KHS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die Tabakverarbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Edgar-Georg Petsche seit 2.3.2010 | Prokura |
Georg Zuzok seit 2.3.2010 | Prokura |
Matthias Prof. Dr.-Ing. Niemeyer seit 19.10.2009 | Vorstandsmitglied |
Markus Knabe seit 24.8.2009 | Prokura |
Oliver Schneider seit 24.8.2009 | Prokura |
Thomas Karell seit 5.8.2009 | Prokura |
Andreas Dr. Schillings seit 19.6.2009 | Prokura |
Roland Flach seit 9.3.2009 | Vorstandsmitglied |
Georg Michels seit 3.7.2008 | Vorstandsmitglied |
Robert G. Dr. Strauch seit 7.4.2008 | Prokura |
Burkhard Becker seit 2.1.2008 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Reichert seit 27.10.2006 | Prokura |
Johann Dr.-Ing. Grabenweger seit 26.1.2006 | Vorstandsmitglied |
Karl-Friedrich Böhle seit 25.11.2005 | Prokura |
Werner Gessner seit 25.11.2005 | Prokura |
Rainer Hilgert seit 3.5.2005 | Prokura |
Lutz Körtge seit 10.11.2003 | Prokura |
Siegmar Dipl.-Ing. Sindermann seit 20.10.2003 | Prokura |
Rainer Timm seit 20.10.2003 | Prokura |
Erhard Magin seit 20.10.2003 | Prokura |
Günter Unkrig seit 20.10.2003 | Prokura |
Bernd Dipl.-Ing. Oestermann seit 20.10.2003 | Prokura |
Ulrich Dipl.-Ing. Fischer seit 20.10.2003 | Prokura |
Artur Dipl.-Ing. Schreiber seit 20.10.2003 | Prokura |
Axel Dipl.-Ing. Theine seit 20.10.2003 | Prokura |
Rolf Staab seit 20.10.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Klöckner-Werke Aktiengesellschaft | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KHS AGDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008LageberichtGeschäft und RahmenbedingungenDie Immobilien- und Finanzmarktkrise haben die Weltwirtschaft in jüngster Zeit stark beeinträchtigt. In den ersten Monaten des Jahres 2008 konnte sich der Maschinen- und Anlagenbau dem weltweiten Rückgang noch widersetzen, doch auch hier ist der Abschwung mittlerweile angekommen. Die Märkte sind verunsichert, so dass Verschiebungen oder Verzögerungen bei Investitionsprojekten den Auftragseingang der KHS AG in der zweiten Jahreshälfte 2008 nachhaltig beeinträchtigt haben. Die KHS AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang von 558 Mio. EUR und musste damit einen Einbruch von 178 Mio. € bzw. 24,2 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Den stärksten Rückgang von über 45 % hatte der allerdings in den Vorjahren aufgrund des Booms auch überproportional gewachsene Bereich in Osteuropa zu verkraften. Mit 890 Mio. EUR übertraf der Umsatz den vergleichbaren Vorjahreswert von 580 Mio. EUR um 310 Mio. EUR (+53,5 %). Der außergewöhnlich starke Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Abschluss von Projekten aus dem Boomjahr 2007 und der konsequenten Beendigung von Projekten aus 2006, die aufgrund des hohen Auftragseingangsvolumens 2007 nicht zeitnäher abgewickelt werden konnten. Gemessen am Gesamtumsatz betrug der in Deutschland generierte Umsatz rd. 19,5 % und lag damit rd. 6 %-Punkte über dem Vorjahr, da hier eine Reihe von Großprojekten abgeschlossen werden konnten. Die KHS AG war weiterhin sehr stark exportorientiert. In Osteuropa entwickelte sich der Umsatz analog zur allgemeinen Umsatzentwicklung bei KHS sehr positiv entsprechend der hohen Auftragseingänge aus den Vorjahren. Aufgrund konjunkturell bedingter rückläufiger Auftragseingänge in 2008 sowie durch die hohe Abarbeitung und Beendigung der Aufträge aus 2006 und 2007 ist der Auftragsbestand am Ende des Jahres gegenüber dem Vorjahr allerdings um 36,6 % auf 550 Mio. EUR zurückgegangen. Branchenbezogen waren erneut die Kunden der Bierindustrie mit 48 % sowie die Kunden im Bereich Softdrinks mit einem Umsatzanteil von 30 % von wesentlicher Bedeutung. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageObwohl der Umsatz der KHS AG von 580 Mio. EUR auf 890 Mio. EUR und somit um 53,5 % signifikant gesteigert werden konnte, hat sich die Gesamtleistung mit 721 Mio. EUR um 3,7 % verringert. Diese Zahlen spiegeln die bereits erwähnten Sachverhalte hinsichtlich der Finalisierung älterer Projekte und einen rückläufigen Auftragseingang, der maßgeblich auf die Finanzkrise zurückzuführen ist, noch einmal deutlich wieder. Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern zeigt einen Verlust von 4,4 Mio. EUR (Vorjahresverlust 21,9 Mio. EUR), beinhaltet aber Sondereffekte aus Abschreibungen und Risikovorsorge hinsichtlich der chinesischen Tochtergesellschaft KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China), mit insgesamt 28,5 Mio. EUR. Um diese Effekte bereinigt, hätte die KHS AG ein positives Vorsteuerergebnis von 24 Mio. EUR ausgewiesen, welches auch die Risikovorsorge für Alt-Projekte mit Abwicklungsproblemen beinhaltet. Der markante Rückgang der Materialkostenquote um rd. 9 %-Punkte auf nunmehr 53,4 % ist einerseits auf die nicht mehr so materialintensive Montage bzw. Inbetriebnahmephase bei der in 2008 erfolgten Finalisierung älterer Projekte und andererseits auf eine Verringerung der Qualitätskosten zurückzuführen. Zudem ist zu erkennen, dass sich die globalen Beschaffungsaktivitäten und damit verbundene Preisvorteile spürbar bemerkbar machen. Die Personalkostenquote ist hingegen auf 27,1 % (Vorjahr 24,9 %) angestiegen. Dies ist maßgeblich durch den in 2008 vorgenommenen Personalaufbau zu erklären. Die Bilanzsumme der KHS AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 Mio. EUR auf nunmehr 459 Mio. EUR angewachsen. Das Anlagevermögen erhöhte sich von 178 Mio. EUR auf 202 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert einerseits aus einem nach Erwerb und Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH, Neuss, entstandenen Firmenwert über 16 Mio. EUR und den getätigten Investitionen im Sachanlagevermögen. Im Bereich der Finanzanlagen gab es gegenläufige Effekte. Während der Buchwert für die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China), mit 22 Mio. EUR vollständig abgeschrieben wurde, gab es mit 16 Mio. EUR Ausleihungen an ausländischen Tochtergesellschaften, vorrangig an die KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien), welche bestehende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ersetzten. Zudem wurden im Inland kleinere Gesellschaften erworben und bei einigen Auslandsgesellschaften der Anteilsbesitz erhöht. Das Umlaufvermögen ist um 12 Mio. EUR angewachsen. Die Ursachen hierfür liegen im deutlich rückläufigen Auftragseingang, der zu einem Rückgang der aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen geführt hat. Das Vorratsvermögen ist daher um 7 Mio. EUR angewachsen. Zudem sind die Forderungen um insgesamt 5 Mio. EUR angestiegen. Bei der Forderungsentwicklung ist festzustellen, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 15 Mio. EUR rückläufig sind. Während die im Vorjahr gegen die Klöckner-Werke AG ausgewiesenen Forderungen über 33 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008 via Verrechnung ausgeglichen wurden, sind die Forderungen gegen diverse KHS Auslandsgesellschaften hingegen angestiegen. Die Forderungen gegen externe Kunden sind ebenfalls um 20 Mio. EUR angestiegen. Einerseits ist dieser Anstieg auf ein hohes Fakturierungsvolumen zurückzuführen, andererseits zeigt sich hier aber auch, dass die Zahlungsmoral gesunken ist und das Zahlungsverhalten der Unternehmen als ein verlässlicher Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung angesehen werden muss. Bedeutende Zahlungsausfälle waren in 2008 nicht zu verzeichnen. Ausfallrisiken wurden durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße berücksichtigt. Auf der Passivseite der Bilanz wurde das Eigenkapital durch eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage um 16 Mio. EUR gestärkt. Die diesbezügliche Einlage der Klöckner-Werke AG stand im Zusammenhang mit dem Erwerb der KHS Asbofill GmbH, Neuss. Mit dem Anstieg der Rückstellungen um 4 Mio. EUR wurde den bestehenden Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die mit 103 Mio. EUR ausgewiesenen Verbindlichkeiten (Vorjahr 87 Mio. EUR) sind um 16 Mio. EUR angestiegen. In diesem Anstieg ist u. a. die um weitere 10 Mio. EUR in Anspruch genommene Kreditlinie der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, enthalten. Zudem haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5 Mio. EUR erhöht. InvestitionenIn immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden insgesamt 26 Mio. EUR (Vorjahr 14 Mio. EUR) investiert. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen im Bereich der IT-Technologie sowie in diversen Baumaßnahmen an den Standorten in Dortmund und Worms. Während in Dortmund im Wesentlichen Baumaßnahmen für den Verwaltungskomplex ergriffen wurden, wurde im Werk Worms eine neue Montagehalle errichtet. Erwähnenswert ist zudem der Erwerb eines Patentes für eine neue Antriebstechnik für die in 2008 neu entwickelte Etikettiermaschine "Innoket 360". Bei den Finanzanlageinvestitionen gab es in 2008 eine Reihe von Aktivitäten. Im Ausland wurden die Anteile an der KHS Japan Corporation, Yodogawaku, Osaka (Japan), und der KHS AG Korea Co. Ltd., Seoul (Südkorea), vollständig übernommen. Im Inland wurden die KHS Asbofill GmbH, Neuss, die Expertpack GmbH, Korbach, und die KHS Hensen GmbH, Verden, hinzu erworben. Während die KHS Asbofill GmbH den Bereich der aseptischen Abfüllung ergänzt und qualitativ verbessert, lag das Augenmerk beim Erwerb der Expertpack GmbH und der KHS Hensen GmbH auf dem Ausbau der neuen Geschäftsdivision "Flexible Packaging". Sowohl die Expertpack GmbH als auch die KHS Asbofill GmbH wurden im laufenden Geschäftsjahr auf die KHS AG verschmolzen. Bei der Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH entstand ein Firmenwert. Forschung und TechnikZu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres erhielt die KHS Technik-Organisation eine neue Struktur. Durch Zusammenfassung aller unterschiedlichen Konstruktionsbereiche wie Entwicklung, Werks- und Umbaukonstruktionen, sowie die Integration der Dokumentation in den Technikbereich werden die Kapazitäten der Mitarbeiter flexibler als in den Vorjahren eingesetzt. Es entsteht ein interner Know-How-Tranfers. Diese organisatorische Maßnahme gewährleistet zukünftig, dass Produkte konsequent marktorientiert weiterentwickelt und Umbau-/Upgrade-Möglichkeiten für im Markt befindliche Produkte bereits bei der Entwicklung berücksichtigt werden. In dem neu geschaffenen Innovation-Center sind alle Grundlagenforschungsaktivitäten zusammengefasst, und Entwicklungen, die über mehrere Competence Center Bereiche genutzt werden, können zentral koordiniert werden. Die Integration der neuen Klöckner-Werke/KHS-Konzerngesellschaften KHS Asbofill GmbH, Neuss, KHS Corpoplast GmbH & Co. KG, Hamburg, KHS Moldtec GmbH & Co. KG, Essen, KHS Plasmax GmbH, Hamburg, und KHS Hensen Packaging GmbH, Verden, machten verschiedene Maßnahmen in der Technik-Organisation erforderlich. Dazu gehörten neben Vereinheitlichungen von Prozessen, auch die Reduzierung der Komponentenanzahl, die Nutzung einheitlicher Normen sowie die Definition geeigneter Schnittstellen, damit die unterschiedlichen CAD Systeme mit denen der KHS kommunizieren können. In 2008 wurde das KHS Produktportfolio durch Standardisierung in einigen Produktbereichen gestrafft, und in anderen Produktbereichen vervollständigt. Dabei wurden bei den achtzig Entwicklungsprojekten zwei Schwerpunkte gesetzt. Diese sind die Senkung der Herstellkosten, um bei sinkenden Preisen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, und die funktionale Weiterentwicklung von Produkten. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf den Aspekt der Nachhaltigkeit bei KHS-Maschinen gelegt. Dies wird von den Kunden sehr geschätzt. Die substantielle Verringerung von Medienverbräuchen und damit die schonende Nutzung von Ressourcen, aber auch die Reduzierung von Energiebedarf stehen dabei im Vordergrund. Diese Entwicklungen werden dauerhaft begleitet von regelmäßigen Konsultationen und Gesprächen mit unseren Kunden. Neben den wichtigen Neuentwicklungen pflegt der Bereich KHS Technik eine enge Beziehung zu Verbänden, Fachuniversitäten und Lehreinrichtungen für die Verpackungs- und Getränkeindustrie. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden regelmäßig von KHS Technik vorgeschlagene Studien-, Diplom- und Dissertationsthemen vergeben, deren praktischer Teil in der KHS erarbeitet wird. Auch mit den Lieferanten erfolgt ein regelmäßiger Austausch über deren Verbesserungen und die Nutzung zukünftiger Technologien. Die Know-how-Sicherung digital erstellter Daten ist ein wesentlicher Punkt bei der Betrachtung von Investition und Nutzen. Durch die ständige Weiterentwicklung elektronischer Systeme und Kommunikationsmöglichkeiten wird dieser Know-how-Schutz immer schwieriger. Investitionen in IP-Rechte sind daher wichtiger denn je. Diese Notwendigkeit und die Entwicklung der Patentanmeldungen lassen sich im gesamten Maschinenbau beobachten. KHS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 121 Patente angemeldet und 104 Patente sowie 50 Markenrechte erteilt bekommen. Besondere in 2008 fertig gestellte Entwicklungen sind: Etikettiertechnik: Mit der Entwicklung der Innoket 360, einer Roll-Feed Etikettiermaschine zur Rundumetikettierung von Glas- und Kunststoffflaschen, wurde die Basis für eine völlig neue Generation von Maschinen unterschiedlicher Leistungen und für unterschiedliche Flaschengrößen abgeschlossen. Die ersten Maschinen sind seit August im Markt und haben sich von Anfang an erfolgreich bewährt. Die Leistung dieser ersten Maschinen beträgt 50.000 Fl/h. Gleichzeitig wurde die Überarbeitung der Modulmaschine des Typs Innoket SE begonnen, deren Rollfeed-Modul auf der Innoket 360 Entwicklung basiert und ebenfalls auf Anhieb erfolgreich bei den ersten Kunden arbeitet. Palettiertechnik: Der Innopal LH ist ein neuer besonders preisgünstiger Belader für den mittleren und unteren Leistungsbereich, der mit einer breiten Funktionalität für Verbundlagenbilder, Zwischenlagenverarbeitung und Gebindedrehvorrichtung ausgestattet ist. Weitere Produkte der Pack- und Palettiertechnik befinden sich in der Markteinführung. Dazu gehört die Packmaschine Innopack LF und der neu konzipierte Dosenabräumer Innopal LD. Reinigungsmaschinentechnik: Die Vervollständigung des Portfolios der Innoclean Baureihe ist durch der Ergänzung mit dem Typ Innoclean SEC erreicht. Diese Maschine reduziert durch neue Laserschweißtechniken den Materialeinsatz erheblich, was wiederum zu enormen Einsparungen im Energiebedarf führt. Fülltechnik: Die Zahl der unterschiedlichen Füllsysteme wurde durch Standardisierungsmaßnahmen in 2008 erheblich weiter reduziert. Damit erhalten Kunden, neben spezialisierten, auch flexiblere Systeme. Für die hohen technologischen und hygienischen Ansprüche wurden die Innofill NV Füllsysteme in den Markt eingeführt. Dazu zählt auch das auf Heißfüllung spezialisierte System Innofill NV-H, von dem Coca Cola USA in 2008 bereits neun Maschinen bestellt und erhalten hat. Weitere Maschinen sind in Russland und in den USA im Einsatz. Mit diesem neuen Heißfüllsystem NV-H können jetzt stille Saftgetränke bis zu Leistungen von 60.000 Fl/h in Kunststoffflaschen im Freistrahl gefüllt werden. Die leistungsstarken, volumetrisch arbeitenden Füllventile sind nach den modernsten Anforderungen im "Hygienic Design" konzipiert. Für die Abfüllung von karbonisierten Softdrinks in Kombination mit heißen Saftgetränken steht ein weiteres neues Füllsystem Innofill DRV-VF/H im gleichen Leistungsbereich zur Verfügung. Damit wurden Lücken in unserem Portfolio geschlossen. Durch Einsatz eines Flügelrad-Durchflussmessers als alternatives Messsystem für alle Maschinen mit volumetrischer Abfüllung können nun auch Produkte ohne elektrischen Leitwert, wie Speiseöl oder auch entmineralisiertes Wasser, abgefüllt werden. Es zeichnet sich durch hohe Füllleistungen und eine kompakte Bauweise aus. Die erste damit ausgerüstete Maschine ging im Oktober bei dem Mineralwasserabfüller Silver Springs in Florida in Betrieb. Damit ist die Plattform für Füller im Bereich PET abgeschlossen. Mit dem Innofill DRV zur Abfüllung von karbonisierten und stillen Getränken; dem Innofill NV zur Freistrahlfüllung für stille Getränke und dem Innofill DVF zur Abfüllung von Bier in große PET-Flaschen stehen 3 Füllerbaureihen für die Abfüllung unterschiedlichster Produkte zur Verfügung. Die Erweiterung der Baureihe für Glasflaschen erfolgt bis zur Drinktec 2009. Auch das erfolgreiche volumetrische Dosenfüllsystem Innofill DVD wurde ebenfalls auf den Ringrohrkessel der neuen Plattform umgestellt und bietet unseren Kunden weitere wichtige Vorteile. Durch den Ringrohrkessel und konsequentes Hygienic Design erreichen wir einen deutlichen Fortschritt bei der Reinigung. Die damit verbundene leichtere Bauweise spart Energie beim Erhitzen und Kühlen während der Sterilisation. Die Füllventile sind besser zugänglich und leichter zu warten. Neu sind auch die automatisch ein- und ausfahrbaren Spülkappen. Als erstes Produkt aus der Zusammenarbeit mit der Blasmaschinentechnik von KHS Corpoplast GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde im abgelaufenen Jahr die Verblockung der Streckblasmaschine mit einem Füller-Verschließer-Block realisiert. Mit diesen kompakten Flaschenherstellungs- und Abfüllsystemen reduzieren wir den Platzbedarf beim Kunden und vermeiden Investitionskosten in den Lufttransport, der als Pufferstrecke überflüssig wird. Die von KHS entwickelten Flaschengreifsysteme erlauben weiterhin die Entwicklung neuer Flaschenformen mit geringem Gewicht, ein wesentlicher Punkt bei der Kostenbetrachtung und Bewertung der Umweltbelastung durch das Abfallaufkommen. Insgesamt wurden 5 Systeme von Kunden bestellt, darunter auch der allererste Block zur Abfüllung von Bier in PET. Die erste erfolgreich abgenommene Anlage ist die, mit dem neuen Flügelraddurchflussmesser bereits aufgeführte Anlage bei Silver Springs in Florida, USA. Anlagentechnik: Das PMS (Plant Management System) wurde als Nachfolgesystem des AIS (Anlagen-Informations-System) funktionell abgeschlossen und wird auf allen neuen Anlagen mit HMI's (Human Machine Interface - Bedieneroberfläche) bereits installiert. Das PMS ist hinsichtlich der Bedienbarkeit, der Reportingfunktionen und der Implementierung von Standardschnittstellen entwickelt worden. Es erlaubt die Anbindung an MES-Systeme (Manufacturing Execution System - Fertigungsmanagementsystem), mit denen sich KHS Anlagen einfach an ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) wie SAP einbinden lassen. Inspektionstechnik: Wesentlich in diesem Competence Center war die Entwicklung einer, auf den Gesetzmäßigkeiten von neuronalen Netzen basierenden Software "Vision Circle". Alle KHS Bildverarbeitungssysteme werden dadurch in Zukunft auf eine einzige Softwareplattform zugreifen, die lediglich durch Parametrierung unterschiedliche Anwendungen ermöglicht. Dazu gehören in 2008: die Kasteninhaltsinspektion mit Kameramodul zum Erkennen und Sortieren von Flaschen im Kasten, die Ausrichtstation zum Ausrichten der Flaschen in unseren Etikettiermaschinen einschl. Nahterkennung, die Cap Inclination Control zur sicheren Erkennung von Fehlern bei Schraubverschlüssen bzgl. Anwesenheit, Schiefsitz, Einschraubtiefe und Beschädigung, die Party Can Orientation zur Ausrichtung von nichtsymetrischen Gebinden vor dem Einpacken. Weiterhin wurde ein neues pneumatikfreies Ausleitsystem von Flaschen für Anlagen bis 72.000 Fl/h (Guided Rejection System) entwickelt. Flexible Packaging: Die bereits 2007 vorgestellte neue Pouchmaschine war ein großer Erfolg auf der Messe PMMI in Chicago. Auf der Messe wurden spontan 5 der flexiblen Maschinen mit hoher Leistung und kurzen Umrüstungszeiten auf verschiedene Beutelformen geordert. Kegtechnik: Im Bereich der Keg-Technik wurde der PETKEG-Füller weiter modifiziert und verbessert. Die erste kommerzielle Nutzung dieser neuen Technologie startete bereits im Mai 2008 zur Abfüllung von PetKegs von 5 - 20 Litern Inhalt und dem neuen Einweg-Flachfitting von KHS. QualitätsmanagementIm Rahmen des Überwachungsaudits bestätigte die Abnahmegesellschaft TÜVCert auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems der KHS AG für alle Standorte. International waren im Geschäftsjahr 2008 die Standorte Waukesha und Sarasota (USA) und Sao Paulo (Brasilien) Teil der Gruppenzertifizierung. Ebenfalls zertifiziert, aber nicht Teil des Gruppenzertifikates, ist der Standort Ahmedabad in Indien. Dieser Standort ist, unter Einbindung in das globale KHS Qualitätsmanagementsystem, eigenständig auf der Grundlage von ISO 9001:2000 und 14001:2004 zertifiziert. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2008 erfolgte eine Umstrukturierung der Zentralabteilung Qualitätsmanagement. Die direkt dem Vorstand unterstehenden Zentralabteilungen Prozessmanagement und Qualitätsmanagement wurden zusammengefasst. Ziel dieser Umstrukturierung ist, die Aufgabe des Prozessmanagements, das Prozessmodell der KHS zu gestalten, mit der überwachenden Funktion des Qualitätsmanagements, die Sicherstellung der korrekten Umsetzung des Prozessmodells im Tagesgeschäft, enger zu vernetzen und damit die Performance der KHS zu erhöhen. Hinsichtlich der überwachenden Funktion des Qualitätsmanagements wurden verschiedene QM-Methoden (wie z. B. interne Audits, Qualitätskostenbericht) auf die Prozessstruktur abgestimmt sowie einheitlich und konsequent an den Standorten angewendet. Außerdem wurde das Prozessmodell mit bestehenden, überarbeiteten und neu erstellten Verfahrensanweisungen abgestimmt und verbunden. Neben der überwachenden Funktion wurden aber auch die originären QM-/QS-spezifischen Prozesse intensiviert und ausgebaut und zum Teil auch in der Aufbauorganisation der produzierenden Werke umgesetzt. Trotz der hohen Ausbringung in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 bewegten sich unsere Qualitätskosten in 2008 auf leicht gesunkenem bzw. gleichbleibendem Niveau zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung führen wir auf die oben beschriebene Intensivierung des flächendeckenden Einsatzes des Qualitätsmanagements in der neuen Verbindung mit dem Prozessmanagement zurück. Des Weiteren wirkt sich auch eine Überarbeitung des Change-Programms KHS 2010 plus positiv auf die Senkung der Qualitätskosten in der KHS aus: Bereits in den Vorjahren definierte Maßnahmen wurden neu strukturiert und in Fokus-Projekten gebündelt. Diese Fokus-Projekte werden mit einer dezidierten Projektorganisation, einer Budget- und Zeitplanung sowie einem intensiven Fortschrittscontrolling vorangetrieben und gesteuert. Wesentliches Ziel der Fokus-Projekte ist die Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen. Damit soll die positive Entwicklung der KHS wesentlich unterstützt werden. In diesen Fokus-Projekten wird auch das Qualitätsmanagement als ein Projekt beobachtet, in dem die weiter oben beschriebenen Maßnahmen bearbeitet werden. UmweltschutzAuch im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Augenmerk der KHS darauf ausgerichtet, die Umweltverträglichkeit ihrer Prozesse und Produkte im Interesse ihrer Kunden, Mitarbeiter und der Umwelt an den einzelnen Standorten zu optimieren. Die Füllmaschinen für Bier in Glas- und PET-Flaschen sowie die Dosenfüllmaschinen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr umgearbeitet, so dass die an den Füllmaschinen für Softdrinks in PET-Flaschen bereits eingesetzte neue, rohrförmige Ausführung der Ringkessel an diesen Füllertypen ebenso Anwendung finden kann. Durch diese Technik kommt an den genannten Maschinentypen pro Maschine etwa 2 Tonnen weniger Material zum Einsatz. Außerdem führt die Ausführung des Rohr-Ringkessels aufgrund der geringeren Oberfläche zu einer Verringerung der benötigten Reinigungsmittel um ca. 10 %. Vorteile durch den geringeren Materialeinsatz erreichen wir auch beim Verbrauch von Energie zum Erhitzen und Abkühlen während der Sterilisation entsprechender Füllanlagen. Bei den Softdrinkanlagen hat die KHS die Prozesse von Füller und Mixer in den An-, Abfahr- und Produktwechselphasen überarbeitet. Produktverluste (Abwasser) sowie die erforderlichen Spülwasser- und Reinigungsmittelmengen wurden dabei deutlich reduziert. Die Monobloc-Serie besteht aus einem zusammengeblockten System, bestehend aus einer Flaschenblasmaschine und einer Füllmaschine für PET-Flaschen. Diese Entwicklung führt zu einem sparsamen Einsatz von Material, da z. B. die verbindenden Transportanlagen entfallen können. Die leeren PET-Flaschen werden bisher über Luft-Transportanlagen von der Blasmaschine zum Füller transportiert. Die Erzeugung des benötigten Luftstromes in den Transporteuren erfordert einen hohen Energieverbrauch. Durch den Entfall der Transportanlagen zwischen der Blasmaschine und der Füllmaschine werden Einsparungen beim Verbrauch von Energie und damit auch bei den Betriebskosten erzielt. Die KHS bietet den Kunden durch diese Maschinenanordnung eine interessante Alternative zum bisher üblichen Anlagen-Layout. Eine Wahlmöglichkeit gegenüber den herkömmlichen Schrumpftunneln für Folien an den Verpackungsmaschinen kann die KHS ihren Kunden auch mit einem neuentwickelten Schrumpftunnel anbieten. Dieser wird nicht wie bisher mit elektrischer Energie beheizt, sondern mit einer direkten Gas-Beheizung betrieben. Die Energiebilanz ist insgesamt sehr günstig, da die Energieverluste bei der Erzeugung elektrischer Energie im Kraftwerk vermieden werden (Wirkungsgrad im Kraftwerk ca. 38 %). Die direkte Gas-Beheizung hat damit eine Reduzierung von bis zu 60 % der CO 2-Treibhausgase im Vergleich zur elektrischen Beheizung zur Folge. Ein Schwerpunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres lag in der Konsolidierung, der verstärkten Umsetzung und Nutzung der technischen Entwicklungen der letzten Jahre. Beispielhaft sollen hier aus Sicht des Umweltschutzes genannt werden:
An den Standorten Dortmund und Worms wurde jeweils eine neue Heizungsanlage installiert. Die Energieeinsparung im Verhältnis zur alten Heizanlage beträgt für den Standort Dortmund laut Wirtschaftlichkeitsberechnung ca. 20 %, für den Standort Worms ca. 30 %. Des Weiteren wurden an den Standorten Worms und Bad Arolsen teilweise die alten Dach-Lichtbänder durch neue, isolierverglaste Lichtbänder ersetzt. Infolge der modernen, energiesparenden Anlagen werden auch weniger Emissionen freigesetzt. Die KHS AG setzt sich intensiv mit einer Verbesserung der umweltgerechten Entsorgung von Abfällen auseinander. Für den Standort Dortmund wird als Pilotprojekt gemeinsam mit einem externen Entsorgungsfachbetrieb als Dienstleister ein neues Abfallkonzept umgesetzt. Nach einer Testphase wird dieses Konzept auch auf die anderen KHS-Standorte übertragen, soweit dies in Hinsicht des Umweltschutzes und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Ein zentraler Wertstoffhof wurde installiert. Ab dem Wertstoffhof übernimmt in Zukunft der externe Entsorgungsfachbetrieb die Abfälle und sorgt für die ordnungsgemäße Verwertung bzw. Beseitigung der einzelnen Abfallarten. Die Abfallstatistik und notwendige Nachweisbücher führt der Entsorger nach Vorgabe der KHS AG und auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen. Der Entsorgungsfachbetrieb informiert die KHS AG über neue bzw. geänderte Vorschriften im Rahmen der Abfallgesetzgebung und führt gemeinsam mit der KHS AG notwendige Änderungsmaßnahmen durch. Ein weiteres wichtiges Thema des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Beschäftigung mit der Einführung und den Auswirkungen der sogenannten REACH-Verordnung (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien) für die KHS AG. Diese Verordnung beschäftigt sich mit der Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien in der Europäischen Union. Es wurden die von unserem Mutterunternehmen der Salzgitter AG angebotenen Hilfen und Unterstützungen genutzt und verschiedene Informationsveranstaltungen zu dem Thema besucht. Die Beschäftigung mit der REACH-Verordnung ergab, dass die KHS AG in Hinsicht der Beschaffung von benötigten Betriebsmitteln von der Verordnung betroffen ist. Es wurden alle Lieferanten der betroffenen Warengruppen angeschrieben. Die Rückläufe durch die Lieferanten lassen keine Probleme in Hinsicht der Liefersicherheit für die KHS AG erwarten. Umweltschutz ist für die KHS AG ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens. Dies gilt nicht nur für die deutschen Standorte des KHS-Konzerns. Der KHS-Konzern wird auch in Zukunft mit allen seinen Standorten weltweit alle Anstrengungen unternehmen, Gefahren für Mensch und Umwelt zu minimieren. Ein wichtiger Punkt zur Erreichung der dauerhaften Kundenzufriedenheit wird deshalb auch weiterhin für alle Mitarbeiter/-innen des KHS-Konzerns die Erfüllung der Erwartungen unserer Kunden in Hinsicht Umweltverträglichkeit unserer Prozesse und Produkte sein. Die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum Umweltschutz an allen Standorten weltweit ist für die KHS AG als Definition einer Mindestanforderung selbstverständlich. Soweit es sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist, werden diese Mindestanforderungen teilweise auch überschritten. MitarbeiterDie Belegschaftszahlen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2008 (inkl. Auszubildende) wie folgt:
* Per 1. August 2008 wurde die KHS Asbofill GmbH, Neuss, auf die KHS AG verschmolzen. In den Belegschaftszahlen der Standorte Dortmund und Hamburg sind 23 ehemalige Mitarbeiter der SIG International Services GmbH enthalten. Diese Mitarbeiter wurden zum 1. April 2008 von der KHS AG übernommen und erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnik und Personal für die KHS-Beverages-Gesellschaften. Zur Sicherung des Innovationspotentials und der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten wurden qualifizierte Hoch- und Fachhochschulabsolventen eingestellt. Weiteres Fachpersonal wurde zur Erweiterung von Kapazitäten im Endmontage- und Servicebereich eingestellt. Um die verstärkten Serviceanforderungen unserer Kunden zu unterstützen, wurden alle zentralen serviceorientierten Funktionen organisatorisch ab dem 01.01.2008 unter dem neuen Bereich "Life Cycle Solutions" zusammengefasst. Mit der Bündelung bestehender Aktivitäten und dem weiteren Ausbau unserer Serviceaktivitäten werden wir diesen neuen Anforderungen gerecht. Zum 01.04.2008 erfolgte eine Neuorganisation des Zentralbereichs Personal, bei der die Ausrichtung eines modernen Personalmanagements sich stärker an den Organisationseinheiten orientiert und somit die standortübergreifende Zusammenarbeit auch aus Personalsicht unterstützt. Diese Entscheidung trug auch den Ergebnissen einer Zufriedenheitsumfrage bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rechnung und wird somit den Anforderungen nach mehr Information, Kommunikation und Beratung gerecht. Im Fokus der Personalentwicklung standen neben der technischen Weiterbildung des Servicepersonals, Sprach- und Verkaufstrainings sowie internationale Austauschprogramme mit internationalen Business Schools. Auch die Führungskräfteentwicklung wurde mit verschiedenen Prozessen, wie z.B. 360 Feedback, Zielvereinbarungen und HR Reviews, weiter vorangetrieben. Des Weiteren sind in diesem Bereich die erweiterten Aktivitäten im Hochschulmarketing hervorzuheben. Im September 2008 fand in Dortmund der 1. Nationale Studierendentag mit insgesamt 27 Studierenden statt. Hier standen das gegenseitige Kennenlernen und der interdisziplinäre Austausch im Vordergrund. Außerdem war das KHS-Hochschulmarketing auf diversen Hochschulmessen vertreten. Im November 2008 fanden für Führungskräfte Informationsveranstaltungen zum Thema "Übertragung von Unternehmerpflichten" statt. Diese Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft stattgefunden haben, hatten das Ziel, die Führungskräfte für die Ihnen übertragenen Verantwortlichkeiten im Bereich Arbeitssicherheit und betriebliche Organisation zu sensibilisieren. Zur Sicherung des Fach- und Führungskräftenachwuchses ist die eigene Berufsausbildung ein weiterer wichtiger Baustein der Personalentwicklung. Am Ende des Geschäftsjahres befanden sich 161 junge Menschen in der eigenen Berufsausbildung in gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen. In 2008 begannen 52 Auszubildende ihre Karriere an den KHS-Standorten Dortmund, Bad Kreuznach, Worms, Kleve und Kriftel. Bereits in 2007 wurde eine Betriebsvereinbarung "Auszubildende" getroffen, mit der die Einstellung der Auszubildenden während der Ausbildung und die Übernahme nach der Ausbildung geregelt werden. Die dahinter stehenden Ziele sind: Stärkerer Leistungsanreiz und Motivation während der Ausbildung, höhere Qualität und Produktivität nach der Ausbildung, Verbesserung und Rekrutierung von Nachwuchskräften, interne und externe Imagesteigerung der KHS-Ausbildung. Um auf Auslastungsschwankungen in einzelnen Abteilungen und zwischen den Standorten reagieren zu können und somit auch das Ergebnis des Unternehmens zu sichern, wurde die Betriebsvereinbarung "Arbeitszeitflexibilisierung" unter Berücksichtigung von einigen Änderungen bzw. Ergänzungen fortgesetzt. Um suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen im frühestmöglichen Stadium wirksame Hilfe anzubieten, wurde im September 2008 eine Betriebsvereinbarung "Alkohol und Suchtmittel im Betrieb" geschlossen. Hintergrund ist die Ergreifung von Maßnahmen, die letztendlich auch das Beschäftigungsverhältnis sichern sollen. Die Quote der durch Krankheit, Unfall und Heilverfahren ausgefallenen Arbeitstage an den möglichen Arbeitstagen betrug im Berichtszeitraum 4,13%. Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 begingen 47 Mitarbeiter das 25-jährige, 22 Mitarbeiter ihr 40-jähriges und ein Mitarbeiter das 50-jährige Jubiläum. Ca. 2.419 ehemalige Mitarbeiter oder deren Angehörige erhielten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung Zuwendungen des Unternehmens. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement sowie den Arbeitnehmervertretern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Weitere InformationenZu den von Aktionären rechtshängig gemachten Spruchstellenverfahren berichten wir für die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2008 wie folgt:
RisikoberichtDie weltweite Geschäftstätigkeit des KHS-Konzerns bietet geschäftliche Chancen; diese sind jedoch mit unternehmerischen Risiken verbunden. In der KHS-Gruppe ist daher ein umfangreiches Risikomanagement- und Reporting-System implementiert, um die Angemessenheit von Ertragsmöglichkeiten und unternehmerischen Risiken sicherzustellen. Grundlage hierfür sind die dokumentierten Risikostrategien der Klöckner-Werke AG (börsennotierte Muttergesellschaft) und der KHS AG sowie eine hierauf aufbauende KHS-Verfahrensanweisung zum Corporate Risk Management. Zum Bilanzstichtag wird eine Risikoinventur durchgeführt, um die vorhandenen Risiken zu dokumentieren sowie zu quantifizieren und um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wesentliche Risikokategorien sind Marktrisiken, die aus Konjunktur und Wettbewerb hervorgehen, kunden- bzw. länderbezogene Finanzrisiken im Zusammenhang mit Auftragsfinanzierungen, Abwicklungsrisiken bei komplexen und technologisch anspruchsvollen Anlagen sowie vertragliche Risiken. Die Risikoinventur wird mittels eines Risikodatenbank-Tools durchgeführt, um eine konzernweit einheitlich standardisierte Form sicherzustellen und um ein folgendes Monitoring von Risiken zu gewährleisten. Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einer jährlichen Risikoausschuss-Sitzung, präsentiert. Wesentliche Risiken werden in Zusammenarbeit von Vorstand und Risikomanagement identifiziert und anschließend vom Risikomanagement quartalsweise verfolgt. Darüber hinaus findet eine permanente Risikoüberwachung im laufenden Geschäftsjahr statt durch ein Berichtswesen, das auf einer detaillierten Unternehmensplanung basiert und ständige Vergleiche der aktuellen Geschäftsentwicklung mit dem Budget ermöglicht. Außerdem wird eine systematische Erfassung und Auswertung von Qualitätskosten vorgenommen. Für komplexe und wertmäßig bedeutende Projekte werden spezielle Prüfungen entsprechend einer besonderen KHS-Verfahrensanweisung durchgeführt. Dabei werden beginnend in der Angebotsphase alle an der künftigen Projektabwicklung beteiligten Abteilungen in den Prüfungsprozess einbezogen. Vom Engineering Service werden bedeutende Projekte hinsichtlich technischer Risiken untersucht. Von weiteren Fachabteilungen werden juristische sowie finanz- und ertragswirtschaftliche Risiken geprüft. Feststellungen unverhältnismäßig hoher Risiken führen zu Projektüberarbeitungen; Maßnahmen zur Risikominimierung werden entwickelt. Finanzwirtschaftliche Risiken aus dem Forderungs- und Auftragsbestand unterliegen einer ständigen Überwachung durch das Rechnungswesen. Für den Bedarfsfall sind über die übliche Berichterstattung hinaus Ad-hoc-Meldungen vorgesehen. Ausfallrisiken aus Auslandsforderungen werden vorwiegend durch Dokumenten-Akkreditive begrenzt; in Einzelfällen kommen auch Exportkreditversicherungen zum Einsatz. Gegen Risiken aus Veränderungen von Währungskursen werden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag sind keine bestandsgefährdenden Auftragsrisiken zu erkennen. PrognoseberichtDas Ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im vierten Quartal 2008 weiter verschlechtert und ist auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Prognose das globale BIP-Wachstum 2009 auf 0,5 % gesenkt. Das Wachstum hat sich deutlich verlangsamt, und in einer Reihe von Industrieländern befindet sich die Wirtschaft bereits in einer Rezession. In den USA wird die Lage weiterhin als äußerst ungünstig betrachtet. Ebenfalls eher pessimistisch sieht der IWF die Situation für Deutschland. Ursprünglich war man von einem Nullwachstum ausgegangen, mittlerweile rechnet der IWF im nächsten Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,5 %. Jedoch betrifft der Abschwung der Weltwirtschaft mittlerweile nicht mehr nur die großen Wirtschaftsregionen Nordamerika, Westeuropa und Asien. Auch die bis dato stützende Nachfrage aus den Schwellenländern hat sich abgekühlt. Ob und inwieweit die Rettungspakete zur Bekämpfung der Finanzkrise sowie die auf dem Weltwirtschaftsgipfel beschlossene Zusammenarbeit bei Konjunkturprogrammen Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Die realwirtschaftlichen Effekte sind derzeit nur schwer abzuschätzen. Wenn es jedoch in den nächsten Monaten gelingt, die geschwächten Sektoren zu stabilisieren, dürfte sich die Weltkonjunktur zum Ende des nächsten Jahres allmählich wieder leicht erholen. Auch die Aussichten für den Maschinen- und Anlagenbau sind derzeit schlecht. Die Investitionsbereitschaft ist infolge der schwachen konjunkturellen Dynamik und verschärfter Kreditkonditionen sowie teilweise Überkapazitäten bereits rückläufig. Während in 2007 hauptsächlich Neuinvestitionen getätigt und Kapazitäten erweitert wurden, ist das Hauptziel von Investitionen derzeit im Wesentlichen die Ersatzbeschaffung. Die optimale Nutzung der vorhandenen Produktionskapazitäten sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen gewinnen vor diesem Hintergrund immer stärker an Bedeutung. Denn trotz wirtschaftlicher Engpässe sehen sich die Getränkehersteller auch weiterhin einer steigenden Nachfrage nach Getränken gegenüber - vor allem in den Schwellenländern. Das Bevölkerungswachstum, die Erreichung höherer Lebensstandards in den Schwellenländern sowie allgemeine modifizierte Konsumgewohnheiten sind dabei immer noch maßgeblicher Motor für das Wachstum der Getränkenachfrage. Trotz steigender Getränkenachfrage im Wesentlichen in den Segmenten Wasser, Bier und Saft wird 2009 auch für die KHS AG ein insgesamt schwieriges Jahr werden. Mit Ausnahme einer anhaltenden Nachfrage in den Emerging Markets erwarten wir dennoch insgesamt einen deutlichen Rückgang im Neumaschinengeschäft. Zunehmender Wettbewerbsdruck und sinkende Investitionsbereitschaft kennzeichnen die wesentlichen Rahmenbedingungen, denen sich die KHS AG stellen muss. Im Hinblick auf die Umsatzstruktur ist allerdings zu erwarten, dass der Anteil des profitablen Ersatzteilgeschäftes und Umbauten steigt, und innerhalb des Maschinengeschäftes die im Vergleich profitablen Einzelmaschinen ein höheres Gewicht haben werden. Mit effizienten und ganzheitlichen Lösungen für alle Verpackungsarten, von PET, Glas, Dose, Keg bis zu Pouch, sowie dem umfassenden Serviceangebot (Life Cycle Solutions) wirkt die KHS AG der Entwicklung entgegen. Insgesamt rechnen wir allerdings mit einem Rückgang der Gesamtleistung. Den dadurch entstehenden ineffizienten Kostenrelationen begegnen wir mit verschiedensten Maßnahmen, die teilweise bereits in 2008 eingeleitet wurden. Da wir mindestens für das 1. Halbjahr 2009 nicht von einer nennenswerten Erholung ausgehen, wird das Ergebnis des kommenden Jahres ebenfalls spürbar belastet werden. Die KHS AG hat von der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, für das Geschäftsjahr 2009 eine konzerninterne Kreditlinie über 70 Mio. EUR zugesagt bekommen. Per 31.12.2008 wurde die konzerninterne Kreditlinie mit 34 Mio. EUR ausgenutzt. Die für das operative Geschäft der KHS AG erforderliche Liquidität ist nach derzeitigem Kenntnisstand damit gegeben. Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresDie Geschäftsentwicklung im Monat Januar ist vor dem Hintergrund der noch weltweit anhaltenden Finanzkrise deutlich abgeschwächt und auch in den nächsten Monaten wird mit einer weiterhin geringen Investitionsneigung bei den Kunden gerechnet, die zudem mit einem drastischen Preisdruck einhergehen wird. Aus diesem Grund wurde mit Beginn des neuen Geschäftsjahres damit begonnen, Leiharbeiter freizusetzen und befristete Verträge nicht zu verlängern. Zudem wird mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über einzuführende Kurzarbeit beginnend ab März 2009 verhandelt. Im Geschäftsjahr 2009 werden Kostensenkungsmaßnahmen und Prozessverbesserungen eine hohe Priorität haben. Der Vorstandsvorsitzende, Herr Valentin Reisgen, schied mit Wirkung vom 31. Januar 2009 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Bis zu einer endgültigen Neubesetzung dieser Position wurde Herr Roland Flach, gemäß § 105 Abs. 2 AktG mit der Wahrnehmung des Vorstandsvorsitzes betraut. Zudem wurde Herr Burkhard Becker zum weiteren Vorstand der Klöckner-Werke AG bestellt.
Dortmund, den 6. Februar 2009 Der Vorstand Roland Flach (Vorsitzender) Burkhard Becker Dr. Ing. Johann Grabenweger MBA Georg Michels Volker Till Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. VorbemerkungenDer Jahresabschluss der KHS AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Im Geschäftsjahr 2008 wurden die Expertpack GmbH, Korbach, und die Expertpack Vertriebs GmbH, Korbach, zum 1. Januar 2008 sowie die KHS Asbofill GmbH, Neuss, zum 1. August 2008 auf die KHS AG verschmolzen. Auf eine angepasste Darstellung der Vorjahreswerte wird verzichtet, da diese Verschmelzungen, die Vergleichbarkeit nur unwesentlich beeinträchtigen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- und Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden im Wesentlichen planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben, wobei die steuerlich zulässigen Nutzungsdauern zugrunde gelegt werden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Anteile an den Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear auf der Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 410 (bei Zugängen vor dem 01.01.2008) bzw. bis einschließlich EUR 150 (bei Zugängen nach dem 01.01.2008), werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, die nach dem 31.12.2007 erfolgen, wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird unterstellt:
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert, unverzinsliche auf den Barwert abgezinst, Aufzinsungen als Zugang ausgewiesen. Erkennbare Risiken sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere Marktpreise zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet. Für allgemeine Lagerhaltungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten (Lohn und Material) anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der Konstruktion enthalten. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete Forderungen werden einzeln wertberichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs oder zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Deckung durch Devisen- und Termingeschäfte werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Sicherungskurs angesetzt. Pensionsrückstellungen sind zum versicherungsmathematischen Teilwert auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6 % und unter Zugrundelegung der "Richttafel 2005 G" bewertet. Für die Rückstellung für Altersteilzeit wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % angesetzt. Zusatzversorgungen aus Gehaltsumwandlungen (Deferred Compensation) sind mit einem Rechnungszinsfuß von 4 % ermittelt worden. Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Die angegebenen Eventualverbindlichkeiten bemessen sich nach der Hauptschuld am Bilanzstichtag. 3. Anlagevermögena) Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf einen bei der Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH, Neuss, entstandenen Firmenwert zurückzuführen. Die weiteren Zugänge betreffen überwiegend den Erwerb von Patenten und die Anschaffung von Softwarelizenzen. b) Sachanlagen
Der Anstieg der Sachanlagen resultiert aus dem Zukauf von Grundstücken, der Errichtung neuer Produktionshallen sowie aus der Anschaffung von Produktionsmaschinen und dem Zukauf von Hardware für den IT-Bereich. c) Finanzanlagen
Die Zugänge der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Erwerb der KHS Asbofill GmbH. Des Weiteren sind in dieser Position eine nachträgliche Kaufpreiszahlung aufgrund einer "Earn-out-Klausel" für bereits in 2006 zugekaufte Anteile an der KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad (Indien), eine bei der KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien), durchgeführte Kapitalerhöhung und dem zusätzlichen Erwerb der bislang von Dritten gehaltenen Anteile bezüglich der KHS Japan Corporation, Yodogawaku, Osaka (Japan), sowie der KHS AG Korea Co., Ltd., Seoul (Südkorea). Des Weiteren ist in den Zugängen der Erwerb der KHS Hensen Packaging GmbH, Verden, enthalten. In den Abgängen der Anteile an verbundenen Unternehmen ist die jährliche Anpassung der Einlagen bei der Grundbesitzgesellschaft IRKAS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, München, berücksichtigt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien). Unter den Beteiligungen sind hauptsächlich die Anteile an der Impuls AD, Gabrovo (Bulgarien) und der KHS-ZAGORA AD, Stara Zagora (Bulgarien), ausgewiesen. Die Abschreibungen betreffen die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China). 4. Vorräte
Für erhaltene Anzahlungen sind Anzahlungsgarantien von Banken und Versicherungen in Höhe von TEUR 31.700 ausgelegt worden. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 40.635 (Vorjahr: TEUR 33.201) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Außerdem sind geleistete Anzahlungen von TEUR 5.796 (Vorjahr: TEUR 6.922) enthalten. Im Vorjahr wurde bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auch der Saldo aus dem Finanzverkehr mit der Klöckner-Werke AG über TEUR 32.734 ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 9.381 für Altersteilzeit und Pensionszusagen enthalten. 6. EigenkapitalDie KHS AG ist seit dem Geschäftsjahr 1999/2000 in die Klöckner-Werke AG, Duisburg, eingegliedert. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt TEUR 28.262 und ist eingeteilt in 1.104.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien im Nennbetrag von je EUR 25,60. In der Kapitalrücklage sind TEUR 36.621 enthalten, die aus der damaligen Verschmelzung der ehemaligen Seitz Enzinger Noll Maschinenbau AG, Mannheim, und der Holstein und Kappert AG, Dortmund, resultieren. Außerdem werden an dieser Stelle in Vorjahren geleistete Zuzahlungen der alleinigen Muttergesellschaft Klöckner-Werke AG, Duisburg, für Akquisitionen der KHS AG ausgewiesen. Hiervon betreffen TEUR 54.706 den Erwerb der Klöckner KHS Inc., Waukesha (USA), sowie TEUR 13.058 den Erwerb der KHS Kisters Maschinenbau GmbH, Kleve. Zudem wurde eine im Geschäftsjahr 2005 durch die Klöckner-Werke AG beschlossene Eigenkapitalerhöhung über TEUR 75.000 ebenfalls hier eingestellt. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte im Sinne von § 272 Abs. 2 Ziffer 4 HGB für den Erwerb der KHS Asbofill GmbH, Neuss, eine weitere Zuzahlung über TEUR 15.956. Die Eigenkapitalquote der KHS AG beträgt 48,7 %. 7. RückstellungenPensionsrückstellungen sind auf Basis der "Richttafeln 2005 G" ermittelt worden. Der Übergang auf die neuen Richttafeln wurde bereits im Geschäftsjahr 2005 in voller Höhe berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Nachlaufkosten und Risiken aus dem Absatzbereich sowie arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen. Für Sozialplanverpflichtungen und Altersteilzeit bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.185 (Vorjahr: TEUR 11.836). 8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen die Refinanzierung eines einem inländischen Kunden eingeräumten Darlehens für eine Pilotanlage. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 5.692 (Vorjahr: TEUR 5.640) und erhaltene Anzahlungen mit TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 6.633) ausgewiesen. Zudem enthält diese Position den Finanzsaldo aus der Cash Management Vereinbarung mit der Salzgitter Mannesmann GmbH mit TEUR 34.468 (Vorjahr: TEUR 24.825). In diesem Saldo ist die Verlustübernahme durch die Klöckner-Werke AG bereits enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. die Restkaufpreisverpflichtung der KHS AG für den Erwerb der Guangdong Light Industry Machinery No. 2 Plant Co., Ltd. (GLM2), Shantou (China), mit unverändert TEUR 8.400. 9. RechnungsabgrenzungDer passive Rechnungsabgrenzungsposten beruht auf einer Umsatzabgrenzung zu Serviceverträgen. 10. Haftungsverhältnisse
Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Bürgschaften für Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.843 (Vorjahr: TEUR 1.128) sowie Rückkaufsverpflichtungen für gelieferte Abfüllanlagen in Höhe von TEUR 5.207 (Vorjahr: TEUR 3.514). Zudem besteht bei der Salzgitter AG, Salzgitter, eine Haftungserklärung für von der Dresdner Bank AG herausgelegte Kredite für die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China) über TEUR 14.112. Sofern die Salzgitter AG in Anspruch genommen wird, würde eine Weiterbelastung an die KHS AG erfolgen. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Für die Anmietung der Betriebsgrundstücke der Beteiligungsgesellschaft IRKAS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, München, bestehen Mietverträge, aus denen sich eine kostenabhängige Miete ergibt. Die Mietverträge mit der IRKAS laufen bis zum 31. August 2009. Der Gesamtmietaufwand (einschließlich IRKAS) betrug in 2008 TEUR 6.081. Außerdem bestanden Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.493. Aus der Anmietung von Büroräumen für diverse Vertriebsbüros bestehen laufende Verpflichtungen, die sich für 2008 auf TEUR 139 belaufen. 12. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
13. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie den Ausgleichsposten für die Inanspruchnahme von Rückstellungen. Auf aperiodische Posten entfällt ein Betrag von TEUR 17.717 (Vorjahr: TEUR 17.761). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie der Auflösung von Rückstellungen. 14. Materialaufwand
15. Personalaufwand
Nach der ERA-Einführung ist die Unterscheidung nach Lohnempfängern und Angestellten entfallen. Es wird nunmehr zwischen direkten und indirekten Mitarbeitern unterschieden. Während direkte Mitarbeiter "am Produkt arbeiten" (z. B. Fertigung, Montage) sind die Tätigkeiten der indirekten Mitarbeiter dem Produkt nicht exakt zuzuordnen (z. B. Verwaltung, Vertrieb). Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
16. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Vertriebskosten wie Provisionen und Ausgangsfrachten, Kosten für Werbung und Messen sowie Reisekosten enthalten. Des Weiteren werden hier Miet- und Leasingaufwendungen sowie die Verwaltungs- und Datenverarbeitungskosten ausgewiesen. Ferner werden hier die Zuweisung zu den sonstigen Rückstellungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen berücksichtigt. Die Position enthält darüber hinaus mit TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 262) den Aufwand aus sonstigen Steuern. Zudem ist in dieser Position der bei der Verschmelzung der Expertpack GmbH entstandene Verschmelzungsverlust über TEUR 263 enthalten. Auf aperiodische Posten entfallen TEUR 7.854 (Vorjahr: TEUR 7.438). Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen. 17. Beteiligungsergebnis
Die Beteiligungserträge resultieren im Wesentlichen aus Gewinnausschüttungen der KHS RUS OOO, Moskau (Russ. Föderation), KHS USA, Inc., Waukesha (USA), KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine (Australien), sowie der KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf (Österreich). 18. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDer Beteiligungsbuchwert der KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China) wurde vollständig abgeschrieben. 19. Zinsergebnis
20. FinanzinstrumenteZur Steuerung und Optimierung des Währungsrisikos wurden Finanzinstrumente eingesetzt. Diese waren überwiegend auftragsbezogen.
Der Zeitwert wurde durch Vergleich der vereinbarten Terminkurse mit den Kursen des Bilanzstichtages ermittelt. 21. Sonstige AngabenDie Mitglieder des Vorstands der KHS AG im Geschäftsjahr waren:
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen in der Zeit vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.424). An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden TEUR 1.139 (Vorjahr: TEUR 1.013) gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis belaufen sich auf TEUR 11.345 (Vorjahr: TEUR 10.716). Die Mitglieder des Aufsichtsrats der KHS AG im Geschäftsjahr 2008:
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 68). Mit der Klöckner-Werke AG, Duisburg, besteht ein Gewinnabführungsvertrag, aus dem die Klöckner-Werke AG auch zum Ausgleich der während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbeträge verpflichtet ist. Die KHS AG wird in den auf Basis der IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Klöckner-Werke AG, Duisburg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Klöckner-Werke AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unternehmensregister hinterlegt. Der auf Basis der IFRS aufgestellte Konzernabschluss der Salzgitter AG, Salzgitter, als Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufzustellen hat, wird ebenfalls im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unternehmensregister hinterlegt. Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
Die angegebenen Werte zu Eigenkapital und Jahresergebnis sind, ausgenommen bei den mit 4) (Landesrecht) gekennzeichneten Posten, den IFRS-Abschlüssen zum 31. Dezember 2008 entnommen. 1) ab 11. Juli 2008 2) Jahresabschluss 2007 3) Schätzung, Abschluss liegt noch nicht vor.
Dortmund, den 6. Februar
2009
Der Vorstand Roland Flach (Vorsitzender) Burkhard Becker Dr. Ing. Johann Grabenweger MBA Georg Michels Volker Till Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KHS AG, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 20. Februar 2009 PricewaterhouseCoopers
Ben Buiting, Wirtschaftsprüfer ppa. Detmar Lentz, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die Tabakverarbeitung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen