Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38447
Vorher
FERCHAU Konstruktion GmbHFERCHAU Engineering GmbH
Eingetragen
24.1.1969
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
1. a) Engineering-Dienstleistungen (Planung, Entwicklung, Konstruktion, Berechnung, Beratung, Programmierung etc) in allen technischen Fachbereichen und Branchen, insbesondere Maschinenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Automotive, Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt, Schiffbau, b) die Zurverfügungstellung von Personen auf der Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes sowie die private Arbeitsvermittlung und sonstige Dienstleistungen, c) der Erwerb und Betrieb von Unternehmungen, die den Gegenstand zu a) und b) zu fördern geeignet sind, der Erwerb von Beteiligungen an solchen und auch die Errichtung von Zweigniederlassungen und Vertretungen. 2. Der Gegenstand des Unternehmes bezieht sich auf das In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jörg Haverkamp
seit 7.1.2025
Prokura
Ralf Wolfgang Helas
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Alev Filya-Wegen
seit 7.1.2025
Prokura
Tiemo Meyer
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Daniel Stefes
seit 5.1.2022
Prokura
Martin Sauerschnig
seit 11.3.2019
Prokura
Sebastian Wagener
seit 5.9.2018
Prokura
Walter Geiger
seit 1.9.2016
Prokura
Alexander Schulz
seit 9.6.2016
Geschäftsführer
Harald Felten
seit 2.1.2008
Prokura
Frank Ferchau
seit 5.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ABLE Management Services GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FERCHAU GmbH

Gummersbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

FERCHAU ist ein Unternehmen für technische Dienstleistungen aus den Bereichen Engineering und IT. Mehr als durchschnittlich 7.500 Ingenieure, Techniker, Technische Zeichner und IT-Consultants bringen ihr Wissen in unterschiedlichen Ausprägungen in Kundenprojekte ein.

• Engineering Support - FERCHAU unterstützt die Teams des Kunden vor Ort in Teilaufgaben oder bei übergreifenden Projekten.

• Engineering Contract - FERCHAU entlastet seine Kunden in kritischen Projekten mit sorgfältig ausgewählten Freelancern.

• Engineering Competence - FERCHAU übernimmt Projektverantwortung über anforderungs-spezifisch zusammengestellte Projektgruppen in eigenen Technischen Büros oder onsite beim Kunden.

• Managed Services - FERCHAU übernimmt für den Kunden Prozesssteuerung und Lieferantenmanagement in der Personal- und Dienstleistungsbeschaffung.

• DIRECT - FERCHAU sucht und vermittelt passgenaue Fach- und Führungskräfte zur Festanstellung im Kundenunternehmen.

FERCHAU deckt ein breites Leistungsspektrum in nahezu allen technischen Branchen ab. Kunden sind Großkonzerne und mittelständische Unternehmen der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, Anlagen-, Schiff- und Maschinenbau, der Informations- und Elektrotechnik. Basis des Geschäfts ist der deutsche Markt mit einer zunehmenden Bedeutung der europäischen Standorte. Mit über 100 Niederlassungen und technischen Büros in Deutschland erreicht FERCHAU eine flächendeckende, nationale Präsenz und Kundennähe.

1.2 Forschung und Entwicklung (FuE)

FERCHAU unterstützt Kunden mit forschungsintensiven Produktportfolios in deren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit entsprechenden Experten. Eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit dem Ziel der Vermarktung eigener Produkte betreibt FERCHAU hingegen nicht. Daher hängt das Marktpotenzial von FERCHAU als Engineering-Dienstleister auch von den Forschungs- und Entwicklungsbudgets der Kundenunternehmen ab. Entsprechende Branchenkennzahlen bieten diesbezüglich Indikatoren.

Im Jahr 2023 betrugen die Innovationsausgaben allein im Maschinenbau in Deutschland rund 17,2 Mrd. Euro und somit 0,1 Mrd. Euro unter Vorjahr. Die Daten von Statista zeigen, dass die Innovationsausgaben im Maschinenbau in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Diese Entwicklung spiegelt das Engagement der Branche wider, um fortlaufend neue Produkte und Technologien zu entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für 2024 ist allerdings nicht mit einem Wachstum der Innovationsausgaben zu rechnen. Diese Ausgaben sind jedoch ein Indikator für ein beständiges Wachstum der Investitionen in Dienstleistung an Dritte und umfassen damit direkt die Kernkompetenz der FERCHAU.

Der Branchenbericht "Innovation im Automobilbau" bietet einen umfassenden Einblick in die Innovationsaktivitäten innerhalb dieser Branche im Jahr 2023. Darin wird deutlich, dass etwa 60,9 Prozent der Unternehmen innovative Projekte vorangetrieben haben, was auf eine dynamische Innovationslandschaft hinweist. Ein signifikanter Anstieg der Innovationsinvestitionen ist im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, die um 8 Prozent auf insgesamt 52,7 Mrd. Euro angewachsen sind. Diese Zunahme spiegelt das verstärkte Engagement der Unternehmen wider, neue Technologien zu erforschen und innovative Lösungen zu entwickeln, um den sich ständig ändernden Marktbedingungen gerecht zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Umsatzanteil durch Produktinnovationen, der im Berichtsjahr bei 44,8 Prozent lag. Dies deutet darauf hin, dass Innovationen nicht nur theoretisch bleiben, sondern tatsächlich neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen, die von den Verbrauchern positiv aufgenommen werden. Es ist ebenfalls positiv zu sehen, dass ein beträchtlicher Anteil von 33 Prozent der Unternehmen kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) betreibt. Dies unterstreicht das Bestreben vieler Unternehmen, langfristige Innovationsstrategien zu verfolgen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß einer umfassenden Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 15. Januar 2024 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die vorläufigen Zahlen dieser Meldung wiesen eine kalenderbereinigte negative Abweichung von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf. Trotz dieser jüngsten Rückgänge verharrten die Preise in allen Wirtschaftsbereichen weiterhin auf hohem Niveau, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, während die Nachfrage aus dem In- und Ausland abnahm. Infolgedessen stagnierte die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie.

Im Jahr 2023 verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) um insgesamt 2,0 Prozent deutlich zurückging, wurde dieser Rückgang hauptsächlich durch eine niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung verursacht. Das verarbeitende Gewerbe, das den Großteil des produzierenden Gewerbes ausmacht, verzeichnete ebenfalls einen preisbereinigten Rückgang von 0,4 Prozent. Positive Impulse kamen hauptsächlich aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Jedoch sanken die Produktion und Wertschöpfung in energieintensiven Branchen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, bedingt durch die steigenden Energiepreise.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vergleich zum Vorjahr ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und somit die Wirtschaft unterstützen, jedoch fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Information und Kommunikation mit einem preisbereinigten Zuwachs von 2,6 Prozent, während der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe einen Rückgang von 1,0 Prozent verzeichnete.

Im Jahr 2023 sanken die privaten und staatlichen Konsumausgaben, während die Investitionen in Ausrüstungen positivere Signale sendeten. Der private Konsum ging um 0,8 Prozent zurück, vor allem aufgrund hoher Verbraucherpreise. Die staatlichen Konsumausgaben verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 Prozent, hauptsächlich bedingt durch das Wegfallen staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen.

Die Bauinvestitionen sanken um 2,1 Prozent, während in Ausrüstungen deutlich mehr investiert wurde als im Vorjahr (+3,0 Prozent). Die weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage beeinflussten auch den Handel mit dem Ausland, wobei die Importe stärker zurückgingen als die Exporte.

Weiterhin ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein entscheidender Faktor für die gesamtwirtschaftliche Einordnung.

Deutschland verzeichnete im Verlauf des Jahres 2023 einen historischen Höchststand in der Beschäftigung, mit rund 45,9 Mio. Menschen. Dieser Anstieg um 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent. Bereits im Jahr 2022 wurde der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2019 (45,3 Mio. Personen) um 320.000 Personen überschritten.

Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig und spiegeln die Dynamik des Arbeitsmarktes wider. Ein bedeutender Faktor war zweifellos die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, die nicht nur die Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllte, sondern auch eine Bereicherung für die Wirtschaft darstellte. Darüber hinaus trug eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zur Steigerung der Erwerbstätigenzahl bei. Diese beiden Faktoren erwiesen sich als entscheidende Wachstumstreiber und überwogen die dämpfenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Obwohl langfristige Prognosen einen spürbaren Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter vorhersagen, zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt widerstandsfähig und verzeichnete ein anhaltendes Wachstum.

Dieser Rekord in der Beschäftigung unterstreicht die Stabilität und Dynamik der deutschen Wirtschaft sowie ihre Fähigkeit, sich den sich wandelnden demografischen und globalen Arbeitsmarktherausforderungen anzupassen. Die Erwerbslosequote belief sich dabei gemäß dem Konzept der ILO auf ungefähr 2,8 Prozent. Damit verzeichnete sie eine leichte Abnahme im Vergleich zum Vorjahr und erreichte wieder das gleiche Niveau wie im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der Corona-Krise.

Trotz dieser positiven Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt in Deutschland jedoch nicht frei von Herausforderungen. Insbesondere in bestimmten Branchen und Regionen gibt es weiterhin einen Fachkräftemangel. Zudem ist die Arbeitslosigkeit unter bestimmten Gruppen wie jungen Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund nach wie vor höher als im Durchschnitt. Es wird daher weiterhin daran gearbeitet werden müssen, den Arbeitsmarkt in Deutschland insgesamt zu stärken und allen Menschen den Zugang zu guten Arbeitsplätzen zu ermöglichen.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der Kundenstruktur ist für FERCHAU die Entwicklung in den Bereichen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, des Anlagen-, Schiff- und Maschinenbaus, der Elektro- und Informationstechnik besonders relevant.

Im Gesamtjahr 2023 wurden 4,1 Mio. Pkw produziert, was einem Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, aber immer noch 12 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt.

Der Export sank im Dezember leicht, wobei 214.100 Pkw exportiert wurden, ein Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2023 3,1 Mio. Pkw exportiert, ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber immer noch knapp 11 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die Inlandsaufträge bei deutschen Herstellern gingen im Dezember um 14 Prozent zurück und im Gesamtjahr um 18 Prozent. Die Aufträge aus dem Ausland stiegen im Dezember um 5 Prozent, aber im Gesamtjahr ging der ausländische Auftragseingang um 3 Prozent zurück. Die Neuzulassungen in Deutschland sanken im Dezember um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf den Vorzugseffekt des Umweltbonus im Vorjahr zurückzuführen ist. Im Gesamtjahr wurden jedoch insgesamt 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, ein Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber ein Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zu 2019. Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen im Dezember 2023 gingen um 58 Prozent zurück. Im Jahr wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, was einem Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dabei stieg die Zahl der rein batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) um 11 Prozent, während die Plug-In-Hybride (PHEV) um 51 Prozent zurückgingen.

Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete die weltweite Luftfahrtindustrie eine Erholung im Passagierverkehr, mit einem Anstieg der verkauften Passagierkilometer um 37 Prozent. Asiatische und pazifische Fluggesellschaften verzeichneten den stärksten Zuwachs (96 Prozent), gefolgt von afrikanischen (36 Prozent) und europäischen (20 Prozent) Fluggesellschaften. Im Vergleich zum Jahr 2019 waren die verkauften Passagierkilometer global um 6 Prozent niedriger, wobei europäische Fluggesellschaften einen Rückgang um 5 Prozent verzeichneten. Die Durchschnittserlöse im Passagierverkehr stiegen um 6,2 Prozent und lagen um 11,0 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Das Luftfrachtaufkommen sank um 2 Prozent, wobei die Durchschnittserlöse um 32,2 Prozent sanken, aber immer noch um 41,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau lagen. Die IATA prognostiziert für 2023 einen branchenweiten Nettogewinn von 23 Mrd. USD, im Vergleich zu einem Nettoverlust von 4 Mrd. USD im Vorjahr.

Zum Ende 2023 verzeichnete der deutsche Maschinen- und Anlagenbau laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein nominelles Minus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine fortgesetzte Abschwächung der Exportdynamik im Jahresverlauf hinweist. Trotzdem ergab sich für das Gesamtjahr 2023, laut VDMA, immer noch ein Exportplus von nominal 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland mit einem Gesamtexportvolumen von 207 Mrd. Euro erneut einen Rekord verzeichneten. Dieser Zuwachs basierte jedoch hauptsächlich auf einem starken ersten Halbjahr mit zweistelligen Zuwachsraten, während sich im zweiten Halbjahr 2023 rückläufige Auftragseingänge bemerkbar machten. Die Unternehmen profitierten auch von gestiegenen Exportpreisen, obwohl die preisbereinigten Maschinenexporte 2023 knapp unter dem Niveau des Vorjahres lagen (minus 0,7 Prozent).

Obwohl es Anzeichen für eine Stabilisierung der Auslandsaufträge gibt, ist nicht von einer Trendwende zu sprechen, da eine weitere rückläufige Exportentwicklung in den kommenden Monaten prognostiziert wird. Die Nachfrage aus den USA, dem größten Einzelmarkt für deutsche Maschinenexporteure, schwächte sich zum Jahresende ebenfalls deutlich ab, obwohl im vierten Quartal noch ein Exportwachstum von nominal 3 Prozent verzeichnet wurde. Im Gesamtjahr stiegen die Maschinenexporte in die USA sogar zweistellig um nominal 12,6 Prozent auf 28 Mrd. Euro, wodurch der Anteil der USA an den deutschen Maschinenexporten von 12,7 Prozent im Jahr 2022 auf 13,5 Prozent im Jahr 2023 stieg.

Die positive Entwicklung der Maschinenexporte in die USA wurde vor allem durch die robuste US-Konjunktur und das attraktive Investitionsumfeld im verarbeitenden Gewerbe unterstützt, trotz gestiegener Zinsen. Umfangreiche Fördermaßnahmen führten zu einem Anstieg der Bauinvestitionen und damit zu einer verstärkten Nachfrage nach deutschen Maschinen für die Errichtung und Ausstattung neuer Produktionsstätten.

Der Bericht des deutschen Branchenverbandes Bitkom, veröffentlicht im Januar 2024, präsentiert seine Prognosen für die Entwicklung der Branche. Demnach wird für das Jahr 2023 ein spürbar verlangsamtes Wachstum des deutschen Marktes für Informationstechnik auf 142,9 Mrd. Euro erwartet, was einem Anstieg von 2,2 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Wachstum noch bei 8,7 Prozent lag, zeigt sich eine deutliche Abschwächung. Diese Entwicklung ist vor allem auf rückläufige Wachstumsraten im Bereich der IT-Hardware zurückzuführen, die von einem Plus von 4,8 Prozent im Vorjahr auf -5,4 Prozent im Jahr 2023 gefallen sind. Auch im Bereich der Software hat sich das Wachstum verlangsamt, von 15,0 Prozent im Vorjahr auf 9,6 Prozent im Jahr 2023. Im wichtigen Segment der IT-Services sind ebenfalls leichte Rückgänge zu verzeichnen, von 8,5 Prozent im Jahr 2022 auf 5,1 Prozent im Berichtsjahr. Bitkom schätzt das Marktvolumen des Softwaresegments für das Jahr 2023 auf 41,5 Mrd. Euro und das Segment der IT-Services, das für die FERCHAU GmbH am bedeutendsten ist, auf 49,4 Mrd. Euro Umsatz.

Geschäftsverlauf

Die FERCHAU GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 678,5 Mio. Euro erzielt und damit die Gesamtleistung um 6,3 Prozent erhöhen können (Vorjahr 638,2 Mio. Euro). Dieser abgeschwächte Anstieg zum Vorjahreswachstum ist zum einen auf die sich an 2019 angepasste Marktwirtschaft und somit auch eine leichte Steigerung der Auftragsvolumens in der Personaldienstleistungsbranche zurückzuführen. Zudem wurde der Bereich Engineering Services (Arbeitnehmerüberlassung) nach der vollständigen Übernahme aus der FERCHAU Automotive weiter ausgebaut.

2.3.1 Vertriebsgebiete und Geschäftsbereiche

Die FERCHAU hat ihr operatives Geschäft in drei wesentliche Geschäftsbereiche segmentiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Diese Geschäftsbereiche sind der Classic-Bereich, der Automotive-Bereich und der Aviation-Bereich. Der Classic-Bereich von FERCHAU ist in Vertriebsgebiete unterteilt und fokussiert sich auf das Supportgeschäft in allen Disziplinen des Engineerings. Dieser Geschäftsbereich bietet branchenübergreifend maßgeschneiderte Engineering-Dienstleistungen an, die von der Konstruktion über die Projektierung bis hin zur Inbetriebnahme reichen. Mit einer breiten Palette von Dienstleistungen und einem umfassenden Netzwerk an Experten ist FERCHAU in der Lage, komplexe Projekte in kurzer Zeit und hoher Qualität umzusetzen.

Die Geschäftsbereiche Automotive und Aviation von FERCHAU haben hingegen einen klaren Branchen- und Kundenfokus. Im Automotive-Bereich arbeitet FERCHAU mit führenden Automobilherstellern und Zulieferern zusammen, um innovative Lösungen für die Automobilindustrie zu entwickeln. Hierbei deckt FERCHAU das gesamte Spektrum von der Konzeptentwicklung über die Produktentwicklung bis hin zur Serienfertigung ab. Der Aviation-Bereich hingegen ist auf die Luftfahrtindustrie spezialisiert und arbeitet mit Kunden wie Flugzeugherstellern und MRO-Unternehmen zusammen. Hier bietet FERCHAU Dienstleistungen für die Planung, Konstruktion, Produktion und Wartung von Flugzeugen an.

Neben dem deutschen Kernmarkt gewinnen die Auslandsgesellschaften von FERCHAU zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Spanien und Österreich. In Spanien betreibt FERCHAU derzeit sechs Standorte und ist damit in der Lage, Kunden in den Bereichen Automotive, Luftfahrt, Energie und Maschinenbau zu bedienen. In Österreich ist FERCHAU seit 2005 vertreten und bietet Kunden in den Bereichen Maschinenbau, Elektronik, Medizintechnik und Automatisierung maßgeschneiderte Engineering-Dienstleistungen an. Durch die Expansion in diese Länder kann FERCHAU nicht nur seinen Kundenstamm erweitern, sondern auch von den Wachstumsmöglichkeiten profitieren, die sich auf diesen Märkten bieten.

Insgesamt zeigt die Segmentierung des operativen Geschäfts von FERCHAU, dass das Unternehmen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Kunden eingeht und eine breite Palette von Dienstleistungen anbietet. Die Ausweitung des Geschäfts auf Auslandsmärkte wie Spanien, Österreich und neuerdings Polen unterstreicht das Engagement von FERCHAU, seine Präsenz international auszubauen und sich als führender Anbieter von Engineering- und IT-Dienstleistungen zu etablieren.

FERCHAU ist ein Unternehmen, das in Abhängigkeit der Anzahl und der Auslastung der für Kundeneinsätze verfügbaren Mitarbeiter steht. Die Anzahl der Mitarbeiter konnte bis zum Stichtag 31.12.2023 auf 6.729 gesteigert werden, was einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem 31.12. des Vorjahres (6.462 Mitarbeiter) entspricht. Das Geschäftsmodell des Unternehmens unterliegt jedoch Schwankungen in der Anzahl der Mitarbeiter im Laufe des Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 6.589 Mitarbeiter bei der FERCHAU GmbH angestellt, was im Vergleich zum Vorjahr (6.260 Mitarbeiter) ein Wachstum von 5,3 Prozent bedeutet.

Im Durchschnitt des Berichtsjahres waren wie im Vorjahr 83 Prozent (5.422 Mitarbeiter) der Beschäftigten fakturierbar und in Kunden-Projekten eingesetzt. Diese Mitarbeiter waren entscheidend für das Erreichen des Umsatzpotenzials von FERCHAU. Darüber hinaus arbeiteten mehr als 1.000 Freelancer in Kundenprojekten mit dem Unternehmen zusammen, um das Umsatzpotenzial weiter zu steigern.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.4.1 Ertragslage

Der Umsatz im Berichtsjahr lag mit 678,5 Mio. Euro um 40,3 Mio. Euro über dem Vorjahr (638,2 Mio. Euro), das entspricht einem Wachstum der Gesamtleistung von 6,3 Prozent.

Die Gesamtleistung in der Arbeitnehmerüberlassung stieg von 373,4 Mio. Euro auf 407,0 Mio. Euro, was einem Anstieg von 9,0 Prozent entspricht. Allerdings konnten die Erlöse aus Werkverträgen im Gegensatz zum Vorjahr (76,8 Mio. Euro) nicht gesteigert werden und reduzierten sich um 4,8 Prozent auf 73,1 Mio. Euro. Der Umsatz aus Dienstverträgen ist um 2,8 Prozent zum Vorjahr gestiegen (von 174,5 Mio. Euro auf 179,3 Mio. Euro).

Die Bestandsveränderung hat sich um insgesamt 0,3 Mio. Euro auf nahezu 0 Mio. € verringert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen, die vor allem aus der Beschäftigung von Freelancern resultieren, sind im Berichtsjahr von 106,5 Mio. Euro auf 112,1 Mio. Euro gestiegen, was einem Anstieg von 5,2 Prozent entspricht und somit deutlich geringer ausfällt als der Anstieg des Vorjahres und leicht schwächer als der Umsatzanstieg.

Der Bestand der Mitarbeiter ist im Jahresdurchschnitt von 6.260 auf 6.589 aufgebaut worden. Der Personalaufwand ist daher ebenfalls von 428,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 466,4 Mio. Euro im Berichtsjahr (+8,9 Prozent) gewachsen. Die Personalintensität in Bezug zum Umsatz steigt leicht von 67,1 Prozent im Vorjahr auf 68,7 Prozent im Jahr 2023.

Die Abschreibungen haben sich mit 1,5 Mio. Euro (0,2 Prozent vom Umsatz) zum Vorjahr kaum verändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hingegen deutlich um 11,1 Mio. Euro (+ 17,3 Prozent) von 64,9 Mio. Euro auf 76,1 Mio. Euro gestiegen. Das ist insbesondere auf den Anstieg der Aufwendungen im Zuge des Dienstleistungsvertrages mit der Muttergesellschaft zurückzuführen, der um 5,2 Mio. Euro auf 30 Mio. Euro angestiegen ist, sowie eine Erhöhung der mitarbeiterbedingten Kosten wie Raum-, Schulungs-, EDV- und Kraftfahrzeugkosten (+3,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023).

Das positive Ergebnis aus Finanz- und Beteiligungstätigkeiten in Höhe von 1,3 Mio. Euro betrifft Zinserträge aus Finanzanlagen in Höhe von 1,1 Mio. € und Erträge aus Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis nach Steuern sinkt von 44,5 Mio. Euro im Vorjahr um 15,3 Mio. Euro auf 29,2 Mio. Euro an. Die Umsatzrendite nach Steuern liegt mit 4,3 Prozent um 2,7 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahreswertes.

Es ist anzumerken, dass aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags aus dem Jahr 2015 im Geschäftsjahr 29,2 Mio. Euro an die Muttergesellschaft ABLE Management Services GmbH abgeführt wurden. Daher beträgt der ausgewiesene Jahresüberschuss wie im Vorjahr 0,0 Mio. Euro.

2.4.2 Finanzlage

Den liquiden Mitteln des Unternehmens in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vorjahr: 49,7 Mio. Euro) stehen keinerlei Bankverbindlichkeiten gegenüber. Der Rückgang liegt in einer Ausschüttung an die Muttergesellschaft von 30 Mio. Euro begründet. Die liquiden Mittel stellen damit mit einem Anteil von 8,1 Prozent an der Bilanzsumme einen deutlich weniger dominanten Aktivposten im Vergleich zum Vorjahr (23,3 Prozent) dar. Dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,7 Mio. Euro steht der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -2,4 Mio. Euro gegenüber und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt im Berichtjahr bei -43,4 Mio. Euro.

2.4.3 Vermögenslage

Im vergangenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen einen Rückgang seines Umlaufvermögens verzeichnet. Im Vorjahr betrug das Umlaufvermögen 191,5 Mio. Euro, während es nun um 35,6 Mio. Euro auf 155,8 Mio. Euro gesunken ist. Diese Reduzierung entfällt größtenteils auf eine Ausschüttung in Höhe von 30,0 Mio. Euro. Dies führt auch zu einer Reduktion des Kassenbestandes um 35,2 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 1,7 Mio. Euro gesunken. Das betrifft insbesondere die Forderungen gegen FERCHAU Automotive, die insgesamt um 1,7 Mio. Euro reduziert wurden.

Gegenläufig hierzu haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,0 Mio. Euro erhöht. Diese Entwicklung korrespondiert mit der Steigerung der Umsatzerlöse. Damit umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Umfang von 76,4 Prozent am Gesamtvermögen (Vorjahr: 63,7 Prozent).

Das Anlagevermögen hat sich zum Bilanzstichtag um 7,5 Prozent erhöht und zeigt nun einen Bilanzwert von 23,7 Mio. Euro. Die Veränderung entfällt im Wesentlichen auf das Finanzanlagevermögen, das sich hauptsächlich durch eine Darlehensvergabe an die Ferchau Spain S.L.U. in Höhe von 1,5 Mio. Euro erhöht hat.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen zum Vorjahr um 2,7 Mio. Euro auf 38,5 Mio. Euro gesunken, dies entspricht einem Rückgang von 6,6 Prozent. Die Verringerung der Rückstellungen ist vor allem auf die Tantieme-Rückstellungen von 2,9 Mio. Euro zurückzuführen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bilanzposten der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 11,1 Prozent gesunken und beträgt nun 11,7 Mio. Euro (im Vorjahr waren es 13,2 Mio. Euro). Der Rückgang ist zum einen auf die reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber den Freelancern zurückzuführen, welche von 10,6 Mio. Euro auf 8,1 Mio. Euro gesunken sind. Der größte Passivposten bleiben die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die leicht vermindert bei 55,5 Mio. Euro (-1,2 Mio. Euro zu Vorjahr) liegen.

2.4.4 Gesamtaussage

Im Berichtsjahr konnte FERCHAU einen Umsatzanstieg von 6,3 Prozent auf 678,5 Mio. Euro verzeichnen. Dieses Ergebnis unterschreitet leicht die Prognose, die ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich vorhergesehen hatte. Diese Wachstumseinbußen sind zum einen auf eine schleppende Erholung der weltweiten Marktwirtschaft und somit auch eine mittelmäßige Steigerung des Auftragsvolumens in der Personaldienstleistungsbranche zurückzuführen und zum anderen konnten die intern gesetzten Headcount-Ziele auf einem umkämpften Arbeitnehmermarkt nicht vollständig erreicht werden. Der Bereich Engineering Services (Arbeitnehmerüberlassung) konnte nach der vollständigen Übernahme aus der FERCHAU Automotive zwar stetig ausgebaut werden, die Sparte der Werkverträge konnte sich hingegen nicht weiterentwickeln. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung hat sich um 34,3 Prozent auf 29,3 Mio. Euro verschlechtert (Vorjahr: 44,5 Mio. Euro). Daher ist der leichte Anstieg des prognostizierten Ergebnisses vor Gewinnabführung nicht eingetreten. Hierfür ist insbesondere der nicht erreichte Umsatzanstieg von 8,7 Prozent verantwortlich. Dennoch wurde mit 4,4 Prozent eine positive Umsatzrendite im mittleren einstelligen Bereich (im Vorjahr 6,9 Prozent) erreicht.

FERCHAU war jederzeit in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen, was auf eine stabile finanzielle Situation des Unternehmens hinweist. Auch die Vermögenslage des Unternehmens bleibt unverändert gut.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen, denen das Unternehmen im Jahr 2023 gegenüberstand, wie einer stagnierenden Volkswirtschaft, steigenden Risiken finanzieller Instabilität und einer drohenden Rezession, der beschleunigten digitalen Transformation und dem fortwährenden Kampf um Talente auf dem Arbeitsmarkt, gelang es FERCHAU, sich erfolgreich anzupassen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Zusammenfassend kann die wirtschaftliche Lage der FERCHAU zum Bilanzstichtag als gut bezeichnet werden. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzanstieg, der zwar leicht unter der Prognose geblieben ist. Es konnte jedoch ein Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von 29,3 Mio. Euro erzielt werden. Die Vermögenslage des Unternehmens bleibt stabil.

3 Erklärung zur Unternehmensführung

FERCHAU hat sich dazu entschieden, keine Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen. Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass bei der Besetzung von Führungspositionen ausschließlich der fachlichen und persönlichen Kompetenzen im Hinblick auf das Stellenprofil ausschlaggebend sein sollten.

Das Unternehmen setzt dabei auf eine differenzierte Betrachtung der Bewerberinnen und Bewerber, unabhängig von deren Geschlecht. FERCHAU ist bestrebt, die besten Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen, die die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle bestmöglich erfüllen.

FERCHAU ist sich bewusst, dass eine ausgewogene Geschlechterverteilung in der Führungsebene ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Unternehmens sein kann. Allerdings glaubt das Unternehmen, dass dies durch eine offene und diskriminierungsfreie Personalpolitik erreicht werden sollte, die die Gleichstellung der Geschlechter fördert und eine faire und chancengleiche Behandlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet.

4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die ökonomische Situation Deutschlands im Jahr 2023 war durch erhebliche Herausforderungen geprägt, welche zu einer deutlichen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Dynamik führten. Sowohl Unternehmen als auch Haushalte waren von einer pessimistischen Stimmung und einer erhöhten Unsicherheit betroffen, im Vergleich zu anderen bedeutenden europäischen Volkswirtschaften in Deutschland sogar stärker. Frühindikatoren deuteten bereits seit Herbst 2023 auf eine schrittweise wirtschaftliche Erholung in anderen Ländern hin, während Deutschland mit einer stagnierenden Wirtschaftsaktivität zu kämpfen hatte.

Im Sommerhalbjahr 2023 stagnierte die Wirtschaftsleistung Deutschlands, und im Schlussquartal ging sie sogar um 0,3 Prozent zurück. Besonders stark betroffen waren die Industrie und die Bauwirtschaft. Unternehmen beklagten vor allem einen Mangel an Aufträgen, während ungewöhnliche Wetterbedingungen und ein hoher Krankenstand die wirtschaftliche Aktivität zusätzlich dämpften. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Exporte, Unternehmens- und Bauinvestitionen. Eine stützende Säule der Konjunktur war der private Konsum, der jedoch von einer allgemeinen Zurückhaltung geprägt war. Obwohl die Inflation seit einem Jahr zügig zurückging und die Lohneinkommen stiegen, blieben die Verbraucher bei ihren Ausgaben vorsichtig und legten einen Teil ihres Kaufkraftplus als Ersparnis zurück. Die Sparquote stieg spürbar an, was auf eine gewisse Verunsicherung hinsichtlich des wirtschaftspolitischen Kurses der Bundesregierung zurückzuführen sein könnte. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts betreffend des Bundeshaushalts im November 2023 verschärfte die Finanzpolitik zu Jahresbeginn ihren restriktiven Kurs und beschloss zusätzliche Einsparungen in Höhe von etwa 12 Mrd. Euro. Dies führte zu Belastungen für Unternehmen und Haushalte sowie zu Kürzungen bei den Staatsausgaben. Die Auswirkungen auf Konsum und Investitionen dürften sich in diesem Jahr in Grenzen halten. Die aktuellen Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen weiter verschlechtert, und der Auftragsbestand wird als unzureichend beurteilt. Der Krankenstand ist weiterhin hoch, und zusätzlich belasten Streiks und Lieferengpässe die Wirtschaft. Für den weiteren Jahresverlauf wird eine allmähliche gesamtwirtschaftliche Erholung erwartet, insbesondere unterstützt durch die konjunkturelle Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und die erwartete geldpolitische Wende. Die niedrigen Kreditzinsen und gesunkene Energiepreise dürften private Haushalte und Unternehmen im Prognosezeitraum unterstützen.

Insgesamt wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal zunächst weiter sinken und erst in der zweiten Jahreshälfte eine spürbare Erholung einsetzen wird. Die Beschäftigung wird sich verlangsamen, und die Arbeitslosigkeit wird vorerst weiter steigen. Trotz der erwarteten konjunkturellen Erholung wird die Beschäftigung nur wenig steigen, was auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist.

4.1.2 Branchenrisiken

Aufgrund der Kundenstruktur sind für FERCHAU die Risiken in den Bereichen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, des Anlagen-, Schiff- und Maschinenbaus, der Elektro- und Informationstechnik besonders relevant. Die genannten Branchen sind zwar weiterhin durch die politischen und marktwirtschaftlichen Unsicherheiten beeinflusst, jedoch ist das Unternehmen breit aufgestellt und finanziell stabil und gefestigt.

Die Auswirkungen der Krisen aus den Vorjahren auf die betroffenen technischen Branchen sind mittlerweile geringer geworden, wodurch dies voraussichtlich kein Risikofaktor mehr für die Unternehmensgruppe darstellen wird. Derzeit hat auch der Ukraine-Konflikt keinen direkten spürbaren Einfluss mehr auf das Kerngeschäft der Gesellschaften. Die Risiken und Herausforderungen des Vorjahres hinsichtlich der Auftrags- und Umsatzentwicklung sind aufgrund des sich erholenden Preisanstiegs, der stabilisierenden Lieferketten und der Energiepreisbremse des Bundes geringer geworden.

Der Automobilbereich steht vor dem größten Wandel der jüngsten Vergangenheit. Insbesondere da einige Automobilzulieferer bereits einen enormen Jobabbau angekündigt haben. Die deutschen OEMs konnten zwar auch in 2023 Umsatzsteigerungen verzeichnen, die Zulieferer hingegen kämpfen bereits seit dem vergangenen Jahr mit Produktionsrückgängen durch die Elektromobilität. Zudem wird die Konkurrenz aus China immer größer, da sich die asiatischen Hersteller schon länger auf die Digitalisierung und neue Technologien in Form von Elektrifizierung fokussieren.

Im Maschinen- und Anlagenbau gibt es verschiedene Branchenrisiken, die die wirtschaftliche Lage der Unternehmen beeinträchtigen können. Dazu zählen konjunkturelle Schwankungen, Engpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen und Bauteilen sowie Anfälligkeit für technische Innovationen und Veränderungen in Kundenanforderungen. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Produktion erfordert eine gezielte strategische Ausrichtung und Investition in Forschung und Entwicklung sowie eine enge Zusammenarbeit mit Zulieferern und flexiblem Personal, z.B. aus Arbeitnehmerüberlassung. Zudem ist im Jahr 2024 mit einem gleichbleibenden Investitionsvolumen in dieser Branche zu rechnen, was direkten Einfluss auf die Kerngeschäfte der Unternehmensgruppe hat.

Um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen weiterhin in die Digitalisierung ihrer Prozesse investieren, um Produktivität, Flexibilität und Kosteneffizienz zu steigern. FERCHAU ist sich dessen bewusst und setzt Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung seiner digitalen Prozesse um. In diesem Kontext ist der Digitalisierungsindex 2023 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz von Bedeutung, der zeigt, dass die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr erneut kaum Fortschritte gemacht hat. Die Gruppe erkennt das Risiko, gegenüber der Konkurrenz nicht ausreichend digitalisiert zu sein, und arbeitet an der Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse. Dabei werden auch die interne digitale Vernetzung und die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen berücksichtigt, da dies ein wichtiger Treiber der Digitalisierung ist. Die ABLE Group führt notwendige Anpassungen im Bereich Dokumentenmanagement, CRM und der Administration von Projekten mit Lieferanten durch, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt agieren zu können. Von diesen Verbesserungen profitiert auch FERCHAU als Tochtergesellschaft.

FERCHAU hat einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Viele Kundenunternehmen betrachten Anbieter von IT- und Technologie-Beratung sowie Engineering Services mittlerweile als wichtigen Kanal zur Rekrutierung von Mitarbeitern. Um dem generellen Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal zu begegnen, setzt die Gruppe entsprechende Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme ein.

Bei der Bearbeitung von Großprojekten können bezüglich eines reibungslosen Projektablaufs Risiken in Bezug auf Prozesssicherung, Qualitätssicherung, Termineinhaltung und Kostenmanagement entstehen. Um diese Risiken zu minimieren, setzt FERCHAU aktiv auf ein effizientes Projektmanagement. Dadurch wird das Risiko reduziert und ein erfolgreicher Abschluss der Projekte ermöglicht.

4.1.3 Rechtliche Risiken

Neben der Arbeitnehmerüberlassung erbringt FERCHAU Leistungen im Rahmen von Werkverträgen, die risikobehaftet sein können. Soweit möglich, werden diese Risiken durch den Abschluss von Versicherungen hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Risikos eingegrenzt oder ausgeschlossen. Durch die im Qualitätsmanagement-Prozess verankerte Vertragsprüfung ist die Risikotransparenz i.W. sichergestellt.

4.1.4 Finanzierungsrisiken

Das Geldvermögen der FERCHAU wird nach Unternehmensmaßstäben sicher und rentabel angelegt. Die Investitionen erfolgen in sichere Anlagen sowie in Wertpapiere. Eine Abhängigkeit von einzelnen Bankinstituten besteht aufgrund der bankenunabhängigen Finanzierung nicht. Das Unternehmen kann somit flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren und unabhängig von den Bedingungen einzelner Banken handeln.

Die Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel und ist somit in der Lage, jederzeit finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Liquiditätsengpass im Konzern ist daher unwahrscheinlich bzw. nicht zu erwarten. Die Finanzstrategie der FERCHAU ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet, um die zukünftigen Wachstumspläne des Unternehmens zu unterstützen.

Forderungsausfälle in Kombination mit der Verschlechterung der Zahlungsbedingungen stellen erhöhte Anforderungen an die Eigenfinanzierungskapazität. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken sind abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme etabliert. Aus Sicht des Managements ist das Unternehmen auf diese Herausforderungen gut vorbereitet und hat entsprechende Handlungsoptionen entwickelt. Aufgrund der guten Vermögenslage des Unternehmens besteht zudem ausreichend Spielraum für eigenes aktives Handeln.

In Bezug auf Währungsrisiken ist die FERCHAU GmbH aufgrund ihres vorwiegend im Euroraum stattfindenden Geschäftsbetriebs weniger anfällig für Wechselkursschwankungen. Dies minimiert das Risiko von unvorhersehbaren Verlusten durch Währungsschwankungen.

4.1.5 Gesamtbeurteilung der Risiken

Aus Sicht des Managements gibt es derzeit keine weiteren Faktoren als die im Risikobericht erläuterten Risiken, die zu einem signifikanten Rückgang der Einkünfte und der Auftragsauslastung aus den Engineering- und IT-Dienstleistungen bei FERCHAU führen könnten. Um ertragsrelevante Risiken ganzheitlich zu analysieren und zu steuern, verfügt das Unternehmen über gruppenübergreifend abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controlling-Systeme.

Allerdings kann eine Verschlechterung der Renditen aufgrund steigender Aufwendungen im Vergleich zu den erwirtschafteten Dienstleistungseinkünften nicht ausgeschlossen werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf ein fokussiertes Beschaffungs- und Kostenmanagement.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich direkt auf die Geschäftstätigkeit der FERCHAU aus und haben somit unmittelbare Auswirkungen auf ihre finanziellen Ergebnisse. In einem globalisierten Wirtschaftsumfeld können unvorhersehbare Störungen zu erheblichen, schwer abschätzbaren Folgen führen, wodurch das Risiko weiterhin als hoch eingestuft wird.

Die laufenden Konflikte in der Welt, wie der Krieg in der Ukraine, bergen die Gefahr einer weiteren Verschärfung und könnten zu zusätzlichen Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland führen. Gleichzeitig könnten mögliche Gegenmaßnahmen Russlands die Situation weiter verkomplizieren.

Eine weitere Eskalation im Nahen Osten könnte den Ölpreis negativ beeinflussen, was wiederum die Inflation anheben könnte, und somit eine Herausforderung für die wirtschaftliche Stabilität darstellen würde.

Im anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China verschiebt sich der Fokus von reinen Zollerhöhungen hin zu weiteren Import- und Exportbeschränkungen für spezifische Technologien. Die laufenden Antidumping- und Antisubventionsverfahren gegen China könnten zu zusätzlichen Strafzöllen seitens der EU führen und somit das Risiko weiterer wirtschaftlicher Spannungen zwischen den Parteien erhöhen.

Eine mögliche Rezession in Europa und den USA, begleitet von Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation, könnte das Wachstum verlangsamen und die Konjunktur bremsen, was wiederum zu einem Absatzrisiko führen könnte. Die gegenwärtige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ebenfalls eine potenzielle Bedrohung für den Absatz dar.

Volkswirtschaftliche Chancen, die die Auftragslage der FERCHAU positiv beeinflussen könnten, sind derzeit schwer vorhersehbar. Dennoch könnten größere fiskal- oder geldpolitische Maßnahmen zu einer deutlich positiveren Konjunkturentwicklung führen und damit potenziell positive Auswirkungen haben.

4.2 Prognose- und Chancenbericht

4.2.1 Allgemeine Konjunkturprognose

Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2024 zeigen eine uneinheitliche Entwicklung. Aktuelle Frühindikatoren deuten keinen unmittelbar bevorstehenden konjunkturellen Aufschwung zu Jahresbeginn an. Die Auftragslage in sämtlichen Wirtschaftsbereichen verschlechtert sich, begleitet von hohem Krankenstand. Streiks belasten zusätzlich die wirtschaftliche Aktivität.

Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 0,2 Prozent und für das kommende Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Diese Prognosen bedeuten für 2024 eine deutliche Revision der Wachstumsprognose im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 um 0,7 Prozentpunkte, während sie für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben wurde. Im Winterhalbjahr 2023/24 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Die Erholung der Industriekonjunktur wird also erst später einsetzen.

Die konjunkturelle Schwäche wird voraussichtlich den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und vorübergehend zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Die Arbeitslosenquote wird im nächsten Jahr voraussichtlich durchschnittlich 5,9 Prozent betragen, was 0,2 Prozentpunkte höher ist als im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 wird eine Rückkehr der Quote auf 5,6 Prozent erwartet.

Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen, von durchschnittlich 5,9 Prozent in 2023 auf 2,3 Prozent im Jahr 2024 und 1,6 Prozent im Jahr 2025. Insbesondere die Gas- und Strompreise dürften für die Verbraucher günstiger werden, was voraussichtlich dazu führt, dass die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senkt. Die Kerninflationsrate, also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie, wird sich langsamer zurückbilden und voraussichtlich in diesem und im kommenden Jahr bei 2,8 Prozent bzw. 2,2 Prozent und damit über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam nachlassen, da steigende Lohnkosten den Preisdruck aufrechterhalten.

Das Defizit im Staatshaushalt wird voraussichtlich im kommenden Jahr auf 1,0 Prozent der Wirtschaftsleistung zurückgehen, nachdem es in 2023 bei 2,1 Prozent lag. Der Leistungsbilanzsaldo wird bis zum Jahr 2025 voraussichtlich auf 6,6 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken.

4.2.2 Prognose FERCHAU GmbH

Die Prognose bietet einen Blick in die Zukunft, indem sie auf Erwartungen und Einschätzungen der FERCHAU basiert. Diese Prognosen sind jedoch anfällig für unvorhersehbare Ereignisse, die die tatsächliche Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Insbesondere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können dazu führen, dass die Realität sowohl positiv als auch negativ von den prognostizierten Erwartungen abweicht.

Der vorliegende Ausblick betrachtet einen Prognosezeitraum von einem Jahr und stützt sich auf eine stabile Verteilung der Geschäftsfelder bei FERCHAU in diesem Zeitraum. Dabei werden alle verfügbaren Informationen berücksichtigt, die potenziell den Geschäftsverlauf der FERCHAU beeinflussen könnten. Die Erwartungen, die in der Prognose enthalten sind, spiegeln die Planung des Unternehmens für das Jahr 2024 wider und repräsentieren den aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses.

Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen dieser Planung werden im Folgenden detailliert dargelegt. Hierbei fließt nicht nur die interne Expertise der FERCHAU ein, sondern auch die Konsensmeinung führender Organisationen wie Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken. Durch diese umfassende Einbindung verschiedener Quellen werden die Planungsprämissen für die FERCHAU validiert und ermöglichen eine fundierte Prognose für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

Das Unternehmen plant, weitere Umsatzpotenziale zu erschließen, indem es verstärkt in aktuellen Wachstumsbranchen aktiv wird, wie zum Beispiel in der IT-Beratung, Softwareentwicklung, Medizintechnik oder erneuerbaren Energien. Die Investitionen in die Digitalisierung des Unternehmens werden fortgesetzt, um die Kernprozesse im Bereich Rekrutierung und Vertrieb weiter zu automatisieren und zu beschleunigen.

Das Management geht davon aus, dass das Unternehmen eine positive Entwicklung nehmen wird, sofern sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, die F&E-Investitionen zumindest beibehalten werden, das Outsourcing-Verhalten der Kunden an Engineering-Dienstleister weiterhin positiv verläuft und qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Trotz der schwankenden Konjunkturaussichten für das Jahr 2024 wird ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet, wenn die Annahme einer verbesserten Auftragslage und leicht steigender Mitarbeiterzahlen zutrifft. Die Kosten für Personal und Freelancer sollen proportional zu den Umsätzen steigen. Daher erwartet das Management für das Jahr 2024 einen leichten Anstieg des Ergebnisses vor Gewinnabführung und eine positive Umsatzrendite im mittleren einstelligen Bereich.

 

Gummersbach, 21.06.2024

gez. Frank Ferchau, Geschäftsführer

gez. Alexander Schulz, Geschäftsführer

gez. Thomas Hucht, Geschäftsführer

Disclaimer: Dieser Lagebericht enthält bestimmte Aussagen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen, sowie Angaben und Einschätzungen der Gesellschaft. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen beinhalten bekannt und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Leistungen, Entwicklungen und Ergebnisse der Gesellschaft oder der für die Gesellschaft wesentlichen Branchen wesentlich (insbesondere in negativer Hinsicht) von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Eine Gewähr kann folglich für die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Lagebericht nicht übernommen werden.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 23.671.026,51 22.022.247,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 807.009,03 893.952,64
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.668,30 88.991,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 704.340,73 804.960,84
II. Sachanlagen 2.496.048,70 2.499.438,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.430,06 7.377,85
2. technische Anlagen und Maschinen 119.361,65 139.985,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.353.219,17 2.327.112,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.037,82 24.963,33
III. Finanzanlagen 20.367.968,78 18.628.856,62
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.809.365,41 10.846.365,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.441.024,31 7.670.910,96
3. Beteiligungen 117.579,06 111.580,25
B. Umlaufvermögen 154.727.057,86 190.642.654,24
I. Vorräte 1.298.624,25 1.313.584,38
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.298.624,25 1.313.584,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 138.909.413,30 139.665.050,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 137.083.445,58 136.059.562,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 817.336,90 2.532.928,38
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.008.630,82 1.072.559,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 630.970,34 627.732,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.519.020,31 49.664.019,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.027.664,71 810.848,89
Bilanzsumme, Summe Aktiva 179.425.749,08 213.475.750,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 66.386.560,05 96.386.560,05
I. gezeichnetes Kapital 2.009.000,00 2.009.000,00
II. Kapitalrücklage 14.962.834,15 14.962.834,15
III. Gewinnvortrag 49.414.725,90 79.414.725,90
B. Rückstellungen 38.520.771,47 41.211.577,39
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.086.452,88 4.003.661,81
2. Steuerrückstellungen 0,00 5.534,53
3. sonstige Rückstellungen 34.434.318,59 37.202.381,05
C. Verbindlichkeiten 74.257.851,24 75.749.175,80
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.313,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.739.325,42 13.212.333,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.477.523,40 56.565.860,05
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 111.879,60
5. sonstige Verbindlichkeiten 7.041.002,42 5.857.789,61
davon aus Steuern 5.576.637,26 5.311.795,15
D. Rechnungsabgrenzungsposten 260.566,32 128.437,69
Bilanzsumme, Summe Passiva 179.425.749,08 213.475.750,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 678.563.500,71 638.212.087,61
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -14.960,13 261.302,69
3. sonstige betriebliche Erträge 6.114.490,40 7.043.089,60
davon Erträge aus Währungsumrechnung 163.869,94 449.771,67
4. Materialaufwand 112.107.605,88 106.585.651,34
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 112.107.605,88 106.585.651,34
5. Personalaufwand 466.984.432,92 428.291.740,34
a) Löhne und Gehälter 392.030.354,69 360.128.421,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 74.954.078,23 68.163.318,89
davon für Altersversorgung 139.093,00 178.301,00
6. Abschreibungen 1.459.118,29 1.221.678,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.459.118,29 1.221.678,66
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 76.096.771,81 64.867.609,91
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 200.689,31 377.878,63
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 296.707,49 279.705,34
davon aus verbundenen Unternehmen 296.707,49 279.705,34
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.072.243,42 23.215,30
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 74.684,05 245.971,43
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -31.798,75 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 29.341.167,69 44.606.748,86
13. sonstige Steuern 86.317,20 95.373,33
14. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 29.254.850,49 44.511.375,53
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist auf Grundlage der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 38447 geführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen ausgewiesen. Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.006 TEUR wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anlagegegenstände, deren Anschaffungszeitpunkte vor dem 1. Januar 2010 liegen, werden degressiv oder linear abgeschrieben. Anlagegegenstände, die nach dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR sind in voller Höhe abgeschrieben worden und werden im Anlagenspiegel als Zu- und Abgänge dargestellt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

Software 3 Jahre
EDV-Hardware 3 Jahre
Pkw 6 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht fortgeführt, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Abwertungen nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurden - soweit erforderlich - vorgenommen.

Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen entsprechend berücksichtigt. Neben der Einzelwertberichtigung wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtung in Höhe von 0,5 % des Netto-Kundenforderungsbestandes vorgenommen.

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgte zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB). Es handelt sich ausschließlich um Positionen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die liquiden Mittel und die Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. Die in den liquiden Mitteln enthaltenen Fremdwährungskonten werden ebenfalls zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB) bewertet.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit Hilfe eines anerkannten versicherungsmathematischen Verfahrens (Teilwertverfahren) bewertet. Die Bewertung und Berücksichtigung von Rückdeckungsversicherungen erfolgt unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 und unter Anwendung des DAV/IVS Ergebnisberichtes des Fachausschusses Altersversorgung vom 26.4.2022. Als Bilanzansatz für die Abbildung der Kongruenz von Anspruch aus Rückdeckungsversicherungen und Pensionsverpflichtung wurde das Aktivprimat abgestimmt. Dabei ergibt sich der Rechnungszins, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden und hieraus der Durchschnitt der letzten zehn Geschäftsjahr ermittelt wird. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck zugrunde gelegt. Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) berücksichtigt. Die Auswirkungen der Veränderung des Diskontierungszinssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf 60 TEUR (Vorjahr 266 TEUR). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehenden Urlaub/Gleitzeit sowie Tantieme.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 54.449 TEUR (Vorjahr 55.653 TEUR). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.668 TEUR (Vorjahr 3.479 TEUR) enthalten. Hierbei sind Verbindlichkeiten mit Forderungen desselben verbundenen Unternehmens gleicher Fälligkeit verrechnet worden.

Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 164 TEUR (Vorjahr 450 TEUR) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 201 TEUR (Vorjahr 378 TEUR) ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 55 TEUR (Vorjahr 164 TEUR).

III. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde sog. Planvermögen (Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen) mit den Rückstellungen für diejenigen Verpflichtungen, für die das Planvermögen reserviert ist, in der Bilanz verrechnet. Entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren. Im Einzelnen wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

Bilanz
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (Zeitwert) 1.888 TEUR
Kongruent rückgedeckter Teil der Verpflichtungen 1.888 TEUR
Erfüllungsbetrag Pensionsrückstellung (übersteigender Teil) 4.086 TEUR
Pensionsrückstellung netto 4.086 TEUR
Gewinn- und Verlustrechnung
Zuführung Pensionsrückstellung (Zinsanteil) 130 TEUR
Erträge aus Planvermögen 45 TEUR
Zinsaufwand (netto) 85 TEUR

Der Zeitwert des Planvermögens entspricht dessen Anschaffungskosten zzgl. der prognostizierten Überschussbeteiligung.

IV. Weitere Angaben

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres und des Vorjahres verteilen sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse Inland aus Arbeitnehmerüberlassung 404.956 370.000
Erlöse Inland aus Werkverträgen 65.680 74.228
Erlöse Inland aus Dienstverträgen 174.946 171.132
Erlöse Inland ABLE Group 3.248 2.358
sonstige Erlöse Inland 15.899 11.464
Erlöse Ausland aus Arbeitnehmerüberlassung 2.088 3.384
Erlöse Ausland aus Werkverträgen 7.444 2.574
Erlöse Ausland aus Dienstverträgen 4.398 3.398
Erlöse Ausland ABLE Group 1.091 1.157
sonstige Erlöse Ausland 194 151
Erlösschmälerungen -1.380 -1.632
678.564 638.212

Gemäß der Berechnungsvorgaben des § 267 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr 6.589 (Vorjahr 6.259) Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Hiervon waren 5.422 als Projekt-Mitarbeiter und 1.167 als Verwaltungskräfte tätig.

Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - € - € - € - €
Vorjahreswerte (1.313,11 €) (1.313,11 €) - € - €
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.739.325,42 € 11.739.325,42 € - € - €
Vorjahreswerte (13.212.333,43 €) (13.212.333,43 €) - € - €
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.477.523,40 € 55.477.523,40 € - € - €
Vorjahreswerte (56.565.860,05 €) (56.565.860,05 €) - € - €
4. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen - € - € - € - €
Vorjahreswerte (111.879,60 €) (111.879,60 €) - € - €
5. sonstige Verbindlichkeiten 7.041.002,42 € 7.041.002,42 € - € - €
Vorjahreswerte (5.857.789,61 €) (5.857.789,61 €) - € - €
74.257.851,24 € 74.257.851,24 € - € - €
Vorjahreswerte (75.749.175,80 €) (75.749.175,80 €) - € - €

Es bestehen Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit bis Dezember 2027 in Höhe von insgesamt 5.512 TEUR und Mietverpflichtungen in Höhe von 23.080 TEUR, davon 97 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG enthalten.

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen - unmittelbar oder mittelbar - zu mindestens 20% beteiligt:

Name, Sitz des Unternehmens Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
FERCHAU Automotive GmbH, Gummersbach TEUR 100,0 % 7.752 37
M Plan Produktionstechnik GmbH, Gummersbach TEUR 100,0 % -2.293 24
M Plan Concepts + Engineering GmbH, Gummersbach TEUR 100,0 % -83 22
FERCHAU Engineering SAS, Toulouse, Frankreich TEUR 100,0 % 411 180
FERCHAU Engineering India Private Limited, Neu Delhi (01.04.2022 - 31.03.2023) TINR 99,9 % 1.399 -1.968
FERCHAU Engineering Spain S.L., Madrid TEUR 100,0 % 58 -1.173
FERCHAU Engineering Poland Sp. z o. o., Danzig TPLN 100,0 % 1.676 145
Neue Warnow Design & Technology GmbH, Rostock TEUR 100,0 % 2.145 165
FERCHAU Engineering Services GmbH, Gummersbach TEUR 100,0 % 413 103
FERCHAU Engineering Austria GmbH, Linz TEUR 100,0 % 4.758 1.074

Die Anteile an der FERCHAU Engineering Labs SAS sind an die FERCHAU Engineering SAS verkauft worden, bevor die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2023 zu Buchwerten auf die FERCHAU Engineering SAS verschmolzen worden ist.

Die FERCHAU Holding GmbH & Co. KG, Gummersbach, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Sowohl die Gesellschaft als auch die unmittelbare Muttergesellschaft ABLE Management Services GmbH, Gummersbach, werden gem. §§ 291 und 292 HGB mit befreiender Wirkung in den Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss der FERCHAU Holding GmbH & Co. KG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Dipl.-Kfm., Dipl.-Ing. Frank Ferchau

Herr Alexander Schulz

Herr Dipl.-Ing Thomas Hucht (bestellt seit 08.05.2023)

 

Gummersbach, 21.06.2024

gez. Frank Ferchau

gez. Alexander Schulz

gez. Thomas Hucht

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Umbuchungen 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Imaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.040.407,41 82.835,76 0,00 284.220,48 8.839.022,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.006.201,05 0,00 0,00 0,00 1.006.201,05
10.046.608,46 82.835,76 0,00 284.220,48 9.845.223,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.444,64 18.872,67 0,00 0,00 37.317,31
2. technische Anlagen und Maschinen 206.363,61 0,00 0,00 0,00 206.363,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.816.654,18 1.285.352,09 23.995,62 859.430,32 15.266.571,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.963,33 2.037,82 -23.995,62 967,71 2.037,82
15.066.425,76 1.306.262,58 0,00 860.398,03 15.512.290,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.363.765,55 0,00 0,00 37.000,00 14.326.765,55
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.180.910,96 1.770.112,35 0,00 0,00 12.951.023,31
3. Beteiligungen 138.143,40 0,00 0,00 0,00 138.143,40
25.682.819,91 1.770.112,35 0,00 37.000,00 27.415.932,26
Summe Anlagevermögen 50.795.854,13 3.159.210,69 0,00 1.181.618,51 52.773.446,31
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugang 2023
Zuschreibung 2023
Abgang 2023
Stand 31.12.2023
I. Imaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.951.415,61 69.159,26 0,00 284.220,48 8.736.354,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.240,21 100.620,11 0,00 0,00 301.860,32
9.152.655,82 169.779,37 0,00 284.220,48 9.038.214,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.066,79 4.820,46 0,00 0,00 15.887,25
2. technische Anlagen und Maschinen 66.378,27 20.623,69 0,00 0,00 87.001,96
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.489.542,16 1.263.894,77 0,00 840.084,53 12.913.352,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.566.987,22 1.289.338,92 0,00 840.084,53 13.016.241,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.517.400,14 0,00 0,00 0,00 3.517.400,14
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.510.000,00 0,00 0,00 0,00 3.510.000,00
3. Beteiligungen 26.563,15 0,00 5.998,81 0,00 20.564,34
7.027.400,14 0,00 0,00 0,00 7.047.964,48
Summe Anlagevermögen 28.747.043,18 1.459.118,29 0,00 1.124.305,01 29.102.420,80
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Imaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.668,30 88.991,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 704.340,73 804.960,84
807.009,03 893.952,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.430,06 7.377,85
2. technische Anlagen und Maschinen 119.361,65 139.985,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.353.219,17 2.327.112,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.037,82 24.963,33
2.496.048,70 2.499.438,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.809.365,41 10.846.365,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.441.023,31 7.670.910,96
3. Beteiligungen 117.579,06 111.580,25
20.367.967,78 18.628.856,62
Summe Anlagevermögen 23.671.025,51 22.022.247,80

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FERCHAU GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FERCHAU GmbH, Gummersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FERCHAU GmbH, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben .

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 28. Juni 2024

dhpg
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Lange, Wirtschaftsprüfer

gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer

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