Norderland Fleischwaren GmbHLiquidiert
21629 Neu Wulmstorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gazal Öküzbogan seit 29.12.2016 | Prokura |
Wiebke Krüger seit 29.12.2016 | Geschäftsführer |
Paul-Otto Schwarz seit 17.2.2010 | Geschäftsführer |
Kristin Schwarz seit 17.8.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Norderland Fleischwaren GmbHNeu WulmstorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzern-Lagebericht zum Jahr 2017I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind als etablierte Mittelstands-Unternehmensgruppe in der Lebensmittelindustrie mit der Schinken- und Wurstwarenproduktion am Standort Neu Wulmstorf tätig. Die Unternehmensgruppe setzt sich zusammen aus ihrer Muttergesellschaft Norderland Fleischwaren GmbH mit ihren Tochtergesellschaften Schwarz Cranz GmbH & Co. KG und Echt Altländer Fleischwaren GmbH. Unsere wichtigsten Produkte sind Rohpökelwaren, Rohwurst, Brühwurst, Kochwurst und Kochpökelwaren. Unsere Kunden sind der klassische Lebensmittelhandel (LEH) sowie die Discounter in Deutschland und in benachbarten EU-Ländern. Das Geschäftsjahr ist geprägt durch eine rückläufige Umsatzentwicklung. Der Rekordumsatz in 2016 konnte nicht realisiert werden. Die wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen durch die Rohstoffpreise und Preisveränderungen in den Bereichen Energie und Logistik sowie Mitarbeiterentwicklung beeinflusst. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Forschungstätigkeit ist die Entwicklung neuer Rezepturen um dem Kunden immer wieder neue Geschmackserlebnisse bieten zu können. Hierbei bleiben wir unserem Grundsatz treu, konsequent auf Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe zu verzichten. Zur weiteren Stärkung der Produktion für den Discount-Bereich sind wir stetig dabei, unsere Fertigungskapazitäten entsprechend zu optimieren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland zeigte auch 2017 ein solides Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2,2% höher als im Vorjahr und liegt damit rund einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten 10 Jahre. Dies ist zu großen Teilen auf die hohe Binnennachfrage zurück zu führen. Bei dem für uns relevanten Markt für Fleisch- und Wurstwaren ist fest zu stellen, dass der Fleischverzehr in Deutschland im Jahr 2017 pro Kopf der Bevölkerung um 1,3 % auf 59,7 kg leicht zurück gegangen ist. Hierbei ist der Pro-Kopf-Verzehrs beim Schweinefleisch deutlich zurück gegangen, während dieser beim Geflügel auf Vorjahresniveau verharrt und beim Rindfleisch leicht ansteigt. Die Einkaufspreise für Schweinefleisch lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres, bedingt durch niedrigere Produktionsmenge. Beim Rindfleisch war ebenfalls ein leichter Anstieg der Einkaufspreise zu verzeichnen. Die gestiegenen Rohstoffpreise konnten nur bedingt an die Abnehmer weiter geben werden. Während der Strompreis gegenüber 2016 um 5,3% anstieg und Mineralölerzeugnisse sich um 3,3% verteuerten, sank der Erdgaspreis um 4,1%. 2. Geschäftsverlauf Vor dem Hintergrund der geschilderten Rahmenbedingungen haben wir den prognostizierten Umsatz nicht realisiert. Der Umsatz sank von EUR 138,1 Mio. um 6,4% auf EUR 129,3 Mio. Der Umsatz liegt damit über dem Niveau von 2015 (EUR 128,5 Mio.). Der Jahresüberschuss sank von TEUR 1.038 Mio. um 36,2 % auf TEUR 662 Mio. Hierin waren im Vorjahr Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen enthalten. Bereinigt um diesen Effekt ist sind wir mit dem realisierten Umsatz und dem Jahresüberschuss zufrieden. Zu unseren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen die Kundenzufriedenheit und die Produktqualität. Gemessen an der Anzahl der Reklamationen von Endverbrauchern und deren positivem Feedback können wir eine äußerst hohe Kundenzufriedenheit feststellen. Eine Spitzenqualität kann nur erreicht werden, wenn der Anspruch an Perfektion schon bei den Rohstoffen beginnt, die direkt beim Wareneingang auf Basis neuester technologischer Möglichkeiten maschinell überprüft und im weiteren Verlauf von detaillierten Herkunftsnachweisen begleitet werden. Renommierte und unabhängige akkreditierte Labors überprüfen zudem regelmäßig unsere Arbeit. Mehrfach prämiert wurden wir von Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Im Ergebnis konnten wir, durch die ständige Analyse des Konsumentenverhaltens und schneller Reaktion auf Veränderungen, die positive Nachfrageentwicklung für uns nutzen. 3. Lage des Unternehmens Vorbemerkung zu allen Zahlenangaben und Berechnungen Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen ergeben. 1. Ertragslage
*) EBIT: Jahresüberschuss abzüglich
Finanzergebnis und Ertragsteueraufwand
Im Jahr 2017 sank die Gesamtleistung trotz unserer stetigen Vertriebsanstrengungen im Vergleich zum Vorjahr um 9,5%. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise ist der Materialaufwand mit 7,6% weniger stark gesunken als die Gesamtleistung, so dass der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) um 12,6% gesunken ist. Die Sonstigen Erträge betragen TEUR 180. Im Vorjahr waren darin Buchgewinne aus dem Verkauf der Liegenschaften in Höhe von TEUR 7.655 enthalten. Der Personalaufwand sank um 14,9%. Ursächlich hierfür sind der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sowie die gegenläufig wirksamen, üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen der Mitarbeiter. Die Sonstigen Aufwendungen sanken, im Wesentlichen aufgrund gesunkener Reparatur-/ und Energiekosten, um TEUR 4.827. Das (negative) Finanzergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund von im Vorjahr, nicht aber im Berichtsjahr angefallenen Einmal- bzw. Sondereffekten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Betriebsgrundstücke im Vorjahr um TEUR 8.579 oder 81,5%. Aufgrund der vorgenannten Effekte sanken der Jahresüberschuss um 36,2% auf TEUR 662. sowie EBIT und EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 71,6 % bzw. um 47,6 %. 2. Finanzlage
Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 11.261 erzielt. (Vorjahr TEUR -3.454). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -1.092 (Vorjahr TEUR 4.756), aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -8.359 (Vorjahr TEUR -1.302). Die Nettoverschuldung *) betrug im Geschäftsjahr TEUR 37.583 (Vorjahr TEUR 50.000). Die Anlagendeckung II **) betrug 199,9% (Vorjahr 126,9%). Die Liquidität 2. Grades ***) lag bei 55,9% (Vorjahr 51,6%).
*) Nettoverschuldung: Summe langfristige
Schulden, kurzfristige Schulden und Rückstellungen
abzüglich der Summe aus Zahlungsmitteln und
Zahlungsmittel-Äquivalenten
3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,5% verringert. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen um TEUR 7.001 resultiert mit TEUR 7.000 aus der teilweisen Tilgung einer Darlehensforderung. Die weiterhin niedrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus, als weiteres Mittel der Finanzierung, aus dem V erkauf von Forderungen im Rahmen eines Factorings.
Die langfristigen Schulden betrugen per Ende des Jahres insgesamt TEUR 8.328 (Vorjahr TEUR 6.194). Dies entspricht einer Erhöhung um 34,5%. Die kurzfristigen Schulden sanken um TEUR 12.699 oder 29,0% auf TEUR 31.151. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 32,0% (Vorjahr 26,4 %). II. Chancen- und Risikobericht Allgemeine und konjunkturelle Chancen und Risiken In den zurückliegenden Jahren wurde immer wieder deutlich, wie existenziell ein funktionierendes Krisenmanagement für die Unternehmen der Fleischwirtschaft ist. Die Größe der Branche, die zahlreichen Marktteilnehmer, das sensible Produkt und die hohe Arbeitsteilung machten unsere Branche besonders störanfällig. Durch die weiter aufgetretenen Fleischskandale stellt für uns die Produktsicherheit einen existenziellen Selbstschutz dar, weil das Auftreten von Produktmängeln die Auslistung im Handel und damit enorme wirtschaftliche Verluste nach sich zieht, welche unsere Existenz gefährden könnten. Unsere ehrgeizig gesetzten Qualitäts- und Sicherheitsstandards hatten auch in 2017 für uns oberste Priorität. Neben diesen Branchenrisiken unterliegt auch unser Unternehmen allgemeinen konjunkturellen Risiken, wobei sich in der Vergangenheit der Verbrauch von Lebensmitteln als konjunkturell relativ unelastisch herausgestellt hat, allerdings kann es dazu kommen, dass Verbraucher von hochwertigen Produkten auf Günstigere ausweichen. Die Chancen bestehen darin, dass der Konsum weiterhin auf hohem Niveau bleibt und die Nachfrage nach qualitativ hohen Produkten weiter steigt. Die GfK stellte in ihrer Pressemitteilung vom 28.06.2018 fest, dass die Konsumprognose für das Jahr 2018 von 2 auf 1,5 % sinken wird, dennoch sei die Konsumkonjunktur in Deutschland intakt. Wir minimieren dieses Risiko bzw. nutzen die Chancen dadurch, dass unser Sortiment Produkte aus allen Segmenten umfasst, so sind wir in der Lage, auf derartige Veränderungen schnell zu reagieren. Produkt- und Branchenrisiken Für jeden Hersteller von Lebensmitteln ist eine funktionierende Qualitätssicherung existenziell. Nicht nur Medien und Verbraucher, sondern auch deshalb insbesondere der Lebensmittelhandel reagieren auf mögliche Produktmängel in drastischer Weise. Vor diesem Hintergrund ist eine funktioniere Krisenorganisation auch auf Seiten der Behörden notwendig. Die Lebensmittel-Krisen der letzten Jahre, beispielsweise die Dioxinbelastung bei Fleisch und Eiern oder die EHEC-Krise mit zahlreichen Todesopfern haben gezeigt, wie schnell Verbrauchervertrauen verspielt werden kann. Dies verdeutlicht, welch einen hohen Stellenwert der Abbau von Schwachstellen und der Aufbau eines Höchstmaßes an Lebensmittelsicherheit für die gesamte Lebensmittelwirtschaft haben muss. Um möglicherweise bestehende Schwachstellen zu erkennen und abzubauen, hat der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie mit vier weiteren Geschäftsstellen die QS-Qualität und Sicherheit gegründet, die nun nach mehr als zehn Jahren ihres Bestehens das größte Qualitätssicherungssystem der Welt darstellt. Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion über die künftige Ausrichtung der landwirtschaftlichem Erzeugung und eine Verbesserung des Tierwohls stellt für die gesamte Fleischwirtschaft eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen ist auch die Fleischindustrie gefordert, da neue Sortimente und neue Anforderungen an und durch den Einzelhandel entstehen. Kundenrisiko/-chance Die Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch die Umsatzanteile einzelner Schlüsselkunden am Gesamtumsatz. Hieraus entstehen deutliche Risiken, wobei diesen Risiken entsprechende Chancen gegenüberstehen, die zu nutzen Ziel der Geschäftspolitik ist. Aufgrund der direkten Anbindung der Schlüsselkunden an die Geschäftsleitung ist es uns in der Regel möglich, auf Kundenwünsche sehr kurzfristig zu reagieren, wodurch regelmäßig Markterfolg und Kundenbindung positiv beeinflusst werden. Diesen Risiken begegnen wir durch aktive Betreuung unserer Schlüsselkunden sowie durch permanente Akquisitionsbemühungen in Segmenten, in denen wir noch nicht ausreichend vertreten sind. Chancen und Risiken der Beschaffungspreise Auf der Seite der Zulieferer für unser Unternehmen ist, wie auch auf der Kundenseite, ein Trend zur Konzentration zu beobachten. So sind heute nur einige Unternehmen am Markt, die die benötigen Rohstoffe, die unseren hohen Qualitätsstandards genügen, in den benötigten Mengen liefern können. Darüber hinaus ist ein Anstieg des Exports bzw. ein Rückgang des Imports denkbar. Hieraus können sich Preiseffekte ergeben, die für unser Unternehmen die Produkte verteuern oder im Extremfall sogar deren Produktion nicht mehr zulassen. Dem Risiko steigender Beschaffungspreise steht die Chance auf fallende Beschaffungspreise gegenüber, wenn z.B. der Exportanteil zurück geht oder der Importanteil steigt. Zur Begrenzung der genannten Risiken bzw. zum Erhalten der Chancen nutzen wir verstärkt die inzwischen weltweit zugänglichen Märkte für den Einkauf unserer Rohstoffe. Finanzierungsrisiko Unser Unternehmen ist, wie die gesamte Wirtschaft, auf funktionierende Finanzmärkte angewiesen. Durch Verwerfungen an den Finanzmärkten kann es für unser Unternehmen zu Schwierigkeiten bei der Versorgung mit der benötigten Liquidität oder zu einer Verteuerung dieser kommen. Andererseits hat die jüngste Finanzkrise gezeigt, dass die Liquiditätsversorgung unseres Unternehmens auch in dieser Zeit stets sichergestellt war und wir von den teilweise historisch niedrigen Zinsen profitiert haben. Finanzinstrumente setzen wir - ausschließlich - zur Absicherung bestehender Positionen ein, wodurch wir diese Risiken verringern. Darüber hinaus begegnen wir durch unser aktives Management unserer Fremdkapital- und Zinspositionen diesen Risiken vorausschauend. III. Prognosebericht Prägend für unsere Gesellschaft ist die weiter zunehmende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel. Der ausgeprägte Wettbewerb dieser Unternehmen um die Gunst des Verbrauchers erfolgt weitgehend über eine äußerst aggressive Preispolitik, die von den Lieferanten eine enorme Leistungsfähigkeit abfordert. Angesichts der insgesamt schwachen Konsumbereitschaft der Verbraucher und des bestehenden Überhangs an Verkaufsflächen ist künftig eine weitere Zuspitzung des kannibalisierenden Wettbewerbs zu erwarten. Für das Geschäftsjahr 2018 lag der Umsatz in Etwa auf dem Niveau des Vorjahres, für 2019 erwarten wir einen weiter stetigen Verlauf der Umsätze. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass das operative Ergebnis 2018 und 2019 auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen wird. Vor dem Hintergrund der branchentypisch stark schwankenden Materialpreise sind weiterreichende Prognosen mit einer außergewöhnlich hohen Unsicherheit behaftet und unterbleiben daher. Im Hinblick auf unsere nicht finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir einem zum Vorjahr unveränderten erfolgreichen Verlauf
Neu Wulmstorf, den 30. April 2019 Die Geschäftsführung Kristin Schwarz Wiebke Krüger Konzern-Gesamt-Ergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2017nach International Financial Reporting Standards
Das Gesamtergebnis entfallt auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens. Konzern-Bilanz zum 31.12.2017nach International Financial Reporting StandardsAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung Norderland Fleischwaren GmbH zum 31.12.2017nach International Financial Reporting Standards
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Norderland Fleischwaren GmbH zum 31.12.2017nach International Financial Reporting Standards
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens nach IFRS Norderland Fleischwaren GmbH im Geschäftsjahr 2017
KONZERNANHANG zum 31. Dezember 2017Norderland Fleischwaren GmbHnach IFRSGRUNDLAGEN UND METHODEN Die Norderland Fleischwaren GmbH (Gesellschaft) hat ihren Firmensitz in 21629 Neu Wulmstorf, Justus-von-Liebig-Str. 2, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter HRB 4916 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens - und des Konzerns insgesamt - ist die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren aller Art und der Verkauf sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte. Die Norderland Fleischwaren GmbH stellt einen Konzernabschluss für die Gesellschaft und ihre einzubeziehenden Tochterunternehmen (NORDERLAND-Gruppe) auf. I. Grundlagen Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 der NORDERLAND-Gruppe einschließlich der Vorjahresangaben wurde in Übereinstimmung mit den am Bilanzstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in der funktionalen Währung Euro aufgestellt und in der Regel auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Die Freigabe dieses Konzernabschlusses zur Veröffentlichung erfolgte durch die Geschäftsführung der Norderland Fleischwaren GmbH am 31.07.2019. Die Aufstellung des Konzerabschhlusses nach IFRS erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und der Periodenabgrenzung. Davon ausgenommen sind originäre, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente, die ergebniswirksam zum am Bilanzstichtag geltenden Zeitwert angesetzt werden. Einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzernbilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Konzernanhang erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt in der Konzern-Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode. II. Konsolidierung Konsolidierungsgrundsätze Erstmals für das Geschäftsjahr 2014 war IFRS 10 Konzernabschlüsse für die Beurteilung des Konsolidierungskreises einschlägig. Nach den formellen Kriterien des IFRS 10 hat eine (Mutter-) Gesellschaft eine Tochtergesellschaft zu konsolidieren, wenn sie aufgrund von Gesellschaftsrechten oder Verträgen Einflussrechte über die relevanten Unternehmensprozesse der Tochtergesellschaft inne hat, variablen Rückflüssen aus der Tochtergesellschaft ausgesetzt ist und die Einflussrechte ausüben kann, um die Rückflüsse zu beeinflussen. In einem solchen Fall übt die Muttergesellschaft Beherrschung über ein Tochterunternehmen im Sinne des IFRS 10 aus. Die Einflussrechte müssen dabei nicht auf Entscheidungsrechten von Gesellschaftern beruhen. Vielmehr können auch gesetzliche und vertragliche Rechte und Pflichten zu entsprechenden Einflussrechten führen. Variable Rückflüsse im Sinne des IFRS 10 liegen auch vor, wenn vertraglich vereinbarte Zahlungen potentiell ausfallbedroht sind oder das Risiko einer Haftung Rückflüsse bedroht oder Zahlungsabflüsse begründen könnte. Nach IFRS 10 ist es entgegen des Vorgängerkonzeptes (SIC-12) nicht mehr notwendig, dass das Mutterunternehmen einen überwiegenden Teil der variablen Rückflüsse erhält. Die quantitative Beurteilung der Rückflüsse ist einer wirtschaftlichen Analyse der Beeinflussungsmöglichkeiten gewichen. Die Norderland Fleischwaren GmbH übt insofern als gesellschaftsrechtlich beschränkt haftende Komplementärin der Schwarz Cranz GmbH & Co. KG durch gesellschafts- und einzelvertragliche Rechte und Pflichten Beherrschung im Sinne des IFRS 10 über diese und indirekt über deren vollständige Beteiligungsunternehmen aus. Insofern gelten hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden die Grundsätze der Vollkonsolidierung. Der Konsolidierungskreis per 31. Dezember 2017 umfasst folgende Tochterunternehmen:
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden, sofern sie wesentlich waren, konsolidiert. Die Hela-Schwarz Gesellschaft mbH, Ahrensburg, ein Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11 mit einem Stammkapital von EUR 51.129,19, an welcher die NORDERLAND-Gruppe mit 50 % im Rahmen eines Joint-Ventures beteiligt ist, wurde in den Konzernabschluss unverändert nach der Equity-Methode einbezogen. Diese Gesellschaft hält wiederum 100% der Anteile an der Jinan Hela Schwarz Food Company Limited, Jinan, Volksrepublik China, deren gezeichnetes Kapital RMB 14.814.876 (EUR 1.898.807,52; Stichtagskurs 31.12.2017 7,8022 RMB/EUR) beträgt. Die Abschlüsse aller in den Konzernabschluss der NORDERLAND-Gruppe einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum selben Bilanzstichtag 31.12. aufgestellt. Die in den Konzernabschluss der NORDERLAND-Gruppe einbezogenen Tochtergesellschaften sind ihrerseits von der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264b HGB befreit. Soweit zur Fristwahrung notwendig, können Tochtergesellschaften trotz Befreiung ihre Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger veröffentlichen. Die Norderland Fleischwaren GmbH, Neu Wulmstorf, stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich für den kleinsten Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger für die Norderland Fleischwaren GmbH, Neu Wulmstorf, offengelegt. Die Norderland Fleischwaren GmbH ist persönlich haftenden Gesellschafterin der Schwarz Cranz GmbH & Co. KG, Neu Wulmstorf. III. Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (a) Immaterielle Vermögenswerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Es handelt sich im Wesentlichen um Software. Sie wird ab dem Beginn ihrer Nutzung über 3 bis 5 Jahre linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Da der Konzern originär gewachsen ist, besteht kein aktivierungsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert. (b) Sachanlagen Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. In diesen Anschaffungs- und Herstellungskosten werden Fremdkapitalkosten berücksichtigt, sofern ein qualifizierter Vermögenswert erlangt wird, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich linear monatsgenau über die folgenden Nutzungsdauern:
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die erwarteten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden und berücksichtigt sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv. Zudem überprüft er die Buchwerte seiner Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme auf den Barwert abgezinst. Dies geschieht mit dem momentan marktgängigen Vor-Steuer-Zinssatz, der die spezifischen Risiken des Vermögenswertes reflektiert, die nicht in den Zahlungsströmen berücksichtigt werden. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, deren wirtschaftliche Abgrenzung den juristischen Einheiten entspricht) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Die Erhöhung des Buchwerts ist dabei auf den Wert beschränkt, der bestimmt worden wäre, wenn für den Vermögenswert (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird sofort erfolgswirksam erfasst. (c) Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Der Konzern tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf. Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögens werte werden als Vermögenswerte des Konzerns mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, falls dieser niedriger ist, zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Verminderung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies gilt auch für die Abschreibungsaufwendungen für die aktivierten Leasingverhältnisse, die über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt werden, die im Wesentlichen den Laufzeiten der einzelnen Leasingverträgen entspricht. Bei den Leasinggegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Technische Anlagen und Maschinen sowie Software, deren Nutzungsdauer oben angegeben ist. Mietzahlungen bei Operating-Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt. (d) Vorräte Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und, falls zutreffend, Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts berechnet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden, ausgehend von den durchschnittlichen Material- und Fertigungseinzelkosten, unter Einbeziehung von direkt zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. (e) Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz zum Handelstag angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen ausgelaufen bzw. erfüllt sind oder wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten übertragen werden. Dabei werden grundsätzlich keine Chancen oder Risiken zurückbehalten. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die entsprechend(n) Verpflichtungen) der Gruppe beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist/sind. Differenzen zwischen dem Buchwert eines Finanzinstruments der und erhaltenen bzw. geleisteten Gegenleistung werden erfolgswirksam erfasst. Das Sonstige Ergebnis ist nicht betroffen, da die Gruppe weder Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" hält noch bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting, hier Cash Flow Hedges) bildet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten wegen ihrer kurzfristigen Fälligkeit keine Zinsen und sind zum Nominalwert, vermindert um jeweils angemessene Wertberichtigungen für geschätzte uneinbringliche Beträge, angesetzt. Ausleihungen werden mit dem Barwert der erwarteten Rückzahlungsbeträge bewertet. Wertminderungen werden stets einzeln beurteilt und umfassen eine Differenz zwischen dem Buchwert eines finanziellen Vermögenswertes und dem (bei langfristiger Laufzeit mit dem ursprünglichen Effektivzins des finanziellen Vermögenswertes ermittelten) Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungskonten geführt. Bei langfristigen Forderungen und Ausleihungen reduzieren Wertminderungen direkt den Buchwert. In der Regel bedarf es keiner Wertberichtigungen. Finanzielle Schulden und Eigenkapitalinstrumente werden in Abhängigkeit des wirtschaftlichen Gehaltes des zu Grunde liegenden Vertrages eingeordnet. Ein Eigenkapitalinstrument stellt jeder Vertrag dar, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden begründet. Verzinsliche Bankdarlehen, in Anspruch genommene Überziehungskredite sowie ausgereichte Ausleihungen sind zum Auszahlungsbetrag abzüglich der direkt zurechenbaren Ausgabekosten mittels der Effektivzinsmethode bilanziert. Die Effektivzinsmethode dient zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Schuldtitels und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig fällig und werden zu ihrem Nominalwert ausgewiesen. Eigenkapitalinstrumente werden zu den erhaltenen Erlösen abzüglich der direkten Ausgabekosten erfasst. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente können nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in (Bewertungs-) Stufen eingeordnet werden. Die Einordnung eines Finanzinstruments in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe I - die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise Stufe II - Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen Stufe III - nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren) Die in der Konzernbilanz erfassten zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente (sowie die Angaben zu beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten) beruhen allesamt auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe III. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sofern keine Marktpreise für Derivate erhältlich sind, werden die beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage von DCF-Methoden geschätzt. Dabei fließen am Markt beobachtbare Annahmen in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein. Weitere finanzielle Vermögenswerte oder Schulden, wie etwa Wertpapiere oder Wechsel, liegen nicht vor. Die Gruppe schließt mit Zinsswaps derivative Finanzinstrumente zur Steuerung seiner Zinskursrisiken ab. Derivate werden zum Handelstag erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst. Da das Volumen der auf diese Art abgesicherten Zinsentwicklungen gesondert überwacht wird und es insgesamt nicht wesentlich erscheint, wendet die Norderland-Gruppe kein Hedge-Accounting an. Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments länger als 12 Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von 12 Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Die anderen Derivate sind als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die flüssigen Mittel umfassen Bankguthaben und Kassenbestände. Sie sind allesamt binnen drei Monaten realisierbar. Die bilanzielle Abgrenzung der flüssigen Mittel entspricht der Kapitalflussrechnung. (f) Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Abschlussstichtag bestehenden, auf vergangene Ereignisse zurückzuführenden rechtlichen und faktischen Verpflichtungen des Konzerns gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist, mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und deren Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Es handelt sich um Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und für Prozesskostenrisiken. Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs des betreffenden Produkts erfasst. Der Betrag der Rückstellungen ergibt sich aus der besten Schätzung der Ausgaben durch die Geschäftsführung, die notwendig sind, um die Verpflichtung des Konzerns zu erfüllen. Dabei werden der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten berücksichtigt. Wegen des kurzfristigen Zeithorizonts der Gewährleistungsrückstellungen bedarf es keiner Diskontierung. (g) übrige kurzfristige Schulden Die Verpflichtungen umfassen alle bestehenden, auf vergangene Ereignisse zurückzuführende rechtliche und faktische, jedoch nicht finanzielle Verpflichtungen des Konzerns gegenüber Dritten. Die Möglichkeit ihrer Erfüllung ist zumindest wahrscheinlich und der Erfüllungsbetrag kann zuverlässig ermittelt werden. (h) Ertragsteuern Der ausgewiesene Ertragsteuer-Aufwand umfasst die Summe der laufenden und latenten Ertragsteuern. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet. Im Berichtsjahr wurde für den Konzern einheitlich als erwarteter Steuersatz der für Personengesellschaften zu erwartende Steuersatz zu Grunde gelegt, da zum wesentlichsten Teil das steuerpflichtige Einkommen des Konzerns hiernach Steuern vom Einkommen und Ertrag unterworfen wird. Latente Steuern sind die erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverpflichtungen oder -forderungen werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergibt. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Weitansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden oder -forderungen werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenz steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und angepasst, falls es nicht mein wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise wiedereinzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im Eigenkapital gebucht werden. (i) Angaben zu nahe stehenden Personen Als nahe stehende Personen zum Stichtag im Sinne von IAS 24 der Norderland-Gruppe gilt Frau Kristin Schwarz. Sie war am Stichtag Mitglied der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe und unterhält weitere finanzielle Beziehungen zu der Gruppe. (j) Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich realisiert wird. Die Umsatzerlöse sind um die Erlösschmälerungen gemindert. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Aufwendungen im Rahmen von Leasingverhältnissen, die als Operating-Leasing einzustufen sind, werden im Zeitpunkt der Nutzung der Leasinggegenstände erfasst. Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung bestimmter Vermögenswerte entstehen, werden in der Norderland-Gruppe aktiviert, sofern ein sogenannter "Qualifizierender Vermögenswert" erlangt wird. Derzeit liegen keine qualifizierenden Vermögenswerte vor. (k) Verwendung von Schätzungen und Annahmen Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben können. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, welche sich aus den Schätzungen ergeben, abweichen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen beziehen sich insbesondere auf erwartete Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte. Die Nutzungsdauern werden daher regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Unsicherheiten der geschätzten Nutzungsdauern sind jedoch nicht wesentlich (Details zu den Buchwerten siehe Tz. 10 bzw. 11 der Erläuterungen zur Konzernbilanz). (1) Anwendung von Rechnungslegungsvorschriften Der Konzern wendet alle die verpflichtend auf Konzernabschlüsse zum 31.12.2017 anzuwendenden IFRS-Vorschriften (Standards) an. Grundlage sind entsprechend EU-Verordnung 1606/2002 in Verbindung mit §315e Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 1 HGB die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des so genannten "Endorsement-Verfahrens" für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. IV. Im laufenden Geschäftsjahr bzw. in zukünftigen Geschäftsjahren anzuwendende Standards und Interpretationen Es lagen für das Geschäftsjahr folgende Rechnungslegungsstandards des IASB und Rechnungslegungsinterpretationen des IFRS IC vor, die in Geschäftsjahren beginnend am 1. Januar 2017 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind:
Die Änderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Geschäftstätigkeit der Norderland-Gruppe. IASB und IFRS IC haben Rechnungslegungsstandards bzw. Interpretationen veröffentlicht, die in kommenden Geschäftsjahren anzuwenden sein werden, da sie durch die EU bis zu diesem Zeitpunkt anerkannt sind:
IASB und IFRS IC haben Rechnungslegungsstandards bzw. Interpretationen veröffentlicht, die in kommenden Geschäftsjahren anzuwenden sein werden, wenn sie durch die EU bis zu diesem Zeitpunkt anerkannt sind. Diese Anerkennung steht zum Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Konzernabschusses jedoch noch aus:
IFRS 9 Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung: Der IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten wurden weitestgehend aus IAS 39 übernommen. Auf Basis der bisherigen Analysen der finanziellen Vermögensgegenstände und finanziellen Verbindlichkeiten erwartet das Management Auswirkungen auf den Konzernabschluss von nur untergeordneter Bedeutung. Die Gesellschaft wird IFRS 9 mit Wirkung zum 1. Januar 2018 retrospektiv anwenden. Auf die Anpassung der Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 verzichtet. IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden: IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der neue Standard sieht ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Wesentliche Ausnahmen bilden Verträge über Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Abgesehen von dem Erfordernis, umfangreiche Angaben zu den Umsatzerlösen des Konzerns aus Verträgen mit Kunden bereit zu stellen, geht das Management nicht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 15 wesentliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz und/oder Konzern-Gesamt-Ergebnisrechung haben wird. Die Gesellschaft wird den Standard zum 01.01.2018 vollständig unter Beibehaltung der früheren Beträge, die nach den zuvor geltenden Standards ermittelt wurden, anwenden. Die kumulierte Auswirkung aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 wird als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum 1. Januar 2018 erfasst. IFRS 16 - Leasingverhältnisse: IFRS 16 ersetzt im Wesentlichen die Klassifizierungsunterschiede nach Finanzierungs- oder Operating Leasing-Verhältnissen nach dem derzeit gültigen IAS 17 für Leasingnehmer und setzt bei der Definition eines Leasingverhältnisses auf die entwickelten Prinzipien der Beherrschung auf Tendenziell werden in Zukunft mein Vertragsverhältnisse, die ein Leasingverhältnis darstellen oder enthalten, bilanziell mit einem Nutzungsrecht und der verbundenen Verbindlichkeit beim Leasingnehmer abgebildet. Nur wirtschaftlich unwesentliche Nutzungsmöglichkeiten verbleiben "off-balance". Die Gesellschaft ist ausschließlich Leasingnehmer. Bei Finanzleasingverhältnissen werden bereits heute Vermögenswert und Verbindlichkeiten bilanziert. Daher geht das Management nicht davon aus, dass die Anwendung des IFRS 16 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Jedoch sind die Abgabepflichten des IFRS 16 gegenüber dem IAS 17 deutlich umfangreicher geworden. Die Gesellschaft wird den IFRS 16 ab dem 01.01.2019 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz anwenden. Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards bzw. Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zu 88,7 % (Vorjahr: 89,8%) im Inland und zu 11,3 % (Vorjahr: 10,2%) im Ausland erzielt und umfassten ausschließlich den Verkauf von Fertigerzeugnissen. (2) Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Der Posten ergibt sich als Saldogröße aus den Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zum Stichtag im Vergleich mit dem Bestand zum Stichtag des Vorjahres. (3) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge untergliedern sich wie folgt:
Die Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens im Vorjahr resultieren aus der Veräußerung des Grundstücks der Gesellschaft. Die sonstigen Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit enthalten u.a. Versicherungsleistungen sowie andere Erträge, die nicht dem Umsatzbereich zuzuordnen sind. (4) Materialaufwand Unter dem Posten werden die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die betriebliche Leistungserstellung ausgewiesen. (5) Abschreibungen Die Zusammensetzung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.203 (Vorjahr TEUR 4.464) ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Zum Bilanzstichtag lagen keine Hinweise auf Wertminderungen materieller oder immaterieller Vermögenswerte vor. (6) Personalaufwand Der Posten beinhaltet Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen in Höhe von TEUR 17.192 (Vorjahr: TEUR 20.109) sowie gesetzliche soziale Abgaben und weitere Kosten im Zusammenhang mit Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 3.185 (Vorjahr: TEUR 3.823). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Energiekosten, Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe und Kosten für Fremdleistungen sowie verschiedene weitere Kostenbestandteile. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch Zahlungen für Operating Leasingverhältnisse enthalten. In den kommenden Jahren werden aus Operating Leasingverhältnissen folgende Zahlungen erwartet:
Die erwarteten Zahlungen aus Operating Leasingverhältnissen fallen für einen Teil des Fuhrparks der Norderland-Gruppe an und basieren auf den vertraglichen Nutzungserwartungen. Werden diese Nutzungsgrenzen über- oder unterschritten, können zum Ende des Leasingverhältnisses Mehr- der Minderzahlungen entsprechend der wirklichen Nutzung anfallen. Diese stuft das Management jedoch als unwesentlich ein. Einige solcher Leasingverträge umfassen auch Servicekomponenten der Leasinggeber, die eng mit der Nutzung eines Fahrzeugs verbunden sind und ebenso im Vergleich zu den Entgelten für die Nutzung der Fahrzeuge nur unwesentlich sind. (8) Finanzergebnis Das Finanzergebnis untergliedert sich wie folgt:
Die Finanzaufwendungen betreffen Leistungen an Kreditinstitute und andere Kreditgeber, sie sind im Wesentlichen an Geschäftsbanken und Sparkassen, nahe stehende Personen und Leasinggesellschaften (Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing) geleistet worden. Angaben zum assoziierten Unternehmen Nachstehend findet sich eine Zusammenfassung von Finanzinformationen zu dem assoziierten Unternehmen des Konzerns.
Anteilige Verluste des assoziierten Unternehmens, die über einen "at Equity" erfassten Buchwert der Beteiligung von Null hinausgehen, beeinflussen den Buchwert der langfristigen Ausleihung an das Beteiligungsunternehmen, die mit der Beteiligung zusammen die gesamte Nettoinvestition umfasst. Der dem Konzern zuzurechnende Anteil am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens beträgt TEUR 454 (Vorjahr TEUR 283). Ertragsteueraufwand Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Ertragsteueraufwand (bzw. -ertrag) lässt sich vom erwarteten Steueraufwand wie folgt auf den angefallenen Steueraufwand überleiten:
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ (9) Sachanlagen In den technischen Anlagen und Maschinen sind Gegenstände aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 6.874 (Vorjahr TEUR 7.050) enthalten. Die Leasingvereinbarungen sind in der Regel so gestaltet, dass die Norderland-Gruppe als Leasingnehmer die wesentlichen wirtschaftlichen Risiken und Chancen aus den Leasingobjekten trägt. Der jährliche Aufwand an Abschreibungen wird unter Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Weitere Angaben ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. (10) Immaterielle Vermögenswerte Bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr TEUR 854) handelt es sich im Wesentlichen um Computersoftware (Programme). Der jährliche Aufwand an Abschreibungen wird unter Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Es wurden keine zu aktivierenden Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung geleistet. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung waren in ihrer Höhe insgesamt unwesentlich. Weitere Angaben ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. (11) Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstige finanzielle Vermögenswerte Es handelt sich um Anteile an bzw. Ausleihungen der Gruppe an ein Gemeinschaftsunternehmen. Weitere Angaben ergeben sich aus den Erläuterungen zum Finanzergebnis unter Nr. (8). (12) Aktive latente Steuern Es handelt sich um aktivierte Steuereffekte aus steuerlichen Bewertungsunterschieden, die sich in späteren Jahren ausgleichen (temporäre Differenzen). Aktive latente Steuern betragen TEUR 444 (Vorjahr TEUR 694). Die passiven latenten Steuern betragen TEUR 62 (Vorjahr TEUR 0). Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bilanzpositionen:
(13) Vorräte Die Vorräte sanken von TEUR 25.658 im Vorjahr auf TEUR 22.360 im Berichtsjahr. Davon entfielen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe TEUR 10.210 (Vorjahr TEUR 11.056), auf unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen TEUR 10.642 (Vorjahr TEUR 13.172) und auf fertige Erzeugnisse und Waren TEUR 1.508 (Vorjahr TEUR 1.430). Weder zum Bilanzstichtag noch zum Vorjahr waren Wertminderungen in den Vorräten zu verzeichnen. (14) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte In dem Posten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.746 (Vorjahr TEUR 1.752) sowie übrige kurzfristige Vermögenswerte enthalten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden größtenteils im Wege des so genannten "echten Factorings" an eine Factoring Gesellschaft abgetreten. Wie im Vorjahr waren keine Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen notwendig. Die langjährigen Geschäftsverbindungen mit den hochliquiden Geschäftskunden geben weder individuelle noch allgemeine, gruppenspezifische Gründe, Wertminderungen vorzunehmen. Weder zum Bilanzstichtag noch unterjährig waren Forderungen überfällig. (15) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Unter diesem Posten werden Kassenbestände und Bankguthaben aufgewiesen. (16) Gezeichnetes Kapital Unter dem Posten wird das gezeichnete Kapital der Konzern-Obergesellschaft ausgewiesen. (17) Rücklagen Unter dem Posten werden die in Rücklagen eingestellten Beträge, die im Wesentlichen die Schwarz Cranz GmbH & Co. KG betreffen sowie die bei der erstmaligen Anwendung der IFRS entstandenen Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der in der Anlage enthaltenen Darstellung der Eigenkapitalentwicklung. (18) Lang-, kurzfristige Finanz- und andere Verbindlichkeiten Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden setzen sich - nach Fristigkeit gegliedert - wie folgt zusammen:
Die langfristigen Verpflichtungen unterliegen keinen signifikanten Zinsänderungsrisiken. Für die NORDERLAND-Gruppe entwickeln sich die Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen in Zukunft wie folgt:
Die künftigen Finanzierungskosten betragen somit zum Bilanzstichtag TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 127). Die Finanzierungsleasingverhältnisse enthalten teilweise Verlängerungsoptionen. Die abgeschlossenen Finanzierungsleasingverhältnisse sehen keine bedingten Leasingzahlungen vor. Bedingte Leasingzahlungen gibt es ausschließlich bei Operating-Leasingverträgen in Abhängigkeit des jährlichen Ausmaßes der Nutzung. Kurzfristige Schulden Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
(19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Bei den ausgewiesenen Verbindlichkeiten handelt es sich um Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. (20) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverhältnissen Bei den ausgewiesenen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie um Zins- und Tilgungsleistungen aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverhältnissen, die binnen Jahresfrist fällig werden. (21) Kurzfristige Ertragsteuerschulden Bei den kurzfristigen Steuerschulden handelt es sich im Wesentlichen um die Gewerbesteuer für das Jahr 2017 und Vorjahre. (22) Übrige kurzfristige Schulden Bei den übrigen kurzfristigen Schulden handelt es sich im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern, gegenüber nahestehenden Personen und um sonstige Verbindlichkeiten. (23) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Prozesskostenrisiken umfassen die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe. Weitere Rückstellungen betreffen die Gewährleistungsrückstellungen für Retouren, welche aus den Durchschnittswerten der Vorjahre ermittelt wurden. Die Rückstellungen sind kurzfristig fällig und enthalten daher keine Verzinsungskomponente. (24) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Die Norderland Gruppe bilanziert mit Zinsderivaten Finanzinstrumente, die ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert auszuweisen sind, sowie Ausleihungen, Forderungen und Kredite, die zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode erfasst werden. Diese Finanzinstrumente werden bilanziell in folgenden Posten erfasst und bewertet:
Legende: LaR - Loans and Receivables (Ausleihungen und Forderungen) FLAC - Financial Liabilities at amortized costs (Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Kosten) FVPL - Financial Instruments at Fair Value through Profit or Loss (ergebniswirksam erfasste Finanzinstrumente) Für die Bewertung der Zinsderivate wird auf die externe Bewertung der Bank zurückgegriffen, mit der das Derivat abgeschlossen wurde. Da das Bewertungsverfahren der Bank(en) und die dort verwendeten Parameter und Annahmen der Norderland-Gruppe nicht bekannt sind, liegt eine Bewertung der Stufe III vor. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben zum 31.12.2017 einen Buchwert von TEUR 8.267 (Vorjahr: TEUR 6.194). Ihr Fair Value beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.220 (Vorjahr: TEUR 6.153). Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Buchwerte der anderen Finanzinstrumente im Wesentlichen einen angemessenen Näherungswert für ihren Fair Value widerspiegeln, da sie kurzfristige Laufzeiten aufweisen oder Nominell eher von untergeordneter Bedeutung sind. Im Zeitpunkt seiner erstmaligen Erfassung wurde der Fair Value durch einen individuellen residualen Zinsspread auf den Transaktionswert kalibriert. Um den Fair Value für die Angaben im Anhang zu ermitteln, wird der in diesem Erfassungszeitpunkt geltende Basiszins durch den aktuellen, am Bilanzstichtag geltenden Basiszins substituiert. Als Basiszins wird der veröffentlichte EONIA-Zins verwendet. Andere Komponenten des kalibrierten Zinsspreads verbleiben unverändert. Dies gilt insbesondere für das eigene Kreditrisiko der Norderland-Gruppe bei der Bewertung von Verbindlichkeiten, welches sich über die letzten Jahre real nicht verändert hat. Anschließend werden die vertraglichen Zahlungsströme der Finanzinstrumente mit dem um den EONIA-Basiszins substituierten Gesamtzins diskontiert. Die Verwendung dieser Annahmen und Bewertungsparameter führt zu einer Bewertung der Hierarchiestufe III. Da die Bewertungsverfahren zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte stetig angewandt werden, ist eine Umgruppierung zwischen den Stufen der Bewertungshierarchie ausgeschlossen und verbleibt auf Stufe III. Insofern sind keine Darstellungen von Sensitivitäten für die Bewertungsklasse III möglich bzw. nötig, da die in die Bewertung eingehenden Parameter entweder unbekannt (Derivate) oder beobachtbar (veröffentlichte EONIA-Kurve) sind. Risikomanagement Kapitalrisikomanagement Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprognose operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, worin die in Nr. 20 und 22 angegebenen Fremdkapitalaufnahmen enthalten sind, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, den Rücklagen und dem Gesamtergebnis. Externe Kapitalanforderungen, denen die Unternehmensgruppe unterliegt, werden durch mittelfristige Liquiditätsprognosen überwacht. Im Geschäftsjahr wurden alle Kapitalanforderungen erfüllt. Der Nettoverschuldungsgrad als Quotient aus Nettoschulden und Gesamtkapital stellt sich wie folgt dar:
Finanzrisikomanagement Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese umfassen das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko sowie das Marktrisiko, welches sich wiederum aus dem zinsbedingten Cash-Flow-Risiko, dem zinsbedingten Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes sowie dem Fremdwährungsrisiko zusammensetzt. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten. Die Verfahren und Strategien der letzten Jahre haben sich bewährt und werden fortgeführt. Kreditrisiko Das Kreditrisiko bei nicht derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich daraus, dass Vertragspartner ihren vertraglich fixierten Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Dabei handelt es sich um Kreditinstitute sowie Groß- und Einzelhandelskunden. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die bilanzierten Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte determiniert. Die Steuerung des Kreditrisikos erfolgt durch die Unternehmensleitung. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte ausschließlich mit Kontrahenten einwandfreier Bonität getätigt. Im operativen Bereich wird das Ausfallrisiko basierend auf dem Zahlungsverhalten von Kunden in der Vergangenheit laufend überwacht. Darüber hinaus werden Bonitätsauskünfte eingeholt. Zudem wird das Kreditrisiko im operativen Geschäft dadurch begrenzt, dass Neulieferungen überwiegend erst nach Erhalt der Zahlungen erfolgen. Signifikante Risikokonzentrationen liegen nicht vor, da sämtliche Kunden pünktlich zahlen und keine Zahlungsausfälle zu verzeichnen waren. Entsprechend waren nunmehr langjährig keine Wertminderungen auf Forderungen zu erfassen. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken erwachsen aus möglichen finanziellen Engpässen und können erhöhte Refinanzierungskosten verursachen. Der Konzern plant seine Liquidität für einen Zeitraum von 5 Jahren mit dem Ziel des Vorhaltens einer ausreichenden Liquiditätsreserve. Eine solide Investitionspolitik und eine konservative und risikovermeidende Finanzierungspolitik führen dazu, dass die vorgehaltene Liquiditätsreserve regelmäßig ausreicht. Die folgende Fälligkeitsanalyse zeigt die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Cash-Flows (Zins und Tilgung) der finanziellen Verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen. Planzahlungen für zukünftige, neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Für variable Zinszahlungen wurde der am jeweiligen Stichtag gültige Zinssatz zugrunde gelegt. Jederzeit kündbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem ersten Laufzeitband zugeordnet:
Bedingte oder unbedingte Kündigungen von Kreditoren sowie von Kreditzusagen der Gesellschaft liegen nicht vor. Zum Bilanzstichtag werden folgende Auszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten erwartet die den jeweiligen angegebenen Zeiträumen zugeordnet werden:
Zinsänderungsrisiko Der Konzern verfügt über keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Der Konzerngewinn und der Cash-Flow sind somit weitestgehend unabhängig von Marktzinsänderungen. Der Umfang variabel verzinslicher bzw. kurzfristiger Finanzierungen ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Zinssatzänderungen in einem von der Konzernleitung erwarteten Bereich hätten nur einen geringen Effekt auf die Ertragslage des Konzerns. Auf eine Sensitivitätsanalyse konnte daher wie im Vorjahr aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet werden. Wechselkursrisiko Auf der Verkaufs- und Beschaffungsseite ist es nur in sehr geringem Umfang zu Fremdwährungstransaktionen gekommen. Auch deutliche Währungsänderungen hätten somit nur einen unwesentlichen Effekt auf die Ertragslage des Konzerns gehabt. Auf eine Sensitivitätsanalyse kann daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet werden. Preisrisiko Das größte Preisrisiko im Hinblick auf Volumen und Volatilität besteht im Bereich des Einkaufs der Rohware. Die Preisentwicklung war in der Vergangenheit im Wesentlichen von der allgemeinen Nachfrage nach Nahrungsmitteln abhängig. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Zahlungsstrom aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Zinszahlungen in Höhe von TEUR 580 (Vorjahr TEUR 1.015) sowie Auszahlungen für Steuerzahlungen in Höhe von TEUR 618 (Vorjahr TEUR 728). Zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten. Sonstige Angaben Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Berichtsjahr beträgt TEUR 48 und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.
Neu Wulmstorf, den 30. April 2019 Norderland Fleischwaren GmbH Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersWir haben den von der Norderland Fleischwaren GmbH, Neu Wulmstorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzufühlen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwendungen geführt:
Mit diesen Einschränkungen entspricht der Konzernabschluss der Norderland Fleischwaren GmbH, Neu Wulmstorf, nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit den genannten Einschränkungen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Wedel, den 31. Juli 2019 Augustin
Revision GmbH
Kai Augustin, Wirtschaftsprüfer |
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