PharmLog Pharma Logistik GmbH

Siemensstraße 1, 59199 Bönen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 3673
Eingetragen
11.8.1993
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Verwaltung und der Betrieb eines Logistikzentrums für pharmazeutische und artverwandte Produkte in Bönen Kreis Unna sowie Erbringen logistischer Dienstleistungen für pharmazeutische Unternehmen; ausgenommen sind Tätigkeiten und Geschäfte, welche staatlicher Genehmigung gemäß § 8 GmbHG bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert33.34% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
16.67%
C. H. Boehringer Sohn AG & Co. KG
16.67%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PharmLog Pharma Logistik GmbH

Bönen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1.1. Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft sieht sich in einer Phase ohnehin mäßiger Dynamik erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit gegenüber. Maßgeblich hierfür sind die Ankündigungen der kommenden US- Administration. Allerdings ist unklar, welche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass zwar zusätzliche Zölle auf Einfuhren in die Vereinigten Staaten erhoben werden, diese aber nicht den Umfang annehmen werden, der zuweilen in Aussicht gestellt wurde. Auch nimmt das IfW Kiel an, dass der Rückgang der US-Notenbankzinsen nur gebremst wird, so dass die wirtschaftliche Aktivität auch unter der neuen Regierung weltweit allmählich Rückenwind von wieder günstigeren Finanzierungsbedingungen erhält. Bei diesen Rahmenbedingungen dürfte die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten weiter deutlich expandieren, während die konjunkturelle Dynamik in Europa zwar gering bleibt, aber doch allmählich an Fahrt gewinnt. Eine nachhaltige Belebung der Konjunktur in China ist indes angesichts der eingetrübten Perspektiven für die Exporte trotz der inzwischen deutlichen wirtschaftspolitischen Impulse weiter nicht in Sicht. Der Welthandel ist im bisherigen Verlauf des Jahres zwar wieder gestiegen, dürfte aber in der Zukunft durch die zu erwartenden handelspolitischen Spannungen spürbar gebremst werden. Alles in allem rechnet das IfW Kiel wie in seiner Septemberprognose für dieses Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - von 3,2 Prozent. Für das nächste Jahr erwartet das IfW Kiel - ebenso unverändert - eine Expansion um 3,1 Prozent. Der Rückgang der Inflation erfolgte zuletzt nur langsam, was vor allem dem hartnäckigen Anstieg der Preise für Dienstleistungen und dem ausbleibenden Absinken der Energiepreise im Vorjahresvergleich geschuldet ist. Der erwartete weitere Rückgang der Inflation in Richtung der Zielmarke von 2 Prozent dürfte sich nur langsam vollziehen, und es besteht ein Risiko, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleibt als derzeit erwartet. Darüber hinaus bestehen weiterhin große Risiken für die Weltkonjunktur durch eine mögliche Zuspitzung geopolitischer Konflikte (so entnommen aus: IfW Kiel/ Nr. 119 2024 | Q4)

Im Euroraum nahm die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2024 um 0,4% gegenüber dem Vorquartal bzw. um 0,9% gegenüber dem Vorjahr zu - der stärkste Anstieg seit zwei Jahren. Am dynamischsten erwies sich abermals die Konjunktur Spaniens, aber auch Frankreich verzeichnete einen robusten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, was teilweise positiven Impulsen durch die Austragung der Olympischen Sommerspiele geschuldet war. Die Industrieproduktion tendierte in den vergangenen Monaten jedoch abwärts und die Unternehmensstimmung ist weiterhin pessimistisch. Insbesondere die Auftragsbestände wurden deutlich niedriger eingeschätzt als zuletzt. Im Prognosezeitraum schlagen sich die Reallohnzuwächse allmählich in einer Belebung des privaten Konsums nieder. Dazu tragen der robuste Arbeitsmarkt und die gesunkene Inflation bei. Die Industriekonjunktur wird allerdings nur langsam Fahrt aufnehmen, auch weil die Investitionen erst allmählich anziehen. Insgesamt wird die Wirtschaftsleistung im Euroraum in den Jahren 2025 und 2026 um jeweils 1,2% zunehmen. Dabei bleiben die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsländern des Euroraums groß. (so entnommen aus: ifo Konjunkturprognose - 12. Dezember 2024)

Die deutsche Wirtschaft kann sich nicht aus der Stagnation lösen. Signale für eine spürbare wirtschaftliche Belebung sind kaum auszumachen. Vielmehr mehren sich die Zeichen, dass die wirtschaftliche Schwäche vor allem struktureller Natur und weniger konjunkturell bedingt ist, so dass die Wirtschaftsleistung kurzfristig nicht viel Luft nach oben hat. Für das kommende Jahr droht zudem zusätzlicher Gegenwind. Sofern die neue US-Regierung Teile ihrer protektionistischen Ankündigungen umsetzt - so wie für diese Prognose unterstellt -, wird dies die Exporte zusätzlich bremsen. Dabei haben diese schon zuletzt aufgrund der nachlassenden Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht mehr mit dem Welthandel Schritt halten können. Die vorläufige Haushaltsführung, die aufgrund des Bruchs der Koalition wohl weit bis in das kommende Jahr hinein gelten wird, könnte die Wirtschaftsleistung zusätzlich bremsen, auch wenn die Effekte wohl eher gering sind. Vor diesem Hintergrund hat das IfW Kiel seine Prognose nach unten angepasst und rechnet für das kommende Jahr nun mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (Herbstprognose: +0,5 Prozent), nach einem Rückgang von 0,2 Prozent im laufenden Jahr (Herbst: -0,1 Prozent). Im Jahr 2026 dürfte die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent zulegen (Herbst: 1,1 Prozent), wobei knapp 0,3 Prozentpunkte der zusätzlichen Zahl an Arbeitstagen zu verdanken ist. (so entnommen aus: IfW Kiel/ Nr. 120 2024 | Q4)

Rund 327 Milliarden Euro setzte die deutsche Logistikbranche im Jahr 2023 um. Der Umsatz ist damit gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. Für das Jahr 2024 wird eine weitere Umsatzsteigerung auf 331 Milliarden Euro prognostiziert. Logistikunternehmen sind unter anderem im Bereich Spedition, Transport, Lagerei, Umschlag und Verpackung tätig und bilden zusammen einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Dienstleistung Transport hat den größten Anteil am deutschen Logistikmarkt. (so entnommen aus: statista Umsatz der Logistikbranche in Deutschland von 1995 bis 2023 und Prognose für 2024)

Der aktuelle Logistik-Indikator der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zeigt einen leichten Aufwärtstrend des Geschäftsklimas in der deutschen Logistikwirtschaft. Verantwortlich dafür ist eine Trendumkehr hinsichtlich der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate. Dies zeigen die neuen Zahlen zum 4. Quartal 2024. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Krisen, die insbesondere die herstellende Industrie betreffen - von rückläufigen Auftragseingängen bis hin zu branchenspezifischen Herausforderungen - hat sich die Stimmung der deutschen Logistiker im zurückliegenden Jahr leicht aufgehellt. Die aktuelle Geschäftslage bei Logistikdienstleistern und deren Kunden aus Industrie und Handel bleibt unverändert schwierig. (...) Hingegen haben sich die Geschäftserwartungen im Laufe des Jahres stetig verbessert. (...) (so entnommen aus: Kommentierung des BVL Logistik-Indikators /pwc/BVL)

1.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Die PharmLog Pharma Logistik GmbH (kurz PharmLog) ist ein mittelständisches Unternehmen, dessen Aufgabe in der sicheren, schnellen und wirtschaftlichen Distribution von Arzneimitteln durch den Einsatz modernster und auf die Pharmabranche zugeschnittener Lager- und Kommissioniertechnik besteht. Dafür unterhalten wir in Bönen zwei Standorte. Wir sind ein Kooperationsunternehmen von 6 Pharmaunternehmen mit weltweitem Warenzulauf. Mit unseren schlanken Organisationsstrukturen sind wir in der Lage, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.

Der Geschäftsverlauf der PharmLog wurde auch in 2024 durch die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowie durch die Auftragssituation der Klienten beeinflusst.

Die wirtschaftliche Lage der PharmLog war im Geschäftsjahr 2024 und zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes zufriedenstellend. Wir beurteilen die Geschäftsentwicklung als insgesamt günstig.

Bei leicht gestiegenen Logistikerlösen (4,4 %), deutlich rückläufigen Aufwendungen für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (20,5 %), annähernd gleichbleibenden Frachtaufwendungen, jedoch stark erhöhten Instandhaltungs- (23,2 %) und EDV-Aufwendungen (16,5 %) und weiter moderat gestiegenen Personalaufwendungen (4,4 %) konnte ein positiver gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich gesunkener Jahresüberschuss erzielt werden (TEuro 297 gegenüber TEuro 520). Die im Lagebericht des Vorjahres getroffene Prognose hat sich somit bestätigt.

Auch konnten wir unser Ziel von einer maximalen Reklamationsquote von 0,025 % auch in diesem Jahr mit 0,022 % wieder erreichen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 sind die gesamten Umsatzerlöse um TEuro 848 von TEuro 58.646 im Vorjahr auf TEuro 59.494 gestiegen. Im Bereich der Logistikdienstleistungen konnten die Umsatzerlöse von TEuro 29.946 auf TEuro 31.258 gesteigert werden. Diese Erhöhung ist hauptsächlich auf den Anstieg einzelner Logistikdienstleistungspreise sowie auf die Integration neuer Klienten zurückzuführen. Die Umsätze aus Frachtleistungen sind um TEuro 442 von TEuro 28.213 auf TEuro 27.771 gesunken. Im Wesentlichen ursächlich hierfür ist die verminderte Anzahl der abgewickelten Lieferscheine bzw. Veränderungen in der Sendungsstruktur bei gleichzeitiger Erhöhung der Frachttarife und Zuschläge. Auf die Bundesrepublik Deutschland entfielen ca. 83 % der Umsatzerlöse, 5 % auf andere EU-Länder und 12 % auf das übrige Europa.

Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zu den Umsatzerlösen gesunken (um TEuro 742 (2,5 %) auf TEuro 28.953). Sie bestehen im Wesentlichen aus den Frachtaufwendungen (TEuro 25.658, im Vorjahr TEuro 25.895).

Die Personalaufwendungen sind von TEuro 16.418 um TEuro 727 auf TEuro 17.145 angestiegen. Gründe für diese Kostensteigerung sind allgemeine Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die erneute Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEuro 8.242 um TEuro 1.093 auf TEuro 9.335 gestiegen. Dies ist unter anderem auf die um TEuro 812 erhöhten Aufwendungen für die Instandhaltungen/Wartungen sowie die um TEuro 282 erhöhten Aufwendungen für die EDV-Beratung zurückzuführen.

Das Zinsergebnis von TEuro -429 (i.V. TEuro -561) ist im Wesentlichen belastet durch die Zinsaufwendungen für mittel- bis langfristige Darlehen von Kreditinstituten und Zinsen für die kurzfristige Inanspruchnahme des Kontokorrentkredites.

Aus der Sofortabschreibung für bestimmte digitale Wirtschaftsgüter, die handelsrechtlich nicht berücksichtigt wurde, resultierten Auflösungen für das Geschäftsjahr der passiven latenten Steuern von TEuro 98. Zusammen mit den Steueraufwendungen von TEuro 458 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 297 (i.V. TEuro 520). Damit hat sich das Eigenkapital von TEuro 15.941 auf TEuro 16.238 erhöht.

Das Anlagevermögen bildet mit 81,5 % (i.V. 82,4 %) den wesentlichen Posten der Aktivseite. Es beträgt TEuro 35.110 gegenüber TEuro 37.585 im Vorjahr. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen TEuro 402. Im Wesentlichen handelte es sich um Zugänge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wie Regalanlagen und Netzwerktechnik.

Die Eigenkapitalquote ist im Abschlussjahr von 35,0 % auf 37,7 % gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilden mit 50,5 % (i. V. 56,8 %) den größten Posten auf der Passivseite. Die von TEuro 25.862 auf TEuro 21.745 gesunkenen Verbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus den Darlehenstilgungen von TEuro 2.192 und der verminderten Inanspruchnahme des Kontokorrents von TEuro 1.661.

Zur Finanzierungsanalyse wird auf die Ausführungen im Anhang „Erläuterungen zur Bilanz“ und dort „Verbindlichkeiten“ verwiesen.

Die bestehende Kreditlinie des Kontokorrentkredits bei der Volksbank Bönen von 8 Millionen Euro wurde am 31.12.2024 in Höhe von TEuro 1.017 in Anspruch genommen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist von TEuro 911 auf TEuro 4.090 gestiegen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Abschlussjahr von TEuro 833 auf TEuro -402 gesunken; er besteht im Wesentlichen aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen (TEuro 376). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug TEuro -1.763 (i. V. TEuro -3.816) und besteht im Wesentlichen aus den planmäßigen Darlehenstilgungen von Finanzkrediten.

PharmLog war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Inbetriebnahme und IT-technische Anbindung des neu gebauten temperierten Lagers erfolgte in 2024 mit einem neuen Release der Lagerverwaltungssoftware, welche gleichzeitig auf die spezifischen Prozesse der Gesellschaft angepasst wurde. Dieses neue Lagerverwaltungssystem soll später ebenfalls für das Logistikzentrum in der Edisonstraße eingesetzt werden. Danach ist die Umsetzung auch für das Logistikzentrum in der Siemensstraße geplant.

Das Geschäftsjahr 2024 wurde neben der Inbetriebnahme des neuen temperierten Lagers auch durch weitere Änderungen im Klientenkreis geprägt. So erfolgt die Distribution von Handelsware und Werbemitteln für den neuen Klienten Hevert termingerecht seit April 2024. Aufgrund des Verkaufes der OTC- Sparte des Klienten Viatris an die Fa. Cooper Consumer Health erfolgte Ende des Jahres die Abgabe der betroffenen Produkte an einen anderen Logistikdienstleister.

2. Prognose sowie Chancen und Risiken

2.1. Gesamtwirtschaftliche Prognose

Folgende Eckdaten für das Wirtschaftswachstum sieht das Institut für Weltwirtschaft - IfW Kiel in seiner Konjunkturprognose 12/2024 für das Jahr 2025:

Der Zuwachs der Weltproduktion wird auf 3,1 % geschätzt.

Für den Euroraum wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 % erwartet.

Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird mittlerweile nur noch mit einer Stagnation bzw. mit 0,0 % gerechnet.

Die Logistikweisen haben ihre Prognose für das Logistikjahr 2025 abgegeben. Laut den veröffentlichten Ergebnissen des „Gipfels der Logistikweisen“ der am 20. September 2024 stattgefunden hat, ergibt sich als Ergebnis für das Jahr 2025, dass zumindest der Abwärtstrend zu einem Ende gekommen sein könnte. Die Gesamtsituation weltweit ist herausfordernd, weswegen noch keine Erholung wie beim BIP in 2025 erwartet wird. So liegt die Prognose real bei -0,1 Prozent und nominal bei +1,3 Prozent für den Wirtschaftsbereich Logistik in 2025 (jeweils mit einem Unsicherheitsfaktor von +/-1 Prozent). Bereits letztes Jahr lag die Prognose des Expertenkreises deutlich unter den damaligen Erwartungen an das BIP für 2024. (so entnommen aus: https://logistikweisen.de/de/ergebnisse - Vorbereitung auf eine neue Weltordnung Ergebnisbericht des Expertenkreises)

2.2. Prognose der PharmLog

Die weitere Geschäftsentwicklung der PharmLog wird auch zukünftig einerseits von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der weiteren Inflations- und Arbeitsmarktentwicklung sowie der allgemeinen Lieferkettensituation im Bereich der Medikamentenversorgung beeinflusst werden. Andererseits wird sie aber vor allem auch in Zukunft maßgeblich durch Veränderungen im Klientenkreis und weitere Entwicklungen im Gesundheitswesen geprägt sein.

Die Reservierungen der Klienten für das Geschäftsjahr 2025 liegen unter dem Niveau des Vorjahres. Für das Jahr 2025 wird insgesamt mit einer gesunkenen Auftragssituation gerechnet.

So werden sich durch den erfolgten Verkauf der OTC-Sparte des Klienten Viatris dessen Distributionsmengen bei PharmLog in 2025 deutlich reduzieren. Ebenso planen einzelne Klienten ebenfalls mit teilweise deutlich gesunkenen Distributionsmengen in 2025 bzw. ein Klient die Einstellung der Distribution eines speziellen sehr hochwertigen Produktes über PharmLog. Gleichzeitig gibt es aber auch feste Zusagen neuer Klienten, die Lagerung und Distribution zukünftig über PharmLog abzuwickeln. Aktuell finden bereits Integrationsgespräche mit der Fa. Aboca statt. Die Distribution soll hier ab Oktober 2025 erfolgen. Der neue Klient Bayer Österreich wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 einziehen. Darüber hinaus sind weitere Ausschreibungen für 2026 noch offen. Anfragen möglicher neuer Klienten für die Folgejahre liegen ebenfalls vor.

Wir gehen daher, trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem anhaltendem Ukraine-Krieg, weiterhin von einer stabilen Situation in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Im Einzelnen erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr:

moderat sinkende Logistikerlöse

moderat weiter steigende Personalkosten

moderat sinkende Energiekosten

gleichbleibende Instandhaltungsaufwendungen

deutlich höhere Aufwendungen für die Weiterentwicklung und Modernisierung der IT-Systeme sowie für den weiteren Ausbau der IT-Sicherheit

moderat weiter steigende Frachtpreise

Insgesamt rechnen wir mit einem positiven, gegenüber 2024 deutlich verminderten Jahresüberschuss.

2.3. Risiken und Chancen

Derzeit sehen wir Risiken in den folgenden Bereichen:

Trotz aktuell vorhandener freier Lager- und Kommissionierkapazitäten ist das Potential für die Aufnahme neuer Klienten insbesondere im Bereich ambient/Werbemittel begrenzt, da zumindest mittelfristig von einem wieder steigenden Bedarf der Altklienten auszugehen ist. Gleichzeitig zeichnen sich aber auch weitere Veränderungen im Gesundheitswesen ab. So nimmt beispielsweise die Anzahl an Apotheken seit Jahren kontinuierlich ab. Neue Absatzwege wie der zunehmende Online- und Versandhandel verändern langfristig auch das nachgefragte Dienstleistungsspektrum der Pharmahersteller bei der Pharm-Log.

Die notwendige Modernisierung und Weiterentwicklung der IT-Systeme ist mit erheblichem finanziellem und personellem Aufwand verbunden. Darüber hinaus ist auch für die Folgejahre weiter mit steigenden Kosten für die IT-Sicherheit zu rechnen.

Das vorhandene Lagerverwaltungssystem der Firma Körber soll durch eine vollständige Neuentwicklung ebenfalls der Firma Körber ersetzt werden. Das sogenannte k.motionWMS wurde zunächst mit der Inbetriebnahme des neuen temperierten Lagers in der Siemensstraße in 2024 eingeführt, muss danach für die spätere Einführung in den Logistikzentren Edisonstraße und Siemensstraße aber ebenfalls noch weiter auf die spezifischen Prozesse der jeweiligen Standorte angepasst werden.

Ferner müssen auch die SAP-ERP und SAP-BW-Systeme sukzessive auf die neue Technologie SAP S/4HANA umgestellt werden. Das Investitionsvolumen in Höhe von TEuro 2.000 beinhaltet Softwareeinstellungen, zusätzliche Softwarelizenzen sowie Hardwarekomponenten, die über eine Eigenfinanzierung gedeckt werden sollen.

Zunehmende Kosten werden darüber hinaus auch in der Zukunft mit dem weiteren Ausbau der IT- Sicherheit und dem Schutz der IT-Systeme vor Cyberangriffen anfallen.

Sollten die Annahmen für diese Investitionen sich nicht erfüllen, könnte dies zu einer Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Chancen bestehen dagegen in den folgenden Bereichen:

Nach wie vor ist eine starke Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und flexiblen Distributionslösungen und Dienstleistungen seitens unserer Bestandsklienten aber auch externer Pharmaunternehmen vorhanden. Die Möglichkeit zur Generierung zusätzlicher Logistikerlöse sowohl durch unsere Bestandsklienten als auch durch die Aufnahme neuer Klienten ist somit weiter gegeben.

Im Bereich der Digitalisierung sehen wir auch für die Zukunft weiteres Potential, Geschäftsprozesse zu vereinfachen und zu verschlanken. Gleichzeitig sehen wir in der regelmäßigen Aktualisierung und Anpassung unserer eingesetzten Software auch die Chance, die individuellen Anforderungen und die zunehmenden Informationsbedürfnisse unserer Klienten bestmöglich zu erfüllen.

PharmLog bietet ihren Klienten mit den zwei Logistikzentren in Bönen und mit der Erweiterung um das neue temperierte Lager einerseits sehr individuelle Distributionslösungen. Andererseits kann durch die Nutzung von Synergie- und Mengeneffekten sowie durch die Bündelung gleichartiger Prozesse nach wie vor eine kostengünstige und schnelle Belieferung des Pharmamarktes sichergestellt werden.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als zuverlässiger und zukunftsorientierter Healthcare-Dienstleister räumt die PharmLog einer ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung einen hohen Stellenwert ein.

Im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit steht der Kunde mit seinen Bedürfnissen. Durch den Einsatz moderner und auf die Pharmabranche zugeschnittener Lager- und Kommissioniertechniken werden sämtliche logistischen und pharmazeutischen Anforderungen erfüllt, um eine schnelle und sichere Distribution von hochwertigen Arzneimitteln und artverwandten Produkten zu gewährleisten. Dafür werden regelmäßig interne Prüfungen im Bereich Sicherheit gemäß TAPA und HSE-Vorgaben durchgeführt.

Eine weitere wesentliche Erfolgskomponente sehen wir in der Bindung von qualifizierten Mitarbeitern an unser Unternehmen. Dies wollen wir u.a. durch attraktive Vergütungssysteme, ein professionelles Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen, durch die Förderung der beruflichen und persönlichen Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters sowie durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen.

Darüber hinaus nehmen der Schutz der Umwelt sowie der schonende Umgang mit Energie und Ressourcen in unserem Bewusstsein eine zunehmend entscheidende Bedeutung ein. Sie stellen aus unserer Sicht eine weitere wesentliche Voraussetzung für eine positive Unternehmensentwicklung dar. In der in 2023 erfolgten Einführung bzw. in 2024 erfolgten Nachzertifizierung des Umweltmanagementsystems nach EMAS und der Eintragung in das EMAS-Register sehen wir über den Umweltschutz hinaus auch einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der PharmLog.

Wir gehen davon aus, dass sich die oben genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie folgt entwickeln:

Durch die kontinuierliche Umstellung der verschiedenen Softwarekomponenten auf aktuelle Standards soll die Sicherstellung des Datenaustausches mit unseren Dienstleistern und unseren Klienten weiter optimiert werden.

Im Personalbereich gehen wir weiterhin von einer geringen Fluktuationsrate aus. Der zunehmend spürbare Fachkräftemangel wird aber auch uns vor weitere zukünftige Herausforderungen stellen.

Wir arbeiten weiterhin an einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit den Ressourcen. Bei der Beschaffung von Investitionsgütern, Betriebs- und Hilfsstoffen achten wir auf deren Energieeffizienz und berücksichtigen ökologische Kriterien. Durch den Bau von Photovoltaikanlagen konnte der Energieverbrauch weiter auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Außerdem wird aktuell ein Teil unserer bestehenden Gasheizung am Standort Siemensstraße auf Wärmepumpentechnologie umgestellt.

4. Risikomanagement

Die Geschäftsführung ist für das interne Risikomanagementsystem von PharmLog verantwortlich und bewertet dessen Wirksamkeit. Die Elemente der internen Kontrollfunktionen sind darauf ausgelegt, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten und laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens liefern können.

Im Abschlussjahr wurde durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Greis & Brosent GmbH eine Prüfung der eingerichteten Kontrollen und die Überprüfung ihrer Wirksamkeit für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2024 durchgeführt (Statement on Standards for Attestation Engagements (SSAE 18, AT-C Section 320 Typ 2).

Im Rahmen der Zertifizierung wurden die von PharmLog durchgeführten Kontrollen im Hinblick auf Ordnungsmäßigkeit der Beschreibung und Wirksamkeit überprüft. Die Prüfung ergab, dass die beschriebenen Kontrollen geeignet sind, die definierten Kontrollziele zu erreichen und die geprüften Kontrollen für den geprüften Zeitraum eine hinreichende Sicherheit bieten.

Risikofaktoren

Im Folgenden werden die wesentlichen Risikofaktoren, die einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, dargestellt. Die Aufzählung dieser Risiken ist nicht abschließend; Risiken, die wir zurzeit noch nicht kennen oder Risiken, die wir derzeit noch nicht als wesentlich einstufen, könnten sich ebenfalls nachhaltig auf das Unternehmen auswirken.

Allgemeine Geschäftsrisiken

Unser Unternehmen wird geringfügig von Unwägbarkeiten der politischen Rahmenbedingungen im Pharmaumfeld beeinflusst. Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens wird insbesondere von der Entwicklung und den Entscheidungen unserer Nutzer bestimmt. Die hiermit einhergehenden Risiken versuchen wir durch die Pflege einer breiteren Kundenbasis zu reduzieren. Risiken aus diesem Bereich bewerten wir daher zwar als wesentlich, aber unwahrscheinlich.

Operative Risiken

Wir sind im Kern in der Distribution von Gütern der Pharmabranche tätig. Bei Störungen in unserer Wertschöpfungskette sind wir unter anderem der Gefahr von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen, Lieferengpässen sowie Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir regelmäßig interne Kontrollen im Bereich Sicherheit durch; zudem wird die Effektivität unserer internen Prozesse und Kontrollen durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer regelmäßig überprüft. Besonderes Augenmerk legen wir auf die ständige Überprüfung und Verbesserung unserer EDV-gestützten logistischen Prozesse. Durch das BSI-Gesetz bzw. durch die derzeit in Deutschland noch nicht verabschiedete NIS2-Richtlinie zum Betrieb von kritischen Infrastrukturen wurde unsere Gesellschaft als Unternehmen mit besonderem staatlichem Interesse eingestuft und wird aktuell alle zwei Jahre auditiert. Angesichts der geopolitischen Weltlage ist aber auch für uns von einer deutlich erhöhten Cyberbedrohungslage auszugehen.

Unsere technischen Anlagen werden regelmäßig gewartet und unsere Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet. Versicherbare Risiken sind in unserem Unternehmen in angemessenem Umfang durch den Abschluss entsprechender Versicherungsverträge abgesichert. Risiken aus diesem Bereich bewerten wir daher zwar als wesentlich, aber unwahrscheinlich.

Finanzrisiken

Die für unser Unternehmen relevanten Finanzrisiken lassen sich in Kredit- und Zinsrisiken unterteilen:

Das bestehende Kreditrisiko wird im Rahmen unseres Finanzmanagements durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit der Kunden reduziert. Darüber hinaus trägt unser Mahnwesen zu einem vollständigen und zeitnahen Forderungseinzug bei.

Da wir alle Transaktionen in Euro abwickeln, sind wir keinen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt.

Die Finanzierung unserer kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgt durch eine Kontokorrentvereinbarung mit der Volksbank Bönen. Darüber hinaus sind kurz-, mittel- und langfristige Darlehen als Festsatzkredite abgeschlossen.

Eventuelle Risiken aus diesem Bereich beurteilen wir daher derzeit als nicht wesentlich und unwahrscheinlich.

Gesamtrisikobetrachtung

Risiken, die eine Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten, ergeben sich im Wesentlichen aus den allgemeinen Geschäftsrisiken und den operativen Risiken. Gleichwohl sind zurzeit keine Risiken erkennbar, die zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.

 

Bönen, 14. April 2025

PharmLog Pharma Logistik GmbH

Der Geschäftsführer

Lutz Pokrandt

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.070,00 416.585,00
2. Geleistete Anzahlungen 26.500,00 0,00
238.570,00 416.585,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.620.521,77 28.636.899,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 139.963,00 173.603,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.045.469,00 8.293.283,00
34.805.953,77 37.103.785,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 65.000,00 65.000,00
65.000,00 65.000,00
35.109.523,77 37.585.370,77
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.045.676,72 5.532.868,96
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.277.446,06 1.808.142,52
3. Sonstige Vermögensgegenstände 193.614,36 261.190,54
7.516.737,14 7.602.202,02
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.856,91 1.782,32
7.518.594,05 7.603.984,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 483.779,39 368.870,31
43.111.897,21 45.558.225,42

PASSIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Gewinnvortrag 15.787.927,14 15.268.136,71
III. Jahresüberschuss 297.038,45 519.790,43
16.238.353,15 15.941.314,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 331.356,25 4.739,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.270.233,28 648.596,53
1.601.589,53 653.335,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.744.551,11 25.861.513,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.894.080,36 2.284.903,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 6.887,72
4. Sonstige Verbindlichkeiten 355.439,44 434.755,62
davon aus Steuern: EUR 324.208,06 (Vj: EUR 403.476,05)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30.492,63 (Vj: EUR 30.389,04)
24.994.070,91 28.588.060,19
D. Passive latente Steuern 277.883,62 375.515,00
43.111.897,21 45.558.225,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.493.915,13 58.645.730,04
2. Sonstige betriebliche Erträge 76.640,51 85.100,03
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.005.063,71 -2.521.315,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -26.947.749,28 -27.173.685,71
-28.952.812,99 -29.695.000,87
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.104.186,35 -13.501.923,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.040.427,83 -2.916.775,21
davon für Altersversorgung: EUR -230.527,50 (Vj: EUR -229.538,11)
-17.144.614,18 -16.418.698,26
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.876.693,08 -2.855.648,40
-2.876.693,08 -2.855.648,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.334.941,59 -8.241.838,20
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -429.235,96 -561.403,78
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -360.260,63 -264.527,12
9. Ergebnis nach Steuern 471.997,21 693.713,44
10. Sonstige Steuern -174.958,76 -173.923,01
11. Jahresüberschuss 297.038,45 519.790,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Die PharmLog Pharma Logistik GmbH mit Sitz in Bönen, ist unter der Nummer HRB 3673 im Handelsregister des Registergerichtes Hamm eingetragen.

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der PharmLog Pharma Logistik GmbH zum 31. Dezember 2024 wurde nach den für alle Kaufleute geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB (§§ 238 ff.) und den maßgebenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften des HGB (§§ 264 ff.) sowie etwaigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Vorjahresabschluss wurde nach den Vorschriften des § 325 HGB im Unternehmensregister veröffentlicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die in der Steuerbilanz angewandte typisierte Nutzungsdauer von einem Jahr für bestimmte Wirtschaftsgüter der Computer-Hard- und -Software wurde handelsrechtlich nicht berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Nettobetrag von Euro 800 wurden handelsrechtlich analog zu den steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet.

Für den Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert und gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, verwiesen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear; die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände liegen zwischen 3 und 5 Jahren und die der Sachanlagen zwischen 3 und 33 Jahren.

Umlaufvermögen

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, aus dem gewöhnlichen Liefer- und Leistungsverkehr und bestehen, wie im Vorjahr, gegenüber Gesellschaftern.

Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Ausgaben für Wartungsverträge und Lizenzen, die Aufwand nach dem 31.12.2024 darstellen, ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand am 01.01.2024 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand am 31.12.2024
Euro Euro Euro Euro Euro
Resturlaub 72.010,00 72.010,00 97.000,00 97.000,00
Mehrarbeit 95.090,00 95.090,00 135.800,00 135.800,00
Berufsgenossenschaft 63.800,00 63.800,00 65.600,00 65.600,00
Interne Jahresabschlusskosten 6.700,00 6.700,00 7.000,00 7.000,00
Honorare, Prüfung, Beratung 20.000,00 20.000,00 20.000,00 20.000,00
Ausstehende Rechnungen 390.996,53 390.996,53 944.833,28 944.833,28
648.596,53 648.596,53 0,00 1.270.233,28 1.270.233,28

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 haben folgende Restlaufzeiten:

bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren von über 5 Jahren Summe
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.389.618,19 6.153.648,00 12.201.284,92 21.744.551,11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.894.080,36 2.894.080,36
Sonstige Verbindlichkeiten 355.439,44 355.439,44
6.639.137,99 6.153.648,00 12.201.284,92 24.994.070,91

Die Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr betragen Euro 18.354.932,92 und entfallen ausschließlich auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben folgende Restlaufzeiten:

bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren von über 5 Jahren Summe
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.139.015,41 7.143.492,16 13.579.006,03 25.861.513,60
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.284.903,25 2.284.903,25
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.887,72 6.887,72
Sonstige Verbindlichkeiten 434.755,62 434.755,62
7.865.562,00 7.143.492,16 13.579.006,03 28.588.060,19

Die Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr betragen Euro 20.722.498,19 und entfallen ausschließlich auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen:

Verträge Betrag Euro Laufzeit bis Planmäßige Tilgung/p.a. Euro
Darlehen Sparkasse Unna-Kamen 1.161.120,00 30.03.2027 516.160,00
Darlehen Sparkasse Unna-Kamen 6.269.144,92 30.03.2039 445.172,00
Darlehen Sparkasse Unna-Kamen 3.318.000,00 30.03.2043 182.000,00
Darlehen Volksbank/DZ-Bank 9.500.000,00 30.03.2032 750.000,00
Darlehen Volksbank/DZ-Bank 473.684,16 01.09.2025 473.684,16
Kontokorrentkonto Volksbank 1.017.300,50 unbefristet 0,00

Der Kontokorrentkredit mit der Volksbank Bönen eG mit einem Limit in Höhe von TEuro 8.000 war am 31.12.2024 mit TEuro 1.017 belastet.

Die bestehenden Darlehen werden weitergeführt und planmäßig getilgt.

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten im Vorjahr aus dem gewöhnlichen Liefer- und Leistungsverkehr. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 0 (im Vorjahr TEuro 7).

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen auf den unterschiedlichen Nutzungsdauern von Vermögensgegenständen im Anlagevermögen in der Handels- und Steuerbilanz. In der Steuerbilanz wurde abweichend zur Handelsbilanz eine typisierte Nutzungsdauer für bestimmte Wirtschaftsgüter der Hard- und Software des Anlagevermögens von einem Jahr angewendet. Die sich hieraus ergebende Differenz wurde mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32,45 % berechnet (15,82 % Körperschaftsteuer und 16,63 % Gewerbesteuer). Der zum Bilanzstichtag bestehende Wertunterschied aus dem Geschäftsjahr betrug TEuro -301. Zum Bilanzstichtag betrugen die passiven latenten Steuern TEuro 278, die im Geschäftsjahr 2024 von TEuro 376 um TEuro 98 reduziert wurden.

Erläuterungen zur GuV

Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEuro 59.494 entfallen in Höhe von TEuro 49.100 auf Deutschland, in Höhe von TEuro 3.095 auf andere EU-Länder und in Höhe von TEuro 7.299 auf das übrige Europa.

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Die PharmLog Pharma Logistik GmbH ist mit 16,67 % an der pharma mall Gesellschaft für Electronic Commerce mbH, Sankt Augustin, beteiligt. Die pharma mall Gesellschaft für Electronic Commerce mbH verfügt zum 31.12.2023 über ein Eigenkapital von Euro 5.549.126,48; der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2023 Euro 22.201,39.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEuro 4.706 (für Verträge über TEuro 25).

Ungekündigte Dauerschuldverhältnisse bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von jährlich TEuro 2.118. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wartungsverträge (TEuro 1.106) sowie Bewachungs- und Reinigungsverträge (TEuro 940) sowie sonstige Mietverträge (TEuro 72).

Außerdem besteht ein Leasingvertrag für eine Breitgang- und Verschieberegalanlage. Die Leasingraten für das Jahr 2025 betragen TEuro 140 und für die restliche Vertragslaufzeit bis zum Jahr 2028 TEuro 479.

Darüber hinaus beinhalten die sonstigen finanziellen Verpflichtungen Softwaresupport- und Lizenzverträge. Die Gebühren für das Jahr 2025 betragen TEuro 647.

Weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEuro 1.322 ergeben sich aus der Fertigstellung der Lagerverwaltungssoftware für das neu gebaute, temperierte Lager in der Siemensstraße (TEuro 666). Außerdem wurde ein Vertrag über den Austausch der beiden Sorteranlagen der Behälterfördertechnik im Warenausgang abgeschlossen (TEuro 560). Darüber hinaus sind weitere Modernisierungsmaßnahmen beauftragt, wie die Erneuerung des Fahrzeugverriegelungssystems (TEuro 51) sowie die Anschaffung neuer Tiefkühlzellen für den Bereich der Originalkartonkommissionierung (TEuro 45).

Haftungsverhältnisse

Als Sicherheiten für die Darlehen der Sparkasse UnnaKamen (vergleiche die Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten auf Blatt 5) wurden Grundschulden zugunsten der Sparkasse UnnaKamen eingetragen. Diese Darlehen valutieren zum 31.12.2024 mit Euro 10.748.264,92.

Als Sicherheit für die Darlehen der Volksbank Bönen eG ist eine Grundschuld zugunsten der Volksbank Bönen eG eingetragen. Diese Darlehen valutieren zum 31.12.2024 mit Euro 9.973.684,16.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr Dipl.-Kfm. Lutz Pokrandt, Kempen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird unter Berücksichtigung der Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ohne Auszubildende betrug im Abschlussjahr 386 (Vorjahr: 383). Hiervon waren 257 (Vorjahr: 264) gewerbliche Mitarbeiter, 124 (Vorjahr: 119) Angestellte und 5 Studenten/Aushilfen (Vorjahr 0).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEuro 87. Es entfällt auf folgende Leistungen:

• Abschlussprüfungsleistungen TEuro 18,
• andere Bestätigungsleistungen TEuro 59,
• Steuerberatungsleistungen TEuro 10.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bönen, 14. April 2025

PharmLog Pharma Logistik GmbH

Die Geschäftsführung

Lutz Pokrandt

Entwicklung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) zum 31. Dezember 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.972.229,72 0,00 715.087,07 7.257.142,65
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 26.500,00 0,00 26.500,00
7.972.229,72 26.500,00 715.087,07 7.283.642,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.222.392,60 5.150,00 0,00 38.227.542,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 585.238,77 0,00 0,00 585.238,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.673.374,35 370.662,08 450.257,23 25.593.779,20
64.481.005,72 375.812,08 450.257,23 64.406.560,57
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 65.000,00 0,00 0,00 65.000,00
65.000,00 0,00 0,00 65.000,00
72.518.235,44 402.312,08 1.165.344,30 71.755.203,22
Wertberichtigungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.555.644,72 204.515,00 715.087,07 7.045.072,65
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.555.644,72 204.515,00 715.087,07 7.045.072,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.585.492,83 1.021.528,00 10.607.020,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 411.635,77 33.640,00 445.275,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.380.091,35 1.617.010,08 448.791,23 18.548.310,20
27.377.219,95 2.672.178,08 448.791,23 29.600.606,80
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
34.932.864,67 2.876.693,08 1.163.878,30 36.645.679,45
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.070,00 416.585,00
2. Geleistete Anzahlungen 26.500,00 0,00
238.570,00 416.585,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.620.521,77 28.636.899,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 139.963,00 173.603,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.045.469,00 8.293.283,00
34.805.953,77 37.103.785,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 65.000,00 65.000,00
65.000,00 65.000,00
35.109.523,77 37.585.370,77

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PharmLog Pharma Logistik GmbH, Bönen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PharmLog Pharma Logistik GmbH, Bönen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PharmLog Pharma Logistik GmbH, Bönen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 14. April 2025

GREIS & BROSENT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Voigt, Wirtschaftsprüfer

Brosent, Wirtschaftsprüfer

Dieses Dokument ist elektronisch signiert.

Der Jahresabschluss wurde durch Gesellschafterbeschluss am 25., 28. und 29. April, am 7. und 13. Mai 2025 im Umlaufverfahren festgestellt.

Des Weiteren wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.