Volksbank Beckum eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster GnR 384
Eingetragen
14.6.1972
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere aa) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; bb) die Annahme von sonstigen Einlagen; cc) die Gewährung von Krediten aller Art; dd) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; ee) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; ff) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; gg) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; hh) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; ii) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Immobilien, Versicherungen und Reisen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Beckum eG

Beckum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktivseite

      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     2.783.084,80   2.871
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     7.199.313,53   8.404
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.199.313,53       (8.404)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 9.982.398,33 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     12.613.009,61   7.780
b) andere Forderungen     38.405.433,58 51.018.443,19 14.983
4. Forderungen an Kunden       350.972.199,86 344.563
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 122.525.233,28       (135.665)
Kommunalkredite 19.575.452,31       (15.661)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   5.023.131,15 5.023.131,15   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.023.131,15       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   5.194.969,18     5.093
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.194.969,18       (5.093)
bb) von anderen Emittenten   50.202.672,87 55.397.642,05   58.718
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 35.945.615,33       (55.239)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 60.420.773,20 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       52.061.890,74 56.850
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     21.650.307,10   21.359
darunter:          
an Kreditinstituten 3.162.746,30       (2.871)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     660.115,03 22.310.422,13 653
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 280.000,00       (280)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       358.086,61 515
darunter: Treuhandkredite 358.086,61       (515)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte:          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     40.950,00   73
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 40.950,00 0
12. Sachanlagen       8.949.700,14 9.391
13. Sonstige Vermögensgegenstände       4.176.531,53 3.811
14. Rechnungsabgrenzungsposten       0,00 0
Summe der Aktiva       560.291.395,73 535.064

Passivseite

         
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     300,00   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     105.578.199,97 105.578.499,97 96.313
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   170.969.337,34     161.087
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   24.792.674,46 195.762.011,80   34.424
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   120.138.417,57     117.794
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   63.738.745,13 183.877.162,70 379.639.174,50 54.773
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     12.077.011,70   11.165
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 12.077.011,70 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       358.086,61 515
darunter: Treuhandkredite 358.086,61       (515)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       757.355,62 789
6. Rechnungsabgrenzungsposten       61.465,14 124
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     5.165.062,00   5.303
b) Steuerrückstellungen     546.000,00   0
c) andere Rückstellungen     4.440.294,62 10.151.356,62 3.667
8. - - -       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       2.000.000,00 0
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     11.252.222,52   11.430
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   17.859.969,38     17.602
cb) andere Ergebnisrücklagen   19.250.000,00 37.109.969,38   19.012
d) Bilanzgewinn     1.306.253,67 49.668.445,57 1.066
Summe der Passiva       560.291.395,73 535.064
      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   11.174.284,95     12.577
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 11.174.284,95   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   20.748.530,25 20.748.530,25   19.471
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

      Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   18.461.230,79     19.294
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   2.609.449,06 21.070.679,85   2.912
2. Zinsaufwendungen     8.485.798,92 12.584.880,93 9.112
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     1.522.173,24   973
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     394.123,13   357
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 1.916.296,37 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     5.564.506,28   5.736
6. Provisionsaufwendungen     603.398,09 4.961.108,19 612
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       1.906.484,94 848
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil       0,00 260
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   6.261.892,32     6.286
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.390.344,20 7.652.236,52   1.574
darunter: für Altersversorgung 159.018,88       (370)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     4.156.087,61 11.808.324,13 4.037
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       945.405,58 1.179
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       1.227.337,74 658
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     2.284.399,54   4.360
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 2.284.399,54 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   59
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. - - -       0,00 0
19. Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit       5.103.303,44 2.503
20. Außerordentliche Erträge     275.774,12   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       275.774,12 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     2.045.700,70   1.440
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen (2010: Ertrag)     27.123,19 2.072.823,89 3
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken       2.000.000,00 0
25. Jahresüberschuss       1.306.253,67 1.066
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        1.306.253,67 1.066
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        1.306.253,67 1.066
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       1.306.253,67 1.066

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Barreserven wurden zum Nennwert bilanziert; der Bewertung der Sortenbestände liegen die zum Jahresende gültigen Marktkurse zugrunde.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist ausreichend Rechnung getragen.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden in den meisten Fällen die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Bei einigen Wertpapieren wurden aufgrund von Marktilliquidität bzw. aufgrund von aktuellen Erkenntnissen Zweitmarktkurse verwendet.

Der Umfang derivativer Geschäfte sowie ergänzende Angaben zu ihrer Bewertung sind im Abschnitt D. aufgeführt.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Die im Zuge der im Juni 2011 vollzogenen Verschmelzung der WGZ BANK Luxembourg S. A. auf die DZ PRIVATBANK S. A. zugegangenen Anteile haben wir nach Tauschgrundsätzen unter Gewinnrealisierung bewertet.

Die Sachanlagen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, vorgenommen. Gebäude und bewegliche Sachanlagevermögen wurden linear abgeschrieben.

Die Aktivierung des Körperschaftsteuerguthabens gemäß § 37 Abs. 5 KStG wurde mit dem Abzinsungsfaktor, abgeleitet aus der maßgeblichen Zinskurve für Bundesanleihen vom 31.12.2006, abgezinst.

Erhöhte Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Ab dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 150 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 150, aber nicht über EUR 410 lagen.

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Altersteilzeitrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt.

Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 5,13 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit einem Zinssatz von 3,79 % abgezinst. Dabei wurde auf die durchschnittliche Restlaufzeit des Altersteilzeitbestandes abgestellt. Im Vorjahr wurde auf eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren abgestellt. Aus der Methodenänderung resultieren keine wesentlichen Ergebnisveränderungen.

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) bei den Pensionsrückstellungen und von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) bei den Altersteilzeitrückstellungen sowie eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Terminkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich bestandsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung sind in dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2011

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Zuschreibungen Umbuchungen a) Abgänge b) Zuschüsse
    des Geschäftsjahres
  EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte: 179.425,12 9.521,17 0,00 0,00 a) 0,00
          b) 0,00
Sachanlagen:          
a) Grundstücke und Gebäude 16.826.332,36 201.797,15 0,00 0,00 a) 0,00
          b) 0,00
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.432.700,30 274.673,65 0,00 0,00 a) 13.483,12
          b) 0,00
Summe a 23.438.457,78 485.991,97 0,00 0,00 a) 13.483,12
          b) 0,00
  Abschreibungen (kumuliert) Buchwerte am Bilanzstichtag Abschreibungen Geschäftsjahr
       
  EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte: 147.996,29 40.950,00 41.343,17
       
Sachanlagen:      
a) Grundstücke und Gebäude 9.097.037,64 7.931.091,87 540.977,15
       
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.675.282,56 1.018.608,27 363.085,26
       
Summe a 14.920.316,49 8.990.650,14 945.405,58
       
  Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00   0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 22.070.807,01   22.310.422,13
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00   0,00
Summe b 22.070.807,01 239.615,12 22.310.422,13
Summe a und b 45.509.264,79   31.301.072,27

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 43.530.975,52 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) 22.000.000,00 6.000.000,00 10.100.000,00 0,00
Forderungen an Kunden (A 4) 12.018.321,90 38.597.614,65 92.845.032,88 185.256.214,68

In den Forderungen an Kunden sind EUR 21.980.760,19 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im Geschäftsjahr 2012 EUR 20.961.070,00 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen) fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

In folgenden Posten sind enthalten:

  davon  
  börsenfähige Wertpapiere
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertet
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 60.420.773,20 49.568.561,34 10.852.211,86 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 7.689.773,00 0,00 7.689.773,00 0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 2.789.342,30 0,00 2.789.342,30  

Wir halten folgende Anteile oder Anlageaktien an inländischen oder vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen (§ 1 InvG bzw. § 2 Abs. 9 InvG) im Posten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:

  Wert der Anteile i. S. § 36 InvG bzw. vergleichbarer ausländischer Vorschriften (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. DEVIF-Fonds Nr. 534 48.985.438 4.613.320 1.251.782

Bei dem oben genannten Fonds handelt es sich um einen laufzeitunabhängigen Spezialfonds der Union-Investement, Frankfurt, dessen Anlageschwerpunkt im Bereich deutsche und europäische festverzinsliche Wertpapiere liegt. Es bestehen Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.

Im Aktivposten 12 (Sachanlagen) sind enthalten:

  EUR
im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 6.662.917,24
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.018.608,27

In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

  EUR
Körperschaftsteuerguthaben 3.537.789,69
Forderungen aus Vermittlungsprovisionen 496.677,46

In den Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- Aktiva 4 292.000,00 317.000,00
- Aktiva 5 2.310.926,70 1.385.572,11
- Aktiva 6 0,00 26.075,89

Neben Sortenbeständen in Höhe von EUR 11.278,46 enthalten die Vermögensgegenstände Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 589.501,58.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 100.576.949,97 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 1.838.933,52 6.686.712,38 42.539.588,96 54.317.266,96
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 650.894,03 10.211.493,57 13.759.708,03 170.578,83
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 36.333.899,41 15.499.429,52 10.567.938,08 1.166.889,75

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende Beträge größeren Umfangs und wesentliche Einzelbeträge enthalten:

  EUR
Abgeltungsteuer 287.941,31
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 215.332,93

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 61.465,14 (Vorjahr EUR 121.760,71) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

  Verbindlichkeiten gegenüber
  verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0,00 0,00 100.576.949,97 93.312.378,22
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 0,00 0,00 0,00 174,04
verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 0,00 0,00 12.077.011,70 11.165.446,66

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 589.501,58 und in den unter dem Strich vermerkten Eventualverbindlichkeiten im Gegenwert von EUR 7.559.530,28 enthalten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die passiven Steuerlatenzen aus Substanzausschüttungen bei Fonds werden durch höhere aktive Steuerlatenzen aus der Bewertung von Forderungen an Kreditinstituten, Kunden und Wertpapieren sowie aus Rückstellungen mehr als ausgeglichen.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

      EUR
Geschäftsguthaben      
a) der verbleibenden Mitglieder     10.973.438,10
b) der ausscheidenden Mitglieder     257.934,42
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen     20.850,00
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 732.927,48  
      11.252.222,52

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

  Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2011 17.602.300,26 19.011.683,13
Einstellungen    
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 257.669,12 238.316,87
Stand 31.12.2011 17.859.969,38 19.250.000,00

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleisten.

Die ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

In der nachfolgenden Übersicht sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, dargestellt (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB).

  Nominalbetrag
TEUR
beizulegender Zeitwert
TEUR
ggf. vorhandener Buchwert
TEUR
Bilanzposten
Zinsbezogene Geschäfte:        
OTC Produkte        
Zins-Swaps (gleiche Währung) 10.000 - 1.199 -385 Passiva 7
(davon Swaption (2019 - 2041)) (5.000) (- 385) (-385) Passiva 7
Währungsbezogene Geschäfte:        
OTC Produkte        
Devisentermingeschäfte 12.595 + 227 - 207   -

Die Zinsswaps, soweit zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos erworben, sind mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag angegeben. Dabei haben wir die variablen Zahlungsströme mit Forward Rates - abgeleitet aus der aktuellen Zinsstrukturkurve - berechnet und diese - ebenso wie die fixen Zahlungsströme mit der Swapkurve diskontiert. Die auf den Zeitraum vom jeweils letzten Zinstermin bis zum Bilanzstichtag entfallenden und im Jahresabschluss bereits berücksichtigten Zinsen sind im beizulegenden Zeitwert der Zinsswaps enthalten.

In den Swaps ist in Höhe von 5,0 Mio. EUR (Laufzeit 2019 - 2041) eine Swaption enthalten. Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung von 385.000,00 EUR gebildet. Die Zinsswaps führen wir im Anlagebuch; sie dienen - soweit zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos erworben - der Absicherung gegen steigende Zinsen und werden zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene eingesetzt.

Den beizulegenden Zeitwert der Devisentermingeschäfte des Nichthandelsbestands haben wir aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (in Fremdwährung und in Euro) unter Anwendung der Zinsstrukturkurve der jeweiligen Währung ermittelt.

Die fremdwährungsbezogenen Termingeschäfte (Devisentermingeschäfte) des Nichthandelsbestandes sind vollständig dem Anlagebuch zugeordnet und betreffen Kundengeschäfte, für die jeweils fristenkongruente Gegengeschäfte mit unserer genossenschaftlichen Zentralbank bestehen.

Neben den vorstehenden Derivatgeschäften des Nichthandelsbestands wurden einheitlich zu bilanzierende strukturierte Finanzinstrumente erworben. Sie beinhalten neben einem Basisinstrument eine Zinsobergrenzenvereinbarung (Cap) bzw. eine Zinsuntergrenzenvereinbarung (Floor).

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

  Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände (Gesamtbetrag in EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99.201.767,32
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 742.258,38

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

  EUR
Sonstige betriebliche Erträge  
Erträge aus der Hebung KöSt-Guthaben 2010 1.460.515,34
Sonstige betriebliche Aufwendungen  
Rückstellungen für Prozessrisiken und Prozesskosten 450.848,21
Drohverlustrückstellungen Swaps 385.000,00
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 350.327,08
Außerordentliche Erträge  
Erträge aus der Hebung der stillen Reserven WGZ Luxembourg 275.774,12

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

  EUR
Zinserträge 242.191,72
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 56.450,38

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen nahezu ausschließlich auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 13.931,00 und der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen auf EUR 433.096,37. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2011 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 5.165.062,00.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für

  EUR
Mitglieder des Vorstandes 1.100,68
Mitglieder des Aufsichtsrates 1.217.799,71

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen sind nicht zustande gekommen.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 2.159.400. Darin enthalten sind Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.114.800, sowie Haftsummenverpflichtungen aus Mitgliedschaften bei Genossenschaften in Höhe von EUR 1.044.600.

Daneben besteht die Verpflichtung gegenüber der Stadt Beckum zur Bebauung eines Grundstücks.

Die Zahl der 2011 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

  Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 89 46
Gewerbliche Mitarbeiter 0 0
  89 46

Außerdem wurden durchschnittlich 13 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

    Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Ende 2010 22.808 79.618 11.404.000,00
Zugang 2011 291 341 145.000,00
Abgang 2011 451 2.014 225.000,00
Ende 2011 22.648 77.945 11.324.000,00
  EUR
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um 215.031,59
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um 80.000,00
Höhe des Geschäftsanteils 150,00
Höhe der Haftsumme begrenzt auf den ersten Anteil 500,00

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.

Mecklenbecker Straße 235 - 239

48163 Münster

Mitglieder des Vorstandes

Stefan Hoffmann, Bankvorstand für den Marktfolgebereich

Dirk Komitsch, Bankvorstand für den Marktbereich

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Klaus Wessel, Vorsitzender, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Hamm

Brigitte Oenkhaus-Weber, stellvertretende Vorsitzende, Oberstudienrätin

Heinz-Josef Demandt, selbst. Unternehmer

Dr. Luigi Di Matteo, selbst. Maschinenbauingenieur

Inge Döinghaus, Krankenschwester

Ulrich Everke, angest. Vertriebsleiter

Rüdiger Gockel, selbst. Rechtsanwalt und Notar

Hans Münstermann, selbst. Fleischermeister

August Schomacher, selbst. Unternehmer

Heinrich Schulze-Düllo, selbst. Landwirt

Ulrich Tigges, selbst. Unternehmer

Lothar Wenzel, selbst. Schreinermeister

 

Beckum, 20.03.2012

Volksbank Beckum eG

Der Vorstand

Stefan Hoffmann

Dirk Komitsch

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Beckum eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Münster, 9. Mai 2012

Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.

i. V. Alfred Nierfeld, Wirtschaftsprüfer

i. V. Matthias Schmedt auf der Günne, Wirtschaftsprüfer

Vorschlag für die Ergebnisverwendung 2011 der Volksbank Beckum eG

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.306.253,67 wie folgt zu verwenden:

  EUR
5,00 % Dividende 561.153,74
Bonuszahlung 1,00 % 112.231,30
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 332.868,63
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen 300.000,00
insgesamt 1.306.253,67

 

Beckum, 20.03.2012

Volksbank Beckum eG

Der Vorstand

Stefan Hoffmann

Dirk Komitsch

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 22.05.2012 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2011 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.306.253,67 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011

der Volksbank Beckum eG

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Im Berichtsjahr haben eine konstituierende und fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen sowie 14 Ausschusssitzungen (Kredit-, Prüfungs-, Personal-, Wahl-, Bau- und Strukturausschuss) stattgefunden. Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Gesamtplenum regelmäßig durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates berichtet.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Bücher war dem Aufsichtsrat zu jedem Zeitpunkt gegeben. Bei der Überwachung des Kreditgeschäfts wurden Bonitäten, Risiken sowie Bewertungsfragen mit dem Vorstand detailliert erörtert. Das Ergebnis der externen Prüfung wurde im Plenum ausführlich besprochen und erörtert. Weiter hat sich der Aufsichtsrat über besondere Vorgänge und Projekte von wesentlicher Bedeutung insbesondere über die geplante Fusion mit der Volksbank Lippstadt eG unterrichten lassen.

Die Ergebnisse der externen Prüfungen sowie die Jahresberichte der Internen Revision und des Compliance-Beauftragten wurden im Prüfungsausschuss ausführlich erörtert. Eingehend hat sich der Aufsichtsrat mit der wirtschaftlichen Lage der Bank befasst. Der Aufsichtsrat ist mit dem Verlauf und dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 zufrieden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2011 mit Lagebericht wird vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2011 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Demandt, Everke und Schomacher aus dem Aufsichtsrat aus.Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Da das jetzige Mitglied aus dem Bereich Lippborg im nächsten Jahr altersbedingt ausscheiden wird, soll bereits in diesem Jahr ein weiteres Mitglied zwecks Einarbeitung in den Aufsichtsrat gewählt werden.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank und Anerkennung für das große Engagement und die geleistete Arbeit im abgeschlossenen Geschäftsjahr aus.

Ebenfalls bedankt sich der Aufsichtrat bei allen Mitgliedern und Kunden, die eng mit der Volksbank Beckum eG verbunden sind, für ihr Vertrauen.

 

Beckum, 04.04.2012

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dr. Klaus Wessel

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

der Volksbank Beckum eG, 59269 Beckum

I. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

1. Konjunktur in Deutschland

Wirtschaftsleistung abermals kräftig gestiegen

In 2011 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von der schweren globalen Rezession der Jahre 2008 und 2009 erholt. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlands- produkt Deutschlands preisbereinigt um kräftige 3,0 Prozent expandiert, nachdem es bereits 2010 um 3,7 Prozent gestiegen war. Das vor Ausbruch der Rezession erlangte gesamtwirtschaftliche Produktionsniveau konnte infolge eines witterungsbedingt überaus dynamischen Jahresauftakts bereits im zweiten Quartal wieder erreicht werden. Zum Jahresende haben die konjunkturellen Auftriebskräfte dann aber, angesichts der zunehmenden Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrisen in einigen Euro-Ländern und den USA sowie eines geringeren Expansionstempos der Weltwirtschaft, merklich nachgelassen. Stärker noch als in 2010 war das Wirtschaftswachstum 2011 durch die hohe inländische Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern getrieben. Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels hat sich hingegen im Vorjahresvergleich vermindert.

2. Finanzmarkt

Nach Zinserhöhungen im ersten Halbjahr …

Die Europäische Zentralbank (EZB) leitete im ersten Halbjahr die Zinswende im Währungsraum ein. Auf seinen geldpolitischen Sitzungen im April und Juli beschloss der EZB-Rat insgesamt zwei Zinserhöhungen von jeweils 0,25 Prozentpunkten auf 1,5 Prozent. Es waren die ersten Zinserhöhungen seit Sommer 2008. Ausschlaggebend für die Straffung der europäischen Geldpolitik waren zum einen aufwärtsgerichtete Preisrisiken im Euro-Raum sowie ein positiv bewertetes konjunkturelles Umfeld. Zum anderen waren die Hoffnungen auf nachhaltige Stabilisierungsfortschritte an den Finanzmärkten gestiegen.

… kehrte die EZB im Spätsommer zurück zum Krisenmodus

Bereits im August 2011 zeichnete sich jedoch angesichts der sich wieder zuspitzenden Schuldenkrise ein geldpolitischer Kurswechsel im Währungsraum ab. So beschloss der EZB-Rat sowohl neue langfris- tige Refinanzierungsgeschäfte mit einer Dauer von sechs Monaten aufzulegen als auch Anleihen unter Druck geratener Euro-Staaten am Sekundärmarkt wieder aufzukaufen. Bis zum Jahresende fragte die EZB Staatsanleihen der Peripheriestaaten im Wert von rund 138 Milliarden Euro nach.

Sie senkte den Leitzins zum Jahresultimo auf 1,0 Prozent …

Ihre zinspolitische Kehrtwende vollzog die EZB im November unter ihrem neuen Präsidenten, dem früheren italienischen Notenbankchef Mario Draghi. In den letzten beiden Monaten des Jahres 2011 senkte der EZB-Rat den Leitzins in zwei Schritten um insgesamt einen halben Prozentpunkt auf 1,0 Prozent. Die EZB reagierte damit auf die anhaltend hohe Verunsicherung auf dem europäischen Rentenmarkt sowie sich abzeichnende Verschlechterung der konjunkturellen Situation. Die Preisstabilität sah der EZB-Rat durch die wieder expansivere Geldpolitik trotz einer erhöhten Teuerungsrate nicht gefährdet.

… und beschloss weitere geldpolitische Sondermaßnahmen

Zusätzlich zu den zwei Leitzinssenkungen weitete die EZB zum Jahresende ihre liquiditätsfördernden Maßnahmen aus. Dabei beschloss der EZB-Rat erstmals in seiner Geschichte langfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einer Dauer von drei Jahren. Zudem startete die EZB im November ein neues Programm zum Ankauf von Pfandbriefen in Höhe von 40 Milliarden Euro. Die erneute Ausweitung der geldpolitischen Sondermaßnahmen war die geldpolitische Antwort auf die zunehmenden Verspannungen am europäischen Interbankenmarkt. So hatte das Misstrauen der europäischen Finanzinstitute untereinander im Zuge der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise wieder deutlich zugenommen. Dies zeigte sich an den wachsenden Risikoaufschlägen für unbesicherte Geldgeschäfte sowie an den stetig steigenden Übernachteinlagen der Banken bei der EZB. Auch der Zugang zur Dollar-Liquidität verknappte sich. So hatte sich die Liquiditätsversorgung in US-Dollar im Euro-Raum angesichts des gestiegenen Misstrauens US-amerikanischer Finanzinstitute gegenüber europäischen Banken erheblich erschwert. Die weltweit führenden Notenbanken reagierten darauf mit einer konzertierten Dollar-Aktion. So beschlossen die Federal Reserve, die EZB sowie die Zentralbanken Japans, Großbritanniens, Kanadas und der Schweiz Ende November 2011 den Zugang der Finanzinstitute zu US-Dollar über verbilligte Dollar-Swapgeschäfte der Zentralbanken zu erleichtern.

3. Geschäftsentwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Jahr 2011

Stabiler und kontinuierlicher Wachstumskurs: Erfreuliche Geschäftsentwicklung der Kreditgenossenschaften im Jahr 2011

Die Geschäftsentwicklung der 1.121 Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und sonstigen Kreditgenossenschaften in Deutschland ist im zurückliegenden Geschäftsjahr von Stabilität und Kontinuität gekennzeichnet gewesen. Es ist den Kreditgenossenschaften erneut gelungen, an die gute wirtschaftliche Entwicklung der Vorjahre anzuknüpfen.

Insgesamt stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 524 Milliarden Euro sowie die Kundenkredite mit 4,5 Prozent auf 425 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme der Kreditgenossenschaften nahm um 23 Milliarden Euro (bzw. 3,2 Prozent) auf 729 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank um 17 Institute (oder -1,5 Prozent) auf 1.121. Die Attraktivität der Kreditgenossenschaften zeigte sich auch in der starken Zunahme der Mitglieder um mehr als 300.000 auf 17,0 Millionen.

Einlagenentwicklung mit Rückenwind / Verfügbarkeit wichtig

Die Kundeneinlagen der Volksbanken und Raiffeisenbanken nahmen im zurückliegenden Geschäftsjahr wiederum im erheblichen Umfang zu. Zwischen Dezember 2010 und 2011 konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken um mehr als 17 Milliarden Euro oder 3,4 Prozent auf 524 Milliarden Euro zulegen. Alle Einlagenarten wiesen ein positives Wachstum auf. Mit 45 Prozent (235 Mrd. Euro) haben die Sichteinlagen nach wie vor den höchsten Strukturanteil an den Einlagen insgesamt. Jedoch war eine weitere Abnahme des Wachstums auf 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind die Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) im April und Juli des letzten Jahres, welche die Einlagenarten zur Vermögensanlage wie Termineinlagen und Sparbriefe für die Kunden der Kreditgenossenschaften interessanter gemacht haben. Ob diese Entwicklung dauerhaft anhält, bleibt mit der im November 2011 von der EZB vollzogenen zinspolitischen Kehrtwende abzuwarten. Das höchste Einlagenwachstum zeigten die Sparbriefe und Termineinlagen; die Sparbriefe stiegen um 6,7 Prozent bzw. 1 Milliarde Euro auf über 20 Milliarden Euro, die Termineinlagen wuchsen um 5,9 Prozent bzw. knapp 5 Milliarden Euro auf rund 82 Milliarden Euro. Das Wachstum der Spareinlagen war deutlich moderater. Per Ende Dezember 2011 betrug der Spareinlagenbestand 187 Milliarden Euro. Er lag damit um 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Kreditgeschäft - insbesondere für den Wohnungsbau - deutlich ausgebaut

Trotz einer konjunkturellen Entwicklung, die im Zuge der Staatsschuldenkrise insbesondere im Euroraum deutlich an Schwung eingebüßt hat, tragen die Kreditgenossenschaften maßgeblich zur stabilen Finanzierung der Privatpersonen und mittelständischen Wirtschaft in Deutschland bei. Die Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Investitionen in Ausrüstungen und Bauten erheblich ausgeweitet. Der private und gewerbliche Wohnungsbau wurde durch die verbreitete Tendenz zur energetischen Gebäudesanierung, die vergleichsweise günstigen Finanzierungsbedingungen und den durch die zunehmende Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrise befeuerten "Betongoldboom" spürbar gestützt.

Der prozentuale Zuwachs im Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken fiel vor diesem Hintergrund mit 4,5 Prozent (oder 18 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr gut einen halben Prozentpunkt höher aus. Damit wurde zum einen die Rekordmarke von 4,1 Prozent des Jahres 2010 nochmals deutlich übertroffen, zum anderen ist das aber auch die höchste Steigerungsrate im Kreditgeschäft der Kreditgenossenschaften seit mehr als zehn Jahren. Getragen wurde das Kreditwachstum im letzten Jahr in erster Linie vom privaten (+ 4,9 Prozent) bzw. gewerblichen (+ 5,0 Prozent) Wohnungsbau. Nach Laufzeitbändern ergab sich folgendes Bild: Während das kurzfristige Kreditgeschäft mit -0,2 Prozent mehr oder weniger konstant blieb, erhöhten sich die mittel- und langfristigen Forderungen mit einem Plus von 4,1 Prozent bzw. 5,0 Prozent kräftig. Mehr als neun Zehntel (92 Prozent) der ausgereichten Kredite der Kreditgenossenschaften sind mittel- und langfristige Finanzierungen. Diese Langfristpräferenz verbunden mit festen Konditionen verschafft den Privat- wie den Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken Sicherheit und Transparenz bei ihren Finanzierungen.

Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften per Ende Dezember 2011 Kredite in Höhe von 425 Milliarden Euro herausgegeben. Das deutliche Plus bei den Kundenkrediten konnte durch eine Erhöhung der Kundeneinlagen weitgehend refinanziert werden. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken zeichnen sich damit durch eine hohe Kontinuität und Robustheit ihrer Bilanzstruktur aus.

Deutliches Plus beim Eigenkapital

Als robust lässt sich auch die bilanzielle Eigenkapitalbasis der Volksbanken und Raiffeisenbanken charakterisieren. Den Instituten ist es im Jahresverlauf 2011 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 6,1 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die Rücklagen um 7,4 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro, auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 2,5 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro. Mit der im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigerten Eigenkapitalquote - berechnet als bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme - in Höhe von 5,3 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr) verfügen die Kreditgenossenschaften über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden. Anzeichen für eine Kreditklemme sind nicht in Sicht.

4. Geschäftsentwicklung rheinisch-westfälischer Kreditgenossenschaften

Der über alle Bankengruppen hinweg zu beobachtende Konsolidierungsprozess hat sich im abgelaufenen Jahr bei den Banken des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) mit gemäßigtem Tempo fortgesetzt. Insgesamt kam es im Geschäftsjahr 2011 zu sechs (Vorjahr: vier) Zusammenschlüssen, so dass sich die Anzahl der Mitgliedsbanken ohne Sonderinstitute auf insgesamt 185 Institute reduzierte. Die addierte Bilanzsumme dieser RWGV-Mitgliedsbanken stieg im Geschäftsjahr um 3,9 % (Vorjahr: + 3,5 %) auf nunmehr 106,5 Mrd. Euro. Aufgrund der Fusionen und infolge des normalen Bilanzsummenwachstums hat sich die durchschnittliche Bilanzsumme je RWGV-Mitgliedsbank von 537 Mio. Euro auf 576 Mio. Euro erhöht.

Das Kundenkreditgeschäft ist im Geschäftsjahr 2011 um 4,2 % gewachsen und macht einen Betrag von 64,2 Mrd. Euro aus (= 60,3 % der Bilanzsumme). Auf der Passivseite wuchs der Bestand der Kundeneinlagen im Geschäftsjahr 2011 um 2,4 Mrd. Euro bzw. 3,3 % (Vorjahr: 4,0 %) auf 77,1 Mrd. Euro. Dies unterstreicht den großen Vertrauensbeweis der Kunden in das Geschäftsmodell und in die Solidität der genossenschaftlichen Institute.

Entwicklung der Volksbank Beckum eG

Von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland konnte auch unser Haus profitieren. Grundlage für dieses weiterhin gute Abschneiden ist das unserem Hause entgegengebrachte Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden. Die im Jahresabschluss vorgelegten Zahlen belegen insgesamt eine stabile Entwicklung, die unsere Erwartung zur geschäftlichen Entwicklung vollumfänglich zufrieden stellt.

  Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 560.291 535.064 25.227 4,7

Mit einem Plus von 4,7 % ist die Bilanzsumme deutlich gestiegen und liegt leicht über unseren Planungen. Die Impulse für dieses Wachstum kamen aus dem Kreditgeschäft und den Kundeneinlagen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Barreserve 9.982 11.275 -1.293 -11,5
Bankguthaben 51.018 22.763 28.255 124,1
Kundenforderungen 350.972 344.563 6.409 1,9
Wertpapieranlagen 112.483 120.661 -8.178 -6,8

Unsere Kunden nutzten das im Jahresdurchschnitt noch niedrige Zinsniveau und bevorzugten Kredite mit langen Zinsbindungen. Insgesamt führte die Kreditnachfrage zu einem Anstieg der Kundenforderungen um 1,9 % oder 6,4 Mio. EUR. Wachstumsmotor waren wiederum die zinsgünstigen Sonderkredite, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich. Mit der breiten Streuung unseres Kreditportfolios nach Branchen und der damit verbundenen Begrenzung des Kreditrisikos sind wir weiterhin zufrieden. Hinzu kommt auf Grund des starken Privatkundengeschäfts eine hohe Granularität des Portfolios.

Die Bankguthaben haben sich aufgrund des Rückgangs bei den Wertpapiereinlagen und der starken Ausweitung der Kundeneinlagen um 124,1 % oder 28,2 Mio. EUR erhöht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere zurückhaltende Anlagepolitik beibehalten und damit nicht zuletzt auch dem Kapitalmarktumfeld Rechnung getragen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde ein Teil unseres bankeigenen Wertpapierbestandes von einer renommierten Kapitalanlagegesellschaft in einem Spezialfonds verwaltet. Das Management des Fonds erfolgt dabei nach den mit uns gemeinsam festgelegten Investitionskriterien. Unsere Wertpapiere sind per Jahresende der Liquiditätsreserve zugeordnet und wurden in ihrer Gesamthöhe wie Umlaufvermögen, d. h. nach dem strengen Niederstwertprinzip, bewertet. Sonderbewertungen oder Umwidmungen in das Anlagevermögen waren aufgrund unserer soliden Geschäftspolitik nicht erforderlich.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
- Bankrefinanzierungen 105.578 96.313 9.265 9,6
- Kundengelder 379.639 368.078 11.561 3,1
Spareinlagen 195.762 195.511 251 0,1
täglich fällige Einlagen 120.138 117.794 2.344 2,0
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 63.739 54.773 8.966 16,4
- verbriefte Verbindlichkeiten 12.077 11.165 912 8,2

Der Anstieg bei den Bankenrefinanzierungen in Höhe von 9,6 % oder 9,3 Mio. EUR entfällt insbesondere auf eine starke Nachfrage unserer Kunden nach zinsgünstigen Sonderkrediten.

Im Geschäftsjahr 2011 stiegen die Kundeneinlagen um 3,1 %. In unseren Planzahlen waren wir von einem durchschnittlichen Wachstum von 3,2 % ausgegangen. Hier zeigt sich das Vertrauen der Anleger in die Volksbank Beckum eG. Die Kunden wählten angesichts der Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten überwiegend Produkte mit kurzer Laufzeit, was zu einem Anstieg der täglich fälligen Einlagen führte. Gefragt waren auch Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist.

Wir verfügen über eine breite und ausgewogene Einlagenstruktur. Mit einem Anteil von über 67 Prozent an der Bilanzsumme bieten die Kundeneinlagen eine ausreichende Refinanzierungsbasis für das Kundenkreditgeschäft.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die im Bestand befindlichen Zinsswaps mit einem Volumen von 10,0 Mio. EUR dienen - soweit zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos erworben - der Absicherung gegen steigende Zinsen und werden zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene eingesetzt. Andere außerbilanzielle Geschäfte tätigen wir grundsätzlich nur als Dienstleister für unsere Kunden. Diese bestanden zum Bilanzstichtag in Form von Devisentermingeschäften, die durch exakt gegenläufige Geschäfte mit der genossenschaftlichen Zentralbank gedeckt sind.

Die Eventualverbindlichkeiten - bestehend aus übernommenen Bürgschaften oder Kreditgarantien für unsere Kunden - belaufen sich auf 11,2 Mio. EUR und reduzierten sich um 1,4 Mio. EUR zum Vorjahr. Die unwiderruflichen Kreditzusagen werden zum Bilanzstichtag mit 20,7 Mio. EUR ausgewiesen.

Dienstleistungsgeschäft

Im Dienstleistungsgeschäft konnten wir im Jahre 2011 erneut unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Durchführung des Zahlungsverkehrs, der Wertpapierdienstleistungen und die Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen standen im Vordergrund unserer Geschäftstätigkeit.

Das betreute Verbundvolumen sank vor allem auf Grund von Kursrückgängen bei den Wertpapieren um insgesamt 12,2 Mio. EUR bzw. 2,9 % auf 404,3 Mio. EUR. So sank das Volumen im Bereich Union um 4,6 Mio. EUR oder 4,2 % und das Volumen im Depot B um 8,1 Mio. EUR oder 9,3 %. Im Bereich Bauspareinlagen war ein Zuwachs von 1,7 Mio. EUR od. 5,2 % zu verzeichnen. Die Summe der Provisionserträge war im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht rückläufig.

Investitionen (soweit wesentlich)

2011 haben wir Sachinvestitionen in Höhe von 0,5 Mio. EUR vorgenommen. Ein wesentlicher Teil dieser Summe ist in die Renovierung eines Teils unserer Hauptstelle, d. h. in EDV-Ausstattung und Betriebsvorrichtungen, geflossen. Darüber hinaus haben wir Ersatzinvestitionen vorgenommen.

Personal- und Sozialbereich

Die kontinuierliche, grundlegende und langfristige Verbesserung von Geschäftsprozessen und die Erfüllung anspruchsvoller Ziele sowohl im Vertrieb als auch im Dienstleistungsbereich bedeuten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Veränderungen als Chance im Unternehmen zu verstehen. Dieser Veränderungsprozess stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich Flexibilität, Veränderungs- und Leistungsbereitschaft.

Besonderes Augenmerk wurde auf die weitere Vertiefung der Beratungskompetenz gelegt. In zahlreichen praxisorientierten Trainings entwickelten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, um in den Betreuungsprozessen den hohen Erwartungen und Ansprüchen unserer Kunden zukünftig noch besser gerecht zu werden. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, investierte die Volksbank Beckum im vergangenen Jahr in die Weiterbildung mehr als 146 TEUR (Vorjahr 234 TEUR). Außerdem fördern wir die Eigeninitiative unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Aufnahme bzw. dem Abschluss eines berufsbegleitenden Studiums zum Bankfachwirt, Bankbetriebswirt oder zum diplomierten bzw. genossenschaftlichen Bankbetriebswirt.

Unsere Volksbank beschäftigte im Jahresdurchschnitt 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 46 Teilzeit- und Ultimokräfte sowie 13 Auszubildende. Alle Auszubildenden, die 2011 ihre Abschlussprüfung mit gutem Erfolg beendeten und sich entschlossen bei der Bank zu bleiben, wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen.

Ergänzende Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und zu wesentlichen Ereignissen bzw. wichtigen Vorgängen im Geschäftsjahr

Der Aufsichtsrat der Volksbank Beckum eG hat im Dezember 2011 den Vorstand beauftragt die begonnenen Sondierungsgespräche mit der Volksbank Lippstadt eG weiterzuführen mit dem Ziel eines Zusammenschlusses beider Häuser zum 01.01.2013.

II. Vermögenslage

Eigenmittel

Eine angemessene Eigenkapitalausstattung ist ein unverzichtbarer Grundpfeiler für eine solide geschäftliche Entwicklung. Darüber hinaus ist die Eigenkapitalbasis eine wichtige Größe für die Einhaltung einer Reihe von aufsichtsrechtlichen Normen. Unser bilanzielles Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2011 weiter erhöht.

Das gezeichnete Kapital unserer Mitglieder verringerte sich um 0,2 Mio. EUR oder 1,6 % auf 11,3 Mio. EUR. Dieses resultiert zum einen daraus, dass bei Neuzugängen nur ein Anteil gezeichnet werden kann und zum anderen daraus, dass Mitglieder, die in 2011 verstorben sind, oftmals mehr als einen Geschäftsanteil hatten. 291 neue Mitglieder konnte die Volksbank Beckum 2011 begrüßen.

Den Rücklagen konnten wir aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2010 0,5 Mio. EUR zuweisen. Außerdem wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB mit 2,0 Mio. EUR neu dotiert.

  Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
gezeichnetes Kapital 11.252 11.430 -178 -1,6
Rücklagen 37.110 36.614 496 1,4
Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB 2.000 0 2.000 0,0
  Berichtsjahr Vorjahr
modifiziertes verfügbares Eigenkapital gemäß § 10 KWG 37.893 37.696
Gesamtkennziffer gemäß SolvV 11,5 % 11,1 %

Die Vermögenslage unserer Bank ist geordnet. Die Eigenkapitalquote beträgt 9,2 % der Bilanzsumme. Mit dieser soliden Eigenkapitalbasis, Grundlage einer weiterhin gesunden wirtschaftlichen Entwicklung, wurden die gesetzlichen Eigenkapitalvorschriften in vollem Umfang eingehalten. Die Großkreditbegrenzungen wurden ebenfalls eingehalten.

Die Solvabilitätskennziffer, gerechnet als Verhältnis von Eigenkapital zu gewichteten Risikoaktiva, betrug zum 31.12.2011 11,6 % und liegt damit über der geforderten Mindestkapitalausstattung von 8 %. Somit besteht genügend Spielraum für weitere Kreditvergaben.

Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Die Barreserve beträgt 10,0 Mio. EUR und hat einen Anteil von 1,8 % (Vorjahr 2,1 %) an den Aktiva. Die Bankguthaben belaufen sich auf 51,0 Mio. EUR. Der Anteil an den Aktiva beträgt 9,1 % (Vorjahr 4,3 %). Den wesentlichen Anteil in Höhe von 62,6 % (Vorjahr 64,4 %) an den Aktiva haben die Kundenforderungen mit 351,0 Mio. EUR. Die Wertpapieranlagen betragen 112,5 Mio. EUR. Das entspricht einem Anteil von 20,1 % (Vorjahr 22,6 %) der Aktiva.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 105,6 Mio. EUR und damit 18,8 % (Vorjahr 18,0 %) der Passiva. Den wesentlichen Anteil machen mit 67,8 % (Vorjahr 68,8 %) die Kundeneinlagen aus. Das Kundeneinlagenvolumen beträgt 379,6 Mio. EUR.

Wertpapierkategorien

Die Wertpapieranlagen in Höhe von 112,5 Mio. EUR beinhalten mit 60,4 Mio. EUR Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie mit 52,1 Mio. EUR Fondsanlagen, davon im Wesentlichen einen Spezialfonds. Bei der Bewertung des Wertpapierbestandes wurde das strenge Niederstwertprinzip angewandt. Die Fälligkeitsstruktur der Eigenanlagen ist ausgewogen und berücksichtigt die Fristigkeiten und Zinsbindungen im bilanziellen Kundengeschäft.

Risikolage und Risikodeckung

Allen erkennbaren Kreditrisiken innerhalb der Kundenforderungen wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Besondere Währungs- und Adressenausfallrisiken sind nicht vorhanden.

Die Vermögenslage unserer Bank ist unter Berücksichtigung der nach kaufmännischen Grundsätzen vorsichtigen Bewertung unseres Vermögens als geordnet einzustufen. Für das allgemeine Bankrisiko bestehen darüber hinaus Vorsorgereserven, die auch im Geschäftsjahr weiter aufgestockt wurden.

Sicherungseinrichtung

Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen.

III. Finanz- und Liquiditätslage

Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellte Liquiditätsgrundsatz wurde stets eingehalten. Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Barreserven, Bankguthaben und Wertpapieranlagen der Liquiditätsreserve ist unser Haus mit einer komfortablen Liquidität ausgestattet. Darüber hinaus bestehen grundsätzlich Möglichkeiten weiterer Refinanzierungen im genossenschaftlichen Finanzverbund sowie bei der Europäischen Zentralbank. Wir konnten unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

  Berichtsjahr Vorjahr
Liquiditätskennzahl gemäß LiqV 2,71 2,53

IV. Ertragslage

Die Ertragslage unserer Bank stellt sich im Überblick wie folgt dar.

  Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
  TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 14.501 14.425 76 0,5
Provisionsüberschuss 2) 4.961 5.124 -163 -3,2
sonstige betriebliche Erträge 1.906 848 1.058 124,8
Personalaufwand 7.652 7.861 -209 -2,7
Andere Verwaltungsaufwendungen 4.156 4.037 119 2,9
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.227 658 569 86,5
Aufwandsüberhang aus der Bewertung 2.284 4.419 -2.135 -48,3
Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit 5.103 2.503 2.600 103,9
Steueraufwand 2.073 1.437 636 44,3
Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.000 0 2.000 0
Jahresüberschuss 1.306 1.066 240 22,5

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Der Zinsüberschuss ist im Berichtsjahr mit 14,5 Mio. EUR nahezu unverändert gegenüber dem Überschuss des Vorjahres. Hauptgrund dafür war die auch in 2011 günstige Zinsstrukturkurve. Damit einhergehend wurden die Möglichkeiten zur Fristentransformation genutzt. Wertpapiere und Fonds wurden von unseren Kunden im letzten Jahr nicht so stark nachgefragt, weshalb das Provisionsergebnis in diesem Bereich niedriger ausfiel. Dafür standen Lebensversicherungsprodukte wieder stärker im Fokus der Kunden. Insgesamt war das Provisionsergebnis im Geschäftsjahr leicht rückläufig und liegt bei 5,0 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von Einmaleffekten aus der Aktivierung von Körperschaftsteuerguthaben.

Der Personalaufwand reduzierte sich um 0,2 Mio. EUR aufgrund von Verbrauch von Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen. Der Anstieg bei den anderen Verwaltungsaufwendungen um 0,1 Mio. EUR liegt im Rahmen unserer Planungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen durch die Bildung von Rückstellungen für Prozesskosten und drohende Verluste.

Die Entwicklung bei den Wertberichtigungen im Kundengeschäft verlief deutlich positiver als im Vorjahr. Bei der Bewertung unserer eigenen Wertpapiere ergaben sich aufgrund von Kursrückgängen höhere Abschreibungen. Die Wertpapiere haben wir weiterhin nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Mit dem leicht über Vorjahresniveau liegenden Jahresüberschuss wurde ein gutes Ergebnis erwirtschaftet, welches zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 5 % plus 1 % Bonus und zur Stärkung unserer Rücklagen verwendet werden kann. Außerdem wurde erstmals der Fonds für allgemeine Bankrisiken mit einem Betrag von 2,0 Mio. EUR dotiert. Aus der Hebung der stillen Reverven der WGZ Luxembourg wurde ein Ertrag von 0,3 Mio. EUR erzielt.

Neben dem Jahresüberschuss ist das Betriebsergebnis vor Bewertung für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung und eine wichtige interne Steuerungsgröße/Berichtskennziffer unserer Bank. Es ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde Erfolgsposten bzw. Einmaleffekte.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung blieb in 2011 mit 6,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,2 Mio. EUR) bzw. 1,24 % (Vorjahr 1,30 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme nur wenig verändert.

In dem Betriebsergebnis vor Bewertung sind Erträge in Höhe von 1,7 Mio. EUR und Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR aus Sonder- /Einmaleffekten nicht enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um erhaltene Vorfälligkeitsentschädigungen, die Aktivierung von Körperschaftsteuerguthaben, Garantiefondsbeiträge, Drohverlustrückstellungen sowie um die Bildung von Rückstellungen für Prozessrisiken und Prozesskosten.

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich bereinigt um die Einmaleffekte im Vergleich zum Vorjahr von 63,2 % auf 64,1 % verschlechtert.

V. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagementziele und -methoden

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neue Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken (z. B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken Verlust- und Volumenslimite bzw. in Teilbereichen auch Zielgrößen definiert.

Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden der Aufsichtsrat, der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche durch zeitnahe Risikoreports informiert. Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Adressenausfallrisiken

Unser Haus setzt im Kundenkreditgeschäft den Schwerpunkt auf Sicherheit. Wachstum ist wichtig für die dauerhafte Sicherung der Marktposition, wird jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit angestrebt. Bei der Kreditvergabe wird daher auf eine ausreichende Kundengruppenstreuung, Branchenstruktur, Bonitäts- und Risikostruktur geachtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Komplexe strukturierte Anlageprodukte und riskante Geschäfte, die wir nicht überschauen können, gehören nicht zu unserer Geschäftsphilosophie als regionale Genossenschaftsbank.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation. Das Verfahren ermöglicht, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu einem Großteil mit diesem Verfahren klassifiziert.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit-Value-at-Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt an, dass die "unerwarteten Verluste" mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten einen bestimmten Betrag nicht übersteigen werden.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen und Größenklassen.

Verlust-, Volumens- bzw. Strukturlimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen (z. B. Anpassung der Kreditvergabegrundsätze im Neugeschäft). Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen- und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der vollwertigen, aber nach unserer Einschätzung mit erhöhten Risiken behafteten Forderungen ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis bzw. in Form von Vorsorgereserven.

Adressenausfallrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und keine Papiere mit einem Rating schlechter als A- (nach Standard & Poor's) in den Bestand nehmen. Für die in der Position "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" enthaltenen Fonds haben wir ausreichende Limite für Adressenausfall- und Marktpreisrisiken festgelegt. Die Einhaltung der Limite wird regelmäßig anhand der Kursentwicklung überwacht. Die Ausfallrisiken steuern wir zusammen mit den Marktpreisrisiken über Value-at-Risk-Ansätze.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Risikoszenarien haben wir für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, an deren Auslas- tung sich unsere Steuerungsmaßnahmen ausrichten.

Nach den zum 31.12.2011 gemessenen Zinsänderungsrisiken (einschließlich Kursrisiken in festverzinslichen Wertpapieren) werden Zinsveränderungen, die in der Ad-hoc-Betrachtung unsere Zinsprognose um einen Prozentpunkt übersteigen unser vorausberechnetes Ergebnis mit 0,7 Mio. EUR (vor Steuern) belasten. Zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken setzen wir Zinssicherungsinstrumente ein. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Zinsswaps bzw. Zinsbegrenzungsvereinbarungen.

Unseren Wertpapierbestand haben wir insgesamt der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Davon entfallen 52,1 Mio. EUR auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Für Kursrisiken, die wir monatlich mit Value-at-Risk-Ansätzen messen, sind Limite festgesetzt. Unsere Währungspositionen sind von untergeordneter Bedeutung. Ein Handelsbuch im Sinne des § 1a Abs. 1 KWG unterhalten wir nicht.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Operationelle Risiken

Neben Adressen-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Dem Rechtsrisiko wird durch Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir den Justitiar unseres Hauses rechtzeitig in die Abwicklung ein. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die Innenrevision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. Aus Rechtsstreitigkeiten bestehen Risiken, die wir nach unserer Einschätzung ausreichend abgedeckt haben. Dennoch können wir höhere zusätzliche Aufwendungen aus den laufenden Prozessen nicht ausschließen.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

VI. Voraussichtliche Entwicklung der Genossenschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

In Erwartung einer leicht positiven konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für die nächsten zwei Jahre von einem moderaten Wachstum in Höhe von ungefähr 3 % im Kundenkreditgeschäft aus, welches vorrangig im Darlehensbereich realisiert werden soll.

Im Einlagengeschäft gehen wir infolge des anhaltenden Konkurrenzdrucks insbesondere durch Direktbanken von einem Wachstum von ca. 2 % aus. Dabei haben wir unterstellt, dass das zunehmende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge das Einlagengeschäft zugunsten von Investmentfonds sowie Versicherungsprodukten belasten wird. Ausgehend von unserer von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau ausgehenden Zinsprognose erwarten wir eine zunehmende Nachfrage im Einlagengeschäft bei kurzfristig verfügbaren Anlageformen.

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir unter der Annahme weiter schwankender Aktienkurse stagnierende Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden sowie aus der Vermittlung von Investmentfondsanteilen. Sowohl das Wertpapiergeschäft als auch die Vermittlung von Versicherungen werden nach unserer Einschätzung von dem zunehmenden Bedarf an privater Altersversorgung profitieren. Die Vermittlung von Wohnungsbaukrediten an die Münchener Hypothekenbank sowie von Bauspardarlehen wird tendenziell zurückgehen, weil wir langfristige Finanzierungen verstärkt aus eigenen Mitteln darstellen wollen.

Insgesamt prognostizieren wir für die nächsten zwei Geschäftsjahre einen zufrieden stellenden Geschäftsverlauf, wobei das voraussichtliche Wachstum insbesondere vom Kredit- und Einlagengeschäft bestimmt sein wird.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn entgegen unserer Annahme die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt und eine unerwartet gute Börsenentwicklung zu höheren Wertpapierumsätzen/ Fondsvermittlungen als prognostiziert führen wird.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken kann. Eine weitere Verschlechterung der Konjunktur und eine damit verbundene negative Börsenentwicklung birgt das Risiko, dass die geplanten Umsätze aus dem Wertpapier- und Investmentgeschäft nicht erreicht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und durch die Stärkung der stillen versteuerten Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2011 wird, wenn die Vertreterversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer Erhöhung um 0,6 Mio. EUR des haftenden Eigenkapitals im Sinne des § 10 KWG führen.

Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung (Solvabilitäts- bzw. Liquiditätskennziffer) werden wir auch in den folgenden Jahren mit Spielraum einhalten. Die dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage der nächsten zwei Jahre haben.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem leicht steigenden aber noch immer niedrigen Zinsniveau ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit-/Einlagengeschäft rechnen wir für die nächsten zwei Jahre mit einem sinkenden aber noch zufrieden stellenden Zinsergebnis. Der steigende Wettbewerbsdruck, sowie die zunehmende Zinssensibilität der Kunden führen voraussichtlich zu sinkenden Margen, denen wir durch die weitere Umsetzung unserer strategischen Grundsätze im Rahmen der Agenda 2012 wie zum Beispiel den Ausbau unseres Vertriebsmanagement und die Vertriebsaktivierung im Kundengeschäft entgegenwirken.

Unser Provisionsergebnis wird auch in den nächsten beiden Jahren durch die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapiergeschäft und dem Vermittlungsgeschäft geprägt sein. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr werden sich durch die zunehmende Nutzung unseres Online-Bankings seitwärts entwickeln. Das Wertpapiergeschäft wird aufgrund des Bedarfs an privater Altersvorsorge leicht steigen. Für die nächsten zwei Jahre planen wir insgesamt ein Provisionsergebnis, welches leicht über dem des Berichtsjahres liegt.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Planungen in 2012 nur unwesentlich erhöhen, in 2013 jedoch deutlich um ca. 0,3 Mio. EUR bzw. um rd. 4,2 % steigen. Dabei haben wir tarifliche Gehaltssteigerungen in Höhe von rd. 3 % in 2013 unterstellt.

Für die sonstigen Verwaltungsaufwendungen planen wir in 2012 aufgrund geplanter Investitionen und Instandhaltungen mit einmalig höheren Kosten um etwa 0,3 Mio. EUR als im Berichtsjahr. Ansonsten werden wir unser striktes Kostenmanagement in den Folgejahren fortführen.

Insgesamt erwarten wir für 2012/2013 im Vergleich zum Berichtsjahr ein rückläufiges Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 5,5 bzw. 5,3 Mio. EUR. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen für die nächsten beiden Jahre rechnen wir mit einer verschlechterten Cost-Income-Ratio in Höhe von ca. 70 %.

Aus der Bewertung von Forderungen erwarten wir für die folgenden beiden Jahre steigende Nettoaufwendungen von 1,8 Mio. EUR. Grundlage unserer Planungen sind insbesondere die zuvor beschriebenen Rating- und Scoringmodelle.

Aus der Bewertung der Wertpapiere wird sich für 2012 bei der von uns unterstellten Zinsentwicklung voraussichtlich ein Zuschreibungsbedarf von etwa 0,2 Mio. EUR ergeben. Für 2013 rechnen wir mit Abschreibungen von etwa 0,1 Mio. EUR.

Das Bewertungsergebnis sowohl aus der Bewertung von Kundenforderungen als auch aus der Bewertung der Wertpapiere ist aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten mit Unwägbarkeiten behaftet, denen wir mit den im Abschnitt V. dargestellten Risikomanagementsystemen begegnen.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für die nächsten beiden Jahre mit einem im Vergleich zum Berichtsjahr leicht rückläufigen Jahresüberschuss von jeweils etwa 1,1 Mio. EUR.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressenausfallrisiken, die wir im Abschnitt V. ausführlich erläutert haben.

Zusätzliche wesentliche Ertragschancen sehen wir insbesondere für den Fall einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert sowie eines weiteren konjunkturellen Aufschwungs und einer damit einhergehenden verstärkten Kreditnachfrage.

VII. Zweigniederlassungen

Neben der Hauptstelle in Beckum bestehen folgende Niederlassungen:

Volksbank Lippborg, Niederlassung der Volksbank Beckum eG

Volksbank Diestedde, Zweigniederlassung der Volksbank Beckum eG

Volksbank Herzfeld, Zweigniederlassung der Volksbank Beckum eG

Volksbank Liesborn, Zweigniederlassung der Volksbank Beckum eG

Volksbank Wadersloh, Zweigniederlassung der Volksbank Beckum eG

Volksbank Bad Waldliesborn, Zweigniederlassung der Volksbank Beckum eG

 

Beckum, 20.03.2012

Volksbank Beckum eG

Der Vorstand

Stefan Hoffmann

Dirk Komitsch

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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