Profol GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Hans-Joachim Georg Dr. Schieferdecker seit 29.6.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Profol Beteiligungsgesellschaft mbHHalfingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Struktur und Organisation Die Firma Profol Beteiligungsgesellschaft mbH hat in der Profol - Gruppe eine Holdingfunktion. Die strategische und operative Leitung des Konzerns erfolgte in 2022 durch den Geschäftsführer Herrn Dr. Philipp Schieferdecker, Rimsting. Die technische Verantwortung oblag in 2022 dem Geschäftsführer Bereich Technik des Tochterunternehmens Profol GmbH, Herrn Helmut Bayer, Kienberg. Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Profol-Gruppe ist die Entwicklung, die Herstellung, die Veredelung und der Vertrieb von Kunststofffolien und Verbundmaterialien aus Kunststoff und Glasfaser. Die Profol-Firmengruppe besteht seit 2022 aus fünf inländischen und drei ausländischen Unternehmen. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 2.556.459,41. Mit einer möglichen Gesamtkapazität von weltweit ca. 100.000 t, ist die Profol-Gruppe Marktführer in der Folienherstellung auf Polypropylenbasis (PP-Folien). Diese Marktstellung konnte auch im Jahr 2022 erneut gehalten werden. 1.2 Standorte und Mitarbeiter Sitz des Mutterunternehmens und des Tochterunternehmens Profol GmbH ist Halfing. Daneben verfügt der Konzern über die inländischen Standorte Greiz, Harbke und seit 2022 auch Ahrensburg. Im Ausland bestehen Produktions- und Vertriebsstandorte in den USA, China und in der Tschechischen Republik. Nach § 314 Nr. 4 HGB beträgt die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres angestellten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) 579 (Vj. 503) Personen. Alle Leistungsträger des Unternehmens partizipieren an einem erfolgsorientierten Entlohnungssystem. Das Angebot zur betrieblichen Altersvorsorge wurde von einem sehr großen Teil unserer Mitarbeiter angenommen. 1.3 Sortimente und Produkte Wie in den Vorjahren wurde die Sortimentspolitik kontinuierlich fortgeführt. Zudem werden seit einigen Jahren qualitativ hochwertigere und kundenindividuellere Produkte in das Sortiment aufgenommen. In 2022 wurde die Diversifizierung der Produktpalette weiter vorangetrieben. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung und den Ausbau des Geschäftsbereichs Flooring gelegt. Des weiteren wurden Folien für die Verpackung von Lebensmitteln entwickelt, die den Anforderungen der Kreislaufwirtschaft an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen genügen. Diese Sortimentspolitik wird auch in 2023 weiterverfolgt. Damit die Marktnachfrage nach leichten und dennoch kostengünstigen Alternativen zu Stahl und Aluminium, z.B. in den Branchen Automobil und Bau befriedigt werden kann, investierte Profol seit 2019 mehr als 15 Millionen Euro in eine neue große Produktionsstätte in Greiz, um sowohl UD-Bänder als auch sogenannte Organobleche herzustellen, ein spezieller Verbund aus Polypropylen und Glasfasern. Neben zahlreichen aktiven Projekten auf dem Gebiet der Produktentwicklung und -forschung werden weiterhin große Fortschritte in der Prozess- und Verfahrenstechnik verzeichnet. Durch ständige Anpassungen an technische Neuentwicklungen und die Erforschung und Nutzung möglicher Energieeinsparpotenziale werden die Produktionsanlagen auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten, um auf künftige Herausforderungen bestmöglich vorbereitet zu sein. 1.5 Umweltschutz und Energiemanagement Der Umweltschutz ist wichtiger Bestandteil unseres Geschäftes. Dies gilt zum einen hinsichtlich der Verwendung des Rohstoffes Polypropylen zur Folienherstellung, zum anderen aber auch hinsichtlich einer stromeffizienten Gestaltung des Produktionsprozesses. Die Energiepolitik, das Energiemanagementsystem und seine Dokumentation, die energetische Bewertung sowie die strategischen und operativen Energieziele der inländischen Tochterunternehmen wurden gemäß der Norm ISO 50001:2018 geprüft. Der akkreditierte Umweltgutachter hat erneut bestätigt, dass die inländischen Gesellschaften die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem nach der ISO 50001:2018 erfüllen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Hierbei ist anzumerken, dass die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, sowie den enormen Energiepreiserhöhungen geprägt war. Ferner waren Material- und Lieferengpässe und massiv steigende Preise zu verzeichnen. Während insbesondere die Dienstleistungsbereiche von Nachholeffekten profitierten, wurde die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe im Laufe des Jahres 2022 gebremst. Von diesem Trend war auch die deutsche Kunststoffverarbeitung betroffen. 2.2 Geschäftsverlauf Während sich im ersten Halbjahr 2022 die positive Entwicklung der Branche sowie der Profol-Gruppe fortsetzte, man lag teils deutlich über den Vorjahreszahlen, was Umsatz und Ergebnis betraf, trübte sich die Situation ab Beginn des 2. Halbjahres 2022 aufgrund der energiepreisgetriebenen Inflation. Die Umsätze und Ergebnisse gingen deutlich zurück, die Verkaufsmengen reduzierten sich bei allen Unternehmen der Gruppe teils drastisch um bis zu 30%. Bereits im Herbst 2022 lag die Profol-Gruppe was Ergebnis, Umsatz und Verkaufsmengen betrifft unter den Vorjahreszahlen, eine Entwicklung, die leider bis heute anhält. In 2022 sind die Absatzmengen kumuliert sowohl am Standort in Halfing als auch in Greiz um etwa 12% zurückgegangen, die Ergebnisse waren somit stark rückläufig. Auch am Standort Harbke waren die Produktions- und Absatzmengen rückläufig, das Ergebnis konnte jedoch stabil gehalten werden. Insgesamt leiden die deutschen Standorte bis heute unter einer starken Kaufzurückhaltung der Endkunden im Büro- und Möbelfoliensektor, die wohl der energiepreisgetriebenen Inflation geschuldet ist. Zudem macht den deutschen sowie europäischen Standorten ein gestiegener Preisdruck von Wettbewerbern aus Ländern mit geringeren Energie- und somit auch Rohstoffkosten wie China und Türkei zu schaffen. Auch die Profol Czech als Produzent von überwiegend Folien für den deutschen und europäischen Büroartikelsektor konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und hatte einen erheblichen Rückgang der Verkaufsmengen sowie daraus folgend des Ergebnisses zu verzeichnen. Ebenso war die Profol Americas von einem -wenn auch geringeren- Rückgang der Absatzmengen betroffen und konnte das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht wiederholen. Der Standort in China konnte trotz der Belastungen durch den Neubau eines neuen Betriebsgebäudes und des Aufbaus einer zweiten Produktionsanlage das Jahr 2022 durchaus zufriedenstellend abschließen. Insgesamt konnten für 2022 wegen der hohen Rohstoffpreise die Umsatzziele zwar fast erreicht werden, die Verkaufs- und Produktionsmengen und somit auch das Ergebnis brachen jedoch in der zweiten Jahreshälfte deutlich ein. Diese Entwicklung setzt sich bisher leider im Jahr 2023 fort. Zwar hat die Profol-Gruppe angesichts des wegen der Digitalisierung zu erwartenden Rückgangs der Nachfrage im Büroartikelsektor schon seit einigen Jahren die Diversifizierung der Produktpalette vorangetrieben, die Markteinführung und Marktdurchdringung der vielversprechenden neuen Produkte in den Bereichen Composite, Packaging und Flooring konnte bisher aber noch nicht weit genug umgesetzt werden. Deshalb gestaltet sich das Jahr 2023 sehr herausfordernd, was insbesondere die Umsatz- und Ergebnissituation betrifft. 2.3 Vermögenslage Die Relation langfristig gebundenes Vermögen zu Gesamtvermögen erhöhte sich von 48,8 % im Vorjahr auf 58,0 %. Das kurzfristig gebundene Umlaufvermögen, das 41,9 % (Vj. 51,1 %) des Gesamtvermögens umfasst, verringerte sich in 2022 um 2,9 Prozentpunkte gegenüber 2021. Das Konzerneigenkapital ist von TEUR 112.620 zum Ende des Geschäftsjahres 2021 um TEUR 3.690 = 3,3 % auf TEUR 116.310 am Bilanzstichtag gestiegen. Der Anteil des mittel- bis langfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital liegt bei 17,2 % (Vj. 10,0 %). Auf der Aktivseite der Bilanz hat das Anlagevermögen um TEUR 30.090 zugenommen; das Umlaufvermögen ist um TEUR 2.205 zurückgegangen. Die Veränderung des Anlagevermögens ist im Wesentlichen durch Investitionseffekte geprägt. Neben der Anschaffung eines ERP-Systems an den Standorten in Halfing, Greiz und Harbke, waren Investitionen ins Sachanlagevermögen in Halfing, Harbke und in China zu verzeichnen. Ferner wurde in Ahrensburg ein neuer Produktions- und Vertriebsstandort erworben. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme gegenüber 2021 daher um TEUR 27.901 erhöht. 2.4 Finanzlage Finanzmittel und Kreditlinien standen jederzeit in der benötigten Höhe zur Verfügung. Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Jahr 2022 zu einem erheblichen Teil aus Darlehensaufnahmen finanziert. Die Finanzlage der Profol-Gruppe ist angesichts der Eigenkapitalausstattung und der verfügbaren Kreditlinien als gut zu bezeichnen. Ersatzinvestitionen, z. B. für Extruderanlagen, EDV und Büroausstattung, wurden im üblichen Rahmen getätigt. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. 2.5 Ertragslage In 2022 hat sich die Gesamtleistung des Konzerns (Summe aus Umsatzerlösen und Bestandveränderung) von TEUR 200.028 in 2021 um TEUR 681 (= 0,3 %) auf TEUR 200.709 geringfügig erhöht. Für die Profol - Gruppe ergibt sich in 2022 eine Umsatzsteigerung gegenüber 2021 von TEUR 10.908 (= 5,6 %) auf TEUR 204.796. Dies ist in 2022 ausschließlich auf Preiseffekte zurückzuführen. Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 57.388 auf das Inland und TEUR 147.408 auf das Ausland. Der Rohertrag hat sich absolut um TEUR 2.597 auf TEUR 64.427 verringert. Die Rohertragsquote verschlechterte sich um 1,4 %-Punkte auf 32,1 %. Das mit TEUR 3.302 ausgewiesene Betriebsergebnis liegt um TEUR 9.245 deutlich unter dem Vorjahreswert. Dies resultiert einerseits aus dem um TEUR 2.597 niedrigeren Rohertrag. Andererseits waren deutlich höhere Personal- und Sachaufwendungen sowie sonstige Steuern (TEUR 6.821) zu verzeichnen. Negativ entwickelte sich das Finanzergebnis von TEUR -151 (Vj. TEUR 23). In Verbindung mit den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 803) wird ein Jahresergebnis (Geschäftsergebnis) von TEUR 2.348 (Vj. TEUR 9.411) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Ergebnisverschlechterung von 75,1 %. Das EBITDA (=Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) ist von TEUR 20.994 in 2021 auf TEUR 11.724 in 2022 gesunken. Das Verhältnis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu EBITDA in 2022 beträgt -4,1 und ist gegenüber 2021 deutlich gestiegen (2021: 1,04). 2.6 Gesamtbeurteilung Angesichts der positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre und der guten Eigenkapitalausstattung ist die wirtschaftliche Lage der Gruppe trotz der aktuellen Herausforderungen durch die Nachfragerückgänge im Büro- und Möbelfoliensektor noch gesichert. Aufgrund des Bestands an ungenutzten Kreditlinien verfügt die Gruppe aktuell über ausreichende Liquidität, ihre Marktposition zu erhalten und die Übergangszeit bis zur Marktreife der neuen Produktpalette zu überbrücken. Wesentliche weltwirtschaftliche Risiken sind derzeit sicherlich erkennbar, erscheinen jedoch für die Gesellschaft derzeit als beherrschbar. Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 nur bedingt zufrieden. 3. Risikobericht Unter Risiko wird die Möglichkeit ungünstiger künftiger Entwicklungen verstanden, die mit einer erheblichen, wenn auch nicht notwendigerweise überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwartet werden und somit nachteilig für die wirtschaftliche Lage der Gruppe sind. Regelmäßige strategische und operative Planungen ermöglichen das rechtzeitige Erkennen von Risiken und die evtl. Notwendigkeit, Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen. Die Geschäftsführung bildet das Gremium, in denen die strategischen Entscheidungen vorbereitet bzw. getroffen werden. Zu diesem Zweck hat die Profol-Gruppe ein Risiko- und Chancenmanagementsystem implementiert, durch das sichergestellt wird, dass alle für die Gruppe wesentlichen und möglicherweise in ihrer zukünftigen Entwicklung bestandsgefährdenden Risiken, aber auch Chancen, vollständig, zeitnah und angemessen gesteuert werden. Die Überprüfung hat ergeben, dass Risiken, die bestandgefährdend sind, derzeit nicht bestehen. Dennoch bleiben die starken Nachfragerückgänge im Büroartikel- und Möbelfolienmarkt, sowie die aktuell noch fehlende Marktdurchdringung der neuen Produkte nicht ohne Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage der Profol-Gruppe. Sollte die Situation länger andauern, ist mit einer Entwicklungsbeeinträchtigung zu rechnen. 3.1 Branchenrisiken Nachdem die Marktsituation in unserer Branche im Jahr 2023 sehr herausfordernd bleiben wird, gehen wir angesichts des schwachen Verlaufs bis Juni dieses Jahres angesichts der gegenwärtigen Ausnahmesituation, deren Dauer und Auswirkung derzeit nicht seriös eingeschätzt werden kann, von einer sinkenden Umsatzentwicklung in 2023 aus. Die Auslastung muss aktuell als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden, für die Sommermonate ist mit einer weiterhin schwachen Nachfrage zu rechnen. Ab dem vierten Quartal 2023 wird mit einer anziehenden Auftragslage durch den Markteintritt der neuen Produkte in den Bereichen Composite, Packaging and Flooring gerechnet. 3.2 Strategische Risiken Die Kundenstruktur hat sich kaum verändert. Aufgrund der Marktstellung der Profol-Gruppe in Verbindung mit dem technischen Know-how und den modernen Fertigungskapazitäten sowie der Neuorientierung auf zukunftsfähige Märkte werden die derzeitigen Risiken als beherrschbar angesehen, zumal die Profol-Gruppe auf eine breite Kundenbasis bauen kann und zum anderen die Produkte zum Teil exklusiv im Markt sind. 3.3 Leistungs- und finanzwirtschaftliche Risiken Die Lage am Rohstoffmarkt hat sich nach einer von Engpässen und Rekordpreisen geprägten Phase weitgehend entspannt, Rohstoffe sind in der Regel gut verfügbar und das Preisniveau hat sich dementsprechend normalisiert. Beim Vertrieb der Fertigware sind für uns derzeit keine signifikanten Risiken erkennbar. Liquiditäts- bzw. Kreditrisiken bestehen aufgrund der konservativen Finanzierungsstruktur derzeit nicht. Derivative Finanzinstrumente bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Durch die vorhandenen Kreditlinien ist aktuell eine ausreichende Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen gesichert. 3.4 Forderungsausfall- und Preisänderungsrisiken Die Bruttoerträge sind in den letzten Jahren angestiegen. Durch unsere strikte Debitorenpolitik sind keine größeren Verluste durch Insolvenzen zu erwarten. Die Weitergabe der Rohstoffpreisschwankungen ist vor allem in Europa über die Bindung der Aufträge an den Rohstoffindex möglich, wirkt jedoch nur mit Zeitverzögerungen. 4. Prognose- und Chancenbericht Aussagen über Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Profol-Gruppe enthalten Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Vorausschauende Aussagen beruhen somit auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Profol-Gruppe liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Einführung konkurrierender Produkte durch andere Unternehmen sowie fehlende Akzeptanz neuer Produkte. Dies vorausgeschickt wird die voraussichtliche Entwicklung der Profol-Gruppe mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht wie folgt beurteilt: Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich weltweit in unserem Geschäftsfeld bereits ab Mai 2022 deutlich verschlechtert. Inwieweit die weiterhin bestehende, unsichere Entwicklung durch die aktuellen Herausforderungen sich künftig auswirkt, bleibt abzuwarten. Dadurch bestehen natürlich weiterhin erhebliche Unsicherheiten auf dem Weltmarkt. Aufgrund der Geschäftspolitik der vergangenen Jahre ist die Profol-Gruppe auf Herausforderungen vorbereitet und kann dank der guten wirtschaftlichen und finanziellen Situation die aktuell schwierige Lage überstehen, ohne im Fortbestand gefährdet zu sein. Es ist in den nächsten Jahren keine Veränderung der Geschäftspolitik vorgesehen. Ebenfalls ist keine grundlegende Änderung der Kundenstruktur, jedoch eine deutliche Ausweitung des Kundenstamms geplant. Die Sortimente werden ständig auf die Bedürfnisse des Marktes abgestimmt, neue Produkte werden in Zusammenarbeit mit den Kunden eingeführt. Der Fokus liegt hier auf der Neu- und Weiterentwicklung von nachhaltigen Verpackungen, Lösungen für thermoplastische Fußböden und dekorative Möbeloberflächen, sowie in der Herstellung von UD-Bändern und Organoblechen. Für Neuentwicklungen für die Bereiche Solarpaneele bzw. Batterien bestehen bereits Abnahmezusagen für 2024/2025 und somit für Märkte, für die in den nächsten Jahren allgemein exponentielles Wachstum prognostiziert wird. Entsprechende Sachinvestitionen, insbesondere an den Standorten in Halfing, Greiz und in China wurden durchgeführt. In unserem angestammten Marktsegment im Organisationsmittelsektor (z. B. Ordnerfolie) ist die Nachfrage aufgrund fortschreitender Digitalisierung rückläufig. Durch erfolgte und künftige Diversifikation in die Bereiche Packaging, Composites (Automobil & Solar), Flooring, dekorative Möbeloberflächen sowie Batterien versuchen wir, uns in diesen Märkten eine gute Marktposition zu erarbeiten und unsere Geschäftsgrundlage auszuweiten. Infolge der schwachen Inlands- sowie Auslandskonjunktur bestand in den ersten sechs Monaten eine nicht zufriedenstellende Auftragslage. Für das Gesamtjahr 2023 rechnen wir daher mit einer sehr schwachen Auslastung, das Budget 2023 sowie auch das Vorjahresergebnis werden nicht zu erreichen sein. Aktuell wird für 2023 mit einem negativen Geschäftsergebnis (Jahresfehlbetrag) von bis zu 12 Millionen Euro gerechnet. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Partnern für die gute Zusammenarbeit und ihren persönlichen Einsatz. Das Jahr 2023 konfrontiert uns mit erheblichen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Diese werden wir jedoch zusammen meistern und gemeinsam dafür sorgen, dass sich die positive Entwicklung der Profol-Gruppe erfolgreich fortsetzen wird.
Halfing, den 14. Juli 2023 Dr. Philipp Schieferdecker Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, HalfingAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing
Anhang zum Konzernabschluss 31.12.2022Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, HalfingI. Allgemeine Angaben Die Profol Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Halfing und ist unter der Nummer HRB 10897 in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 Abs. 3 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Bezüglich des Ausweises latenter Steuerabgrenzungen hat sich der Konzern für die Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen (§§ 298 i. V. m. 274 Abs. 1 Satz 3 HGB) sowie für die Zusammenfassung von latenten Steuerabgrenzungen nach § 298 i. V. m. § 274 HGB und § 306 HGB entschieden. Die Abschlüsse der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH und der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die auf den vorangegangenen Konzernabschluss angewandten Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Der im Vorjahr unter dem sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesene Aufwand für Verpackungsmaterial wurde zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage jedoch erstmals unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Der Vorjahresvergleichswert mit TEUR 2.025 wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. (1) Konsolidierungskreis Neben der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing, werden in den Konzernabschluss folgende Tochterunternehmen einbezogen:
* inkl. Additional Paid-in Capital
** Von den Gesellschaften wird die
Befreiungsnorm nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch
genommen.
Sämtliche Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31.12.2022) aufgestellt. (2) Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbe bis 2001 wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss gewählt (= Beginn des Geschäftsjahres 1998). Für Erwerbe ab 2002 wird die Erstkonsolidierung auf den Zeitpunkt des Erwerbs der jeweiligen Anteile vorgenommen. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich als Firmenwerte ausgewiesen und linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben. Dagegen werden aktive Aufrechnungsunterschiede, welche nicht auf bezahlte Ertragserwartungen zurückzuführen sind (z. B. Anpassung Handelsbilanz an Ergebnisse einer steuerlichen Außenprüfung, Anschaffungskosten bei Neugründungen), sofort zu Lasten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgebucht. Entsprechend § 301 Abs. 3 HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ist der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in einem gesonderten Posten nach dem Eigenkapital auszuweisen. Bisherige passive Unterschiedsbeträge waren sogenannte technische Unterschiede und nach Auffassung im Schrifttum im Eigenkapital auszuweisen. Aus diesem Grund wurde der Bestandswert zum 01.01.2010 in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Aus der Kapitalkonsolidierung ergaben sich ursprünglich Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 6.924. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen und Zwischengewinne, soweit nicht von untergeordneter Bedeutung (§ 304 Abs. 2 HGB), sind eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Die Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Als Stichtags- und Durchschnittskurse für die Umrechnung wurden verwendet:
Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist der EURO. Die Umrechnung der in ausländischen Währungen aufgestellten Jahresabschlüsse in die Berichtswährung EURO erfolgte gemäß § 308 a HGB für die Posten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Das Eigenkapital wurde mit historischem Kurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn und Verlustrechnung wurden zum Jahres-Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. II. Angaben zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. In den Finanzanlagen sind Ausleihungen an einen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.981 enthalten. Die Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns" zeigt die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung einschließlich der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022. Im Konzernanlagespiegel wird von den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögensgegenstände der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH und ihren Tochterunternehmen ausgegangen. Im Konzernanlagespiegel sind Umrechnungsunterschiede aus der Wechselkursänderung durch die Anwendung der Stichtagsmethode zu berücksichtigen, um eine lückenlose Fortentwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu gewährleisten. Dazu wurden die Differenzen der Wechselkurse (31.12.2021 zu 31.12.2022) als Währungsanpassungen ausgewiesen. Konzernanlagenspiegel der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH zum 31.12.2022
(2) Umlaufvermögen Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Gemäß § 255 Abs. 2 HGB wurden die Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, aktiviert. Für alle Bestände wird das Niederstwertprinzip beachtet. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu ihrem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird, falls erforderlich, durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 155 enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Kassen- und Bankguthaben entsprechen den Nominalwerten. (3) Rechnungsabgrenzungsposten Die Verteilung der Rechnungsabgrenzungsposten auf spätere Rechnungsperioden erfolgt zeitanteilig. (4) Eigenkapital, Eigenkapitalspiegel, Ergebnisverwendung Das Konzerneigenkapital ist zu den Nominalbeträgen angesetzt. Das für Ausschüttungen des Mutterunternehmens zur Verfügung stehende Konzerneigenkapital beträgt zum 31.12.2022 TEUR 8.767. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens von EUR 96.863,18 zusammen mit dem Gewinnvortrag des Mutterunternehmens von EUR 8.864.305,65 auf neue Rechnung vorzutragen. (5) Sonderposten mit Rücklageanteil Im Berichtsjahr wurde in den Sonderposten mit Rücklageanteil - wie im Vorjahr - kein Investitionszuschuss eingestellt. Die aus öffentlichen Mitteln gewährten Investitionszuschüsse (GA und EFRE) wurden anteilig, entsprechend der auf die zuschussbegünstigten Investitionen entfallenden Abschreibungen in 2022 um TEUR 12 (Vj. TEUR 13) nach der indirekten Methode aufgelöst. (6) Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, absatzwirtschaftliche Risiken und Jahresabschlusskosten. (7) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Verbindlichkeitenspiegel
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt EUR 13.362.144,20 (Vj. TEUR 6.419) durch Grundschulden, durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert (Sicherungsübereignung der Produktionsanlagen). Bei den Kreditoren bestehen die handelsüblichen Lieferantensicherheiten. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 30.650 (Vj. TEUR 15.111). (8) Latente Steuern Bei der Ermittlung der latenten Steuerabgrenzung wurden die durchschnittlichen länderspezifischen Steuersätze zwischen 19,0% und 28,6% zugrunde gelegt. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB i. V. m. § 298 HGB auf eine Aktivierung von latenten Steuerabgrenzungen in der Handelsbilanz II zu verzichten, hat der Konzern in Anspruch genommen. Folgende Tabelle zeigt die Veränderung der latenten Steuersalden:
Zum 31.12.2022 erfolgt ein saldierter Ausweis von TEUR -898 (Vj. TEUR -342). Passive latente Steuern resultieren aus dem Sachanlagevermögen aufgrund abweichender Wertansätze in Konzernbilanz und Steuerbilanz (insbesondere steuerliche Sofortabschreibung digitaler Wirtschaftsgüter). Demgegenüber stehen aktive latente Steuern aus dem Sachanlagevermögen, den Vorräten, den Wertberichtigungen auf Forderungen, den sonstigen Vermögensgegenständen, den sonstigen Rückstellungen und Verlustvorträgen. (9) Haftungsverhältnisse
Diese betreffen Haftsummen aus Nachschussverpflichtungen von Genossenschafts-anteilen in Höhe von TEUR 25. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse nicht zu rechnen. III. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Bei der Segmentierung nach geographischen Märkten wird vom jeweiligen regionalen Absatzmarkt ausgegangen; die Umsätze der ausländischen Tochtergesellschaften werden als Umsätze im Ausland dargestellt. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 741 (Vj. TEUR 591) Erträge aus der Währungsumrechnung. (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 1.551 (Vj. TEUR 586) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. (4) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten mit TEUR 534 latente Steueraufwendungen (Vj. Latente Steuererträge TEUR 136). IV. Sonstige Angaben (1) Personalaufwand Im Jahresdurchschnitt waren bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 579 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Einzelnen:
(2) Segmentinformationen Auf die gesonderte Darstellung von Segmentinformationen wird nach § 314 Abs. 2 i. V. m. § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB verzichtet, da sich die Tätigkeitsbereiche der in den Konzernabschluss einbezogenen operativen Konzerngesellschaften nicht wesentlich voneinander unterscheiden. (3) Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung entspricht den Vorgaben von DRS 21. Der Finanzmittelfonds stellt sich wie folgt dar:
(4) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es handelt sich um den Gesamtbetrag über die Restlaufzeit. (5) Organe Geschäftsführer während des Berichtsjahres waren:
Gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter besteht eine langfristige Forderung (sonstige Ausleihungen) in Höhe von TEUR 1.981 (Vj. TEUR 2.003), die mit 1,0 % verzinst und eine kurzfristige Forderung in Höhe von TEUR 155 (Vj. Forderung TEUR 158), die mit 2 % über Basiszinssatz verzinst wird. (6) Honorare der Abschlussprüfung Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, der Kesel & Partner PartGmbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft München, sind folgende Honorare berechnet worden:
Vorgenannte Honorare betreffen neben dem Mutterunternehmen auch die Tochterunternehmen Profol GmbH, Profol Greiz GmbH, Profol Harbke GmbH und Profol Ahrensburg GmbH. (7) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, sind nach unserer Kenntnis nicht eingetreten.
Halfing, den 14. Juli 2023 Dr. Philipp Schieferdecker Kapitalflussrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing
Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Profol Beteiligungsgesellschaft mbH, Halfing, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. Juli 2023 Kesel
& Partner PartGmbB
gez. Lutz Weigell, Wirtschaftsprüfer gez. Ralph Handl, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernjahresabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Die Billigung des vorstehenden Konzernabschlusses erfolgte am 20. Juli 2023. |
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