CRC Kleine Handys große Träume GmbH
Selbe AdresseVeröffentlichung von Musikaufnahmen (Labels)
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jacques Mantz seit 11.7.2023 | Geschäftsführer |
Dennis Plattner seit 9.5.2018 | Geschäftsführer |
Moritz Krüger seit 26.9.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 20.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mykita Holding GmbHBerlinJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Konzerns A. Geschäftsmodell des Konzerns 1. Organisatorische Struktur des Konzerns a) Gesellschaftsstruktur Die Gesellschaftsstruktur der MYKITA-Gruppe zum 31.12.2023 ist aus der nachstehenden Grafik ersichtlich:
Die MYKITA LATAM IMPORTAÇÃO E EXPORTAÇÃO DE ÓCULOS LTDA. und die MYKITA Shop London Ltd. werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es wurde das Wahlrecht gem. § 296 Abs. 2 HGB ausgeübt, wonach Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden brauchen, wenn sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Die MYKITA Shop London Ltd. weist im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäftsvorfälle auf. Daher wurde auf die Einbeziehung verzichtet. b) Organisationsstruktur MYKITA deckt grundsätzlich die gesamte Wertschöpfungskette vom Entwurf des konkreten Brillendesigns über die Produktion bis hin zur Vermarktung und dem Vertrieb auf den jeweiligen Märkten ab. Die einzelnen Geschäftsfunktionen sind im Wesentlichen wie folgt auf die Konzerngesellschaften verteilt:
2. Segmente MYKITA ist fest im Segment der Brillenindustrie positioniert. Die Geschäftstätigkeit umfasst im Wesentlichen den Entwurf, die Herstellung und den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Fassungen für Korrekturbrillen und Sonnenbrillen. MYKITA Brillen sind weltweit im Premium-Segment positioniert. 3. Standorte Ein Schlüsselfaktor des nachhaltigen Unternehmenserfolgs ist die integrierte Unternehmensphilosophie. Alle wesentlichen Kompetenzen sind "unter einem Dach" im MYKITA-Haus in Berlin-Kreuzberg vereint. Ferner unterhält MYKITA weitere Standorte:
4. Produkte MYKITA ist ein Produzent von Brillenfassungen für Korrekturbrillen und Sonnenbrillen. MYKITA Brillen werden im MYKITA Haus in Berlin designt und entwickelt (MYKITA Studio GmbH). Die Herstellung sowie die Endmontage der Brillen erfolgt in der Berliner Manufaktur im MYKITA Haus (MYKITA GmbH). Ferner werden verschiedene Fertigungsstufen am Produktionsstandort in Tschechien (MYKITA MANUFACTORY s.r.o.) sowie durch diverse externe Zulieferer und Dienstleister übernommen. MYKITA hat sich mit seinen Produkten weltweit erfolgreich im Premium-Brillenmarkt etabliert. Die in der Manufaktur gefertigten Brillen zeichnen sich durch einen besonderen ästhetischen Anspruch im Design sowie einer patentierten, schraubenlosen Gelenktechnologie aus. Mit seiner integrierten Unternehmensphilosophie findet MYKITA starke Beachtung v.a. bei Konsumenten, die an Produkten interessiert sind, die authentische Werte und eine besondere Geschichte vermitteln. Das Produktdesign wurde bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. MYKITA Brillen lassen sich nach ihrer Materialität in die folgenden Produktlinien gliedern:
Alle MYKITA Kollektionen werden beständig durch neue Design- und Technikkonzepte erweitert. Ferner werden in besonderen Kampagnen Brillen in Zusammenarbeit zwischen MYKITA und weltweit renommierten Modedesignern, Künstlern oder gemeinsam mit anderen Marken entwickelt (MYKITA Collaborations). 5. Absatzkanäle MYKITA vertreibt seine Produkte über verschiedene Absatzkanäle in über 80 Länder, vor allem in Europa, Nordamerika und Asien. Dies erfolgt über den Optiker-Fachhandel (Optical Wholesale), ausgewählte Fashion- Stores (Non-Optical Wholesale), eigene sowie Franchise geführte Stores (Retail und Franchise), online im MYKITA B2C Webshop sowie im B2B Partner Portal für Distributoren und Wholesale Kunden. Im B2B Partner Portal können die genannten Kundenprofile Bestellungen ausführen und direkt auf Lager liegende Fassungen in einem optimierten Bestellprozess erwerben. Im Distributionskanal (Optical und Non-Optical) Wholesale erfolgt der Vertrieb über angestellte Vertriebsmitarbeiter bzw. freie Handelsvertreter (Direktvertrieb) oder über eigene bzw. externe Distributionsgesellschaften. Die Fassungen werden über ausgewählte Optiker und Fashion-Stores an den Endkunden verkauft. MYKITA hat das Ziel ein nachhaltiges und vertrauensvolles Verhältnis mit seinen Wholesale-Kunden aufzubauen. Neue Wholesale-Kunden werden sorgfältig ausgewählt, um die begehrliche Markenpositionierung zu gewährleisten. MYKITA vertreibt seine Produkte ferner auch direkt an den Endkunden. Das erfolgt zum einen über sog. Mono-Label-Stores, die entweder selbständig von MYKITA betrieben (Retail) bzw. über Franchise-Vereinbarungen an Dritte lizensiert (Franchise) werden. Die MYKITA Stores wurden alle einem einheitlichen, wiedererkennbaren Designkonzept folgend gestaltet. Die ganzheitlich gelebte Unternehmensphilosophie, die Expertisen aus allen Bereichen unter einem Dach vereint, findet auch in den MYKITA Shops ihren Ausdruck: Dort führen MYKITA Optiker und Optometristen zertifizierte Augenmessungen durch, erstellen individuelle Sehprofile und passen die Gläser exakt an das Gesicht des Kunden an. Zum 31.12.2023 waren weltweit 15 MYKITA Stores operativ tätig. (1) Die Franchise-Shops in Paris und Mexiko-City waren zum 31.12.2023 nicht geöffnet. Weiterhin erfolgt der direkte Verkauf von MYKITA Brillen an den Endkunden über den MYKITA B2C Webshop. Im Jahr 2023 wurde im Webshop neben Sonnenbrillen auch erstmalig Korrekturbrillen angeboten. Die Korrekturbrillen wurden nur als Fassungen mit Stützglas verkauft ohne den Einsatz individualisierter Korrekturgläser Fußnote: (1) Bangkok, Barcelona, Berlin (2x), Hamburg, Los Angeles, New York City (2x), Monterrey, München, Osaka, Taipei, Tokio, Washington, Zürich. B. Ziele und Strategien MYKITA hat sich zum Ziel gesetzt, die Bekanntheit der Marke im relevanten Markt nachhaltig zu festigen und gezielt auszubauen, v.a. in den Kernmärkten Europa, Nordamerika und in der APAC-Region. Nachhaltigkeit ist in den Kernwerten des Unternehmens verankert und spielt bei MYKITA bereits heute eine wichtige Rolle in vielen Bereichen der täglichen Arbeit. So handelt MYKITA nach der Maxime des "verantwortungsvollen Designs", mit dem Ziel durch Qualität und zeitlose Ästhetik eine überdurchschnittliche Lebensdauer der Produkte zu erreichen und zu nachhaltigem Konsum anzuregen. Dafür werden Materialien verwendet, die größtenteils bzw. komplett aus recycelten Materialien bestehen. Die weitere Verankerung von nachhaltigem Handeln in allen Prozessen des Unternehmens ist für MYKITA eines der wichtigsten Ziele in der nahen Zukunft. Im Bereich Optical Wholesale will MYKITA weiter nachhaltig im High-End Bereich der Optiker-Stores wachsen. Nach unternehmenseigener Definition gilt ein Optiker-Store als High-End, sofern dort mindestens eine weitere im vergleichbaren Preissegment von MYKITA liegende Brillenmarke angeboten wird. Im Non-Optical Wholesale soll die Marke MYKITA nachhaltig im High-Fashion-Segment etabliert werden. Hierfür wird angestrebt, die Produkte in den relevantesten Fashion Stores weltweit zu platzieren. Hierbei kommt der Zusammenarbeit mit international renommierten Fashion-Brands eine wichtige Funktion für die Relevanz der Marke MYKITA im Fashion-Segment zu. Durch die Kollaborationen ergeben sich für MYKITA zahlreiche Vorteile v.a. durch die Bündelung von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen mit den Fashion-Brands, die gesteigerte Glaubhaftigkeit der Marke und den Zugang zu neuen Kundengruppen. Der Bereich Retail/Franchise soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund befasst sich MYKITA mit der Analyse geeigneter Standorte. Der MYKITA Webshop wird kontinuierlich als eigenständiger Distributionskanal etabliert und soll künftig alle relevanten Kernmärkte weltweit bedienen. Der Webshop bedient Kunden in den relevantesten europäischen Ländern, in den USA und in Kanada. Für die Erweiterung der länderspezifischen Verfügbarkeit sind derzeit verschiedene Konzepte in Prüfung. Um die o.g. Ziele zu erreichen, wird die Marke MYKITA im High-End Bereich durch geeignete Marketing-/PR-Maßnahmen sowie eine nachhaltige Vertriebsstrategie gezielt gestärkt und gepflegt. MYKITA legt großen Wert darauf, die Qualität und den Service im Zusammenhang mit den gelieferten Produkten beständig zu verbessern. Insbesondere soll die Lieferfähigkeit und die Termintreue im Bereich Wholesale erhöht werden. Im Fokus steht dabei die beständige Optimierung der relevanten Sales & Operations Prozesse, v.a. die Bedarfs- und Kapazitätsplanung sowie der Go-To-Market-Prozess. C. Forschung und Entwicklung MYKITA misst den Bereichen Produktdesign sowie Produktentwicklung/-innovation eine sehr hohe Bedeutung zu. Es ist der Anspruch, beständig neue marktfähige und innovative Produkte anzubieten und die Bedeutung der Marke MYKITA im relevanten Luxussegment zu unterstreichen. In den Bereichen Produktdesign und Produktentwicklung/-innovation (Product Development) arbeiteten im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 14 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) (Vorjahr: 12 Mitarbeiter). Die wesentliche Aufgabe des Produktdesign liegt im Entwerfen des Designs der MYKITA- Brillen und in der Produktentwicklung/-innovation in der technischen Implementierung der Designs in die Serienfertigung. Das Product Development befasst sich somit insbesondere mit dem Prototypenbau, dem Bau bzw. der Weiterentwicklung eigener Fertigungsanlagen, der Erstellung und Pflege aller produktionsrelevanter Daten sowie der Koordination aller anstehenden Projekte mit den Lieferanten. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Weltwirtschaft (2) Das reale BIP der Weltwirtschaft stieg im Berichtsjahr um 3,1% (Anstieg im Vorjahr um 3,4%). Global gesehen schwächte sich damit die Wachstumsdynamik bereits im zweiten Jahr in Folge ab. Das Wirtschaftswachstum der Industrieländer fiel im Jahr 2023 mit einem Anstieg von 1,6% noch einmal geringer aus als im Vorjahr (Vorjahr 2,7%). Hierbei entwickelte sich die Wirtschaft in den USA im Berichtsjahr mit einem Wachstum des BIP von 2,5% (Vorjahr 2,1%) gegenläufig zum Schnitt der Industrieländer. Ein ähnliches Bild ergab sich mit einem Wachstum von 5,1% (Vorjahr 4,2%) in Asien (ohne Japan). Die Konjunktur in der Eurozone hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wachstum von 0,5% (Vorjahr 3,5%) erneut deutlich abgeschwächt. In Deutschland wurde mit - 0,3% sogar ein negatives Wachstum verzeichnet (Vorjahr 1,8%). Das wirtschaftliche Wachstum der Schwellenländer war mit 4,2% dynamischer als im Vorjahr (Vorjahr 3,7%). Der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine, der Konflikt in Nahost sowie die andauernde angespannte Situation zwischen China und den USA führten zu einer geopolitisch brisanten Lage mit entsprechenden Auswirkungen auf die Märkte. Trotz der positiven Impulse aus der sich abschwächenden Inflation ist von einer weiteren Reduzierung des globalen Wirtschaftswachstums auszugehen. Fußnote (2): Die Angaben in diesem Abschnitt basieren auf Informationen, die dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank AG 2023 entnommen wurden, Abschnitt "Die Geschäftsentwicklung - Überblick - Die Weltwirtschaft". 2. Branchenentwicklung (3) Das Geschäft von MYKITA lässt sich der Augenoptik ("Eyewear") Branche zuordnen. Der Markt für Augenoptik umfasst Brillengläser, Sonnenbrillen, Brillenrahmen und Kontaktlinsen für den privaten Endverbraucher, ausgeschlossen sind Schutz- und Sicherheitsbrillen. Im Berichtsjahr konnte die Branche trotz der schwierigen Begleitumstände ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Der Branchenumsatz in Deutschland betrug im Jahr 2023 EUR 6.763 Mrd. (Vorjahr: EUR 6.668 Mrd.). Damit lag der Branchenumsatz um 1% höher als im Vorjahr und um 4% höher als der Umsatz des Vor-Pandemie-Jahres 2019. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im globalen Umfeld wider.
Fußnote (3): Die Angaben basieren auf
veröffentlichten Daten der ZVA für 2023
(https://www.zva.de/branchenberichte) sowie auf: https://de.statista.com/outlook/cmo/augenoptik/weltweit#umsatz. B. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der Umstrukturierung der Geschäftsführung sowie des Vertriebsbereiches. Zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens wurden vier Fokusbereiche definiert, deren Optimierung mit hoher Priorität über alle Fachbereiche verfolgt wurde. Die Fokusbereiche umfassten die kommerzielle Strategie, das Sales & Operations Planning, den Go-To-Market Prozess sowie die Komplexitätsreduzierung innerhalb des Produktportfolios. Dies hat dazu geführt, dass der Umsatz im Berichtsjahr um 7% auf TEUR 34.642 (Vorjahr: TEUR 32.314) gestiegen ist. Der Umsatz hat damit das Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019 erreicht. Neben dem Umsatz sind das EBITDA, das Net Working Capital sowie der Cashflow weitere zur Steuerung des Geschäfts verwendete zentrale Kennzahlen. MYKITA hat im Geschäftsjahr ein EBITDA in Höhe von TEUR -1.124 (Vorjahr: TEUR 1.606) erwirtschaftet. Das negative Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus negativen Effekten aus Währungsumrechnung und einem Rückgang der Bestandsveränderung gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte mit 5% zwar unter dem Niveau des Umsatzwachstums gehalten werden, allerdings haben die globale Inflation und die Mindestlohnerhöhung in Deutschland das Ergebnis belastet. Die Schlussabrechnungen der Überbrückungshilfen III, III+ und IV wurden eingereicht. Aus den Schlussabrechnungen ergibt sich ein Netto-Ertrag i.H.v. TEUR 397, der im Ergebnis 2023 berücksichtigt wurde. Die Schlussabrechnungen wurden noch nicht final bewilligt. Das Net Working Capital belief sich am Bilanzstichtag auf TEUR 9.113 (Vorjahr: TEUR 11.185) und ist damit gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Bestände wurden trotz des Umsatzanstieges im Vergleich zum Vorjahr gesenkt, während die Forderungen zwar absolut angestiegen sind, relativ jedoch reduziert werden konnten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind aufgrund der höheren Kosten, verlängerter Zahlungsziele und Cash-Management gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Finanzmittelbestand auf TEUR -1.919 (Vorjahr: TEUR -318) negativ entwickelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich mit TEUR 94 (Vorjahr: TEUR -1.364) gegenüber dem Vorjahr verbessert und weist einen positiven Wert aus. Der investive Cashflow ist mit TEUR -535 (Vorjahr: TEUR -247) stärker negativ. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist mit einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von TEUR -1.161 (Vorjahr: TEUR 2.786) negativ. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 für MYKITA ein Jahr der Neuaufstellung. Trotz der Fortschritte in den definierten strategischen Fokusbereichen, wurde das finanzielle Ergebnis durch verschiedene Faktoren stark belastet. Das negative Ergebnis hat MYKITA darin bestärkt den im Jahr 2023 eingeschlagenen Kurs konsequent weiterzuverfolgen, um so die Basis für eine positive Entwicklung des Finanzergebnisses zu schaffen. C. Lage 1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete MYKITA Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 34.642 (Vorjahr: TEUR 32.314). Damit sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 7% gestiegen. Auf die Vertriebsregionen verteilte sich der Umsatz wie folgt:
Den stärksten Anteil am erwirtschafteten Umsatz hatte auch im Jahr 2023 mit über 81% (Vorjahr 80%) der Bereich Optical Wholesale. Der Bereich Retail/Franchise hat einen Anteil von ca. 16% (Vorjahr 17%) am Gesamtumsatz. Unter Berücksichtigung des Materialaufwandes in Höhe von TEUR 7.370 (Vorjahr: TEUR 7.597) und der Reduzierung des Bestandes der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR -1.019 (Vorjahr: TEUR 1.927) konnte MYKITA im Geschäftsjahr 2023 einen betrieblichen Rohertrag in Höhe von TEUR 26.255 (Vorjahr: TEUR 26.646) erwirtschaften. Die Rohertragsmarge (4) lag im Geschäftsjahr bei 78,1% (Vorjahr: 77,8%) und ist somit gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen sonstige übrige Erträge TEUR 465 (davon eingereichte Schlussabrechnung Überbrückungshilfen TEUR 400), Erträge aus Währungsumrechnungen (TEUR 265) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 154. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 74 sowie Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 48 enthalten. In Summe beliefen sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Jahr 2023 auf TEUR 1.149 (Vorjahr: TEUR 2.083). Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr um 8% auf TEUR 14.360 (Vorjahr: TEUR 13.324) gestiegen. Im Durchschnitt beschäftigte MYKITA unternehmensweit im Berichtsjahr 289 Mitarbeiter (Angabe in Vollzeitäquivalent, Vorjahr: 291). Die durchschnittlichen Personalkosten pro Mitarbeiter sind auf TEUR 49,7 p.a. (Vorjahr: TEUR 45,8) gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr lässt sich durch die Erhöhung des Mindestlohns sowie durch nicht mehr angewendete Kurzarbeit begründen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 14.165 (Vorjahr: TEUR 13.797) und sind damit insgesamt um 3% gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die nachfolgend aufgeführten Aufwandspositionen enthalten: Fußnote (4): Die Rohertragsmarge ermittelt sich als Verhältnis von Rohertrag zur Gesamtleistung.
Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr auf TEUR 2.245 (Vorjahr: 1.256) gestiegen. Davon entfallen TEUR 1.039 auf Abschreibungen auf das Umlaufvermögen. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultieren aus der Anpassung des Bewertungsvorgehens und einer Verschrottungsaktion. MYKITA verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.779 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 13). 2. Finanzlage a) Kapitalstruktur Am Bilanzstichtag betrugen die Rückstellungen TEUR 3.495 (Vorjahr: TEUR 3.154). Eine Aufgliederung der Rückstellungen kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden.
Die Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 10.363 (Vorjahr: TEUR 13.909). Im Jahr 2023 wurden Gesellschafter-Darlehen im Wert von TEUR 4.967 in Eigenkapital gewandelt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 503 gestiegen, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 25 reduziert haben. Ferner wurde die zur Verfügung stehende Betriebsmittellinie der Deutschen Bank am Bilanzstichtag um TEUR 1.351 stärker in Anspruch genommen als am Bilanzstichtag des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich nach Abzug der planmäßigen Tilgungszahlungen bei gleichzeitig stärkerer Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie im Berichtsjahreszeitraum insgesamt um TEUR 802 auf TEUR 4.985 erhöht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Bilanzstichtag auf TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 117) gesunken. Der Posten umfasst insbesondere private Mietkostenzuschüsse sowohl für die Räumlichkeiten im MYKITA-Haus als auch für den Shop BIKINI Berlin, die über die restliche Mietdauer abgegrenzt werden. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 5.561 (Vorjahr: TEUR 4.086). Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist zum Bilanzstichtag auf 29% gestiegen (Vorjahr: 19%). Dies ist im Wesentlichen auf die Umwandlung bzw. Einlage der Gesellschafterdarlehen im Juni 2023 in Höhe von TEUR 4.967 zurückzuführen. b) Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in folgendem Umfang getätigt:
c) Liquidität Die Entwicklung der Liquidität des MYKITA Konzerns im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus nachstehender Kapitalflussrechnung:
Die Liquidität des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2023 um insgesamt TEUR -1.601 (Vorjahr: TEUR 1.175) gesunken. Hierdurch ist der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag auf TEUR -1.919 (Vorjahr: TEUR -318) ebenfalls gesunken. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr einen Zahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR -1.364). Maßgeblich beeinflusst war der operative Cashflow durch den Abbau von Vorratsvermögen (TEUR 2.182), den Aufbau von Forderungen aus LuL (TEUR 613) sowie den Aufbau von Verbindlichkeiten aus LuL (TEUR 503). Aus der Investitionstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2023 eine Zahlungswirkung in Höhe von insgesamt TEUR -535 (Vorjahr: TEUR -247). Diesbezüglich wird auf den vorstehenden Unterabschnitt "Investitionen" verwiesen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt TEUR -1.161 (Vorjahr: TEUR 2.786). Im Berichtsjahr wurden Kredite gegenüber Kreditinstituten getilgt (TEUR -549). 3. Vermögenslage Als Kriterien zur Beurteilung der Vermögenslage dienen insbesondere Aussagen zu den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie zum Net Working Capital. Das Anlagevermögen belief sich am Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 4.865 (Vorjahr TEUR 5.461). Die Anlagenintensität beträgt damit 25% (Vorjahr: 26%). Der Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen ist im Berichtsjahr auf TEUR 1.522 (Vorjahr: TEUR 2.001) gesunken. Diese Position umfasst im Geschäftsjahr entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solche Rechten und Werten die sich überwiegend auf das ERP- System beziehen. Das Sachanlagevermögen ist zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 2.917 (Vorjahr: TEUR 3.028) gesunken. Die wesentlichen Positionen sind im Folgenden aufgelistet:
Die Finanzanlagen weisen im Geschäftsjahr 2023 einen Wert in Höhe von TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 432) aus. Hierbei handelt es sich um geleistete Mietkautionen im Zusammenhang mit der Anmietung von Räumlichkeiten an den diversen MYKITA Standorten. Das Net Working Capital belief sich am Bilanzstichtag auf TEUR 9.113 (Vorjahr: TEUR 11.185) und ist damit gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Kennzahl errechnet sich, indem von der Summe des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Abzug gebracht werden. Das Vorratsvermögen wird am Bilanzstichtag mit TEUR 7.968 (Vorjahr: TEUR 10.150) bewertet und hat sich gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist im Geschäftsjahr um TEUR 578 gesunken; ebenso gesunken ist der Wert der Unfertigen Erzeugnisse (um TEUR 1.226) sowie der Wert der Fertigen Erzeugnisse (um TEUR 377). Der Wert der Waren ist im um TEUR 32 gestiegen, während der Wert der geleisteten Anzahlungen um TEUR 33 gesunken ist. Die Reduktion der Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, der Unfertigen Erzeugnisse sowie der Fertigen Erzeugnisse ist auf eine Verbesserung der Bedarfsplanung sowie eine erhöhte Abwertung aus Gängigkeitsabschlägen aufgrund einer Anpassung der Bewertungslogik zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am Bilanzstichtag mit insgesamt TEUR 4.281 (Vorjahr: TEUR 3.668) bewertet und sind damit gestiegen. Die DSO (5) konnte durch intensives Forderungsmanagement im Berichtszeitraum von 46,4 Tage auf 44,1 Tage reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr mit TEUR 3.136 (Vorjahr: TEUR 2.633) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg erklärt sich aus einem temporären Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Materiallieferanten sowie vereinbarter Zahlpläne für Investition in Anlagevermögen. Fußnote (5): Die DSO (= Days Sales Outstanding) ermittelt sich aus dem durchschnittlichen Bestand der Forderungen aus LuL im Verhältnis zum Umsatz. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht A. Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird global eine strikte Geldpolitik erwartet, die zwar zu einer sinkenden Inflation aber auch einem sich weiterhin abschwächenden globalen Wachstum führen könnte. Die weiterhin hohe Inflation sowie das sich abschwächende Wachstum könnte zu Nachfragerückgängen führen. Neben den nachfrageseitigen Risiken zählt weiterhin der demographische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel zu den größten Risiken für MYKITA. Chancen liegen v.a. im Bereich digitaler Innovationen. Diese sowie alle weiteren Entwicklungen unterliegen Unsicherheiten. Die Prognose unterliegt deshalb grundsätzlich Risiken. Für das Jahr 2024 erwarten Analysten für die Weltwirtschaft eine Verlangsamung des Wachstums auf 2,9% sowie eine Reduzierung der Inflation auf 5,1%. Auf die Regionen verteilt, prognostizieren die Analysten folgende Entwicklungen (6):
Fußnote (6): Die Angaben basieren auf Informationen, die dem Geschäftsbericht der Deutschen Bank AG 2023 entnommen wurden, Abschnitt "Ausblick - Die Weltwirtschaft", S. 44. Für die Augenoptik-Branche wird ein weltweites Umsatzvolumen von 135,6 Mrd. EUR für das Jahr 2024 prognostiziert.(7) Ferner wird der Branche ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3,6% für die kommenden fünf Jahre vorausgesagt. Fußnote (7): Die Angaben basieren auf veröffentlichten Daten einer Studie zur Augenoptik Industrie, abrufbar unter: https://de.statista.com/outlook/cmo/augenoptik/weltweit. MYKITA war im ersten Halbjahr 2024 weltweit von den bestehenden Unsicherheiten durch hohe Inflation und die reduzierten Wachstumserwartungen betroffen, was zu Herausforderungen in fast allen Märkten führte. Die zum 01.01.2024 umgesetzte Verkaufspreiserhöhung wurde dabei jedoch von allen Märkten gut aufgenommen. Das Wachstum im ersten Quartal betrug 9%. Für das Jahr 2024 plant MYKITA mit einem Umsatzwachstum von ca. 14%. Auf Basis der verbesserten Auswertungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem im Jahr 2021 eingeführten ERP-System "SAP S4/HANA" konnten im Jahr 2023 wesentliche Verbesserungen der Geschäftsprozesse erreicht werden. Auch für 2024 wird die kontinuierliche Anpassung und Optimierung der Geschäftsprozesse basierend auf datengetriebener Analyse weiter vorangetrieben, mit dem Ziel die Umsatz- und Ertragslage MYKITAs zu verbessern. Vertriebsseitig liegt der Fokus auf der Erweiterung der Kundenbasis. Dafür sind verschiedene Maßnahmen beschlossen worden, die aktuell in der Umsetzung sind. Für das Jahr 2024 ist die Eröffnung eines weiteren Franchisestores geplant. Es ist nicht geplant weitere Retail-Stores zu eröffnen. Die Zusammenarbeit mit anderen Marken aus den Bereichen Fashion und Design und eine damit verbundene Steigerung der Marken-Bekanntheit und die Erschließung neuer Absatzmärkte wird weiter forciert. Dabei werden regelmäßig alle bestehenden Kollaborationen geprüft und neue Kollaborationspartner evaluiert. Im Jahr 2023 wurden die Kollaborationspartner um das Berliner Modelabel O32C erweitert. Zum aktuellen Zeitpunkt können noch keine Aussagen über zukünftige Kollaborationen getroffen werden. Durch die Corona-Pandemie wurden bereits erkennbare Megatrends wie zum Beispiel nachhaltiger Konsum verstärkt. Mit dem Konzept des modern manufacturing (8) sowie den weiteren Kernwerten des Unternehmens sieht sich MYKITA gut für die Zukunft aufgestellt. Fußnote (8): Nähere Erläuterungen zum Verfahren des modern manufacturing: https://mykita.com/de/die-moderne-manufaktur. Die im Jahr 2023 begonnene Konsolidierung des Produktportfolios wird auch im Jahr 2024 fortgesetzt. MYKITA verspricht sich davon neben positiven Auswirkungen auf die Herstellkosten und das Working Capital auch eine vereinfachte Umsetzung der Vertriebsstrategie. MYKITA wurde in den Jahren 2020, 2021 und 2022 durch die COVID-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen des Geschäftsbetriebes beeinflusst. Dem dadurch bedingten Umsatzrückgang wurde mit verschiedenen Maßnahmen entgegengewirkt. Die Folgen dieser Maßnahmen werden die Liquidität MYKITAs in den kommenden Jahren belasten. Zur Einschätzung der kurz- bis mittelfristigen Liquidität hat die Geschäftsführung einen konservativen finanziellen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025 erstellt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2025 um 10% gegenüber 2024 gesteigert werden kann. Der Hauptgrund für das Volumenwachstum ist in der weiteren Optimierung der operativen Prozesse sowie der damit einhergehenden Entwicklung von Bestandskunden und der gleichzeitigen Ausweitung des Kundenportfolios zu sehen. Der Ausblick zeigt, dass das Geschäftsjahr 2025 maßgeblich von drei Faktoren beeinflusst wird.
Um zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der relevanten Kennzahlen umzusetzen und über die im Ausblick dargestellten Ziele hinaus zu wachsen, prüft die Geschäftsführung derzeit zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu wird an einem auf 3-5 Jahre ausgelegten Strategie-Plan gearbeitet, in dem alle oben genannten Faktoren und Entwicklungen sowie Chancen und Risiken für das MYKITA Geschäftsmodell bewertet werden. Die Kontokorrentlinie der MYKITA beträgt TEUR 3.000 und hat eine befristete Laufzeit bis zum 31.01.2025. Die Gespräche mit der Hausbank zu einer Verlängerung der Kreditlinie werden vertrauensvoll geführt und seitens der Hausbank wurde eine wohlwollende Prolongationsprüfung in Aussicht gestellt. Eine Entscheidung zur Verlängerung wird rechtzeitig vor Auslaufen der Befristung erwartet. B. Chancen- und Risikobericht Die Folgen der Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt sowie weitere geopolitische Spannungen und die damit verbundene Unsicherheiten wirken sich auch auf die Chancen und Risiken von MYKITA aus. Darüber hinaus stellen die steigenden Lebenshaltungskosten infolge der Inflation, die Gefahr von weiteren (Handels)-Kriegen sowie der Klimawandel die weltweite Wirtschaft in den kommenden Jahren vor Herausforderungen. Entsprechend risikobehaftet ist auch die weitere Entwicklung von MYKITA zu sehen. Diesbezüglich sieht MYKITA vor allem im Rahmen einer weiterhin zu erwartenden strukturell hohen Inflation das Risiko eines veränderten Nachfrageverhaltens der Kunden. Die Positionierung im Luxussegment stellt dabei eine Chance dar, da in diesem Preissegment klassischerweise von einer höheren Preiselastizität der Kunden ausgegangen wird. Weiterhin stellt die hohe Diversifizierung, sowohl regional als auch die Absatzkanäle betreffend, eine Minderung des Risikos von Absatzeinbrüchen dar. Die hohe Inflation führt auch auf der Beschaffungsseite zu entsprechenden Herausforderungen für die Profitabilität und die Liquidität des Unternehmens. Diesen Kostensteigerungen versucht MYKITA auf vielfältige Weise entgegenzuwirken. So werden zum einen Beschaffungsrouten optimiert und Komplexitäten reduziert, um effiziente Abläufe nicht nur in der Beschaffung, sondern auch in der Verwaltung voranzutreiben. Durch den demographischen Wandel verschärft sich der Fachkräftemangel zunehmend. Die Folge sind steigende Lohnniveaus und ein generell schwieriges Umfeld für die Rekrutierung passender Talente. Auch MYKITA bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont und versucht dem Risiko durch verschiedene Maßnahmen entgegenzuwirken. Durch die Gegenmaßnahmen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen während der Jahre 2020-2022 sind Verpflichtungen entstanden, die die Liquidität MYKITAs in den kommenden Jahren belasten. Diesem Risiko wirkt MYKITA durch genaue Planung und sehr enge Liquiditätssteuerung entgegen, die regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert wird. Neben den genannten Risiken sieht MYKITA folgende Chancen aus der Corona-Krise sowie aus dem Geschäftsverlauf:
Fußnote (9): Z.B. https://www.eyebizz.de/veranstaltungen/anziehungspunkt-silmo- 2023/. Fußnote (10): Die Einschätzung beruht auf der Markteinschätzung des MYKITA Vertriebsmanagements unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Kundensortimente. Der weitere Erfolg von MYKITA hängt auch zukünftig an dem Vermögen, attraktive Produktlinien und Kollektionen zu entwerfen und diese erfolgreich im gewünschten Marktumfeld zu platzieren. Hierfür müssen der sich beständig ändernde Geschmack der Kunden berücksichtigt, aber gleichzeitig auch neue Trends gesetzt werden. Ferner muss der Bekanntheitsgrad der Marke MYKITA in den gewünschten Märkten weiter erhöht werden, um in der Kundenansprache attraktiver zu werden. Die Verbindung von Produktqualität mit Technologie und Design, die breit gefächerte Zielgruppenansprache und das zu optimierende Produktportfolio unter Berücksichtigung der Profitabilität bergen großes Potenzial für den weiteren globalen Markenausbau. Im Zusammenhang mit dem weltweit steigenden Bekanntheitsgrad der Marke MYKITA wächst auch die Gefahr der Produktpiraterie. Dem wird durch eine gezielte Überwachung unserer gewerblichen Schutzrechte entgegengewirkt. Bislang sind uns diesbezüglich nur wenige Fälle bekannt. Der digitale "Graumarkt" ist in den Jahren 2023 und 2024 vermehrt zu einem Problem in der Kundenansprache geworden. Dem wird versucht durch konsequente Umsetzung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und eine transparente Kommunikation mit unseren Kunden entgegenzuwirken. Dem Management des Working Capital kommt im Hinblick auf eine gezielte Steuerung und Planbarkeit der Unternehmensliquidität auch in Zukunft eine hohe Bedeutung zu.
Darüber hinaus ergeben sich aus dem wachsenden Auslandsgeschäft auch höhere Risiken aus Währungskursschwankungen, insbesondere aus Fakturierungen in US-Dollar. In diesem Zusammenhang kommen gezielte Maßnahmen zur Absicherung der Währungskursrisiken - insbesondere Termingeschäfte - zum Einsatz.
Berlin, 27.09.2024 Jacques Mantz, Geschäftsführer Moritz Krüger, Geschäftsführer Dennis Plattner, Geschäftsführer Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung nach DRS 21
Die Kapitalflussrechnung wird aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung abgeleitet. Konzerneigenkapitalspiegel
AnhangAllgemeine Angaben Die MYKITA Holding GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 109607 B eingetragen. Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss freiwillig. Der Konzernabschluss der MYKITA Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. In den Konzernabschluss werden die Muttergesellschaft sowie alle Tochtergesellschaften einbezogen, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 266 ff. HGB und des § 42 GmbHG aufgestellt. Hinsichtlich der Bewertung der Vorräte wurde das Bewertungsvorgehen zur Abwertung der Bestände nach einer SAP basierten standardisierten Lagerreichweiten-ermittlung vorgenommen. Dies führt im Vergleich zur alten Bewertungsmethodik zu höheren Bewertungsabschlägen in Höhe von TEUR 879, stellt aber ein realistischeres Bild der Bestandsqualität dar. Insoweit ist der Vorjahresvergleich eingeschränkt. Weitere Ausführung siehe unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Grundsätze der Unternehmensfortführung Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Entsprechend diesem Grundsatz wurden die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten nach den im Folgenden erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Der Geschäftsverlauf von MYKITA wurde in den Jahren 2020, 2021, 2022 und 2023 durch die weltweiten Krisen sowie die geopolitischen Unsicherheiten und deren Folgen negativ beeinflusst. Trotz der weiterhin spürbaren Unsicherheiten in den Märkten konnte MYKITA im ersten Halbjahr 2024 den Umsatz um 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2024 geht MYKITA von einem Umsatzanstieg von 14% gegenüber 2023 aus. Zur Einschätzung der kurz- bis mittelfristigen Liquidität hat die Geschäftsführung einen konservativen finanziellen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025 erstellt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2025 um 10% gegenüber 2024 gesteigert werden kann. Der Hauptgrund für das Volumenwachstum ist in der weiteren Optimierung der operativen Prozesse sowie der damit einhergehenden Entwicklung von Bestandskunden und der gleichzeitigen Ausweitung des Kundenportfolios zu sehen. Auf Basis dieser Annahme ist die Finanzierung des Unternehmens gesichert, so dass die Geschäftsführung von einer Fortführung des Unternehmens ausgeht. Die Liquiditätslage bleibt durch die Verpflichtungen aus den in den vergangenen Jahren getroffenen Finanzierungsmaßnahmen angespannt. Zur Stärkung der Kapitalstruktur wurde im Juni 2023 ein großer Teil der bestehenden Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 4.967 in Eigenkapital umgewandelt. Die Kontokorrentlinie der MYKITA beträgt TEUR 3.000 und hat eine befristete Laufzeit bis zum 31.01.2025. Die Gespräche mit der Hausbank zu einer Verlängerung der Kreditlinie werden vertrauensvoll geführt und seitens der Hausbank wurde eine wohlwollende Prolongationsprüfung in Aussicht gestellt. Eine Entscheidung zur Verlängerung wird rechtzeitig vor Auslaufen der Befristung erwartet. Der Ausblick zeigt, dass das Geschäftsjahr 2024/2025 maßgeblich von drei Faktoren beeinflusst wird.
Um zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der relevanten Kennzahlen umzusetzen und über die im Ausblick dargestellten Ziele hinaus zu wachsen, prüft die Geschäftsführung derzeit zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu wird an einem auf 3-5 Jahre ausgelegten Strategie-Plan gearbeitet, in dem alle oben genannten Faktoren und Entwicklungen sowie Chancen und Risiken für das MYKITA Geschäftsmodell bewertet werden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge Zwischen der MYKITA Holding GmbH als herrschendem Unternehmen und den Tochter- Gesellschaften MYKITA GmbH und MYKITA Studio GmbH als beherrschte Unternehmen wurde am 5. Dezember 2013 jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Diesen Verträgen hat die Gesellschafterversammlung am 9. Dezember 2013 zugestimmt. Konsolidierungskreis Zum MYKITA Konzern gehörten im Kalenderjahr 2023 die im Organigramm dargestellten Gesellschaften.
* keine aktive Geschäftstätigkeit
Die MYKITA LATAM IMPORTAÇÃO E EXPORTAÇÃO DE ÓCULOS LTDA. und die MYKITA Shop London Ltd. werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es wurde das Wahlrecht gem. § 296 Abs. 2 HGB ausgeübt, wonach Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden brauchen, wenn sie für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Die MYKITA Shop London Ltd. weist im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäftsvorfälle auf. Daher wurde auf die Einbeziehung verzichtet. Konsolidierung Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach den jeweiligen Landesvorschriften aufgestellt. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurden die Einzelabschlüsse entsprechend § 300 Abs. 2 HGB und § 308 HGB auf eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung nach den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen umgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ausnahmslos den 31. Dezember als Bilanzstichtag.
Kapitalkonsolidierung Bei der Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB die Neubewertungsmethode angewandt. Dabei erfolgt die Verrechnung mit dem neubewerteten Eigenkapital grundsätzlich auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, in dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Da die MYKITA Holding GmbH zum 31. Dezember 2013 erstmalig einen Konzernabschluss aufgestellt hat, erfolgte die Erstkonsolidierung für alle zu diesem Zeitpunkt bereits existierenden Tochterunternehmen zum 1. Januar 2013. Wesentliche stille Reserven bestanden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung nicht. Sich ergebende passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden mit dem Gewinnvortrag verrechnet; da die Erstkonsolidierung auf den Beginn des Geschäftsjahres der erstmaligen Konzernabschlusserstellung erfolgt, der Konzernverbund aber bereits in früheren Jahren bestand. Es handelt sich somit um Gewinne aus der Zeit der Konzernzugehörigkeit der Tochterunternehmen. Aktivische Unterschiedsbeträge sind als Geschäftswert ausgewiesen und wurden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag waren die als Geschäftswert aktivierten, aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung vollständig abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogen Unternehmen. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wird gemäß § 298 Abs. 1 HGB unter Beachtung der generell für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 242 bis 256a, §§ 266 bis 278 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Konzernabschlüsse der §§ 297 ff. aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 244 HGB ist der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 in Euro aufgestellt. Die auf eine fremde Währung lautenden Einzelabschlüsse der einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden nach § 308a HGB in Euro umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen in Euro umgerechnet wurde, mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2023 in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs des Jahres 2023 in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Für die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in EUR wurden die folgenden Kurse verwendet:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Das heißt, mit den bei der Entwicklung angefallenen Aufwendungen. Aufwendungen, die die Forschungsphase betreffen, bleiben bei der Aktivierung unberücksichtigt. Abnutzbare, selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung werden mit den Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten sowie den Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge werden mit den Anschaffungs- oder den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen 1 - 50 Jahre. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Bestand in Größe, Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen, werden mit einem Festwert angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf das Sachanlagevermögen und Anlagen im Bau werden mit den Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren, beizulegenden Werten zu bilanzieren. Die Vorräte werden zu Konzernherstellungskosten, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Bestände zum Stichtag sowie der Verbräuche erfolgt dabei mit dem gewichteten Durchschnittspreis. Die Konzernherstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Transportkosten für den Transport innerhalb des Konzernverbundes werden ebenfalls in die Herstellungskosten der betreffenden Vermögensgegenstände einbezogen. Zur Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes werden für die Bestände Gängigkeitsabschläge aus Erfahrungswerten des Konzerns vorgenommen. Die Methodik zur Ermittlung der Gängigkeitsabschläge wurde im Jahr 2023 durch eine einheitliche Vorgehensweise der Lagerreichweitenermittlung ersetzt. Zuvor haben Lagerumschlagshäufigkeiten Anwendung gefunden, die auf Basis von einem 1- Jahreshorizont mit Periodenanfang und Periodenende berechnet wurden. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für unfertige Erzeugnisse wurde auf Basis der Materialverbräuche des letzten Jahres entweder zu 100% oder zu 0% abgewertet. Dabei reichte ein Materialverbrauch über eine Menge von 1 Stück für die Bewertung zu vollen Herstellkosten aus. Die neue Lagerreichweitenermittlung setzt nun auf einen SAP- Standard, der alle relevanten Bewegungen der letzten 12 Monate für alle Lagerbestandstypen berücksichtigt. Durch die Umstellung wird eine graduelle Abwertung ermöglicht, die Bestandsrisiken zeitnah einpreist, mehr Transparenz schafft und somit frühzeitigere Maßnahmen zur Gegensteuerung erlaubt. Im Zuge dieser Umstellung wurden die Abschlagssätze zur Lagerreichweite in Monaten den aktuellen Gegebenheiten des Ø Produktlebenszyklus angepasst. Dadurch findet eine weitaus strengere Bewertung Anwendung, die gemäß Tabelle umgesetzt wurde:
Die Umstellung auf eine standardisierte Lagerreichweitenermittlung führt im Vergleich zur alten Bewertungsmethodik zu höheren Bewertungsabschlägen i.H.v. 879 TEUR. Dieser Ansatz stellt ein realistischeres Bild der Bestandsqualität dar. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risiken werden bei Konkretisierung durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen und ansonsten durch Vornahme einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen wurden zum Stichtagskurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung werden zum Stichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Eine sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nach § 274 i.V.m. § 306 HGB als aktive latente Steuer angesetzt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Auflösung der Differenzen erwartet werden. Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Zur periodengerechten Abgrenzung von erhaltenen Investitionszulagen werden passivische Sonderposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen gebildet, die über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ergebniswirksam aufgelöst werden. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und dem Grunde oder der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs des Tages der Rechnungsstellung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit ihrem Nennbetrag als Passivposten ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Erläuterungen zu den Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind in Anlage A zum Anhang dargestellt. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 426 TEUR, beantragte Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 398 sowie beantragte Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 238 ausgewiesen. Die Forderungen aus Überbrückungshilfen haben eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren. Die Investitionszuschüsse betreffen Forschungszulagen für die Jahre 2020 bis 2023. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Im Juni 2023 wurde durch die Gesellschafter ein großer Teil der bestehenden Gesellschafterdarlehen (TEUR 4.967) in die Kapitalrücklage eingelegt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 1.124); Einmalzahlungen und Provisionen (TEUR 787); Personalkostenrückstellungen für Resturlaub und Überstunden (TEUR 322); Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 318); Kosten für die Erstellung und Prüfung von Abschlüssen sowie Steuerberatungsleistungen (TEUR 299); Lizenzverpflichtungen (TEUR 89); Aufbewahrungskosten (TEUR 84); Handelsvertreterprovisionen (TEUR 231); Versicherungen, Beiträge, Abgaben (TEUR 65). Für die in den Mietverträgen mit zehnjähriger Laufzeit kalkulierten anteiligen Mietaufwendungen der mietfreien Zeit im Geschäftsjahr 2014 besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 33. Für mietfreie Zeiten im Geschäftsjahr 2020 und 2021 zweier Shops in Deutschland (Laufzeit der Mietverträge 8 und 15 Jahre) und zweier Shops in den USA (Laufzeit der Mietverträge jeweils 10 Jahre) bestehen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 138. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.501 durch Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignung von Warenbeständen der MYKITA GmbH gesichert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 59) wurden erhaltene Zuschüsse zu Umzugskosten in Höhe von TEUR 40 ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt ergebniswirksam über die Restlaufzeit des Mietvertrages von einem Jahr. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern aus Steuerentlastungen wurden mit passiven latenten Steuern aus Steuerbelastungen verrechnet. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 30,18% (Deutschland), 21% (Tschechien), 34,7% (Japan), 16,5% (Hongkong), 20% (Schweiz), 27% (USA) sowie 28% für Frankreich. Die latenten Steuern des Geschäftsjahres entfallen auf die folgenden Sachverhalte:
Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsätze im Berichtsjahr in Höhe von 34.641.868 EUR gliedern sich in die folgenden Erlösarten:
Die Umsatzerlöse verteilen sich dabei wie folgt auf die einzelnen Vertriebsregionen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 398 erfasst. Die Schlussabrechnungen wurden noch nicht final bewilligt. Weiterhin sind Investitionszuschüsse in Höhe von 48 TEUR erfasst. Von den als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Zuschüsse wurden im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 76 aufgelöst, davon entfielen TEUR 48 auf Umzugskostenzuschüsse, TEUR 15 auf Mietzahlungen, TEUR 9 auf Baukostenzuschüsse und TEUR 4 auf Umweltbonus-Zuschüsse. Abschreibungen Umlaufvermögen Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen (TEUR 1.039) resultieren aus der Anpassung des Bewertungsvorgehens (TEUR 879) und einer Verschrottungsaktion (TEUR 160). Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Erträge (TEUR 154) ergeben sich aus Herabsetzungen der Einzelwertberichtigungen. Die periodenfremden Aufwendungen (TEUR 75) ergeben sich im Wesentlichen aus in 2022 in Abstimmung mit dem Vermieter aufgeschobenen Mietzahlungen für einen Retail-Shop, die aufwandsseitig nicht im Geschäftsjahr 2022 erfasst wurden (TEUR 48). Darüber hinaus wurden zwei Lieferantenrechnungen betreffend 2022 erst in 2023 eingereicht (TEUR 20). Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr 2023 aufwandswirksam erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 161. Der Gesamtbetrag entfällt mit TEUR 114 auf Abschlussprüfungsleistungen (davon TEUR 1 für Vorjahre), mit TEUR 9 auf andere Bestätigungsleistungen (davon TEUR 0 für Vorjahre) und mit TEUR 38 auf Steuerberatungsleistungen (davon TEUR 29 für Vorjahre). Anzahl der Beschäftigten Im Berichtsjahr wurden im Konzern durchschnittlich 323 Mitarbeiter (Vorjahr: 328 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 206 Mitarbeiter (Vorjahr: 210 Mitarbeiter) in Vollzeit und 117 Mitarbeiter (Vorjahr: 118 Mitarbeiter) in Teilzeit beschäftigt. Geschäftsführungsorgane der Muttergesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der MYKITA Holding GmbH durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 732 (Vorjahr: TEUR 548). Davon entfielen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 22) auf Sachbezüge. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus Handelsvertreterprovisionen für bisher nicht gelieferte Aufträge fallen im Folgejahr voraussichtlich TEUR 80 an. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 23.225 (darin enthaltene Umsatzsteuer TEUR 2.945) und enthält künftige Mietaufwendungen, Leasingraten und Abnahmeverpflichtungen. Auf unbefristete Mietverträge entfallen jährlich Aufwendungen von TEUR 196. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis des Mutterunternehmens in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung. Prüfung und Offenlegung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen Der vorliegende Konzernabschluss ist ein befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Auf eine Aufstellung, Prüfung und Offenlegung der Einzelabschlüsse der einbezogenen deutschen Tochterunternehmen (siehe Abschnitt "Konsolidierung") wird daher gemäß § 264 Abs. 3 HGB i.V.m. § 325 Abs. 1 HGB verzichtet. Die diesbezüglichen Beschlussfassungen der Gesellschafter zur Befreiung von den Aufstellung-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten für das abgelaufene Geschäftsjahr und die Veröffentlichungen der Gesellschafterbeschlüsse im elektronischen Bundesanzeiger erfolgen bis zum 31. Dezember 2024. Anlagespiegel
Berlin, 27.09.2024 Jacques Mantz, Geschäftsführer Moritz Krüger, Geschäftsführer Dennis Plattner, Geschäftsführer Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 21. November 2024 gebilligt. Bestätigungsvermerk BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MYKITA Holding GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MYKITA Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MYKITA Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt II. Grundsatz der Unternehmensfortführung im Konzernanhang, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Liquiditätssituation aufgrund der Verpflichtungen aus den finanziellen Maßnahmen im Zuge der COVID19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine weiterhin angespannt ist. Wie im Anhang dargelegt, weisen diese Ereignisse und Umstände auf das Vorliegen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft begründen können und ein Fortführungsrisiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Unser Prüfungsurteil wird in diesem Punkt nicht geändert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 30. September 2024 ATC
Audit GmbH & Co. KG
Tina Glimm, Wirtschaftsprüfer Judith Wuttig, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. BilanzAktiva
Passiva
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussDie MYKITA Holding GmbH mit Sitz in Berlin, HRB 109607 B Amtsgericht Charlottenburg, hat für das Geschäftsjahr 2023 einen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes entsprechenden Jahresabschluss aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise die größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge Zwischen der MYKITA Holding GmbH als herrschendem Unternehmen und den Tochter-Gesellschaften MYKITA GmbH und MYKITA Studio GmbH als beherrschte Unternehmen wurde am 5. Dezember 2013 jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Diesen Verträgen hat die Gesellschafterversammlung am 9. Dezember 2013 zugestimmt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten sowie den Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge werden mit den Anschaffungs- oder den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen 3 - 50 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren, beizulegenden Werten zu bilanzieren. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risiken werden bei Konkretisierung durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen und ansonsten durch Vornahme von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung werden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eine sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nach § 274 i.V.m. § 306 HGB als aktive latente Steuer angesetzt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt. Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und dem Grunde oder der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs des Tages der Rechnungsstellung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag berücksichtigt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Angaben zur Bilanz Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 651 haben TEUR 263 eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren und betreffen Forderungen aus Überbrückungshilfen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.501 durch Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignung der gesamten Warenbestände der MYKITA GmbH gesichert. Sonstige Angaben Anzahl der Beschäftigten Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 33 Angestellte beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.999 (darin enthaltene Umsatzsteuer TEUR 2.555) und enthält künftige Mietaufwendungen und Leasingverpflichtungen. Auf unbefristete Mietverträge entfallen jährlich Aufwendungen von TEUR 68. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.
Berlin, den 11.10.2024 MYKITA Holding GmbH Moritz Krüger, Geschäftsführer Dennis Plattner, Geschäftsführer Jacques Mantz, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.11.2024 festgestellt. Bekanntmachung nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernabschluss der MYKITA Holding GmbH zum 31.12.2023Erklärung der MYKITA Holding GmbHDie MYKITA Holding GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg zu HRB 109607 B, ist alleinige Gesellschafterin der MYKITA GmbH (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg zu HRB 91586 B). Zwischen der MYKITA Holding GmbH als herrschendem Unternehmen und der MYKITA GmbH als beherrschtem Unternehmen wurde am 5. Dezember 2013 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Diesem Vertrag hat die Gesellschafterversammlung der MYKITA GmbH durch Beschluss vom 9. Dezember 2013 zugestimmt. Er ist seitdem unverändert gültig. Niederschrift einer Gesellschafterversammlung der MYKITA GmbHin den Räumen der Gesellschaft in der Köpenicker Straße 20, 10969 Berlin.Wir sind die Geschäftsführer der MYKITA Holding GmbH. Die MYKITA Holding GmbH ist die die einzige Gesellschafterin der MYKITA GmbH. Unter Verzicht auf alle gesetzlichen Form- und Fristvorschriften halten wir eine Gesellschafterversammlung ab und beschließen: Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Gem. des § 325 HGB in Verbindung mit § 264 Abs. 3 HGB wird der Befreiung der Pflicht zur Offenlegung des Einzelabschlusses zugestimmt.
Berlin, den 20.11.2024 Die Geschäftsführung Bekanntmachung nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernabschluss der MYKITA Holding GmbH zum 31.12.2023Erklärung der MYKITA Holding GmbHDie MYKITA Holding GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg zu HRB 109607 B, ist alleinige Gesellschafterin der MYKITA Studio GmbH (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg zu HRB 109698 B). Zwischen der MYKITA Holding GmbH als herrschendem Unternehmen und der MYKITA Studio GmbH als beherrschtem Unternehmen wurde am 5. Dezember 2013 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen. Diesem Vertrag hat die Gesellschafterversammlung der MYKITA Studio GmbH durch Beschluss vom 9. Dezember 2013 zugestimmt. Er ist seitdem unverändert gültig. Niederschrift einer Gesellschafterversammlung derMYKITA Studio GmbHin den Räumen der Gesellschaft in der Köpenicker Straße 20, 10969 Berlin.Wir sind die Geschäftsführer der MYKITA Holding GmbH. Die MYKITA Holding GmbH ist die die einzige Gesellschafterin der MYKITA Studio GmbH. Unter Verzicht auf alle gesetzlichen Form- und Fristvorschriften halten wir eine Gesellschafterversammlung ab und beschließen: Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Gem. des § 325 HGB in Verbindung mit § 264 Abs. 3 HGB wird der Befreiung der Pflicht zur Offenlegung des Einzelabschlusses zugestimmt.
Berlin, den 20.11.2024 Die Geschäftsführung |
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