HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Javier Gonzalez seit 2.6.2025 | Prokura |
Ralf Schmidt seit 2.6.2025 | Prokura |
Raffaele Rocco Graziano seit 2.6.2025 | Prokura |
Anja Sprenger seit 30.4.2025 | Geschäftsführer |
Christophe Marceau seit 11.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
OPmobility SE | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HBPO GmbHLippstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2011
Anhang für 2011Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Als verbundene Unternehmen werden zum Abschlussstichtag die HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, und deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen angesehen. Als nahestehende Unternehmen werden die Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, die Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, und die Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/ Frankreich, als Gesellschafter der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, und deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen angesehen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode, pro rata temporis im Jahr der Anschaffung) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode, pro rata temporis im Jahr der Anschaffung) vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Ebenso kommt die degressive Abschreibungsmethode in ausgewählten Fällen zur Anwendung. Geringwertige Anlagegüter, die für die Gesellschaft insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden bis zu einem Wert von EUR 410 (bis zum 31.12.2009: EUR 150) im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bilanziert. Diese entsprechen den beizulegenden Werten am Bilanzstichtag. Im Vorratsvermögen werden Projektierungs-/Entwicklungsleistungen aktiviert, die zum Verkauf an die Tochtergesellschaften bestimmt sind. Diese sind unter den unfertigen Leistungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Grundsätzlich werden auf der Passivseite als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz von 5,13 % bei einer unterstellten Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,0 % berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einen Jahr erfolgte die Bewertung zutreffend ohne Beachtung des Realisations- und Imparitätsprinzips bzw. des Anschaffungskostenprinzips gemäß der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB. Aufgrund von überschaubaren temporären Differenzen speziell im Rückstellungsbereich besteht für unsere Gesellschaft das Wahlrecht, aktive latente Steuern anzusetzen. Von diesem Aktivierungswahlrecht wird kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in Anlage A zu diesem Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.290 resultiert daraus, dass am Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Projektabrechnungen mit Kunden offen waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pooling, aus der Weiterbelastung von IT-Kosten, sowie Forderungen aus Lizenzverträgen und Lieferungen und Leistungen. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der HBPO Germany GmbH, Meerane, resultiert eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.855. Diese betrug im Vorjahr TEUR 2.273. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 1.926 beinhalten im Wesentlichen Steueransprüche aus Körperschafts- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.382. Des Weiteren sind Forderungen aus ausländischer Vorsteuer mit einem Betrag von TEUR 498 und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von TEUR 35 in dieser Position enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Stammkapital und Kapitalrücklage Das voll erbrachte Stammkapital beträgt TEUR 17.500. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche Geschäftsanteile von der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, gehalten. Im Geschäftsjahr 2002 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 6.000 zur Aufstockung des Stammkapitals auf TEUR 17.500 beschlossen. Die Aufbringung des Kapitals erfolgte im Wege der Sacheinlage von 100 % der Geschäftsanteile an der HBPO Czech s.r.o., Mnichovo Hradiste/Tschechische Republik, zum Buchwert von TEUR 6.881. Der den Nennbetrag der Kapitalerhöhung übersteigende Buchwert ist der Kapitalrücklage zugeführt worden (TEUR 881). Eigenkapital / Bilanzgewinn Aus dem Jahresüberschuss wurde eine Vorabgewinnausschüttung in Höhe von TEUR 400 vorgenommen; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Rückstellungen für Pensionen / Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden in diesem Zusammenhang TEUR 10 im Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Erträgen saldiert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus einem schwebenden Geschäft. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Sicherheiten wurden nicht gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben den Cash-Pooling-Verbindlichkeiten (TEUR 70.473) auch Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 3.528). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ferner die jährliche Management Fee in Höhe von TEUR 27 gegenüber der Gesellschafterin. Aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der HBPO Rastatt GmbH, Rastatt, resultiert eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.622 und aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der HBPO Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, eine Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 568, beide aus der diesjährigen Verlustübernahme. Haftungsverhältnisse Die HBPO GmbH und deren Tochtergesellschaft HBPO Germany GmbH, Meerane, haften gesamtschuldnerisch für die Kreditlinie zum Abschluss von Finanztermingeschäften in Höhe von TEUR 1.100. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Finanztermingeschäfte. Des Weiteren haftet die Gesellschaft im Rahmen von unbefristet abgegebenen Patronatserklärungen für von Tochterunternehmen erhaltene Avalkredite in Höhe von TEUR 418. Darüber hinaus bestehen sonstige Garantien in Höhe von EUR 2,6 Mio. zur Besicherung aller Ansprüche zwischen den Garantienehmern und Tochterunternehmen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den benannten Haftungsverhältnissen wird derzeit als sehr gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht insbesondere auf der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Konzernunternehmen. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Mit Generalübernahmevertrag vom 16. Januar 2006 wurde der Bau eines Bürogebäudes von der HBPO GmbH und einem Investor beschlossen. Mit Fertigstellung des Bürogebäudes im September 2006 ging das Eigentum auf den Investor über und wurde ab dem 1. Oktober 2006 von diesem gemietet. Zweck der Vertragsgestaltung ist die Beibehaltung der Liquidität. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2024. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (inkl. Verwaltungskostenpauschale) belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 3.668. Zum Zwecke der Liquiditätsschonung hat die Gesellschaft Sale-and-lease-back-Geschäfte abgeschlossen. So wurden im Jahr 2007 für die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Kanada und den USA Behälter erworben und erfolgsneutral an eine Leasinggesellschaft weiterverkauft. Zum Bilanzstichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für das Behältermanagement insgesamt TEUR 421, bei einer ursprünglichen Laufzeit der Leasingverträge über vier bzw. fünf Jahre. Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein weiterer Sale-and-lease-back-Vertrag für die Tochtergesellschaften in Deutschland, Großbritannien und Spanien eingegangen. Dieser Behälter-leasingvertrag hat eine Laufzeit bis 2013 mit einer finanziellen Verpflichtung zum 31. Dezember 2011 von insgesamt TEUR 1.706. Darüber hinaus bestehen weitere Miet- und Leasingverträge für Fahrzeuge und Büroausstattung im industrieüblichen Rahmen. Die Verträge haben eine Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren und enden zwischen 2012 und 2014. Die verbleibende finanzielle Verpflichtung dieser Verträge beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 380. Umsatzerlöse Insgesamt wurden in 2011 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.216 erzielt. Davon wurden TEUR 12.176 in Deutschland und TEUR 15.040 im Ausland generiert. Unter Beachtung des Gegenstandes der Gesellschaft werden die Erlöse aus den Lizenzverträgen mit den Tochtergesellschaften in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen dieser Verträge erzielten Lizenzgebühren betrugen:
Zusätzlich werden Erträge aus Projektleistungen sowie weiterberechnete Werkzeuge an Dritte in Höhe von TEUR 13.023 in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 6.214 setzen sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen auf Finanzanlagen Bei den Anteilen an der HBPO North America Inc., Troy/USA, lag zum Bilanzstichtag eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vor. Aus diesem Grund wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 477 vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Dienstleistungen, Versicherungen, Behälterleasingkosten, Reise- und Bewirtungskosten, Miet- und Pachtaufwendungen sowie EDV-Kosten. Die Dienstleistungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.348 enthalten Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen mit einem Wert von TEUR 1.364, im Wesentlichen für Entwicklungsleistungen und Markterschließung. Des Weiteren enthalten die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 2.616 den an die verbundenen Unternehmen weiterbelasteten Aufwand für das Behälterleasing in Höhe von TEUR 2.135. In den EDV-Kosten in Höhe von TEUR 3.064 sind an die Tochtergesellschaften anschließend weiterbelastete EDV-Kosten in Höhe von TEUR 2.421 enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die relativ geringe Ertragsteuerquote ist vor allem darin begründet, dass die im Vorsteuerergebnis enthaltenen wesentlichen Beteiligungserträge aus Dividenden ausländischer Unternehmen in Deutschland nur der Mindestbesteuerung unterliegen. Sonstige AngabenGeschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2011:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 115 Angestellte (inklusive 2 Auszubildenden) beschäftigt (im Vorjahr 104 inklusive 1 Auszubildenden). Konzernverhältnisse Die Anteile an der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2011 vollständig von der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, gehalten. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird mit befreiender Wirkung entsprechend des § 291 HGB in den Konzernabschluss der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, zum 31. Dezember 2011 einbezogen. Der Konzernabschluss der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, wird nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der IFRS aufgestellt und wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Anteile an der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, werden zum 31. Dezember 2011 zu je einem Drittel von der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, der Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/ Frankreich, und der Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, gehalten. Die Gesellschaft wird entsprechend der gehaltenen Anteile zum 31. Dezember 2011 in den Konzernabschluss der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, einbezogen. Eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der Compagnie Plastic Omnium über Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/Frankreich, entsprechend der gehaltenen Anteile erfolgt ebenfalls zum 31. Dezember 2011. Die Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, erstellt ihren Konzernabschluss jeweils zum 31. Mai eines Jahres; zu diesem abweichenden Konzernbilanzstichtag erfolgt die anteilsmäßige Einbeziehung der Gesellschaft auf der Basis eines Zwischenabschlusses für Zwecke der Konsolidierung nach der Equity-Methode. Angaben zum Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2011
*) Das Eigenkapital und das Jahresergebnis in
Landeswährung wurden zum jeweiligen Devisenmittelkurs
am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 7.747.963,75, auf neue Rechnung vorzutragen. Hierin enthalten ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 206.910,55.
Lippstadt, 7. März 2012 HBPO GmbH Martin Schüler, CEO & President Jens Keller, CFO Lagebericht für 20111. UnternehmenskonzeptDie HBPO Gruppe ist die weltweit erste und einzige eigenständige Unternehmensgruppe, die ihre Aktivitäten ausschließlich auf die Entwicklung und Fertigung von Frontendmodulen für die Automobilindustrie fokussiert. Als Konzernzentrale der Gruppe erbringt die HBPO GmbH in Lippstadt Dienstleistungen in den zentralen Bereichen Entwicklung, Projektmanagement, Fertigungsplanung, Qualitätsmanagement, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Finanzierung für die vorrangig als Fertigungsstätten in die Gruppe eingebundenen Tochtergesellschaften. Die HBPO Gruppe unterhält Fertigungsstätten in Deutschland (Meerane und Rastatt), Tschechien, Slowakei, Ungarn, Spanien, Großbritannien, Mexiko, Korea, USA und Kanada. Darüber hinaus existieren Entwicklungszentren in den USA, Tschechien, China und in Deutschland (Lippstadt). Die neu gegründete Gesellschaft in Ingolstadt hat im Geschäftsjahr 2011 ihre operative Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen. Die HBPO GmbH generiert ihr Ergebnis wesentlich aus der Berechnung von Managementgebühren und Lizenzen an die Tochtergesellschaften. Hierbei werden die Kosten der HBPO GmbH als Managementgebühren an die Werke belastet. Des Weiteren wird der Aufwand für die Serienunterstützung und eine Lizenz für die Nutzung von Know-how an die Tochtergesellschaften berechnet. Zusätzlich werden die während der Projektphasen kapitalisierten Entwicklungskosten bei Serienanlauf an die Werke verkauft bzw. bei Entwicklungskosten, die vor dem 1. Januar 2009 angefallen sind, wird die rechnerische monatliche Abschreibung hierauf an die Tochtergesellschaften weiterbelastet. Die Automobilzulieferer Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, und Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, haben Ende des Jahres 2003 die Hella-Behr Fahrzeugsysteme GmbH (nunmehr: HBPO GmbH), Lippstadt, in ein neues Gemeinschaftsunternehmen, die Hella Behr Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, (nunmehr: HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt) eingebracht. Seit dem Beitritt der Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/Frankreich, Mitte des Jahres 2004, halten die drei Gesellschafter jeweils ein Drittel der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. 2. ErtragslageIm Geschäftsjahr 2011 konnte die HBPO GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.941 erzielen. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss TEUR 17.095. 2.1 Umsatzentwicklung und Auftragslage In 2011 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.215 (Vorjahr TEUR 36.546,) realisiert, davon insgesamt TEUR 14.192 aus Lizenzerlösen und aus der Erbringung von Dienstleistungen und projektbezogenen Leistungen an Tochterunternehmen. Die verbleibenden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.023 resultierten aus erbrachten Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Entwicklungs- und Prototypenprojekte. Im Geschäftsjahr wurden Projektierungs- und Entwicklungskosten an die Tochterunternehmen verkauft, die in den Vorräten aktiviert waren. Im Gegenzug erhöhten sich die Vorräte im Wesentlichen durch den Aufbau der neuen Werke in Ungarn und Ingolstadt um TEUR 5.292. Die Aktivierung dieser Aufwendungen erfolgte, da die HBPO GmbH für neue Projekte das Lizenzmodell zu Beginn des Jahres 2009 umgestellt hat. Demnach werden anstelle der umsatzabhängigen Lizenzzahlungen nun die projektspezifischen Kosten weiterbelastet. Die Erträge aus Lizenzerlösen gingen leicht von TEUR 14.608 im Vorjahr auf TEUR 14.192 in 2011 zurück. Die Umsatzentwicklung im Projektgeschäft ist stark vom zeitlichen Fortschritt der Entwicklungs- und Projektierungsleistungen und den vereinbarten Abrechnungsmodalitäten abhängig. Im Berichtsjahr wurden die Umsatzerlöse wesentlich durch den Verkauf von Werkzeugen an Drittkunden, vor allem an Audi (Q 3, A 3 KUM, A 3 FEM) und Porsche (Cajun, Panamera Hybrid, Panamera FL) realisiert. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Aktivitäten der HBPO GmbH in 2011 lag in der operativen Umsetzung des in den vergangenen Jahren generierten weiteren Wachstums der Gruppe. Neben dem Produktionsanlauf einer Vielzahl von Nachfolgeprojekten für bis dahin bereits in Serie ausgelieferte Modelle galten die Anstrengungen ganz wesentlich der Industrialisierung mehrerer neuer Projekte. Bereits zu Beginn des Jahres wurde in Toluca (Mexiko) das Montageprojekt für den Fiat 500 in Produktion genommen, dessen Komplexität und Volumen ein wichtiger weiterer Schritt zur langfristigen Absicherung des Standortes bringt. Das Gleiche gilt für Martorell (Spanien), wo im Juli 2011 die Belieferung des Frontends für den Audi Q 3 an Seat aufgenommen wurde, und für das HBPO Werk in Lozorno (Slowakei), das mit dem Volumenmodell VW up! eine deutliche Erweiterung erfuhr. Darüber hinaus wurden im Verlauf des Jahres drei neue HBPO Standorte aufgebaut, wovon das Werk in Rastatt bereits im September mit der Belieferung des ersten von zwei Modellen des Mercedes Benz MFA (B-Klasse) an das dortige Daimler-Werk begonnen hat und die Werke in Kecskemét (Ungarn), ebenfalls MFA für das ungarische Schwesterwerk von Daimler und Ingolstadt für den Audi A 3 auf die Produktionsaufnahme im Frühjahr 2012 vorbereitet wurden. Die weitere Geschäftsentwicklung des Unternehmens konnte mit sehr bedeutenden Akquisitionserfolgen auch in 2011 positiv entwickelt werden. Auch hier galt es, zunächst das bestehende Geschäft durch die Nominierung der Nachfolgeprojekte VW Golf A 7 (Meerane), Skoda Octavia A 4 NF (Mnichovo Hradiste) und Audi Q 7 NF (Lozorno) sicherzustellen. Eine deutliche Erweiterung des Geschäfts konnte darüber hinaus durch die Nominierung für den Porsche Cajun und den Skoda A-Entry als zusätzliche Modelle für die bestehenden Werke in Meerane und Mnichovo Hradiste und den Daimler MFA und die Audi Modelle A 3 und TT für zwei neu zu errichtende Werke in Beijing (China) und Györ (Ungarn) erreicht werden. In einigen Fällen gelang es 2011 jedoch erstmals nicht, das jeweilige Nachfolgegeschäft für laufende Serienaufträge zu bekommen. So werden die Frontends für den Ford CD, den Mercedes Vito/Viano sowie für den BMW Mini mit dem jeweiligen Modellwechsel von der Eigenfertigung der Herstellerwerke übernommen. Für HBPO bedeutet dies, dass die Standorte Hermosillo (Mexiko) bereits in 2012, Vitoria (Spanien) in 2014 und Banbury (UK) in 2015 geschlossen werden müssen. Damit wird die Entwicklung der Gruppe erstmals auch negativ beeinflusst, wobei das o.a. Neugeschäft den sich daraus ergebende Volumenrückgang überkompensieren und zu einem weiteren Wachstum beitragen wird. 2.2 Personal Bei der HBPO GmbH waren im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 115 Angestellte inklusive 2 Auszubildenden (Vorjahr: 104 Angestellte inklusive 1 Auszubildenden) beschäftigt. Am Jahresende betrug die Mitarbeiterzahl insgesamt 117, exklusive der Geschäftsführung, 2.3 Aufwandsstruktur Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr deutlich unter Vorjahr, zum einen aufgrund von um TEUR 1.499 gesunkenen Projektverkäufen an die Tochtergesellschaften, aber insbesondere aufgrund von um TEUR 7.738 gesunkenen Erlösen aus Lieferungen und Leistungen an Drittkunden. Letzteres lag vorwiegend an den weniger abgerechneten Projekten in 2011 im Vergleich zu 2010, sowie der Veränderung der Abrechnungsmodalitäten. Die Verringerung der Materialaufwendungen ist ebenfalls auf dem Rückgang der Umsatzerlöse aus weiterbelasteten Entwicklungsprojekten zurückzuführen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse * 100) hat sich aufgrund des nunmehr geringeren Anteils von weiterbelasteten Projekten an den Umsatzerlösen von 37,1 % in 2010 auf nunmehr 22,8 % im Geschäftsjahr 2011 reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2011 um TEUR 129 bzw. 1,34 %, im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.123 bzw. 9,0 % auf nunmehr TEUR 13.601 erhöht. Im Wesentlichen erhöhten sich hier die fremden Dienstleistungen und Reisekosten aufgrund der vielen Projektneuanläufe. Für die Tochtergesellschaften in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Slowakei, Kanada und USA wurden in den Vorjahren Transportbehälter gekauft und an eine Leasinggesellschaft weiterverkauft. Die monatlichen Leasingraten wurden von der HBPO GmbH an die jeweiligen Tochtergesellschaften weiterberechnet. 2.4 Ergebnisabführungsvertrag Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der HBPO Germany GmbH, Meerane und der HBPO Rastatt GmbH, Rastatt. Von der HBPO Germany GmbH, Meerane, wurden im Geschäftsjahr 2011 TEUR 2.855 an die HBPO GmbH abgeführt, gegenüber TEUR 2.273 im Vorjahr. Bei der HBPO Rastatt GmbH, Rastatt wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Verlust in Höhe von TEUR 2.622 ausgeglichen, gegenüber TEUR 10 im Vorjahr. Außerdem wurde mit der neu gegründeten HBPO Ingolstadt GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Hieraus resultiert für das Jahr 2011 eine Übernahme des Verlustes in Höhe von TEUR 568. 2.5 Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungserträge gingen in 2011 von TEUR 11.705 auf TEUR 5.844 zurück. Dies lag im Wesentlichen an der phasengleichen Gewinnvereinnahmung in Höhe von 3.153 von der HBPO Canada, Inc., Toronto/Kanada, die bereits im Geschäftsjahr 2010 realisiert wurde. Die Ausschüttungsbeträge der Gesellschaften im Geschäftsjahr 2011 betrugen: SHB Automotive Module Co., Ltd., Kyung San City/Korea TEUR 1.252 (Vorjahr TEUR 549), HBPO UK Limited, Banbury/Großbritannien TEUR 1.109 (Vorjahr TEUR 1.252), HBPO Mexico, S.A. de C.V., Puebla/Mexico TEUR 877 (Vorjahr TEUR 708), die HBPO Slovakia s.r.o., Bratislava/Slowakei TEUR 865 (Vorjahr TEUR 190), HBPO Czech s.r.o., Mnichovo Hradiste/Tschechische Republik TEUR 804 (Vorjahr TEUR 2.361), HBPO Korea, Ltd., Busan/Korea TEUR 571 (Vorjahr TEUR 0) und HBPO Iberia S.L., Vitoria/Spanien, TEUR 366, (Vorjahr TEUR 391). 3. FinanzlageAuch im Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Finanzierung der Gesellschaft wesentlich im Rahmen des Cash-Pooling-Systems mit der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften bei der Deutschen Bank. 4. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 87.615 auf TEUR 110.127 zum Bilanzstichtag am 31.12.2011. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich der Anteil des veränderten Finanzanlagevermögens auf 20,0 % gegenüber 25,7 % im Vorjahr. Das Finanzanlagevermögen beinhaltete im Vorjahr die Beteiligungen an der HBPO Germany GmbH, Meerane, HBPO Rastatt GmbH, Rastatt, HBPO Czech, s.r.o., Mnichovo Hradiste/Tschechische Republik, HBPO Slovakia s.r.o., Bratislava/Slowakei, HBPO Iberia S.L., Vitoria/ Spanien, HBPO North America Inc., Troy/USA, HBPO UK Ltd., Banbury/Großbritannien, HBPO Mexico S.A. de C.V., Puebla/Mexiko, HBPO Korea Ltd., Busan/Korea, HBPO Canada Inc., Toronto/Kanada, und SHB Automotive Module Company Ltd., Kyung San City/Korea, HBPO China Ltd., Shanghai/China, HBPO Manufacturing Hungary Kft., Kecskemét/Ungarn. Im Jahr 2011 kam mit der HBPO Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, (TEUR 25) eine neue Beteiligung hinzu, währenddessen der Beteiligungswert der HBPO North America Inc., Troy/USA um TEUR 477 abgewertet wurde. Das weitere Wachstum des Marktvolumens und der große Erfolg der von HBPO belieferten Kundenmodelle verhalfen der HBPO GmbH auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem deutlichen Jahresüberschuss. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Vorräte von TEUR 8.808 per Ende 2010 auf TEUR 14.100 im Berichtsjahr. Hierin enthalten waren aktivierte Entwicklungskosten mit einem Betrag von TEUR 5.237 als unfertige Leistungen, geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.099 sowie Handelswaren mit einem Wert von TEUR 6.764. Die Vorräte bestehen hauptsächlich aus dem laufenden Entwicklungs- und Projektgeschäft, bei dem die HBPO GmbH zum einen Werkzeuge für Kundenaufträge einkauft und diese nach Projektabschluss an die Kunden weiterveräußert, und zum anderen aus Projektierungs- und Entwicklungsleistungen, die nach Beendigung des Projektierungs- und Entwicklungsprojektes an die Tochterunternehmen weiterberechnet werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 31.030 gegenüber TEUR 11.940 im Vorjahr. Diese Forderungen beinhalten TEUR 7.764 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 11.940) und TEUR 23.266 aus Cash-Pool-Forderungen. Zum Abschlussstichtag hat insbesondere der unsaldierte Ausweis von aufrechenbaren Forderungen und Verbindlichkeiten zu dem Anstieg beigetragen; im Vorjahr wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den gleichen Tochterunternehmen miteinander saldiert, soweit sie sich aufrechenbar gegenüberstanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 43.738 im Vorjahr auf TEUR 74.028 im Berichtsjahr. Diese Verbindlichkeiten beinhalteten TEUR 3.528 aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 27 aus Management Fees und TEUR 70.473 aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen verringerten sich leicht von TEUR 217 im Vorjahr auf TEUR 211. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von TEUR 2.158 auf TEUR 2.670. Das Eigenkapital verringerte sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 33.406 auf TEUR 26.133. Somit sank die Eigenkapitalquote von 38,1 % in 2010 auf 23,7 % im Geschäftsjahr. Im Berichtsjahr wurden neben Ausschüttungen für das Vorjahr in Höhe von TEUR 14.814 weitere TEUR 400 an die Gesellschafter ausgeschüttet; bei letzterer Ausschüttung handelt es sich um eine Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2011. 5. Forschung und EntwicklungIm Bereich Forschung und Entwicklung standen im Geschäftsjahr 2011 die Serienentwicklung jeweils weiterer Derivate der Audi AG, der Daimler AG und ein neues Projekt der Porsche AG im Vordergrund. Im Rahmen der Vorentwicklung wurden die Bemühungen auf die Themen Leichtbau und CO 2-Reduktion fokussiert. Hierzu wurde weltweit der erste Vollkunststoff Hybridträger in Faserverbundtechnologie hergestellt. Als wichtigster Produktvorteil ist hier eine Gewichtseinsparung von bis zu 30 % zu nennen. Die zweite wichtige Innovation ist die aktive Luftklappensteuerung. Dieses völlig neue Produkt im Frontendmodulbereich hilft den Treibstoffkonsum von Fahrzeugen zu senken. HBPO stellte hierzu funktionsfähige Prototypen her. Beide hier genannten Innovationen wurden auf der IAA 2011 in Frankfurt vorgestellt. Die HBPO GmbH hat aufgrund der IAA bereits von der Porsche AG einen Entwicklungsauftrag für eine aktive Luftklappensteuerung erhalten. Von hoher Bedeutung ist auch der Entwicklungsauftrag der Daimler AG für ein Frontend im Zukunftsmarkt China. Weitere neue Entwicklungsaufträge konnten im Konzeptwettbewerb bei der Audi AG gewonnen werden. Hier ist der Audi TT und der Audi Q 7 zu nennen. Weitere innovative Entwicklungsaktivitäten wurden auf Basis des zukünftigen Mercedes E-Klasse Modells beim Kunden Mercedes AMG GmbH gestartet. Hier gilt es durch den Einsatz von Magnesium als Strukturmaterial Benchmark in Richtung Leichtbau zu setzen. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem AbschlussstichtagNach dem Abschlussstichtag gab es keine Entwicklungen, die einen besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 7. RisikoberichtDie HBPO GmbH verfolgt mit seiner Risikomanagementstrategie das Ziel, die vielfältigen mit den geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken zu minimieren bzw. nach Möglichkeit zu vermeiden, um potenzielle Schäden vom Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Hierzu wurden effektive Prozesse und Systeme zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Vermeidung von Risiken implementiert. Diese Prozesse umfassen alle Gesellschaften und Funktionsbereiche. Ihre Ordnungsmäßigkeit und Effizienz wird regelmäßig internen Überprüfungen unterzogen. Darüber hinaus wird die Wirksamkeit der erforderlichen Kontrollsysteme durch regelmäßige Audits eines von den Gesellschaftern beauftragten Revisionsteams der Plastic Omnium S.A. sichergestellt. Risiken als Folge der konjunkturellen Entwicklung wird auf vielfältige Weise Rechnung getragen. Dabei kommt der Gestaltung von Lieferverträgen, insbesondere gegenüber Lieferanten, und, wenn möglich, auch bei Kunden besondere Bedeutung zu. Aber auch eine an den strategischen Zielen des Unternehmens ausgerichtete Akquisitionspolitik, ein systematisch betriebenes und von der gesamten Organisation getragenes Projekt- und Anlaufmanagement, eine auf höchstmögliche Flexibilität abgezielte Personalpolitik (u.a. im Rahmen der Gestaltung von Vergütungsmodellen) sowie eine mit dem gleichen Ziel verfolgte Ausrichtung von Entscheidungsmodellen in Fragen der Unternehmensfinanzierung sind wesentliche Bestandteile des von der HBPO GmbH betriebenen Risikomanagements. Zur Planung und Steuerung der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens wird jährlich eine detaillierte Unternehmensplanung für die kommenden fünf Geschäftsjahre erstellt, welche dem Gesellschafterausschuss vorgestellt und durch diesen genehmigt wird. Alle verantwortlichen Bereiche der Einzelgesellschaften wie auch der Konzernzentrale sind in diesen Planungsprozess eingebunden. Zur frühzeitigen Identifikation von Risiken und gegebenenfalls erforderlicher Maßnahmen zur Gegensteuerung wird die Entwicklung des Unternehmens im Rahmen eines standardisierten Berichtswesens regelmäßig an dieser Planung gemessen. Eine grundsätzliche Beeinträchtigung der Unternehmensentwicklung sowie bestandsgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit nicht. Die HBPO GmbH übernimmt mit dem steigenden Anteil der Systemintegrations- und Entwicklungsprojekte auch eine höhere Einkaufsverantwortung. Diese höhere Verantwortung beinhaltet jedoch auch ein höheres Risiko bei einem insolvenz- oder konkursbedingten Ausfall eines Lieferanten. Im Rahmen einer regelmäßigen Validierung wird die Leistungsfähigkeit sowohl bestehender als auch neuer Lieferanten sichergestellt. Durch ein umfassendes Qualitätsmanagement wird den spezifischen Risiken aus Produktion und Lieferung fehlerhafter Teile entgegengewirkt. Darüber hinaus bestehen entsprechende Versicherungen zur Abdeckung etwaiger Risiken aus Gewährleistungs-Verpflichtungen. Währungsrisiken bestehen im Hinblick auf Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der HBPO GmbH bestehen bzw. bei normalem Geschäftsverlauf entstehen werden. Durch die Umstellung der funktionalen Währung in diversen HBPO Standorten wird diesen Risiken effektiv begegnet. Risiken finanzieller Art ergeben sich insbesondere aus dem hohen zeitlichen Vorlauf der erforderlichen Ausgaben bei der Realisierung von akquirierten Projekten. Neben der Finanzierung durch Kundenanzahlungen wird hier eine zeitnahe Realisierung von Umsatzerlösen angestrebt. HBPO begegnet diesem Liquiditätsrisiko durch Vereinbarung entsprechender Zahlungskonditionen mit Kunden und Lieferanten, mit erforderlichenfalls vorsorglicher Einrichtung ausreichender Kreditlinien und mit kurzfristiger, engmaschiger Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Liquiditätsflüsse. Grundsätzlich werden alle finanzwirtschaftlichen Risiken über das zentral geführte Treasuring in sehr enger Abstimmung mit der Finanzabteilung der Konzernzentrale und der Geschäftsführung gesteuert. Der Risikomanagementprozess der HBPO GmbH bindet alle beschriebenen Risiken bzw. Risikofelder ein. Der Geschäftsführung sind keine Entwicklungen bekannt, die nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belasten und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 8. PrognoseberichtDie weltweite konjunkturelle Lage, insbesondere die der Automobilindustrie, hat sich in 2011 letztlich deutlich stärker verbessert als es nach dem bereits außerordentlich guten Jahr 2010 und den Turbulenzen am Kapitalmarkt im Verlauf des Jahres 2011 zu erwarten war. Damit konnte das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 als das erfolgreichste Jahr der Geschichte der HBPO-Gruppe abgeschlossen werden. Für das Jahr 2012 gehen die Prognosen von einem weiteren Konjunktur-Wachstum auf allerdings eher moderatem Niveau aus. Die Planung der HBPO-Gruppe sieht einen auf die relevanten Fahrzeugmodelle bezogenen weiteren Anstieg des Produktionsvolumens gegenüber dem Jahr 2011 von 7 % vor, was im Wesentlichen auf das zusätzliche Volumen durch die neu anlaufenden Projekte zurückzuführen ist. Für das Folgejahr 2013 ist - bei dann voller Produktion der meisten Neuprojekte - ein kumuliertes Wachstum gegenüber 2011 von ca. 17 % zu erwarten. Wenn auch - wie an anderer Stelle bereits angeführt - aufgrund strategischer Entscheidungen des jeweiligen Kunden erstmals Nachfolgeaufträge nicht gewonnen werden konnten und damit eine Schließung dreier HBPO-Werke nicht vermieden werden kann, so zeigt sich in der dennoch positiven Entwicklung der gesamten Gruppe das Ergebnis der überaus erfolgreichen Projekt- und Akquisitions-Aktivitäten der Gruppe. Die Abwicklung der in 2011 gewonnenen neuen Aufträge wird auch in den Folgejahren für eine gute Auslastung im Rahmen des Projektgeschäfts sorgen. Dies und eine durchaus umfangreiche Roadmap der mit hoher Priorität versehenen Akquisitionsprojekte sind die Grundlage zur Sicherstellung der weiteren Zukunft der HBPO GmbH. Darüber hinaus werden die Strukturen und Geschäftsprozesse weiterhin kontinuierlich optimiert und die gute Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten weiter intensiviert. Vor diesem Hintergrund geht unsere ambitionierte, aber durchaus realistische Planung für die kommenden Jahre von einer weiteren positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. Die seitens der Gesellschafter stabilen Rahmenbedingungen, die weiteren Verbesserungen von Prozessen sowie der durch überaus erfolgreiche Akquisitionstätigkeit erreichte Auftragsbestand lassen keinen Zweifel an der Fortführung des Unternehmens in den Folgejahren.
Lippstadt, 7. März 2012 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2011
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HBPO GmbH, Lippstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 8. März 2012 Ernst
& Young GmbH
Rukes, Wirtschaftsprüfer Vlachos, Wirtschaftsprüfer |
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