Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 11597
Vorher
KHS Maschinen- und Anlagenbau Aktiengesellschaft
Eingetragen
9.3.1995
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen StoffenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
a) die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Apparaten und maschinellen Anlagen sowie die Entwicklung und Verwertung von Verfahrenstechniken, insbesondere für die Getränke-, die Nahrungsmittel- und die chemischpharmazeutische Industrie; die Errichtung, der Erwerb und die Unterhaltung von Nebenbetrieben und Hilfsbetrieben aller Art; die Vornahme einschlägiger Handelsgeschäfte

Historie

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Management

NameRolle
Edgar-Georg Petsche
seit 2.3.2010
Prokura
Georg Zuzok
seit 2.3.2010
Prokura
Vorstandsmitglied
Markus Knabe
seit 24.8.2009
Prokura
Oliver Schneider
seit 24.8.2009
Prokura
Thomas Karell
seit 5.8.2009
Prokura
Prokura
Roland Flach
seit 9.3.2009
Vorstandsmitglied
Georg Michels
seit 3.7.2008
Vorstandsmitglied
Prokura
Burkhard Becker
seit 2.1.2008
Vorstandsmitglied
Wolfgang Reichert
seit 27.10.2006
Prokura
Vorstandsmitglied
Karl-Friedrich Böhle
seit 25.11.2005
Prokura
Werner Gessner
seit 25.11.2005
Prokura
Rainer Hilgert
seit 3.5.2005
Prokura
Lutz Körtge
seit 10.11.2003
Prokura
Prokura
Rainer Timm
seit 20.10.2003
Prokura
Erhard Magin
seit 20.10.2003
Prokura
Günter Unkrig
seit 20.10.2003
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
Axel Dipl.-Ing. Theine
seit 20.10.2003
Prokura
Rolf Staab
seit 20.10.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Klöckner-Werke Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Klöckner-Werke Aktiengesellschaft
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

KHS AG

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Immobilien- und Finanzmarktkrise haben die Weltwirtschaft in jüngster Zeit stark beeinträchtigt. In den ersten Monaten des Jahres 2008 konnte sich der Maschinen- und Anlagenbau dem weltweiten Rückgang noch widersetzen, doch auch hier ist der Abschwung mittlerweile angekommen. Die Märkte sind verunsichert, so dass Verschiebungen oder Verzögerungen bei Investitionsprojekten den Auftragseingang der KHS AG in der zweiten Jahreshälfte 2008 nachhaltig beeinträchtigt haben.

Die KHS AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang von 558 Mio. EUR und musste damit einen Einbruch von 178 Mio. € bzw. 24,2 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Den stärksten Rückgang von über 45 % hatte der allerdings in den Vorjahren aufgrund des Booms auch überproportional gewachsene Bereich in Osteuropa zu verkraften.

Mit 890 Mio. EUR übertraf der Umsatz den vergleichbaren Vorjahreswert von 580 Mio. EUR um 310 Mio. EUR (+53,5 %). Der außergewöhnlich starke Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Abschluss von Projekten aus dem Boomjahr 2007 und der konsequenten Beendigung von Projekten aus 2006, die aufgrund des hohen Auftragseingangsvolumens 2007 nicht zeitnäher abgewickelt werden konnten.

Gemessen am Gesamtumsatz betrug der in Deutschland generierte Umsatz rd. 19,5 % und lag damit rd. 6 %-Punkte über dem Vorjahr, da hier eine Reihe von Großprojekten abgeschlossen werden konnten. Die KHS AG war weiterhin sehr stark exportorientiert. In Osteuropa entwickelte sich der Umsatz analog zur allgemeinen Umsatzentwicklung bei KHS sehr positiv entsprechend der hohen Auftragseingänge aus den Vorjahren.

Aufgrund konjunkturell bedingter rückläufiger Auftragseingänge in 2008 sowie durch die hohe Abarbeitung und Beendigung der Aufträge aus 2006 und 2007 ist der Auftragsbestand am Ende des Jahres gegenüber dem Vorjahr allerdings um 36,6 % auf 550 Mio. EUR zurückgegangen.

Branchenbezogen waren erneut die Kunden der Bierindustrie mit 48 % sowie die Kunden im Bereich Softdrinks mit einem Umsatzanteil von 30 % von wesentlicher Bedeutung.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Obwohl der Umsatz der KHS AG von 580 Mio. EUR auf 890 Mio. EUR und somit um 53,5 % signifikant gesteigert werden konnte, hat sich die Gesamtleistung mit 721 Mio. EUR um 3,7 % verringert. Diese Zahlen spiegeln die bereits erwähnten Sachverhalte hinsichtlich der Finalisierung älterer Projekte und einen rückläufigen Auftragseingang, der maßgeblich auf die Finanzkrise zurückzuführen ist, noch einmal deutlich wieder. Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern zeigt einen Verlust von 4,4 Mio. EUR (Vorjahresverlust 21,9 Mio. EUR), beinhaltet aber Sondereffekte aus Abschreibungen und Risikovorsorge hinsichtlich der chinesischen Tochtergesellschaft KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China), mit insgesamt 28,5 Mio. EUR. Um diese Effekte bereinigt, hätte die KHS AG ein positives Vorsteuerergebnis von 24 Mio. EUR ausgewiesen, welches auch die Risikovorsorge für Alt-Projekte mit Abwicklungsproblemen beinhaltet.

Der markante Rückgang der Materialkostenquote um rd. 9 %-Punkte auf nunmehr 53,4 % ist einerseits auf die nicht mehr so materialintensive Montage bzw. Inbetriebnahmephase bei der in 2008 erfolgten Finalisierung älterer Projekte und andererseits auf eine Verringerung der Qualitätskosten zurückzuführen. Zudem ist zu erkennen, dass sich die globalen Beschaffungsaktivitäten und damit verbundene Preisvorteile spürbar bemerkbar machen.

Die Personalkostenquote ist hingegen auf 27,1 % (Vorjahr 24,9 %) angestiegen. Dies ist maßgeblich durch den in 2008 vorgenommenen Personalaufbau zu erklären.

Die Bilanzsumme der KHS AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 Mio. EUR auf nunmehr 459 Mio. EUR angewachsen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich von 178 Mio. EUR auf 202 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert einerseits aus einem nach Erwerb und Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH, Neuss, entstandenen Firmenwert über 16 Mio. EUR und den getätigten Investitionen im Sachanlagevermögen.

Im Bereich der Finanzanlagen gab es gegenläufige Effekte. Während der Buchwert für die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China), mit 22 Mio. EUR vollständig abgeschrieben wurde, gab es mit 16 Mio. EUR Ausleihungen an ausländischen Tochtergesellschaften, vorrangig an die KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien), welche bestehende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ersetzten. Zudem wurden im Inland kleinere Gesellschaften erworben und bei einigen Auslandsgesellschaften der Anteilsbesitz erhöht.

Das Umlaufvermögen ist um 12 Mio. EUR angewachsen. Die Ursachen hierfür liegen im deutlich rückläufigen Auftragseingang, der zu einem Rückgang der aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen geführt hat. Das Vorratsvermögen ist daher um 7 Mio. EUR angewachsen. Zudem sind die Forderungen um insgesamt 5 Mio. EUR angestiegen.

Bei der Forderungsentwicklung ist festzustellen, dass die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 15 Mio. EUR rückläufig sind. Während die im Vorjahr gegen die Klöckner-Werke AG ausgewiesenen Forderungen über 33 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008 via Verrechnung ausgeglichen wurden, sind die Forderungen gegen diverse KHS Auslandsgesellschaften hingegen angestiegen. Die Forderungen gegen externe Kunden sind ebenfalls um 20 Mio. EUR angestiegen. Einerseits ist dieser Anstieg auf ein hohes Fakturierungsvolumen zurückzuführen, andererseits zeigt sich hier aber auch, dass die Zahlungsmoral gesunken ist und das Zahlungsverhalten der Unternehmen als ein verlässlicher Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung angesehen werden muss. Bedeutende Zahlungsausfälle waren in 2008 nicht zu verzeichnen. Ausfallrisiken wurden durch Pauschal- und Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße berücksichtigt.

Auf der Passivseite der Bilanz wurde das Eigenkapital durch eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage um 16 Mio. EUR gestärkt. Die diesbezügliche Einlage der Klöckner-Werke AG stand im Zusammenhang mit dem Erwerb der KHS Asbofill GmbH, Neuss.

Mit dem Anstieg der Rückstellungen um 4 Mio. EUR wurde den bestehenden Risiken ausreichend Rechnung getragen.

Die mit 103 Mio. EUR ausgewiesenen Verbindlichkeiten (Vorjahr 87 Mio. EUR) sind um 16 Mio. EUR angestiegen. In diesem Anstieg ist u. a. die um weitere 10 Mio. EUR in Anspruch genommene Kreditlinie der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, enthalten. Zudem haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5 Mio. EUR erhöht.

Investitionen

In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden insgesamt 26 Mio. EUR (Vorjahr 14 Mio. EUR) investiert.

Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen im Bereich der IT-Technologie sowie in diversen Baumaßnahmen an den Standorten in Dortmund und Worms. Während in Dortmund im Wesentlichen Baumaßnahmen für den Verwaltungskomplex ergriffen wurden, wurde im Werk Worms eine neue Montagehalle errichtet. Erwähnenswert ist zudem der Erwerb eines Patentes für eine neue Antriebstechnik für die in 2008 neu entwickelte Etikettiermaschine "Innoket 360".

Bei den Finanzanlageinvestitionen gab es in 2008 eine Reihe von Aktivitäten.

Im Ausland wurden die Anteile an der KHS Japan Corporation, Yodogawaku, Osaka (Japan), und der KHS AG Korea Co. Ltd., Seoul (Südkorea), vollständig übernommen.

Im Inland wurden die KHS Asbofill GmbH, Neuss, die Expertpack GmbH, Korbach, und die KHS Hensen GmbH, Verden, hinzu erworben. Während die KHS Asbofill GmbH den Bereich der aseptischen Abfüllung ergänzt und qualitativ verbessert, lag das Augenmerk beim Erwerb der Expertpack GmbH und der KHS Hensen GmbH auf dem Ausbau der neuen Geschäftsdivision "Flexible Packaging". Sowohl die Expertpack GmbH als auch die KHS Asbofill GmbH wurden im laufenden Geschäftsjahr auf die KHS AG verschmolzen. Bei der Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH entstand ein Firmenwert.

Forschung und Technik

Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres erhielt die KHS Technik-Organisation eine neue Struktur. Durch Zusammenfassung aller unterschiedlichen Konstruktionsbereiche wie Entwicklung, Werks- und Umbaukonstruktionen, sowie die Integration der Dokumentation in den Technikbereich werden die Kapazitäten der Mitarbeiter flexibler als in den Vorjahren eingesetzt. Es entsteht ein interner Know-How-Tranfers.

Diese organisatorische Maßnahme gewährleistet zukünftig, dass Produkte konsequent marktorientiert weiterentwickelt und Umbau-/Upgrade-Möglichkeiten für im Markt befindliche Produkte bereits bei der Entwicklung berücksichtigt werden. In dem neu geschaffenen Innovation-Center sind alle Grundlagenforschungsaktivitäten zusammengefasst, und Entwicklungen, die über mehrere Competence Center Bereiche genutzt werden, können zentral koordiniert werden.

Die Integration der neuen Klöckner-Werke/KHS-Konzerngesellschaften KHS Asbofill GmbH, Neuss, KHS Corpoplast GmbH & Co. KG, Hamburg, KHS Moldtec GmbH & Co. KG, Essen, KHS Plasmax GmbH, Hamburg, und KHS Hensen Packaging GmbH, Verden, machten verschiedene Maßnahmen in der Technik-Organisation erforderlich. Dazu gehörten neben Vereinheitlichungen von Prozessen, auch die Reduzierung der Komponentenanzahl, die Nutzung einheitlicher Normen sowie die Definition geeigneter Schnittstellen, damit die unterschiedlichen CAD Systeme mit denen der KHS kommunizieren können.

In 2008 wurde das KHS Produktportfolio durch Standardisierung in einigen Produktbereichen gestrafft, und in anderen Produktbereichen vervollständigt. Dabei wurden bei den achtzig Entwicklungsprojekten zwei Schwerpunkte gesetzt. Diese sind die Senkung der Herstellkosten, um bei sinkenden Preisen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, und die funktionale Weiterentwicklung von Produkten. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf den Aspekt der Nachhaltigkeit bei KHS-Maschinen gelegt. Dies wird von den Kunden sehr geschätzt. Die substantielle Verringerung von Medienverbräuchen und damit die schonende Nutzung von Ressourcen, aber auch die Reduzierung von Energiebedarf stehen dabei im Vordergrund. Diese Entwicklungen werden dauerhaft begleitet von regelmäßigen Konsultationen und Gesprächen mit unseren Kunden.

Neben den wichtigen Neuentwicklungen pflegt der Bereich KHS Technik eine enge Beziehung zu Verbänden, Fachuniversitäten und Lehreinrichtungen für die Verpackungs- und Getränkeindustrie. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden regelmäßig von KHS Technik vorgeschlagene Studien-, Diplom- und Dissertationsthemen vergeben, deren praktischer Teil in der KHS erarbeitet wird. Auch mit den Lieferanten erfolgt ein regelmäßiger Austausch über deren Verbesserungen und die Nutzung zukünftiger Technologien.

Die Know-how-Sicherung digital erstellter Daten ist ein wesentlicher Punkt bei der Betrachtung von Investition und Nutzen. Durch die ständige Weiterentwicklung elektronischer Systeme und Kommunikationsmöglichkeiten wird dieser Know-how-Schutz immer schwieriger. Investitionen in IP-Rechte sind daher wichtiger denn je. Diese Notwendigkeit und die Entwicklung der Patentanmeldungen lassen sich im gesamten Maschinenbau beobachten. KHS hat im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 121 Patente angemeldet und 104 Patente sowie 50 Markenrechte erteilt bekommen.

Besondere in 2008 fertig gestellte Entwicklungen sind:

Etikettiertechnik: Mit der Entwicklung der Innoket 360, einer Roll-Feed Etikettiermaschine zur Rundumetikettierung von Glas- und Kunststoffflaschen, wurde die Basis für eine völlig neue Generation von Maschinen unterschiedlicher Leistungen und für unterschiedliche Flaschengrößen abgeschlossen. Die ersten Maschinen sind seit August im Markt und haben sich von Anfang an erfolgreich bewährt. Die Leistung dieser ersten Maschinen beträgt 50.000 Fl/h.

Gleichzeitig wurde die Überarbeitung der Modulmaschine des Typs Innoket SE begonnen, deren Rollfeed-Modul auf der Innoket 360 Entwicklung basiert und ebenfalls auf Anhieb erfolgreich bei den ersten Kunden arbeitet.

Palettiertechnik: Der Innopal LH ist ein neuer besonders preisgünstiger Belader für den mittleren und unteren Leistungsbereich, der mit einer breiten Funktionalität für Verbundlagenbilder, Zwischenlagenverarbeitung und Gebindedrehvorrichtung ausgestattet ist.

Weitere Produkte der Pack- und Palettiertechnik befinden sich in der Markteinführung. Dazu gehört die Packmaschine Innopack LF und der neu konzipierte Dosenabräumer Innopal LD.

Reinigungsmaschinentechnik: Die Vervollständigung des Portfolios der Innoclean Baureihe ist durch der Ergänzung mit dem Typ Innoclean SEC erreicht. Diese Maschine reduziert durch neue Laserschweißtechniken den Materialeinsatz erheblich, was wiederum zu enormen Einsparungen im Energiebedarf führt.

Fülltechnik: Die Zahl der unterschiedlichen Füllsysteme wurde durch Standardisierungsmaßnahmen in 2008 erheblich weiter reduziert. Damit erhalten Kunden, neben spezialisierten, auch flexiblere Systeme. Für die hohen technologischen und hygienischen Ansprüche wurden die Innofill NV Füllsysteme in den Markt eingeführt. Dazu zählt auch das auf Heißfüllung spezialisierte System Innofill NV-H, von dem Coca Cola USA in 2008 bereits neun Maschinen bestellt und erhalten hat. Weitere Maschinen sind in Russland und in den USA im Einsatz. Mit diesem neuen Heißfüllsystem NV-H können jetzt stille Saftgetränke bis zu Leistungen von 60.000 Fl/h in Kunststoffflaschen im Freistrahl gefüllt werden. Die leistungsstarken, volumetrisch arbeitenden Füllventile sind nach den modernsten Anforderungen im "Hygienic Design" konzipiert.

Für die Abfüllung von karbonisierten Softdrinks in Kombination mit heißen Saftgetränken steht ein weiteres neues Füllsystem Innofill DRV-VF/H im gleichen Leistungsbereich zur Verfügung. Damit wurden Lücken in unserem Portfolio geschlossen.

Durch Einsatz eines Flügelrad-Durchflussmessers als alternatives Messsystem für alle Maschinen mit volumetrischer Abfüllung können nun auch Produkte ohne elektrischen Leitwert, wie Speiseöl oder auch entmineralisiertes Wasser, abgefüllt werden. Es zeichnet sich durch hohe Füllleistungen und eine kompakte Bauweise aus. Die erste damit ausgerüstete Maschine ging im Oktober bei dem Mineralwasserabfüller Silver Springs in Florida in Betrieb.

Damit ist die Plattform für Füller im Bereich PET abgeschlossen. Mit dem Innofill DRV zur Abfüllung von karbonisierten und stillen Getränken; dem Innofill NV zur Freistrahlfüllung für stille Getränke und dem Innofill DVF zur Abfüllung von Bier in große PET-Flaschen stehen 3 Füllerbaureihen für die Abfüllung unterschiedlichster Produkte zur Verfügung. Die Erweiterung der Baureihe für Glasflaschen erfolgt bis zur Drinktec 2009.

Auch das erfolgreiche volumetrische Dosenfüllsystem Innofill DVD wurde ebenfalls auf den Ringrohrkessel der neuen Plattform umgestellt und bietet unseren Kunden weitere wichtige Vorteile. Durch den Ringrohrkessel und konsequentes Hygienic Design erreichen wir einen deutlichen Fortschritt bei der Reinigung. Die damit verbundene leichtere Bauweise spart Energie beim Erhitzen und Kühlen während der Sterilisation. Die Füllventile sind besser zugänglich und leichter zu warten. Neu sind auch die automatisch ein- und ausfahrbaren Spülkappen.

Als erstes Produkt aus der Zusammenarbeit mit der Blasmaschinentechnik von KHS Corpoplast GmbH & Co. KG, Hamburg, wurde im abgelaufenen Jahr die Verblockung der Streckblasmaschine mit einem Füller-Verschließer-Block realisiert. Mit diesen kompakten Flaschenherstellungs- und Abfüllsystemen reduzieren wir den Platzbedarf beim Kunden und vermeiden Investitionskosten in den Lufttransport, der als Pufferstrecke überflüssig wird. Die von KHS entwickelten Flaschengreifsysteme erlauben weiterhin die Entwicklung neuer Flaschenformen mit geringem Gewicht, ein wesentlicher Punkt bei der Kostenbetrachtung und Bewertung der Umweltbelastung durch das Abfallaufkommen. Insgesamt wurden 5 Systeme von Kunden bestellt, darunter auch der allererste Block zur Abfüllung von Bier in PET. Die erste erfolgreich abgenommene Anlage ist die, mit dem neuen Flügelraddurchflussmesser bereits aufgeführte Anlage bei Silver Springs in Florida, USA.

Anlagentechnik: Das PMS (Plant Management System) wurde als Nachfolgesystem des AIS (Anlagen-Informations-System) funktionell abgeschlossen und wird auf allen neuen Anlagen mit HMI's (Human Machine Interface - Bedieneroberfläche) bereits installiert. Das PMS ist hinsichtlich der Bedienbarkeit, der Reportingfunktionen und der Implementierung von Standardschnittstellen entwickelt worden. Es erlaubt die Anbindung an MES-Systeme (Manufacturing Execution System - Fertigungsmanagementsystem), mit denen sich KHS Anlagen einfach an ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) wie SAP einbinden lassen.

Inspektionstechnik: Wesentlich in diesem Competence Center war die Entwicklung einer, auf den Gesetzmäßigkeiten von neuronalen Netzen basierenden Software "Vision Circle". Alle KHS Bildverarbeitungssysteme werden dadurch in Zukunft auf eine einzige Softwareplattform zugreifen, die lediglich durch Parametrierung unterschiedliche Anwendungen ermöglicht.

Dazu gehören in 2008:

die Kasteninhaltsinspektion mit Kameramodul zum Erkennen und Sortieren von Flaschen im Kasten, die Ausrichtstation zum Ausrichten der Flaschen in unseren Etikettiermaschinen einschl. Nahterkennung, die Cap Inclination Control zur sicheren Erkennung von Fehlern bei Schraubverschlüssen bzgl. Anwesenheit, Schiefsitz, Einschraubtiefe und Beschädigung, die Party Can Orientation zur Ausrichtung von nichtsymetrischen Gebinden vor dem Einpacken. Weiterhin wurde ein neues pneumatikfreies Ausleitsystem von Flaschen für Anlagen bis 72.000 Fl/h (Guided Rejection System) entwickelt.

Flexible Packaging: Die bereits 2007 vorgestellte neue Pouchmaschine war ein großer Erfolg auf der Messe PMMI in Chicago. Auf der Messe wurden spontan 5 der flexiblen Maschinen mit hoher Leistung und kurzen Umrüstungszeiten auf verschiedene Beutelformen geordert.

Kegtechnik: Im Bereich der Keg-Technik wurde der PETKEG-Füller weiter modifiziert und verbessert. Die erste kommerzielle Nutzung dieser neuen Technologie startete bereits im Mai 2008 zur Abfüllung von PetKegs von 5 - 20 Litern Inhalt und dem neuen Einweg-Flachfitting von KHS.

Qualitätsmanagement

Im Rahmen des Überwachungsaudits bestätigte die Abnahmegesellschaft TÜVCert auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems der KHS AG für alle Standorte.

International waren im Geschäftsjahr 2008 die Standorte Waukesha und Sarasota (USA) und Sao Paulo (Brasilien) Teil der Gruppenzertifizierung. Ebenfalls zertifiziert, aber nicht Teil des Gruppenzertifikates, ist der Standort Ahmedabad in Indien. Dieser Standort ist, unter Einbindung in das globale KHS Qualitätsmanagementsystem, eigenständig auf der Grundlage von ISO 9001:2000 und 14001:2004 zertifiziert.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2008 erfolgte eine Umstrukturierung der Zentralabteilung Qualitätsmanagement. Die direkt dem Vorstand unterstehenden Zentralabteilungen Prozessmanagement und Qualitätsmanagement wurden zusammengefasst. Ziel dieser Umstrukturierung ist, die Aufgabe des Prozessmanagements, das Prozessmodell der KHS zu gestalten, mit der überwachenden Funktion des Qualitätsmanagements, die Sicherstellung der korrekten Umsetzung des Prozessmodells im Tagesgeschäft, enger zu vernetzen und damit die Performance der KHS zu erhöhen.

Hinsichtlich der überwachenden Funktion des Qualitätsmanagements wurden verschiedene QM-Methoden (wie z. B. interne Audits, Qualitätskostenbericht) auf die Prozessstruktur abgestimmt sowie einheitlich und konsequent an den Standorten angewendet. Außerdem wurde das Prozessmodell mit bestehenden, überarbeiteten und neu erstellten Verfahrensanweisungen abgestimmt und verbunden. Neben der überwachenden Funktion wurden aber auch die originären QM-/QS-spezifischen Prozesse intensiviert und ausgebaut und zum Teil auch in der Aufbauorganisation der produzierenden Werke umgesetzt.

Trotz der hohen Ausbringung in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 bewegten sich unsere Qualitätskosten in 2008 auf leicht gesunkenem bzw. gleichbleibendem Niveau zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung führen wir auf die oben beschriebene Intensivierung des flächendeckenden Einsatzes des Qualitätsmanagements in der neuen Verbindung mit dem Prozessmanagement zurück.

Des Weiteren wirkt sich auch eine Überarbeitung des Change-Programms KHS 2010 plus positiv auf die Senkung der Qualitätskosten in der KHS aus: Bereits in den Vorjahren definierte Maßnahmen wurden neu strukturiert und in Fokus-Projekten gebündelt. Diese Fokus-Projekte werden mit einer dezidierten Projektorganisation, einer Budget- und Zeitplanung sowie einem intensiven Fortschrittscontrolling vorangetrieben und gesteuert. Wesentliches Ziel der Fokus-Projekte ist die Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen. Damit soll die positive Entwicklung der KHS wesentlich unterstützt werden. In diesen Fokus-Projekten wird auch das Qualitätsmanagement als ein Projekt beobachtet, in dem die weiter oben beschriebenen Maßnahmen bearbeitet werden.

Umweltschutz

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Augenmerk der KHS darauf ausgerichtet, die Umweltverträglichkeit ihrer Prozesse und Produkte im Interesse ihrer Kunden, Mitarbeiter und der Umwelt an den einzelnen Standorten zu optimieren.

Die Füllmaschinen für Bier in Glas- und PET-Flaschen sowie die Dosenfüllmaschinen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr umgearbeitet, so dass die an den Füllmaschinen für Softdrinks in PET-Flaschen bereits eingesetzte neue, rohrförmige Ausführung der Ringkessel an diesen Füllertypen ebenso Anwendung finden kann. Durch diese Technik kommt an den genannten Maschinentypen pro Maschine etwa 2 Tonnen weniger Material zum Einsatz. Außerdem führt die Ausführung des Rohr-Ringkessels aufgrund der geringeren Oberfläche zu einer Verringerung der benötigten Reinigungsmittel um ca. 10 %.

Vorteile durch den geringeren Materialeinsatz erreichen wir auch beim Verbrauch von Energie zum Erhitzen und Abkühlen während der Sterilisation entsprechender Füllanlagen.

Bei den Softdrinkanlagen hat die KHS die Prozesse von Füller und Mixer in den An-, Abfahr- und Produktwechselphasen überarbeitet. Produktverluste (Abwasser) sowie die erforderlichen Spülwasser- und Reinigungsmittelmengen wurden dabei deutlich reduziert.

Die Monobloc-Serie besteht aus einem zusammengeblockten System, bestehend aus einer Flaschenblasmaschine und einer Füllmaschine für PET-Flaschen. Diese Entwicklung führt zu einem sparsamen Einsatz von Material, da z. B. die verbindenden Transportanlagen entfallen können. Die leeren PET-Flaschen werden bisher über Luft-Transportanlagen von der Blasmaschine zum Füller transportiert. Die Erzeugung des benötigten Luftstromes in den Transporteuren erfordert einen hohen Energieverbrauch. Durch den Entfall der Transportanlagen zwischen der Blasmaschine und der Füllmaschine werden Einsparungen beim Verbrauch von Energie und damit auch bei den Betriebskosten erzielt. Die KHS bietet den Kunden durch diese Maschinenanordnung eine interessante Alternative zum bisher üblichen Anlagen-Layout.

Eine Wahlmöglichkeit gegenüber den herkömmlichen Schrumpftunneln für Folien an den Verpackungsmaschinen kann die KHS ihren Kunden auch mit einem neuentwickelten Schrumpftunnel anbieten. Dieser wird nicht wie bisher mit elektrischer Energie beheizt, sondern mit einer direkten Gas-Beheizung betrieben. Die Energiebilanz ist insgesamt sehr günstig, da die Energieverluste bei der Erzeugung elektrischer Energie im Kraftwerk vermieden werden (Wirkungsgrad im Kraftwerk ca. 38 %). Die direkte Gas-Beheizung hat damit eine Reduzierung von bis zu 60 % der CO 2-Treibhausgase im Vergleich zur elektrischen Beheizung zur Folge.

Ein Schwerpunkt des abgelaufenen Geschäftsjahres lag in der Konsolidierung, der verstärkten Umsetzung und Nutzung der technischen Entwicklungen der letzten Jahre. Beispielhaft sollen hier aus Sicht des Umweltschutzes genannt werden:

die Einsparung von Energie durch die Verwendung regenerativer Verfahren in der Prozess- und Verfahrenstechnik der Reinigungs- und Pasteurisationsmaschinen und die Verwendung der Energiesparträger in den Reinigungsmaschinen

die Senkung des Wasserverbrauches in den Reinigungs- und Pasteurisationsmaschinen durch die Umsetzung neuer Wassersparkonzepte

die deutliche Reduzierung der benötigten Chemikalienmengen durch eine neue Chemiedosierung an den Pasteuren

die Verbesserung der Hygienestandards durch eine Optimierung und Verkleinerung der Maschinen- bzw. Baugruppenoberflächen und damit eine Verringerung des Verbrauchs an Reinigungsmitteln und ggf. eine Verlängerung der Reinigungsintervalle

die deutliche Verringerung des Verbrauchs des Treibhausgases CO 2 durch den Einsatz neuer Füllsysteme und

die Reduzierung des Lärmpegels an Transportanlagen mit Niro-Ketten durch Veränderung der Kettenrückführung.

Maßnahmen zur Energieeinsparung waren ebenso an den Standorten der KHS AG ein wichtiges Thema im abgelaufenen Geschäftsjahr.

An den Standorten Dortmund und Worms wurde jeweils eine neue Heizungsanlage installiert. Die Energieeinsparung im Verhältnis zur alten Heizanlage beträgt für den Standort Dortmund laut Wirtschaftlichkeitsberechnung ca. 20 %, für den Standort Worms ca. 30 %. Des Weiteren wurden an den Standorten Worms und Bad Arolsen teilweise die alten Dach-Lichtbänder durch neue, isolierverglaste Lichtbänder ersetzt. Infolge der modernen, energiesparenden Anlagen werden auch weniger Emissionen freigesetzt.

Die KHS AG setzt sich intensiv mit einer Verbesserung der umweltgerechten Entsorgung von Abfällen auseinander. Für den Standort Dortmund wird als Pilotprojekt gemeinsam mit einem externen Entsorgungsfachbetrieb als Dienstleister ein neues Abfallkonzept umgesetzt. Nach einer Testphase wird dieses Konzept auch auf die anderen KHS-Standorte übertragen, soweit dies in Hinsicht des Umweltschutzes und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Ein zentraler Wertstoffhof wurde installiert. Ab dem Wertstoffhof übernimmt in Zukunft der externe Entsorgungsfachbetrieb die Abfälle und sorgt für die ordnungsgemäße Verwertung bzw. Beseitigung der einzelnen Abfallarten. Die Abfallstatistik und notwendige Nachweisbücher führt der Entsorger nach Vorgabe der KHS AG und auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen. Der Entsorgungsfachbetrieb informiert die KHS AG über neue bzw. geänderte Vorschriften im Rahmen der Abfallgesetzgebung und führt gemeinsam mit der KHS AG notwendige Änderungsmaßnahmen durch.

Ein weiteres wichtiges Thema des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Beschäftigung mit der Einführung und den Auswirkungen der sogenannten REACH-Verordnung (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien) für die KHS AG. Diese Verordnung beschäftigt sich mit der Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien in der Europäischen Union. Es wurden die von unserem Mutterunternehmen der Salzgitter AG angebotenen Hilfen und Unterstützungen genutzt und verschiedene Informationsveranstaltungen zu dem Thema besucht.

Die Beschäftigung mit der REACH-Verordnung ergab, dass die KHS AG in Hinsicht der Beschaffung von benötigten Betriebsmitteln von der Verordnung betroffen ist. Es wurden alle Lieferanten der betroffenen Warengruppen angeschrieben. Die Rückläufe durch die Lieferanten lassen keine Probleme in Hinsicht der Liefersicherheit für die KHS AG erwarten.

Umweltschutz ist für die KHS AG ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens. Dies gilt nicht nur für die deutschen Standorte des KHS-Konzerns. Der KHS-Konzern wird auch in Zukunft mit allen seinen Standorten weltweit alle Anstrengungen unternehmen, Gefahren für Mensch und Umwelt zu minimieren. Ein wichtiger Punkt zur Erreichung der dauerhaften Kundenzufriedenheit wird deshalb auch weiterhin für alle Mitarbeiter/-innen des KHS-Konzerns die Erfüllung der Erwartungen unserer Kunden in Hinsicht Umweltverträglichkeit unserer Prozesse und Produkte sein. Die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Regelungen zum Umweltschutz an allen Standorten weltweit ist für die KHS AG als Definition einer Mindestanforderung selbstverständlich. Soweit es sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist, werden diese Mindestanforderungen teilweise auch überschritten.

Mitarbeiter

Die Belegschaftszahlen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2008 (inkl. Auszubildende) wie folgt:

31.12.2008 31.12.2007 Veränderung in %
Dortmund 1.310 1.224 7,0
Bad Kreuznach 735 711 3,4
Kleve 280 284 -1,4
Worms 236 216 9,3
Kriftel 144 136 5,9
Hamburg 173 166 4,2
Bad Arolsen 70 66 6,1
Niederzissen 35 45 -22,2
Neuss * 33 0 100,0
KHS AG 3.015 2.848 5,9

* Per 1. August 2008 wurde die KHS Asbofill GmbH, Neuss, auf die KHS AG verschmolzen.

In den Belegschaftszahlen der Standorte Dortmund und Hamburg sind 23 ehemalige Mitarbeiter der SIG International Services GmbH enthalten. Diese Mitarbeiter wurden zum 1. April 2008 von der KHS AG übernommen und erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnik und Personal für die KHS-Beverages-Gesellschaften.

Zur Sicherung des Innovationspotentials und der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten wurden qualifizierte Hoch- und Fachhochschulabsolventen eingestellt. Weiteres Fachpersonal wurde zur Erweiterung von Kapazitäten im Endmontage- und Servicebereich eingestellt.

Um die verstärkten Serviceanforderungen unserer Kunden zu unterstützen, wurden alle zentralen serviceorientierten Funktionen organisatorisch ab dem 01.01.2008 unter dem neuen Bereich "Life Cycle Solutions" zusammengefasst. Mit der Bündelung bestehender Aktivitäten und dem weiteren Ausbau unserer Serviceaktivitäten werden wir diesen neuen Anforderungen gerecht.

Zum 01.04.2008 erfolgte eine Neuorganisation des Zentralbereichs Personal, bei der die Ausrichtung eines modernen Personalmanagements sich stärker an den Organisationseinheiten orientiert und somit die standortübergreifende Zusammenarbeit auch aus Personalsicht unterstützt. Diese Entscheidung trug auch den Ergebnissen einer Zufriedenheitsumfrage bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Rechnung und wird somit den Anforderungen nach mehr Information, Kommunikation und Beratung gerecht.

Im Fokus der Personalentwicklung standen neben der technischen Weiterbildung des Servicepersonals, Sprach- und Verkaufstrainings sowie internationale Austauschprogramme mit internationalen Business Schools.

Auch die Führungskräfteentwicklung wurde mit verschiedenen Prozessen, wie z.B. 360 Feedback, Zielvereinbarungen und HR Reviews, weiter vorangetrieben.

Des Weiteren sind in diesem Bereich die erweiterten Aktivitäten im Hochschulmarketing hervorzuheben. Im September 2008 fand in Dortmund der 1. Nationale Studierendentag mit insgesamt 27 Studierenden statt. Hier standen das gegenseitige Kennenlernen und der interdisziplinäre Austausch im Vordergrund. Außerdem war das KHS-Hochschulmarketing auf diversen Hochschulmessen vertreten.

Im November 2008 fanden für Führungskräfte Informationsveranstaltungen zum Thema "Übertragung von Unternehmerpflichten" statt. Diese Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft stattgefunden haben, hatten das Ziel, die Führungskräfte für die Ihnen übertragenen Verantwortlichkeiten im Bereich Arbeitssicherheit und betriebliche Organisation zu sensibilisieren.

Zur Sicherung des Fach- und Führungskräftenachwuchses ist die eigene Berufsausbildung ein weiterer wichtiger Baustein der Personalentwicklung. Am Ende des Geschäftsjahres befanden sich 161 junge Menschen in der eigenen Berufsausbildung in gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsberufen. In 2008 begannen 52 Auszubildende ihre Karriere an den KHS-Standorten Dortmund, Bad Kreuznach, Worms, Kleve und Kriftel.

Bereits in 2007 wurde eine Betriebsvereinbarung "Auszubildende" getroffen, mit der die Einstellung der Auszubildenden während der Ausbildung und die Übernahme nach der Ausbildung geregelt werden. Die dahinter stehenden Ziele sind: Stärkerer Leistungsanreiz und Motivation während der Ausbildung, höhere Qualität und Produktivität nach der Ausbildung, Verbesserung und Rekrutierung von Nachwuchskräften, interne und externe Imagesteigerung der KHS-Ausbildung.

Um auf Auslastungsschwankungen in einzelnen Abteilungen und zwischen den Standorten reagieren zu können und somit auch das Ergebnis des Unternehmens zu sichern, wurde die Betriebsvereinbarung "Arbeitszeitflexibilisierung" unter Berücksichtigung von einigen Änderungen bzw. Ergänzungen fortgesetzt.

Um suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen im frühestmöglichen Stadium wirksame Hilfe anzubieten, wurde im September 2008 eine Betriebsvereinbarung "Alkohol und Suchtmittel im Betrieb" geschlossen. Hintergrund ist die Ergreifung von Maßnahmen, die letztendlich auch das Beschäftigungsverhältnis sichern sollen.

Die Quote der durch Krankheit, Unfall und Heilverfahren ausgefallenen Arbeitstage an den möglichen Arbeitstagen betrug im Berichtszeitraum 4,13%.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 begingen 47 Mitarbeiter das 25-jährige, 22 Mitarbeiter ihr 40-jähriges und ein Mitarbeiter das 50-jährige Jubiläum.

Ca. 2.419 ehemalige Mitarbeiter oder deren Angehörige erhielten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung Zuwendungen des Unternehmens.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement sowie den Arbeitnehmervertretern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Weitere Informationen

Zu den von Aktionären rechtshängig gemachten Spruchstellenverfahren berichten wir für die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2008 wie folgt:

Verfahren gegen KHS AG und Klöckner Mercator Maschinenbau GmbH bezüglich des "angemessenen Ausgleichs" (§ 304 AktG) und der "angemessenen Abfindung" (§ 305 AktG) vor dem Landgericht Düsseldorf aufgrund des zwischen KHS AG und Klöckner Mercator Maschinenbau GmbH am 28. September 1993 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages.

 

Die KHS AG hat im Oktober 2000 beantragt, die Anträge auf Festsetzung einer den Betrag von 176,-- DM je Aktie der KHS im Nennwert von 50,-- DM übersteigenden Abfindung wie auch auf Festsetzung einer 10,15 DM übersteigenden jährlichen Ausgleichszahlung zurückzuweisen. Das Gericht hat am 8. Januar 2003 beschlossen, Beweis zu erheben und mit weiterem Beschluss vom 17. Oktober 2003 einen Sachverständigen mit der Erstattung eines Gutachtens beauftragt.

 

Dieses Gutachten ist im April 2008 durch den Gutachter fertig gestellt und im Mai 2008 durch das Gericht den Beteiligten übermittelt worden. Nach Prüfung des Gutachtens haben sich Einwendungen und Fragen seitens der KHS AG und Klöckner-Mercator-Maschinenbau GmbH ergeben, die dem Gericht mitgeteilt wurden. Das Gericht hat daraufhin mit Beschluss vom 3. November 2008 angekündigt, den Gutachter mit der Ergänzung seines Gutachtens zu beauftragen. Zuvor ist dieser jedoch aufgefordert worden, die damit verbundenen Kosten dem Gericht mitzuteilen.

Verfahren gegen Klöckner-Werke AG und KHS AG auf gerichtliche Bestimmung der angemessenen Abfindung für die durch Eingliederung gemäß § 320 Abs. 1 AktG ausgeschiedenen Aktionäre der KHS AG vor dem Landgericht Dortmund.

 

Das mit Beschluss des Landgerichts Dortmund vom 9. Juli 2003 beauftragte Sachverständigengutachten wurde im Juni 2008 fertig gestellt, dem Gericht vorgelegt und den Prozessparteien zur Stellungnahme zugeleitet. Anmerkungen oder Fragen seitens KHS AG oder der Klöckner-Werke AG bestehen hierzu nicht; das Gutachten teilt im Wesentlichen die Position der KHS AG und der Klöckner-Werke AG. Abzuwarten bleibt, ob Einwendungen der klagenden Aktionäre vorgetragen werden. Andernfalls wird eine Entscheidung des Gerichts auf Basis des Gutachtens erwartet.

Risikobericht

Die weltweite Geschäftstätigkeit des KHS-Konzerns bietet geschäftliche Chancen; diese sind jedoch mit unternehmerischen Risiken verbunden.

In der KHS-Gruppe ist daher ein umfangreiches Risikomanagement- und Reporting-System implementiert, um die Angemessenheit von Ertragsmöglichkeiten und unternehmerischen Risiken sicherzustellen. Grundlage hierfür sind die dokumentierten Risikostrategien der Klöckner-Werke AG (börsennotierte Muttergesellschaft) und der KHS AG sowie eine hierauf aufbauende KHS-Verfahrensanweisung zum Corporate Risk Management.

Zum Bilanzstichtag wird eine Risikoinventur durchgeführt, um die vorhandenen Risiken zu dokumentieren sowie zu quantifizieren und um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Wesentliche Risikokategorien sind Marktrisiken, die aus Konjunktur und Wettbewerb hervorgehen, kunden- bzw. länderbezogene Finanzrisiken im Zusammenhang mit Auftragsfinanzierungen, Abwicklungsrisiken bei komplexen und technologisch anspruchsvollen Anlagen sowie vertragliche Risiken. Die Risikoinventur wird mittels eines Risikodatenbank-Tools durchgeführt, um eine konzernweit einheitlich standardisierte Form sicherzustellen und um ein folgendes Monitoring von Risiken zu gewährleisten. Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einer jährlichen Risikoausschuss-Sitzung, präsentiert. Wesentliche Risiken werden in Zusammenarbeit von Vorstand und Risikomanagement identifiziert und anschließend vom Risikomanagement quartalsweise verfolgt.

Darüber hinaus findet eine permanente Risikoüberwachung im laufenden Geschäftsjahr statt durch ein Berichtswesen, das auf einer detaillierten Unternehmensplanung basiert und ständige Vergleiche der aktuellen Geschäftsentwicklung mit dem Budget ermöglicht. Außerdem wird eine systematische Erfassung und Auswertung von Qualitätskosten vorgenommen.

Für komplexe und wertmäßig bedeutende Projekte werden spezielle Prüfungen entsprechend einer besonderen KHS-Verfahrensanweisung durchgeführt. Dabei werden beginnend in der Angebotsphase alle an der künftigen Projektabwicklung beteiligten Abteilungen in den Prüfungsprozess einbezogen. Vom Engineering Service werden bedeutende Projekte hinsichtlich technischer Risiken untersucht. Von weiteren Fachabteilungen werden juristische sowie finanz- und ertragswirtschaftliche Risiken geprüft. Feststellungen unverhältnismäßig hoher Risiken führen zu Projektüberarbeitungen; Maßnahmen zur Risikominimierung werden entwickelt.

Finanzwirtschaftliche Risiken aus dem Forderungs- und Auftragsbestand unterliegen einer ständigen Überwachung durch das Rechnungswesen. Für den Bedarfsfall sind über die übliche Berichterstattung hinaus Ad-hoc-Meldungen vorgesehen.

Ausfallrisiken aus Auslandsforderungen werden vorwiegend durch Dokumenten-Akkreditive begrenzt; in Einzelfällen kommen auch Exportkreditversicherungen zum Einsatz. Gegen Risiken aus Veränderungen von Währungskursen werden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bestandsgefährdenden Auftragsrisiken zu erkennen.

Prognosebericht

Das Ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im vierten Quartal 2008 weiter verschlechtert und ist auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren gesunken. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Prognose das globale BIP-Wachstum 2009 auf 0,5 % gesenkt. Das Wachstum hat sich deutlich verlangsamt, und in einer Reihe von Industrieländern befindet sich die Wirtschaft bereits in einer Rezession. In den USA wird die Lage weiterhin als äußerst ungünstig betrachtet. Ebenfalls eher pessimistisch sieht der IWF die Situation für Deutschland. Ursprünglich war man von einem Nullwachstum ausgegangen, mittlerweile rechnet der IWF im nächsten Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,5 %.

Jedoch betrifft der Abschwung der Weltwirtschaft mittlerweile nicht mehr nur die großen Wirtschaftsregionen Nordamerika, Westeuropa und Asien. Auch die bis dato stützende Nachfrage aus den Schwellenländern hat sich abgekühlt. Ob und inwieweit die Rettungspakete zur Bekämpfung der Finanzkrise sowie die auf dem Weltwirtschaftsgipfel beschlossene Zusammenarbeit bei Konjunkturprogrammen Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten. Die realwirtschaftlichen Effekte sind derzeit nur schwer abzuschätzen. Wenn es jedoch in den nächsten Monaten gelingt, die geschwächten Sektoren zu stabilisieren, dürfte sich die Weltkonjunktur zum Ende des nächsten Jahres allmählich wieder leicht erholen.

Auch die Aussichten für den Maschinen- und Anlagenbau sind derzeit schlecht. Die Investitionsbereitschaft ist infolge der schwachen konjunkturellen Dynamik und verschärfter Kreditkonditionen sowie teilweise Überkapazitäten bereits rückläufig. Während in 2007 hauptsächlich Neuinvestitionen getätigt und Kapazitäten erweitert wurden, ist das Hauptziel von Investitionen derzeit im Wesentlichen die Ersatzbeschaffung. Die optimale Nutzung der vorhandenen Produktionskapazitäten sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen gewinnen vor diesem Hintergrund immer stärker an Bedeutung. Denn trotz wirtschaftlicher Engpässe sehen sich die Getränkehersteller auch weiterhin einer steigenden Nachfrage nach Getränken gegenüber - vor allem in den Schwellenländern. Das Bevölkerungswachstum, die Erreichung höherer Lebensstandards in den Schwellenländern sowie allgemeine modifizierte Konsumgewohnheiten sind dabei immer noch maßgeblicher Motor für das Wachstum der Getränkenachfrage.

Trotz steigender Getränkenachfrage im Wesentlichen in den Segmenten Wasser, Bier und Saft wird 2009 auch für die KHS AG ein insgesamt schwieriges Jahr werden. Mit Ausnahme einer anhaltenden Nachfrage in den Emerging Markets erwarten wir dennoch insgesamt einen deutlichen Rückgang im Neumaschinengeschäft. Zunehmender Wettbewerbsdruck und sinkende Investitionsbereitschaft kennzeichnen die wesentlichen Rahmenbedingungen, denen sich die KHS AG stellen muss. Im Hinblick auf die Umsatzstruktur ist allerdings zu erwarten, dass der Anteil des profitablen Ersatzteilgeschäftes und Umbauten steigt, und innerhalb des Maschinengeschäftes die im Vergleich profitablen Einzelmaschinen ein höheres Gewicht haben werden.

Mit effizienten und ganzheitlichen Lösungen für alle Verpackungsarten, von PET, Glas, Dose, Keg bis zu Pouch, sowie dem umfassenden Serviceangebot (Life Cycle Solutions) wirkt die KHS AG der Entwicklung entgegen. Insgesamt rechnen wir allerdings mit einem Rückgang der Gesamtleistung. Den dadurch entstehenden ineffizienten Kostenrelationen begegnen wir mit verschiedensten Maßnahmen, die teilweise bereits in 2008 eingeleitet wurden. Da wir mindestens für das 1. Halbjahr 2009 nicht von einer nennenswerten Erholung ausgehen, wird das Ergebnis des kommenden Jahres ebenfalls spürbar belastet werden.

Die KHS AG hat von der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, für das Geschäftsjahr 2009 eine konzerninterne Kreditlinie über 70 Mio. EUR zugesagt bekommen. Per 31.12.2008 wurde die konzerninterne Kreditlinie mit 34 Mio. EUR ausgenutzt. Die für das operative Geschäft der KHS AG erforderliche Liquidität ist nach derzeitigem Kenntnisstand damit gegeben.

Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres

Die Geschäftsentwicklung im Monat Januar ist vor dem Hintergrund der noch weltweit anhaltenden Finanzkrise deutlich abgeschwächt und auch in den nächsten Monaten wird mit einer weiterhin geringen Investitionsneigung bei den Kunden gerechnet, die zudem mit einem drastischen Preisdruck einhergehen wird.

Aus diesem Grund wurde mit Beginn des neuen Geschäftsjahres damit begonnen, Leiharbeiter freizusetzen und befristete Verträge nicht zu verlängern. Zudem wird mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über einzuführende Kurzarbeit beginnend ab März 2009 verhandelt. Im Geschäftsjahr 2009 werden Kostensenkungsmaßnahmen und Prozessverbesserungen eine hohe Priorität haben.

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Valentin Reisgen, schied mit Wirkung vom 31. Januar 2009 einvernehmlich aus dem Unternehmen aus. Bis zu einer endgültigen Neubesetzung dieser Position wurde Herr Roland Flach, gemäß § 105 Abs. 2 AktG mit der Wahrnehmung des Vorstandsvorsitzes betraut. Zudem wurde Herr Burkhard Becker zum weiteren Vorstand der Klöckner-Werke AG bestellt.

 

Dortmund, den 6. Februar 2009

Der Vorstand

Roland Flach (Vorsitzender)

Burkhard Becker

Dr. Ing. Johann Grabenweger MBA

Georg Michels

Volker Till

Bilanz

Anhang 31.12.2008 31.12.2007 Verän-
derung
TEUR % TEUR % TEUR
AKTIVA
Anlagevermögen 3)
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.669 6,7 15.097 3,6 15.572
Sachanlagen 64.694 14,1 51.820 12,3 12.874
Finanzanlagen 106.552 23,2 110.768 26,3 -4.216
201.915 44,0 177.685 42,2 24.230
Umlaufvermögen
Vorräte 4) 108.808 23,7 101.616 24,1 7.192
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5) 146.063 31,7 141.266 33,5 4.797
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 500 0,1 408 0,1 92
255.371 55,5 243.290 57,7 12.081
Rechnungsabgrenzungsposten 2.115 0,5 647 0,1 1.468
Summe Aktiva 459.401 100,0 421.622 100,0 37.779
PASSIVA
Eigenkapital 6)
Gezeichnetes Kapital 28.262 6,2 28.262 6,7 0
Kapitalrücklage 195.341 42,5 179.385 42,5 15.956
223.603 48,7 207.647 49,2 15.956
Rückstellungen 7)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 59.278 12,9 58.481 13,9 797
Steuerrückstellungen 344 0,1 150 0,0 194
Sonstige Rückstellungen 71.403 15,5 68.599 16,3 2.804
131.025 28,5 127.230 30,2 3.795
Verbindlichkeiten 8)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.235 0,3 1.706 0,4 -471
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.240 8,3 33.047 7,9 5.193
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.673 9,3 30.465 7,2 12.208
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen m. denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 343 0,1 0 0,0 343
Sonstige Verbindlichkeiten 20.847 4,5 21.527 5,1 -680
103.338 22,5 86.745 20,6 16.593
Rechnungsabgrenzungsposten 9) 1.435 0,3 0 0,0 1.435
Summe Passiva 459.401 100,0 421.622 100,0 37.779
Eventualverbindlichkeiten 10)
11)

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2008 2007 Verän-
derung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 12) 890.007 579.888 310.119
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -169.863 168.690 -338.553
Andere aktivierte Eigenleistungen 847 249 598
Gesamtleistung 720.991 100,0 748.827 100,0 -27.836
Sonstige betriebliche
Erträge
13) 29.443 4,1 22.717 3,0 6.726
Materialaufwand 14) 385.503 53,4 467.959 62,5 -82.456
Personalaufwand 15) 195.131 27,1 186.611 24,9 8.520
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.014 1,8 11.179 1,5 1.835
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16) 143.370 19,9 128.312 17,1 15.058
Beteiligungsergebnis 17) 5.244 0,7 1.261 0,2 3.983
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 18) 22.009 3,0 250 0,0 21.759
Zinsergebnis 19) -1.098 -0,2 -413 -0,1 -685
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/ Ergebnis vor Steuern (EBT) -4.447 -0,6 -21.919 -2,9 17.472
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 227 0,0 92 0,0 135
Erträge aus Verlustübernahme 4.674 0,6 22.011 2,9 -17.337
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0

Anhang

1. Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der KHS AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die Expertpack GmbH, Korbach, und die Expertpack Vertriebs GmbH, Korbach, zum 1. Januar 2008 sowie die KHS Asbofill GmbH, Neuss, zum 1. August 2008 auf die KHS AG verschmolzen. Auf eine angepasste Darstellung der Vorjahreswerte wird verzichtet, da diese Verschmelzungen, die Vergleichbarkeit nur unwesentlich beeinträchtigen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- und Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden im Wesentlichen planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben, wobei die steuerlich zulässigen Nutzungsdauern zugrunde gelegt werden.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Anteile an den Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden linear auf der Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen, wobei die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt werden.

Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 410 (bei Zugängen vor dem 01.01.2008) bzw. bis einschließlich EUR 150 (bei Zugängen nach dem 01.01.2008), werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, die nach dem 31.12.2007 erfolgen, wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird unterstellt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 15 Jahre
Geschäfts- und Firmenwerte 15 Jahre
Geschäfts- und Fabrikbauten 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3 bis 13 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert, unverzinsliche auf den Barwert abgezinst, Aufzinsungen als Zugang ausgewiesen. Erkennbare Risiken sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere Marktpreise zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet. Für allgemeine Lagerhaltungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abwertungen vorgenommen.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten (Lohn und Material) anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der Konstruktion enthalten. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete Forderungen werden einzeln wertberichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs oder zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Deckung durch Devisen- und Termingeschäfte werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Sicherungskurs angesetzt.

Pensionsrückstellungen sind zum versicherungsmathematischen Teilwert auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6 % und unter Zugrundelegung der "Richttafel 2005 G" bewertet. Für die Rückstellung für Altersteilzeit wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % angesetzt. Zusatzversorgungen aus Gehaltsumwandlungen (Deferred Compensation) sind mit einem Rechnungszinsfuß von 4 % ermittelt worden.

Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Die angegebenen Eventualverbindlichkeiten bemessen sich nach der Hauptschuld am Bilanzstichtag.

3. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Gewerb-
liche
Schutz-
rechte
Firmen-
wert
Geleistete
Anzah-
lungen
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
1. 1. 2008 16.316 15.338 1.548 33.202
Zugänge aus Verschmelzung
KHS Asbofill GmbH
Expertpack GmbH und
Expertpack Vertriebs GmbH
50 16.052 16.102
Zugänge 2.359 869 3.228
Umbuchung 756 -756
Abgänge 2.186 2.186
31. 12. 2008 17.295 31.390 1.661 50.346
Kumulierte Abschreibungen 10.028 9.649 19.677
Nettobuchwerte
31. 12. 2008 7.267 21.741 1.661 30.669
31. 12. 2007 6.391 7.158 1.548 15.097
Abschreibungen 2008 2.238 1.468 3.706

Die Zunahme der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf einen bei der Verschmelzung der KHS Asbofill GmbH, Neuss, entstandenen Firmenwert zurückzuführen. Die weiteren Zugänge betreffen überwiegend den Erwerb von Patenten und die Anschaffung von Softwarelizenzen.

b) Sachanlagen

Grund-
stücke
und
Bauten
Techn.
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs-
und
Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Anzah-
lungen
und
Anlagen
im Bau
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungs-/
Herstellkosten
1. 1. 2008 35.658 33.591 53.505 3.132 125.886
Zugänge aus
Verschmelzung
KHS Asbofill
GmbH
Expertpack
GmbH und
Expertpack
Vertriebs
GmbH
5 5 235 56 301
Zugänge 4.432 4.802 7.709 5.298 22.241
Umbuchung 2.565 393 147 -3.105 0
Abgänge 65 2.864 5.601 8.530
31. 12. 2008 42.595 35.927 55.995 5.381 139.898
Kumulierte
Abschreibungen
9.147 23.296 42.761 75.204
Nettobuchwerte
31. 12. 2008 33.448 12.631 13.234 5.381 64.694
31. 12. 2007 27.870 10.643 10.175 3.132 51.820
Abschreibungen
2008
1.420 3.178 4.709 9.307

Der Anstieg der Sachanlagen resultiert aus dem Zukauf von Grundstücken, der Errichtung neuer Produktionshallen sowie aus der Anschaffung von Produktionsmaschinen und dem Zukauf von Hardware für den IT-Bereich.

c) Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen Auslehungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
1. 1. 2008 117.349 2.714 684 3 120.750
Zugänge 20.127 16.299 36.426
Umbuchung 76 -76 0
Abgänge 909 1.030 2 1.941
Abgänge aus Verschmelzung KHS Asbofill GmbH
Expertpack GmbH
Expertpack Vertriebs GmbH
16.306 16.306
Kursdifferenz -386 -386
31. 12. 2008 120.337 17.597 608 1 138.543
Kumulierte
Abschreibungen
31.991 31.991
Nettobuchwerte
31. 12. 2008 88.346 17.597 608 1 106.552
31. 12. 2007 107.366 2.714 684 4 110.768
Abschreibungen
2008
22.009 22.009

Die Zugänge der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Erwerb der KHS Asbofill GmbH. Des Weiteren sind in dieser Position eine nachträgliche Kaufpreiszahlung aufgrund einer "Earn-out-Klausel" für bereits in 2006 zugekaufte Anteile an der KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad (Indien), eine bei der KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien), durchgeführte Kapitalerhöhung und dem zusätzlichen Erwerb der bislang von Dritten gehaltenen Anteile bezüglich der KHS Japan Corporation, Yodogawaku, Osaka (Japan), sowie der KHS AG Korea Co., Ltd., Seoul (Südkorea). Des Weiteren ist in den Zugängen der Erwerb der KHS Hensen Packaging GmbH, Verden, enthalten.

In den Abgängen der Anteile an verbundenen Unternehmen ist die jährliche Anpassung der Einlagen bei der Grundbesitzgesellschaft IRKAS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, München, berücksichtigt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo (Brasilien).

Unter den Beteiligungen sind hauptsächlich die Anteile an der Impuls AD, Gabrovo (Bulgarien) und der KHS-ZAGORA AD, Stara Zagora (Bulgarien), ausgewiesen.

Die Abschreibungen betreffen die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China).

4. Vorräte

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.794 46.568
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 321.993 487.473
Fertige Erzeugnisse, Waren 400 0
Geleistete Anzahlungen 2.594 5.581
Zwischensumme 369.781 539.622
Abzüglich erhaltene Anzahlungen -260.973 -438.006
Gesamt 108.808 101.616

Für erhaltene Anzahlungen sind Anzahlungsgarantien von Banken und Versicherungen in Höhe von TEUR 31.700 ausgelegt worden.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 79.287 58.801
davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (5.477) (2.065)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.298 65.935
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
274 484
Sonstige Vermögensgegenstände 16.204 16.046
Gesamt 146.063 141.266

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 40.635 (Vorjahr: TEUR 33.201) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Außerdem sind geleistete Anzahlungen von TEUR 5.796 (Vorjahr: TEUR 6.922) enthalten. Im Vorjahr wurde bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auch der Saldo aus dem Finanzverkehr mit der Klöckner-Werke AG über TEUR 32.734 ausgewiesen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 9.381 für Altersteilzeit und Pensionszusagen enthalten.

6. Eigenkapital

Die KHS AG ist seit dem Geschäftsjahr 1999/2000 in die Klöckner-Werke AG, Duisburg, eingegliedert.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt TEUR 28.262 und ist eingeteilt in 1.104.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien im Nennbetrag von je EUR 25,60.

In der Kapitalrücklage sind TEUR 36.621 enthalten, die aus der damaligen Verschmelzung der ehemaligen Seitz Enzinger Noll Maschinenbau AG, Mannheim, und der Holstein und Kappert AG, Dortmund, resultieren. Außerdem werden an dieser Stelle in Vorjahren geleistete Zuzahlungen der alleinigen Muttergesellschaft Klöckner-Werke AG, Duisburg, für Akquisitionen der KHS AG ausgewiesen. Hiervon betreffen TEUR 54.706 den Erwerb der Klöckner KHS Inc., Waukesha (USA), sowie TEUR 13.058 den Erwerb der KHS Kisters Maschinenbau GmbH, Kleve. Zudem wurde eine im Geschäftsjahr 2005 durch die Klöckner-Werke AG beschlossene Eigenkapitalerhöhung über TEUR 75.000 ebenfalls hier eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte im Sinne von § 272 Abs. 2 Ziffer 4 HGB für den Erwerb der KHS Asbofill GmbH, Neuss, eine weitere Zuzahlung über TEUR 15.956.

Die Eigenkapitalquote der KHS AG beträgt 48,7 %.

7. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen sind auf Basis der "Richttafeln 2005 G" ermittelt worden. Der Übergang auf die neuen Richttafeln wurde bereits im Geschäftsjahr 2005 in voller Höhe berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Nachlaufkosten und Risiken aus dem Absatzbereich sowie arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen. Für Sozialplanverpflichtungen und Altersteilzeit bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.185 (Vorjahr: TEUR 11.836).

8. Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit
31.12.2008 bis 1 Jahr 1 bis über 31.12.2007
5 Jahre 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.235 1.235 1.706
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.240 35.288 2.391 561 33.047
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.673 42.673 30.465
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 343 343 0
Sonstige Verbind-lichkeiten 20.847 11.744 8.400 703 21.527
davon aus Steuern (5.174) (5.174) (4.648)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.093) (1.041) (52) (0)
Gesamt 103.338 90.048 12.026 1.264 86.745

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen die Refinanzierung eines einem inländischen Kunden eingeräumten Darlehens für eine Pilotanlage.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 5.692 (Vorjahr: TEUR 5.640) und erhaltene Anzahlungen mit TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 6.633) ausgewiesen. Zudem enthält diese Position den Finanzsaldo aus der Cash Management Vereinbarung mit der Salzgitter Mannesmann GmbH mit TEUR 34.468 (Vorjahr: TEUR 24.825). In diesem Saldo ist die Verlustübernahme durch die Klöckner-Werke AG bereits enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. die Restkaufpreisverpflichtung der KHS AG für den Erwerb der Guangdong Light Industry Machinery No. 2 Plant Co., Ltd. (GLM2), Shantou (China), mit unverändert TEUR 8.400.

9. Rechnungsabgrenzung

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beruht auf einer Umsatzabgrenzung zu Serviceverträgen.

10. Haftungsverhältnisse

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 7.050 5.936

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Bürgschaften für Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.843 (Vorjahr: TEUR 1.128) sowie Rückkaufsverpflichtungen für gelieferte Abfüllanlagen in Höhe von TEUR 5.207 (Vorjahr: TEUR 3.514).

Zudem besteht bei der Salzgitter AG, Salzgitter, eine Haftungserklärung für von der Dresdner Bank AG herausgelegte Kredite für die KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China) über TEUR 14.112. Sofern die Salzgitter AG in Anspruch genommen wird, würde eine Weiterbelastung an die KHS AG erfolgen.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Verträgen (Betrag p. a.) 6.081 4.961
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (774) (809)
Bestellobligo aus Investitionen 2.472 5.867

Für die Anmietung der Betriebsgrundstücke der Beteiligungsgesellschaft IRKAS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, München, bestehen Mietverträge, aus denen sich eine kostenabhängige Miete ergibt. Die Mietverträge mit der IRKAS laufen bis zum 31. August 2009. Der Gesamtmietaufwand (einschließlich IRKAS) betrug in 2008 TEUR 6.081. Außerdem bestanden Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.493.

Aus der Anmietung von Büroräumen für diverse Vertriebsbüros bestehen laufende Verpflichtungen, die sich für 2008 auf TEUR 139 belaufen.

12. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2008 2007
TEUR TEUR
Deutschland 173.924 76.502
Übrige Europäische Union 273.638 110.191
Übriges Europa 217.791 175.014
Amerika 74.766 76.039
Asien 88.154 97.193
Übrige Länder 61.734 44.949
Gesamt 890.007 579.888

13. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie den Ausgleichsposten für die Inanspruchnahme von Rückstellungen.

Auf aperiodische Posten entfällt ein Betrag von TEUR 17.717 (Vorjahr: TEUR 17.761). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie der Auflösung von Rückstellungen.

14. Materialaufwand

2008 2007
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 316.971 389.771
Aufwendungen für bezogene Leistungen 68.532 78.188
Gesamt 385.503 467.959

15. Personalaufwand

2008 2007
TEUR TEUR
Entgelt (Löhne und Gehälter) 161.831 154.532
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 33.300 32.079
davon für Altersversorgung (5.187) (4.992)
Gesamt 195.131 186.611

Nach der ERA-Einführung ist die Unterscheidung nach Lohnempfängern und Angestellten entfallen. Es wird nunmehr zwischen direkten und indirekten Mitarbeitern unterschieden. Während direkte Mitarbeiter "am Produkt arbeiten" (z. B. Fertigung, Montage) sind die Tätigkeiten der indirekten Mitarbeiter dem Produkt nicht exakt zuzuordnen (z. B. Verwaltung, Vertrieb).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2008 2007
Direkte Mitarbeiter 1.561 Gewerbliche Mitarbeiter 862
Indirekte Mitarbeiter 1.258 Angestellte 1.786
Auszubildende 141 Auszubildende 132
Gesamt 2.960 Gesamt 2.780

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Vertriebskosten wie Provisionen und Ausgangsfrachten, Kosten für Werbung und Messen sowie Reisekosten enthalten. Des Weiteren werden hier Miet- und Leasingaufwendungen sowie die Verwaltungs- und Datenverarbeitungskosten ausgewiesen. Ferner werden hier die Zuweisung zu den sonstigen Rückstellungen sowie Wertberichtigungen auf Forderungen berücksichtigt. Die Position enthält darüber hinaus mit TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 262) den Aufwand aus sonstigen Steuern.

Zudem ist in dieser Position der bei der Verschmelzung der Expertpack GmbH entstandene Verschmelzungsverlust über TEUR 263 enthalten.

Auf aperiodische Posten entfallen TEUR 7.854 (Vorjahr: TEUR 7.438). Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

17. Beteiligungsergebnis

2008 2007
TEUR TEUR
Erträge aus Beteiligungen 5.244 1.261
davon aus verbundenen Unternehmen (5.244) (1.261)
Ergebnis aus Beteiligungen 5.244 1.261

Die Beteiligungserträge resultieren im Wesentlichen aus Gewinnausschüttungen der KHS RUS OOO, Moskau (Russ. Föderation), KHS USA, Inc., Waukesha (USA), KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine (Australien), sowie der KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf (Österreich).

18. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der Beteiligungsbuchwert der KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou (China) wurde vollständig abgeschrieben.

19. Zinsergebnis

2008 2007
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.543 1.560
davon aus verbundenen Unternehmen (1.165) (366)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.641 1.973
davon an verbundene Unternehmen (1.249) (361)
Gesamt -1.098 -413

20. Finanzinstrumente

Zur Steuerung und Optimierung des Währungsrisikos wurden Finanzinstrumente eingesetzt. Diese waren überwiegend auftragsbezogen.

Umfang der Finanzinstrumente Unterschiedsbetrag aus Zeitwerten
TEUR TEUR
Devisentermingeschäfte USD 18.200 -80
Devisentermingeschäfte GBP 7.922 1.306
Devisentermingeschäfte AUD -256 -9
Devisentermingeschäfte ZAR -12 -16
Gesamt 25.854 1.201

Der Zeitwert wurde durch Vergleich der vereinbarten Terminkurse mit den Kursen des Bilanzstichtages ermittelt.

21. Sonstige Angaben

Die Mitglieder des Vorstands der KHS AG im Geschäftsjahr waren:

 

Roland Flach, Kronberg im Taunus, Vorsitzender (ab 1. Februar 2009)
(Anmerkung: Gemäß § 105, Abs. 2 AktG, wurde Herr Flach vom Aufsichtsrat in den Vorstand der KHS AG entsandt.)
Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG, Duisburg

 

Valentin Reisgen, Neuss, Vorsitzender (bis 31. Januar 2009)
Ressort Unternehmensentwicklung, Führungskräfte, Recht und Patente,
Life Cycle Solutions, Qualitäts- und Prozessmanagement

 

Burkhard Becker, Hattingen
Ressort Finanzen und Personal (Arbeitsdirektor)

 

Dr. Ing. Johann Grabenweger MBA,
Frankfurt/Main
Ressort Produktion und Logistik/Einkauf

 

Georg Michels, Düsseldorf (seit 1. Juli 2008)
Ressort Vertrieb

 

Volker Till, Hofheim/Taunus
Ressort Technik und Entwicklung

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen in der Zeit vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.424).

An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden TEUR 1.139 (Vorjahr: TEUR 1.013) gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis belaufen sich auf TEUR 11.345 (Vorjahr: TEUR 10.716).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der KHS AG im Geschäftsjahr 2008:

 

Roland Flach, Kronberg im Taunus, Vorsitzender (bis 31. Januar 2009)
Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG, Duisburg

 

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Salzgitter, Vorsitzender (ab 1. Februar 2009)
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands (Finanzen und Technologie) der Salzgitter AG, Salzgitter

 

Joachim Kletzin, Berlin, Stellvertretender Vorsitzender
Schulleiter der IG Metall-Bildungsstätte, Berlin

 

Erich Bach, Frankfurt/Main
Leiter Stabsstelle IR/DS beim
Vorstand der IG Metall, Frankfurt/Main

 

Karl Ehlerding, Hamburg
Geschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1"
Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg

 

Karl-Heinz Engbarth, Bad Kreuznach
Vorsitzender des Betriebsrats der KHS AG, Werk Bad Kreuznach

 

Maternus Gemmel, Bad Kreuznach (seit 1. Februar 2009)

 

Heinz Groschke, Büchen
Vorstand (Handel) der Salzgitter AG, Salzgitter

 

Peter-Jürgen Schneider, Hannover
Vorstand (Personal) und Arbeitsdirektor der Salzgitter AG, Salzgitter

 

Artur Schreiber, Dortmund
Prokurist und Leiter des Zentralbereichs Logistik der KHS AG

 

Peter Söpper, Dortmund
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der KHS AG,
Werk Dortmund

 

Karl Spanke, Essen
Leiter der Revision der Salzgitter AG, Salzgitter

 

Helmut Weber, Fröndenberg
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der KHS AG und des
Betriebsrats der KHS AG, Werk Dortmund

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 68).

Mit der Klöckner-Werke AG, Duisburg, besteht ein Gewinnabführungsvertrag, aus dem die Klöckner-Werke AG auch zum Ausgleich der während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbeträge verpflichtet ist.

Die KHS AG wird in den auf Basis der IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Klöckner-Werke AG, Duisburg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Klöckner-Werke AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unternehmensregister hinterlegt.

Der auf Basis der IFRS aufgestellte Konzernabschluss der Salzgitter AG, Salzgitter, als Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufzustellen hat, wird ebenfalls im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unternehmensregister hinterlegt.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Name und Sitz des Unternehmens Währung Stichtagskurs 31.12.2008 in EUR/WE Beteiligungsanteile % Eigenkapital in 1.000 WE Jahresergebnis in 1.000 WE
1 Holstein und Kappert GmbH, Dortmund EUR 100,0 25 0
2 IRKAS Beteiligungs GmbH & Co.
Vermietungs-KG, München EUR 99,0 26 1
3 Seitz Enzinger Noll GmbH, Bad Kreuznach EUR 100,0 27 0
4 KHS Hensen Packaging GmbH, Verden 1) 3) EUR 100,0 - -
5 KHS Andes Limitada, Bogotá (Kolumbien) COP 3.124,4800 99,9 -887.238 -917.238
6 KHS Argentina S.A., Buenos Aires
(Argentinien) ARS 4,8044 95,0 0 9
7 KHS Asia Pte. Ltd., Singapur (Singapur) EUR 100,0 223 350
8 KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf
(Österreich) EUR 100,0 248 -33
9 KHS Benelux B.V., Breda (Niederlande) EUR 100,0 177 158
10 KHS China GLM2 Co. Ltd., Shantou
(VR China) 4) CNY 9,4956 70,0 157.053 3.770
11 KHS GmbH, Wolfwil (Schweiz) CHF 1,4850 100,0 1.288 507
12 KHS Indústria de Máquinas Ltda.,
São Paulo (Brasilien) BRL 3,2436 100,0 10.960 -6.946
13 KHS Italia S.r.l., Mailand (Italien) EUR 99,0 43 2
14 KHS Japan Corporation, Yodogawaku,
Osaka (Japan) JPY 126,1400 100,0 185.341 32.080
15 KHS Machine & Equipment Co. Ltd.,
Quinhuangdao (VR China) CNY 9,4956 100,0 2.182 316
16 KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad (Indien) INR 67,6360 89,0 335.427 30.183
17 KHS Machines Nigeria Ltd., Lagos (Nigeria) NGN 193,2490 100,0 196.519 8.808
18 KHS Makine Sanayi VE Ticaret Limited Sirketi,
Istanbul (Türkei) TRY 2,1488 99,9 35 -64
19 KHS Manufacturing (S.A.) (Pty.) Ltd,
Kramerville (Südafrika) ZAR 13,0667 100,0 22.680 5.841
20 KHS México S.A. de C.V., Zinacantepec
(Mexiko) MXN 19,2333 100,0 105.306 5.521
21 KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine (Australien) AUD 2,0274 100,0 2.974 2.774
22 KHS RUS OOO, Moskau (Russ. Föderation) RUB 41,2830 99,0 13.759 11.775
23 KHS S.A.R.L., Torcy (Frankreich) EUR 100,0 214 116
24 KHS s.r.o., Budweis (Tschechische Republik) CZK 26,8750 100,0 7.845 4.468
25 KHS Sibiu S.R.L., Sibiu (Rumänien) RON 4,0225 100,0 156 244
26 KHS Skandinavien ApS, Glostrup (Dänemark) DKK 7,4506 100,0 1.420 1.418
27 KHS UK Ltd., Solihull (Großbritannien) GBP 0,9525 100,0 574 206
28 KHS Ukraine OOO, Kiew (Ukraine) UAH 10,9596 100,0 1.088 498
29 KHS USA, Inc., Waukesha (USA) USD 1,3917 100,0 52.258 3.066
30 KHS-ZAGORA AD, Stara Zagora (Bulgarien) BGN 1,9558 50,0 731 231
31 Kisters Limited, Redditch (Großbritannien) GBP 0,9525 100,0 254 0
32 Klöckner Holstein Seitz S.A.,
St. Cugat del Valles (Spanien) EUR 100,0 509 97
33 KHS AG Korea Co., Ltd., Seoul
(Südkorea) 2) 4) KRW 1.839,1300 100,0 587.038 63.178
34 Impuls AD, Gabrovo (Bulgarien) 3) BGN 1,9558 15,2 376 -

Die angegebenen Werte zu Eigenkapital und Jahresergebnis sind, ausgenommen bei den mit 4) (Landesrecht) gekennzeichneten Posten, den IFRS-Abschlüssen zum 31. Dezember 2008 entnommen.

1) ab 11. Juli 2008

2) Jahresabschluss 2007

3) Schätzung, Abschluss liegt noch nicht vor.

 

Dortmund, den 6. Februar 2009

Der Vorstand

Roland Flach (Vorsitzender)

Burkhard Becker

Dr. Ing. Johann Grabenweger MBA

Georg Michels

Volker Till

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KHS AG, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 20. Februar 2009

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ben Buiting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Detmar Lentz, Wirtschaftsprüfer

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