Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 20271
Vorher
LautsprecherTeufel GmbH
Eingetragen
1.11.2004
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Lautsprechern als Einzelsysteme, Lautsprecherbausätze und Fertiglautsprecher für private und professionelle Anwendung. Die Gesellschaft kann auch andere Produkte auf dem Gebiet der audiovisuellen Technik entwickeln, produzieren und vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Orsolya Zimanyi
seit 2.4.2024
Prokura
Sascha Mallah
seit 19.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Teufel Audio Holding SASFRA
93.02%
6.98%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lautsprecher Teufel GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Bilanz zum 30. Juni 2022

Aktiva

30.6.2022 30.6.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 817.948,89 750.620,18
2. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 160.448,82 205.338,58
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 47.000,28 50.001,27
4. Entgeltlich erworbene Software 6.172.009,72 7.197.407,71 2.626.419,63 3.632.379,66
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.620.003,38 6.219.879,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.579.876,72 9.199.880,10 4.461.712,90 10.681.592,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.540.000,00 2.540.000,00
18.937.287,81 16.853.972,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 53.709.600,15 31.949.340,20
2. Geleistete Anzahlungen 3.318.500,94 57.028.101,09 1.889.983,35 33.839.323,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.264.024,23 2.367.393,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 190.218,83 69.560,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 841.141,90 3.295.384,96 2.020.668,17 4.457.622,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 795.382,52 15.602.189,72
61.118.868,57 53.899.135,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 337.332,82 302.968,98
80.393.489,20 71.056.076,69

Passiva

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 200.296,34 200.296,34
III. Gewinnvortrag 4.197.493,19 4.197.493,19
4.449.789,53 4.449.789,53
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.081.178,65 4.311.855,79
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.056.804,95 3.133.251,43
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.056.804,95 (i. Vj. EUR 3.133.251,43) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.735.463,30 17.935.883,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 18.735.463,30 (i. Vj. EUR 17.935.883,19) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.376.588,40 40.601.901,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 50.376.588,40 (i. Vj. EUR 40.601.901,70) -
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 50.252.032,47 (i. Vj. EUR 40.390.946,83) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 693.664,37 623.395,05
- davon aus Steuern EUR 302.512,52 (i. Vj. EUR 173.437,05) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 14.625,18 (i. Vj. EUR 10.468,11) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 693.664,37 (i. Vj. EUR 623.395,05) -
71.862.521,02 62.294.431,37
80.393.489,20 71.056.076,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

1.7.2021 - 30.6.2022 1.7.2020 - 30.6.2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 197.708.978,19 179.019.376,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 310.364,61 213.094,77
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.235.159,26 1.149.068,85
4. Aufwendungen für bezogene Waren -85.995.308,88 -68.162.452,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.568.509,85 -14.230.094,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.899.942,62 -19.468.452,47 -2.491.747,19 -16.721.841,47
- davon für Altersversorgung EUR 23.342,74 (i. Vj. EUR 11.804,69) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.873.858,54 -4.133.973,83
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -54.244.053,07 -49.807.491,40
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49,65 50,32
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -320.319,69 -1.165.015,55
- davon an verbundene Unternehmen EUR 280.977,43 (i. Vj. EUR 1.046.939,74) -
10. Ergebnis vor Steuern 35.352.559,06 40.390.815,57
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13,09 -13,27
12. Ergebnis nach Steuern 35.352.545,97 40.390.802,30
13. Sonstige Steuern -513,50 144,53
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -35.352.032,47 -40.390.946,83
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft gilt i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Sie ist im Amtsgericht Charlottenburg Handelsregister Abteilung B unter der Nummer HRB 20271 B registriert.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend dem Gliederungsschema der §§ 266, 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung (wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt.

Laut Gesellschaftsvertrag beginnt das Geschäftsjahr am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2022 richten sich nach den Vorschriften von HGB und GmbHG.

Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung der Gesellschaft aus und bewertet die Vermögensgegenstände und Schulden entsprechend zu Fortführungswerten.

Seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 werden selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Sie werden mit ihren Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 und 2a HGB bewertet. Dabei wurde die handelsrechtliche Wertuntergrenze gem. § 255 Abs. 2 HGB zum Ansatz gebracht. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Die Abschreibungssätze der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entsprechen im Wesentlichen den steuerlichen Höchstsätzen.

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 251 € bis 800 €, die selbstständig genutzt werden können, werden innerhalb eines Jahres abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250 € werden im Jahr des Erwerbs sofort aufwandswirksam.

Notwendige außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Erkennbaren Risiken aus Lagerdauer und geringer Verwertbarkeit wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch pauschale Einzelwertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag des Kassenbestands und der Bankguthaben angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie soweit einschlägig drohende Verluste. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit zum Bilanzstichtag weniger als ein Jahr beträgt, werden zum Bilanzstichtag gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Devisenkassamittelkurs bei Lieferung bzw. Leistung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Devisenkassamittelkurs bei Lieferung bzw. Leistung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zur Sicherung von Währungsrisiken werden Devisentermin- und Optionsgeschäfte eingesetzt. Sicherungs- und Grundgeschäft werden nicht zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dementsprechend werden im Geschäftsjahr Rückstellungen für drohende Verluste gebildet, wenn der beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstruments negativ ist.

Mit der Teufel Audio GmbH, Berlin, (Organträgerin) besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft. Etwaige aktive oder passive latente Steuern werden auf Ebene des Organträgers ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel verwiesen.

Die Zugänge für die im Berichtsjahr aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betragen 619 T€. Der Gesamtbetrag der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beträgt am Stichtag 978 T€ (i. Vj. 956 T€). In Höhe der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 978 T€ (i. Vj. 956 T€).

Unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden geleistete Anzahlungen für materielle und immaterielle Vermögensgegenstände erfasst. Insgesamt betragen die Zugänge im Geschäftsjahr 2.010 T€. Der Bestand am Jahresende beläuft sich auf 3.580 T€. Es sind hier keine Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände mehr enthalten. Insgesamt wurden Umbuchungen aus diesem Posten von 2.892 T€ vorgenommen, von denen 2.465 T€ das neue ERP-System betreffen, welches im April 2022 fertiggestellt wurde und live geschaltet wurde.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde eine Gesellschaft in China mit dem Geschäftszweck des Vertriebs von Lautsprechern gegründet. Die Dongguan Teufel Trading Company Limited, Dongguan City, stellt eine hundertprozentige Tochter der Lautsprecher Teufel GmbH dar. Die Beteiligung in Höhe des gezeichneten Kapitals beträgt 2.540 T€. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag das Eigenkapital bei 817 T€ (5.688 TRMB), das Ergebnis betrug -395 T€ (-2.874 TRMB).

Bei den Vorräten handelt es sich um Handelsware und geleistete Anzahlungen. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Zum 30.06.2022 beliefen sich die Vorräte auf 57.028 T€ (i. Vj. 33.839 T€).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben jeweils eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Dongguan Teufel Trading Company Limited, Dongguan City, und resultieren i. H. v. 190 T€ (i. Vj. 70 T€) aus erbrachten Dienstleistungen und Warenverkäufen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen (Kautionen) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i. H. v. 723 T€ (i. Vj. 657 T€).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Retouren und Gewährleistungen i. H. v. 1.050 T€ (i. Vj. 950 T€), für Tantiemen i. H. v. 2.030 T€ (i. Vj. 2.000 T€), für ausstehenden Urlaub i.H.v. 650 T€ (i. Vj. 650 T€), für ausstehende Rechnungen i. H. v. 139 T€ (i. Vj. 526 T€), für Prüfung des Jahresabschlusses i. H. v. 85 T€ (i. Vj. 42 T€), für sonstige Personalkosten i. H. v. 49 T€ (i. Vj. 80 T€), für ausstehende Zölle i. H. v. 13 T€ (i. Vj. 13 T€) und für Berufsgenossenschaftsbeiträge i. H. v. 66 T€ (i. Vj. 51 T€). Die Rückstellungen haben bis auf die Gewährleistungsrückstellung eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Gewährleistungsrückstellungen setzen sich hauptsächlich aus den Rückstellungen für Garantie für Endstufen und Elektronik sowie der Rückstellung für das 8-Wochen Umtausch- und Rückgaberecht zusammen. Die Rücktrittsquote belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 5,5%.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte zum Kauf von US-Dollar i. H. v. 54.945 TUSD (47.628 T€). Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war - wie im Vorjahr - nicht erforderlich. Der beizulegende Zeitwert beträgt 4.418 T€. Das Volumina entspricht circa 60% des USD-Einkaufsvolumens für das Geschäftsjahr 2023. Die Bewertung von OTC Derivaten erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem "Libor Market Model" sowie proprietären Modellen der DZ BANK AG. Diese Modelle unterliegen ständiger Überwachung durch interne Kontrollen und Modellvalidierungen durch die zuständigen Fachbereiche und werden sachlich von Bundesbank und den Wirtschaftsprüfern der DZ BANK AG geprüft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter i. H. v. 50.252 T€ (i. Vj. 40.391 T€), welche größtenteils Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung betreffen. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft in China, Dongguan Teufel Trading Company Limited, Dongguan City, in Höhe von 125 T€ (i. Vj. 211 T€), die aus erhaltenen Dienstleistungen resultieren.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2022
T€
2021
T€
Inland 167.275 154.157
Ausland 30.434 24.862
Gesamt 197.709 179.019

Das Ausland betrifft im Wesentlichen die Schweiz, Österreich und die Niederlande.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungs-Kursdifferenzen i. H. v. 2.411 T€ (i. Vj. 669 T€) sowie aus Versicherungsentschädigungen i. H. v. 393 T€ (i. Vj. 191 T€).

Insgesamt sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge i. H. v. 186 T€ (i. Vj. 54 T€) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Werbe- und Reisekosten i. H. v. 18.953 T€ (i. Vj. 17.184 T€), Frachtkosten i. H. v. 10.870 T€ (i. Vj. 8.894 T€), Kosten des Geldverkehrs und Plattformkosten i. H. v. 4.074 T€ (i. Vj. 4.119 T€), Fremdarbeitskosten i. H. v. 9.423 T€ (i. Vj. 7.963 T€), Kosten für Versicherungen, Beiträge, Abgaben i. H. v. 2.244 T€ (i. Vj. 2.195 T€), Raumkosten i. H. v. 3.600 T€ (i. Vj. 3.371 T€), Kommunikations- und Wartungskosten i. H. v. 1.482 T€ (i. Vj. 1.349 T€), Garantie- und Reparaturaufwendungen i. H. v. 1.148 T€ (i. Vj. 1.058 T€), Aufwendungen für Unternehmensberatung i. H. v. 399 T€ (i. Vj. 608 T€), Fahrzeugkosten i. H. v. 30 T€ (i. Vj. 22 T€) und Aufwendungen für Währungs-Kursdifferenzen i. H. v. 1.257 T€ (i. Vj. 1.789 T€) enthalten. Die Forderungsverluste belaufen sich auf 15 T€ (i. Vj. 10 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. 10 T€ (i. Vj. 243 T€) enthalten.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen 786 T€ (i. Vj. 882 T€), davon entfallen 619 T€ (i. Vj. 670 T€) auf die Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände. Diese gliedern sich auf in interne Personalkosten von 310 T€ (siehe aktivierte Eigenleistung) und 309 T€ auf externe Leistungen. Aufwendungen sind in Höhe von 167 T€ angefallen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2022 fand eine Rekapitalisierung bzw. Refinanzierung der Teufel Audio GmbH Konzerngruppe statt, zu der die Lautsprecher Teufel GmbH zu hundert Prozent gehört. Die Teufel Audio GmbH, die ursprüngliche Muttergesellschaft der Lautsprecher Teufel GmbH, wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2021 auf die neue Muttergesellschaft, Youco B21-H437 Vorrats-GmbH, verschmolzen. Die Youco B21-H437 Vorrats-GmbH wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Januar 2022 umbenannt in Teufel Audio GmbH. Die Eintragung der Umbenennung erfolgte am 17. Januar 2022 im Handelsregister. Die Teufel Audio GmbH (ehemals Youco B21-H437 Vorrats-GmbH) tritt als Rechtsnachfolgerin in die Rechte und Pflichten sämtlicher Verträge der ursprünglichen Teufel Audio GmbH ein.

Im Rahmen der Rekapitalisierung bzw. Refinanzierung wurde auf Ebene der Teufel Audio GmbH (ehemals Youco B21-H437 Vorrats-GmbH) ein Darlehen beim Debt Finanzierer Arcmont Asset Management Limited mit dem Facility Agent DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank aufgenommen und das alte Darlehen in Höhe von 63.000 T€ zurückgeführt. Der neue Darlehensbetrag beläuft sich auf 190.000 T€, hinzu kommt eine Kontokorrentlinie i. H. v. 25.000 T€, über die die Lautsprecher Teufel GmbH und die Teufel Audio GmbH verfügen können. Der Zinssatz ist variabel mit einem Aufschlag auf den Euribor verzinst. Die Besicherung erfolgt durch die Abtretung der in Deutschland befindlichen Läger, die Abtretung der gewerblichen Schutzrechte, des Bankvermögens, der Versicherungsansprüche und eine Globalzession auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche bei der Lautsprecher Teufel GmbH bilanziert sind.

Die Lautsprecher Teufel GmbH haftet gesamtschuldnerisch für das aufgenommene Darlehen und die Working Capital Linie. Da die Teufel Audio GmbH nur ein begrenzt operatives Geschäft hat, finanziert sie die Zinsen aus den Mitteln der Lautsprecher Teufel GmbH. Für die hier dargestellten Haftungsverhältnisse wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt, da dem Mutterunternehmen über den Ergebnisabführungsvertrag mit der Lautsprecher Teufel GmbH derzeit ausreichend finanzielle Mittel zufließen, um den Kapitaldienst (Zins und Tilgung) zu bedienen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für die gesamte Restlaufzeit der Verträge i. H. v. 8.391 T€. Die finanziellen Verpflichtungen des Folgejahres betragen 2.807 T€. Darüber hinaus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 8.335 T€. Damit ergibt sich eine Gesamtverpflichtung von 16.726 T€.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Zwischen der Muttergesellschaft Teufel Audio GmbH, Berlin, und der Lautsprecher Teufel GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 319 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt, von denen 4 leitende und 315 nicht leitende Angestellte waren.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Wirtschaftsjahr

Herr Sascha Mallah, Geschäftsführer, CEO, der Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin

Geschäftsführerbezüge

Auf die Angabe wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der Teufel Audio GmbH, Berlin, angegeben.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschafterin Teufel Audio GmbH, Berlin, stellt einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der Teufel Audio GmbH, Berlin, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Lautsprecher Teufel GmbH wird in den Konzernabschluss der Teufel Audio GmbH einbezogen und ist damit gem. § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes befreit (kleinster Kreis).

 

Berlin, den 30. September 2022

Lautsprecher Teufel GmbH

Sascha Mallah, Geschäftsführer

 

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand zum 1.7.2021
EUR
Zugänge +
EUR
Abgänge -
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
Endstand zum 30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.601.813,28 0,00 2.564.614,25 663.781,50 3.700.980,53
2. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 205.338,58 618.891,74 0,00 -663.781,50 160.448,82
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 261.165,80 0,00 148.633,18 0,00 112.532,62
4. Entgeltlich erworbene Software 7.238.331,71 3.280.274,81 581.034,58 2.465.356,12 12.402.928,06
13.306.649,37 3.899.166,55 3.294.282,01 2.465.356,12 16.376.890,03
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.844.906,49 2.047.871,23 3.923.317,32 426.639,34 18.396.099,74
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.461.712,90 2.010.159,28 0,00 -2.891.995,46 3.579.876,72
24.306.619,39 4.058.030,51 3.923.317,32 -2.465.356,12 21.975.976,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.722.765,24 0,00 0,00 0,00 2.722.765,24
40.336.034,00 7.957.197,06 7.217.599,33 0,00 41.075.631,73
Posten des Anlagevermögens Abschreibungen
Anfangsstand zum 1.7.2021
EUR
Abschreibungen im Geschäftsjahr +
EUR
Abgänge -
EUR
Endstand zum 30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.851.193,10 596.452,79 2.564.614,25 2.883.031,64
2. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 211.164,53 3.000,00 148.632,18 65.532,35
4. Entgeltlich erworbene Software 4.611.912,08 2.200.033,84 581.027,58 6.230.918,34
9.674.269,71 2.799.486,63 3.294.274,01 9.179.482,33
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.625.026,77 3.074.371,91 3.923.302,32 12.776.096,36
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.625.026,77 3.074.371,91 3.923.302,32 12.776.096,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 182.765,24 0,00 0,00 182.765,24
23.482.061,72 5.873.858,54 7.217.576,33 22.138.343,93
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte
am Ende des Geschäftsjahres zum 30.6.2022
EUR
vorangegangenen Geschäftsjahres 30.6.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 817.948,89 750.620,18
2. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 160.448,82 205.338,58
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 47.000,28 50.001,27
4. Entgeltlich erworbene Software 6.172.009,72 2.626.419,63
7.197.407,71 3.632.379,66
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.620.003,38 6.219.879,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.579.876,72 4.461.712,90
9.199.880,10 10.681.592,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.540.000,00 2.540.000,00
18.937.287,81 16.853.972,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

der Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Lautsprecher Teufel GmbH (im Folgenden kurz: Teufel) entwickelt und vertreibt Home-Entertainment-Systeme, insbesondere Heimkino-Systeme, Soundbars, portable blue-toothfähige Lautsprecher und Kopfhörer sowie integrierte Systeme. Die Produktpalette wird durch audio-streamingfähige Produkte abgerundet.

Der Unternehmenssitz ist Berlin, wo sowohl Forschung und Entwicklung als auch Verwaltung und Vertrieb ansässig sind. Über ein zentrales Logistikzentrum in Hamburg werden die Produkte an Kunden vertrieben. Der Verkauf läuft primär über einen eigenen Webshop, aber auch über ergänzende Vertriebskanäle, wie z. B. Amazon, eBay oder offline über eigene Stores. Die Produkte sind primär für Kunden im privaten Nutzungsumfeld konzipiert. Komplementär werden weiterhin neue Geschäftssegmente im Bereich B2B erschlossen.

Ziele und Strategien

Teufel ist als Audio-Entertainment-Entwickler und Direktvermarkter im deutschen Markt bzw. europäischen Märkten positioniert.

Basierend auf

dem Direktvertriebs-Geschäftsmodell,

der technologischen und innovativen Kompetenz

der E-Commerce-Kompetenz

sowie regionalen und überregionalen Erweiterungspotentialen

plant Teufel weiterhin ein kontinuierliches Wachstum.

Neben den selbstentwickelten Produkten bietet Teufel auf seinen eigenen Vertriebskanälen auch Produkte wie Receiver, Plattenspieler, Beamer, DJ Equipment, Mikrofone, etc. kuratierter Marken an, die zusätzliches Wachstumspotential darstellen.

Die erforderlichen Grundlagen und Anpassungen der internen Prozesse und Strukturen für weiteres Wachstum wurden bzw. werden kontinuierlich geschaffen.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung (R&D) sind bei der Gesellschaft in 2021/2022 71 (im Vorjahr 63) Vollzeitäquivalente beschäftigt gewesen. Den Schwerpunkt der Tätigkeit dieser Abteilung stellen Produktentwicklung sowie die Optimierung der vorhandenen Produkte dar. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten (ohne Personalkosten), die sich auf Leistungen von Dritten beziehen, beläuft sich auf 167 T€ (im Vorjahr 212 T€).

Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 619 T€ (im Vorjahr 670 T€). Diese gliedern sich auf in interne Personalkosten von 310 T€ (siehe aktivierte Eigenleistung) und 309 T€ auf externe Leistungen. Die vorgenommenen Abschreibungen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betragen 596 T€ (im Vorjahr 602 T€).

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt 786 T€ (davon 167 T€ aufwandswirksam, 619 T€ aktiviert).

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft konnte trotz andauernder Pandemie und Lieferengpässen im Jahr 2021 das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt um 2,7 % steigern, nachdem es ein Jahr zuvor um 4,6 % zurückgegangen war.

Der Audiomarkt in Deutschland konnte im Kalenderjahr 2021 kein Wachstum gegenüber dem Vorjahr realisieren, sondern schrumpfte um -6%.

Demgegenüber erzielte Teufel im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Umsatzwachstum von +10%. Als E-Commerce Unternehmen konnte Teufel vom Paradigmenwechsel im Verbraucherverhalten zum vermehrten Online-Konsum aufgrund der Covid-19-Pandemie stark profitieren. Es wird erwartet, dass sich der Trend zum verstärkten Online-Kauf auch nachhaltig fortsetzen wird.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 197.709 T€. Es wurde ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 41.547 T€ erzielt. Damit liegen diese Werte über der Prognose des Vorjahres. Diese beiden Kennzahlen bilden die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren.

Der wesentliche Vertriebskanal der Lautsprecher Teufel GmbH ist der Onlinehandel, dort wiederum der eigene Webshop. Entsprechend hohe Aufmerksamkeit wird auf Online-Marketing-Instrumente und deren Steuerung gelenkt. Die relevanten Steuerungskennzahlen unterteilen sich hierbei in reine Vertriebskennzahlen, aber auch auf den Onlinehandel fokussierte Kennzahlen zur Erfolgsmessung des Onlineshops und entsprechender Marketinginstrumente. Im Bereich Online-Marketing sind Kennzahlen wie Besucherzahlen, Warenkorbwert und Konversionsraten von hoher Bedeutung. Insbesondere die Konversationsraten konnten gegenüber den Vorjahreswerten weiterhin verbessert werden.

Neben dem Vertriebskanal Onlinehandel spielen auch die Brandstores eine zentrale Rolle. Die Läden fungieren als Markenbotschafter und ermöglichen es den Kunden, die Teufel-Technologie auszuprobieren. Somit können Kunden gewonnen werden, die bevorzugt offline kaufen und die Produkte zuerst erleben wollen ("Touch and Feel") bevor sie den Kauf tätigen. Teufel betreibt Stores in Berlin, Essen, Stuttgart, Köln, Leipzig und Wien sowie eine Shop-in-Shop Präsenz im Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe).

Da Lautsprecher Teufel im Wesentlichen im Endkunden- bzw. B2C-Bereich tätig ist, ist die Zufriedenheit unserer Kunden entscheidend für den langfristigen Geschäftserfolg. Die zentrale Bedeutung einer kundenorientierten Unternehmensausrichtung bei Lautsprecher Teufel offenbart sich in vielen Bereichen. So verfügt Lautsprecher Teufel z. B. über einen eigenen Kundenservice, der die entstehenden Kundenkontakte abdeckt. Die hieraus gewonnenen Kenntnisse gehen durch zielgerichtete Rückkopplungsprozesse z. B. in die Produktentwicklung ein, sodass eine ständige Optimierung und Ausrichtung auf die Kundenwünsche in kurzer Zeit erfolgen kann.

Für alle Aktivitäten der Gesellschaft ist eine motivierte und qualifizierte Belegschaft essenziell. Aus diesem Grund ist eine nachhaltige Personalpolitik entscheidend für unseren Unternehmenserfolg. Es finden moderne leistungs- und zielorientierte Instrumente der Personalmotivation und -entwicklung Anwendung. Hierbei ist u. a. ein Bonussystem für Fach- und Führungskräfte zu erwähnen. Dieses verknüpft die Bonusgestaltung mit einem Zielerreichungskatalog, bestehend aus Unternehmens-, aber auch individuellen Zielen. Diese Zielvereinbarungen werden jährlich im Rahmen von Mitarbeiter- und Feedbackgesprächen gemeinsam beschlossen und nach Ablauf des Geschäftsjahres bewertet.

Dank dieser und weiterer Personalinstrumente wie z. B. der Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zum Mobile Working erreicht Lautsprecher Teufel eine hohe Mitarbeitermotivation, die sich in Kennzahlen wie einer geringen Fluktuation widerspiegelt.

A. Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich sehr positiv entwickelt und den Vorjahreswert deutlich überschritten. Sie betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 197.709 T€ (Vorjahr: 179.019 T€). Eine positive Absatzentwicklung war insbesondere in den Produktkategorien portable Speaker, Home & Living und im Bereich Home Cinema & Hifi zu verzeichnen. Auch das internationale Geschäft wurde weiter ausgebaut. So konnten in Österreich Wachstumsraten in Höhe von 16% und in der Schweiz von 20% erzielt werden. Des Weiteren konnte Teufel einen erfolgreichen Start bei der Erschließung weiterer europäischer Märkte aufweisen, hier sind insbesondere Polen und Frankreich sowie Italien und Spanien zu benennen. In den ersten beiden Ländern konnten hohe zweistellige Wachstumsraten (62% bzw. 46%), in den beiden Letztgenanten dreistellige Wachstumsraten (114% bzw. 143%) realisiert werden.

2022
T€
2021
T€
Inland 167.275 154.157
Ausland 30.434 24.862
Gesamt 197.709 179.019

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen i. H. v. 2.411 T€ (i. Vj. 669 T€).

Insgesamt sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge i. H. v. 186 T€ (i. Vj. 54 T€) enthalten.

Die Materialaufwandsquote ist mit 43,5% im Vergleich zum Vorjahr (38,1%) deutlich gestiegen (absolut: +17.833 T€). Der Anstieg der Quote resultiert zum einen aus dem Produkt- bzw. Kategorienmix, d.h. den starken Umsatzanstieg in margenschwachen Kategorien, wie z.B. Portables und dem vermehrten Verkauf von Produkten von Fremdmarken. Zum anderen sind hier die gestiegenen Komponentenpreise und die höheren Frachtkosten sowie die ungünstige Euro - Dollar - Kursentwicklung reflektiert. Des Weiteren wurden in diesem Geschäftsjahr wieder vermehrt Rabatt-Aktionen durchgeführt, was zu einer Reduktion der Produktmarge und einer dementsprechend höheren Materialaufwandsquote führt.

Die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitangestellten (FTE) hat sich von 254 auf 282 erhöht. Dementsprechend stieg der Personalaufwand von 16.722 T€ im Vorjahr auf 19.468 T€ im Geschäftsjahr 2021/2022 an. Der hauptsächliche Grund für diese Entwicklung ist der Aufbau der Mitarbeiter insbesondere in den Bereichen Marketing & Sales sowie Forschung und Entwicklung (R&D).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 54.244 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.437 T€ (8,9%) gestiegen. Umsatz- bzw. auftragsbedingt kam es zu höheren Kosten für Warenabgaben. Kostensteigerungen waren im Bereich der Werbekosten zu verzeichnen, da weiterhin ROI-effektive Marketingmaßnahmen eingesetzt wurden, um Traffic und Umsatz zu generieren. Zusätzlich wurden dieses Jahr wieder vermehrt Offline Kampagnen durchgeführt. Des Weiteren gab es einen Anstieg bei den Servicekosten für Fremdarbeiten bzw. Leistungen, die die chinesische Tochtergesellschaft für die Lautsprecher Teufel übernimmt.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 41.547 T€ (i. Vj. 45.690 T€). Die höheren Kosten resultierend aus dem Personalaufbau, der Anstieg im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die höhere Materialaufwandsquote haben die positive Umsatzentwicklung überkompensiert.

Die Abschreibungen (GuV 6) betragen im Geschäftsjahr 5.874 T€ gegenüber dem Vorjahreswert von 4.134 T€ und erhöhten sich somit um 1.740 T€. Der starke Anstieg ist hauptsächlich auf den Start mit den Abschreibungen für das neue ERP-System zurückzuführen sowie auf die höheren Abschreibungen durch den Bezug neuer Office-Räume im Europacenter und dem Volljahreseffekt der Abschreibung für den Store in Wien.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 320 T€ (i. Vj. 1.165 T€) sind größtenteils durch Zinsaufwendungen begründet, die aus dem nicht unmittelbar durchgeführten Ergebnisabführungsvertrag resultieren. Die Reduktion ergibt sich aus der teilweise zeitnaheren Zahlung an die Muttergesellschaft.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Ergebnis vor Steuern von 35.353 T€ nach 40.391 T€ im Vorjahr erzielt.

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 35.352 T€ realisiert. Dies stellt eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr (40.391 T€) in Höhe von -5.038 T€ dar, die im Wesentlichen durch Kostensteigerungen bedingt ist.

B. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand zum 30. Juni 2022 hat sich mit 795 T€ im Vergleich zum Vorjahr (15.602 T€) um -14.807 T€ reduziert. Grund hierfür ist die teilweise Begleichung der Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung aus dem Geschäftsjahr 2021 gegenüber der Muttergesellschaft, der Teufel Audio GmbH, basierend auf dem Gewinnabführungsvertrag.

Das Umlaufvermögen abzüglich des kurzfristigen Fremdkapitals (kurzfristige Verbindlichkeiten inklusive Rückstellungen exklusive Verbindlichkeiten gegenüber verbundener Unternehmen, die im Wesentlichen aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung resultieren) beträgt zum 30. Juni 2022 35.552 T€.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist eng verknüpft mit der Situation der Muttergesellschaft, die Teufel Audio GmbH.

Im Geschäftsjahr 2018 (1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018) hat die Teufel Audio GmbH mit Wirkung zum 21. Juni 2018 die Berlin Acoustics Group GmbH Konzerngruppe erworben. Die Berlin Acoustics Group GmbH wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 mit Wirkung zum 1. Juli 2018 auf die Mutter Teufel Audio GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 5. Oktober 2018 wirksam. Im Geschäftsjahr 2022 fand eine Rekapitalisierung bzw. Refinanzierung der Teufel Audio GmbH Konzerngruppe statt. Im Rahmen dessen wurde die Teufel Audio GmbH mit Wirkung zum 1. Juli 2021 auf die neue Muttergesellschaft, die Youco B21-H437 Vorrats-GmbH, verschmolzen. Die Youco B21-H437 Vorrats-GmbH wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Januar 2022 umbenannt in Teufel Audio GmbH. Die Eintragung der Umbenennung erfolgte am 17. Januar 2022 im Handelsregister. Die Teufel Audio GmbH (ehemals Youco B21-H437 Vorrats-GmbH) tritt als Rechtsnachfolgerin in die Rechte und Pflichten sämtlicher Verträge der ursprünglichen Teufel Audio GmbH ein.

Im Rahmen der im November 2021 stattgefundenen Rekapitalisierung bzw. Refinanzierung wurde auf Ebene der Teufel Audio GmbH (ehemals Youco B21-H437 Vorrats-GmbH) ein Darlehen beim Debt Finanzierer Arcmont Asset Management Limited mit dem Facility Agent DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank aufgenommen und das alte Darlehen in Höhe von 63.000 T€ zurückgeführt. Der neue Darlehensbetrag beläuft sich auf 190.000 T€, hinzu kommt eine Kontokorrentlinie i. H. v. 25.000 T€, über die die Lautsprecher Teufel GmbH und die Teufel Audio GmbH verfügen können. Per Juni 2022 lag der Darlehensbetrag bei 190.000 T€, die Working Capital Linie wurde von der Teufel Audio GmbH i. H. v. 6.500 T€ in Anspruch genommen. Die Laufzeit des Darlehens endet November 2028 (Laufzeit 84 Monate), die Working Capital Linie steht bis November 2027 (Laufzeit 72 Monate) zur Verfügung. Der Vertrag sieht die quartalsweise Berechnung von Covenants vor. Der Zinssatz ist variabel mit einem Aufschlag auf den Euribor verzinst. Die Besicherung des Darlehens und der Working Capital Linie erfolgt durch die Lautsprecher Teufel GmbH über die Abtretung der in Deutschland befindlichen Läger, der Abtretung der gewerblichen Schutzrechte, des Bankvermögens, der Versicherungsansprüche und eine Globalzession auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche bei der Lautsprecher Teufel GmbH bilanziert sind.

Die Lautsprecher Teufel GmbH haftet gesamtschuldnerisch für das aufgenommene Darlehen. Da die Teufel Audio GmbH nur ein begrenzt operatives Geschäft hat, finanziert sie die Zinsen aus den Mitteln der Lautsprecher Teufel GmbH. Für die hier dargestellten Haftungsverhältnisse wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt, da dem Mutterunternehmen über den Ergebnisabführungsvertrag mit der Lautsprecher Teufel GmbH derzeit ausreichend finanzielle Mittel zufließen, um den Kapitaldienst (Zins und Tilgung) zu bedienen.

C. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 30. Juni 2022 auf 80.393 T€ und liegt damit um 9.337 T€ über dem Vorjahresniveau (71.056 T€). Somit reduziert sich die Eigenkapitalquote von 6,3% auf 5,5%.

Der Anstieg des Anlagevermögens (+2.083 T€) resultiert hauptsächlich aus Investitionen für Werkzeuge zur Produktherstellung sowie für das neue ERP-System. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Investitionen in das Anlagevermögen i. H. v. 7.957 T€ getätigt.

Der Bestand an Vorräten (57.028 T€) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (33.839 T€) um 69%. Dieser Anstieg resultiert vorwiegend aus der vom Management getroffenen Entscheidung, den Fokus weiterhin auf die Produktverfügbarkeit zu legen, insbesondere auch vor dem Hintergrund von der durch die Corona-Situation bedingten Unsicherheiten bezüglich der Komponentenverfügbarkeit, Produktions- und Versandkapazitäten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich mit 2.264 T€ auf Vorjahresniveau (2.367 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen am Ende des Geschäftsjahres 190 T€ (i. Vj. 70 T€) und betreffen die chinesische Tochtergesellschaft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 2.021 T€ auf 841 T€ reduziert. Im Vorjahr gab es Vorsteuerforderungen gegen das Finanzamt, die unter dieser Position bilanziert waren.

Der Bestand der liquiden Mittel ist um -14.807 T€ auf 795 T€ gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 800 T€ auf 18.735 T€ (i. Vj. 17.936 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen beinahe vollständig gegenüber der Gesellschafterin und resultieren im Wesentlichen aus der Verpflichtung zur Abführung des Jahresergebnisses 2022 basierend auf dem Ergebnisabführungsvertrag.

Die sonstigen Verbindlichkeiten (693 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr (623 T€) nahezu konstant geblieben.

D. Zusammenfassung

Insgesamt wird die Vermögens- Finanz- und Ertragslage als gut angesehen, da die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr und gegen den Marktrend erheblich gesteigert werden konnten und durch die höheren Lagerbestände weiterhin die Produktverfügbarkeit gewährleistet ist.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Lautsprecher Teufel plant aufgrund der Unsicherheit bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der gestiegenen Energiekosten und der Inflation für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem moderaten Umsatzwachstum, welches insbesondere über das weitere Wachstum im europäischen Ausland (insbesondere Polen, Frankreich, Italien) realisiert werden soll. Insbesondere durch höhere Beschaffungskosten wird ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet, dass deutlich unter dem des Geschäftsjahres 2021/2022 liegen wird.

Zusammenfassend wird, trotz leicht steigender Umsatzerlöse, ergebnisbezogen eine negative Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr erwartet, was sich in dem reduzierten prognostizierten EBITDA für 2023 widerspiegelt.

Durch produkt- wie auch strukturorientierte Investitionen wird die Zukunft der Lautsprecher Teufel weiter vorangetrieben.

Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken werden größtenteils im Rahmen der jährlichen Budgetplanung eruiert. Des Weiteren werden vom Management und den Abteilungen Market Analysis & Product Innovation kontinuierlich die Marktentwicklung und die Wettbewerbssituation getrackt. Da der Wechselkurs einen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage hat, steht die Dollarkursentwicklung und die sich daraus ergebenden Implikationen bei der Finanzabteilung permanent unter Beobachtung.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Für die einzelnen Risiken und Chancen lassen sich die folgenden deskriptiven Aussagen machen, wobei die Risiken und Chancen entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen (Bedeutung als Auswirkungen auf das Erreichen von Prognosen unter Berücksichtigung der von uns eingeschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit) in abnehmender Rangfolge dargestellt werden:

Branchenrisiken und Chancen

Durch die gestiegenen Energiekosten und die Inflation besteht das Risiko der Abschwächung der Kaufkraft unserer Kunden bzw. der Kaufbereitschaft für unsere Produkte. Demgegenüber konnten wir als E-Commerce-Unternehmen aus dem Corona resultierenden Trend zum vermehrten Online-Shopping profitieren und hier neue Kunden gewinnen. Das Kaufverhalten der Kunden hat unmittelbare Auswirkungen auf den Umsatz, EBITDA und Cash-Zufluss und somit auf die Ertrags- und Finanzlage.

Die hohe Wettbewerbsintensität sowie negative Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten bergen Risiken bezüglich der Margenentwicklung. Das Margenrisiko hat eine hohe Auswirkung auf den EBITDA und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Lautsprecher Teufel GmbH entwickelt vor diesem Hintergrund die Preispolitik kontinuierlich fort.

Des Weiteren hat der weiterhin bestehende weltweite Engpass von Halbleitern möglicherweise zur Folge, dass Ware nicht in ausreichendem Maße produziert werden kann bzw. diese teuer eingekauft werden müssen. Das kann den Absatz und damit den Umsatz sowie die Marge negativ beeinflussen.

Allgemein ist die Lieferfähigkeit des Kernsortiments innerhalb kurzer Zeitspannen ein erfolgskritischer Faktor, die Absatz und Umsatz negativ beeinflussen kann. Durch ein kontinuierliches Tracking und optimales Zusammenspiel der Sales- und Einkaufsabteilung sowie durch den Aufbau eines Sicherheitsvorratsbestandes wird die Verfügbarkeit der Produkte gewährleistet.

Im Bereich Forschung und Entwicklung steht die qualitativ hochwertige, aber auch zeitlich ambitionierte Entwicklung neuer Produkte im Vordergrund. Hierbei besteht die Chance, dass Neuprodukte die Erwartungen übertreffen bzw. das Risiko, dass sie nicht wie erwartet vom Markt angenommen werden und zu einer geringeren Nachfrage führen. Dieses hat Einfluss auf den Umsatz und die Ertragslage.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden Risiken des Konzerns bestehen aus zinsbedingten Cashflow-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für diese Risiken.

Veränderungen von Währungsparitäten haben wesentlichen Einfluss auf das EBITDA und somit auf die Ertragslage des Unternehmens. Diesem Sachverhalt trägt Teufel durch Beobachtung der Währungsmärkte sowie durch gezielte Maßnahmen der Kurssicherung Rechnung. Da nahezu das gesamte Einkaufsvolumen in US$ kontraktiert ist, haben wir konsequent den aus der Absatzplanung resultierenden Bedarf an Fremdwährung zu über 60% durch langfristige fixe Kurssicherungsgeschäfte über das gesamte Geschäftsjahr gesichert. Die Risiken aus Kursentwicklungen sind daher begrenzt.

Die Lautsprecher Teufel GmbH bietet ihren Kunden diverse Zahlungsarten an, wie zum Beispiel PayPal, gängige Kreditkarten, Rechnungs- und Ratenkauf mittels eines Zahlungsdienstleisters, bei denen die Ausfallrisiken sehr limitiert sind. Zudem gibt es einen gut funktionierenden Prozess des Forderungsmanagements, in dem kontinuierliche Reviews der offenen Posten implementiert sind.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist eng verknüpft mit der Situation der Muttergesellschaft, der Teufel Audio GmbH (vgl. Abschn. Wirtschaftsbericht II. B. Finanzlage). Unter Berücksichtigung der im November 2021 neu vereinbarten Finanzierung ist die Finanzplanung derzeit für das Geschäftsjahr 2022 / 2023 ausgeglichen. Das Risiko eines Liquiditätsengpasses wird kontinuierlich mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools überwacht. Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen finanziellen Schulden (190 M€) mit variablem Zinssatz. Um das Risiko zu reduzieren, wurde von der Muttergesellschaft Teufel Audio GmbH ein Zinscap mit einem Bezugsbetrag von 100 Mio. EUR abgeschlossen. Die Erreichung der der Unternehmensplanung zugrundeliegenden Planungsziele für die Lautsprecher Teufel GmbH ist von essentieller Bedeutung, um die Zinsen zu verdienen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die Seefrachtraten im Containerverkehr sowie die Luftfrachtkosten zwischen Asien und Europa bewegten sich auch im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der angespannten Logistiksituation durch die Corona-Pandemie auf einem weiterhin hohen Niveau. Die weitere Entwicklung ist schwer zu prognostizieren. Da die Teufel - Produkte in China gefertigt werden, hat das einen Einfluss auf das EBITDA und somit auf die Ertragslage. Für das neue Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Möglichen das prognostizierte, benötigte Containervolumen und die Containerkosten vertraglich fixiert.

Gesamthafte Einschätzung

Die Auswirkungen der Branchenrisiken und Chancen sowie der finanzwirtschaftlichen und leistungswirtschaftlichen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden für den Prognosezeitraum unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel eingeschätzt.

 

Berlin, 30. September 2022

Sascha Mallah, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lautsprecher Teufel GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lautsprecher Teufel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. Oktober 2022

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