Stammdaten

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Amtsgericht Freiburg HRB 715186
Vorher
RICOTER GmbH
Eingetragen
30.8.2016
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenBetrieb von BaumschulenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Betrieb eines Erdenwerks, insbesondere der Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Erden, Mulch, Rindenprodukten und Substraten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Schüpbach
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Reimar Gabriel Gaß
seit 29.10.2021
Prokura
Beat Sutter
seit 29.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
RICOTER Erdaufbereitung AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
RICOTER Erdaufbereitung AG
Switzerland
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deltaflor GmbH

Kehl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS EINSCHL. DES GESCHÄFTSERGEBNISSES

1. Grundlage des Unternehmens

Als Produzent von torffreien und torfreduzierten Profisubstraten und Blumenerden für den Profi- und Hobbygärtner beliefert die Deltaflor GmbH, Kehl, Kunden in Deutschland und größtenteils in der Schweiz. Sie ist über die RICOTER Erdaufbereitung AG eingebunden in den Konzern der Schweizer Zucker AG mit Sitz in Frauenfeld (CH). Alleiniger Produktionsstandort der Deltaflor GmbH ist Kehl. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der Branche und insbesondere für die Deltaflor GmbH der Schweizer Markt sind bezogen auf die Absatzmengen befriedigend. In der Schweiz ist die Inflation (August 2024: 1,1%, Sept. 0,8%) weiterhin tiefer als in Deutschland, so dass die Kaufkraft weiterhin hoch genug ist, um in den Garten, die Terrasse sowie in die Balkonbepflanzung zu investieren.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die immer noch sehr angespannte weltpolitische Lage sowie die stets zunehmende Bürokratie in Deutschland wirken für die Deltaflor wie für eine Vielzahl von Unternehmungen in Deutschland negativ. Die wirtschaftliche Lage ist spürbar angespannt. Positiv ist die Tatsache, dass sich die Verknappung der Rohstoffe und der Energie etwas beruhigt hat und die erforderlichen Logistikkapazitäten vorhanden sind. Weiterhin, wie in den Vorjahren, ist der Fachkräftemangel deutlich spürbar. Diese Tatsache hat zur Folge, dass sich der Arbeitsmarkt und dessen Umfeld weiterhin verteuern. Die hohe Inflation in Deutschland drückt der Gesellschaft auf den "Geldbeutel", was die Kaufkraft hemmt. Positiv ist weiterhin die höhere Kaufkraft auf dem Schweizer Markt.

3. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis 2023/2024

Das Geschäftsjahr 23-24 war geprägt vom Aus- und Umbau des Produktionsstandortes in Kehl. Alte Anlagen wurden revidiert sowie wurde mit dem Umbau der Produktionshalle 2 im Sommer 2024 begonnen. Die Bruttomarge konnte im GJ 23-24 verbessert werden. Etwas höhere Verkaufspreise sowie leicht sinkende Preise bei den Rohstoffen haben die Margenverbesserung positiv beeinflusst. Das Geschäftsjahr endet mit einem Jahresgewinn in Höhe von T€ 243.

4. Produktion

Die Herstellung der torffreien und torfreduzierten Profisubstrate und Blumenerden verlief im Berichtsjahr planmässig, ruhig und ohne nennenswerte Störungen. Die Anlagen sind jedoch sehr unterhaltsintensiv. Umfangreiche Revisionsarbeiten (Bsp. Aufgabebunker) sowie Neuinstallationen (Halle 2) waren ab Sommer zentrale Aufgaben bei der Deltaflor.

5. Beschaffung

Die Versorgung mit Grundstoffen für die Erden- und Substratherstellung war im Berichtsjahr gegeben. Tendenziell konnten die Einstandspreise markt- und verhandlungsbedingt gesenkt werden. Leicht entspannt hat sich die Lage bei der Biomasse, was sich positiv auf die Verfügbarkeit der Komposte auswirkt. Im abgelaufenen GJ hatte es genügend Kompost, um unseren Bedarf zu decken.

6. Investitionen

Das Investitionsvolumen betrug T€ 3.323. Im Zentrum war der Umbau der Halle 2. Die komplett neuen und erweiterten Produktionsanlagen sind für die Deltaflor strategisch. Die Abschreibungen für das Wirtschaftsjahr beläuft sich auf einen Wert in Höhe von T€ 553.

7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch ein verzinsliches Konzerndarlehen gewährleistet; darüber hinaus besteht der uneingeschränkte und volle Gesellschafterrückhalt der RICOTER Erdaufbereitung AG, Aarberg (Schweiz) durch ein Gesellschafterdarlehen. Der Umbau der Halle 2 wird ebenfalls über ein verzinsliches Darlehen finanziert.

8. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Mitarbeiter reduzierte sich durch Fluktuation geringfügig. Für das Personal werden passende Sozialräume zur Verfügung gestellt. Der Fachkräftemangel ist weiterhin spürbar. Es ist schwierig, gute und qualifizierte Fachmitarbeiter/innen zu rekrutieren. Das Halten vom Personal mit dem Ziel, eine langfriste und schlagkräftige Mannschaft aufzubauen, wird als schwierig beurteilt.

9. Umweltschutz

Die Deltaflor GmbH trägt mit dem Bestreben, die Verwendung von Torf in den Erden und Substraten zu reduzieren, aktiv zum Moorschutz bei. Moorschutz ist Klimaschutz und reduziert die Freisetzung von CO 2 durch Oxidation des über Jahrtausende gespeicherten Kohlenstoffs. Erste Reduktionsziele sind nun auch in Deutschland Tatsache.

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Preise bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Leichte Preiserhöhungen bei Leaderprodukten (Capito Universalerde) wirken sich positiv auf die Marge sowie das Gesamtergebnis aus.

II. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Die Anlagenintensität (Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) der Gesellschaft beträgt 56 %. Finanziert wurden das Anlagevermögen durch Gesellschafter- und Konzerndarlehen in Höhe von T€ 8.582 sowie durch Kapitalrücklagen von T€ 5.700. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt T€ 2.842, die Eigenkapitalquote beträgt 20 % der Bilanzsumme. Die Vermögenslage ist durch eine deutlich höhere Bilanzsumme von T€ 14.364 (Vorjahr T€ 12.632) gekennzeichnet. Auf der Aktivseite erhöhte sich die Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Investitionen in die neue Palettierungsanlage, die in den Anlagen im Bau ausgewiesen ist, auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss von T€ 243 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 820. Das Vermögen besteht zu 56 % aus Sachanlagevermögen, zu 33 % aus Vorräten, zu 4 % aus kurzfristigen Forderungen und zu 6 % aus liquiden Mitteln. Die Passivseite besteht zu 20 % aus Eigenkapital, zu 9 % aus Rückstellungen, zu 60 % aus Verbundverbindlichkeiten.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Eigenkapitalzuführung sowie über Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.582 (Zinssatz 1,5 %). Davon sind T€ 8.500 mittel- und langfristige Gesellschafterdarlehen. Die flüssigen Mittel zum Stichtag betrugen T€ 866. Die flüssigen Mittel veränderten sich um T€ -299. Mit der Kontokorrentvereinbarung im Konzernverbund ist die Ausstattung mit Liquidität laufend gewährleistet. Die Kontokorrentvereinbarung über max. T€ 7.000 besteht bis zum 30. September 2026 (Zinssatz gemäß Rundschreiben der eidgenössischen Steuerverwaltung).

3. Ertragslage

Die Umsatzentwicklung entsprach der Planung. Der betriebliche Rohertrag lag im Bereich der Planzahlen. Die stagnierenden Kosten bei den Rohstoffen sowie das das Erreichen Planmengen (Umsatz) führten zu einem ansehnlichen Geschäftsabschluss. Der Materialeinsatz beläuft sich mit 49,8 % der Gesamtleistung. Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 6.442), Abschreibungen (T€ 553) und dem Zinsaufwand (T€ 164 ergibt sich ein Jahresgewinn von T€ 243.

III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

1. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die weiterhin vorhandene Nachfrage nach torffreien Erden fördert die Chancen und Konkurrenzfähigkeit von marktnahen Herstellerwerken weiter. Mit sehr gutem Service, guter Qualität und marktfähigen Preisen ist man regional, inkl. Schweiz, bestens konkurrenzfähig und mit den neuen Anlagen sehr schlagkräftig aufgestellt.

2. Risikobericht

Die wesentlichen Risiken basieren auf den bekannten Punkten wie in den Vorjahren. Energie, Personal, Rohstoffe und Infrastruktur. Die Bereiche Energie und Rohstoffe haben sich stabilisiert und sind momentan berechenbar. Die Situation beim Personal bleibt herausfordernd. Nicht vorhandene Fachkräfte, generell hohe Lohnforderungen und kaum vorhandene Motivation sind Faktoren, wo der Aufbau der Mannschaft erschweren. Das Risiko kann deutlich im Bereich der Infrastruktur reduziert werden. Umfangreiche Revisionsarbeiten sowie die Investitionen in neue Anlagen entschärfen dieses Risikopotential enorm. Absatzrisiken sehen wir weiterhin in einem umkämpften Umfeld, da große Gartencenter, Baumärkte und auch Handelsketten in diesem Geschäftsfeld aktiv sind und historisch gewachsene Vertriebskanäle substituieren. Zudem sind im Handel praktisch keine Preisaufschläge mehr realisierbar. Es werden teilweise massive Preissenkungen verlangt.

Ausfallrisiken versuchen wir über unser striktes Debitorenmanagement sowie über regelmäßige Bonitätsüberprüfungen unserer Kunden zu minimieren. Darüber hinaus beschränken wir über Anzahlungspolitik das verbleibende Restrisiko.

Durch eine kontinuierliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung sowie die enge Abstimmung mit den übrigen Konzerngesellschaften (RICOTER Erdaufbereitung AG und Schweizer Zucker AG) wird sichergestellt, dass betriebliche Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Das finanzstarke Mutterhaus kann die Deltaflor finanziell tragen.

IV. PROGNOSEBERICHT

Die Prognosen des Vorjahres sind im Wesentlichen eingetreten.

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 24-25 hängen sehr stark mit den diversen weltpolitischen Geschehnissen zusammen. Diese beeinflussen die Lage in Deutschland weiterhin markant. Das fehlende Fachpersonal wird als einer der wesentlichen Risikofaktoren beurteilt. Diese Konstellation ist eine Herausforderung für die Leitung sowie die gesamte Mannschaft. Trotz allem sind die Produkte der Deltaflor gesucht, insbesondere in der Schweiz. In Kombination mit der Muttergesellschaft, der RICOTER Erdaufbereitung AG, ist die Vormachtstellung im Erdenbereich auf dem CH-Markt weiterhin gegeben. Ausblickend auf 2025 gilt es weiterhin die Rohstoffkosten zu senken sowie leicht steigende Absätze zu erzielen. Die Verkaufspreise können leider kaum mehr angehoben werden. Mit diesen Voraussetzungen wird mit einem ausgeglichen Geschäftsergebnis gerechnet.

 

Kehl, den 5. November 2024

Beat Sutter

Rolf Schüpbach

Handelsbilanz

Aktiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 8.076.855,50 5.307.658,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.070,00 49.299,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 39.069,00 49.298,00
II. Sachanlagen 8.037.785,50 5.258.359,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.007.770,50 4.133.598,50
2. technische Anlagen und Maschinen 226.926,00 255.639,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.115.089,00 869.122,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.688.000,00
B. Umlaufvermögen 6.163.846,33 7.221.925,26
I. Vorräte 4.740.354,42 5.342.406,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 557.450,41 714.252,05
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.365,28
2. sonstige Vermögensgegenstände 557.450,41 709.886,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 866.041,50 1.165.267,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.468,71 102.505,23
Summe Aktiva 14.364.170,54 12.632.088,99

Passiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 2.841.900,59 2.599.396,14
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 5.700.000,00 5.700.000,00
III. Verlustvortrag 3.200.603,86 3.372.709,02
IV. Jahresüberschuss 242.504,45 172.105,16
B. Rückstellungen 1.331.800,00 1.260.300,00
C. Verbindlichkeiten 10.190.469,95 8.772.392,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.581.958,30 7.762.396,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.608.511,65 1.009.996,85
Summe Passiva 14.364.170,54 12.632.088,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 30.9.2024
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Rohergebnis 9.453.375,48 9.340.768,66
2. Personalaufwand 2.042.518,43 1.865.483,49
a) Löhne und Gehälter 1.673.259,73 1.531.920,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 369.258,70 333.562,85
davon für Altersversorgung 19.176,00 13.488,00
3. Abschreibungen 552.871,75 537.171,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 552.871,75 537.171,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.441.875,80 6.560.592,53
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 38,08 89,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.179,72 749,02
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 164.099,27 195.939,54
davon an verbundene Unternehmen 164.099,27 195.939,54
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,00
8. Ergebnis nach Steuern 253.190,95 182.330,19
9. sonstige Steuern 10.686,50 10.225,03
10. Jahresüberschuss 242.504,45 172.105,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Deltaflor GmbH mit Sitz in Kehl, HRB-Nr. 715186 Amtsgericht Freiburg i. Br., wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 242 ff. und § 264 ff.) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Ergebnisrechnung wird in der Form des Gesamtkostenverfahrens gem. § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare Abschreibungen entsprechend der vertraglich bzw. gesetzlich feststehenden oder vorsichtig geschätzten Nutzungsdauer vermindert.

Erhaltene Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten der angeschafften Anlagegüter abgesetzt über die Laufzeit verteilt.

Der Ansatz der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurde sind. im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- sowie Herstellkosten angesetzt, soweit unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht niedrigere Tageswerte am Bilanzstichtag maßgebend waren. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Einzelkosten (Material- und Fertigungseinzelkosten) zzgl. angemessener Gemeinkostenanteile (Material- und Fertigungsgemeinkosten) retrograd bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.926,43 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.205.000,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.383.926,43 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.419.940,14 128.570,90 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 424.818,42 14.901,40 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.425.189,72 491.568,45 3.500,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.688.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.269.948,28 3.323.040,75 3.500,00
Summe Anlagevermögen 12.653.874,71 3.323.040,75 3.500,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.09.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 178.926,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.205.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.383.926,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.548.511,04
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 439.719,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.913.258,17
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.688.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 13.589.489,03
Summe Anlagevermögen 0,00 15.973.415,46
kumulierte Abschreibung 01.10.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 30.09.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.628,43 10.229,00 0,00 0,00 139.857,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.204.999,00 0,00 0,00 0,00 2.204.999,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.334.627,43 10.229,00 0,00 0,00 2.344.856,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.286.341,64 254.398,90 0,00 0,00 1.540.740,54
2. technische Anlagen und Maschinen 169.179,42 43.614,40 0,00 0,00 212.793,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.556.067,72 244.629,45 2.528,00 0,00 3.798.169,17
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.011.588,78 542.642,75 2.528,00 0,00 5.551.703,53
Summe Anlagevermögen 7.346.216,21 552.871,75 2.528,00 0,00 7.896.559,96
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 30.09.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 30.09.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 39.069,00 49.298,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 39.070,00 49.299,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.007.770,50 4.133.598,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 226.926,00 255.639,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.115.089,00 869.122,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.688.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 8.037.785,50 5.258.359,50
Summe Anlagevermögen 0,00 8.076.855,50 5.307.658,50

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEuro 24 (Vorjahr: TEuro 16) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind ausschließlich abgegrenzte Aufwendungen.

Eigenkapital/Ergebnisverwendung

Das gezeichnete Kapital der Deltaflor GmbH beträgt TEuro 100. Das Kapital ist vollständig eingezahlt. 100 % des Stammkapitals werden von der alleinigen Gesellschafterin RICOTER Erdaufbereitung AG, Aarberg/Schweiz gehalten.

Die Kapitalrücklage enthält (wie im Vorjahr) ausschließlich Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

30.09.2024
TEuro
Kundenboni, ausstehende Rechnungen 1.179
Personalrückstellungen 90
Gewährleistungen 15
Übrige 48
1.332

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Stand 30.09.2024
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr
TEuro
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
TEuro
Erhaltene Anzahlungen 109 109 0 0
Vorjahr 109 109 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 1.482 1.482 0 0
Vorjahr 881 881 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 8.582 82 0 8.500
Vorjahr 7.762 5.012 2.000 750
Sonstige Verbindlichkeiten 18 18 0 0
Vorjahr 21 21 0 0
Summe 10.191 1.691 0 8.500
Vorjahr 8.773 6.023 2.000 750

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von Euro 8.581.958,30 und resultieren in Höhe von Euro 8.500.000,00 aus Darlehensgewährungen und Kontokorrentkrediten sowie im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen.

Für die Verbindlichkeiten aus Vorratslieferungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr zum Geschäftsführer bestellt waren Herr Armin Gantner, Zweidlen/Schweiz, (bis 25.06.2024) und Herr Beat Sutter, Kerzers/Schweiz. Ab dem 07.10.2024 zum weiteren Geschäftsführer bestellt wurde Rolf Schüpbach, Worb/Schweiz. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Berufsbezeichnung der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Hinsichtlich der Gehälter der Geschäftsführung wird auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Zusammenhang mit Leasing- und Mietverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von jährlich TEuro 143 p.a. Daneben bestehen Verpflichtungen für Erbbauzinsen von jährlich TEuro 102. Diese haben eine Laufzeit von 46 Jahren. Daneben besteht ein offenes Bestellobligo von TEuro 1.792.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Vertrieb, die Buchhaltung und die Geschäftsführung wurden auf unternehmensfremde Organisationen oder Personen ausgelagert. Die jährlichen Aufwendungen daraus betragen insgesamt ca. TEuro 205. Der Vorteil liegt in einer größeren Flexibilität.

Daneben werden unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter angemietet. Dies dient der Schonung der Liquidität.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2023/2024 betrug:

Angestellte 11
Arbeiter 25
Summe 36

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 242.504,45 auf neue Rechnung vorzutragen.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Das Unternehmen unterhält eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen, vereinzelt auch zu nahe stehenden Unternehmen und Personen. Zu den nahestehenden Unternehmen zählen insbesondere verbundene Unternehmen. Als nahestehende Personen werden auch die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der Gesellschaft definiert. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss zum 30. September 2024 der Schweizer Zucker AG, Frauenfeld/Schweiz, nach dem dort geltenden Obligationenrecht einbezogen (größter und kleinster Kreis).

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Hinsichtlich der Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und die daraus resultierende Energiekrise verweisen wir auf unsere Darstellungen im Lagebericht.

 

Kehl, den 5. November 2024

Beat Sutter

Rolf Schüpbach

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Deltaflor GmbH, Kehl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deltaflor GmbH, Kehl - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deltaflor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl, 5. November 2024

OTR Ortenauer Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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