KÖTTER Verwaltung III SE
Wilhelm-Beckmann-Straße 7, 45307 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Heinrich Bürhaus seit 24.3.2020 | Prokura |
Rüdiger Haase seit 15.7.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KÖTTER Verwaltung III SEEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023KÖTTER Verwaltung III SE, EssenHinweis: Zur besseren Lesbarkeit verzichten wir teils auf geschlechterspezifische Formulierungen. Die männliche Form steht stellvertretend für alle Geschlechter. I. Grundlagen des Konzerns Der Konzern der KÖTTER Verwaltung III SE, Essen ist Bestandteil der KÖTTER Unternehmensgruppe (KUG). Die KUG ist eine moderne und innovative Firmengruppe mit Stammsitz in Essen, die seit ihrer Gründung im Jahr 1934 ein Familienunternehmen ist und im Jahr 2024 ihr 90-jähriges Jubiläum feiert. Als professioneller Facility-Services-Anbieter steht die KÖTTER Unternehmensgruppe für maßgeschneiderte Systemlösungen aus einer Hand, bestehend aus Sicherheitsdienstleistungen, Sicherheitstechnik, Reinigungs- und Personaldienstleistungen. Die KÖTTER Unternehmensgruppe konnte im Jahr 2023 mit ihren rd. 14.800 Mitarbeitern an den mehr als 50 Standorten in Deutschland den Umsatz um 26 Mio. € auf 627 Mio. € steigern. Die Geschäftstätigkeiten der Sparten des Konzerns KÖTTER Verwaltung III SE, Essen werden nachfolgend dargestellt: Security Mit ihren Smart Security Solutions bietet die Sparte KÖTTER Security 360-Grad-Sicherheitslösungen für Unternehmen, öffentliche Institutionen und Privatobjekte. Das Leistungsspektrum reicht von Risikomanagement über Sicherheitsdienste und -technik bis zu Spezialangeboten wie z. B. vorbeugender und abwehrender Brandschutz oder modernes Gesundheitsmanagement. Integrated Services Die Tätigkeit erstreckt sich auf den Vertrieb von infrastrukturellen Dienstleistungen für die Kunden, die mehr als eine Dienstleistung aus den Bereichen Security, Cleaning, Personal Service oder technische Dienstleistungen abfragen und nur einen Ansprechpartner für eine Gesamtleistung wünschen. Speziell durch diese Aufgabenbündelung profitieren Auftraggeber von Synergieeffekten sowie einheitlichen Standards und sie verschaffen ihnen die Möglichkeit zur Konzentration auf ihr Kerngeschäft. II. Wirtschaftsbericht II. I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. (Statistisches Bundesamt, Pressekonferenz am 15.01.2024 "Bruttoinlandsprodukt 2023 in Deutschland") Deutschland rutschte stattdessen in eine Rezession. Besonders besorgniserregend sind dabei die pessimistischen Aussichten für das laufende Jahr, für das viele Ökonomen ebenfalls von einer Rezession ausgehen. Grund hierfür sind neben den internationalen Krisenherden und weiter fragilen Lieferketten insbesondere strukturelle Defizite in Deutschland, wie speziell die überbordende Bürokratie, die Investitionen verhindert und Unternehmens-Abwanderungen forciert. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 v. 15. Januar 2024). II. II. Security-Sektor Das Leistungsspektrum privater Sicherheitsunternehmen hat sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet. Es reicht von ganzheitlichen Lösungen aus Sicherheitsdiensten (Empfangs-, Pforten-, Streifendienste etc.) und -technik (u. a. Zutrittskontrollsysteme, Einbruch- und Brandmeldetechnik, Videosysteme inklusive Aufschaltung auf eigene Notruf- und Serviceleitstellen) speziell für Unternehmen und öffentliche Institutionen über z. B. Veranstaltungssicherheit sowie Geld- & Wertdienste bis zur Sicherheit für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) wie etwa Transport und Verkehr, den Energie- und Gesundheitssektor oder das Finanz- und Versicherungswesen. Die Umsätze der ca. 5.500 Branchenunternehmen beliefen sich zuletzt auf rd. 11,1 Milliarden Euro (2022) und haben sich damit innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt. Der Grund für den starken Umsatzzuwachs in diesem Zeitraum lag neben dem anhaltenden Outsourcing von Sicherheits- und Serviceaufgaben durch Unternehmen und Institutionen, mit dem sich diese auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, vor allem auch in der Beauftragung privater Sicherheitsdienste mit der Bewachung von Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete. Letztere hat nach dem ersten Peak der "Flüchtlingswelle" 2015/16 einen weiteren Schub in Folge des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen großen Zahl an Geflüchteten erfahren. Ein weiterer Grund für die Umsatzentwicklung in der Sicherheitsbranche waren die im Berichtszeitraum umgesetzten Preisanpassungen, die insbesondere aufgrund der hohen Tarifabschlüsse, sowie aufgrund der zum Teil erheblichen Kostensteigerungen auch im Bereich der nicht-lohngebundenen Kosten, notwendig waren. Das Sicherheitsgewerbe ist von kleinbetrieblichen Strukturen geprägt: Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigt weniger als zehn Mitarbeiter, gleichzeitig sind 56 % - und damit der überwiegende Teil - der Arbeitnehmer bei den wenigen mittelgroßen und großen Unternehmen tätig. Dies spiegelt sich auch in der Umsatzverteilung wider: 3 % der großen Branchenunternehmen (ab 250 Mitarbeiter) erwirtschaften mehr als die Hälfte der Umsätze der gesamten Branche. Die Zahl der Beschäftigten liegt zurzeit bei über 270.000, dies entspricht einem Zehn-Jahres-Plus von über 25%. Die Rekrutierung geeigneter und zuverlässiger Mitarbeiter gehört zu den größten Herausforderungen der Branche und ihre Bedeutung wird in Zukunft weiter zunehmen. Denn die Kundenanforderungen an das eingesetzte Personal steigen stetig und gleichzeitig stellt der Arbeits- bzw. Fachkräftemangel auch die Sicherheitswirtschaft vor riesige und stetig steigende Aufgaben. Die KÖTTER Gesellschaften und deren Niederlassungen reagieren hierauf bereits seit Langem mit maßgeschneiderten Personalrekrutierungs-Instrumenten sowie vielfältigen Qualifizierungs-, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten über die KÖTTER Akademie, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Zusätzlichen Rückenwind gibt die nachhaltige Employer-Branding-Kampagne KÖTTER United (vgl. auch Punkt V. "Prognose-, Chancen- und Risikobericht"). III. Darstellung des Geschäftsverlaufs III. I. Geschäftsverlauf: Die bundesweit tätige KÖTTER Unternehmensgruppe verzeichnete für das zurückliegende Geschäftsjahr eine stabile Entwicklung und konnte sich im gesamtwirtschaftlichen Krisenumfeld behaupten. Der Umsatz nahm um 4,3% auf 627 Millionen Euro zu. Wichtige Eckpfeiler waren dabei die nachhaltige Unternehmensstrategie, die auf langfristige Partnerschaften sowie breite Dienstleistungs- und Branchen-Diversifizierung baut, sowie die Attraktivität der innovativen und ganzheitlichen Facility Services. Gleichwohl bereitet das schwierige Gesamtumfeld speziell aus Wirtschaftskrise und Reformstau Sorge: Denn gerade wir als unternehmensnaher Dienstleister sind in besonderem Maße auf eine möglichst starke Wirtschaft angewiesen. III. II. Geschäftsverlauf der Sparte Security: Die umsatz- und mitarbeiterstärkste Sparte in der KÖTTER Unternehmensgruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 eine nachhaltige Entwicklung und forcierte damit ihre Position als größtes Familienunternehmen der Sicherheitsbranche in Deutschland. Als Motor erwiesen sich die qualitätszentrierten Smart Security Solutions, durch die Neuaufträge bzw. Auftragserweiterungen u. a. im Automobil-, Nahrungsmittel- und Energiesektor sowie beim Schutz Kritischer Infrastrukturen erzielt wurden. Das Portfolio reichte dabei von Risikomanagement über Sicherheitsdienste und -technik bis zu Spezialservices wie betrieblicher Brandschutz, mit dem das Familienunternehmen z. B. Betriebs- sowie Werksfeuerwehren betreibt und dessen Bedeutung kontinuierlich zunimmt. Zusätzlich ausgebaut wurden die Kompetenzen im Bereich Brandschutz und Rettungsdienst durch die Integration des Weiterbildungsspezialisten MedGravity. Der Konzern KÖTTER Verwaltung III SE, Essen ist Bestandteil der KÖTTER Unternehmensgruppe und besteht aus nachfolgend aufgeführten Gesellschaften:
III. III. Gesamteinschätzung Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 aufgrund der beschriebenen Umstände als günstig ein. Die Planungen wurden hinsichtlich der Umsatzentwicklung übertroffen, lagen jedoch bei der Ergebnisentwicklung leicht unter Plan. III. IV. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Konzernumsatzerlöse betragen im Berichtsjahr EUR 173,8 Mio. (Vj. EUR 148,4 Mio.). Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 17,1 %. Diese Umsatzsteigerung des Konzerns resultiert aus Neuaufträgen bzw. Auftragserweiterungen u. a. im Automobil-, Nahrungsmittel- und Energiesektor, beim Schutz Kritischer Infrastrukturen, aber auch insbesondere bei der KÖTTER Fire & Service auf dem Gebiet der Werks- und Betriebsfeuerwehren. Die Planungen für das Geschäftsjahr wurden somit aufgrund von Neuaufträgen bzw. Auftragserweiterungen übertroffen. Unter Einbezug der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 175,6 Mio. (Vj. EUR 150,3 Mio.). Der Gesamtleistung stehen Betriebsaufwendungen in Höhe von EUR 167,4 Mio. (Vj. EUR 143,9 Mio.) und ein gesunkener Nettofinanzaufwand (Zinserträge ./. Zinsaufwendungen) von TEUR 42,6 (Vj. Nettofinanzaufwand TEUR 54,4) gegenüber. Beim Anstieg der Betriebsaufwendungen fiel insbesondere die Erhöhung der bezogenen Leistungen um EUR 5,2 Mio. auf EUR 24,7 Mio. (+26,7 %) ins Gewicht, da aufgrund der Umsatzsteigerungen vermehrt Fremdleistungen bezogen wurden. Die Verbesserung des Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus der weiterhin guten Liquiditätslage des Konzerns sowie aus den gestiegenen Zinsen, die sich im Rahmen der Inflationsbekämpfung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Geschäftsjahr 2023 weiter erhöhten. Dieser Zinsanstieg machte sich allerdings auch bei den gestiegenen Zinsaufwendungen negativ bemerkbar, obwohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgebaut werden konnten. Insgesamt erhöhten sich die Personalaufwendungen mit 15,1 % unterproportional zum Umsatzanstieg um EUR 16,8 Mio. auf EUR 127,6 Mio. Der Anstieg resultiert aus der um circa 200 gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie den Tarifanpassungen zum 1. Oktober 2022, die sich nun im gesamten Geschäftsjahr 2023 auswirkten. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu Umsatzerlöse) hat sich weiter vermindert und beträgt 73,4 % (Vj. 74,7 %). Unter Berücksichtigung der Steuern ergibt sich ein um EUR 1,5 Mio. (26,8 %) gestiegener Konzernjahresüberschuss vor Ergebnisverteilung von EUR 6,9 Mio. (Vj. EUR 5,4 Mio.). Die rechnerische Umsatzrendite (Konzernjahresüberschuss / Umsatzerlöse) beträgt 4,0 % (Vj. 3,6 %). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 39,4 Mio. auf EUR 38,2 Mio. leicht vermindert. Das Anlagevermögen beträgt EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.), was einer rechnerischen Anlagenquote (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 10,8 % (Vorjahr: 8,1 %) entspricht. Der Anstieg resultiert mit EUR 1,5 Mio. im Wesentlichen aus der Anschaffung von Großfahrzeugen und Spezialinfrastruktur im Rahmen eines Neuauftrages im Bereich der Werkfeuerwehren, denen gewöhnliche Abschreibungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. gegenüberstehen. Das Umlaufvermögen beträgt EUR 34,2 Mio. (Vorjahr: EUR 36,2 Mio.) und hat um EUR 2,0 Mio. im Berichtsjahr abgenommen. Ursächlich für den Rückgang sind im Wesentlichen die stichtagsbedingt um EUR 3,4 Mio. gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig entwickelten sich die Liquiden Mittel, die sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR 4,5 Mio. erhöhten. Die rechnerische Umlaufquote (Umlaufvermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) hat sich somit verringert und beträgt aus den bereits oben genannten Gründen 89,5 % (Vorjahr: 91,9 %). Das bilanzielle Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 ist gestiegen und beträgt EUR 20,2 Mio. (Vorjahr: EUR 16,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit auf 52,9 % (Vorjahr: 42,4 %). Die Summe der Rückstellungen erhöhte sich um EUR 0,3 Mio. auf EUR 3,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,0 Mio. und betragen EUR 14,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,6 Mio.). Insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken dabei um EUR 3,9 Mio. auf EUR 1,0 Mio. Der Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und Bankguthaben bei Kreditinstituten zusammen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR 10,2 Mio., was gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR -3,4 Mio.) eine Verbesserung um EUR 13,6 Mio. darstellt. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Abbau der Forderungen zum Stichtag (EUR +3,5 Mio.) und dem verbesserten Jahresergebnis (EUR +1,5 Mio.) zurückzuführen. Gegenläufig entwickelte sich der Cashflow hauptsächlich aus der Abnahme der Verbindlichkeiten (EUR -1,2 Mio.). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Wesentlichen für die Entnahmen der Kommanditisten (EUR -3,4 Mio.) sowie für laufende Investitionen (EUR -1,5 Mio.) verwendet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR -1,5 Mio. und wurde im Wesentlichen durch Investitionen in Feuerwehrfahrzeuge und -equipment beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR -3,5 Mio. Die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die leicht gestiegenen Entnahmen der Kommanditisten zurückzuführen. Das Ziel des zentralen Finanzmanagements der Unternehmensgruppe liegt darin, die erforderlichen liquiden Mittel laufend und unter Wahrung des Grundsatzes der Optimierung des Zinsergebnisses bereitzustellen, stabile Bilanzkennzahlen mit Blick auf das finanzwirtschaftliche Rating der Gruppe als Ganzes sicherzustellen sowie die Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe zu wahren. Die Finanzierung des langfristig gebundenen Vermögens der KÖTTER Unternehmensgruppe wird durch Eigenkapital und Fremdkapital, letzteres im Wesentlichen durch die bestehende gesamtschuldnerische Haftung gegenüber zwei Kreditinstituten bis zum Betrag von EUR 27,0 Mio. für Verbindlichkeiten, sichergestellt. Darüber werden auch die geschäftsmodelltypischen Betriebsmittelbedarfsschwankungen abgedeckt. Wie üblich stellt der Kreditvertrag unter anderem Anforderungen an die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Der Konzern ist damit befähigt, seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. IV. Nachhaltigkeit in der KÖTTER Unternehmensgruppe Die unter "IV. Nachhaltigkeit in der KÖTTER Unternehmensgruppe" gemachten Angaben wurden im Rahmen der Abschlussprüfung nicht vom Abschlussprüfer geprüft. Diese beinhalten im Wesentlichen Angaben zu § 289b bis 289e HGB. Eine gesetzliche Pflicht zur Abgabe einer nichtfinanziellen Erklärung nach § 289b bis 289e HGB besteht insoweit nicht und wurde daher freiwillig gemacht. Nachhaltiges Handeln gehört seit 90 Jahren zur Kern-DNA unseres Familienunternehmens. Unsere Aktivitäten haben dabei auch einen Einfluss auf die global gültigen Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Mit Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten sind elf der 17 SDGs für unsere Unternehmensgruppe besonders relevant. Dabei sind diese Ziele alles andere als Neuland für uns: So setzen wir uns bereits seit Langem für menschenwürdige Arbeit, sichere Arbeitsplätze und (nachhaltiges) Wirtschaftswachstum ein, investieren in Bildung u. a. durch Kooperationen mit Schulen oder mit der Initiative JOBLINGE, fördern Chancengleichheit unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sehen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden an erster Stelle. Angesichts der gravierenden Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz gilt diesem Sektor darüber hinaus ein ganz besonderes Augenmerk. Die KÖTTER Unternehmensgruppe hat die strategische Nachhaltigkeitsentwicklung im zurückliegenden Jahr dabei weiter gezielt vorangebracht. Entscheidende Komponenten sind - neben u. a. den Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, die auf allen Ebenen konsequente Anwendung finden - die neuen Bausteine der Wesentlichkeitsanalyse bzw. des umfassenden Corporate-Carbon-Footprint-Managements: Wesentlichkeitsanalyse: Unter Einbindung verschiedener Fachbereiche und in Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord erfolgt die Analyse und Erarbeitung relevanter Handlungsfelder, die in Kombination mit einer zusätzlichen Stakeholder-Befragung (also der Integration wichtiger Entscheidungsträger bei unseren Partnern) zu einer vorläufigen Wesentlichkeitsmatrix verdichtet wird. Zentrale Nachhaltigkeitsfelder, die künftig (noch stärker) im Fokus des nachhaltigen Handelns, aber auch der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) stehen werden, sind demnach "Klima- und Umweltschutz", "Governance", "Mitarbeitende" sowie "vor- und nachgelagerte Lieferkette". Corporate-Carbon-Footprint-Management: Weiter professionalisiert wird - in Kooperation mit dem TÜV Nord und den Experten von ClimatePartner - parallel das Corporate-Carbon-Footprint-Management. Die Ermittlung des unternehmenseigenen CO 2 -Fußabdrucks als Ausgangsbasis, die hieraus resultierende Identifikation von wesentlichen Handlungsfeldern sowie die anschließende Implementierung von (zusätzlichen) Vermeidungs- und Reduktionsmaßnahmen werden fortlaufend erweitert und damit in naher Zukunft alle relevanten Emissionsträger und -parameter gemäß Scope 1-3 umfassen. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist dabei klar organisiert und fest in die Strukturen und Abläufe der KÖTTER Unternehmensgruppe und deren Einzelgesellschaften integriert. Die Geschäftsführer und Geschäftsführenden Direktoren sowie die Führungskräfte der jeweiligen Einzelgesellschaften der KÖTTER Unternehmensgruppe tragen die Verantwortung für die Anwendung der für ihren Bereich gültigen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -ziele. Unterstützt werden sie dabei von Umwelt-, Qualitätsmanagement-, Compliance-, Nachhaltigkeits-, Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragten. Die konkrete Umsetzung der einzelnen Maßnahmen, z. B. im Bereich Umweltschutz, Qualitätsmanagement oder Daten- und Informationsschutz, liegt in der Zuständigkeit jeder einzelnen Mitarbeiterin/jedes einzelnen Mitarbeiters. Darüber sind die CSR-Prozesse fester Bestandteil unseres integrierten Qualitätsmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 9001. Die Sparte Cleaning verfügt seit mehr als zehn Jahren über ein eigenes Umweltmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 14001. 1.) Unternehmerische Nachhaltigkeit Unternehmerische Nachhaltigkeit und damit die Gewährleistung fairer, vertrauensvoller Partnerschaften sind kein Selbstläufer. Sie sind vielmehr das Resultat hoher unternehmerischer Resilienz, die auf nachfolgenden Säulen basiert:
2.) Arbeitgeber-Verantwortung Die KÖTTER Unternehmensgruppe ist sich ihrer gesetzlichen und tarifvertraglichen Verpflichtungen als Arbeitgeber bewusst. Als Familienunternehmen sehen wir unsere Verantwortung hierdurch aber allein noch nicht erfüllt. Unser Selbstverständnis der funktionierenden KÖTTER family geht deutlich darüber hinaus - und wird u. a. getragen von aktiver Diversity, vielfältiger Mitarbeiterförderung und nachhaltigem Gesundheitsschutz:
3.) Umwelt-Engagement Umwelt- und Klimaschutz sind die größte Herausforderung unserer Zeit. Die Reduktion gerade des Corporate Carbon Footprint ist daher für jedes Unternehmen eine Verpflichtung gegenüber der jetzigen, aber vor allem zukünftigen Generationen. Deshalb bringt sich unsere Unternehmensgruppe ein, wo sie nur kann:
Ziele: Diese werden in Zukunft ehrgeizig bleiben. Das heißt: Wir wollen unser Umweltengagement zusätzlich forcieren, u. a. durch:
4.) Gesellschaftliches Engagement Verantwortung für andere zu tragen, steht für die KÖTTER family ganz oben auf der Agenda. Das nicht allein im eigenen Unternehmen und für unsere Kunden, sondern explizit auch im gesellschaftlichen Sektor. Daher unterstützen wir aus eigener Kraft sowie im Netzwerk mit anderen Unternehmen und Institutionen Projekte und Organisationen u. a. in Bildung, Forschung und Lehre, machen uns mit der Stiftung muTiger für Zivilcourage stark und leisten durch Spenden Hilfe für karitative Zwecke und in Not geratene Menschen:
V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht KÖTTER Unternehmensgruppe Für die Unternehmensgruppe wird das kommende Geschäftsjahr 2024 erneut ein Jahr höchster Herausforderungen. Denn der Mix aus sich verschärfender Rezession, hoher Abgaben- und Bürokratielast sowie zunehmender De-Industrialisierung durch rückläufige Investitionen und Unternehmens-Abwanderungen belasten die deutsche Wirtschaft. Mit erheblicher Bremswirkung und Belastungen gerade auch für unternehmensnahe Dienstleister wie uns. Daher werden wir die Ausrichtung auf strikte Wirtschaftlichkeit ebenso beibehalten wie die weitere Forcierung unseres Nachhaltigkeitskurses als Qualitätsanbieter für integrierte Facility Services. Damit verbunden sind folgende Aspekte:
Wirtschaftlicher Rahmen Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung auch im laufenden Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2024 voraussichtlich um 0,5 % zurückgehen. Es wäre das zweite Jahr mit schrumpfender Wirtschaft in Folge. Da die Wirtschaft in den USA um 1,25 %, in Frankreich um 0,75 % und in China um 4,5 % wachsen werde, stehe Deutschland unter den großen Ländern mit diesen schlechten Wirtschaftsaussichten allein da, so das IW. Besonders der politische Streit über den Bundeshaushalt habe Unternehmen verunsichert. Viele stellten ihre Investitionen zurück, heißt es in der Analyse. Darüber hinaus begründet das IW seine Prognose mit den schlechten Bedingungen in der Weltwirtschaft und der unsicheren geopolitischen Lage. Der globale Welthandel werde 2024 voraussichtlich nur um 1% zulegen. Darunter leidet speziell die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft. Da das IW keine Senkung der Zinsen erwartet, rechnet es außerdem mit einem weiteren schwachen Jahr für die Bauwirtschaft. Die Entwicklung in der Dienstleistungswirtschaft wird hingegen leicht positiv gesehen, denn bei der Inflation rechnen die Forscher mit Entspannung. Demnach werden die Verbraucherpreise im kommenden Jahr mit durchschnittlich 3 % nur noch halb so stark steigen wie 2023. (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., IW-Konjunkturprognose Winter 2023. Hausgemachte Probleme verschärfen konjunkturelle Schwäche, IW-Report, Nr. 65, Köln) Gleichwohl ist dies lediglich ein Aspekt mit Blick auf die Entwicklung unternehmensnaher Dienstleister, die erheblich von einer starken Wirtschaft partizipieren. Sparte Security Die Sicherheitswirtschaft hat sich in den zurückliegenden Jahren aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Schutz- und Sicherheitsdienstleistungen insgesamt äußerst dynamisch entwickelt. Die Wachstumsraten lagen durchweg oberhalb des Bruttoinlandprodukts. Auch für die Zukunft sind weiter steigende Unternehmensumsätze zu erwarten. So prognostizieren die Top-25-Anbieter gemäß der neuesten, im vergangenen Herbst erschienenen Lünendonk-Studie "Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland" ein jährliches Plus von 5,7 bis 7,6 %, wobei solche Prognosen immer durch die weitere, aktuell leider nur schwache gesamtwirtschaftliche Lage beeinflusst werden (vgl. auch vorheriges Kapitel). (Lünendonk-Liste 2023: Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland (luenendonk.de)) Für die Zukunft erwarten die im Rahmen der Lünendonk-Studie befragten Unternehmen parallel eine Zunahme des Aufgabenspektrums und die Übertragung zusätzlicher Leistungen zur Gewährleistung von Sicherheit. Dabei bleibt gleichzeitig das Thema Wirtschaftlichkeit aber ein zentraler Aspekt, für das äußere Faktoren wie reine Preisvergaben und der damit verbundene Einsatz von Dumpinganbietern/Subunternehmern erhebliche Risiken darstellen. Auftraggeber (speziell aus dem öffentlichen Sektor) können hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie konsequent für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen, bei denen Preis und Qualität in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen. Das Bestbieterhandbuch des Europäischen Dachverbandes des privaten Sicherheitsgewerbes (CoESS) gibt hier seit Langem wichtige und praxisnahe Unterstützung. (Confederation of European Security Services: Auftragsvergabe für Qualitätsvolle private Sicherheitsdienstleistungen) Als weitere zentrale Herausforderungen betrachten die Unternehmen die stetige Forcierung ihres Leistungsportfolios inklusive der damit erforderlichen hohen Qualitätsstandards. Denn diese stellen in dem von stetig steigendem Wettbewerbsdruck geprägten Sicherheitsmarkt ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal dar. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung von Investitionen in neuen Technologien und in die Qualifikation der Mitarbeiter hervorgehoben. Nach Einschätzung der Branchenverbände ist und bleibt, der Arbeitskräftemangel wie bereits oben angeführt, auch in Zukunft eine der größten Herausforderungen für die Sicherheitswirtschaft. Das Problem der großen Anzahl unbesetzter Stellen besteht schon seit einigen Jahren und hat sich sukzessive verschärft. Nach Branchenverbandsangaben fehlen aktuell bis zu 13.000 Mitarbeiter in der Sicherheitswirtschaft. (Hans-Böckler-Stiftung "Branchenanalyse Wach- und Sicherheitsdienste" von Claus Zanker Nummer 300, Juli 2023) Eine weitere Herausforderung der Branche wird in der Digitalisierung und dem starken Einsatz von Sicherheitstechnik gesehen. Die Megatrends Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) eröffnen auch für die Sicherheitswirtschaft erhebliche Chancen und sind bereits heute wichtige Treiber für die weitere Steigerung von Qualität, Effizienz und Service. Die Bandbreite reicht dabei von vermeintlich kleinen Maßnahmen wie elektronischen Rechnungen oder der digitalen Vertrags- und Personalakte, die gleichwohl für schnellere Abläufe und erhebliche Kosteneinsparungen sorgen, über Video & Business Intelligence z. B. für die Messung von Besucherzahlen (People Counting) sowie digitales Krisenmanagement bis hin zur Robotik. (Hans-Böckler-Stiftung "Branchenanalyse Wach- und Sicherheitsdienste" von Claus Zanker Nummer 300, Juli 2023) Mit Blick auf Letztere weisen die Produkte inzwischen eine hohe Praxistauglichkeit auch für die spezifischen Anforderungen im Sicherheitssektor auf. Daher entwickeln wir bereits konkrete Einsatzmöglichkeiten für Roboter und Drohnen im Objekt- und Werkschutz. Übergeordnetes Ziel ist und bleibt ein stetiges renditeorientiertes Wachstum, vor allem im regionalen Bereich. Für den Konzern der KÖTTER Verwaltung III SE rechnet die Geschäftsführung, unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, bei im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Konzernumsatzerlösen mit einem leicht höheren Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024. Bericht über das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem Als Familienunternehmen treffen wir unsere Entscheidungen unabhängig von z. B. Aktionären oder Finanzinvestoren. Dies hat den Vorteil, dass wir keine Entscheidungen treffen müssen, die nur kurzfristigen Gewinn versprechen und ein deutlich höheres Risiko bergen. Wir haben uns für ein nachhaltiges Wachstum unter Berücksichtigung kalkulierbarer Risiken entschlossen - ausschließlich darauf basiert unser unternehmerisches Engagement. Risikomanagement ist ein entscheidendes Element für den nachhaltigen Erfolg unserer Unternehmensgruppe. Unser Handeln ist, wie jedes unternehmerische Engagement mit Chancen und Gefahren verbunden und darauf ausgerichtet, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen. Wir haben, wie bereits o. a., ein Risikomanagementsystem installiert, das die Risiken und Gefahren für alle Geschäftsfelder auf Basis standardisierter Erhebungsbögen (risk maps) identifiziert, analysiert, hinsichtlich potenzieller Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und kommuniziert. Die Handhabung der Risiken wird im Konzern entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur gesteuert. Der mehrstufige Planungs-, Informations- und Kontrollprozess wird durch das zentrale Controlling der KÖTTER Unternehmensgruppe im Rahmen der mittelfristigen Planung und im unterjährigen Controlling-Prozess begleitet und durch die Konzernrevision, durch Vorgabe und regelmäßige Überprüfung der Strukturen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, in seiner Funktionsfähigkeit und Effizienz überwacht. Ein wesentlicher Baustein dabei ist die regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsführung, die quartalsweise schriftlich unter Beifügung ausführlicher Dokumentationen, Analysen und Auswertungen aus dem Controlling über die Entwicklung der Ertragslage im Vergleich mit dem Vorjahr sowie den Planwerten erfolgt. Ebenfalls im vierteljährlichen Rhythmus wird die Ertrags- und Risikolage der Bank ausführlich dargestellt. Weitere zentrale Säulen innerhalb des Risikomanagements sind die Umsetzung der unternehmenseigenen Compliance-Richtlinie und das Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISO/IEC 27001 (s. o.). Darüber hinaus entsprechen wir sämtlichen Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Die KÖTTER Unternehmensgruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche die Geschäftstätigkeit und damit unmittelbar auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Wie bereits erwähnt, haben wir ein ständig weiterentwickeltes Risikomanagementsystem, das die Risiken und Gefahren für alle Geschäftsfelder auf Basis standardisierter Erhebungsbögen identifiziert, analysiert, hinsichtlich potentieller Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und kommuniziert. Weitere zentrale Säule innerhalb des Risikomanagements ist die Umsetzung der unternehmenseigenen Compliance-Richtlinien. Wesentliche Risiken haben wir nachfolgend aufgeführt. Konjunkturrisiko Als Dienstleister ist die Unternehmensgruppe allgemeinen konjunkturellen Risiken ausgesetzt, die sich einerseits auf die wirtschaftliche Situation der Kunden an sich als auch auf deren Nachfrageverhalten auswirken können. Insbesondere unsere Diversifizierung und die damit verbundene weitgehende Unabhängigkeit von einzelnen Kunden oder Dienstleistern, die innovative Ausrichtung auf neue Marktsegmente sowie der flexible Umgang mit möglichen Veränderungen in unseren Märkten bilden zentrale Faktoren für ein nachhaltiges Management möglicher bedeutsamer negativer Konjunkturauswirkungen. Es ist dabei jedoch zu beachten, dass die wirtschaftlichen Unsicherheiten im Jahr 2024 u. a. aufgrund des Ukraine-Krieges und weiterer internationaler Krisenherde sowie nach wie vor instabiler Lieferketten weiterhin nur schwer abzuschätzen sind. Tarif-/Preisrisiko Zu den wesentlichen Risiken zählen wir die Unsicherheit, inwieweit die deutlichen Tariferhöhungen erneut an die Auftraggeber weitergeben werden können. Risiko Personalbeschaffung Zur optimalen Umsetzung unserer Dienstleistungen stellen qualifizierte und motivierte Beschäftigte einen entscheidenden Faktor dar. Mit Blick auf den demographischen Wandel und die zunehmenden Kundenanforderungen hängt der künftige Erfolg wesentlich davon ab, engagierte und qualifizierte Beschäftigte zu akquirieren, zu halten und zu entwickeln. Personalknappheit kann dazu führen, dass zusätzlich Aufträge nicht angenommen werden können. Zudem können sich Personalengpässe aufgrund steigender Lohnkosten spürbar auf die Ertragsentwicklung auswirken. Risiko Informationssicherheit Wie wichtig Flexibilität und Praxisorientierung im Bereich der Cyber-Sicherheit sind, verdeutlichen schon folgende vom Branchenverband Bitkom im November 2023 veröffentlichten Sachverhalte: Jedes zweite Unternehmen in Deutschland stimmte zu diesem Zeitpunkt der Aussage zu, ein erfolgreicher Cyberangriff könnte seine Existenz bedrohen. Zugleich erwarteten Ende 2023 knapp zwei Drittel, in den kommenden zwölf Monaten Ziel von solchen Angriffen zu werden. 206 Milliarden Euro Schaden war den Unternehmen in Deutschland in den vorangegangenen zwölf Monaten durch Wirtschaftskriminalität entstanden, davon rund 150 Milliarden Euro durch Cyberattacken (ww.bitkom.de, Pressemitteilung v. 2. November 2023: Bitkom zum BSI-Jahresbericht). Im besonderen Fokus von Cybercrime stehen dabei die Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), wie u. a. die jüngsten Angriffe auf Behörden und Krankenhäuser verdeutlicht haben (www.tagesschau.de, "Cybersicherheit Krankenhäuser" v. 29. Januar 2024; www.rnd.de, "Hackerangriff in NRW: Cyberattacke legt Behörden und Verwaltungen lahm" v. 31. Oktober 2023). Risiko Forderungsausfall Auf Grundlage unseres umfangreichen Forderungsmanagements werden Außenstände fortlaufend aktiv überwacht und Kunden einem fortlaufenden Monitoring unterzogen. Erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ein wichtiger Baustein des zentralen Forderungsmanagement ist die Kundenkreditdauer (DSO) als eine zentralere Leistungskennzahl, die wir im Berichtsjahr deutlich steigern konnten. Im Berichtsjahr 2023 waren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Liquiditätsrisiko Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan eingesetzt, der permanent an aktuelle Entwicklungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Abdeckung des Finanzierungsbedarfs erfolgt über einen Rahmenkreditvertrag mit unseren Hausbanken. Schadensfälle/Haftungsrisiken Die KÖTTER Unternehmensgruppe verfügt über einen permanent angepassten und umfassenden Versicherungsschutz, der finanzielle Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken ausschließt bzw. weitestgehend begrenzt. Im Berichtsjahr 2023 stieg die Anzahl der Betriebshaftpflichtschäden auf 85 (Vorjahr 75). Auch wenn keine Garantie möglich ist, dass die Versicherungssummen alle erdenklichen Risiken abdecken, ist davon auszugehen, dass durch Schadens- oder Haftungsfälle eine Bestandsgefährdung nicht eintreten kann. Ukraine Krieg Im Krieg in der Ukraine gibt es keine Anzeichen für eine Entspannung. Die Bemühungen, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Russischen Föderation zu trennen, dauern an. Dies belastet sowohl die russische Wirtschaft als auch die der EU-Mitgliedstaaten. Die Unterbrechung der Erdgaslieferungen aus Russland hat die Energiepreise stark ansteigen lassen. Darüber hinaus birgt die Abkehr der EU von Russland als Rohstofflieferant nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig Inflationsrisiken, wenn die Länder nicht in der Lage sind, auf dem Weltmarkt, insbesondere bei Erdgas, ausreichend Ersatz zu finden. Gesamtaussage Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Dienstleistungen, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden würden.
Essen, den 08. Mai 2024 KÖTTER Verwaltung III SE, Essen Geschäftsführende Direktoren gez. Rüdiger Haase gez. Daniel-Sebastian von Grumbkow KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KÖTTER VERWALTUNG III SE, ESSENAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023KÖTTER Verwaltung III SE, EssenA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss der KÖTTER Verwaltung III SE, Essen wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des SE-Ausführungsgesetzes bzw. des Aktiengesetzes sowie nach der Satzung aufgestellt. Die Konzernmuttergesellschaft hat ihren Sitz in Essen (Handelsregister B des Amtsgerichts Essen, HRB 26750). Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. 1. Angaben zum Konsolidierungskreis Die KÖTTER Verwaltung III SE, Essen ist als unbeschränkt haftende Gesellschafterin der unten aufgeführten Gesellschaften ohne anteilsmäßige Beteiligung die Muttergesellschaft des Konzerns. Der Konzern KÖTTER Verwaltung III SE, Essen, besteht aus nachfolgend aufgeführten Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen worden sind:
Die zu 2. bis 6. genannten Personenhandelsgesellschaften werden aufgrund des § 290 Abs. 2 HGB in den Konzern einbezogen. Sie erfüllen zudem die Voraussetzung des § 264b HGB und sind somit von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften des ersten Unterabschnitts des Handelsgesetzbuches (§§ 264 - 289 HGB) aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, weil sie in den Konzernabschluss des zu 1. genannten Unternehmens, das persönlich haftende Gesellschafterin dieser Gesellschaften ist, einbezogen worden sind. 2. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Stichtag der Muttergesellschaft erstellt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften - für Unternehmen deren Erstkonsolidierungszeitpunkt vor dem Inkrafttreten des BilMoG lag - wurde als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durchgeführt. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB a. F. mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze (Buchwerte) zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Unternehmen in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften - für Unternehmen deren Erstkonsolidierungszeitpunkt nach Inkrafttreten des BilMoG lag - wurde als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB) duchgeführt. Es waren keine stillen Reserven und Lasten aufzudecken, folglich keine Neubewertung der Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden erforderlich. Für Anteile anderer Gesellschafter an Tochterunternehmen wird innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten gebildet, der das anteilige Eigenkapital sowie das ihrer Beteiligungsquote entsprechende Jahresergebnis der jeweiligen Tochtergesellschaft berücksichtigt. Soweit die Muttergesellschaft weder direkt noch indirekt Kapitalanteile an den Tochterunternehmen hält, wird keine Verrechnung gem. § 301 Abs. 1 S. 1 HGB vorgenommen, sondern es erfolgt ein vollständiger Ausweis des sich ergebenden Reinvermögens der Tochterunternehmen unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile". Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Umsätze und sonstige betriebliche Erträge zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB eliminiert. Ebenso erfolgt die Verrechnung von konzerninternen Zinserträgen. Von einer Zwischenergebniseliminierung wird gem. § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Behandlung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. 3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1. Grundsätzliches Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Angabe von Restlaufzeiten in der Bilanz verzichtet. Sie werden stattdessen in diesem Anhang dargestellt. 3.2. Anlagevermögen Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Anschaffungskosten werden über die erwartete Nutzungsdauer um Abschreibungen vermindert. Abgeschrieben wird grundsätzlich nach der linearen Methode. Bei den geringwertigen Vermögensgegenständen wird von der steuerlichen Vereinfachungsregelung nach § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden konkret erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Beachtung erkennbarer Risiken bewertet. 3.4. Bankguthaben Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert. 3.5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3.6. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen. 3.7. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. B. Angaben zur Konzernbilanz 1. Aktiva Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Konzernanlagengitter in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. 2. Passiva Das Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien. Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen mit TEUR 1.217 für Urlaubsrückstellungen, mit TEUR 232 für Berufsgenossenschaftsbeiträge, mit TEUR 124 für Ausgleichsabgaben sowie mit TEUR 73 für Archivierungskosten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
3. Haftungsverhältnisse Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber einem Kreditinstitut bis zum Betrag von TEUR 27.000 für Verbindlichkeiten und Avale von 39 Gesellschaften der KÖTTER Unternehmensgruppe. Mit einer Inanspruchnahme wird in absehbarer Zeit nicht gerechnet. Grund für diese Einschätzung ist insbesondere die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaften der KÖTTER Unternehmensgruppe. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestehen im Rahmen von Mietverträgen in Höhe von TEUR 5.453 (Vorjahr: TEUR 6.818). C. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Deutschland erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Einarbeitungszuschüssen vom Arbeitsamt in Höhe von insgesamt TEUR 762 (Vorjahr: TEUR 1.204) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 564) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen bestehen. 3. Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer umfasst ausschließlich die von TC TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Leistungen von TEUR 123. Davon entfielen TEUR 51 auf Jahresabschlussprüfung sowie TEUR 72 auf Steuerberatungsleistungen. D. Erläuterungen der Kapitalflussrechnung Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht den liquiden Mitteln abzüglich laufender Kontokorrentlinien. E. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiterzahlen Im Durchschnitt waren insgesamt 3.427 Mitarbeiter beschäftigt, davon 3.322 gewerbliche und 105 angestellte Mitarbeiter. 2. Verwaltungsrat Herr Friedrich P. Kötter, Essen (Diplom-Kaufmann) 3. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der KÖTTER Verwaltung III SE, Essen durch die geschäftsführenden Direktoren: Herrn Rüdiger Haase, Berlin (Kaufmann) Herrn Daniel-Sebastian von Grumbkow, Bremen (Kaufmann) ab dem 6. Januar 2023 Herrn Bernd Jürgens, Haltern am See (Kaufmann) bis 6. Januar 2023 Für die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Verwaltungsrates nach § 285 Abs. 9 HGB wurde die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Die geschäftsführenden Direktoren und der Verwaltungsrat schlagen der Hauptversammlung vor zu beschließen: Der Jahresüberschuss wird in Höhe von 5 % in die gesetzliche Rücklage eingestellt. Der überschüssige Betrag wird den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Unternehmens führen könnten.
Essen, den 8. Mai 2024 KÖTTER Verwaltung III SE, Essen Geschäftsführende Direktoren gez. Rüdiger Haase gez. Daniel-Sebastian von Grumbkow KÖTTER Verwaltung III SE, EssenEntwicklung des Anlageverrmögens im Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023KÖTTER Verwaltung III SE, Essen
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023KÖTTER Verwaltung III SE, Essen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KÖTTER Verwaltung III SE, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der KÖTTER Verwaltung III SE, Essen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KÖTTER Verwaltung III SE, Essen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Konzernlagebericht genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 8. Mai 2024 TC
Treuhand GmbH
Phil Feldmann, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Reinhard Dücker, Wirtschaftsprüfer Weitere AngabenBericht des Verwaltungsrats gemäß § 47 Abs. 3 SEAGder KÖTTER Verwaltung III SE, EssenDer Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Gesellschaft geleitet, die Grundlinien der Geschäftstätigkeit bestimmt und deren Umsetzung durch die Geschäftsführenden Direktoren/-innen überwacht. Die KÖTTER Verwaltung III SE, Essen hat im Geschäftsjahr 2023 als Komplementärin die Geschäftsführung und Vertretung dieser Gesellschaften übernommen:
Als Geschäftsführender Direktor wurde mit Wirkung ab dem 29. Oktober 2015 Herr Bernd Jürgens bestellt. Herr Bern Jürgens wurde am 6. Januar 2023 als Geschäftsführender Direktor abberufen. Mit Wirkung ab dem 15. Juli 2016 wurde Herr Rüdiger Haase als weiterer Geschäftsführender Direktor bestellt. Mit Wirkung ab dem 6. Januar 2023 wurde Herr Daniel von Grumbkow als weiterer Geschäftsführender Direktor bestellt. Die Geschäftsführenden Direktoren haben den Verwaltungsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form über die Umsetzung von Leitungsentscheidungen sowie bedeutende und geschäftsfeldübergreifende Geschäftsvorfälle informiert. Die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorfälle hat der Verwaltungsrat auf Basis der Berichte der Geschäftsführenden Direktoren und der Lenkungsgremien des KÖTTER Gleichordnungskonzerns ausführlich mit den Geschäftsführenden Direktoren erörtert und eigene Vorstellungen eingebracht. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Vorgaben des Verwaltungsrats haben die Geschäftsführenden Direktoren dem Verwaltungsrat erläutert. Der Verwaltungsrat hat den von den Geschäftsführenden Direktoren nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 mit der TC TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, erörtert und geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch die TC TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, als Abschlussprüfer stimmt der Verwaltungsrat zu. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben und hat den Jahres- und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Verwaltungsrat spricht den Geschäftsführenden Direktoren sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit aus.
Essen, 17.06.2024 Der Verwaltungsrat Friedrich P. Kötter Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 17.06.2024 gebilligt. |
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