Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 24540
Eingetragen
12.10.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Das Halten und Verwalten der Geschäftsanteile an der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH mit dem Sitz in Wuppertal (Amtsgericht Wuppertal HRB 3215), sonstiger Beteiligungen und finanzieller Mittel sowie damit im Zusammenhang stehende bzw. nützliche Maßnahmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Dr. Trautwein
seit 12.10.2012
Geschäftsführer
Eugen Dr. Trautwein
seit 12.10.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
32.94%
32.94%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Renate Trautwein
Bad Pyrmont
203.700 €
34.00%
Helga Scharf
March-Holzhausen
197.400 €
33.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FT-Holding GmbH

Wuppertal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Konzerns

Der FT-Holding GmbH Konzern (im Folgenden E/D/E Gruppe) ist ein europaweit agierender Einkaufs- und Marketingverbund für den mittelständischen Produktionsverbindungshandel (PVH). Als Europas führende Verbundgruppe im Produktionsverbindungshandel sind wir derzeit in 29 Ländern Europas aktiv.

Die zum 31. Dezember 2023 angeschlossenen 1.172 Mitglieder sind Fachhändler, die vorwiegend gewerbliche Abnehmer aus Industrie, Handwerk und Kommunen beliefern. Sie handeln schwerpunktmäßig mit Werkzeugen und Maschinen, Stahl, Beschlägen und Bauelementen, Haustechnik sowie Industriebedarf. Als Systemzentrale garantiert die E/D/E Gruppe ihren Mitgliedern eine umfassende Unterstützung zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition mit Angeboten wie Zentraleinkauf, Marketing, Logistik sowie Finanzdienstleistungen oder auch E-Business.

Die E/D/E Gruppe wird überwiegend durch die Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH Wuppertal (E/D/E GmbH) geprägt. Danach sind die folgenden sieben Unternehmen hervorzuheben, die von besonderer Bedeutung für den Konzernabschluss sind: EDE International AG, Zürich, ETRIS Bank GmbH (ETRIS BANK), EURO-DIY GmbH & Co. KG (EURO-DIY), e + h Services AG, Däniken, Toolineo GmbH & Co. KG (Toolineo KG), Tarxter Technologies GmbH & Co. KG (Tarxter KG) sowie die E/D/E Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal (LTW).

Von der im Dezember 2011 gegründeten EDE International AG, an der die E/D/E GmbH zu 100 Prozent beteiligt ist, werden grundsätzlich die Geschäftsaktivitäten außerhalb Deutschlands gesteuert und entwickelt. Die ETRIS BANK ist ebenfalls ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat als Spezialinstitut für Zentralregulierung, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung das Finanzgeschäft, insbesondere die Zentralregulierung und Delkrederehaftung der E/D/E GmbH übernommen. Zusammen mit der E/D/E GmbH bildet sie einen stabilen Haftungsverbund. An der LTW, die sich mit Lagerungs- und Logistikaufgaben für die E/D/E GmbH befasst, hält die E/D/E GmbH zum Bilanzstichtag 80,1 Prozent der Kommanditanteile, während die restlichen Gesellschaftsanteile auf Mitgliedsfirmen entfallen. Die EURO-DIY ist ein 70-prozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat verschiedene Dienstleistungen für Mitgliedsunternehmen der E/D/E GmbH zum Geschäftsgegenstand. Die e + h Services AG ist das führende Schweizer Handelsunternehmen für Markenartikel aus den Fachbereichen Haushalt, Geschenke, Werkzeuge, Gartenmöbel und Gartentechnik. Für das E/D/E Strategieprojekt Toolineo, dem zentralen Marktplatz für den Online-Handel zwischen den E/D/E Mitgliedern und deren Endkunden, fungieren die Tarxter KG als Technologiegesellschaft sowie die Toolineo KG als Betreibergesellschaft. Die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind von nachrangiger Bedeutung.

In den Konzernabschluss sind insgesamt 36 Gesellschaften einbezogen. Die einbezogenen Gesellschaften unterteilen sich in 34 verbundene Unternehmen und zwei assoziierte Beteiligungsunternehmen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von der Hoffnung auf Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen getragen, die sich jedoch nicht erfüllt hat. Die deutsche Wirtschaft stagnierte, verbunden mit einem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus und der Inflationsrate. Die Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise dämpften den privaten Konsum in Deutschland und stellten die E/D/E Gruppe vor Herausforderungen. Wurde zu Beginn des Berichtsjahres noch ein geringes Plus prognostiziert, so entwickelte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt letztlich leicht rückläufig.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach ersten Schätzungen des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) wurde 2023 im Euroraum dagegen ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet.

Lage der Branche

Die E/D/E Gruppe konnte sich von diesen Entwicklungen nicht komplett entkoppeln. Insbesondere war das Baugeschäft rückläufig, das Stahlgeschäft war geprägt durch sehr starke Preisrückgänge bis zu 50 Prozent, während das Industriegeschäft in einem schwierigen Marktumfeld stabil geblieben ist.

Die skizzierten ökonomischen Rahmenbedingungen wirkten sich auf die Kundenzielgruppen des PVH unterschiedlich aus. Die Zins- und Preisentwicklung führte nach vielen erfolgreichen Jahren erstmals zu nachlassender Auftragslage in den baunahen Sortimenten. Ein Reaktionsmuster auf das sinkende Bau- und Ausbaugeschäft war der strategische Bestandsabbau und die Verlagerung des Bezugs auf das eLC Zentrallager. Bei näherer Betrachtung wurde 2023 eine zunächst weitgehend stabile Nachfrage in der Kernzielgruppe Industrie registriert. Im Jahresverlauf war eine Eintrübung im Maschinenbau und bei Investitionsgütern zu beobachten. Das Handwerk entwickelte sich vor allem im Bereich Renovierung, Sanierung und Modernisierung positiv. In diesem Umfeld bewegten die E/D/E Mitglieder im Sortimentsbereich Werkzeuge ein Volumen über dem Vorjahresniveau bei überproportionalem eLC Lagerumsatz. Hohe Zinsen und deutlich verteuerte Rohstoffe hatten einen starken Rückgang der Baugenehmigungen zur Folge. Die Auftragslage der E/D/E Mitglieder ging zurück und somit auch das Handelsvolumen in den baunahen Sortimenten wie Beschlägen und Bauelementen. In der Befestigungstechnik schlugen zudem starke Preisrückgänge zu Buche.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Unternehmenswert auf Ebene der E/D/E Gruppe wird maßgeblich durch finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Als finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere das Handelsvolumen, der Konzernjahresüberschuss, der Brutto-Cashflow, das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote zu nennen.

Infolge der konjunkturellen Rahmenbedingungen ist das Handelsvolumen der E/D/E Gruppe von 9,681 Milliarden Euro im Vorjahr um 408,6 Millionen Euro oder 4,2 Prozent auf 9,272 Milliarden Euro im Jahr 2023 zurückgegangen. Das Jahr 2023 war durch einen uneinheitlichen Jahresverlauf gekennzeichnet. Der Start im ersten Quartal war mit einem Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahresquartal noch zufriedenstellend. Im zweiten Quartal entwickelte sich das Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr schlechter und sank um 10,0 Prozent. Im dritten Quartal schwächte sich die negative Entwicklung ab und der Vorjahreswert wurde um 4,4 Prozent verfehlt. Das vierte Quartal wurde mit einem Rückgang zum Vorjahr in Höhe von 1,0 Prozent abgeschlossen.

In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Handelsvolumens der E/D/E Gruppe 2023 aufgeschlüsselt nach Warengruppen dargestellt.

Ist 2023 Veränderung Ist 2023 zu Ist 2022 Veränderung Budget 2023 zu Ist 2022
Mio. EUR Mio. EUR % %
Stahl 1.098 -715 -39,5% -9,8%
Haustechnik 1.576 -48 -2,9% 2,2%
GB I: Präzisionswerkzeuge, Handwerkzeuge, Maschinen 659 -2 -0,4% -0,9%
GB II: Beschläge und Sicherheitstechnik, Bauelemente, Befestigungstechnik, Baugeräte 1.640 -142 -8,0% -0,7%
GB III: Elektrowerkzeuge, Betriebseinrichtungen, Schweißtechnik 802 -96 -10,7% -5,1%
GB IV: Arbeitsschutz, Technischer Handel, Werkstattmaterial 786 11 1,4% -2,3%
DIY, Gartentechnik, Sonstiges 136 -29 -17,5% -6,4%
Drittmarkt ETRIS BANK 2.576 613 31,3% 41,1%
Gesamt 9.272 -409 -4,2% 5,9%

Abbildung 1: Handelsvolumen nach Warengruppen

Im Stahlbereich sind nach einem Jahr 2022 mit nie erreichten Höchstpreisen die Einkaufs- und Verkaufspreise im Jahr 2023 um teilweise über 50 Prozent eingebrochen. Trotz dieser negativen Voraussetzungen und eines nachlassenden Bedarfs ist es gelungen, die über die E/D/E Gruppe abgerechnete Gesamttonnage annähernd zu halten. Gleichzeitig wurde die Konzentration auf Lieferpartner weiter vorangetrieben, um Preisvorteile für die Mitglieder zu erzielen und zusätzliche Kompetenzen zu schaffen - insbesondere in den Bereichen Stabstahl, Rohre und Bleche. Auch bei Betonstahl und Matten ist es gelungen, die Konzentration auf die E/D/E Gruppe zu erhöhen. Sammelkäufe sowie der tägliche Austausch mit Mitgliedern und Lieferpartnern ermöglichten es, schnell und qualifiziert auf die sich schnell ändernden Marktbedingungen zu reagieren. Dabei wurden die Leistungsgruppen SteelPower und SteelFocus noch stärker eingebunden, auch um administrative Vorteile zu schaffen. Im Bereich Nachhaltigkeit und grüner Stahl bietet das ESH Portal mit seiner Datenbank wertvolle Hilfestellung für das Tagesgeschäft der Mitglieder. Das Handelsvolumen sank auf rund 1,098 Mrd. Euro.

In der E/D/E Haustechnik sank das Handelsvolumen auf 1,576 Mrd. Euro. Die SHK-Branche war 2023 von starken Unsicherheiten geprägt. Der Neubau war stark rückläufig, die allgemeine konjunkturelle Unsicherheit und hohe Energiekosten führten vielfach zu einer Verschiebung von Projekten in den Renovierungsbereichen. Die Nachfrage im WUPPER-RING hat sich in den drei Produktbereichen Heizung, Sanitär und Lüftung/Klima sehr gegensätzlich entwickelt. Heizung und Lüftung/Klima befanden sich im deutlich positiven Bereich. Der Bereich Sanitär entwickelte sich deutlich schlechter mit einem zweistelligen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Installationsbereich blieb unter den Zahlen des Vorjahres. Ursächlich für die negative Entwicklung im Sanitärbereich war vor allem das verschlechterte Konsumklima der privaten Haushalte. Badsanierungen werden von den privaten Haushalten zunehmend als "Kann-Maßnahme" angesehen, auf die in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zugunsten zwingend notwendiger Maßnahmen wie einer Heizungserneuerung verzichtet wird. Dagegen blieb die Nachfrage nach energetischen Sanierungen ungebrochen hoch. Treiber dieser Entwicklung waren der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die Senkung der Heizkosten und die Nutzung der angebotenen Fördermittel. Davon profitierte insbesondere das Segment Heizung. Eine angespannte Marktsituation in den meisten Ländern Europa beeinflusste 2023 auch die Geschäftsentwicklung unseres europäisch ausgerichteten Partners VGH. Die rückläufige Baukonjunktur und das hohe Zinsniveau bildeten dabei die entscheidenden Faktoren. Während die Handelsvolumina im Sanitärbereich deutlich rückläufig waren, sorgte eine hohe Nachfrage im Sortimentsbereich Heizung für positive Impulse - mit allerdings nachlassender Dynamik. Für das laufende Jahr erwartet VGH eine Belebung und wieder wachsende Nachfrage erst ab dem zweiten Halbjahr.

Der Sortimentsbereich Werkzeuge hat sich 2023 insgesamt stabil entwickelt. Die Zuwächse bewegen sich über der generellen Marktentwicklung. Insbesondere bei Präzisionswerkzeugen (+2,1 Prozent) sowie bei Handwerkzeugen (+5,8 Prozent) - mit einer gestiegenen Nachfrage sowohl aus dem Handwerk (Sanierung und Modernisierung) als auch dem Industriegeschäft.

Rückläufig um 13,6 Prozent war das Handelsvolumen bei Holzwerkzeugen. Der Werkzeugbereich konnte sich somit insgesamt gut behaupten und erzielte ein Handelsvolumen von 659 Mio. Euro, im Vergleich zu 662 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Handelsvolumen der baunahen Sortimente (Geschäftsbereich II) sank im vergangenen Jahr um 142 Mio. Euro auf 1,640 Mrd. Euro. Ein Rückgang der Bauanträge und Baugenehmigungen um bis zu 30 Prozent allein im Wohnungsbaubereich, hohe Baupreise, steigende Zinsen, hohe Energiekosten und der Fachkräftemangel setzten die Bauindustrie 2023 unter Druck. Entsprechend war die Entwicklung des PVH in den baunahen E/D/E Sortimenten rückläufig. Am stärksten betroffen war die Befestigungstechnik, da die Marktpreise deutlich gesunken sind. Der Sortimentsbereich Bauelemente verzeichnete einen geringen Rückgang, Renovierungsmaßnahmen und Bauen im Bestand hatten hier einen stabilisierenden Effekt. Das zurückgehende Baugeschehen führte zu verringerten Handelsvolumina auch bei Fenster- und Türbeschlägen. Im Bereich der Baugeräte war die Nachfrage im Jahr 2023 rückläufig. Der E/D/E Bereich Baugeräte entwickelte sich dabei besser als der Gesamtmarkt, für Wachstumsimpulse sorgten insbesondere neue europäische Kooperationen. Der Marktplatz Baugeräte hat sich als Plattform des Erfahrungsaustausches erneut bewährt. Insgesamt ist für das Bauhauptgewerbe 2024 keine nennenswerte Erholung zu erwarten. Umso notwendiger sind daher Dienstleistungen, die für mehr Prozesseffizienz sorgen. Dabei werden Digitalisierung und die Automatisierung von Arbeitsabläufen auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz großen Raum einnehmen. Das E/D/E unterstützt den Fachhandel dabei auf vielen Ebenen - von optimal gepflegten Produktdaten bis zu einer leistungsstarken Logistik.

Das Geschäft im Geschäftsbereich III ist geprägt durch die Branchen Industrie, Bau und Handwerk. Das Handelsvolumen ging um 96 Mio. Euro auf 802 Mio. Euro zurück. Die sprunghafte Entwicklung der Preisanstiege in der Schweißtechnik hat sich 2023 merklich beruhigt. In der Folge hat sich auch das Handelsvolumen leicht reduziert, die Mengen hingegen sind weiter stabil mit einer Zunahme um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund zahlreicher neuer Mitglieder konnte sich die E/D/E Schweißtechnik positiv entwickeln und setzt 2024 weiterhin darauf, neue Lieferanten und Mitglieder zu gewinnen. Rückläufig um 16,2 Prozent war das Handelsvolumen bei den Elektrowerkzeugen. Insbesondere der Online- Vertriebsweg war hier ausschlaggebend.

Das Handelsvolumen im Segment Arbeitsschutz und Technischer Handel (Geschäftsbereich IV) liegt 2022 mit 786 Mio. Euro um 11 Mio. Euro über Vorjahresniveau. Der Sortimentsbereich Technischer Handel schloss das Jahr 2023 mit einem Minus des Handelsvolumens von 5,5 Prozent ab. Positive Effekte bewirkten insbesondere die Ausweitung des Lieferantenportfolios und die Zunahme des Handelsvolumens auf europäischer Ebene. Entgegen dem Markttrend konnte die E/D/E Gruppe mit ihren Mitgliedern das Handelsvolumen im Sortimentsbereich Arbeitsschutz um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insbesondere das Industriegeschäft entwickelte sich hier positiv.

Im Bereich DIY, Gartentechnik und Sonstiges sank das Handelsvolumen 2023 auf 136 Mio. Euro (-17,5 Prozent).

Die ETRIS BANK realisierte einen starken Zuwachs im Geschäftsvolumen in den beiden strategischen Geschäftsfeldern Verbundgruppengeschäft und Factoring. Mit modernen digitalen Dienstleistungen und dank ihres hochmotivierten Teams ist die ETRIS BANK für ihre Kunden ein leistungsstarker Partner in diesen aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Zeiten. Das Geschäftsvolumen in der Zentralregulierung für dritte Verbundgruppen stieg auf 2,017 Mrd. Euro.

Insgesamt zeigt sich eine ausgewogene Struktur des Handelsvolumens der Warenbereiche, sodass keine übermäßige Abhängigkeit von der Entwicklung eines einzelnen Bereiches besteht und dahingehend eine solide Differenzierung gegeben ist.

E/D/E Gruppe Entwicklung des Handelsvolumens in %
Ist 2023 zu Ist 2022 Budget 2023 zu Ist 2022
Lager 3,9% 2,3%
Zentralregulierung / Reihengeschäft -4,5% 6,0%
Gesamtes Handelsvolumen -4,2% 5,9%

Abbildung 2: Handelsvolumen nach Geschäftsarten

Das Handelsvolumen in der Geschäftsart Lager hat sich um 3,9 Prozent erhöht. In der Geschäftsart Zentralregulierung/Reihengeschäft war ein Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Budgetziel für 2023 wurde damit nicht erreicht.

Die Wirtschaft im Euroraum wies eine im Vergleich zu Deutschland leicht höhere Dynamik auf. Im internationalen Geschäft wurden geringere Rückgänge als auf dem Heimatmarkt verzeichnet. Das Handelsvolumen außerhalb Deutschlands lag 2023, bereinigt um Struktureffekte, mit 1,824 Mrd. Euro fast auf Vorjahresniveau. In den Warengruppen Werkzeug, Bau sowie Arbeitsschutz/Technischer Handel, aber auch für die Haustechnik ist Europa ein relevanter Wachstumshebel für den Verbund. Wie in Deutschland entwickelte sich das eLC Lager überproportional. Neue Kooperationspartner in Irland und Frankreich sowie Zuwächse auf Mitglieder- und Lieferantenseite belegen die Attraktivität der E/D/E Leistungen im europäischen Kontext und eine positive Entwicklung der internationalen Aktivitäten.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 23,5 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen Euro). Der Brutto-Cashflow 2023 auf Konzernebene beträgt 30,7 Millionen Euro nach 32,7 Millionen Euro im Vorjahr.

2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenswert der E/D/E Gruppe wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Arbeitnehmern und Mitgliedern sowie gesellschaftliche Belange.

Arbeitnehmer

1.232 Arbeitnehmer waren Ende 2023 in der Gruppe beschäftigt. Erfolg entsteht nur im Miteinander: Auf diesem Credo basiert die langfristig ausgelegte Personalstrategie innerhalb der E/D/E Gruppe. Prozesse und Abläufe wandeln sich in vielen Bereichen von Grund auf, was auch Auswirkungen auf bisher bekannte Formen der Organisation und Zusammenarbeit hat. Diese Entwicklungen fördern wir durch eine weitere Flexibilisierung der Arbeitswelt, den Ausbau kontinuierlicher individueller Weiterentwicklung und die Erhöhung der Diversität in den einzelnen Teams. Wir bereiten uns durch die Transformation zu einer zeitgemäßen Führungs- und Unternehmenskultur auf die Zukunft vor, die auch tiefgreifende Veränderungen wie den Einzug von künstlicher Intelligenz in unser Berufsleben frühzeitig aufgreift. Mit unserem Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess EVOLUTION haben wir das Fundament gelegt, die zahlreichen Veränderungen klug zu managen. Das Jahr 2023 war geprägt von zahlreichen Herausforderungen, die das Personalmanagement und die Arbeitswelt insgesamt stark beeinflusst haben. Die E/D/E Gruppe hat ihre Anstrengungen nochmals verstärkt, um talentierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Zahlreiche Maßnahmen wie die Teilnahme am Wuppertaler Schwebebahnlauf, die Beteiligung an Ausbildungsmessen sowie an der Bergischen Expo bildeten in Kombination mit gezielten Social-Media-Kampagnen wesentliche Schwerpunkte der Aktivitäten im Jahr 2023. Die Aktivitäten in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und zusätzlich die Nutzung von künstlicher Intelligenz haben wir verstärkt, um den Folgen des anhaltenden Fachkräftemangels entgegenzutreten. Automatisierung hat in verschiedenen Geschäftsbereichen des E/D/E nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Qualität der Arbeit verbessert. Gleichzeitig dienen Digitalisierung und Kl dazu, die Mitarbeiter von zeitintensiven Routineaufgaben zu entlasten und ihnen mehr Raum für die Betreuung unserer Mitglieder und die Entwicklung innovativer Ideen zu geben. Begleitend dazu haben wir Schulungsprogramme und ein neues Austauschformat initiiert, um die Mitarbeiter in der Nutzung der neuen Technologien und dem Ausbau ihrer digitalen Fähigkeiten zu unterstützen.

Mitglieder

Im Jahr 2023 hat sich die Anzahl der Mitgliedsunternehmen auf 1.172 erhöht (Vorjahr 1.150). Die Anzahl der PVH-Unternehmen ist um 30 gestiegen, während die Anzahl der Einzelhandelsunternehmen um 8 gesunken ist (982 im Bereich PVH / 190 im Bereich EH). Der Anstieg an PVH-Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus neuen Mitgliedern im internationalen Geschäft.

Gesellschaftliche Belange

Unternehmerischer Erfolg und Nachhaltigkeit stellen für die E/D/E Gruppe wechselseitige Grundvoraussetzungen dar. Nachhaltigkeit ist fest in der DNA sowie im Geschäftsmodell verankert und bleibt auch in der dritten Generation ein herausragender Unternehmenswert. Die E/D/E Gruppe ist darauf ausgerichtet, Ressourcen und Services zu bündeln, Partner zu vernetzen und die Zukunftsfähigkeit der mittelständischen und familiär geprägten Mitglieder mit wettbewerbsfähigen Konzepten zu sichern. Die E/D/E Gruppe übernimmt Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft und geht dazu Selbstverpflichtungen ein - über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Diese Haltung leitet das E/D/E als Familienunternehmen seit über 90 Jahren.

Auch im Jahr 2023 wurden zahlreiche Nachhaltigkeitsaktivitäten umgesetzt. In diesem Zuge wurden Anfang des Jahres 2023 Ambitionsniveaus definiert, die in ihrer Gesamtheit das Nachhaltigkeitszielbild formen: Um die Zukunftsfähigkeit des mittelständischen PVH zu fördern, werden Trends und Marktanforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit als Hebel für Innovation, Differenzierungspotenzial und Wachstum genutzt. Die Prozesse sind im Sinne der Ressourcenschonung, Emissionsreduktion und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Die E/D/E Gruppe engagiert sich für seine Mitarbeiter und übernimmt in der Region gesellschaftliche Verantwortung, die einen Unterschied ausmacht. Bei all dem wird auf den stetigen Einklang der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit mit Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette im Verbund geachtet.

Die "Gesellschaftliche Verantwortung" spiegelt sich in der Unterstützung verschiedenster gemeinnütziger Projekte wider. So haben die E/D/E Stiftung, die E/D/E GmbH und deren Mitarbeiter wieder zahlreiche lokale Institutionen unterstützt und nachhaltige Projekte realisiert. Die Mitarbeiter haben es im Rahmen der E/D/E Weihnachtswunschstern-Aktion 2023 ermöglicht, mit Geld- oder Sachspenden 225 Kinderwünsche aus Wuppertaler Kinder- und Jugendheimen zu verwirklichen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wurden ebenfalls die Menschen in der Türkei und in Syrien nach den dortigen Erdbeben unterstützt, in Form von Geldspenden sowie mit einer Sammelaktion von Bekleidung.

Die gemeinnützige E/D/E Stiftung trägt durch zielgerichtete Bildungsförderung zur nachhaltigen Entwicklung des PVH bei. Auf diese Weise hat die Stiftung in den vergangenen 18 Jahren über 520 Stipendien für berufliche Weiterbildungen im ZHH-Bildungswerk genehmigt, darunter über 20 im Jahr 2023. Zusammen mit der Bergischen Universität Wuppertal beteiligen wir uns bereits im achten Jahr in Folge am Deutschlandstipendium, einem Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit der Förderung werden die Studierenden nicht nur finanziell unterstützt, sondern sie sollen auch bei den ersten Schritten in das Berufsleben begleitet werden und es sollen ihnen Möglichkeiten geschaffen werden, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen.

Die seit Langem bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten wurden systematisch in den Unternehmensstrukturen verankert und dazu die entsprechenden organisationalen Rahmenbedingungen geschaffen. Im Sinne der fachlichen Spezialisierung und funktionalen Ausdifferenzierung wurde 2023 das Referat Nachhaltigkeit, die Funktion des Koordinators Marktleistungen Nachhaltigkeit und die Kommunikations- und Beratungsplattform Nachhaltigkeit etabliert. Das Referat, dem die Beauftragte für Nachhaltigkeit zugeordnet ist, berichtet direkt an den Vorsitzenden der E/D/E GmbH Geschäftsführung und dient als interne sowie externe Ansprechpartnerin und Koordinatorin für alle Nachhaltigkeitsthemen. Der Koordinator Marktleistungen Nachhaltigkeit treibt die Leistungsentwicklung zu Nachhaltigkeit für Mitglieder und Lieferanten voran. Gemeinsam und über die Kommunikations- und Beratungsplattform, die Verantwortliche aus den unterschiedlichsten E/D/E Fachbereichen zusammenbringt, wird die Erreichung wesentlicher Ziele der E/D/E Gruppe im Verbund verfolgt. Die einzelnen Nachhaltigkeitsaktivitäten und -projekte sind transparent auf der eigenen E/D/E Nachhaltigkeitswebsite (www.ede-nachhaltigkeit.de) zusammengestellt.

2.4 Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der E/D/E Gruppe zum 31. Dezember 2023 beträgt 832,2 Millionen Euro. Sie liegt damit um 0,2 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (830,5 Millionen Euro).

Auf der Aktivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme maßgeblich im Anlagevermögen wider. So ist das Anlagevermögen um 4,3 Millionen Euro oder 5,6 Prozent auf 81,4 Millionen Euro (Vorjahr: 77,1 Millionen Euro) angestiegen. Der Wert des Umlaufvermögens liegt mit 748,3 Millionen Euro um 3,2 Millionen Euro oder 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (751,5 Millionen Euro).

Die Finanzanlagen sind zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Wert angesetzt und entfallen überwiegend auf Wertpapiere. Diese werden durch die Anlagestrategie für das strategische Wertpapierportfolio bestimmt.

Die Vorräte liegen auch durch den Abbau von im Vorjahr aufgebauten Sicherheitsbeständen infolge von damaligen Störungen in den Lieferketten mit 66,8 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (71,4 Millionen Euro).

Der stichtags- und damit zahlungsbedingte Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum 31. Dezember 2023 um 19,5 Millionen Euro oder 5,8 Prozent auf 319,3 Millionen Euro zum Bilanzstichtag zurückgegangen (Vorjahr: 338,8 Millionen Euro). Im Rahmen des Debitoren- und Kreditorenmanagements kommt in diesem Zusammenhang eine mit vorsichtigem Ansatz bewertete Risikovorsorge zur Anwendung. Der Wert setzt sich größtenteils aus Buchforderungen an Mitgliedsfirmen sowie Darlehen und Wechseln zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Wert von 24,3 Millionen Euro enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen in Verbindung mit dem Auslandsgeschäft.

Der Bestand an flüssigen Mitteln ist zum Bilanzstichtag auf 337,8 Millionen Euro angestiegen, nach 320,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Auf der Passivseite entfällt der Anstieg der Bilanzsumme überwiegend auf das Eigenkapital, das den Rückgang der Rückstellungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überkompensiert.

Die Gewinnrücklagen wurden gemäß der seit Jahren konsequent verfolgten Unternehmenspolitik der Innenfinanzierung erneut deutlich um 20,9 Millionen Euro aufgestockt. Das konsolidierte Eigenkapital der E/D/E Gruppe erreicht damit einen Wert von 478,9 Millionen Euro (Vorjahr: 456,2 Millionen Euro).

Den Rückstellungen für Pensionen liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe basiert auf dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,82 Prozent.

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 148,7 Millionen Euro sind im Wesentlichen Boni und sonstige Rückvergütungen enthalten, die 2024 zur Ausschüttung an die Mitgliedsunternehmen gelangen.

Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2023 3,3 Millionen Euro und betreffen im Wesentlichen Fremdwährungsdarlehen im Zusammenhang mit der e + h Services AG.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigen einen stichtags- und zahlungsbedingten Rückgang um 4,9 Millionen Euro oder 3,3 Prozent auf 143,0 Millionen Euro (Vorjahr: 147,9 Millionen Euro).

Finanzlage

Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines zentralregulierenden Einkaufsverbundes sind im Besonderen zwei Kernaspekte von maßgeblicher Bedeutung. Zum einen ist der Cashflow ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Finanzkraft. Der Brutto- Cashflow 2023 auf Konzernebene beträgt 30,7 Millionen Euro nach 32,7 Millionen Euro im Vorjahr. Er zeigt und stärkt die Finanzkraft und Investitionsfähigkeit der E/D/E Gruppe.

Zum anderen ist die Fähigkeit ausschlaggebend, die übernommenen Zahlungsverpflichtungen und Haftungszusagen jederzeit unzweifelhaft und vollumfänglich erfüllen zu können. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt 57,5 Prozent (Vorjahr: 54,9 Prozent). Saldiert man die aufgrund der Delkrederezusage übernommenen Lieferantenverbindlichkeiten mit den korrespondierenden Kundenforderungen, ergibt sich ein Eigenkapital, das zum Betrachtungszeitpunkt des aktuellen Abschlusses 62,8 Prozent der Bilanzsumme beträgt.

Die E/D/E Gruppe konnte im Berichtsjahr ausnahmslos und vollumfänglich den gestellten finanziellen Anforderungen aus den Handelsgeschäften gerecht werden. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden grundsätzlich in erster Kondition und unter Einsatz von Eigenmitteln erfüllt. Für den kurzfristigen Bedarfsfall standen darüber hinaus Kreditlinien der Hausbanken in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Der Umfang der Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände beläuft sich auf 11,1 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um die Anschaffung von Software sowie einen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Die Neuzugänge im Sachanlagevermögen betreffen die üblichen Ersatzbeschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Das Abschreibungsvolumen auf das immaterielle und auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 6,9 Millionen Euro bewegt sich planmäßig.

Ertragslage

Die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ist grundsätzlich gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse in der Berichtsperiode betragen 880,0 Millionen Euro. Bezogen auf den Vorjahreswert (947,4 Millionen Euro) entspricht dies einem Rückgang um 67,4 Millionen Euro oder 7,1 Prozent.

Im Bereich der Zentralregulierung/ des Streckengeschäfts beziffern sich die handelsrechtlichen Umsatzerlöse im Jahr 2023 auf insgesamt 740,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von 110,2 Millionen Euro oder 13,0 Prozent (Vorjahr: 851,0 Millionen Euro Im Lagergeschäft konnten die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr auch infolge der Ausweitung des Lagergeschäfts um 14,0 Millionen Euro oder 3,9 Prozent auf 369,8 Millionen Euro (Vorjahr: 355,8 Millionen Euro) gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der sonstigen Erlöse sowie der Erlösschmälerungen ergeben sich dann die in der handelsrechtlichen Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ausgewiesenen Umsätze.

Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen von 28,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,9 Millionen Euro resultiert überwiegend aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Abwertungen auf Forderungen. Diesen Auflösungen stehen ebenfalls geringere - in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisenden - Zuführungen zu Abwertungen auf Forderungen im Rahmen der getroffenen Risikovorsorgen gegenüber.

Der Materialaufwand ist um 74,9 Millionen Euro oder 9,7 Prozent auf 694,8 Millionen Euro (Vorjahr: 769,7 Millionen Euro) zurückgegangen.

Der Personalaufwand im Jahr 2023 beträgt 85,3 Millionen Euro und liegt damit um 5,2 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (80,1 Millionen Euro).

Die Abschreibungen entwickeln sich planmäßig und sind von 5,9 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 81,8 Millionen Euro um insgesamt 4,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (86,1 Millionen Euro). Insbesondere geringere Aufwendungen für Risikovorsorgen trugen bei höheren IT-Aufwendungen zu diesem Rückgang bei.

Das betriebliche Ergebnis 2023 liegt mit 26,9 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 34,0 Millionen Euro.

Das maßgeblich durch das aktuelle Zinsumfeld bestimmte Finanzergebnis befindet sich mit 11,4 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (0,4 Millionen Euro). Neben geringeren Abschreibungen auf Wertpapiere hat sich insbesondere das Zinsergebnis wesentlich verbessert.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 23,5 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen Euro).

Aus dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von 19,1 Millionen Euro wurden insgesamt 17,2 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens eingestellt. Diese Dotierung entspricht erneut einer Thesaurierungsquote von rund 90 Prozent und unterstreicht die Bedeutung der Innenfinanzierung als Element der Unternehmensstrategie.

3. Prognosebericht

Insbesondere die Ungewissheit über die Dauer des Krieges Russlands gegen die Ukraine und deren Folgen, die Auswirkungen zunehmender internationaler Handelskonflikte, steigende Betriebsmittelkosten für zahlreiche Rohstoffe sowie steigende Energiekosten und die Frage, wie eine Erholung letztlich aussehen könnte - bedeuten, dass zukunftsgerichtete Beurteilungen höchst ungewiss und schwierig zu treffen sind. Gleichzeitig könnten historische Zusammenhänge zwischen Schlüsselvariablen nicht mehr bestehen, da vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen in der Vergangenheit noch nie vorgelegen haben.

Sämtliche getroffenen Prognosen für 2024 sind insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Ukraine und der Inflations- und Rezessionsrisiken von Unsicherheit geprägt. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hat die Bundesregierung für dieses Jahr ihre Erwartungen deutlich gesenkt und erwartet nur noch eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent.

Nach interner Einschätzung wird sich das Zinsniveau stabilisieren, weitere Kaufkraftverluste dürften ausbleiben. Doch nach allen bekannten Indikatoren können wir mindestens für die erste Hälfte des Jahres 2024 keinen breiten Aufschwung erwarten. In der Industrie geben wichtige Bereiche weiterhin nur geringe Impulse. Eine Belebung des Neubaugeschäfts ist nicht in Sicht und Modernisierungen werden das fehlende Volumen nicht ausgleichen können. Die E/D/E Gruppe wird Markttrends wie Digitalisierung am Bau oder energetische Sanierungen sowie die weitere digitale Vernetzung gezielt unterstützen, damit Händler die Chancen nutzen und ein Stück weit eigene Konjunktur schaffen können. Für den Verbund erwarten wir positive Impulse durch neue Mitglieder und Lieferanten sowie Wachstum in Europa und die Stärkung der Handelsmarken. Die Prognosen zur Marktentwicklung und das weiterhin komplizierte Umfeld haben uns dazu bewogen, etwas zurückhaltender als gewohnt zu planen. Insgesamt erwartet die E/D/E Gruppe für das Jahr 2024 einen Rückgang des Handelsvolumens von 1,6 Prozent oder 149 Millionen auf 9,123 Milliarden Euro (Zentralregulierung minus 1,8 Prozent / 157 Millionen, Lager plus 2,0 Prozent / 7 Millionen Euro). Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir einen Betrag leicht über Vorjahresniveau. Unsere Strategie der Innenfinanzierung durch eine hohe Thesaurierungsquote soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Wir rechnen daher mit einem Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 in Höhe von rd. 500 Millionen Euro.

Im ersten Monat des laufenden Jahres erzielten wir mit 707 Millionen Euro ein Handelsvolumen unterhalb des Zielkorridors. Die drei stärksten Geschäftsbereiche in Bezug auf das Handelsvolumen waren das Drittmarktgeschäft der ETRIS BANK (188 Millionen Euro), der Geschäftsbereich II (126 Millionen Euro) und der Geschäftsbereich Haustechnik (121 Millionen Euro).

4. Chancen- und Rsikobericht

4.1 Chancenbericht

Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld sowie die Lage der E/D/E Gruppe.

Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2024 die Erwartungen übertreffen. So kann die Stabilisierung der Eurozone insbesondere vor dem Hintergrund der Folgen des Krieges in der Ukraine schneller vorangehen als von den Wirtschaftsforschungsinstituten unterstellt. Dies könnte sich positiv auf das von uns regulierte Handelsvolumen und damit korrespondierend auf unsere Ertragslage auswirken.

Die Wahrung strategischer Chancen, resultierend aus dem Ausbau der Geschäftstätigkeit in Europa, ist in den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe im Jahr 2024 berücksichtigt. Dennoch kann die tatsächliche Entwicklung noch positiver ausfallen, sofern die Effekte aus einzelnen Maßnahmen die Erwartungen übertreffen sollten. Auch können im Jahresverlauf etwa in Form von strategischen Partnerschaften neue strategische Chancen auftreten, die nicht Bestandteil der Planung sind.

4.2 Risikobericht

Die E/D/E Gruppe verfügt über ein konzernweites Risikomanagementsystem, das alle Unternehmensbereiche einschließlich der Konzerngesellschaften umfasst. Die seit Jahren erfolgreich implementierten Instrumente des Risikomanagementsystems und internen Kontrollsystems wurden zeitgerecht eingesetzt. Sie erfüllen die Verpflichtung der Geschäftsführung, ein Risikoüberwachungssystem einzusetzen, mit dem diejenigen Risiken frühzeitig erkannt werden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können.

Im Rahmen der bestehenden Risikomanagement-Richtlinien werden in einem Standardprozess einzelne Risikofaktoren identifiziert. Die nachfolgende Klassifizierung erlaubt es, wirksame Gegenmaßnahmen zur Abschirmung zu entwickeln. Im Berichtsjahr wurde den Richtlinien folgend erneut eine systematische und sorgfältige Inventarisierung, Kategorisierung und Neubewertung aller erkennbaren Risiken durchgeführt. Bestehende und neue Risikopositionen wurden jeweils auf Einzelfallbasis einer Due Diligence unterzogen, die die zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Schadenshöhe bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem umfangreichen Risikoportfolio zusammengefasst und an die Führungskräfte bzw. Riskowner kommuniziert.

Alle Bereiche der E/D/E Gruppe sind in einen strukturierten Prozess der Strategieentwicklung, der operativen Planung und der Budgetierung eingebunden. Hierbei kommt ein umfassender Bottom-up-Ansatz zur Anwendung, in dessen Rahmen die Planansätze systematisch von den erwarteten Marktentwicklungen unter Berücksichtigung der strategischen Zielsetzungen und der verabschiedeten Maßnahmenpläne abgeleitet werden. Auf dieser Grundlage werden jeweils unter der Vorgabe eines konkreten Ziel- und Handlungsrahmens für die operative Führung konkrete Umsatz-, Ertrags- und Aufwandsplanungen einschließlich Finanz- und Bilanzplanung aufgestellt.

Die unterjährige Überwachung erfolgt durch ein operatives Berichtssystem mit täglichen, monatlichen und quartalsmäßigen Meldungen. Diese wird durch eine intensive Regelkommunikation ergänzt, in die alle Führungsebenen einbezogen sind. Neben der reinen Kontrolle, das heißt des Abgleichs von Soll- und Ist-Werten, werden im Rahmen des Controllings erkennbare Abweichungen unverzüglich analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt. Die Ergebnisauswirkungen werden in Szenario- Rechnungen nachgehalten.

Die E/D/E Gruppe ist neben den allgemeinen systematischen Risiken aus der konjunkturellen und wettbewerbsbedingten Marktentwicklung im Besonderen den spezifischen Risiken ausgesetzt, die dem Geschäftsmodell eines Zentralregulierers mit Übernahme des Delkredere zugrunde liegen. Zu den wesentlichen Risiken gehören das Kontrahentenrisiko gegenüber unseren Mitgliedern sowie Liquiditätsrisiken. Dem gegenüber ist die Diversifikation durch Betätigung in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und unterschiedlichen Sortimenten mit ausgewogenen Sortimentsstrukturen als ein entscheidender Faktor zur Vermeidung von Risikokonzentrationen zu werten.

Das erreichte Handelsvolumen der E/D/E Gruppe im Geschäftsjahr 2023 zeigt, dass die Mitgliedsfirmen sich im Wettbewerb - auch unter den herrschenden Rahmenbedingungen - gut behauptet haben. Das Debitorenrisiko wird vor dem Hintergrund des implementierten marktnahen Monitorings insgesamt für überschaubar und beherrschbar angesehen.

Zur Gewährleistung einer zeitnahen Überwachung und zur Beurteilung der Kreditrisiken wird darüber hinaus ein IT-gestütztes Managementinformationssystem eingesetzt, das kurzfristig eine Verschlechterung im Zahlungsverhalten einzelner Debitoren anzeigt. Einzelne Großrisiken werden einem kontinuierlichen und intensiven Monitoring unterzogen. Risiken aus dem Auslandsgeschäft werden durch gesonderte Sicherungsmaßnahmen kontrolliert.

Unter Anwendung einer auf die vorhandenen, werthaltigen Sicherungsinstrumente abgestellten Ausfallrechnung werden im Falle eines verschlechterten Zahlungsverhaltens sowohl Rechnungswesen als auch Bonität des Debitors umgehend einer Due Diligence unterzogen. Diese wird regelmäßig um ein persönliches Gespräch ergänzt.

An dieser Stelle ergänzt das 2006 eingeführte E/D/E-Rating die beschriebenen Maßnahmen und leistet einen nachhaltig positiven Beitrag zum Kreditrisikomanagement. Im Einklang mit den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) lassen wir uns die wirtschaftlichen Verhältnisse durch Vorlage der Jahresabschlüsse unserer Mitglieder offenlegen. Darauf basierend bewerten wir die Kreditrisiken im Debitorenbereich anhand eines Ratingsystems. Das Verfahren wird im Rahmen einer kontinuierlichen Fortentwicklung stetig verfeinert und erweitert. Aufgrund der vorhandenen Rating-Daten ist die E/D/E Gruppe in der Lage, aussagekräftige, auf die einzelnen Branchen zugeschnittene Betriebsvergleiche zu erstellen.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der E/D/E Gruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die E/D/E Gruppe finanziert sich zu einem großen Teil über Eigenkapital. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken zusätzlich Kreditlinien vereinbart.

Neben den zuvor beschriebenen Risiken aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine könnten insbesondere die Auswirkungen zunehmender internationaler Handelskonflikte, steigende Betriebsmittelkosten für zahlreiche Rohstoffe, steigende Energiekosten sowie der Fachkräftemangel negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der E/D/E Gruppe haben.

4.3 Gesamtaussage

Die Geschäftsführung der FT-Holding GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage der E/D/E Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts positiv. Der Konzern ist mit seinem Leistungsportfolio und seinem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. Im ersten Monat des neuen Geschäftsjahres 2024 lag die Geschäftsentwicklung allerdings unterhalb der Erwartungen.

Die E/D/E Gruppe hat in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielt, stets vorsichtig bilanziert und konservativ finanziert, das Eigenkapital systematisch gestärkt und das Controlling zur strategischen und operativen Steuerung des Unternehmens aufgebaut. Die Unabhängigkeit in der Refinanzierung ist bewahrt geblieben, die Liquidität ist ausgezeichnet und die Wettbewerbsfähigkeit ist dank leistungsstarker Teams gegeben. Die E/D/E Gruppe genießt darüber hinaus in hohem Maße das Vertrauen seiner Partner - sowohl im Mitgliederkreis als auch bei den Vertragslieferanten.

Den eigenen Anspruch nach Abkoppelung von der allgemeinen Marktentwicklung will die E/D/E Gruppe weiterhin aufrechterhalten. Die Investitionsplanung und die Personalpolitik sind auf diese Zielsetzung ausgerichtet und die beschlossene Wachstumsstrategie hat unverändert Gültigkeit.

 

Wuppertal, 16. Februar 2024

Dr. Eugen Trautwein

Dr. Andreas Trautwein

Bestandteile des Konzernabschlusses

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernanhang

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzerneigenkapitalspiegel

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + einer Einheit (T€, %) auftreten.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.137 2.050
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.373 4.678
3. Geleistete Anzahlungen 3.901 133
15.411 6.861
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.131 41.147
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.348 4.864
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 25
44.479 46.036
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 346 346
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.214 1.178
3. Sonstige Beteiligungen 2.494 2.915
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.409 19.731
5. Sonstige Ausleihungen 6 4
21.468 24.174
81.359 77.071
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 591 524
2. Unfertige Leistungen 57 346
3. Waren 66.188 70.528
66.835 71.398
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 319.353 338.853
2. Sonstige Vermögensgegenstände 24.274 20.721
343.627 359.574
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 337.833 320.501
748.295 751.473
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.586 1.953
832.240 830.497

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 630 630
II. Kapitalrücklage 264.262 264.262
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 179.404 158.484
IV. Währungsumrechnungsdifferenz 2.961 1.547
V. Bilanzgewinn 1.957 1.947
VI. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 29.695 29.332
478.908 456.201
B. Fonds für allgemeine Bankrisiken 24 24
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.437 35.983
2. Steuerrückstellungen 4.454 12.541
3. Sonstige Rückstellungen 148.709 156.478
189.600 205.002
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.303 7.228
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.960 147.864
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.519 1.367
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.542 5.930
davon aus Steuern: T€ 3.228 (VJ: T€ 2.846)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 6 (VJ: T€ 6)
156.324 162.390
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.256 1.714
F. Passive latente Steuern 5.128 5.167
832.240 830.497

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 880.008 947.370
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -129 125
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.907 28.391
davon aus der Währungsumrechnung: T€ 2.967 (VJ: T€ 4.477)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 686.423 762.583
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.409 7.122
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 72.167 65.745
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.098 14.370
davon für Altersversorgung: T€ 690 (VJ: T€ 3.231)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.948 5.894
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 81.854 86.123
davon aus der Währungsumrechnung: T€ 1.226 (VJ: T€ 1.201)
Betriebsergebnis 26.887 34.049
8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 111 211
9. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 6 10
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4 7
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.512 4.430
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 804 2.598
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.436 1.630
davon an verbundene Unternehmen: T€ 78 (VJ: T€ 47)
davon aus Auf- und Abzinsungen: T€ 557 (VJ: T€ 544)
Finanzergebnis 11.393 430
Ergebnis vor Steuern 38.281 34.479
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.261 12.226
davon aus Veränderung latenter Steuern T€ -90 (VJ: T€ -90)
15. Ergebnis nach Steuern 24.020 22.252
16. Sonstige Steuern 401 387
17. Aufwand aus Garantiedividenden 158 158
18. Konzernjahresüberschuss 23.461 21.708
19. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 583 593
20. Konzerngewinn 22.877 21.115
21. Einstellung/Veränderung Gewinnrücklagen -20.921 -19.169
22. Konzernbilanzgewinn 1.957 1.947

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der FT-Holding GmbH, Wuppertal (Amtsgericht Wuppertal, HRB 24540) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Aufstellung erfolgt in Tausend Euro und unter teilweiser Ergebnisverwendung. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss des Unternehmens wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Gemäß § 264 Abs. 3 bzw. 264 b HGB wird bei allen inländischen Tochtergesellschaften mit Ausnahme der ETRIS Bank GmbH sowie der PVH FUTURE LAB GmbH auf die Bekanntmachung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaften im Unternehmensregister verzichtet.

B. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft FT-Holding GmbH insgesamt 35 weitere Gesellschaften einbezogen.

Erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde die Mitte 2023 von der e + h Services AG erworbene Puag AG mit Sitz in der Schweiz. Die Puag AG ist ein in der Schweiz führender Großhandelspartner für Baumärkte, Handwerker-Center, Online-Händler und den Eisenwarenfachhandel. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere Anteile an der EDE Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal, Wuppertal, in Höhe von 0,9% erworben.

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind neben der Muttergesellschaft folgende 35 Gesellschaften enthalten:

Direkte Beteiligungen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH 94,4

Indirekte Beteiligungen 1)

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
ETRIS Bank GmbH, Wuppertal 100,0
KitchenTec GmbH, Wuppertal 100,0
EURO-DIY GmbH & Co. KG, Wuppertal 70,0
EURO-DIY Verwaltungsgesellschaft mbH, Wuppertal 100,0
EJV GmbH, Wuppertal 53,8
Fritz Romberg GmbH, Wuppertal 100,0
Heinrich Fritze GmbH & Co., Wuppertal 100,0
IMATEC GmbH Werkzeuge und Maschinen , Wuppertal 100,0
E D E Beteiligungsgesellschaft mbH, Wuppertal 100,0
E D E Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal, Wuppertal 80,1
Toolineo Verwaltungs GmbH, Wuppertal 100,0
Profi Portal AG, Wuppertal 100,0
EDE digital ventures Beteiligungsgesellschaft mbH, Wuppertal 100,0
Toolineo GmbH & Co. KG, Wuppertal 100,0
Tarxter Technologies Verwaltungs GmbH, Wuppertal 100,0
Tarxter Technologies GmbH & Co. KG, Wuppertal 100,0
Toolineo Verwaltungs Zweite GmbH, Wuppertal 100,0
Die Mittelstandsprofis - MP Verwaltungs-GmbH, Wuppertal 100,0
Die Mittelstandsprofis - MP GmbH & Co. KG, Wuppertal 100,0
eDC Haustechnik-Daten Verwaltungs-GmbH, Wuppertal 100,0
eDC Haustechnik-Daten GmbH & Co. KG, Wuppertal 100,0
ESH Euro Stahl-Handel Verwaltungs-GmbH, Wuppertal 100,0
ESH Euro Stahl-Handel GmbH & Co. KG, Wuppertal 100,0
PVH FUTURE LAB GmbH, Wuppertal 51,0
EHH EURO HAUSTECHNIK-HANDEL GmbH, Wuppertal 100,0
Toolineo Beteiligungs GmbH, Wuppertal 100,0
E/D/E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler in Österreich GmbH, Salzburg 100,0
EDE International AG, Zürich 100,0
Delcredit Espana S.A., Madrid 71,0
e + h Services AG, Däniken 100,0
Puag AG, Bremgarten 100,0
E/D/E Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Salzburg 100,0

Indirekte Beteiligungen 1)

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
Assoziierte Unternehmen %
EBH Euro Baubeschlag-Handel AG, Wuppertal 46,3
CECOFERSA Central de Compras y Servicios Profesionales S.A., Madrid 25,1

1) direkter oder indirekter Anteil der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH an diesen Gesellschaften

Die gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB geforderten Angaben zu Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind wie folgt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
T€ T€
Z. Zentrale für Einkauf und Transfer GmbH, Wuppertal 1) 100,0 866 81
EPG Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 1)2) 53,8 1.091 51

1) Anteile werden mittelbar gehalten

2) Angabe gem. Jahresabschluss 2022

Durch das neue in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht wesentlich beeinflusst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten, wird unverändert nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F., § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (Erwerbsmethode).

Die Kapitalkonsolidierung des Konzerns Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH erfolgte zum Einbringungsstichtag in die FT-Holding GmbH zum 04.10.2012 unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelte passive Unterschiedsbetrag von € 264,3 Mio. war technischer Natur und wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

Aufwendungen und Erträge zwischen Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren.

C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Der Einzelabschluss der Mutter und die der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, erfasst.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Diese Einschätzung der Nutzungsdauern basiert auf Analysen der langfristigen Beziehungen mit Mitgliedern und Lieferanten.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Planmäßige Abschreibungen erfolgen i.d.R. linear. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die langfristigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Buchwertmethode "at equity" bilanziert. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden findet nicht statt.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Von der Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahren bei Hilfs- u. Betriebsstoffen nach § 240 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aus dem Abschluss der ETRIS Bank GmbH ist die Position "Fonds für allgemeine Bankrisiken" übernommen worden.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren (MTV) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den zu erwartenden Erfüllungsbeträgen bewertet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse werden gemäß der Vorschrift des § 308a HGB in Euro umgerechnet. Dabei werden die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Monatsdurchschnittskursen und die Posten des Eigenkapitals (ohne das Jahresergebnis) mit historischen Kursen umgerechnet. Die sich aus den Wechselkursänderungen ergebenen Umrechnungsdifferenzen werden im Konzerneigenkapital unter dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten:
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.519 1.367
Sonstige Verbindlichkeiten enthalten:
- Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 640 574

Von den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.422 3.038
sonstige Vermögensgegenstände 1.982 2.110

Im Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Zinsabgrenzung 10 11
Aktivierungswerte für Rückdeckungsversicherung 1.982 2.110

Pensionsrückstellungen:

Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind Rückdeckungsversicherungsansprüche mit dem Erfüllungsbetrag dieser Verpflichtung saldiert worden. Der resultierende Passivüberhang wurde unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen 36.757 36.324
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -320 -341
Saldo 36.437 35.983

Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaig vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Im Personalaufwand verrechnete Beträge:

2023 2022
T€ T€
Aufwand/Ertrag langfristiger Personalrückstellungen 207 -2.235
Aufwand aus der Veränderung Deckungsvermögen 54 192
Personalaufwand/-ertrag 261 -2.043

Im Finanzergebnis verrechnete Beträge:

2023 2022
T€ T€
Erträge aus Deckungsvermögen 33 71
Zinsaufwand aus Abzinsung -639 -618
Zinsaufwand -606 -547

Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 31.12.2023 (10-Jahres-Durchschnitt) 1,82%
Rentenanpassung 2,50% p.a.
bei garantierter Rentendynamik 1,00% p.a.
Fluktuation Keine
Zugrunde liegende Sterbetafeln Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck

Da die Pensionszusagen unabhängig von der Gehaltsentwicklung sind, wurde eine langfristige Gehaltsentwicklung nicht berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB 562 2.512

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:

31.12.2023
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren mehr als fünf Jahren
T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.683 1.620 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.960 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.519 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.375 167 0
31.12.2022
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren mehr als fünf Jahren
T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38 7.190 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 147.864 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.367 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.796 134 0

Daneben bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Aufgrund der von unseren Kunden an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2023 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer, allerdings den gewöhnlichen Geschäftsumfang nicht übersteigender Höhe. Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Prognose der künftigen Entwicklung wird unter Berücksichtigung der Erkenntnisse am Bilanzstichtag nicht mit einer Inanspruchnahme zu Lasten der Gesellschaft gerechnet.

Haftungsverhältnisse aus der von der ETRIS Bank GmbH übernommenen Delkredere-Haftung aus der Zentralregulierung bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 295.858. Zudem bestehen weitere Verpflichtungen u.a. aus offenen Kreditzusagen in Höhe von T€ 1.619.

In den Handelsbilanzen I bzw. II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird gemäß § 274 Abs. I S.2 HGB auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Von der gemäß § 274 Abs. I S. 2 i.V.m. §§ 298 und 300 Abs. II HGB bestehenden Möglichkeit, dieses Wahlrecht im Konzernabschluss abweichend auszuüben, wird kein Gebrauch gemacht. Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden nach Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Aktive latente Steueransprüche
Finanzanlagen 165 685
Sonstige Aktiva 0 0
Pensionsrückstellungen 6.856 6.892
Sonstige Rückstellungen 596 269
Summe 7.617 7.846
Passive latente Steueransprüche
Sachanlagen 29 22
Sonstige Rückstellungen 0 0
Summe 29 22
Aktiver latenter Steuerüberhang 7.588 7.824
Nicht angesetzte latente Steuern -7.588 -7.824
Bilanzausweis 0 0

Die passiven latenten Steuern nach § 306 HGB resultieren aus den Sachanlagen und dem Vorratsvermögen.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€
Passive latente Steuern nach § 306 HGB 5.128 5.167 -39

Der Bewertung wird ein Steuersatz von 32,9% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern kann wie folgt dargestellt werden:

2023 2022
T€ T€
Erlöse aus Zentralregulierung und Reihengeschäften 740.801 851.010
Erlöse aus Lagergeschäften 369.780 355.830
Sonstige Erlöse 32.612 30.755
abzüglich Erlösschmälerungen -263.185 -290.224
Umsatzerlöse 880.008 947.371

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 19,7% des Umsatzes in insgesamt 28 Ländern außerhalb Deutschlands getätigt.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

2023 2022
T€ T€
Periodenfremde Erträge
- aus der Auflösung von Rückstellungen 1.261 1.747

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Geschäfts-oder Firmenwert von T€ 1.500.

In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind T€ 500 als außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten.

E. Sonstige Angaben

Im Wesentlichen bestehen T€ 12.348 finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2029.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Angestellte 929 866
Gewerbliche 240 244
Auszubildende 36 36

Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind Honorare in Höhe von T€ 148 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 143 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 5 auf andere Bestätigungsleistungen. Für die erbrachten Dienstleitungen anderer Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von T€ 256 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 251 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 5 auf sonstige Dienstleistungen.

Die Gesellschaft setzt betragsgleiche Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen bestehende Währungsrisiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten abzusichern. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Lieferantenbeziehungen, welche auf US-Dollar Basis abgerechnet werden. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der E/D/E GmbH und Kreditinstituten abgewickelt werden (so genannte Over-the-counter-Produkte (OTC-Produkte). Da die bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten durch betrags- und laufzeitkongruente Devisenterminkontrakte abgesichert werden, besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft im Rahmen einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB. Die Marktwerte der einzelnen Geschäfte wurden durch die jeweiligen Kontrahenten (Kreditinstitute) ohne Angabe der Bewertungsverfahren zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag liegen keine offenen Devisentermingeschäfte vor.

Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro-Hedges, bei denen das aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierende Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Alle Finanzderivate sowie die zugrundeliegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.

Geschäftsführer der FT-Holding GmbH sind:

Dr. Eugen Trautwein

Dr. Andreas Trautwein

 

Wuppertal, den 16. Februar 2024

Dr. Eugen Trautwein

Dr. Andreas Trautwein

Anlage zum Konzernanhang: Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Fremdwährungseffekte Zugänge Zugänge aus Erstkonsolidierung
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.671 302 314 2.191
2. Geschäfts-oder Firmenwert 9.793 621 0 4.751
3. Geleistete Anzahlungen 133 0 3.884 0
58.598 922 4.198 6.942
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.778 0 17 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.703 0 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.329 465 2.192 217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25 0 0 0
155.836 465 2.209 217
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 346 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.178 0 110 0
3. Sonstige Beteiligungen 3.368 16 63 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 21.984 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 20 0 11 0
26.895 16 184 0
241.328 1.403 6.591 7.159
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 90 51.568
2. Geschäfts-oder Firmenwert 0 0 15.165
3. Geleistete Anzahlungen -26 -90 3.901
-26 0 70.634
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 90.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 19.703
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.370 25 46.858
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -25 0
-1.370 0 157.356
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 346
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -74 0 1.214
3. Sonstige Beteiligungen 0 0 3.446
4. Wertpapiere des Anlagevermögens -3.031 0 18.952
5. Sonstige Ausleihungen -9 0 21
3.115 0 23.980
4.511 0 251.969
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Fremdwährungseffekte Zugänge Zugänge aus Erstkonsolidierung
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.621 190 619 0
2. Geschäfts-oder Firmenwert 5.115 357 2.320 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
51.736 547 2.939 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.631 0 2.032 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.703 0 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.466 387 1.977 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
109.800 387 4.009 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
3. Sonstige Beteiligungen 453 0 500 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.253 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 15 0 0 0
2.721 0 500 0
164.257 935 7.448 0
Abschreibungen
Abgänge Zuschreibung en Stand 31.12.2023
T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 47.431
2. Geschäfts-oder Firmenwert 0 0 7.792
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 0 55.223
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 51.663
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 19.703
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.320 0 41.510
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
-1.320 0 112.876
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Sonstige Beteiligungen 0 0 953
4. Wertpapiere des Anlagevermögens -42 -668 1.543
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 15
42 -668 2.511
-1.362 -668 170.610
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.137 2.050
2. Geschäfts-oder Firmenwert 7.373 4.678
3. Geleistete Anzahlungen 3.901 133
15.411 6.861
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.131 41.147
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.348 4.864
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 25
44.479 46.036
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 346 346
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.214 1.178
3. Sonstige Beteiligungen 2.494 2.915
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.409 19.731
5. Sonstige Ausleihungen 6 4
21.468 24.174
81.359 77.071

Konzern-Kapitalflussrechnung 2023

2023 2022
T€ T€
lfd. Nr.
1 Konzernjahresüberschuss 23.461 21.708
2 +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenständes des Anlagevermögens 6.781 7.970
3 +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -7.196 4.550
4 +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 6.059 6.418
5 -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 8.458 -3.095
6 -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.837 24.992
7 -/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Aktiva 834 -1.348
8 -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7.088 2.475
9 -/+ Abnahme/Zunahme der sonstigen Passiva -1.028 -2.828
10 -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens -34 -97
11 +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -12.077 -2.800
12 - Sonstige Beteiligungserträge -121 -228
13 +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 14.261 12.226
14 - Ertragsteuerzahlungen -28.617 -11.010
15 = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 18.531 58.933
16 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 26 50
17 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.525 -257
18 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 84 147
19 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.089 -1.961
20 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finananlagevermögens 2.999 3.572
21 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -36 -1.993
22 + Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 1.848 5.785
23 - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -5.379 -92
24 + Erhaltene Zinsen 13.512 4.430
25 + Erhaltene Dividenden 84 192
26 = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 6.526 9.871
27 + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.620 313
28 - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -5.638 0
29 - Gezahlte Zinsen -878 -1.086
30 - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.947 -1.879
31 - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -295 -596
32 = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.137 -3.247
33 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 17.920 65.557
34 +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.386 -1.229
35 +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 799 -7.094
36 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 320.501 263.267
37 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 337.833 320.501
31.12.2023 31.12.2022
Definition des Finanzmittelfonds T€ T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 337.833 320.501
337.833 320.501

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage andere Gewinnrücklagen Rücklagen
T€ T€ T€ T€
Stand 31.12.2021 630 264.262 139.315 403.577
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 19.203 19.203
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -35 -35
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 630 264.262 158.484 422.745
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 20.935 20.935
Ausschüttungen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -14 -14
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2023 630 264.262 179.404 443.666
Mutterunternehmen
Währungsumrechnungsdifferenz Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital des Mutterunternehmens
T€ T€ T€
Stand 31.12.2021 92 1.879 406.177
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 -19.203 0
Ausschüttungen 0 -1.879 -1.879
Währungsumrechnung 1.039 0 1.039
Änderung des Konsolidierungskreises 416 0 416
Übrige Veränderungen 0 35 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 21.115 21.115
Stand 31.12.2022 1.547 1.947 426.869
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 -20.935 0
Ausschüttungen 0 -1.947 -1.947
Währungsumrechnung 1.413 0 1.413
Übrige Veränderungen 0 14 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 22.877 22.877
Stand 31.12.2023 2.961 1.957 449.213
Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Nicht beherrschende Anteile
T€ T€ T€ T€
Stand 31.12.2021 32.098 159 1.007 33.265
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttungen -433 0 0 -433
Währungsumrechnung 0 290 0 290
Änderung des Konsolidierungskreises -3.204 0 0 -3.204
Übrige Veränderungen 0 -159 -1.019 -1.178
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 593 593
Stand 31.12.2022 28.461 290 581 29.332
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttungen -129 0 0 -129
Währungsumrechnung 0 84 0 84
Übrige Veränderungen 695 -290 -581 -176
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 583 583
Stand 31.12.2023 29.027 84 583 29.695
Nicht beherrschende Anteile
Konzerneigenkapital
T€
Stand 31.12.2021 439.442
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttungen -2.311
Währungsumrechnung 1.329
Änderung des Konsolidierungskreises -2.788
Übrige Veränderungen -1.178
Konzern-Jahresüberschuss 21.708
Stand 31.12.2022 456.201
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0
Ausschüttungen -2.075
Währungsumrechnung 1.497
Übrige Veränderungen -176
Konzern-Jahresüberschuss 23.461
Stand 31.12.2023 478.908

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FT-Holding GmbH, Wuppertal

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FT-Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FT-Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und die sie ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 28. März 2024

AWADO GmbH
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Christian Buschfort, Wirtschaftsprüfer

Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer

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