Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 9724
Eingetragen
11.12.2002
Branche
Reparatur und Instandhaltung von KrafträdernEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
der Kfz-Handel und Reparaturen von Kraftfahrzeugen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tom Bernds
seit 19.9.2023
Geschäftsführer
Florian Bernds
seit 25.11.2022
Geschäftsführer
Heinrich Bernds
seit 11.12.2002
Geschäftsführer
Michael Bernds
seit 11.12.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heinrich Bernds
Voerde
170.000 €
50.00%
Michael Bernds
Voerde
170.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Bernds GmbH

Dinslaken

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Autohaus Bernds GmbH war mit über 355 Mitarbeitern (inklusive Auszubildende) Ende 2023 an 10 Standorten vertreten. Weitere Standorte werden durch Handelspartner in der umliegenden Region wahrgenommen (Sekundärnetzbetriebe). Der größte Umsatz wird an allen Standorten mit dem Handel von neuwertigen Fahrzeugen erzielt; dazu kommen die Vermarktung von Gebrauchtwagen sowie die After-Sales-Bereiche Werkstatt und Lager.

Folgende Hersteller sind an den jeweiligen Standorten vertreten:

Zentrale Funktionen sind in der Filiale Oberhausen an der Duisburger Straße (DS) und in der Filiale Duisburg untergebracht. Logistisch werden alle Standorte, einschließlich der angeschlossenen Sekundärnetzbetriebe, von der Filiale Oberhausen DS betreut, kaufmännisch von der Filiale Duisburg. Die Standorte des Renault-Sekundärnetzes, die aus der Funktion des Großhandels beliefert werden, befinden sich in Dorsten, Dortmund, Duisburg, Essen, Haltern am See, Kamp-Lintfort, Lünen, Oer-Erkenschwick, Ratingen, Rheinberg, Sonsbeck, Emmerich und Wesel.

Grafische Darstellung des Marktgebietes der Autohaus Bernds GmbH einschließlich des Sekundärnetzes:

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2023 wurde gegenüber dem Vorjahr eine jahresdurchschnittliche Verringerung des Bruttoinlandsprodukts in der Bundesrepublik Deutschland von -0,3% festgestellt.

Im Jahr 2023 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 2.844.609 Neuwagen zugelassen, damit 7,3 % mehr als 2022.

Die PKW-Neuzulassungen, nach "webMIS" der Helwig Schmitt GmbH, der durch die Autohaus Bernds GmbH vertretenen Marken, entwickelten sich bundesweit in 2023 gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

Zulassungen 2023 Zulassungen 2022 Abweichung absolut Abweichung
%
Renault 69.597 81.176 -11.579 -14,3
Dacia 68.586 60.390 +8.196 +13,6
Nissan 31.857 26.069 +5.788 +22,2
Ford 116.818 131.405 -14.587 -11,1
Jeep 16.169 17.954 -1.785 -9,9
Alfa Romeo 6.198 3.658 +2.540 +69,4
Alpine 405 303 +102 +33,7

Datenquelle: "webMIS" der Helwig Schmitt GmbH

Im Bereich der Nutzfahrzeuge verzeichnete der Markt einen Gesamtzulassungswert von 263.350 Fahrzeugen, was einem Zuwachs von 12,5 % entspricht.

Die Nutzfahrzeugzulassungen, nach "webMIS" der Helwig Schmitt GmbH, der durch die Autohaus Bernds GmbH vertretenen Marken, entwickelten sich bundesweit in 2023 gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

Zulassungen 2023 Zulassungen 2022 Abweichung absolut Abweichung
%
Renault 17.325 18.415 -1.090 -5,9
Dacia 230 115 +115 +100,0
Nissan 2.998 4.159 -1.161 -27,9
Ford 44.777 37.713 +7.064 +18,7

Datenquelle: "webMIS" der Helwig Schmitt GmbH

Der Aufwärtstrend im deutschlandweiten Neuwagenbereich setzt sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt fort. 2023 sind 6.030.874 Besitzumschreibungen von PKW registriert worden. Dies stellt einen Zuwachs von 389.358 Fahrzeugen (+6,9 %) gegenüber dem Vorjahr dar.

2. Ertragslage und Geschäftsverlauf

In 2023 wurden Umsatzerlöse aller Abteilungen in Höhe von 163.682 T€ erzielt. Gegenüber den Umsatzerlösen aller Abteilungen des Vorjahres in Höhe von 141.228 T€ ergab sich damit eine Umsatzsteigerung um 22.454 T€. Dies entspricht einer prozentualen Zunahme von 15,9 %.

Mit 4.984 Auslieferungen verzeichnete die Autohaus Bernds GmbH mit ihrem Absatz an neuwertigen PKW und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Jahr 2022 (4.977 Fahrzeuge) einen nahezu identischen Wert.

Der Absatz im Gebrauchtwagenbereich entwickelte sich mit 2,9 % leicht rückläufig. Dies entspricht einer Stückzahl im Jahr 2023 von 1.706 Fahrzeugen. Im Vorjahr waren es noch 1.757.

Im Jahr 2023 sank der Deckungsbeitrag des Vertriebs von Fahrzeugen auf 8.308 T€. Im Vorjahr waren es 10.845 T€. Im Automobilverkauf beläuft sich der Deckungsbeitrag prozentual auf 4,5 % (Neuwagen) und 8,2 % (Gebrauchtwagen), bei einem Vorjahresergebnis von 7,1 % (Neuwagen) und 9,3 % (Gebrauchtwagen), jeweils bezogen auf den Umsatz.

Im Bereich Teileverkauf konnte erneut eine Steigerung des Deckungsbeitrags im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Waren es 2022 noch 2.448 T€ sind es 2.532 T€ in 2023.

Im Kundendienstbereich konnte ebenfalls eine Steigerung erzielt werden. Der Deckungsbeitrag stieg von 353 T€ (5,2 %) im Vorjahr auf 435 T€ (5,7 %) in 2023.

Der Jahresüberschuss ist von 3.624 T€ in 2022 aufgrund der gesunkenen Nettomarge im Bereich Verkauf von neuwertigen Fahrzeugen auf 701 T€ im Jahr 2023 gesunken.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2.076 T€. Diese Summe ergibt sich im Wesentlichen aus der Investition in das Gastronomiegebäude in Mülheim mit 555 T€, den zur Verfügung gestellten Mitarbeiterdienstwagen in Höhe von 748 T€ und der Umgestaltung der Hersteller-Signalisationen.

Bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.514 T€ und buchwertmäßigen Abgängen in Höhe von 571 T€ stellte sich zum Bilanzstichtag eine buchwertmäßige Reduzierung des Anlagevermögens um 9 T€ gegenüber dem Vorjahr dar.

Der Bestand an Vorräten hat sich gegenüber dem Vorjahr von 58.214 T€ um 8.738 T€ auf 49.476 T€ verringert. Stichtagsbezogen ergibt sich eine Umschlagshäufigkeit der Vorräte von 3,3. Der Abbau des Vorratsvermögens fand vor Allem durch den Abverkauf von Fahrzeugen statt.

Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt ein Rückgang i.H.v. 3.990 T€ gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Damit einhergehend ist das Debitorenziel um 13,9 Tage von 36,7 Tage auf 22,8 Tage in 2023 gesunken.

Der Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände ist von 2.113 T€ im Vorjahr um 528 T€ auf 1.585 T€ in diesem Geschäftsjahr gesunken.

Der Bestand der Rückstellungen ist von 1.564 T€ im Vorjahr um 947 T€ auf 618 T€ in diesem Jahr gesunken. Grund hierfür ist der Wegfall der Rückstellung für Ertragsteuern, da in diesem Jahr insgesamt eine Rückforderung aktiviert wurde.

Entsprechend des Abbaus im Bereich des Fahrzeugbestandes, verringerte sich auch der Bestand an Einkaufsfinanzierungen im Vergleich zum Vorjahr um 11.957 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 12.350 T€ im Vorjahr um 599 T€ auf 11.751 T€ gesunken.

Im Geschäftsjahr 2023 ist in den erhaltenen Anzahlungen ein Rückgang von 693 T€ (53,9%) zu verzeichnen. 2022 waren es noch 1.286 T€, 2023 nur noch 593 T€. In den Jahren 2022 und 2023 erfreute sich die Autohaus Bernds GmbH aufgrund des Elektrobonus des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einer erhöhten Nachfrage, die auch zu verlängerten Lieferzeiten führte. Dieser Umstand führte zu einem überdurchschnittlichem Anzahlungsverhalten.

Im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten war eine Zunahme i. H. v. 2.005 T€ von 4.201 T€ im Vorjahr auf 6.206 T€ in diesem Jahr zu verzeichnen. Weitestgehend beruht die Veränderung aus der Verbindlichkeit der Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt.

Insgesamt ist die Bilanzsumme von 101.049 T€ im Vorjahr auf 87.661 T€ gesunken.

Die Eigenkapitalquote stieg, aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme, von 22,6 % auf 26,8 %.

Die Eigenkapitalrentabilität ist aufgrund des niedrigeren Jahresüberschusses von 15,9 % im Vorjahr um 12,9 % auf 3,0 % in diesem Jahr gesunken.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Deckungsbeitragsberechnung,

Betriebsergebnis und

Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und Deckungsbeitrag im Verhältnis Soll / Ist und Vorjahr aufgeteilt nach Abteilungen und Branchenvergleichen heran.

Zusätzlich werden für die einzelnen Bereiche folgende Kennzahlen ausgewertet:

Neuwagen und Gebrauchtwagen: Stückzahl je Filiale und Verkäufer, Marktausschöpfung, Bruttoertragsberechnung je Fahrzeug und Modellgruppe.

Werkstatt: Umsatz pro Mitarbeiter je verkauftem Fahrzeug und je Auftrag, verkaufte Stunden je produktiven Mitarbeiter, Leistungsgrad.

Lager: Umsatz im Verhältnis zur Werkstattleistung, Gängigkeitsanalysen.

Bei 355 Beschäftigten betrug der Umsatz pro Mitarbeiter 461 T€ p.a.

Wir beschäftigen altersmäßig ein ausgewogenes Team. Darüber hinaus bilden wir ständig viele junge Menschen aus und versuchen, diese auch nach der Ausbildung weiter zu beschäftigen. Wesentlicher Inhalt der Schulung der beschäftigten Auszubildenden ist unsere Arbeitsweise, Wichtigkeit der Kundenfreundlichkeit, Flexibilität und vor allem unser Arbeitstempo. Aus diesem Potential beziehen wir unsere qualifizierten Mitarbeiter.

Es herrscht ein freundliches, motivierendes Arbeitsklima, von der Geschäftsleitung bis hin zum Auszubildenden.

Die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern basiert auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Unsere geschätzten Mitarbeiter sind ein wichtiger Teil des Unternehmenserfolges, durch den wir langfristig Arbeitsplätze sichern und weiter ausbauen.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die Anlagendeckung beträgt am Bilanzstichtag 122,4 %, demzufolge ist das Anlagevermögen vollständig durch das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital gedeckt. Das Prinzip der Fristenkongruenz ist somit sichergestellt.

Die gesunkenen Nettomarge beim Verkauf von neuwertigen Fahrzeugen ist das Resultat von Bestandsabbauprogrammen insbesondere ab dem 2. Halbjahr 2023 und des daraus folgenden Absatzdrucks. Diese Programme waren nötig, um eine verfehlte Bevorratung von neuwertigen Lagerfahrzeugen zu reduzieren.

Um dem hohen Zinsniveau entgegenzuwirken, wurden in 2023 finanzierte Fahrzeugbestände im Wert von 11.500 T€ bei den Hersteller- und Autobanken abgelöst. Die nötige Liquidität wurde durch erhöhte Linien bei den Hausbanken sichergestellt.

Es ist der Autohaus Bernds GmbH, trotz der schwächeren Nettomarge und hoher Zinsbelastung gelungen, ein positives Ergebnis zu erzielen.

III. Prognosebericht

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ist es für das Jahr 2024 kaum möglich, eine zuverlässige Prognose zu erstellen. Dem zu Folge und der im Chancen- und Risikobericht zu erwartenden Ereignissen gehen wir von einem positiven Ergebnis zwischen 50 T€ und 300 T€ aus.

In 2023 wurde bei den Herstellern Renault, Dacia, Ford, Jeep und Alfa Romeo die schon angekündigten neuen Händlerverträge abgeschlossen. Diese schränken die Händler weiter ein und reduzieren die Grundmarge. Bei Renault, Dacia und Ford wird sich durch die neuen Händlerverträge die Anzahl der Händler kurz oder mittelfristig reduzieren.

Aufgrund der überhöhten Fahrzeugbestände Mitte 2023 wurde das Betriebsergebnis aufgrund der hohen Zinslast erheblich belastet. Umfinanzierungs- und Bestandsabbaumaßnahmen wurden ab Mitte 2023 unternommen und werden sich voraussichtlich bis Mitte 2025 erstrecken.

1. Vermarktung von neuwertigen Fahrzeugen

Politisch unzureichende und wechselnde Aussagen zur Nutzung von Fahrzeugen mit thermischen Motoren verunsichert die Käufer und begründet eine Kaufzurückhaltung.

Die Wiederherstellung wesentlicher Lieferketten ermöglicht den Fahrzeugherstellern, die Produktion von Fahrzeugen auf das Niveau vor der Corona-Pandemie anzuheben. Gleichzeitig trennten sich Ford, Renault und Nissan, wie auch andere Fahrzeughersteller, aufgrund der gültigen und kommenden Abgasnormen, von den Fahrzeugen im niedrigen Einstiegspreissektor. Deutlich wird die geänderte Ausrichtung der Hersteller bei Betrachtung der im wesentlichen verfehlten Stückzahlziele und erreichten Umsatzziele bei der Vermarktung von neuwertigen Fahrzeugen in der Autohaus Bernds GmbH. Die Wende bringt eine Neuausrichtung mit sich, zu qualitativ höheren Produkten und anspruchsvolleren Käufergruppen. Unterstützende Finanzprodukte, insbesondere die Darstellung von Leasingraten im Zusammenhang mit Fahrzeugverkäufen, rutschen deutlich mehr in den Vordergrund.

Mit dem Wegfall des Elektrobonus am 18.12.2023 ist die Nachfrage an Elektrofahrzeugen schlagartig und erheblich eingebrochen. Die Vermarktung der verfehlten Bestandspolitik aus dem 2. Halbjahr 2022 und 1. Halbjahr 2023 wird dadurch erschwert und drückt weiterhin auf die Nettomargen.

2. Vermarktung von gebrauchten Fahrzeugen

Die hohe Verfügbarkeit und schwierige Ausgangslage bei der Vermarktung von neuwertigen Fahrzeugen hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Vermarktung hochwertiger Gebrauchtwagen, da sich der Preissprung der Käuferschichten von hochwertigen Gebrauchtwagen zu einem neuwertigen Fahrzeug durch Absatzförderprogramme der Hersteller verringert. Es ist gelungen, die Nettomargen relativ stabil zu halten, welche wesentlich zum Betriebsergebnis beitragen.

3. Service / Kundendienst

Die Schließung vieler Servicestandorte aufgrund von Facharbeitermangel oder fehlender Perspektiven wird sich weiterhin positiv auf die Auslastung des Service Bereichs der Autohaus Bernds GmbH auswirken.

4. Ersatzteil / Zubehör

Wesentlicher Umsatzträger des Teileverkaufs ist der Service bzw. Kundendienst, somit sind die Auswirkungen des Bereichs Service / Kundendienst für den Teilehandel identisch.

5. Gesamtunternehmen

Mit dem Ausbau der Photovoltaikanlagen an allen Standorten der Autohaus Bernds GmbH seit 2022 wurde nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Schritt in die richtige Richtung gemacht und die erhöhten Strompreise konnten kompensiert werden.

Ende 2024 wird die Klimatisierung der Räumlichkeiten der Filiale Dinslaken durch Wärmepumpen (Geothermie) sichergestellt. In 2025 soll die letzte Filiale der Autohaus Bernds GmbH in Moers vom Phosphiden Brennstoff auf neue Energieträger umgestellt werden.

Die Fertigstellung des Restaurants am Standort der Filiale Mülheim und dessen Vermietung wird sich insbesondere ab 2025 positiv auf das Ergebnis der Autohaus Bernds GmbH auswirken.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Elektrifizierung des Fahrzeugmarkts steht trotz des Umsatzrückganges an elektrischen Fahrzeugen in 2024 im Mittelpunkt der zukünftigen Fahrzeugvermarktung. Neue Vertriebsstrategien sind für eine erfolgreiche Umsetzung eine zwingende Notwendigkeit. Die Autohaus Bernds GmbH hat die Mittel, das Personal und die Absicht diese geänderte Vertriebsausrichtung konsequent zu verfolgen, um auch langfristig erfolgreich zu sein. Ein zentraler Punkt zur geänderten Ausrichtung ist nicht nur dem Kundenwunsch zu entsprechen, sondern auch die Digitalisierung der internen, wie externen Abläufe weiter voran zu treiben.

Die neue Vertriebsausrichtung der Fahrzeugherstellerindustrie ermöglicht neue Geschäftsfelder und Investitionen in neue Gebiete. Die sorgfältige Einschätzung auf Risiken und Chancen steht im Mittelpunkt der Geschäftsführung.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind nicht vorhanden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der Bestand an Forderung aus Lieferungen und Leistungen ist gemessen an den Umsatzerlösen regelmäßig gering. Obwohl das Debitorenziel 22,8 Tage (Vorjahr: 36,7 Tage) beträgt, sind Forderungsausfälle die absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln, aus zinsfreien Krediten der Herstellerbanken sowie aus zinsgünstigen Krediten.

Ziel des Finanz-/Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus-/ Geldeingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-/Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Durch das Controlling der Abteilungen und Filialen sowie die gezielte Überwachung des Marktes stellen wir ein schnelles Reagieren als Voraussetzung für ein erfolgreiches Risikomanagement sicher.

 

Dinslaken, den 29. August 2024

Heinrich Bernds, Geschäftsführer

Michael Bernds, Geschäftsführer

Florian Bernds, Geschäftsführer

Tom Bernds, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.644,00 114.351,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 136.644,00 114.351,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.007.094,53 23.211.014,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.485.181,99 2.812.195,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 555.554,83 55.773,91
Summe Sachanlagen 26.047.831,35 26.078.983,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,60 25.564,60
Summe Finanzanlagen 25.564,60 25.564,60
Summe Anlagevermögen 26.210.039,95 26.218.899,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
Neuwagen 41.909.505,92 47.061.309,24
Gebrauchtwagen 4.880.149,18 5.563.928,62
Ersatzteile 1.344.441,64 1.385.584,40
unterwegsbefindliche Ware 1.341.996,15 4.203.562,28
Summe Fertige Erzeugnisse und Waren 49.476.092,89 58.214.384,54
Summe Vorräte 49.476.092,89 58.214.384,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.210.799,93 14.200.513,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 97.005,35
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.585.515,26 2.113.214,76
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.796.315,19 16.410.733,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 135.770,78 192.920,52
Summe Umlaufvermögen 61.408.178,86 74.818.038,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.049,76 6.080,25
D. Aktive latente Steuern 5.655,30 6.403,20
Bilanzsumme Aktiva 87.660.923,87 101.049.421,08

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 340.000,00 340.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 340.000,00 (Vj: 340.000,00)
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 2.300.000,00 2.300.000,00
Summe Gewinnrücklagen 2.300.000,00 2.300.000,00
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 20.149.782,57 16.525.962,53
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 700.771,37 3.623.818,04
Summe Eigenkapital 23.490.553,94 22.789.780,57
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 97.000,00 103.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 113.422,44 121.744,44
2. Steuerrückstellungen 90.065,00 1.032.772,50
3. Sonstige Rückstellungen 414.222,06 409.804,54
Summe Rückstellungen 617.709,50 1.564.321,48
D. Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 11.785.098,43 (Vj: 10.248.766,75)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 8.105.224,99 (Vj: 10.802.612,20)
1. Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierungen der Herstellerbanken 43.399.632,69 55.356.984,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.750.902,70 12.350.251,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.711.693,71 (Vj: 3.193.535,53)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 7.039.208,99 (Vj: 9.156.716,20)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 593.048,74 1.285.801,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 593.048,74 (Vj: 1.285.801,86)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.226.510,31 3.113.230,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.226.510,31 (Vj: 3.113.230,40)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.895,00 101.380,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 13.895,00 (Vj: 1.380,40)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 100.000,00 (Vj: 100.000,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.205.966,67 4.200.714,56
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 5.239.950,67 (Vj: 2.654.818,56)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 966.016,00 (Vj: 1.545.896,00)
- davon aus Steuern: 2.741.750,48 (Vj: 397.535,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 121.913,01 (Vj: 118.196,77)
Summe Verbindlichkeiten 63.289.956,11 76.408.363,72
E. Passive latente Steuern 165.704,32 183.955,31
Bilanzsumme Passiva 87.660.923,87 101.049.421,08

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 163.682.396,70 141.228.474,63
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 95.598,98 -162.637,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 837.152,95 853.820,18
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -138.311.264,84 -114.905.753,90
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -989.211,10 -921.640,25
Summe Materialaufwand -139.300.475,94 -115.827.394,15
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -12.093.637,39 -10.961.415,18
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.549.667,50 -2.229.209,20
- davon für Altersversorgung: -8.081,56 (Vj: -8.599,00)
Summe Personalaufwand -14.643.304,89 -13.190.624,38
6. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.513.991,61 -1.432.522,24
Summe Abschreibungen -1.513.991,61 -1.432.522,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.362.458,05 -5.197.358,92
- davon aus der Währungsumrechnung: -48.947,12 (Vj: -58.542,88)
8. Ordentliches Betriebsergebnis 3.794.918,14 6.271.757,31
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.017,73 2.178,87
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.386.607,64 -547.518,64
- davon an verbundene Unternehmen: -60.708,39 (Vj: -87.464,74)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -2.003,00 (Vj: -2.246,00)
11. Finanzergebnis -2.375.589,91 -545.339,77
12. Ergebnis vor Steuern 1.419.328,23 5.726.417,54
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -491.605,44 -1.863.272,69
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: 18.250,99 (Vj: 14.142,38)
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: -747,90 (Vj: -533,10)
14. Ergebnis nach Steuern 927.722,79 3.863.144,85
15. Sonstige Steuern -226.951,42 -239.326,81
16. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 700.771,37 3.623.818,04

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autohaus Bernds GmbH hat ihren Sitz in Dinslaken. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 9724 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 und Abs. 2, 266 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen worden.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bilanziert. Sofern Zuschüsse gewährt wurden, wurden diese anschaffungs- bzw. herstellungskostenmindernd erfasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren bewertet.

Sachanlagen wurden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und 33 Jahren), angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Von dem Wahlrecht gem. § 6 Abs. 2 EStG, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 € im Zugangsjahr voll abzuschreiben, wurde aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten der Ersatzteile wurden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Vorführwagen wurden unter den Vorräten ausgewiesen. Hinsichtlich der Vorführwagen wurde der niedrigere beizulegende Wert durch Abschläge, die einer Abschreibung für Abnutzung im Anlagevermögen entsprechen, ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Rückstellungen für Pensionen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene 10-jährige durchschnittliche Marktzinssatz beläuft sich auf 1,82 % (VJ: 1,78 %). Bei den Gehalts- und Rentenanpassungen wurde von einer jährlichen Steigerung von 0 % p.a. ausgegangen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die pauschale Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistungen erfolgte anhand eines einheitlichen Prozentsatzes von 0,5 % auf den laufenden Jahresumsatz der Gebrauchtwagen.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierungen gegenüber den Banken der Automobilhersteller sowie die Verbindlichkeiten gegenüber allen sonstigen Kreditinstituten werden in zwei gesonderte Bilanzposten untergliedert. Dies verbessert den Einblick in die Fremdkapitalstruktur der Gesellschaft, da die Automobilhersteller branchenüblich ihre Forderungen aus Neuwagenlieferungen unmittelbar mit der Rechnungsstellung an die hauseigenen Banken abtreten. Aus Sicht der Gesellschaft handelt es sich daher faktisch um Lieferantenverbindlichkeiten.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht und am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Umrechnungsbedingte Kursverluste wurden erfolgswirksam behandelt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Zum 31.12.2023 errechnete sich eine künftige Steuerentlastung bei den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen. Ferner steht zum 31.12.2023 der künftigen Steuerentlastung eine zukünftige Steuerbelastung aus der steuerlichen Übertragung von stillen Reserven gem. § 6b EStG unsaldiert gegenüber. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30,0%.

Die Bilanzierung erfolgte vor Verwendung des Jahresüberschusses.

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Gesellschaft ist mit 100% am Stammkapital der Abis GmbH in Moers beteiligt. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt 137.655 € und das Jahresergebnis 2023 593 €.

2. Aktive latente Steuern

Entwicklung der aktiven latenten Steuern
01.01.
Zugang
Verbrauch
Auflösung
31.12.
6.403 0 748 0 5.655

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen hinsichtlich der Rückstellungen für Pensionen 18.851 € (aktiv).

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von pauschal 30 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

3. Sonderposten mit Rücklageanteil

Von dem Wahlrecht, den Sonderposten mit Rücklageanteil, der vor dem 01. Januar 2010 gebildet wurde, beizubehalten, wurde gem. Artikel 67 Abs. 3 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. In dem Sonderposten für Investitionszuschüsse wurden vereinnahmte Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen gem. R 6.5 Abs. 2 EStR erfolgsneutral eingestellt. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände.

4. Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen entfallen auf Rückstellungen für

Garantieleistungen 33.000
Aufbewahrungspflichten 41.700
Abschluss und Prüfung 41.600
Personalkosten 200.125
Rechtsstreitigkeiten 70.497
Rückstellung für zukünftige Betriebsprüfung 27.300

414.222

Hinsichtlich der gebildeten Rückstellung für Pensionen beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren für das vorliegende Geschäftsjahr 432 €. Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 11.750.903 € durch Grundschulden bzw. Grundpfandrechte sowie weitere 12.112.488 € durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Darüber hinaus bestehen in Höhe von 29.287.145 € Verbindlichkeiten gegenüber den Banken der Automobilhersteller, insbesondere aus der Neuwagenfinanzierung, die durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert sind.

Es besteht eine Haftung aus der Bestellung von Grundschulden für Darlehensverbindlichkeiten der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer in Höhe von 1.545.896 €. Diese Darlehen wurden als Gesellschafterdarlehen an die Gesellschaft weitergereicht. Aufgrund der Bonität der Darlehensschuldner ist nicht von einer Inanspruchnahme aus der Haftung auszugehen.

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierungen der Herstellerbanken 43.399.632,69 43.399.632,69 0,00 0,00
(55.356.984,77) (55.356.984,77) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.750.902,70 4.711.693,71 3.222.334,71 3.816.874,28
(12.350.251,73) (3.193.535,53) (3.452.987,20) (5.703.729,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 593.048,74 593.048,74 0,00 0,00
(1.285.801,86) (1.285.801,86) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.226.510,31 1.226.510,31 0,00 0,00
(3.113.230,40) (3.113.230,40) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.895,00 13.895,00 100.000,00 0,00
(101.380,40) (1.380,40) (100.000,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.205.966,67 5.239.950,67 966.016,00 0,00
(4.200.714,56) (2.654.818,56) (1.545.896,00) (0,00)
63.289.956,11 55.184.731,12 4.288.350,71 3.816.874,28
(76.408.363,72) (65.605.751,52) (5.098.883,20) (5.703.729,00)

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollumfänglich aus einem Darlehen.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind i.H.v. 1.545.896 € (VJ: 2.125.776 €) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten, die aus Darlehensgewährungen stammen. Ferner sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Wandeldarlehen i.H.v. 72.500 € (VJ: 130.500 €) enthalten, die bei Einhaltung der Laufzeit von maximal 5 Jahren pro rata temporis in Investitionszuschüsse umgewandelt werden.

8. Haftungsverhältnisse

Bei den Darlehensgewährungen seitens der Gesellschafter unter dem Bilanzposten sonstige Verbindlichkeiten handelt es sich um privat eingegangene Darlehen der Gesellschafter, die diese wiederum in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen an die Autohaus Bernds GmbH weitergegeben haben. Für den Darlehensgesamtbetrag von derzeit 1.545.896 € haftet die Autohaus Bernds GmbH gegenüber dem Kreditinstitut im Wege einer Grundschuld.

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten, wird die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit des vorgenannten Haftungsverhältnisses als gering eingeschätzt.

9. Passive latente Steuern

Entwicklung der passiven latenten Steuern
01.01.
Zugang
Verbrauch
Auflösung
31.12.
183.955 0 18.251 0 165.704

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es liegen keine angabepflichtigen Sachverhalte nach § 285 Nr. 3 HGB vor. Folgende nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen sind für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung:

a) Mietverpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 146.028 €
- davon mit einer Laufzeit von bis zu 1 Jahr 146.028 €
- davon gegenüber Gesellschaftern 73.368 €

b) Verpflichtungen zur Rücknahme von Fahrzeugen im Rahmen von Leasingverpflichtungen in Höhe von ca. 4,3 Mio. €. Die Verträge enden zwischen 2024 und 2028.

c) Rücknahmeverpflichtungen aus kreditfinanzierten Fahrzeugverkäufen auf Verlangen des Kunden in einer Größenordnung von ca. 19,5 Mio. €. Die Verträge enden zwischen 2024 und 2030.

sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Restlaufzeit
1 Jahr
Vj. 2 - 5 Jahre
Vj. + 5 Jahre
Vj.
Mietverpflichtungen 146.028 146.028
0 0 0 0
davon gegenüber Gesellschaftern 73.368 73.368 0 0 0 0
Rücknahmeverpflichtungen von Fahrzeugen im Rahmen von Leasingverträgen 747.119 1.421.997 3.586.566 2.930.061
0 0
Rücknahmeverpflichtungen aus kreditfinanzierten Fahrzeugverkäufen auf Verlangen des Kunden 2.167.033 1.567.715 17.288.355 12.383.661
0 4.460
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 3.133.548 3.209.108 20.874.921 15.313.722 0 4.460
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 3.133.548 3.209.108 20.874.921 15.313.722 0 4.460

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2023
T€
2022
T€
Neuwagenhandel 126.302 109.176
Gebrauchtwagenhandel 20.435 17.493
Kundendienst 6.608 5.770
Teileverkauf 9.717 8.531
Vermietung 264 258
Summe 163.326 141.228

In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten:

Erträge:
T€
Financial Support Nissan 175
Zuschuss BAFA für Instandhaltung der Fußbodenheizung in Oberhausen (ZA) 100

Die Auflösung der Sonderposten mit Rücklageanteils beträgt 6 T€ (VJ: 6 T€).

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Kaufmännische Mitarbeiter 126
Gewerbliche Mitarbeiter 79
Aushilfen 56
Gesamt 261

Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Heinrich Bernds, Kfz.-Meister

Michael Bernds, Kfz.-Betriebswirt

Florian Bernds, MBA

Tom Bernds, MSC (ab 15.08.2023)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans betragen 683 T€.

Für einen ehemaligen Geschäftsführer wurde eine Pensionsrückstellung für laufende Pensionen in Höhe von 113.422 € gebildet. Die Angabe der Gesamtbezüge des ehemaligen Geschäftsführers ist in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar in Höhe von 30.000,00 € entfällt in Höhe von 20.000,00 € auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von 10.000,00 € auf Steuerberatungsleistungen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Ergebnis 2023 wie folgt zu verwenden:

Jahresüberschuss 700.771
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20.149.783
Bilanzgewinn 20.850.554
davon:
Vortrag auf neue Rechnung 20.850.554

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten.

 

Dinslaken, den 29. August 2024

Heinrich Bernds, Geschäftsführer

Michael Bernds, Geschäftsführer

Florian Bernds, Geschäftsführer

Tom Bernds, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 298.291,34 71.280,80 0,00 0,00 369.572,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 339.657,34 71.280,80 0,00 0,00 410.938,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.905.399,08 0,00 550.000,00 0,00 28.355.399,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.034.494,71 1.459.394,85 76.144,20 46.036,91 8.463.782,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.773,91 545.817,83 0,00 -46.036,91 555.554,83
Summe Sachanlagen 35.995.667,70 2.005.212,68 626.144,20 0,00 37.374.736,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,60 0,00 0,00 0,00 25.564,60
Summe Finanzanlagen 25.564,60 0,00 0,00 0,00 25.564,60
Summe Anlagevermögen 36.360.889,64 2.076.493,48 626.144,20 0,00 37.811.238,92

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 183.940,34 48.987,80 0,00 232.928,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 225.306,34 48.987,80 0,00 274.294,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.694.384,55 653.920,00 0,00 6.348.304,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.222.254,67 811.083,81 54.738,20 4.978.600,28
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.916.639,22 1.465.003,81 54.738,20 11.326.904,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 10.141.945,56 1.513.991,61 54.738,20 11.601.198,97

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.644,00 114.351,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 136.644,00 114.351,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.007.094,53 23.211.014,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.485.181,99 2.812.195,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 555.554,83 55.773,91
Summe Sachanlagen 26.047.831,35 26.078.983,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,60 25.564,60
Summe Finanzanlagen 25.564,60 25.564,60
Summe Anlagevermögen 26.210.039,95 26.218.899,04

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Bernds GmbH, Dinslaken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Bernds GmbH, Dinslaken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Bernds GmbH, Dinslaken, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 29. August 2024

BVNT. Binz Vogel Stüttgen PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Fissler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 30. Oktober 2024 festgestellt.

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