Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 4199
Vorher
Groß GmbH
Eingetragen
7.1.1976
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Halten und Verwalten von eigenem Vermögen, insbesondere von Grundbesitz und von Beteiligungen

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Groß
seit 11.4.2005
Geschäftsführer
Rita Groß
seit 23.2.2004
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Leitenfeld 32, 94121 Salzweg
51.250 €
50.00%
Passauer Straße 9, 94121 Salzweg
51.250 €
50.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Groß GmbH

Salzweg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Groß GmbH bietet Fenster, Türen und Fassadenelementen in den Werkstoffen Kunststoff, Holz, Holz-Alu, Alu und Alu-Kunststoff an. Die Produkte werden im Wesentlichen im deutschsprachigen Raum vertrieben. Dabei werden die Produkte an Wiederverkäufer als auch an Endabnehmer geliefert. Die Produktionsanlagen (Gebäude und Maschinen) werden im Wesentlichen angemietet.

Die Firma Groß GmbH stellt mit Ihrer Fensterfertigung einen Teilbetrieb des Bauhauptgewerbes dar. Insoweit ist für die Beurteilung der Branche und der Gesamtwirtschaft auf das Bauhauptgewerbe abzustellen.

Die Betriebe des Bauhauptgewerbes haben 2018 einen Umsatz von 127 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das bedeutet ein Umsatzplus gegenüber 2017 von 11,3 %. Aufgrund der Preissteigerungen in der Branche ergibt sich ein reales Umsatzwachstum von 5,4%. Der Auftragseingang bei Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern legte 2018 um 10,0 % auf 79,5 Mrd. Euro zu. Dies ist der höchste Wert seit 1994 (80,8 Mrd. Euro). Um dieses Wachstum zu erreichen, wurde der Personalbestand in der Branche um 25.000 auf 837.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt aufgestockt.

Zum guten Ergebnis des Jahres 2018 hat wiederum überwiegend der Wohnungsbau beigetragen. Dieser war auch 2018 eine sehr starke Stütze der Baukonjunktur. Der Auftragseingang stieg um nominal 11,7 %, was sich in einem Umsatzvolumen in Höhe von 46,7 Mrd. Euro niederschlägt. So konnten im Jahr 2018 286.000 Wohnungen erstellt werden. Stützung erhält der Wohnungsbau weiter durch günstige Zinskonditionen. Darüber hinaus werden das Baukindergeld und - sofern umgesetzt - die von der Bundesregierung beschlossene Sonder-Afa stützend wirken. Begrenzend auf ein höheres Wachstum wirkt insbesondere die Baulandknappheit.

Besonders dynamisch nahm die Umsatzentwicklung im Wirtschaftsbau mit +12,5% auf 45,2 Mrd. € zu. Befürchtete Negativszenarien auf die Investitionsneigung, wie der Brexit und Anspannungen im internationalen Handel, haben so nicht stattgefunden. So legten die veranschlagten Baukosten der Baugenehmigungen für Handel-, Fabrik- und Bürogebäude bis zum Jahresende (vorliegend bis November) um gut 18% zu. Die Order im Wirtschaftsbau erreichten per Dezember ein Plus von gut 13%; (entspricht auch dem Monatswert Dezember). Für 2019 erwartet der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) in dieser Sparte ein Umsatzwachstum um 6%.

Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte in 2018 ca. 34,6 Mrd. € (+9,2%). Die finanzpolitischen Rahmenbedingungen für den öffentlichen Bau bleiben auch im Jahr 2019 günstig. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes rechnet in dieser Sparte für 2019 ebenfalls mit einem Plus von 6%. Nach langen Jahren der Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand zeigt sich nun wieder ein deutliches Wachstum der Bautätigkeit bei Bund, Ländern und Gemeinden. Vorreiter war der Bund, der von 2014 bis 2017 die Investitionen bzw. Investitionszuschüsse in Bundesfernstraßen, Eisenbahnen des Bundes, Bundeswasserstraßen und den kombinierten Verkehr von 10,3 auf 13,3 Mrd. Euro gesteigert hat und den Investitionshochlauf bei 14 Mrd. Euro in den kommenden Jahren verstetigt.

Durch diese positiven Rahmenbedingungen konnte auch der Fensterbau profitieren. Jedoch schwächte sich der Zuwachs im Jahr 2018 auf +1,8% ab und das Volumen erreichte 14,4 Mio. Fensterelemente. Der Neubau entwickelte sich dabei etwas positiver als die Modernisierung.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die grundsätzlich günstige Branchenentwicklung im Jahr 2018 wirkte sich auch positiv auf die Umsatz- und Auftragsentwicklung bei der Groß GmbH aus. Die Höhe des Umsatzes und der Auftragseingänge des Berichtsjahres konnten bei der Groß GmbH gegenüber dem Vorjahr nochmal gesteigert werden. Die Betriebsleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 14,3%. Ursache hierfür war im Wesentlichen die erhöhte Nachfrage auf dem Bausektor und die nochmals gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit.

3. Produktion

Im Geschäftsjahr konnte die im Vorjahr erreichte Optimierung des Produktionsprozesses fortgesetzt werden. Nennenswerte Investitionen in Produktionsanlagen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt.

4. Beschaffung

Auf dem Beschaffungsmarkt sind keine wesentlichen Engpässe zu verzeichnen. Die Beschaffung wird sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene (insbesondere im benachbarten europäischen Ausland) durchgeführt. Auf dem Beschaffungsmarkt waren im Berichtsjahr geringfügige Preissteigerungen zu verzeichnen, die in der Kalkulation Eingang fanden.

Aus derzeitiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Energiepreise als auch die Rohstoffpreise insbesondere im Sektor Glas konstant bleiben werden. Der Bereich "Holz" und "Metall" wird (wie in den Vorjahren) wird ebenfalls relativ stabil bleiben.

Der Handelskonflikt zwischen China und den USA wirkte sich auf den Beschaffungsmarkt nicht so stark, wie zunächst befürchtet. Hinsichtlich des Austrittes von Großbritannien aus der EU sind keine Auswirkungen auf dem Beschaffungsmarkt erkennbar.

5. Investition

Im Berichtsjahr wurden bei der Groß GmbH keine nennenswerten eigenen Investitionen im Bereich der immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens durchgeführt. Es erfolgten lediglich Ersatzinvestition, wesentlich im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung, in Höhe von 64 TEUR.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierungsmaßnahmen erstreckten sich im Wesentlichen auf die branchenüblich durchgeführten Investitionen (Ersatz- und Neuinvestitionen). Größere Neuanschaffungen sind derzeitig nicht geplant.

7. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.

Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Lage

(Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)

Darstellung der Ertragslage

2018 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Betriebsergebnis 2.160 15,3 1.002 8,2 -1.158
Finanzergebnis 137 1,0 144 1,2 7
ordentliches Ergebnis 2.297 16,3 1.146 9,4 -1.151
perodenfremdes Ergebnis -139 -1,0 50 0,4 189
Gesamtergebnis vor Ertragsteuer 2.158 15,3 1.196 9,8 -962
Ertragsteuern -600 -4,3 -341 -2,8 259
Jahresüberschuss 1.558 11,0 855 7,0 -703

Die Prozentangaben in der Tabelle beziehen sich auf die jeweilige Betriebsleistung im Berichtsjahr bzw. im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Umsatzsteigerung aufgrund der sich positiv entwickelten Marktsituation und der Produktionsoptimierung. Entsprechend dem Betriebsergebnis erhöhte sich auch der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr. Die Vorjahresprognose, welche von einer Betriebsleistung und von einem Jahresergebnis 2018 ähnlich wie 2017 ausging, konnte übertroffen werden.

Darstellung der Finanzlage

2018
TEUR
Vorjahr
TEUR
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.511 1.968
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -363 73
Free Cash Flow 1.148 2.041
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2 -2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 1.146 2.039
Finanzmittelbestand zum 01.01. 7.475 5.436
Finanzmittelbestand zum 31.12. 8.621 7.475

Die Darstellung der Finanzlage zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen niedrigeren Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Des Weiteren ist per Saldo ein negativer Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit festzustellen. Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Ausreichung eines Darlehens sowie laufende Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (insgesamt Erhöhung der Investitionstätigkeit). In der Summe ist eine Erhöhung des Finanzmittelbestandes um 1.146 TEUR auf 8.621 TEUR zum Ende des Geschäftsjahres zu verzeichnen. Der Cash Flow nach DVFA/SG I beläuft sich 2018 auf 1.977 TEUR (Vj. 1.357 TEUR). Damit ist eine sehr positive Liquiditätslage zu verzeichnen.

Darstellung der Vermögenslage

AKTIVA 31.12.2018
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 5.252 5.162 90
kurzfristig gebundenes Vermögen 11.866 10.917 949
Summe Aktiva 17.118 16.079 1.039
PASSIVA
Eigenkapital 13.325 11.768 1.557
mittel- und langfristiges Fremdkapital 406 347 59
kurzfristiges Fremdkapital 3.387 3.964 -577
Summe Passiva 17.118 16.079 1.039

Hinsichtlich der Vermögenslage ist eine Bilanzverlängerung zu verzeichnen.

Ursache im Aktivbereich ist hier die Erhöhung des kurzfristig gebundenen Vermögens um 949 TEUR (davon im Wesentlichen durch Guthaben bei Kreditinstituten). Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich geringfügig um 90 TEUR (davon im Wesentlichen durch die Erhöhung der Sonstigen Vermögensgegenstände (Darlehen), verringert durch die Abschreibungen des Anlagevermögens).

Auf der Passivseite liegt die wesentliche Ursache für die Bilanzverlängerung in der Erhöhung des Eigenkapitals um 1.557 TEUR (dies entspricht dem Jahresüberschuss 2018) und in der Erhöhung des mittel- und langfristigen Fremdkapitals um 59 TEUR (das mittel- und langfristige Fremdkapital in Höhe 406 TEUR (Vj. 347 TEUR) beinhaltet dabei lediglich Pensionsrückstellungen). Dagegen verringerte sich das kurzfristige Fremdkapital um 577 TEUR (insbesondere Minderung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen).

Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

Chancenbericht

Aufgrund der aktuellen und der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung ist zukünftig mit einem weiteren moderaten Wachstum zu rechnen. Die Chance des Unternehmens besteht darin, sich innerhalb dieser wirtschaftlichen Phase durch weitergehende Vertriebsmaßnahmen und Produktionsoptimierungen am Absatzmarkt zu festigen und die im grenznahen Ausland erschlossenen Absatzmärkte weiter zu festigen.

Aufgrund der derzeit öffentlich geführten Diskussionen über Erderwärmung und der damit zusammenhängenden Energieeffizienz werden weitere Nachfragezuwächse nach Fensterelementen erwartet. Zusätzlich werden die nationalen Fördermaßnahmen (z. B. Zuschüsse und Förderkredite durch die KFW) für energieeffizientes Bauen, Renovieren und Sanieren den zukünftigen Absatz von Fensterelementen erhöhen.

Risikobericht

In der Fensterbranche war in den letzten Jahren ein stetiger Zuwachs, sowohl im Neubau- als auch im Renovierungsbereich, zu verzeichnen. Dies lockt zunehmend Fensterbauer aus den östlichen Billiglohnländern an. Durch den damit entstehenden Wettbewerbsdruck könnten Unternehmen mit einer niedrigen Eigenkapitaldecke in Bedrängnis kommen.

Aufgrund der steigenden Importe aus dem Ausland sind auch Preisänderungsrisiken und Ausfallrisiken nicht auszuschließen.

Zudem ist gegenwärtig aufgrund des branchenübergreifend vorhandenen Fachkräftemangels mit entsprechenden Auswirkungen auf die Produktion zu rechnen. Dies versucht die Groß GmbH durch weitergehende Automatisierung des Fertigungsprozesses auszugleichen.

Entsprechend dieser Umstände und Risiken sind negative Auswirkungen in den Folgejahren auch auf die Groß GmbH nicht auszuschließen. Das Unternehmen wird sich aber nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der hohen Qualitätsstandards, der modernen Produktionsprozesse und eines leistungsfähigen Vertriebs- und Servicebereichs weiterhin auf dem Markt behaupten können.

Besondere, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind nicht erkennbar.

Prognosebericht

Gemäß einer Studie für den Fensterbau 2019 des Verbandes "Fenster + Fassade" schwächte sich, bezogen auf den gesamten Fenstermarkt, der Zuwachs im Jahr 2018 auf +1,8% ab. Der Neubau entwickelte sich dabei etwas positiver als die Modernisierung. Für das Jahr 2019 wird mit einem Marktvolumen in Höhe von 14,6 Mio. FE gerechnet (+1,2%) und für 2020 mit 14,8 Mio. FE (+1,4%). In beiden Jahren liegt der Neubau nur knapp über dem Vorjahreswert. Die Modernisierung kann etwas stärker wachsen.

Im Hinblick auf den Bereich Neubau war für 2018 eine Abschwächung auf +2,0% erkennbar. Für 2019 und 2020 wird nur noch mit Zuwächsen in Höhe von 0,8% bzw. 0,5% gerechnet. Die Modernisierung leidet nach wie vor unter den Kapazitätsengpässen. Das Modernisierungsvolumen ist jedoch nach wie vor mit über 8 Mio. Fenstereinheiten deutlich größer als das Neubauvolumen (6,0 Mio. FE in 2017). Da sich der Neubau in den Jahren 2018 bis 2020 nicht mehr ganz so stark entwickelt, kann sich die Modernisierung wieder etwas mehr entfalten. Für 2020 wird mit einem Modernisierungsvolumen in Höhe von 8,6 Mio. FE gerechnet

Der Fenstermarkt im Bereich Wohnungsbau kann in den Jahren 2018 und 2019 nur geringfügig zunehmen. Die Wachstumsdynamik wird sich aber im Jahr 2020 wieder etwas verstärken. Der Wohnungsbau erreicht damit ein Niveau von 9,8 Mio. Fenstereinheiten. Im Nichtwohnbau kam es in 2018 zu einem Zuwachs von +2,5%. Wegen der sich verschlechternden konjunkturellen Rahmenbedingungen kann er in 2019 das Vorjahresniveau nur noch leicht übertreffen und geht im Jahr 2020 leicht zurück.

Entsprechend der Studie entwickelte sich der Nichtwohnbau in den Jahren 2017 und 2018 positiver als der Wohnbau. Daher konnten die Metallfenster ihren Marktanteil auf 18,5% erhöhen. Die Kunststofffenster gingen auf einen Marktanteil von 57,5% zurück. Im Jahr 2019 wächst der Wohnbau nur leicht stärker als der Nichtwohnbau, daher bleiben die Materialanteile relativ konstant. Da der Nichtwohnbau im Jahr 2020 rückläufig ist, während der Wohnbau weiter zunimmt, verlieren die Metallfenster wieder etwas Marktanteil und liegen damit bei 18,1%.

Durch den im Berichtsjahr bereits verringerten Wachstumszuwachs ist zu erwarten, dass der Zuwachs auch zukünftig rückgängig sein wird.

Nach Bilanzstichtag wurden bis Ende 2019 weitere Produktionsanlagen (Gebäude und Maschinen) angemietet. Dabei bewegt sich der Umfang der finanziellen Auswirkungen in fremdüblicher Höhe.

Aufgrund der vorliegenden Rahmenbedingungen und der Erkenntnisse nach dem Bilanzstichtag wird bei der Groß GmbH damit gerechnet, dass die Betriebsleistung und das Jahresergebnis sowohl im Jahr 2019 und auch im Jahr 2020 in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen werden.

 

Salzweg / Straßkirchen, 24.01.2020

Martin Groß, Geschäftsführer

Martin Christoph Groß, Geschäftsführer

Johannes Groß, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2018 31.12.2017
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.536,00 12.087,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.686,00 60.546,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 431.142,00 631.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 167.036,00 232.877,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des 281.756,93 295.086,95
Anlagevermögens
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und 206.032,00 206.229,00
Betriebsstoffe
2. In Ausführung befindliche Bauaufträge 1.412.866,44 2.021.097,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.414.251,17 785.581,02
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.456.818,90 4.236.824,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.620.951,18 7.474.933,88
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 56.866,49 93.191,22
SUMME Aktiva 17.118.943,11 16.079.453,62

PASSIVA

31.12.2018 31.12.2017
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 102.500,00 102.500,00
II. Gewinn- und Verlustvortrag 11.664.331,09 10.808.669,48
III. Jahresüberschuss 1.557.848,32 855.661,61
IV. buchmäßiges Eigenkapital 13.324.679,41 11.766.831,09
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 405.640,89 347.357,00
2. Steuerrückstellungen 313.408,83 29.062,00
3. Sonstige Rückstellungen 341.723,00 388.685,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 2.039.491,78 2.935.211,71
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 302.938,14 228.522,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 391.061,06 383.783,84
SUMME Passiva 17.118.943,11 16.079.453,62

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2018 31.12.2017
1. Rohergebnis 8.168.611,75 6.616.888,44
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.727.100,07 -2.423.718,50
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -618.050,37 -532.607,42
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -405.403,82 -501.146,16
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.387.718,64 -2.100.583,73
5. Zwischensumme 2.030.338,85 1.058.832,63
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.104,47 2.062,38
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170.257,29 161.344,33
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -13.466,13 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -21.297,24 -18.938,79
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -600.293,55 -341.081,01
11. Ergebnis nach Steuern 1.567.643,69 862.219,54
12. Sonstige Steuern -9.795,37 -6.557,93
13. Jahresüberschuss 1.557.848,32 855.661,61

Anhang

Die Groß GmbH hat ihren Sitz in Salzweg/Straßkirchen und ist eingetragen beim Amtsgericht Passau (HRB 4199).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr, gleichbleibenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter wurden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese der Abnutzung unterliegen.

Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungskosten bzw. zu den Herstellungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben, sofern es abnutzbar ist.

Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert von kleiner EUR 800,00 EUR wurden vollumfänglich abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu einem gegebenenfalls niedrigeren Marktpreis bewertet (strenges Niederstwertprinzip).

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sowie die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden retrograd entsprechend ihres Fertigungsgrades mit Herstellungskosten bewertet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind zum Nennwert angesetzt.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit Ihrem Nennwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Teilwert angesetzt, der sich nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen ("Projected-Unit-Credit-Methode" bzw. Barwertmethode) ergibt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 3,21 %. Weitere Trendannahmen wurden nicht berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen werden mit den Ansprüchen einer Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten "sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen in Höhe von TEUR 4.300,0 (VJ: TEUR 3.900,0) gegen eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts enthalten, an der auch die Gesellschafter-Geschäftsführer der Groß GmbH beteiligt sind. Hiervon entfallen TEUR 4.300,0 (VJ: TEUR 3.900) auf Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Versicherungen in Höhe von TEUR 55,0 und weitere Aufwendungen.

Rückstellungen

Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen betrug TEUR 69,5 (Erhöhung TEUR 49,8 und die Verzinsung TEUR 19,7). Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen stiegen um TEUR 11,2 auf TEUR 227,4. Nach Saldierung der Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen verbleibt ein Ausweis der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 405,6. Die Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag beliefen sich auf TEUR 633,0, die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen betrugen TEUR 227,4 (saldierter Ausweis TEUR 405,6).

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz ermittelt, der sich aus den vergangenen zehn (Vorjahr: zehn) Geschäftsjahren ergibt. Hierbei wurde entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn bzw. sieben Jahren ergibt, ergibt sich der folgende Unterschiedsbetrag:

TEUR
Pensionsrückstellung 7-Jahreszins 712,0
Pensionsrückstellung 10-Jahreszins 633,0
Unterschiedsbetrag 79,0

Der sich ergebende Entlastungsbetrag in Höhe von TEUR 79,0 unterliegt der Ausschüttungssperre.

Bei der Bilanzerstellung wurden die Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 341,7 enthalten folgende wesentliche Posten:

TEUR
Urlaub 69,7
Personal 109,2
Gewährleistung 79,9
258,8

Es wurde eine pauschale Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 0,5% des Nettoumsatzes gebildet. Zudem wurden Rückstellungen für Einzelrisiken gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit den höheren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen. Die Art der Verbindlichkeiten sowie die Restlaufzeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis zu einem Jahr
EUR
zwischen 1-5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
davon gesichert
EUR
Art der Sicherheit
erhaltene Anzahlungen auf 2.039.491,78 0,00 0,00 2.039.491,78 --- keine
Bestellungen
(Vorjahr) (2.935.211,71) (0,00) (0,00) (2.935.211,71)
Verbindlichkeiten aus 302.938,14 0,00 0,00 302.938,14 --- übliche
Lieferungen und Leistungen Eigentumsvorbehalte
(Vorjahr) (228.522,98) (0,00) (0,00) (228.522,98)
Sonstige Verbindlichkeiten 391.061,06 0,00 0,00 391.061,06 --- keine
(Vorjahr) (383.783,84) (0,00) (0,00) (383.783,84)
2.733.490,98 0,00 0,00 2.733.490,98

Für Bauleistungen bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften/Avale in Höhe von TEUR 290,6.

Aus Leasingverträgen für KFZ ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 128,8 über einen Restzeitraum von 3 Jahren. Innerhalb eines Jahres werden TEUR 41,4 fällig.

Aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude ergeben sich jährliche finanzielle Verpflichtungen von etwa TEUR 475,4. Aus Mietverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter ergeben sich jährliche finanzielle Verpflichtungen von etwa TEUR 701,6. Die Kündigungsfristen für die Verträge betragen bis zu einem Jahr.

Nach Ablauf bestehender Verträge werden häufig Verlängerungen vereinbart oder vergleichbare Verträge abgeschlossen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Für die Aufgliederung der Umsätze wurde von der Vorschrift des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Damit unterbleibt die Aufgliederung der Umsätze.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8,6, die aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen bestehen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 148,4 TEUR.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72 (Vorjahr 64) Arbeitnehmer, die sich in 54 gewerbliche Arbeitnehmer und 18 Angestellte gruppieren.

Die Gesellschaft hatte im Berichtszeitraum drei Geschäftsführer.

Organe der Gesellschaft:

Geschäftsführer zum 10.01.2020 waren

Martin Groß

Schreinermeister

Martin Christoph Groß

Schreinermeister

Dipl.-Betriebswirt (FH) Johannes Groß

Leiter Vertrieb

Auf eine Angabe der gesamten Geschäftsführervergütungen wurde in Anwendung der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Salzweg / Straßkirchen, 30.06.2019

Martin Groß, Geschäftsführer

Martin Christoph Groß, Geschäftsführer

Johannes Groß, Geschäftsführer

Festgestellt, 13.01.2020

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Groß GmbH, Salzweg/Straßkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom

1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Groß GmbH, Salzweg/Straßkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlussesund des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lageberichts zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, 27. Januar 2020

CONSILIA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer

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