Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 114451
Vorher
EurotaxSchwacke GmbH
Eingetragen
5.2.2004
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von Leistungen im Bereich Datensammlung und -aufbereitung sowie Validierung von Daten aus diversen Industriezweigen, Implementierung dieser Daten unter Verwendung von komplex empirischen / mathematischen Modellen in Produkte des Unternehmens, welche sowohl digital als auch nicht digital angeboten werden, Erbringung von Dienstleistungs- und Beratungsservices, inklusive Softwareprogrammierung, Herausgabe von Druckerzeugnissen sowohl online als auch in gedruckter Form, Vermittlung von Kunden auch innerhalb der Unternehmensgruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jörg Schuhmayr
seit 9.2.2019
Prokura
Stefan Spohn
seit 9.2.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Autovista LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Autovista Limited
United Kingdom
163.613 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwacke GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen und/oder deren Vermittlung für die Schwestergesellschaft Autovista Limited, London/England, insbesondere Vermittlung, Marketing und Promotion von Produkten der Autovista Gruppe, sowie die Unterstützung bei der Markteinführung solcher Produkte.

Externe Umsatzerlöse werden überwiegend in nationalen und in geringerem Maße auch in internationalen Bereichen des Automobilmarkts direkt von der Gesellschaft erzielt.

Dies erfolgt mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Datensammlung, -aufbereitung und -validierung und Implementierung dieser Daten in die Produkte des Unternehmens. Dabei handelt es sich um den Vertrieb von automobilen Marktdaten, Analysen und Softwarelösungen mit Schwerpunkt Restwertermittlung und Schadenskalkulationen im digitalen Bereich.

Wesentliche Steuerungsgrößen sind der Umsatz und die Gewinnmarge vor Steuern (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen), die regelmäßig durch die Geschäftsführung und den Konzern überwacht werden.

(2) Konjunkturelles Umfeld und Marktentwicklungen

Die Wirtschaft in Deutschland war geprägt durch steigende Zinsen, hohe Energiepreise und geopolitische Spannungen. Diese Faktoren bremsten die deutsche Exportwirtschaft und führten zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt fiel um 0,3% (preisbereinigt) niedriger als im Vorjahr aus.

Der europäische PKW-Markt hat in 2023 mit 12,8 Mio Neufahrzeugen das Absatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 14% steigern können, liegt aber weiterhin 19% unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Die Nachfrage nach Neufahrzeugen in Deutschland ist mit insgesamt 2,84 Mio Fahrzeugen in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 7% gestiegen (2022: 2,65 Mio). Der Anteil der Neufahrzeuge mit alternativen Antrieben (Elektro, Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% und machte rund die Hälfte aller Neuzulassungen aus.

Die Anzahl der PKW-Besitzumschreibungen ist 2023 nach Rückgängen in den Vorjahren wieder angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Halterwechsel um 5,3% auf 6,0 Mio PKW. Die Nachfrage im Plug-in-Hybrid-Antriebsegment hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.

Diese Situation erzeugt auf der einen Seite einen erheblichen Druck auf die bisher erzielten Preise und Absatzmengen für unsere Produkte, auf der anderen Seite führt der anhaltend starke Kostendruck und die Spezialisierung bei unseren Kunden zu einer verstärkten Nachfrage nach intelligenten und schlankeren Lösungen sowie nach Beratungsdienstleistungen auf Basis unserer Produkte.

(3) Geschäftsverlauf 2023

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der transaktionsbasierte Umsatz trug mit einem Wachstum von 15% zu diesem Ergebnis bei. Der Umsatz durch jährlich erneuerte Abonnements konnte um 9% gesteigert werden, vornehmlich durch eine hohe Erneuerungsrate und Preiserhöhungen aufgrund von Produktverbesserungen und -erweiterungen. Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und der Fokus auf nachhaltiges Wachstum durch langfristig orientierte Ausrichtung der Kundenbeziehungen bildeten das Grundgerüst des positiven Geschäftsverlaufs. Das Wachstumsziel von 9% wurde somit erreicht. Die Gewinnmarge vor Steuern konnte von 11% im Vorjahr auf 12% gesteigert werden.

(4) Ertragslage

Zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist insbesondere anzuführen:

Die Erträge im inländischen und seit Januar 2019 auch im internationalen Absatzmarkt resultieren aus dem Vertrieb von automobilen Marktdaten, Analysen und Softwarelösungen mit Schwerpunkt Restwertermittlung und Schadenskalkulationen im digitalen Bereich.

Durch die Erbringung von Dienstleistungen für die Schwestergesellschaft Autovista Limited erhält das Unternehmen im Rahmen der Kostenerstattung für sämtliche Aufwendungen einen Aufschlag von 5% bzw. 10%.

Die erwirtschafteten Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 35.451) auf T€ 38.705 erhöht und resultierten zu 82% aus Umsätzen gegenüber Dritten. Diese erneute deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr stammt vor allem aus dem Abogeschäft und dem transaktionsgebundenen Geschäft.

Die Materialaufwendungen sind vor allem bedingt durch vertraglich vereinbarte Lizenzgebühren gegenüber der Autovista Limited um T€ 4.060 auf T€ 21.029 gestiegen.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.549 auf T€ 6.713 gesunken, bedingt durch eine geringere Mitarbeiteranzahl sowie Einmaleffekte aus dem Vorjahr für Restrukturierungsmaßnahmen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg durch höhere Umsatzerlöse gegenüber Dritten, geringere Personalaufwendungen und gestiegene Intercompany Zinserträge, und minimiert um gestiegene Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr von T€ 3.745 auf T€ 4.580. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von T€ 2.266 auf T€ 3.070.

(5) Vermögenslage

Die Schwacke GmbH weist eine Bilanzsumme von T€ 13.942 (Vorjahr T€ 29.440) aus. Die Aktivseite besteht im Wesentlichen aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (T€ 13.852; Vorjahr T€ 28.992). Der Rückgang der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Finanzierung in Höhe von T€ 15.271, aufgrund der teilweisen Rückzahlung von Darlehen. Das immaterielle Anlagevermögen sank aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 408, während das materielle Anlagevermögen aufgrund des Erwerbs neuer Laptops etwas angestiegen ist.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital nach Berücksichtigung des Jahresüberschusses von TE 3.070 und einer Dividendenausschüttung von T€ 9.100 auf T€3.933 gesunken (Vorjahr T€ 9.963). Infolgedessen reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 21,9% (Vorjahr 33,8%). Die sonstigen Rückstellungen sanken um T€ 331 auf T€ 1.043 (Vorjahr T€ 1.374). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um T€ 11.230 aufgrund der Bezahlung von Lizenzgebühren. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind um T€ 1.112 auf T€ 5.046 (Vorjahr T€ 3.934) gestiegen aufgrund des erhöhten Umsatzes, sowie früherer Rechnungsstellung und damit im Vergleich zum Vorjahr früheren Zahlungseingängen aus dem Abogeschäft.

(6) Finanzlage

Auf Basis der Dienstleistungsverträge mit der Schwestergesellschaft Autovista Limited erhält die Gesellschaft monatliche Kostenerstattungen für die Erbringung von Dienstleistungen, Marketing und Produktentwicklung. Die Schwacke GmbH nimmt an dem konzerninternen Cash-Pooling über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, teil, sodass ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden können. Durch eine rollierende Liquiditätsplanung im Konzernverbund wird der Finanzmittelbestand kontinuierlich überwacht. Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2017 Garantie- und Sicherheitsgeber zur Absicherung der von der Autovista Holdco UK Limited, London/Großbritannien, und seit 2019 von der Autovista Bidco Limited, London/Großbritannien (verbundenes Unternehmen), aufgenommenen Mittel in Höhe von € 195 Mio.

(7) Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung / IT - Hardware in Höhe von T€ 59 getätigt.

(8) Organisatorische Maßnahmen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gruppenweit weitergehende Maßnahmen getroffen die Organisation weniger regional dafür umso mehr funktional aufzustellen. Dies hatte für die deutsche Organisation kaum Auswirkungen, da dies bereits im Vorjahr umgesetzt wurde. Eine weitere organisatorische Maßnahme ist trotz Remote Working die intensivere Nutzung eines Co- Working-Space in Frankfurt, welches überwiegend für einmalige Events genutzt wird. Aus Vertriebssicht wurde die Betreuung kleinerer Händler zunehmend in den Bereich Telesales transferiert, sodass Kapazitäten im klassischen Außendienst reduziert wurden.

Die Autovista Gruppe hat dauerhaft auf eine vollständig flexible Arbeitsweise umgestellt, die es allen Mitarbeitern ermöglicht, überall in ihrem Heimatland zu arbeiten. Völlig flexibles Arbeiten ohne Immobilien oder geografische Grenzen bietet die Agilität und Flexibilität, die wir brauchen, um unser Geschäft auszubauen und die besten Fachkräfte aus einem viel größeren Bewerberpool in ganz Europa anzuziehen und zu halten. Es eröffnet auch neue Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter, denen wir die beste technische, finanzielle und gesundheitliche Unterstützung bieten, die alle Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen sowie andere gesetzliche Vorschriften erfüllt.

(9) Forschung und Entwicklung

Alle Produkte werden kontinuierlich weiterentwickelt und den Veränderungen des Marktes angepasst. Im Rahmen der dritten Phase der Digitalisierung wurden nicht strategiekonforme Produkte und Services identifiziert und für diese ein Migrationsfahrplan definiert.

Durch die länderübergreifende Vereinheitlichung des Produktportfolios, wird der Vertrieb optimiert und erfüllt sogleich eine wichtige Anforderung unserer Großkundenbasis. Dies stellt ein wichtiges Kernelement der Unternehmensstrategie dar. Neue technische Plattformen werden entwickelt, um den geänderten rechtlichen Bestimmungen gerecht zu werden. Somit wird sichergestellt, dass unsere Kunden stets mit einer zeitgemäßen und relevanten Dienstleistung versorgt werden können. Hauptfokus im Berichtsjahr war der Re-Launch eines der Hauptprodukte SchwackeNet, welches im Okt 2022 neuen Kunden zur Verfügung gestellt wurde. Die Migration der bestehenden Kunden dauert noch an. AutovistaSpec, ebenfalls ein umsatzstarkes Produkt wurde in Q4 2022 in weiterentwickelter, standardisierter Form am Markt platziert und im Berichtsjahr weiter ausgerollt.

(10) Mitarbeiter

2023 waren im Jahresdurchschnitt 24 (Vorjahr 42) Mitarbeiter im lokalen Bereich beschäftigt. Zudem wurden im Jahresdurchschnitt 46 (Vorjahr 42) weitere Mitarbeiter beschäftigt, die in internationalen Bereichen tätig sind und deren Kosten von der Autovista Limited getragen wurden.

(11) Risikoberichterstattung

Die Gruppe hat auch im Jahr 2023 unter turbulenten wirtschaftlichen Bedingungen weltweit und im Automobilsektor finanzielle Widerstandsfähigkeit und Wachstum gezeigt und das Budgetziel mit 9% prognostizierter Umsatzsteigerung erreicht.

Trotz diverser heftiger Umbrüche am Markt, konnte Schwacke das Geschäft stabil weiterführen und ein gesundes Wachstum erzielen. Weitergehende Auswirkungen aufgrund der Makrolage sind aktuell nicht zu erwarten.

Infolge der steigenden Lebenshaltungskosten und des Inflationsdrucks musste die Gruppe den daraus resultierenden Druck auf Mitarbeiter und Zulieferer sorgfältig gegen ihre eigene finanzielle Leistungsfähigkeit abwägen. Die steigenden Kosten der Verschuldung, die sich sowohl auf die Anleihen der Gruppe als auch auf den gesamten Sektor auswirken, werden genau überwacht und durch eine Kombination aus Zinsabsicherung und beträchtlichem Spielraum bei den Finanzverträgen gesteuert. Die Gruppe ist zuversichtlich, dass sie über die finanziellen Ressourcen verfügt, um die Ungewissheit zu überstehen und die Leverage Covenants in ihren vorrangigen Kreditfazilitäten problemlos einzuhalten.

In Bezug auf den Krieg in der Ukraine hat die Gruppe kein direktes finanzielles Engagement in der Ukraine oder in Russland, aber sie ist in angrenzenden Ländern wie Polen und Rumänien tätig und verfügt über Mitarbeiter mit Verbindungen in die Region. Unsere Vorgehensweise ähnelt derjenigen während der Pandemie, wobei wir die Barmittel genau überwachen und uns auf die Unterstützung unserer Mitarbeiter konzentrieren.

Der Konzern hat im Jahr 2023 ein positives Ergebnis erbracht und das Budgetziel erreicht. Trotz diverser heftiger Umbrüche am Markt, konnte Schwacke das Geschäft stabil weiterführen und ein Wachstum erzielen. Weitergehende Auswirkungen aufgrund der Makrolage sind aktuell nicht zu erwarten. Der Konzern ist zuversichtlich, dass er über die finanziellen Ressourcen verfügt, um die Ungewissheit zu überstehen und die Leverage Covenant-Tests für ihre externen Darlehen problemlos zu erfüllen.

Operative Risiken

Die Geschäftsrisiken für die Schwacke GmbH rühren hauptsächlich aus der grundlegenden Umbruchphase der Automobilwirtschaft, der Konsolidierung von Anbietern, neuen Geschäftsmodellen und neuen europarechtlichen Rahmenbedingungen für Hersteller, Händler und Flotten. Der Wettbewerb unter den Herstellern in Bezug auf Zukunftsfähigkeit der Modellpallette und den erforderlichen erhöhten Investitionen in Elektroantriebe und Mobilitätslösungen führt teilweise auch zu erhöhtem Kostendruck im Bereich Einkauf von Dienstleistungen.

Aufgrund der Erbringung von Dienstleistungen für die Schwestergesellschaft Autovista Limited besteht eine unmittelbare Abhängigkeit von deren Geschäftspolitik. Durch die hohe Bedeutung des deutschen Marktes für die Gruppenstrategie wie auch für das Gesamtgeschäft ist ein besonderes Risiko hieraus jedoch nicht abzuleiten.

Bedingt durch die vertragliche Gestaltung mit der Autovista Limited ist das Verlustrisiko der Gesellschaft bei etwaigen massiven Umsatzeinbrüchen gegenüber fremder Dritter durch die anhaltende Belastungen durch hohe Energiekosten und Bürokratie insbesondere für den automobilen Mittelstand minimiert.

Durch den Einsatz von IT-Systemen und deren stetig wachsende Bedeutung in allen Geschäftsbereichen bestehen Risiken durch unbefugten Zugriff auf wertvolle Unternehmensdaten sowie mangelnde Verfügbarkeit der Systeme durch Betriebsstörungen und Katastrophen. Dem Risiko unbefugten Zugriffs begegnet die Autovista Gruppe durch Einsatz von Firewall-Systemen, Virenscanner und doppelte Absicherung der Zugriffe. Durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch die Erstellung von Datensicherungen wird die Sicherheit zusätzlich erhöht. Mit einer redundanten Auslegung der IT-Infrastrukturen sichert sich die Autovista Gruppe gegen Risiken, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen.

Finanzrisiken

Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos durch Insolvenzen und Liquiditätsengpässe von Geschäftskundensind Prozesse zur Bonitätsprüfung, Kreditgewährung, Kreditüberwachung sowie des Mahnwesens implementiert. Sofern erforderlich und angebracht, erfolgt eine bilanzielle Risikovorsorge durch eine entsprechende Wertberichtigung der Forderungen.

Im Rahmen einer Fazilitätenvereinbarung des Autovista Konzerns wurden in 2017 umfangreiche Sicherheiten in Form von Bankkontenverpfändung und Forderungsabtretungen durch die Schwacke GmbH für Bankverbindlichkeiten der Autovista Gruppe (folgend "Gruppe") festgelegt. Die Sicherheitsvereinbarungen wurden am 30. April 2019 erneuert und bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von € 195 Mio (Vorjahr € 195 Mio). Der Konzern hat alle seine Schuldenverpflichtungen im Rahmen der Kreditvereinbarungen des Unternehmens für den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 eingehalten. Die Prognosen und Vorhersagen des Konzerns unter angemessener Berücksichtigung möglicher Veränderungen in der Handelsleistung deuten zum Zeitpunkt des konsolidierten Jahresabschlusses für das Jahr 2024 darauf hin, dass der Konzern in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen für die absehbare Zukunft einzuhalten und seine Schulden bei Fälligkeit zu begleichen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung besteht nach heutigem Stand die berechtigte Erwartung über den weiteren Fortbestand des Unternehmens, da der Kreditnehmer solvent ist und die Kreditbedingungen einhalten kann. Hiervon gehen wir auch für die nächsten zwölf Monate aus.

Die Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung für die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beruht auf der Annahme, dass die von der Gesellschaft übernommenen Haftungen für Finanzierungsverbindlichkeiten der Autovista Bidco Limited, London/Großbritannien (verbundenes Unternehmen), nicht eintreten werden. Sollten diese Haftungen jedoch eintreten, bestünde eine Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensfortführung. Gemäß dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 der Gruppe geht diese von der Einhaltung der Kreditauflagen aus.

(12) Chancenberichterstattung

In Deutschland ist der hohe Bekanntheitsgrad der Marke Schwacke ein wichtiger Wettbewerbsvorteil und die Basis der Markterschließung und -abdeckung. Aufgrund der gut etablierten Prozesse und des hohen Fachwissens der Mitarbeiter besteht weiterhin eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Außerdem werden der Zugang zu einer starken Datenbasis mit neuen Produkten und die Verbesserungen bestehender digitaler Produkte genutzt.

Die zunehmende stärkere Nachfrage nach internationalen Lösungen bietet auch in der Zukunft große Chancen, da die Autovista Gruppe durch die zahlreichen Landesgesellschaften Lösungen für mehrere Länder zur Verfügung stellen kann und stets in die Erweiterung der Produktpalette investiert.

Durch den Neueinstieg vieler asiatischer Hersteller in den europäischen Markt erschließen sich für Schwacke zudem zusätzliche Chancen in der Neukundenakquisition.

(13) Ausblick 2024

Die Produktneuerungen und geplanten Produktinnovationen der Schwestergesellschaft Autovista Limited werden auch weiterhin durch Schwacke mit Marketing-Maßnahmen begleitet.

Die Produktpalette der Autovista Gruppe wird laufend überarbeitet und den dynamischen Marktveränderungen angepasst. Durch moderne, zielgruppengenaue Serviceangebote entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei den Fahrzeugkonfigurationen über die Restwertermittlung, der Schadenskalkulation bis hin zur Fahrzeugverwertung wird das Produktportfolio ständig um Informationen erweitert, um europaweit auf dem neuesten Stand zu sein - als einziger pan-europäischer Anbieter von automobilen Daten.

Damit folgt die Gesellschaft nachhaltig dem allgemeinen Trend in der Automobilindustrie zur Digitalisierung. Anderen Trends in der Automobilindustrie (Elektroantriebe, Änderung der Nachfrage nach dieselgetriebenen Fahrzeugen, tagesaktuelle Daten) trägt die Gesellschaft mit der Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte Rechnung.

Wir gehen generell von einer Zunahme des Bedarfs und Marktes für entscheidungsrelevante Informationen in der Automobilindustrie in den nächsten Jahren aus und sehen uns gut aufgestellt, diese Nachfrage mit unseren Dienstleistungen und Produkten zu befriedigen.

Die Kosten-/Budgetplanungen im internationalen Segment der Schwacke GmbH sind mit der Autovista Limited abgestimmt und von dieser genehmigt. Wir gehen davon aus, dass die Kostenübernahme für internationale Dienstleistungen der Schwacke GmbH im Rahmen des Dienstleistungsvertrages 'Management Services Agreement' vom 31. Dezember 2018 auch durch die Autovista Limited im Geschäftsjahr 2024 erfolgt.

Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als angenommen, keine weiteren gesamtwirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und die politischen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen. Die bisherigen Auswirkungen der Lieferkettenprobleme, des Russland/Ukraine-Krieges oder auch im internationalen Bankengeschehen haben wir im Ausblick berücksichtigt. Im ersten Quartal 2024 ist es zu keiner spürbaren Ergebnisbelastung infolge von Marktereignissen gekommen.

Die Schwacke GmbH hat keine direkten Kunden- oder Lieferantenbeziehungen zu Russland oder der Ukraine. Über das generelle Marktrisiko der Automobilwirtschaft hinaus, erwarten wir keine negativen Einflüsse auf unser Kerngeschäft.

Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 9% gegenüber 2023. Das Wachstum wird hauptsächlich durch das Subscriptiongeschäft getrieben, genauer aus den Sektoren Fleet & Finance, Versicherungen und Hersteller. Dieser Ausblick berücksichtigt aktuelle Entwicklungen in der automobilen Welt (Chipmangel, Rohstoffengpässe) sowie bereits bekannte Effekte durch politische Konflikte und ein Erstarken der Inflation.

In unserem Ausblick für 2024 gehen wir grundsätzlich von einer sich stabilisierenden gesamtwirtschaftlichen Situation aus. Die Inflation in Deutschland und der Eurozone ist rückläufig und weitere Zinserhöhungen sind nicht zu erwarten. Vielmehr deuten die Anzeichen aus den USA bereits darauf hin, dass auch die Europäische Zentralbank im Verlauf von 2024 den Leitzins reduzieren könnte, was die Investitionsfreude erhöhen könnte und somit auch dem Ergebnis der Schwacke GmbH zugutekommen könnte. Die derzeitigen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten scheinen aufgrund der lokalen Begrenzung keine unmittelbaren Folgen auf die Kunden sowie auf Schwacke selbst zu haben. Vielmehr haben mittlerweile nahezu alle automobilen Marktteilnehmer ihr Russlandengagement beendet, so dass diesbezüglich nicht von einem indirekten Umsatzrisiko für Schwacke ausgegangen wird.

Die Gewinnmarge vor Steuern wird im Geschäftsjahr 2024, bedingt durch konzerninterne Verträge, zwischen 8% und 10% liegen.

 

Frankfurt am Main, den 23. September 2024

Schwacke GmbH

Thorsten Barg

Geschäftsführung

Dr. Christof Engelskirchen

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32,00 407.778,40
32,00 407.778,40
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.192,55 12.070,16
56.192,55 12.070,16
56.224,55 419.848,56
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.555.522,61 2.335.522,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.149.447,37 26.420.743,49
3. sonstige Vermögensgegenstände 147.029,31 236.140,14
13.851.999,29 28.992.406,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.871,64 27.536,57
13.942.095,48 29.439.791,70

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 163.613,40 163.613,40
II. Kapitalrücklage 76.693,78 76.693,78
III. Gewinnvortrag 622.802,02 7.456.387,62
IV. Jahresüberschuss 3.069.908,35 2.266.414,40
3.933.017,55 9.963.109,20
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 408.098,87 189.909,00
2. sonstige Rückstellungen 1.043.135,74 1.374.031,70
1.451.234,61 1.563.940,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.844,04 3.808,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.138.451,52 13.368.427,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.340.516,38 606.930,92
(davon aus Steuern €1.302.816,31; Vorjahr €532.680,60)
3.511.811,94 13.979.166,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.046.031,38 3.933.575,35
13.942.095,48 29.439.791,70

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 38.704.719,35 35.450.570,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 251.285,91 306.884,08
3. Materialaufwand -21.029.475,44 -16.969.879,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.753.938,65 -7.142.788,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -959.427,41 -1.119.815,94
(davon für Altersversorgung € 58.531,71; Vorjahr € 80.341,80)
11.213.163,76 10.524.970,15
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -422.678,35 -415.465,54
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.266.633,01 -6.863.654,31
3.523.852,40 3.245.850,30
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.057.392,12 500.681,17
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.057.392,12; Vorjahr € 500.460,17)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -836,00 -1.796,85
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.503.903,09 -1.473.574,53
10. Ergebnis nach Steuern 3.076.505,43 2.271.160,09
11. Sonstige Steuern -6.597,08 -4.745,69
12. Jahresüberschuss 3.069.908,35 2.266.414,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

A) Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

B) Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schwacke GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr.: HRB 114451

C) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Einzelanschaffungswert von € 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verpflichtungen gebildet und sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

(2) Forderungen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 413 (Vorjahr T€ 7.878) aus Forderungen aus Cash-Pooling gegen die Autovista International AG, Churerstrasse 135, 8808 Pfäffikon/Schweiz. Die Verzinsung erfolgte mit 1% über dem Referenzzinssatz des 3- Monats-EURIBOR. Eine Darlehensforderung besteht in Höhe von T€ 9.991 (Vorjahr T€ 8.029) gegenüber der Gesellschafterin Autovista Limited, Suite 1, 7th Floor, 50 Broadway, SW1H OBL London, UK mit einer Verzinsung von 2,5% über dem Referenzzinssatz des 3-Monats-EURIBOR. Die Darlehensforderung gegenüber der Autovista Topco Limited, IFC 5, St Helier, Jersey, JE1 1ST wurde im Geschäftsjahr getilgt (Vorjahr T€ 7.565). Darüber hinaus bestehen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 746 (Vorjahr T€ 2.979).

Die Darlehensforderung gegenüber der Autovista Limited hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

(3) Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang) wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird ggf. als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Veränderung der latenten Steuern ggf. unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" gesondert ausgewiesen.

(4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen vorausbezahlte Datenbezüge und Software Lizenzen.

(5) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert € 163.613,40 (DM 320.000) und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Autovista Limited, Suite 1, 7th Floor, 50 Broadway, SW1H OBL, London, UK.

Vom Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von € 9.722.802,02 wurde eine Dividende in Höhe von € 9.100.000,00 ausgeschüttet und der Rest in Höhe von € 622.802,02 auf neue Rechnung vorgetragen.

(6) Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden kurzfristigen Rückstellungen enthalten:

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 1.043 (Vorjahr T€ 1.374) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Bonus T€ 396 (Vorjahr T€ 209). Jubiläen T€ 187 (Vorjahr T€ 233), Kommissionen T€ 174 (Vorjahr T€ 115), Urlaubsansprüche T€ 90 (Vorjahr T€ 81), Abfindungen T€ 0 (Vorjahr T€ 587)).

(7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt T€ 3.512 (Vorjahr T€ 13.979), darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in der Höhe von T€ 2.085 (Vorjahr T€ 13.363) sowie anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 54 (Vorjahr T€ 5) aus Leistungsverrechnungen und Lizenzgebühren.

(8) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden durch Erbringung von Dienstleistungen an die Autovista Limited London/ England (als verbundenes Unternehmen) erzielt sowie durch Erbringung von Leistungen im Bereich der Datensammlung und -aufbereitung, Validierung von Daten aus diversen Industriezweigen und Implementierung dieser Daten in Produkte des Unternehmens.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Neben den Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (T€ 91; Vorjahr T€ 127) sind periodenfremde Erträge (T€ 18; Vorjahr T€ 6) aus verjährten Kundenüberzahlungen sowie Umweltboni in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 5) angefallen.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Werbung und Reisekosten 117 57
Fahrzeug- und Leasingaufwendungen 288 344
Kosten der Warenabgabe 359 381
Raumkosten 44 27
Management / Risk & Compliance Service 915 943
IT Business / Produkt Service 2.021 1.810
Human Resources Development Service 407 385
Business Development Service 740 1.127
Marketing und sonstiger Service 1.937 1.388
Übrige 439 402
Summe 7.267 6.864

Es sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen angefallen.

(12) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand beträgt T€ 1.504 (Vorjahr T€ 1.474) und betrifft wie im Vorjahr laufende Ertragssteuern.

(13) Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Seit dem 30. April 2019 besteht eine Sicherheitsvereinbarung der Gesellschaft zur Absicherung der von der Autovista Bidco Limited, London/Großbritannien (verbundenes Unternehmen) aufgenommenen Mittel in Höhe von € 195 Mio. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten im Sinne des § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von € 195 Mio (Vorjahr € 195 Mio). Die reale Gesamtverschuldung der Fazilität beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 188.095.149 €.

Neben einem Beitritt der Schwacke GmbH als zusätzlicher Garantiegeber wurden diverse Sicherungsverträge (Kontoverpfändungsvertrag und Globalzessionsvertrag) abgeschlossen, durch die sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Versicherungen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sicherungsabgetreten und Bankguthaben verpfändet werden. Insgesamt ist die Haftung bis zum Stammkapital nach GmbHG begrenzt. Derzeit wird aufgrund der stabilen Finanz- und Ergebnissituation der Muttergesellschaft nicht von einer Inanspruchnahme der Garantien und Sicherungen ausgegangen.

Im Zusammenhang mit dem Globalzessionsvertrag wurde mit Wirkung vom 30. April 2019 die bestehende Forderung aus Cash-Pooling gegenüber dem Schwesterunternehmen Autovista International AG, Pfäffikon-SZ, Schweiz, sowie die Darlehensforderung gegenüber der Gesellschafterin Autovista Limited, London, UK, und der Autovista Topco Limited, Jersey, mit allen dazugehörigen Rechten an Glas Trust Corporation Limited abgetreten.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 186 (Vorjahr T€ 48) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Gegenstand der Leasingverträge sind hauptsächlich Fahrzeuge.

III. Sonstige Angaben

(14) Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 24 Mitarbeiter (Vorjahr 42) beschäftigt. Zudem wurden im Jahresdurchschnitt 46 weitere Mitarbeiter (Vorjahr 42) beschäftigt, die im internationalen Bereich tätig sind.

Arbeitnehmergruppen Geschäftsjahr Vorjahr
Angestellte 65 79
leitende Angestellte 5 5
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 70 84
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 63 71
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7 13

(15) Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Thorsten Barg, Köln, Diplom-Betriebswirt, Country Manager

Dirk-Marco Adams, CH-Galgenen, Diplom-Ingenieur, Global Sales Director (bis 14. August 2024)

Dr. Christof Engelskirchen, Kronberg, Chief Economist (ab 14. August 2024)

(16) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

(17) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wurde gemäß § 288 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB verzichtet.

(18) Konzernverhältnisse

Die Schwacke GmbH, Frankfurt am Main, gehört zum Konzern der Autovista Topco Limited, IFC 5, St Helier, Jersey, JE1 1ST (oberstes Mutterunternehmen). Der Konzernabschluss, in den die Schwacke GmbH einbezogen wird, erfolgt durch die Autovista Bidco Limited, Suite 1, 7th Floor, 50 Broadway, SW1H OBL, London, UK, und ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich (Kleinster und größter Konsolidierungskreis).

(19) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Am 1. März 2024 hat J.D. Power 100% des ausgegebenen Aktienkapitals der Autovista Topco Limited (deren Tochtergesellschaft die Schwacke GmbH ist) erworben, was zu einer Änderung der obersten Kontrollinstanz des Unternehmens geführt hat.

 

Frankfurt am Main, den 23. September 2024

Schwacke GmbH

Thorsten Barg

Geschäftsführung

Dr. Christof Engelskirchen

Geschäftsführung

Anschaffungs- Herstellungskosten Zugänge Abgänge
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.076.041,23 - 51.567,74 8.024.473,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.076.041,23 - 51.567,74 8.024.473,49
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.485,71 59.100,34 93.434,99 180.151,06
Summe Sachanlagen 214.485,71 59.100,34 93.434,99 180.151,06
Summe Anlagevermögen 8.290.526,94 59.100,34 145.002,73 8.204.624,55
kumulierte Abschreibungen Zugänge Abgänge kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.668.262,83 407.746,40 51.567,74 8.024.441,49
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.668.262,83 407.746,40 51.567,74 8.024.441,49
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.415,55 14.931,95 93.388,99 123.958,51
Summe Sachanlagen 202.415,55 14.931,95 93.388,99 123.958,51
Summe Anlagevermögen 7.870.678,38 422.678,35 144.956,73 8.148.400,00
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32,00 407.778,40
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 32,00 407.778,40
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.192,55 12.070,16
Summe Sachanlagen 56.192,55 12.070,16
Summe Anlagevermögen 56.224,55 419.848,56

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schwacke GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schwacke GmbH, Frankfurt am Main, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwacke GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Richard Gudd, Wirtschaftsprüfer

ppa. Bastian Otter, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Schwacke GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 25.09.2024 festgestellt.

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