fremdwährungszahlungen der Intervet International GmbH werden gegen Zahlung einer Gebühr durch das ETC abgewickelt. Die Liquidität der Gesellschaft ist so zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Cash-Pool-Verbindlichkeiten (gegenüber ETC) in Höhe von EUR 149,7 Mio. (Vorjahr EUR 81,9 Mio.) Beim Cash-Pooling-Verfahren werden in der Regel täglich sämtliche Soll- und Habenumsätze verdichtet und auf das ETC Euro-Pool-Konto bei der Citibank in London übertragen. Die Konten werden in EURO geführt. Die Verzinsung der Guthaben bzw. der Kredite erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 1,7). Die liquiden Mittel haben sich wie folgt verändert:
3.3 Vermögenslage Das Sachanlagevermögen ist um EUR 32,9 Mio. auf EUR 112,5 Mio. (Vorjahr: EUR 79,6 Mio.) gestiegen. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in technische Anlagen, welche sich derzeit noch im Status "in Bau" befinden. Insgesamt beliefen sich die Zugänge auf EUR 38,7 Mio. und die Abschreibungen auf EUR 5,7 Mio. Das Vorratsvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 26,8 Mio. auf EUR 144,8 Mio. Dies ist auf den Anstieg der sich im Produktionsprozess befindlichen Waren (unfertige Erzeugnisse) zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um EUR 5,6 Mio. auf EUR 42,0 Mio. erhöht. Der Anstieg ist primär durch höhere Transferpreisanpassungen im Vorjahresvergleich zu erklären. Die Pensionsrückstellungen betragen zum Stichtag EUR 23,9 Mio. Die Erhöhung um EUR 0,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Dienstzeitaufwand. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 27,9 Mio.) und umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 6,8 Mio., Vorjahr: EUR 22,3 Mio.) sowie personalbezogene Rückstellungen (EUR 5,8 Mio., Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um EUR 63,7 Mio. auf EUR 160,2 Mio. (Vorjahr: EUR 96,6 Mio.) erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf erhöhte Cashpooling Verbindlichkeiten zurückzuführen. Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr schlechter als erwartet verlaufen und die im Vorjahr formulierten Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. 4 Chancen-, Risiken- und PrognoseberichtDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft trägt dazu bei, Risiken strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offen zu legen. Es soll Geschäftsführung und Mitarbeiter in die Lage versetzen, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bestimmt maßgeblich die Art und Weise, wie mit Risiken umgegangen werden soll. Die Risikoziele leiten sich insbesondere aus den leistungswirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Zielsetzungen des MSD- Konzernverbunds ab. Dabei werden auch Aussagen hinsichtlich der generellen Risikoorientierung bzw. der spezifischen Risikostrategie getroffen. Risikobeurteilungen sind ein wesentliches Werkzeug zur Beurteilung der laufenden und zukünftigen Geschäftsentwicklungen und eine wichtige Grundlage für Entscheidungen. Damit halten wir die Risiken des operativen Geschäftes unter Kontrolle. Im Folgenden werden die maßgeblich identifizierten Chancen und Risiken betreffend der Gesellschaft beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um eine abschließende Aufzählung handelt. Die hier dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist. Weitere Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder die derzeit als weniger bedeutend eingeschätzt werden, könnten dennoch Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kategorisiert.
Gemäß vorangegangener Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch definiert, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde eine Kategorisierung als gering (L), mittel (M) oder hohes Risiko (H) vorgenommen. 4.1 Chancenbericht Marktchancen Der Ausblick auf die Märkte zeigt sich nach wie vor vielversprechend. Zwar sanken die produzierten Volumen in 2023 im Vergleich zum Vorjahr durch Produkttransfers an Standorte in Italien und den Niederlanden, dies diente jedoch der Sicherung zukünftiger Kapazitäten. So wurde das etablierte Produkt "Nuflor Minidose" von einem anderen Standort in das Unternehmen transferiert und durch die Transfers Raum für die Einbringung einer neuen Abfüllanlage zur Produktion eines vielversprechenden Produktes im Haustierbereich geschaffen. Das 2022 eingeführte Produkt "Arovyn" geht nach der Einführung in den nächsten Teil des Produktlebenszyklus über und zeigt ein Wachstum vor allem auf dem amerikanischen Markt. Weiterhin wird das Produkt "Naquadem" derzeit am Produktionsstandort implementiert. Ein weiterer Erfolg konnte im Bereich der Beschränkungen unserer Abfüllmengen erreicht werden. So konnte die Menge an verfügbarem Wirkstoff für unsere gefriergetrockneten Hormones durch Neuzulassungen erhöht werden. Durch weitere Investitionen in neue Anlagen wird die Marktversorgung dadurch nachhaltig gesichert. Der Standort Köln wird sich 2024 auf Maul- und Klauenseuche (MKS) und zusätzlich auf Bovine Coronavirus (BCV) konzentrieren. Ein Transfer eines neuen Produktes nach Köln wurde beschlossen und wird für 2025 vorbereitet. Nachhaltigkeit und Investitionen Am Standort Unterschleißheim wurden in 2023 Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von ca. EUR 38,7 Mio. durchgeführt (Vorjahr: EUR 11,4 Mio.). Diese technischen Anlagen befinden sich noch im Bau. Dabei handelt es sich überwiegend um Projekte, die der 'Aufrüstung' der Produktionsanlagen für die nächsten Jahre dienen, wie etwa die Modernisierung der Gebäudeleittechnik, die Modernisierung von IT-Systemen oder der Einbau neuer Aktivschleusen im Cephalosporin- Bereich. In Köln wird neben fortlaufenden Investitionsmaßnahmen in den Bereichen Biosicherheit und Umwelt weiterhin in die Infrastruktur und Produktionsprozesse investiert. 4.2 Risikobericht Marktrisiken Bezogen auf Marktrisiken ist die Intervet International GmbH unverändert von den Aktivitäten der Vertriebsgesellschaften innerhalb des Konzerns abhängig. Die weitere politische Entwicklung über die Verwendung von Antibiotika in der Tierzucht in der EU als auch in weiteren Märkten und mögliche Restriktionen für deren Gebrauch, hatten Bedeutung in den Vorjahren und kann nach wie vor Auswirkungen auf die Produktionsmengen für 2024 und in den Folgejahren haben. Im Vergleich zu 2022 ist die Nachfrage um 7,4 % gewachsen. Für 2024 wird aufgrund der entkräfteten Branche ein leicht geringeres Wachstum erwartet. Generische Produkte stellen unverändert ein Risiko dar und können Marktanteile gefährden. Folge dieser Entwicklungen kann ein Rückgang der Produktionsmengen einzelner Produkte sein. Hinsichtlich der Produktgruppe der Diluents wird zur Kapazitätsschaffung für hinzukommende Produkte ein Wechsel zu Lohnherstellern erwogen und bestehende Geschäftsbeziehungen ausgebaut. Daher ist mittelfristig zwar mit sinkendem Volumen bei den Diluents, jedoch mit geringem finanziellen Einfluss zu rechnen. Die Auswirkungen des Ukraine/Russland Konflikts sind ebenso als gering zu bewerten. Es erfolgt kein Bezug von Ausgangsstoffen für die Produktion aus diesen Ländern. Die Lieferung lokaler Produkte in diese Märkte ist erschwert und teilweise eingestellt. Durch schnelle Reaktion des Konzerns auf die geltenden Exportbestimmungen konnte größerer finanzieller Schaden jedoch vermieden werden. Eine reduzierte Anlieferung von Energie, insbesondere Gas, hätte jedoch erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen. Für diesen Fall besteht eine Notfallplanung für den gesamten Standort. Dieser sieht eine stufenweise Abschaltung einzelner Teile des Standortes vor. Insgesamt ist zu erwarten, dass alle großen Produktsegmente des Standortes weiterhin Wachstum zeigen, sinkendes Volumen hauptsächlich aus der strategischen Unternehmensausrichtung resultiert und den Standort nachhaltig sichert. Diverse Projekte des globalen und lokalen Einkaufs sowie eine zunehmende Digitalisierung der Prozesse lassen auf eine weitere Verbesserung der Kostenbasis hoffen. Das Marktrisiko wird weiterhin auf der mittleren Stufe eingeordnet (M). Finanzwirtschaftliche und steuerrechtliche Risiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die Gesellschaft aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Durch die Einbindung in den Kreditrahmen des MSD-Konzernverbunds bei der CitiBank (Cash-Pool) ist die Liquidität jederzeit sichergestellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden werden deshalb als gering eingeschätzt.(L) Das Kreditrisiko besteht grundsätzlich dahingehend, dass bei Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen Ausfälle drohen. Dieses Risiko ist durch das mit der Mehrzahl der Kunden vereinbarte Lastschriftverfahren ebenfalls als gering einzustufen. Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem (L). Es besteht grundsätzlich ein Risiko zu Steuernachforderungen, wenn sich abweichende Betrachtungsweisen von einzelnen Sachverhalten durch die Finanzbehörden im Rahmen laufender Betriebsprüfungen ergeben. Diese können sich negativ auf das Jahresergebnis auswirken. Aufgrund der regelmäßigen Involvierung von Steuerrechtsexperten stuft die Geschäftsführung das Risiko der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Der resultierende potenzielle Schaden wäre moderat.(M) IT-, Cyber und Personalrisiko Ein in sich funktionierendes IT-System und qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens. Das Risiko eines Netzwerk- bzw. Systemausfalls, Bedien- und Programmierfehler oder externe Faktoren (z. B. CYBER) insbesondere durch die immer weiter gehende Vereinheitlichung der MSD IT-Systeme können die Leistungserbringung und daraus resultierend den Unternehmenserfolg erheblich beeinträchtigen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und den resultierenden Schaden stuft die Gesellschaft als gering ein, da fortlaufende Investitionen in Hard- und Software getätigt werden, ein weltweites Sicherungssystem implementiert ist und kontinuierlich aktualisiert wird und Zugangs- und Zugriffskontrollen durchgeführt werden. Jedoch kann bei ausreichend hoher krimineller Energie ein Angriff auf die Systeme der MSD nicht gänzlich ausgeschlossen werden (L). Die Gefahr einer nicht beabsichtigten hohen Fluktuation und einer geringen Mitarbeitermotivation ist aufgrund der überdurchschnittlichen Vergütung, der beträchtlichen Sozialleistungen (u.a. 13. Monatsentgelt, Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge, gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme) und Sozialeinrichtungen (u.a. Kantine) als gering einzuschätzen. Diese Anreize dienen dazu, Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dieses Risiko wird daher weiterhin auf einer geringer Stufe eingeordnet (L). Prozessrisiko Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Unternehmens fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Compliance-Risiken, d.h. mögliche Verstöße von Mitarbeitern gegen rechtliche Rahmenbedingungen, werden durch das Überwachungssystem aus internen Kontrollen, Richtlinien und Audits geprüft. Diese Kontrollen werden in regelmäßigen Abständen u.a. durch die Corporate Audit Group vorgenommen. Daneben wird die Compliance durch den unternehmenseigenen Compliance Officer überwacht und es finden regelmäßige Risikobewertungen mit dem Leadership Team als Leitungsgremium der Gesellschaft statt. Das Eintrittsrisiko und der daraus resultierende Schaden sind aufgrund der regelmäßigen Kontrollen als gering zu werten.(L) Gesamtbetrachtung der Risiken Das hergestellte Produktportfolio zeigt für 2024 mehr Chancen als Risiken. Das Outsourcing der Cephalosporin Produkte zeigt in 2024 erste Effekte und wird in 2025 abgeschlossen sein, die Diluent Volumen werden voraussichtlich abnehmen. Im Bereich von Insulin und der gefriergetrockneten Hormone sollen weiterhin teilweise Sonn- und Feiertage komplett genutzt werden. Die Diversifizierung des Standorts Köln ist weiterhin in der Diskussion. Abhängig von den Entscheidungen bzgl. der zukünftigen strategischen Ausrichtung bleibt vorerst ein konstanter Fokus auf MKS. Die strategische Weiterentwicklung des Standortes Unterschleißheim für den Zeitraum bis 2031 wird im Jahr 2024 weiter konkretisiert. Schlüsselelement hierbei sind die Konzept- und Detailplanung für den Neubau einer Pharmabetriebsstätte für Nichthormonprodukte inklusive Logistikbereich, Schwarz- und Reinmedien, Qualitätskontroll-Laboratorien sowie eines Parkhauses. Der Neubau soll neben den bestehenden Produktionsstätten unter Einbeziehung des in der Vergangenheit erworbenen Nachbargrundstückes errichtet werden. Ziel hierbei ist es, ein optimiertes Umfeld für unsere Tiergesundheitsprodukte zu schaffen, das den neuesten Regularien für die Arzneimittelherstellung entspricht, modernes Equipment und Prozesse zu implementieren, welche die Produktion und Prüfung noch effizienter und sicherer machen und um die Produktionskapazitäten den Marktanforderungen anzupassen. Bezüglich Unterschleißheim werden Mengenvarianzen über das gesamte Portfolio bestehen bleiben womit dynamisch auf Entwicklungen am Markt reagiert wird. Die eingeschlagene konsequente Arbeit an einer Effizienzsteigerung, robusten Prozessen sowie Compliance Projekten wird weiter verfolgt und ist eine wesentliche Basis um flexibel auf sich ändernde Bedarfe (sowohl quantitativ als auch qualitativ) reagieren zu können, sowie den Anforderungen aller Stakeholder im Unternehmensumfeld gerecht zu werden. Weiterhin wird in 2024 die strategische Entwicklung des Standortes für die Folgejahre weiter ausdefiniert. Das neu erworbene Nachbargrundstück wird weiterhin final für den Neubau von Betrieben und Infrastruktur vorbereitet werden. Der Site Master Plan ist unverändert zentrales Element für die strategische Entwicklung des Standortes und wird kontinuierlich fortentwickelt. Für die kommenden Jahre ist ein Investitionsvolumen von EUR 442,0 Mio. bis 2027 eingeplant. 4.3 Prognosebericht Entwicklung Weltwirtschaft Die globalisierte Wirtschaft zeichnet sich, laut dem jüngsten Bericht der IWF als stabil aus. Die hohe Inflation, welche eine starke Preissteigerung mit sich brachte, soll bis zum Jahresende einen schwachen Rückgang verspüren. Die Unsicherheit der Finanzierungslagen durch die Zinssteigerung, welche aktuell auf einem stabilen Niveau zu verzeichnen ist, soll bestehen bleiben. Im Immobiliensektor ist eine große Ungleichheit in unterschiedlichen Regionen der globalisierten Wirtschaft weiterhin zu erwarten. Darüber hinaus sollen sich die Industrieländer von der Krise schneller erholen als die Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Reformen im Immobiliensektor in China werden weiterhin als belastend betrachtet und dennoch soll die Umstrukturierung für den globalen Welthandel große Wachstumschancen bringen. Zudem wird in den USA ein mäßiges Wachstum der Wirtschaft erwartet, sollte eine Abschwächung der Geldpolitik vorgegeben wird. Allgemein haben die Länder, bedingt durch die Coronakrise, eine hohe Staatsverschuldung, welche zu einer Inflexibilität der Länder in weiteren Krisen führen wird. Die jüngste Prognose der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1% und im kommenden Jahr 3,2%. Vor allem in den Industrieländern prognostiziert der IWF eine große Entwicklung des Bruttoinlandproduktes durch den Fortschritt der künstlichen Intelligenz. Jedoch bleibt die Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin schwach verteilt. Insgesamt wird die Dynamik des globalen Wirtschaftswachstums als schwach eingeschätzt. (Quelle: IMF World Economic Outlook, April 2024 (imf.org)). Entwicklung Europa Für die stagnierende europäische Wirtschaft wird ein Wachstum von 0,9% im Jahr 2024 und 1,7% im Jahr 2025 prognostiziert. (Quelle: Europäische Kommission, Winterprognose 2024 (europa.eu)). Entwicklung Deutschland Die Europäische Kommission prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,3%. Für das Jahr 2025 wird eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts von 1,2% erwartet. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die weiterhin bestehende Energiekrise werden für ein nur moderates Wachstum sorgen. (Quelle: Europäische Kommission, Winterprognose 2024 (europa.eu)). Branchenentwicklung Der weltweite Tiergesundheitsmarkt sollte sich in den nächsten Jahren weiterhin positiv entwickeln. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von schätzungsweise 9,0-9,9%. Das Wachstum wird in allen globalen Regionen erwartet. Nordamerika hält mit 32% den größten Anteil am Tiergesundheitsmarkt, wohingegen die APAC-Region mit einem jährlichen Wachstum von mehr als 10% CAGR der am schnellsten wachsende regionale Markt ist. (Quelle: Grand View Research, Animal Health Market Size, Share & Trends Analysis Report By Product, By Animal Type, By Distribution Channel, By End Use, By Region, And Segment Forecasts, 2024 - 2030 Estimates & Trend Analysis from 2023 to 2030; P&S Intelligence, Animal Healthcare Market Size and Share Report Outlook by Product, Animal Type, Distribution Channel - Global Industry Revenue Estimation and Demand Forecast to 2030). Entwicklung TTIund Net P&L Ergebnis Die Intervet International GmbH rechnet in 2024 mit einem moderat steigenden TTI (niedriger zweistelliger Prozentsatz) und mit einem deutlich verbesserten Net P&L Ergebnis im Vergleich zu 2023. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen können, wenn sich die den zukunftsbezogenen Aussagen zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen sollten.
Unterschleißheim, den 28. November 2024 Intervet International GmbH Geschäftsführung Romke-Jan van Dijk BILANZ zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDie Intervet International GmbH hat ihren Sitz in Unterschleißheim Sie wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HR-B 136968 geführt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BiLRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren angewendet wurde. Angaben, die nach den gesetzlichen Regelungen wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, sind überwiegend im Anhang enthalten. Zwischen der Intervet International GmbH und der Hydrochemie GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAktiva Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die Abschreibung erfolgt pro-rata-temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Dabei werden folgende Abschreibungszeiträume zugrunde gelegt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer unter Berücksichtigung der neuen Bewertungssystematik des IDW RH FAB 1.021 zum Bilanzstichtag bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des gleitenden Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Passiva Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit - Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) und Beitragsbemessungsgrenzen-Steigerungen von jährlich 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) zugrunde gelegt sowie eine Rentendynamik in Höhe von 1,0 % bis 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) p.a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck wurde sofort einmalig erfolgswirksam erfasst. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2022: EUR 2,9 Mio.). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führte zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Das saldierungsfähige Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 16,5 Mio. (2022: EUR 15,6 Mio.) wurde mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 39,7 Mio. (2022: EUR 38,2 Mio.) saldiert. Darüber hinaus wurde saldierungsfähiges Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 HGB in Höhe von EUR 3,7 Mio. (2022: EUR 2,6 Mio.) mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. (2022: EUR 3,1 Mio.) saldiert. Zudem wurden Aufwendungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. mit Erträgen saldiert. Darüber hinaus wurden Verpflichtung aus Entgeltumwandlung mit dazugehörigem Deckungsvermögen in Höhe von EUR 0,8 Mio. saldiert (2022: EUR 0,7 Mio.). Rückstellungen für Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von EUR 3,1 Mio. wurden mit dem dazugehörigen saldierungsfähigen Deckungsvermögen in Höhe von EUR 3,1 Mio. (entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten) saldiert. Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung in Euro auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt (Zugangsbewertung). Die Posten der Bilanz werden gemäß § 256a HGB zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet (Folgebewertung). Gewinn- & Verlustrechnung Umsatzerlöse werden nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 nur dann berücksichtigt, wenn Sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Erträge aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige betriebliche Erträge gezeigt, wohingegen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt werden. Die Währungsumrechnung erfolgt zum Transaktionszeitpunkt und zum Bilanzstichtag. MSD fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG im Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für die Intervet International GmbH im Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar 2 nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. 3 Erläuterung zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25,0. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus vororganschaftlicher Zeit in Höhe von TEUR 3 (2022: TEUR 3) enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Ergebnisabführung in Höhe von EUR 8,0 Mio. (2022: EUR 9,9 Mio.). 4 Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Ausland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 540,8 (2022: TEUR 211,7) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 573,2 (2022: TEUR 530,6) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 849,6 enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,0 (2022: TEUR 1.264,7) sowie Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 3.849,2 (2022: TEUR 411,1) enthalten. 5 Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB stellt sich wie folgt dar (in TEUR):
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 462 Mitarbeiter (Vorjahr: 454) beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Ausschüttungssperre Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt, ausschüttungsgesperrt. Eine korrespondierende Abführungssperre wurde im Gesetzt nicht geregelt, sodass der Gewinn vollständig an die Hydrochemie GmbH abgeführt wurde. Organe der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Merck & Co., Inc., Rahway, N.J./USA (kleinster und größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser kann im Internet unter der Internet-Adresse 'www.merck.com' abgerufen werden. Honorar der Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 37,4. Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Hydrochemie GmbH, Schwabenheim, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023 haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Unterschleißheim, den 28. November 2024 Intervet International GmbH Die Geschäftsführung Romke-Jan van Dijk ANLAGENSPIEGEL Kalenderjahr / Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Intervet International GmbH, Unterschleißheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Intervet International GmbH, Unterschleißheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intervet International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Clemens Jung, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss / Shareholders' resolutionder / ofIntervet International GmbH
Schwabenheim, 29.11.2024 Hydrochemie GmbH durch/by Dr. Rainer Röpke, Geschäftsführer |
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