Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg GnR 119
Eingetragen
9.5.1934
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen: c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Ubernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschälten; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Verträgen die der Grundversorgung dienen. Die Genossenschaften kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Ruppichteroth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Jahresabschluss 2014

Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG, 53809 Ruppichteroth

1. Jahresbilanz zum 31.12.2014

Aktivseite

      Geschäftsjahr  
  EUR EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     1.702.139,73   1.530
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     2.949,60   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.949,60       (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 1.705.089,33 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     9.566.630,71   17.817
b) andere Forderungen     19.661.752,96 29.228.383,67 22.284
4. Forderungen an Kunden       144.561.961,54 142.602
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 91.261.774,60       (86.327)
Kommunalkredite 8.703.334,08       (13.295)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   9.501.732,23     10.542
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 9.501.732,23       (10.542)
bb) von anderen Emittenten   27.453.496,67 36.955.228,90   22.982
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 26.658.041,78       (22.982)
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 36.955.228,90 0
Nennbetrag 0,00       (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       6.305.054,50 5.419
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     8.902.812,46   8.108
darunter:          
an Kreditinstituten 514.162,46       (830)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     153.393,00 9.056.205,46 153
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       108.794,16 138
darunter: Treuhandkredite 108.794,16       (138)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte:          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     0,00   0
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 0,00 0
12. Sachanlagen       3.285.908,02 2.457
13. Sonstige Vermögensgegenstände       2.087.014,43 2.294
14. Rechnungsabgrenzungsposten       104.355,07 40
15. Aktive latente Steuern       0,00 0
16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung       0,00 0
Summe der Aktiva       233.397.995,08 236.366

Passivseite

         
      Geschäftsjahr  
  EUR EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     8.867,36   10
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     15.469.592,05 15.478.459,41 15.375
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   38.258.948,85     47.392
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   1.724.943,27 39.983.892,12   853
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   137.652.293,87     133.826
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   10.108.516,29 147.760.810,16 187.744.702,28 10.016
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       108.794,16 138
darunter: Treuhandkredite 108.794,16       (138)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       620.820,51 381
6. Rechnungsabgrenzungsposten       23.314,30 27
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     1.671.883,00   1.673
b) Steuerrückstellungen     46.922,67   30
c) andere Rückstellungen     591.837,13 2.310.642,80 731
8. - - -       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       3.115.000,00 2.575
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     2.692.474,89   2.644
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   9.978.862,00     9.666
cb) andere Ergebnisrücklagen   10.542.922,56 20.521.784,56   10.230
d) Bilanzgewinn     782.002,17 23.996.261,62 799
Summe der Passiva       233.397.995,08 236.366
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   1.447.776,03     936
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 1.447.776,03   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   5.470.846,62 5.470.846,62   7.612
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

      Geschäftsjahr  
  EUR EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   5.925.062,06     6.392
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   627.861,91 6.552.923,97   817
2. Zinsaufwendungen     1.494.624,64 5.058.299,33 1.968
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     223.933,00   200
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     122.735,34   96
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 346.668,34 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     2.249.734,58   2.159
6. Provisionsaufwendungen     273.740,17 1.975.994,41 281
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       247.898,23 275
9. - - -       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   2.635.010,95     2.565
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   531.261,95 3.166.272,90   571
darunter: für Altersversorgung 77.096,88       (133)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     1.867.235,64 5.033.508,54 1.752
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       273.473,91 267
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       125.811,02 117
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     391.171,34   341
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 391.171,34 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. - - -       0,00 0
19. Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit       1.804.895,50 2.077
20. Außerordentliche Erträge     5.112,36   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       5.112,36 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     473.294,34   698
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     14.711,35 488.005,69 5
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken       540.000,00 575
25. Jahresüberschuss       782.002,17 799
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        782.002,17 799
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        782.002,17 799
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       782.002,17 799

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Auf eine Bezeichnung des Posten 9. der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gegensatz zum Vorjahr verzichtet.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Wir haben den Wesentlichkeitsmaßstab für die Angabe von wesentlichen antizipativen, sonstigen, außerordentlichen und periodenfremden Posten im Einzelfall auf 0,5 % der Bilanzsumme bei Bilanzposten und 10 % des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit bei GuV-Posten beibehalten.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Barreserven, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen an Kunden wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und pauschalen Wertberichtigungen ausreichend abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist ausreichend Rechnung getragen.

Sämtliche Anleihen und Schuldverschreibungen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere oder Investmentfonds haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund eines eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Die getrennte Bilanzierung erfolgt insbesondere, wenn ein eingebettetes Derivat bedingte oder unbedingte Abnahmeverpflichtungen für weitere Finanzinstrumente zu festgelegten Konditionen vorsieht, sodass die Möglichkeit besteht, dass die Abnahme der weiteren Finanzinstrumente nicht zum künftigen beizulegenden Zeitwert erfolgt.

Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich sein Wert als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Einzelne Beteiligungen resultieren aus in Vorjahren geschlossenen Tauschgeschäften und sind nach Tauschgrundsätzen unter Gewinnrealisierung bewertet.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Ab dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 150 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 150, aber nicht über EUR 410 lagen.

Unter der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" wurde der Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens unter Verwendung eines angemessenen Zinsfußes zum Barwert aktiviert.

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Soweit der Erfüllungsbetrag höher als der Ausgabebetrag ist, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen; er wird planmäßig getilgt. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,58 % (Vorjahr 4,88 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Es wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgeverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der sogenannten "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode).

Verpflichtungen aus Altersteilzeitrückstellungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt.

Der bei der Abzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeit angewendete Zinssatz von 2,85 % (Vorjahr 3,43 %) wurde gemäß IDW RS HFA 30 (Rz. 57) abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit des Personalbestandes mit Altersteilzeitvereinbarungen ermittelt. Es wurde ein Gehaltstrend in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die Bewertung der anderen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte unter Berücksichtigung der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) mit Diskontierungssätzen aus Dezember 2014.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Zinsbuches werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Positionen des Zinsbuches nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2014 war keine Rückstellung zu bilden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten haben wir mit dem Devisenkassamittelkurs am 30.12.2014 umgerechnet. Dem § 340h HGB wurde Rechnung getragen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2014

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Zuschreibungen Umbuchungen a) Abgänge
      des Geschäftsjahres b) Zuschüsse
  EUR EUR EUR EUR   EUR
Sachanlagen:            
a) Grundstücke und Gebäude 4.200.758,29 978.113,37 0,00 0,00 a) 0,00
          b) 0,00
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.469.310,65 134.004,63 0,00 0,00 a) 202.080,63
          b) 0,00
Summe a 6.670.068,94 1.112.118,00 0,00 0,00 a) 202.080,63
          b) 0,00
  Abschreibungen (kumuliert) Buchwerte am Bilanzstichtag Abschreibungen Geschäftsjahr
  EUR EUR EUR
Sachanlagen:      
a) Grundstücke und Gebäude 2.609.398,64 2.569.473,02 83.050,23
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.684.799,65 716.435,00 190.423,68
Summe a 4.294.198,29 3.285.908,02 273.473,91
  Anschaffungskosten Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag
  EUR EUR EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00   0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 8.261.793,10 794.412,36 9.056.205,46
Anteile an verbundenen      
Unternehmen 0,00   0,00
Summe b 8.261.793,10 794.412,36 9.056.205,46
Summe a und b 14.931.862,04   12.342.113,48

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 28.390.396,16 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) * 2.000.000,00 2.000.000,00 14.100.000,00 396.000,00
Forderungen an Kunden (A 4) 6.539.492,21 8.961.638,68 35.530.871,13 81.432.584,13

* ohne Guthaben aus Bausparverträgen

In den Forderungen an Kunden sind EUR 12.045.420,52 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im Geschäftsjahr 2015 EUR 6.491.250,00 (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen) fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

  Forderungen an
  verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0,00 0,00 28.390.396,16 39.268.114,49
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0,00 0,00 27.027.684,35 22.519.397,22

In folgenden Posten sind enthalten:

    davon
  börsenfähige Wertpapiere
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertet
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 36.955.228,90 36.680.003,63 275.225,27 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 3.883.921,00 0,00 3.883.921,00 0,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 326.062,46 0,00 326.062,46  

Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandgeschäfte betreffen ausschließlich Treuhandkredite.

Im Aktivposten 12 (Sachanlagen) sind enthalten:

  EUR
im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 1.941.811,03
Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.435,00
Sonstige Grundstücke und Gebäude 627.661,99

In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:

  EUR
Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG 874.572,50

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind EUR 32.283,07 Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (Vorjahr EUR 39.507,33) enthalten.

In den Posten und Unterposten der Aktivseite sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- Aktiva 3 396.748,51 0,00
- Aktiva 5 795.454,89 520.229,62

Die Vermögensgegenstände enthalten Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 142.881,09.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 15.476.877,51 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten (ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):

  bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 217.829,53 692.852,90 3.628.589,98 10.928.045,14
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 24.670,12 482.765,59 1.054.194,93 163.050,14
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 3.329.758,64 4.949.927,07 1.804.770,44 0,00

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 23.314,30 (Vorjahr EUR 26.858,49) enthalten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

  Verbindlichkeiten gegenüber
  verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
  Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0,00 0,00 15.476.877,51 15.381.652,53

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 142.881,09 enthalten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich insbesondere aus der Bewertung der Kundenforderungen ein aktiver Überhang, der in der Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

  EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 2.632.594,86
b) der ausscheidenden Mitglieder 59.880,03
  2.692.474,89

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

  Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2014 9.665.918,37 10.229.978,94
Einstellungen aus Bilanzgewinn des Vorjahres 312.943,63 312.943,62
Stand 31.12.2014 9.978.862,00 10.542.922,56

In der nachfolgenden Übersicht sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, dargestellt (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Sie umfasst die in strukturierten Finanzinstrumenten eingebetteten, getrennt bilanzierten Derivate.

  Nominalbetrag
TEUR
beizulegender Zeitwert
TEUR
ggf. vorhandener Buchwert
TEUR
Bilanzposten
Aktien-/Indexbezogene Geschäfte:        
OTC Produkte        
Aktien-/Index-Opt. - Verkäufe 396 -77 72 A14
      72 P05
      10 P07c

Die Optionen des Nichthandelsbestandes sind als eingebettetes Derivat Bestandteil eines getrennt zu bilanzierenden strukturierten Finanzinstrumentes und werden nach dem Restwertverfahren bewertet.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

  Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände (Gesamtbetrag in EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.469.592,05

Die ausgewiesenen Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Sie unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleistet.
Die ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die künftig erwarteten Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Bei den auf unwiderruflichen Kreditzusagen entfallenden anderen Verpflichtungen gehen wir davon aus, dass der überwiegende Teil als Darlehen abgerufen wird.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Dienstleistungen für Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, wurden im Bereich Depotgeschäft, Versicherungen, Bausparen, Kreditgeschäft und Vermögensberatung erbracht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 29,52 (Vorjahr EUR 90,38) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 90.477,52 (Vorjahr EUR 97.138,57) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die für das Geschäftsjahr 2014 ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden insgesamt unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch haben sich die Zinsaufwendungen per Saldo um EUR 7.234,09 erhöht (Vorjahr EUR 10.283,36 Zinserträge).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen nahezu ausschließlich auf den Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 12.684,75 und der früheren Vorstandsmitglieder auf EUR 111.155,64. Auf Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aus datenschutzrechtlichen Gründen verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2014 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.671.883,00.

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für

  EUR
Mitglieder des Vorstandes 635.582,98
Mitglieder des Aufsichtsrates 651.483,03

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 310.544,00 aus Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) auf der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgabe der Garantieerklärung.

Die Zahl der 2014 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

  Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 31 21
Gewerbliche Mitarbeiter 0 0
  31 21

Außerdem wurden durchschnittlich fünf Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

    Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Ende 2013 4.890 6.852 3.426.000,00
Zugang 2014 273 276 138.000,00
Abgang 2014 116 176 88.000,00
Ende 2014 5.047 6.952 3.476.000,00
  EUR
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um 48.447,64
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um 50.000,00
Höhe des Geschäftsanteils 500,00
Höhe der Haftsumme je Anteil 500,00

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.
Mecklenbecker Straße 235 - 239
48163 Münster

Mitglieder des Vorstandes
Ralf Löbach
Bankvorstand Marktbereich
Andre Schmeis
Bankvorstand Marktfolge

Mitglieder des Aufsichtsrates
Hans-Peter Hohn, Vorsitzender
Verwaltungsoberrat
Werner Schmitt, stellvertretender Vorsitzender
Angestellter
Albert Alenfelder
Rentner
Josef Diez
Rentner
Franz Kleff
Rentner
Hermann Josef Miebach
Selbstständiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Karl-Werner Tillmann (Aufsichtsrat bis 02.07.2014)
Rentner

 

Ruppichteroth, 11.03.2015

Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Der Vorstand

Ralf Löbach

Andre Schmeis

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Ein klang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 27. Mai 2015

Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband e. V.

Thomas Kulina, Wirtschaftsprüfer

Franz Hermann Deres, Wirtschaftsprüfer

Vorschlag für die Ergebnisverwendung 2014

der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn von EUR 782.002,17 wie folgt zu verwenden:

  EUR
6,75 % Dividende 177.077,45
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 302.462,36
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen 302.462,36
insgesamt 782.002,17

 

Ruppichteroth, 19.03.2015

Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Der Vorstand:

Ralf Löbach

Andre Schmeis

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom hat den Jahresabschluss zum 31.12.2014 festgestellt und die Verwendung des Bilanzgewinnes in Höhe von EUR 782.002,17 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014

der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2014 mit Lagebericht wird vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2014 festzustellen und die vorgeschlagene Dividende zu beschließen.

In diesem Jahr scheiden Herr Diez und Herr Kleff aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des ausscheidenden Mitgliedes des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Ruppichteroth, 19.03.2015

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Hans-Peter Hohn

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG, 53809 Ruppichteroth

I. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Im Jahr 2014 wurde die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands durch die schwierigen internationalen Rahmenbedingungen erneut beeinträchtigt. Nach aktuellen Angaben des Statischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt mit 1,5 Prozent dennoch deutlich stärker gestiegen als in den Jahren 2012 und 2013. Zum Anstieg der Wirtschaftsleistung trug vor allem das erste Quartal bei, welches - vom ungewöhnlich milden Winterwetter begünstigt - sehr wachstumsstark ausfiel. Im weiteren Jahresverlauf ließ die Konjunkturdynamik allerdings spürbar nach. Faktoren wie die gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Ostukraine, Syrien und Irak sowie die unerwartet schwach verlaufende wirtschaftliche Erholung im Euroraum ließen die Hoffnung auf eine kräftige Belebung der inländischen Investitionstätigkeit unerfüllt bleiben. Auch vom Außenhandel kamen insgesamt nur verhaltene Impulse. Die Konsumausgaben blieben aber eine verlässliche Stütze des gesamtwirtschaftlichen Wachstums.

Am deutschen Arbeitsmarkt setzte sich der Aufschwung fort. Nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Anzahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2014 gegenüber dem Vorjahr um 371.000 auf rund 42,7 Millionen Menschen. Der Anstieg basiert vor allem aus einem deutlichen Zuwachs von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Arbeitslose konnten hiervon allerdings nur in begrenztem Umfang profitieren, da jeweils ein gutes Drittel des Beschäftigungsaufbaus aus der gestiegenen Erwerbstätigkeit von deutschen Frauen und ausländischen Arbeitskräften beruhte. Die Anzahl der Arbeitslosen ist deswegen nur leicht gesunken. Sie ging nach ersten Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt um 52.000 auf knapp 2,9 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent.

Die auf Basis der jährlichen Veränderung des Verbraucherpreisindexes gemessene Inflationsrate hat sich in 2014 merklich vermindert. Sie ist im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf niedrige 0,9 Prozent zurückgegangen. Hauptgrund für den Rückgang der Inflationsrate waren die Energiepreise, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte spürbar nachgaben. In anderen Bereichen wurden die Preise hingegen moderat angehoben. So mussten die Verbraucher beispielsweise für Nahrungsmittel und Wohnungsmieten etwas mehr Geld aufwenden als im Vorjahr.

Die Finanzlage der öffentlichen Hand hat sich 2014 weiter entspannt. Der Bund erzielte zum ersten Mal seit 1969 ein Jahr ohne Defizit. Die "schwarze Null" wurde damit ein Jahr früher erreicht als von der Bundesregierung angekündigt. Die Staatseinnahmen nahmen weiter zu, genau wie die staatlichen Ausgaben. Hierzu trugen unter anderem die höheren Rentenzahlungen und die deutlich zunehmenden Arbeitnehmerentgelte der Angestellten von Bund und Kommunen bei. Die Maastricht-Defizitquote, die den öffentlichen Finanzierungssaldo in Relation zum Bruttoinlandsprodukt setzt, fiel mit 0,4 Prozent etwas höher aus als im Vorjahr (+0,1 Prozent). Der Bruttoschuldenstand ging im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung von 76,9 Prozent auf 74,5 Prozent in 2014 zurück.

An den internationalen Finanzmärkten fällt die Bilanz für das Jahr 2014 durchwachsen aus. Sowohl der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der Bürgerkrieg in Syrien und die Bürgerproteste in Hong Kong als auch die Angst vor einer Abkühlung des chinesischen Wirtschaftsmotors ließen die Nervosität an den Märkten steigen. Insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte reagierten Anleger und Investoren zunehmend sensibel auf negative Meldungen, was zwischenzeitlich deutliche Kursschwankungen an den einzelnen Teilmärkten provozierte. Schwerwiegende Verwerfungen blieben an den Finanzmärkten aber aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im vergangenen Jahr ihre Geldpolitik für den Euroraum noch weiter gelockert. Ausgangspunkt der neuen Maßnahmen war die auf niedrigem Niveau nachlassende Inflation bei gleichzeitig schwacher Konjunktur. Darüber hinaus verminderte der rückläufige Ölpreis den Preisdruck im Währungsraum. In dieser Gemengelage befürchtete der geldpolitische Rat der EZB ein ernstzunehmendes Risiko dauerhaft zu niedriger Inflationsraten sowie abnehmender Inflationserwartungen. Die europäische Notenbank begegnete diesem Risiko mit Leitzinssenkungen im Juni und September. Dabei senkte sie den Hauptrefinanzierungssatz für die Geschäftsbanken im Euroraum um insgesamt 0,2 Prozentpunkte auf 0,05 Prozent. Der Einlagensatz, d.h. der Zins für Übernachteinlagen der Geldhäuser bei der EZB, fiel in zwei Zinsschritten auf -0,2 Prozent. Damit verlangt die EZB erstmals einen Strafzins für bei der EZB geparkte Gelder. Die Notenbanker erhofften sich insbesondere vom negativen Einlagezins eine Belebung der Weitervergabe von Geldern innerhalb des Währungsraumes.

Der Euro hat in 2014 deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Zwar konnte sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar in der ersten Jahreshälfte noch erfolgreich über der Marke von 1,35 US-Dollar halten. In der zweiten Jahreshälfte gab der Euro aber sichtbar nach. Bis Jahresende fiel der Euro-Dollar Kurs auf 1,21 US-Dollar je Euro. Das waren 16,5 US-Cent weniger als Ende 2013. Verantwortlich für die Euro-Schwäche waren in erster Linie die divergierenden Geldpolitiken dies- und jenseits des Atlantiks. So schwenkte die EZB im Jahresverlauf auf einen deutlich expansiveren geldpolitischen Kurs für den Euroraum ein.

Trotz neuer Allzeithochs blieb an den Aktienmärkten der große Befreiungsschlag in 2014 aus. Zwar hatten sich Aktien in der ersten Jahreshälfte hoffnungsvoll entwickelt. Nachdem der DAX im ersten Quartal um die Marke von 9.400 Punkten geschwankt war, knackte der deutsche Leitindex im zweiten Quartal die Marke von 10.000 Punkten. Konjunkturhoffnungen für den Euroraum und die expansivere Geldpolitik der EZB waren dabei treibende Kräfte. Allerdings fand der Höhenflug des DAX mit Beginn der zweiten Jahreshälfte ein jähes Ende. Ausschlaggebend waren überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, Europa und den Schwellenländern sowie die anhaltenden Konflikte in der Ostukraine und im Nahen Osten. Der Dax verlor im Zuge dessen zunehmend an Höhe und sank bis Mitte Oktober auf rund 8.500 Punkte. Im November kam es allerdings zu einer Erholung, in deren Verlauf der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch von 10.087 Punkten erreichte. Im Zuge der Regierungskrise in Griechenland und der Furcht vor einem Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise gab der Deutsche Aktienindex bis zum Jahresende einen Teil seiner Kursgewinne wieder ab. Der DAX beendete das Jahr bei einem Stand von 9.806 Punkten und lag damit 2,7 Prozent höher als am Vorjahresende.

Auch in diesem schwierigen Umfeld konnten die deutschen Kreditgenossenschaften im Geschäftsjahr 2014 an ihre guten Geschäftsergebnisse der Vorjahre anknüpfen. So wuchsen sie erneut stabil. Die positive Geschäftsentwicklung zeigt einmal mehr, dass es den deutschen Kreditgenossenschaften nachhaltig gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundeneinlagen auf 582 Milliarden Euro (+3,7 Prozent) und die Kundenkredite auf 482 Milliarden Euro (+4,3 Prozent) steigen. Die addierte Bilanzsumme stieg um 25 Milliarden auf 788 Miliarden Euro (+3,3 Prozent).

Entwicklung der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

      Veränderung
  Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Bilanzsumme 233.398 236.366 -2.968 -1,3

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG sank im Geschäftsjahr 2014 insbesondere durch den Rückgang der Kundenverbindlichkeiten.

      Veränderung
Aktivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Barreserve 1.705 1.530 175 11,4
Bankguthaben 29.228 40.100 -10.872 -27,1
Kundenforderungen 144.562 142.602 1.960 1,4
Wertpapieranlagen 43.260 38.944 4.316 11,1

Der Zuwachs der Kundenforderungen beruht grundsätzlich auf der konjunkturellen Erholung der Firmenkunden, welche nach Immobilien- und Investitionskrediten nachfragten, während bei der Privatkundschaft Gelder für Renovierungen und energetische Sanierungen gefragt waren. Auch aufgrund von außerplanmäßigen Sondertilgungen lag der Anstieg der Kundenforderungen unter dem Planwert von 4,70 %.

Fällige Bankguthaben wurden überwiegend in Wertpapieranlagen wieder angelegt.

      Veränderung
Passivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Bankrefinanzierungen 15.478 15.385 93 0,6
Kundengelder 187.745 192.086 -4.341 -2,3
Spareinlagen 39.984 48.245 -8.261 -17,1
täglich fällige Einlagen 137.652 133.826 3.826 2,9
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 10.109 10.016 93 0,9

Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,30 % gesunken. Mit dem Ergebnis wurde das geplante Wachstum entsprechend nicht erreicht. Hauptursache hierfür ist der planmäßige Abgang einer Großeinlage. Grundsätzlich konnte im Berichtsjahr, bedingt durch die anhaltende Niedrigzinsphase, eine Umschichtung von fälligen Spareinlagen zu Gunsten von täglich fälligen Einlagen sowie in Wertpapieranlagen beobachtet werden.

Die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten blieben im Berichtszeitraum nahezu unverändert.

Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte bestehen in Form der unter den Bilanzstrich ausgewiesenen Avale und unwiderruflichen Kreditzusagen. Zinsswaps oder sonstige Zinssicherungsinstrumente sind zum Bilanzstichtag nicht im Bestand.

Dienstleistungsgeschäft

Das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich in 2014 durch Provisionssteigerungen im Kundenwertpapiergeschäft und in der Vermögensverwaltung und -beratung positiv.

Investitionen

Im Jahre 2014 wurden für den Umbau der Hauptstelle in Much vom gesamten Investitionsvolumen von voraussichtlich 3,0 Mio. EUR bereits 117 TEUR in den anderen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt.

Personalbereich

Der Personalbestand belief sich im Geschäftsjahr auf durchschnittlich 54 Mitarbeiter und 5 Auszubildende. Die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter betrugen TEUR 75. Insgesamt haben die Mitarbeiter an 152 Tagen an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen.

Ergänzende Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und zu wesentlichen Ereignissen bzw. wichtigen Vorgängen im Geschäftsjahr

Mit der Raiffeisenbank Sankt Augustin eG wurden im Geschäftsjahr Beratungen über eine engere Kooperation aufgenommen. Die Gespräche wurden zwischenzeitlich dahingehend modifiziert, dass Aufsichtsräte und Vorstände beider Banken der General- bzw. Vertreterversammlung in 2016 vorschlagen werden, eine Verschmelzung auf Grundlage der Jahresabschlüsse 2015 zu beschließen.

II. Vermögenslage

Eigenmittel

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG (bis 2013) bzw. Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten (ab 2014) stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

      Veränderung
  Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 27.111 25.914 1.197 4,6
Haftendes Eigenkapital 2) -- 27.370 -- --
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 3) 34.237 -- -- --
Solvabilitätskennziffer 2) -- 28,5 % -- --
Harte Kernkapitalquote 3) 4) 24,6 % -- -- --
Kernkapitalquote 3) 4) 24,6 % -- -- --
Gesamtkapitalquote 3) 32,7 % -- -- --

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).
2) bis 2013
3) ab 2014
4) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2014 stets mit deutlichem Spielraum eingehalten.

Unser Kernkapital beträgt 25,7 Mio. EUR; das sind 11,0 % der Bilanzsumme.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs sowie durch die geplanten Rücklagenzuführungen auch zukünftig auszugehen.

Wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 61,9 % (Vorjahr 60,3 %). Die Kundenforderungen sind sowohl nach Größen als auch nach Branchen breit gestreut. Hierdurch erfolgt eine Begrenzung der strukturellen Risiken. Im Kreditgeschäft legt die Bank Wert auf die Einhaltung des Regionalprinzips. Die Kreditgrenzen nach dem Kreditwesengesetz und nach dem Genossenschaftsgesetz werden eingehalten.

Kundenverbindlichkeiten

Der Anteil der Kundenverbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 80,4 % (Vorjahr 81,3 %). Wie in den Vorjahren waren die Anlageformen mit täglicher Fälligkeit stark gefragt.

Wertpapierkategorien

Der prozentuale Anteil der Wertpapiere an der Bilanzsumme beträgt 18,5 % (Vorjahr 16,5 %). Hierbei handelt es sich größtenteils um festverzinsliche Wertpapiere von Kreditinstituten. Der Wertpapierbestand der Bank ist vollständig dem "Investment-Grade-Bereich" zuzuordnen.

Risikolage und Risikodeckung

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt VI.

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die zukünftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen.

III. Finanz- und Liquiditätslage

  Berichtsjahr Vorjahr
Liquiditätskennzahl gemäß LiqV 3,61 3,89

Die Liquiditätskennzahl ist Gradmesser für die Liquiditätslage der Bank und dient als aufsichtsrechtliches Kriterium der Deutschen Bundesbank. Deren Anforderung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit deutlichem Spielraum eingehalten. Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Die absehbaren Veränderungen der Liquiditätsverordnung (LiqV) werden die Bank in ihrer kundenorientierten Geschäftspolitik einschränken. Interne Berechnungen und daraus abgeleitete Maßnahmenpläne belegen, dass die Bank kurzfristig auf die Veränderungen reagieren kann.

IV. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

      Veränderung
  Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Zinsüberschuss 1) 5.405 5.536 -131 -2,4
Provisionsüberschuss 2) 1.976 1.878 98 5,2
Personalaufwand 3.166 3.135 31 1,0
Andere Verwaltungsaufwendungen 1.867 1.752 115 6,6
Aufwandsüberhang aus der Bewertung 391 341 50 14,7
Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit 1.805 2.077 -272 -13,1
Steueraufwand 488 703 -215 -30,6
Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 540 575 -35 -6,1
Jahresüberschuss 782 799 -17 -2,1

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

Der anhaltende Druck auf die Zinsmarge, insbesondere getrieben durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld, führte zu einem weiteren Rückgang des Zinsüberschusses. Ursächlich hierfür waren unter anderem auslaufende Aktivgeschäfte, die zu geringeren Zinssätzen prolongiert wurden.

Der Provisionsüberschuss konnte demgegenüber gesteigert werden. Grund hierfür sind gestiegene Erträge aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft sowie der Vermögensverwaltung und -beratung.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr durch eine entsprechende Tariferhöhung.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen auch durch die Instandhaltungsaufwendungen (Teilabbrucharbeiten) der Hauptstelle Much im Jahr 2014 an.

Neben der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ist für die Beurteilung der Ertragslage auch eine betriebswirtschaftlich gegliederte Erfolgsrechnung von Bedeutung. Die sich hieraus ergebende Kennziffer "Betriebsergebnis vor Bewertung" ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich des Steueraufwandes und des Bewertungsergebnisses aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft, sowie bereinigt um wesentliche periodenfremde Erfolgsposten bzw. Einmaleffekte oder Sondereinflüsse. Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt in 2014 TEUR 2.226 (Vorjahr TEUR 2.246).

Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio), die wir als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ermittelt haben, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 69,5 % auf 70,3 % erhöht.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,34 % (Vorjahr 0,34 %).

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:

Keine.

VI. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagementziele und -methoden

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt.

Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z. B. Konjunkturschwankungen, neuen Technologien und Wettbewerbssituationen, sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken, die sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken (z.B. Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursänderungen) sowie Liquiditäts- und operationellen Risiken zeigen.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem ist primär darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen haben wir für Marktpreis- und Adressenausfallrisiken Verlust- und Volumenslimite definiert. Das Risikocontrolling beinhaltet ferner die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung der Risiken. Über die Ergebnisse der zu diesem Zweck durchgeführten Analysen und Auswertungen, die auch Stress-Szenarien umfassen, werden der Vorstand und die betreffenden Unternehmensbereiche durch vierteljährliche Risikoreports informiert.

Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen einer aktiven und bewussten Steuerung der identifizierten Risiken.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Für unsere Bank wurden die folgenden Risikokategorien als wesentlich eingestuft:

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko umfasst das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken.

Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert insbesondere auf Kreditratings nach Verfahren der genossenschaftlichen Organisation.

Das Verfahren ermöglicht, für alle wesentlichen Kreditsegmente Ausfallwahrscheinlichkeiten ("erwartete Verluste") zu ermitteln und die Kredite Risikoklassen zuzuordnen. Unser Kundenkreditvolumen ist zu einem Großteil mit diesem Verfahren klassifiziert.

Die Ausfallrisiken im Kreditportfolio bemisst die Bank nach aggregierten Blankoanteilen (Risikovolumen) in den einzelnen Risikoklassen. Die für die Höhe der Blankoanteile zugrunde liegenden Kreditsicherheiten werden nach Wertermittlungsrichtlinien, die sich an den Richtlinien der genossenschaftlichen FinanzGruppe orientieren, bewertet und mit Sicherungswerten belegt.

Über die "erwarteten Verluste" hinaus ermitteln wir die "unerwarteten Verluste" mittels eines Credit Value at Risk (CVaR), der neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere nach der Größenstruktur der ungesicherten Kreditzusagen, berücksichtigt. Das Risikomaß CVaR gibt die "unerwarteten Verluste" an, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,0 % innerhalb von zwölf Monaten nicht überschritten werden.

Die zum 31.12.2014 auf diese Weise gemessenen Risiken belasten unser Verlustlimit für Adressenausfallrisiken mit 91,5 %.

Die Ratingergebnisse werten wir auf aggregierter Basis u. a. nach Volumina, Blankoanteilen und Verlustpotenzial aus. Unsere EDV-Statistiken geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen und Sicherheitenstruktur.

Verlust- bzw. Volumenslimite dienen der Initiierung risikosteuernder Maßnahmen wie Verstärkung der Sicherheiten und einer Erhöhung der Betreuungs- und Reportingintensität.

Die Streuung der Kundenforderungen nach Branchen- und Größenklassen ist ausgewogen. Nennenswerte Forderungen an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland bestehen nicht.

Kredite mit akuten Ausfallrisiken sind hinreichend wertberichtigt. Der Umfang der Forderungen mit erhöhten latenten Risiken ist überschaubar; für hierin enthaltene Ausfallgefahren bestehen nach unserer Einschätzung ausreichende Abschirmungsmöglichkeiten aus dem laufenden Ergebnis bzw. in Form von Vorsorgereserven.

Adressenausfallrisiken in festverzinslichen Wertpapieren begegnen wir grundsätzlich dadurch, dass wir Emittentenlimite festgesetzt haben und nur Papiere mit guter Bonität in den Bestand nehmen. Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere halten wir nur in einem geringen Umfang. Die Ausfallrisiken steuern wir zusammen mit den Marktpreisrisiken über Value-at-Risk-Ansätze.

Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Marktpreisrisiken

Banken sind angesichts von Inkongruenzen zwischen aktiven und passiven Festzinspositionen insbesondere dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

Zinsänderungsrisiken messen wir mithilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Nach abgestuften Risikoszenarien haben wir für mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen Limite vorgegeben, an deren Auslastung sich unsere Steuerungsmaßnahmen ausrichten. Nach den zum 31.12.2014 gemessenen Zinsänderungsrisiken wird die Ergebnisentwicklung nur im Falle einer stark steigenden Zinsstrukturkurve wesentlich beeinträchtigt.

Unseren Wertpapierbestand haben wir der Liquiditätsreserve zugeordnet und dementsprechend nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für Kursrisiken sind Limite festgesetzt.

Ein Handelsbuch unterhalten wir nicht.

Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Unsere Finanzplanung ist streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung.

Durch die überwiegende Refinanzierung durch Kundeneinlagen hat das Refinanzierungsrisiko für uns eine geringe Bedeutung.

Operationelle Risiken

Neben Adressen-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken hat sich unsere Bank aber auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im IT-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im EDV-Bereich oder im Formular- und Rechtswesen). Versicherbare Gefahrenpotenziale, z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

VII. Voraussichtliche Entwicklung der Genossenschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Trotz unserer Erwartung einer regional stagnierenden konjunkturellen Wirtschaftsentwicklung und unserer risikoorientierten Kreditvergabepolitik gehen wir für die nächsten zwei Jahre von einer regen Nachfrage und von einem Wachstum in Höhe von ungefähr 4,5 % im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auch auf der Prämisse eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus. Darüber hinaus unterliegt unsere Prognose zum Kundenkreditgeschäft der Annahme, dass sich weiterhin Bankengruppen aus speziellen Marktbereichen zurückziehen.

Im Einlagengeschäft gehen wir trotz des anhaltenden Konkurrenzdrucks von einer steigenden Geschäftsentwicklung von ca. 3,8 % aus. Dabei haben wir auch unterstellt, dass das zunehmende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge zu einer steigenden Sparquote führen wird. Ausgehend von unserer von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau ausgehenden Zinsprognose erwarten wir eine unveränderte Nachfrage im Einlagengeschäft bei den Sichteinlagen. Zur weiteren Ausnutzung von Marktpotenzialen und im Sinne unserer konsequenten Qualitätsstrategie setzen wir das Konzept "Genossenschaftliche Beratung" des BVR um.

Im Dienstleistungsgeschäft prognostizieren wir aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus steigende Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden aus der Vermittlung von Investmentfondsanteilen und Zertifikaten. Die Vermittlung von Versicherungen wird nach unserer Einschätzung weiterhin von dem zunehmenden Bedarf an privater Altersvorsorge profitieren.

Insgesamt prognostizieren wir für die nächsten zwei Geschäftsjahre einen noch zufrieden stellenden Geschäftsverlauf, wobei das voraussichtliche Wachstum insbesondere vom Kreditgeschäft bestimmt sein wird.

Wesentliche Chancen sehen wir im Hinblick auf den voraussichtlichen Geschäftsverlauf insbesondere, wenn entgegen unserer Annahme die Nachfrage im Kreditgeschäft deutlich stärker als erwartet zunimmt.

Wesentliche Risiken in der geschäftlichen Entwicklung resultieren vorwiegend aus einem unerwartet hohen Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken und zu einer kurzfristig eintretenden Verteuerung der Passivsätze führen kann. Sollten die in Vorjahren zu verzeichnenden wettbewerbsbedingten Einlagenabflüsse, z. B. zu Direktbanken, entgegen unserer Erwartungen unverändert anhalten, besteht das Risiko, dass unsere prognostizierten Wachstumsraten im Einlagengeschäft nicht einzuhalten sind.

Vermögens- und Finanzlage

Nach unseren Planungsrechnungen, die insbesondere auf den zuvor genannten bzw. den zur Ertragslage dargestellten Prämissen beruhen, erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und durch die Stärkung der versteuerten Vorsorgereserven gemäß § 340f und § 340g HGB. Die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2014 wird, wenn die Generalversammlung dem Vorschlag zustimmt, zu einer Erhöhung der Eigenmittel im Sinne des Artikels 72 der CRR um ca. 1,2 Mio. EUR führen.

Die bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung werden wir auch in den folgenden Jahren mit ausreichendem Spielraum einhalten.

Die im Abschnitt VI. dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung werden nach unserer Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögenslage der nächsten zwei Jahre haben.

Chancen, die zu einer besseren Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage führen können, sehen wir in der konsequenten Umsetzung unserer Vertriebsstrategie für Privat- und Firmenkunden.

Ertragslage

Auf der Grundlage unserer Zinsprognose, die von einem in 2015 und 2016 insgesamt gleichbleibenden niedrigen Zinsniveau ausgeht, sowie unter Berücksichtigung unserer dargestellten Erwartungen zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf im Kredit- und Einlagengeschäft, rechnen wir für 2015 mit einem steigenden Zinsergebnis. Für 2016 rechnen wir dann mit einem rückläufigen Zinsergebnis.

Unser Provisionsergebnis wird auch in den nächsten beiden Jahren durch die Erträge aus der Kontoführung, dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapiergeschäft, der Kreditvermittlung und der Immobilienvermittlung geprägt sein.

Die Personalaufwendungen werden über dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Neben einem erhöhten Personalbestand berücksichtigen wir zudem tarifliche Gehaltssteigerungen in Höhe von rund 3,0 % für 2015 und 1,2 % für das Jahr 2016.

Wir gehen von einem leichten Rückgang bei den sonstigen Verwaltungsaufwendungen aus. Hingegen planen wir in Folgejahren höhere Abschreibungen auf Sachanlagen durch die Umbaumaßnahme unserer Hauptstelle in Much.

Für 2015 prognostizieren wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von rund 2,3 Mio. EUR. Auf der Grundlage der erwarteten Erträge und Aufwendungen rechnen wir mit einer Cost-Income-Ratio in Höhe von ca. 71 %. Für das Jahr 2016 planen wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 2,0 Mio. EUR sowie eine Cost-Income-Ratio von ca. 74 %.

Aus der Bewertung von Forderungen und Wertpapieren erwarten wir für die folgenden beiden Jahre steigende Aufwendungen. Grundlage unserer Planungen sind insbesondere die im Abschnitt VI. beschriebenen Rating- und Scoringmodelle.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen rechnen wir für 2015 mit einem Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2014. In 2016 rechnen wir mit einem geringeren Jahresüberschuss.

Die im Zusammenhang mit der prognostizierten Ertragslage stehenden Risiken resultieren insbesondere aus dem Zinsänderungsrisiko und den Adressausfallrisiken.

Zusätzliche wesentliche Ertragschancen sehen wir insbesondere für den Fall einer deutlich steileren Zinsstrukturkurve als von uns prognostiziert.

Im Falle des Beschlusses einer Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Sankt Augustin eG durch die Vertreter- bzw. Generalversammlung sehen wir die Möglichkeit der Verbesserung der Kostensituation und der Marktdurchdringung.

 

Ruppichteroth, 19.03.2015

Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth eG

Der Vorstand:

Ralf Löbach

Andre Schmeis

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