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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Schmidt-Liebe seit 10.2.2026 | Prokura |
Peter Frieder Matthes seit 29.1.2026 | Prokura |
Thomas Wauer seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Danyel Pfingsten seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Jörn Jacobs seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Maik Schmeichel seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Björn Mohring seit 6.11.2020 | Prokura |
Lutz Junge seit 14.6.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IPROconsult GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 2.1. Allgemein 2.2. Geschäftsbereich Architektur und Hochbau 2.3 Geschäftsbereich Infrastruktur 2.4. Geschäftsbereich Umwelt-, Energie- und Fabrikanlagen 3. Lage 3.1. Ertragslage 3.2. Finanzlage 3.3. Vermögenslage 3.4. Personalentwicklung 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Nachtragsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen als Planer, Architekten und Ingenieure, insbesondere im Industrie- und Gewerbebau sowie bei städtewirtschaftlichen Anlagen und ähnlichen Objekten. Des Weiteren hat das Unternehmen die Schulung und Beratung im Zusammenhang mit den genannten Leistungen zum Gegenstand. Die IPROconsult GmbH hat sich stabil entwickelt und ihre Stellung im Markt weiter erfolgreich ausgebaut. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022/2023 stellt für die Architektur- und Ingenieurbranche in Deutschland ein Jahr voller Herausforderungen dar. Die Hoffnungen für die Entwicklung der Baubranche, die aus den Versprechungen der Bundesregierung abgeleitet wurden, haben sich nicht erfüllt. So hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr schaffen zu wollen. Der Bedarf würde auch durch Zinsanstiege, Material- und Fachkräftemangel nicht geringer. Für 2022 wird das Ziel von 400.000 Wohnungen allerdings deutlich verfehlt. Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, prognostizierte in einem Interview mit dem ZDF im November 2022, dass 2022 in etwa 280.000 Wohnungen fertiggestellt würden. Axel Gedaschko, Verbandspräsident des Gesamtverbands der deutschen Wohnungswirtschaft, ging sogar von nur 250.000 neu gebauten Wohnungen aus. Explodierende Baustoffpreise, knappes Baumaterial, Fachkräftemangel, eine hohe Inflation und die unsichere weltwirtschaftliche Lage machen die Situation in der Bauwirtschaft schwer und unberechenbar. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes schätzt ein, dass die noch günstige Beurteilung der Geschäftslage durch den hohen Auftragsbestand gestützt wird. Zwei Drittel der Unternehmen bewerten diesen als gut bis ausreichend, ein Drittel sieht ihn als zu gering an. Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2023 reißen demgegenüber regelrecht ab. Hier schlagen sich die im laufenden Jahr bereits eingetretenen realen Rückgänge bei den Ordern im Hochbau und im Straßenbau nieder. Die Branche der Architekten und Ingenieure blieb trotz der andauernden nationalen und globalen Unsicherheiten weitgehend stabil und zeigt sich im Augenblick noch resistent gegenüber aktuellen konjunkturellen Schwankungen, politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Branche wird dennoch durch einen steigenden Grad an Wettbewerb gekennzeichnet, was regional differenziert zu einem erheblichen Druck auf die Preisgestaltung führt. Nach der Phase der Unsicherheit im Zuge der COVID-19-Pandemie haben viele Unternehmen in unserer Branche die Digitalisierung beschleunigt. Dies ermöglicht eine effizientere und flexiblere Projektumsetzung, die vor allem in Zeiten von Homeoffice und dezentralen Arbeitsstrukturen von großer Bedeutung ist. "Digitalisierung ist nicht mehr optional; sie ist zur Notwendigkeit geworden." - Bundesverband der Freien Berufe. Die Nachfrage im Bereich der erneuerbaren Energien und nachhaltigen Bauweisen ist weiterhin steigend. Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene setzen hier zusätzliche Anreize und öffnen neue Geschäftsfelder. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, der die Arbeit der Architektur- und Ingenieurbüros erschwert, ist der Anstieg bürokratischer Hürden. Von immer komplexer werdenden Genehmigungsverfahren bis hin zu umfangreichen Dokumentationspflichten - die wachsende Bürokratie bindet Ressourcen und kann die Projektdauer erheblich verlängern. "Die Bürokratie wird zunehmend zu einer Last für die Unternehmen und behindert das wirtschaftliche Wachstum der Branche." - Bundesverband Mittelständische Wirtschaft In einem Jahr, das für die Architekten und Ingenieure in Deutschland durch zahlreiche Herausforderungen geprägt war, ist es bemerkenswert, dass nahezu alle Beteiligungen unseres Unternehmens nicht nur standgehalten, sondern auch ein positives Jahresergebnis erzielen konnten. Die Gesellschaft hat sich auch im Geschäftsjahr 2022/23 mit der regionalen Weiterentwicklung des operativen Geschäfts beschäftigt. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Allgemein Der Arbeitsschwerpunkt der Unternehmensführung bestand in der inhaltlichen und territorialen Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche. Die drei Geschäftsbereiche • Architektur und Hochbau • Infrastruktur • Umwelt, Energie- und Fabrikanlagen haben sich differenziert erfolgreich weiterentwickelt und bilden den inhaltlichen und strategischen Kern bei der weiteren Gestaltung des Unternehmens. Um den wachsenden Anforderungen und Spezialisierungen in der Branche gerecht zu werden, haben wir innerhalb der IPROconsult GmbH Spezialteams für Brandschutz und BIM-Consulting (BIM = Building Information Modeling) etabliert. Diese Teams haben es uns ermöglicht, unser Dienstleistungsportfolio gezielt zu erweitern und unsere Expertise in entscheidenden Bereichen auszubauen. Darüber hinaus strahlt die Arbeit der Teams auf den Nutzen des gesamten Unternehmens aus. Die Geschäftsbereiche haben die Neu- und Weiterentwicklung der Lösungen vorangetrieben sowie die entsprechenden Fachkompetenzen aufgebaut und weitergebildet. Insgesamt reflektiert der Geschäftsverlauf des Jahres 2022/23 unsere Fähigkeit, strategisch zu agieren, unsere Leistungen gezielt auszubauen und die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens zu optimieren. Diese Faktoren sind die Grundpfeiler für unser positives Jahresergebnis und zeugen von der Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der IPROconsult. In einer Zeit, in der die Branche von Unsicherheit und volatilen Marktbedingungen gekennzeichnet ist, hat es das Unternehmen geschafft, einen konstant hohen und verlässlichen Auftragsbestand zu führen. Dies spiegelt nicht nur die Stärke des Unternehmens in der Kundenakquise und -bindung wider, sondern ist auch ein Zeichen für die hohe Qualität der Dienstleistungen, die hier erbracht werden. 2.2. Geschäftsbereich Architektur und Hochbau Die Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr 2022/23 gestaltete sich trotz eines dynamischen Marktes stabil. Die Preiserhöhungen in der Bauwirtschaft, Personalmangel und steigende Inflation führten zu einer Verunsicherung der Märkte, die mit einem Rückgang von neuen Planungsaufträgen einherging. Kennzeichnend war der Einbruch im Bereich Wohnungsbau. Es fand eine deutliche Verschiebung der Anfragen statt. Im Bereich Neubau/Sanierung in der Industrie und Sanierung von Verwaltungsgebäuden war eine Zunahme zu erkennen. Der Geschäftsbereich hat sich in seinem Leistungsspektrum breiter aufgestellt. So ist das Team Energieplanung und Fördermittelberatung gewachsen. Hier stellen wir eine große Nachfrage fest. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Auftraggebern konnte stabil gehalten und weiterentwickelt werden. Leistungsspitzen wurden im Verbund mit anderen Niederlassungen und Partnern abgefedert. Dazu gehört vor allem die intensive Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Heidelmann & Klingebiel, die Einbindung der neuen Niederlassung Geretsried und die Zusammenarbeit mit der Niederlassung Stuttgart. Der Anteil an Generalplanungsaufträgen ist konstant geblieben. Mit Hilfe moderner Arbeitsmittel wie parametrisches Entwerfen, Workflow-Automatisierung und der Anwendung von BIM bei allen Neubauprojekten konnte die Qualität der Projektbearbeitung und die Effizienz gegenüber unseren Auftraggebern weiter verbessert werden. Im kommenden Geschäftsjahr wird es auf unsere Anpassung an die stark veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen im Bereich Nachhaltigkeit und energieeffizientes Bauen ankommen. Die Herausforderung wird die kurzfristige Anpassung an sich dynamisch verändernde Märkte sein. Die Verstetigung der Arbeitsweise BIM, die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und die weitere Qualifizierung und Entwicklung unserer Mitarbeiter sind fortlaufende Ziele. 2.3. Geschäftsbereich Infrastruktur Die Auftragsentwicklung gestaltete sich im Geschäftsjahr 2022/23 weiterhin positiv und stabil. Einige Bereiche des Geschäftsbereichs konnten jedoch das Geschäftsjahr nicht zufriedenstellend abschließen. Dies ist insbesondere auf die Personalstruktur in diesen Bereichen zurückzuführen. Des Weiteren wurden die aufgestellten Themen für den Maßnahmenplan gemeinsam erfolgreich bearbeitet. Mit diesem Plan hatte der Geschäftsbereich eine Vielzahl von Detailaufgaben zu lösen, um die einzelnen Struktureinheiten unter eine abgestimmte Interessenlage zu bringen. Das Thema BIM wurde an den Standorten Dresden und Berlin des Geschäftsbereichs erfolgreich weiterentwickelt. Für die anderen Standorte fehlt es weiterhin an konkreten Ansätzen und Forderungen durch die Auftraggeber. Uns ist es in diesem Geschäftsjahr wieder gelungen, durch die zentrale Bewerbung für nationale Planungsvorhaben, welche in enger Abstimmung zwischen den Büros und Niederlassungen des Geschäftsbereichs erfolgte, mehrere große Planungsvorhaben erfolgreich zu akquirieren. Die regionale Ausweitung des Geschäftsbereiches und Erweiterung des Leistungsumfangs spielt für die Zukunft eine wichtige Rolle. 2.4. Geschäftsbereich Umwelt-, Energie- und Fabrikanlagen Im Geschäftsbereich Umwelt, Energie- und Fabrikanlagen wurden im letzten Jahr Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die Einfluss auf das Ergebnis hatten. So wurde in der Niederlassung Lausitz ein neuer Niederlassungsleiter eingestellt und eingearbeitet und in diesem Zuge das Team Landschaftsplanung neu aufgestellt. Zum Ende des Geschäftsjahres ist festzustellen, dass diese Maßnahmen langsam Erfolg zeigen. Es ist gelungen, ein dezentral geführtes Team Landschaftsplanung mit Mitarbeitern an vier unterschiedlichen Standorten aufzubauen und das Tätigkeitsfeld den Anforderungen vom Markt auszurichten. Es konnten erfolgreich zukunftsträchtige Neuvorhaben akquiriert werden, z.B. eine 100 MW Wasserstoffelektrolyse oder PtH (Power to Heat) Vorhaben. Die Strukturen im Geschäftsbereich sind gefestigt, so dass standortübergreifende Projekte in den Fachdisziplinen erfolgreich bearbeitet werden. Im Letzten Jahr wurde noch stärker auf die Vernetzung innerhalb des Geschäftsbereiches Wert gelegt, so dass auch eine engere Unterstützung mit der Niederlassung Lausitz und den Beteiligungsgesellschaften stattgefunden hat. Festzuhalten ist, dass die geopolitische Lage Auswirkungen auf unsere Tätigkeiten und Projekte hat. Enge gegenseitige Unterstützung und Weitsicht sind erforderlich, um sich auf die neuen Anforderungen des Marktes einzustellen. Das Team Umweltconsulting hat sich im Bereich der Beratungsleistungen erfolgreich etabliert und konnte eigenständige Förderprojekte akquirieren. Darüber hinaus wirkt das Team an einem großen nationalen Förderprojekt mit. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist als stabil zu beurteilen. 3.1. Ertragslage Die Betriebsleistung der IPROconsult GmbH betrug 33,7 Mio. € gegenüber 32,4 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz lag bei 21,4 Mio. €. Der Auftragseingang betrug 36,4 Mio. €. Zum Geschäftsjahresende betrug der Auftragsvorlauf 15,3 Monate. Der Jahresüberschuss beträgt 331 T€. 3.2. Finanzlage Die Finanzlage der IPROconsult GmbH ist stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 197 T€ (Vorjahr 287 T€). Dies entspricht 3,6 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 15,9 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 12,7 %). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Modernisierung der Arbeitsplätze. 3.3. Vermögenslage Die Vorräte an unfertigen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 12.348 T€ gestiegen. Gleichzeitig sind auch die erhaltenen Anzahlungen um 10.790 T€ gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 325 T€ auf 1.283 T€ erhöht. 3.4. Personalentwicklung Am Ende des Geschäftsjahres betrug der Personalstand des Gesamtpersonals 399 Mitarbeiter (zuzüglich 18 geringfügig Beschäftigten) gegenüber 363 Mitarbeitern (zuzüglich 20 geringfügig Beschäftigten) im Vorjahr. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der IPROconsult GmbH 378 Mitarbeiter (zuzüglich 19 geringfügig Beschäftigten) angestellt, nach 351 (zuzüglich 19 geringfügig Beschäftigten) im Vorjahr. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Mitwirkung beim Erreichen der Unternehmensziele. Dem Betriebsrat danken wir für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ist weiterhin zufriedenstellend. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 405 T€ (Vorjahr 1.123 T€) und in das immaterielle Sachanlagevermögen 15 T€ (Vorjahr 74 T€). Damit wird weiterhin die Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie der Arbeitsplätze gewährleistet. Die Umsatzrendite sank von 3,7 % auf 2,4 %. Unter Einbeziehung der Bestandsveränderung von 12.293 T€ (Vorjahr 9.433 T€) konnte die Gesamtleistung um 1.292 T€ gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt 20,5 % (Vorjahr 24,7 %). Der EBITDA betrug im Geschäftsjahr 1.015 T€ zu 1.301 T€ im Vorjahr. Die Berechnung der Indikatoren erfolgte nach den gängigen Formeln. Die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist langfristig ausgelegt. Zur allgemeinen Mitarbeiterzufriedenheit werden auch nachhaltige Fortbildungen und Workshops angeboten. 5. Gesamtaussage Insgesamt kann von einem weiterhin günstigen Verlauf des Geschäftsjahres ausgegangen werden. Bei erhöhten Kosten konnte die Betriebsleistung nur leicht gesteigert werden. Die Prognosen des Vorjahres konnten nicht über das gesamte Unternehmen hinweg erfüllt werden. III. Nachtragsbericht Im Jahresabschluss wurden alle uns bekannten Gegebenheiten in angemessener Weise abgebildet. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren berichtspflichtigen bedeutsamen Vorgänge ergeben. IV. Prognosebericht Der Beginn des Geschäftsjahres vom 01.07.2023 bis 30.06.2024 gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus, aber auch zur Betonung der Risiken und Unsicherheiten in der aktuellen Wirtschaftslage. Unsere Branche wird von verschiedenen nationalen und internationalen Tendenzen beeinflusst, die unsere Geschäftsprognosen stark beeinträchtigen können. Das betrifft beispielsweise durch die anhaltende Inflationsrate und Zinserhöhungen den Wohnungsbau. Hier könnte die Nachfrage infolge steigender Finanzierungskosten noch weiter abnehmen. Wir sehen gute Chancen in der Begleitung der Energiewende, insbesondere bei der Etablierung von Energiespeichern, die in der gegenwärtigen Energiepolitik unterrepräsentiert sind. Auch der Bereich der energetischen Sanierung ist ein Planungsfeld, auf das wir für die kommenden Jahre setzen. Wir planen, unsere Expertise in diesem Bereich zu erweitern. Um Effizienzgewinne zu erzielen, werden wir die Digitalisierung in der gesamten Breite des Unternehmens weiter vorantreiben. Wir werden unseren Teil im Forschungsprojekt iECO im Rahmen von GAIA-X fertig stellen und damit in Zusammenarbeit mit universitären Partnern die Technologie des digitalen Planens vorantreiben. Die Akquisition wird weiter auf hohem Niveau betrieben. Allerdings ist stets darauf zu achten, dass wir die Kapazitäten für die Bearbeitung in der Gruppe haben. Insofern gewinnt die standort- und unternehmens-übergreifende gegenseitige Abstimmung unter unserem Leitbild "Das Ganze sehen" weiter wesentlich an Bedeutung. Die regionale Erweiterung in wirtschaftliche Kernregionen bleibt fester Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung. Die als Standorte der IPROconsult integrierten Büros sollen eine Mindestgröße besitzen oder entwickeln können, um wirtschaftlich zu arbeiten. Vor dem weiteren regionalen Wachstum stehen allerdings die Sicherung der Profitabilität aller Geschäftsbereiche und Standorte der IPROconsult GmbH an vorderster Stelle. Die Geschäftswelt ist volatil und unsere Branche ist keine Ausnahme. Trotz Risiken, insbesondere durch Inflation und Zinsänderungen, sind wir zuversichtlich, dass die eingeleiteten Strategien uns ermöglichen, unsere Ziele zu erreichen. Dabei werden wir unsere Geschäftspraktiken kontinuierlich anpassen und nach Möglichkeiten für Wachstum und Effizienz suchen. Unter Beachtung der Chancen und Risiken, aus den durch die IPROconsult GmbH betriebenen Geschäften, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/24 einen wirtschaftlichen Erfolg auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres. V. Chancen und Risikobericht Unser Ziel ist es, Chancen und Risiken auf den Märkten, auf denen wir aktiv sind, so früh wie möglich zu erkennen, um rechtzeitig reagieren zu können. In einem zunehmend komplexen und volatilen Marktumfeld ist es unerlässlich, sowohl die Chancen als auch die Risiken präzise zu identifizieren und zu bewerten. Dieser Bericht bietet eine Übersicht über die erwarteten Chancen und Risiken, die unsere Unternehmensstrategie im kommenden Geschäftsjahr beeinflussen könnten. Chancen sehen wir in folgenden Themenfeldern: Energiewende - Energiespeicher: Da Energiespeicher in der aktuellen Energiepolitik unterrepräsentiert sind, bieten sich hier erhebliche Marktchancen. Unsere Expertise könnte uns einen Vorteil im wachsenden Markt für erneuerbare Energien verschaffen. Darüber hinaus bauen wir unsere Kapazitäten für die Planung und Beratung im Bereich energetischer Sanierung und Energieeffizienz aus. Digitalisierung - Effizienzsteigerung: Durch die fortgesetzte Digitalisierung können wir die Effizienz in verschiedenen Geschäftsbereichen signifikant erhöhen, was Kosteneinsparungen und verbesserte Abläufe ermöglicht. Internationalisierung - Marokko: Die gezielte Expansion unseres Consulting-Geschäfts in Marokko könnte zusätzliche Umsätze generieren und unsere internationale Präsenz stärken. Weiterbildung - Qualifikation: Durch die Weiterbildung unserer Fachplaner im Bereich Projektmanagement können wir die Qualität unserer Dienstleistungen steigern und uns als Branchenführer positionieren. Unsere Führungstätigkeit gestalten wir unter Beachtung folgender Risiken: Wirtschaftliche Bedingungen - Inflation und Zinsen: Erhöhte Inflationsraten und Zinserhöhungen könnten die Baukosten in die Höhe treiben und die Finanzierung erschweren, insbesondere im Wohnungsbau. Volatile Märkte - Schnelle Veränderungen: Da unser Geschäft stark von nationalen und internationalen Entwicklungen beeinflusst wird, können sich Prognosen schnell ins Gegenteil verkehren. Ressourcenmanagement - Kapitalrendite: Unser Ziel einer Kapitalrendite von 15 % könnte durch eine Vielzahl von Faktoren beeinträchtigt werden, darunter unerwartete Kostensteigerungen oder Projektverzögerungen. Um belastbarere und frühzeitige Auswirkungen auf das Bauplanungsgeschäft prognostizieren zu können, werden die Daten des ERP-Systems monatlich, besonders mit Blick auf die Auftragseingänge und Auftragsbestände sowie die Wirtschaftlichkeit ausgewertet. Zum 01.07.2023 verfügen wir im Planungsgeschäft über mit Zuschlagswahrscheinlichkeiten bewertete Auftragsanbahnungen in Höhe von 31.358 T€. Um die Chancen zu nutzen und die Risiken zu minimieren, ist eine agile Geschäftsstrategie erforderlich, die eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung ermöglicht. Unsere geplanten Investitionen in Energiewende-Projekte, Digitalisierung und Weiterbildung werden uns dabei unterstützen, uns an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und unsere Geschäftsziele zu erreichen. Dabei sind wir uns bewusst, dass in einem sich ständig verändernden Umfeld Flexibilität und eine vorausschauende Planung entscheidend sind.
Dresden, 30.09.2022 IPROconsult GmbH gez. Lutz Junge, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die IPROconsult GmbH hat ihren Sitz in Dresden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter dem Aktenzeichen HRB 32340 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen als Planer, Architekt und Ingenieur, insbesondere im Industrie- und Gewerbebau sowie bei städtewirtschaftlichen Anlagen und ähnlichen Objekten. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft bilanziert nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der fehlenden Teilgewinnrealisierung nach der HOAI ergibt sich kein vollständiges Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Auf diesen Umstand wird gem. § 264 Abs. 2 S. 2 HGB hingewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nur nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden, sind berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen, bewertet. Beim beweglichen Anlagevermögen wird die Abschreibung nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und die anteiligen Gemeinkosten. Die erhaltenen Anzahlungen werden von den unfertigen Leistungen gem. § 268 Abs. 5 HGB offen abgesetzt. Die Forderungen werden zum Nennwert bewertet. Wertberichtigungen für Ausfallrisiken wurden im Berichtsjahr entsprechend berücksichtigt. Liquide Mittel sind mit dem Nennwert bzw. mit dem Stichtagskurs bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Sicherheiten und Laufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig fällig. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen wurden gebildet für:
Die Rückstellung Sterbegeld wird in Höhe von € 412,00 abgezinst ausgewiesen. Den Berechnungen lagen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Folgende Parameter wurden angewendet:
Aufgliederung der Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 18.000,00 (Vorjahr: € 59.103,43) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung sind in Höhe von € 44.519,00 aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und in Höhe von € 43.509,43 sowie Erträge aus Zuschüssen in Höhe von € 472.473,35 zu verzeichnen. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist eine persönliche Mitverpflichtung gegenüber einem Kreditinstitut für die Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft in Höhe von € 3.000.000,00 eingegangen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering angesehen, da die Muttergesellschaft über ausreichende Liquidität verfügt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Büromieten in Höhe von € 870.752,67 und Leasingverträgen für Fahrzeuge in Höhe von € 455.424,00. Die Leasingvereinbarungen wurden zur Verbesserung der Liquidität geschlossen. Risiken bestehen nicht. V. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 378 (Vorjahr 351) Arbeitnehmer und 19 (Vorjahr 19) geringfügig Beschäftigte beschäftigt. Latente Steuern Auf die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von € 2.800,00 wurde verzichtet. Im Berichtsjahr würde die Zuführung € 700,00 betragen. Muttergesellschaft Die IPROconsult GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der IPRO Dresden Planungs- und Ingenieuraktiengesellschaft mit Sitz in Dresden. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 262.822,99). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von € 1.458.796,32 (Vorjahr € 0,00). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 18.000,00 (Vorjahr € 59.103,43) enthalten. Geschäftsführung Herr Lutz Junge, Dipl. Kaufmann Von § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von € 330.679,70 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Dresden, den 18. September 2023 IPROconsult GmbH gez. Lutz Junge, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkDem ungekürzten Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde von der RINKE TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IPROconsult GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IPROconsult GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPROconsult GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wuppertal, den 4. Oktober 2023 RINKE
TREUHAND GmbH
gez. Andreas Niemeyer, Wirtschaftsprüfer |
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