VR-Bank Coburg eG

Coburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg GnR 78
Vorher
VR-Bank Coburg-Rennsteig eG Raiffeisenbank/Volksbank
Eingetragen
22.1.1976
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g)der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; i) der Handel mit Waren- und Dienstleistungen; j) die Durchführung von Immobiliengeschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Matthias Herpich
seit 13.1.2023
Vorstandsmitglied
Christian Strauß
seit 10.12.2020
Prokura
Stefan Krautwurst
seit 30.7.2018
Prokura
Norbert Schug
seit 27.2.2017
Vorstandsmitglied
Gerd Wendel
seit 31.3.2014
Prokura
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-Bank Coburg eG

Coburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die VR-Bank Coburg eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist. Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte.

Unser Geschäftsgebiet umfasst den Landkreis Coburg, den Landkreis Sonneberg, Bereiche der Metropolregion Nürnberg, die Landkreise Schweinfurt und Rhön-Grabfeld, den Landkreis Haßberge sowie den Bereich Süd-Thüringen.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

Im Bankgeschäft haben wir derzeit 189 Beschäftigte.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der regionalen Wirtschaft

Die für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage maßgeblichen gesamtwirtschaftlichen und regionalen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Geopolitische Krisen, schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und weiterhin hohe Teuerungsraten prägten das Jahr 2023. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten wurde durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine als auch dem Konflikt im Nahen Osten verstärkt.

In Deutschland stagnierte die konjunkturelle Entwicklung durch hohe Energiepreise und leere Auftragsbücher bereits zum Jahresbeginn 2023. Insbesondere die in Folge des Ukrainekriegs bereits Ende 2022 eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an, wobei sich dämpfende Einflüsse multipel überlagert haben.

Während zu Jahresbeginn die konjunkturelle Erholung durch die nur allmählich schwindenden Belastungen im Zuge der hohen Inflation, teilweise noch existente Coronaschutzmaßnahmen oder Materialengpässe zurückhaltend verlief, wirkten sich im weiteren Jahresverlauf die seitens der westlichen Notenbanken vorgenommenen kräftigen Anhebungen des Leitzinses innerhalb eines sehr kurzen Zeithorizonts sowohl auf die deutsche als auch die weltweite wirtschaftliche Situation aus.

Überlagert wurden diese Einflüsse u.a. von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel sowie dem wirtschaftspolitischen Kurs Deutschlands nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November, worauf sich deutliche Einsparungen und Kürzungen in der Finanzplanung der Bundesregierung für 2024 begründen. Die Politik wird durch die damit ausgelöste Haushaltskrise vor große Herausforderungen gestellt. Der künftige Kurs der Wirtschafts- und Finanzpolitik lässt sich nur schwer abschätzen.

Die Geldmarktsätze zogen im Jahresverlauf vornehmlich durch die Zinsschritte der Notenbanken an. Lag der dreimonatige Euribor Anfang Januar bei knapp 2,20 % belief sich der Wert Ende Dezember auf 3,90 %. Hauptursache hierfür ist die kräftige Erhöhung der Leitzinssätze seitens der Europäischen Zentralbank von 2,50 % auf 4,50 %. Ein weniger eindeutiges Bild zeichnete im Jahr 2023 der Rentenmarkt. Lag die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen zum Jahresbeginn bei rund 2,50 %, stieg sie bis in den Herbst hinein auf über 3,00 %. Dieser Trend kehrte sich zum Jahreswechsel jedoch um. Die Rendite der Wertpapiere notierte per Ende Dezember bei 2,00 %. Die Zinsstrukturkurve, die das Zinsniveau in Abhängigkeit von der Laufzeit zumeist der Staatsanleihe beschreibt, bleibt tendenziell auch im Jahr 2023 invers. Das bedeutet, das Ausleihungen mit kurzer Laufzeit eine höhere Verzinsung haben als länger laufende Ausleihungen. Bundeswertpapiere folgten dem Trend am US-Markt. Investoren verlangten in Folge der steigenden Unsicherheit über die künftige Zinsentwicklung bis in den Herbst immer höhere Risikoprämien. Notierte der zehnjährige US-Treasury Bonds zum Jahresanfang noch bei 3,90 %, stieg die Rendite bis Mitte Oktober auf 5,00 % an. Nach den letzten Zinssitzungen der US-Notenbank FED glauben die Investoren überwiegend an eine Zinswende in 2024, was zu einer rückläufigen Rendite auf 3,90 % Ende Dezember führte.

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete bis in den Sommer einen positiven Trend. Einer Schwächephase im Herbst stand eine ausgeprägte Jahresendrally gegenüber. Der DAX startete Anfang 2023 mit knapp 14.000 Punkten und stieg auf rund 16.800 Punkte an, was einem Kursgewinn von etwa 20,00 % entspricht. Insbesondere die Erwartung einer baldigen Zinssenkung in den USA führten zu einer Erhöhung der Aktienkurse in den letzten Wochen des Jahres 2023.

Auf dem Devisenmarkt schwankte der Euro/Dollar-Wechselkurs in 2023 in einem vergleichsweise engen Band. Nach einem Jahreshoch von knapp 1,13 Dollar/Euro im Juli 2023 ließen gedämpfte Wachstumsaussichten im Euroraum sowie die Erwartung höherer Fiskaldefizite in den USA die Gemeinschaftswährung im Oktober 2023 zeitweise auf unter 1,05 US-Dollar fallen. Unterm Strich wertete der Euro im Jahresverlauf gegenüber dem Dollar leicht auf. Erhielt man zu Beginn des Jahres für einen Euro 1,07 US-Dollar, waren es Ende Dezember 1,10 US-Dollar.

Nach einer Konjunkturumfrage der IHK zu Coburg zum Jahresbeginn 2024 stellt sich die Situation im Wirtschaftsraum Coburg wie folgt dar:

Coburgs Wirtschaft verharrt im Stimmungstief. Bei den Unternehmen bestehen durch hohe Energiekosten, gestiegene Preise, zunehmende Arbeitskosten sowie gewachsene Zinsbelastungen weiterhin große Unsicherheiten und Abwärtsrisiken. Die Nachfrageseite übt sich sowohl bei den Investitionen als auch beim Konsum in Zurückhaltung. Weder vom In- noch vom Ausland gehen momentan wirksame Impulse aus. Die Auftragsbestände der Betriebe schmelzen folglich immer weiter ab. Mit dem allgegenwärtigen Arbeits- und Fachkräftemangel, dem enormen Anpassungsdruck im Zuge der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz und den starken Belastungen durch überbordende Bürokratie sowie immer neue Gesetzesvorlagen wirken auf die Unternehmen zusätzliche strukturelle Herausforderungen ein. Im Ergebnis ergibt sich hieraus eine prekäre Situation, gekoppelt mit einer mangelnden Wettbewerbsfähigkeit und einer Eintrübung der Stimmung in der heimischen Wirtschaft.

Der IHK-Klimaindikator, der sich aus den Beurteilungen der Unternehmen bezüglich ihrer gegenwärtigen Geschäftslage und ihren Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklungen bildet, ist von 100 Punkten zum Jahresbeginn 2023 und 93 Punkte im Herbst, auf nun 86 gefallen. Werte unter 100 weisen auf eine Krisensituation hin, wobei sich die Verhältnisse nur im tiefsten Tal der Corona-Krise und nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine noch dramatischer darstellten.

Die geschäftliche Situation der regionalen Wirtschaft hat sich in weiten Teilen und durch alle Unternehmensgrößen hinweg eingetrübt. Zwar sieht die Mehrheit die derzeitige Situation als gut bzw. wenigstens als befriedigend an, allerdings beurteilen 24,00 % ihre Situation als schlecht. Insbesondere in der Industrie und dem Einzelhandel fällt die Stimmungstrübung verstärkt aus.

Die Lage in der Dienstleistungswirtschaft hat sich wieder etwas verbessert, allerdings noch nicht den Status wie vor den Krisenjahren erreicht. Aktuell schätzen 63,00 % der Branchenvertreter ihre Geschäftslage als gut ein. Die Stimmung unter den Einzelhändlern hat sich in Folge multipler Krisen, noch immer hohen Inflationsraten, gestiegenen Kostenfaktoren und einer zurückhaltenden Konsumlaune der Verbraucher weiter verschlechtert. Die Hälfte der Händler spricht von schlecht laufenden Geschäften. In der Hotellerie bzw. Gastronomie gab es bei den gut-Bewertungen der Lage einen Einbruch um ca. 60,00 %. Regionale Industrieunternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage nochmals schlechter als in der Vorumfrage ein. Betrug der Saldo aus positiven und negativen Rückmeldungen nach der Vorumfrage -4 Punkte, rutscht er mit nunmehr -19 Punkten immer tiefer in den Minusbereich.

Auch die Geschäftserwartungen der Unternehmen verdüstern sich aufgrund großer Verunsicherung weiter. Die Zahl der Unternehmen mit negativen Erwartungen übersteigt deutlich die Zahl derjenigen mit positiven. Von einer Verschlechterung der Geschäfte innerhalb der nächsten zwölf Monate geht mehr als ein Drittel der Unternehmen (37,00 %) aus. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen fällt um 7 Punkte auf nunmehr -28. Vorsichtig optimistische Erwartungen ergeben sich im Versicherungs- und Finanzgewerbe. Der Handel geht überwiegend von einer Seitwärtsbewegung bzw. schlechten geschäftlichen Aussichten aus. Fast die Hälfte der regionalen Industriebetriebe halten ihr Auftragsvolumen mittlerweile für zu klein, wodurch für die kommenden Monate auf eine weitere konjunkturelle Verschlechterung geschlossen wird. Als größte Konjunkturrisiken gelten neben den Arbeitskosten und der Inlandsnachfrage die Energie- und Rohstoffpreise.

Nach einer Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Südthüringen vom Jahresbeginn 2024 ergibt sich für den Wirtschaftsraum Sonneberg folgendes Bild:

Die Kostenentwicklungen am Standort Sonneberg lassen die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Es fehlt an heimischer Nachfrage. Da die Sonneberger Wirtschaft durch einen hohen Industrieanteil geprägt ist, könnte sie von der stabilen Entwicklung der Weltwirtschaft und der damit verbundenen Auslandsnachfrage profitieren.

Gesamtwirtschaftlich gesehen stehen die Signale auf Abschwung. So bewerten lediglich 17,00 % der Unternehmen die Geschäftslage als gut, für 55,00 % ist sie schlecht. In den kommenden Monaten erwarten lediglich 7,00 % wieder bessere Geschäfte, während 54,00 % von einer Verschlechterung ausgehen. Der Konjunkturklimaindikator, als geometrischer Mittelwert aus den Lage- und Erwartungseinschätzungen, erreicht 57,8 Punkte, sechs Punkte weniger als im Herbst 2023 und 14,0 Punkte weniger als vor einem Jahr. Die Wirtschaft im Landkreis Sonneberg ist demnach besonders stark von der Krisensituation betroffen. Das manifestiert sich auch durch den Indikator für Südthüringen, der bei 65,0 Punkten liegt, während es in Deutschland 91,9 Punkte sind.

Als Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung bewerten 88,00 % der Unternehmen den Anstieg der Energiekosten. Mit 61,00 % folgen die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte sowie die Arbeitskosten mit 57,00 % bzw. die heimische Nachfrage mit 51,00 %.

Da der Umsatz der Unternehmen nicht mit der Kostenentwicklung mithalten kann, erklären 52,00 % der Unternehmen eine Verschlechterung der Ertragslage. Die Unternehmen versuchen zwar die Erträge über Preiserhöhungen stabil zu halten, allerdings reagiert die Nachfrage auf die Preisentwicklung, weil das Budget der Kunden begrenzt ist. Gegenwärtig arbeiten 26,00 % mit Gewinn, kostendeckend 46,00 % und 28,00 % in der Verlustzone.

Die Industrie als stärkster Wirtschaftszweig des Landkreises ist seit jeher exportstark. Der Problematik mangelnder Inlandsnachfrage sehen 21,00 % der Industriebetriebe verbesserten Exporterwartungen entgegen. Inwieweit die Hoffnung eintritt, wird sich bald zeigen. Fürs erste verzichten 43,00 % der Unternehmen in 2024 auf Investitionsprojekte bzw. reduzieren 15,00 % ihre Investitionsabsichten. Hauptmotiv sind allenfalls Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen. Das schont zwar die Liquidität, belastet aber deren weitere Entwicklung.

II.2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten der normativen Perspektive. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftswachstum, gemessen an der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Diese finanzielle Leistungskennzahl unterscheidet sich von der Gewinn- und Verlustrechnung nach RechKredV dadurch, dass eine Aufteilung der Ergebniskomponenten in ordentliche betriebliche und neutrale Komponenten (betriebsfremd, periodenfremd und außerordentlich) vorgenommen wird. Relevant für die Kennzahl sind die ordentlichen betrieblichen Ergebniskomponenten.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts liegt die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") zugrunde. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins und Provisionsergebnis (inkl. laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar; betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren bleiben unberücksichtigt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (Eigenmittel des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags).

Als Leistungsindikator für die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank kommt die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl nach den Verordnungen (EU) 2015/61 und 575/2013 (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen) zum Tragen.

In den folgenden Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung war mit 0,97 % der Jahresdurchschnittsbilanzsumme aufgrund eines Sondereffekts in Form von realisierten Reserven aus einer Rückgabe von Refinanzierungsmitteln merklich höher als im Vorjahr. Dabei lag die CIR im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 59,19 % (Vorjahr: 69,99 %).

Die harte Kernkapitalquote belief sich auf 16,22 %; dies entspricht einer Steigerung von 1,13 % Punkte gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio bewegte sich 2023 an den Meldestichtagen zwischen 220,71 % und 297,65 %.

Die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt bei der LCR im Rahmen unserer Erwartungen. Beim Betriebsergebnis und der CIR konnte der Planwert übertroffen werden, ebenso bei der Kernkapitalquote.

II.3 Geschäftsverlauf der VR-Bank Coburg eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 1.660.762 1.631.409 + 29.353 1,8
Außerbilanzielle Geschäfte 33.612 49.160 - 15.548 31,6

Die Bilanzsumme konnte auf 1.660.762 TEUR gesteigert werden. Zurückzuführen ist dies auf ein Wachstum der Gesamteinlagen, das 2023 durch die veränderte Zinssituation wieder möglich war. Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 942 TEUR und aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 32.670 TEUR zusammensetzen, liegen unter Vorjahresniveau.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 619.752 597.217 + 22.535 3,8
Wertpapiere 890.851 869.902 + 20.949 2,4
Forderungen an Kreditinstitute 84.160 89.800 - 5.640 6,3

Die Entwicklung des Aktivgeschäfts entsprach nicht ganz den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden teilweise nicht erreicht, da das erzielte Passivwachstum nicht komplett im Kundenkreditgeschäft untergebracht werden konnte. Der Anteil der Forderungen gegenüber Kreditinstituten ist zu Gunsten des Wertpapiervermögens gesunken. Im Geschäftsjahr erfolgten Umwidmungen zwischen der Liquiditätsreserve und dem nach strengen Niederstwertprinzip bewertete Anlagevermögen. Insgesamt ergab sich ein Nettozufluss in der Liquiditätsreserve.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.074 92.832 - 34.758 37,4
Spareinlagen von Kunden 243.646 291.995 - 48.349 16,6
andere Einlagen von Kunden 1.133.436 1.037.480 + 95.956 9,2
verbriefte Verbindlichkeiten 20.358 20.358 0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr spürbar. Die Spareinlagen waren rückläufig, bei den anderen Einlagen von Kunden war jedoch ein deutliches Wachstum zu verzeichnen, welches sich auf das im abgelaufenen Geschäftsjahr geänderte Zinsniveau zurückführen lässt. Infolge dessen konnten wieder Zinszahlungen auf Einlagen erfolgen. Die verbrieften Verbindlichkeiten blieben unverändert. Die Entwicklung des Passivgeschäfts entsprach den in der Vorperiode berichteten Prognosen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 3.776 3.432 + 344 10,0
andere Vermittlungserträge 2.812 2.913 - 101 3,5
Erträge aus Zahlungsverkehr 5.907 4.624 + 1.283 27,7

Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes verlief insgesamt leicht über Plan. Durch die sinkende Inflation und das geänderte Zinsniveau gaben die Kunden ihre Zurückhaltung im Wertpapiergeschäft auf, was zu gewachsenen Erträgen aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften führte. Die anderen Vermittlungserträge waren im Gegensatz dazu leicht rückläufig. Die deutliche Steigerung der Erträge aus dem Zahlungsverkehr resultiert aus der Einführung des MacherKontos.

Immobiliengeschäft

Direkte Investitionen in Immobilien zur Erzielung von Mieterträgen haben wir in 2023 nicht getätigt. Aus unseren Bestandsimmobilien haben wir im Geschäftsjahr 2023 Mieterträge in Höhe von 256 TEUR erzielt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir Instandhaltungsinvestitionen in unser Geschäftsstellennetz, insbesondere unsere Geschäftsstelle in Dörfles-Esbach, getätigt und in die Erneuerung der IT-Ausstattung investiert.

Im Berichtsjahr wurde in Teilen mit dem Umbau der Hauptverwaltung am Sitz der Genossenschaft in Coburg begonnen.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Den veränderten Rahmenbedingungen haben wir durch eine Konzentration unseres Geschäftsstellennetzes Rechnung getragen. So wurde unsere Geschäftsstelle in Creidlitz nach Schließung im Frühjahr 2023 veräußert.

II.4 Lage der VR-Bank Coburg eG

II.4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 15.888 15.771 + 117 0,7
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.470 2.863 + 5.607 195,8
Provisionsüberschuss 2) 11.039 10.207 + 832 8,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 3.114 24 + 3.090 12875,0
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 13.249 11.596 + 1.653 14,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.036 7.819 + 1.217 15,6
Bewertungsergebnis 4) 3.712 -9.882 + 13.594 137,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 19.623 -605 + 20.228 3343,5
Steueraufwand 5.631 -13.364 + 18.995 142,1
Jahresüberschuss 3.992 2.759 + 1.233 44,7

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Der Zinsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus über den geplanten Wert hinaus gesteigert werden. Die Zuwächse der laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren begründen sich durch die Ausschüttung aus unserem Spezialfonds auf die wir 2022 verzichtet haben.

Der Provisionsüberschuss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen, was vornehmlich durch die Einführung des "MacherKontos" begünstigt wurde. Das sonstige betriebliche Ergebnis profitierte von den realisierten Kursgewinnen aus der Auflösung von Refinanzierungsgeschäften bei der DZ-Bank AG. Die im Geschäftsjahr gestiegenen Personalkosten sind Ergebnis des personellen Bestandsaufbaus in 2023 sowie der Berücksichtigung des Inflationstrends bei den Pensionsrückstellungen. Im Rahmen der Kostensteigerungen im Geschäftsjahr 2023 stiegen auch unsere anderen Verwaltungsaufwendungen, insbesondere in den Bereichen Bürobedarf, Raumaufwendungen, Instandhaltung, Schulung und Fortbildung sowie Outsourcing deutlich an. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert. Ursächlich hierfür sind die Kurserholungen im Wertpapierbereich, die auf die Zinsentwicklungen im letzten Quartal 2023, hauptsächlich im Dezember, zurückzuführen sind.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich erhöht. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die oben dargestellten Faktoren.

Vom Jahresüberschuss wurden 2.800 TEUR den Rücklagen zugeführt.

Die Entwicklung der Ertragslage bezogen auf das Betriebsergebnis im Verhältnis zur dBS verlief zufriedenstellend, da unsere wesentlichen Planungsziele erreicht werden konnten.

II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die Entwicklung der Finanzlage entsprach überwiegend unseren Erwartungen.

Die vorgehaltenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr jederzeit aus, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) gerecht zu werden. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden.

Neben unserer Liquiditätsreserve stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung.

Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen.

Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva zurückgreifen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten. Weitere Ausführungen finden sich unter III.4 Liquiditätsrisiken.

II.4.3 Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach unseren Erwartungen. Sowohl die Kernkapitalquote als auch die Gesamtkapitalquote lagen über den geplanten Werten.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 41.716 39.311 + 2.405 6,1
Rücklagen 60.311 57.510 + 2.801 4,9

Zuwächse beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung sowie durch die Ausweitung der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 80.000 TEUR.

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 10,17 % auf 10,88 % erhöht.

Die harte Kernkapitalquote wurde von 15,09 % auf 16,22 % gesteigert. Die Gesamtkapitalquote lag dabei leicht über der harten Kernkapitalquote. Das vorhandene Eigenkapital überschreitet weiterhin die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen.

Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung steht unverändert im Fokus der Geschäftspolitik.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) errechnet sich mit 0,24 % leicht über Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,84 % ergeben.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme ist von 36,61 % auf 37,32 % angewachsen. Branchenkonzentrationen sind nicht vorhanden. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen. Im Kundenkreditgeschäft existieren keine besonderen strukturellen Risiken. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Risikovorsorge abgeschirmt. Für latente Risiken bestehen Vorsorgereserven. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 617.759 750.348 - 132.589 17,7
Liquiditätsreserve 273.092 119.554 + 153.538 128,4

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 53,64 % an der Bilanzsumme. Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 63,78 % auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 5) bzw. von 36,22 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktiva 6).

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 190.459 TEUR wie Anlagevermögen bewertet. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 12.201 TEUR vermieden.

Die Bank hat Schuldscheine/Namenspfandbriefe (Aktiva 3/4) im Wert von nominal 46.000 EUR im Bestand.

Strukturierte Finanzinstrumente bestehen in Form von Wertpapieren, Schuldscheindarlehen bzw. Namensschuldverschreibungen und wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Die Bank hat gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB den Nettoüberhang aktiver latenter Steuern in Höhe von 14.764 TEUR aktiviert.

Derivategeschäfte

Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 30.000 TEUR eingesetzt. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen.

II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

In der Gesamtbetrachtung beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses als zufriedenstellend.

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage entsprach unseren Erwartungen. Die Entwicklung der Ertragslage übertraf die in der Vorperiode berichtete Prognose und ist zufriedenstellend. Die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden eingehalten. Das Ergebnis ermöglicht eine angemessene Dotierung der Eigenmittel. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den bankaufsichtsrechtlichen und betrieblichen Anforderungen.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III.1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen und Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand eines barwertigen Risikotragfähigkeitskonzeptes. Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts aus Sicht der normativen Perspektive.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Zum Bilanzstichtag betrug unser in der barwertigen Risikosteuerung ermitteltes Risikodeckungspotential 204,0 Mio. EUR. Demgegenüber stand ein barwertig ermitteltes Gesamtrisikoprofil in Höhe von 142,7 Mio. EUR, das sich wie folgt auf unsere wesentlichen Risikoarten verteilt: Kreditrisiko Kundengeschäft 2,7 Mio. EUR, Kreditrisiko Eigengeschäft 58,6 Mio. EUR, Zinsrisiko 44,4 Mio. EUR, Aktienrisiko 5,8 Mio. EUR, Beteiligungsrisiko 10,3 Mio. EUR, Immobilienrisiko 19,4 Mio. EUR sowie operationelle Risiken 1,5 Mio. EUR.

Stresstests werden von uns quartalsweise, jährlich und anlassbezogen durchgeführt.

Nachfolgend stellen wir unsere wesentlichen Risikokategorien dar:

III.2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden in der barwertigen Risikosteuerung nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value-at-Risk-Ansatz gemessen. Der VaR für das strategische Zinsbuch basiert auf der historischen Simulation mit einem Beobachtungszeitraum von 5.950 Tagen. Das Konfidenzniveau ist mit 99,90 % bei einer Haltedauer von 250 Tagen festgelegt.

Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene (Aktiv-/Passiv-Steuerung) Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps) ein. Risiken für die Bank entstehen mittelfristig insbesondere bei wieder sinkendem Zinsniveau.

Das Zinsänderungsrisiko wirkte sich auch in der Drohverlustrückstellung i.V.m. der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs aus. Eine Drohverlustrückstellung ist derzeit nicht zu erwarten.

Sonstige Marktpreisrisiken

Daneben bestehen Risiken aus Investitionen in Fonds und festverzinslichen Wertpapieren. Diese weiteren für uns wesentlichen Marktpreisrisiken werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen mittels VaR-exante-Kennzahlen der Kapitalanlagegesellschaften methodenkonsistent bei den betreffenden Risikoklassen in der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt. Das Konfidenzniveau beträgt dabei 99,90 % bei einer Haltedauer von 250 Tagen.

III.3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Die Kreditrisiken im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von 250 Tagen.

Mit Hilfe der internen Rating-Verfahren bestimmen wir die jeweilige Ausfallwahrscheinlichkeit. Der Risikoausweis wird aus der Summe der Kreditrisikoprämien im Kreditgeschäft barwertig (erwarteter Verlust) und des Credit Value at Risk barwertig (CVaR = unerwarteter Verlust) dargestellt.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Eine Risikokonzentration besteht hinsichtlich der Dominanz der Sicherheitenart Grundpfandrechte.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, eigene Analysen von Berichten und Veröffentlichungen sowie Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.

Als Risikoausweis stellen wir die Summe aus Expected Loss (erwarteter Verlust) und Credit Value at Risk (CVaR = unerwarteter Verlust) dar.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einem Risikohorizont von 12 Monaten abgebildet wird.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir grundsätzlich keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwerben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten und permanent überwacht werden.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Für weitere Ausführungen zu den Wertpapieren verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken

Auf Länderrisiken gehen wir im Rahmen unserer Risikotragfähigkeit ein. Das Länderrisiko begrenzen wir durch ein System interner Länderlimite.

III.4 Liquiditätsrisiken

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann.

Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 238,88 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zu den Meldestichtagen zwischen 220,71 % und 297,65 % und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 100,00 %. Zusätzlich haben wir eine institutsindividuelle minimale Zielgröße in Höhe von 110,00 % definiert.

Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten überwacht.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 122,19 % und damit über der Mindestanforderung von 100,00 %.

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als unwesentlich eingestuft.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir im Bereich Aktiva 5 nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuen wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.

III.5 Operationelle Risiken

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.

Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe auf Basis eines Self-Assessments aus Zeitreihen der Vorjahre abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, die Einbindung von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, die Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision sowie Versicherungen. Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir Rechtsberatung in Anspruch.

Im Geschäftsjahr sind keine wesentlichen operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

III.6 Weitere Risiken

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisiken als wesentliche Risikoart. Die Risikomessung erfolgt mittels des im Tool BETRIS der parcIT ermittelten Value-At-Risk (VaR).

Die Risiken aus unserem Immobilienportfolio messen wir mittels des Immobilienrechners des VR-Control Moduls IRIS bzw. ziehen wir die Immobilienrisikomesszahlen der Union Investment heran.

III.7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Sichtweise im Geschäftsjahr 2023 gegeben war. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 CRR und § 6c KWG in Höhe von 8,00 % haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 163.478 TEUR. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 auf Basis der zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenziale der Bank gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind akutell nicht zu identifizieren.

Die politische Lage ist vor dem Hintergrund der andauernden Kampfhandlungen in der Ukraine und dem Nah-Ost-Konflikt weiterhin angespannt und ändert sich fortlaufend. Insgesamt ist die Bank auf eine Verschlechterung der aktuellen Situation vorbereitet, die sich insbesondere aus der Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung, gestörten Lieferketten sowie weiter steigenden Energiekosten ergeben kann. Der kontinuierliche, eng verzahnte Strategie- und Planungsprozess stellt sicher, dass sich kurzfristig ergebende Chancen schnell und konsequent genutzt werden können und auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Die wesentlichen Risiken sind im Risikobericht dieses Lageberichts beschrieben.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der VR-Bank Coburg eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten und unter II.2 genannten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von Punktprognosen, Intervallprognosen sowie qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:

- stark bzw. erheblich sinken oder steigen quantifiziert Abweichung größer - 15 % / größer + 15 %

- leicht bzw. geringfügig sinken oder steigen quantifiziert Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 %

- konstant bleiben quantifiziert Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen in 2024 weiterhin von dem Verlauf der Ukraine-Krise, der teilweise noch vorhandenen Lieferkettenproblematik, verstärktem Wettbewerb und sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, der Inflationsentwicklung und dem daraus abgeleiteten Zinsanpassungsverhalten der EZB, steigenden Beratungs- und Anlagebedarf sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität, der Digitalisierung und der aufsichtsrechtlichen Regulatorik geprägt werden. Auswirkungen des Klimawandels und die damit einhergehenden Nachhaltigkeitsanforderungen werden zunehmend in den Vordergrund rücken.

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde im Jahr 2023 durch die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie beeinträchtigt. Als Folge dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,30 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,80 %). Zwar verminderte sich die Inflationsrate von 6,90 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,90 % 2023, allerdings blieb der Preisauftrieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Nachdem das globale Wirtschaftswachstum 2022 mit 3,50 % aufgrund geopolitischer Spannungen bereits deutlich an Dynamik verlor, dürfte es sich 2023 nur noch leicht verlangsamt haben. Nach aktuellen Schätzungen wird für das Jahr 2023 mit einem Wachstum von 3,10 % gerechnet. Die Eintrübung wird nach Ersteinschätzungen vornehmlich den Industriestaaten beigemessen, deren Wachstum um rund 1,00 Prozentpunkte auf 1,60 % abgenommen haben dürfte. Vor allem in der Eurozone verringerte sich das Wirtschaftswachstum deutlich.

Innerhalb der Europäischen Union war ein heterogenes Bild zu beobachten. Lag der EU-Durchschnitt bei 0,60 % lagen die Raten vor allem in den südeuropäischen Ländern oberhalb, während zentral- und nordeuropäische Staaten wie Schweden oder Österreich geringere oder gar negative Raten auswiesen. Unter den Ländern mit schrumpfender Wirtschaftsleistung reihte sich auch Deutschland ein.

Insgesamt hatten die EU-Staaten im vergangenen Jahr mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen. Deutlich wachstumshemmend wirkten sich insbesondere die Folgen des Ukraine-Krieges, die hohe Inflation und steigende Zinsen - ungeachtet allmählich sinkender Energiepreise und eines starken Arbeitsmarktes aus.

Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs zeigte mit einem Anstieg um 1,00 % allerdings eine geringere Dynamik als im Vorjahr (+3,00 %).

Da die Kreditgenossenschaften im Freistaat in einem von großen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten geprägten Umfeld besonnen und vorausschauend agiert haben, konnte das Jahr 2023 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen werden. Wesentliche Ursachen für die positive Entwicklung sind nach wie vor das stabile Kundengeschäft und eine weitere Verbesserung in der Kosteneffizienz.

Insgesamt stiegen die Ausleihungen um 2,70 % bzw. 3,7 Mrd. EUR auf 140,50 Mrd. EUR. Ein Zuwachs ist bei den kurz-, mittel- als auch langfristigen Ausleihungen zu verzeichnen. Während die Kredite an Firmen um 3,40 % stiegen, nahmen die Kredite an Privatkunden um 1,70 % zu, was eine Milliarde mehr ggü. dem Vorjahr entspricht. In einem insgesamt langsamer wachsenden Markt spüren die bayerischen VR-Banken die Zurückhaltung bei Wirtschaft und Privathaushalten.

Gerade das Geschäft mit Immobilienkrediten, ein wesentliches Geschäftsfeld der Volks- und Raiffeisenbanken, hat sich abgekühlt. Die Entwicklung wird seitens des GVB mit Sorge betrachtet, da dem ungebrochenen Bedarf an Wohnraum eine spürbar nachlassende Bauaktivität gegenübersteht.

Durch die Zinswende ergaben sich positive Auswirkungen auf das Ergebnis der bayerischen Kreditgenossenschaften. Dem auf rund 3,6 Mrd. EUR angestiegenen Zinsüberschuss stehen konstant gebliebene Provisionserträge von knapp 1,4 Mrd. EUR gegenüber.

Bei den bilanziellen Kundengeldern verzeichneten die Banken ein Plus von 0,40 %, wobei eine deutliche Umschichtung von Sichteinlagen in Einlagen festverzinslicher Sparprodukte zu beobachten ist. Aufgrund des steigenden Zinsniveaus 2023 nahmen die Bestände im Wertpapier- und Fondsgeschäft, insbesondere Rentenpapiere und Rentenfonds, deutlich zu.

Die Banken beweisen mit ihren Zahlen, dass das Geschäftsmodell der genossenschaftlichen Regionalbanken sehr erfolgreich ist und über eine solide Eigenkapitalausstattung verfügen. Sie haben somit die besten Voraussetzungen, ihre Privat- und Firmenkunden auch künftig verlässlich mit Krediten versorgen zu können und damit die Transformation der Wirtschaft sowie die notwendigen Investitionen in die Energiewende zu finanzieren.

Das Jahr 2024 ist von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Da die weitere Zinspolitik der EZB noch nicht absehbar ist, können künftige konjunkturelle Risiken nicht ausgeschlossen werden. Deutschland steht am Rande einer Rezession. Dennoch zeigt sich der GVB infolge der guten Kapitalisierung der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken verhalten optimistisch und geht von einer Fortsetzung des soliden Erfolgskurses aus.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

Der Ausblick auf das Jahr 2024 ist angesichts des andauernden Ukrainekriegs, der Eskalation im Nah-Ost-Konflikt und hoher geopolitischer Risiken nach wie vor mit einem erhöhten Maß an Unsicherheiten behaftet. Insgesamt ist evt. mit wirtschaftlichen und finanziellen Folgen zu rechnen, die sich auf die wirtschaftlichen Aktivitäten und damit die Geschäftsentwicklung sowie die finanziellen Ziele/Steuerungsgrößen der Bank auswirken können. Die Wachstumschancen im Kundenkreditgeschäft, insbesondere bei den privaten Baufinanzierungen, sehen wir durch das stark gestiegene Zinsniveau, einhergehend mit den enorm gestiegenen Baukosten, weiterhin eingetrübt.

Globale Bankenrefinanzierungen kommen für uns überwiegend in Betracht, soweit sie für das Wachstum der Kundenaktiva nötig sind.

Wir rechnen auf Basis der unserer Eckwertplanung zugrunde liegenden Zinsspannensimulation, die mögliche Auswirkungen des gestiegenen Zinsniveaus enthält, mit einem leicht steigenden Zinsüberschuss.

Beim Überschuss aus dem zinsunabhängigen Geschäft gehen wir von einem leicht steigenden Ergebnis aus.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unseren Prognosen im nächsten Geschäftsjahr in etwa konstant bleiben. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir wegen geplanter Investitionsmaßnahmen in Gebäude mit merklichen Steigerungen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung, die Auswirkungen des gestiegenen Zinsniveaus und die Allokation unseres Kreditportfolios beeinflusst. Aufgrund unserer positiven Ratingstruktur gehen wir bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft weiterhin von keinem starken Anstieg aus. Bei unserem Wertpapierbestand rechnen wir wegen den guten Bonitäten mit keinen bonitätsinduzierten Abschreibungen oder Ausfällen. Zinsinduzierte Abschreibungen können je nach Entwicklung des Zinsniveaus weiterhin entstehen.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme erwarten wir aufgrund des Wegfalls eines Sondereffekts in 2023 leicht rückläufig bei ca. 0,90 %. Sollten sich die einzelnen Komponenten unseres Betriebsergebnisses advers zu unseren Erwartungen entwickeln, würde sich unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines solchen Stressszenarios das Betriebsergebnis vor Bewertung erheblich verschlechtern.

Die Cost Income Ratio prognostizieren wir in etwa bei 60,38 %. Sofern adverse Entwicklungen abweichend von unserer Prognose eintreten, würde sich abgeleitet aus diesem Stressszenario eine leicht schlechtere CIR ergeben.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Thesaurierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die aufsichtsrechtlich festgelegte harte Kernkapitalquote wird mit einem prognostizierten Wert zwischen 16,50 % und 17,00 % überschritten werden. Falls sich Kreditrisiken und Spreadrisiken advers entwickeln, würde die Kernkapitalquote basierend auf unseren adversen Szenarioberechnungen stark rückläufig entwickeln.

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird sich zu den Meldestichtagen in einer Bandbreite von 170,00 % bis 230,00 % bewegen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert stets eingehalten wird. Im adversden Szenario erwarten wir eine leicht schlechtere Kennziffer.

Gesamtaussage

Wir gehen unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Situation und des gestiegenen Zinsniveaus davon aus, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der VR-Bank Coburg eG zufriedenstellend entwickeln werden und die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität gewährleistet ist.

Insgesamt rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen 22.500 TEUR und 24.000 TEUR. Das Ergebnis wird eine Thesaurierung ins erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital ermöglichen, die unserem Geschäftsgang und der Risikolage entspricht.

Wir weisen darauf hin, dass die unseren Ausführungen in den Abschnitten "Voraussichtlicher Geschäftsverlauf" und "Voraussichtliche Lage" zugrundeliegenden Prognosen, auf unseren aktuellen Einschätzungen beruhen. Entwicklungsbeeinträchtigende Faktoren, resultierend aus einer weiterführenden Eskalation des Ukraine-Krieges bzw. des Nahost-Konflikts oder dem Aufkommen einer neuen Bankenkrise, sind nicht enthalten. Wie bereits im Abschnitt "Risikobericht - III.7 Gesamtbild der Risikolage" dargestellt, sind die konkreten Auswirkungen der Kriegsgeschehen derzeit nicht abschätzbar. Wir prüfen laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist.

Besonders negative Einflüsse könnten sich ergeben, sollte sich eine neue Bankenkrise entwickeln.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im Geschäftsjahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als angenommen und bei einem nochmals schnell ansteigenden Zinsniveau, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Dies könnte zu einer negativen Ertragsentwicklung durch nachlassende Kreditnachfrage und kurzfristigem Anstieg des Zinsaufwands bei Kundeneinlagen mit geringen Laufzeiten führen.

Weiterhin könnten sowohl Sanktionsausweitungen im Zuge der Ukraine-Krise und deren Auswirkungen im Geschäftsgebiet als auch eine weitere Expansion des Konflikts ggf. auf andere Staaten negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben.

Chancen

Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den Geschäftsverlauf bestehen in 2024 bei einer Beendigung der Ukraine-Krise, bei fallenden Inflationsraten und einer besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was wieder zu einer höheren Kreditnachfrage insbesondere im Privatkundengeschäft führen könnte und somit zu höheren Zinserträgen als von uns prognostiziert. Weitere Chancen können sich zudem aus einer positiven Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen als prognostiziert führen könnte.

V. Zweigniederlassungen

Unsere Geschäftsstelle in Sonneberg ist beim Registergericht in Coburg unter der Firma "Volksbank Sonneberg e.G., Zweigniederlassung der VR-Bank Coburg" eingetragen. Sie ist eines unserer 6 Kompetenzzentren und das einzige in Thüringen. Die Geschäftsstelle ist für uns wesentlich, da der Anteil des hier verwalteten Kundengeschäfts 8,97 % im Aktivbereich und 9,62 % im Passivbereich beträgt.

 

Coburg, 28. Mai 2024

VR-Bank Coburg eG

Der Vorstand

gez. Norbert Schug

gez. Matthias Herpich

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

 

Coburg, 11. Juni 2024

gez. Bernd Reisenweber, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 13.272.984,15 14.809
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.054,28 9
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 4.054,28 (9)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 13.277.038,43 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 61.709.167,15 67.398
b) andere Forderungen 22.450.702,08 84.159.869,23 22.402
4. Forderungen an Kunden 619.752.093,08 597.217
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 214.221.996,94 (187.205)
Kommunalkredite 32.890.927,35 (32.608)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 53.057.488,84 60.738
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 47.977.593,43 (55.655)
bb) von anderen Emittenten 515.148.898,16 568.206.387,00 476.662
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 355.872.173,12 (266.644)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 568.206.387,00 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 322.644.375,51 332.501
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 4.788.962,00 4.820
darunter: an Kreditinstituten 471.466,84 (446)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.489.330,00 6.278.292,00 1.437
darunter: bei Kreditgenossenschaften 1.400.000,00 (1.400)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.598.750,00 8.051
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 839.964,66 1.133
darunter: Treuhandkredite 839.964,66 (1.133)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.037,51 14
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 10.037,51 0
12. Sachanlagen 8.130.676,11 8.299
13. Sonstige Vermögensgegenstände 14.838.215,74 15.151
14. Rechnungsabgrenzungsposten 262.484,53 374
15. Aktive latente Steuern 14.764.029,00 20.394
Summe der Aktiva 1.660.762.212,80 1.631.409

Passivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 58.073.760,61 58.073.760,61 92.832
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 243.605.485,37 291.914
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 40.697,48 243.646.182,85 80
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 777.280.537,40 862.818
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 356.155.366,10 1.133.435.903,50 1.377.082.086,35 174.663
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 20.358.375,00 20.358
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 20.358.375,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 839.964,66 1.133
darunter: Treuhandkredite 839.964,66 (1.133)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 982.724,77 318
6. Rechnungsabgrenzungsposten 8.904,67 16
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.477.219,36 8.883
b) Steuerrückstellungen 3.633.797,29 3.634
c) andere Rückstellungen 7.087.001,09 20.198.017,74 6.863
8....................................... 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 80.000.000,00 70.000
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 41.715.509,65 39.311
b) Kapitalrücklage 1.326.802,43 1.327
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 20.038.841,39 19.640
cb) andere Ergebnisrücklagen 38.944.955,98 36.544
cc) 0,00 58.983.797,37 0
d) Bilanzgewinn 1.192.269,55 103.218.379,00 1.075
Summe der Passiva 1.660.762.212,80 1.631.409
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 942.439,34 1.517
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 942.439,34 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 32.669.744,01 32.669.744,01 47.643
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 14.532.302,62 11.816
darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen 5.322,00 (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 12.458.824,36 26.991.126,98 7.880
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (1)
2. Zinsaufwendungen -11.103.187,07 15.887.939,91 -3.925
darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen 0,00 (-1)
darunter: erhaltene negative Zinsen 1.160,25 (513)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.470.086,80 2.862
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 172.540,28 591
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 214.200,00 8.856.827,08 69
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 12.625.427,62 11.097
6. Provisionsaufwendungen -1.586.540,84 11.038.886,78 -890
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 3.296.734,15 966
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 98.342,32 (11)
9............................ 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -9.994.824,19 -9.414
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.254.223,79 -13.249.047,98 -2.182
darunter: für Altersversorgung -1.296.480,79 (-319)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -9.036.285,76 -22.285.333,74 -7.819
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -701.894,46 -831
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -182.306,60 -942
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -109.839,00 (-269)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.652.735,02 2.652.735,02 14.581
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 -24.464
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 1.059.518,52 1.059.518,52 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18............................ 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 19.623.106,66 -605
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.596.173,00 13.394
darunter: Aufwand aus latenten Steuern -5.629.709,00 (20.394)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -34.557,55 -5.630.730,55 -30
24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -10.000.000,00 -10.000
25. Jahresüberschuss 3.992.376,11 2.759
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
3.992.376,11 2.759
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
3.992.376,11 2.759
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -399.237,62 -276
b) in andere Ergebnisrücklagen -2.400.868,94 -2.800.106,56 -1.408
29. Bilanzgewinn 1.192.269,55 1.075

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die VR-Bank Coburg eG, Coburg, ist beim Amtsgericht Coburg unter der Genossenschaftsregister-Nummer 78 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten bzw. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand.

Unverzinsliche bzw. minderverzinsliche Forderungen wurden abgezinst.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden in Wertpapiergruppen aufgeteilt und zum Teil nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Bewertung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag. Im Geschäftsjahr erfolgten Umwidmungen zwischen der Liquiditätsreserve und dem nach strengen Niederstwertprinzip bewertete Anlagevermögen. Insgesamt ergab sich ein Nettozufluss in der Liquiditätsreserve.

Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren wurden in den Vorjahren Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios und sofortige Abschreibungen des Agios im Jahr der Anschaffung an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Schuldscheindarlehen/Namenspfandbriefe des Anlagevermögens wurden zum Nominalwert bilanziert. Eine dauernde Wertminderung liegt nicht vor. Strukturierte Finanzinstrumente liegen in Form von einfach strukturierten Produkten (Aktiva 3 und 5) vor. Sie beinhalten zum Teil strukturierte Zinsvereinbarungen sowie diverse Kündigungsrechte des Emittenten.

Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen und Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, konnte auf eine getrennte Bilanzierung verzichtet werden, weil gemäß § 253 Abs. 3 oder 4 HGB am Abschlussstichtag eine Bewertung zum niedrigeren aus beizulegendem Wert und fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt und die Bewertung auf einer Notierung des strukturierten Finanzinstruments auf einem aktivem Markt basiert.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bzw. gegebenenfalls erhöht duch Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen grundsätzlich nach der linearen Methode. Für eine Geschäftsstelle wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren.

Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst.

Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 27,6 % zugrunde gelegt.

Die aktiven Steuerlatenzen beruhen im Wesentlichen auf zeitlichen und quasi-permanenten Differenzen in den Kundenforderungen, Wertpapieren und Rückstellungen. Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung.

Die mit den bilanzierten latenten Steuerschulden (Bilanzposition 6a. Passive latente Steuern) zusammenhängenden aktiven und passiven latenten Steuersalden haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.
EUR
Veränderung
EUR
Stand am Bilanzstichtag
EUR
Aktive latente Steuern 20.393.738 -5.629.709 14.764.029
Passive latente Steuern 0 0 0

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Als Rententrend für die Pensionsrückstellungen wurden 2 % p.a. angenommen. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die aktuellen Leistungen per 01.01.2024 im Rahmen der vorläufigen Veröffentlichung des Dezember-Index 2023 durch das statistische Bundesamt um 3,70 % erhöht.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,82 % auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023 entsprechend des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 101.080 EUR.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen 137 TEUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug 458 TEUR. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungen) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden betrug 503 TEUR. Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen wurden nicht mit korrespondierenden Erträgen verrechnet.

Den Rückstellungen für die Übernahme der Krankenversicherungsbeiträge für einzelne bzw. ehemalige Mitarbeiter liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus den Anwartschaften werden mittels Teilwertverfahren angesetzt. Laufende Zahlungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Es wird eine jährliche Steigerung der Beiträge von 2 % angenommen. Die Abzinsung der Rückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,72 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per November 2023 ermittelten Zinssatzes.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessene Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate, werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt

Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 betreffen in voller Höhe von 32.670 TEUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps existieren ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung. Die Marktwerte zum Bilanzstichtag gehen in die verlustfreie Bewertung des Bankbuchs ein.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).

Der Umfang von negativen Zinsen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie am Bilanzstichtag nicht abgewickelte Kassageschäfte haben wir gem. § 340h HGB i. V. m. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Der Ausweis der Ergebnisse aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.913 EUR erfolgte brutto in den GuV-Posten "Provisionserträge" und "Provisionsaufwendungen".

C. Entwicklung des Anlagevermögens (volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Bilanzstichtag
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 939.233 2.097 0 a) 864.605 76.725 10.038
b) 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 22.522.018 324.090 0 a) 384.565 22.461.543 7.535.106
b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.712.862 240.852 0 a) 416.379 8.537.335 595.570
b) 0
a 32.174.113 567.039 0 a) 1.665.549 31.075.603 8.140.714
b) 0
Buchwerte Vorjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 14.093
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 7.597.124
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 702.031
a 8.313.248
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 925.140 0 864.605 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 14.924.894 0 350.947 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.010.831 0 412.318 0
a 23.860.865 0 1.627.870 0
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 6.152 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 352.490 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.252 0
a 701.894 0
Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 66.687
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 14.926.437
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.941.765
a 22.934.889
Anschaffungskosten 01.01.
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Schuldscheindarlehen/ Namenspapiere 14.000.000 0 14.000.000
Wertpapiere des Anlagevermögens 796.747.457 -181.276.750 615.470.707
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 6.283.894 -5.602 6.278.292
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.182.441 -583.691 7.598.750
b 825.213.792 -181.866.043 643.347.749
Summe a und b 857.387.905 651.488.463

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 72.754.514 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 450.702 3.000.000 19.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 19.172.978 38.743.254 189.513.835 362.504.041

In den Forderungen an Kunden sind 9.817.985 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 39.154.812 EUR fällig.

In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 72.794.605 78.464.743
Forderungen an Kunden (A 4) 5.001.556 5.001.556
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 167.678.980 44.808.743
Forderungen an verbundene Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 0 5.411

Wir halten Anteile an Sondervermögen (§ 1 Abs. 10 KAGB) von mehr als 10 % (Bilanzposten A6).

Anlageziele Buchwert
EUR
Zeitwert
EUR
Differenzen (Zeitwert/ Buchwert)
EUR
Erhaltene Ausschüttungen
EUR
Tägliche Rückgabe Ja / Nein
Renditeerwartung 294.201.000 294.201.000 0 7.507.800 Ja
Renditeerwartung 8.812.000 8.812.000 0 347.000 Nein

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:

Name und Sitz Anteil am Gesell- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vor-
schaftskapital liegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) VR-Bank Immobilien GmbH, Coburg 51,00 2023 247.961 2023 193.092
b) Bauhoff GmbH, Coburg 100,00 2023 7.163.711 2023 -249.698

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 568.206.387 504.827.448 63.378.939 168.458.614
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 4.944.379 0 4.944.379 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 206 206 0

In der Wertpapieraufstellung bzw. im Depotauszug sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere gesondert gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach Wertpapierarten.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden ohne Stückzinsen dargestellt):

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 167.010.762 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 154.809.389 EUR.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt. Die Wertminderungen werden von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Die im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A9) ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 7.535.106
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 595.570

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Bayern Versicherung München - Rentenversicherung 10.551.214
Steuererstattungsansprüche 2.458.456

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 259.906 EUR Agiobeträge auf Forderungen (Vorjahr: 359.871 EUR) enthalten.

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 11.971.108 6.971.332

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 25.797 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 58.073.761 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 7.963.988 5.155.060 14.293.526 30.661.187
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 27.860 0 12.837 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 195.122.527 83.424.156 57.231.452 20.377.231

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den begebenen Schuldverschreibungen werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 358.375 EUR fällig.

Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 8.905 EUR (Vorjahr: 15.533 EUR) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 58.073.761 73.169.437
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 4.605 7.717
verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 20.000.000 20.000.000
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 465.042 348.461

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 40.438.895
b) der ausscheidenden Mitglieder 1.245.155
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 31.460
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0

Die Ergebnisrücklagen und die Kapitalrücklage haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Stand 1. Januar 2023 19.639.604 36.544.087 1.326.802
Einstellungen
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 399.238 2.400.869
Stand 31. Dezember 2023 20.038.842 38.944.956 1.326.802

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (399.237,62 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (2.400.868,94 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 1,000 % 397.423,18
2,000 % Bonus 794.846,37
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 0,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 0,00
Insgesamt 1.192.269,55

In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank

- sind die folgenden Anderen Verpflichtungen (Vermerkposten 2 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:

Art der Verbindlichkeit EUR
Unwiderrufliche Kreditzusage SOLUTIO PREMIUM Private Equity VI Master SCSp 1.620.000
Unwiderrufliche Kreditzusage Real I.S. BGV IX Europa 1.880.000
Unwiderrufliche Kreditzusage Leben an der Bertelsdorfer Höhe GmbH & Co. KG 1.764.000

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 25.797 EUR enthalten.

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestanden zum 31. Dezember 2023

EUR
Aktivierung latenter Steuern (Überhang aktiver latenter Steuern) 14.764.029

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 101.080 EUR.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand

Die im Bestand befindlichen Zinsswaps in Höhe von 30.000 TEUR wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ('clean prices').

Nominalbetrag Beizulegen- Beizulegen-
Angaben
in TEUR
Restlaufzeit der Zeitwert der Zeitwert
bis 1 Jahr üb.1-5 J. über 5 J. Summe positiv negativ
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zins-Swaps (gleiche Währung) 0,0 0,0 30.000,0 30.000,0 0,0 318,0

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 39.601.687

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um 5.322 EUR (Vorjahr -1.238 EUR) erhöht.

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Bauspar-, Wertpapier- und Versicherungsverträgen.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Erträge aus dem vorzeitigem Rückkauf eigener Namensschuldverschreibungen 2.322.000

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 99.805 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 448.392 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.941.740 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 2
Mitglieder des Aufsichtsrats 409.236

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 4.849.650 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und im Bundesanzeiger und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 137,50 40,25

Außerdem wurden durchschnittlich 7,50 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 24.097 149.649 38.908.740
Zugang 2023 1.990 12.827 0
Abgang 2023 924 5.211 38.908.740
Ende 2023 25.163 157.265 0

Der vollständige Abgang der Haftsumme ist auf die Abschaffung der satzungsmäßigen Haftsumme zurückzuführen.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 2.099.378
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 38.908.740
Höhe des Geschäftsanteils EUR 260 Höhe der Haftsumme EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:

Norbert Schug (Vorsitzender), Geschäftsleiter, Markt- und Handelsvorstand

Matthias Herpich, Geschäftsleiter, Marktfolge- und Überwachungsvorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats:
Bernd Reisenweber (Vorsitzender), 1. Bürgermeister, Ebersdorf bei Coburg Bernd Dobmeier, Geschäftsführer, HLS Metallbau GmbH, Föritztal
Dipl.-Betriebswirtin (FH) Daniela Mehringer-Raimann (Stellvertreterin), selbst. Steuerberaterin, Sonnefeld Dipl. Kfm. Peter Mönch, Unternehmer, Gottlob Mönch KG, Weidhausen
Thomas Zieroth (Stellvertreter), angest. Rechtsanwalt, HUK-Coburg, Großheirath Sven Anders, angest. Rechtsanwalt, Kanzlei Schippel, Sonneberg (ab 22.06.2023)
Stefan Hatzel, Unternehmer, Hatzel Holzwaren GmbH, Wiesenfeld

 

Coburg, 28. Mai 2024

VR-Bank Coburg eG

Der Vorstand

gez. Norbert Schug

gez. Matthias Herpich

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VR-Bank Coburg eG, Coburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Coburg eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

1. Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 619,8 Mio. EUR. Dies entspricht 37,3 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 32,7 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u. a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z. B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) durchgeführt.

Hierauf aufbauend haben wir unter risikoorientierten Gesichtspunkten bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

a) Sachverhalt und Problemstellung

Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 1.594,8 Mio. EUR bzw. 96,0 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden sowie den verbrieften Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 1.455,5 Mio. EUR bzw. 87,6 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz sowie die zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate mit einem Nominalwert von 30 Mio. EUR zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Genossenschaft.

Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthalten der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie der Lagebericht in dem Abschnitt "III.2. Marktpreisrisiken Zinsänderungsrisiken".

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG

Sonstige Leistungen ohne gestalterische Beratungskomponenten

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Wolfgang Spiegel.

 

München, 11.Juni 2024

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Walter Friedrich, Wirtschaftsprüfer

gez. Wolfgang Spiegel, Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 26. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 102474

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR-Bank Coburg eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Coburg eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank Coburg eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 39.080 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 173.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 19.623 TEUR.

Die Steuern betragen 5.596 TEUR und betreffen laufende sowie auch latente Steuern.

Die VR-Bank Coburg eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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