Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 1396
Eingetragen
8.7.1976
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
der Handel mit technischen Bauelementen, Bautenschutzsystemen, Baumaschinen, Baugeräten, Werkzeugen und artverwandten Produkten sowie die Erbringung der hiermit verbundenen Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Stelter
seit 18.8.2021
Geschäftsführer
Petra Stelter
seit 2.9.2014
Geschäftsführer
Klaus Dr. Stelter
seit 17.11.2003
Geschäftsführer
Andreas Thiesbrummel
seit 17.11.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Klaus Steiter
50.00%
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klaus Steiter
Gütersloh
100.000 €
50.00%
Klaus Stelter
Verl
66.667 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stelter GmbH

Verl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Gesellschaft befasst sich mit dem Handel und Vertrieb von technischen Bauelementen, Bautenschutzsystemen, Baumaschinen, Baugeräten und Werkzeugen. Weiterhin bieten wir einen umfangreichen Reparatur- und Mietservice für Baugeräte an. Unsere Kunden sind überwiegend im Hochbau tätig.

II. Zweigniederlassungsbericht

Zum Bilanzstichtag wird von der Gesellschaft eine unselbständige Niederlassung in Bremen unterhalten.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht fort. Im Vergleich zu 2019 war das BIP um 0,7 % höher. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war laut Bericht des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Nachdem die Zeichen nach Corona auf eine wirschaftliche Erholung standen, kam die gesamtwirtschaftliche Eintwicklung, in einem krisengeprägten Umfeld, 2023 wieder ins Stocken. Die Konjunktur wurde gedämpft durch die hohen Preise, die gestiegenen Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche verlief im Jahr 2023 unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) ging deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend war hier die sehr viel niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls mit 0,4 % im Minus. Auch sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten dagegen erneut ausweiten und stützen die Wirtschaft. Den größten Zuwachs hatte der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 2,6 %. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (+ 1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurück. In der gesamten EU-27 und auch in der Eurozone ist das reale BIP um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist laut Bericht des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2023 nominal um 1,4 % gestiegen. Da die Preise für Bauleistungen aber um 7,0 % deutlich stärker zulegten, kam es zu einem realen Rückgang um 5,2 %. Der deutlichste reale Rückgang traf den Wohnungsbau mit 11,5 %, da sich hier die steigenden Baupreise und Zinsen besonders negativ auswirkten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2023 in Deutschland 294.000 Wohn- und Nichtwohngebäude fertiggestellt. Dies waren 0,3 % weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl fertiggestellter Wohnungen in etwa auf dem gleichen Nievau wie 2021. Die Bundesregierung hat sich weiterhin das Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen gesetzt. Von den im Jahr 2023 fertiggestellten Wohnungen waren 257.200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (- 0,6 %). Hier ist insbesondere der starke Rückgang bei den Einfamilienhäusern (- 9,3 %) und bei den Wohnungen in Wohnheimen (- 15,9 %) hervorzuheben. Die Fertigstellung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 4,1%) und Zweifamilienhäusern (+ 3,8 %) stiegen dagegen an. Auch Nichtwohngebäude verzeichneten einen Anstieg des umbauten Raumes von 3,8 %. Besonders stark erhöhte sich der umbaute Raum von neu errichteten Handels- und Warenlagergebäuden mit 10,2 % bzw. 10,3 % und auch bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden ergab sich eine leichte Erholung mit 6,2 %.

II. Geschäftsverlauf 2023

Wie erwartet haben die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs, die hohe Inflation, aber auch die gestiegenen Zinsen zu einer generellen Abschwächung der Baukonjunktur 2023 geführt. Daher hat sich die für 2023 prognostizierte Umsatzentwicklung bewahrheitet.

Im vergangenen Jahr hat sich die Lage auf den Beschaffungsmärkten normalisiert, so dass sich unsere Lieferfähigkeit wieder normalisiert hat. Auch haben sich die Preise auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie stabilisiert. Im Gesamtunternehmen verringerte sich der Umsatz um 24,25 %. Dieser Umsatzverlust lag leicht oberhalb unserer Planungen. Trotz der Planabweichung erreichten wir ein Ergebnis vor Steuern, welches innerhalb unserer Planzahlen lag.

Die Marktsituation ist seit Jahren durch einen starken Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Diesem Verdrängungswettbewerb begegnen wir durch innovative Produktideen, Qualität der angebotenen Sortimente, hohe Lieferfähigkeit und Verlässlichkeit im Service.

Durch ständige Erweiterung und Aktualisierung unseres Produktsortiments und eines Ausbaus unserer Lagerhaltung wollen wir den Absatz unserer Produkte bei den Stammkunden erhöhen sowie Neukunden hinzugewinnen.

Zum Bilanzstichtag beschäftigen wir 69 Arbeitnehmer.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unsere Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verschlechtert. Der Jahresüberschuss hat sich auf 1.353 T€ verringert. Unser Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 24,25 % gesunken und beläuft sich nun auf 24,9 Mio. €.

Die Wareneinsatzquote hat sich kaum verändert. Die Personalkosten sind leicht gefallen, da sich der Personalbestand geringfügig verringert hat. Durch Investitionen für die technische Ausstattung der neuen Betriebsgebäude und die Modernisierung unseres Fuhrparks sind die Abschreibungen weiterhin hoch. Auch die erhöhten Mietaufwendungen sowie die gestiegen Fahrzeugkosten belasten unser Ergebnis.

Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Die Kreditorenverbindlichkeiten werden soweit möglich unter Abzug von Skonto beglichen. Forderungen versuchen wir möglichst innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz der um 476 T€ erhöhten Bilanzsumme weiterhin verbessert. Sie beträgt nun 94,6 % und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt. Die Gesamtkapitalrendite ist gefallen, liegt aber mit 8,75 % weiterhin deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten und keine Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute. Das Fremdkapital setzt sich ausschließlich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten zusammen. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 168 T€ und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Es wurden vorwiegend Investitionen in unseren Fuhrpark und die Lagerausstattung sowie Ersatzbeschaffungen vorgenommen. Diese Investitionen konnten im vollen Umfang aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Unser im Anlagevermögen gebundenes Vermögen wird durch das Eigenkapital gedeckt. Unser Barmittelbestand hat sich um 337 T€ gegenüber dem Vorjahr verringert.

IV. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und Gesamtkapitalrentabilität heran. Die Umsatzrendite ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % und die Gesamtkapitalrentabilität um 49,7 % gesunken.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir als wichtiges Wettbewerbsinstrument die Kundenzufriedenheit und auch eine hohe Lieferfähigkeit an.

Unsere wirtschaftliche Lage kann als insgesamt sehr gut bezeichnet werden.

V. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist eine Folge des Einbruchs des Wohnungsbaumarktes, der einen großen Anteil an unserem Geschäfts hat. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel wurde nicht ganz erreicht. Trotzdem liegt der Jahresüberschuss innerhalb der Planzahlen. Die Ursache ist insbesondere in den sinkenden Kraftfahrzeug- und Personalkosten zu sehen. Positiv macht sich auch das gestiegene Zinsniveau bei den Kapitalanlagen bemerkbar.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei der überwiegenden Zahl der Lieferantenverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren, sofern dieses möglich war.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch die liquiden Mittel gedeckt.

C. Prognosebericht

Die politischen Unsicherheiten, insbesondere der Krieg in der Ukraine, aber auch die gestiegenen Zinsen und die hohen Energiepreise können direkte und indirekte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft haben. Aufgrund der Dynamik der Entwicklung ist es uns momentan nicht möglich, eine diesbezügliche Einschätzung abzugeben.

Unsere Gesellschaft ist wesentlich von der Hochbaukonjunktur abhängig. Für das Jahr 2024 wird ein Umsatzrückgang im gesamten Bauhauptgewerbe von real 3,5 % erwartet. Besonders für den Wohnungsbau wird auch aufgrund der weiter ungünstigen Rahmenbedingungen für 2024 mit einem nochmaligen Einbruch der Neubauaktivitäten von real - 13% gerechnet. Wiir beurteilen die weitere Entwicklung des Unternehmens trotz dieser Entwicklung weiter positiv, aber durch die große Abhängigkeit insbesondere vom Wohnungsbau erwarten wir im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von über 10 %. Hier spielen auch die Preissenkungen in einigen Bereichen eine große Rolle.

Für die Zukunft erwarten wir keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik. Aufgrund des Umsatzrückgangs, den steigenden Kosten sowie der Wettbewerbssituation gehen wir von einem wesentlich sinkenden Ergebnis aus.

Das interne Planungssystem schätzen wir als realistisch ein und erwarten die Umsetzung der genannten Punkte. Trotz der weiterhin weltweit unsicheren Konjunktur- und Wirtschaftslage bedingt durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sehen wir auch in Zukunft die Möglichkeit einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung gegeben.

D. Chancen- und Risikobericht

I. Risikobericht

1. Branchenspezifische Risiken

Der Ukraine-Krieg kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Baunachfrage weiter schwächen, so dass sich dies auch auf die Nachfrage unserer Produkte erheblich auswirken würde. Die deutlich gestiegenen Baukosten und Zinsen, die Kürzungen bei der Förderung von Neubauten und auch die steigenden Lebenshaltungskosten werden Auswirkungen insbesondere auf den Wohnungs- und Wirtschaftsbau haben. Daher verschlechtern sich die Rahmenbedingen für die Bauwirtschaft merklich und trüben die Aussichten für die Baukonjunktur auch noch für 2024 deutlich ein.

2. Ertragsorientierte Risiken

Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die zunehmende Konkurrenz, muss weiterhin vorgesorgt werden. Der Konkurrenzdruck hat in den letzten Jahren weiter stark zugenommen. Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm und auch durch die Erweiterung unseres Standortes in Bremen bereits in Vorjahren, hoffen wir unsere gute Marktstellung weiterhin zu halten und auch zukünftig noch auszubauen.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens lässt derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennen. Ein Währungsrisiko besteht für die Gesellschaft nicht, da alle Geschäfte in Euro abgewickelt werden. Die Liquiditätslage ist als sehr gut zu bezeichnen, es sind keine Engpässe zu erwarten.

Gerichts- und Schiedsverfahren, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten, sind nach Kenntnis der Gesellschaft weder anhängig noch angedroht.

Grundsätzlich wird in rechtlichen Belangen auf externe Berater zurückgegriffen.

Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichend Versicherungsschutz.

Steuerliche Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten, bestehen nach Kenntnis der Gesellschaft nicht. Das steuerliche Risiko wird auch durch zeitnahe Betriebsprüfungen erheblich gemindert.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen ebenfalls nicht.

Risiken aus Betriebsunterbrechungen auf Grund eines Brandschadens sind durch Verträge mit Versicherungsunternehmen hoher Bonität wirtschaftlich sinnvoll gedeckt.

II. Chancenbericht

Durch unseren effektiven Außendienst und die weitere Spezialisierung auf Nischenprodukte sind wir unseres Erachtens gut im Markt aufgestellt. Wir setzen weiter auf Service und hohe Lieferfähigkeit, da wir glauben, dass dieser Servicegedanke von unseren Kunden honoriert wird. Trotz der zurzeit bestehenden Risiken insbesondere im Wohnungsbau durch die höheren Baupreise und gestiegenen Zinsen ist der Bedarf an Wohnraum in Deutschland weiterhin hoch. Daher erwarten wir mittel- und langfristig eine weiterhin positive Entwicklung unserer Gesellschaft.

III. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem in der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und in dem starken Wettbewerb. Hier sehen wir uns aufgrund unserer Marktposition und unserer finanziellen Stabilität gut aufgestellt. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf unser Unternehmen noch nicht abzuschätzen sind. Es besteht die Gefahr von weiteren Störungen der weltweiten Lieferketten und weiter steigenden Rohstoff- und Energiekosten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit aber nicht erkennbar.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten, die Finanzierung unserer Vermietungsgesellschaft sowie in geringem Umfang Anlagen am Kapitalmarkt.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Auskunfts- und Mahnwesen. Forderungsausfälle liegen unterhalb des Branchendurchschnittes. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Weiterhin informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung grundsätzlich über die Bonität unserer Kunden.

 

Verl, 29.11.2024

Die Geschäftsführer

Gez. Klaus Stelter

Gez. Petra Stelter

Gez. Karsten Stelter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.151.348,68 5.919.756,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.907,00 22.194,00
II. Sachanlagen 1.063.209,06 1.102.163,00
III. Finanzanlagen 5.074.232,62 4.795.399,32
B. Umlaufvermögen 15.314.278,31 15.061.212,42
I. Vorräte 3.998.715,30 4.459.852,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 971.792,97 1.420.218,87
III. Wertpapiere 1.500.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.843.770,04 9.181.140,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.312,00 18.381,80
Summe Aktiva 21.474.938,99 20.999.350,54

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.315.012,11 19.262.446,97
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 94.589,00 94.589,00
III. Gewinnvortrag 18.767.857,97 16.451.289,59
IV. Jahresüberschuss 1.352.565,14 2.616.568,38
B. Rückstellungen 470.577,00 717.723,27
C. Verbindlichkeiten 689.349,88 1.019.180,30
Summe Passiva 21.474.938,99 20.999.350,54

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.830.188,61 10.106.360,65
2. Personalaufwand 4.044.716,76 4.192.545,63
a) Löhne und Gehälter 3.326.961,77 3.394.454,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 717.754,99 798.091,24
davon für Altersversorgung 30.890,73 86.726,82
3. Abschreibungen 321.686,31 360.372,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 321.686,31 360.372,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.792.651,34 1.932.686,36
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.046,41 10.052,41
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 224.348,09 61.830,89
davon Erträge aus Abzinsung 165,12 91,62
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 21.742,34
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.959,00 3.826,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 524.047,12 1.023.652,02
10. Ergebnis nach Steuern 1.378.522,58 2.643.419,18
11. sonstige Steuern 25.957,44 26.850,80
12. Jahresüberschuss 1.352.565,14 2.616.568,38

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Stelter GmbH, Schinkenstr. 2 in 33415 Verl, wird beim Amtsgericht Gütersloh unter HRB 1396 geführt.

Die Kapitalgesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen und der geometrisch degressiven Methode ermittelt. Die Abschreibungsdauer wurde in allen Fällen unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabelle geschätzt. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgte zeitanteilig vom Monat der Anschaffung bis zum Ende des Jahres. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten ggf. gemindert um Tilgungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Vorräte sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren Tageswerten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Erkennbaren Einzelrisiken wird ggf. durch eine Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist mit einer Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes berücksichtigt.

Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Sie sind grundsätzlich mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz abzuzinsen. Der Zinssatz (§ 253 Abs. 2 HGB) wird im Wege einer Rechtsverordnung von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben. Es werden gegebenenfalls erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr erfolgt keine Abzinsung.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Wahlrecht, die latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht zu aktivieren, Gebrauch gemacht.

C. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 284 Abs. 3 HGB verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

II. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

III. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen mit TEUR 192,9 auf Urlaubsansprüche und sonstige Personalkosten, TEUR 42,1 auf Abschluss- u. Prüfungskosten, TEUR 10,1 auf unterlassene Instandhaltungen, TEUR 10,5 auf Archivierungskosten sowie TEUR 1,9 auf Beitragsnachzahlungen.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen PUC-Methode (sogenannte Anwartschaftsbarwertmethode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

- Rechnungszinsfuß 1,82 % bzw. im Vorjahr 1,78 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre)

- durchschnitttlicher Marktzins der vergangenen sieben Jahre: 1,74 %

- Lohn-, Gehalts- und Rententrend wurden mit 0,00 % angesetzt.

- Sterbetafel nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Martkzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1,7. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Für die Organmitglieder wurden Pensionsrückstellungen mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 743.761,00 verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen beläuft sich auf EUR 911.352,00.

IV. Verbindlichkeiten

Entwicklung der Verbindlichkeiten gem. § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB:

Bilanzposition Gesamtbetrag 31.12.2023
(EUR)
Restlaufzeit < 1 Jahr
(EUR)
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
(EUR)
Restlaufzeit > 5 Jahre
(EUR)
Anmerkungen Sicherheiten Sicherheiten Betrag
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167.888,20 167.888,20 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 521.461,68 521.461,68 0,00 0,00
689.349,88 689.349,88 0,00 0,00

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen (Laufzeit zwischen 30.06.2024 und 30.04.2025) bestehen in Höhe von TEUR 713 pro Jahr.

VI. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

D. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft von Herrn Klaus Stelter, Diplom-Ingenieur, Frau Petra Stelter und Herrn Karsten Stelter geführt. Außer den Geschäftsführern waren keine weiteren Organe bestellt.

Es wurden durchschnittlich 33 gewerbliche Arbeitnehmer und 34 Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch gem. § 267 Abs. 5 HGB.

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung hat sich nach dem Stichtag folgender Sachverhalt ergeben:

Der immer noch andauernde Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland haben erhebliche Auswirkungen auf die europäischen und weltweiten Märkte. Die Auswirkungen auf unser Unternehmen durch die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die steigenden Energiekosten können weiterhin noch nicht im vollen Umfang abgeschätzt werden.

Das gestiegene Zinsniveau und auch die ungewisse wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen das Konsum- und Investitionsklima in Deutschland. Es ist daher mit negativen Einflüssen auf die Baukonjunktur und somit auch auf unser Unternehmen zu rechnen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Verl, 29.11.2024

Die Geschäftsführer

Gez. Klaus Stelter

Gez. Petra Stelter

Gez. Karsten Stelter

Anlagenspiegel

Anschaff.-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.760,19 1.687,50 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 164.760,19 1.687,50 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.238,87 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 145.252,93 84.046,58 87.031,60
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.351.930,33 254.389,11 77.584,68
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.625,06 0,00
Summe Sachanlagen 3.534.422,13 340.060,75 164.616,28
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 311.769,62 6.462,62 0,00
sonstige Ausleihungen 4.508.014,72 272.370,68 0,00
Genossenschaftsanteile 100,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.819.884,34 278.833,30 0,00
Summe Anlagevermögen 8.519.066,66 620.581,55 164.616,28
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.540,69 13.907,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 152.540,69 13.907,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.938,87 27.300,00
technische Anlagen und Maschinen 86.414,91 55.853,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.550.303,76 978.431,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.625,06
Summe Sachanlagen 2.646.657,54 1.063.209,06
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 20.647,94 297.584,30
sonstige Ausleihungen 3.837,08 4.776.548,32
Genossenschaftsanteile 0,00 100,00
Summe Finanzanlagen 24.485,02 5.074.232,62
Summe Anlagevermögen 2.823.683,25 6.151.348,68

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Angaben zum Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Stelter GmbH, Verl, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Stelter GmbH, Verl, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Gütersloh, 29. November 2024

Dr. Jörg Althans, Wirtschaftsprüfer

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