CRAEMER Holding-GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Roer seit 24.3.2026 | Prokura |
Alexandra Horst seit 24.3.2026 | Prokura |
Barbara Wienströer seit 24.3.2026 | Prokura |
Frank Broß seit 24.3.2026 | Prokura |
Kevin Kiffmeier seit 24.3.2026 | Prokura |
Christoph Johannes Brandenburg seit 23.12.2014 | Geschäftsführer |
Sebastian Paul Brandenburg seit 27.12.2013 | Geschäftsführer |
Siegbert Geldner seit 11.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Craemer GmbHHerzebrock-ClarholzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022CRAEMER GMBH, HERZEBROCK-CLARHOLZAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022A. Anlagenspiegel
B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss der Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz, eingetragen in der Abteilung B im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer 5557, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten sind anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen und allgemeine Verwaltungskosten sind nicht aktiviert worden. Das Sachanlagevermögen wird um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Dabei werden die steuerlich zulässigen Höchstbeträge bzw. die dem betriebswirtschaftlichen Werteverzehr entsprechenden Beträge abgesetzt. Die Gesellschaft wendet grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Bei degressiv abgeschriebenen Vermögensgegenständen wird die Abschreibungsmethode gewechselt, sobald die lineare Abschreibung des Restbuchwerts zu einer höheren Abschreibung führt. Die Nutzungsdauer liegt bei Maschinen und technischen Anlagen überwiegend zwischen fünf und zehn Jahren und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß den Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG und § 6 Abs. 2 a EStG abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen am Abschlussstichtag bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw., soweit niedriger, unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung zu Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Aufwendungen bewertet. In die Herstellungskosten werden neben allen Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen, nicht jedoch allgemeine Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert bilanziert worden. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung angesetzt worden. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet worden, dabei dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck als Rechnungslegungsgrundlage. Die Bewertung für Verpflichtungen gegenüber aktiven Berechtigten erfolgte anhand der "Projected Unit Credit Method" (PUC). Dabei wurden die zum Stichtag erdienten Versorgungsleistungen anhand des degressiven MNTELVerfahrens ermittelt. Als Erfüllungsbetrag für die laufenden Ruhegeldleistungen wurde der Barwert der Ruhegelder, einschließlich einer eventuellen Anwartschaft auf Witwenrente, berechnet. Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter wurden mit dem Barwert der zukünftigen, möglichen Ruhegelder, einschließlich der eventuellen Anwartschaft auf Hinterbliebenenrente, bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB bzw. § 253 Abs. 6 HGB). Dieser Zinssatz beträgt für den Monat Dezember 2022 1,78 %. Soweit Pensionszusagen keine einmalige Kapitalleistung, sondern laufende Leistungen vorsehen, wurde die Verpflichtung zur Anpassung der Ruhegelder mit einem Rententrend von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) p. a. berücksichtigt. Soweit Pensionszusagen gehaltsabhängig sind, wurden die pensionsfähigen Gehälter für die Zeit der aktiven Anwartschaft um 3,0 % p. a. (Anwartschaftsdynamik) erhöht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zur Bewertung wird der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag berücksichtigt, der Preis- und Kostensteigerungen beinhaltet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden laufzeitkongruent abgezinst. Die Abzinsung erfolgt zu laufzeitabhängigen Marktzinsen, die von der Deutschen Bundesbank ermittelt werden. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden offen mit den Vorräten verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Währungsumrechnungen in Euro zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet worden. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind auch noch nicht realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 256 a S.2 HGB berücksichtigt worden. Änderungen bisheriger Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze aufgrund pandemiebedingter Auswirkungen erfolgten nicht. D. Angaben zu Positionen der Bilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Wir verweisen auf den vorstehenden Anlagenspiegel. 2. Finanzanlagen (Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB) und Ausleihungen
Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB ist die CRAEMER Holding-GmbH.
* Die Angaben unterbleiben unter Hinweis auf
§ 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB.
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen entfallen in Höhe von TEUR 9.558 (Vorjahr: TEUR 7.535) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. 5. Latente Steuern Es bestehen aktive latente Steuern aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Bilanzposten Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Der Steuersatz bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde pauschal mit 30 % angesetzt. Das Wahlrecht zur Nichtaktivierung eines Überhangs an aktiven latenten Steuern in der Bilanz wurde in Anspruch genommen. 6. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Der Ergebnisverwendungsvorschlag für den Jahresabschluss 31.12.2021 wurde in der Gesellschafterversammlung im Juni 2022 mit TEUR 5.000 umgesetzt. Für den Jahresabschluss zum 31.12.2022 schlägt die Geschäftsführung vor, einen Betrag in Höhe von TEUR 6.000 an das Mutterunternehmen auszuschütten und die Residualgröße vom Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.710 (Vorjahr: TEUR 2.706). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Für bestimmte Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der jeweiligen Pensionsverpflichtungen dienen. Diese Rückdeckungsversicherungen sind gemäß der gesetzlichen Verpflichtung aus § 246 Abs. 2 HGB als Deckungsvermögen mit den Pensionsrückstellungen saldiert worden. Die Verrechnung wurde in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten, die gleichzeitig den Zeitwert darstellen, betragsgleich mit entsprechenden Erfüllungsbeträgen in Höhe von TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 843) vorgenommen. Zinserträge und Zinsaufwendungen sind, wie im Vorjahr, mangels Zinserträgen nicht verrechnet worden. 8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden u. a. gebildet für rückständige Urlaubslöhne und -gehälter, Zeitguthaben, Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung, Sterbegeld, Jubiläumszuwendungen, Tantiemen, Nachlaufkosten für Werkzeuge, Rückstellungen für Kundenboni sowie Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen. Vier wesentliche Rückstellungen belaufen sich dabei insgesamt auf TEUR 7.162 (Vorjahr: TEUR 6.030). Die Abzinsung erfolgt zu laufzeitabhängigen Marktzinsen, die von der Deutschen Bundesbank ermittelt werden. Der sich aus den unterschiedlichen Betrachtungszeiträumen des durchschnittlichen Marktzinssatzes ergebende ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich zum 31.12.2022 auf TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 346). 9. Verbindlichkeiten
Zum 31.12.2022 sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu 5 Jahren in Höhe von TEUR 15.442 (Vorjahr: TEUR 11.828) vorhanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen TEUR 4.531 (Vorjahr: TEUR 1.215). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind z. T. durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. E. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge u. a. aus abgerufenen Versicherungsverträgen zur Altersversorgung (TEUR 1.026; Vorjahr: TEUR 974), aus der Währungsumrechnung (TEUR 83; Vorjahr: TEUR 512), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 379; Vorjahr: TEUR 944) sowie Erträge aus Strom- und Energiesteuererstattungen für die Jahre 2020 und 2021 (TEUR 522; Vorjahr: TEUR 349). Des Weiteren sind Erträge aus Versicherungserstattungen (TEUR 45; Vorjahr: TEUR 125) enthalten. 3. Personalaufwand Abweichend zur IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung (IDW RS HFA 3) werden Aufstockungsbeträge mit Abfindungscharakter in Höhe von EUR 175.863,64 (Vorjahr: EUR 13.116,65) im Personalaufwand und nicht als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Es sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.584.603,31 (Vorjahr: EUR 4.273.172,73) enthalten. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Verwaltungskosten, Pachtkosten, Reparaturkosten, Kosten für Leiharbeitnehmer, Frachtkosten und Betriebsgemeinkosten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 463 (Vorjahr: TEUR 68) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die in dieser Position enthaltenen Erträge stammen, wie im Vorjahr, sämtlich aus der Verzinsung aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr sind in dieser Position aperiodische Ertragsteuern in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten das Ergebnis nach Steuern mit TEUR 4.276. F. Sonstige Angaben 1. Organmitglieder Geschäftsführer sind:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 2. Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB
3. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
4. Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der Craemer GmbH wird in den Konzernabschluss der CRAEMER Holding-GmbH, Herzebrock-Clarholz, einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat die von ihr genutzten Grundstücke und Gebäude sowie einzelne Maschinen von der CRAEMER Holding-GmbH gepachtet. Der Pachtvertrag läuft auf unbestimmte Dauer. Er kann mit einer Frist von 6 Monaten zum Jahresende gekündigt werden. Die Pacht einschließlich der Pachtaufwendungen für weitere Grundstücke und Gebäude betrug im Berichtsjahr TEUR 3.732 (Vorjahr: TEUR 3.714). 6. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente. 7. Haftungsverhältnisse Im Rahmen von 5 separaten Höchstbetragsbürgschaften (17.12.2018: TGBP 5.000, 16.4.2019: TEUR 2.000, 16.4.2019: TEUR 2.000, 16.4.2019: TEUR 2.000, 16.2.2021: TGBP 2.500) hat sich die Gesellschaft verpflichtet, bis maximal TEUR 14.456 für die Erfüllung der Verbindlichkeiten der CRAEMER UK Ltd, Telford/GB, gegenüber der Deutsche Bank AG, Münster, einzustehen. Zum 31.12.2022 valutieren die Verbindlichkeiten der CRAEMER UK Ltd gegenüber der Deutsche Bank AG in Höhe von TGBP 5.864 (TEUR 6.612). Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften drohte zum 31.12.2022 nicht. Im Rahmen von 2 separaten Höchstbetragsbürgschaften (3.12.2018: TEUR 8.500, 1.7.2022: TGBP 4.000) hat sich die Gesellschaft verpflichtet, bis maximal TEUR 13.010 für die Erfüllung der Verbindlichkeiten der CRAEMER UK Ltd, Telford/GB, gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt, einzustehen. Zum 31.12.2022 valutieren die Verbindlichkeiten der CRAEMER UK Ltd gegenüber der Commerzbank AG in Höhe von TGBP 7.050 (TEUR 7.949). Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften drohte zum 31.12.2022 nicht. Weiterhin bestehen gegenüber diversen Lieferanten der CRAEMER UK Ltd, Telford/GB, Garantiezusagen zu Gunsten der CRAEMER UK Ltd, Telford/GB, für deren Warenverbindlichkeiten. Es bestehen Garantiezusagen ohne Betragsbegrenzung und Garantiezusagen mit vertraglichen Begrenzungen. Das Volumen aller vertraglich begrenzten Vereinbarungen beläuft sich auf TEUR 2.996. Zum Bilanzstichtag bestehen bei der CRAEMER UK Ltd, Telford/GB, keine Warenverbindlichkeiten gegenüber den vorgenannten Lieferanten. Mit Patronatserklärung vom 4.2.2022 hat sich die Gesellschaft gegenüber der Commerzbank AG, Prag/Tschechien, verpflichtet, die Darlehensnehmerin und Tochtergesellschaft CRAEMER Slovakia s.r.o., Liptovsky Mikuläs/SK, finanziell so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, sämtliche gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten gegenüber der Commerzbank AG, Prag/Tschechien, fristgemäß zu erfüllen. Zum 31.12.2022 valutieren die entsprechenden Verbindlichkeiten der CRAEMER Slovakia s.r.o. gegenüber der Commerzbank AG, Prag/Tschechien, in Höhe von TEUR 592. Eine Inanspruchnahme der Patronatserklärung drohte zum 31.12.2022 nicht. Weiterhin bestehen gegenüber diversen Lieferanten der CRAEMER Slovakia s.r.o., Liptovský Mikuláš/SK, Garantiezusagen zu Gunsten der CRAEMER Slovakia s.r.o. für deren Warenverbindlichkeiten. Es bestehen Garantiezusagen ohne Betragsbegrenzung und Garantiezusagen mit vertraglichen Begrenzungen. Das Volumen aller vertraglich begrenzten Vereinbarungen beläuft sich auf TEUR 500. Zum Bilanzstichtag bestehen bei der CRAEMER Slovakia s.r.o., Liptovský Mikuláš /SK, keine Warenverbindlichkeiten gegenüber den vorgenannten Lieferanten. Für die Erfüllung der Verpflichtungen der CRAEMER Holding-GmbH aus dem Darlehnsvertrag vom 30.11.2021 mit der Commerzbank AG, Frankfurt, haftet die Craemer GmbH als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts. Zum 31.12.2022 valutieren die entsprechenden Verbindlichkeiten der CRAEMER Holding-GmbH gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt, in Höhe von TEUR 20.040. Ebenfalls als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts haftet die Craemer GmbH für die Erfüllung der Verpflichtungen der Craemer Attendorn GmbH & Co. KG aus dem Darlehnsvertrag vom 3.6.2022 mit der Commerzbank AG, Frankfurt. Zum 31.12.2022 valutieren die entsprechenden Verbindlichkeiten der Craemer Attendorn GmbH & Co. KG gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt, in Höhe von TEUR 1.926.
Herzebrock-Clarholz, den 7. März 2023 Craemer GmbH gez. Siegbert Geldner, Dipl.-Ing. und Dipl. Wirtschaftsing. gez. Sebastian P. Brandenburg, Dipl. Kaufmann gez. Christoph J. Brandenburg, Assessor jur. Hinweis: Der Jahresabschluss der Craemer GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 23.06.2023 festgestellt. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses lautet dahingehend, dass nach Verbuchung des Jahresüberschusses 2022 und den Ausschüttungen eine Erhöhung des Bilanzgewinns von rd. EUR 5,5 Mio. verbleibt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 21. März 2023 Dr.
Stückmann und Partner mbB
Prof. Dr. Middendorf, Wirtschaftsprüfer Martell, Wirtschaftsprüfer LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Unternehmensprofil Die Craemer GmbH ist die operative Führungsgesellschaft und das Stammwerk der international tätigen und in fünfter Generation inhabergeführten Craemer-Gruppe. Die Gesellschaft mit Sitz im ostwestfälischen Herzebrock-Clarholz wurde 1912 gegründet und konnte somit im Jahr 2012 auf eine 100-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Bei ihr sind neben den Produktionsbereichen Metallumformung und Kunststoffverarbeitung zentrale Funktionen der Unternehmensgruppe wie Forschung & Entwicklung, Konstruktion und der eigene Werkzeugbau verankert. Unter der Gesellschaft sind mehrere Tochtergesellschaften angesiedelt: Je ein Metallwerk im slowakischen Liptovsky Mikuláš (Craemer Slovakia s.r.o.) und in Attendorn / Deutschland (Craemer Attendorn GmbH & Co. KG einschließlich deren Komplementärgesellschaft Craemer Beteiligungs GmbH), ein Kunststoffspritzgießwerk im britischen Telford (Craemer UK Ltd), Vertriebsgesellschaften für das Kunststoffprogramm im Großraum Lille (Craemer France Sarl), in Palm Harbor, Florida (Craemer US Corp.) und die Neugründung in 2022 in Sorø, Dänemark (Craemer Nordic ApS). Zum 1.1.2021 übernahm die Craemer GmbH die BPO Nederland B.V. zu 92,0 Prozent sowie die BPO International B.V. zu 95,5 Prozent. Die Haupttätigkeiten beider Gesellschaften umfassen das Optimieren und Entwickeln von Kunststoffprodukten. Daneben unterhält die Craemer GmbH eine Repräsentanz in Skrzeszew/Polen, die für das Kunststoffprogramm ausschließlich werbend tätig ist. Die Anteile der Töchter liegen direkt bei der Craemer GmbH, deren Anteile wiederum zu 100 Prozent bei der CRAEMER Holding-GmbH. 2. Ziele und Strategien Craemer ist ein unabhängiges, modernes und traditionsreiches Familienunternehmen, das auf dauerhaften Werten basiert: Bodenständigkeit und Weltoffenheit, Mut und Glaubwürdigkeit. Übergeordnete Ziele sind es, die Werte zu bewahren, zu erweitern und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dabei setzt der Konzern auf stetiges, nachhaltiges und gesundes Wachstum aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln sowie auf die Fähigkeiten seiner qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Geschäftsführung achtet bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf die Teilhabe von Frauen im Wirtschaftsleben. Der Anteil an weiblichen Führungskräften betrug im Geschäftsjahr 20,0 Prozent. Bis 2025 soll die Quote weiter erhöht werden. Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat. Seit Mitte der 1990er Jahre baut das Unternehmen konsequent das unternehmerische Engagement in Europa aus, um an der Seite seiner Kunden und Partner neue Märkte zu erschließen. Die europäischen Standorte und das internationale Vertriebspartnernetzwerk stehen bei Craemer für Kundennähe, Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Sie bilden eine solide Basis für zukünftige Aufgabenstellungen und weitere globale Herausforderungen. Gleichzeitig baut Craemer nach wie vor seine Kernkompetenzen kontinuierlich aus, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und seine Qualitätsführerschaft noch weiter auszubauen. 3. Die Geschäftsfelder der Gesellschaft 3.1. Metallumformung Im Geschäftsfeld Metallumformung ist Craemer als Zulieferer der Automobilindustrie international anerkannt. Die Gruppe fertigt großflächige Stahl- und Aluminiumteile insbesondere für den Fahrzeuginnenraum. Spezialität sind großflächige Umformteile von der Serienfertigung bis zur Verschweißung komplexer Baugruppen. Auf modernsten Großpressen mit bis zu 2.500 Tonnen (25.000 Kilonewton) entstehen in erster Linie Pressteile für weltweit führende Automarken. Die Produktion erfolgt an den Standorten Herzebrock-Clarholz, im slowakischen Liptovský Mikuláš (Craemer Slovakia s.r.o.) und im westfälischen Attendorn (Craemer Attendorn GmbH & Co. KG). In diesem Presswerk werden kleinere, aber dickwandigere Teile für den Fahrzeugsicherheitsbereich produziert. 3.2. Kunststoffverarbeitung Mit ihren hochwertigen Paletten gehört die Craemer-Gruppe zu den weltweit führenden Herstellern der Kunststoffbranche, mit Palettenboxen und weiteren Lager- und Transportbehältern sowie dem Mülltonnenprogramm europaweit zu den Marktführern. Die im eigenen Werkzeugbau erstellten Spritzgießformen kommen in den beiden Werken in Deutschland und Großbritannien zum Einsatz. Die modernsten Hochleistungs- Spritzgießmaschinen erzeugen Schließkräfte von bis zu 5.500 Tonnen. 3.3. Werkzeugbau Der Werkzeugbau fungiert als interner Dienstleister für die Unternehmensbereiche Metall und Kunststoff und bildet am Stammsitz - und in kleineren Umfängen in Attendorn und Liptovský Mikuláš - die zentrale Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und Produktion. Hier werden die für die Produktion benötigten Metallwerkzeuge und Kunststoffformen hergestellt. Zur Umsetzung verfügt Craemer über einen modernen Maschinenpark an CNC-gesteuerten Dreh-, Fräs- und Erodiermaschinen. 4. Steuerungssystem Die Unternehmenssteuerung und -planung der Craemer-Gruppe erfolgt zentral bei der Craemer GmbH. Sämtliche ihrer Tochterunternehmen sind mit dem hier installierten, zentralen Hauptrechenzentrum verbunden, arbeiten mit demselben Trägersystem (SAP) und haben unter Berücksichtigung der lokalen Anforderungen den gleichen Finanzkontenrahmen. Damit sind die Voraussetzungen für einen reibungslosen, standortübergreifenden Informationsfluss geschaffen. Ein zweites räumlich getrenntes Rechenzentrum bei der operativen Führungsgesellschaft sorgt für die Sicherheit der gespeicherten Daten. Es werden umfangreiche Planungs- und Forecast-Rechnungen erarbeitet und verabschiedet. Auf monatlicher Basis werden detaillierte Soll-Ist-Vergleiche über alle Unternehmensbereiche durchgeführt. 5. Forschung & Entwicklung Die Abteilungen Forschung & Entwicklung, Konstruktion und Werkzeugbau am Stammsitz in Herzebrock inklusive der entsprechenden Abteilungen der Tochterunternehmen sind eng miteinander verbunden und bilden gemeinsam die Keimzelle für Innovationen. Auf der Suche nach zukunftsfähigen Lösungen für spezielle Markt- beziehungsweise Kundenanforderungen befassen sich abteilungsübergreifende Teams mit Produktneuerungen und Produktweiterentwicklungen, mit interdisziplinären Ansätzen, alternativen Werkstoffen und Werkstoffkombinationen aus Metall und Kunststoff. Während sich Craemer im Geschäftsfeld Metall speziell auf die Entwicklung kundenindividueller Einzellösungen konzentriert, stehen im Kunststoffbereich das eigene Katalogprogramm und spezielle Kundenwünsche im Fokus. Sobald Ideen konkrete Formen angenommen haben, liefert die Konstruktion die Grundlagen für die Werkzeugerstellung unter Berücksichtigung von Kundenwünschen, Produktvorgaben, Machbarkeit und Herstellungsmöglichkeiten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2022 1.1. Internationale und nationale Konjunktur im Jahr 2022 Die Weltkonjunktur befindet sich im Abschwung. Der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg gegen die Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland haben die Teuerung für Energierohstoffe stark angeheizt und die deutsche Wirtschaft durch die krisenhafte Zuspitzung auf den Strom- und Gasmärkten schwer belastet. Die hochgeschnellten Preise erhöhten die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Dieser dämpft nicht nur die noch unvollständige Erholung von der Corona-Krise, sondern drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Die hohen Inflationsraten haben die US-Notenbank und viele weitere Zentralbanken dann veranlasst, ihre Geldpolitik entschieden zu straffen. In China veranlasste die strikte Null-Covid-Strategie die Regierung immer wieder dazu, wirtschaftliche Aktivitäten durch Lockdowns zu unterbinden. Zudem schwelt in China eine Immobilienkrise, die den Bausektor und das Finanzsystem des Landes belastet. 1.2. Automotive-Branche und Rohstoffmarkt Lieferengpässe sind ein weltwirtschaftliches Problem, seit die Corona-Pandemie zu einem Angebotsausfall bei bestimmten Gütergruppen führte. Vielfach haben die gegen das Virus verhängten Lockdowns die Produktion blockiert, und eingespielte Logistiknetzwerke wurden empfindlich gestört, vor allem beim Seetransport. Zugleich ist die Nachfrage nach vielen der betroffenen Güter sogar gestiegen, und mit ihr sind es auch die Güterpreise. Wo nicht mehr oder nur zu unerschwinglichen Preisen gehandelt werden kann oder die Preise kurzfristig nicht flexibel sind, treten die Knappheiten als Lieferengpässe auf. Besonders augenfällig war dieses bei Vorleistungen für die Automobilproduktion, wo Computerchips und andere Bauteile fehlten. Zwar steht die Weltkonjunktur zurzeit weniger im Bann der Pandemie, durch den Krieg in der Ukraine sind aber im Zuge der Sanktionen, durch kriegsbedingte Ausfälle von Produktionsstätten und die Drosselung bzw. Verlagerung energieintensiver Produktionen erneut wichtige Produktionsnetzwerke gestört worden. Die deutsche Rohstahlproduktion ist im Jahr 2022 um 8 Prozent auf 36,8 Millionen Tonnen gesunken. Mit Ausnahme des ersten Coronajahres 2020 markiert dieses den niedrigsten Jahreswert seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilt. Betrachtet man nur das Produktionsvolumen des zweiten Halbjahres 2022, lag dieses mit 17,3 Millionen Tonnen sogar auf dem tiefsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. 1.3. Kunststoff-Branche Der "Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie e.V." (GKV) verkündete auf seiner Jahrespressekonferenz am 22. Februar 2023, dass der Branchenumsatz 2022 mit 78,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent gestiegen ist. Dabei konnten sämtliche Teilbereiche (Verpackung, Bau, Technische Teile, Konsumprodukte) Steigerungen erzielen. Der Inlandsumsatz kam auf 46,2 Milliarden Euro, ein Plus von 7,6 Prozent, der Export legte um 19,7 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro zu. Die Exportquote erreichte 41,4 Prozent. Die verarbeitete Menge reduzierte sich hingegen um 3,0 Prozent und kam auf 13,6 Millionen Tonnen Kunststoffe, davon 2,4 Millionen Tonnen Rezyklate. Als Rohstoff für seine Kunststofferzeugnisse verwendet Craemer überwiegend Granulate aus Polyethylen. Gemäß der Branchenzeitschrift "ki" (Kunststoff Information) lagen die Extremwerte der Einkaufspreise für Neuware dieses Typs bei 1.715 Euro pro Tonne (September 2022) und 2.290 Euro pro Tonne (April 2022). Als Mittelwert aus den beiden Extremwerten ergeben sich 2.003 Euro pro Tonne für 2022. Die Preisspanne betrug 575 Euro pro Tonne. Der Jahresendwert 2022 von 1.720 Euro pro Tonne war im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger. Rohöl ist der wesentliche Grundstoff für die Herstellung von Kunststoff-Granulat-Neuware. Der Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Qualität "Brent" lag zu Jahresbeginn bei 78,71 US-Dollar, stieg dann bis März auf das Jahreshoch von 129,80 US-Dollar (plus 64,9 Prozent) und landete am letzten Handelstag des Jahres 2022 bei 83,65 US-Dollar. Die Preisspanne zwischen den Jahresanfangs- und Endwerten 2022 betrug damit 4,94 US-Dollar, was einem Plus von 6,3 Prozent entspricht. 2. Geschäftsverlauf und Lage 2.1. Entwicklung von Gesamtleistung und Umsatz Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich Umsatz, Gesamtleistung und Cash Flow sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan besser als prognostiziert. Die Gesamtleistung, in die zusätzlich Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen einfließen, erreichte 276,8 Millionen Euro. Dieses entspricht einer Steigerung von 46,0 Millionen Euro oder 19,9 Prozent. Die Craemer GmbH erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz nach Erlösschmälerungen von 273,3 Millionen Euro, 18,3 Prozent mehr zum Vorjahr. Die Exportquote erreichte 61,9 Prozent und lag um 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die Gesellschaft belieferte Kunden in über 80 Ländern der Welt, die auf fünf Kontinenten verteilt sind. Das Geschäftsfeld Metallumformung sah sich im vergangenen Jahr historisch nie dagewesenen Rohstoffnotierungen ausgesetzt. Diese führten zu einer Umsatzerhöhung um 36,0 Millionen Euro auf 136,4 Millionen Euro (Wert vor Erlösminderungen). Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsumsätze konnten gesteigert werden, die Exportquote erreichte 69,0 Prozent (Vorjahr: 68,8 Prozent). Trotz verhängter Wirtschaftssanktionen des Westens aufgrund des Krieges in der Ukraine und der in der Folge entstandenen Energiekrise erhöhten sich im energieintensiven Geschäftsfeld Kunststoffverarbeitung die Umsatzerlöse um 11,4 Prozent auf 125,8 Millionen Euro. Damit lagen sie deutlich über unserer Prognose. Die Exportquote erhöhte sich auf 52,2 Prozent nach 51,5 Prozent im Vorjahr. Der Bereich Paletten, Palettenboxen, Lager- und Transportbehälter verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 23,7 Prozent. Die Investitionen in neue Produkte zeigten in diesem Bereich erfreuliche Erfolge. Die Umsätze im Mülltonnenprogramm fielen im Jahresvergleich um 26,3 Prozent, größere Ausschreibungen im Vorjahr sind hier als Gründe zu nennen. Im Werkzeugbau reduzierten sich die Umsätze erheblich um 5,2 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro. Die globale Umbruchphase in der Automobilindustrie und die weltwirtschaftlichen Verwerfungen zeigen in diesem Geschäftsbereich weiterhin eine zeitliche Verschiebung von Neuaufträgen. 2.2. Ertragslage Das EBITDA betrug im Berichtsjahr 31,5 Millionen Euro. In Relation zur Gesamtleistung betrug die Quote 11,4 Prozent. Das EBT erreichte 13,8 Millionen Euro nach 10,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Ergebnisquote betrug 5,0 Prozent von der Gesamtleistung. Durch explodierende Rohstoff- und Energiepreise erhöhte sich der Materialaufwand um 37,9 Millionen Euro oder 28,5 Prozent auf 171,0 Millionen Euro. Die Rohertragsquote lag bei 38,2 Prozent um 4,1 Prozentpunkte unter Vorjahr. Die Personalkosten blieben trotz gestiegener Löhne und Gehälter mit 45,1 Millionen Euro nahezu unverändert, da Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung signifikant gesunken sind. Die Personalkosten bildeten nach den Materialaufwendungen weiterhin den zweitgrößten Kostenblock im Unternehmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Craemer GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 19 auf 587. Die in der vorgenannten Mitarbeiterzahl nicht enthaltene durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden veränderte sich von 32 auf 31. Inklusive Leiharbeiter waren im Berichtsjahr durchschnittlich 663 Beschäftigte in der Gesellschaft tätig (Vorjahr: 651). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 32,7 Millionen Euro und damit 15,0 Prozent über dem Vorjahr. Kostenarten mit proportionalem Charakter erhöhten sich leistungsbedingt, Vertriebs- und Marketingaktivitäten zeigten Nachholeffekte durch die Corona-Pandemie im Vorjahr. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht auf 16,8 Millionen Euro nach 17,6 Millionen Euro im Vorjahr. 2.2.1. Craemer Slovakia s.r.o. Umsatz und Gesamtleistung der Gesellschaft lagen sowohl über dem Vorjahr als auch über Plan. Die Craemer Slovakia s.r.o. hatte im Jahresdurchschnitt 139 Beschäftigte, davon 128 eigene Mitarbeiter und 11 Auszubildende. 2.2.2. Craemer Attendorn GmbH & Co. KG Bei der Craemer Attendorn GmbH & Co. KG entwickelten sich Umsatz und Gesamtleistung positiv zum Vorjahr und zur Planung. Zum Jahresende hatte das Unternehmen durchschnittlich 64 eigene Mitarbeiter (davon 3 Auszubildende). Zusätzlich waren im Jahresdurchschnitt 3 Leiharbeiter im Einsatz. Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr rund 1,8 Millionen Euro in neue Sachanlagen. 2.2.3. Craemer UK Ltd. Craemer UK Ltd. konnte im Jahr 2022 sowohl Umsatz als auch Gesamtleistung steigern. Die Gesellschaft hatte im Jahresdurchschnitt 146 Beschäftigte, davon 121 eigene Mitarbeiter, 5 Auszubildende und 20 Leiharbeiter. 2.3. Finanzlage 2.3.1. Kapitalstruktur Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 auf 184,9 Millionen Euro nach 165,0 Millionen Euro im Vorjahr. Die Gesellschaft ist mit 79,3 Millionen Euro zu 42,9 Prozent bezogen auf die Bilanzsumme solide durch Eigenkapital finanziert. Die Vorjahreswerte beliefen sich auf 74,9 Millionen Euro oder 45,3 Prozent. Dem stehen Verbindlichkeiten gegenüber, die 2022 um 11,0 Millionen Euro über dem Vorjahr liegen und 56,4 Millionen Euro betragen. Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um 4,4 Millionen Euro auf 49,2 Millionen Euro. Die seit Jahren stets komfortable Eigenkapitalquote verdeutlicht trotz hoher Investitionen die Solidität des Unternehmens. 2.3.2. Investitionen Die Craemer GmbH investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 23,7 Millionen Euro in neue Sachanlagen (Vorjahr: 17,4 Millionen Euro). Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungsinvestitionen, der Fokus lag im Bereich Kunststoff. Hier wurde weiter in Maschinen und Anlagen sowie in Werkzeuge für neue Produkte investiert. Der Großteil davon betrifft mit 22,7 Millionen Euro im Bau befindliche Anlagen. Im Verhältnis zur Gesamtleistung lag die Investitionsquote der Sachanlagen im Berichtsjahr bei 8,7 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). 2.3.3. Liquidität Die Liquidität war über das gesamte Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 23,7 Millionen Euro. Zur Absicherung der Investitionstätigkeiten wurden Darlehen in einem Gesamtvolumen von 16,1 Millionen Euro aufgenommen. Durch erneut hohe Auszahlungen für Investitionen war der Finanzmittelfonds am Ende der Periode lediglich noch leicht positiv und betrug 0,3 Millionen Euro. Die Craemer GmbH war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen termingemäß nachzukommen. 2.4. Vermögenslage Das Anlagevermögen des Unternehmens erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 92,7 Millionen Euro. Anlagen im Bau verzeichneten hierbei den höchsten Zuwachs. Das gesamte Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten wuchs um 13,8 Prozent auf 92,2 Millionen Euro. Die liquiden Mittel lagen zum Jahresende bei 9,5 Millionen Euro nach 4,3 Millionen Euro im Vorjahr. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind seit Beginn des Krieges kräftig gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Erschwerend kommt hinzu, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden sind und Lieferkettenstörungen andauern. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verlangsamt dieses die konjunkturelle Erholung. Das Unternehmen ist sich darüber im Klaren, dass Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation schon grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld mit extrem hoher Unsicherheit behaftet sind. Die Craemer GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr verbessert gestartet. So sind Umsatz und Gesamtleistung in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres deutlich gestiegen. Craemer sieht sich trotz großer Veränderungen in der Automobilindustrie weiterhin gut aufgestellt, denn grundsätzlich wird das Kerngeschäft des Unternehmens (Pressteile und Komponenten für den Fahrzeuginnen-Sicherheitsbereich) nicht durch mehr Elektronik in Fahrzeugen allgemein und/oder neue Antriebs- und Motorentechniken nachteilig beeinflusst. Nach den ersten beiden Monaten liegt der Umsatz über dem Vorjahreszeitraum. Auf das Jahr gesehen prognostiziert die Gesellschaft einen starken Umsatzrückgang in diesem Geschäftsfeld. Der "Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V." gibt für das Jahr 2023 einen gemischten Ausblick mit hohen Unsicherheiten bezüglich Kosten und trotz wachsender Umsätze weiter sinkenden Ergebnissen. Der Umsatz im Bereich Paletten, Palettenboxen sowie Lager- und Transportbehältern lag für die ersten beiden Monate leicht über dem Vorjahresniveau. Trotz großer Herausforderungen hinsichtlich Rohstoff- und Energiekosten prognostiziert Craemer für diesen Sektor leicht höhere Werte bei Umsatz und Gesamtleistung. Die Umsätze im Mülltonnenprogramm liegen nach zwei Monaten des neuen Jahres deutlich unter Vorjahresniveau. Aufgrund nicht planbarer Großaufträge geht Craemer in diesem Bereich von deutlich niedrigeren Werten zum Vorjahr aus. Im Geschäftsfeld Werkzeugbau stehen mehrere Projekte kurz vor der Fertigstellung und Endfakturierung. Durch den Bau neuer Kunststoffwerkzeuge wird eine zusätzliche Kapazitätsauslastung des Bereichs generiert. Der Auftragsbestand im Werkzeugbau reicht rechnerisch bis in den Sommer des Jahres. Aus heutiger Sicht prognostiziert Craemer für den Werkzeugbau leicht steigende Umsätze bei unveränderter Gesamtleistung durch Abbau von Beständen. Die vorhandenen Risiken für die deutsche und weltweite Wirtschaft werden nach unserer Einschätzung im Prognosezeitraum 2023 dafür sorgen, dass die Vorjahreswerte für Umsatz, Gesamtleistung und Cash Flow in der Gesellschaft deutlich verfehlt werden. Craemer wird abermals in Maschinen und Anlagen, Werkzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investieren, das Investitionsvolumen liegt dabei über Vorjahresniveau. 2. Chancenbericht Die Gesellschaft wird in ihren Geschäftsbereichen unverändert stark von Material-, Energie- und Personalkosten beeinflusst. Es wird kontinuierlich intensiv daran gearbeitet, durch Investitions- und Optimierungsmaßnahmen Einsparungen zu erzielen, um nachhaltig die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Ertragsstärke zu sichern und auszubauen. In der Metallumformung steigt in der Branche Automotive die globale Nachfrage nach zunehmend komplexeren Strukturteilen. Die Automotive- Industrie verlangt von uns Produkte aus härteren Werkstoffen bei gleichzeitig niedrigerem Gewicht und sinkenden Stückkosten. Für das Unternehmen gilt es daher immer wieder, seine Kernkompetenzen im Werkzeug-Know-How und in der Metallfertigung zu nutzen und weiter auszubauen, um sich so noch deutlicher vom internationalen Wettbewerb abzusetzen. Seine Wettbewerbsfähigkeit erhält Craemer weiterhin mit Investitionen in einen modernen Maschinen- und Anlagenpark. Im Geschäftsfeld Kunststoff rechnet Craemer mit zusätzlichen Marktchancen in den Sektoren Paletten, Palettenboxen, Lager- und Transportbehältern sowie im Mülltonnenprogramm durch zahlreiche Produktneuentwicklungen sowie Pflege und Weiterentwicklung des bestehenden Programms. Wir sind mit wichtigen Kunden in Gesprächen und stehen in Verhandlungen über die Einführung von Neuentwicklungen und/oder neuen Anwendungsmöglichkeiten unserer Erzeugnisse. Mit neuen Hochleistungswerkzeugen sowie Rezepturänderungen beim Materialmix versucht das Unternehmen permanent, dem unverminderten Preis- und Wettbewerbsdruck entgegenzuwirken, um sich zusätzliche Chancen bei Wachstum und Ertrag zu erarbeiten. In Verbindung mit neuen energieeffizienten Spritzgieß- und Schweißmaschinen sowie einem optimierten Maschinenpark und neuen Werkzeugen bieten sich im Zusammenspiel aller Faktoren weitere Verbesserungsmöglichkeiten. 3. Risikobericht 3.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Das liegt vor allem an den deutlich gestiegenen Energiepreisen, die die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die anhaltend hohe Verbraucherpreisinflation zusätzlich befeuert haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die gestiegene Zahl an Corona-Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 gedämpft und zu neuen Lieferengpässen geführt. Diese Faktoren belasten den globalen konjunkturellen Ausblick, der sich im Vergleich zum Frühjahr 2022 deutlich verschlechtert hat. Die Energiepreise dürften insbesondere in Europa und Asien weiterhin hoch bleiben und im nächsten Jahr nur langsam sinken. Dies dürfte die Produktionskosten weiter erhöhen und zu einer fortschreitenden Überwälzung auf die Verbraucherpreise führen, aufgrund derer die Verbraucherpreisinflation im Jahr 2023 hoch bleibt. Die anhaltende Teuerung reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte, was den privaten Konsum belastet. Die Finanzierungsbedingungen dürften sich infolge der weltweiten Straffung der Geldpolitik weniger günstig entwickeln als in den vergangenen Jahren und die Nachfrage dämpfen. Mit Verzögerung dürfte dieses der aufwärtsgerichteten Preisentwicklung entgegenwirken. Bei den angebotsseitigen Engpässen zeichnet sich insgesamt eine Entspannung auf hohem Niveau ab, nicht zuletzt aufgrund der nachlassenden globalen Nachfrage. Gleichzeitig dürfte der nach wie vor hohe Auftragsbestand vieler Unternehmen die Produktion stützen, wenn die angebotsseitigen Engpässe weiter abklingen. 3.2. Risikomanagementsystem Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes und aussagefähiges Planungs-, Kontroll- und Informationssystem, das aktuelle Markt- und Unternehmensverhältnisse zuverlässig aufzeigt. Mit Prognose- und Planungsrechnungen ist das Unternehmen in der Lage, zukünftige Risiken besser abzuschätzen und bei Abweichungen im Bedarfsfall kurzfristig entsprechende Maßnahmen einzuleiten und gegenzusteuern. Zunehmende globale Cyberangriffe auf Computernetzwerke und Telekommunikationseinrichtungen in der jüngsten Vergangenheit auf staatliche Institutionen und große, internationale Wirtschaftsunternehmen wurden von uns aufmerksam verfolgt, analysiert und bewertet. In der Craemer-Gruppe haben die IT- und Telekommunikationsvernetzungen aller Teileinheiten untereinander sowie mit externen Geschäftspartnern eine fundamentale Bedeutung. Daher sind geeignete Vorbeugungs- und Abwehrmaßnahmen von Cyberattacken sowohl in der Anwendung als auch in der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Um bei wachsendem Geschäftsumfang und fortschreitender Internationalisierung Forderungsausfälle weitgehend zu vermeiden, wird bei Craemer ein aktives Kreditmanagement betrieben. Zu dem umfangreichen Maßnahmenkatalog gehören unter anderem Bonitätsauskünfte, Festsetzung von Kreditlimits, Anpassung von Lieferungs- und Zahlungsbedingungen und da, wo möglich und nötig, der Abschluss von Kreditversicherungen sowie die Einschaltung von Inkassogesellschaften. 3.3. Risiken Nach dem Risiko-Früherkennungssystem haben sich bei Aufstellung des Jahresabschlusses keine bestandsgefährdenden Risiken durch die gegenwärtigen Krisen ergeben. Sonstige nennenswerte Risiken aus schwebenden Geschäften, Verträgen, Prozessen oder sonstigen Sicherheiten, die über die bilanzierten Positionen hinausgehen, bestehen nicht.
Herzebrock-Clarholz, den 14. März 2023 Craemer GmbH gez. Siegbert Geldner, Dipl.-Ing. und Dipl. Wirtschaftsing. gez. Sebastian P. Brandenburg, Dipl. Kaufmann gez. Christoph J. Brandenburg, Assessor jur. |
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