Pröchel Service + Automatik GmbH
Selbe AdresseReparatur und Instandhaltung von Maschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Oliver Pröchel seit 11.12.2025 | Prokura |
Marcel Gerhard, geb. Engelhart Bieringer seit 11.12.2025 | Geschäftsführer |
Patrick Doktorowski seit 6.6.2023 | Prokura |
Andreas Riß seit 28.11.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pröchel GmbHSchwanstettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Pröchel GmbH wurde 1995 gegründet und hat Ihren Hauptsitz in Schwanstetten und eine Zweigstelle in Nürnberg. Das Unternehmen ist ein Metallbauer für anspruchsvolle Fassadenkonstruktionen im deutschen Raum, mit Schwerpunkt in Süddeutschland. Mit modernster Technik und fortschrittlichem Know-how ermöglicht die Pröchel GmbH die Umsetzung aller vorstellbaren Fenster- und Fassadenlösungen. Für höchste Kundenzufriedenheit setzen wir bei der Verwirklichung anspruchsvoller Architekturentwürfe auf qualitativ hochwertige Produkte und absolute Termintreue. Unsere Leistungen umfassen Entwicklung, Vertrieb, Projektierung, Herstellung und Montage kompletter Konstruktionen mit allen dazugehörigen Komponenten. Neben Fenstern, Türen und Fassaden aus Aluminium bieten wir Brand- und Rauchschutzelemente, vorgehängte hinterlüftete Fassaden aus Glas, Blech und Naturstein sowie Lohnfertigung und Planungs- und Beratungsleistungen. Glasdächer und Sandwich-Fassaden gehören ebenfalls zu unserem Produktportfolio. Mit den Elementen von Pröchel GmbH erhalten unsere Kunden langlebige und solide Qualitätsprodukte. Deshalb legen wir auch nach erfolgter Montage großen Wert auf einen zuverlässigen und kompetenten Kundenservice. Wir bieten unseren Kunden individuelle Service- Pakete zu höchst attraktiven Konditionen. II. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wird im Unternehmen nicht direkt betrieben, wir sind im kleinen Rahmen bei Entwicklungsprojekten zur Erprobung neuer Fassadentechnologien beteiligt, wie aktuell die Erprobung einer Lehmfassade und eines Photodioden-Sensors. Bei diesen Projekten bringen wir unsere Erfahrungen im Fassadenbau ein und binden die von den Partnern entwickelten Stoffe in Musterfassaden ein, um Qualität, Lebensdauer sowie Vor- und Nachteile beim Einbau zu ermitteln. Projekt Light Control: Ziel des Projektes war die Entwicklung von Isolationsglas- und Fassadenelementen unter Integration eines hochminiaturisierten Photodioden-Sensors, welcher zur Echtzeit-Detektion der azimutwinkelabhängigen Messung der Sonnenlichtintensität für eine präzise Steuerung von Verschattungssystemen wie Jalousien imstande ist. Das Projekt ist abgeschlossen, derzeit werden die Vermarktungskonzepte mit den Projektpartnern umgesetzt. Projekt Clay Facade: Lehm ist ressourcenschonend und ökologisch nachhaltig, weshalb er als Baustoff zunehmend interessanter wird. Im Freien ist die abrasive Verwitterung sehr ausgeprägt, was in einer geringen Langzeitstabilität resultiert. Ziel ist daher die Entwicklung eines neuartigen lehmbasierten Wandsystems mit hoher Witterungsbeständigkeit, das derzeitige Nachteile verfügbarer Lehmbauteile kompensiert. Dieses soll erstmals als lehmbasierte Außenfassade eingesetzt werden können und sich durch eine besonders hohe Lebensdauer von bis zu 10 Jahren auszeichnen. Die Fertigstellung des Projektes ist für das Geschäftsjahr 2023/2024 vorgesehen. Die im Geschäftsjahr 2022/2023 angefallenen Entwicklungsaufwendungen sind vollständig den beiden zuvor genannten Projekten zu zuordnen. Deren Aktivierung erfolgte unter Kürzung der hierfür erhaltenen nicht rückzahlbaren Zuschüsse. III. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft blickte mit großen Sorgen auf die Wintermonate, in denen die aktuelle Energiekrise wie ein Damoklesschwert über den Aussichten der Unternehmen hing. Doch schon während des vierten Quartals und damit noch vor dem meteorologischen und kalendarischen Winterbeginn wurden die Stimmen immer leiser, die die düstersten Szenarien für das deutsche Bruttoinlandsprodukt skizziert hatten. So registrierte das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bereits im November - ausgehend von dem bis dato weiterhin niedrigen Niveau der Wirtschaftsleistung - erste Aufwärtsimpulse. Zuvor stürzte der Index vor allem im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals infolge der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Energieversorgung und -sicherheit deutlich unter die 100-Punkte-Marke ab. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr zeigten sich also die nachgelagerten tatsächlichen Auswirkungen infolge des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft in einem deutlichen Ausmaß. [1] Dass sich diese Entwicklung über die Jahreswende hinaus nicht fortsetzt, ist vor allem den positiven Impulsen im Bereich der Preise für Energie zu verdanken. Konsequente und auf europäischer Ebene mitunter auch konzertierte politische Aktionen zur Sicherstellung der Energieversorgung der jeweiligen Industrien hat die Zuversicht von Wirtschaftsvertretern deutlich ansteigen lassen. Gut gefüllte Gasspeicher und eine stabile Gasversorgung sorgen dafür, dass sich die Unternehmen auf die Produktion konzentrieren können. Der ifo Geschäftsklimaindex bildete die Erkenntnisse des DIW-Konjunkturbarometers leicht verzögert ab. Er stieg erst im Dezember wieder auf 88,6 Punkte an, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Zuvor war der Indikator sechsmal in Folge gefallen. Neben der Bewertung der aktuellen Situation der Unternehmen hellte sich gemäß der Umfrage auch ihr Ausblick auf. [2] Vor allem das Verarbeitende Gewerbe verspürte einen positiven Schub im letzten Monat des Jahres. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie verbessert. Dabei sticht der Erwartungsindikator hervor. Dieser verbesserte sich vergleichsweise stark. Aber auch mit der aktuellen Geschäftsentwicklung waren die Unternehmen zufriedener. Trotz rückläufigem Auftragsbestand nahm die Unsicherheit ab. Der Dienstleistungssektor konnte den Aufwind aus dem vierten Quartal auch im Schlussmonat bestätigen. Entscheidend war die gestiegene Zuversicht hinsichtlich des ersten Halbjahres 2023. "Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet", sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Für allzu großen Optimismus ist es dennoch zu früh. Dafür sind insbesondere die globalen Risiken weiterhin hoch - nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine." [3] Als Belastung werde dabei auch die abgekühlte Weltwirtschaft gesehen. Dramatische Auswirkungen der abrupten Lockerung bzw. sogar Aufhebung der Zero-Covid-Strategie in China auf die Lieferfähigkeit der chinesischen Volkswirtschaft lassen sich aktuell nicht erkennen. Vielmehr zeigt sich derzeit die Nachfrage aus dem Inland als leichter Stimmungsdämpfer. Als Herausforderung gilt hier unverändert die sich auf einem hohen Stand eingeschwungene Inflation. Die geldpolitischen Gegenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden wohl dazu beitragen, dass sich die Konjunktur nicht in dem Maße entfalten kann, wie es unter anderen Umständen möglich wäre. Und dennoch: Auch hier deutet sich eine Entspannung an und die Realität wird die pessimistischen Prognosen wohl deutlich verfehlen. Quellen: [1] https://www.diw.de/de/diw_01.c.860585.de/diw-konjunkturbarometer_november__aussichten_trotz_leichter_erholung_weiterhin_trueb.html [2] https://www.diw.de/de/diw_01.c.862284.de/diw-konjunkturbarometer_dezember__konjunkturaussichten_hellen_sich_etwas_auf.html [3] ebd. Geschäftsverlauf Baubranche: Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe1 für den Monat Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen realen Umsatzrückgang von 9,8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 ergibt sich für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5,1 Prozent. "Unsere verhaltene Umsatzprognose wird bestätigt. Die nominalen Zuwächse wurden 2022 durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Für 2023 sind wir sogar noch pessimistischer: Wir erwarten einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 6 Prozent." Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die heute veröffentlichten Konjunkturindikatoren für den Bau. "Neue Aufträge bleiben zunehmend aus: Für das Gesamtjahr 2022 wurde ein realer Orderrückgang von 9,6 Prozent gemeldet, der sich im Dezember - mit minus 23,4 Prozent im Vergleich zu Dezember 2021 - sogar beschleunigt hat (unbereinigt * : -9,7 bzw. -23,3 Prozent)." Daran könne auch das leichte Plus (1,8 Prozent) im Vormonatsvergleich nichts ändern. "Zusätzlich zur schwachen Auftragslage kommen die weiter hohen Material- und Zinskosten hinzu", beschreibt Müller die Situation. Trotz dieser Entwicklung hätten die Bauunternehmen im vergangenen Jahr aber 15.200 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für 2023 rechne der Verband dagegen nur mit einer Stagnation bei dann jahresdurchschnittlich 927.000 Beschäftigten. Müller: "Die Stimmung am Bau hat sich verdüstert. Zwar beurteilen - dank des (noch) vorhandenen Auftragsbestandes - 40 Prozent der Bauunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, genauso viele rechnen aber auch mit einer Verschlechterung in den kommenden 12 Monaten." (DIHK-Umfrage Anfang 2023). Im Hochbau befürchten sogar 46 Prozent eine Verschlechterung. Angesichts der Schockstarre am Wohnungsbaumarkt ist das kein Wunder." Der Verband erwarte für 2023 im Wohnungsbau einen Umsatzeinbruch von real 9 Prozent, nach 4,5 Prozent 2022. Im Öffentlichen Bau seien die Umsätze 2022 sogar um real 6,2 Prozent zurückgegangen, was der Entwicklung im Straßenbau geschuldet sei. Für 2023 rechne die BAUINDUSTRIE mit einem weiteren Minus von 5 Prozent. "Bund, Länder und Kommunen müssen dringend ihre Investitionsbudgets erhöhen, um zumindest die gestiegenen Baukosten auszugleichen", fordert Müller. "Ansonsten wird sich der Substanzverlust bei unserer Infrastruktur weiter beschleunigen und der Standort Deutschland weiter geschwächt." Entspannung sei auch im Wirtschaftsbau nicht zu erwarten. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland plane laut DIHK für das laufende Jahr eine Reduzierung seiner Investitionen. Müller: "Unsicherheit ist Gift für Investitionen. Wir gehen deshalb davon aus, dass der Umsatz 2023 um real 4 Prozent zurückgehen wird, nach 4,4 Prozent im vergangenen Jahr." Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des ifo Instituts sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. [1] [1] Quelle: https://www.bauindustrie.de/pm/bauindustrie-meldet-schwaches-baujahr-2022 2. Auftragseingang Der Auftragseingang entwickelte sich positiv und erhöhte sich um 48% gegenüber dem Vorjahresniveau. 3. Gesamtleistung Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,26% reduziert Grund dafür war die bewusste Auswahl kleinerer Aufträge während der Lieferengpässe und den starken Einkaufspreisschwankungen zu Beginn des Geschäftsjahres. Zudem sind der Realisierungszeiträume unserer Projekte geschäftsjahresübergreifend, so dass je Baufortschritt Schwankungen in den Zahlen zu verzeichnen sind. Der hohe Auftragseingang wird sich aufgrund der Laufzeit der Projekte im nachfolgenden Geschäftsjahr 01.07.2023 - 30.06.2024 positiv auf die Gesamtleistung auswirken. 4. Beschaffung Vorrangig erfolgt die Beschaffung nach Anforderungen aus den Leistungsverzeichnissen unserer Kundenprojekte und wird aus der Technik objektbezogen angefordert. Die Planung und Disposition wird mittels eines EDV-Systems vorgenommen. Das notwendige Material wird mehrheitlich auftragsbezogen beschafft. Der Materialaufwand inkl. bezogener Leistungen hat sich aufgrund der leicht rückgängigen Leistung um fast 17% reduziert. Neben dem Leistungsrückgang haben bessere Einkaufskonditionen und Preissenkungen, gerade bei den Profilen und dem Glas, zu der Reduzierung geführt. Die vereinbarten Lieferqualitäten, -mengen und -termine wurden von unseren Lieferanten auf unverändert hohem Niveau realisiert. Die Lagerbestände haben sich um 35% zum Vorjahreswert erhöht, da wir unsere Bestände zum Beginn des Geschäftsjahres erhöht haben, um Lieferengpässen und stark steigenden Einkaufspreisen entgegenzuwirken und dem unsicheren Beschaffungsmarkt Sorge zu tragen. Die tatsächliche Preisentwicklung der für uns wichtigsten Materialien und bezogener Leistungen hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 dann trotz der gebremsten weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung, steigender Rohstoff-, Energie- und Personalkosten, nicht wie befürchtet entwickelt. Die Währungseffekte beeinflussten im Geschäftsjahr 2023 die Beschaffungspreise nur unwesentlich. 5. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat die Gesellschaft seine Belegschaft gezielt in einigen Bereichen verstärkt. Für Schlüsselpositionen in der Verwaltung und dem Vertrieb wurden gezielt Fachkräfte gesucht und eingestellt. Auch in anderen Bereichen konnten Fachkräfte gewonnen werden. Einzelne Personalaustritte, gerade bei Renteneintritten, wurden nicht neu besetzt, sondern durch interne Aufgabenverteilungen und geänderte Prozesse kompensiert, woraus sich in Summe eine Reduzierung der Mitarbeitenden um drei Personen zum Vorjahr ergibt. Die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft (ohne Auszubildende) lag im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres bei 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Bereich von Schulungsmaßnahmen konnten unsere Mitarbeiter weiterhin regelmäßig bzw. im Rahmen von Projekten sowohl intern als auch extern teilnehmen. Die Bereitschaft zu individueller Weiterbildung von Mitarbeitern wird vom Unternehmen nach Kräften unterstützt. Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine hohe Einsatzbereitschaft und Verständnis für getroffenen Entscheidungen. 6. Vorjahresprognose Die erreichte Gesamtleistung liegt im Bereich unserer Planung, welche wir aufgrund der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend vorsichtiger geplant haben. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben sich die Prognosen mehrheitlich bestätigt, besonders die mit der geringeren Leistung verbundene Reduzierung der Materialkosten ist eingetreten. Der geplante Gewinn vor Steuern konnte aufgrund der Entwicklungsleistungen und der entsprechenden Aktivierung der immateriellen Vermögensgegenstände übertroffen werden. Größere Investitionen waren nicht geplant, es wurde entsprechend nur in bestehende Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert, um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Die personellen Verstärkungen konnten mit Ausnahme der Position bei der kaufmännischen Projektleitung alle umgesetzt werden. Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen zu großen Teilen eingetreten. Insgesamt war damit ein zufriedenstellender Geschäftsverlauf zu verzeichnen. 7. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir ein Umsatzwachstum von knapp 19% erzielt. Das Rohergebnis 2022/2023 erhöhte sich um TEUR 546 oder 9,12 % gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 76 oder knapp 2 % gegenüber dem Vorjahr, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um knapp 9 % um TEUR 149 reduziert werden konnten. Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresergebnis TEUR 579 im Vorjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 115. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Kostenreduzierungen in fast allen Kostenbereichen, sowie die aktivierten Eigenleistungen. 8. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme von TEUR 6.334 auf TEUR 6.489, was einer Erhöhung von 2,4 % entspricht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 30,0% (Vorjahr 21,6%). Die Betriebsgebäude werden gepachtet, so dass das Anlagevermögen einen unwesentlichen Teil des Gesamtvermögens einnimmt. Als wesentlicher Teil der Aktivseite der Bilanz sind die Vorräte mit TEUR 3.304 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.770 zu nennen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden abgebaut. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um TEUR 189 reduziert. 9. Finanzlage In Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Berichtsjahr rund TEUR 717 (Vj TEUR 343) investiert. Investitionen des Geschäftsjahres 2022/2023 wurden weitestgehend aus dem operativen Cashflow bzw. den verfügbaren liquiden Mitteln getätigt. Zum 30. Juni 2023 konnten die Bankverbindlichkeiten bei der Pröchel GmbH um 8,5% zum Vorjahr reduziert werden. Bei den Gesamtverbindlichkeiten konnte sogar eine Reduzierung um über 11% realisiert werden. Damit zeigt sich eine verbesserte Kapitalstruktur, die neben den Eigenkapitalkomponenten ausschließlich kurz- und mittelfristige Finanzierungskomponenten zeigt. Die Zahlungsfähigkeit war trotz der hohen Entwicklungsleistungen, welche regelmäßig eine erhöhte Kapitalbindung bewirken, jederzeit gegeben. Die Aufnahme von Fremdmitteln ist weiterhin möglich. Die eingegangenen Finanzierungen stehen nicht in Frage. Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung des Geschäftssitzes und einiger Maschinen. Diese zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. 10. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT (Gewinn vor Zins und Steuern) heran. Der EBIT erhöhte sich von TEUR 295 auf TEUR 1.025. Dies resultiert im Wesentlichen aus den aktivierten Eigenleistungen sowie der Reduzierung der betrieblichen Kosten. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als weiterhin gut bezeichnet werden. 11. Gesamtaussage Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist zufriedenstellend. Der Rückgang der Leistung liegt im erwarteten Bereich, der geplanten Gewinn vor Steuern konnten übertroffen werden. Im Bereich der Sachinvestitionen lagen wir im Plan. Die Teilnahme an öffentlichen Förderprojekten wirkte sich positiv aus. Unsere Liquiditätslage ist weiterhin als solide zu bewerten. B. ZWEIGNIEDERLASSUNGSBERICHT Selbständige Zweigniederlassungen bestehen nicht. C. PROGNOSEBERICHT I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Branche blickt pessimistisch in die Zukunft. Es wird mit weiteren Umsatzrückgängen gerechnet - weiterführend vgl. oben A. III. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. Ausblick Umsatz-Ergebnisentwicklung Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr. Wie gehen davon aus, dass wir den EBIT dieses Jahres wieder erreichen bzw. sogar leicht steigern können. Sondereinflüsse werden im Prognosezeitraum durch den Ukraine-Krieg und die Energiekostenentwicklung in Deutschland und auf der gesamten Welt gesehen. Für das Geschäftsjahr 01.07.2023 bis 30.06.2024 wird ein moderates Umsatzwachstum geplant, da wir in den ersten Monaten Juli bis September des Geschäftsjahres 2023/2024 einen überdurchschnittlichen Auftragseingang verzeichnen konnten, der uns das geplante Wachstum sicherstellt. Im Personalbereich sind weiterhin vereinzelte Stellenbesetzungen geplant was zu einer moderaten Kostensteigerung führen würde. III. Ausblick Investitionen Aufgrund des Wachstums sind Erweiterungen im Bereich der Fertigungskapazität sowie des Maschinenparks geplant. Auch im Bereich Digitalisierung sind weitere Investitionen vorgesehen. IV. Gesamtausblick 2023/2024 Eine positive Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde zu Beginn des Wirtschaftsjahresdurch den Gesellschafter verabschiedet. Entwickelt sich der Geschäftsverlauf wie ursprünglich geplant sollten wir ein vergleichbares Ergebnis zum aktuellen Geschäftsjahr erreichen. D. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT I. Risikobericht mit Auswirkungen der Corona-Krise 1. Branchenspezifische Risiken Hohe Inflation, drastische Baupreissteigerungen, hohe Zinsen: Die Hochbaubranche sieht sich schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber. Die Strategieberatung EY-Parthenon rechnet in ihrer "Hochbauprognose 2023" in diesem Jahr mit einem Nachfrage-Rückgang von 2,6 Prozent. Ein moderates Wachstum von 1,9 Prozent halten die Autoren der Studie erst im Jahr 2025 für möglich. "Eine schnellere Erholung ist leider nicht in Sicht, da die Rahmenbedingungen für den Hochbau schwierig bleiben", so Volkmar Schott, Partner der Strategieberatung EY-Parthenon. "Unsicherheiten bleiben bestehen und wir müssen abwarten, inwiefern weitere geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen unser Privat- und Wirtschaftsleben beeinträchtigen." Planbarkeit für den Hochbau erschwert Allerdings steht die Prognose unter Vorbehalt. Nur bei einem Rückgang der Inflation auf etwa 2 Prozent geht die Vorhersage für die kommenden Jahre auf. Geopolitische und wirtschaftliche Entscheidungen könnten sich sowohl positiv als auch negativ auf den Hochbau auswirken, heißt es von EY-Parthenon. Warum eine korrekte Prognose und damit Planbarkeit für das Baugewerbe aktuell schwierig ist, erläutert Dr. Björn Reineke, Partner bei EY-Parthenon: "Die in der Vergangenheit üblichen zyklischen Schwankungen der Baukonjunktur waren in den letzten zehn Jahren durch den starken Nachfrageüberhang und extrem niedrige Zinsen so gut wie nicht vorhanden. Die Schocks der Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs haben das einschneidend verändert." Wohnungsbau geht weiter zurück, Renovierungsmarkt wächst Eine Stütze der Baukonjunktur sehen die Autoren der Studie in der Gebäudesanierung. In den kommenden zwei Jahren werde der Renovierungsmarkt, der rund zwei Drittel des Hochbaumarktes ausmache, im Durchschnitt um 0,9 Prozent pro Jahr wachsen. Das beziehe sich sowohl auf den Wohnungsbau, als auch auf den Nicht-Wohnungsbau. Laut Studie soll der Wohnungsbau in diesem Jahr um 3,1 % schrumpfen. Davon ist der gewerbliche Wohnungsbau deutlich stärker betroffen. Der Nicht-Wohnungsbau dagegen, vor allem der Wirtschaftsbau, soll bis 2025 im Schnitt um 0,4 Prozent wachsen. Quelle: https://bi-medien.de/fachzeitschriften/baumagazin/wirtschaft-politik/baukonjunktur-prognose-hochbau-erholt-sich-nicht-vor-2025-b16489 2. Unternehmensbezogene Risiken a) Markt- und Wettbewerbsrisiken Die Zielmärkte der Pröchel GmbH sind der deutschsprachige Raum, mit regionalen Schwerpunkten in Süddeutschland. Damit unterliegt die Pröchel GmbH deutschen Konjunkturzyklen und, gerade bei der Beschaffung, geopolitischen Risiken, die das Geschäft der Gesellschaft belasten könnten. Solche Risiken sind durch die Gesellschaft nicht beeinflussbar. Die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen werden durch die Pröchel GmbH beobachtet und bewertet. Dabei stehen die Maßnahmen der Bundesregierung im Fokus, durch Anreize und Subventionen die Baubranche zu stärken. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung stellen diese Risiken insgesamt aus Sicht der Gesellschaft kein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Unverändert müssen wir auch mit einer Verschärfung der Wettbewerbssituation sowohl im Inland als auch Ausland rechnen. b) Personenbezogene Risiken Um erfolgreich zu sein, muss die Pröchel GmbH Führungskräfte, Facharbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten und dauerhaft motivieren. Der Wettbewerb um Facharbeiter kann intensiv sein, es besteht somit das Risiko, dass Pröchel GmbH offene Stellen nicht adäquat oder nicht schnell genug besetzen kann, besonders im Hinblick auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Pröchel GmbH nutzt die verschiedensten Kommunikations- und Rekrutierungsmöglichkeiten zur Anwerbung neuer, qualifizierter Mitarbeiter. Durch die Einführung der 4-Tage-Woche seit dem 01.04.2022, eine attraktive Bezahlung sowie viele Benefits für unser Personal sehen wir uns bestmöglich gerüstet, auch weiterhin bestehendes Personal halten zu können und gegebenenfalls Schlüsselpositionen zeitnah besetzen zu können. Der hohe Digitalisierungsgrad ermöglicht es uns auch ein attraktives Angebot für mobiles Arbeiten anbieten zu können. c) Informationstechnologie- und Informationssicherheitsrisiken Informationen sind wertvolle und schützenswerte Güter für die Pröchel GmbH. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird ein Großteil der Informationen mit IT-Systemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Die Sicherheit von Informationen und IT-Systemen bedingen sich daher gegenseitig. Die Gesellschaft hat technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, die das Risiko von unbefugtem Zugriff, ungewollter Veränderung oder Löschung verhindern sollen. Aufgrund der Komplexität der heutigen IT-Landschaften und der sich immer weiter verdichtenden Bedrohungslage kann die Pröchel GmbH eine Kompromittierung von Informationswerten und damit deren unzulässige Veröffentlichung oder Manipulation nicht gänzlich ausschließen. d) Beschaffung-Produktionsrisiken Die Beschaffung ist von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Das Weltwirtschaftswachstum könnte u. a. durch kurzfristige Handels- und Zollstreitigkeiten, politischen Spannungen und Kriegshandlungen sowie einer erneuten Ausbreitung des Corona-Virus beeinträchtigt werden. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung, sowohl global als auch im Baunebengewerbe wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass unsere Umsatzerlöse sich nicht wie erwartet entwickeln. Wir beobachten die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Beschaffungsmärkten fortlaufend. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anzupassen. Mögliche Naturkatastrophen, politische Krisen, Pandemien und andere Beeinträchtigungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir beschaffungstechnisch tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts-, Beschaffungs- und Produktionsabläufe dar. Wir haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet, um Auswirkungen externer Ereignisse auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Die finanziellen Auswirkungen können von höheren Materialkosten, hohen Lagerbeständen bis hin zu weit höheren Transportkosten reichen. Unsere Vorsorgepläne tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Ereignisse auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Mit hoher Aufmerksamkeit beobachten wir insbesondere die Logistikketten mit Lieferanten und zu unseren Kunden. e) Rechtliche Risiken Die Pröchel GmbH kann im Zusammenhang mit der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen Dritter einem Rechtsrisiko ausgesetzt sein. In solchen Fällen können Kosten für externe rechtliche Unterstützung sowie für das Führen der Verfahren vor ordentlichen Gerichten oder Schiedsgerichten entstehen. Diese Risiken werden durch entsprechende Versicherungen und Vorsorgemaßnahmen bestmöglich abgesichert. Weitere laufende oder drohende Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren sind dem Geschäftsführer derzeit nicht bekannt. f) Umfeld Risiken Aus den vergangenen Jahren wurde deutlich, dass nicht-planbare Risiken (Covid, Ukraine-Krieg, Energiekrise) vermehrt auftreten können. Die Stärke der Auswirkungen wird von der Dauer und dem Umfang der möglichen Krise abhängen. Solche Verläufe sind derzeit nicht vorhersehbar und können daher gegenwärtig nur schwer beurteilt werden. g) Finanzwirtschaftliche Risiken Die Pröchel GmbH hat neben kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten und routinemäßigen Mietzahlungen für Gebäude und Leasingzahlungen für PKWs keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Der laufende Finanzmittelbedarf von der Pröchel GmbH soll im Allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft können wir auf Tagesgelder bzw. Depots und auf mit unseren Hausbanken vertraglich vereinbarten zusätzlichen Kreditlinien zurückgreifen. Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. II. Chancenbericht 1. Branchenspezifische Chancen Im Jahr 2024 bestehen gute Chancen für ein moderates Umsatzwachstum. Im Zuge der erwarteten weltwirtschaftlichen Erholung dürften wichtige industrielle Abnehmer im In- und Ausland ihre Nachfrage nach Metallerzeugnissen ausweiten. Vom Wohnungsbau gehen 2024 voraussichtlich erneut keine zusätzlichen Umsatzimpulse aus. Dagegen dürften wieder steigende Investitionen im Wirtschaftsbau die Auftragslage baunaher Unternehmen der Branche stützen. Auch im öffentlichen Bau ist mit einer leichten Zunahme der Investitionstätigkeit zu rechnen. Wenn die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur in den nächsten Jahren wie geplant vorangebracht wird, dürfte dies positive Effekte für die Auftragslage im Stahl- und Leichtmetallbau haben. Quelle: VR Brachen special | Produktion | Metallerzeugnisse | 6.11 | Oktober 2023 2. Ertragsorientierte Chancen Als eine Chance für die Pröchel GmbH sehen wir das Festhalten an dem Produktionsstandort Deutschland und einem hohen Grad an Eigenleistung. Ein wichtiges Plus für den deutschen Standort sind dabei u.a. unsere gut ausgebildeten, motivierten und verantwortungsvollen Mitarbeiter. Dadurch können wir auch höchste Qualität bei unseren Produkten und Service gegenüber unseren Kunden gewährleisten, was uns vom Wettbewerb unterscheiden wird. Weiterhin können wir somit auch eine größtmögliche Wertschöpfung innerhalb der Prozesskette erreichen. Für die Erschließung neuer Technologien und Marktsegmente nimmt das Unternehmen weiterhin an öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten teil. Die Teilnahme an einem Anschluss- und einem neuen Entwicklungsprojekt wurden bereits erfolgreich gestartet. Kurz- bis Mittelfristig - Gebäudesanierungsmarkt der Bestandsimmobilien, besonders des Bundes - Nachhaltige Gebäude nach DGNB Zertifizierung - Durch die inverse Zinsstruktur und die fallenden Baukosten ist mit einem Abbau des Investitionsstaus zu rechnen III. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Der Geschäftsführer beurteilt die wirtschaftliche Lage der Pröchel GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin positiv. Das Unternehmen ist mit seinem Leistungsportfolio und seinem Finanzprofil gut im Markt aufgestellt. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Fortbestand des Unternehmens kurzfristig gefährden können. E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit die Ausnahme, zudem sind solche Ausfälle über eine entsprechende Versicherung abgesichert. Es bestehen langjährige Zusammenarbeiten mit zahlreichen Kunden. Daneben ist ein leistungsfähiges Debitorenmanagement implementiert und wir informieren uns vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer potenziellen Kunden, um ein Liquiditätsrisiko zu minimieren. Für langfristige Geschäftsbeziehungen wählen wir Lieferanten aus, welche die Bereitschaft besitzen, bezüglich Innovation, Optimierung von Herstellungskosten und Logistikprozessen mit uns zusammen aktiv an einer kontinuierlichen Verbesserung zu arbeiten. Hierbei achten wir darauf, das Risiko von Lieferengpässen zu begrenzen. Unsere bevorzugten Lieferanten begleiten wir durch individuelle Zielvereinbarungen oder Lieferverträgen. Im Kontrollbereich "Finanzen" verwendet der Geschäftsführer verschiedene interne und externe Kennzahlen wie Umsatzerlöse, Rohertrag, Deckungsbeiträge und Cashflow. Mithilfe dieser Kennzahlen wird das Ziel verfolgt, steigende Umsätze in Verbindung mit steigenden Ergebnismargen und entsprechenden positiven Auswirkungen auf Ertrag und Liquidität zu erzielen. Zudem wird über das "4-Augen Prinzip" sowie eine laufende Mitkalkulation der Bauvorhaben sichergestellt, dass Probleme schnell erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können und die Qualität der Zahlen sichergestellt ist. Diese Analysen werden regelmäßig durch den Geschäftsführer durchgeführt und bei Bedarf entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Der laufende Finanzmittelbedarf wird im Allgemeinen durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Die Entwicklung unserer ausländischen Beteiligungsgesellschaft verfolgen wir durch ein laufendes Reporting. Das dargestellte Restrisiko wird als Risiko der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eingestuft.
Schwanstetten, den 22. Dezember 2023 Pröchel GmbH gez. Marc Pröchel, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Allgemeine Angaben und Gliederung Die Pröchel GmbH, Schwanstetten, wird vom Registergericht Nürnberg unter der Nummer HRB 20723 geführt. Bei der Pröchel GmbH handelt es sich zum Stichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Abweichungen zum Vorjahr sind nicht gegeben; Anpassungen im Ausweis waren daher grundsätzlich nicht erforderlich. Forderungen und Verbindlichketen gegenüber Gesellschaften, die über den Gesellschafter mit der Gesellschaft verbunden sind, werden im laufenden Geschäftsjahr unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 268 Abs. 4 S. 1 HGB und § 268 Abs. 5 S. 1 HGB im Anhang dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (fünf Jahre, lineare Methode) um planmäßige Abschreibungen gemindert. Für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden Investitionszuschüsse gewährt. Es erfolgte eine Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten, was zu einer Verteilung der Zuwendungen auf die Laufzeit der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände führt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über € 250,00 und bis zu € 800,00 wurden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Vorratsvermögen Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie handelsrechtlich aktivierungspflichtige Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt worden, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen waren zu verzeichnen und wurden ausgebucht. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Es wird der Überhang an passiven latenten Steuern in der Bilanz ausgewiesen, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Perioden auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt eine Verrechnung der aktiven latenten Steuern bis zur Höhe der passiven latenten Steuern. Grundsätze der Umsatzrealisierung Die Umsatzrealisierung wurde im Geschäftsjahr nach der Completed Contract Methode vollzogen. II. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen ist aus der Anlage zu ersehen, die Bestandteil des Anhangs ist. Die Investitionszuschüsse für die in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände lassen sich technisch im Anlagenspiegel nur als Abgang darstellen. Somit stellen die Abgänge der in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände vollumfänglich Minderungen der Anschaffungskosten durch erhaltene Investitionszuschüsse dar. Selbst stellte immaterielle Vermögensgegenstände Für Forschung und Entwicklung hat die Gesellschaft im Berichtsjahr € 535.903,06 aufgewendet. Diese Kosten umfassen vollumfänglich Entwicklungskosten und wurden in den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts: Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der Geschäftsbereich hat im Wesentlichen einen Lebenszyklus von 15 Jahren. Abschreibungen Finanzanlagevermögen Innerhalb der Wertpapiere des Anlagevermögens sind Fondsanteile mit einem Buchwert in Höhe von € 113.622,34 ausgewiesen. Ihr Marktwert beträgt € 67.166,60. Aufgrund der positiven Wertentwicklung der Anteile nach dem Bilanzstichtag wurden ihre zum Bilanzstichtag bestehende Wertminderung als voraussichtlich nur vorübergehend beurteilt und Abschreibungen gemäß § 253 III S. 6 HGB in Höhe von € 46.455,74 unterlassen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen: Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Abschlagsrechnungen auf erbrachte Teilleistungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen:
Die Werte des Bilanzpostens "Forderungen gegen verbundenen Unternehmen" stellen in gleicher Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Eigenkapital Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Im Bilanzgewinn in Höhe von € 1.847.449,93 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von € 1.268.459,33 enthalten. Angabe der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge:
In Summe unterliegen damit € 299.993,48 der Ausschüttungssperre.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Vorräten, Verpfändung von Wertpapieren und Forderungsabtretungen gesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von € 110.071,61 (Vorjahr € 195.987,24) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind in Höhe von € 5.211,20 (Vorjahr € 224,57) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch Eigentumsvorbehalt aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren gesichert. Latente Steuern Veränderung der passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr:
Die latenten Steuern wurden mit einem durchschnittlichen Steuersatz in Höhe von 28,20 % berechnet. Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht. III. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 47.375,80 (Vorjahr: € 51.004,60). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in nicht nennenswerter Höhe. IV. Ergänzende Angaben Bürgschaften Zum Stichtag 30. Juni 2023 bestehen Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.100,00 (Vj. T€ 1.100,00) für Verbindlichkeiten der Pröchel Besitz GmbH & Co. KG. Die Pröchel Besitz GmbH & Co. KG hat bislang alle Raten fristgerecht zurückgeführt, so dass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Aus Miet- und Pachtverträgen, die auf unbestimmte Zeit abgeschlossen sind, bestehen monatliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 39. Darüber hinaus bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind. Angabe gemäß § 327 Nr. 1 HGB
Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 70 (Vorjahr: 69) Arbeitnehmer beschäftigt.
Angaben zu Leitungsorganen Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum: Herr Marc Pröchel, Dipl.-Ing., Zertifizierter Fachingenieur Fassade Im Berichtsjahr unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 IV HGB. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr zuzüglich des Jahresüberschusses des laufenden Jahres auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB:
Schwanstetten, 21. Dezember 2023 Pröchel GmbH, Schwanstetten Geschäftsleitung gez. Marc Pröchel Entwicklung des AnlagevermögensAnschaffungs- und Herstellungskosten:
Abschreibungen:
Buchwerte:
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Pröchel GmbH mit einer Bilanzsumme von € 6.489.096,38 und einem Jahresüberschuss von € 578.990,60 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: An die Pröchel GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pröchel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pröchel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss des vorherigen Geschäftsjahres wurde mangels Prüfungspflicht nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 22. Dezember 2023 LHS
GmbH
gez. Michael Fischer, Wirtschaftsprüfer gez. Matthias Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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