AMATec GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jasmin Bolender seit 18.9.2025 | Prokura |
Karl-Heinz Kornwolf seit 4.4.2024 | Prokura |
Carolin Schmidt seit 12.2.2024 | Geschäftsführer |
Nadine Nebel seit 26.5.2023 | Prokura |
Matthias Kleen seit 26.4.2023 | Geschäftsführer |
Daniel Groh seit 26.4.2023 | Prokura |
Katharina Bathe-Metzler seit 4.12.2022 | Prokura |
Reinhold Dr. Völkert seit 10.3.2022 | Geschäftsführer |
Yvonne Leuschner seit 10.3.2022 | Geschäftsführer |
Olaf Heinz seit 10.9.2021 | Prokura |
Patrick Molck-Ude seit 13.10.2020 | Geschäftsführer |
Matthias Hartmann seit 23.1.2020 | Geschäftsführer |
Carsten Dr. Sürig seit 16.4.2019 | Geschäftsführer |
Nicolai Kuß seit 9.12.2016 | Geschäftsführer |
Klaus Linderich seit 12.7.2016 | Prokura |
Christian Albecker seit 9.7.2013 | Prokura |
Wojciech Jerzy Dr. Lubiniecki seit 6.10.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbHEschbornKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 20221. Grundlagen des Konzerns1.1. Geschäftszweck und organisatorische Struktur des Konzerns Die Geschäftstätigkeit der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn/Deutschland (im Folgenden auch "Techem 671 mbH" genannt) besteht in der Verwaltung des eigenen Vermögens. Dieses Vermögen beinhaltet die am 31. Juli 2018 erworbene mittelbare Beteiligung an der Techem Metering GmbH, Eschborn/Deutschland und deren Töchtern. Die Geschäftstätigkeit des Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Konzerns (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Konzern" oder "Gruppe" genannt) umfasst die Segmente Energy Services und Energy Efficiency Solutions. Die Gruppe ist ein technologiegestützter Energiedienstleister für smarte und nachhaltige Gebäude und mit 4.176 Mitarbeiter in 19 Ländern aktiv. Ursprung der Tätigkeit von Techem ist die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wärme, Warm- und Kaltwasser sowie anderen Betriebskosten, um so Kostentransparenz für die Verbraucher herzustellen. Aufbauend auf dem daraus gewonnenen langjährigen Know-how über energetische und immobilienwirtschaftliche Prozesse decken die Leistungen des Unternehmens heute die Themen Energiemanagement und Ressourcenschutz, Wohngesundheit und Prozesseffizienz in Immobilien ab. Techem bietet Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wärme und Wasser in Immobilien an sowie regenerative Versorgungskonzepte und -lösungen. Basierend auf der Funkfernerfassung des Energieverbrauchs in Wohnungen treibt Techem die Vernetzung und die digitalen Prozesse in Immobilien weiter voran und unterstützt dadurch die Digitalisierung der Energiewende. Moderne Funkrauchwarnmelder mit Ferninspektion, Messstellenbetrieb, Electric Vehicle Charging (EV Charging) sowie Leistungen rund um den Schutz der Trinkwasserqualität in Immobilien ergänzen das Lösungsportfolio für die Wohnungs- und Gewerbewirtschaft. Das Top-Management besteht aus Matthias Hartmann als Vorsitzendem der Geschäftsführung der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH und Chief Executive Officer des Konzerns sowie Dr.-Ing. Carsten Sürig als Chief Financial Officer und Chief Performance Officer und Nicolai Kuß als Chief Sales Officer. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio. EUR) mit einer Dezimalstelle angegeben. Dabei können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Dezimalstelleneinheit auftreten. 1.2. Wesentliche Rahmenbedingungen Die Geschäftstätigkeit von Techem wird von wesentlichen weltweiten Trends beeinflusst, auf die der Konzern mit seinem Lösungsangebot reagiert: Klimaschutz sowie die aktuelle geopolitische Lage und die damit einhergehende Notwendigkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen wo immer möglich zu reduzieren. Die Urbanisierung und das damit einhergehende Bedürfnis nach immer mehr, kostengünstigem und klimaschonenden Wohn- und Arbeitsraum. Die Digitalisierung, also die zunehmende Vernetzung von Sensoren und Geräten sowie die kontinuierliche Fernüberwachung, Erfassung und Verarbeitung von Daten. Der Kampf gegen den Klimawandel ist einer der wichtigsten Treiber der Arbeit von Techem. Bundesregierung und EU halten an ihren Klimaschutzzielen fest oder heben diese an. Mitte des Jahrhunderts wollen Deutschland und die EU klimaneutral wirtschaften. Durch die russische Invasion der Ukraine bekam die Transformation der deutschen und europäischen Wirtschaft weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienzlösungen eine sehr hohe Priorität, um die hohe Abhängigkeit von russischem Gas nachhaltig zu reduzieren und Energieautonomie zu erlangen. Dies manifestiert sich nicht zuletzt im Green Deal der EU. Techem kann mit seiner Expertise, den Lösungen und Produkten im Bereich Energieeffizienz einen wichtigen Beitrag leisten: jedes Kilowatt, das durch verbesserte Energienutzung nicht verbraucht wird, muss weder erzeugt noch gespeichert werden und fördert somit die europäische strategische Autonomie von Russland und die Umsetzung der Klimaneutralität in Europa. Die gesamtheitlichen Konsequenzen dieser geopolitischen Entwicklung sind heute allerdings noch nicht vollständig abzusehen. Durch die Urbanisierung wird der Anteil der in Städten lebenden Menschen bis 2050 laut Schätzungen der Vereinten Nationen auf fast 70 Prozent ansteigen. Infolgedessen kommt in urbanen Mehrfamilienhäusern, Gewerbeimmobilien und Quartieren das dezentrale Energiemanagement immer relevanter. Bei wachsenden Wohnraumansprüchen kommt es darauf an, die Stadt der Zukunft durch energieeffiziente Gebäude, die Reduktion des Energieverbrauchs sowie die Nutzung erneuerbarer Energien, zum Beispiel durch Photovoltaik, Solarthermie oder Biogas zu gestalten. Dabei gilt es auch, die Sektorenkopplung voranzutreiben - etwa durch die Nutzung von im Quartier gewonnenen grünem Strom für Wärmepumpen oder EV Charging-Angebote. Notwendiges Mittel auf diesem Weg sind die Errungenschaften der Digitalisierung. Das Statistik-Portal Statista prognostiziert, dass die Vernetzung von IoT (Internet of Things) Geräten in den kommenden Jahren weltweit stark ansteigen wird, von 8,6 Milliarden Geräte in 2019 auf 29,4 Milliarden Geräte in 2030. Diese Vernetzung für die Analyse und Steuerung von Energieflüssen, das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen notwendigen dezentralen Energieerzeuger sowie die Verbrauchsreduzierung ist nach Unternehmensannahme eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Techem hat sein Lösungsportfolio konsequent auf die Digitalisierung der Energiewende in Gebäuden ausgerichtet und ist nach eigener Einschätzung damit gut für die heute absehbaren Marktentwicklungen vorbereitet. Die Energiewende kann nur funktionieren, wenn die Immobilienwirtschaft ihren Teil leistet und den Schritt hin zur schnellen Digitalisierung mitgeht. Hier sind die politischen Ziele, den CO 2-Ausstoß zu verringern, entsprechend ambitioniert. Dem Gebäudesektor mit seinem hohen Energiebedarf kommt eine wichtige Rolle zu. Er soll in Deutschland bis 2045 klimaneutral sein. Die Digitalisierung ermöglicht es, den Verbrauch von Wärme und Strom so weit wie möglich zu reduzieren - ohne Komforteinschränkungen für Nutzende. Um den eigenen Energieverbrauch zu verringern, sind Transparenz und zeitnahe Nutzerinformationen notwendig, das geht nur digital. Darauf aufbauend erlaubt die Digitalisierung das vielschichtige Miteinander dezentraler, erneuerbarer Energiequellen auszubalancieren, Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht zu halten und so eine weitgehend CO 2-neutrale Versorgung zu sichern. Dabei gilt es, mit innovativen, digitalen technischen Maßnahmen den Investitionsbedarf zu minimieren, um die gesellschaftlichen Kosten der Energiewende in Wohngebäuden möglichst gering zu halten und die Transparenz über Verbräuche und Emissionen transparent herzustellen. Sowohl eigene Forschungsarbeiten von Techem im Rahmen der jährlich erscheinenden Verbrauchskennwertstudie als auch Untersuchungen gemeinsam mit Markt- und Branchenpartnern wie beispielswiese das Forschungsprojekt BaltBest und Forschungsprojekte mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) Berlin haben erwiesen, dass ein ganzheitlicher, integrierter Ansatz entlang der Wärmewertschöpfungs- und Messkette einer Immobilie nötig ist, um Energieeffizienzmaßnahmen zuverlässig zum Erfolg zu führen. Ferner ist die Digitalisierung in und von Gebäuden die Grundlage, um Abläufe für Eigentümer, Nutzer und Dienstleister schneller, bequemer und weniger fehleranfällig zu machen. Vor dem Hintergrund der digitalen Energiewende, der geopolitischen Lage und der Diskussion um sozialverträgliche Wohnkosten, sehen wir Techem mit einem Produktportfolio von der verbrauchsabhängigen Abrechnung über geringinvestive, digital gestützte Energieeffizienzmaßnahmen, die zuerst die Möglichkeiten der vorhandenen Infrastruktur nutzen, bis hin zu investiven Maßnahmen wie der Konzeption, der Umsetzung und dem Betrieb hocheffizienter, herkömmlicher oder regenerativer dezentraler Energieversorgungsanlagen, sehr gut positioniert. Dieses Portfolio der Techem Gruppe umfasst im beschriebenen Geschäftsjahr Leistungen der Segmente Energy Services und Energy Efficiency Solutions, die gemeinsam als Partner der Immobilienwirtschaft für ganzheitliches Energiemanagement agieren können, um eine durchgängig digital-optimierte Wärmewertschöpfungskette zu ermöglichen. Bei den wichtigsten Projekten zur Weiterentwicklung von Techem, die in unserem konzernweiten Wertsteigerungsprogramm ENERGIZE-T gebündelt werden, konnte weiterer Fortschritt erzielt werden. Durch eine konsequente Ausrichtung der Projekte an den aktuellen und zukünftigen Kundenbedürfnissen wird eine ergebnisorientierte Kapital- und Ressourcenallokation sichergestellt. Somit wird in der digitalen Transformation der gesamten Wertschöpfungskette stetig eine weitere Optimierung der maßgeblichen Unternehmensprozesse angestrebt, um das Kundenerlebnis beispielsweise durch die Verschränkung aller Kommunikationskanäle sowie Portal- und Online-Lösungen weiter zu vereinfachen und zu verbessern, und Effizienzpotentiale sowie Opportunitäten für neue, digitale Services zu erschließen. Der Net Promoter Score (NPS) hat sich über die letzten 24 Monate erheblich verbessert: Techem liegt im Privatkundenbereich oberhalb des Branchendurchschnitts. Außerdem bestätigen die Kunden die hohe Qualität unserer Serviceleistungen im digitalen Bereich (Qualität, Geschwindigkeit, Nutzen und Benutzerfreundlichkeit sowie digitale Produkte) mit einem NPS, der signifikant höher im Vergleich zu Usern ist, die nach wie vor den klassischen Interaktionsweg wählen. 1.3. Segmente Energy Services Die Angebote des Segments Energy Services basieren auf der verbrauchsabhängigen Erfassung und Abrechnung von Wärme und Wasser, sowie der monatlichen Verbrauchsinformation. Nach unserer Erkenntnis bieten diese Dienstleistungen neben der Information und Abrechnung wesentliche Vorteile für unsere Kunden und deren Mieter: Senkung der Prozesskosten und Senkung der Energiekosten sowie Erhöhung der Energieeffizienz und damit CO 2-Vermeidung. Der zunehmenden Digitalisierung und der daraus resultierenden geforderten Prozessverzahnung zwischen der Wohnungs- und Gewerbewirtschaft und ihren Dienstleistern begegnet Energy Services durch eine konsequente Ausweitung ihres Serviceangebotes im Bereich Abrechnungsservices und passt sich damit zielgruppenspezifisch an die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen an. Aktuell baut Energy Services dieses Angebot auch im Bereich Gewerbeimmobilien stetig weiter aus. Zum Stichtag 30. September 2022 ist der Anteil unserer Erfassungs- und Messgeräte (ohne Rauchwarnmelder), die per Funk abgelesen werden, weiter auf 79,6 Prozent gestiegen (30. September 2021: 77,8 Prozent). Diese Umrüstung erfolgt i.d.R. investitionsschonend im Rahmen des Regeltausches. Unsere Rollout Strategie für Cloud-Anbindung (vollständig fernauslesbare Funkinfrastruktur) umfasst neben Neuausstattungen auch die Nachrüstung bestehender Objekte (abhängig von bestimmten technischen Voraussetzungen) ohne umfangreiche vertragliche Anpassungen. Zukünftig sind gemäß HKVO fernauslesbare Mess-/Ablesegeräte erforderlich. Wir investieren darüber hinaus bereits jetzt in die Nachrüstung der Fernauslesbarkeit bei bestehenden Objekten, d.h. der Cloud-Anbindung durch Nachrüstung von Smart Readern, die die Messwerte im Gebäude empfangen und an unser Rechenzentrum weiterleiten. Die Nachrüstung fokussiert sich auf Liegenschaften, die bereits vollständig mit Funkfähigen Mess-/Ablesegeräten ausgerüstet sind. Mittlerweile sind 351.510 Smart Reader installiert (30. September 2021: 222.469) und damit 200.624 Liegenschaften vollständig fernauslesbar (30. September 2021: 158.391). Treiber war erneut das Projekt "Digitale Infrastruktur", das seit Anfang 2019 darauf abzielt, den Anteil der völlig automatisiert fernauslesbaren Geräte über Smart Reader auf annähernd 100 Prozent zu erhöhen. Die komplett fernauslesbaren Techem Geräte bilden das Rückgrat der Lösungen und Innovationen von Techem für nachhaltige, intelligente und gesunde Immobilien. Das Segment Energy Services wandelt sich damit zunehmend zum Betreiber einer volldigitalen Infrastruktur, auf deren Basis es selbst sowie das Segment Solutions Dienstleistungen im Bereich Wohngesundheit, Prozesseffizienz und Ressourcenschutz anbietet. Für die unterjährige Fernauslesung haben wir die dahinterliegenden Prozesse maßgeblich verändert und damit die Basis für weitere Produkte und Services für unsere Kunden gelegt. Diese umfasst beispielsweise die seit Januar 2022 in Deutschland verpflichtende monatliche Verbrauchsinformation. Durch die integrierte Abrechnung, einem Service des Techem Energy Services Tochterunternehmens bautec, erreichen wir eine weitere Senkung der Prozesskosten speziell für größere Immobilieneigentümer und -verwalter. Hier bieten wir die Vor- und Nachbereitung der Abrechnung direkt im ERP-System (Enterprise Ressource Planning) des Kunden an. Diese Leistung aus einer Hand soll zu Prozessvereinfachungen sowohl beim Kunden als auch bei Techem führen. Weiterhin forcieren wir die Prozessintegration mittels unseres Data Exchange Services (DXS). Anders als im klassischen Datentauschverfahren, integrieren wir die Prozesse des Kunden mit unseren Prozessen. Die digitale Kollaboration reduziert die Prozesskosten sowie die Durchlaufzeiten, erhöht die Qualität und erzeugt Kundenbindung. Ein weiterer Baustein sind Rauchwarnmelder-Services. Das heißt die Kombination aus der Installation funkfernauslesbarer Rauchwarnmelder und der regelmäßigen Funkferninspektion sowie bei Bedarf dem unmittelbaren Austausch defekter Geräte. Die neue digitale Infrastruktur über Fernablesung ermöglicht eine kontinuierliche Geräteüberwachung und damit eine deutlich erhöhte Sicherheit im Vergleich zur gesetzlich vorgeschriebenen Funktionsprüfung einmal im Jahr. Der Rauchwarnmelder-Service wird zukünftig weiter ausgebaut, z.B. wird eine Kohlenmonoxiderkennung (CO-Detektion) und ein Hitzesensor für Anwendung in der Küche implementiert. Weiterhin wird ein Klima-Service angeboten. Dieser fördert ein gesundes Wohnklima und trägt zur Vermeidung von Schimmelbildung bei. Abgerundet wird das Serviceportfolio des Segments Energy Services durch die in vielen Mehrfamilienhäusern regelmäßig durchzuführende Legionellenprüfung. Zum Segment Energy Services zählt ebenfalls das Auslandsgeschäft von Techem. Der Fokus liegt hier weiterhin auf den bereits erschlossenen Märkten. Dort sind die makroökonomischen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben, um die verbrauchsabhängige Abrechnung mit Energiemanagement-Lösungen anzubieten. Die Verabschiedung der Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union (EED) verpflichtet die EU-Mitglieder, nationale Verordnungen für die verbrauchsabhängige Abrechnung einzuführen. Die Umsetzungsfrist läuft Ende 2026 aus. Ein strategisches Ziel der nächsten Jahre ist im Einklang mit der Umsetzung der EED in den EU-Ländern der weitere Ausbau unserer Auslandsaktivitäten. Beispielsweise wurde in Spanien die EED-Gesetzgebung bereits im August 2020 verabschiedet, die Umsetzung hat sich allerdings coronabedingt verzögert, wodurch sich das ursprünglich geplante Wachstum zeitlich verzögert. Auch in Polen wurden die Vorgaben der EED zum 9. Dezember 2021 als Verordnung in nationale Regularien überführt. Dort beobachten wir eine gestiegene Nachfrage der Kunden nach thermostatischen Ventilen und Heizkostenverteilern. In Frankreich wurden inzwischen die nationalen Regelungen zur Umsetzung der EED verabschiedet. Insgesamt beabsichtigen wir im Bereich der Verbrauchserfassung und -abrechnung den kontinuierlichen Ausbau der installierten Basis von Geräten sowie unserer Marktanteile in allen unseren Auslandsmärkten. Auch ist die Steigerung der Servicequalität und Effizienz als kontinuierlicher Prozess im Unternehmen vorgesehen. Wir streben hier, insbesondere durch stärkere Digitalisierung, eine ständige Verbesserung der Servicequalität sowohl für unsere Kunden als auch für deren Mieter an. Energy Efficiency Solutions Mit der Techem Solutions GmbH entwickelt Techem - basierend auf der digitalen Infrastruktur der Techem Energy Services GmbH - zukunftsweisende Lösungen für Liegenschaften und Quartiere. Um die energieeffiziente Versorgung von Immobilien voranzutreiben und die digitale Energiewende im Gebäudebereich umzusetzen, setzt das Unternehmen im Rahmen von Quartierskonzepten auf integrierte Versorgungslösungen, die eine effiziente Erzeugung sowie perspektivisch die Dekarbonisierung durch überwiegend regenerative Energiequellen verbinden. Dazu bietet das Segment Energy Efficiency Solutions privaten und öffentlichen Immobilieneigentümern, Vermietenden, Genossenschaften sowie Bauträgern und Projektentwicklern die Planung, den Bau sowie Finanzierung und Betrieb von Energieerzeugungsanlagen über Contracting-Modelle (konventionell, wie Heizöl- oder Erdgaskessel, und verstärkt auch regenerativ) an. Ein erweitertes Verbrauchsmonitoring ermöglicht die Ermittlung von Einsparpotenzialen und Effizienzmaßnahmen. Die maßgeschneiderten Versorgungslösungen, auch für komplexe Immobilien, Wohnquartiere und Gewerbe, inkludieren darüber hinaus zu einem noch kleinen Teil auch immer mehr Lösungen zur Wasseraufbereitung, Ladestrom für E-Mobilität und Mieterstrom. Neue Aufträge konnten im Berichtszeitraum im Wesentlichen im Neubaubereich realisiert werden. Bei Bestandsimmobilien der Wohnungs- und Gewerbewirtschaft wirken sich die hohen Energiepreise allerdings stark dämpfend auf das Neugeschäft aus, jedoch beobachten wir ein gestiegenes Kundeninteresse an der Erarbeitung von Lösungen zur Reduzierung des Energiebedarfs. Da sich bei neu zu erschließenden Wohnquartieren und Gewerbeimmobilien meist Projektzeiträume über mehrere Jahre ergeben, wird der akquirierte Auftrag in voller Höhe erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt umsatzwirksam. Im Berichtszeitraum sind die Energiepreise stark angestiegen und führen somit zu deutlichen Veränderungen der Einkaufspreise und Umsätze. Die konsequente Weiterführung der Digitalisierung und Optimierung unserer Geschäftsprozesse hat im Berichtszeitraum zu weiteren Kosteneinsparungen beigetragen. Die Weiterentwicklung unserer Portal- und Leitstandslösungen für den Betrieb von Heizungs- und Energieanlagen ist dabei eines der Kernelemente unserer technologischen Entwicklung. Diese erlauben uns eine Darstellung und Analyse aktueller - also auch unterjähriger - und zurückliegender Verbräuche der Liegenschaften sowie der relevanten aktuellen Energieeffizienz-Parameter der von uns betreuten Anlagen. Dadurch ist ein frühzeitiges Eingreifen bei Auffälligkeiten im Energie- und Ressourcenverbrauch möglich, wodurch dauerhafte und nachhaltige Endenergieeinsparungen und damit einhergehende CO 2-Emissionsvermeidungen für unsere Kunden erreicht werden sollen. Nach unserer Überzeugung profitieren die Kunden dabei unter anderem von spürbaren Entlastungen bei Investition und Finanzierung sowie Aufwand beim Betrieb. Die Verbrauchs- und Energiekostentransparenz führt nach unseren Untersuchungen zu Energiekostenreduzierung sowie einem klimafreundlicheren Immobilienbetrieb und damit optimaler Versorgungssicherheit dank präventiver Wartungsmaßnahmen und 24/7-Service. 1.4. Digitale Infrastruktur Techem steuert seine IT-Prozesse über eine zentralisierte, integrierte IT-Infrastruktur und verwendet sowohl selbst entwickelte Softwareanwendungen als auch am Markt erhältliche Standard-Softwareanwendungen, die i.d.R. auf die Bedürfnisse der Techem angepasst wurden. Durch den Einsatz interner Mitarbeitender und externer Partner wird moderne Individualsoftware für neue und deutlich weiterentwickelte digital-gestützte Produkte realisiert. Hierfür werden bestehende Systeme stufenweise modernisiert und zunehmend die Microsoft Technologie mit der Azure Cloud verwendet. Im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T implementieren wir seit 2019 eine fernauslesbare Ableseinfrastruktur auf Basis moderner Cloud-Technologien. Sie ermöglicht die flächendeckende Umstellung auf Funksensoren und Smart Reader für die Fernablesung unserer Mess- und Steuerungstechnik und die Ausweitung des Einsatzes zur Energieeffizienzsteigerung und CO 2-Vermeidung. Die Plattformlösung setzt dabei konsequent auf die Kombination der stationären Ablesung der Techem radio4- oder OMS-Endgeräte mit der zunehmend fernauslesbaren Infrastruktur, die derzeit auf den Kommunikationsstandards GPRS (General Packet Radio Services) oder zukünftig LTE NB IoT (Long-Term Evolution Narrowband Internet of Things) basiert sowie cloudbasierte Dienstleistungen. Bis Ende September 2022 wurden bereits über 351.510 Smart Reader installiert, die 16.699.305 Digitale Zähler und 3.993.591 Rauchwarnmelder empfangen. Ein wichtiger Schritt ist der erweiterte Rollout der neuen Fernausleseinfrastruktur, in dem auch die Bestandsliegenschaften sukzessive mit radio4-Endgeräten ausgestattet und auf die neue Fernausleseinfrastruktur umgestellt werden. Die Anbindung an unsere skalierbaren IT-Plattformen gibt uns die Möglichkeit, Daten zeitnah zu verarbeiten und Geschäftsvorgänge für und mit unseren Kunden effizient und fehlerfrei abzuwickeln. Durch Anwendung von Cloud-Technologie stellen wir eine leistungsfähige Basis für zukünftige digitale Services sicher. Die neue Fernausleseinfrastruktur ist damit nicht nur die Grundlage für eine ökonomische Einhaltung der EED-Anforderungen bei der monatlichen Bereitstellung von Verbrauchsdaten, sondern ermöglicht ein systematisches und kontinuierliches Monitoring der Infrastruktur von der Ausstattung bis zur Serviceerbringung. Sie bietet durch einen automatisierten, hocheffizienten Datenfluss nicht nur Ansatzpunkte für unterjährige Services, sondern Möglichkeiten zu Optimierungen aller Customer Touch Points und der Customer Experience. Im letzten Winterkundendienst konnte bereits in mehr als einem Drittel der Liegenschaften der Ableseprozess aus der Ferne durchgeführt werden. Neben der damit verbundenen Kosteneinsparung für die physische Ablesung konnten Geschwindigkeit und Qualität der Daten auf ein gänzlich neues Niveau gehoben werden: So stehen bei der der digitalen Ablesung nach nur 7 Tagen über 70 Prozent der Ablesewerte abrechnungsfähig zur Verfügung, wohingegen das bei konventioneller Ablesung momentan ca. 20 Prozent sind. Ebenfalls liefern wir seit Anfang des Jahres die monatlichen Verbrauchinformation zuverlässig und EED-konform für momentan über 1,3 Mio. Nutzeinheiten. Aufbau und Nutzung der digitalen Infrastruktur lassen sich unter dem Dach eines neuen, kundenorientierten Operating Model, das auf drei zentralen Säulen - klare, aussagekräftige KPIs, konsistente End-to-end Steuerung sowie einer ganzheitlichen Status- und Prozesstransparenz - beruht, prozessual klar in den Ausstattungsprozess und die Serviceerbringung gliedern. Mit diesem zielt Techem nicht nur auf Wachstum durch eine verbesserte Customer-Experience, sondern auch auf Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen ab. Unter den Ausstattungsprozess fallen Kundengewinnung, die Supply-Chain zur Sicherung der Materialverfügbarkeit ausreichender Mess- und Erfassungsgeräte sowie die Montage der Geräte. Zur Serviceerbringung zählen das Kundenmanagement, die Ablesung der Messdaten und alle darauf basierenden Services, wie etwa die Abrechnung. Für beide Teile hat Techem ein klares Leistungsversprechen und das Ziel, Ausstattung und Service-Erbringung zuverlässig in der vereinbarten Zeit und Qualität umzusetzen. Gleichzeitig nutzt Techem die Digitalisierung für die Verbesserung und Integration der Abläufe im Sinne der permanenten Service-Optimierung für die Kunden. Ziel ist es dabei, den Kunden einen laufenden Überblick über alle Prozessschritte und deren aktive Steuerung zu geben, um Nachfragen seitens des Kunden überflüssig zu machen.
1.5. Produktinnovationen Unser Produktportfolio konnten wir in diesem Jahr auf Basis unserer neuen digitalen Infrastruktur u.a. mit starken Partnern ausbauen. Damit adressieren wir die wachsenden gesetzlichen Vorgaben sowie die Anforderungen unserer Kunden, die sich aus der Energiewende ergeben und ermöglichen der Immobilienwirtschaft, die Chancen der Digitalisierung umfassend zu nutzen. Seit Anfang Januar 2022 ist die monatliche Verbrauchsinformation bei Neuanlagen und Neuausstattung von Bestandsobjekten in Deutschland verpflichtend. Sie fördert Transparenz über den eigenen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser sowie die Möglichkeit, diesen mit den eigenen Vormonats- und Vorjahreswerten oder auch Werten eines Durchschnittshaushaltes zu vergleichen. Mietende, deren Wohngebäude über fernablesbare Zähler verfügen, erhalten so einen regelmäßigen Einblick in ihren Energieverbrauch. Techem bietet seinen Kunden seit Februar 2022 für den jeweiligen Vormonat diesen Service an und hat diesen Stand Ende des Geschäftsjahrs für 1,4 Mio. Nutzeinheiten bereitgestellt. Unsere Kunden haben die Möglichkeit, die aufbereiteten Verbrauchsdaten datenschutzkonform in ihrem eigenen ERP-System zu nutzen und weiterzuverarbeiten. Dazu binden wir unterschiedliche ERP-Systeme über Schnittstellen an. Zudem stellen wir Mietenden im Auftrag unserer Kunden in einem Online-Portal die monatliche Verbrauchsvisualisierung direkt zur Verfügung. Seit dem Frühjahr 2022 bieten wir ausgewählten Pilotkunden den neuen, vollständigen digitalen Abrechnungsservice "Abrechnung Direkt" an. Hier beauftragen Kunden die Abrechnung nicht wie bisher über ein Erfassungsportal oder Papier, sondern erhalten nach der Eingabe ihrer Daten im Online-Portal die fertige Abrechnung quasi in Echtzeit. Die Techem Solutions GmbH bündelt seit dem 1. Oktober 2020 die auf dem Smart Metering fußenden Produkte im Bereich Energieeffizienz. Dank eines digitalen, gebündelten Messwesens versteht und lenkt Techem das komplexe Energiesystem einzelner Gebäude - vom Keller bis in das einzelne Thermostat der Wohnungen - und auch kompletter Quartiere. Optimierungspotenziale in Gebäudephysik oder -technik werden transparent, Schwachstellen aufgedeckt und der energetische Zustand der Immobilie dargestellt. Auf Basis von Datenanalysen und -benchmarks lassen sich so umfassende Konzepte für die Modernisierung einzelner Gebäude aber auch von Quartieren, beim Neubau und im Bestand, mit geringinvestiven Maßnahmen erstellen und umsetzen. Seit dem Frühjahr 2021 bietet Techem ein an Eigentümer und Betreiber von Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeimmobilien gerichtetes EV Charging-Angebot an, das die Installation und den Betrieb von Ladesäulen mit einem dahinterliegenden Service für die Abrechnung des individuell verbrauchten Stroms verbindet. Hierbei arbeitet Techem mit einem namenhaften Softwarespezialisten für E-Mobility-Lösungen, führenden Herstellern von Ladestationen (Hardware) sowie regionalen und überregionalen Dienstleistern für Elektroinstallationen und baulichen Maßnahmen zusammen. Ebenfalls seit Frühjahr 2021 bietet Techem den spartenübergreifenden Messstellenbetrieb an, der neben dem Submetering von Wärme und Warmwasser in Wohnungen auch die digitale Verbrauchserfassung von Strom, Gas und seit diesem Jahr auch Fernwärme auf Gebäudeebene umfasst. Diese als Smart Metering bezeichnete Bündelung der Erfassung von Energieflüssen ist eine notwendige Voraussetzung für die ganzheitliche Analyse und Steuerung fossiler und regenerativer Energieversorgungslösungen. Durch das Smart Metering erschließt sich Techem eine weitere Wachstumsoption, baut die Wertschöpfung durch eine konsequente Digitalisierung in den Gebäuden weiter aus und etabliert sich als universeller, wettbewerblicher Messstellenbetreiber. Die Entwicklung solcher und anderer neuer Produkte - von der Idee bis zur Einführung - erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Bereichen "Device Development", "Technology Solutions", "Techem Research Institute on Sustainability (TRIOS)" "Strategisches Business Development", dem "Produktmanagement", "Digital" und der Techem X GmbH. Darüber hinaus unterstützen die genannten Techem Bereiche einige deutschlandweite Forschungsvorhaben. Anfang des Jahres wurde der Bereich "Forschung und Entwicklung" aufgeteilt in die Bereiche Device Development, Technology Solutions und das neu gegründete Techem Research Institute on Sustainability (TRIOS). Dieses wurde gegründet, um der zunehmend wachsenden Bedeutung von ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance; Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) im Unternehmen Rechnung zu tragen. Hier werden sämtliche Aktivitäten zur Nachhaltigkeitsforschung und den Belangen des Nachhaltigkeitsmanagements gebündelt sowie der Dialog und Partnerschaften mit gesellschaftlichen Stakeholdern, wissenschaftlichen Einrichtungen und Gremien verantwortet. Zu den wesentlichen Aufgaben von TRIOS gehören darüber hinaus Datenauswertungen und die Entwicklung mathematisch-statistischer Modelle für die Erzeugung und Analyse von Verbrauchs- und CO 2-Kennzahlen, die sich aus den anonymisierten Verbrauchszahlen ableiten lassen und geeignet sind, den energetischen Zustand von Gebäuden zu beurteilen. Außerdem ist TRIOS für die Entwicklung und Steuerung des Techem-Dekarbonisierungsplanes zuständig. Die ständige Weiterentwicklung und technische Verbesserung bestehender End- und Systemgeräte, die Entwicklung und Weiterentwicklung hoch verfügbarer Lösungen für die funkbasierte Fernablesung oder die funkgestützte Überwachung von Rauchwarnmeldern sowie die Sicherstellung einer hohen Fertigungsqualität und die Einhaltung der normativen bzw. metrologischen Anforderungen für alle Techem Gerätetypen wird als Kernaufgabe durch den Bereich Device Development verantwortet. Im Device Development werden Gerätetechnologien sowie die End- und Systemgeräte für die Verbrauchserfassung, Rauchdetektion (Rauchwarnmelder) und für die automatisierte und durchgängig digitalisierte stationäre Fernablesung (digitale Infrastruktur) sowie für die Fernüberwachung von Heizungsanlagen entwickelt. Bei Technology Solutions im Bereich Techem Solutions werden Lösungen zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung und CO 2-Vermeidung, Verfahren und Algorithmen für die Effizienzsteigerung von Heizungsanlagen sowie für die Erhöhung der Gebäudesicherheit und den Erhalt der Gebäudesubstanz grundlegend erarbeitet und entwickelt. Weitere Aufgaben von Technology Solutions sind die Entwicklung von modell- und datengetriebenen Verfahren für die Digitalisierung der Wärmekette im Gebäude und für die Betriebsoptimierung von Heizungsanlagen sowie die Entwicklung der mathematisch-statistischen Modelle und die Datenauswertung für die Erzeugung von Energie- und CO 2-Kennzahlen, die sich aus den anonymisierten Verbrauchszahlen ableiten lassen und wichtige Kenngrößen zur Beurteilung des energetischen Zustandes von Gebäuden darstellen. Im Bereich "Strategisches Business Development" werden u.a. neue Geschäftsmodelle entwickelt sowie neuartige Technologiekomponenten von Property Technology (PropTech) Unternehmen für die sogenannte digitale Wärme- und Wasserkette im Gebäude, einem niedriginvestiven, ganzheitlichen Energieeffizienzprodukt, erforscht und erprobt. Dies erfolgt in Kooperation mit Universitäten, internen Forschungsprojekten mit Innovationspartnern sowie durch die Erprobung dieser Technologie in Kundenstudien. Der Bereich arbeitet aktiv mit Kunden zusammen, um zukünftige Bedürfnisse und neue Geschäftsfelder sowie potentielle Partner zu identifizieren und zu adressieren. Der Bereich "Produktmanagement" entwickelt dafür auf Basis der Kundenbedürfnisse, Marktentwicklung, Geschäftsanforderungen und Unternehmensstrategie das Produktportfolio und die Produkt-Roadmap für die Techem Gruppe, steuert End-to-end die Umsetzung der Produkte sowie deren zielgruppenspezifische Customer Journey. Er verantwortet die Produkte und deren Erfolg über den kompletten Lebenszyklus. Der Bereich "Digital" fokussiert eine schnelle und flexible Massendatenverarbeitung, um neue digitale Produkte zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt ist die Digitalisierung der Abrechnungsservices mit erhöhter Frequenz und Online-Service für die Kunden im Kerngeschäft. Ergänzend werden neue IT-Lösungen für Energieeffizienz, Messstellenbetrieb und EV Charging realisiert und integriert. Die Techem X wurde, als Inkubator für digitale Produkte und Dienste, vor rund zwei Jahren aufgesetzt, um die das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das kontinuierlich wachsende Team unterstützt die operativen Einheiten bei der Weiterentwicklung der kerngeschäftsnahen Dienste, wie z.B. dem EED-Angebot, genauso wie bei sehr grundsätzlichen Digitalisierungs- und Automatisierungsaufgaben. Die Methoden, Werkzeuge sowie die Arbeitsumgebung werden direkt von unterschiedlichen Kunden genutzt und partnerschaftlich vor Ort gearbeitet; sei es an neuen Infrastrukturkomponenten oder an Dienstleistungen über Portale und Mobile-Apps. In diesem Geschäftsjahr ist für Produktinnovationen in diesen Bereichen ein Gesamtaufwand von 20,4 Mio. EUR für Produktkosten, produktbezogene Leistungen, Personalaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen angefallen. In diesem Zeitraum wurden Entwicklungskosten von 21,6 Mio. EUR aktiviert. In diesen Bereichen arbeiteten im Berichtszeitraum etwa 245 Mitarbeiter. 1.6. Personal Zum Stichtag 30. September 2022 waren im Konzern 4.176 Mitarbeiter beschäftigt (ohne assoziierte Unternehmen). Somit ist der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr (3.862) um 8,49 Prozent angestiegen. Treiber waren vor allem zusätzliche Einstellungen für die Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie für unsere Energieeffizienz-Agenda und M&A-Aktivitäten. Ein wichtiges Feld der Personalpolitik von Techem ist die Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Dieser setzte sich im Geschäftsjahr 2022 aus 57 Auszubildenden und 15 Studierenden eines dualen Hochschulstudiengangs zusammen, die zum 30. September 2022 an acht deutschen Standorten beschäftigt waren. In Kooperation mit der DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) in Mannheim, Stuttgart und Karlsruhe sowie der hda (Hochschule Darmstadt) ermöglichen wir dabei sieben Bachelor of Arts-Studiengänge, unter anderem für Accounting & Controlling, Immobilienwirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Angewandte Informatik oder Gebäude und Systemtechnik. Außerdem bieten wir IHK-Ausbildungen an, unter anderem die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement und zum/zur Fachinformatiker*in (SI). Neben der Ausbildung ist die Weiterbildung, die wir im Rahmen unserer Techem Academy konsequent mit digitalem Fokus verfolgen, ein wichtiges Tätigkeitsfeld, um die Qualifikation der Mitarbeiter weiterzuentwickeln und den sich verändernden Anforderungen an eine neue, zunehmend digitale Arbeitswelt anzupassen. Daher haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreich in die Schulung unserer Belegschaft investiert. Den Mitarbeitenden standen deutschlandweit 456 interne Kursangebote zur Verfügung. Davon wurden 325 (71,3%) asynchron absolviert, d.h. orts- und zeitunabhängig. Die übrigen 131 Lernmaßnahmen wurden synchron absolviert, d.h. ein Trainer hat die Maßnahme live durchgeführt, vor Ort oder online. Mit STEP (Systematisches Techem Entwicklungsprogramm) bieten wir unseren identifizierten Potenzialträgern ein systematisches Entwicklungsprogramm an. Dieses bereitet sie strukturiert auf eine zukünftige Führungs- oder Expertenrolle vor. 1.7. Nachhaltigkeit Als international agierende Gruppe bekennt sich Techem zur Nachhaltigkeit und den 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Unserem Handeln liegt ein ganzheitliches Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, das den Schutz von Klima und Umwelt, einen Beitrag zur Gesellschaft und eine ethische Unternehmensführung umfasst (Environment, Social, Governance, ESG). Im Jahr 2020 haben wir unter Einbindung von circa 500 internen und externen Stakeholdern im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse unsere ESG-Fokusthemen erarbeitet. Diese war die Basis für die Ableitung des Techem Handlungsfeldmodells und unserer ESG-Ziele. Durch die Definition konkreter Schritte geben wir Mitarbeiter und externen Stakeholdern die Möglichkeit, uns beim Thema Nachhaltigkeit zu begleiten. Der zweite Techem Nachhaltigkeitsbericht wurde im Juli 2022 veröffentlicht und stellt den Techem Dekarbonisierungsplan nach dem anerkannten Net Zero Standard der Science Based Targets initiative (SBTi) vor. Weiterhin beinhaltet der Nachhaltigkeitsbericht einen Diversitätsfahrplan, mit dem Vielfalt und Inklusion bei Techem gestärkt werden soll. Zudem konnten wir gruppenweit einen einheitlichen Rahmen für unsere ESG-Kennzahlen schaffen und mit diesem Bericht den Geltungsrahmen der Berichtsinformationen auf die gesamte Techem Gruppe ausweiten. Sie beziehen sich daher, soweit nicht anders beschrieben, auf alle deutschen und internationalen Geschäftseinheiten der Techem Gruppe. Zur Sicherstellung der Qualität unserer Berichterstattung erfolgte eine freiwillige externe Prüfung mit begrenzter Sicherheit (limited assurance) für ausgewählte Kennzahlen des Nachhaltigkeitsberichts. Unsere Schwerpunkte und Ziele im Fokus Wir bündeln unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten in den drei Schwerpunkten "Für Klima und Umwelt", "Für den Einzelnen und die Gemeinschaft" und "Für ethisches Geschäftsverhalten" denen insgesamt sieben Techem Handlungsfelder zugeordnet sind. Gemeinsam bilden sie das Gerüst für unser Nachhaltigkeitsprogramm.
Schwerpunkt: Für Klima und Umwelt Mit digitalen Produkten und Lösungen verbessert Techem die Energieeffizienz in Gebäuden und vermeidet durch den Einsatz regenerativer Energiequellen in Heizungsanlagen CO 2-Emissionen. Damit leisten wir einen positiven Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutzplan 2050. Auch im eigenen Betrieb ergreifen wir Maßnahmen für mehr Ressourcenschutz und reduzieren Klimaauswirkungen in den eigenen Betriebsabläufen. Dazu zählt auch, unsere Geräte entlang ihres Produktlebenszyklus zu optimieren. Schwerpunkt: Für den Einzelnen und die Gemeinschaft Techem schafft Mehrwert für Mitarbeiter, Kunden und die Gesellschaft. Dazu gehört ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeiter die bestmögliche Aus- und Weiterbildung erhalten, individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden und Vielfalt als Bereicherung verstanden wird. Kunden und Mitarbeiter werden von Techem in ihren Anliegen ernst genommen und profitieren von einem schnellen, unbürokratischen Service sowie von Lösungen für mehr Wohngesundheit. Ein übergeordneter Beitrag für die Gesellschaft entsteht durch Forschung und Entwicklung zu smartem und klimaneutralem Wohnen, erfolgreiche Partnerschaften und Kooperationen sowie unsere führende Rolle bei der Sensibilisierung der Gesellschaft für ressourcenschonendes Verhalten. Schwerpunkt: Für ethisches Geschäftsverhalten Basis für unser Handeln sind eine moderne, werteorientierte Unternehmenskultur und eine verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. Dazu zählen der faire Wettbewerb, eine transparente Preispolitik und ethisches Verhalten, bei dem Gesetze eingehalten und Korruption vermieden wird. Der Austausch mit der Politik erfolgt fair, transparent und faktenbasiert. Höchste Standards gelten bei uns auch in Bezug auf die Sicherheit von Kunden- und Mieterdaten. Der wertschätzende Umgang mit den Mitarbeitern sowie ihre Schulung für ein faires Verhalten bilden das Fundament. Unsere Verantwortung erstreckt sich auch auf unsere Subunternehmer, Lieferanten und Vertragspartner, die wir zur Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsstandards in der Lieferkette anhalten und durch Audits überprüfen. 2. WirtschaftsberichtDie wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und seiner Segmente werden mithilfe von finanziellen Kennzahlen gesteuert. Die steuerungsrelevanten finanziellen Kennzahlen sind Umsatz und EBIT/EBITDA, wobei wir der Überzeugung sind, dass die Kennzahl EBIT die Kapitalintensität unseres Geschäftes am besten reflektiert. Nach der im Vorjahr berichteten finanziellen Kennzahl Free Cashflow wird seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 nicht mehr gesteuert. Als eine weitere steuerungsrelevante Kennzahl im Segment Energy Services dient die Churn-Rate. Die Churn-Rate entspricht dem Rückgang des Gerätebestandes im Berichtszeitraum auf Basis des Bestandsgeschäfts. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden zur weiteren Verbesserung der Marktposition im Kundensegment Privatkunden einige kleinere Messdienstleistungsunternehmen in Deutschland und eins in Italien erworben. 2.1. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung
Die Treiber hinter EBIT/EBITDA sind mit Ausnahme der Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte dieselben. In den folgenden Punkten werden diese Zahlen weiter erläutert. Umsatz Umsatz nach Segmenten
Umsatz nach Regionen
Der Anteil der Umsätze, der in Deutschland im Berichtszeitraum erwirtschaftet wurde, beträgt 76,3 Prozent (Geschäftsjahr 2020/2021: 76,4 Prozent). Der Konzernumsatz des Berichtszeitraums beträgt 899,6 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 818,6 Mio. EUR). Damit wurde der prognostizierte moderat steigende Umsatz deutlich erfüllt. Das Segment Energy Services weist dabei Außenumsätze von 758,5 Mio. EUR aus (Geschäftsjahr 2020/2021: 720,7 Mio. EUR). Davon entfallen 545,7 Mio. EUR auf den Bereich Energy Services Deutschland (Geschäftsjahr 2020/2021: 527,6 Mio. EUR). Die verbleibenden Umsätze dieses Segments von 212,8 Mio. EUR wurden im Ausland erzielt (Geschäftsjahr 2020/2021: 193,1 Mio. EUR). Damit wurde im Segment Energy Services der prognostizierte moderat steigende Umsatz erfüllt. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen das starke Kerngeschäft im In- und Ausland bei einer weiter verbesserten Churn-Rate sowie ein verstärkter Auftragseingang. Das Segment Energy Efficiency Solutions verzeichnet Umsatzerlöse von 141,1 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 97,9 Mio. EUR). Damit wurde der prognostizierte stabile Umsatz deutlich übererfüllt. Der Grund dafür liegt insbesondere in höheren Arbeitspreisumsätzen durch die gestiegenen Energiepreise. EBIT/EBITDA Das EBIT des Geschäftsjahres 2021/2022 beträgt 198,2 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 114,0 Mio. EUR). Davon entfallen 189,0 Mio. EUR auf das Segment Energy Services (Geschäftsjahr 2020/2021: 121,9 Mio. EUR) und 9,2 Mio. EUR auf das Segment Energy Efficiency Solutions (Geschäftsjahr 2020/2021: -7,9 Mio. EUR). Damit wurde das prognostizierte stark steigende EBIT im Segment Energy Services erreicht. Ursächlich dafür ist das starke Kerngeschäft im In- und Ausland bei einer weiter verbesserten Churn-Rate, die zu einer Anpassung der Nutzungsdauern der Kundenbeziehungen und damit zu reduzierten Abschreibungen auf diese (51,6 Mio. EUR) geführt hat. Des Weiteren ist ein verstärkter Auftragseingang ursächlich. Das prognostizierte deutlich steigende EBIT im Segment Energy Efficiency Solutions wurde ebenfalls erfüllt. Die Gründe hierfür liegen in höheren Arbeitspreisumsätzen. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2021/2022 beträgt 395,1 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 354,4 Mio. EUR). Damit wurde das prognostizierte stark steigende EBITDA erreicht. Davon entfallen 373,1 Mio. EUR auf das Segment Energy Services (Geschäftsjahr 2020/2021: 348,6 Mio. EUR) und 22,0 Mio. EUR auf das Segment Energy Efficiency Solutions (Geschäftsjahr 2020/2021: 5,9 Mio. EUR). Damit wurde das prognostizierte moderat steigende EBITDA im Segment Energy Services erreicht. Ursächlich dafür ist das starke Kerngeschäft im In- und im Ausland. Das prognostizierte deutlich steigende EBITDA im Segment Energy Efficiency Solutions wurde erfüllt. Die Gründe hierfür liegen in einer verbesserten Arbeitspreismarge. Im aktuellen Berichtszeitraum sind EBIT und EBITDA jeweils signifikant durch Sondereinflüsse im mittleren zweistelligen Mio.-Bereich geprägt. Sie betreffen im Wesentlichen das Segment Energy Services. Es handelt sich bei den Sondereinflüssen überwiegend um Beratungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwand im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T. Im Geschäftsjahr 2020/2021 war das EBITDA signifikant durch Sondereinflüsse im hohen zweistelligen Mio.-Bereich geprägt. Sie betrafen ebenfalls im Wesentlichen das Segment Energy Services. Es handelte sich bei den Sondereinflüssen überwiegend um Beratungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwand im Rahmen des Wertsteigerungsprogramms ENERGIZE-T. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag des Konzerns liegt bei 15,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/2022. Im Geschäftsjahr 2020/2021 betrug der Jahresfehlbetrag 83,4 Mio. EUR. Die Finanzerträge belaufen sich auf 14,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/2022 und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten (11,2 Mio. EUR) und Wechselkursgewinne aus Intercompany Darlehen (2,2 Mio. EUR). Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich um Zinsswaps. Der Begriff "Sicherungsinstrument" wird im Konzernlagebericht nicht im Sinne des IFRS 9 verwendet, sondern es wird auf eine rein ökonomische Betrachtungsweise abgestellt. Im Geschäftsjahr 2020/2021 betrugen die Finanzerträge 13,3 Mio. EUR. Hauptsächlich bestanden diese aus Erträgen aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten (11,4 Mio. EUR) und Wechselkursgewinnen aus Intercompany Darlehen (1,3 Mio. EUR). Die Finanzierungsaufwendungen belaufen sich auf 202,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021/2022 und beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwand in Höhe von 199,5 Mio. EUR (vgl. Abschnitt "Kapitalstruktur"). Davon entfallen 103,3 Mio. EUR auf Zinsaufwand gegenüber Dritten und 96,2 Mio. EUR auf Zinsaufwand aus Gesellschafterdarlehen. Im Geschäftsjahr 2020/2021 betrugen die Finanzierungsaufwendungen 200,8 Mio. EUR, im Wesentlichen bestehend aus 199,6 Mio. EUR Zinsaufwand. Davon entfielen 109,0 Mio. EUR auf Zinsaufwand gegenüber Dritten und 90,6 Mio. EUR auf Zinsaufwand aus Gesellschafterdarlehen. Bei den Ertragsteuern wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand von 26,2 Mio. EUR erfasst. Dabei steht ein Aufwand aus Ist-Steuer von 45,6 Mio. EUR einem latenten Steuerertrag von 19,4 Mio. EUR gegenüber. Im Geschäftsjahr 2020/2021 war bei den Ertragssteuern in Summe ein Aufwand von 10,5 Mio. EUR erfasst worden, bestehend aus einem Aufwand aus Ist-Steuer von 34,8 Mio. EUR und einem latenten Steuerertrag von 24,3 Mio. EUR. 2.2. Vermögenslage Konzernbilanz
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% gestiegen. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich in Summe um 32,1 Mio. EUR. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind um 12,4 Mio. EUR gesunken. Diese Abnahme resultiert im Wesentlichen aus der der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten (-20,5 Mio. EUR), Investitionen (-151,1 Mio. EUR), der Ausreichung eines Darlehens an die Gesellschafter (-9,3 Mio. EUR), der Erwerb vollkonsolidierter Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel (-59,8 Mio. EUR) sowie die gezahlten/erhaltenen Zinsen (-90,3 Mio. EUR). Gegenläufig ist der Nettozahlungsmittel-Zufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (+309,4 Mio. EUR) sowie aus der Veränderung der Finanzverbindlichkeiten (+6,1 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 31,4 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich dafür sind hauptsächlich höhere abgegrenzte und fakturierte Forderungen aufgrund der Energiepreisentwicklung im Segment Energy Efficiency Solutions. Des Weiteren sind als Reaktion auf die Lieferengpässe die Vorräte um 8,3 Mio. EUR angewachsen (vgl. Abschnitt "Beschaffungsrisiken" im Chancen- und Risikobericht). Das langfristig gebundene Vermögen ist in Summe um 77,2 Mio. EUR gestiegen. Mess- und Regeltechnik ist um 19,4 Mio. EUR angestiegen. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Zugänge von 83,6 Mio. EUR sowie Veränderungen im Konsolidierungskreis von 15,0 Mio. EUR. Gegenläufig wurden Abschreibungen von 78,7 Mio. EUR erfasst. Die Sachanlagen haben sich um 14,3 Mio. EUR erhöht. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Zugänge von 28,2 Mio. EUR sowie Veränderungen im Konsolidierungskreis von 1,0 Mio. EUR. Gegenläufig wurden Abschreibungen von 14,4 Mio. EUR erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte und Nutzungsrechte haben sich um 33,5 Mio. EUR erhöht. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 2.291,6 Mio. EUR (30. September 2021: 2.263,8 Mio. EUR), Kundenbeziehungen in Höhe von 1.870,6 Mio. EUR (30. September 2021: 1.870,4 Mio. EUR) sowie die Handelsmarke Techem 215,2 Mio. EUR (30. September 2021: 214,6 Mio. EUR). Die Verringerung der immateriellen Vermögenswerte und Nutzungsrechte ist im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen und gegenläufig durch Investitionen von 39,3 Mio. EUR sowie durch Nettozugänge aus Konsolidierungskreisänderungen (Unternehmenserwerbe) 72,7 Mio. EUR verursacht. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern haben sich um 9,3 Mio. EUR erhöht. Grund dafür ist ein im März 2022 ausgereichtes Darlehen an die Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l., das eine Laufzeit bis 2032 hat. Die ursprüngliche Darlehenssumme betrug 7,3 Mio. EUR, dieser Betrag wurde im August 2022 um 2,0 Mio. EUR aufgestockt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich in Summe um 15,0 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind um 14,1 Mio. EUR gesunken. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen in der verminderten Verbindlichkeit aus der Bewertung der Zinssicherungsinstrumente (-11,2 Mio. EUR). Die Finanzverbindlichkeiten sind um 11,0 Mio. EUR angewachsen, im Wesentlichen bedingt durch eine höhere Ziehung der Revolving Credit Facility im Vergleich zum Vorjahr (+9,3 Mio. EUR). Die Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich um 8,3 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen im höheren zu versteuernden Einkommen der deutschen steuerlichen Organschaft begründet liegt. Die langfristigen Verbindlichkeiten sind zum 30. September 2022 in Summe um 93,9 Mio. EUR höher als zum Vergleichszeitpunkt. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten sind um 9,2 Mio. EUR gestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten per 30. September 2022 bestehen im Wesentlichen aus der Facility B (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 1.118,1 Mio. EUR; 30. September 2021: 1.109,1 Mio. EUR), den Senior Secured Notes (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 1.140,7 Mio. EUR; 30. September 2021: 1.139,3 Mio. EUR) sowie den Senior Notes (Buchwert gemäß Effektivzinsmethode: 357,5 Mio. EUR; 30. September 2021: 356,1 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind um 93,3 Mio. EUR angestiegen, weil die aufgelaufenen Zinsen im März 2022 vertragsgemäß kapitalisiert wurden, wodurch sich die Darlehenssumme entsprechend erhöht hat. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben (+0,4 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag beträgt 15,0 Mio. EUR, gegenläufig beträgt das Sonstige Ergebnis 15,4 Mio. EUR, welches hauptsächlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen sowie versicherungsmathematischen Gewinnen auf Pensionen aufgrund von Zinssatzänderungen resultiert. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert weiterhin 1,6%. 2.3. Finanzlage Kapitalstruktur Die Finanzierung des Konzerns ist durch einen langfristigen syndizierten Kredit, zwei Anleihen (Senior Secured Notes und Senior Notes) sowie einem nachrangigen und unbesicherten Gesellschafterdarlehen gesichert. Der syndizierte Kredit und die Senior Notes wurden im Juli 2018, im Rahmen der Akquisition der Techem Metering GmbH Gruppe, abgeschlossen. Der syndizierte Kredit bestand ursprünglich aus einer Facility B in Höhe von 2.340 Mio. EUR (Laufzeit bis Juli 2025) und einer Revolving Credit Facility (RCF) in Höhe von 275 Mio. EUR (Laufzeit bis Januar 2025). Die Senior Notes hatten ein Ausgabevolumen von 465 Mio. EUR, mit einer Laufzeit bis Juli 2026 und einem Zinssatz von 6%. Im Januar 2019 und im September 2021 sind von dieser Anleihe Volumina von 51,1 Mio. EUR sowie 50,0 Mio. EUR Nominalwert zurückgezahlt worden, und im August 2019 sind 50 Mio. EUR von der Facility B freiwillig zurückgezahlt worden. Des Weiteren sind im Januar 2020 im Rahmen einer Refinanzierung Senior Secured Notes in Höhe von 1.145 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Juli 2025 und einem Zinssatz von 2% emittiert worden. Mit den erworbenen Mitteln wurde die bestehende Facility B in gleicher Höhe getilgt. Das Gesellschafterdarlehen besteht seit dem 26. Juli 2018 und wurde von der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. an die Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH begeben. Dieses Darlehen ist mit 6% verzinst. Die Laufzeit endet im Juli 2033. Die Verbindlichkeit aus dem Gesellschafterdarlehen betrug zum 30. September 2022 1.627,1 Mio. EUR. Zum 30. September 2022 waren die Facility B mit 1.145 Mio. EUR in Barmitteln und die Revolving Credit Facility mit 49,9 Mio. EUR in Barmitteln und 5,0 Mio. EUR für Garantien in Anspruch genommen. Der Verzinsung der Facility B liegt der 6-Monats-EURIBOR zuzüglich einer vom Verschuldungsgrad abhängigen Marge zugrunde. Im Fall eines negativen EURIBOR wird die Marge nicht gemindert. Für die Facility B und die Revolving Credit Facility betrug die Marge bis 28. Juli 2020 2,875% bzw. 2,75%. Bei Reduzierung einer spezifischen Kennzahl (Senior Secured Net Leverage Ratio) kann die Marge der Facility B stufenweise auf bis zu 2,375% bzw. die Marge der Revolving Credit Facility auf bis zu 1,75% sinken. Seit dem 24. August 2022 betragen aufgrund des aktuellsten Senior Secured Net Leverage Ratio Tests die Marge für die Facility B 2,375% und die Marge für die Revolving Credit Facility 1,75%. Im Darlehensvertrag sind bestimmte Grenzwerte für die Senior Secured Net Leverage Ratio definiert. Das Überschreiten dieser Grenzwerte führt zur vorzeitigen Rückzahlung der Facility B in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes eines ebenfalls im Vertrag definierten, um Sondereffekte bereinigten "Überschuss-Cashflow", der jährlich berechnet wird. Zum 30. September 2022 wurden die Senior Secured Notes zu Kursen von 87,982 bzw. 87,811 gehandelt. Dies entspricht Renditen von 6,816% bzw. 6,890%. Die Senior Notes wurden zum gleichen Stichtag zum Kurs von 90,251 gehandelt, was einer Rendite von 9,070% entspricht. Gegen Zinsrisiken hat Techem in 2018 Zinssicherungsgeschäfte in Form von Payer Swap Vereinbarungen mit einem Nominalwert von 1.600 Mio. EUR abgeschlossen. Diese wurden mark-to-market bewertet und hatten zum Stichtag aufgrund ihrer kurzen Restlaufzeit einen geringen negativen Marktwert (0,1 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 165,6 Mio. EUR (30. September 2021: 67,6 Mio. EUR) und Haftungsverhältnisse in Höhe von 0,2 Mio. EUR (30. September 2021: 0,8 Mio. EUR). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Energielieferverträgen. Investitionen Investitionen
Im Berichtszeitraum wurden 151,1 Mio. EUR investiert (Geschäftsjahr 2020/2021: 148,6 Mio. EUR). Davon entfallen 126,2 Mio. EUR auf das Segment Energy Services (Geschäftsjahr 2020/2021: 127,3 Mio. EUR) und 24,9 Mio. EUR auf das Segment Energy Efficiency Solutions (Geschäftsjahr 2020/2021: 21,3 Mio. EUR). Die wesentlichen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten im Berichtszeitraum betreffen die fortgesetzte Entwicklung einer neuen Generation des Rauchwarnmelders als Multisensorgerät mit erweiterten Funktionen sowie die Entwicklung des Smart Service Monitoring (Messinfrastruktur zur umfassenden Transparenz über das Profil einer Liegenschaft). Die wesentlichen Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten im vorangegangenen Berichtszeitraum betrafen die Entwicklung eines skalierbaren "IoT Data Warehouse" mit allen Statusmeldungen, Messwerten und Stammdaten zu den Geräten und Liegenschaften, die Weiterentwicklung der Datentausch-Plattform für Kunden und Partner sowie die Entwicklung einer neuen Generation des Rauchwarnmelders als Multisensorgerät mit erweiterten Funktionen. Zum Bilanzstichtag bestanden Investitionsverpflichtungen in Höhe von 12,7 Mio. EUR (30. September 2021: 8,4 Mio. EUR) und resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf von Sachanlagevermögen. Die Finanzierung dieser Verpflichtungen wird durch Zahlungsmittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und ggf. Ziehungen der Revolving Credit Facility in Barmitteln erfolgen. 2.4. Liquidität Kapitalflussrechnung
1) inklusive Veränderung sonstige Beteiligungen und Ausleihungen -9,3 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: +0,4 Mio. EUR) Der Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit liegt im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 309,4 Mio. EUR. Das EBIT beträgt 198,2 Mio. EUR. Die Abschreibungen und Wertminderungen belaufen sich auf 196,9 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capital liegt bei -37,4 Mio. EUR. Darin enthalten ist die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-5,3 Mio. EUR), die Veränderung der vertraglichen Vermögenswerte (+1,0 Mio. EUR), die Veränderung der abgegrenzten Forderungen (-24,0 Mio. EUR), die Veränderung der Vorräte (-7,6 Mio. EUR) sowie die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-1,5 Mio. EUR). Der Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 224,8 Mio. EUR. Das EBIT betrug 114,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich auf 240,4 Mio. EUR. Die Veränderung des Working Capital lag bei -9,1 Mio. EUR. Darin enthalten ist die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-2,4 Mio. EUR), die Veränderung der vertraglichen Vermögenswerte (+0,8 Mio. EUR), die Veränderung der abgegrenzten Forderungen (-9,1 Mio. EUR), die Veränderung der Vorräte (-3,2 Mio. EUR) sowie die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+4,8 Mio. EUR). Der Zahlungsmittelabfluss aus gezahlten Ertragssteuern hat sich um 72,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermindert. Die wesentliche Ursache dafür liegt in den hohen Zahlungen der deutschen steuerlichen Organschaft im Vorjahr für die Geschäftsjahre 2019 bis 2021 (-100,8 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden im Vergleich dazu lediglich 4,7 Mio. EUR Ertragsteuern für abgelaufene Geschäftsjahre gezahlt. Die Veränderung des Anlagevermögens, inklusive der Veränderungen sonstige Beteiligungen und Ausleihungen, beläuft sich im aktuellen Berichtszeitraum auf -158,9 Mio. EUR. Darin sind die Auszahlungen für Investitionen von 151,1 Mio. EUR enthalten (vgl. Abschnitt "Investitionen"). Es gibt zudem Zahlungsmittelabgänge aufgrund der Veränderung sonstiger Beteiligungen und Ausleihungen von 9,3 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um die Ausreichung eines Darlehens an die Gesellschafter in Höhe von 9,3 Mio. EUR (vgl. Abschnitt "Vermögenslage"). Gegenläufig gibt es Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 1,5 Mio. EUR. Die Veränderung des Anlagevermögens, inklusive der Veränderungen sonstige Beteiligungen und Ausleihungen, belief sich im Vorjahr auf -145,8 Mio. EUR. Darin waren die Auszahlungen für Investitionen von 148,6 Mio. EUR enthalten (vgl. Abschnitt "Investitionen"). Gegenläufig gab es Einzahlungen aus Anlagenabgängen von 2,4 Mio. EUR sowie Zahlungsmittelzuflüsse aufgrund Veränderung sonstiger Beteiligungen und Ausleihungen von 0,4 Mio. EUR. Die Veränderung Konsolidierungskreis ist im Geschäftsjahr 2021/2022 auf den Erwerb der folgenden Gesellschaften zurückzuführen:
Außerdem wurden im Rahmen von Asset Deals folgende Geschäftsbetriebe erworben:
Daraus folgte im Berichtsjahr in Summe ein Zahlungsmittelabgang von 59,8 Mio. EUR. Die Veränderung Konsolidierungskreis war im Vorjahr auf den Erwerb von 6 Gesellschaften sowie die Veräußerung einer Gesellschaft zurückzuführen. Dies führte zu einem Netto-Zahlungsmittelabgang in Summe von 26,2 Mio. EUR. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein Free Cashflow von 90,7 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 52,8 Mio. EUR). Damit wurde der prognostizierte stark steigende Free Cashflow erreicht. Dieser starke Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem um 40,6 Mio. EUR gestiegenen EBITDA und den um 72,8 Mio. EUR geringeren Steuerzahlungen im Geschäftsjahr 2021/2022. Kompensiert wurde dies durch eine Erhöhung des Net Working Capital um 28,3 Mio. EUR aufgrund der Energiepreisentwicklung im Segment Energy Efficiency Solutions und gestiegener Vorräte als Reaktion auf die Lieferengpässe sowie höherer Auszahlungen im Rahmen der Akquisitionstätigkeiten (33,9 Mio. EUR) und der Gewährung eines Darlehens an die Gesellschafter (9,3 Mio. EUR). Im Berichtszeitraum ist bei den Nettoveränderungen der Finanzverbindlichkeiten ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 14,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Dieser resultiert hauptsächlich aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 20,4 Mio. EUR sowie Netto-Zahlungsmittelabflüssen aus sonstiger Finanzierung von 3,8 Mio. EUR. Gegenläufig gab es Zahlungsmittelzuflüsse durch die Netto-Inanspruchnahme der Revolving Credit Facility im betrachteten Zeitraum von 9,9 Mio. EUR. Im Vergleichszeitraum war bei den Nettoveränderungen der Finanzverbindlichkeiten ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 69,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Dieser resultierte in Summe aus der freiwilligen teilweisen Rückzahlung der Senior Notes in Höhe von 50,0 Mio. EUR im September 2021 (Delisting), der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 19,5 Mio. EUR sowie sonstigen Zahlungsmittelabflüssen von 0,2 Mio. EUR. Des Weiteren wurde im November 2020 eine Rückzahlung der Revolving Credit Facility von 40,0 Mio. EUR sowie im September 2021 eine erneute Ziehung dieser Facility in gleicher Höhe vorgenommen, woraus sich in Summe keine Nettozahlungsmittelveränderung im betrachteten Zeitraum ergibt. Gezahlte Zinsen liegen bei 90,8 Mio. EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus den halbjährlichen Zahlungen für die Facility B, die Senior Secured Notes und die Senior Notes. Erhaltene Zinsen wurden in Höhe von 0,5 Mio. EUR erfasst. Gezahlte Zinsen lagen bei 96,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020/2021. Diese resultierten im Wesentlichen aus den im Vorjahr hauptsächlich vierteljährlichen Zahlungen für die Facility B (im April 2021 wurde einmalig für die abgelaufenen sechs Monate gezahlt) sowie den halbjährlichen Zahlungen für die Senior Secured Notes und die Senior Notes. Erhaltene Zinsen wurden in Höhe von 0,5 Mio. EUR erfasst. 3. Chancen- und Risikobericht3.1. Risiken Gesamtwirtschaftliche Risiken Um die gesamtwirtschaftlichen Risiken für Techem möglichst gering zu halten, beobachten und analysieren wir ständig die wirtschaftliche Entwicklung in den relevanten Märkten, bewerten entsprechende Trends und verfolgen die gesetzliche Entwicklung sehr aufmerksam. Trotz der gegenwärtigen geopolitischen Spannungen, dem Inflationsanstieg, der Entwicklung der Energiepreise, der Lage auf den Finanzmärkten sowie der andauernden Corona-Pandemie lassen sich für uns aus der aktuellen konjunkturellen und gesellschaftspolitischen Situation keine dauerhaften gesamtwirtschaftlichen Risiken für unser Geschäftsmodell erkennen. Branchen - und Absatzrisiken Es besteht auch im Geschäftsjahr 2022 weiterhin Wettbewerbsdruck, und wir erwarten diesen Trend auch für die Zukunft. Insbesondere im Großkundensegment arbeiten Konkurrenzunternehmen zur eigenen Bestandssicherung mit geringeren Preisen und kompetitiven Ausschreibungsverfahren. Der Trend zur Selbstabrechnung hat sich merklich abgeschwächt, da Kunden zunehmend die Komplexität der verbrauchsgerechten Abrechnung erkennen und die Anforderungen an die Digitalisierung und den Datenschutz für sie stetig herausfordernder werden. In allen Diskussionen auf europäischer und nationaler Ebene wird bestätigt, dass die verbrauchsabhängige Abrechnung als geringinvestives, schnell wirksames Mittel zur Energieeinsparung ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung der klimapolitischen Ziele sein sollte. Trotzdem besteht ein latentes Risiko durch zukünftige Änderungen im regulativen Umfeld, die sich nachteilig auf unserer Geschäftsmodell auswirken können; insbesondere Änderungen der Heizkostenverordnung (HKVO) in Deutschland sowie bei der Umsetzung der EED in nationale Gesetzgebungen anderer EU-Länder. Ein zusätzliches Risiko stellt die Potenzialverringerung im Gesamtmarkt durch großvolumige Abrissmaßnahmen speziell in den neuen Bundesländern dar, auch wenn diese im verringerten Umfang auftritt und durchzunehmende Neubauaktivitäten zumindest regional kompensiert wird. Dieser Kompensationseffekt ist gegeben, obwohl die aktuelle Regulierung vorsieht, den Anteil an Passiv- und Niedrigenergiehäusern bei den Neubauten zu steigern. Mit unserer Positionierung als umfassender Energiemanager wollen wir uns erfolgreich vom Wettbewerb absetzen. Insbesondere hinsichtlich Preisentwicklung und Selbstabrechnung wollen wir damit den genannten Absatzrisiken entgegenwirken. Die Positionierung von Techem ist auch Basis für den weiteren Ausbau des Produkt- und Leistungsspektrums. Hier ist unsere Einschätzung, dass wir von dem starken Fokus auf Innovation bei Produkten wie den funkbasierten Mess- und Erfassungsgeräten, dem Energiesparsystem adapterm, dem Funk-Rauchwarnmelder und im nächsten Entwicklungsschritt der Digitalisierung der Mess- und Steuergeräte profitieren. Ein moderner Gerätebestand, das integrierte Abrechnungsverfahren der bautec, sowie die laufende Qualitätsoffensive im Servicebereich sollen unsere Marktposition sichern. bautec sichert zudem durch die noch engere Verbindung der Techem Leistungen mit den Geschäftsprozessen von größeren Kunden den Bestand der langfristigen Vertragsbeziehungen. Für große Kunden, die nicht das integrierte Abrechnungsverfahren wünschen, reduzieren wir mittels DXS die Komplexität und digitalisieren die Zusammenarbeit. Mit zunehmender Automatisierung der eigenen Prozesse sehen wir uns außerdem in der Lage, auf den Preisdruck zu reagieren. Beschaffungsrisiken Langfristige Verträge mit allen Hauptlieferanten sollen auch in Zukunft eine hohe Liefersicherheit garantieren. Diese Vertragsgestaltung erlaubt es unseren Lieferanten, langfristig die Absicherung der benötigten Vormaterialien und Komponenten zu planen und sich ihrerseits vertraglich in unserem Sinne abzusichern. Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten vermeiden wir, indem wir bei unseren etablierten Massenprodukten stets und sofern möglich mit mindestens jeweils zwei Lieferanten entsprechende Verträge eingegangen sind. Zur weiteren Sicherstellung der Lieferfähigkeit wird ein angemessener Bestand an Konsignationsware in unserem Zentrallager vorgehalten. Diese Vereinbarung gilt derzeit mit 3 Lieferanten, um Risiken der Belieferung auszugleichen. Die Bevorratung unserer Hauptprodukte wird durch das Einrichten von Pufferbeständen bei den Lieferanten zusätzlich gesichert. Somit bestehen aus Beschaffungssicht keine nennenswerten Risiken. Das umfassende Qualitätssicherungssystem von Techem beginnt schon in der Fertigung bei unseren Lieferanten. Daher ist die Ausfallquote der Geräte bereits seit Jahren sehr gering. Seit Anfang 2021 sind viele Branchen mit einer allgemeinen Knappheit von Rohstoffen und Bauteilen auf dem Weltmarkt konfrontiert; Schwierigkeiten in der nationalen und internationalen Logistik sowie auf dem Verpackungsmarkt kommen hinzu. Neben Holz, Metallen, Chemikalien und Plastik zählen dazu auch insbesondere elektronische Bauteile, die in einigen der Techem Erfassungsgeräte und/oder Rauchwarnmeldern zum Einsatz kommen. Wir haben unsere Lieferkette weitgehend gesichert, müssen die kurzfristigen Produktionsplanungsprozesse allerdings an die gestiegene Volatilität anpassen und behalten das Thema deswegen sorgfältig im Blick. Um mögliche Beschaffungsrisiken zu minimieren, haben wir frühzeitig die Lagerbestände der Hauptwarengruppen angepasst. Zum 30. September 2022 haben sich die Lagerbestände um 8,3 Mio. EUR im Vergleich zum 30. September 2021 erhöht. Weiterhin treibt das vergleichsweise hohe Inflationsniveau im Jahr 2022 Einkaufs- und Beschaffungspreise - diese können aber zu einem Großteil weitergegeben werden. Die Situation am Gasmarkt hat sich in den letzten Monaten leicht entspannt. Trotzdem bleibt im Segment Energy Efficiency Solutions das Risiko erneut steigender Preise, hoher Volatilität und einer drohenden Gasmangellage wegen des unberechenbaren Kriegsgeschehens in der Ukraine und der Unsicherheit bezüglich der Witterung in der kommenden Heizperiode bestehen. Die Entwicklungen auf den Großhandelsmärkten für Gas sowie das Verbrauchsverhalten der Kunden unterliegen einem engen Monitoring. Die Gasbeschaffung orientiert sich an den in den Wärmelieferverträgen vereinbarten Preisgleitklauseln und dem Ziel, Beschaffungs- und Preisrisiken zu minimieren. Die vor dem Hintergrund der Energiekrise einberufene interne Taskforce analysiert und bewertet die Risikopositionen für Techem und seine Kunden dabei kontinuierlich. Sie beschäftigt sich insbesondere auch mit der Bewertung und Umsetzung der vielfältigen regulatorischen Eingriffe wie z.B. der Gas- und Wärmepreisbremse. Finanzrisiken Die Liquidität von Techem verantworten die Konzernabteilungen Controlling und Treasury mit Hilfe verschiedener Instrumente der Finanzanalyse, -planung und -prognose. Es wird eine konservative Strategie bei der Absicherung der finanziellen Risikopositionen verfolgt. Die Nutzung von Derivaten ist im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft auf die Sicherung bestehender Risiken beschränkt. Grundsätzlich werden nur solche Sicherungsinstrumente eingesetzt, die bewertbar sind und deren Risikoprofil transparent ist. Die Finanzierung des Konzerns besteht aus einem langfristigen syndizierten Kredit, zwei Anleihen (Senior Secured Notes und Senior Notes) sowie einem nachrangigen und unbesicherten Gesellschafterdarlehen. Unsere Liquidität ist durch bestehende Zahlungsmittelbestände, Cashflows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie Ziehungsmöglichkeiten der Revolving Credit Facility ausreichend abgesichert (vgl. Abschnitt "Kapitalstruktur" im Wirtschaftsbericht). Gegen Zinsrisiken hat Techem Zinssicherungsgeschäfte in Form von Payer Swap Vereinbarungen abgeschlossen (vgl. Abschnitt "Kapitalstruktur" im Wirtschaftsbericht). Die Payer Swaps in Höhe von 1.600 Mio. EUR wurden in 2018 mit einer Laufzeit bis Oktober 2022 fixiert. Im Dezember 2022 wurde ein Zinscap in Höhe von 1.145 Mio. EUR zur Absicherung der variabel verzinslichen Facility B abgeschlossen. 73,3% von unseren langfristigen Finanzierungsinstrumenten sind bereits festverzinst und unterliegen damit keinen Zinsschwankungen. Da der überwiegende Anteil der Konzernumsatzerlöse im Euro-Raum erzielt wird, ist dieser kaum einem Währungsrisiko ausgesetzt; es besteht lediglich ein Währungsrisiko bei konzerninternen Darlehen von Techem Energy Services GmbH an ausländische Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums. Die durch Cash Pooling konzentrierten Fremdwährungen werden mit Devisenswaps regelmäßig in Euro konvertiert und somit gleichzeitig den Währungsschwankungen entzogen. Rechtliche Risiken Durch die von Techem genutzten Risikomanagementsysteme sehen wir eine fortlaufende Beobachtung und frühzeitige Steuerung rechtlich relevanter Risikofelder als gewährleistet. Es lagen keine wesentlichen Risiken zum Bilanzstichtag vor. IT - Risiken Die Verfügbarkeit der IT-Systeme und die Vermeidung damit verbundener Risiken sind von großer Bedeutung für Techem; ohne die Systeme ist die Abwicklung des laufenden Geschäftes nicht möglich. Der Betrieb der Basis-IT-Infrastruktur (Rechenzentrum, Netzwerk, Arbeitsplatzausstattung) ist an einen Dienstleister ausgelagert. Dabei wurde eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme über Service Level Agreements vertraglich abgesichert. Das gleiche gilt für die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards und ihre permanente technische und organisatorische Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen. Zunehmende Cyberattacken rücken Informationssicherheit und den Schutz personenbezogener Daten wieder stärker in den Mittelpunkt. Aufgrund einer erhöhten Risikolage, u.a. bedingt durch den Krieg in der Ukraine, kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen auf deutsche Unternehmen, bei denen sensible Daten abgegriffen oder ganze Unternehmen in ihrer Funktionsfähigkeit stark eingeschränkt sind. Eine erfolgreiche Cyberattacke hätte erhebliche Konsequenzen für die Geschäftstätigkeit, Techem sieht sich gegen diese Gefahr aber gut gerüstet. Techem betreibt länderübergreifend rund 1.500 Server. Diese werden engmaschig überwacht. So können beispielsweise jeden Monat über eine Million unerlaubte externe Zugriffe verhindert werden. Neben umfassenden Investitionen in Sicherheitstechnik in den letzten Jahren legt Techem auch angesichts der hohen Bedeutung von Datenerzeugung und -verarbeitung großen Wert auf Information Security: So erhielt Techem 2022 - als erster der großen Messdienste - für sein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) die unabhängige Zertifizierung nach ISO 27001, der weltweit anerkannten Norm für die Sicherheit sensibler Daten und Informationen. Ein Security Operating Center wurde kontrahiert und ein aktives Vulnerability Management System ist im Einsatz. Die technische Infrastruktur und Software werden kontinuierlich auf Schwachstellen gescannt und regelmäßige Awareness-Schulungen und aktives Phishing-Training für unsere Mitarbeiter durchgeführt. Auch hat Techem maßgeblich in das Thema Cyber Crisis Preparedness investiert und der Techem-Krisenstab wird ebenfalls speziell zu dieser Thematik regelmäßig geschult und trainiert. Grundsätzlich zielt die Vorbereitung bei Techem darauf ab, die Handlungsfähigkeit des Unternehmens aufrechtzuerhalten und die Krise bestmöglich zu managen. Darüber hinaus wird Krisenvorbereitung und -management bei Techem von der obersten Führungsebene intensiv unterstützt und vorangetrieben. Es besteht das allgemeine Risiko, dass die oben genannten vertraglich vereinbarten Sachverhalte nicht eingehalten werden. Daneben besteht auch das Risiko, dass nicht reibungslos ablaufende interne IT-Prozesse die Abwicklung des laufenden Geschäfts beeinflussen. Vorgenannte Risiken sind im Berichtszeitraum nur geringfügig eingetreten und haben die vereinbarten Service Level nicht überschritten. Personalrisiken Die Sicherung und weiterführende Qualifizierung der Belegschaft sowie die Rekrutierung und Bindung von neuen Leistungsträger*innen an den Konzern sind von größter Bedeutung, denn die Leistungserbringung der Techem ist in allen Funktionsbereichen vom engagierten und motivierten Einsatz unserer Fach- und Führungskräfte abhängig. Durch eine fortlaufende Qualifikation der Mitarbeiter, durch die individuelle Führungskräfteentwicklung, durch ein attraktives Arbeitsumfeld und eine wettbewerbsfähige Honorierung, durch die breite Berufs- und Studienausbildung, verbunden mit der Option, nach Abschluss der Ausbildung von Techem übernommen zu werden, versuchen wir ständig, die notwendigen Fach- und Führungspositionen besetzt zu halten bzw. adäquat nachzubesetzen. Bei für uns kritischen Fachkräften, z.B. Monteure, IT-Entwickler oder auch Data Scientist, erkennen wir die hohe Attraktivität von Techem als Arbeitgeber. Unser Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit (ESG) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus wurde im September unsere Techem Academy mit dem HR Energy Award 2022 ausgezeichnet. Hier werden unsere Mitarbeitenden vornehmlich in Learning Nuggets auf aktuelle Themen geschult und auf die Zukunft vorbereitet (mehr als 450 Trainings mit einer Digitalisierungsquote von über 98%). 3.2. Chancen Die aktuelle geopolitische Lage sowie insbesondere globale Entwicklungen, wie die Verstärkung des weltweiten Klima- und Ressourcenschutzes unter anderem durch Dekarbonisierung, der steigende Bedarf an kostengünstigem, aber klimaoptimiertem Wohnraum sowie weiter fortschreitende Technologisierung und Digitalisierung, bilden ein Dreieck, das Techem einen sehr positiven Wachstumspfad eröffnet. Immer mehr Immobilien müssen immer effizienter und immer klimaschonender betrieben werden - dies geht nicht ohne eine digitale Infrastruktur, wie Techem sie aktuell ausrollt und auf deren Basis immer mehr Services anbietet. Strategische Eckpfeiler von Techem sind neben dem weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur zum Erfassen und Verarbeiten von Informationen über Energieverbrauch und Gebäudezustand (Funksensoren, Smart Reader und Smart Metering) auch der Ausbau des internationalen Geschäftes, die permanente Weiterentwicklung der Service-Qualität, sowie die weitere Ausrichtung auf die zukünftigen Kundenbedürfnisse, die mit den zusätzlichen Anforderungen an und Möglichkeiten durch smarte Services in Immobilien einhergehen. Mit dem Eintritt in das EV Charging und das Smart Metering-Geschäft in Deutschland hat sich Techem deutlich über die bisherige Struktur des Leistungsportfolios hinausbegeben und erschließt neben der verbrauchsabhängigen Erfassung und Abrechnung von Wärme und Wasser immer weiter den Bereich Strom. Der weitere Ausbau des Bestands an Blockheizkraftwerken und das Angebot von Photovoltaik und somit auch Mieterstromlösungen sollen diese Entwicklung beschleunigen, durch die Techem zur - für die Energiewende wichtigen - Sektorenkopplung beiträgt. Zeitgleich bildet die digitale Infrastruktur Anknüpfungspunkte für weitere Services, die über den Klimaschutzgedanken hinausgehen und Mehrwerte für Bewohner, Nutzer und Immobilienverantwortliche schaffen. Dazu zählen beispielsweise ein effizienterer Immobilienbetrieb, Angebote im Bereich Wohngesundheit, die Überprüfung der Luftqualität, oder die aufwandsarme Zusammenarbeit zwischen Gebäudeverantwortlichen, Fachspezialisten und Nutzern. Voraussetzung hierfür ist eine exzellente Datenbasis in Bezug auf das Gebäude, Nutzer und weiterer Akteure in der Bewirtschaftungsphase. Aus unserer Sicht ist Techem diesbezüglich gut aufgestellt. Auch profitiert Techem von dem Umstand, dass die Entscheider in wohnungswirtschaftlichen Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihr Unternehmen hinsichtlich des Dreiklangs bestehend aus Resilienz, Exzellenz und Effizienz zu optimieren. In diesem Kontext werden diese zunehmend geneigt sein, sich auf das eigentliche Kerngeschäft zu fokussieren und Immobilienbetrieb, inkl. Energiemanagement Servicepartnern wie Techem zu überlassen, die sowohl Wärme- und Stromerzeugung als auch die Abrechnung anbieten. Dies betrachten wir, auf Grund unseres ganzheitlichen Produktumfangs als Chance. Grundsätzlich profitiert Techem von wesentlichen weltweiten Trends rund um Klima- und Ressourcenschutz: In Europa gibt die EU im Bereich Klimaschutz mit dem Green Deal und den damit verbundenen Klimazielen sowie dem Streben nach Energieautonomie die Richtung für Unternehmen mit Fokus auf die CO 2-Optimierung vor. Mit Blick auf die erhöhten Klimaschutzziele werden die auf den Klimaschutz in Gebäuden abzielenden geltenden Regelungen auf den Prüfstand gestellt, was den Bereichen Energieeffizienz und Dekarbonisierung der Erzeugung auch in Gebäuden zusätzlichen Schwung verleihen sollte. Schon heute verpflichtet die Verabschiedung der Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Union (EED) die EU-Mitglieder, nationale Verordnungen für die verbrauchsabhängige Abrechnung und unterjährige Verbrauchsinformationen einzuführen. Als Reaktion auf die nationale Umsetzung der EED in Spanien haben wir für den Roll-Out unsere spanische Tochter weiter aufgebaut und auch eine strategische Partnerschaft mit Solutions30 für die Installation und Wartung der Energieinfrastruktur geschlossen. Hierdurch können wir die Montage und Wartung in den relevanten Regionen in Spanien schnellstmöglich und mit der nötigen Qualität umsetzen. Auch in Polen wurden die Vorgaben der EED zum 9. Dezember 2021 als Verordnung in nationale Regularien überführt. Zentraler Ankerpunkt für alle Aktivitäten des Unternehmens, die die Weiterentwicklung und den Erfolg der kommenden Jahre gewährleisten sollen, ist das Wertsteigerungsprogramm ENERGIZE-T, das die zentralen Wachstums- und Optimierungsimpulse auf Ebene Struktur, Lösungsportfolio, Prozesse und Personal für Techem generiert, im Unternehmen verankert und den stetigen kulturellen Wandel des Unternehmens hin zu einer modernen, digitalen und agilen Arbeitsorganisation fördert und ermöglicht. 3.3. Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken Durch die aktive Anwendung des Risikomanagements in allen Unternehmensbereichen und -funktionen sollen sowohl Risiken als auch Chancen frühzeitig erkannt und identifiziert werden. Für Techem ist das Risikomanagement von zentraler Bedeutung. Das konzernweite Enterprise Risk Management wird daher stetig weiterentwickelt und verfeinert - in diesem Zuge werden mit einer konzernweit einheitlichen Methodik Risiken fortwährend erfasst und bewertet. Im Rahmen des etablierten Bottom-Up Risikomanagement Prozesses ist jedem identifizierten Risiko namentlich ein Risk Owner zugeordnet, welcher auf operativer Ebene die entsprechenden Risiken steuert - so wird sichergestellt, dass im gesamten Konzern eine Risk Culture gelebt wird, welche das proaktive Management von Risiken fördert und fordert. Es erfolgt eine Unterscheidung in abstrakte und konkrete Risiken. Nach detaillierter Analyse wurden alle Risiken als abstrakt bewertet. Daher erfolgte eine Quantifizierung der Risiken im Lagebericht nicht, da die Einzelrisiken als nicht wesentlich und die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingestuft werden. Unter Chancen und Risiken versteht Techem mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven oder negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Der Fokus für mögliche Abweichungen liegt wie in der mittelfristigen Planung bei einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren für bestimmte Chancen und Risiken. Chancen und Risiken, die sich über diesen Zeitraum hinaus auf den Unternehmenserfolg auswirken, werden auf der Ebene der Unternehmensführung erfasst und in der Unternehmensstrategie berücksichtigt. Die Geschäftsführung trägt die Verantwortung für ein wirksames Chancen- und Risikomanagementsystem. Zudem ist die Einhaltung der konzerninternen Vorschriften zum Chancen- und Risikomanagement in den Konzerngesellschaften und Fachbereichen in die reguläre Prüfungstätigkeit der Internen Revision integriert. Die konzernweite Erfassung und Bewertung von Risiken sowie deren nach Fachbereichen und Einzelgesellschaften gegliederte Berichterstattung an das Management der Geschäftsbereiche und die Geschäftsführung erfolgt kontinuierlich im Rahmen der Forecasts. Darüber hinaus werden Risiken, die identifiziert werden und die möglicherweise einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis von Teilbereichen des Konzerns haben, ad hoc an die Geschäftsführung und gegebenenfalls an das Board of Directors gemeldet. Operative Chancen und Risiken werden in regelmäßigen Reviews auf lokaler und regionaler Ebene sowie in der erweiterten Geschäftsführung identifiziert, dokumentiert und analysiert und durch regelmäßiges Reporting von finanziellen Kennzahlen unterstützt. Auf Geschäftsführungsebene werden darüber hinaus Maßnahmen zur Umsetzung von strategischen und operativen Chancen durch lokale und regionale Projekte beschlossen. Die Erfassung und der Erfolg der Umsetzung möglicher Chancen werden durch regelmäßiges Reporting und Forecasts im Rahmen der periodischen Berichterstattung nachverfolgt und geprüft, z.B. die Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie (EED) in den Mitgliedsstaaten der EU, in denen Techem operativ tätig ist. Strategische Chancen werden im Rahmen der jährlichen Planung erfasst und bewertet. 4. PrognoseberichtDer Prognosebericht stellt auf die finanziellen Kennzahlen Umsatz und EBIT/EBITDA ab, wobei wir der Überzeugung sind, dass die Kennzahl EBIT die Kapitalintensität unseres Geschäftes am besten reflektiert. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022/2023 stark steigende Umsätze sowie stark ansteigendes EBIT und EBITDA. Das Wachstum der kommenden Jahre wird insbesondere durch einen starken Anstieg und durch die Wachstumsfelder im Segment Energy Efficiency Solutions sowie einen starken Anstieg im Segment Energy Services getragen. Basis des nachhaltigen Wachstums von Techem bleibt weiterhin im Segment Energy Services die verbrauchsabhängige Abrechnung von Wärme und Wasser. Weiterhin setzt in diesem Segment auch das Produkt Rauchwarnmelder Wachstumsimpulse, welches sich in den letzten Jahren zu einem stabilen Bestandsgeschäft entwickelt hat. Techem arbeitet hier sowohl an zusätzlichen Services für bestehende Geräte, etwa die Erhöhung der Sicherheit durch zweiwöchentliche, vollautomatische Funktionsüberprüfungen, als auch an einer neuen Gerätegeneration mit erweiterten Funktionen zusätzlich zur Branddetektion. Wir erwarten im Segment Energy Services für das Geschäftsjahr 2022/2023 stark steigende Umsätze bei einer weiterhin niedrigen Churn-Rate, ein stark ansteigendes EBIT sowie ein stark ansteigendes EBITDA aus oben genannten Gründen. Wir erwarten im Segment Energy Efficiency Solutions für das Geschäftsjahr 2022/2023 moderat ansteigende Umsätze, ein leicht steigendes EBITDA und ein stark fallendes EBIT. Ursächlich dafür sind die verbesserte Akquisition von Neuprojekten und eine Ausweitung des Produktportfolios, gegenläufig dazu erwarten wir eine sinkende Arbeitspreismarge. Der Rückgang des EBIT ist im Wesentlichen durch steigende Abschreibungen bedingt, welche auf Investitionen in das Neugeschäft anfallen. Für die mittelfristige Zukunft erwarten wir durch die o.g. Gründe Akquisition von Neuprojekten und Ausweitung des Produktportfolios ein starkes Umsatz- und EBITDA-Wachstum. Für Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Konzernanhang.
Eschborn, den 23. Dezember 2022 Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Die Geschäftsführung Konzernbilanz zum 30. September 2022
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern Sonstiges Ergebnis (Konzern Gesamtergebnisrechnung) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Konzern Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.)
(Die beigefügten Erläuterungen sind Bestandteil des Konzernabschlusses.) Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022A. DAS UNTERNEHMENTechem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH (im Folgenden auch "Techem 671 mbH" genannt) wurde am 13. April 2018 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die Techem 671 mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 111571 eingetragen. Der Sitz der Techem 671 mbH befindet sich in Eschborn/Deutschland (Hauptstraße 89, 65760 Eschborn). Die Geschäftstätigkeit des Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Konzerns (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Konzern", "Gruppe" oder "Techem 671 Gruppe" genannt) umfasst die Segmente Energy Services und Energy Efficiency Solutions (vormals Energy Contracting). Die Gruppe ist ein Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Die Angebote des Segments Energy Services basieren auf der verbrauchsabhängigen Abrechnung und den dafür eingesetzten Messgeräten mit den Schwerpunkten der Senkung der Prozess- und Energiekosten sowie der Erhöhung der Energieeffizienz und damit der CO 2 Vermeidung. Das Segment Energy Efficiency Solutions bietet Lösungen für professionelles Energiemanagement in den beiden Marktsegmenten Wohnungswirtschaft und gewerblich genutzten Immobilien an. Die Muttergesellschaft der Techem 671 mbH ist die Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l., Luxemburg. Als oberste Muttergesellschaft fungiert Partners Group Premier Access L.P., Edinburgh/Schottland. B. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZEDer vorliegende Konzernabschluss fasst die Abschlüsse der Techem 671 mbH und ihrer Tochtergesellschaften zusammen. Der Stichtag für den Jahresabschluss des Konzerns ist wie im Vorjahr der 30. September. Der Konzernabschluss der Techem 671 Gruppe wurde zum 30. September 2022 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Entsprechend den IFRS wurde der Konzernabschluss grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt. Von diesem Prinzip wurde gemäß IFRS bei Kaufpreisallokationen und bei der Bewertung von Geldmarktfonds, Finanzinstrumenten, Leasingsachverhalten, Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen abgewichen. Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung getroffen wurden (insbesondere bei abgegrenzten Umsatzerlösen, Rückstellungen und immateriellen Vermögenswerten), können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit auftreten. Die Gesellschaft hat sämtliche zum 30. September 2022 verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die verpflichtend anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie jeweils in der EU anzuwenden sind, angewendet. Der gebilligte Konzernabschluss kann auch nach Veröffentlichung geändert werden, falls wesentliche Fehler bestehen würden. Die folgende Tabelle stellt geänderte Standards, die erstmalig ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 anzuwenden sind, dar:
1) Für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Datum beginnen 2) Stand: 10.11.2022 Die oben aufgeführten geänderten Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021/2022. Folgende neue beziehungsweise geänderte Standards sowie jährliche Verbesserungen an den IFRS wurden veröffentlicht. Sie sind aber verpflichtend erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen, anzuwenden und wurden von der Gesellschaft nicht vorzeitig angewendet:
1) Für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Datum beginnen 2) Stand: 10.11.2022 Alle oben aufgelisteten neuen oder geänderten Standards sowie jährlichen Verbesserungen an den IFRS, die eine Auswirkung auf die Gesellschaft haben, werden spätestens zur Anwendung gebracht, sobald die Anwendung verpflichtend ist. C. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEKonsolidierungsgrundsätze. In den Konzernabschluss sind die Techem 671 mbH sowie alle in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen, die die Techem 671 mbH direkt oder indirekt beherrschen kann. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, die vom Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse aus einem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegt/ vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der variablen Rückflüsse des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, auf welche die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Alle vollkonsolidierten Abschlüsse innerhalb der Techem 671 Gruppe werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode ("acquisition method"). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Übersteigt der Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen die Anschaffungskosten, wird der verbleibende Überschuss aus einem vorteilhaften Erwerb erfolgswirksam erfasst. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten werden ergebniswirksam erfasst. Wenn der Konzern Anteile an einer Tochtergesellschaft veräußert und die Beherrschung über sie verliert, wird der Differenzbetrag zwischen dem Buchwert der Tochtergesellschaft (aus der Sicht des Konzerns) und dem Verkaufspreis (nach Abzug von Veräußerungskosten) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Darüber hinaus werden alle bisher im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf diese Tochtergesellschaft so bilanziert, als ob der Konzern die entsprechenden Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies kann bedeuten, dass zuvor im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Unternehmen gewinnt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen sowie Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Latente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten ("tax base") und ihren Buchwerten berücksichtigt.
1) Nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen 2) Die Tochtergesellschaft wird vollkonsolidiert, da laut vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern die Beherrschung bei der Techem 671 Gruppe liegt Änderungen des Konsolidierungskreises Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:
Währungsumrechnung. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Dementsprechend werden die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen auf Basis von Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Gewinn- und Verlustrechnungen auf Basis von Geschäftsjahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzposten werden in kurz- und langfristige Posten untergliedert, wobei als langfristige Posten solche gelten, von denen erwartet wird, dass sie nach mehr als zwölf Monaten realisiert werden. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Gesellschaft betrachtet alle hochliquiden Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmitteläquivalente. Es handelt sich überwiegend um kurzfristig fällige Bankguthaben. Unter den Zahlungsmitteläquivalenten werden auch Geldmarktfonds ausgewiesen. Diese werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) angesetzt, da die "Zahlungsstrombedingungen" gemäß IFRS 9 nicht erfüllt sind. Gewinne oder Verluste werden in der Periode ihres Entstehens in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzerträgen bzw. unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste gemäß General Approach nach IFRS 9 vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte. Die Bewertung der kurzfristigen und langfristigen Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte) und der vertraglichen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Zugangszeitpunkt und nachfolgend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode (inkl. Forderungen aus Ratengeschäft). Der Konzern wendet den Simplified Approach gemäß IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten sowie der eingetretenen Kreditverluste werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis der Überfälligkeitstage in Gruppen zusammengefasst und in Abhängigkeit der Altersstruktur der Forderungen angemessen wertberichtigt. Ratengeschäfte werden von der Gesellschaft hauptsächlich in Osteuropa getätigt und werden mit dem Barwert angesetzt. Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Leasing von Wärmeerzeugungsanlagen und sonstigen technischen Anlagen. Hierbei wird eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen bilanziert. Zahlungen des Leasingnehmers werden als Tilgungsleistung bzw. als Zinsertrag erfasst. Die Vertragserfüllungskosten resultieren aus abgegrenzten Kosten, um diese entsprechend der Realisierung der Erträge bestimmter Produkte zu erfassen. Die Vertragserfüllungskosten werden als sonstige Vermögenswerte bilanziert. Diese werden über die Vertragsdauer aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Produktkosten erfasst. Vorräte. Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden überwiegend auf Basis des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Potenzielle Verluste aufgrund veralteter oder nicht gängiger Vorräte werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Mess - und Regeltechnik und Sachanlagen. Mess- und Regeltechnik umfasst an Kunden vermietete Messgeräte (z.B. Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler, Rauchwarnmelder sowie sonstige Geräte, die beim Kunden installiert sind und im Wesentlichen als Hilfsmittel für die Abwicklung des Techem Abrechnungsdienstes eingesetzt werden), Geräte zur Gebrauchsüberlassung, sowie als eigenes Werkzeug verwendete Geräte. Mess- und Regeltechnik wird zu Anschaffungskosten zzgl. Montageleistungen, vermindert um Abschreibungen, gemäß IAS 16 bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen bilanziert. Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen werden als sonstige Erträge beziehungsweise sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Erhaltene Fördermittel werden von den Anschaffungskosten der betreffenden Sachanlagen abgesetzt und amortisieren sich über die Nutzungsdauer der jeweiligen Anlage. Im Wesentlichen wird über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern linear pro rata temporis abgeschrieben:
Erwirbt ein Kunde im Rahmen einer Kündigung des Mietverhältnisses durch entsprechende Zahlung das zivilrechtliche Eigentum an den vermieteten Geräten, werden resultierende Gewinne oder Verluste aus dieser Veräußerung als sonstige Erträge beziehungsweise sonstige Aufwendungen bilanziert. Leistet ein Kunde im Rahmen einer Kündigung des Mietverhältnisses eine Ausgleichszahlung an die Gesellschaft, ohne das zivilrechtliche Eigentum an den vermieteten Geräten zu erwerben, wird diese als sonstiger Ertrag erfasst. Sofern eine weitergehende Nutzung der Geräte durch die Gesellschaft ausscheidet, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung bestehender Restbuchwerte. Immaterielle Vermögenswerte. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Sind die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt, werden auch selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte umfassen, je nach Projekt, im Wesentlichen aktivierte Eigenleistungen aus Projektzeiten interner Mitarbeiter und Kosten für die Unterstützung durch externe Partner, welche aus Realisierungs-, Konzeptions-, Test- und Projektorganisationsarbeiten resultieren. Im Wesentlichen werden immaterielle Vermögenswerte grundsätzlich planmäßig linear pro rata temporis über folgende betriebliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
Die Klassifizierung der Handelsmarke Techem als immaterieller Vermögenswert mit unbegrenzter Nutzungsdauer basiert auf der Tatsache, dass diese Handelsmarke seit 1952 besteht. Der Bekanntheitsgrad der Handelsmarke Techem im Markt ist sehr groß und es wird nicht beabsichtigt, die Marke aufzugeben. Die Klassifizierung wird jährlich überprüft. Kosten der Vertragsanbahnung ergeben sich aus der variablen Vergütung des internen Personals sowie aus Verkaufs- und Vermittlungsprovisionen an Dritte im Zusammenhang mit dem Abschluss von Verträgen mit den Kunden. Die Kosten der Vertragsanbahnung werden als immaterieller Vermögensgegenstand erfasst und in einer separaten Anlagenklasse im Konzernabschluss ausgewiesen. Die Kosten werden linear über die Mindestvertragsdauer abgeschrieben. Für Verträge, die ohne Strafzahlungen jederzeit vom Kunden beendet werden können, wird die im Vertrag explizit genannte Vertragslaufzeit als die Mindestvertragslaufzeit festgelegt. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Nutzungsrechte und entsprechende Leasingverbindlichkeiten zu dem Datum erfasst, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Verfügung steht. Jede geleistete Leasingzahlung wird zwischen Verbindlichkeiten und Finanzierungkosten aufgeteilt. Die Finanzierungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Leasingdauer erfasst, so dass sich ein konstanter Zinssatz auf die verbleibenden Leasingverbindlichkeiten in jeder Periode ergibt. Die Nutzungsrechte werden über die kürzere Zeit aus Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes und Leasingdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsrechte und die Leasingverbindlichkeiten werden zum Barwert am Zugangszeitpunkt bewertet. Die Leasingzahlungen werden mit dem im Vertrag implizierten Zinssatz, sofern dieser bestimmt werden kann, oder mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz der Gesellschaft abgezinst. Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Bezug auf die technischen Anlagen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Aufwand in der Gewinn- oder Verlustrechnung erfasst. Werthaltigkeit langlebiger Vermögenswerte. Sachanlagen und sonstige langlebige Vermögenswerte, einschließlich immaterieller Vermögenswerte, werden auf Wertminderungen hin überprüft, sobald Ereignisse oder Indikatoren darauf hindeuten, dass ihr Buchwert über dem erzielbaren Betrag liegt. Ein Wertminderungsaufwand wird in Höhe des Betrages erfasst, um den der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wobei letzterer dem höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten oder Nutzungswert des jeweiligen Vermögenswerts entspricht. Der Nutzungswert ist als Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows definiert, die aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (so genannte "Cash Generating Unit" (CGU)) abgeleitet werden können. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß IFRS 13 dem Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene gruppiert, für die sich separate Cashflows identifizieren lassen. Geschäfts- oder Firmenwerte, die Handelsmarke Techem sowie die unfertige Software in Entwicklung, die noch nicht zur Nutzung verfügbar ist, werden nicht planmäßig linear abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich im Rahmen eines so genannten "Impairmenttests" auf ihre Werthaltigkeit hin geprüft. Die Werthaltigkeit wird auf Basis der Gruppen von CGUs getestet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die Handelsmarke Techem und die unfertige Software in Entwicklung werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht vorgenommen. Anteile an at - equity bilanzierten Unternehmen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an den erfolgswirksamen Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt des Erwerbs in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst und gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Der Anteil des Konzerns an den im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird hingegen im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst und gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen zu einem negativen Buchwert führt, werden keine weiteren Verluste erfasst, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen. Gewinnausschüttungen an den Konzern werden vom Beteiligungsbuchwert abgezogen. Langfristige Forderungen. Langfristige unverzinsliche Forderungen sind zu Barwerten bilanziert. Auf langfristige Forderungen werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste gemäß Simplified Approach nach IFRS 9 vorgenommen. Latente Steuern. Latente Steuern werden nach der so genannten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt. Die Abgrenzung latenter Steueransprüche oder -verbindlichkeiten erfolgt für temporäre Differenzen, die auf unterschiedliche Wertansätze im Konzernabschluss und in den entsprechenden Steuerbilanzen zurückzuführen sind und künftig zu einer Steuererstattung beziehungsweise -belastung führen. Latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steueransprüche oder -schulden werden auf der Basis der erwarteten Steuersätze auf das zu versteuernde Einkommen in den Jahren ermittelt, in denen diese temporären Unterschiede erwartungsgemäß ausgeglichen werden. Bei einer Änderung der Steuersätze werden die jeweiligen Auswirkungen auf die latenten Steueransprüche beziehungsweise -schulden in der Periode erfolgswirksam berücksichtigt, in der der neue Steuersatz verabschiedet wird. Rückstellungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben biometrischen Berechnungsgrundlagen insbesondere der jeweils aktuelle langfristige Kapitalmarktzinssatz sowie aktuelle Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Gemäß IAS 19 werden die Neubewertungen der Pensionsrückstellungen sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Mit Ausnahme der nach IAS 19 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden alle anderen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 bilanziert, soweit eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht, ein Nutzenabfluss wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der Ansatz erfolgt zu Vollkosten in Höhe des wahrscheinlichen zukünftigen Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, ihr Zinsanteil wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert im Zugangszeitpunkt. Die Folgebewertung findet unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten statt. Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten werden abgezinst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte. Nach IFRS 9 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 erfasst. Am Tag des Vertragsabschlusses eines Derivats wird festgelegt, ob dieses als Sicherungsinstrument zum Erhalt des Zeitwerts (Fair Value) oder zur Absicherung einer geplanten Transaktion bzw. von zukünftigen Cashflow-Schwankungen im Zusammenhang mit einem Vermögenswert oder einer Verbindlichkeit dient. Die Wertänderungen der Zinssicherungsinstrumente sowie der Währungssicherungsinstrumente der Gesellschaft werden erfolgswirksam in den Finanzerträgen bzw. Finanzierungsaufwendungen erfasst. Der Begriff "Sicherungsinstrument" wird im Konzernabschluss nicht im Sinne des IFRS 9 verwendet, sondern es wird auf eine rein ökonomische Betrachtungsweise abgestellt. Zeitwert von Finanzinstrumenten. Der beizulegende Zeitwert der liquiden Mittel sowie der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht nahezu deren Buchwert. Die beizulegenden Zeitwerte der Geldmarktfonds und der Anleihen basieren auf notierten Preisen an aktiven Märkten zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert der Derivate entspricht dem Verkehrswert am Bilanzstichtag, der auf Basis beobachtbarer Marktdaten gemäß IFRS 13 ermittelt wird. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme von Anleihen) und der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter werden gemäß IFRS 13 ermittelt (vgl. Anmerkung 19). Aktienbasierte Vergütung. Die Techem 671 Gruppe unterhält verschiedene aktienbasierte Vergütungspläne. Mitarbeitern der Techem 671 Gruppe (einschließlich der obersten Managementebene) wurde es ermöglicht, sich im Rahmen von den Hauptinvestoren des Konzerns aufgelegten Beteiligungsprogrammen mit einer Eigeninvestition indirekt am Konzern zu beteiligen. Diese Beteiligungsprogramme werden als aktienbasierte Vergütung angesehen und als Programm mit Eigenkapitalausgleich nach IFRS 2 klassifiziert und bilanziert. Ferner erhielten die Mitarbeiter der Techem 671 Gruppe eine Zusage über einen Bonus, der im Fall definierter Exit-Szenarien, inklusive eines Börsengangs der Techem 671 Gruppe oder Teile von ihr, zur Auszahlung kommt. Der Betrag des Bonus basiert auf einem Exit-Erlös. Auch diese Zusage wird als Programm mit Eigenkapitalausgleich klassifiziert. Ein etwaiger Aufwand aus einem aktienbasierten Vergütungsprogramm mit Eigenkapitalausgleich wird als Personalaufwand mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital erfasst. Basis für die Aufwandsverteilung ist der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt. Dieser beizulegende Zeitwert bleibt in der Folge unverändert, d.h. er wird nicht an geänderte Erwartungen angepasst. Die Aufwandsverteilung wird durch die Erdienungsbedingungen des Beteiligungsprogramms, insbesondere Dienstzeitbedingungen und Exit-Bedingungen, bestimmt. Die Exit-Bedingungen werden als nicht-marktbezogene Performancebedingungen qualifiziert. Fremdkapitalkosten. Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten, die nicht unter IAS 23 fallen, werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Forschung und Entwicklung. Forschungskosten werden, sobald sie anfallen, als Aufwand erfasst. Kosten, die im Rahmen von Entwicklungsprojekten (im Wesentlichen Softwareentwicklungen) anfallen, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es als wahrscheinlich gilt, dass das Projekt kommerziell erfolgreich sein wird, technisch durchführbar ist und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sonstige Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen. Umsatzrealisierung aus Hauptgeschäftstätigkeiten. Die meisten Verträge mit Kunden im Konzern sind Festpreisvereinbarungen, bei denen die Gesellschaft als Prinzipal agiert. Umsatzerlöse werden mit den festen Transaktionspreisen laut den Verträgen mit Kunden bemessen. Die Gesellschaft übt einen praktischen Behelf vom IFRS 15 aus und passt den Transaktionspreis um die Auswirkungen aus einer signifikanten Finanzierungskomponente nur dann an, wenn die erwartete Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden mehr als ein Jahr beträgt. Dies kann im Konzern bei Ratengeschäften zur Anwendung kommen. Einige Verträge im Konzern enthalten mehrere Leistungsverpflichtungen. In diesem Falle wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf jede Leistungsverpflichtung aufgeteilt. Wenn die Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, werden diese auf Basis vom Expected-cost-plus-a-margin-Ansatz geschätzt. Für alle unten genannten Hauptprodukte können die Zahlungsbedingungen entweder vorschüssig oder nachschüssig sein. Ablesungs - und Abrechnungsleistungen Im Rahmen der Vereinbarungen über Ablesung und Abrechnung erbringt die Gesellschaft Ablesungs- und Abrechnungsleistungen auf Basis tatsächlicher Verbrauchswerte. Erlöse aus Ablesungs- und Abrechnungsleistungen werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da durch die Leistung der Gesellschaft kein Vermögenswert mit alternativer Nutzungsmöglichkeit geschaffen wird und die Gesellschaft einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen hat. Die Erlöse aus den Ablesungs- und Abrechnungsleistungen werden unter Anwendung einer output-orientierten Ermittlung des Fertigstellungsgrades in Höhe der Kosten für bereits erbrachte Leistungen zuzüglich einer Gewinnmarge abgegrenzt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der abzurechnenden Liegenschaften zu deren jeweiligem Grad der Fertigstellung zum Bilanzstichtag. Wenn die bereits erbrachten Ablesungs- und Abrechnungsleistungen der Gesellschaft die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird ein vertraglicher Vermögenswert erfasst. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Ablesungs- und Abrechnungsleistungen der Gesellschaft übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Im Rahmen von einigen Vereinbarungen über Ablesung und Abrechnung leistet die Gesellschaft Zahlungen an Kunden, um deren laufende Verträge bei einem Wettbewerber zu übernehmen. Diese Zahlungen an Kunden werden als sonstiger Vermögenswert in der Bilanz erfasst, der über die Vertragsdauer aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Reduktion der Umsatzerlöse erfasst wird, da im Falle dieser Vereinbarungen durch die Zahlungen keine abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen vom Kunden erworben werden. Miet - und Wartungsdienstleistungen Im Rahmen der Mietverträge vermietet die Gesellschaft Messgeräte und Rauchwarnmelder an Kunden für einen bestimmten Zeitraum und übernimmt die Aufrechterhaltung der Funktions- und Betriebsbereitschaft der Messgeräte und Rauchwarnmelder während der Vertragsdauer. Im Rahmen der Wartungsverträge übernimmt die Gesellschaft die Aufrechterhaltung der Funktions- und Betriebsbereitschaft der Messgeräte und Rauchwarnmelder vom Kunden während der Wartungsvertragsdauer. Erlöse aus Miet- und Wartungsdienstleistungen werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung der Gesellschaft zufließt und er gleichzeitig die Leistung nutzt, während diese von der Gesellschaft erbracht wird. Die Erlöse werden unter Anwendung einer output-orientierten Ermittlung des Fertigstellungsgrades linear über die Vertragslaufzeit abgegrenzt. Wenn die bereits erbrachten Miet- und Wartungsdienstleistungen der Gesellschaft die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Miet- und Wartungsdienstleistungen der Gesellschaft übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Im Rahmen von einigen Mietverträgen leistet die Gesellschaft Zahlungen an Kunden, um deren laufende Mietverträge bei einem Wettbewerber zu übernehmen. Diese Zahlungen an Kunden werden als sonstiger Vermögenswert in der Bilanz erfasst, der über die Vertragsdauer aufgelöst wird und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Reduktion der Umsatzerlöse erfasst wird, wenn durch diese Zahlungen keine abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen vom Kunden erworben werden. Die abgrenzbaren Güter oder Dienstleistungen liegen nur dann vor, wenn durch die Zahlungen der Gesellschaft die noch funktionstüchtigen Messgeräte und Rauchwarnmelder des Wettbewerbers erworben werden und wenn diese Messgeräte und Rauchwarnmelder im Rahmen der eigenen Leistungserbringung der Gesellschaft verwendet werden. In diesem Fall werden die Zahlungen an Kunden unter der Position "Mess- und Regeltechnik" zu Anschaffungskosten, soweit diese nicht den Marktwert übersteigen, bilanziert. Verkauf Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Waren auf den Käufer übergeht, was im Zeitpunkt der Lieferung der Waren der Fall ist. In Verbindung mit dem Verkauf von Waren bietet die Gesellschaft nur die Gewährleistungen an, die nicht über die gesetzlichen Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen ("assurance-type warranties"). Wenn die Waren von der Gesellschaft an den Kunden geliefert wurden, aber noch keine Zahlung vom Kunden erfolgt ist, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die Waren von der Gesellschaft an den Kunden noch nicht geliefert wurden, aber die Zahlung vom Kunden bereits erfolgt ist, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Energy Efficiency Solutions Im Segment Energy Efficiency Solutions liefert die Gesellschaft im Wesentlichen Energie (z.B. Wärme und Kälte) an Kunden. Erlöse aus Energielieferungen werden outputorientiert über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung der Gesellschaft zufließt und er gleichzeitig die Leistung nutzt, während diese von der Gesellschaft erbracht wird. Die Erlöse werden in einer Höhe erfasst, die direkt dem Wert der von der Gesellschaft bereits erbrachten Leistungen für den Kunden entspricht. Wenn die bereits erbrachten Leistungen der Gesellschaft aus Energy Efficiency Solutions die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen übersteigen, wird eine Forderung erfasst, da die Gesellschaft einen unbedingten Anspruch auf die Gegenleistung des Kunden hat. Wenn die vom Kunden gezahlten Gegenleistungen die bereits erbrachten Leistungen der Gesellschaft aus Energy Efficiency Solutions übersteigen, wird eine vertragliche Verbindlichkeit erfasst. Zu erwartende Erlösschmälerungen (wie z.B. Skonti, Rabatte, nichtvertragliche Abzüge) werden entsprechend berücksichtigt. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach Abzug der jeweiligen Umsatzsteuer netto, bereinigt um Erlösschmälerungen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese wirken sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode aus. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte, die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifiziert und bewertet bzw. neu bewertet wurden, basieren auf diversen Annahmen sowie den Planungsrechnungen für die Cashflows der Vermögenswerte, dem angenommenen Lizenzgebührensatz und den relevanten, an das Unternehmensrisiko angepasste, Abzinsungssätzen. Die Erlöse aus Energielieferungen im Segment Energy Efficiency Solutions, sowie die dazugehörigen Kosten, werden für den noch nicht fakturierten Anteil auf Basis eines Berechnungsmodells bestimmt. Es bestimmt die noch nicht fakturierten Umsätze (im Wesentlichen Absatzmenge und Arbeitspreis) auf der Basis aktueller Preisentwicklungen und Witterung, sowie die Kosten anhand der vom Energieversorger übermittelten Verbrauchsmengen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Bei langfristigen Rückstellungen ist der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße, die auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen ermittelt wird. Außerdem werden für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen Annahmen über Lebenserwartung und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Abhängigkeit von der Altersstruktur gebildet. Zusätzlich werden zur Beitreibung an Rechtsanwälte übergebene Forderungen wertberichtigt. Die Wertberichtigungen erfolgen prozentual auf Basis historischer Erfahrungswerte. Zukunftsbezogene Aspekte spielen derzeit eine untergeordnete Rolle. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste werden auf fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen, auf Basis von Prozentsätzen, die die historischen Abschreibungen widerspiegeln, gebildet. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste auf Bankguthaben werden auf Basis von Prozentsätzen berechnet, die auf Basis der Kreditausfallrisikos der Banken ermittelt wurden. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Handelsmarke Techem erfolgt auf der Grundlage von Planungsrechnungen für die Cashflows der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Für weitere Informationen verweisen wir auf Anmerkung 7. Die Nutzungs- und Abschreibungsdauer der Kundenbeziehungen wurde auf Basis historischer Daten ermittelt. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 7. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern ist von der zukünftigen tatsächlichen steuerlichen Ergebnissituation abhängig. Diese kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden, unter anderem, aus den beobachtbaren Marktdaten abgeleitete Annahmen herangezogen. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 19. In die Bewertung der Zins- und Währungsderivate fließen erwartete zukünftige Zins- und Wechselkursentwicklungen und deren zugrundeliegende Annahmen ein. Für die Bewertung der aktienbasierten Vergütung nach IFRS 2 wird der Fair Value unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung ermittelt. Managementbeteiligungsprogramm (MEP). Mit der Beteiligung von Mitarbeitern der Techem 671 Gruppe am Managementbeteiligungsprogramm (MEP) ist eine künftige Teilhabe an Erlösen aus Exit-Ereignissen verbunden. Dieser Beteiligungsanspruch setzt am Wert des Unternehmens bzw. seines Eigenkapitals an. Ferner sieht das MEP, über eine eher typische Beteiligung von Gesellschaftern hinaus, Erdienungsbedingungen (vesting conditions) vor, die am Verbleib im Unternehmen und somit an einer kontinuierlichen Arbeitsleistung für den Konzern bis zu einem Exit-Ereignis festmachen. Aufgrund dessen wird das Beteiligungsprogramm im Konzernabschluss der Gesellschaft als aktienbasierte Vergütung nach IFRS 2 bilanziert. Die künftigen Auszahlungen an die Planteilnehmer im Rahmen der verschiedenen möglichen Exit-Szenarien erfolgen nach den für alle Gesellschafter gleichermaßen geltenden Bedingungen für die gehaltenen Instrumente. Dabei ist eine definierte Reihenfolge in der Erfüllung der Instrumente zu beachten. Aus den verschiedenen Exit- sowie Leaver-Szenarien entsteht der Techem 671 Gruppe keine eigenständige Zusage zur Erfüllung des MEP, die als Schuld nach IFRS 2 zu bilanzieren wäre. Das MEP wird deshalb als Programm mit Eigenkapitalausgleich klassifiziert. Bilanzierungspflichtiger Aufwand aus dem MEP ist insoweit zu erfassen, wie über das Eigeninvestment der Planteilnehmer hinaus ein Vorteil gewährt worden wäre. Die Gesellschaft hat die beizulegenden Zeitwerte der MEP Beteiligungen zu den einzelnen Gewährungszeitpunkten ermittelt und mit den von den Planteilnehmern eingezahlten Beträgen verglichen. Im Ergebnis haben die Planteilnehmer den beizulegenden Zeitwert der Beteiligung bei Eintritt in das MEP bezahlt, ihnen wurde kein Vorteil gewährt. Long - term Incentive Plan (LTIP). Im Jahr 2022 wurden die Mitarbeiter an einem LTIP beteiligt. Dieser sieht zunächst eine Beteiligungsmöglichkeit, die der Beteiligung im Rahmen des MEP ähnelt, vor. Ferner enthält der LTIP die Zusage der Holding-Gesellschaft Luxembourg Investment Company 261 über einen Exit-Bonus, der im Fall definierter Exit-Szenarien zur Auszahlung kommt. Ein Anspruch besteht jedoch nur dann, wenn die begünstigten Mitarbeiter zum Zeitpunkt des Exits noch im Unternehmen beschäftigt sind. Der Auszahlungsbetrag des Bonus basiert auf dem Exit-Erlös der Luxembourg Investment Company 261 und ist daher aktienbasiert. Da die Verpflichtung zur Zahlung des Bonus bei der Luxembourg Investment Company 261 und damit außerhalb der Techem 671 Gruppe, liegt, gilt auch diese Zusage als Programm mit Eigenkapitalausgleich nach IFRS 2. Für Details der Bewertung verweisen wir auf Anmerkung 18. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen zukünftigen Verhältnisse können naturgemäß von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Wenn dies eintritt, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Änderung der Schätzung der Umsatz - und Kostenabgrenzung - Segment Energy Efficiency Solutions Das Geschäftsmodell des Energy Efficiency Solutions (EES) Segments umfasst den Kauf von Energie (z. B. Strom, Gas usw.) von Lieferanten, welche meist über Erzeugungsanlagen in Form von Wärme an die Kunden geliefert wird. Die monatlichen Zahlungen an die Lieferanten und die Zahlungen der Kunden erfolgen linear. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden jedoch die entsprechenden Umsätze und die dazugehörigen Kosten sowie die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten im Wesentlichen nach einer Schätzmethode ermittelt und erfasst. Das Berechnungsmodell bestimmt die noch nicht fakturierten Umsätze (im Wesentlichen Absatzmenge und Arbeitspreis) auf der Basis aktueller Preisentwicklungen und Witterung, sowie die Kosten anhand der vom Energieversorger übermittelten Verbrauchsmengen. Die Weiterentwicklung der Prozesse hat ergeben, dass auf Basis der dadurch verfügbaren Informationen detailliertere Schätzungen bezogen auf die tatsächlichen Energieverbräuche und -lieferungen möglich sind. Infolgedessen wurde das verfeinerte Berechnungsmodell für die Umsatz- und Kostenabgrenzung für das Geschäftsjahr endend 30. September 2022 angewandt. Der Effekt aus der Änderung des Modells kann nicht quantifiziert werden, da diese Änderung notwendig war, um - unter den im Geschäftsjahr bestehenden Rahmenbedingungen - angemessene Schätzungen zu ermitteln. Die Angabe von Auswirkungen der Änderung dieser rechnungslegungsbezogenen Schätzungen auf nachfolgende Perioden ist ex-ante nicht möglich, da diese von den künftigen Energieverbräuchen und -lieferungen sowie weiterer nicht vorher absehbarer Parameter abhängen. Änderung der Schätzung der Nutzungsdauern von Wasser - , Wärme - und Kältezählern sowie Heizkostenverteilern Im Zuge der Harmonisierung der Kalibrierungsfristen für eichpflichtige Messgeräte wurde die Nutzungsdauer von Wasser-, Wärme- und Kältezählern in Deutschland ab dem 1. Oktober 2021 auf sechs Jahre geändert. Zuvor hatten diese Geräte je nach Typ eine etwas niedrigere oder etwas höhere Nutzungsdauer. Darüber hinaus wurde aufgrund der Überprüfung der Batterielaufzeiten die Nutzungsdauer von Heizkostenverteilern je nach Typ auf 13,5 bzw. 18 Jahre erhöht. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus dieser Änderung zum 30. September 2022 sowie in zukünftigen Perioden:
1) Negative Beträge bedeuten eine Verringerung der Abschreibungen und positive Beträge eine Erhöhung der Abschreibungen. Änderung der Schätzung der Nutzungsdauer von Kundenbeziehungen Die infolge des Erwerbs der "Techem Metering Gruppe" zum 31. Juli 2018 im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Kundenbeziehungen wurden bisher über eine Laufzeit von 13 (Energy Efficiency Solutions), 22 (Energy Services Germany) bzw. 24 Jahren (Energy Services International) abgeschrieben. Die in den letzten Jahren gestarteten Kundenbindungsprogramme zeigen im Berichtsjahr ihre Wirkung und weisen eine nachhaltig rückläufige Churn Rate (Rückgang des Gerätebestandes im Berichtszeitraum auf Basis des Bestandsgeschäfts) aus. Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde dementsprechend in den Segmenten Energy Services Germany und Energy Services International auf 40 Jahre und im Segment Energy Efficiency Solutions auf 25 Jahre erhöht. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus dieser Änderung zum 30. September 2022 sowie in zukünftigen Perioden:
1) Negative Beträge bedeuten eine Verringerung der Abschreibungen und positive Beträge eine Erhöhung der Abschreibungen. E. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die vertraglichen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 14 Abgegrenzte Forderungen stellen im Wesentlichen den Umsatz aus Vermietungs- und Wartungsverträgen sowie Energielieferungsverträgen (z.B. Wärme und Kälte) dar. Diese Dienste wurden geleistet, jedoch bis zum Stichtag des Konzernabschlusses noch nicht in Rechnung gestellt. Die vertraglichen Vermögenswerte stellen im Wesentlichen die abgegrenzten Erlöse aus den Ablesungs- und Abrechnungsleistungen dar. Diese Leistungen wurden teilweise erbracht, sind aber am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Forderungen in Höhe von 1.112 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 905 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen sind in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine vertraglichen Vermögenswerte abgeschrieben (Geschäftsjahr 2020/2021: 0 TEUR). Die Fälligkeitsstruktur der fakturierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:
1) Gemäß Simplified Approach Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden auf die abgegrenzten Forderungen und kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing Wertberichtigungen in Höhe von 926 TEUR gebildet (Kreditausfallrate: 0,7%). Im Geschäftsjahr 2020/2021 betrugen die Wertberichtigungen auf die abgegrenzten Forderungen und kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing 297 TEUR (Kreditausfallrate: 0,3%). Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzierungsleasing gliedern sich auf folgende Posten:
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 14 Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Ratenzahlungsgeschäften in Osteuropa mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und maximal zehn Jahren. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
1) Inklusive als uneinbringlich abgeschriebener Beträge sowie nicht in Anspruch genommener, aufgelöster Beträge 2) Inklusive Wertberichtungen auf langfristige Forderungen Von den Wertberichtigungen in Höhe von 4.979 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 3.387 TEUR) entfallen 3.140 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 2.821 TEUR) auf das Segment Energy Services und 1.839 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 566 TEUR) auf das Segment Energy Efficiency Solutions. Die Wertberichtigungen auf die vertraglichen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
1) Inklusive als uneinbringlich abgeschriebener Beträge sowie nicht in Anspruch genommener, aufgelöster Beträge 2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte - kurzfristig
Die kurzfristigen Forderungen gegenüber Gesellschaftern zum 30. September 2022 in Höhe von 245 TEUR enthalten Zinsforderungen gegenüber dem Mutterunternehmen der Techem 671 Gruppe, die aus einem Darlehensvertrag zwischen der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. und Techem Energy Services GmbH vom 3. März 2022 mit Ergänzung vom 1. August 2022 resultieren. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte aus Vertragserfüllungskosten vorgenommen (Geschäftsjahr 2020/2021: 0 TEUR). 3. Forderungen gegenüber Gesellschaftern, sonstige Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig
1) Inklusive Wertberichtungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzierungsleasing, für Erläuterungen vgl. Anmerkung 1 und Anmerkung 14 Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9.285 TEUR resultieren aus dem bereits unter dem kurzfristigen Posten beschriebenen Gesellschafterdarlehen zu den nachfolgenden Konditionen:
Die abgegrenzten Versicherungsbeiträge stehen im Zusammenhang mit der Absicherung von Risiken im Rahmen des Erwerbs der Techem Metering Group und haben eine Laufzeit bis 31. Juli 2025. Der Posten wird ratierlich über die Laufzeit aufgelöst. Der kurzfristige Anteil in Höhe von 949 TEUR (30. September 2021: 949 TEUR) wird unter den kurzfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die abgegrenzten Transaktionskosten stehen im Zusammenhang mit der Revolving Credit Facility, die zum 30. September 2022 in Höhe von 49.931 TEUR (30. September 2021: 40.000 TEUR) in Anspruch genommen wurde (vgl. Anmerkung 13). Der Posten wird in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der Laufzeit (bis Januar 2025) ratierlich aufgelöst. Der kurzfristige Anteil in Höhe von 678 TEUR (30. September 2021: 678 TEUR) ist in den kurzfristigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. 4. Vorräte
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden insgesamt 252 TEUR erfolgswirksam abgeschrieben (Geschäftsjahr 2020/2021: 734 TEUR). Die Abschreibungen sowie die Wertberichtigungen der Vorräte sind in den Produktkosten und bezogenen Leistungen enthalten. Wertberichtigungen werden auf veraltete oder nicht gängige Vorräte vorgenommen. 5. Mess - und Regeltechnik
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021/2022 war in Höhe von 15.011 TEUR auf Unternehmenserwerbe zurückzuführen (Geschäftsjahr 2020/2021: 5.806 TEUR). Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Im Geschäftsjahr 2021/2022 resultierte keine Veränderung des Konsolidierungskreises aus der Veräußerung von Gesellschaften (Geschäftsjahr 2020/2021: -198 TEUR). Der Wertminderungsaufwand in Höhe von 7.136 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 6.486 TEUR) bezieht sich auf außerplanmäßige Abschreibungen von Geräten, hauptsächlich bedingt durch Regeltausch von installierten Messgeräten und durch Vertragskündigungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Wertminderungsaufwand im Geschäftsjahr 2021/2022 entfällt ausschließlich auf das Segment Energy Services (Geschäftsjahr 2020/2021: Segment Energy Services 6.433 TEUR und Segment Energy Efficiency Solutions 53 TEUR). Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der Mess- und Regeltechnik sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 6. Sachanlagen
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021/2022 war in Höhe von 986 TEUR auf Unternehmenserwerbe zurückzuführen (Geschäftsjahr 2020/2021: 97 TEUR). Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Im Geschäftsjahr 2021/2022 resultierte keine Veränderung des Konsolidierungskreises aus der Veräußerung von Gesellschaften (Geschäftsjahr 2020/2021: -47 TEUR). Die Fördermittel beinhalten Investitionszuschüsse und -zulagen an die Techem Solutions GmbH, die die Anschaffungskosten der dazugehörigen Anlagen im Anlagevermögen mindern. Die Minderung wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Anlage erfolgswirksam aufgelöst. Die Wertminderungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2021/2022 betragen 337 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 447 TEUR). Der Wertminderungsaufwand entfiel vollständig auf das Segment Energy Services, während im Geschäftsjahr 2020/2021 414 TEUR auf das Segment Energy Efficiency Solutions und 33 TEUR auf das Segment Energy Services entfielen. Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der Sachanlagen sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. 7. Immaterielle Vermögenswerte
Die Position Software, Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögenswerte enthält auch die Handelsmarken. Die Handelsmarke Techem hat zum 30. September 2022 einen Buchwert von 215.230 TEUR (30. September 2021: 214.615 TEUR) und eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Sonstige Handelsmarken haben zum 30. September 2022 einen Buchwert von 1.470 TEUR (30. September 2021: 580 TEUR) und eine Nutzungsdauer von hauptsächlich 15 Jahren. Außerdem sind die im Rahmen des Erwerbs der Techem Metering Gruppe identifizierten Technologien und Software mit einem Gesamtbuchwert von 42.467 TEUR zum 30. September 2022 enthalten (30. September 2021: 49.747 TEUR). Zusätzlich sind hierin auch selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte enthalten. Zum 30. September 2022 beträgt der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte 54.303 TEUR (Zugänge: 18.955 TEUR; Abgänge: -119 TEUR; kumulierte historische Anschaffungskosten: 70.928 TEUR; Abschreibungen und Wertminderungsaufwand: 5.706 TEUR; kumulierte Abschreibungen: 16.624 TEUR). Zum 30. September 2021 betrug der Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte 41.173 TEUR (Zugänge: 15.785 TEUR; Abgänge: -32 TEUR; kumulierte historische Anschaffungskosten: 52.091 TEUR; Abschreibungen und Wertminderungsaufwand: 3.700 TEUR; kumulierte Abschreibungen: 10.918 TEUR). Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021/2022 war in Höhe von 72.745 TEUR auf Unternehmenserwerbe zurückzuführen (Geschäftsjahr 2020/2021: 29.429 TEUR). Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Im Geschäftsjahr 2021/2022 resultierte keine Veränderung des Konsolidierungskreises aus der Veräußerung von Gesellschaften (Geschäftsjahr 2020/2021: -136 TEUR). Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine Wertminderungsaufwendungen gebucht (Geschäftsjahr 2020/2021: 21 TEUR). Im Geschäftsjahr 2020/2021 entfielen die Wertminderungsaufwendungen vollständig auf die sonstigen immateriellen Vermögenswerte des Segments Energy Efficiency Solutions. Sämtliche Wertminderungsaufwendungen der immateriellen Vermögenswerte sind in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Buchwerte der Kundenbeziehungen, die im Konzernabschluss aktiviert sind, stammen aus folgenden Unternehmen:
1) Inklusive der Kundenbeziehungen aus Unternehmenserwerben, für Erläuterungen vgl. Anmerkung 27. Die gesamte Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt zwischen 25 und 50 Jahren, basierend auf den historischen Kundenbindungsraten. Bezüglich der Änderungen der Laufzeit der infolge des Erwerbs der Techem Metering Gruppe zum 31. Juli 2018 im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Kundenbeziehungen verweisen wir auf Anmerkung D. Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Handelsmarke Techem) sowie die unfertige Software in Entwicklung, die noch nicht zur Nutzung verfügbar ist, werden in Übereinstimmung mit IAS 36 jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung zum Bilanzstichtag unterzogen (sogenannter "Impairmenttest"). Sofern es unterjährig neue Erkenntnisse gibt, die auf eine mögliche Wertminderung einer Gruppe von CGUs ("Cash Generating Unit") hinweisen, wird ein weiterer Impairmenttest für diese Gruppe von CGUs durchgeführt. Grundsätzlich wird die Werthaltigkeitsprüfung wie folgt durchgeführt: Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden entsprechenden Gruppen von CGUs zugeordnet. Dabei stellen Energy Services Germany, Energy Services International und Energy Efficiency Solutions jeweils eine Gruppe von CGUs dar. Die Abgrenzung der Gruppen von CGUs erfolgt entsprechend den internen Steuerungsstrukturen der Geschäftsführung. Für jede Gruppe von CGUs wird der erzielbare Betrag ermittelt. Dieser bemisst sich als der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert der jeweiligen Gruppe von CGUs den erzielbaren Betrag, muss eine Wertminderung vorgenommen werden. Energy Services Germany. Der erzielbare Betrag der Energy Services Germany wird auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Für diese Gruppe von CGUs werden auf Grundlage eines Fünfjahresplans der Energy Services Germany die zukünftigen Cashflows ermittelt. Den nachfolgenden Perioden wird eine 1,5-prozentige Wachstumsrate (Geschäftsjahr 2020/2021: 1,0 Prozent) bei gleichbleibender Kostenrelation zugrunde gelegt. Anschließend wird der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet. Der verwendete gewichtete Durchschnittszinssatz vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital - "WACC") wird mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model ("CAPM") ermittelt und beträgt für die Gruppe von CGUs Energy Services Germany 5,78 Prozent (Geschäftsjahr 2020/2021: 6,05 Prozent). Der Fünfjahresplan der Energy Services Germany basiert auf den folgenden Annahmen:
Es wurden alle vom Management der Gesellschaft für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen überprüft und keine Fälle identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser Gruppe von CGUs über deren erzielbaren Betrag führen würden. Energy Services International. Der erzielbare Betrag der Energy Services International wird auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Für diese Gruppe von CGUs werden auf Grundlage eines Fünfjahresplans der Energy Services International die zukünftigen Cashflows ermittelt. Den nachfolgenden Perioden wird eine 1,5-prozentige Wachstumsrate (Geschäftsjahr 2020/2021: 1,0 Prozent) bei gleichbleibender Kostenrelation zugrunde gelegt. Anschließend wird der Barwert dieser zukünftigen Cashflows errechnet. Der verwendete gewichtete Durchschnittszinssatz vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital - "WACC") wird mit Hilfe des Capital Asset Pricing Model ("CAPM") ermittelt und beträgt für die Gruppe von CGUs Energy Services International 6,73 Prozent (Geschäftsjahr 2020/2021: 6,57 Prozent). Der Fünfjahresplan der Energy Services International basiert auf den folgenden Annahmen:
Es wurden alle vom Management der Gesellschaft für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen überprüft und keine Fälle identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser Gruppe von CGUs über deren erzielbaren Betrag führen würden. Energy Efficiency Solutions. Der erzielbare Betrag der Energy Efficiency Solutions wird durch die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten, die mit 1 Prozent des beizulegenden Zeitwerts angesetzt werden, bestimmt. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts werden die zukünftigen Cashflows aufgrund der Investitionen in die Wachstumsfelder aus dem Zehnjahresplan der Energy Efficiency Solutions zugrunde gelegt. Die Cashflows, die über diesen zehnjährigen Zeitraum hinausgehen, werden mit einer Wachstumsrate von 1,5 Prozent (Geschäftsjahr 2020/2021: 1,0 Prozent) bei gleichbleibender Kostenrelation hochgerechnet. Die Diskontierung der gesamten Cashflows erfolgt mit dem durchschnittlichen WACC nach Steuern von 4,65 Prozent (Geschäftsjahr 2020/2021: 4,52 Prozent). Der Businessplan der Energy Efficiency Solutions bis zum Geschäftsjahr 2031/2032 basiert auf den folgenden Annahmen:
Es wurden alle vom Management der Gesellschaft für möglich gehaltenen Änderungen der wesentlichen Annahmen überprüft und keine Fälle identifiziert, die zu einer Überschreitung des Buchwerts dieser Gruppe von CGUs über deren erzielbaren Betrag führen würden. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte und der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Handelsmarke Techem) sind den Gruppen von CGUs wie folgt zugeordnet:
Der Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwertes im Segment Energy Services Germany im Geschäftsjahr 2021/2022 war in Höhe von 20.478 TEUR auf Unternehmenserwerbe zurückzuführen (Geschäftsjahr 2020/2021: 4.966 TEUR). Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. 8. Anteile an at - equity bilanzierten Unternehmen Im Konzernabschluss sind Anteile an dem assoziierten Unternehmen Energieversorgungsgesellschaft Klinikum Ludwigsburg mbH (EKL) at-equity bilanziert. Die Anteile an dem at-equity bilanzierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
9. Latente Steuern Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
1) Die Darstellung wurde zur besseren Transparenz stärker an die Vorschriften des IAS 12.81(g) angepasst. Das Vorjahr wurde entsprechend geändert. Die passiven latenten Steuern auf Immaterielle Vermögenswerte beinhalten zum 30. September 2022 passive latente Steuern aufgrund von Wertaufstockungen und dem Ansatz von Vermögenswerten infolge der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der "Techem Metering Gruppe" zum 31. Juli 2018 in Höhe von 541.914 TEUR (30. September 2021: 559.517 TEUR) auf Kundenbeziehungen und Technologie und Software, welche sich im Rahmen der Abschreibung der Vermögenswerte über deren Nutzungsdauern vermindern. Sie werden zukünftig nicht zahlungswirksam. Auf die Handelsmarke Techem wurden zum 30. September 2022 passive latente Steuern in Höhe von 64.440 TEUR gebildet (30. September 2021: 64.342 TEUR). Die aktiven sonstigen zeitlichen Unterschiede beziehen sich zum 30. September 2022 und zum 30. September 2021 im Wesentlichen auf die Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Techem 672 mbH, Techem 673 mbH, Techem 674 mbH, Techem 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH, Techem Solutions GmbH, Techem X GmbH und der bautec Energiemanagement GmbH für den Veranlagungszeitraum 2022. Der zugrundeliegende Steuersatz für die Organschaft beläuft sich auf 29,94 Prozent. Rückwirkend ab dem 1. Oktober 2021 gibt es eine weitere ertragsteuerliche Organschaft zwischen der DMG Beteiligungsgesellschaft mbH, der BFW Ternes GmbH, der Exakta-Kalorex GmbH und der MessTech GmbH. Ab dem 1. Januar 2022 wurde rückwirkend die MATec Wolski Gesellschaft für Meß- und Abrechnungstechnik mbH für den Veranlagungszeitraum 2022 mit aufgenommen. Der zugrundeliegende Steuersatz für die Organschaft liegt hier bei 29,55 Prozent. Zum 30. September 2022 wurden von den aktiven latenten Steuern aufgrund von Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.665 TEUR (30. September 2021: 4.842 TEUR) 1.017 TEUR (30. September 2021: 737 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Die latenten Steuern enthalten keine langfristigen aktiven latenten Steuern und langfristige passive latente Steuern in Höhe von 728.450 TEUR. Zum Stichtag bestehen Verlustvorträge in Höhe von ca. 25.209 TEUR (30. September 2021: 22.378 TEUR), auf die in Höhe von 22.558 TEUR (30. September 2021: 21.091 TEUR) wegen unwahrscheinlicher Nutzbarkeit keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Die heutige Einschätzung bezüglich der Wertberichtigung auf Nettoverlustvorträge kann sich in Abhängigkeit von der Ertragslage des Unternehmens sowie der Steuergesetzgebung in zukünftigen Jahren ändern und eine Anpassung der Wertberichtigungen erforderlich machen. Die ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 22.558 TEUR (30. September 2021: 21.091 TEUR), für die keine aktive latente Steuer angesetzt wurde, beziehen sich auf folgende Gesellschaften:
Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden zum 30. September 2022 in Höhe von 186.420 TEUR (30. September 2021: 187.307 TEUR) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da die Gesellschaft den Zeitpunkt der Auflösung der temporären Differenzen kontrollieren kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. 10. Vertragliche Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, übrige Verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - kurzfristig
1) Im Geschäftsjahr 2020/2021 unter Sonstige ausgewiesen 2) Für Erläuterungen vgl. Teil F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN - "Konzentration von Risiken" Die vertraglichen Verbindlichkeiten stellen im Wesentlichen vorschüssig fakturierte Ablesungs- und Abrechnungsdienstleistungen sowie Miet- und Wartungsdienstleistungen dar. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum 30. September 2022 in Höhe von 49.628 TEUR enthalten Zinsverbindlichkeiten gegenüber dem Mutterunternehmen der Techem 671 Gruppe, die aus einem Darlehensvertrag zwischen der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. und Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH vom 26. Juli 2018 resultieren. Zum 30. September 2021 bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 46.782 TEUR, die im Laufe des Geschäftsjahres durch Erhöhung des Darlehens gegenüber dem Gesellschafter kapitalisiert wurden. In den sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Lohn- und Umsatzsteuer enthalten. 11. Vertragliche Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, übrige Verbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - langfristig
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.627.142 TEUR resultieren aus dem bereits unter dem kurzfristigen Posten beschriebenen Gesellschafterdarlehen zu den nachfolgenden Konditionen:
Das Gesellschafterdarlehen ist nachrangig und unbesichert. Der Anstieg des Gesellschafterdarlehens resultiert aus der Kapitalisierung der Zinsen aus der Zinsperiode vom 1. April 2021 bis 31. März 2022. 12. Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig
1) Für Erläuterungen vgl. Anmerkung 13 13. Finanzverbindlichkeiten - langfristig
Am 30. Juli 2018 gab die Blitz F18-674 GmbH (später Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH) Senior Notes (fällig 2026) in Höhe von 465.000 TEUR aus. Die Einnahmen daraus wurden für den Kaufpreis der Techem Metering Gruppe und die Bezahlung von Gebühren und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition der Techem Metering Gruppe sowie den damit verbundenen Finanzierungsaktivitäten verwendet. Zusätzlich wurde am 31. Juli 2018 das bestehende 2017 Senior Facilities Agreement der Techem Metering Gruppe angepasst und mit dem ursprünglichen Senior Facilities Agreement, das die Blitz F18-675 GmbH (später Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH) am 19. Juli 2018 abgeschlossen hatte, verschmolzen. Das daraus entstehende Senior Facilities Agreement umfasste zu dem Zeitpunkt die Facility B mit einem Nominalwert von 2.340.000 TEUR und die Revolving Credit Facility mit einem Nominalwert von 275.000 TEUR (beide fällig in 2025). Die Facility B enthielt zwei Tranchen: Facility B1 und B2. Facility B2 wurde von der Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH für folgende Zwecke in Anspruch genommen:
Facility B1 entsprach bestimmten Beträgen, die bereits unter dem 2017 Credit Facilities Agreement ausstehend gewesen waren und historisch von der Techem Energy Metering Service GmbH & Co. KG (mittlerweile auf die Techem Metering GmbH angewachsen) und der Techem GmbH in Anspruch genommen worden waren. Im Januar 2019 wurden Senior Notes im Nominalwert von 51.100 TEUR von der Gesellschaft auf freiwilliger Basis zurückgekauft. Am 24. Juli 2019 wurde ein Repricing der Facility B vereinbart. Dadurch wurde die damals bestehende Marge von 375 Basispunkten auf 350 Basispunkte gesenkt. Zu diesem Zweck wurden die Facilities B1 und B2 bei gleichbleibendem Darlehensbetrag technisch in die Facility B3 überführt. In diesem Zusammenhang fielen Modifikationsgewinne aus der Neubewertung der Facility B in Höhe von 18.583 TEUR an. Am 16. August 2019 wurde die Facility B auf freiwilliger Basis in Höhe von 50.000 TEUR teilweise getilgt. Am 29. Januar 2020 wurde eine Refinanzierung und in diesem Zusammenhang ein weiteres Repricing der Facility B durchgeführt. Dabei gab die Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH Senior Secured Notes in Höhe von 1.145.000 TEUR aus (Laufzeit bis Juli 2025). Diese Einnahmen wurden in voller Höhe verwendet, um die Facility B teilweise zu tilgen. Die Facility B3 wurde im Zuge der Refinanzierung und des Repricing technisch in die Facility B4 mit einem Darlehensbetrag von 1.145.000 TEUR überführt. In diesem Zusammenhang fielen Modifikationsgewinne aus der Neubewertung der Facility B in Höhe von 26.143 TEUR an. Gegenläufig wurden die abgegrenzten Transaktionskosten und die Neubewertungsanpassung in Höhe von insgesamt 23.274 TEUR, die auf die Tilgung der Facility B in Höhe von 1.145.000 TEUR im Rahmen dieser Refinanzierung zurückzuführen sind, ausgebucht. Zudem wurden die Fälligkeiten der Facility B und der Senior Secured Notes im Juli 2025 taggleich harmonisiert. Im weiteren Verlauf werden die Konditionen im Detail erläutert. Im September 2021 wurden Senior Notes in Höhe von 50.000 TEUR Nominalbetrag zurückgezahlt (Redemption). Am 30. September 2022 ist die Facility B mit 1.145.000 TEUR komplett gezogen. Von der Revolving Credit Facility sind 220.115 TEUR nicht gezogen (Inanspruchnahmen von 49.931 TEUR in Barmitteln sowie 4.954 TEUR durch Garantien). Im Geschäftsjahr 2021/2022 gab es kumulierte Ziehungen von 109.931 TEUR und kumulierte Rückzahlungen von 100.000 TEUR der Revolving Credit Facility (jeweils in Barmitteln). Der Nominalwert der Senior Secured Notes beträgt zu diesem Zeitpunkt 1.145.000 TEUR, der verbleibende Nominalwert der Senior Notes beträgt per 30. September 2022 363.900 TEUR. Der Zins der Fazilitäten basiert auf dem EURIBOR für Darlehen in Euro und auf dem LIBOR für Darlehen in einer anderen Währung. Bis Juli 2020 war die relevante Marge laut aktuellem Senior Facilities Agreement auf 287,5 Basispunkte für die Facility B und 275 Basispunkte für die Revolving Credit Facility festgelegt. Anschließend variiert die relevante Marge zwischen 287,5 Basispunkten und 237,5 Basispunkten für die Facility B und zwischen 275 Basispunkten und 175 Basispunkten für die Revolving Credit Facility, abhängig von dem Senior Secured Net Leverage Ratio des der Zinszahlung vorausgehenden 12-Monatszeitraums. Im Falle eines negativen EURIBOR greift der "zero-floor" und die Marge wird nicht reduziert. Auf Basis dieses durchgeführten Senior Secured Net Leverage Ratio Tests wurde mit Wirkung zum 24. August 2022 die Marge der Facility B auf 237,5 Basispunkte und die Marge der Revolving Credit Facility auf 175 Basispunkte gesenkt (davor betrugen diese Margen 262,5 und 200 Basispunkte). Gegen Zinsrisiken hat Techem Zinssicherungsgeschäfte in Form von Payer Swap Vereinbarungen abgeschlossen. Die Payer Swaps in Höhe von 1.600.000 TEUR wurden in 2018 mit einer Laufzeit bis Oktober 2022 fixiert. Im Dezember 2022 wurde ein Zinscap in Höhe von 440.000 TEUR zur teilweisen Absicherung der variabel verzinslichen Facility B (1.145.000 TEUR) abgeschlossen. Die Senior Secured Notes haben einen festen Zinskupon von 2,000%. Die Senior Notes haben einen festen Zinskupon von 6,000%. Zum 30. September 2022 betragen die abgegrenzten Zinsen für die Notes insgesamt 8.410 TEUR. Im Darlehensvertrag sind bestimmte Grenzwerte für das Senior Secured Net Leverage Ratio definiert. Das Überschreiten dieser Grenzwerte führt zur vorzeitigen Rückzahlung der Facility B in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes eines ebenfalls im Vertrag definierten und um Sondereffekte bereinigten "Überschuss-Cashflow", der jeweils in jährlichen Schritten für den vorangegangenen 12-Monatszeitraum berechnet wird. Zinszahlungen werden aktuell für die Facility B auf Basis des Sechs-Monats-EURIBOR getätigt. Zum 30. September 2022 betragen die abgegrenzten Zinsen für die Darlehen des Senior Facilities Agreements 8.089 TEUR. Die Darlehen des Senior Facilities Agreements, die Senior Secured Notes und bestimmte Sicherungsvereinbarungen sind erstrangig besichert. Die Verpflichtungen rangieren gleichrangig mit anderen Verpflichtungen, die nicht nachrangig zu bedienen sind. Die Darlehen des Senior Facilities Agreements und die Senior Secured Notes sind erstrangig durch die Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH und Techem Solutions GmbH besichert. Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Techem Energy Services GmbH und Techem Solutions GmbH gewähren die folgenden Verpfändungen und Sicherungsrechte auf einer gleichrangigen und anteilsmäßigen Grundlage als Sicherheit für die Darlehen unter dem Senior Facilities Agreement und für die Senior Secured Notes:
Die Senior Notes sind nachrangig durch die Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH und Techem Solutions GmbH besichert. Die Senior Notes sind besichert durch:
Zum 30. September 2022 hatten die verpfändeten Anteile die folgenden Buchwerte nach lokalem Handelsrecht vor Konsolidierung: Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH (563.099 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 673 mbH gehalten), Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH (2.323.671 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH gehalten), Techem Metering GmbH (3.966.794 TEUR; direkt von Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH gehalten), Techem GmbH (1.952.736 TEUR; direkt von Techem Metering GmbH gehalten), Techem Energy Services GmbH (179.442 TEUR; direkt und indirekt von Techem GmbH gehalten) und Techem Solutions GmbH (35.066 TEUR; direkt von Techem Energy Services GmbH gehalten). Zusätzlich zu den verpfändeten Anteilen sind die finanziellen Verpflichtungen durch abgetretene Bankguthaben in Höhe von 3.432 TEUR per 30. September 2022 gesichert. In der Finanzierung bestehen "Covenants", die eingehalten und regelmäßig an die beteiligten Banken berichtet werden müssen. Diese sind aufgrund der Zahlen zum 30. September 2022 eingehalten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt der Durchschnittszinssatz 3,63 Prozent p.a. 14. Leasing Die Gesellschaft als Leasingnehmer Die Gesellschaft least verschiedene Immobilien, IT-Ausstattung und Fahrzeuge. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse werden individuell verhandelt und beinhalten eine Bandbreite verschiedener Laufzeiten und Bedingungen. Typischerweise werden die Leasingverträge für eine feste Laufzeit mit zusätzlichen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen für eine oder beide Vertragsparteien geschlossen. In manchen Fällen sind unbefristete Verträge mit Kündigungsoption für eine oder beide Vertragsparteien vereinbart. In der Finanzierung bestehen Beschränkungen bezüglich Leasingverhältnissen, die eingehalten werden müssen. Zum 30. September 2022 werden diese eingehalten. Die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen, bei denen die Gesellschaft als Leasingnehmer auftritt, setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2021/2022 betragen die Zugänge zu den Nutzungsrechten 14.813 TEUR (Geschäftjahr 2020/2021: 76.827 TEUR). Zusätzlich betragen die Zugänge aus der Veränderung des Konsolidierungskreises 3.210 TEUR, die auf Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2021/2022 zurückzuführen sind. Zu detaillierten Angaben verweisen wir auf Anmerkung 27. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen:
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine Wertmindungsaufwendungen aus den Nutzungsrechten erfasst. Die gesamten Wertminderungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2020/2021 entfielen auf das Segment Energy Services. Die Wertminderungsaufwendungen aus den Nutzungsrechten waren in dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen auf Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte" in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 betragen die gesamten Zahlungsmittelabflüsse (inkl. Zinsen) für Leasingverhältnisse 23.584 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 22.506 TEUR). Für die zukünftigen Mittelabflüsse basierend auf undiskontierten Bruttocashflows wird auf Teil F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN "Konzentration von Risiken" verwiesen. Aus nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, deren Ausübung als nicht hinreichend sicher qualifiziert sind, könnten sich die künftigen Zahlungsmittelabflüsse gegenüber den derzeitigen Annahmen bei der Berechnung der Leasingverbindlichkeiten um 33.927 TEUR (undiskontiert) erhöhen (Geschäftsjahr 2020/2021: 38.824 TEUR). Im Geschäftsjahr 2021/2022 ergab sich aus der Veränderung der ursprünglich getroffenen Einschätzungen bezüglich der Ausübung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen ein Rückgang der bilanzierten Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte um 93 TEUR (undiskontiert) (Geschäftsjahr 2020/2021: 6.225 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen bei der Gesellschaft Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen für Fahrzeuge, die noch nicht begonnen haben.Im Geschäftsjahr 2022/2023 werden aus erstmaliger Bewertung dieser Leasingverhältnisse Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 5.807 TEUR erwartet. Die Gesellschaft als Leasinggeber Der Konzern tritt im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen als Leasinggeber auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Leasing von Wärmeerzeugungsanlagen und sonstigen technischen Anlagen. Hierbei wird eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen bilanziert. Zahlungen des Leasingnehmers werden als Tilgungsleistung bzw. als Zinsertrag erfasst. Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die folgenden Beträge im Zusammenhang mit Finanzierungsleasing:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttoinvestitionen in Finanzierungsleasingverhältnisse und den Barwert der Mindestleasingzahlungen:
1) Vgl. Anmerkung 1 Die Fälligkeitsrasterung der Gesamtbruttoinvestition und des Barwerts der Mindestleasingzahlung ist wie folgt:
15. Sonstige Rückstellungen - kurzfristig
Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021/2022 ist auf Unternehmenserwerbe (vgl. Anmerkung 27) zurückzuführen. Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen für variable Entgelte sowie Urlaubsverpflichtungen. Zudem sind u.a. Rückstellungen für Zeitguthaben von Mitarbeitern aus geleisteten Überstunden enthalten. Die Rückstellung für Garantiefälle wird im Wesentlichen für Verpflichtungen aus mängelbehafteten Gerätelieferungen, fehlerhaften Abrechnungen und Montageschäden gebildet. Die Restrukturierungsrückstellung betrifft im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Programmen zur Optimierung der Funktionsbereiche in Deutschland. Bei der Berechnung dieser Restrukturierungsrückstellung wurde gemäß dem mit dem Betriebsrat abgeschlossenen Sozialplan eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern mit den durchschnittlichen Personalkosten beziehungsweise den individuellen Personalkosten multipliziert. Im Rahmen von einzelnen Initiativen können insbesondere die tatsächliche Anzahl der betroffenen Mitarbeiter, individuelle Gehälter oder Anzahl der Eigenkündigungen von den oben genannten Schätzungen abweichen. Wartungsdienstrückstellungen sind gebildet worden, um dem Austausch von Geräten im Rahmen von Wartungsverträgen Rechnung zu tragen. Betroffen sind ausschließlich defekte Geräte oder Geräte mit abgelaufener Eichfrist, die unter die Wartungsverträge fallen und zum Bilanzstichtag noch nicht ausgetauscht wurden. Der unter "Sonstige" ausgewiesene Betrag im Geschäftsjahr 2021/2022 bezieht sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Beiträge zu Verbänden, für Ausbau- und Instandhaltungsverpflichtungen, für Schadensfälle, für Renovierungsverpflichtungen sowie für Betriebsprüfungen. Da die Nettowährungsdifferenzen nicht wesentlich sind, werden diese nicht gesondert ausgewiesen. Sie sind in der Spalte "Auflösung" enthalten. 16. Sonstige Rückstellungen - langfristig
Die Rückstellungen werden im Wesentlichen mit 4,81 Prozent abgezinst (die Risikozuschläge wurden bei der Bemessung der zukünftigen Mittelabflüsse berücksichtigt). Der unter "Sonstige" ausgewiesene Betrag im Geschäftsjahr 2021/2022 setzt sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Generalüberholung, für Schadensfälle sowie für künftige Betriebsprüfungen zusammen. Da die Nettowährungsdifferenzen nicht wesentlich sind, werden diese nicht gesondert ausgewiesen. Sie sind in der Spalte "Auflösung" enthalten. 17. Pensionsrückstellungen Die Pensionspläne der Tochtergesellschaften variieren aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Die Altersversorgungssysteme im In- und Ausland basieren überwiegend auf Leistungszusagen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen Rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Es bestehen Pensionspläne für ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung der Techem Energy Services GmbH und der Techem GmbH. Die Pensionspläne basieren auf einem gesonderten Versorgungsplan für jedes Mitglied. Sie richten sich grundsätzlich nach den pensionsfähigen Bezügen der jeweiligen Mitarbeiter und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Des Weiteren ist eine Unterstützungskasse eingerichtet. Für sämtliche aktive und einige ehemalige Mitarbeiter der Techem (Schweiz) AG bestehen Pensionspläne, die entsprechend dem Schweizer Vorsorgesystem kapitalgedeckt bzw. rückversichert sind. Die Pensionspläne umfassen eine Altersrente sowie Risikoleistungen (Invalidität und Tod). Die Altersrente wird durch das Altersguthaben und einen Umwandlungssatz bestimmt, die Risikoleistungen sind als fester Prozentsatz des versicherten Gehalts definiert. Die Pensionsrückstellungen werden anhand von unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachten bilanziert. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method", für die deutschen Gesellschaften unter Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Bei den Vermögenswerten für die extern finanzierten Verpflichtungen handelt es sich um qualifizierte Versicherungen (verpfändete Rückdeckungsversicherungen), die die Voraussetzungen für Vermögenswerte ("Plan Assets") erfüllen. Dementsprechend erfolgt eine Verrechnung mit den Rückstellungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen unterliegt Risiken, die sich aus der Entwicklung der Lebenserwartung, der zukünftigen Höhe von Rentenanpassungen und der Entwicklung der Kapitalmarktverzinsung ergeben. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wurden für einige Versorgungspläne qualifizierte Versicherungen (Rückdeckungsversicherungen) abgeschlossen. Diese werden größtenteils nicht an einem aktiven Markt gehandelt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Pensionsverpflichtungen in den jeweiligen Berichtsperioden dar:
Die Bewegungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens sowie der Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungspläne stellen sich wie folgt dar:
1) Im sonstigen Ergebnis erfasst 2) Im laufenden Ergebnis erfasst Da sämtliche Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen der im jeweiligen Geschäftsjahr in Rente gegangenen ehemaligen Mitarbeiter der Techem (Schweiz) AG auf eine Versicherungsgesellschaft übertragen werden, reduzierten sich sowohl der Barwert der korrespondierenden Verpflichtung als auch der beizulegende Zeitwert des Planvermögens im Geschäftsjahr 2021/2022 um jeweils 579 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: jeweils 745 TEUR). Der laufende und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sind im Personalaufwand enthalten. Der Zinsaufwand und die Erträge aus Planvermögen sind im Finanzergebnis enthalten. Die Neubewertungen sind im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertungen verteilen sich wie folgt:
Die grundlegenden Annahmen zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen stellen sich wie folgt dar (Durchschnittswerte):
Für deutsche Pensionsverpflichtungen wurde zum Stichtag 30. September 2022 ein durchschnittlicher Diskontierungssatz von 3,65 Prozent, Gehaltssteigerungen von 3% und Rentensteigerungen von 2% angewendet. Für die Pensionsverpflichtungen der Techem (Schweiz) AG wurde zum 30. September 2022 ein Diskontierungssatz von 2,30 Prozent, Gehaltssteigerungen von 1,5% und Rentensteigerungen von 0% angewendet. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
Das Verfahren für die Ermittlung der Sensitivitäten entspricht dem Verfahren der Verpflichtungsberechnung zum Bilanzstichtag. Der Aufwand für beitragsorientierte Altersvorsorgesysteme beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 14.674 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 13.895 TEUR). Davon entfallen im Geschäftsjahr 2021/2022 12.731 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 12.226 TEUR) auf die deutschen Gesellschaften und beinhalten im Wesentlichen die Arbeitgeberbeiträge für die gesetzliche Rentenversicherung. Im Geschäftsjahr 2022/2023 werden die Beiträge in das Planvermögen voraussichtlich 1.221 TEUR betragen. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungspläne beträgt 12,5 Jahre (Geschäftsjahr 2020/2021: 14,6 Jahre). Die Leistungszahlungen werden voraussichtlich wie folgt fällig:
18. Eigenkapital Stammkapital. Das Stammkapital der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH beträgt unverändert 100.000 EUR zum 30. September 2022 (30. September 2021: 100.000 EUR). Das Stammkapital der Gesellschaft ist in 49.999 Geschäftsanteile A, 50.000 Geschäftsanteile B und 1 Geschäftsanteil C, jeweils zum Nennbetrag von 1 EUR, eingeteilt. Das Stammkapital ist voll erbracht. Kapitalrücklage. Zum 30. September 2022 enthält die Kapitalrücklage die getätigten Einlagen in Höhe von 563.127.044 EUR (30. September 2021: 563.127.044 EUR). Andere Rücklagen. Andere Rücklagen enthalten das Netto-Ergebnis des Geschäftsjahres sowie die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse und das kumulierte sonstige Ergebnis, das sich aus den Währungsumrechnungsdifferenzen, den Neubewertungen der Pensionsrückstellungen sowie den Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis zusammensetzt. Angaben zum Kapitalmanagement. Die Techem 671 Gruppe verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Hierbei stellt das buchhalterische Kapital des Konzerns jedoch lediglich ein passives Steuerungskriterium dar, während Umsatz sowie EBIT/EBITDA als aktive Steuerungskriterien fungieren, wobei die Gesellschaft der Überzeugung ist, dass die Kennzahl EBIT die Kapitalintensität des Geschäftes am besten reflektiert. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung des Eigenkapitals und der Finanzverbindlichkeiten:
Aktienbasierte Vergütung/ Managementbeteiligungsprogramm (MEP). Im März 2019 wurde von den Hauptinvestoren des Konzerns ein Managementbeteiligungsprogramm (MEP) aufgelegt. Dieses erlaubt es den Planteilnehmern, sich indirekt am Konzern und seiner Wertentwicklung über ein Eigeninvestment zu beteiligen. Dabei erwerben die Planteilnehmer ein Paket bestehend aus Anteilen des Gesellschafterdarlehens (vgl. Anmerkung 11) sowie Geschäftsanteile A und B der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Bis zum 30. September 2021 wurden 3.575 Geschäftsanteile A sowie 253 Geschäftsanteile B an die Planteilnehmer veräußert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine Geschäftsanteile an die Planteilnehmer veräußert. Über ihre Beteiligung partizipieren die Planteilnehmer an künftigen Kapitalerlösen aus einem definierten Exit-Ereignis (IPO oder Verkauf des Konzerns). Der aus der Beteiligung resultierende Anspruch unterliegt Erdienungsbedingungen, die am Verbleib im Unternehmen bis zum Eintritt des Exit-Ereignisses anknüpfen (Dienstzeitbedingung). Ein vorzeitiges Ausscheiden kann zum teilweisen oder vollständigen Verlust des Beteiligungsanspruches führen. Die Beteiligungen fallen dann an den Investor zurück und werden ggf. an andere oder neue Planteilnehmer wieder ausgegeben. Das Managementbeteiligungsprogramm wird als aktienbasierte Vergütung mit Eigenkapitalausgleich bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Geschäftsanteile wird zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Die im Rahmen des MEP gehaltenen Geschäftsanteile A und B werden als Optionen behandelt und mit Hilfe eines Optionsbewertungsansatzes bewertet. Alle weiteren Annahmen wurden konsistent zum Impairmenttest abgeleitet. Der abgeleitete Gesamtwert für diejenigen gehaltenen Geschäftsanteile A und B aus dem MEP entsprach dem Eigeninvestment der Planteilnehmer. Aus dem MEP ist daher für bestehende Planteilnehmer weder in der Periode, in der die Anteile gewährt wurden, noch künftig Aufwand zu erfassen. Im Frühjahr 2022 wurde ferner der sog. LTIP als weiteres aktienbasiertes Programm aufgelegt. Dieser sieht zunächst eine Beteiligungsmöglichkeit zu gleichen Bedingungen wie im MEP oben vor. Insofern gelten die hierzu gemachten Ausführungen. Darüber hinaus erhielten die Mitglieder der Techem 671 Gruppe Zusagen über einen Exit-Bonus, der im Falle definierter Exit-Szenarien zur Auszahlung kommt. Als Exit gelten neben bestimmten Verkaufsszenarien bezogen auf die Anteile der Luxembourg Investment Company 261 an der Techem 671 Gruppe, bei denen die Hauptinvestoren mindestens die Kontrolle abgeben, der Börsengang der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. oder eines ihrer Tochterunternehmen. Der Bonusanspruch spiegelt die Teilhabe an der Wertsteigerung der Luxembourg Investment Company 261 bzw. der Techem 671 Gruppe seit dem jeweiligen Gewährungszeitpunkt, ausgehend von einem vereinbarten Grundbetrag, wider. Der Bonus wird zusätzlich von einem Zeitfaktor bestimmt. Je später der Exit stattfindet, desto geringer wird ceteris paribus der Bonus. Die Luxembourg Investment Company 261 kann den Bonus entweder in Geld oder in Anteilen an der Techem 671 Gruppe erfüllen. Der beizulegende Zeitwert der Bonus-Zusage zum Gewährungszeitpunkt ergibt sich ausgehend von einem vereinbarten Grundbetrag als Ergebnis einer Simulation der Wertsteigerung bis zum erwarteten Exit-Zeitpunkt. Ausgehend von einem Startwert, der konsistent zum Impairmenttest abgeleitet wurde, wurde mittels einer Monte Carlo Simulation die mögliche Wertsteigerung bis zum angenommenen Exit-Ereignis ermittelt und der Grundbetrag mit der Wertsteigerung in % multipliziert. Der abgeleitete Gesamtwert für die im Rahmen des LTIP gehaltenen Anteile (inklusive Exit-Bonus) entsprach im Wesentlichen dem Eigeninvestment der Planteilnehmer. Aus dem LTIP (inklusive Exit-Bonus) ist daher für die bestehenden Planteilnehmer weder in der Periode, in der die Anteile gewährt wurden, noch künftig Aufwand zu erfassen. 19. Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Die finanziellen Vermögenswerte umfassen ausschließlich Schuldinstrumente. Nach Prüfung der "Zahlungsstrombedingungen" generieren sämtliche finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Geldmarktfonds ausschließlich Cashflows, die Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Des Weiteren ergab die Prüfung der "Geschäftsmodellbedingungen", dass die finanziellen Vermögenswerte nur zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows gehalten werden (IFRS 9.4.1.2). Daher werden die finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Geldmarktfonds zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Da die "Zahlungsstrombedingungen" bei den Geldmarktfonds nicht erfüllt sind, werden diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der Finanzinstrumente der Techem 671 Gruppe und ihre beizulegenden Zeitwerte gemäß IFRS 9 bzw. IFRS 7:
1) Zum 30. September 2022 werden Geldmarktfonds mit einem Betrag von 0 TEUR in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen (30. September 2021: 0 TEUR). 2) Zum 30. September 2022 enthält die Bilanzposition zusätzlich 141 TEUR Währungssicherungsinstrumente (30. September 2021: 0 TEUR). Diese werden in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. 3) Zum 30. September 2022 enthält die Bilanzposition zusätzlich 64 TEUR Zinssicherungsinstrumente und 36 TEUR Währungssicherungsinstrumente (30. September 2021: 11.238 TEUR und 0 TEUR). Diese werden in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen. 4) Zum 30. September 2022 enthält die Bilanzposition zusätzlich 28 TEUR langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden (30. September 2021: 0 TEUR). Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In der nachstehenden Tabelle werden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Hierarchiestufen gemäß IFRS 7 bzw. IFRS 13 zusammengefasst. Die Hierarchiestufen werden folgendermaßen definiert: Stufe 1: Finanzinstrumente, deren Bewertung auf notierten Preisen an aktiven Märkten basiert Stufe 2: Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Eingangsparametern erfolgt, die direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden Stufe 3: Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Eingangsparametern erfolgt, die nicht an Märkten beobachtbar sind
Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden keine Umgliederungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zwischen Stufe 1 und Stufe 2 der Hierarchie vorgenommen. Bei sämtlichen kurzfristigen Positionen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte nahezu den Buchwerten entsprechen. Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den Positionen langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte, langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten entsprechen die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den Buchwerten. Der beizulegende Zeitwert der Geldmarktfonds basiert auf öffentlich notierten Marktpreisen auf einem aktiven Markt zum Bilanzstichtag. Die beizulegenden Zeitwerte von Zinssicherungsinstrumenten ohne Sicherungsbeziehung (Zinsswaps) werden auf Basis der mark-to-market Bewertungsmethode ermittelt. Anschließend wird jeweils ein Abschlag für das eigene Kreditausfallrisiko der Techem 671 Gruppe (bzw. das Kreditausfallrisiko des Kontrahenten) berücksichtigt. Das für die Berechnung des Kreditausfallrisikos erwartete Exposure wird auf Grundlage der von den Kontrahentenbanken erstellten mark-to-market Bewertungen ermittelt. Für die Bewertung des Kreditrisikos bzw. der Ausfallwahrscheinlichkeiten und des erwarteten Verlustes bei Ausfall werden Techem spezifische CDS Spread-Quotierungen herangezogen. Zur Diskontierung des Abschlages für das Kreditausfallrisiko werden fristadäquate risikofreie Zinssätze verwendet. Zum 30. September 2022 basierten die beizulegenden Zeitwerte der Anleihen auf den notierten Preisen der jeweiligen Anleihen. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Darlehen), die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows errechnet. Zur Diskontierung werden risikoadjustierte fristenadäquate Marktzinssätze auf Grundlage von Techem spezifischen CDS Spread-Quotierungen verwendet. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows errechnet. Zur Diskontierung wird der interne Zinsfuß der Techem Senior Notes zum 30. September 2022 verwendet. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Anleihen fallen unter die Hierarchiestufe 1. Die oben genannten beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme von Anleihen) und der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind der Hierarchiestufe 2 zugeordnet. Die Nettogewinne oder Nettoverluste aus den Finanzinstrumenten der Techem 671 Gruppe setzen sich wie folgt zusammen:
1) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben Aufwendungen aus der Zuführung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte und Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte. 2) Die Zinserträge enthalten unter Anderem Zinserträge aus Ratenzahlungsgeschäften und Finanzierungsleasing unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 3) Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen, Gesellschafterdarlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 4) Es handelt sich um Gewinne aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumenten (vgl. Anmerkung 25). 5) Im Geschäftsjahr 2021/2022 enthält der Posten ausschließlich Zinsaufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Sicherungsinstrumenten Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Darlehen, Anleihen, Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:
20. Umsatzerlöse
Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2021/2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 785.265 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 711.167 TEUR) zeitraumbezogen und 114.364 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 107.451 TEUR) zeitpunktbezogen realisiert. Die Erlöse verteilen sich auf folgende Erlösquellen:
Die im Geschäftsjahr 2021/2022 erfassten Erlöse, die in den vertraglichen Verbindlichkeiten zum 1. Oktober 2021 enthalten waren, betragen 52.735 TEUR (1. Oktober 2020: 49.026 TEUR). Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über den Teil der Transaktionspreise, der auf die noch nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen entfällt:
Die Gesellschaft hat entschieden, die Transaktionspreise für Leistungsverpflichtungen, die nicht erfüllt (oder teilweise nicht erfüllt) sind, nicht zu zeigen, wenn sie Teil eines Vertrags mit einer ursprünglich erwarteten Dauer von einem Jahr oder weniger sind. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Verkaufs-, Wartungsdienstleistungs- und auch auf kurzfristige Ablesungs- und Abrechnungsleistungsverträge. Darüber hinaus werden die Transaktionspreise der nicht erfüllten (oder teilweise erfüllten) Leistungsverpflichtungen des Produkt- und Servicebereichs Energy Efficiency Solutions gemäß IFRS 15 nicht offengelegt. Für diese Leistungen, für die ein Anspruch auf Gegenleistung von einem Kunden besteht, erfasst die Gesellschaft Umsätze in Höhe des Betrages, der direkt dem Wert der von der Gesellschaft bereits erbrachten Leistungen für den Kunden entspricht und den die Gesellschaft in Rechnung stellen darf. 21. Aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen aus Montageleistungen beziehen sich auf die Mess- und Regeltechnik und werden im Rahmen der vermieteten Messgeräte aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen aus Projekten beziehen sich auf die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte, z.B. Entwicklung der digitalen Infrastruktur und neuer Gerätetechnologien im Zuge des Digitalisierungsprozesses und die Errichtung von technischen Anlagen (siehe auch Anmerkung 24). 22. Sonstige Erträge
Die Kursgewinne sind hauptsächlich durch Wechselkursänderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen/ -verbindlichkeiten und dem Zeitpunkt der Zahlung oder der Neubewertung zum Bilanzstichtag begründet. In den sonstigen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Unternehmenserwerben (Asset Deals) enthalten. 23. Produktkosten und bezogene Leistungen
24. Sonstige Aufwendungen
1) Im Geschäftsjahr 2020/2021 unter Sonstige ausgewiesen Im Geschäftsjahr 2021/2022 sind Forschungs- und Entwicklungskosten außer in der hier genannten Höhe von 2.427 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 1.946 TEUR) auch in den Personalaufwendungen in Höhe von 17.924 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 15.693 TEUR) und in den Produktkosten 97 TEUR (Geschäftsjahr 2020/21: 73 TEUR) enthalten. Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten im Bereich der Personalkosten und in den sonstigen Aufwendungen liegt in den Chancen der Digitalisierung. Techem entwickelt in Kooperation mit Industriepartnern die Gerätetechnologien sowie die erforderlichen End- und Systemgeräte für die Verbrauchserfassung, Rauchdetektion (Rauchwarnmelder) und für die automatisierte und durchgängig digitalisierte stationäre Fernablesung (digitale Infrastruktur) sowie für die Fernüberwachung von Heizungsanlagen. Darüber hinaus unterstützt Techem einige deutschlandweite Forschungsvorhaben. 25. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen
Im Geschäftsjahr 2021/2022 belaufen sich die Zinserträge aus Ratengeschäft und Finanzierungsleasing auf 444 TEUR (Geschäftsjahr 2020/2021: 437 TEUR). 26. Ertragsteuern
Da der überwiegende Teil des Vor-Steuer-Ergebnisses in Deutschland erwirtschaftet wird, beläuft sich der gewichtete durchschnittliche Konzernsteuersatz auf 29,94 Prozent (vgl. Anmerkung 9). Die latenten Steuern werden basierend auf dem jeweilig verabschiedeten Steuersatz berechnet. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. September 2022 auf 17.677 TEUR (30. September 2021: 9.391 TEUR). Die Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich um 8.286 TEUR erhöht, resultierend aus dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen zu versteuernden Einkommens der deutschen steuerlichen Techem 672 Organschaft bei gleich bleibenden Ertragsteuervorauszahlungen der deutschen steuerlichen Techem 672 Organschaft in Höhe von 24.135 TEUR für die Geschäftsjahre 2021 bis 2022. Gegenläufig wurde für die deutsche steuerliche Techem 672 Organschaft eine Rückstellung für das Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von 12.720 TEUR gebildet. Für folgende deutsche Gesellschaften Techem 671 mbH,Techem 672 mbH, Techem 673 mbH, Techem 674 mbH, Techem 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Energy Services GmbH, Techem Solutions GmbH, bautec Energiemanagement GmbH, Techem Verwaltungs GmbH und der Techem Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG beginnt Ende 2022 eine steuerliche Betriebsprüfung. Geprüft werden im Wesentlichen die Körperschaftssteuer, die Gewerbesteuer und die Umsatzsteuer für die Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019. Die Überleitung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf den effektiven Steuersatz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Aufgrund der deutschen Zinsschrankenregelung sind nicht alle Zinsaufwendungen steuerlich ansetzbar, die nicht abzugsfähigen Zinsaufwendungen werden in einem Zinsvortrag gesammelt. Der Zinsvortrag beläuft sich zum 30. September 2022 auf 419.202 TEUR (30. September 2021: 321.580 TEUR). Auf den Zinsvortrag im Konzern wurde keine latente Steuer gebildet, da es nicht wahrscheinlich ist, diesen im Planungszeitraum von fünf Jahren nutzen zu können. Die permanenten Differenzen entfallen im Geschäftsjahr 2021/2022 wie auch im Geschäftsjahr 2020/2021 im Wesentlichen auf gewerbesteuerliche Hinzurechnungen der Zinsaufwendungen. Die sonstigen Differenzen resultieren im Geschäftsjahr 2021/2022 im Wesentlichen aus der Ausbuchung latenter Steuern aus dem Wegfall temporärer Differenzen vergangener Jahre. Die Steuersatzänderung der latenten Steuern im Geschäftsjahr 2021/2022 resultierten im Wesentlichen aus der Änderung des Gewerbesteuersatzes von 14,15 Prozent auf 14,11 Prozent. 27. Unternehmenserwerbe Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden alle Anteile an den folgenden Gesellschaften erworben:
Zudem wurden durch Asset Deals die Geschäftsbetriebe der Delta-t Messdienst Uwe Schwalm, Groß-Umstadt/Deutschland, (im Folgenden auch "Schwalm" genannt), TN Heiz- und Betriebskosten GmbH, Berlin/Deutschland, (im Folgenden auch "TN" genannt), Delta-t Messdienst Ralf Paulmann, Ilsede/Deutschland, (letzte Tranche; im Folgenden auch "Paulmann" genannt), und CALORSYS Magyarország Kft., Budapest//Ungarn, (letzte Tranche; im Folgenden auch "CALORSYS" genannt) erworben. Die maßgebliche Intention bezüglich dieser Unternehmenserwerbe ist die Stärkung des Kerngeschäfts auf lokaler Ebene. Das Geschäftsfeld von ALPHA MESS, MESSWERT, E-BS, ares, SANNcompact, DATA REAL, TT, Ditschun, Weise, ABZ, Dietsche, Kupferschmid, Schwalm, TN, Paulmann und CALORSYS umfasst im Wesentlichen die Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie- und Wasserverbräuchen sowie die Vermietung und den Verkauf der dafür benötigten Geräte. Der Kaufpreis betrug in Summe 68.120 TEUR. Die Bilanzierung dieser Unternehmenserwerbe ist aufgrund der teilweise noch nicht abgeschlossen Ermittlung der vertraglich vereinbarten Kaufpreise (basierend auf einer gemäß Vertrag zu erstellenden Schlussbilanz) und bei den Assets Deals im Wesentlichen wegen des erst nach dem Bilanzstichtag erwarteten Übergangs eines Teils der Kundenverträge vorläufig. Aus genannten Gründen können sich insbesondere die erfassten Geschäfts- oder Firmenwerte und das Anlagevermögen der Höhe nach noch ändern. Die folgende Tabelle zeigt in Summe den Gesamtkaufpreis und den Nettozahlungsmittelabfluss der oben genannten Akquisitionen:
1) Die bedingten Kaufpreise resultieren aus Earn-Out Klauseln, deren Eintritt von der Kündigungsquote der Kunden oder den Umsätzen der Gesellschaft in den Jahren nach dem Erwerb abhängen. Die Beträge wurden anhand der besten Schätzung des erwarteten Geldmittelabflusses ermittelt. 2) Im Rahmen der Erwerbe der SANNcompact und Ditschun wurden Zahlungsmittel i.H.v. 11.794 TEUR bzw. 8.333 TEUR als Gegenleistung übertragen. Das erworbene Reinvermögen gliedert sich wie folgt:
1) inklusive Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) von 1.788 TEUR und Wertberichtigungen auf diese Forderungen von 34 TEUR. Der Buchwert dieser Forderungen entspricht ihrem Zeitwert. 2) Das erworbene Reinvemögen der SANNcompact bzw. der Ditschun resultiert im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen und Markenrechten i.H.v. 13.470 TEUR bzw. 7.681 TEUR, Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) i.H.v. 4.681 TEUR bzw. 1.531 TEUR sowie passiven latenten Steuern i.H.v. 3.909 TEUR bzw. 2.741 TEUR. Desweiteren wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) von 256 TEUR bzw. 68 TEUR erworben. Für diese wurden Wertberichtigungen i.H.v. 5 TEUR bzw. 3 TEUR gebildet. Der Buchwert dieser Forderungen entspricht ihrem Zeitwert. 3 ) davon 3.061 TEUR der SANNcompact und 3.550 TEUR der Ditschun. 4 ) Der Ertrag aus vorteilhaftem Erwerb wurde in den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Der Betrag stammt im Wesentlichen aus der Bewertung der Kundenbeziehungen zum beizulegendem Zeitwert im Rahmen von Kaufpreisallokationen. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von insgesamt 21.035 TEUR stellt im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte dar, die nicht im Einzelnen identifiziert werden können und hauptsächlich künftige Ertragschancen aufgrund von Synergie-Effekten und der Steigerung der jeweiligen lokalen Marktanteile beinhalten. Sie sind steuerlich nicht abzugsfähig. Wären die im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen Gesellschaften und Geschäftsbetriebe bereits ab 1. Oktober 2021 Teil der Techem 671 Gruppe gewesen, hätte der Konzernumsatz 903.429 TEUR und der Konzernjahresfehlbetrag 14.279 TEUR betragen. Die Unternehmenserwerbe haben im Berichtszeitraum seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern in Summe 7.606 TEUR Umsatzerlöse und 905 TEUR Jahresfehlbetrag erzielt (davon 1.703 TEUR Umsatzerlöse und 240 TEUR Jahresfehlbetrag von SANNcompact sowie 317 TEUR Umsatzerlöse und 84 TEUR Jahresfehlbetrag von Ditschun). Im Zusammenhang mit diesen Unternehmenserwerben sind Nebenkosten in Höhe von 879 TEUR angefallen, die in den sonstigen Aufwendungen erfasst wurden. F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGENSegmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung erfolgt unter Anwendung von IFRS 8 Geschäftssegmente. Die Pflicht zur Segmentberichterstattung ergibt sich aus der Ausgabe von Anleihen im Juli 2018 durch die Techem 674 mbH und durch die Ausgabe von Anleihen im Januar 2020 durch die Techem 675 mbH, die an einem öffentlichen Markt gehandelt werden. Beide Gesellschaften sind indirekte Tochtergesellschaften der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Im Rahmen des Segments Energy Services bietet die Gesellschaft ihrem Kundenkreis, der zum Großteil aus Dienstleistungsunternehmen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft besteht, Dienste im Bereich der Messung, Ablesung und Abrechnung des Energie- und Wasserverbrauchs an. Die Ablesung und Abrechnung des Verbrauchs unterliegt saisonalen Schwankungen und beeinflusst dementsprechend das operative Ergebnis der Gesellschaft. Die Gesellschaft vertreibt die für diese Dienstleistung notwendigen Messgeräte. Die Geräte können entweder gekauft oder gemietet werden. Mietverträge für die Messgeräte haben im Wesentlichen eine Dauer bis zu zehn Jahren. Die Gesellschaft ist auch im Bereich der Gerätewartung tätig. Bei vermieteten Geräten ist die Wartung Bestandteil des Mietvertrags. Bei verkauften Geräten wird die Wartung auf Basis von mit Kunden abgeschlossenen Wartungsverträgen durchgeführt. Des Weiteren erbringt Techem für Kunden der Wohnungswirtschaft Dienstleistungen der Planung, des Einbaus und der Instandhaltung von Rauchwarnmeldern. Die Geräte werden dabei typischerweise an den Kunden vermietet. Zusätzlich wird ein Rauchwarnmelderservice angeboten. Außerdem bietet Techem in Kooperation mit dem SGS Institut Fresenius bundesweit Dienstleistungen im Bereich der Legionellenprüfung an. Das Segment Energy Efficiency Solutions stellt eine Weiterentwicklung unseres bisherigen Segments Energy Contracting dar. Das Segment Energy Efficiency Solutions bietet System-Contracting und Energieberatung an und erbringt für die Kunden Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Planung, der Finanzierung, dem Bau und dem Betrieb von Wärmeerzeugungsanlagen. Die Anlagen werden kontinuierlich gewartet. Den Kunden werden Gas, Öl, Fernwärme und Strom zur Verfügung gestellt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 wurde der Bereich Wassertechnik, der den professionellen Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen umfasst, aus dem Segment Energy Services in das Segment Energy Efficiency Solutions umgegliedert. Unter "Sonstige" sind die Konsolidierungsbuchungen enthalten. Es werden dieselben Rechnungslegungsvorschriften wie für den Konzern zu Grunde gelegt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und seiner Segmente werden mithilfe von finanziellen Kennzahlen gesteuert. Die steuerungsrelevanten finanziellen Kennzahlen sind Umsatz und EBIT/EBITDA, wobei die Gesellschaft der Überzeugung ist, dass die Kennzahl EBIT die Kapitalintensität des Geschäftes am besten reflektiert. Investitionen ins Anlagevermögen stellen die zahlungswirksamen Zugänge zu der Mess- und Regeltechnik, den Sachanlagen und den immateriellen Vermögenswerten dar. Konzerninterne Transaktionen werden zu Marktpreisen bewertet. Techem hat keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 Prozent. Hinsichtlich der Informationen über Regionen werden die Segmentumsätze der Region zugewiesen, in der die Umsätze realisiert werden, die langfristigen Vermögenswerte werden entsprechend dem Standort des jeweiligen Vermögenswertes angegeben. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Mess- und Regeltechnik, Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte, langfristige sonstige Vermögenswerte und Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen. In Anbetracht der vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmale in Form von vergleichbaren EBIT-Margen bei Produkten und Dienstleistungen, der vergleichbaren Produkte und Dienstleistungen sowie vergleichbarer Vertriebs- und Kundenstrukturen werden die Segmente Energy Services Germany und Energy Services International zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Die Segmentinformationen stellen sich wie folgt dar:
Umsatzerlöse und langfristige Vermögenswerte nach Regionen:
Die Position "Übrige Länder" beinhaltet im Geschäftsjahr 2021/2022 in den Umsatzerlösen 97,3% Umsatzerlöse aus europäischen Ländern (Geschäftsjahr 2021: 97,4%). In der Position "Langfristiges Segmentvermögen" ist zum 30. September 2022 in der Position "Übrige Länder" langfristiges Vermögen aus Europa in Höhe von 98,1% enthalten (30. September 2021: 98,0%). Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Haftungsverhältnisse Die nachstehende Tabelle zeigt die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse ohne diejenigen, die sich auf die Finanzverbindlichkeiten beziehen (vgl. Anmerkung 13).
Zum 30. September 2022 bestehen zusätzlich Haftungsverhältnisse aufgrund von Bürgschaften der Techem 671 Gruppe in Höhe von 184 TEUR (30. September 2021: 804 TEUR). Konzentration von Risiken Kreditrisiken. Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen einer großen Anzahl von Kunden an, die in verschiedenen Sektoren und geografischen Regionen tätig sind. Die Gesellschaft gewährt den dafür qualifizierten Kunden Kredite; daraus entsteht keine unangemessene Konzentration von Risiken. Forderungsausfälle und drohende Verluste aus uneinbringlichen Forderungen werden durch angemessene Wertberichtigungen in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen berücksichtigt. Zusätzlich kommen mehrere Mahnstufen zur Anwendung. Bei Erreichen einer bestimmten Mahnstufe werden die Forderungen eingeklagt. Zusätzlich werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Forderungen aus Finanzierungsleasing und abgegrenzte Forderungen Wertminderungen für erwartete Kreditverluste vorgenommen. Zum 30. September 2022 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Forderungen aus Finanzierungsleasing (jeweils kurz- und langfristig) 221.719 TEUR (maximales Ausfallrisiko) (30. September 2021: 190.126 TEUR). Das maximale Ausfallrisiko aus Geldmarktfonds entspricht deren beizulegenden Zeitwerten zum 30. September 2022 und beträgt 1.486 TEUR (30. September 2021: 0 TEUR). Liquiditätsrisiko. Die Gesellschaft hat ihre Finanzierung durch die Vereinbarung langfristiger Darlehen (Facility B fällig im Juli 2025 und die Revolving Credit Facility fällig im Januar 2025) und die Begebung von Anleihen (Senior Secured Notes fällig im Juli 2025 und Senior Notes fällig im Juli 2026) gesichert. In der Planung der Gesellschaft wird eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterstellt. Die Gesellschaft ist damit keinem besonderen Liquiditätsrisiko ausgesetzt (vgl. Anmerkung 13). Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über eine Laufzeitanalyse der zukünftigen Mittelabflüsse aus den finanziellen Verbindlichkeiten. Die zukünftigen Mittelabflüsse basieren auf nicht diskontierten Bruttocashflows inklusive Zinszahlungen.
1) Es wird angenommen, dass die aufgelaufenen Zinsen am Ende jeder Zinsperiode gezahlt werden. Zinsrisiko und Zinsmanagement. Die Zinsrisiken resultieren daraus, dass den Finanzverbindlichkeiten zu einem großen Teil eine variable Verzinsung zugrunde gelegt wird (vgl. Anmerkung 13). Es ergeben sich hierbei keine Risiken durch die Coronavirus-Pandemie und den Krieg in der Ukraine. Das Zinsrisiko wird zentral analysiert und durch die Finanzabteilung gesteuert. Hierbei werden die ermittelten Zinsrisikopositionen mit Hilfe von Zinsderivaten wie Zinsswaps von der Liquiditätsbindung der einzelnen Finanzkontrakte gelöst und als Gesamtportfolio gesteuert, so dass sich ein ausgewogenes Verhältnis der Risiken ergibt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Finanzierungsstrategien eingesetzt und nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt. Im Konzern kommen Sicherungsinstrumente zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus variablen Zahlungsströmen zum Einsatz. Da durch die Swaps die Höhe des variablen Zahlungsstroms aus den Darlehen gesichert wird, handelt es sich um Cashflow Hedges, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Es wird eine konservative Strategie bei der Absicherung der finanziellen Risikopositionen verfolgt. Die Nutzung von Derivaten ist im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft auf die Sicherung bestehender Risiken beschränkt. Grundsätzlich werden nur solche Sicherungsinstrumente eingesetzt, die bewertbar sind und deren Risikoprofil transparent ist. Der Anleihenvertrag der Senior Notes beinhaltet Kündigungsoptionen, welche nach IFRS in Derivate, die von der Finanzverbindlichkeit zu trennen sind, resultieren. Die Kündigungsoptionen können vom Emittenten der Notes ausgeübt werden. Bis zum 30. Juli 2023 sind diese Optionen mit einem zeitlich gestaffelten Aufschlag auf den Nominalwert verbunden. Bei einer Kündigung nach diesem Zeitpunkt wäre der Nominalwert zurückzuzahlen. Der anzusetzende Betrag zum 30. September 2022 beläuft sich jedoch auf 0 EUR, da die Optionen nicht im Geld sind. Alle Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 bewertet. Dieser wird auf Basis der mark-to-market Bewertungsmethode (bzgl. Zinsswaps) ermittelt. Anschließend wird jeweils ein Abschlag für das Kreditausfallrisiko des Kontrahenten bzw. das eigene Kreditausfallrisiko der Techem 671 Gruppe berücksichtigt (vgl. Anmerkung 19). Die Marktwerte der Zinsswaps werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zinssicherungsinstrumente ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst, sind aber nicht zahlungswirksam. Zum 30. September 2022 bestanden in der Gesellschaft für die Facility B und die Revolving Credit Facility des Senior Facilities Agreements Payer Swaps mit einem Nominalwert von 1.600.000 TEUR, die den Drei-Monats-EURIBOR gegen einen fixen 4-Jahres Zinssatz (0,167%) tauschen. Diese Payer Swaps wurden in 2018 mit einer Laufzeit bis Oktober 2022 fixiert. Im Dezember 2022 wurde ein Zinscap in Höhe von 440.000 TEUR zur teilweisen Absicherung der variabel verzinslichen Facility B (1.145.000 TEUR) abgeschlossen. Für diese vorgenannten Payer Swaps bestehen folgende Marktwerte und Laufzeiten:
1) Die Zinsswaps werden in dieser Tabelle entsprechend ihrer vertraglichen Laufzeit zugeordnet. Wegen ihrer jederzeitigen Kündbarkeit werden sie in der Bilanz als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) ausgewiesen. Zum 30. September 2022 bestehen 1.145.000 TEUR Darlehensverbindlichkeiten aus der Facility B. Außerdem ist die Revolving Credit Facility mit 49.931 TEUR in Barmitteln zu diesem Zeitpunkt gezogen. Daraus folgt, dass diese variabel verzinslichen Darlehen (die Verzinsung erfolgt aktuell auf Basis des Sechs-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge) komplett durch die Zinsswaps abgesichert sind (die Übersicherung beträgt 405.069 TEUR). Wäre der Drei-Monats-EURIBOR im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Prozentpunkt höher gewesen, hätte sich der Jahresfehlbetrag, sofern alle anderen Variablen konstant geblieben wären, aufgrund des durch die kurze Restlaufzeit unveränderten Zeitwerts der Zinsswaps ebenfalls nicht verändert. Währungsrisiko und Währungsmanagement. Der weit überwiegende Anteil der Umsatzerlöse wird im Euro-Raum erzielt und ist damit keinem Währungsrisiko ausgesetzt. Allerdings besteht ein Währungsrisiko bei konzerninternen Darlehen von der Techem Energy Services GmbH an ausländische Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums. Es bestehen folgende Währungssicherungsgeschäfte ohne Sicherungsbeziehung:
1) Die Vertragslaufzeiten der aufgeführten Währungsswaps endeten jeweils im Oktober 2022. Mitarbeiter Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Muttergesellschaft der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH ist die Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. in Luxemburg. Als oberste Muttergesellschaft fungiert Partners Group Premier Access L.P., Edinburgh/Schottland. Das Management in Schlüsselpositionen der Techem 671 Gruppe setzt sich aus den Geschäftsführern der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH zusammen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren unverändert Herr Matthias Hartmann, Herr Dr.-Ing. Carsten Sürig und Herr Nicolai Kuß Geschäftsführer der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH. Sie erhielten ihre Bezüge von der Techem GmbH und waren zusätzlich auch für andere Konzerngesellschaften tätig. Im Geschäftsjahr 2021/2022 liegen die Bezüge vom Management in Schlüsselpositionen bei 3.753 TEUR (2021/2022: 3.556 TEUR), welche ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen darstellen. In den genannten Bezügen sind ausstehende Auszahlungen in Höhe von 2.030 TEUR (2021/2022: 770 TEUR) enthalten, für die eine Rückstellungen zum Bilanzstichtag gebildet wurde. Diese betreffen ausschließlich Auszahlungen für variable Vergütung, die von individuellen nichtfinanziellen sowie finanziellen Erfolgskennzahlen abhängt. Die Rückstellung zum 30. September 2021 wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 vollständig in Anspruch genommen. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sind als Planteilnehmer in das MEP und das LTIP der Hauptinvestoren einbezogen (vgl. Anmerkung 18). Hieraus resultiert in der Periode kein Personalaufwand. Im Zuge ihrer Beteiligung halten diese Planteilnehmer indirekt Anteile am Gesellschafterdarlehen (vgl. Anmerkung 11) in Höhe von 1.193 TEUR (2020/2021: 1.193 TEUR). Zum 30. September 2022 bestehen in Höhe von 1.627.142 TEUR (30. September 2021: 1.533.834 TEUR) langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus einem nachrangigen Darlehensvertrag zwischen der Luxembourg Investment Company 261 S.à r.l. und Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH vom 26. Juli 2018 (vgl. Anmerkung 11) sowie eine langfristige Forderung in Höhe von 9.285 TEUR (30. September 2021: 0 TEUR). Die Forderung betrifft die Inanspruchnahme des Kreditrahmens i.H.v. 24.258 TEUR, ist in 2032 fällig und wird mit 6,08 % verzinst. Im Geschäftsjahr 2021/2022 belaufen sich die Zinsaufwendungen auf das Gesellschafterdarlehen auf 96.154 TEUR (2020/2021: 90.641 TEUR) sowie die Zinserträge auf die Forderung 272 TEUR. Zum 30. September 2022 betragen die kurzfristigen Zinsverbindlichkeiten auf das Gesellschafterdarlehen 49.628 TEUR (30. September 2021: 46.782 TEUR) und die kurzfristigen Zinsforderungen 245 TEUR. Zum 31. März 2022 wurden die unbezahlten Zinsverbindlichkeiten aus der Zinsperiode vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 gemäß dem Darlehensvertrag in Höhe von 93.308 TEUR kapitalisiert (vgl. Anmerkung 11). Honorare des Abschlussprüfers (§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB) Im Geschäftsjahr 2021/2022 sind folgende Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, enthalten:
Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalten das Honorar für die Jahresabschluss- und für die Konzernabschlussprüfung der Gesellschaft sowie Honorare für die Jahresabschlussprüfungen verschiedener Tochtergesellschaften in Deutschland. Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um die Prüfungen des Nachhaltigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2020/2021. Die Steuerberatungsleistungen betreffen im Wesentlichen die steuerliche Beratung im Zusammenhang mit Steuererklärungen und Betriebsprüfungen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Dezember 2022 wurde ein Zinscap in Höhe von 440.000 TEUR zur teilweisen Absicherung der variabel verzinslichen Facility B (1.145.000 TEUR) abgeschlossen. Aktuell ist die Revolving Credit Facility mit 80.000 TEUR in Barmitteln in Anspruch genommen (30. September 2022: 49.931 TEUR). Inanspruchnahme der Befreiungsmöglichkeiten Die Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH hat sich durch eine geschlossene Kette von Ergebnisabführungsverträgen oder harten Partonatserklärungen zur Verlustübernahme gegenüber den folgenden Kapitalgesellschaften verpflichtet, sodass diese für ihre Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2021/2022 die Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen:
Falls anwendbar handelt es sich bei den Gesellschaften jeweils um einen Verzicht auf die Aufstellung eines Anhangs und falls anwendbar eines Lageberichts sowie um die Nichtveröffentlichung des Jahresabschlusses. Die Tochterunternehmen Techem Verwaltungsgesellschaft 672 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 673 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 674 mbH, Techem Verwaltungsgesellschaft 675 mbH, Techem Metering GmbH, Techem GmbH, Techem Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Techem Energy Services GmbH und DMG Beteiligungsgesellschaft mbH sind konzernrechnungslegungspflichtig. Infolge der Einbeziehung in den hier vorliegenden Konzernabschluss hat dieser befreiende Wirkung, daher haben die genannten Tochterunternehmen gemäß § 291 HGB keinen Teilkonzernabschluss erstellt.
Eschborn, den 23. Dezember 2022 Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH Matthias Hartmann Dr.-Ing. Carsten Sürig Nicolai Kuß BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH, Eschborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Techem Verwaltungsgesellschaft 671 mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thomas Tilgner, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30.09.2022 wurde am 27.01.2023 gebilligt. |
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