Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 9452
Vorher
John Deere Leasing GmbH
Eingetragen
19.12.2002
Branche
Vermietung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenVermietung von Baumaschinen und -gerätenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Erwerb, Verkauf, Vermietung und Leasing von beweglichen Sachen; Vermietung von Landmaschinen von John Deere. Übernahme und Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen, jeweils im Rahmen des Leasinggeschäftes .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Mozer
seit 21.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landesbank Baden-Württemberg, Anstalt des öffentlichen Rechts
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SüdLeasing Agrar GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Rechtlicher Rahmen

Das Stammkapital der SüdLeasing Agrar GmbH, Mannheim (im Folgenden auch SL Agrar GmbH oder Gesellschaft) beträgt TEUR 25 und wird zu 100% von der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, gehalten.

Die SL Agrar GmbH ist über die SüdLeasing GmbH, Stuttgart (im Folgenden SüdLeasing oder SL GmbH), ein Konzernunternehmen der Landesbank Baden-Württemberg Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (im Folgenden LBBW). Die SL Agrar GmbH wird in den Konzernabschluss der LBBW einbezogen.

1.2 Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist eine Leasinggesellschaft. Basis des Modells ist eine von der SL GmbH bereitgestellte Objektgesellschaft, welche in der Rechtsform einer GmbH geführt wird. Sie bietet den Kunden innovative Finanzierungslösungen für das Leasing von Mobilien an.

Die SL Agrar GmbH verfügt über kein eigenes Personal.

1.3 Geschäftstätigkeit

Die SL Agrar GmbH ist im Bereich des Mobilienleasings tätig. Es werden Mobilien-Leasingverträge mit Voll- und Teilamortisation, Operate Lease Verträge sowie Mietkaufverträge abgeschlossen.

Die Leasingobjektpalette umfasst hauptsächlich neues und gebrauchtes John Deere Equipment, Equipment der Land- und Forstwirtschaft sowie der Rasen- und Grundstückspflege (inkl. Golf) und Equipment dieser Branchen hergestellt durch einen Dritten.

Die Gesellschaft wird künftig voraussichtlich nur den Vertragsbestand verwalten und gegebenenfalls Anschlussverträge abwickeln.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 entsprach im Wesentlichen den vor Jahresbeginn durch die Wirtschaftsinstitute publizierten, gedämpften Erwartungen. Gemäß der aktuellen Konjunkturprognose des Ifo-Instituts kann über das Gesamtjahr ein Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts von 0,3 Prozent (Vorjahresprognose: -0,1 Prozent) festgehalten werden. Die für das zweite Halbjahr erwartete Erholung blieb aus. Trotz rückläufiger Inflation und steigender Lohneinkommen hat sich die inländische Konsumnachfrage nicht wie erhofft erholt. Ebenso blieben expansive Impulse für die deutsche Exportwirtschaft durch den internationalen Warenhandel aufgrund der multiplen globalen Krisenmomente aus. Angebotsbedingte Produktionshemmnisse im Zuge von Lieferkettenengpässen verloren im Jahresverlauf an Bedeutung, während die Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen insgesamt nachließ. Gleichzeitig ist die konjunkturelle Bedeutung staatlicher Investitionen gestiegen. 1

Die für die Leasingbranche wichtigen Ausrüstungsinvestitionen konnten im Jahr 2023 voraussichtlich um 3,8 Prozent zulegen. Dies entspricht einem leichten Rückgang gegenüber der Zunahme im Jahr 2022 (Vorjahr +4,0 %). 2

Laut BDL ist das Neugeschäft im Mobilienleasing bis zum dritten Quartal 2023 in den Anschaffungswerten um 18,0 Prozent gestiegen. Da diese Vergleichswerte jedoch nicht inflationsbereinigt sind, fällt eine abschließende Einordnung schwer. 3

1 Quelle: ifo Konjunkturprognose Winter 2023
2 Quelle: ifo Konjunkturprognose Winter 2023
3 Quelle: BDL Trendmeldung QIII 2023

2.2 Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Gesellschaft wird als Leistungsindikator das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit herangezogen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung nicht hinzugezogen.

2.3 Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr 2023 ging die Gesellschaft von einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit aus. Neugeschäft wurde nicht erwartet, da lediglich der Vertragsbestand verwaltet wird.

Das Geschäftsjahr endete erwartungsgemäß mit einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit um TEUR 534,7 auf TEUR 212,2 (Vorjahr TEUR 746,9).

Im Rückblick auf das abgelaufene Wirtschaftsjahr wird der Geschäftsverlauf der Gesellschaft, trotz des Rückgangs des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit, als zufriedenstellend angesehen.

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Ertragslage der SL Agrar GmbH stellt sich wie folgt dar:

Position, GuV 2023 2022 Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Leasingerträge 265 1.361 -1.096 -80,5%
Leasingaufwendungen -8 -502 494 98,4%
Abschreibungen Leasingvermögen -72 -328 256 78,0%
Leasingergebnis 185 532 -347 -65,2%
Zinserträge 18 36 -18 -50,0%
Zinsaufwendungen -6 -8 2 25,0%
Zinsergebnis 13 28 -15 -53,6%
Sonstige betriebliche Erträge 3 4 -1 -25,0%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -27 -27 0 0,0%
Abschreibungen auf Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0 -29 29 > 100,0%
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 38 239 -201 -84,1%
Sonstiges Ergebnis 14 187 -173 -92,5%
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 212 747 -535 -71,6%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -58 -210 152 72,4%
Sonstige Steuern 0 8 -8 > -100,0%
Jahresüberschuss 154 545 -391 -71,7%

Die Ertragslage der Gesellschaft ist durch ein im Vergleich zum Vorjahr gesunkenes Leasingergebnis beeinflusst, welches sich auf TEUR 185 (Vorjahr TEUR 532) verringerte.

Der Rückgang des Leasingergebnisses resultiert aus den um TEUR 1.096 gesunkenen Leasingerträge (Vorjahr TEUR 1.361) sowie aus den um TEUR 256 gesunkenen Abschreibungen (Vorjahr TEUR 328). Die ebenfalls rückläufigen Leasingaufwendungen können die negative Entwicklung nicht stoppen.

Ursächlich hierfür ist, dass im Geschäftsjahr kein Neugeschäft mehr generiert wurde, es wurden lediglich noch auslaufende Verträge verlängert.

Das Zinsergebnis verschlechterte sich um TEUR 15 auf TEUR 13. Zwar sind die Zinsaufwendungen auf TEUR 6 (Vorjahr TEUR 8) zurückgegangen, jedoch sind korrespondierend auch die Zinserträge auf TEUR 18 (Vorjahr TEUR 36) gesunken.

Das sonstige Ergebnis hat sich um TEUR 173 auf TEUR 14 verschlechtert. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren. Innerhalb dieser haben sich die Erträge aus abgeschriebenen Forderungen um TEUR 159 auf TEUR 13 verringert.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 152 auf TEUR 58 (Vorjahr TEUR 210) gesunken. Ursächlich hierfür ist das geringere Jahresergebnis.

Finanzlage

Die Finanzlage ist überwiegend durch die Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des LBBW-Konzerns bestimmt. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Über die SüdLeasing steht eine Rahmenkreditlinie für die SüdLeasing-Gruppe in Höhe von Mrd. EUR 3,5 zur Verfügung.

Im Refinanzierungsmix (Darlehen/Forfaitierung) ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild: Verbindlichkeiten Darlehen TEUR 301 (Vorjahr TEUR 895) und passiver Rechnungsabgrenzungsposten aus Forfaitierungserlösen TEUR 16 (Vorjahr TEUR 21). Die Refinanzierung der Vertragszugänge bzw. der Vertragsverlängerungen erfolgte im Geschäftsjahr 2023 über Darlehen.

Des Weiteren sind im passiven Rechnungsabgrenzungsposten Mietsonderzahlungen von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 19) enthalten, welche über die Laufzeit der Leasingverträge aufgelöst werden.

Vermögenslage

Die SL Agrar GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Zugänge bei den Leasing- und Mietkaufverträgen realisiert. Die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufverträge erfolgt durch Darlehen und durch Forfaitierung der Leasingforderungen über die LBBW.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch das Leasingvermögen und die Forderungen aus Mietkaufverträgen sowie deren Refinanzierung durch Darlehensaufnahme oder regresslosen Forderungsverkauf, der sich im passiven Rechnungsabgrenzungsposten widerspiegelt, geprägt.

Der Vertragsbestand beläuft sich Ende 2023 auf 12 Leasing- und Mietkaufverträge (Vorjahr 29 Verträge). Die Objektwerte zu Anschaffungskosten betragen Ende 2023 Mio. EUR 1,1 gegenüber Mio. EUR 2,7 im Vorjahr.

Die Restbuchwerte des Leasingvermögens in Höhe von Mio. EUR 0,1 haben sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 0,2) bedingt durch Abschreibungen und insbesondere durch Anlagenabgänge verringert. Auch die Forderungen aus Mietkaufverträgen haben sich um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 0,3 verringert.

Zum Bilanzstichtag wird ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.366 (Vorjahr TEUR 4.212) ausgewiesen. Es beinhaltet den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 545).

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als zufriedenstellend bewertet.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Leasing- und Factoringgesellschaften werden bankaufsichtsrechtlich als Finanzdienstleistungsinstitute definiert. Für die Gesellschaft ergeben sich dadurch neben Melde- und Anzeigepflichten insbesondere auch Anforderungen an eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation gemäß § 25a KWG, des Geldwäschegesetzes und in Bezug auf Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses

Die SL Agrar GmbH ist in das Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, integriert.

Die SüdLeasing GmbH hat eine Geschäftsstrategie und darauf aufbauend eine konsistente Risikostrategie entwickelt, die auch für die Gesellschaft gilt.

Das derzeit für die SüdLeasing und damit für die SL Agrar GmbH bestehende Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem lässt sich wie folgt beschreiben:

Risikosteuerung und -überwachung

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur hat die SüdLeasing das Kreditrisiko- und das operationelle Risiko als wesentliche Risikoarten bestätigt. Reputations- und Geschäftsrisiken werden ebenfalls als wesentlich eingestuft.

Weiterhin wird über die jährliche Risikoinventur das Risikoportfolio der SüdLeasing auf Risikokonzentrationen untersucht. Im Ergebnis wurde keine Risikokonzentration als wesentlich eingestuft.

Zu den zentralen Steuerungs- und Monitoringinstrumenten zählen die Vorgaben im Rahmen der Kreditrisikostrategie zur Portfolio- und Einzelwertsteuerung, das risikoadjustierte Pricing sowie die adäquate Bemessung und Analyse der Pauschal- und Einzelwertberichtigungen. Zur Risikoüberwachung wird jährlich die Risikotragfähigkeit ermittelt und ein Risikocontrollingbericht erstellt, welcher die wesentlichen risiko- und steuerungsrelevanten Informationen enthält (z.B. Ausfallkennzahlen, Ratingverteilung, bedeutende Engagements usw.). Zentrale Kennzahlen werden sowohl auf SüdLeasing als auch auf Einzelgesellschaftsebene dargestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass Kreditrisiken frühzeitig identifiziert, analysiert und gesteuert werden. Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken werden ebenfalls im Risikocontrollingbericht dargestellt.

Das vierteljährlich tagende Risikokomitee dient als zentrales Gremium zur Risikoüberwachung und -steuerung. Darin werden risikorelevante Informationen und Berichte kommuniziert und diskutiert. Dieses Gremium setzt sich aus der Geschäftsführung sowie Führungskräften aus Markt, Marktfolge und Stäben der SüdLeasing zusammen.

Die Risikomanagementsysteme der SüdLeasing sind auf Konzernebene mit der LBBW verzahnt. So werden Risikoberichte auch an die entsprechenden Einheiten der LBBW kommuniziert sowie die Allgemeine Risikostrategie gemeinsam mit der LBBW jährlich überprüft und ggf. aktualisiert.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko wird als möglicher Wertverlust definiert, der durch Bonitätsverschlechterung von Leasingnehmern oder durch Wertveränderungen von Sicherheiten entsteht.

Das Kreditrisiko wird im Kreditprozess der SüdLeasing an mehreren Stellen berücksichtigt. Die Qualität der Kreditentscheidung wird durch standardisierte Ratingprozesse und eine umfangreiche Risikoanalyse des Kunden sichergestellt. Bei der Beurteilung fließen qualifizierte und/oder quantifizierte Merkmale ein. Bei der regelmäßigen Bestandsbewertung werden die Bonitätseinstufungen der Kunden aktualisiert. Intensivbetreuungsfälle nach MaRisk werden in einer eigenen Organisationseinheit betreut. Nach 90 Tagen Verzug liegt die Bonitätsklassifizierung als Ausfall nach Basel II vor.

Zur Steuerung und Überwachung des Kreditrisikos werden u.a. die Portfolioziele der Kreditrisikostrategie (KRS) im vierteljährlichen Reporting überwacht. Für das Bonitätsrisiko wird durch Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen eine angemessene Risikovorsorge getroffen.

Die Verfahren zur Risikoklassifizierung, PD und LGD, wurden im Jahr 2023 turnusmäßig validiert.

Das Bestandsvolumen zu Barwerten teilt sich folgendermaßen auf:

Risikoart

Werte per 31.12.2023 Obligo
in EUR
Eigenrisiko 314.674 95%
Fremdrisiko 16.079 %5
Gesamt 330.753

Vertragsart

Werte per 31.12.2023 Obligo
in EUR
Mietkauf 253.930 77%
Leasing 76.823 23%
Gesamt 330.753

Ratingcluster

Werte per 31.12.2023 Obligo
in EUR
1 bis 5 70.829 21,4%
6 bis 8 136.147 41,2%
9 bis 10 99.805 30,2%
11 bis 15 23.973 7,2%
Gesamt 330.753

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken können aus sämtlichen betrieblichen Aktivitäten resultieren und sind damit impliziter Teil des unternehmerischen Handelns in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder externen Ereignissen. Ein systematisches Risikomanagement ermöglicht es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu deren Vermeidung oder Begrenzung zu ergreifen.

Der Risikomanagementprozess sieht daher eine regelmäßige Risikoinventur in Form eines Self-Assessment (Selbsteinschätzung) in den Fachbereichen der SüdLeasing vor. Dieses beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte. Die Ergebnisse des Self Assessments dienen der Ergänzung der historischen Schadensfallsammlung.

Die vorherrschende Handlungsstrategie gegenüber operationellen Risiken besteht darin, Risiken zu reduzieren. Als wesentliche Maßnahmen zur Schadensprävention werden die konsequente und zeitnahe Mitarbeitersensibilisierung über die aktuellen Methoden des externen Betruges und der Risiken des mobilen Arbeitens bzw. der Remote-Arbeit gesehen. Die SüdLeasing hat im Rahmen der andauernden Corona-Pandemie weiterhin auf mobiles Arbeiten bzw. Remote-Arbeit gesetzt. Die SüdLeasing hat während der andauernden Pandemie weiterhin auf die Risiken durch Remote-Arbeit mittels Mitarbeiterschulungen und Information hingewiesen. Für die Erfassung von operationellen Risiken gibt es eine konzernweite Schadensfalldatenbank (ORC-Datenbank). Darin werden alle Schadensfälle auf Basis einheitlicher Standards erfasst und können ausgewertet werden.

Das implementierte Notfallkonzept der SüdLeasing, welches die zeit- und geschäftskritischen Prozesse im Detail analysiert und konkrete Maßnahmen im Falle eines Notfalls definiert, wird regelmäßig überprüft. Aus heutiger Sicht sind keine wesentlichen operationellen Risiken erkennbar, die die SL Agrar GmbH nachhaltig gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage beeinträchtigen könnten.

Marktpreis- und Liquiditätsrisiken

Die Marktpreisrisiken umfassen im Wesentlichen das Restwertrisiko 4 , das Zinsänderungsrisiko sowie das Währungsrisiko. Das Marktpreisrisiko wurde i.R. der Risikoinventur als unwesentlich eingestuft.

Die Gesellschaft refinanziert sich nach Geschäftsabschluss unverzüglich zins- und währungsneutral. Zins- und Währungsrisiken bestehen daher nicht.

Liquiditätsrisiken sind für die Gesellschaft unwesentlich, da die Konzernmutter (LBBW) den offenen Liquiditätsbedarf vor Abschluss von Kundengeschäften zur Verfügung stellt. Hierdurch ist sowohl das Liquiditätsrisiko im engen Sinne, als auch das Marktliquiditätsrisiko abgedeckt.

Reputations- und Geschäftsrisiken

Die Messung der Reputations- und Geschäftsrisiken erfolgt anhand einer Expertenschätzung, welche jährlich validiert wird. Trotz diverser globaler Konflikte wurde kein Sachverhalt bekannt, welcher eine Auswirkung auf das institutsindividuelle Reputations- und Geschäftsrisiko gehabt hätte.

Risikotragfähigkeit und Kapitalbedarfsplanung

Die Gesellschaft verfügt über ein entsprechendes Modell zur Steuerung und Überwachung der Risikotragfähigkeit.

Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt jährlich durch die SüdLeasing.

Die Ermittlung der Risikodeckungsmasse folgt den Empfehlungen des BDL (Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V.). Sie besteht maßgeblich aus dem Substanzwert inkl. Eigenkapital und stillen Reserven und Sonderposten als Maß für künftige Erträge der Bestandsverträge.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wurden das Kreditrisiko, das operationelle Risiko sowie das Geschäfts- und Reputationsrisiko als wesentlich eingestuft und werden i.R. der Risikotragfähigkeitsermittlung berücksichtigt.

Die Messung der Kreditrisiken erfolgt mittels Unexpected Loss gemäß CRR-Formel. Dadurch werden Korrelationen berücksichtigt. Klumpenrisiken werden zusätzlich berücksichtigt. Das operationelle Risiko wird anhand des alternativen Standardansatzes gemäß Artikel 319 CRR gemessen. Reputations- und Geschäftsrisiken werden über eine Quote der gemessenen Risiken berücksichtigt und durch eine Expertenschätzung validiert.

Zum Stichtag 31.12.2023 lag die Gesamtrisikoauslastung für die SL Agrar bei 0 % der Risikodeckungsmasse. Das Kreditrisiko betrug TEUR 7,6 und das operationelle Risiko TEUR 8,0.

Die interne Kapitalbedarfsplanung setzt auf die Risikotragfähigkeitsberechnung auf und erweitert diese um eine Mehrperiodensicht. Der Substanzwert beinhaltet die Mehrperiodensicht bis zum jeweiligen Vertragsende. Durch die Erweiterung des Betrachtungshorizonts der Risikomessung auf einen Mehrjahreszeitraum wird hieraus der Kapitalbedarf abgeleitet. Im Berichtsjahr ergab sich kein zusätzlicher Kapitalbedarf. Zusätzlich wird die Kapitalbedarfsplanung, ebenfalls jährlich, in einem adversen Szenario betrachtet. Daneben wird jährlich im Rahmen des Planungsprozesses eine Kapitalbedarfsplanung inkl. Neugeschäftsannahmen erstellt.

In der Risikotragfähigkeit werden regelmäßig sechs Stressszenarien durchgeführt. Die Stressszenarien simulieren mit zunehmendem Schweregrad (Szenarien 1, 2 und 3) eine konjunkturelle Schwächephase und werden über verschlechterte Verwertungsquoten, abnehmende Kundenbonitäten und ansteigende operationelle Risiken beschrieben. Die Stressszenarien bilden neben einer kurzfristigen konjunkturellen Schwächephase auch eine länger anhaltende Rezession ab. Die SüdLeasing sieht weiterhin im Portfolio keine signifikante Verschlechterung aufgrund der Corona-Pandemie. Wir gehen jedoch davon aus, dass die von der SüdLeasing definierten Stressszenarien im weiteren Verlauf der globalen Konflikte und der wirtschaftlichen Situation adäquat sind. Darüber hinaus werden hypothetische Anstiege der internen Kosten, Margenrückgänge sowie der mögliche Verlust wichtiger Kundenbeziehungen simuliert. Ein schwerer Konjunktureinbruch wird ebenfalls simuliert.

Zusätzlich zu den Stressszenarien in der Risikotragfähigkeit und der Kapitalbedarfsplanung führt die Gesellschaft einmal jährlich einen inversen Stresstest durch, indem existenzgefährdende Szenarien ermittelt werden. Im nächsten Schritt werden die als relevant eingeschätzten Ereignisse genauer betrachtet und ggf. Gegenmaßnahmen eingeleitet.

4 Für die Gesellschaft bestehen aufgrund bestehender Restwertgarantien keine Restwertrisiken.

3.2 Prognosebericht und wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Münchner ifo-Institut geht in seiner jüngsten Prognose von einer leichten konjunkturellen Erholung ab dem zweiten Quartal 2024 aus. Für das Gesamtjahr wird mit einem BIP-Zuwachs von 0,9 Prozent in Deutschland gerechnet. Eine ähnliche Entwicklung wird für den Euroraum unterstellt (Wachstum von 1,0 Prozent). Die für das Leasinggeschäft zentralen Bruttoausrüstungsinvestitionen sollen in der Bundesrepublik um 1,5 Prozent ansteigen. 5

Der Ausblick auf moderate BIP-Zuwächse basiert auf der Annahme, dass sich die Inflationsrate weiter normalisiert. Im Verbund mit den zum Teil hohen Tarifanpassungen in 2023 dürfte dies zu einer Abschwächung der allgemeinen Konsumzurückhaltung führen. Bis Mitte des Jahres wird zudem mit einer ersten Leitzinssenkung durch FED und EZB gerechnet. Damit würden positive Kaufkrafteffekte in wesentlichen Zielmärkten der deutschen Exportwirtschaft einhergehen. Darüber hinaus wird unterstellt, dass staatliche Maßnahmen (Investitionszuschüsse, Subventionen) grundsätzlich wie geplant umgesetzt werden und ihre konjunkturstützende Wirkung beibehalten.

Mit dem Krieg in der Ukraine besteht Mitten in Europa eine geopolitische Krise mit latentem Eskalationspotential. Anzeichen für einen Waffenstillstand oder eine friedliche Beilegung des Konflikts zeichnen sich zum Jahreswechsel weiterhin nicht ab. Im Jahr 2023 ist mit dem Gaza-Konflikt ein weiterer Krisenherd hinzugekommen, welcher sich regional, aber auch international ausweiten könnte. Erneute Verwerfungen auf den Finanzmärkten und Ölpreisschwankungen wären die Folge. Den schwellenden Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der VR China sowie die Formation der BRICS-Staaten als Handelsblock gilt es weiter zu beobachten, insbesondere im Jahr der US-Präsidentschaftswahlen. Im Inland ist der Umgang der Bundesregierung mit der durch den Entscheid des Bundesverfassungsgerichts entstandenen Haushaltslücke von entscheidender Bedeutung. Insgesamt hat sich die politische Landschaft in der Bundesrepublik deutlich gewandelt, was nicht zuletzt in den Bauernprotesten zum Jahresbeginn 2024 Ausdruck findet.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass der konjunkturelle Verlauf deutlich schwerer prognostizierbar ist als in den Vorjahren.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist durch stabile und ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des LBBW-Konzerns gesichert. Über die SL steht eine Rahmenkreditlinie für die SüdLeasing-Gruppe in Höhe von Mrd. EUR 3,5 zur Verfügung.

Die Chancen und Risiken in der weiteren Geschäftstätigkeit resultieren hauptsächlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung und der geschäftspolitischen Ausrichtung des Gesellschafters sowie den Refinanzierungskonditionen der LBBW.

Die Gesellschaft wird künftig voraussichtlich nur den Vertragsbestand verwalten und gegebenenfalls Anschlussverträge abwickeln.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen sowie der planmäßigen Abwicklung des geringen Vertragsbestandes wird für das Ergebnis des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit einem negativen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gerechnet.

5 Quelle: ifo Konjunkturprognose Winter 2023

 

Mannheim, 21. Mai 2024

Geschäftsführung der SüdLeasing Agrar GmbH

Peter Wolf

Ute Kimmerle

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 4.453.316,29 4.535.215,54
2. Forderungen an Kunden 254.763,43 624.371,91
3. Leasingvermögen 70.621,21 151.026,69
4. Sonstige Vermögensgegenstände 64.555,21 0,00
5. Rechnungsabgrenzungsposten 3.696,00 10.276,00
Summe Aktiva 4.846.952,14 5.320.890,14

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 93,93 12.125,55
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 301.152,46 301.246,39 894.794,57 906.920,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 162,79 12.683,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 5.636,45
4. Rechnungsabgrenzungsposten 34.995,75 40.364,01
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 117.609,13 121.557,98
b) andere Rückstellungen 27.195,56 144.804,69 22.149,85 143.707,83
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Bilanzgewinn 4.340.742,52 4.365.742,52 4.186.578,15 4.211.578,15
Summe Passiva 4.846.952,14 5.320.890,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Leasingerträge 265.468,94 1.361.036,13
2. Leasingaufwendungen 8.418,80 501.743,94
3. Leasingergebnis 257.050,14 859.292,19
4. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 18.370,89 36.105,73
5. Zinsaufwendungen 5.657,56 8.199,08
6. Zinsergebnis 12.713,33 27.906,65
7. Sonstige betriebliche Erträge 3.470,60 4.039,16
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a.) andere Verwaltungsaufwendungen 26.655,51 26.798,82
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen 72.176,68 327.658,92
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Leasinggeschäft 1,30 29.014,10
11. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft 37.846,45 239.120,87
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 212.247,03 746.887,03
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 58.082,66 210.206,61
14. sonstige Steuern 0,00 -8.409,00
15. Jahresüberschuss 154.164,37 545.089,42
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.186.578,15 3.641.488,73
17. Bilanzgewinn 4.340.742,52 4.186.578,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die SüdLeasing Agrar GmbH, Mannheim, die gewerbsmäßig das Finanzierungsleasing betreibt, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG und unterliegt damit der Beaufsichtigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 9452 eingetragen.

Das Stammkapital der SüdLeasing Agrar GmbH in Höhe von TEUR 25 wird zu 100 % von der SüdLeasing GmbH, Stuttgart (SüdLeasing GmbH), gehalten.

Die SüdLeasing Agrar GmbH ist über die SüdLeasing GmbH ein verbundenes Unternehmen zur Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz. Die SüdLeasing Agrar GmbH wird in den Konzernabschluss der LBBW einbezogen. Der Konzernabschluss der LBBW wird beim Bundesanzeiger eingereicht und auf dessen Internetseite veröffentlicht.

Der Jahresabschluss der SüdLeasing Agrar GmbH wird in elektronischer Form beim Bundesanzeiger eingereicht und auf dessen Internetseite bekanntgemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der SüdLeasing Agrar GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. Handelsgesetzbuch (HGB), des GmbH-Gesetzes und nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die Forderungen an Kreditinstitute sind zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert ausgewiesen. Ausfallrisiken werden durch Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Bewertungsverfahren hierzu wird unter Forderungen an Kunden erläutert.

Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen wurden mit ihrem Barwert angesetzt. Die übrigen Kundenforderungen wurden zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert ausgewiesen. Ausfallrisiken bei den Kundenforderungen werden durch Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, wenn objektive Hinweise auf einen möglichen Ausfall vorliegen.

Die Pauschalwertberichtigungen für Forderungen werden aktivisch abgesetzt, für Leasingvermögen erfolgt die Bildung einer Drohverlustrückstellung.

Die Gesellschaft ermittelt die latenten Bonitätsrisiken mittels Expected Loss Ansatz. Dieser berechnet sich aus dem Produkt der folgenden Parameter: Prognostizierte Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD), prognostizierte Verlustquoten bei Ausfall (LGD), Engagementhöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (EAD) und Zeitraum zwischen Eintritt und Erkennung des Verlustereignisses (LIP).

Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung des Leasingvermögens erfolgt seit 2008 linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit erforderlich, wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP) enthält im Voraus bezahlte Aufwendungen, welche die nachfolgenden Geschäftsjahre betreffen. Diese resultieren aus Vertragsverwaltungskosten an die SüdLeasing GmbH.

Es bestehen aktive latente Steuern, für die das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB angewendet wird.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufgeschäfte erfolgt mittels Forderungsverkauf bzw. Darlehensaufnahme über die LBBW. Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung der Leasingobjekte, bei Forderungskaufverträgen zusätzlich durch die Abtretung sämtlicher sonstigen Rechte und Ansprüche der SüdLeasing Agrar GmbH aus den jeweiligen Leasingverträgen, soweit sie die angekauften Forderungen betreffen. Gemäß den Forderungskaufverträgen übernimmt der Forfaiteur das Bonitätsrisiko. Bei der SüdLeasing Agrar GmbH verbleibt die Haftung für den rechtlichen Bestand und das Entstehen der Forderungen (Veritätsrisiko).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zum überwiegenden Teil abgegrenzte Erlöse aus dem Verkauf von Leasingraten sowie dem Verkauf von Andienungsrechten. Daneben werden in diesem Posten im Wesentlichen Mietvorauszahlungen und Mietsonderzahlungen abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen und die anderen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB war aufgrund des kurzfristigen Charakters der Rückstellungen nicht notwendig.

3. Fristengliederung

Die nach der RechKredV geforderte Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

Bilanzpositionen mit einer Restlaufzeit
Angaben
in TEUR
Gesamtbetrag bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesicherte Beträge
Forderungen an Kunden
- Geschäftsjahr 255 64 137 54 0
- Vorjahr 624 218 153 254 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit
- Geschäftsjahr 301 70 177 54 0 301
- Vorjahr 895 264 330 301 0 895

4. Erläuterungen zur Bilanz

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute enthalten ein Giroguthaben bei der LBBW in Höhe von TEUR 4.454 (Vorjahr TEUR 4.522).

Unter den Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr TEUR 624) werden in Höhe von TEUR 254 Forderungen aus Mietkaufgeschäften (Vorjahr TEUR 539) und in Höhe von TEUR 1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr TEUR 85) ausgewiesen. Sie betreffen in voller Höhe Forderungen aus dem Leasinggeschäft.

Die Entwicklung des Leasingvermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ertragssteuerforderungen aus dem laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 0) sowie Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr Verbindlichkeiten TEUR 6)

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP) enthält im Voraus erstattete Vertragsverwaltungskosten an die SüdLeasing GmbH in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 10), die über die Restlaufzeit der Leasing- und Mietkaufverträge abgegrenzt werden.

Die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten aus der Forfaitierung von Leasing- und Mietkaufverträgen mit der LBBW.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist resultieren aus Darlehen von der LBBW. Diese sind vollständig durch Sicherungsübereignung besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 40) enthält die Forfaitierungserlöse der Barwerte der verkauften Leasingforderungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 21). Diese Verkaufserlöse werden, mit Ausnahme der hierin enthaltenen Gegenwerte für Andienungsrechte, während der Mietlaufzeit linear vereinnahmt. Erlöse für Andienungsrechte werden bis zum Zeitpunkt ihrer Realisation auf den Nominalwert aufgezinst. Bei forfaitierten Mietkaufverträgen werden die voraussichtlichen zukünftigen Abwicklungskosten abgegrenzt.

Außerdem enthält der passive Rechnungsabgrenzungsposten Mietvorauszahlungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 19), welche über die Mietlaufzeit linear vereinnahmt werden.

Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 59) und die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 56.

Die anderen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses des laufenden Berichtsjahres in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 17) und Rückstellungen für Steuerberatungsleistungen der LBBW in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 5).

Die SüdLeasing Agrar GmbH erzielte im laufenden Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 545).

5. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin SüdLeasing GmbH in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr Verbindlichkeiten TEUR 6).

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 265 (Vorjahr TEUR 1.361) entfallen auf das Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr TEUR 1.366). Ertragsminderungen aus dem Mietkaufgeschäft ergeben sich aus der Auflösung abgegrenzter Verwaltungskostenaufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 5). Diese sind jedoch voll kompensiert durch Zinserträge im Mietkaufgeschäft.

Die Leasing- und Mietkauferträge betreffen Geschäfte mit inländischen Kunden.

Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 502) einhalten im Wesentlichen den Abgang der Restbuchwerte der verkauften Leasingobjekte nach Abschreibung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 437) und den Wareneinsatz bei der vorzeitigen Veräußerung und aus gekündigten Verträgen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 65).

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 36) resultieren im Wesentlichen aus dem Mietkaufgeschäft mit inländischen Kunden in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr TEUR 29).

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 8) resultieren aus bei Banken aufgenommenen Darlehen zur Refinanzierung des Leasinggeschäfts. Sie betreffen vollumfänglich verbundene Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Auflösungen sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 2) enthalten.

Die unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR 27) beinhalten im Wesentlichen Prüfungsaufwendungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 17) sowie von verbundenen Unternehmen berechnete Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 7).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Leasingvermögen des Geschäftsjahres teilen sich auf in planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 325) und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft wurden für Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Erträgen abgeschriebener Forderungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 181) sowie aus der Auflösung der Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 57).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus Aufwendungen für die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 108), Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr TEUR 114) sowie aus Steuernachzahlungen für das vorangegangene Wirtschaftsjahr in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr Steuererstattungen TEUR 12).

7. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 285 Nr. 33 HGB für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage waren nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

Geschäftsführer der SüdLeasing Agrar GmbH waren im Berichtsjahr

Peter Wolf, Betriebswirt VWA, Brühl

Ute Kimmerle, Abteilungsleiterin Vertragsmanagement SüdLeasing GmbH, Stuttgart

Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Angestellten.

Das als Aufwand erfasste Honorar für die Durchführung der Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 17.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 154 zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 4.187 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, 21. Mai 2024

Geschäftsführung der SüdLeasing Agrar GmbH

Peter Wolf

Ute Kimmerle

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 in EUR

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand am 31.12.2023
Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasingvermögen 1.322.824,35 0,00 1.034.382,35 0,00 0,00 288.442,00
1.322.824,35 0,00 1.034.382,35 0,00 0,00 288.442,00
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand am 31.12.2023
Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasingvermögen 1.171.797,66 72.176,68 1.026.153,55 0,00 0,00 217.820,79
1.171.797,66 72.176,68 1.026.153,55 0,00 0,00 217.820,79
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Leasingvermögen
1. Mobilien-Leasingvermögen 70.621,21 151.026,69
70.621,21 151.026,69

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SüdLeasing Agrar GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SüdLeasing Agrar GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SüdLeasing Agrar GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 21. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Marijan Nemet, Wirtschaftsprüfer

Nicole Geysel, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss vom 17. Juni 2024 festgestellt.

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