Camfil Power Systems GmbHLiquidiert

Anne-Conway-Straße 6, 28359 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 19047 HB
Vorher
KAEFER-RACO Engineering GmbHCamfil Farr Power Systems GmbH
Eingetragen
23.6.2005
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenWärme- und KältehandelHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Ausführung von sowie der Handel mit Komponenten und Anlagen, soweit sie im Zusammenhang mit der Errichtung von Energieerzeugungsanlagen und Industrieanlagen oder mit dem Bau von Wasserfahrzeugen und sonstigen Bauwerken aller Art stehen.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Haßfurther
seit 7.2.2014
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Camfil Power Systems ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Camfil Power Systems AB
Sweden
300.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Camfil Power Systems GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht zum 31.12.2015

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Wirtschaftliches Umfeld

Die Bereiche Anlagen- und Maschinenbau reagieren üblicherweise auf allgemeine konjunkturelle Entwicklungen spätzyklisch, daher profitierten wir erst in 2015 von den Erholungstendenzen 2013.

Für die Camfil Power Systems GmbH ist das Marktumfeld "Power Generation" relevant. Unter dem Dach der Division "Power Systems" (Konzerngesellschaft ist die Camfil AB, Stockholm) wird im Standort Bremen im Wesentlichen der Markt der großen Turbinen >60 MW bearbeitet. Nachfolgender Grafik ist zu entnehmen, dass die konjunkturelle Entwicklung bei den großen Turbinen in den letzten zwei Jahren, mit Ausnahme des generellen Einbruchs in 2012, vergleichbar stabil verlief. Im Bereich Anlagen >60 MW gab es in 2014 eine leichten Zuwachs gegenüber 2013, in der Anzahl der verkauften Gasturbinen. Für 2015 liegen aktuell noch keine Verkaufszahlen vor, diese liegen aber nach unserer Einschätzung ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau.

Tabelle 1 : Anzahl verkaufter Gasturbinen weltweit

Quelle: D&GTW

1.2 Geschäftstätigkeit und Lage

Das Unternehmen entwickelt und verkauft Systeme und Komponenten für Gasturbinenkraftwerke. Dienstleistungen wie Fachberatung, Engineering, Projektmanagement, Überwachung von Montagen und Inbetriebnahmen sowie Service und Sanierungen werden im eigenen Hause bzw. auf Baustellen weltweit erbracht. Die Fertigung der Produkte wird an Unterlieferanten vergeben. Die betreuten Kundenprojekte erstrecken sich im Anlagengeschäft über Zeiträume von 4 bis 18 Monaten. Sämtliche Prozesse werden durch ein integriertes Management-System gesteuert, das aktuell nach ISO 9001:2008 und SCC:2011 zertifiziert ist.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Umsatzentwicklung eine positive Entwicklung genommen. Nach HGB wurde eine Betriebsleistung von 19,1 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) erzielt. Damit konnte der Negativtrend der letzten Jahre umgekehrt werden.

Bedingt durch den höheren Umsatz (es konnten deutlich mehr Auftragseingänge mit Umsatzrelevanz verzeichnet werden) und auf Grund einiger positiver Effekte konnte das Jahresergebnis deutlich gesteigert werden (Berichtsjahr: 200 T€, Vorjahr: -2,8 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich auf Grund eines Sondereffektes in 2014 im Berichtsjahr deutlich verringert: Im Vorjahr wurde hier der Erlös aus einem Transportauftrag in Höhe von 1,3 Mio. € gebucht; korrespondierend sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres ebenfalls zurückgegangen. Allerdings sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 506 T€ aus Zahlungseingängen für wertberichtigte Forderungen enthalten, die im Vorjahr nur mit 40 T€ zu Buche standen.

2014 wurde eine Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt, die sich mit 0,9 Mio. € im Personalaufwand niederschlug. Im Berichtsjahr war diese Maßnahme beendet, dadurch ergab sich eine erhebliche Abnahme der Personalkosten um ca. 1,1 Mio. €. Ein weiterer positiver Effekt waren wesentlich geringere Kostenbeiträge, die innerhalb der Power Systems Gruppe zu leisten sind (Berichtsjahr: 476 T€, Vorjahr: 662 T€; Erträge und Aufwendungen wurden für diese Angabe saldiert). Allerdings wurden aufgrund der Restrukturierung einige Aufgaben von der schwedischen Schwestergesellschaft Camfil Power Systems AB übernommen, die dafür 225 T€ in Rechnung stellte (Vorjahr: 0 T€).

Zum 31.12.2015 wird eine Bilanzsumme von 7,9 Mio. € ausgewiesen; dies entspricht in etwa der Bilanzsumme des Vorjahres (7,7 Mio. €). Es gibt jedoch Veränderungen innerhalb der Bilanz; diese betreffen hauptsächlich die Aktivseite, hier im Wesentlichen die Vorräte, welche sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 2,7 Mio. € erhöht haben. Dem gegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,7 Mio. € reduziert.

Auf der Passivseite gibt es keinen nennenswerten Veränderungen.

1.3 Betriebsleistung

Im Berichtsjahr wird eine Betriebsleistung von 19,1 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €) ausgewiesen; dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg von etwa 70 %. Diese setzt sich zusammen aus Umsatzerlösen in Höhe von 13,6 Mio. € (Vorjahr: 16,9 Mio. €) und den Bestandsveränderungen, die im Berichtsjahr 5,5 Mio. € (Vorjahr -5,7 Mio. €) betrugen.

1.4 Beschaffungsmarkt

Die meisten Werkstätten und Lieferanten waren, wie im Vorjahr, im Berichtszeitraum unterdurchschnittlich bis normal ausgelastet. Dementsprechend war das Preisniveau in den für uns relevanten Beschaffungsmärkten auf gleich günstigem Niveau wie im Vorjahr.

1.5 Investitionen

Nennenswerte Investitionen haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

1.6 Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Außerhalb des operativen Geschäftes wurden keine Finanzierungsmaßnahmen oder -vorhaben getätigt.

1.7 Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter war im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau. Per 31.12.2015 beschäftigte das Unternehmen 32 Mitarbeiter (ohne Aushilfen und ruhende Arbeitsverhältnisse) und einen Auszubildenden. Gegenüber dem 31. Dezember des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang von 2 Mitarbeitern.

1.8 Umweltschutz

Unser Unternehmen betreibt keine eigenen Fertigungsstätten. Zulieferer und Fertigungsstätten als Subunternehmer werden im Einklang mit unserem QM-System angehalten, Materialien einzusetzen, die nicht als gesundheits- und umweltbelastend eingestuft werden. Darüber hinaus wird gefordert, dass besonders im Bereich von Verpackungsmaterialien diese wiederverwendbar oder -verwertbar sind.

Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2005 nach SCC zertifiziert. Dieses Zertifikat deckt die Bereiche Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz ab.

1.9 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Dezember 2015 ist es uns gelungen, ein Rahmenabkommen mit Siemens zu unterzeichnen. Es handelt sich hierbei zwar um keine exklusive Vereinbarung, jedoch ist es die Absicht seitens Siemens, die Camfil Power Systems GmbH mit 40% seines Auftragsvolumens im Bereich der Luftansaugsysteme zu beauftragen.

1.10 Sonstige Darstellungen

1.10.1 Stärken und Schwächen des Unternehmens

Im Konzern der Camfil AG, Stockholm, ist die Camfil Power Systems GmbH operativ der Division "Power Systems" zugeordnet. Diese Division besteht aus Unternehmen mit Standorten in China, Indien, Kanada und Schweden sowie dem Standort Bremen. Die Marktposition der Division konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr behauptet werden. Durch die mehrjährige enge Zusammenarbeit mit den zuvor genannten Standorten ist eine solide Geschäftsbasis entstanden, von der die Camfil Power Systems GmbH in Bremen weiterhin profitieren wird.

1.10.2 Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Die Division "Power Systems" ist in einer Matrixorganisation abgebildet. Die allgemein gültigen Vorgaben werden vom Division Management erarbeitet und zur Ausführung in die Landesgesellschaften delegiert. Die Landesgesellschaft verfügt über eine Linienorganisation, der ein Niederlassungsleiter ("Branch Manager") vorsteht.

1.10.3 Steuerungssystem

Die Planung wird im Gegenstromverfahren (Bottom up - Top down) durchgeführt. Hierzu werden im Unternehmen entwickelte Systeme eingesetzt. Zusätzlich erfolgen quartalsmäßige Management Meetings, in denen Kennzahlen bewertet und Maßnahmen bei Abweichungen eingeleitet werden. Unsere Strategie ist an der Optimierung der internen Prozesse und des Ergebnisses sowie der Zufriedenheit unserer Kunden ausgerichtet.

1.10.4 Andere, nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen unseres Qualitätsmanagement-Systems werden jährlich Kundenbefragungen durchgeführt. Das Ergebnis zeigt eine hohe Akzeptanz des Unternehmens bei unseren Kunden.

2Chancen- und Risikobericht

2.1 Chancen und Risiken des operativen Geschäfts

Der Gasturbinen-Kraftwerksbau wird von wenigen großen Anbietern (OEM) dominiert, die sich konsolidiert haben: Siemens hat Rolls-Royce und Dresser-Rand übernommen, General Electric und Ansaldo haben Alstom unter sich aufgeteilt und Mitsubishi Heavy Industries hat Hitachi übernommen.

Auf Grund der bestehenden Produktionsüberkapazitäten bei den Gasturbinen-Herstellern gibt es sowohl seitens Siemens als auch seitens General Electric ("GE") Kostensenkungsprogramme mit dem Ziel, die Einkaufskosten um 20 - 25% zu senken. Dadurch wird auch auf uns ein enormer Kostendruck ausgeübt und wir müssen Maßnahmen und Aktionen einleiten und durchführen, um unsere Deckungsbeitragsqualität unter den gegebenen Umständen nachhaltig zu sichern.

Eine Chance, die sich jedoch ergibt, ist, dass GE seine Türen für neue Lieferanten etwas geöffnet hat und wir in einen direkten Dialog eintreten konnten. Ziel ist es, von GE als neuer Lieferant nominiert zu werden.

Zur Früherkennung von Risiken im laufenden Geschäft wird weiterhin eine im Regelwerk beschriebene und im Geschäft bewährte Risikoanalyse vorgenommen. Diese Analyse wird im Rahmen der Angebotsausarbeitung durch den Vertrieb und im weiteren Verlauf durch das Projektmanagement durchgeführt. Das entsprechende Regelwerk wird fortlaufend aktualisiert.

Das größte Risiko für Investitionen stellt ein zu niedriger Ölpreis dar (Gasturbinen werden sowohl mit flüssigen als auch gasförmigen Brennstoffen betrieben, des Weiteren sind die Gaspreise an die Ölpreise gekoppelt).

Es wird davon ausgegangen, dass es bei einem Preis von unter 40 US$ pro Barrel zu Investitionskürzungen kommt, da die Nachfrage nach neuen Gasturbinenkraftwerken speziell aus Schwellenländern und Erdöl und/oder Erdgas exportierenden Ländern kommt, d.h. dort besteht die Gefahr, dass die Nachfrage aufgrund fehlender Einnahmen zurückgeht.

In Europa werden bedingt durch die Klimadiskussionen mittlerweile nur noch vereinzelt neue Gasturbinenkraftwerke gebaut, d.h. es besteht ein potentielles Risiko, dass sich der Trend zu regenerativen Energien auch auf andere Regionen ausbreitet.

Ein weiteres Risiko stellt die politische Instabilität der afrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten dar, was die Absatzmöglichkeiten in diesen Ländern reduziert.

2.2 Finanzinstrumente

2.2.1 Sicherungspolitik und Finanzderivate

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen in begrenztem Umfang Währungs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden in der Regel durch den Abschluss von Kurssicherungsgeschäften ausgeschlossen bzw. begrenzt. Dies erfolgt operativ in Zusammenarbeit mit dem Gruppen-Finanzmanagement der Konzernmutter Camfil AB, Stockholm. Devisentermingeschäfte unterliegen grundsätzlich einem Prolongationsrisiko (wenn sich operativ terminliche Verschiebungen ergeben, so müssen ggf. zeitlich bereits fixierte Devisentermingeschäfte verschoben werden. Hieraus können sich Kursrisiken ergeben.). Operativ haben solche Devisentermingeschäfte im Berichtsjahr eine untergeordnete Rolle gespielt, da fast alle Geschäftsvorfälle in Euro abgewickelt worden ist.

2.2.2 Sicherungsrichtlinien

Die Richtlinien für die Absicherung der Währungsrisiken werden vom Gruppen-Finanzmanagement erlassen und operativ im Standort Bremen umgesetzt (siehe vorheriger Punkt).

2.2.3 Liquiditätsrisiko

Das Unternehmen erstellt monatlich eine 12-monatige Liquiditätsplanung. Darüber hinaus wird wöchentlich eine 4-Wochen-Vorschau durchgeführt. Dem Unternehmen ist vom zentralen Gruppen-Finanzmanagement eine Kreditlinie eingeräumt worden. Eine Überschreitung ist nur mit besonderer Zustimmung der Konzerngesellschaft zulässig. Die Konzerngesellschaft stellt jederzeit die Liquiditätsversorgung des Unternehmens sicher. Die Kreditlinie betrug am 31. Dezember 2015 6,0 Mio.€ und 850 TUSD. Diese Linien wurden zu diesem Stichtag beide nicht in Anspruch genommen.

2.2.4 Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Die meisten Kunden des Unternehmens genießen eine hervorragende Bonität, so dass das Ausfallrisiko insgesamt als gering einzustufen ist.

2.3. Risikolage

Aus derzeitiger Sicht ergibt sich weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung der Camfil Power Systems GmbH. Der Risiko- und Chancenbericht bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts des Unternehmens.

3 Prognosebericht

Langfristige Voraussagen in der Kraftwerksbranche lassen ein jährliches Wachstum von 4% erwarten. Insbesondere das abgelaufene Berichtsjahr hat gezeigt, dass man nicht von einer steten Aufwärtsentwicklung ausgehen kann, sondern im Gegenteil mit einer vergleichsweise volatilen Entwicklung rechnen muss.

Die prognostizierte Betriebsleistung für 2016 beträgt auf Basis des ersten Quartals ca. 22 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wurde mit 4,2% prognostiziert. Der Auftragsbestand beträgt zum 31.12.2015 knapp 11 Mio. € und entspricht damit ca. 50% der prognostizierten Betriebsleistung für 2016.

4 Nachtragsbericht

Es gibt keine neuen Erkenntnisse.

5 Forschungs- und Entwicklungsbericht

Forschungs- und Entwicklungen werden zentral für die Gruppe am Stammhaus in Borås/Schweden durchgeführt.

 

Bremen, den 20. Juni 2016

Fredrik Westgård, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

A. Anlagevermögen 31.12.2015
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.596,98 9.171,67
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.933,30 4.990,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.385,92 113.934,50
  83.319,22 118.924,69
  94.916,20 128.096,36
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 128.340,01 136.805,79
2. Unfertige Erzeugnisse 5.957.952,56 428.807,63
abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.867.272,84 0,00
  3.090.679,72 428.807,63
  3.219.019,73 565.613,42
II. Forderungen und sonstige    
Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.030.661,10 2.746.253,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.170.427,03 4.044.923,66
(davon gegenüber Gesellschafter € 0,00, Vorjahr € 2.756.878,17)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 342.036,07 225.808,15
  4.543.124,20 7.016.985,02
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten    
1. Guthaben bei Kreditinstituten 332,22 1.367,76
2. Kassenbestände 2.318,47 2.958,24
  2.650,69 4.326,00
  7.764.794,62 7.586.924,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.527,36 27.604,34
  7.881.238,18 7.742.625,14

PASSIVA

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital    
I. Stammkapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklagen 792.535,59 792.535,59
III. Gewinnrücklagen 271.500,00 271.500,00
IV. Gewinnvortrag 1.538.576,20 1.538.576,20
  2.902.611,79 2.902.611,79
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 646.449,82 534.620,80
2. Sonstige Rückstellungen 1.452.204,60 1.613.698,42
  2.098.654,42 2.148.319,22
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen 36.107,16 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.430.075,62 1.749.574,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 1.365.352,02 893.928,78
(davon gegenüber Gesellschafter € 200.353,45, Vorjahr € 0,00)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 48.437,17 48.190,72
(davon aus Steuern € 47.577,56, Vorjahr € 46.741,78)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00, Vorjahr € 0,00)    
  2.879.971,97 2.691.694,13
  7.881.238,18 7.742.625,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

2015
2014
1. Umsatzerlöse 13.552.902,40 16.874.314,69
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 5.529.144,93 5.627.151,97-
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.291.714,73 2.896.445,57
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 1.566,22, Vorjahr € 3.073,68)    
  20.373.762,06 14.143.608,29
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.782.739,51- 6.280.398,30-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 836.004,99- 519.388,54-
  13.618.744,50- 6.799.786,84-
5. Personalaufwand    
a) Gehälter 2.481.211,15- 3.481.565,03-
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 490.957,78- 560.414,45-
(davon für Altersversorgung € -7.482,73, Vorjahr € -6.927,49)    
  2.972.168,93- 4.041.979,48-
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 63.999,11- 97.468,97-
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.223.678,49- 5.467.380,76-
(davon aus Währungsumrechnung € -873,36, Vorjahr € -10.000,65)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 949,19 180,76
(davon Erträge aus Abzinsung € 949,19, Vorjahr € 179,76)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 267.058,92- 308.152,13-
(davon an verbundene Unternehmen € -135.477,52, Vorjahr € -184.027,39)    
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € -101.681,00, Vorjahr € -30.499,74)    
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 229.061,30 2.570.979,13-
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 779,07-
12. Sonstige Steuern 28.707,85- 185.119,97-
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführender Gewinn (Vorjahr: erstatteter Verlust) 200.353,45- 2.756.878,17
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2015

Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt worden.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Aufgrund elektronischer Rechenhilfen können sich bei den Angaben in TEUR Rundungsdifferenzen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden in der Regel drei Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150 bis 1000 EUR werden jährlich Sammelposten gebildet. Diese werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Neben den Einzelkosten werden in die Ermittlung der Herstellungskosten Aufwendungen für projektbezogen geleistete Arbeitsstunden sowie Gemeinkosten (-zuschläge) einbezogen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Die erhaltenen Anzahlungen werden wie im Vorjahr offen von den Vorräten bis zur Höhe der aktivierten unfertigen Leistungen abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird passiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens erfasst. Für die Berechnung werden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005) sowie das Anwartschaftsbarverfahren (projected unit credit method) zugrunde gelegt. Es wurde der zum Zeitpunkt der Bewertung gültige Rechnungszinssatz von 3,89% angesetzt. Hierbei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Zukünftige Gehaltserhöhungen von 2,19% und Rentenerhöhungen von jährlich 1,25% werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und entspricht den Anschaffungskosten.

Für die Verpflichtungen aus einem Altersteilzeitvertrag wurde gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten eine Rückstellung gebildet. Hier wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe von 2,67% sowie eine zukünftige Gehaltserhöhung von 2,2% und eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen von ebenfalls 2,2% angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - es handelt sich hier ausschließlich um langfristige Gewährleistungsrückstellungen - sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2 Jahren abgezinst worden (2,02%).

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs der Kurssicherung erfasst, die für den entsprechenden Geschäftsvorfall (Ausnahmen: Kleinbeträge) abgeschlossen wurde. Kleinbeträge werden mit dem historischen Kurs des Buchungstages erfasst. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden mit dem vom Konzern vorgegebenen Devisenkassamittelkurs des letzten Tages des Vormonats erfasst. Zum Bilanzstichtag werden diese Posten dann wie folgt bewertet: kursgesicherte Bilanzposten zum Kurssicherungskurs, Kleinbeträge (nicht konzernintern) und konzerninterne Bilanzposten zum vom Konzern vorgegebenen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind im vorliegenden Jahresabschluss nicht enthalten. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlich-keiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Kurssicherungskurs oder zum konzerninternen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2015
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand 31.12.2015
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände :        
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 434,0 11,6 0,0 445,6
  434,0 11,6 0,0 445,6
Sachanlagen:        
- Technische Anlagen und Maschinen 33,5 0,0 0,4 33,1
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778,8 19,3 40,7 757,4
  812,3 19,3 41,1 790,5
Gesamt 1246,3 30,9 41,1 1236,1
Abschreibungen
Stand 01.01.2015
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Stand 31.12.2015
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände :        
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 424,8 9,2 0,0 434,0
  424,8 9,2 0,0 434,0
Sachanlagen:        
- Technische Anlagen und Maschinen 28,5 1,0 0,4 29,1
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 664,9 53,8 40,7 678,1
  693,4 54,8 41,1 707,2
Gesamt 1118,3 64,0 41,1 1141,2
Buchwerte
31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände :    
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen 11,6 9,2
  11,6 9,2
Sachanlagen:    
- Technische Anlagen und Maschinen 3,9 5,0
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79,4 113,8
  83,3 118,8
Gesamt 94,9 128,0

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 106, Vorjahr: TEUR 581) und aus dem Finanzverkehr (TEUR 3.065, Vorjahr: 683). Im Vorjahr wurde eine sonstige Forderung aus einem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Muttergesellschaft Camfil Holding GmbH in Höhe von TEUR 2.757 ausgewiesen; im Berichtsjahr besteht hieraus eine Verbindlichkeit (siehe 5.).

Eine Einzelwertberichtigung betreffend die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten wurde zum 31. Dezember 2015 als Ertrag ausgebucht, da der Kunde den ausstehenden Betrag im April 2016 beglichen hat (506 T€).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1,0 (Vorjahr: TEUR 1,0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 300.000,00.

4. Rückstellungen

EUR
Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang  
Rückstellungen für Pensionen (abzüglich Rückdeckungsversicherung) 646.449,82
Gewährleistungen 756.029,65
Ausstehende Rechnungen 214.051,68
Personalrückstellungen 442.150,44
  2.058.681,59
Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 39.972,83
  2.098.654,42

Für einen Teil der Pensionsrückstellung gibt es eine Rückdeckungsversicherung (Anschaffungskosten EUR 106.174,18), die als Deckungsvermögen i.S. des § 246 Absatz 2 HGB mit der Pensionsrückstellung (Erfüllungsbetrag EUR 752.624,00) verrechnet wird. Für die Rückdeckungsversicherung wurde der beizulegende Zeitwert in Höhe von EUR 106.174,18 angesetzt.

Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen aus diesen Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung hat nicht stattgefunden.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 1.115, Vorjahr: TEUR 866) und aus sonstigen Dienstleistungen (TEUR 50, Vorjahr: 28). Aus dem Finanzverkehr bestanden zum 31. Dezember 2015 keine Verbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 0). Des Weiteren gibt es eine Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft Camfil Holding GmbH aus einem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 200,4 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR, siehe auch 2.).

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.351 (Vorjahr: TEUR 1.273) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 477) eine Restlaufzeit von einem Jahr bis fünf Jahre.

6. Finanzinstrumente - Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch Devisentermingeschäfte, die ausschließlich mit der zentralen Treasury-Abteilung der Konzerngesellschaft Camfil AB in Schweden nach deren Richtlinien abgeschlossen werden. Zur Absicherung des Wertänderungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente (hier: Devisentermingeschäfte) regelmäßig und ausschließlich im Zusammenhang mit Grundgeschäften des Liefer- und Leistungsverkehrs eingesetzt. Dies kann sowohl Kundenaufträge als auch Bestellungen an Unterlieferanten betreffen, die in der Regel in USD bzw. selten in anderen Fremdwährungen abgeschlossen werden.

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S. d. § 254 HGB gebildet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Critical Terms Match Methode (Vergleich aller bewertungsrelevanten Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument miteinander) festgestellt.

Die Bewertungseinheit wird nach dem sogenannten "Mikro-Hedge"-Verfahren gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet.

Zum 31. Dezember 2015 waren Devisenkäufe in Höhe von insgesamt TUSD 99,95 gefixt (diese betreffen ausschließlich noch zu erwartende Lieferantenrechnungen). Zu verkaufende USD standen nicht zu Buche.

Für die erteilten Aufträge an Lieferanten wurden jeweils pro Zahlungsschritt einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen. Der Buchwert bzw. Wert zum Zeitpunkt der Kurssicherung der noch zu erwartenden Rechnungen aus bestehenden Verträgen beträgt zum 31. Dezember .2015 TEUR 91,64.

Auf Basis des Devisenkassamittelkurses zum 31. Dezember 2015 beträgt der Marktwert der Bewertungseinheit zum Stichtag TEUR 91,32, so dass sich nur eine geringfügige Differenz zum Buchwert ergibt.

Die geplanten Beschaffungen basieren auf einem bereits mit einem Lieferanten abgeschlossenen Vertrag. Die Laufzeiten von Devisentermingeschäften und geplanten Beschaffungen entsprechen einander.

Sobald absehbar ist, dass es auf der operativen Ebene zu zeitlichen Verschiebungen kommt, wird die Laufzeit der entsprechenden Devisenterminkontrakte entsprechend angepasst. Die Devisentermingeschäfte sind auf Januar, März und Mai 2016 datiert.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte sowie die positiven und negativen Marktwerte zum 31. Dezember 2015 sehen daher wie folgt aus:

Nominalvolumen
TEUR
Positive Marktwerte
TEUR
Negative Marktwerte
TEUR
Verbindlichkeiten 15,5 0,0 15,1
Geplante Beschaffungen 76,1 76,2 0,0

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1 . Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Regionen EUR
Europa 12.702.426,24
USA, Kanada 310.650,52
Südamerika 14.069,45
Asien, Afrika 525.756,19
Umsatzerlöse gesamt 13.552.902,40

2 . Periodenfremde Erträge/Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge ausgewiesen:

EUR
Erträge aus der Auflösung von Gewährleistungs-Rückstellungen 180.100,00
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 166.743,46
Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen 506.187,00
Andere periodenfremde Erträge 0,00
Nicht periodenfremde Erträge 438.684,27
Sonstige betriebliche Erträge gesamt 1.291.714,73

Buchhalterisch nicht verbrauchte Gewährleistungsrückstellungen werden aufgelöst, sobald die Gewährleistungsverpflichtungen auf Basis der Kundenverträge enden.

Die Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Projektrückstellungen.

Die Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen ergaben sich aus den Zahlungseingängen für in voller Höhe wertberichtigte Forderungen gegenüber einem Kunden.

In der Position "nicht periodenfremde Erträge" sind im Wesentlichen Weiterberechnungen von Aufwendungen, die für die Camfil-Power-Systems-Gruppe geleistet wurden, enthalten (TEUR 314, Vorjahr: TEUR 796).

Restrukturierungsaufwand hat es im Berichtsjahr nicht gegeben (Vorjahr: TEUR 1.120).

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Transportkosten verringert haben (- TEUR 1.461) und Wertberichtigungen auf Forderungen nicht erforderlich waren (- TEUR 506).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

3. Gewinnverwendung

Das Ergebnis nach Steuern (TEUR 200, Vorjahr TEUR -2.757) wurde in voller Höhe als Aufwand aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Camfil Holding GmbH erfasst und in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber dieser ausgewiesen.

Sonstige Angaben

1 . Organe der Gesellschaft

Seit dem 1. Januar 2014 ist Herr Fredrik Westgård, Hällingsjö/Schweden, als Geschäftsführer bestellt. Herr Westgård ist ebenfalls Geschäftsführer der Schwestergesellschaft Camfil Power Systems AB (CPS AB) in Borås/Schweden, ist dort beschäftigt und bezieht sein Entgelt von der CPS AB. Daher entfällt für die Gesellschaft die Angabe zu den Bezügen des Geschäftsführers.

2 . Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 35 Arbeitnehmer (Angestellte einschließlich der Aushilfen, ohne Auszubildende und ruhende Arbeitsverhältnisse, Teilzeitbeschäftigte voll gezählt) beschäftigt. Davon waren 6 Arbeitnehmer leitende Angestellte.

3. Haftungsverhältnisse

Die Teilnehmer am konzernweiten Cash-Pooling bürgen gegenseitig für deren jeweilige Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling. Guthaben dienen der SEB AG, Hamburg, als Sicherheit (das Guthaben der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 TEUR 3.065). Mit der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der derzeitigen Liquiditätssituation im Konzern jedoch nicht gerechnet.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Vertragliche Verpflichtungen des Berichtsjahres: 298.421
EUR
2016 233.578 EUR
ab 2017 104.692 EUR

Die vorgenannten 105 TEUR beinhalten im Wesentlichen den Mietvertrag für das Gebäude in der Mary-Somerville-Straße. Dieser ist auf 10 Jahre bis Juni 2017 abgeschlossen worden.

5. Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Camfil AB, Stockholm/Schweden, einbezogen, der unter der Firmenidentifikationsnummer 556230-1266 bei der schwedischen Behörde Bolagsverket, 851 81 Sundsvall/Schweden registriert worden ist. Dieser Abschluss ist bei der Camfil AB erhältlich.

 

Bremen, den 20. Juni 2016

Fredrik Westgård

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Camfil Power Systems GmbH, Bremen,für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 24. Juni 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Dräger, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Kröck, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 15.07.2016 festgestellt.

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