E D E Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG Lager und Transport Wuppertal
Selbe AdresseGüterbeförderung im Straßenverkehr
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Dr. Trautwein seit 12.10.2012 | Geschäftsführer |
Eugen Dr. Trautwein seit 12.10.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 32.94% | |
| 32.94% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FT-Holding GmbHWuppertalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Konzerns Der FT-Holding GmbH Konzern (im Folgenden E/D/E Gruppe) ist ein europaweit agierender Einkaufs- und Marketingverbund für den mittelständischen Produktionsverbindungshandel (PVH). Als Europas führende Verbundgruppe im Produktionsverbindungshandel sind wir derzeit in 29 Ländern Europas aktiv. Die zum 31. Dezember 2023 angeschlossenen 1.172 Mitglieder sind Fachhändler, die vorwiegend gewerbliche Abnehmer aus Industrie, Handwerk und Kommunen beliefern. Sie handeln schwerpunktmäßig mit Werkzeugen und Maschinen, Stahl, Beschlägen und Bauelementen, Haustechnik sowie Industriebedarf. Als Systemzentrale garantiert die E/D/E Gruppe ihren Mitgliedern eine umfassende Unterstützung zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition mit Angeboten wie Zentraleinkauf, Marketing, Logistik sowie Finanzdienstleistungen oder auch E-Business. Die E/D/E Gruppe wird überwiegend durch die Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH Wuppertal (E/D/E GmbH) geprägt. Danach sind die folgenden sieben Unternehmen hervorzuheben, die von besonderer Bedeutung für den Konzernabschluss sind: EDE International AG, Zürich, ETRIS Bank GmbH (ETRIS BANK), EURO-DIY GmbH & Co. KG (EURO-DIY), e + h Services AG, Däniken, Toolineo GmbH & Co. KG (Toolineo KG), Tarxter Technologies GmbH & Co. KG (Tarxter KG) sowie die E/D/E Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal (LTW). Von der im Dezember 2011 gegründeten EDE International AG, an der die E/D/E GmbH zu 100 Prozent beteiligt ist, werden grundsätzlich die Geschäftsaktivitäten außerhalb Deutschlands gesteuert und entwickelt. Die ETRIS BANK ist ebenfalls ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat als Spezialinstitut für Zentralregulierung, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierung das Finanzgeschäft, insbesondere die Zentralregulierung und Delkrederehaftung der E/D/E GmbH übernommen. Zusammen mit der E/D/E GmbH bildet sie einen stabilen Haftungsverbund. An der LTW, die sich mit Lagerungs- und Logistikaufgaben für die E/D/E GmbH befasst, hält die E/D/E GmbH zum Bilanzstichtag 80,1 Prozent der Kommanditanteile, während die restlichen Gesellschaftsanteile auf Mitgliedsfirmen entfallen. Die EURO-DIY ist ein 70-prozentiges Tochterunternehmen der E/D/E GmbH und hat verschiedene Dienstleistungen für Mitgliedsunternehmen der E/D/E GmbH zum Geschäftsgegenstand. Die e + h Services AG ist das führende Schweizer Handelsunternehmen für Markenartikel aus den Fachbereichen Haushalt, Geschenke, Werkzeuge, Gartenmöbel und Gartentechnik. Für das E/D/E Strategieprojekt Toolineo, dem zentralen Marktplatz für den Online-Handel zwischen den E/D/E Mitgliedern und deren Endkunden, fungieren die Tarxter KG als Technologiegesellschaft sowie die Toolineo KG als Betreibergesellschaft. Die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind von nachrangiger Bedeutung. In den Konzernabschluss sind insgesamt 36 Gesellschaften einbezogen. Die einbezogenen Gesellschaften unterteilen sich in 34 verbundene Unternehmen und zwei assoziierte Beteiligungsunternehmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war von der Hoffnung auf Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen getragen, die sich jedoch nicht erfüllt hat. Die deutsche Wirtschaft stagnierte, verbunden mit einem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus und der Inflationsrate. Die Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise dämpften den privaten Konsum in Deutschland und stellten die E/D/E Gruppe vor Herausforderungen. Wurde zu Beginn des Berichtsjahres noch ein geringes Plus prognostiziert, so entwickelte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt letztlich leicht rückläufig. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach ersten Schätzungen des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) wurde 2023 im Euroraum dagegen ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet. Lage der Branche Die E/D/E Gruppe konnte sich von diesen Entwicklungen nicht komplett entkoppeln. Insbesondere war das Baugeschäft rückläufig, das Stahlgeschäft war geprägt durch sehr starke Preisrückgänge bis zu 50 Prozent, während das Industriegeschäft in einem schwierigen Marktumfeld stabil geblieben ist. Die skizzierten ökonomischen Rahmenbedingungen wirkten sich auf die Kundenzielgruppen des PVH unterschiedlich aus. Die Zins- und Preisentwicklung führte nach vielen erfolgreichen Jahren erstmals zu nachlassender Auftragslage in den baunahen Sortimenten. Ein Reaktionsmuster auf das sinkende Bau- und Ausbaugeschäft war der strategische Bestandsabbau und die Verlagerung des Bezugs auf das eLC Zentrallager. Bei näherer Betrachtung wurde 2023 eine zunächst weitgehend stabile Nachfrage in der Kernzielgruppe Industrie registriert. Im Jahresverlauf war eine Eintrübung im Maschinenbau und bei Investitionsgütern zu beobachten. Das Handwerk entwickelte sich vor allem im Bereich Renovierung, Sanierung und Modernisierung positiv. In diesem Umfeld bewegten die E/D/E Mitglieder im Sortimentsbereich Werkzeuge ein Volumen über dem Vorjahresniveau bei überproportionalem eLC Lagerumsatz. Hohe Zinsen und deutlich verteuerte Rohstoffe hatten einen starken Rückgang der Baugenehmigungen zur Folge. Die Auftragslage der E/D/E Mitglieder ging zurück und somit auch das Handelsvolumen in den baunahen Sortimenten wie Beschlägen und Bauelementen. In der Befestigungstechnik schlugen zudem starke Preisrückgänge zu Buche. 2.2 Geschäftsverlauf Der Unternehmenswert auf Ebene der E/D/E Gruppe wird maßgeblich durch finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Als finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere das Handelsvolumen, der Konzernjahresüberschuss, der Brutto-Cashflow, das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote zu nennen. Infolge der konjunkturellen Rahmenbedingungen ist das Handelsvolumen der E/D/E Gruppe von 9,681 Milliarden Euro im Vorjahr um 408,6 Millionen Euro oder 4,2 Prozent auf 9,272 Milliarden Euro im Jahr 2023 zurückgegangen. Das Jahr 2023 war durch einen uneinheitlichen Jahresverlauf gekennzeichnet. Der Start im ersten Quartal war mit einem Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahresquartal noch zufriedenstellend. Im zweiten Quartal entwickelte sich das Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahr schlechter und sank um 10,0 Prozent. Im dritten Quartal schwächte sich die negative Entwicklung ab und der Vorjahreswert wurde um 4,4 Prozent verfehlt. Das vierte Quartal wurde mit einem Rückgang zum Vorjahr in Höhe von 1,0 Prozent abgeschlossen. In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Handelsvolumens der E/D/E Gruppe 2023 aufgeschlüsselt nach Warengruppen dargestellt.
Abbildung 1: Handelsvolumen nach Warengruppen Im Stahlbereich sind nach einem Jahr 2022 mit nie erreichten Höchstpreisen die Einkaufs- und Verkaufspreise im Jahr 2023 um teilweise über 50 Prozent eingebrochen. Trotz dieser negativen Voraussetzungen und eines nachlassenden Bedarfs ist es gelungen, die über die E/D/E Gruppe abgerechnete Gesamttonnage annähernd zu halten. Gleichzeitig wurde die Konzentration auf Lieferpartner weiter vorangetrieben, um Preisvorteile für die Mitglieder zu erzielen und zusätzliche Kompetenzen zu schaffen - insbesondere in den Bereichen Stabstahl, Rohre und Bleche. Auch bei Betonstahl und Matten ist es gelungen, die Konzentration auf die E/D/E Gruppe zu erhöhen. Sammelkäufe sowie der tägliche Austausch mit Mitgliedern und Lieferpartnern ermöglichten es, schnell und qualifiziert auf die sich schnell ändernden Marktbedingungen zu reagieren. Dabei wurden die Leistungsgruppen SteelPower und SteelFocus noch stärker eingebunden, auch um administrative Vorteile zu schaffen. Im Bereich Nachhaltigkeit und grüner Stahl bietet das ESH Portal mit seiner Datenbank wertvolle Hilfestellung für das Tagesgeschäft der Mitglieder. Das Handelsvolumen sank auf rund 1,098 Mrd. Euro. In der E/D/E Haustechnik sank das Handelsvolumen auf 1,576 Mrd. Euro. Die SHK-Branche war 2023 von starken Unsicherheiten geprägt. Der Neubau war stark rückläufig, die allgemeine konjunkturelle Unsicherheit und hohe Energiekosten führten vielfach zu einer Verschiebung von Projekten in den Renovierungsbereichen. Die Nachfrage im WUPPER-RING hat sich in den drei Produktbereichen Heizung, Sanitär und Lüftung/Klima sehr gegensätzlich entwickelt. Heizung und Lüftung/Klima befanden sich im deutlich positiven Bereich. Der Bereich Sanitär entwickelte sich deutlich schlechter mit einem zweistelligen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Installationsbereich blieb unter den Zahlen des Vorjahres. Ursächlich für die negative Entwicklung im Sanitärbereich war vor allem das verschlechterte Konsumklima der privaten Haushalte. Badsanierungen werden von den privaten Haushalten zunehmend als "Kann-Maßnahme" angesehen, auf die in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zugunsten zwingend notwendiger Maßnahmen wie einer Heizungserneuerung verzichtet wird. Dagegen blieb die Nachfrage nach energetischen Sanierungen ungebrochen hoch. Treiber dieser Entwicklung waren der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die Senkung der Heizkosten und die Nutzung der angebotenen Fördermittel. Davon profitierte insbesondere das Segment Heizung. Eine angespannte Marktsituation in den meisten Ländern Europa beeinflusste 2023 auch die Geschäftsentwicklung unseres europäisch ausgerichteten Partners VGH. Die rückläufige Baukonjunktur und das hohe Zinsniveau bildeten dabei die entscheidenden Faktoren. Während die Handelsvolumina im Sanitärbereich deutlich rückläufig waren, sorgte eine hohe Nachfrage im Sortimentsbereich Heizung für positive Impulse - mit allerdings nachlassender Dynamik. Für das laufende Jahr erwartet VGH eine Belebung und wieder wachsende Nachfrage erst ab dem zweiten Halbjahr. Der Sortimentsbereich Werkzeuge hat sich 2023 insgesamt stabil entwickelt. Die Zuwächse bewegen sich über der generellen Marktentwicklung. Insbesondere bei Präzisionswerkzeugen (+2,1 Prozent) sowie bei Handwerkzeugen (+5,8 Prozent) - mit einer gestiegenen Nachfrage sowohl aus dem Handwerk (Sanierung und Modernisierung) als auch dem Industriegeschäft. Rückläufig um 13,6 Prozent war das Handelsvolumen bei Holzwerkzeugen. Der Werkzeugbereich konnte sich somit insgesamt gut behaupten und erzielte ein Handelsvolumen von 659 Mio. Euro, im Vergleich zu 662 Mio. Euro im Vorjahr. Das Handelsvolumen der baunahen Sortimente (Geschäftsbereich II) sank im vergangenen Jahr um 142 Mio. Euro auf 1,640 Mrd. Euro. Ein Rückgang der Bauanträge und Baugenehmigungen um bis zu 30 Prozent allein im Wohnungsbaubereich, hohe Baupreise, steigende Zinsen, hohe Energiekosten und der Fachkräftemangel setzten die Bauindustrie 2023 unter Druck. Entsprechend war die Entwicklung des PVH in den baunahen E/D/E Sortimenten rückläufig. Am stärksten betroffen war die Befestigungstechnik, da die Marktpreise deutlich gesunken sind. Der Sortimentsbereich Bauelemente verzeichnete einen geringen Rückgang, Renovierungsmaßnahmen und Bauen im Bestand hatten hier einen stabilisierenden Effekt. Das zurückgehende Baugeschehen führte zu verringerten Handelsvolumina auch bei Fenster- und Türbeschlägen. Im Bereich der Baugeräte war die Nachfrage im Jahr 2023 rückläufig. Der E/D/E Bereich Baugeräte entwickelte sich dabei besser als der Gesamtmarkt, für Wachstumsimpulse sorgten insbesondere neue europäische Kooperationen. Der Marktplatz Baugeräte hat sich als Plattform des Erfahrungsaustausches erneut bewährt. Insgesamt ist für das Bauhauptgewerbe 2024 keine nennenswerte Erholung zu erwarten. Umso notwendiger sind daher Dienstleistungen, die für mehr Prozesseffizienz sorgen. Dabei werden Digitalisierung und die Automatisierung von Arbeitsabläufen auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz großen Raum einnehmen. Das E/D/E unterstützt den Fachhandel dabei auf vielen Ebenen - von optimal gepflegten Produktdaten bis zu einer leistungsstarken Logistik. Das Geschäft im Geschäftsbereich III ist geprägt durch die Branchen Industrie, Bau und Handwerk. Das Handelsvolumen ging um 96 Mio. Euro auf 802 Mio. Euro zurück. Die sprunghafte Entwicklung der Preisanstiege in der Schweißtechnik hat sich 2023 merklich beruhigt. In der Folge hat sich auch das Handelsvolumen leicht reduziert, die Mengen hingegen sind weiter stabil mit einer Zunahme um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund zahlreicher neuer Mitglieder konnte sich die E/D/E Schweißtechnik positiv entwickeln und setzt 2024 weiterhin darauf, neue Lieferanten und Mitglieder zu gewinnen. Rückläufig um 16,2 Prozent war das Handelsvolumen bei den Elektrowerkzeugen. Insbesondere der Online- Vertriebsweg war hier ausschlaggebend. Das Handelsvolumen im Segment Arbeitsschutz und Technischer Handel (Geschäftsbereich IV) liegt 2022 mit 786 Mio. Euro um 11 Mio. Euro über Vorjahresniveau. Der Sortimentsbereich Technischer Handel schloss das Jahr 2023 mit einem Minus des Handelsvolumens von 5,5 Prozent ab. Positive Effekte bewirkten insbesondere die Ausweitung des Lieferantenportfolios und die Zunahme des Handelsvolumens auf europäischer Ebene. Entgegen dem Markttrend konnte die E/D/E Gruppe mit ihren Mitgliedern das Handelsvolumen im Sortimentsbereich Arbeitsschutz um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insbesondere das Industriegeschäft entwickelte sich hier positiv. Im Bereich DIY, Gartentechnik und Sonstiges sank das Handelsvolumen 2023 auf 136 Mio. Euro (-17,5 Prozent). Die ETRIS BANK realisierte einen starken Zuwachs im Geschäftsvolumen in den beiden strategischen Geschäftsfeldern Verbundgruppengeschäft und Factoring. Mit modernen digitalen Dienstleistungen und dank ihres hochmotivierten Teams ist die ETRIS BANK für ihre Kunden ein leistungsstarker Partner in diesen aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Zeiten. Das Geschäftsvolumen in der Zentralregulierung für dritte Verbundgruppen stieg auf 2,017 Mrd. Euro. Insgesamt zeigt sich eine ausgewogene Struktur des Handelsvolumens der Warenbereiche, sodass keine übermäßige Abhängigkeit von der Entwicklung eines einzelnen Bereiches besteht und dahingehend eine solide Differenzierung gegeben ist.
Abbildung 2: Handelsvolumen nach Geschäftsarten Das Handelsvolumen in der Geschäftsart Lager hat sich um 3,9 Prozent erhöht. In der Geschäftsart Zentralregulierung/Reihengeschäft war ein Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Das Budgetziel für 2023 wurde damit nicht erreicht. Die Wirtschaft im Euroraum wies eine im Vergleich zu Deutschland leicht höhere Dynamik auf. Im internationalen Geschäft wurden geringere Rückgänge als auf dem Heimatmarkt verzeichnet. Das Handelsvolumen außerhalb Deutschlands lag 2023, bereinigt um Struktureffekte, mit 1,824 Mrd. Euro fast auf Vorjahresniveau. In den Warengruppen Werkzeug, Bau sowie Arbeitsschutz/Technischer Handel, aber auch für die Haustechnik ist Europa ein relevanter Wachstumshebel für den Verbund. Wie in Deutschland entwickelte sich das eLC Lager überproportional. Neue Kooperationspartner in Irland und Frankreich sowie Zuwächse auf Mitglieder- und Lieferantenseite belegen die Attraktivität der E/D/E Leistungen im europäischen Kontext und eine positive Entwicklung der internationalen Aktivitäten. Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 23,5 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen Euro). Der Brutto-Cashflow 2023 auf Konzernebene beträgt 30,7 Millionen Euro nach 32,7 Millionen Euro im Vorjahr. 2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenswert der E/D/E Gruppe wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Arbeitnehmern und Mitgliedern sowie gesellschaftliche Belange. Arbeitnehmer 1.232 Arbeitnehmer waren Ende 2023 in der Gruppe beschäftigt. Erfolg entsteht nur im Miteinander: Auf diesem Credo basiert die langfristig ausgelegte Personalstrategie innerhalb der E/D/E Gruppe. Prozesse und Abläufe wandeln sich in vielen Bereichen von Grund auf, was auch Auswirkungen auf bisher bekannte Formen der Organisation und Zusammenarbeit hat. Diese Entwicklungen fördern wir durch eine weitere Flexibilisierung der Arbeitswelt, den Ausbau kontinuierlicher individueller Weiterentwicklung und die Erhöhung der Diversität in den einzelnen Teams. Wir bereiten uns durch die Transformation zu einer zeitgemäßen Führungs- und Unternehmenskultur auf die Zukunft vor, die auch tiefgreifende Veränderungen wie den Einzug von künstlicher Intelligenz in unser Berufsleben frühzeitig aufgreift. Mit unserem Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess EVOLUTION haben wir das Fundament gelegt, die zahlreichen Veränderungen klug zu managen. Das Jahr 2023 war geprägt von zahlreichen Herausforderungen, die das Personalmanagement und die Arbeitswelt insgesamt stark beeinflusst haben. Die E/D/E Gruppe hat ihre Anstrengungen nochmals verstärkt, um talentierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Zahlreiche Maßnahmen wie die Teilnahme am Wuppertaler Schwebebahnlauf, die Beteiligung an Ausbildungsmessen sowie an der Bergischen Expo bildeten in Kombination mit gezielten Social-Media-Kampagnen wesentliche Schwerpunkte der Aktivitäten im Jahr 2023. Die Aktivitäten in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und zusätzlich die Nutzung von künstlicher Intelligenz haben wir verstärkt, um den Folgen des anhaltenden Fachkräftemangels entgegenzutreten. Automatisierung hat in verschiedenen Geschäftsbereichen des E/D/E nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Qualität der Arbeit verbessert. Gleichzeitig dienen Digitalisierung und Kl dazu, die Mitarbeiter von zeitintensiven Routineaufgaben zu entlasten und ihnen mehr Raum für die Betreuung unserer Mitglieder und die Entwicklung innovativer Ideen zu geben. Begleitend dazu haben wir Schulungsprogramme und ein neues Austauschformat initiiert, um die Mitarbeiter in der Nutzung der neuen Technologien und dem Ausbau ihrer digitalen Fähigkeiten zu unterstützen. Mitglieder Im Jahr 2023 hat sich die Anzahl der Mitgliedsunternehmen auf 1.172 erhöht (Vorjahr 1.150). Die Anzahl der PVH-Unternehmen ist um 30 gestiegen, während die Anzahl der Einzelhandelsunternehmen um 8 gesunken ist (982 im Bereich PVH / 190 im Bereich EH). Der Anstieg an PVH-Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus neuen Mitgliedern im internationalen Geschäft. Gesellschaftliche Belange Unternehmerischer Erfolg und Nachhaltigkeit stellen für die E/D/E Gruppe wechselseitige Grundvoraussetzungen dar. Nachhaltigkeit ist fest in der DNA sowie im Geschäftsmodell verankert und bleibt auch in der dritten Generation ein herausragender Unternehmenswert. Die E/D/E Gruppe ist darauf ausgerichtet, Ressourcen und Services zu bündeln, Partner zu vernetzen und die Zukunftsfähigkeit der mittelständischen und familiär geprägten Mitglieder mit wettbewerbsfähigen Konzepten zu sichern. Die E/D/E Gruppe übernimmt Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft und geht dazu Selbstverpflichtungen ein - über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Diese Haltung leitet das E/D/E als Familienunternehmen seit über 90 Jahren. Auch im Jahr 2023 wurden zahlreiche Nachhaltigkeitsaktivitäten umgesetzt. In diesem Zuge wurden Anfang des Jahres 2023 Ambitionsniveaus definiert, die in ihrer Gesamtheit das Nachhaltigkeitszielbild formen: Um die Zukunftsfähigkeit des mittelständischen PVH zu fördern, werden Trends und Marktanforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit als Hebel für Innovation, Differenzierungspotenzial und Wachstum genutzt. Die Prozesse sind im Sinne der Ressourcenschonung, Emissionsreduktion und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Die E/D/E Gruppe engagiert sich für seine Mitarbeiter und übernimmt in der Region gesellschaftliche Verantwortung, die einen Unterschied ausmacht. Bei all dem wird auf den stetigen Einklang der ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit mit Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette im Verbund geachtet. Die "Gesellschaftliche Verantwortung" spiegelt sich in der Unterstützung verschiedenster gemeinnütziger Projekte wider. So haben die E/D/E Stiftung, die E/D/E GmbH und deren Mitarbeiter wieder zahlreiche lokale Institutionen unterstützt und nachhaltige Projekte realisiert. Die Mitarbeiter haben es im Rahmen der E/D/E Weihnachtswunschstern-Aktion 2023 ermöglicht, mit Geld- oder Sachspenden 225 Kinderwünsche aus Wuppertaler Kinder- und Jugendheimen zu verwirklichen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wurden ebenfalls die Menschen in der Türkei und in Syrien nach den dortigen Erdbeben unterstützt, in Form von Geldspenden sowie mit einer Sammelaktion von Bekleidung. Die gemeinnützige E/D/E Stiftung trägt durch zielgerichtete Bildungsförderung zur nachhaltigen Entwicklung des PVH bei. Auf diese Weise hat die Stiftung in den vergangenen 18 Jahren über 520 Stipendien für berufliche Weiterbildungen im ZHH-Bildungswerk genehmigt, darunter über 20 im Jahr 2023. Zusammen mit der Bergischen Universität Wuppertal beteiligen wir uns bereits im achten Jahr in Folge am Deutschlandstipendium, einem Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit der Förderung werden die Studierenden nicht nur finanziell unterstützt, sondern sie sollen auch bei den ersten Schritten in das Berufsleben begleitet werden und es sollen ihnen Möglichkeiten geschaffen werden, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen. Die seit Langem bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten wurden systematisch in den Unternehmensstrukturen verankert und dazu die entsprechenden organisationalen Rahmenbedingungen geschaffen. Im Sinne der fachlichen Spezialisierung und funktionalen Ausdifferenzierung wurde 2023 das Referat Nachhaltigkeit, die Funktion des Koordinators Marktleistungen Nachhaltigkeit und die Kommunikations- und Beratungsplattform Nachhaltigkeit etabliert. Das Referat, dem die Beauftragte für Nachhaltigkeit zugeordnet ist, berichtet direkt an den Vorsitzenden der E/D/E GmbH Geschäftsführung und dient als interne sowie externe Ansprechpartnerin und Koordinatorin für alle Nachhaltigkeitsthemen. Der Koordinator Marktleistungen Nachhaltigkeit treibt die Leistungsentwicklung zu Nachhaltigkeit für Mitglieder und Lieferanten voran. Gemeinsam und über die Kommunikations- und Beratungsplattform, die Verantwortliche aus den unterschiedlichsten E/D/E Fachbereichen zusammenbringt, wird die Erreichung wesentlicher Ziele der E/D/E Gruppe im Verbund verfolgt. Die einzelnen Nachhaltigkeitsaktivitäten und -projekte sind transparent auf der eigenen E/D/E Nachhaltigkeitswebsite (www.ede-nachhaltigkeit.de) zusammengestellt. 2.4 Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme der E/D/E Gruppe zum 31. Dezember 2023 beträgt 832,2 Millionen Euro. Sie liegt damit um 0,2 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (830,5 Millionen Euro). Auf der Aktivseite spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme maßgeblich im Anlagevermögen wider. So ist das Anlagevermögen um 4,3 Millionen Euro oder 5,6 Prozent auf 81,4 Millionen Euro (Vorjahr: 77,1 Millionen Euro) angestiegen. Der Wert des Umlaufvermögens liegt mit 748,3 Millionen Euro um 3,2 Millionen Euro oder 0,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (751,5 Millionen Euro). Die Finanzanlagen sind zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Wert angesetzt und entfallen überwiegend auf Wertpapiere. Diese werden durch die Anlagestrategie für das strategische Wertpapierportfolio bestimmt. Die Vorräte liegen auch durch den Abbau von im Vorjahr aufgebauten Sicherheitsbeständen infolge von damaligen Störungen in den Lieferketten mit 66,8 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (71,4 Millionen Euro). Der stichtags- und damit zahlungsbedingte Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum 31. Dezember 2023 um 19,5 Millionen Euro oder 5,8 Prozent auf 319,3 Millionen Euro zum Bilanzstichtag zurückgegangen (Vorjahr: 338,8 Millionen Euro). Im Rahmen des Debitoren- und Kreditorenmanagements kommt in diesem Zusammenhang eine mit vorsichtigem Ansatz bewertete Risikovorsorge zur Anwendung. Der Wert setzt sich größtenteils aus Buchforderungen an Mitgliedsfirmen sowie Darlehen und Wechseln zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Wert von 24,3 Millionen Euro enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen in Verbindung mit dem Auslandsgeschäft. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist zum Bilanzstichtag auf 337,8 Millionen Euro angestiegen, nach 320,5 Millionen Euro im Vorjahr. Auf der Passivseite entfällt der Anstieg der Bilanzsumme überwiegend auf das Eigenkapital, das den Rückgang der Rückstellungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überkompensiert. Die Gewinnrücklagen wurden gemäß der seit Jahren konsequent verfolgten Unternehmenspolitik der Innenfinanzierung erneut deutlich um 20,9 Millionen Euro aufgestockt. Das konsolidierte Eigenkapital der E/D/E Gruppe erreicht damit einen Wert von 478,9 Millionen Euro (Vorjahr: 456,2 Millionen Euro). Den Rückstellungen für Pensionen liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe basiert auf dem modifizierten Teilwertverfahren unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,82 Prozent. In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 148,7 Millionen Euro sind im Wesentlichen Boni und sonstige Rückvergütungen enthalten, die 2024 zur Ausschüttung an die Mitgliedsunternehmen gelangen. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2023 3,3 Millionen Euro und betreffen im Wesentlichen Fremdwährungsdarlehen im Zusammenhang mit der e + h Services AG. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigen einen stichtags- und zahlungsbedingten Rückgang um 4,9 Millionen Euro oder 3,3 Prozent auf 143,0 Millionen Euro (Vorjahr: 147,9 Millionen Euro). Finanzlage Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines zentralregulierenden Einkaufsverbundes sind im Besonderen zwei Kernaspekte von maßgeblicher Bedeutung. Zum einen ist der Cashflow ein wichtiger Faktor bei der Bewertung der Finanzkraft. Der Brutto- Cashflow 2023 auf Konzernebene beträgt 30,7 Millionen Euro nach 32,7 Millionen Euro im Vorjahr. Er zeigt und stärkt die Finanzkraft und Investitionsfähigkeit der E/D/E Gruppe. Zum anderen ist die Fähigkeit ausschlaggebend, die übernommenen Zahlungsverpflichtungen und Haftungszusagen jederzeit unzweifelhaft und vollumfänglich erfüllen zu können. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt 57,5 Prozent (Vorjahr: 54,9 Prozent). Saldiert man die aufgrund der Delkrederezusage übernommenen Lieferantenverbindlichkeiten mit den korrespondierenden Kundenforderungen, ergibt sich ein Eigenkapital, das zum Betrachtungszeitpunkt des aktuellen Abschlusses 62,8 Prozent der Bilanzsumme beträgt. Die E/D/E Gruppe konnte im Berichtsjahr ausnahmslos und vollumfänglich den gestellten finanziellen Anforderungen aus den Handelsgeschäften gerecht werden. Alle Zahlungsverpflichtungen wurden grundsätzlich in erster Kondition und unter Einsatz von Eigenmitteln erfüllt. Für den kurzfristigen Bedarfsfall standen darüber hinaus Kreditlinien der Hausbanken in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Der Umfang der Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände beläuft sich auf 11,1 Millionen Euro. Es handelt sich hierbei um die Anschaffung von Software sowie einen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Die Neuzugänge im Sachanlagevermögen betreffen die üblichen Ersatzbeschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Das Abschreibungsvolumen auf das immaterielle und auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 6,9 Millionen Euro bewegt sich planmäßig. Ertragslage Die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ist grundsätzlich gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse in der Berichtsperiode betragen 880,0 Millionen Euro. Bezogen auf den Vorjahreswert (947,4 Millionen Euro) entspricht dies einem Rückgang um 67,4 Millionen Euro oder 7,1 Prozent. Im Bereich der Zentralregulierung/ des Streckengeschäfts beziffern sich die handelsrechtlichen Umsatzerlöse im Jahr 2023 auf insgesamt 740,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von 110,2 Millionen Euro oder 13,0 Prozent (Vorjahr: 851,0 Millionen Euro Im Lagergeschäft konnten die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr auch infolge der Ausweitung des Lagergeschäfts um 14,0 Millionen Euro oder 3,9 Prozent auf 369,8 Millionen Euro (Vorjahr: 355,8 Millionen Euro) gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der sonstigen Erlöse sowie der Erlösschmälerungen ergeben sich dann die in der handelsrechtlichen Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung ausgewiesenen Umsätze. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen von 28,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,9 Millionen Euro resultiert überwiegend aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Abwertungen auf Forderungen. Diesen Auflösungen stehen ebenfalls geringere - in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisenden - Zuführungen zu Abwertungen auf Forderungen im Rahmen der getroffenen Risikovorsorgen gegenüber. Der Materialaufwand ist um 74,9 Millionen Euro oder 9,7 Prozent auf 694,8 Millionen Euro (Vorjahr: 769,7 Millionen Euro) zurückgegangen. Der Personalaufwand im Jahr 2023 beträgt 85,3 Millionen Euro und liegt damit um 5,2 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (80,1 Millionen Euro). Die Abschreibungen entwickeln sich planmäßig und sind von 5,9 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 81,8 Millionen Euro um insgesamt 4,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (86,1 Millionen Euro). Insbesondere geringere Aufwendungen für Risikovorsorgen trugen bei höheren IT-Aufwendungen zu diesem Rückgang bei. Das betriebliche Ergebnis 2023 liegt mit 26,9 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 34,0 Millionen Euro. Das maßgeblich durch das aktuelle Zinsumfeld bestimmte Finanzergebnis befindet sich mit 11,4 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (0,4 Millionen Euro). Neben geringeren Abschreibungen auf Wertpapiere hat sich insbesondere das Zinsergebnis wesentlich verbessert. Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Berichtsjahr 23,5 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen Euro). Aus dem Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von 19,1 Millionen Euro wurden insgesamt 17,2 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen des Mutterunternehmens eingestellt. Diese Dotierung entspricht erneut einer Thesaurierungsquote von rund 90 Prozent und unterstreicht die Bedeutung der Innenfinanzierung als Element der Unternehmensstrategie. 3. Prognosebericht Insbesondere die Ungewissheit über die Dauer des Krieges Russlands gegen die Ukraine und deren Folgen, die Auswirkungen zunehmender internationaler Handelskonflikte, steigende Betriebsmittelkosten für zahlreiche Rohstoffe sowie steigende Energiekosten und die Frage, wie eine Erholung letztlich aussehen könnte - bedeuten, dass zukunftsgerichtete Beurteilungen höchst ungewiss und schwierig zu treffen sind. Gleichzeitig könnten historische Zusammenhänge zwischen Schlüsselvariablen nicht mehr bestehen, da vergleichbare wirtschaftliche Bedingungen in der Vergangenheit noch nie vorgelegen haben. Sämtliche getroffenen Prognosen für 2024 sind insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Ukraine und der Inflations- und Rezessionsrisiken von Unsicherheit geprägt. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hat die Bundesregierung für dieses Jahr ihre Erwartungen deutlich gesenkt und erwartet nur noch eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Nach interner Einschätzung wird sich das Zinsniveau stabilisieren, weitere Kaufkraftverluste dürften ausbleiben. Doch nach allen bekannten Indikatoren können wir mindestens für die erste Hälfte des Jahres 2024 keinen breiten Aufschwung erwarten. In der Industrie geben wichtige Bereiche weiterhin nur geringe Impulse. Eine Belebung des Neubaugeschäfts ist nicht in Sicht und Modernisierungen werden das fehlende Volumen nicht ausgleichen können. Die E/D/E Gruppe wird Markttrends wie Digitalisierung am Bau oder energetische Sanierungen sowie die weitere digitale Vernetzung gezielt unterstützen, damit Händler die Chancen nutzen und ein Stück weit eigene Konjunktur schaffen können. Für den Verbund erwarten wir positive Impulse durch neue Mitglieder und Lieferanten sowie Wachstum in Europa und die Stärkung der Handelsmarken. Die Prognosen zur Marktentwicklung und das weiterhin komplizierte Umfeld haben uns dazu bewogen, etwas zurückhaltender als gewohnt zu planen. Insgesamt erwartet die E/D/E Gruppe für das Jahr 2024 einen Rückgang des Handelsvolumens von 1,6 Prozent oder 149 Millionen auf 9,123 Milliarden Euro (Zentralregulierung minus 1,8 Prozent / 157 Millionen, Lager plus 2,0 Prozent / 7 Millionen Euro). Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir einen Betrag leicht über Vorjahresniveau. Unsere Strategie der Innenfinanzierung durch eine hohe Thesaurierungsquote soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Wir rechnen daher mit einem Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 in Höhe von rd. 500 Millionen Euro. Im ersten Monat des laufenden Jahres erzielten wir mit 707 Millionen Euro ein Handelsvolumen unterhalb des Zielkorridors. Die drei stärksten Geschäftsbereiche in Bezug auf das Handelsvolumen waren das Drittmarktgeschäft der ETRIS BANK (188 Millionen Euro), der Geschäftsbereich II (126 Millionen Euro) und der Geschäftsbereich Haustechnik (121 Millionen Euro). 4. Chancen- und Rsikobericht 4.1 Chancenbericht Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von den im Prognosebericht geäußerten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld sowie die Lage der E/D/E Gruppe. Die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im Jahr 2024 die Erwartungen übertreffen. So kann die Stabilisierung der Eurozone insbesondere vor dem Hintergrund der Folgen des Krieges in der Ukraine schneller vorangehen als von den Wirtschaftsforschungsinstituten unterstellt. Dies könnte sich positiv auf das von uns regulierte Handelsvolumen und damit korrespondierend auf unsere Ertragslage auswirken. Die Wahrung strategischer Chancen, resultierend aus dem Ausbau der Geschäftstätigkeit in Europa, ist in den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe im Jahr 2024 berücksichtigt. Dennoch kann die tatsächliche Entwicklung noch positiver ausfallen, sofern die Effekte aus einzelnen Maßnahmen die Erwartungen übertreffen sollten. Auch können im Jahresverlauf etwa in Form von strategischen Partnerschaften neue strategische Chancen auftreten, die nicht Bestandteil der Planung sind. 4.2 Risikobericht Die E/D/E Gruppe verfügt über ein konzernweites Risikomanagementsystem, das alle Unternehmensbereiche einschließlich der Konzerngesellschaften umfasst. Die seit Jahren erfolgreich implementierten Instrumente des Risikomanagementsystems und internen Kontrollsystems wurden zeitgerecht eingesetzt. Sie erfüllen die Verpflichtung der Geschäftsführung, ein Risikoüberwachungssystem einzusetzen, mit dem diejenigen Risiken frühzeitig erkannt werden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Im Rahmen der bestehenden Risikomanagement-Richtlinien werden in einem Standardprozess einzelne Risikofaktoren identifiziert. Die nachfolgende Klassifizierung erlaubt es, wirksame Gegenmaßnahmen zur Abschirmung zu entwickeln. Im Berichtsjahr wurde den Richtlinien folgend erneut eine systematische und sorgfältige Inventarisierung, Kategorisierung und Neubewertung aller erkennbaren Risiken durchgeführt. Bestehende und neue Risikopositionen wurden jeweils auf Einzelfallbasis einer Due Diligence unterzogen, die die zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Schadenshöhe bewertet. Die Ergebnisse wurden in einem umfangreichen Risikoportfolio zusammengefasst und an die Führungskräfte bzw. Riskowner kommuniziert. Alle Bereiche der E/D/E Gruppe sind in einen strukturierten Prozess der Strategieentwicklung, der operativen Planung und der Budgetierung eingebunden. Hierbei kommt ein umfassender Bottom-up-Ansatz zur Anwendung, in dessen Rahmen die Planansätze systematisch von den erwarteten Marktentwicklungen unter Berücksichtigung der strategischen Zielsetzungen und der verabschiedeten Maßnahmenpläne abgeleitet werden. Auf dieser Grundlage werden jeweils unter der Vorgabe eines konkreten Ziel- und Handlungsrahmens für die operative Führung konkrete Umsatz-, Ertrags- und Aufwandsplanungen einschließlich Finanz- und Bilanzplanung aufgestellt. Die unterjährige Überwachung erfolgt durch ein operatives Berichtssystem mit täglichen, monatlichen und quartalsmäßigen Meldungen. Diese wird durch eine intensive Regelkommunikation ergänzt, in die alle Führungsebenen einbezogen sind. Neben der reinen Kontrolle, das heißt des Abgleichs von Soll- und Ist-Werten, werden im Rahmen des Controllings erkennbare Abweichungen unverzüglich analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt. Die Ergebnisauswirkungen werden in Szenario- Rechnungen nachgehalten. Die E/D/E Gruppe ist neben den allgemeinen systematischen Risiken aus der konjunkturellen und wettbewerbsbedingten Marktentwicklung im Besonderen den spezifischen Risiken ausgesetzt, die dem Geschäftsmodell eines Zentralregulierers mit Übernahme des Delkredere zugrunde liegen. Zu den wesentlichen Risiken gehören das Kontrahentenrisiko gegenüber unseren Mitgliedern sowie Liquiditätsrisiken. Dem gegenüber ist die Diversifikation durch Betätigung in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und unterschiedlichen Sortimenten mit ausgewogenen Sortimentsstrukturen als ein entscheidender Faktor zur Vermeidung von Risikokonzentrationen zu werten. Das erreichte Handelsvolumen der E/D/E Gruppe im Geschäftsjahr 2023 zeigt, dass die Mitgliedsfirmen sich im Wettbewerb - auch unter den herrschenden Rahmenbedingungen - gut behauptet haben. Das Debitorenrisiko wird vor dem Hintergrund des implementierten marktnahen Monitorings insgesamt für überschaubar und beherrschbar angesehen. Zur Gewährleistung einer zeitnahen Überwachung und zur Beurteilung der Kreditrisiken wird darüber hinaus ein IT-gestütztes Managementinformationssystem eingesetzt, das kurzfristig eine Verschlechterung im Zahlungsverhalten einzelner Debitoren anzeigt. Einzelne Großrisiken werden einem kontinuierlichen und intensiven Monitoring unterzogen. Risiken aus dem Auslandsgeschäft werden durch gesonderte Sicherungsmaßnahmen kontrolliert. Unter Anwendung einer auf die vorhandenen, werthaltigen Sicherungsinstrumente abgestellten Ausfallrechnung werden im Falle eines verschlechterten Zahlungsverhaltens sowohl Rechnungswesen als auch Bonität des Debitors umgehend einer Due Diligence unterzogen. Diese wird regelmäßig um ein persönliches Gespräch ergänzt. An dieser Stelle ergänzt das 2006 eingeführte E/D/E-Rating die beschriebenen Maßnahmen und leistet einen nachhaltig positiven Beitrag zum Kreditrisikomanagement. Im Einklang mit den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) lassen wir uns die wirtschaftlichen Verhältnisse durch Vorlage der Jahresabschlüsse unserer Mitglieder offenlegen. Darauf basierend bewerten wir die Kreditrisiken im Debitorenbereich anhand eines Ratingsystems. Das Verfahren wird im Rahmen einer kontinuierlichen Fortentwicklung stetig verfeinert und erweitert. Aufgrund der vorhandenen Rating-Daten ist die E/D/E Gruppe in der Lage, aussagekräftige, auf die einzelnen Branchen zugeschnittene Betriebsvergleiche zu erstellen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der E/D/E Gruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die E/D/E Gruppe finanziert sich zu einem großen Teil über Eigenkapital. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken zusätzlich Kreditlinien vereinbart. Neben den zuvor beschriebenen Risiken aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine könnten insbesondere die Auswirkungen zunehmender internationaler Handelskonflikte, steigende Betriebsmittelkosten für zahlreiche Rohstoffe, steigende Energiekosten sowie der Fachkräftemangel negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der E/D/E Gruppe haben. 4.3 Gesamtaussage Die Geschäftsführung der FT-Holding GmbH beurteilt die wirtschaftliche Lage der E/D/E Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts positiv. Der Konzern ist mit seinem Leistungsportfolio und seinem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. Im ersten Monat des neuen Geschäftsjahres 2024 lag die Geschäftsentwicklung allerdings unterhalb der Erwartungen. Die E/D/E Gruppe hat in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielt, stets vorsichtig bilanziert und konservativ finanziert, das Eigenkapital systematisch gestärkt und das Controlling zur strategischen und operativen Steuerung des Unternehmens aufgebaut. Die Unabhängigkeit in der Refinanzierung ist bewahrt geblieben, die Liquidität ist ausgezeichnet und die Wettbewerbsfähigkeit ist dank leistungsstarker Teams gegeben. Die E/D/E Gruppe genießt darüber hinaus in hohem Maße das Vertrauen seiner Partner - sowohl im Mitgliederkreis als auch bei den Vertragslieferanten. Den eigenen Anspruch nach Abkoppelung von der allgemeinen Marktentwicklung will die E/D/E Gruppe weiterhin aufrechterhalten. Die Investitionsplanung und die Personalpolitik sind auf diese Zielsetzung ausgerichtet und die beschlossene Wachstumsstrategie hat unverändert Gültigkeit.
Wuppertal, 16. Februar 2024 Dr. Eugen Trautwein Dr. Andreas Trautwein Bestandteile des Konzernabschlusses Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzernanhang Konzern-Kapitalflussrechnung Konzerneigenkapitalspiegel Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + einer Einheit (T€, %) auftreten. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der FT-Holding GmbH, Wuppertal (Amtsgericht Wuppertal, HRB 24540) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Aufstellung erfolgt in Tausend Euro und unter teilweiser Ergebnisverwendung. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss des Unternehmens wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Gemäß § 264 Abs. 3 bzw. 264 b HGB wird bei allen inländischen Tochtergesellschaften mit Ausnahme der ETRIS Bank GmbH sowie der PVH FUTURE LAB GmbH auf die Bekanntmachung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaften im Unternehmensregister verzichtet. B. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft FT-Holding GmbH insgesamt 35 weitere Gesellschaften einbezogen. Erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde die Mitte 2023 von der e + h Services AG erworbene Puag AG mit Sitz in der Schweiz. Die Puag AG ist ein in der Schweiz führender Großhandelspartner für Baumärkte, Handwerker-Center, Online-Händler und den Eisenwarenfachhandel. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 weitere Anteile an der EDE Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Lager und Transport Wuppertal, Wuppertal, in Höhe von 0,9% erworben. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind neben der Muttergesellschaft folgende 35 Gesellschaften enthalten: Direkte Beteiligungen
Indirekte Beteiligungen 1)
Indirekte Beteiligungen 1)
Die gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB geforderten Angaben zu Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sind wie folgt:
1) Anteile werden mittelbar gehalten
2) Angabe gem. Jahresabschluss 2022
Durch das neue in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen ist die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht wesentlich beeinflusst. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten, wird unverändert nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F., § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (Erwerbsmethode). Die Kapitalkonsolidierung des Konzerns Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH erfolgte zum Einbringungsstichtag in die FT-Holding GmbH zum 04.10.2012 unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelte passive Unterschiedsbetrag von € 264,3 Mio. war technischer Natur und wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Der Einzelabschluss der Mutter und die der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt. Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, erfasst. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Diese Einschätzung der Nutzungsdauern basiert auf Analysen der langfristigen Beziehungen mit Mitgliedern und Lieferanten. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Planmäßige Abschreibungen erfolgen i.d.R. linear. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die langfristigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Buchwertmethode "at equity" bilanziert. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden findet nicht statt. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Von der Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahren bei Hilfs- u. Betriebsstoffen nach § 240 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Abzug gebotener Wertberichtigungen, angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aus dem Abschluss der ETRIS Bank GmbH ist die Position "Fonds für allgemeine Bankrisiken" übernommen worden. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren (MTV) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den zu erwartenden Erfüllungsbeträgen bewertet worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Die auf fremde Währung lautenden Abschlüsse werden gemäß der Vorschrift des § 308a HGB in Euro umgerechnet. Dabei werden die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Monatsdurchschnittskursen und die Posten des Eigenkapitals (ohne das Jahresergebnis) mit historischen Kursen umgerechnet. Die sich aus den Wechselkursänderungen ergebenen Umrechnungsdifferenzen werden im Konzerneigenkapital unter dem Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:
Von den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Im Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten:
Pensionsrückstellungen: Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind Rückdeckungsversicherungsansprüche mit dem Erfüllungsbetrag dieser Verpflichtung saldiert worden. Der resultierende Passivüberhang wurde unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaig vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Im Personalaufwand verrechnete Beträge:
Im Finanzergebnis verrechnete Beträge:
Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Da die Pensionszusagen unabhängig von der Gehaltsentwicklung sind, wurde eine langfristige Gehaltsentwicklung nicht berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren stellt sich wie folgt dar:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Daneben bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Aufgrund der von unseren Kunden an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2023 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer, allerdings den gewöhnlichen Geschäftsumfang nicht übersteigender Höhe. Auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Prognose der künftigen Entwicklung wird unter Berücksichtigung der Erkenntnisse am Bilanzstichtag nicht mit einer Inanspruchnahme zu Lasten der Gesellschaft gerechnet. Haftungsverhältnisse aus der von der ETRIS Bank GmbH übernommenen Delkredere-Haftung aus der Zentralregulierung bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 295.858. Zudem bestehen weitere Verpflichtungen u.a. aus offenen Kreditzusagen in Höhe von T€ 1.619. In den Handelsbilanzen I bzw. II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird gemäß § 274 Abs. I S.2 HGB auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Von der gemäß § 274 Abs. I S. 2 i.V.m. §§ 298 und 300 Abs. II HGB bestehenden Möglichkeit, dieses Wahlrecht im Konzernabschluss abweichend auszuüben, wird kein Gebrauch gemacht. Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden nach Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:
Die passiven latenten Steuern nach § 306 HGB resultieren aus den Sachanlagen und dem Vorratsvermögen.
Der Bewertung wird ein Steuersatz von 32,9% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern kann wie folgt dargestellt werden:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 19,7% des Umsatzes in insgesamt 28 Ländern außerhalb Deutschlands getätigt. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Geschäfts-oder Firmenwert von T€ 1.500. In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind T€ 500 als außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten. E. Sonstige Angaben Im Wesentlichen bestehen T€ 12.348 finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2029. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind Honorare in Höhe von T€ 148 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 143 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 5 auf andere Bestätigungsleistungen. Für die erbrachten Dienstleitungen anderer Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von T€ 256 als Aufwand im Geschäftsjahr angefallen. Davon entfallen T€ 251 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 5 auf sonstige Dienstleistungen. Die Gesellschaft setzt betragsgleiche Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen bestehende Währungsrisiken aus Fremdwährungsverbindlichkeiten abzusichern. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Lieferantenbeziehungen, welche auf US-Dollar Basis abgerechnet werden. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der E/D/E GmbH und Kreditinstituten abgewickelt werden (so genannte Over-the-counter-Produkte (OTC-Produkte). Da die bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten durch betrags- und laufzeitkongruente Devisenterminkontrakte abgesichert werden, besteht eine wirksame Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft im Rahmen einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB. Die Marktwerte der einzelnen Geschäfte wurden durch die jeweiligen Kontrahenten (Kreditinstitute) ohne Angabe der Bewertungsverfahren zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag liegen keine offenen Devisentermingeschäfte vor. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro-Hedges, bei denen das aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierende Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Alle Finanzderivate sowie die zugrundeliegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Geschäftsführer der FT-Holding GmbH sind: Dr. Eugen Trautwein Dr. Andreas Trautwein
Wuppertal, den 16. Februar 2024 Dr. Eugen Trautwein Dr. Andreas Trautwein Anlage zum Konzernanhang: Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung 2023
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FT-Holding GmbH, Wuppertal Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FT-Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FT-Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. März 2024 AWADO
GmbH
Christian Buschfort, Wirtschaftsprüfer Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer |
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