Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 6360
Vorher
Cheil Communications Germany GmbH
Eingetragen
29.10.2004
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
die Planung, Entwicklung und Durchführung von Werbe- und Marketingkonzepten und Marketingstrategien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daehoon Park
seit 7.5.2025
Geschäftsführer
Minsoo Kee
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Kyung Mo Lee
seit 14.8.2024
Geschäftsführer
Tai Hai Kim
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
Kyung Mo Lee
seit 12.8.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cheil Worldwide Inc.KOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Cheil Worldwide Inc.
South Korea
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cheil Germany GmbH

Schwalbach am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cheil Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cheil Germany GmbH, Schwalbach am Taunus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cheil Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mühleck, Wirtschaftsprüfer

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.679,86 23.192,58
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 744.654,15 813.071,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.674.340,72 3.674.340,72
4.431.674,73 4.510.604,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 4.419.079,62 3.987.006,31
2. Geleistete Anzahlungen 1.695.848,38 2.285.081,71
6.114.928,00 6.272.088,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.069.407,45 51.371.197,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.211.680,78 8.256.268,41
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 3.432.025,17 (Vj. EUR 4.137.540,48)
davon gegen den Gesellschafter EUR 3.779.655,61 (Vj. EUR 4.118.727,93)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.207.050,34 13.604.469,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 263.092,93 (Vj. EUR 242.460,66)
75.488.138,57 73.231.935,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 31.617.003,71 29.198.348,29
113.220.070,28 108.702.371,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.205.381,34 1.485.095,07
119.857.126,35 114.698.071,09

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 73.855.099,59 65.726.849,83
III. Jahresüberschuss 8.626.264,58 8.128.249,76
82.681.364,17 74.055.099,59
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 6.365.613,45 10.835.728,83
2. Sonstige Rückstellungen 14.463.538,35 8.573.900,35
20.829.151,80 19.409.629,18
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 183.772,20 4.321.769,97
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.791.333,70 7.185.164,77
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.801.581,12 7.991.540,44
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.399.980,69 (Vj. EUR 1.299.636,89)
davon gegenüber Gesellschafter EUR 7.401.600,43 (Vj. EUR 6.691.903,55)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.569.923,36 1.734.867,14
davon aus Steuern EUR 808.507,70 (Vj. EUR 1.122.991,74)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 172.977,19 (Vj. EUR 134.483,98)
16.346.610,38 21.233.342,32
119.857.126,35 114.698.071,09

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 163.672.241,04 178.607.247,57
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 543.334,60 346.620,44
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.371.608,20 1.095.258,07
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.265.693,29 (Vj. EUR 1.069.519,41)
165.587.183,84 180.049.126,08
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen 106.094.067,21 121.175.206,32
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.808.757,09 27.317.648,57
b) Soziale Abgaben 5.942.328,75 5.040.029,20
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 470.994,93 417.152,25
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.227.267,24 13.445.089,08
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.422.301,92 (Vj. EUR 1.331.578,46)
154.543.415,22 167.395.125,42
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 563.621,05 17.384,23
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.250,61 160.212,07
10. Ergebnis vor Steuern 11.582.139,06 12.511.172,82
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.955.874,48 4.382.923,06
12. Ergebnis nach Steuern 8.626.264,58 8.128.249,76
13. Jahresüberschuss 8.626.264,58 8.128.249,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Nach § 2 des Gesellschaftsvertrages ist der Gegenstand des Unternehmens die Planung, Entwicklung und Durchführung von Werbe- und Marketingkonzepten und Marketingstrategien.

Die Gesellschaft mit Sitz in Schwalbach am Taunus ist im Handelsregister beim Amtsgericht Königstein im Taunus, HR-Nr. HRB 6360 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Regelungen wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt wurden, wurde in der Regel der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Bilanzierungs-, Bewertungs-, Gliederungsgrundsätze und sonstige Informationen

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear und zeitanteilig vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer und beträgt zwischen 3 und 13 Jahren.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter ab dem Jahr 2010 wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Vorräte

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten aktivierungspflichtige Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Zinsen auf Fremdkapital werden nicht als Herstellungskosten aktiviert.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten und Erhaltene Anzahlungen

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Sämtliche Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie auch liquide Mittel sind kurzfristig und werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Zweigniederlassungen

Es bestehen Zweigniederlassungen in Warschau/Polen und in Prag/Tschechien.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % (Vj. 30 %) zugrunde gelegt. Die Aktivierung der bestehenden aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Finanzanlagen

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 100 %ige Beteiligung an der Cheil Austria GmbH und eine 100 %ige Beteiligung an der Centrade Integrated SRL. Die Gesellschaft hält gemäß § 285 Nr. 11 HGB an folgenden Unternehmen unmittelbar mehr als 20 % der Anteile:

Name Sitz Anteil Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
TEUR TEUR
Cheil Austria GmbH Castellezgasse 36-38, 1020 Wien, Österreich 100 % 1.997 438
Centrade Integrated SRL 133, Celea Serban Voda, Bukarest, Rumänien 100 % 1.326 -1.256

Vorräte

Die Vorräte beinhalten unfertige Leistungen. Hierbei handelt es sich um Projekte, die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen waren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegen Unternehmen der Samsung Co. Ltd. Gruppe. Diese Unternehmen sind keine verbundenen Unternehmen. Sämtliche Restlaufzeiten sind wie im Vorjahr geringer als ein Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen mit TEUR 5.337 aus Vorauszahlungen an Unternehmenssteuern und mit TEUR 870 Forderungen, die nicht dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zuzuordnen sind aus 2023.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 200 und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 14.464 (Vj. TEUR 8.574) betreffen im Wesentlichen Bonusrückstellungen, Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rechtsstreitigkeiten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die gesamten Verbindlichkeiten der diesjährigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.802 resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Wesentliche Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und der nach ertragsteuerlichen Vorschriften erstellten Steuerbilanz, die zu latenten Steuern führen könnten, sind nicht vorhanden.

C. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Cheil Germany GmbH erzielt ihre Umsatzerlöse mit der Planung, Entwicklung und Durchführung von Werbe- und Marketingkonzepten sowie Marketingstrategien.

Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:

2023 2022
T€ % T€ %
Deutschland 129.993 79,4 146.945 82,3
Tschechien 17.888 10,9 16.980 9,5
Polen 15.791 9,7 14.682 8,2
Gesamt 163.672 100,0 178.607 100,0

Aufteilung der Umsatzerlöse nach Vertriebsbereich:

2023 2022
T€ % T€ %
RETAIL 66.069 40,4 67.003 37,5
DIGITAL 42.698 26,1 41.275 23,2
Above The Line (ATL) 6.864 4,2 11.667 6,5
Below The Line (BTL) 38.753 23,7 32.722 18,3
OTHERS (Sonstige) 9.288 5,6 25.940 14,5
Gesamt 163.672 100,0 178.607 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.372 (Vj. TEUR 1.095) bestehen im Wesentlichen aus Wechselkursgewinnen in Höhe von TEUR 1.266 (Vj. TEUR 1.070).

Wesentliche periodenfremde Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht angefallen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.227 (Vj. TEUR 13.445) sind als größte Einzelpositionen Beiträge für Versicherungen und Kommissionsabgaben in Höhe von TEUR 3.496 (Vj. TEUR 3.852), Aufwendungen für Kommunikation und IT in Höhe von TEUR 2.673 (Vj. TEUR 2.696), Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 1.442 (Vj. TEUR 1.332), Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 1.666 (Vj. TEUR 1.612), sowie Reisekosten in Höhe von TEUR 345 (Vj. TEUR 414) enthalten.

Wesentliche periodenfremde sowie außergewöhnliche Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen für laufende Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) i.H.v. TEUR 1.830 (Vj. TEUR 3.284) für die deutsche Gesellschaft sowie die Zweigniederlassungen in Polen und in Tschechien und Gewerbesteuer i.H.v. TEUR 1.126 (Vj. TEUR 1.099). Die Gesellschaft hat die Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum 31. Dezember 2023.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 180 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 2.004 (Vj. TEUR 3.011). Die Gesellschaft hat aus Liquiditätsgründen Mietverträge für Gebäude und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Versicherungen abgeschlossen. Der Vorteil für die Gesellschaft besteht im Wesentlichen durch eine deutlich geringere langfristige Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb insbesondere der gemieteten Immobilie. Besondere Risiken aus den Miet- und Leasingverträgen sind nicht erkennbar.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 1.532 (Vj. TEUR 2.354), Servicevereinbarungen in Höhe von TEUR 151 (Vj. TEUR 207) sowie Versicherung in Höhe von TEUR 321 (Vj. TEUR 450).

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der Cheil Germany GmbH, Schwalbach am Taunus, ist die Cheil Worldwide Inc., Seoul, Südkorea. Die Cheil Worldwide Inc., Seoul, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf und veröffentlicht diesen bei dem Financial Supervisory Service (http://dart.fss.or.kr).

Angaben zu Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres im Durchschnitt 563 (Vj. 497) Arbeitnehmer. Es handelt sich dabei um Angestellte in Deutschland 333 (Vj. 302) sowie in den Zweigniederlassungen in Warschau, Polen 169 (Vj. 139) und Prag, Tschechien 61 (Vj. 56).

Darin enthalten sind 6 von der Muttergesellschaft entsandte Mitarbeiter.

Deutschland Polen Tschechien Gesamt
Vertrieb 309 154 52 515
Verwaltung 21 13 8 42
Expat 3 2 1 6
333 169 61 563

Geschäftsführer

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren bzw. sind zum heutigen Zeitpunkt:

Park, Sunghyeuck, London/England (CEO & President, Cheil Europe Ltd., London), bis 12. Aug 2024

Lee, Taeseok, Frankfurt am Main/Deutschland (CFO), bis 31. Juli 2024

So, Byung Hoon, London/England (President of Cheil Europe), bis 16. Oktober 2023

Shin, Jae Ho, Seoul/Südkorea (Vice President Business Management Cheil Worldwide Inc., Seoul)

Lee, Hwa Jun, London/England (President, Cheil Europe Ltd, London)

Kim, Tai Hai, Seoul/Südkorea (Vice President Business Management Cheil Worldwide Inc., Seoul), seit 26. März 2024

Lee, Kyung Mo, Oberursel/Deutschland (CFO), seit 31. Juli 2024

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt mit dem Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 8.626.264,58 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Schwalbach am Taunus, den 18. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Shin, Jae Ho

Kim, Tai Hai

Lee, Hwa Jun

Lee, Kyung Mo

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 207.861,44 2.657,02 33.756,70 176.761,76
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.654.061,31 394.092,54 123.530,06 3.924.623,79
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.674.340,72 0,00 0,00 3.674.340,72
7.536.263,47 396.749,56 157.286,76 7.775.726,27
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 184.668,86 13.169,74 33.756,70 164.081,90
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.840.990,10 457.825,19 118.845,65 3.179.969,64
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.025.658,96 470.994,93 152.602,35 3.344.051,54
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 12.679,86 23.192,58
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 744.654,15 813.071,21
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.674.340,72 3.674.340,72
4.431.674,73 4.510.604,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Cheil Germany GmbH ist ein Dienstanbieter für das Online/Digital Marketing, Planung, Entwicklung und Durchführung von Werbe- und Marketingkonzepten und Marketingstrategien, unter anderem Media- und Messeplanung, Events, PR sowie Sponsoring.

Die Dienstleistung der Cheil Germany GmbH besteht aus der Eigenentwicklung und der Beschaffung von externen Dienstleistungen und Produktionen.

Eigentümer der Cheil Germany GmbH ist zu 100 % die Cheil Worldwide Inc. in Seoul, Südkorea.

Die Gesellschaft besitzt 2 Zweigniederlassungen, eine ist in Warschau, Polen, die zweite in Prag, Tschechien.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Trotz der jüngsten Preisrückgänge blieben die Preise in allen Bereichen der Wirtschaft weiterhin hoch, was das Wirtschaftswachstum bremste. Zusätzlich trugen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen sowie eine schwächere Nachfrage im In- und Ausland dazu bei. Infolgedessen konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter von dem heftigen Konjunktureinbruch im Jahr 2020 während der Pandemie erholen. Im Jahr 2023 war das BIP um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor der Covid-19-Krise. Der Konsum der privaten Haushalte lag 2023 preisbereinigt um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau und damit erneut unter dem Stand von 2019 (-1,5 %). Die hohen Verbraucherpreise dürften hierfür der Hauptfaktor gewesen sein. Besonders betroffen von den Ausgabenrückgängen waren jene Bereiche, in denen die Preise 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres blieben oder sogar weiter anstiegen.

(Quelle: https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_019_811.html)

Das Marktvolumen der Werbewirtschaft stieg im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf etwa 48,79 Milliarden Euro (2022: 48,09 Milliarden Euro) und übertraf damit den Vor-Coronawert von 48,33 Milliarden Euro.

Die medienbasierten Werbeinvestitionen erhöhten sich um 2,2 Prozent auf 36,98 Milliarden Euro (2022: 36,18 Milliarden Euro). Die Branche, die einen Anteil von 1,2 Prozent am Bruttoinlandsprodukt hat, lässt die Krisenjahre hinter sich und verzeichnet zum zweiten Mal in Folge ein moderates Gesamtplus. Nachdem die Netto-Werbeeinnahmen der Medien im Vorjahr gesunken waren, konnten die Nettoerlöse nun um 0,7 Prozent steigen. Im Gegensatz dazu sanken die Einnahmen aus anderen Formen kommerzieller Kommunikation um 0,8 Prozent.

(Quelle: https://zaw.de/werbemarkt-auch-2023-im-leichten-plus-wirtschaftlicheaussichten-fuer-2024-aber-unsicher-politische-vertretung-der-branche-geforderter-dennje/#:~:text=Der%20Werbemarkt%202023,Coronawert%20von%2048%2C33%20Mrd.)

Der deutsche Werbemarkt zeigt in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum, das durch veränderte Kundenpräferenzen, neue Trends und spezifische lokale Gegebenheiten gefördert wird.

Ein zentraler Trend ist die wachsende Bedeutung der digitalen Werbung. Durch die zunehmende Nutzung von Smartphones und Internetzugängen verbringen die Verbraucher immer mehr Zeit online, was neue Chancen für Werbetreibende eröffnet, ihre Zielgruppen über digitale Kanäle zu erreichen. Dieser Trend wird zusätzlich durch den Aufstieg von Social-Media-Plattformen verstärkt, die zielgerichtete Werbemöglichkeiten bieten und eine direkte Interaktion mit den Verbrauchern ermöglichen. Infolgedessen sinken die Werbeausgaben in traditionellen Kanälen wie Print und Fernsehen, während die digitale Werbung kontinuierlich ansteigt.

Ein weiterer wichtiger Trend ist das zunehmende Gewicht des Influencer-Marketings. Influencer mit einer großen Anhängerschaft auf Social Media gelten für ihre Follower als vertrauenswürdige Informations- und Empfehlungsquellen. Werbetreibende setzen gezielt auf die Popularität und den Einfluss dieser Personen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jüngeren Zielgruppen, die Inhalte von Influencern eher vertrauen und stärker mit ihnen interagieren.

Insgesamt wächst der Werbemarkt in Deutschland durch sich wandelnde Kundenpräferenzen, digitale Trends, lokale Besonderheiten und günstige makroökonomische Bedingungen. Werbetreibende passen ihre Strategien an, um den Erwartungen der Kunden an personalisierte und zielgerichtete Kampagnen gerecht zu werden. Die Fokussierung auf digitale Werbung und das Aufkommen des Influencer-Marketings verändern die Werbelandschaft erheblich. Mit einer robusten Wirtschaft und einer breiten Verbraucherbasis bietet Deutschland attraktive Möglichkeiten für Werbetreibende, ihre Zielgruppen effektiv zu erreichen und Unternehmenswachstum zu fördern.

(Quelle: https://www.statista.com/outlook/amo/advertising/germany#analyst-opinion)

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Der Umsatz im Jahr 2023 ist im Vergleich zu den erwarteten Umsätzen im Jahr 2022 aufgrund der bei vielen Unternehmen gesunkenen Budgets für Ausstellungen, Messen und Ähnliches insgesamt gesunken, da diese einen großen Teil unseres Umsatzes ausmachen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Cheil Germany GmbH trotz rückläufiger Umsatzzahlen und den daraus resultierenden geringeren Gewinn vor Steuern, ihre Marktposition in solch einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich behaupten. Durch die steuerlichen Effekte, die in einem der Niederlassungen auftraten, konnte der Nettogewinn insgesamt gesteigert werden. Das Unternehmen profitierte von der fortschreitenden Digitalisierung des Werbemarktes sowie von einem wachsenden Bewusstsein für die Bedeutung datengesteuerter Marketingstrategien. Unsere strategischen Initiativen und fokussierten Investitionen in Schlüsselbereiche führten zu einer positiven Geschäftsentwicklung und einer soliden finanziellen Performance.

3.1 Darstellung der Lage der Gesellschaft

3.1.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

12/31/2023 12/31/2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Langfristige Vermögenswerte 4.432 3,7% 4.511 3,9% -79
Kurzfristige Vermögenswerte 115.425 96,3% 110.187 96,1% 5.238
Summe 119.857 100,0% 114.698 100,0% 5.159
Eigenkapital 82.681 69,0% 74.055 64,6% 8.626
Kurzfristige Schulden 37.176 31,0% 40.643 35,4% -3.467
Gesamtkapital 119.857 100,0% 114.698 100,0% 5.159

Die langfristigen Vermögenswerte bestehen mit TEUR 4.432 (Vj. TEUR 4.511) aus Finanzanlagen aus der Beteiligung an Cheil Austria GmbH in Höhe von TEUR 300 (Vj. TEUR 300), aus der Beteiligung an Centrade Integrated SRL in Höhe von TEUR 3.374 (Vj. TEUR 3.374) und sonstigem Anlagevermögen in Höhe von TEUR 757 (Vj. TEUR 836).

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt TEUR 392 davon in Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 4.419 (Vj. TEUR 3.987), geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.696 (Vj. TEUR 2.285), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 62.069 (Vj. TEUR 51.371), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.212 (Vj. TEUR 8.256), sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.207 (Vj. TEUR 13.604) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 31.617 (Vj. TEUR 29.198) sowie Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.205 (Vj. TEUR 1.485).

Das Eigenkapital beinhaltet neben dem Stammkapital in Höhe von TEUR 200 auch Gewinnvorträge in Höhe von TEUR 73.855 (Vj. TEUR 65.727) und den aktuellen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.626 (Vj. TEUR 8.128). Im Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr keine Ausschüttung an die Gesellschafterin vorgenommen.

Die Eigenkapitalquote hat sich am Bilanzstichtag auf 69 % (Vj. 64,6 %) leicht erhöht.

Die kurzfristigen Schulden beinhalten Rückstellungen in Höhe von TEUR 20.829 (Vj. TEUR 19.410) sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen für noch nicht abgeschlossene Projekte in Höhe von TEUR 184 (Vj. TEUR 4.322), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.791 (Vj. TEUR 7.185), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.802 (Vj. TEUR 7.992) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.570 (Vj. TEUR 1.735).

Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um TEUR 5.159 auf TEUR 119.857 erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Erhöhung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 10.698), die Erhöhung der unfertigen Leistungen (+ TEUR 432) sowie erhöhten Guthaben bei Kreditinstituten (+ TEUR 2.419). Im Gegensatz dazu wirkte sich die Verringerung der Geleisteten Anzahlungen (- TEUR 589) und der sonstigen Vermögensgegenstände (- TEUR 7.397), die hauptsächlich durch die Verrechnung mit Körperschaftsteuerverbindlichkeiten entstanden sind, negativ aus.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 10.698 resultiert aus Projekten, die kurz vor dem Stichtag abgeschlossenen wurden. Durch die Projektbewertung zum Stichtag und den daraus resultierenden nicht realisierten Umsätzen erhöhten sich die unfertigen Leistungen um TEUR 432 auf TEUR 4.419.

Auf der Passivseite resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Eigenkapitals (+ TEUR 8.626) aufgrund des Jahresüberschusses, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ TEUR 810) sowie der Rückstellungen (+ TEUR 1.420). Dagegen sind die Sonstigen Verbindlichkeiten (- TEUR 165), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (- TEUR 1.394) und die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (- TEUR 4.138) durch Anpassungen der laufenden Projekte (Work in Progress) gesunken.

3.1.2 Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 163.672 178.607 -14.935
Aufwendungen für bezogene Leistungen 106.094 121.175 -15.081
Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 543 347 196
Rohertrag 58.121 57.779 342
in % vom Umsatz 35,5% 32,3% 3,2%-Punkte
Sonstige betriebliche Erträge 1.372 1.095 277
Personalaufwand 34.751 32.358 2.393
Abschreibungen 471 417 54
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.227 13.445 -218
Zinsergebnis 538 -143 681
Ergebnis vor Steuern 11.582 12.511 -929
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.956 4.383 -1.427
Jahresüberschuss 8.626 8.128 498

Die Hauptquelle der Umsatzerlöse der Cheil Germany GmbH liegt im Bereich der Leistungsabrechnungen mit dem Samsung Konzern. Diese Abrechnungen erfolgen auf Basis der Vollkosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Im Verlauf des Geschäftsjahres sanken die Umsatzerlöse um 8,36 %, und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 8,03 %. Daraus resultierte ein leichter Anstieg des Rohertrags von TEUR 57.779 auf TEUR 58.121 Die Abnahme der Umsatzerlöse ist vor allem auf gesunkene Umsätze außerhalb des Samsung Konzerns zurückzuführen.

3.1.3 Finanzlage

Die liquiden Mittel des Unternehmens erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.419 auf insgesamt TEUR 31.617 Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtsjahr einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR 2.272, der im Wesentlichen auf gegenläufige Effekte aus dem Jahresüberschuss sowie dem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug - TEUR 392 aufgrund des Erwerbs von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 538, bedingt durch die erhaltenen Zinsen.

Die finanzielle Lage der Gesellschaft bleibt im Wesentlichen unverändert positiv. Alle geplanten Geschäftsvorhaben der Cheil Germany GmbH konnten innenfinanziert werden, wodurch die Zahlungsfähigkeit während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet war.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Eigenmittel.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend an.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren bei Cheil Germany GmbH sind die Umsatzerlöse sowie der Rohertrag.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Durch ihre Leistungsbereitschaft tragen die Mitarbeiter der Cheil Germany GmbH maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Die Cheil Germany GmbH fördert aktiv die kontinuierliche Qualifizierung ihrer Mitarbeiter durch regelmäßige interne und externe Schulungsmaßnahmen. In 2023 wurden 123 TEUR für interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen aufgewendet.

5. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir nach vorläufigem Abschluss mit einem Rohertrag von 65 Millionen Euro.

Im Jahr 2024 wird ein Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr erwartet, bedingt durch Ausstellungen und Werbeaktivitäten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Paris, neue Kundenprojekte sowie ein Wachstum bestehender Projekte und digitaler Werbeeinnahmen, natürlich immer davon abhängig inwiefern sich die internationale Lage auf die Werbebranche auswirkt.

Die bedeutendsten Trends der Werbebranche in 2024 und darüber hinaus:

Starke Dynamik in digitalen Werbemedien

Der allgemeine Trend zur Verschiebung von Werbegeldern von traditionellen Medien zu Online-Medien gilt weiterhin. Werbeerlöse für Printmedien werden durch ihre Websites im Internet generiert, die TV-Sender nutzen Addressable TV sowie eigene Streamingplattformen und Mediatheken wie RTL+ und Joyn, Radio wird zu Digital Audio und die Outof-Home-Branche baut Digitalflächen auf, die inzwischen mehr als 40 Prozent der Außenwerbeumsätze ausmachen. Die Umschichtungen sind immens, wenn man zudem bedenkt, dass große Handelsketten aktuell die Aussendung gedruckter Werbeprospekte einstellen und auf digitale Varianten wie z.B. WhatsApp-Informationen umsteigen. Digitale Werbung kann man als Gewinner der Zeit bezeichnen. Sie wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, einerseits die scheinbar unaufhörlich steigende Internetnutzung über unterschiedliche Endgeräte, andererseits der zunehmende Fokus auf digitale Inhalte gepaart mit den direkt messbaren Erfolgen von Online-Werbekampagnen.

Die Umschichtung zu Online-Werbung wird durch Automatisierungen im Media-Wertschöpfungsprozess vorangetrieben. Dank fortschreitender Technologie und zunehmender Nutzung von Datenanalysen und KI-basierten Algorithmen können Werbungtreibende personalisierte Werbung auf einer noch nie da gewesenen Ebene anbieten - angepasst an die Interessen, Bedürfnisse und Verhaltensweisen der einzelnen Verbraucher.

Nachhaltigkeit

Für die Werbewirtschaft ist es wichtig, Themen in ihrer Kundenansprache aufzugreifen, die die Konsumenten bewegen. Dabei ist es in Zeiten wirtschaftlicher oder politischer Unsicherheit nicht einfach, die relevanten Themen aufzugreifen und den richtigen Ton zu finden. Studien und Trends zeigen, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und der Wunsch nach nachhaltigen Produkten bei den Verbrauchern wächst. Globale Herausforderungen, wie der Klimawandel, sind weiterhin präsent und sowohl Verbraucher als auch Unternehmen erkennen zunehmend die Notwendigkeit, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, um langfristige Umweltauswirkungen zu mindern.

Die Einbindung von Themen rund um Nachhaltigkeit in das Marken-Storytelling ist dementsprechend mehr als nur ein Trend. Durch Erzählungen und persönliche Erfahrungen vermitteln Marken die Bedeutung von Nachhaltigkeit und zeigen die Vorteile auf, die sie dem Einzelnen bieten. Es entstehen immer häufiger Marketing-orientierte Aufrufe - wie beispielsweise der jährlich wiederkehrende Veganuary - die von Konsumenten als inspirierend wahrgenommen werden und in ihren Alltag Einzug halten. Außerdem wird zunehmend Wert auf lokales Engagement gelegt, einschließlich der Unterstützung regionaler Lieferketten, der Nutzung lokaler Ressourcen und der Förderung des gesellschaftlichen Engagements im persönlichen Umfeld. All diese Themen nehmen Werbungtreibende in ihre Kommunikationsstrategien auf und versuchen möglichst glaubwürdig ihr eigenes nachhaltiges Handeln darzustellen: Immer mehr Werbekampagnen betonen die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und des Recyclings. Unternehmen zeigen, wie sie Produkte wiederverwenden, reparieren oder recyceln und ermutigen Verbraucher, diese Praktiken zu unterstützen.

(Quelle: https://zaw.de/branchendaten/werbemarkt-nach-medien/)

6. Chancen- und Risikobericht

Die Cheil Germany GmbH ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gefährden könnten. Natürlich stellt die aktuelle Situation aufgrund der internationalen Lage ein Risiko für alle Agenturen im Markt dar. Das Management der Cheil Germany GmbH schätzt jedoch das Potenzial für zukünftige Chancen nach der Krise weiterhin sehr positiv ein. Es führt regelmäßig Analysen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch, um Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig entgegenzuwirken. Darüber hinaus wurden alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die Krise sowohl finanziell als auch organisatorisch erfolgreich zu bewältigen. Eine besondere Verantwortung sehen wir auch unseren Mitarbeitern gegenüber.

In der Vergangenheit haben sich nach der klassischen Werbung zunehmend das Online- und Shopper-Marketing sowie der Bereich Marketing Automation als profitable Bereiche etabliert. Die Umverteilung der Werbebudgets vom klassischen Print- und TV-Bereich hin zur digitalen Werbung inklusive Social Media und Technologie hat die Cheil Germany GmbH bereits vor Jahren erkannt und durch gezielten Personalaufbau unterstützt. Zukünftig werden wir den Technologiebereich weiter stärken und unsere Datenkompetenz im Bereich Artificial Intelligence (AI) sowie im Public Sector deutlich ausbauen. Dies wird es uns ermöglichen, neue Kundenerlebnisse, Geschäftsmodelle und Plattformen für unsere Kunden zu entwickeln.

Der Markt für die Produkte der Samsung Electronics GmbH, Schwalbach am Taunus, ist durch einen immer schnelleren technologischen Wandel gekennzeichnet. In diesem dynamischen Umfeld ergeben sich für die Cheil Germany GmbH besondere Chancen, aktiv zu agieren und den Kunden bei der weltweiten Vermarktung seiner Produkte zu unterstützen. Gleichzeitig ist das Unternehmen bestrebt, die in diesem Marktsegment gewonnenen Erkenntnisse auf andere Kategorien zu übertragen.

Durch ein robustes Wachstum in anderen Bereichen, insbesondere im Digitalsektor, reduzieren wir das Risiko einer zu großen Abhängigkeit von Samsung.

Durch die konsequente Ausrichtung der Agentur auf den Grundsatz "Digital First" und den Ausbau unserer strategischen Fähigkeiten, sind wir für die Zukunft gerüstet und können an den Trends für die kommenden Jahre partizipieren. Dies betrifft sowohl rein digitale Lösungen im Bereich digitaler Kommunikation und E-Commerce als auch hybride Lösungen im Bereich Retail, Events und Messen.

Die im Folgenden aufgeführten Risiken sind in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt, wobei das größte Risiko zuerst genannt wird. Eine quantitative Bewertung der Risiken für interne Steuerungszwecke erfolgt nicht.

Als das größte Risiko wird die Abhängigkeit von dem Samsung Konzern betrachtet, obwohl diese bereits zugunsten anderer Kunden diversifiziert wurde. Die Unternehmensstrategie wird durch Konzepte zur Neukundengewinnung geprägt, da die Geschäftsführung es als fortwährende Kernaufgabe betrachtet, den Kundenstamm außerhalb des Samsung Konzerns zu erweitern.

Die Pandemie hat uns als Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt und die Transformation der Agentur in die digitale Welt beschleunigt. Gleichzeitig haben wir positiv von der Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen profitiert, sodass wir die Transformation erfolgreich umsetzen konnten. Insgesamt steht die Branche mit und ohne Covid vor großen Herausforderungen und muss neue Geschäftsmodelle und margenstarke Umsatzpotenziale erschließen. Natürlich hängt der weitere Erfolg der Agentur auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unserer Kunden ab, die derzeit aber noch stabil ist.

Zusätzliche Risiken ergeben sich durch eine branchenübliche hohe Personalfluktuation. Gleichzeitig ist die gesamte Werbebranche durch einen hohen Bedarf an qualifizierten, insbesondere kreativen Mitarbeitern gekennzeichnet. Für die Cheil Germany GmbH ist es daher wichtig, qualifizierte Fach- und Führungskräfte halten zu können. Dies wird mit einer aktiven Personalpolitik (z. B. Weiterbildungsmöglichkeiten) gefördert.

Das Risiko durch Forderungsausfälle wird als niedrig eingestuft. Ein bedeutender Teil der Abrechnungen erfolgt an Unternehmen des Samsung Konzerns oder an die Muttergesellschaft, und die Altersstruktur der Forderungen wird überwacht; in der Vergangenheit sowie im Berichtsjahr wurden keine nennenswerten Ausfälle von Forderungen verzeichnet.

Das Währungsschwankungsrisiko ist als moderat einzustufen, da unsere Faktura und die bezogenen Leistungen unserer Lieferanten hauptsächlich in Euro abgerechnet werden; eine Absicherung durch den Abschluss von Devisentermingeschäften halten wir deshalb für nicht erforderlich.

Das Liquiditätsrisiko und das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen werden als gering eingeschätzt, da wir unsere Forderungen zeitnah abrechnen und unsere Lieferanten großzügige Zahlungsziele gewähren.

Aufgrund der stabilen Liquiditätslage und den erwarteten zukünftigen Ergebnissen sind Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, insgesamt nicht zu erkennen.

Der Einmarsch des russischen Militärs in die Ukraine am 24. Februar 2022 und der israelische Hamas-Krieg seit dem 7. Oktober 2023 werden voraussichtlich neue Unsicherheiten in der Wirtschaft und den Kapitalmärkten verursachen. Dies betrifft uns jedoch nicht direkt, da wir keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine, Russland, Israel oder Palästina unterhalten. Nichtsdestotrotz hängt der weitere Erfolg der Agentur natürlich auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unserer Kunden ab, die derzeit jedoch stabil ist.

7. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft besitzt 2 Zweigniederlassungen, eine ist in Warschau, Polen, die zweite Prag, Tschechien.

Die Umsatzerlöse in den Zweigniederlassungen belaufen sich in 2023 auf TEUR 17.888 (Vj. TEUR 16.980) in der Zweigniederlassung in Prag/Tschechien und auf TEUR 15.791 (Vj. TEUR 14.682) in Warschau/Polen.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Schwalbach am Taunus, den 18. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Shin, Jae Ho

Lee, Hwa Jun

Kim, Tai Hai

Lee, Kyung Mo

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung :

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

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