Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 3019
Eingetragen
25.7.2002
Branche
Herstellung von keramischen Haushaltswaren und ZiergegenständenHerstellung von keramischen Wand- und Bodenfliesen und -plattenHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus Keramik
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen der keramischen Industrie und die Gewinnung und der Vertrieb von keramischen Rohstoffen und der hierbei anfallenden Materialien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Guido Dr. Kaufmann
seit 11.2.2026
Prokura
Sebastian Speck
seit 11.2.2026
Prokura
Prokura
Dirk Hümmer
seit 17.1.2020
Geschäftsführer
Patrick Schneider
seit 10.2.2014
Geschäftsführer
Marina Sauer
seit 24.8.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
STO SE & Co. KGaA
Germany
1.023.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ströher GmbH

Dillenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines konjunkturelles Umfeld

Die globale Wirtschaft verliert weiter an Dynamik. Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung wurde auch in 2023 durch die instabilen geopolitischen Lagen, insbesondere des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, einer restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise gedämpft. Das weltweite Wachstum von + 3,1 % gegenüber dem Vorjahr von + 3,5 % erreicht geschwächt weiterhin nur unterdurchschnittliches Niveau (Quelle IMF 01/2024).

Die Inflation und damit das erhöhte Leitzinsniveau sinken nur sehr langsam von dem in 2022 entwickelten hohen Niveau. Die weltweite Industrieproduktion zeigte nach einem starken Start eine deutliche Abschwächung im Jahresverlauf, was sich auch im globalen Handel widerspiegelte, der ein langsameres Wachstum als in den Jahren vor der Pandemie verzeichnete (Quelle IWF).

Nach den pandemiebedingten Lieferkettenproblemen steht die globale Wirtschaft vor neuen Herausforderungen. Das verarbeitende Gewerbe ist durch schwaches Produktivitätswachstum und das Ende der finanziellen Unterstützungsmaßnahmen belastet. Gleichzeitig führt die Verschiebung der Nachfrage zum Dienstleistungssektor und die Unsicherheit über die geoökonomische Zukunft zu einer Zurückhaltung bei Investitionen. Die anfängliche Erholung, die durch die Wiederöffnung Chinas ausgelöst wurde, scheint an Schwung zu verlieren, was die Aussichten auf eine robuste globale Konjunktur dämpft.

Ein wesentlicher Faktor für die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in China, ist die hohe Verschuldung im Immobiliensektor. Die dortigen Immobilienpreise sind im Verhältnis zu den Haushaltseinkommen stark gestiegen, was zu einer rasanten Kreditaufnahme der Immobilienentwickler führte. Die chinesische Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Risiken einzudämmen und den Sektor auf eine nachhaltigere Größe zu reduzieren. Trotz dieser Bemühungen bleiben Schlüsselrisiken bestehen, die auf anhaltende Herausforderungen für die Nachhaltigkeit hinweisen.

Der in 2022 begonnene russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die daraufhin ergriffenen Sanktionen wirken weiterhin negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ein. Maßgebliche Faktoren wie die nach wie vor hohe, wenn auch rückläufige Inflation, die Verschärfung der Geldpolitik, die hohen Lebenshaltungskosten sowie die schwache Auslandsnachfrage belasten die Wirtschaft stärker als erwartet. So konnte sich die Wirtschaftsleistung in Europa nur + 0,5 % zum Vorjahr (Quelle: IWF), nach 3,5 % in 2022 (Quelle: IWF) verbessern.

Die Inflation im Euroraum ist weiter rückläufig und verlangsamt sich merklich. Die Entwicklung ist laut der EU-Kommission in erster Linie auf den deutlichen Rückgang der Energiepreise zurückzuführen. Dies schlägt sich nun zunehmend in allen Hauptverbrauchskategorien und nicht nur bei Energie und Lebensmitteln nieder.

Die deutsche Wirtschaft schrumpft im Jahr 2023. Die äußerst schwache Entwicklung wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Die hohen Energiepreise hatten einen erheblichen Einfluss auf die Kaufkraft der Haushalte und dämpften den privaten Konsum. Trotz eines Rückgangs der Großhandelspreise für Gas und Strom blieben die Energiekosten auf einem hohen Niveau. Für die Exportnation Deutschland wirken sich weiterhin hohe Energiepreise nachteilig im globalen Wettbewerb aus. Darüber hinaus belastet eine lahmende Weltkonjunktur in 2023 die wirtschaftliche Tätigkeit deutscher Unternehmen zusätzlich. Die Inflationsrate im Jahr 2023 lag laut dem Statistischen Bundesamt bei 5,9 % und damit deutlich niedriger als im Vorjahr. Die real verfügbaren Einkommen der Haushalte gingen zurück, was sich negativ auf den privaten Konsum auswirkte. Der Arbeitsmarkt blieb jedoch robust, unterstützt durch die anhaltende Nachfrage nach Fachkräften. Insgesamt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 %, was auf eine deutlich verlangsamte wirtschaftliche Aktivität hinweist.

Das BIP in unserem wichtigsten Absatzmarkt Deutschland entwickelte sich im Vergleich mit anderen umliegenden Ländern wie folgt:

REALES BRUTTOINLANDSPRODUKT IM INTERNATIONALEN VERGLEICH - VERÄNDERUNGEN 2023 ZU 2022

2. Konjunkturelles Umfeld in der Baubranche

Der Rückgang der deutschen Baukonjunktur setzt sich auch 2023 weiter fort, nachdem diese in 2022 aufgrund von Inflation, hohen Baupreisen und steigenden Zinsen die Nachfrage nach Bauleistungen eingebrochen war. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist kalenderbereinigt um 4,4 % (Quelle: Statistisches Bundesamt) im Vergleich zum Vorjahr gesunken, obwohl der nominal (nicht preisbereinigte) Auftragseingang aufgrund der gestiegenen Baupreise um 3,3 % höher lag und erstmals mit 102,3 Milliarden Euro im dreistelligen Milliardenbereich lag. Die unterschiedliche Entwicklung von realen und nominalen Werten ist laut dem Statistischen Bundesamt auf die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 war stark von der steigenden Preisentwicklung beeinflusst und zeigte im Verlauf des Jahres eine deutlich abnehmende Tendenz. Zu Beginn des Jahres lag die Preisentwicklung für Bauleistungen im Vergleich zum Vorjahr noch bei knapp +16 %. Zum Jahresende hingegen verzeichnete der Deflator nur noch eine Dynamik von knapp +2 % (Quelle: ZDB).

Vor allem der massive Rückgang im Wohnungsbau bestimmt den Abwärtstrend der Branche maßgeblich. Der Mix aus massiv gestiegenen Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten drückt massiv auf die Nachfrage nach Bauleistungen und bremst Investitionen deutlich aus.

Die enormen konjunkturellen Probleme im Wohnungsbau manifestieren sich im Rückgang der Baugenehmigungen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern reduzierte sich die Anzahl der erteilten Genehmigungen um 43.900 Wohneinheiten (-41,5 %). Bei den Mehrfamilienhäusern wurden ca. 47.900 Wohnungen weniger genehmigt. (-25 %). Insgesamt wurden im Jahr 2023 noch etwa 260.000 Baugenehmigungen erteilt (VJ: 354.400 Wohnungseinheiten).

Dieser Nachfragerückgang spiegelte sich auch in der Orderentwicklung wider. Die realen Aufträge im Wohnungsbau lagen um 20 % unter dem Vorjahresniveau. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Auftragsbestände im Wohnungsbau, die in den letzten beiden Jahren den Zuwachs der vorangegangenen vier Jahre reduzierten. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 lag real auf dem Niveau von Ende 2016.

Die beschriebenen negativen Einflussfaktoren haben die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft und insbesondere den Neubau massiv verschlechtert. Hinzu kommt das Förderchaos der Bundesregierung durch den Wegfall etablierter Fördermaßnahmen zu Beginn 2022. Kurzfristig initiierte Verbesserungen (Anhebung AfA, Sonderabschreibung, Erhöhung soziale Wohnraumförderung) tragen aktuell nicht zur Stabilisierung im Neubau bei. Unsicherheiten diktieren das aktuelle Marktgeschehen im Neubau.

Der nachhaltige Nachfrageschwund im Wohnungsbau schlägt sich in der Umsatzentwicklung 2023 deutlich nieder. Nach 61,4 Mrd. € wurden 2023 noch 57,9 Mrd. € umgesetzt. Dies entspricht einem nominalen Rückgang um 5,7 % und real von 11,9 %.

Im Wirtschaftsbau verlief die Entwicklung im Jahr 2023 zweigeteilt. Während der Hochbau unter der hohen Zinslast und der schwachen Konjunkturentwicklung in den Industriebereichen litt, erhielt der Wirtschaftstiefbau durch Projekte, insbesondere Großprojekte im Bereich Energie- und Mobilitätswende, Auftrieb. Insgesamt erreichte der Umsatz im Wirtschaftsbau 2023 ca. 60 Mrd. €, nominal einen Zuwachs um 5,5 %, real einen Verlust um 1,3 %.

Auch der öffentliche Bau entwickelte sich im Jahresverlauf 2023 ambivalent. Im Hochbau gab es seit dem Sommer einige Impulse, insbesondere durch Großprojekte. Dies führte zu einem erkennbaren Zuwachs der Auftragsbestände, die zum Ende des Jahres 2023 nominal um 1,2 Mrd. € höher ausfielen als im Vorjahr (+23,5 %). In den umsatzstarken Tiefbausparten hingegen fielen die Impulse insgesamt flacher aus. Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte 2023 insgesamt etwa 44,6 Mrd. €, was einem nominalen Zuwachs von 6 % entspricht. Real verzeichnete er jedoch einen Rückgang von ca. 1 %.

Auch die gesamte Europäische Baujunktur schwächelt und verliert in 2023 deutlich an Dynamik. Die Verlangsamung wird vom Wohnungsbau angeführt, und es ist abzusehen, dass die Gesamtzahl der Fertigstellungen neuer Wohnungen bis 2025 auf das Niveau von 2016 zurückfallen wird (Quelle: Euroconstruct 2023). Allein der Tiefbau wird sich als widerstandsfähiger erweisen, unterstützt durch Investitionen des öffentlichen Sektors in wichtige Infrastrukturen wie Verkehr und Energie.

Im vergangenen Jahr schrumpfte das Bauvolumen im EUROCONSTRUCT-Gebiet schätzungsweise um 1,7 % auf 2,07 Bio. Euro (in Preisen von 2022). Mit rund 1,6 Bio. Euro entfielen dabei fast vier Fünftel der Bauleistungen auf den Hochbau. Der Tiefbau stand mit seinen etwa 450 Mrd. Euro dagegen nur für gut ein Fünftel.

3. Entwicklung des Fliesenmarkts

Der deutsche Fliesenmarkt leidet massiv unter den aktuellen konjunkturellen Entwicklungen sowie den herrschenden Marktbedingungen in der Baubranche. Insbesondere der dramatische Einbruch im Wohnungsbau sowie die deutliche Investitionszurückhaltung im Neubau, aber auch in der Sanierung (klassische Badsanierung) sorgte in 2023 für eine dramatische und in diesem Ausmaß nie dagewesene Negativentwicklung von -30 % des Marktvolumens keramischer Fliesen. Der Fliesenverbrauch in Deutschland verringerte sich auf knapp 100 Mio. m² (Quelle: Schätzung, BKF).

4. Ströher Ziele und Strategien

4.1 Der Kern der Ströher Strategie

Das Geschäftsmodell der Ströher GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft") basiert auf der Entwicklung und Vermarktung von extrudierten keramischen Produkten vorwiegend für Outdoor-Anwendungen im In- und Ausland, die unter der Marke Ströher vermarktet werden sowie dem Zukauf von Feinsteinzeugprodukten, die unter der Marke Ströher Living vermarktet werden.

Dabei unterscheiden wir drei wesentliche Geschäftsfelder:

1.

das Geschäftsfeld der Belagsmaterialien für Fassaden, insbesondere Klinkerriemchen,

2.

das Geschäftsfeld der Belagsmaterialien für den Outdoorböden, vorwiegend für Balkone und Terrassen,

3.

das Geschäftsfeld der Wohnkeramik.

Die Tochtergesellschaft GEPADI Fliesen GmbH (im Folgenden "GEPADI") wurde vor einigen Jahren als eigenständige Vertriebsgesellschaft etabliert. Diese vermarktet eigenentwickelte, aber durch Dritte speziell für sie hergestellte Produkte aus Feinsteinzeug und Steingut, die das Ströher-Sortiment ergänzen. Auf diese Weise können sowohl in der Produktentwicklung als auch bei den Vertriebsaktivitäten Synergien gehoben und das Gesamtproduktspektrum zielgerichtet erweitert werden.

Den Erfolg unserer unternehmerischen Aktivitäten messen wir vorrangig anhand der Kerngrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern 1 , die uns als interne Steuerungsgrößen und Leistungsindikatoren dienen.

4.2 Vertriebliche Aspekte

Unsere Produkte vermarkten wir weltweit über Vertriebswege, die nach Ländern bzw. Zielgruppen differenziert sind. Dabei bleiben unsere Zielmärkte und das Ziel-Kundenportfolio nach unserer Einschätzung grundsätzlich unverändert bestehen.

Der sehr wettbewerbsintensiven und durch Substitutionsprodukte beeinflussten Marktsituation bei Terrassen- und Balkonkeramik werden wir weiterhin neben der Entwicklung neuer Sortimente in diesem Segment mit der Ausweitung unseres Fassadengeschäfts sowie der damit möglichen Optimierung unserer internen Produktionskapazitäten begegnen.

Unterstützt wird diese Fassadenstrategie auch durch die vertriebliche Partnerschaft mit unserer Muttergesellschaft. Diese Partnerschaft ermöglicht uns national und international zusätzlich Zugänge zum Projektgeschäft, über die wir den Umsatz mit Klinkerriemchen weiter ausbauen wollen.

Unsere Tochtergesellschaft GEPADI vermarktet Fliesen für den Innenbereich und Gartenplatten aus Feinsteinzeug über die Ströher Organisation. Sie ergänzt als integraler Bestandteil der Ströher Strategie das Sortiment der Ströher Gruppe, schafft Synergien innerhalb der Ströher Gruppe und stärkt unsere Position sowohl beim Kunden als auch im Markt.

4.3 Beschaffungspolitische Aspekte

Die Herstellung unserer Produkte für den externen Absatz der Ströher GmbH erfolgt fast ausschließlich durch unsere gruppeninterne Produktionsgesellschaft Ströher Produktions GmbH & Co. KG (im Folgenden "Produktions KG") an der die Ströher GmbH mittelbar sämtliche Anteile hält. Der Bezug von gruppeninternen Handelswaren machte im Geschäftsjahr ca. 86,6 % des gesamten Materialaufwands aus.

Daneben verfolgen wir in der Ströher Gruppe wie schon erwähnt die Strategie des gruppenexternen Zukaufs für nichtextrudierte Produkte. Dadurch können wir flexibler auf absatzseitige Marktveränderungen reagieren und sind unabhängiger von unseren gruppeninternen Produktionskapazitäten. Grundsätzlich verfolgen die Tochtergesellschaft GEPADI sowie die Ströher GmbH im Bereich Ströher Living hierbei eine Mehr-Lieferanten-Strategie.

4.4 Finanzierungspolitische Aspekte

Mit Sto als alleinigem Gesellschafter änderte sich das Finanzierungskonzept bereits im Geschäftsjahr 2019 grundsätzlich. Die wesentliche Finanzierung insbesondere für Betriebsmittel und Investitionen erfolgt über Rahmenkreditverträge zwischen Sto und jeder einzelnen Ströher Gesellschaft. Diese sogenannten Bodensatzkredite werden bedarfsabhängig in unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Laufzeiten vereinbart. Derzeit beträgt die Laufzeit ein Jahr, jeweils ab dem 1. Juli eines Jahres. Darüber hinaus ist jede einzelne Ströher Gesellschaft in ein Cash Pooling-System mit Sto eingebunden.

4.5 Personelle Aspekte

Wir sind überzeugt, dass zum Unternehmenserfolg auch das Engagement unserer Mitarbeiter wesentlich beiträgt. Daher spielt die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Darüber hinaus betrachten wir grundsätzlich die langfristige Bindung unserer Mitarbeiter an Ströher als eine wichtige Zielsetzung unserer Personalpolitik. Aus diesem Grund sind die Ströher GmbH und Produktions KG am 19.09.2023 dem Arbeitgeberverband Steine und Erden Hessen und Thüringen e.V. beigetreten und in diesem Zuge auch über einen Zeitraum von vier Jahren mittels eines Überleitungstarifvertrags den Tarifverträgen der Steine und Erden Industrie für das Bundesland Hessen.

In 2023 beschäftigten wir insgesamt bis zu zehn Auszubildende in der Ströher GmbH, davon sieben in den technischen Bereichen und drei in den kaufmännischen Bereichen.

Unser Ziel ist, Auszubildende zu gewinnen, die wir dann als Fachkräfte für unser Unternehmen intern entwickeln können. Dazu haben wir eine Reihe von Aktivitäten im Rahmen unseres Regionalmarketings eingeleitet, um beispielsweise die Wahrnehmung unseres Unternehmens in der näheren Umgebung positiv zu besetzen und die Aufmerksamkeit zu steigern. Deshalb hat die Ströher Gruppe u. a. wieder an einer Ausbildungsmesse teilgenommen.

Darüber hinaus bietet die Ströher Gruppe 2023 erstmals ein Förder- und Entwicklungsprogramm für zehn junge Berufseinsteiger ("Young Professionals") an, bei welchem diese zielgerichtet gemäß ihrem Potenzial entwickelt werden sollen.

Die Führungskräfte und ihr Führungsverhalten haben einen direkten Einfluss auf die Bindung von Mitarbeitern. Vor diesem Hintergrund haben wir mit der internen Führungskräfte- und Führungskräftenachwuchsentwicklung weitergeführt, um unseren Führungskräften unterschiedlicher Hierarchiestufen Methoden und Instrumente wirksamer und gleichzeitig wertschätzender Führung zu vermitteln.

Der Mitarbeiterstamm der Ströher GmbH betrug insgesamt durchschnittlich 123 (Vorjahr 124) gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Angestellte und Auszubildende.

4.6 Ökologische Aspekte

Weitere wichtige Aspekte in unserer Geschäftspolitik und unseren Zielen sind ökologisches Handeln und Umweltschutz.

Eine hohe Energieeffizienz, der Einsatz von modernen Abgasreinigungssystemen für reduzierte Emissionen und die Verwendung produktionsnah gewonnener Tone sind integrale Bestandteile unseres aktiven Umwelt- und Produktionsmanagements.

Das zertifizierte Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 ist fester Bestandteil unserer internen Geschäftsprozesse. In 2022 konnte erneut ein turnusgemäß angesetztes Überwachungsaudit erfolgreich abgeschlossen werden. Wie im Vorjahr wurde zu 100 % Grünstrom bezogen. Ein entsprechendes Zertifikat des TÜVs Süd dokumentiert diese Anstrengungen. In diese Richtung geht auch die Umsetzung innerhalb der Produktions KG der vorjährigen Entscheidung, mit einer PV-Anlage von rd. 770 kWpeak Strom in nennenswertem Umfang umweltschonend auf dem eigenen Werksgelände zu produzieren.

Daneben wurde bei der Produktions KG im Jahr 2023 mit der Errichtung eines neuartigen Bandtrockners für den Rollenofenbereich begonnen. Die Innovation liegt in der Verwendung von elektrisch betriebenen Hochleistungswärmepumpen zur hocheffizienten Wärmeenergieerzeugung.

Seit der Inbetriebnahme des neuen Rollenofens im April 2021 ist die Produktions KG verpflichtet, am europäischen CO 2-Emissionshandelssystem (EU-ETS) teilzunehmen. Die CO 2-Zertifikate für die kostenlose Zuteilung des Zeitraums 2021-2023 wurden dem Emissionshandelskonto von der Deutschen Emissionshandelsstelle ("DEHSt") gutgeschrieben. Insgesamt ist durch steigende Preise von CO 2-Zertifikaten im Verbund mit abnehmenden, kostenlosen Zuteilungen mit einer sukzessiven Zunahme der Beschaffungskosten über die nächsten Jahre zu rechnen.

5. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Ströher GmbH von einer regelrechten Markterosion gekennzeichnet.

Die Bauwirtschaft war in den zurückliegenden Jahren eine Stütze der Konjunktur in Deutschland, der Wohnungsneubau war ihr Anker. Beginnend Ende 2022 und insbesondere in 2023 hat sich jedoch die konjunkturelle Situation der deutschen Bauwirtschaft durch den massiven Einbruch der Neubauaktivitäten dramatisch verschlechtert.

Vor allem der massive Rückgang im Wohnungsbau bestimmt den Abwärtstrend und das damit verbundene Marktgeschehen maßgeblich. Ein regelrechter Einbruch der Auftragseingänge, ein deutlicher Rückgang der Wohnungsbaugenehmigungen sowie eine deutliche Zunahme von Auftragsstornierungen kennzeichneten in diesem Jahr die Branche.

Der Mix aus massiv gestiegenen Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten drückte in 2023 massiv auf die Nachfrage nach Bauleistungen und bremste Investitionen deutlich aus. Die Hypothekenzinsen hatten sich von ca. 1 % auf ca. 4 % vervierfacht. Darüber hinaus ist seit Ende 2022 das Volumen an Neukrediten im Wohnungsbau mit einer anfänglichen Zinsbindung von 10 Jahren von ca. 15,8 Mrd. EUR auf unter 7 Mrd. EUR eingebrochen (Quelle: ZDB, Zentralverband des deutschen Baugewerbes). Für neu genehmigte Projekte wurden in großem Umfang keine Finanzierungen mehr abgeschlossen. Projekte wurden in die Zukunft geschoben.

Die beschriebenen negativen Einflussfaktoren haben die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft und insbesondere den Neubau massiv verschlechtert. Hinzu kommt das Förderchaos der Bundesregierung durch den Wegfall etablierter Fördermaßnahmen zu Beginn 2022. Kurzfristig initiierte Verbesserungen (Anhebung AfA, Sonderabschreibung, Erhöhung soziale Wohnraumförderung) tragen aktuell nicht zur Stabilisierung im Neubau bei. Unsicherheiten diktierten das aktuelle Marktgeschehen im Neubau.

In der ersten Jahreshälfte 2023 bediente der Fach- und Großhandel sein Geschäft aus den in 2022 aufgebauten Lagerkapazitäten, was zu einer deutlich geringeren Auftragsfrequenz in der gesamten keramischen Industrie insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 führte. Gleichzeitig senkte der Handel im weiteren Jahresverlauf seine Lagerkapazitäten überdurchschnittlich und passte das Bevorratungsniveau den konjunkturellen Rahmenbedingungen in 2023 an.

Zwar konnte die Ströher GmbH zu Beginn des Jahres durch die Ende 2022 und Anfang 2023 initiierten "Performance Days" Besucherwochen gute Frühbezugsaktionen platzieren und Einlagerungserfolge der Neuheiten der Sortimente Roccia Next, Ströher Living Absolute und Ströher Living Colorbrix erzielen, doch war eine nachhaltige Absatzentwicklung dieser Produkte aufgrund der vorherrschenden Marktbedingungen nicht möglich.

Das Privatkundengeschäft in den Ausstellungen kam im weiteren Jahresverlauf komplett zum Erliegen. Die politischen Diskussionen um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie Streichung von Förderungen etc. schreckten viele Investoren, Bauherren und Sanierer von Investitionen und Projekten ab.

Ebenso benachteiligte die Zins- und Inflationsentwicklung keramische Produkte im Wettbewerb zu anderen Belagsmaterialen überproportional. Zwar sind im Jahr 2023 die Preise für Energie, insbesondere Gas am Spotmarkt deutlich gesunken, liegen aber immer noch deutlich über dem Niveau von 2021. Grundsätzlich hat die Energiepreisentwicklung der vergangenen 24 Monate und die damit verbundene Erhöhung der Herstellkosten keramische Produkte im Vergleich zu anderen Baustoffen überproportional verteuert.

Die negativen Auswirkungen dieses Mixes aus Zinsniveau, Inflation und Energiekosten zeigten sich allen Geschäftsbereichen. Im Geschäftsfeld Fassade wurden zum Beispiel bereits mit Klinkerriemchen geplante Projekte aufgrund von Kostendruck sowie zu hoher Produkt- und Verarbeitungskosten mit anderen Fassadenbaustoffen wie z.B. Putz oder Flachverblender aus Kunststoff substituiert. Im Segment Balkone und Terrassen fehlten aufgrund von politischer Verunsicherung und grundsätzlicher Investitionszurückhaltung die klassischen Balkon- und Terrassensanierungen, die maßgeblich das Geschäft der extrudierten Bodenkeramik von Ströher abbilden.

Auch in den europäischen Exportmärkten zeigt sich, mit einigen Ausnahmen, infolge der Zins- und Inflationsentwicklung ebenfalls eine deutliche Investitionszurückhaltung. Deshalb konnten die aktiven ausländischen Absatzmärkte in 2023 den Verlust des Absatzmarktes Russland in 2022 nicht kompensieren.

Da wir unsere Produkte nahezu ausschließlich von der Produktions KG beziehen, haben wir zusammen mit ihr verschiedene Maßnahmen initiiert, um unsere Bezugskosten weiter verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der Ströher GmbH zu stärken. Zu diesen Maßnahmen zählen u.a. die Teilnahme am Energiekostendämpfungsprogramm der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiepreiserhöhungen sowie die weitere technische Optimierung der Produktion.

Aufgrund des deutlich geringeren Absatzniveaus wurden im ersten Halbjahr weitere Lagerbestände in der Ströher GmbH aufgebaut. Im weiteren Saisonverlauf wurde die Gesamtfertigungsleistung in allen Produktionsbereichen der produzierenden Produktions KG der Absatzsituation angepasst.

Die Umsatzerlöse verringerten sich insgesamt um rd. 22,8 % von rd. 35,6 Mio. € auf jetzt rd. 27,4 Mio. €. Die Inlandsumsätze der Ströher GmbH erreichten bezogen auf den Gesamtumsatz in 2023 einen Anteil von rd. 72,9 %. Entsprechend betrug der Exportanteil rd. 27,1 %.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) der Ströher GmbH von - 59 T€ in 2022 auf - 1.381 T€ in 2023 verschlechtert. Ursache hierfür sind die zahlreichen Marktverwerfungen, die Zahlung einer Performance Fee an die Muttergesellschaft sowie erhöhte Zinsaufwendungen und die ausgebliebenen Beteiligungserträge. Gegenläufig lagen im Geschäftsjahr keine Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens vor, die die für die Gesellschaft üblichen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens überschreiten.

Deshalb muss es für 2024 das Ziel sein, eine deutliche Trendumkehr in der Umsatz- und Absatzentwicklung zu erreichen und den Grundstein für ein positives wirtschaftliches Gesamtergebnis in der Mittelfristbetrachtung zu legen.

Zur Verbesserung der Absatzsituation ab 2024 haben wir im 3. und 4. Quartal 2023 verschiedenste Handlungsfelder definiert und entsprechende Maßnahmen initiiert. Diese Maßnahmen betreffen insbesondere die Vertriebs- und Marketingaktivitäten in neuen Absatzmärkten sowie die Entwicklung und Einführung neuer keramische Produkte sowie Innovationen für bestehende als auch neue Geschäftsfelder.

Ein wesentlicher Schwerpunkt bildet dabei der Ausbau unser Vertriebsaktivitäten mit den Auslands-Tochtergesellschaften unserer Konzernmutter Sto. Insbesondere mit Klinkerriemchen und Fassadenprodukten aus dem Rollenofenbereich bieten wir ein leistungsfähiges Portfolio für die weitere Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Die Intensivierung der Zusammenarbeit eröffnet uns Zugänge auf Märkten, in denen wir heute nicht oder nur gering aktiv sind und damit zusätzliches Absatzvolumen. Im Zentrum der strategischen Zusammenarbeit mit den jeweiligen Tochtergesellschaften stehen dabei die Märkte in Frankreich, Benelux, Skandinavien sowie Osteuropa.

Darüber hinaus haben wir die durch den Wegfall des russischen Absatzmarktes freigewordenen vertrieblichen Ressourcen gebündelt und unsere Aktivitäten in den angrenzenden osteuropäischen und asiatischen Märkten verstärkt. Hier zeigen sich bereits erste Erfolge in der Markt- und Projektbearbeitung.

Auf der Produkt- und Sortimentsebene entwickeln wir aktuell einerseits neue, zusätzliche Sortimente, um die Absatzchancen in den aktuellen Märkten und Vertriebskanälen zu erhöhen.

Auf der anderen Seite entwickeln wir innovative Produkte für neue und/oder bisher nicht weiter verfolgte keramische Anwendungsgebiete und Geschäftsfelder. Zukünftig werden wir ein breiteres keramisches Produkt- und Anwendungsspektrum anbieten, insbesondere für weitere Bestandteile innerhalb der energetischen Sanierung.

Die Produkteinführungen und Vertriebsaktivitäten werden gezielt durch Marketingmaßnahmen unterstützt. Im Fachhandel wurden beginnend in 4. Quartal 2023 verschiedene Bemusterungsmaßnahmen zur weiteren Absatzförderung initiiert.

Darüber hinaus investieren wir im Online-Marketing einen sechsstelligen Betrag zur Optimierung der Customer Journey, der Verbesserung des Markenerlebnisses sowie in grundsätzlich digitalisierte Inhalte und Services, um damit einen effektiveren und effizienten Zugang zu den jeweiligen Zielgruppen zu erhalten. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein neuer Marken- und Onlineauftritt, sowie die Implementierung eines Performance Marketing Konzeptes.

6. Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 stellt sich die Gewinn- und Verlustrechnung mit Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Gesamt Gesamt-leistung Gesamt Gesamt-leistung 2023 zu 2022
[T€] [%] [T€] [%] [T€]
Umsatz 27.450 100 35.563 100 -8.113
Betriebsergebnis -681 -2,48 -301 -0,85 -380
(EBIT)
Finanzergebnis -700 -2,55 242 0,68 -942
EBT bzw. EvS 2 -1.381 -5,03 -59 -0,17 -1.322
Jahresfehlbetrag -1.381 -5,03 -59 -0,17 -1.322

Aufgrund der schwachen Konjunktur hat Ströher gegenüber dem Vorjahr 22,8 % weniger Umsatz erzielt.

Bei den mit verbundenen Unternehmen erzielten Umsätzen und Dienstleistungsverrechnungen musste ein Rückgang von 3.713 T€, bei den Umsätzen aus externen Lieferungen und Leistungen der Kernmarke Ströher 4.400 T€ verzeichnet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren 42 T€ höher als im Vorjahr (327 T€). Dies ist vorwiegend durch die Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 269 T€ entstanden.

Die Materialaufwandsquote haben wir unter Herausnahme der Dienstleistungen in den Umsatzerlösen mit dem Vorjahr verglichen. Hier ergibt sich eine geringe Verbesserung von 76,69 % auf 75,64 %.

Der Personalaufwand war um ca. 18 T€ niedriger als im Vorjahr. Die Einsparungen wurden durch Abbau der Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Zeitguthaben sowie Kurzarbeit erreicht. Gegenläufig wurde eine Rückstellung für Abfindungen in Höhe von 173 T€ passiviert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 4.888 T€ auf 4.849 T€ zurückgegangen. Einsparungen wurden vor allem bei den umsatzabhängigen Frachten (380 T€) und Provisionen (153 T€), bei Beratungskosten (42 T€) und bei Softwarewartungen (34 T€) erzielt. Im Gegenzug stiegen die Kosten für Werbung u.a. durch die Teilnahme an einer Messe um 279 T€ und die Dienstleistungsverrechnung mit unserer Konzernmutter um 157 T€ sowie die periodenfremden Aufwendungen (53 T€) und die Aufwendungen für die Personalsuche (59 T€).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit T€ 352 nur leicht über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr lagen keine Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens vor, die die für die Gesellschaft üblichen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens überschreiten.

Die Veränderung des Finanzergebnisses von T€ 242 auf T€ -700 ist insbesondere auf die entfallene Ausschüttung unserer Tochtergesellschaft GEPADI, den deutlich erhöhten Zinssatz sowie die gestiegene Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln für Darlehen von verbundenen Unternehmen sowie die weiter gestiegene Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln bei der Muttergesellschaft zurückzuführen.

Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern bzw. ein Jahresfehlbetrag von € 1.381 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von T€ 59).

7. Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt neben eigenen erwirtschafteten Cash Flows ausschließlich über unsere Konzernmuttergesellschaft Sto, sowohl über Einzelkredite als auch durch Cash-Pooling-Vereinbarungen. Die Geschäftsführung geht in ihrer mittelfristigen Planung davon aus, dass die kurzfristigen Finanzierungen durch den Konzern auch in den kommenden Geschäftsjahren aufrechterhalten werden. Turnusmäßig erfolgt, wie bereits in Abschnitt 4.4 des Lageberichts erwähnt jeweils mit Wirkung zum 1. Juli eines Jahres die Verlängerung der kurzfristigen Betriebsmittelkreditlinie.

Durch den weiteren Aufbau der Vorräte, die Einzahlung in die Kapitalrücklage unserer Tochtergesellschaft der GEPADI sowie die Verlustsituation des laufenden Jahres ist der Kapitalbedarf gegenüber den Vorjahren weiter gestiegen.

Die liquiden Mittel bestehen aus den Kassenguthaben.

8. Vermögens- und Kapitalstruktur

8.1 Vermögensstruktur

Vermögensstruktur per 31.12.2023
[T€]
per 31.12.2022
[T€]
Veränderung
[T€]
1. Langfristiges Vermögen 10.905 8.323 2.582
2. Kurzfristiges Vermögen 2.328 4.006 -1.678
3. Vorratsvermögen 16.865 13.054 3.811
Gesamtvermögen 30.098 25.383 4.715
Anlagenquote 36 % 33 % 3 %

Das langfristige Vermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage bei der Tochtergesellschaft GEPADI (T€ 2.500) und die Sanierung der im Vorjahr erworbenen Halle.

Im Laufe des Jahres 2023 wurde auf Grund der schwachen Konjunktur in Deutschland versucht, die Produktionsleistung unterjährig zu reduzieren, was nicht in Gänze gelang. Das Vorratsvermögen wird unverändert von der Produktions KG bezogen, sobald die Produkte hergestellt wurden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zwar die Produktionsleistung der Produktions KG reduziert, allerdings führte der rückläufige Absatz dazu, dass sich die Vorräte insgesamt um T€ 3.811 erhöht haben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des geringen Dezemberumsatzes sowie der Erstellung der Bonusgutschriften zurückgegangen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber Sto, reduzierten sich aufgrund des Umsatzrückgangs mit den verbundenen Unternehmen, ebenfalls.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Steuerforderungen und liegen mit T€ 977 etwa auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 904).

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme auf T€ 30.098. Insbesondere durch die Erhöhung der Finanzanlagen erhöhte ich die Anlagenquote um 3% auf 36 %.

8.2 Kapitalstruktur

 Kapitalstruktur per 31.12.2023
[T€]
per 31.12.2022
[T€]
Veränderung
[T€]
1. Mittel- und langfr. Fremdmittel 4.211 4.528 -317
2. Kurzfristige Fremdmittel 21.237 14.824 6.413
3. Fremdmittel gesamt 25.448 19.352 6.096
4. Eigenmittel 4.650 6.031 -1.381
5. Gesamtkapital 30.098 25.383 4.715
Eigenkapitalquote 15,4 % 23,8 % - 8,4 %

Die vorstehend aufgeführten Ereignisse - Einzahlung in die Kapitalrücklage der GEPADI und die Erhöhung der Bestände - konnten durch Inanspruchnahmen von Konzernfinanzierungsmitteln realisiert werden.

Im mittel- und langfristigen Bereich verringerten sich die Pensionsrückstellungen in Höhe von 317 T€ vorwiegend durch die regelmäßigen Rentenauszahlungen.

Die Erhöhung der kurzfristigen Fremdmittel betrifft ausschließlich die Inanspruchnahme von Darlehen der Muttergesellschaft, die sich in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zeigt. Die sonstigen Rückstellungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die erhaltenen Anzahlungen von Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden insgesamt um 887 T€ reduziert.

Die Eigenmittel reduzierten sich durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres um T€ 1.381.

Die Bilanzsumme hat sich 2023 um rd. 4,7 Mio. € bzw. ca. 18,6 % erhöht. Dies hatte einen Einfluss auf die Eigenkapitalquote, die 15,4 % beträgt.

9. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Jahr 2024 ist mit einem hohem Risikopotenzial ausgestattet und die Rahmenbedingungen deuten auf ein weiteres schwieriges Wirtschaftsjahr hin. Nachdem die deutsche Wirtschaft im zurückliegenden Jahr um 0,3 % geschrumpft ist, stehen die Zeichen auch für 2024 weiter auf Rezession. Geopolitische Risiken gepaart mit einer sich abkühlenden Weltwirtschaft, weiterhin hohes Zinsniveau, hohen Lebenshaltungskosten und innenpolitischen Unsicherheiten der derzeitigen Haushalts-, Wirtschaft- und Finanzpolitik dämpfen die Investitionsneigung der Unternehmen sowie die Konsumkraft der Verbraucher weiterhin.

Die derzeitige Marktschwäche in Deutschland stellt nach unserer Ansicht einen vorübergehenden Zustand dar, ist jedoch hinsichtlich Impact und Dauer weiter schwer kalkulierbar. Dennoch bieten sich in dieser Krise neue Chancen, die wir nutzen wollen, um das Geschäftsergebnis deutlich zu verbessern, worauf wir im folgenden Kapitel eingehen.

9.1 Chancen

Die von uns eingeleiteten Entwicklungs- und Vertriebs- und Marketingmaßnahmen sowie den von uns initiierten, konzernübergreifenden Maßnahmen zur weiteren Optimierung und Ausbaus des Intercompany Geschäfts werden neue Markt- und Kundenzugänge schaffen und bestehende deutlich verbessern.

Für das Geschäft in der Bodenkeramik in Deutschland setzen wir dabei auf die unternehmenseigene Vertriebskraft. Neben neuen Vertriebs- und Bemusterungsaktivitäten in der 2. und 3. Handelsebene und der Einführung von innovativen und differenzierten Vermarktungskonzepten für die jeweiligen Handelsebenen sollen insbesondere bereits initiierte preis- und sortimentspolitische Maßnahmen den Absatz im weiteren Saisonverlauf steigern. Um hier wettbewerbsfähig zu sein, haben wir die Kostenstruktur im Unternehmen deutlich optimiert.

Im ströhereigenen Exportgeschäft setzen wir auf unsere Fassadenkompetenz in den asiatischen Schwerpunktmärkten Kasachstan und Usbekistan. Neben dem Ausbau des Projektgeschäfts in dem vorherrschenden positiven Markt- und Konjunkturumfeld wird eine neue Handelsstruktur für das Endkundengeschäft aufgebaut. Performance-Marketing-Maßnahmen zum Marken- und Marktaufbau unterstützen dabei den Vertrieb.

In der neu aufgestellten und optimierten Zusammenarbeit mit den konzernübergreifenden Sto-Tochtergesellschaften können für uns neue Marktpotenziale genutzt werden. Relevante Märkte mit hohem Absatzpotenzial wie Frankreich, Norwegen, Schweden und die Niederlande bieten kurz- bis mittelfristig ein Absatzpotenzial.

Grundsätzlich sehen wir für die künftige Entwicklung der Ströher GmbH vor allem im Fassadengeschäft weiterhin große Chancen für Umsatz- und Ertragswachstum. Dabei ist die Kooperation mit Sto ein wesentlicher Baustein für die Erreichung unserer Wachstumsziele.

Insbesondere mit unseren keramischen Produkten sehen wir in der energetischen Sanierung von Wohngebäuden exzellente Perspektiven. Klinkerriemchen werden vorrangig auf gedämmte Fassaden verbaut. Durch Nachhaltigkeitszertifizierungen im System mit unserem Mutterkonzern Sto können wir somit auch zukünftig von Fördermaßnahmen profitieren und generieren einzigartige Vorteile gegenüber unseren Wettbewerbern. Grundsätzlich sind die mittel- und langfristigen Aussichten hier positiv.

Maßnahmen in Sortiment und Vermarktung zur Absicherung der Wachstumsziele im Bereich Fassade werden von unserer Organisation mit hoher Priorität vorangetrieben. Neue Potenziale entstehen durch die in 2023 geleistete Entwicklungsarbeit, um das Produktangebot für dieses Segment zu erweitern. Wir bieten neben dem klassischen Standardprogramm und den bekannten Kernkompetenzen wie z.B. Langformate zukünftig weitere Fassaden-Spezialprodukte wie Schlitzriemchen für VHF-Fassaden (Brick to Click), glasierte Klinkerriemchen oder 3D Fassadenkeramik im Projektgeschäft an.

Die energetische Sanierung von Wohngebäuden bietet neue Chancen für keramische Flächen. Denn wenn die Gebäudehülle saniert wird, werden in der Regel auch Balkone oder Terrassen saniert. Das werden in den kommenden Jahren 2/3 des gesamten Bestandes sein. Allein dieser Effekt sorgt für ein enormes Flächen- und Anwendungspotenzial für unsere extrudierte Outdoorkeramik, denn nach unseren Schätzungen gibt es in Deutschland mehr als 25 Millionen Wohnungen mit einem Balkon oder einer Terrasse.

Während in den letzten Jahren Outdoorflächen den absoluten Verlegespezialisten und den Garten- und Landschaftsbauern überlassen worden sind, hat sich die Situation aufgrund der Krise im Wohnungsbau verändert. Fliesenleger suchen nach Aufträgen. Ein ursprünglich klassisches Anwendungsgebiet mit keramischen Belägen im Außenbereich wird somit für viele Verleger wieder attraktiver. Wir erwarten, dass allein die Verlegerverfügbarkeit die Bereitschaft vieler Sanierer erhöhen wird.

Zusätzliche Chancen für unser Unternehmen außerhalb des Geschäfts mit extrudierten Produkten der Kernmarke Ströher bieten sich weiterhin insbesondere im Geschäft der Wohnkeramik mit unserer Marke Ströher Living. Das Geschäftsmodell ist unverändert auf den deutschen Markt ausgerichtet. Auch für dieses Geschäftsfeld bieten sich positive Aussichten insbesondere durch die energetische Sanierung und daraus resultierende Umrüstungen vieler Heizungen in den kommenden Jahren. Zusätzlich besitzen keramische Fliesen in Verbindung mit Flächenheizungen im Vergleich zu anderen Belagsmaterialen hervorragende energetische Eigenschaften, um Heizkosten deutlich zu reduzieren. Auch hier sind zukünftig deutliche Wachstumsraten wahrscheinlich.

Für den Wohnungsbau sind aufgrund des akuten Wohnraummangels in Deutschland weitere politische Maßnahmen notwendig, um den Neubau wieder auf das Ziel von 400.000 Wohneinheiten zu heben. Der Bedarf an Wohnraum ist groß, insbesondere durch die aktuelle Zuwanderung. Einen Engpass an Wohnraum wird sich Deutschland nicht dauerhaft leisten. Nach unserer Einschätzung werden zukünftig staatliche Fördermaßnahmen und Anreize den Neubau wieder stärken.

Positive Effekte zur Erhöhung des Absatzes und damit einer verbesserten Produktionsauslastung können Insolvenzen von Wettbewerbern und eine damit verbundene Marktkonsolidierung mit sich bringen. Nach der Insolvenz und Zerschlagung der Steuler-Gruppe in 2023 befindet sich nun die Deutsche Steinzeug im Insolvenzverfahren in Eigenregie. Die Situationen hinterlassen oft eine Lücke, die wir mit unseren keramischen Produkten füllen können. Dies ermöglicht es uns, neue Kundenbeziehungen aufzubauen und unsere Position im Markt zu stärken. Es ist wichtig zu betonen, dass wir uns stets für einen fairen und gesunden Wettbewerb einsetzen. Die positiven Aspekte der Marktbereinigung werden jedoch als Chance gesehen, unser Unternehmen weiterzuentwickeln und langfristig erfolgreich zu sein.

Das Zinsniveau ist Ende 2023 bereits deutlich von ca. 4 % auf 3 % gesunken und wird voraussichtlich für 2024 stabil bleiben. Das senkt die Finanzierungskosten für Bauvorhaben, was zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft bei privaten und gewerblichen Bauherren führt. Dies kann zu einer Steigerung der Nachfrage nach Baustoffen führen und damit zu einem Umsatzwachstum für unser Unternehmen beitragen.

9.2 Risiken

Entscheidend für die weitere geschäftliche Entwicklung in 2024 ff. wird sein, wie lange die Baukonjunktur schwächelt und wann sie in Deutschland wieder an Fahrt gewinnt. Die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Baubranche stellt ein erhebliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften dar. Die aktuelle Krise in der Baubranche belastet sowohl den Umsatz, das Ergebnis und die Finanzierungssituation der Gesellschaft. Aufgrund des großen Sanierungsbedarfs und des akuten Wohnungsmangels ist hier rasche Erholung für diesen in Deutschland so wichtigen Wirtschaftssektor von enormer Bedeutung.

Die fehlende politische Unterstützung und klare Richtlinien führen weiter zu einer Verunsicherung bei den Investoren, insbesondere im Hinblick auf die Zinsentwicklung und die Rentabilität von Immobilieninvestitionen. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung seitens der Regierung ist es für Investoren und Bauherren schwierig, langfristige Entscheidungen zu treffen und ihre Projekte effizient zu planen und umzusetzen. Das trifft neben dem Wohnungsneubau auch auf den energetischen Sanierungsmarkt im Kontext der GEG-Novelle zu. Damit stehen Investoren und Bauherren in Deutschland immer noch vor erheblichen Unsicherheiten. Die politischen Maßnahmen u.a. aus dem Baugipfel im Herbst vergangenen Jahres, oder wirtschaftliche Förderprogramme, die notwendig wären, um diese Herausforderungen anzugehen, sind bisher unzureichend geblieben.

Die fehlende politische Unterstützung und klare Richtlinien führen zu einer Verunsicherung bei den Investoren, insbesondere im Hinblick auf die Zinsentwicklung und die Rentabilität von Immobilieninvestitionen. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen und Unterstützung seitens der Regierung ist es für Investoren und Bauherren schwierig, langfristige Entscheidungen zu treffen und ihre Projekte effizient zu planen und umzusetzen.

Die finanziellen Risiken aus der derzeitigen und der erwarteten Verlustsituation in 2024 und 2025 werden derzeit durch den Mutterkonzern über kurzfristige Darlehen und den Cashpool der Sto Gruppe abgedeckt. Sollten die benötigten finanziellen Mittel zukünftig nicht oder nicht vollständig bereitgestellt werden, können sich erhebliche Risiken für die Gesellschaft ergeben. Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise, dass die Finanzierungen nicht aufrechterhalten werden.

Der aktuelle Konflikt in Gaza hat bedeutende Auswirkungen auf die globalen Lieferketten. Die Instabilität in der Region kann zu Unterbrechungen in den Transportwegen führen, insbesondere im Suez-Kanal, der eine wichtige Handelsroute für Waren zwischen Asien und Europa darstellt. Solche Unterbrechungen können zu längeren Transitzeiten, höheren Transportkosten und letztlich zu Lieferengpässen führen. Darüber hinaus kann die Unsicherheit, die durch den Konflikt entsteht, das Vertrauen der Investoren beeinträchtigen und zu einer Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen führen.

Der Ukraine-Krieg und eine mögliche Ausweitung des Konfliktes stellt für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ein erhebliches Risiko dar. Die Dauer und die damit verbundenen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen lassen sich weiterhin nur schwer vorhersagen. Eine Ausweitung würde zu neuen Unsicherheiten auf den globalen Märkten führen, den Handel und die Lieferketten beeinträchtigen und die Energiepreise wieder deutlich steigen lassen, was sich negativ auf die Produktionskosten und den Verbraucherpreisindex auswirken würde. Zudem könnte eine Eskalation des Krieges zu einer Verknappung von Ressourcen führen, die für die europäische Industrie von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus kann die politische Instabilität auch das Investitionsklima beeinträchtigen.

Der Russland-Ukraine-Krieg, der Nahostkonflikt und die Turbulenzen um mögliche Auswirkungen auf die Taiwan-Frage können zu weiteren, zu immer restriktiveren Handelsbeschränkungen im internationalen Raum führen.

Die chinesische Immobilienkrise hat weitreichende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und kann insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Die Krise, die durch den Zusammenbruch großer Immobilienentwickler wie Evergrande gekennzeichnet ist, führt zu einer Verunsicherung der Märkte und einem Rückgang der Immobilienpreise, was das Vertrauen der Investoren und Verbraucher schwächt. Die daraus resultierende Reduzierung von Im- und Exporten beeinflusst die weltweite Nachfrage und kann zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums führen. Für Europa bedeutet dies eine potenzielle Verringerung des Handelsvolumens mit China, was sich negativ auf die Industrieproduktion und Beschäftigung auswirken kann. Zudem kann die Krise zu einer Verknappung von Kapital und einer Erhöhung der Kreditkosten führen, was Investitionen in Infrastruktur und Entwicklung hemmt.

Als weitere Risikofaktoren sind mögliche Energiepreissteigerungen bzw. Energiepreisschwankungen zu nennen, die sich in unseren Beschaffungspreisen niederschlagen können. Eine Weitergabe möglicher Steigerungen über Preiserhöhungen ist in der momentanen Markt- und Wettbewerbssituation nicht möglich.

Insolvenzen von Fach- und Großhändlern stellen für uns als Lieferant ein erhebliches Risiko dar, da sie direkte Auswirkungen auf unsere Liquidität und unsere Fähigkeit haben, Geschäftsbeziehungen aufrechtzuerhalten. Wenn Händler, die als Mittler zwischen uns und den Endkunden fungieren, zahlungsunfähig werden, kann dies zu signifikanten Umsatzeinbußen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass ausstehende Forderungen nicht beglichen werden, was unsere finanzielle Stabilität gefährdet. Die aktuelle Baukrise verschärft diese Risiken, da sie die Wahrscheinlichkeit von Insolvenzen im Handelssektor erhöht. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Kreditrisiken sorgfältig managen und die finanzielle Gesundheit unserer Handelspartner kontinuierlich überwachen, um unser Unternehmen vor den negativen Auswirkungen der Baukrise zu schützen.

Den demographischen Wandel mit dem hohen Anteil von Baby-Boomern, die jetzt in die Rente gehen, bekommen auch die Ströher Gesellschaften in Form von Fachkräftemangel zu spüren. Es erweist sich als zunehmend schwierig, geeignete Fachkräfte zu einem angemessenen Gehalt dauerhaft an ein Unternehmen zu binden. Wir versuchen mit Gehaltsanpassungen, Angeboten zum Mobilen Arbeiten und Weiterbildungsmaßnahmen hier gegenzusteuern.

Unser Ziel ist es, den durch die zahlreichen negativen Einflussfaktoren hervorgerufenen mengenmäßigen Absatzrückgang und der Erhöhung der Beschaffungspreise mit Maßnahmen zu begegnen, die nach einer Normalisierung eine schnelle Rückkehr zu einem gewohnten Absatz- und Ertragsniveau ermöglichen.

Da sich eine verlangsamte Markterholung vornehmlich auf die Absatzgeschwindigkeit im Verhältnis zu den anfallenden Kosten niederschlägt, sind die Mitigationsmaßnahmen vornehmlich den Bereichen der Kosteneinsparung sowie der Anpassung des Produktionsprogramms zuzuordnen. Falls die Markterholung deutlich verzögert stattfindet, plant die Gesellschaft durch umfangreiche Kurzarbeitsmaßnahmen zunächst die Personalaufwendungen zu limitieren. Als nächster Schritt wird zusätzlich zum Bestandsgeschäft verstärktes Working-Capital Management insb. im Bereich der Handelswaren / Fertigprodukte betrieben. Dabei werden gezielt Lagerbestände abverkauft, welche zuvor dem Bereich der strategischen Bevorratung zugeordnet waren. Ebenfalls forcieren wir den konzerninternen Absatz mit unseren Schwestergesellschaften. Zudem ist bei verzögerter Markterholung vermehrt von Forderungsausfällen auszugehen, welche wir durch engmaschigere Überwachungsmechanismen bereits in der Entstehensphase identifizieren und dadurch eliminieren.

Insgesamt hat sich die Risikosituation der Ströher Gruppe, insbesondere aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Zwar sind die relevanten Risiken bekannt und können teilweise mit Gegenmaßnahmen begegnet werden. Dennoch verbleiben globale, geopolitische Risikopotenziale bestehen.

Trotzdem halten wir die Ströher GmbH, insbesondere im Verbund mit dem Sto-Konzern, nach Durchführung der bereits in Vorjahren eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen und Investitionen für personell, technisch, vertriebsseitig und wirtschaftlich gut aufgestellt, den vorgenannten Risiken zu begegnen.

10. Ausblick

10.1 Entwicklung in den ersten Monaten 2024

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal verläuft nicht wie prognostiziert. Wir gehen hier für die Ströher GmbH von einem Umsatzrückgang von ca. 15,5 % im Vergleich zum Plan aus.

Ursächlich dafür ist weiterhin die aktuelle konjunkturelle Situation mit den verschlechterten Rahmbedingungen in der Baubrache und das weiterhin schwächelnde Projektgeschäft im Wohnungsbau. Insbesondere die deutliche Zurückhaltung des Fachhandels in der Einlagerungs- und Bezugsbereitschaft, ein massiver Preis- und Wettbewerbsdruck, bedingt durch die Dominanz ausländischer Hersteller und dem enormen Überangebot an keramischen Produkten fordern ihren Tribut an dieser Entwicklung.

Dabei ist die aktuelle Umsatzabweichung zum Plan differenziert zu betrachten und bietet bei absoluter Betrachtung positive Aspekte, die auf die Wirksamkeit unserer eingeleiteten Maßnahmen deuten.

Allein im März 2024 konnten wir im Inlands-Fachhandelsgeschäft einen deutlich höheren Absatz unserer Produkte erzielen als im April des Vorjahres (+11,4 %). Da unser Geschäft saisonalbedingt verläuft und im April die Saisonkurve deutlich ansteigt, haben wir hier gegen die Konjunktur und den Markt einen ersten wichtigen Erfolg erzielen können.

Weiterhin positiv stimmt uns die aktuelle Umsatzentwicklung im deutschen Sto-Intercompany Geschäft, welche sich in den ersten beiden Monaten mit + 15,8 % deutlich besser entwickelte als das Vorjahr. Im ausländischen Sto-Intercompanygeschäft liefern die Gesellschaften in Österreich, Polen, Holland und Norwegen eine aktuell gute Performance.

Erfolgreiche Messeteilnahmen und Projektkontakte versprechen auch in unseren definierten Zielmärkten Kasachstan und Usbekistan anstehende Umsatzerfolge in den kommenden Monaten.

Für den weiteren Jahresverlauf gestalten sich die Rahmenbedingungen in unseren Geschäftsfeldern weiterhin schwierig. Die weitere Entwicklung werden wir intensiv beobachten und gegebenenfalls reagieren.

10.2 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Nachdem zum Jahresbeginn die vorliegenden Frühindikatoren auf keine Verbesserung der wirtschaftlichen Stimmungslage in Deutschland hindeuteten, verbesserte sich die Stimmung der deutschen Unternehmen im März deutlich. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im März auf 87,8 Punkte, nach 85,7 Punkten im Februar. Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen fielen deutlich weniger pessimistisch aus. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich. Die deutsche Wirtschaft sieht einen zarten Silberstreif am Horizont.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator leicht gestiegen. Die aktuelle Lage wurde etwas besser beurteilt. Nach dem historischen Tief im Vormonat legten die Erwartungen leicht zu, die Aussichten für die Branche bleiben jedoch weiterhin schwierig.

Insgesamt bleiben die aktuellen konjunkturellen Aussichten in Deutschland trübe. Laut Ifo wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland voraussichtlich in diesem Jahr nur um 0,2 % steigen. Das Institut prognostiziert eine deutlich verbesserte Inflationsrate in 2024 von durchschnittlich 2,3 %, und 1,6 % in 2025. Diese Entwicklung sollte die Zinspolitik in den kommenden Jahren positiv beeinflussen.

Für 2024 erwartet der ZDB einen weiteren Rückgang der Bauwirtschaft von 3 %. Der Wohnungsbau schrumpft mit realen -13 % massiv weiter. Der Wirtschaftsbau (2,7 %) sowie der öffentliche Bau (3 %) hingegen wachsen leicht.

Kurzfristig bleiben die konjunkturellen Rahmenbedingungen und damit unsere Geschäftsaussichten schwierig. Hier ist insbesondere die Politik gefordert mit wirtschaftspolitischen Maßnahmenpaket gegenzusteuern.

Generell befindet sich die Baukonjunktur in einem politisch geprägten Wechsel vom dominanten Neubau hin zum energetischen Sanierungsmarkt.

Im deutschen Markt ist eine Belebung in den Handels-Ausstellungen festzustellen. Allerdings werden oftmals Fliesen für Renovierungen nachgefragt. Hier werden aktuell deutlich geringere Mengen verbaut. Es fehlt weiterhin der Wohnungsneubau. Die Probleme im Wohnungsneubau dürften auch 2024 nur im geringen Umfang von den Sanierungsmaßnahmen aufgefangen werden.

Neben einer sich für uns entwickelnden Dynamik im Projektgeschäft mit Sto Deutschland und den ausländischen Tochtergesellschaften setzen wir auf eigenen Aktivitäten für einen kurzfristigen und dennoch nachhaltigen Markterfolg. Insbesondere im deutschen Fachhandel und in den ströhereigenen Exportmärkten setzten wir die vorhandene Vertriebskraft, die sehr gute Vernetzung in den Handelsebenen und die Wirksamkeit der gewählten Strategie und initiierten Maßnahmen, um die eigenen Marktanteile trotz schwieriger Marktbedingungen in diesem Jahr deutlich auszubauen.

Für 2024 plant die Ströher GmbH einen Umsatz von ca. 30 Mio. €, allerdings mit einem noch negativen EBT (2024: -534 TEUR).

Mittelfristig schätzen wir die geschäftlichen Perspektiven für unsere Produkte als gut ein. Wir produzieren und vertreiben nachhaltig hergestellte Baustoffe mit und für eine nachhaltige Zukunft.

 

Dillenburg, 28. März 2024

Dirk Hümmer

Patrick Schneider

1 Das Ergebnis vor Steuern entspricht dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung vor Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nach sonstigen Steuern.
2 Das Ergebnis vor Steuern entspricht dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn-und-Verlustrechnung vor Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.962,00 7.879,00
2. geleistete Anzahlungen 62.930,00 6.930,00
  68.892,00 14.809,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.363.065,11 3.268.043,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.291,00 52.100,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 692.122,12 736.125,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.867,92 38.351,39
  4.122.346,15 4.094.620,44
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.713.414,24 4.213.414,24
  6.713.414,24 4.213.414,24
  10.904.652,39 8.322.843,68
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 228.503,00 256.489,00
2. Waren 16.625.687,29 12.797.355,65
3. Geleistete Anzahlungen 10.406,24 0,00
  16.864.596,53 13.053.844,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 385.091,62 659.418,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 892.266,00 2.334.960,27
3. Sonstige Vermögensgegenstände 977.054,82 903.869,88
  2.254.412,44 3.898.248,24
III. Flüssige Mittel 18.388,98 22.491,73
  19.137.397,95 16.974.584,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.476,18 85.843,34
  30.097.526,52 25.383.271,64

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.023.000,00 1.023.000,00
II. Kapitalrücklage 2.121.671,83 2.121.671,83
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 5.952.237,00 5.952.237,00
IV. Bilanzverlust -4.446.739,00 -3.065.763,31
  4.650.169,83 6.031.145,52
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.210.392,13 4.528.355,84
2. Sonstige Rückstellungen 724.353,87 830.736,82
  4.934.746,00 5.359.092,66
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.315,28 422.493,68
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 277.018,76 373.252,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.734.762,26 12.434.531,56
4. Sonstige Verbindlichkeiten 470.514,39 762.755,72
  20.512.610,69 13.993.033,46
  30.097.526,52 25.383.271,64

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 27.449.838,41 35.562.656,23
2. andere aktivierte Eigenleistungen 34.681,08 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 368.452,30 326.928,52
4. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.823.864,74 22.208.187,66
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 6.260.486,47 6.251.556,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.248.514,85 1.275.500,81
  7.509.001,32 7.527.057,79
6. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 351.984,60 307.716,63
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 1.258.974,07
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.849.284,24 4.888.470,05
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 444.692,39
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46,00 835,12
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 700.761,87 203.867,83
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -903,29 12,15
12. Ergebnis nach Steuern -1.380.975,69 -59.173,92
13. Jahresfehlbetrag -1.380.975,69 -59.173,92
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.065.763,31 -3.006.589,39
16. Bilanzverlust -4.446.739,00 -3.065.763,31

Anhang zum 31. Dezember 2023


(§ 284 FF. HGB)
Firma STRÖHER GmbH, Dillenburg, eingetragen im Handelsregister unter der Nummer HRB 3019, Amtsgericht Wetzlar

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) und des GmbH-Gesetzes erstellt worden.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft finanziert sich unverändert über kurzfristige Darlehen und den Cashpool der STO SE & Co. Der Abschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).

Die auf den vorherigen Jahresabschluss angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen beibehalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Reichweiten- und Gängigkeitsabschläge im Konzernverbund überprüft und in diesem Zuge angepasst. Die Abwertungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 3.361 (Vorjahr T€ 2.821). Die Anwendung der geänderten Reichweiten- und Gängigkeitsabschläge hätte im Jahr 2022 eine geringere Abwertung der Vorräte in Höhe von T€ 767 ergeben, mit der Folge, dass sich das Vorratsvermögen auf T€ 13.821 erhöht hätte.

1. ANLAGEVERMÖGEN

Die Anschaffungskosten beinhalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt bei 3 bis 5 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Sie erfolgen linear entsprechend den zugrunde liegenden Nutzungsdauern.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Sie erfolgen linear entsprechend den zugrunde liegenden Nutzungsdauern.

Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen wurden unter Berücksichtigung der direkten Kosten und der anteiligen Gemeinkosten der Produktion ermittelt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen.

Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen 20 bis 50 Jahre für Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen beträgt 5 bis 15 Jahre. Für sonstige bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beträgt die Nutzungsdauer 3 bis 15 Jahre.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten € 800 nicht übersteigen. Für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 liegen, wurde in Vorjahren ein Sammelposten eingerichtet. Dieser Sammelposten wird über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen bis höchstens zu den Anschaffungskosten vorgenommen.

2. UMLAUFVERMÖGEN

A) VORRÄTE

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskostenminderungen werden entsprechend berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennwert bilanziert.

B) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, mit Ausnahme des zur Absicherung der Pensionsrückstellungen bilanzierten Deckungsvermögens, grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte wird unverändert eine Pauschalwertberichtigung von 3,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum versicherungsmathematischen Aktivwert bzw. zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer. Das Deckungsvermögen wird vollständig mit den Verpflichtungen saldiert.

C) FLÜSSIGE MITTEL

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

3. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig angesetzt.

4. EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

5. RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden grundsätzlich auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal nach dem Gesetz "zur Umstellung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" mit einem prognostizierten 10-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,83 % p.a. abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). ). Der prognostizierte Zinssatz weicht, von dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten 10-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,82 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren nur unwesentlich ab, sodass dies zu keiner wesentlichen Veränderung geführt hat. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Rentensteigerungen von jährlich 2,1 % zugrunde gelegt. Wegen der fehlenden Bezügeabhängigkeit der Zusagen entfällt die Berücksichtigung eines Gehaltstrends. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), in Höhe von T€ 460 verrechnet.

Die Rückstellungen für Jubiläen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Jubiläumsrückstellung wurde pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren berechnet und mit einem prognostizieren Rechnungszinssatz nach Maßgabe des entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,75 % p.a. abgezinst. Der prognostizierte Rechnungszinssatz weicht, von dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten 7-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,74 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren nur unwesentlich ab, sodass dies zu keiner wesentlichen Veränderung geführt hat.

Die sonstigen Rückstellungen sind in ihrer Höhe so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

6. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

7. LATENTE STEUERN

Aktive latente Steuern bestehen aufgrund von Verlustvorträgen und Bewertungsunterschieden von Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen.

Der sich insgesamt ergebende Aktivüberhang an latenten Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 274 HGB nicht aktiviert. Der individuelle Steuersatz beträgt 28,5 %.

8. GLOBALE MINDESTBESTEUERUNG

Die Ströher GmbH fällt in den Anwendungsbereich der OECD Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2") und ist als Gesellschaft, die in den Konzernabschluss der Sto SE & Co. KGaA eingeschlossen wird, Teil der deutschen Sto-Mindeststeuergruppe. Die Pillar 2-Gesetzgebung wurde in Deutschland beschlossen und ist mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich daher keine Steuerbelastung aufgrund der globalen Mindestbesteuerung.

Auf die Ströher GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Ströher GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet.

9. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag grundsätzlich wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel

oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

J. 1. ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Firma Sitz Eigenkapital am Bilanzstichtag Anteile am Kapital Jahresergebnis
GEPADI Fliesen GmbH 1) Dillenburg T€ 1.984 100% T€ -716
Ströher Produktions GmbH & Co. KG 1) Dillenburg T€ 1.287 100%2) T€ -2.219

1) Geschäftsjahr vom 01.01.2023-31.12.2023

2) mittelbar und unmittelbar

2. UMLAUFVERMÖGEN

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 892 (Vorjahr T€ 2.335) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie beinhalten in Höhe von T€ 838 (Vorjahr T€ 1.655) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 54 (Vorjahr T€ 680) Forderungen, die zugleich sonstige Vermögensgegenstände darstellen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 295 (Vorjahr T€ 1.451) gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von einem Jahr und beinhalten T€ 141 (Vorjahr T€ 115) Vorsteuererstattungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen.

FLÜSSIGE MITTEL

Die flüssigen Mittel betreffen frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten, den Kassenbestand sowie Schecks.

3. EIGENKAPITAL

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt T€ 1.023.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich ausschließlich um andere Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der im Jahresabschluss 2022 ausgewiesene Bilanzverlust in Höhe von T€ 3.066 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Es bestehen grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Diese belaufen sich auf T€ 40. Weitere ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen nicht, da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens aufgrund der Natur der verpfändeten Vermögensgegenstände deren Nominalwert entspricht. Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.

4. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden:

Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen T€ 1.135
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte T€ 460
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte T€ 460

Die Verbindlichkeiten aus Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von T€ 1.135 wurden mit dem verrechnungsfähigen Deckungsvermögen in Höhe von T€ 460 saldiert. Aus den verrechneten Vermögenswerten und Schulden resultieren Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 21 sowie Erträge in Höhe von T€ 1, die im Finanzergebnis saldiert unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 20 ausgewiesen werden.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach der Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) beläuft sich auf T€ 40.

5. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich bei der Ströher GmbH wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen  31.12 .2023 31.12. 2022
    T€ T€
Rückstellungen Personalkosten   521 534
Rückstellung Garantie + Boni   40 57
Übrige   163 240
Gesamt  724 831

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere durch die Auflösung einer Rückstellung für Ausgleichsansprüche eines Handelsvertreters entstanden.

6. VERBINDLICHKEITEN

Die Aufgliederung und die Fristigkeit derVerbindlichkeiten der Ströher GmbH stellen sich wie folgt dar:

  Verbindlichkeiten 31.12. 2023 31.12. 2022
  T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30 422
- - Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 30 422
- Restlaufzeit über 1 Jahr 0 0
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 277 373
- - Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 277 373
- Restlaufzeit über 1 Jahr 0 0
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.735 12.435
- - Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 19.735 12.435
- Restlaufzeit über 1 Jahr 0 0
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 471 763
- - Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 471 763
- Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 0 0
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 0 0
  Gesamt 20.513 13.993

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind über übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert.


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 655 (Vorjahr T€ 994) den Lieferungs- und Leistungsverkehr, in Höhe von T€ 331 (Vorjahr T€ 534) sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe von T€ 18.749 (Vorjahr T€ 10.907) die Finanzierungstätigkeit, welche zugleich sonstige Verbindlichkeiten darstellen. In diesem Posten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 19.309 (Vorjahr T€ 11.625) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten:

Steuerverbindlichkeiten T€ 82 (Vorjahr T€ 85)

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0 (Vorjahr T€ 68).

7. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

AUS BÜRGSCHAFTEN UND AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Für die ausgegliederte Ströher Produktions GmbH & Co. KG wurden im Rahmen von Leasingverträgen Bürgschaften in Höhe von T€ 432 gegeben. Die Restverbindlichkeiten aus diesen Verträgen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 64. Für die Verbindlichkeiten der Ströher Produktions GmbH & Co. KG hat die Ströher GmbH im Geschäftsjahr 2017 eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus den gestellten Sicherheiten rechnen wir aufgrund der durch kurzfristige Darlehen und Cash-Pooling sichergestellten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft derzeit nicht.

8. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Ströher GmbH belaufen sich auf insgesamt T€ 608 und beinhalten das Bestellobligo mit T€ 106 und sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit T€ 502. Diese sind wie folgt fällig:

  Fälligkeit T€
Fällig 2024 366
Fällig 2025 bis 2026 210
Fällig ab 2027 32
Gesamtbetrag 608

Die oben aufgeführten, nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Aus der vertraglichen Laufzeit resultiert ein entsprechendes Risiko für die Gesellschaft, falls die Leasingobjekte nicht mehr wie vorgesehen betrieblich nutzbar wären.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in diesem Jahr T€ 293 (Vorjahr T€ 147) periodenfremde Erträge und entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen.

2. PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand enthält mit T€ 328 (Vorjahr T€ 359) Aufwendungen für die Altersversorgung.

3. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Periodenfremde Aufwendungen liegen in Höhe von T€ 71 (Vorjahr T€ 18) vor.

4. ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Vorjahr in voller Höhe solche aus verbundenen Unternehmen.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 87 (Vorjahr T€ 90) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 615 (Vorjahr T€ 114).

E. SONSTIGE ANGABEN

1. GESCHÄFTSFÜHRUNG

Die Geschäftsführer im Jahr 2023 waren:

 

Herr Patrick Schneider, Dipl. Betriebswirt (VWA), Trier, Geschäftsführer der Gesellschaft Ströher GmbH

 

Herr Dirk Hümmer, Dipl. Ingenieur, Eschenburg Geschäftsführer der Gesellschaft Ströher GmbH

Die Angabe der Bezüge entfällt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Forderungen gegenüber Geschäftsführern bestehen, wie auch im Vorjahr, nicht.

2. ARBEITNEHMERZAHL

 Arbeitnehmer 202 3 20 22
Gewerbliche Arbeitnehmer 47 49
Angestellte Arbeitnehmer 68 68
  Gesamt 1 15 117

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 8 (Vorjahr 7) Auszubildene beschäftigt.

3. pensionszusagen an frühere geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer und Ihrer Hinterbliebenen betrugen im laufenden Geschäftsjahr T€ 81 (Vorjahr T€ 54).

Für diese Personengruppe sind Rückstellungen in Höhe von T€ 1.135 (Vorjahr T€ 1.384) passiviert.

4. Konzernbeziehungen

Die Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen, stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss auf (größter und zugleich kleinster Konsolidierungskreis für den ein Konzernabschluss aufgestellt wird), in den die Ströher GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Sto SE & Co. KGaA ist am Sitz dieser Gesellschaft in Stühlingen erhältlich und wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die Ströher GmbH nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IAS/IFRS aufgestellt.

5. unbeschränkt haftender Gesellschafter

Die Gesellschaft ist persönlich haftender Gesellschafter der Ströher Produktions GmbH & Co. KG, Dillenburg. Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüfers Honorar wurde gem. § 285 Nr. 17 verzichtet.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzverlust der Ströher GmbH in Höhe von € 4.446.739,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

 

Dillenburg, den 28. März 2024

Die Geschäftsführer

Patrick Schneider

Dirk Hümmer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.683,37 3.000,00 17.620,00 0,00 55.063,37
2. Geleistete Anzahlungen - immaterielle Vermögensgegenstände 6.930,00 56.000,00 0,00 0,00 62.930,00
  76.613,37 59.000,00 17.620,00 0,00 117.993,37
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 6.135.720,80 223.464,71 0,00 17.076,14 6.376.261,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 472.160,64 0,00 0,00 0,00 472.160,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.605.339,11 121.942,68 59.829,02 21.275,25 1.688.728,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.351,39 29.867,92 0,00 -38.351,39 29.867,92
  8.251.571,94 375.275,31 59.829,02 0,00 8.567.018,23
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.213.414,24 2.500.000,00 0,00 0,00 6.713.414,24
  4.213.414,24 2.500.000,00 0,00 0,00 6.713.414,24
  12.541.599,55 434.275,31 77.449,02 0,00 12.898.425,84
  Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.804,37 4.435,00 17.138,00 49.101,37
2. Geleistete Anzahlungen - immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
  61.804,37 4.435,00 17.138,00 49.101,37
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.867.677,54 145.519,00 0,00 3.013.196,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 420.060,64 14.809,00 0,00 434.869,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 869.213,32 187.221,60 59.829,02 996.605,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.156.951,50 347.549,60 59.829,02 4.444.672,08
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  4.218.755,87 351.984,60 76.967,02 4.493.773,45
  Restbuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.962,00 7.879,00
2. Geleistete Anzahlungen - immaterielle Vermögensgegenstände 62.930,00 6.930,00
  68.892,00 14.809,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.363.065,11 3.268.043,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.291,00 52.100,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 692.122,12 736.125,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.867,92 38.351,39
  4.122.346,15 4.094.620,44
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.713.414,24 4.213.414,24
  6.713.414,24 6.713.414,24
  10.904.652,39 8.322.843,68

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ströher GmbH, Dillenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ströher GmbH, Dillenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ströher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer ppa. Benjamin Kaufmann, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.07.2024 festgestellt.

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