Reichstein & Opitz Service GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Opitz Enrico seit 8.11.2006 | Geschäftsführer |
Opitz Wilfried seit 27.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reichstein & Opitz GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Registergericht Jena, HRB 200892Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Unsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt im Verkauf von neuen PKW der Marken FORD, VOLVO, JAGUAR, LAND ROVER, ORA und BÜRSTNER sowie im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen. Weiterhin gehört zu unserem Geschäftsbetrieb der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen sowie die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsgeschäften und die kurzfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 durch globale Krisen belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (=BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 v.H. niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 v.H. höher. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 2,84 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 7,3 v.H. mehr als im Jahr 2022. Der Anteil der benzinbetriebenen Fahrzeuge lag mit 34,4 v.H. über dem Vorjahresniveau (32,6 v.H.), der Anteil der dieselbetriebenen Fahrzeuge belief sich auf 17,1 v.H. (Vorjahr 17,8 v.H.). Bei den alternativen Antriebsarten vielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. Die hybridangetriebenen Fahrzeuge erreichten einen Anteil von 29,5 v.H. (+1,6 v.H.), Elektro-PKW wiesen einen Anteil von 18,4 v.H. (+11,4 v.H.) auf. Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Unser Hauptvertriebspartner Ford konnte bei den Neuzulassungen einen Marktanteil in Deutschland von 4,1 v.H. erreichen. Im Jahr 2022 lag der Marktanteil von Ford bei 5,0 v.H. Bei Volvo belief sich der Marktanteil im Jahr 2023 auf 1,6 v.H., bei Land Rover auf 0,5 v. H. und bei Jaguar auf 0,1 v.H. Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 v.H.) umgeschriebenen Kfz. Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 v.H.) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin. Die hohe Werkstattauslastung sorgte im Geschäftsfeld Service und Reparatur für ein Umsatzplus von 17,7 v.H. Die Gründe dafür waren einerseits der weiter gewachsene Fahrzeugbestand, die höhere Zahl der Wartungen sowie entsprechend der allgemeinen Teuerung deutlich gestiegenen Kosten. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch einen gesteigerten Fahrzeugverkauf, erhöht. Aufgegliedert nach Abteilungen stellt sich die Umsatzveränderung wie folgt dar:
Investitionen Die Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Miet-, Vorführfahrzeuge und Finanzanlagen - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.260. Neben den erforderlichen Ersatzinvestitionen wurden Neuinvestitionen für einen Werkstattanbau und die Umstellung der Heizungsanlage getätigt. Personal Der Personalbestand hat sich im Verhältnis zum Vorjahr verringert. Neben dem Hauptbetrieb in Jena bestehen Filialen in Apolda und in Saalfeld. Die Zahl der Mitarbeiter stellt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:
Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und den Angestellten an den Tarifverträgen des Kfz-Gewerbes, darüber hinaus bestehen abweichende einzelvertragliche Regelungen. Eine leistungsorientierte Bezahlung existiert insbesondere bei den Neu- und Gebrauchtwagenverkäufern. Mitarbeitergespräche werden laufend geführt. Hierbei wird der Leistungsstand des Mitarbeiters beurteilt und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen vereinbart. 3. Darstellung der Lage Vermögenslage
Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was neben den bereits erwähnten Investitionen auch aus dem höheren Bestand an Miet- und Vorführwagen resultiert. Die Erhöhung der Vorräte ist auf einen höheren Bestand an Fahrzeugen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich über die Fahrzeugfinanzierung ebenfalls aufgrund der gesteigerten Fahrzeugbestände. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt 56,4 v.H. (Vorjahr 54,3 v.H.). Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Wir verfügen im Vergleich zum Vorjahr über gleichbleibende Konditionen und Kreditlinien. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skonto Möglichkeiten zu nutzen. Den finanziellen Verpflichtungen wird nachgekommen. Die Entwicklung der Liquidität wird in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung dargestellt:
Ertragslage
Wesentliche Position, welche das betriebliche Ergebnis positiv beeinflusst, sind die Umsatzerlöse, die um 10,5 v.H. gestiegen sind. Die Personalaufwendungen einschließlich Sozialabgaben, sind, trotz leicht rückläufiger Mitarbeiterzahl, um 7,3 v.H. gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,8 v.H. gestiegen. Der Jahresüberschuss konnte über einen gestiegenen Rohertrag gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden, die Vorjahresprognose, die von einem rückläufigen Ergebnis ausging, hat sich nicht bewahrheitet. Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Aus dem erzielten Ergebnis ergibt sich eine Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis vor Ertragsteuern / Eigenkapital ohne Jahresüberschuss) von 23,9 v.H. (Vorjahr 27,4 v.H.). 4. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Als übergeordnete Messgröße zur Unternehmenssteuerung wird die Umsatzrentabilität (Jahresergebnis vor Ertragsteuern / Umsatz) betrachtet. Die Umsatzrentabilität liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 4,7 v.H. (Vorjahr 5,0 v.H.). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Der Kundenzufriedenheitswert der Gesellschaft im Servicebereich lag bei 92,4 v.H. (Vorjahr 91,5 v.H.). Dies ist ein nachhaltiges Merkmal für die Leistungsfähigkeit unserer Werkstätten. Im Verkauf lag die Kundenzufriedenheit bei 93,6 v.H. (Vorjahr 96,3 v.H.). Die Mitarbeiterfluktuation ist niedrig bzw. gering und bietet die Chance auf Wettbewerbsvorteile. Als regionales Unternehmen engagieren wir uns in unserer Umgebung. So sind wir Partner diverser Sport- und sonstiger Vereine aus der Region. III. Prognosebericht Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet im kommenden Jahr bei den Pkw-Neuzulassungszahlen mit einer rückläufigen Entwicklung auf rund 2,65 Mio. Einheiten. Das wären rund 200.000 Pkw weniger als im Geschäftsjahr. Im Jahr 2023 sei durchgehend einen Rückgang bei den Auftragseingängen zu verzeichnen gewesen. Das wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der Neufahrzeugmarkt über das prognostizierte Maß hinaus auch ohne vom Hersteller induzierte Sondermaßnahmen aufnahmefähig sei. Gestiegene Rohstoffkosten würden außerdem zu höheren Fahrzeugpreisen führen. Deshalb zögerten viele private Kaufinteressierte den Autokauf hinaus, weil deren real verfügbare Einkommen der Ausgabensituation nicht annähernd angepasst seien. Die Besitzumschreibungen werden laut dem ZDK im Jahr 2024 wohl das dritte Jahr in Folge nicht den Umfang der vorherigen Jahre erreichen, aber trotzdem wieder leicht wachsen, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten. Das ifo Institut prognostiziert in seiner Pressemitteilung vom 14. Dezember 2023 für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,9 v.H. Unsicherheit verzögert derzeit die Erholung, da sie die Sparneigung der Konsumentinnen und Konsumenten erhöht und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten Haushalten senkt. Befördert wird dies zusätzlich durch die unklare Lage um den Bundeshaushalt nach dem Urteil des Verfassungsgerichts. Sollte der Haushalt 2024 um 20 Milliarden Euro gekürzt werden, würde die Wachstumsrate dem ifo-Modell zufolge auf 0,7 v.H. fallen. Grundsätzlich seien aber die Weichen auf Erholung gestellt. Die Löhne stiegen kräftig, die Beschäftigung sei so hoch wie nie zuvor, damit kehre die Kaufkraft zurück und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem hätten wir die Höchststände beim Zinsniveau hinter uns gelassen. Der Preisauftrieb verlangsame sich. In der zweiten Jahreshälfte werde die Inflationsrate auf 2 v.H. erreichen. Hierzu trügen vor allem sinkende Energiepreise bei. Doch die Inflation der konsumnahen Dienstleistungen werde noch eine Weile deutlich über 3 v.H. liegen, da dort kräftig steigende Löhne zu Buche schlügen. Wir erwarten für das Jahr 2024 aufgrund der aktuellen Unsicherheiten einen rückläufigen Markt. Wie tief die Einschnitte tatsächlich sein werden, können selbst Experten nicht vorhersagen. Die Einschätzungen über konkrete wirtschaftliche Auswirkungen infolge des weiteren Verlaufs der Krisensituation sind mit hohen Unsicherheiten verbunden, so dass die tatsächliche Entwicklung der Ertragslage von der Prognose abweichen und eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus orientiert sich die Prognose an den vorstehenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Gesamtmarktes und ist vorbehaltlich nicht beeinflussbarer Faktoren, wie Hersteller- und Kundenverhalten. Weiterhin wird die Prognose durch die CO2-Vorgaben beeinflusst. Beim Jahresergebnis gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2024, im Vergleich zu 2023, ein gleichbleibendes, positives Jahresergebnis erwirtschaften werden. Die Umsatzrendite wird gegenüber 2023 voraussichtlich ebenfalls konstant bleiben. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Allgemeines Wir erstellen Erfolgspläne nach Mengen und Werten und stimmen diese mit unseren Zielsetzungen für die wesentlichen bilanziellen Größen ab. Darauf baut eine laufende Kontrolle des Grades der Zielerreichung auf, deren Analyse in die Entscheidungsprozesse der Geschäftsführung einfließt. Die Informations- und Entscheidungswege sind in den Geschäftsprozessen so angelegt, dass eine vollständige und zeitnahe Übermittlung maßgeblicher Informationen sichergestellt ist. Die Geschäftsführung kann hierdurch wesentliche Risiken, auch Einzelrisiken, systematisch überwachen und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten, sowie gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zeitnah einleiten, um möglichst effektiv gegen bestandsgefährdende Risiken vorgehen zu können. Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Die zukünftige Konjunktur- und Beschäftigungslage in Deutschland ist schwer abschätzbar. Die Wirtschaftsleistung dürfte zwar zunächst nur leicht wachsen, ab dem Jahr 2024 wird jedoch derzeit mit einer allmählichen Erholung gerechnet. Die größten Unwägbarkeiten liegen im weiteren Verlauf des Ukraine Krieges und der Energiekrise, den Folgen der staatlichen Gegenmaßnahmen und den Auswirkungen der Unklarheiten um den Bundeshaushalt. Die Unsicherheit betreffend die zukünftige Konjunktur- und Beschäftigungslage kann zu einer vorübergehenden Konsumzurückhaltung der Privathaushalte und zu einer Investitionszurückhaltung der Unternehmen führen. Für die Branche erwarten die Experten Neuzulassungen von rund 2,65 Mio. Pkw. Branchenrisiken Das Geschäftsrisiko unserer Gesellschaft korreliert stark mit dem allgemeinen Branchenrisiko, für welches eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung prognostiziert wird. Insbesondere könnten die privaten Haushalte aufgrund der Unsicherheiten weniger konsumieren, worunter der Einzelhandel leiden wird. Bedingt durch die, wahrscheinlich nach Bewältigung der Lieferengpässe, wieder entstehenden Überkapazitäten der Hersteller kommt es im Neufahrzeugverkauf ständig zu Sonderaktionen mit entsprechenden Preisnachlässen, die sich auch negativ auf die Preise der Gebrauchtfahrzeuge sowie der Leasingrückläufer auswirken. Hier versuchen wir durch eine entsprechend vorsichtige Bewertung beim Einkauf von Gebrauchtfahrzeugen Verluste zu vermeiden. Aufgrund der Preissteigerungen, die auch den Kfz-Markt betreffen, gehen wir davon aus, dass unsere Kunden Ihrer PKWs tendenziell länger halten. Das bedeutet für das After Sales Geschäft ist eine zunehmende Serviceintensität, d. h. die Wartungs- und Reparaturhäufigkeit "pro Jahr" steigt, was letztlich zu einem höheren Servicemarktpotential führt. Branchenbedingt sind ebenfalls eine erhöhte Abhängigkeit von Bonuszahlungen, Eigenzulassungen des Herstellers und Personalrisiken (Fachkräftemangel) anzuführen. Personalrisiken Den Personalrisiken, die insbesondere mit Fluktuation und Know-how-Verlust verbunden sind, begegnen wir durch intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung. Der Umwelt- und Arbeitsschutz ist für uns von größtem Interesse. IT-Risiken IT-Risiken begegnen wir insbesondere durch Abschirmung unserer Systeme gegen unberechtigte Eingriffe von außen und organisationskonforme Zugangs- und Zugriffsberechtigungen. Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen kann nicht vollständig ausgeschlossenen werden, dass Störungen auftreten und sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken. 2. Chancenbericht Im schwierigen Marktumfeld sehen wir unsere Chancen im Neufahrzeugverkauf in dem von uns vertriebenen Segment der Kompakt- und Nutzfahrzeuge. Das gewerbliche Geschäft und auch das Geschäft mit Endkunden werden wir weiter versuchen zu intensivieren. Eine stabilisierende Wirkung auf das Gesamtergebnis wollen wir, wie bisher, durch ein striktes Kosten- und Forderungsmanagement erzielen. 3. Gesamtaussage Nach unseren Informationen bestehen keine Risiken, die für sich gesehen oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Risikomanagementziele und -methoden Ziel des Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. 2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Handelsgeschäft ist kapitalintensiv. Die Erbringung von Serviceleistungen erfordert Investitionsentscheidungen mit langfristigen Amortisationsdauern. Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Im Bereich der Verbindlichkeiten kann die Gesellschaft bei Fälligkeit Liquiditätsrisiken ausgesetzt sein, d.h. dem Risiko Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Aufgrund der stabilen Finanzlage unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind ausreichende Kreditlinien vertraglich vereinbart. BILANZ zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeitvom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen linear bzw. degressiv. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer sofort abgeschrieben. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Miet- und Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres ge- und wiederverkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Forderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind, mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. Angaben zu Beteiligungen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB
2. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 12.422. 3. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von EUR 6.004,00 resultiert aus dem Unterschiedsbetrag der Abzinsung der Pensionsrückstellung. 4. Pensionsrückstellung Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der modifizierten Teilwert-Methode. Rechnungsgrundlage sind die Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Der technische Zinsfuß beträgt 1,83 v.H. p.a. Die Rentendynamik beträgt 1,0 v.H. p.a. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde gemäß der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt sich wie folgt:
5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 1. Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 20.410,33 (Vorjahr: EUR 30.122,10) enthalten. 2. Finanzergebnis Im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Beträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 9.402,00 (Vorjahr: EUR 8.795,00) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag nicht. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Mietverträgen betragen für die Jahre 2024 bis 2028 insgesamt TEUR 4.354. Weiterhin bestehen zum 31. Dezember 2023 handelsübliche Rückkaufsverpflichtungen in den Jahren 2024 bis 2028 aus Leasing- und Finanzierungsgeschäften in Höhe von TEUR 10.236. 3. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Im Berichtsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen des Geschäftsführungsorgans wurde von der Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt:
5. Honorar des Abschlussprüfers Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 34 davon TEUR 23 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 8 für Steuerberatungsleistungen und TEUR 3 für sonstige Leistungen.
Jena, 07. März 2024 Gez. Wilfried Opitz, Geschäftsführer Gez. Enrico Opitz, Geschäftsführer Bruttoanlagenspiegel zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reichstein & Opitz GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reichstein & Opitz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reichstein & Opitz GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Wörishofen, 07.
März 2024
Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Neubacher
Kögler
Der Jahresabschluss wurde am 7. März 2024 festgestellt. |
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