Circlon Entwicklung- und Service GmbH

Ettore-Bugatti-Straße 35, 51149 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 16842
Vorher
PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH
Eingetragen
5.2.1987
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, der Vertrieb und die Wartung von Hard- und Software auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung, sowie aller Büroartikel.

Historie

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Management

NameRolle
Taner Taneri
seit 5.2.2024
Geschäftsführer
Alexandra Schmid
seit 14.12.2001
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH (PDS GmbH) befasst sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der mobilen Informationstechnologien sowie damit verbundenen umfangreichen Servicedienstleistungen. Sie ist Teil eines Konzernverbundes, der seit dem 4. Quartal 2017 unter dem Namen Circlon | Group tätig ist.

Große internationale Logistikdienstleister und Industrieunternehmen setzen auf den Komplettservice der PDS GmbH. Im Focus der PDS GmbH steht das Circlon-Operate-Portal, ein selbst entwickeltes, cloudbasiertes IT Service Management System (ITSM) für die Verwaltung und den Service großer und kleinerer heterogener Gerätepools mit umfangreicher Business Intelligence Funktion. Das Portal wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert, sodass im Berichtsjahr erfolgreich eine neue Version mit deutlich erweitertem Funktions- und Leistungsumfang in Betrieb genommen werden konnte.

Eine der weiteren Kernkompetenzen der PDS GmbH umfasst die systematische, termingerechte und präzise Abwicklung von komplexen Hardware-Rollouts im Rahmen von Hardware-Großprojekten.

Der Sitz der PDS GmbH befindet sich in Köln.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der weltweite Anstieg des Marktvolumens für automatische Identifikation und mobile Datenerfassung wird für den Zeitraum von 2017 bis 2023 von US$ 35,7 Mrd. auf US$ 72,0 Mrd. geschätzt. Die für diesen Zeitraum bewertete Wachstumsrate beträgt 12,3 %.

Um von diesem stärkeren, weltweiten Wachstum zu partizipieren, stellt sich die Circlon | Group für eine breitere internationale Ausrichtung ihres Portfolios und Vertriebsstrukturen auf.

Die zunehmende Nachfrage für robuste Mobilgeräte wird im Wesentlichen vom zunehmenden Wunsch der Kunden nach verbesserter und automatisierter Effizienz in den operativen Abläufen durch verbesserte Systemintegration und Verbindungsqualität geprägt. Außerdem resultiert die wachsende Nachfrage aus Ersatzbeschaffungen von Geräten mit veralteter Technik auf moderne Geräte mit aktueller Technik und verbesserter Leistungsfähigkeit. Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung ist am Markt mit neuen Wettbewerbern zu rechnen. Aktuell bewegen sich im Markt eine überschaubare Anzahl von Mitbewerbern. Relativ hohe Markteintrittsbarrieren, wie beispielsweise spezielle firmenspezifische Datenerfassungslösungen, restriktive Partnerprogramme der Hardwarehersteller und der kostenintensive Aufbau von marktspezifischem Spezialwissen, erschwert einen starken Zuwachs der Marktteilnehmer.

Die PDS GmbH als Teil der Circlon | Group ist ein gut positionierter Marktteilnehmer in Deutschland, der von jahrzehntelanger Erfahrung in vielen technologisch herausfordernden Großprojekten international aufgestellter Unternehmensgruppen profitiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 war die konjunkturelle Lage in Deutschland gekennzeichnet durch ein abflauendes Wirtschaftswachstum. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie wird in Deutschland laut der Prognose der Europäischen Kommission das reale BIP im Jahr 2020 um rund 6,5 Prozent einbrechen. Für das kommende Jahr 2021 hingegen wird für Deutschland eine Erholung mit einer Wachstumsrate von rund 5,9 Prozent prognostiziert. Im Zuge der Corona-Krise ist es jedoch derzeit kaum möglich, valide Prognosen zu stellen. Im Euro-Raum kann insgesamt von einer ähnlichen Entwicklung ausgegangen werden, die aber regional unterschiedlich sein wird.

2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2019

Das Geschäftsjahr 2019 zeigte im Vergleich zum Vorjahr einen verhaltenen Geschäftsverlauf. Eine Umsetzung von Großprojekten wie im Vorjahr lag im laufenden Geschäftsjahr nicht vor. Das Geschäftsjahr war geprägt von einer umfangreichen und gravierenden Neuorganisation der Unternehmensgruppe aufgrund der neuen Aufbau- und Ablauforganisation bzw. der weiteren internationalen Ausrichtung der Circlon | Group. Das Ergebnis der Circlon | Group 2019 liegt zwar unter dem Niveau von 2018, dennoch konnte dies aufgrund der o.g. Gründe aus operativer Sicht positiv bewertet werden.

3. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die PDS GmbH ein Rohergebnis von EUR 7,4 Mio., das damit EUR 0,7 Mio. (-8,1 %) unter dem Vorjahreswert von EUR 8,1 Mio. lag. Sowohl im Marktsegment Retail als auch im Marktsegment Transport & Logistik konnten keine Großprojekte realisiert werden, so dass die Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr rückläufig war.

Das EBITDA (Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen) der PDS GmbH vor Ergebnisabführung beträgt EUR 1,3 Mio. trotz absolut geringerer Rohmarge und gestiegenen operativen Kosten.

Im Vergleich zum Vorjahr (rd. EUR 2,8 Mio.) war das EBITDA somit um 53,6 % geringer. Der Jahresüberschuss beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rd. EUR 0,3 Mio. nach Ergebnisabführung unter Berücksichtigung der Abführungssperre.

b) Finanzlage und Investitionen

Die Finanzierung der PDS GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 durch entsprechende Vereinbarungen sichergestellt, die uns auch gegen Liquiditätsengpässe absichern. Darüber hinaus wird durch die Finanzierungsvereinbarungen sichergestellt, dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.

Als wesentliche Investitionen im Geschäftsjahr 2019 sind die kontinuierliche Weiterentwicklung des webbasierten Mobile-Life-Cycle-Managementsystems Circlon-Operate (TEUR 792) sowie Web-Site-Anpassungen zu nennen. In geringem Umfang erfolgten noch diverse Ersatzinvestitionen bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung, z.B. wurde eine neue IP-Telefonanlage angeschafft. Auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände entfallen Abschreibungen in Höhe von TEUR 509.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,8%-Punkte auf 11,6% gestiegen. Die höhere Quote ist auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Bilanzsumme sowie das ergebnisbedingt höhere Eigenkapital zurückzuführen.

Die geringere Bilanzsumme zum Bilanzstichtag ist u.a. durch um EUR 1,9 Mio. geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 53,6 %) als auch um EUR 1,3 Mio. geringere liquide Mittel (-51,4%) aufgrund des gesunkenen operativen Cash-Flows im Vergleich zum Vorjahr verursacht.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung werden finanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. die Umsatzerlöse und die Rohergebnisquote, das EBITDA und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung herangezogen. Die Berechnung der Indikatoren erfolgt nach der jeweils gängigen Vorgehensweise.

5. Gesamtaussage

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Geschäftsjahr trotz der oben genannten Umstände grundsätzlich zu einem positiven Ergebnis führte.

III. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Im investiven Bereich wurde die Weiterentwicklung und Optimierung des neuen komplexen Mobile-Life-Cycle-Managementsystems Circlon-Operate vorangetrieben. Diesbezügliche Investitionen werden das Ergebnis in der noch laufenden Start- und Einführungsphase weiterhin belasten, in der Zukunft hingegen werden hierdurch planmäßig neue Umsatzkomponenten generiert und eine höhere Kundenbindung erzielt.

Aufgrund von längerfristig vereinbarten Kundenverträgen und der derzeitigen Auftragslage kann auch für das Jahr 2020 mit einem stabilen Geschäftsverlauf der PDS GmbH gerechnet werden. Überdies geht die Geschäftsführung davon aus, dass die vertragliche Einigung mit einem internationalen Großkonzern für die Vermarktung von Circlon-Operate als SaaS-Lösung ("Software as a Service") für seine Endkunden verlängert wird.

Gemäß der aktuellen Planung der PDS GmbH wird für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von rund EUR 15,6 Mio. und einem EBITDA von rund EUR 1,4 Mio. gerechnet.

Die aktuelle Coronavirus Situation hat aus heutiger Sicht noch keine Auswirkungen auf das laufende Ergebnis bis zum Aufstellungszeitpunkt. Es muss damit gerechnet werden, dass u.g. Risiken sich in den Ergebnissen der Gruppe widerspiegeln können und das geplante Ergebnis für 2020 aufgrund dessen nicht erreicht werden kann.

IV. Chancen- und Risikobericht

Im Berichtsjahr wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Es existieren grundsätzlich folgende Risikobereiche und entsprechende Gegenmaßnahmen:

• Die Coronavirus Epidemie in Europa und Asien kann zum einen auf der Beschaffungsseite zu Engpässen bei der Lieferung von Hardwarekomponenten führen als auch zum anderen auf der Absatzseite zu Risiken in der Versorgung der Kunden mit Hardware als auch mit sonstigen Dienstleistungen. Die Gesellschaft hat bereits eine Risikoanalyse aufgesetzt und steht im engen Austausch mit den wesentlichen Lieferanten, Kunden als auch mit den Gesellschaftern.

• Elementarrisiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

• Risiken im Bereich der Lagerhaltung bestehen durch auftragsbezogenen Warenbezug nur in geringem Umfang.

• Risiken aus dem politischen und rechtlichen Umfeld werden durch Verfolgung von gesetzlichen Änderungen und der Rechtsprechung auf den unternehmensrelevanten Gebieten soweit wie möglich begegnet.

• Projektbezogenen Risiken wird durch entsprechende Managementmaßnahmen begegnet.

• Risiken in den operativen Bereichen einschließlich Beschaffungs- und Absatzmarktrisiken werden durch geeignete Maßnahmen, z.B. durch Verbesserungen des Qualitätswesens, durch Abschluss längerfristiger Verträge oder durch Abschluss entsprechender Versicherungen, abgedeckt.

• Dem Ausfall- und Liquiditätsrisiko wird durch ein Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen sowie monatlichen Liquiditätsrechnungen und rollierenden Planungen begegnet. Die Bonität potentieller Kunden wird systematisch vor Auftragsannahme geprüft.

• Risiken im Währungsbereich sind derzeit insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

• Risiken im Zinsbereich werden bei Bedarf durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet.

Aufgrund von langfristig vereinbarten Kundenverträgen sowie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr für 2020 akquirierten Aufträgen ist die PDS GmbH für die Zukunft gut aufgestellt. Dies wird durch die Möglichkeit des Angebotes von weiteren Leistungen des Konzernverbundes noch verstärkt. Etwaige erkennbare Risiken werden durch die vorstehend beschriebenen Gegenmaßnahmen reduziert. Dem Wettbewerb am Markt wird durch langjährige Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Servicequalität begegnet.

 

Köln, den 28. Mai 2020

Lars Koernig-Kron, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 1.116.952,25 808.256,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.077.641,68 761.269,20
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 875.732,38 365.199,88
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201.909,30 396.069,32
II. Sachanlagen 39.310,57 46.987,72
1. technische Anlagen und Maschinen 15,00 15,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.295,57 46.972,72
B. Umlaufvermögen 4.594.743,90 7.622.916,82
I. Vorräte 729.556,78 1.324.127,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.595.472,92 3.687.786,69
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.611.682,49 3.473.748,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 201.277,76 192.610,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 782.512,67 21.428,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.269.714,20 2.611.002,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.181,92 19.337,29
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.748.878,07 8.450.511,03

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 668.251,00 323.386,30
I. gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Bilanzgewinn 591.557,22 246.692,52
B. Rückstellungen 240.927,21 1.099.271,59
C. Verbindlichkeiten 4.485.602,42 6.388.172,52
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.122.395,14 1.601.623,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.122.395,14 1.601.623,18
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.965.545,74 4.135.130,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.965.545,74 4.135.130,15
3. sonstige Verbindlichkeiten 397.661,54 651.419,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 397.661,54 651.419,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 354.097,44 639.680,62
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.748.878,07 8.450.511,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 7.426.428,15 8.091.051,27
2. Personalaufwand 2.678.546,02 2.332.179,63
a) Löhne und Gehälter 2.194.976,13 1.935.108,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 483.569,89 397.071,46
davon für Altersversorgung 36.114,36 34.864,46
3. Abschreibungen 539.654,40 309.531,68
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 539.654,40 309.531,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.439.413,99 2.941.281,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.390,84 27.512,75
davon aus verbundenen Unternehmen 13.390,84 27.512,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 109.209,16 143.151,92
davon an verbundene Unternehmen 101.947,06 135.889,83
7. Ergebnis nach Steuern 672.995,42 2.392.419,19
8. sonstige Steuern 1.917,00 1.660,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 326.213,72 2.175.817,56
10. Jahresüberschuss 344.864,70 214.941,63

Ergebnisverwendung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
10. Jahresüberschuss 344.864,70 214.941,63
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 246.692,52 31.750,89
12. Bilanzgewinn 591.557,22 246.692,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH (PDS GmbH) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firmenname laut Registergericht: PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Köln
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr. : HRB 16842

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern wurden in Anlehnung an die steuerlichen Afa-Tabellen bemessen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

In Höhe der geleisteten Zahlungen, die- Aufwand für die Folgejahre darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Rückstellungen wurden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens kann dem nachfolgenden Anlagenspiegel entnommen werden.

Bruttobuchwerte Stand 1.1.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 381.078,14 791.631,50 0,00 1.172.709,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.000.586,68 33.251,25 0,00 1.033.837,93
1.381.664,82 824.882,75 0,00 2.206.547,57
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 135.089,12 0,00 0,00 135.089,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 599.495,44 23.467,48 6.360,94 616.601,98
734.584,56 23.467,48 6.360,94 751.691,10
2.116.249,38 848.350,23 6.360,94 2.958.238,67
Abschreibungen Stand 1.1.2019
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.878,26 281.099,00 0,00 296.977,26
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 604.517,36 227.411,27 0,00 831.928,63
620.395,62 508.510,27 0,00 1.128.905,89
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 135.074,12 0,00 0,00 135.074,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 552.522,72 31.144,13 6.360,44 577.306,41
687.596,84 31.144,13 6.360,44 712.380,53
1.307.992,46 539.654,40 6.360,44 1.841.286,42
Buchwerte Stand 31.12.2019
Euro
Stand 31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 875.732,38 365.199,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201.909,30 396.069,32
1.077.641,68 761.269,20
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15,00 15,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.295,57 46.972,72
39.310,57 46.987,72
1.116.952,25 808.256,92

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00), welche unter den "Forderungen gegen verbundenen Unternehmen" ausgewiesen werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 161,78 (Vorjahr: EUR 0,00) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital der PDS GmbH beträgt zum 31. Dezember 2019 unverändert EUR 76.693,78 (DM 150.000,00).

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (TEUR 50), Tantiemen (TEUR 50) Gewährleistungen (TEUR 42) und ausstehende Kostenrechnungen (TEUR 43) enthalten.

Verbindlichkeiten

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 164.449,82 (Vorjahr: EUR 2.383.439,62), welche unter den "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 19.919,92 (Vorjahr: EUR 0,00) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 591.557,22. Die Abführungssperre betrifft selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten EUR 791.631,50. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens EUR 791.631,50.

Haftungsverhältnisse

Die TCG Holding GmbH hat für die Akquisitionsfinanzierung der Taneri Consulting GmbH im Jahr 2015 einen Darlehensvertrag mit der Commerzbank abgeschlossen, welcher zum 31.12.2019 mit EUR 866.187,53 valutiert. Für die Erfüllung der Verpflichtung der TCG Holding GmbH haftet die PDS GmbH gesamtschuldnerisch gemeinsam mit der MD MOBILDATA GmbH. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund des bisher vertragskonformen Verhaltens der TCG Holding GmbH nicht zu rechnen.

Die PDS Holding GmbH hat einen Teil der Akquisitionsfinanzierung für den Erwerb der Anteile an der dff solutions GmbH im Jahr 2017 über einen Kontokorrentkredit finanziert. Der Darlehensbetrag zum 31.12.2019 beträgt EUR 2.500.000,00. Die PDS GmbH ist Mithaftende in Höhe des gesamten noch offenen Darlehensbetrages aus ihrem Schuldbeitritt. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund des bisher vertragskonformen Verhaltens der PDS Holding GmbH nicht zu rechnen.

Die PDS Peripherie. Daten. Systeme. Entwicklungs- und Service GmbH haftet zusammen mit anderen Gesellschaften der PDS-Gruppe als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts für die Erfüllung von Verpflichtungen aus einem weiteren Darlehensvertrag in Höhe von Mio. EUR 2,5. Mit einer Inanspruchnahme ist unter Berücksichtigung der Kapitalstruktur der Unternehmensgruppe derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 289 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese beinhalten Miet- und Leasingverpflichtungen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 28 , davon 9 weibliche Arbeitnehmerinnen.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Michael Zitzmann, Geschäftsführer

Betreffend die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB zu den Bezügen des Geschäftsführers wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die PDS GmbH wird in den Konzernabschluss der PDS Holding GmbH, mit Sitz in Köln, einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird aufgrund der freiwilligen Aufstellung nicht offengelegt.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der PDS Holding GmbH.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.

 

Köln, den 28. Mai 2020

gez. Lars Koerniq-Kron

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.06.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PDS Peripherie. Daten. Systeme Entwicklungs- und Service GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 28. Mai 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dieter Tenambergen, Wirtschaftsprüfer

Dirk Hetebrügge, Wirtschaftsprüfer

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